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Schwerer Unfall auf der A66 bei Wiesbaden – Fahrer im Auto eingeklemmt

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Unfall in Wiesbaden

Am Montagmorgen (27. März 2023) kam es gegen 8:10 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn A66 bei Wiesbaden. Dabei erlitt ein 45 Jahre alter Autofahrer schwere Verletzungen.

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Der Fahrer musste aus seinem Wagen befreit werden

Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Frankfurt, als der Fahrer eines Sprinter Kleintransporters von der mittleren auf den linken Fahrstreifen wechselte. Aufgrund des stockenden Verkehrs konnte der nachfolgende 45-jährige Fahrer eines Seat nicht rechtzeitig bremsen und wurde von dem Kleintransporter von hinten gerammt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 45-Jährige in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Laut Polizeibericht wurde der Schwerverletzte unter notärztlicher Aufsicht von den Rettungskräften und der Feuerwehr aus seinem Wagen befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Fahrbahn teilweise gesperrt werden, was zu einem kilometerlangen Rückstau bis zur Anschlussstelle Erbenheim führte. Die Autobahnpolizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 20.000 Euro

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Artikel-Empfehlung der Redaktion:

Am Sonntagvormittag (26. März 2023) kam es gegen 11:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A67 zwischen den Anschlussstellen Groß-Gerau und Büttelborn im südhessischen Kreis Groß-Gerau. BYC-News war vor Ort.

Unfall auf der Autobahn A67 zwischen Groß-Gerau und Büttelborn

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BioNTech verzeichnet 17,3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2022

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BioNTech
BioNTech

BioNTech SE hat am Montag (27. März 2023) die Ergebnisse für das vierte Quartal 2022 und das gesamte Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2022 endete, veröffentlicht und Informationen zur Geschäftsentwicklung bekanntgegeben.

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Prof. Dr. Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von BioNTech dazu

„Wir haben signifikante Fortschritte im Jahr 2022 gemacht, indem wir unsere Pipeline weiterentwickelt und den weltweit ersten an Omikron BA.4/BA.5 angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoff auf den Markt gebracht haben. Darüber hinaus haben mehrere unserer neuen Modalitäten ermutigende klinische Daten erzielt und wir haben neun neue Programme in die klinische Erprobung gebracht”, sagte Prof. Dr. Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von BioNTech. „Im Jahr 2023 und darüber hinaus wollen wir weiter in unsere Transformation investieren, wobei wir uns auf den Aufbau kommerzieller Kapazitäten in der Onkologie konzentrieren und auf Zulassungsstudien hinarbeiten. Unser mittelfristiges Ziel ist es, die Zulassung mehrerer Onkologieprodukte in Krebsindikationen mit hohem medizinischen Bedarf anzustreben.“

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Finanzergebnisse des vierten Quartals sowie des Geschäftsjahres 2022

Quartal 4 2022
Umsatzerlöse: 4.278,3 €
Nettogewinn: 2.278,7 €
Verwässertes Ergebnis pro Aktie: 9,26 €

Quartal 4 2021
Umsatzerlöse: 5.532,5 €
Nettogewinn: 3.166,2 €
Verwässertes Ergebnis pro Aktie: 12,18 €

Geschäftsjahr 2022
Umsatzerlöse: 17.310,6 €
Nettogewinn: 9.434,43 €
Verwässertes Ergebnis pro Aktie: 37,77 €

Geschäftsjahr 2021
Umsatzerlöse: 18.976,7 €
Nettogewinn: 10.292,5 €
Verwässertes Ergebnis pro Aktie: 39,63 € 

Der ausgewiesene Gesamtumsatz betrug 4.278,3 Mio. € in dem zum 31. Dezember 2022 endenden Quartal, verglichen mit 5.532,5 Mio. €1 für den Vorjahreszeitraum. Für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr belief sich der Gesamtumsatz auf 17.310,6 Mio. €, verglichen mit 18.976,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum und entspricht damit der Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen.

Die Umsatzkosten beliefen sich in dem zum 31. Dezember 2022 endenden Quartal auf 183,5 Mio. €, verglichen mit 583,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beliefen sich die Umsatzkosten auf 2.995,0 Mio. €, verglichen mit 2.911,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzkosten wurden durch Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Vorräten und durch Aufwendungen für nicht mehr benötigte Produktionskapazitäten aus Verträgen mit Auftragsfertigungsunternehmen beeinflusst. Darüber hinaus waren die Umsatzkosten in dem zum 31. Dezember 2022 endenden Quartal durch Rückstellungsauflösungen beeinflusst.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich in dem zum 31. Dezember 2022 endenden Quartal auf 509,8 Mio. €, verglichen mit 271,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 1.537,0 Mio. €, verglichen mit 949,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist vor allem auf die Ausgaben im Zusammenhang mit der Entwicklung und Produktion der an Omikron angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoffe von BioNTech und Pfizer sowie auf das Voranschreiten der klinischen Studien für BioNTechs Pipeline-Kandidaten zurückzuführen. Ein weiterer Grund für den Anstieg ist die höhere Mitarbeiterzahl im F&E-Bereich und die Ausgaben im Rahmen von BioNTechs anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich in dem zum 31. Dezember 2022 endenden Quartal auf 122,9 Mio. €, verglichen mit 130,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr beliefen sich die allgemeinen Verwaltungskosten auf 484,7 Mio. €, verglichen mit 285,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist hauptsächlich auf höhere Aufwendungen für IT und externe Dienstleistungen sowie auf einen Anstieg des Personalbestands zurückzuführen.

Für das zum 31. Dezember 2022 endende Quartal sind Ertragsteuern in Höhe von 893,9 Mio. € angefallen, verglichen mit 1.547,7 Mio. € für den Vorjahreszeitraum. Für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr belief sich der Steueraufwand auf 3.519,7 Mio. €, verglichen mit 4.753,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der abgeleitete effektive jährliche Ertragsteuersatz für das Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2022 betrug 27,2 %.

Der Nettogewinn für das zum 31. Dezember 2022 endende Quartal betrug 2.278,7 Mio. €, verglichen mit 3.166,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr belief sich der Nettogewinn auf 9.434,4 Mio. €, verglichen mit 10.292,5 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 31. Dezember 2022 13.875,1 Mio. €. Nach Ende des Berichtszeitraums ist die Zahlung zur Abgeltung des Bruttogewinnanteils von BioNTech für das dritte Quartal 2022 (wie vertraglich definiert) in Höhe von 1.816,5 Mio € von unserem Kooperationspartner zum 12. Januar 2023 eingegangen. Die vertragliche Abrechnung des Bruttogewinnanteils im Rahmen der COVID-19-Kooperation mit Pfizer hat einen zeitlichen Versatz von mehr als einem Kalenderquartal. Da das Geschäftsquartal von Pfizer für Tochtergesellschaften außerhalb der Vereinigten Staaten von dem Finanzberichtszyklus von BioNTech abweicht, entsteht ein zusätzlicher zeitlicher Abstand zwischen der Umsatzrealisierung und dem Zahlungseingang.

Ausstehende Aktien: Zum 31. Dezember 2022 befanden sich 243.215.169 Aktien im Umlauf.

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Jens Holstein, CFO von BioNTech dazu

„Die Auslieferung unserer an Omikron angepassten bivalenten Impfstoffe war entscheidend für unsere COVID-19-Impfstoffumsätze, die 2022 zu einem Geschäftsjahr mit einem weiteren starken Finanzergebnis gemacht haben“, sagte Jens Holstein, CFO von BioNTech. „Wir glauben, dass uns der finanzielle Erfolg des Unternehmens im Geschäftsjahr 2022 eine optimale Ausgangsposition bietet, um die Weiterentwicklung unserer diversifizierten klinischen Pipeline zu beschleunigen und darauf aufbauend unsere Forschung und Entwicklung in den kommenden Jahren zu intensivieren. Die angekündigte Übernahme von InstaDeep und die jüngst geplante Lizenz- und Kollaborationsvereinbarung mit OncoC4, die unser bestehendes Portfolio um ein klinisches Programm erweitert, zielen darauf ab, mittel- bis langfristig Wert für BioNTech zu schaffen. Wir gehen davon aus, dass unser Engagement im Bereich der COVID-19-Impfstoffe unsere bereits bestehende Finanzkraft in den kommenden Jahren stärken wird. Als wissenschafts- und innovationsgetriebenes Unternehmen wollen wir weiterhin stark in Forschung und Entwicklung investieren und sind bereit, in M&A-Transaktionen sowie Kollaborationen zu investieren, um zukünftiges Wachstum für das Unternehmen zu schaffen.“

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Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023:

BioNTech COVID-19-Impfstoffumsätze für das Geschäftsjahr 2023:

Geschätzte Einnahmen von BioNTech aus COVID-19-Impfstoffumsätzen für das Geschäftsjahr 2023 ~ 5 Mrd. €

Diese Umsatzprognose spiegelt die erwarteten Umsätze im Zusammenhang mit BioNTechs Anteil am Bruttogewinn aus dem Verkauf des COVID-19-Impfstoffs in den Gebieten der Kollaborationspartner, die erwarteten Umsätze aus dem direkten Verkauf des COVID-19-Impfstoffs an Kunden im Vertriebsgebiet von BioNTech sowie die erwarteten Umsätze aus den von BioNTech hergestellten und an Kollaborationspartner verkauften Produkten wider. Letztere Umsätze können durch Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Vorräte beeinflusst werden und werden mit dem Kollaborationspartner Pfizer geteilt, sobald sie tatsächlich anfallen.

Die Umsatzprognose basiert auf verschiedenen Annahmen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf den im Jahr 2023 beginnenden erwarteten Übergang von einem Marktumfeld mit Einkaufsverträgen zwischen Regierungen und Impfstoffherstellern zu kommerziellen Marktbestellungen und einer regulatorischen Empfehlung zur Anpassung der COVID-19-Impfstoffe, um jüngst zirkulierende Varianten oder Sublinien von SARS-CoV-2 zu adressieren. Die geschätzten Umsatzerlöse von BioNTech für den COVID-19-Impfstoff spiegeln die erwarteten Lieferungen im Rahmen bestehender oder zugesagter Lieferverträge sowie erwartete Verkäufe im Rahmen herkömmlicher kommerzieller Bestellungen wider. Eine erneute Verhandlung des bestehenden Liefervertrags mit der Europäischen Kommission erfolgt aktuell, mit der Möglichkeit, dass die Auslieferungen von Impfstoffdosen über mehrere Jahre gestaffelt werden und/oder eine Mengenreduzierung erfolgen könnte. Während eine erhöhte Nachfrage infolge einer Impfstoffadaption angenommen wird, werden weniger Erstimpfungen und eine niedrigere Quote für Auffrischungsimpfungen innerhalb der Gesamtbevölkerung erwartet. Es wird von einer saisonalen Nachfrage ausgegangen, wodurch sich die erwarteten Umsätze deutlich in die zweite Jahreshälfte verschieben.

Geplante Ausgaben und Investitionen im Geschäftsjahr 2023:

  • Forschungs- und Entwicklungskosten: 2.400 Mio. € – 2.600 Mio. €
  • Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten: 650 Mio. € – 750 Mio. €
  • Investitionsausgaben: 500 Mio. € – 600 Mio. €

Geschätzte Steuerannahmen für das Geschäftsjahr 2023:

Geschätzter jährlicher effektiver Ertragsteuersatz für die BioNTech-Gruppe ~27%

Die Zahlen spiegeln die aktuellen Basisprognosen wider und beinhalten potenzielle Effekte, die durch zusätzliche Kooperationen oder potenzielle M&A-Transaktionen verursacht oder verstärkt werden, soweit diese bereits offengelegt wurden. Die Daten sind auf der Grundlage konstanter Wechselkurse berechnet worden.

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Operativer Rückblick des vierten Quartals und wichtige Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

COVID-19-Impfstoffprogramme – BNT162 (COMIRNATY)

Updates zum Vertrieb

  • Im Dezember 2022 gaben BioNTech und Pfizer bekannt, dass weltweit etwa 2 Milliarden Dosen COMIRNATY von den Unternehmen in Rechnung gestellt wurden, darunter etwa 550 Millionen Dosen des an Omikron BA.4/5-angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoffs (Stand Mitte Dezember 2022).
  • Im Januar 2023 gaben BioNTech und Pfizer bekannt, dass Verhandlungen über die Anpassung der Fristen für die COMIRNATY-Liefervereinbarung mit der Europäischen Kommission laufen. Die Vereinbarung mit der Europäischen Kommission wurde im Mai 2021 unterzeichnet und eine Vereinbarung zur Veränderung der Lieferfristen wurde im Mai 2022 geschlossen.
  • Im Rahmen der Zusage von BioNTech und Pfizer, insgesamt zwei Milliarden COVID-19-Impfstoffdosen zur Förderung eines gerechten Zugangs zu Arzneimitteln für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zur Verfügung zu stellen, haben die Unternehmen entsprechend der Nachfrage bisher insgesamt rund 1,7 Milliarden Dosen COMIRNATY ausgeliefert. Diese Lieferungen enthielten dabei sowohl den an Omikron BA.4/5 angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoff als auch den ursprünglichen COVID-19-Impfstoff.
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Updates zur klinischen Entwicklung und zulassungsrelevante Updates

Ursprünglicher COVID-19-Impfstoff

  • Im Oktober 2022 erhielten BioNTech und Pfizer die Empfehlung von der Europäischen Kommission für die Umwandlung der bedingten Marktzulassung (conditional Marketing Authorization, „cMA“) in eine Standardzulassung (auch als „vollständige Marktzulassung“ bezeichnet). Die Umwandlung umfasst alle bisherigen Indikationen und Formulierungen für die Impfstoffe aus der COMIRNATY-Produktgruppe, die in der Europäischen Union zugelassen sind, einschließlich der an Omikron BA.1- sowie Omikron BA.4/5-angepassten bivalenten Impfstoffe für Personen ab 12 Jahren.
  • Im Oktober 2022 erhielten BioNTech und Pfizer von der Europäischen Kommission eine Standardzulassung für eine Impfserie mit drei Dosen zu je 3 µg des ursprünglichen COVID-19-Impfstoffs für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren.
  • Im Oktober 2022 erhielten BioNTech und Pfizer von der Europäischen Kommission eine Zulassung für den ursprünglichen COVID-19-Impfstoff als Auffrischungsimpfung (vierte Dosis) für Personen ab 12 Jahren mit einem Abstand von mindestens drei Monaten zwischen Verabreichung des ursprünglichen COVID-19-Imfstoffs und der letzten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs.

Omikron BA.4-5 angepasste bivalente COVID-19-Auffrischungsimpfung

  • Im zweiten Halbjahr 2022 erhielten BioNTech und Pfizer die Zulassung oder Genehmigung für eine 30-µg-Auffrischungsimpfung mit dem an Omikron BA.4/5-angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoff für Personen ab 12 Jahren von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (U.S. Food and Drug Administration, „FDA“) (August), der Europäischen Kommission (September), dem Gesundheitsministerium Kanadas („Health Canada“) (Oktober) und der Gesundheitsbehörde der Sonderverwaltungsregion Hongkong der Volksrepublik China („Health Bureau of the Hong Kong Special Administrative Region of the People’s Republic of China“) (November). Der an Omikron BA.4/5 angepasste bivalente COVID-19-Impfstoff wurde im Jahr 2022 in mehr als 65 Ländern und Regionen genehmigt oder zugelassen. Die Zulassung einer 10-µg-Auffrischungsimpfung mit dem an Omikron BA.4/BA.5 angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoff für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren wurde von der FDA (Oktober) und der Europäischen Kommission (November) erteilt.
  • Im November 2022 gaben BioNTech und Pfizer aktualisierte 30-Tage-Daten aus der laufenden Phase-2/3-Studie zur Untersuchung der Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität einer 30-µg Dosis ihres an Omikron BA.4/5 angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoffs bekannt. Die Daten zeigen eine robuste und breit neutralisierende Antikörperantwort einen Monat nach Erhalt einer 30-µg-Auffrischungsdosis. Der Anstieg der neutralisierenden Antikörpertiter gegenüber Omikron BA.4/5 war im Vergleich zu den Werten vor der Auffrischung bei denjenigen wesentlich höher, die den bivalenten Impfstoff erhielten, als beim ursprünglichen COVID-19-Impfstoff, wobei beide Impfstoffe ein ähnlich vorteilhaftes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil aufwiesen.
  • Im November 2022 gaben BioNTech und Pfizer die Ergebnisse einer Analyse bekannt, in der die Immunantwort durch den an Omikron BA.4/5 angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoff gegen neuere Omikron-Sublinien mit verbesserten Escape-Mechanismen einschließlich BA.4.6, BA.2.75.2, BQ.1.1 und XBB.1, untersucht wurde. Die veröffentlichten Daten (Zou et al. Neutralization of BA.4-BA.5, BA.4.6, BA.2.75.2, BQ.1.1, and XBB.1 with Bivalent Vaccine; N Engl J Med 2023; 388:854-857) deuteten darauf hin, dass der bivalente Impfstoff einen stärkeren Anstieg der neutralisierenden Antikörpertiter gegen diese neu aufkommenden Omikron-Sublinien hervorruft als der ursprüngliche COVID-19-Impfstoff.
  • Im Dezember 2022 erhielten BioNTech und Pfizer die Notfallzulassung (Emergency Use Authorization, „EUA“) der FDA für ihren an Omikron BA.4/5-angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoff als dritte 3-µg Dosis der primären Impfserie mit drei Dosen für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren.

COVID-19-Impfstoffe der nächsten Generation

  • Im November 2022 haben BioNTech und Pfizer eine Phase-1-Studie zur Untersuchung der Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität von BNT162b4, eines COVID-19-Impfstoffkandidaten der nächsten Generation, begonnen. Dieser hat zum Ziel, die T-Zell-Antworten gegen SARS-CoV-2 zu verstärken, den Schutz gegen aufkommende Varianten auszuweiten sowie die Dauer des Schutzes zu verlängern.

mRNA-Kombinationsimpfstoffprogramm gegen COVID-19 und Grippe (BNT162b2 + BNT161)

  • Im Oktober 2022 haben BioNTech und Pfizer mit einer unverblindeten Phase-1-Dosisfindungsstudie zur Evaluierung der Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität eines kombinierten mRNA-Impfstoffkandidaten gegen Influenza und COVID-19 begonnen, die Personen mit einer einzelnen Impfung gegen Influenza und COVID-19 schützen soll. Ein Datenupdate wird 2023 erwartet.
  • Im Dezember erhielten BioNTech und Pfizer von der FDA den Fast-Track-Status für ihren mRNA-basierten Kombinationsimpfstoff.
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Update zur Pipeline für Infektionskrankheiten im vierten Quartal 2022 und Ausblick

HSV-2-Impfstoff-Programm BNT163

  • Im Dezember 2022 initiierte BioNTech eine Phase-1-Studie mit BNT163, einem Impfstoffkandidaten gegen das Herpes-Simplex-Virus („HSV“) zur Prävention von durch HSV-2 und möglicherweise auch HSV-1 verursachten genitalen Läsionen. Die Studie wird die Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität von BNT163 untersuchen. Ein Datenupdate wird in der zweiten Hälfte 2023 erwartet.

Malaria-Impfstoffprogramm BNT165

  • Im Dezember 2022 initiierte BioNTech eine Phase-1-Studie mit BNT165b1, dem ersten Kandidaten des unternehmenseigenen BNT165-Programms zur Entwicklung eines Multi-Antigen-Malariaimpfstoffkandidaten.In dieser ersten klinischen Studie (NCT05581641) soll die Sicherheit, Verträglichkeit und exploratorische Immunogenität des Impfstoffkandidaten untersucht werden. Ein Datenupdate wird in der zweiten Hälfte 2023 erwartet.

Gürtelrose Impfstoffprogramm BNT167

  • Im Februar 2023 haben BioNTech und Pfizer eine randomisierte Phase-1/2-Dosisfindungsstudie mit BNT167, dem mRNA Impfstoffkandidaten der Unternehmen gegen Gürtelrose (auch bekannt als Herpes-Zoster-Virus) gestartet. Die klinische Studie (NCT05703607) wird die Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität von mRNA-Impfstoffkandidaten gegen Gürtelrose untersuchen. Ein Datenupdate wird 2023 erwartet.
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Update zur Onkologie-Pipeline im vierten Quartal 2022 und Ausblick

  • Im Jahr 2022 hat BioNTech fünf First-in-Human-Studien für folgende Kandidaten initiiert:
  • BNT116, ein FixVac-Program gegen nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (non-small cell lung cancer, „NSCLC“),
  • BNT141 und BNT142, zwei RiboMabs-Kandidaten gegen CLDN18.2-positive und CLDN6-positive solide Tumore, sowie
  • zwei weitere Antikörperkandidaten aus der Zusammenarbeit mit Genmab, die in soliden Tumoren evaluiert werden. Dabei handelt es sich um BNT313, einem HexaBody, der sich gegen CD27 richtet, sowie BNT322 (unveröffentlichte Zielstruktur).

BNT113, ein Kandidat auf Basis von BioNTechs mRNA-basiertem off-the-shelf Immuntherapieansatz FixVac wird als Erstlinientherapie für Patientinnen und Patienten mit inoperablen rezidivierenden oder metastasierenden HPV16-positivem Kopf-Hals-Karzinom (head and neck squamous-cell carcinoma, „HNSCC“) entwickelt, die PD-L1 exprimieren. BNT113 wurde bisher nicht mit einer anti-PD1-Therapie kombiniert.

  • BioNTech hat im Dezember 2022 auf dem jährlich stattfindenden Immunonkologie-Kongress der European Society for Medical Oncology („ESMO“) vorläufige Sicherheitsdaten aus dem ersten Teil (Teil A) der laufenden Phase-2-Studie präsentiert. Die Studie untersucht die Sicherheit von BNT113 in Kombination mit Pembrolizumab. Bis zum 5. Juli 2022 hatten 12 von 15 behandelten Patientinnen und Patienten die Sicherheitsanalyse durchlaufen (Pembrolizumab und vier Dosen BNT113). Die Daten zeigten, dass die Sicherheit von BNT113 akzeptabel war und mit dem jeweiligen Sicherheitsprofil von BNT113 und Pembrolizumab als Monotherapie übereinstimmt. Für die Kombination wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet. Der randomisierte B-Teil der Studie läuft derzeit.

Autogene Cevumeran (BNT122) ist ein Produktkandidat auf Basis eines Ansatzes für individualisierte Neoantigen-spezifische Immuntherapie (iNeST), der in Kollaboration mit Genentech, Inc. (Genentech”), einem Mitglied der Roche-Gruppe, zur adjuvanten Behandlung sowie zur Behandlung von metastasierten Krebsarten entwickelt wird. Jede Dosis Autogene Cevumeran enthält bis zu 20 verschiedene Neoantigene, die für jede Patientin und jeden Patienten ausgewählt werden.

  • 2023 erwarten BioNTech und Genentech ein Daten-Update aus einer laufenden, nicht-verblindeten Phase-2-Studie. Die Studie untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Autogene Cevumeran in Kombination mit Pembrolizumab im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit Prembrolizumab bei Patientinnen und Patienten mit zuvor unbehandeltem metastasierendem Melanom.
  • Der Beginn einer Phase-2-Studie mit Autogene Cevumeran zur adjuvanten Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (pancreatic ductal adenocarcinoma, „PDAC“) ist für 2023 geplant.

BNT211 ist ein Zelltherapiekandidat auf Basis chimärer Antigenrezeptoren (chimeric antigen receptor, „CAR“), der sich gegen das Antigen CLDN6 als neue Zielstruktur richtet. Der Kandidat wird als Monotherapie und in Kombination mit einem CAR-T-Zellen-amplifizierenden RNA-Impfstoff (CAR-T cell Amplifying RNA Vaccine, „CARVac“) getestet, der für CLDN6 kodiert. CARVac soll die Vermehrung der übertragenen CAR-T-Zellen in vivo fördern und so deren Langlebigkeit und Wirksamkeit erhöhen.

  • BioNTech erwartet 2023 ein Daten-Update aus der laufenden Phase-1/2-Dosis-Eskalations- und Expansionsstudie, in der CLDN6 CAR-T-Zellen mit oder ohne Zugabe von CARVac in Patientinnen und Patienten mit CLDN6-positiven rezidivierenden oder refraktären fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht werden.
  • Im September 2022 präsentierte BioNTech auf dem ESMO-Kongress 2022 Follow-up-Daten aus seiner laufenden Phase-1/2-Studie. Bei den beiden untersuchten Dosisleveln wurden ermutigende Anzeichen für eine Anti-Tumor-Aktivität sowie ein kontrollierbares Sicherheitsprofil beobachtet. Bei der Analyse der Wirksamkeit in 21 Patientinnen und Patienten, die zum Stichtag ausgewertet werden konnten, lag die beste Ansprechrate bei 33 % und die Stabilisierungsrate (disease control rate, „DCR”) bei 67 %. Davon zeigte ein Patient eine vollständige Remission (complete response, „CR“), sechs Patientinnen und Patienten ein teilweises Ansprechen (partial response, „PR“) und sieben Patientinnen und Patienten eine stabile Erkrankung (stable disease, „SD“). Besonders ermutigende klinische Resultate wurden bei Patienten mit Hodenkarzinom beobachtet, die mit dem zweiten Dosislevel nach Lymphodepletion (n=7) behandelt wurden. Hierbei zeigte ein Patient eine vollständige Remission, drei Patienten ein teilweises Ansprechen und zwei Patienten eine stabile Erkrankung, was einer Ansprechrate (overall response rate, „ORR“) von 57 % und einer Krankheitskontrollrate von 85 % entspricht.
  • Das Unternehmen erwartet, im Jahr 2024 eine Phase-2-Studie für BNT211 bei Patienten mit Platinum-resistenten Hodenkarzinom als Zweitlinienbehandlung oder darüber hinaus zu beginnen.

BNT312 (GEN1042) ist ein innovativer bispezifischer Antikörper-Produktkandidat, der durch das Vernetzen von CD40- und 4-1BB-positiven Zellen eine konditionale Immunaktivierung auslösen soll.

  • BioNTech und Genmab A/S (Genmab“) haben im Dezember 2022 ein Daten-Update zur Sicherheit in den Expansionskohorten aus der laufenden Phase-1/2-Studie von BNT312 als Kombinationstherapie auf dem jährlich stattfindenden ESMO-Kongress veröffentlicht. Die Daten zeigen, dass BNT312 in Kombination mit Pembrolizumab („PEM“) mit oder ohne Chemotherapie („CTx“) gut vertragen wurde. Außerdem trat keine dosislimitierende Toxizität auf. Die meisten Nebenwirkungen hatten einen Schweregrad von 1 bis 2 und waren behandelbar. Die Kombination aus BNT312 (GEN1042) mit Pembrolizumab und Chemotherapie zeigte ermutigende erste Anzeichen für Wirksamkeit in Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem metastasierendem Kopf-Hals-Karzinomen. Dabei zeigten 4 von 4 der zur Auswertung verfügbaren Patientinnen und Patienten ein Ansprechen. Die beobachtete Immunantwort, die durch BNT312 hervorgerufen wurde, blieb bei der Kombinationstherapie erhalten. Die Studie rekrutiert weiter Patientinnen und Patienten in allen Kohorten (nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, duktales Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse und metastasierendes Kopf-Hals-Karzinom)

BNT313 (GEN1053) ist ein monospezifischer Antikörperkandidat, der sich gegen CD27 richtet und bösartige solide Tumore adressiert. Er basiert auf Genmabs HexaBody-Technologie. Der Kandidat wurde entwickelt, um eine Clusterbildung von CD27 auf der Plasmamembran von T-Zellen zu induzieren. Diese hat zum Ziel, die Aktivierung, Vermehrung und Differenzierung von T-Zellen zu verbessern, ohne sie zu dezimieren.

  • Im November 2022 wurde eine Phase-1-Studie zur Untersuchung der Sicherheit, Verträglichkeit und vorläufigen Wirksamkeit von BNT313 als Monotherapie zur Behandlung von bösartigen soliden Tumoren begonnen.
  • BioNTech hat auf der 37. Jahrestagung der Society for Immunotherapy of Cancer („SITC“) im November 2022 präklinische Daten vorgestellt, die den Wirkmechanismus von BNT313 charakterisieren. In den in-vitro-Experimenten zeigte sich, dass BNT313 eine CD27-agonistische Wirkung vermittelt, die unabhängig von der Fc-Gamma-Rezeptor-vermittelten Vernetzung ist. In-vitro verstärkte der HexaBody-CD27 die Aktivierung, Vermehrung und proinflammatorische Zytokinsekretion menschlicher CD4+ und CD8+ T-Zellen sowie die CD8+ T-Zell-vermittelte zytotoxische Aktivität gegen Tumorzellen. Eine in-vivo-Expression von menschlichem CD27-Protein in Mäusen verstärkte die Expansion und IFN-γ-Sekretion von antigenspezifischen CD8+ T-Zellen. Insgesamt zeigten die Daten einen Wirkmechanismus, der BNT313 von Referenz-Antikörpern gegen CD27 abhebt.
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Geschäftsentwicklungen im vierten Quartal 2022 und wichtige Ereignisse nach Abschluss des Berichtszeitraums

  • Im November 2022 hat BioNTechs Tochtergesellschaft BioNTech Pharmaceuticals Asia Pacific Pte. Ltd. den Abschluss einer Vereinbarung über den Erwerb einer GMP-zertifizierten Produktionsanlage in Singapur bekanntgegeben, die auch als regionaler Hauptsitz von BioNTech dienen soll.
  • Im November 2022 schloss BioNTech eine Forschungskollaboration mit Ryvu Therapeutics S.A. (Ryvu“) zur Entwicklung und Vermarktung von immunmodulierenden niedermolekularen Wirkstoffen sowie von niedermolekularen Wirkstoffen aus Ruyvus STING-Agonisten-Portfolio ab.
  • Im November 2022 wurde die zweite Tranche von BioNTechs Aktienrückkaufprogramm für American Depositary Shares („ADSs) im Wert von bis zu 0,5 Mrd. $, das am 7. Dezember 2022 begann und am 17. März 2023 endete, genehmigt. In Summe wurden unter beiden Tranchen des Aktienrückkaufprogramms 9.166.684 ADSs zu einem Durchschnittspreis von 142.04 $ für insgesamt 1,3 Mrd. $ (1.268,4 Mio. €) zurückgekauft.
  • Zum 31. Dezember 2022 verfügte BioNTech über ein im Handelsregister eingetragenes Grundkapital in Höhe von 248.552.200 €, das in 248.552.200 Namensaktien aufgeteilt war, einschließlich eines Betrags von 5.337.031 €, der sich auf 1.548.439 in Form von ADSs gehaltenen Stammaktien und 3.788.592 Stammaktien bezieht (jeweils gehalten in Eigenbesitz).
  • Im Dezember 2022 gab BioNTech bekannt, dass die ersten sechs ISO-normierten Schiffscontainer für den ersten BioNTainer in Europa fertiggestellt und nach einer anschließenden Qualitätsprüfung durch BioNTech für den Weitertransport nach Kigali, Ruanda, vorbereitet wurden. Die Container kamen im März 2023 dort an.
  • Im Januar 2023 gab BioNTech bekannt, dass es eine Vereinbarung zur Übernahme seines mehrjährigen strategischen Kollaborationspartners InstaDeep Ltd. („InstaDeep“) unterzeichnet hatte, die den Aufbau vollständig integrierter, unternehmensweiter Kapazitäten zur Nutzung von Technologien wie künstlicher Intelligenz („KI“) und maschinellem Lernen (machine learning, „ML“) über alle Plattformen und Geschäftsbereiche von BioNTech hinweg ermöglichen soll. Durch die Transaktion soll die Belegschaft von BioNTech voraussichtlich um rund 240 hochqualifizierte Fachkräfte erweitert werden, darunter Teams in den Bereichen KI, ML, Bioengineering, Data Science und Softwareentwicklung.
  • Im Februar 2023 stellte BioNTech den Bau der ersten unternehmenseigenen Herstellungsstätte für Plasmid-DNA in Marburg fertig.
  • Im März 2023 gab BioNTech eine exklusive weltweite Lizenzvereinbarung mit OncoC4, Inc. („OncoC4“) zur gemeinsamen Entwicklung und Kommerzialisierung von ONC-392, einem monoklonalem Anti-CTLA-4-Antikörperkandidaten, als Mono- oder Kombinationstherapie in verschiedenen Krebsindikationen, bekannt. Die Unternehmen planen im Jahr 2023 den Start einer Phase-3-Studie (NCT05671510) mit ONC-392 als Monotherapie bei Patientinnen und Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom, deren Erkrankung nach einer PD-1/PD-L1-Behandlung fortschreitet. Die Transaktion wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2023 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen und der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden.
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Artikel-Empfehlung der Redaktion:

Am Montagnachmittag (27. März 2023) wurden Bewohner eines Wohnhauses in der Innenstadt von Mainz von einem starken Gasgeruch überrascht. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst wurde umgehend alarmiert und rückte mit mehreren Einsatzkräften an. Vier Personen mussten in ein Mainzer Krankenhaus gebracht werden.

Gasalarm in der Mombacher Straße in Mainz: Vier Personen im Krankenhaus

 

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Raucherentwöhnung mit E-Zigaretten: Kann das funktionieren?

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E-Zigarette, Quelle: pixabay.com

Fast jeder vierte Erwachsene in Deutschland raucht. Dabei ist schon lange bekannt, dass die sogenannten Glimmstängel ungesund sind und nicht nur zu zahlreichen Erkrankungen, sondern auch zum vorzeitigen Tod führen können. Außerdem gelten weggeworfene Zigarettenstummel als Umweltverschmutzung. Die enthaltenen Giftstoffe werden durch Niederschläge ausgewaschen und gehen in den Boden über.

Es gibt also einige gute Gründe, um mit dem Rauchen aufzuhören. Dass das nicht einfach ist, ist so bekannt wie die Gefahr durch das Rauchen für die Gesundheit. Daher sind viele Raucher ständig auf der Suche nach effektiven Methoden, um sich die schlechte Gewohnheit wieder abzugewöhnen. Eine relativ neue Idee ist die Zigaretten-Entwöhnung mit E-Zigaretten. Ist da etwas dran?

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Was sind eigentlich E-Zigaretten?

Bei einer E-Zigarette handelt es sich um ein elektrisches Gerät, mit dem man ähnlich wie beim Rauchen Nikotin und andere Stoffe inhaliert. Anders als Zigaretten produziert das Gerät allerdings keinen Rauch, sondern Dampf. Dieser ist häufig aromatisiert. Verantwortlich für das Verdampfen ist ein akkubetriebener Erhitzer, der ein flüssiges Liquid in seinen gasförmigen Zustand überführt. Die Geräte lassen sich in der Regel wiederbefüllen und sind somit wiederverwendbar. Es gibt im Handel viele verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Eigenschaften. Darunter ist auch eine nachhaltige E-Zigarette.

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Die E-Zigarette als Zigaretten-Ersatz

Der Grund, warum die E-Zigarette als Mittel zur Raucherentwöhnung gehandelt wird, liegt darin, dass der Nikotingehalt des Liquids individuell bestimmt werden kann. Es gibt sogar Produkte, die völlig frei von Nikotin sind. Das ermöglicht es dem Raucher, das inhalierte Nikotin nach und nach zu reduzieren, bis es eines Tages auch ohne geht. Durch das sanfte Ausschleichen soll ganz langsam eine Entwöhnung stattfinden, die kaum Entzugserscheinungen auslöst. Dabei zeichnen sich die Liquids zusätzlich durch interessante Aromen aus, die sich deutlich vom Zigarettenrauch unterscheiden, aber trotzdem angenehm schmecken. Ein weiterer Nachteil des Rauchens, der penetrante Rauchgeruch in Kleidung und Möbeln, fällt beim Dampfen ebenfalls weg. Das erleichtert vielen Menschen den Umstieg.

Dass die E-Zigarette wirklich bei der Raucherentwöhnung helfen kann, erkennt man unter anderem daran, dass inzwischen sogar die großen Zigarettenhersteller eigene Produkte auf den Markt bringen und intensiv dafür werben. Würden nicht immer mehr Menschen bereitwillig umsteigen, wäre das wohl nicht der Fall. Dennoch darf man die E-Zigarette auf keinen Fall als einfaches Mittel zur Raucherentwöhnung betrachten. Achtet man nicht ständig auf den Nikotin-Gehalt des Liquids, bleibt man mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter an der Sucht hängen. Außerdem ist das Dampfen selbst ein so angenehmer Zeitvertreib, dass nach dem Umstieg vielleicht nicht wieder damit aufgehört wird.

Ist das Dampfen gesünder als das Rauchen?

Tatsächlich sprechen Studien dafür, dass das Dampfen nicht so schädlich ist wie das Rauchen. Das liegt daran, dass beim Verbrennen von Tabak die meisten gesundheitsschädlichen Stoffe freigesetzt werden. Da in der E-Zigarette jedoch kein Tabak verdampft wird, muss man sich nicht um diese Stoffe sorgen. Dennoch kann auch das E-Liquid Stoffe enthalten, die gesundheitsschädlich sind. Das Dampfen ist also definitiv nicht harmlos. Außerdem hat es schon einige seltene Fälle gegeben, in denen die Akkus minderwertiger Geräte explodiert sind und die Nutzer verletzt haben.

Mögliche Probleme bei der Raucher-Entwöhnung mit E-Zigaretten

Wer mit der E-Zigarette das Rauchen hinter sich lassen möchte, kann auf einige häufige Probleme stoßen. Wenn der Akku unterwegs leer ist oder man die E-Zigarette zu Hause vergessen hat, erhält man in vielen Shops Einweg-Geräte mit attraktiven Geschmacksrichtungen wie Minze, Zitrone oder Kaffee. Man ist also nicht dazu gezwungen, klassische Zigaretten zu kaufen. Beim Kauf eines Einweg-Modells ist es allerdings möglich, dass der Nikotin-Gehalt im Liquid zu hoch ist. Daher ist es sinnvoll, immer gut vorbereitet zu sein, damit der Abschied vom Nikotin gelingt.

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Enforcement-Blitzer mit Farbe besprüht und außer Gefecht gesetzt

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Unbekannte Täter haben am Sonntagmorgen einen „Enforcement-Trailer“ der Stadt Hanau mit grauer Farbe besprüht. Der Anhänger wird von der Stadt als mobiles Blitzgerät eingesetzt und soll für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Ein Passant entdeckte die Beschädigung gegen 9.15 Uhr und alarmierte die Polizei. Die Schadenshöhe ist derzeit noch unklar und es ist nicht bekannt, ob das mobile Blitzgerät weiterhin einsatzfähig ist. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Hinweise auf den oder die Täter geben können, sich unter der Rufnummer 06181 100-120 zu melden.

Südhessen Aktuell: Warnung vor Betrüger in Rüsselsheim

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Warnung der Polizei
Warnung der Polizei

Am vergangenen Donnerstag fiel ein Seniorenehepaar in Rüsselsheim auf eine betrügerische Bande herein. Die fünf Männer hatten dem Ehepaar angeblich preiswerte Reparaturarbeiten an ihrem Garagendach angeboten, die schnell erledigt werden sollten. Doch nach Abschluss der Arbeiten verlangten die Männer viel mehr Geld als vorher vereinbart.

7500 Euro gezahlt

Das Ehepaar zahlte schließlich 7.500 Euro für die dubiosen Reparaturarbeiten. Erst später bemerkten sie, dass sie einem Betrug aufgesessen waren und erstatteten Anzeige bei der Polizei. Laut Polizeiangaben vom Montag handelt es sich bei den Tätern um eine gut organisierte Bande, die gezielt ältere Menschen als Opfer auswählt. Die Täter sind bislang noch nicht gefasst, doch die Polizei warnt vor ähnlichen Betrügereien und bittet um Zeugenhinweise.

Es ist nicht das erste Mal, dass Betrüger in der Region ihr Unwesen treiben. Die Polizei rät deshalb, misstrauisch zu sein und sich nicht von vermeintlich preiswerten Angeboten blenden zu lassen. Im Zweifelsfall sollte man sich immer an seriöse Handwerksbetriebe wenden und Angebote vergleichen.

Empfehlung der Redaktion:

Am Sonntagvormittag (26. März 2023) kam es gegen 11:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A67 zwischen den Anschlussstellen Groß-Gerau und Büttelborn im südhessischen Kreis Groß-Gerau. BYC-News war vor Ort.

Unfall auf der Autobahn A67 zwischen Groß-Gerau und Büttelborn

Aktueller Stand bei Galeria Karstadt-Kaufhof in Rheinland-Pfalz

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Die Gläubiger des insolventen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof haben heute die Fortführung des Geschäftsbetriebs bestätigt. Bei der Gläubigerversammlung in Essen stimmten sie dem von der Unternehmensführung ausgearbeiteten Insolvenzplan zu und verzichten zugleich auf Forderungen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro. Zudem sieht die wirtschaftliche Sanierung deutschlandweit die Schließung von 47 der zuletzt noch 129 Warenhäusern und den Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen vor. In Rheinland-Pfalz bleiben alle Galeria-Filialen – in Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer und zwei Standorte in Trier – erhalten.

Arbeitsminister Alexander Schweitzer zeigte sich erleichtert, dass alle Filialen in Rheinland-Pfalz bestehen bleiben:

„Wichtig ist nun, dass wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten nehmen. Wie bereits bekannt wurde, stehen auch bei den verbleibenden Standorten Veränderungen von Beschäftigungsverhältnissen im Raum. Es muss jetzt darum gehen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig zu qualifizieren und weiterzubilden. Bereits im Vorfeld der Gläubigerversammlung hat die Landesregierung Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen und den kommunalen Verantwortlichen geführt und einen engen Austausch vereinbart. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit werden wir unsere Beratung weiter einbringen.“

Auch der Galeria-Eigentümer René Benko müsse seiner sozialen Verantwortung für die Beschäftigten nachkommen. „Ich erwarte, dass der Eigentümer zur Neuausrichtung der Standorte und die Qualifizierung der Beschäftigten einen erheblichen finanziellen Beitrag leistet.“

Schweitzer ist überzeugt:

„Der Überlebenskampf der Galeria-Warenhäuser ist noch nicht zu Ende. Die Konzernführung ist nun in der Verantwortung, das von der Gläubigerversammlung bestätigte Zukunftskonzept zeitnah umzusetzen. Das Wissen und die Erfahrung der Beschäftigten sind hierbei eng einzubeziehen. Ziel muss es sein, durch die Transformation der Warenhäuser nachhaltige Beschäftigung an den Standorten zu sichern.“

Hintergrund zu Galeria Karstadt-Kaufhof

Berichten zufolge gibt es bei der Sanierung von Galeria Karstadt Kaufhof, die aufgrund der Insolvenz notwendig wurde, mehrere Probleme. Eigentlich sollte die Kette mit weniger Filialen wieder auf die Beine kommen, jedoch scheint das Vorhaben nicht reibungslos zu verlaufen.

Neue Probleme bei Galeria Karstadt Kaufhof – Wie geht es nun weiter?

 

Gasalarm in der Mombacher Straße in Mainz: Vier Personen im Krankenhaus

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Am Montagnachmittag (27. März 2023) wurden Bewohner eines Wohnhauses in der Innenstadt von Mainz von einem starken Gasgeruch überrascht. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst wurde umgehend alarmiert und rückte mit mehreren Einsatzkräften an. Vier Personen mussten in ein Mainzer Krankenhaus gebracht werden.

Insgesamt elf Personen in dem Wohnhaus waren betroffen

Wie sich vor Ort herausstellte, wurde der Gasgeruch durch eine defekte Ölheizung verursacht. Insgesamt elf Personen in dem Wohnhaus waren betroffen. Vier von ihnen mussten zur weiteren Untersuchung mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus nach Mainz gebracht werden. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte mehrere Stunden an, da das betroffene Gebäude zunächst gelüftet und auf mögliche Gasansammlungen geprüft werden musste. Die Anwohner wurden währenddessen gebeten, ihre Wohnungen zu verlassen.

Im Einsatz waren:

  • 21 Kräfte der Feuerwehr Mainz
  • Mainzer Polizei
  • die Abschnittsleitung Gesundheit
  • ein Notarzt vom Deutschen Roten Kreuz
  • zwei Rettungswagen

Artikel-Empfehlung der Redaktion:

In der Nacht von Freitag auf Samstag (25. März 2023) kam es zu mehreren Vorfällen auf der Veranstaltung “Tanz der Familie” im Palazzo in Bingen. Ein Security-Mitarbeiter meldete eine weibliche Person, die Tabletten bei sich hatte. Die Polizei brachte die Frau daraufhin zur hiesigen Dienststelle zwecks erkennungsdienstlicher Maßnahme. Kurz darauf wurde ein Mann gemeldet, der Betäubungsmittel in Form von Marihuana und Amphetamin bei sich trug.

Drogen und Angriff auf die Polizei im Palazzo Bingen

 

Erster Fall von Geflügelpest im Landkreis Alzey-Worms bestätigt

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Vogelgrippe
Vogelgrippe

Das Veterinäramt des Landkreises Alzey-Worms hat am Montag (27. März 2023) den ersten Fall von Geflügelpest, auch bekannt als Vogelgrippe, im Dienstbezirk bestätigt. Der Fall wurde bei einem Wanderfalken im Stadtgebiet Worms festgestellt, der am 17. März mit zentralnervösen Symptomen am Neumarkt gefunden und eingeschläfert wurde.

Appell des Veterinäramtes

Dieser Fall ist Teil einer zunehmenden Zahl von Nachweisen von Geflügelpest bei Wildvögeln in Rheinland-Pfalz, insbesondere im Bereich von Wildvogelrastplätzen und entlang des Rheins. Ende Februar 2023 wurde die Geflügelpest bei sechs in Mainz tot aufgefundenen Möwen und einer weiteren Möwe im Kreis Germersheim nachgewiesen. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Alzey-Worms fordert in diesem Zusammenhang alle Geflügelhaltenden auf, strenge Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten, um einen Ausbruch der Geflügelpest bei gehaltenem Geflügel zu verhindern. Dies beinhaltet die Sicherung der Stalleingänge gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie die Einhaltung von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Zudem sollten Geflügel nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind und auch nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem auch Wildvögel Zugang haben könnten.

Weitere Informationen für Tierhalter

Um das Hausgeflügel vor dem Kontakt mit Wildvögeln und deren möglicherweise infektiösem Kot zu schützen, haben sich engmaschige Netze und Überdachungen über Ausläufen bewährt. Tierhalter werden auch gebeten, das Veterinäramt umgehend zu informieren, wenn sie Krankheitserscheinungen oder unklare Todesfälle in ihrer Geflügelhaltung feststellen. Es ist auch wichtig zu betonen, dass jeder Geflügelhaltende, einschließlich Kleinst- und Hobbyhaltungen, verpflichtet ist, seine Tierhaltung beim Veterinäramt anzumelden. Falls eine Haltung bisher nicht gemeldet wurde, sollte dies schnellstmöglich nachgeholt werden, ohne dass Gebühren anfallen.

Es ist unerlässlich, dass alle Geflügelhaltenden in der Region Alzey-Worms sich bewusst sind, wie ernst die Geflügelpest sein kann, und die notwendigen Schritte ergreifen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Durch die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen und die Meldung von Krankheitsfällen können wir gemeinsam dazu beitragen, die Verbreitung der Geflügelpest zu stoppen.

Artikel-Empfehlung der Redaktion:

Aufgrund von vereinzelten Fällen von Geflügelpest bei Wildvögeln in Mainz hat das Veterinäramt Mainz-Bingen in Absprache mit dem Wildpark Mainz erhöhte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Als Folge davon können derzeit keine weiteren Greifvögel im Wildpark aufgenommen werden.

Stadt Mainz ergreift erhöhte Sicherheitsmaßahme aufgrund der Geflügelpest

 

Drogen und Angriff auf die Polizei im Palazzo Bingen

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Holzhofstraße in Mainz
Symbolbild Polizei

In der Nacht von Freitag auf Samstag (25. März 2023) kam es zu mehreren Vorfällen auf der Veranstaltung „Tanz der Familie“ im Palazzo in Bingen. Ein Security-Mitarbeiter meldete eine weibliche Person, die Tabletten bei sich hatte. Die Polizei brachte die Frau daraufhin zur hiesigen Dienststelle zwecks erkennungsdienstlicher Maßnahme. Kurz darauf wurde ein Mann gemeldet, der Betäubungsmittel in Form von Marihuana und Amphetamin bei sich trug.

Doch damit nicht genug:

Ein weiterer Vorfall ereignete sich später in der gleichen Nacht. Eine augenscheinlich alkoholisierte Störerin versuchte immer wieder aufs Neue, ins Gebäude zu gelangen, obwohl ihr ein Platzverweis ausgesprochen worden war. Eine Beamtin forderte die Frau vergeblich auf, die Örtlichkeit zu verlassen. Dabei musste sie mehrmals die Hände der Frau von sich wegdrücken. Als die Frau erneut versuchte, ihre Hände in Richtung des Kopfs der Beamtin zu erheben, kam ihr ein Kollege zur Hilfe.

Doch die Situation eskalierte:

Als der Polizist die Frau am Kragen packte, um sie vor das Gebäude zu bringen, schlug sie ihm mit der flachen Hand ins Gesicht. Der Polizist wehrte den Schlag ab und traf die Frau im Gesicht. Dabei zerriss sein Diensthemd. Die Frau zückte daraufhin ihr Handy und fotografierte den Polizisten. Als er das Handy wegdrückte, fiel es zu Boden. Die Frau erhob erneut die Hände zum Schlag, wurde jedoch von der Kollegin am Rücken gepackt und weggezogen. Beim Versuch, die Frau zu Boden zu bringen und ihr Handfesseln anzulegen, schlug sie wild um sich und traf die Beamtin mit der Hand ins Gesicht. Schließlich musste die Frau in Gewahrsam genommen werden.

Artikel-Empfehlung der Redaktion:

Am Samstag (25. März 2023) kam es im Ingelheimer Stadtteil Frei-Weinheim zu einem Polizeieinsatz, der durch einen 20-jährigen Mann aus Ingelheim am Rhein ausgelöst wurde. Gegen 13:00 Uhr kam es zu lautem Musiklärm, der zu handfesten Streitigkeiten zwischen dem jungen Mann und zwei seiner Nachbarn führte. Der Vorfall eskalierte schnell und die Polizei wurde gerufen.

Auseinandersetzung löst größeren Polizeieinsatz in Frei-Weinheim aus

Tipps gegen Spinnen im Haus oder der Wohnung

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Im Garten sind Spinnen nützliche Helfer, aber im Haus sind sie und ihre Netze oft unerwünscht. Sobald es draußen kälter wird, suchen Spinnen vermehrt Schutz im warmen Haus. Zum Glück gibt es einige einfache Hausmittel, mit denen Spinnen ohne Schaden dauerhaft ferngehalten werden können. Duftstoffe und natürliche Barrieren sind effektive Methoden, um Spinnen zu vertreiben.

Spinnen sind nützliche Tiere

Obwohl Spinnen sehr nützlich sind und den Bestand an Insekten in der Natur regulieren, lösen sie bei vielen Menschen Unbehagen aus, wenn sie im Haus auftauchen. Die Frage, wie man Spinnen auf sanfte Art vertreiben kann, wird daher oft gestellt. Eine Möglichkeit ist, die Spinne vorsichtig zu fangen und vor die Tür zu setzen, aber oft kommen sie zurück ins Haus.

Wenn du Spinnen auf sanfte Art entfernen möchtest, haben wir die besten Hausmittel und Tipps, um sie davon abzuhalten, sich in deinem Zuhause einzunisten. Es ist wichtig zu beachten, dass die Spinnenarten, die am häufigsten Schutz in Häusern suchen, wie Zitterspinnen, Hauswinkelspinnen und Weberknechte, alle ungefährlich sind. Tatsächlich fangen sie Fliegen und Mücken und sind ein Anzeichen dafür, dass das Wohnklima weder zu trocken noch zu feucht ist. Wenn du also keine Angst vor Spinnen hast, ist es gut, sie in deinem Haus zu lassen.

Spinnenarten in Deutschland

In Deutschland gibt es eine große Vielfalt an Spinnenarten. Hier sind einige der häufigsten Spinnenarten, die in Deutschland vorkommen:

  • Zitterspinne (Pholcus phalangioides): Eine langbeinige Spinne, die oft in dunklen Ecken von Gebäuden zu finden ist.
  • Hauswinkelspinne (Tegenaria domestica): Eine große Spinne, die oft in Kellern, Garagen und anderen dunklen Orten in Gebäuden lebt.
  • Kreuzspinne (Araneus diadematus): Eine auffällige Spinne mit einem markanten Muster auf dem Körper. Sie baut große, radförmige Netze und ist oft in Gärten und Wäldern zu finden.
  • Wolfsspinne (Lycosidae): Eine aktive Jägerspinne, die oft auf dem Boden in Wäldern und Gärten unterwegs ist.
  • Springspinne (Salticidae): Eine kleine, aber sehr bewegliche Spinne, die oft auf Pflanzen und Mauern zu finden ist.
  • Plattbauchspinne (Gnaphosidae): Eine bodenbewohnende Spinne, die oft in Wäldern und auf Feldern zu finden ist.

Diese Liste ist jedoch bei weitem nicht vollständig, da es in Deutschland noch viele andere Spinnenarten gibt. Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten Spinnenarten für den Menschen ungefährlich sind.

Tipps gegen Spinnen im Haus

Aromastoffe: Um Spinnen auf sanfte Weise aus dem Wohnraum zu vertreiben, kann man auf bestimmte Düfte zurückgreifen, die von den Tieren nicht gemocht werden. Häufig wird empfohlen, Lavendelöl zu verwenden, allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die dessen Wirksamkeit gegen Spinnen belegen.

Eine im Jahr 2018 im Journal of Economic Entomology veröffentlichte Studie hat jedoch gezeigt, dass Pfefferminzöl auf manche Spinnen eine abschreckende Wirkung hat. Somit ist Pfefferminzöl das bisher einzige Duftöl, dessen Wirkung gegen Spinnen erforscht wurde. Es wurde auch festgestellt, dass Thymianöl, Sandelholzöl und Nelkenöl eine abschreckende Wirkung auf Milben und Zecken haben. Ob diese Öle jedoch auch gegen Webspinnen wirken, wurde bisher nicht untersucht. Dennoch könnte es sich lohnen, es auszuprobieren, um die Spinnen auf sanfte Weise fernzuhalten.

Kastanien: In der oben erwähnten Studie wurde nicht nur die Wirkung von verschiedenen Düften auf Spinnen untersucht, sondern auch die von Kastanien. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass viele Spinnen auf den Geruch von Kastanien reagieren und sich dadurch aus dem Haus fernhalten lassen. Um die Spinnen auf natürliche Weise zu vertreiben, empfiehlt es sich, Kastanien im Eingangsbereich und auf Fensterbänken zu verteilen. Es ist ratsam, die Kastanien einmal im Monat auszutauschen, da sich sonst der Geruch verflüchtigt und die Wirkung nachlässt.

Hygiene: Eine saubere Wohnung ist nicht nur hygienischer, sondern auch weniger attraktiv für Spinnen. Indem du regelmäßig staubsaugst und Staub und Schmutz entfernst, entziehst du Spinnen ihre Nahrungsgrundlage. Eine weitere Möglichkeit, um Spinnen loszuwerden, ist das Vermeiden von Fruchtfliegen und Trauermücken, die Spinnen als Nahrungsquelle dienen. Um diese Insekten zu bekämpfen, kannst du zum Beispiel Obst und Gemüse im Kühlschrank aufbewahren, den Müll regelmäßig leeren und auf eine saubere Arbeitsfläche achten. Wenn du zusätzlich beim Putzen zwei Tropfen Pfefferminzöl ins Putzwasser gibst, kann dies helfen, Spinnen langfristig fernzuhalten.

Fliegengitter: Fliegengitter sind nicht nur eine effektive Methode, um Stechmücken, Fliegen und andere Insekten draussen zu halten, sondern auch eine wirksame Vorkehrung gegen Spinnen. Sie ermöglichen es, Fenster und Terrassentüren länger offen zu lassen, ohne das Risiko einer Spinneninvasion zu erhöhen. Damit das Fliegengitter jedoch seine volle Wirkung entfalten kann, ist es wichtig, dass es keine Löcher oder Risse aufweist und dass es eng anliegt. Denn Spinnen können sich durch sehr kleine Öffnungen zwängen. Sollte doch mal eine Spinne ins Haus gelangen, kannst du sie einfach und schonend mit einem Glas einfangen und nach draussen bringen.

Essig und Zitronensaft: Essig ist ein bewährtes Hausmittel gegen Spinnen, da der Geruch sie abschreckt. Um einen Anti-Spinnen-Spray herzustellen, mischt man am besten Wasser und Essig in einem Verhältnis von 1:1. Die Mischung sollte dann in eine Sprühflasche gefüllt und regelmäßig in den betroffenen Bereichen versprüht werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Essiggeruch nach einiger Zeit verfliegt, daher sollte das Spray mehrmals in der Woche aufgetragen werden.

Eine Alternative zu Essig ist Zitronensaft, der ebenfalls eine abschreckende Wirkung auf Spinnen haben soll. Dazu kann man einfach Zitronensaft mit Wasser mischen und in einer Sprühflasche aufbewahren. Auch dieses Mittel sollte regelmäßig angewendet werden, um eine langfristige Wirkung zu erzielen.

Zedernholz: Eine weitere Möglichkeit, Spinnen zu vertreiben, ist die Verwendung von Zedernholz. Der Geruch von Zedernholz ist für Spinnen unangenehm und kann daher dazu beitragen, dass sie sich fernhalten. Man kann Zedernholz in Form von Holzstücken, -bällen oder -säckchen im Haus verteilen. Eine weitere Alternative ist Zedernholzöl, das man in einer Duftlampe oder als Spray verwenden kann.

Unterschlupf im Freien schaffen: Spinnen suchen im Herbst gerne nach geeigneten Verstecken, wenn es draussen kühler und feuchter wird. Wenn du vermeiden möchtest, dass sie sich in deinem Haus niederlassen, solltest du den Spinnen im Garten eine Alternative bieten. Kleine Holzstapel, Steinhaufen und verblühte Stauden sind ideale Lebensräume für Spinnen, da sie hier reichlich Nahrung finden. Wenn du solche Verstecke in deinem Garten bereitstellst, suchen weniger Spinnen Schutz in deinem Haus.

Allerdings solltest du darauf achten, dass sich diese Verstecke nicht direkt unter Fenstern oder an der Hauswand befinden, da dies die Spinnen eher dazu verleitet, ins Haus zu gelangen. Indem du deine Gartenbereiche von diesen Verstecken entfernst oder diese an einer weniger problematischen Stelle platzierst, kannst du dazu beitragen, dass sich weniger Spinnen in deinem Haus aufhalten.

Beleuchtung im Freien: Um das Anlocken von Insekten und Spinnen zu minimieren, empfiehlt es sich, eine dezente Aussenbeleuchtung zu wählen oder ganz darauf zu verzichten. Denn helles Licht zieht Insekten und damit auch Spinnen an. Gelbes Licht hingegen wird von vielen Insekten weniger angezogen und ist somit eine gute Alternative. Wenn du eine Aussenbeleuchtung installieren möchtest, solltest du darauf achten, dass das Licht nicht direkt auf das Haus strahlt, sondern eher indirekt und diffus verteilt wird. Denn auch Spinnen können durch das Licht angezogen werden und ihren Weg ins Haus finden.

Vorsichtig einfangen: Wenn eine Spinne in deine Wohnung gelangt ist, ist es wichtig, sie schonend zu fangen und wieder ins Freie zu bringen. Dabei solltest du darauf achten, sie nicht zu verletzen. Es empfiehlt sich, ein Glas oder eine Tasse über die Spinne zu stülpen und dann ein Blatt Papier oder eine Postkarte unter das Gefäß zu schieben. So kannst du die Spinne ohne Berührung oder Verletzung aus der Wohnung bringen. Idealerweise setzt du sie einige Meter vom Haus entfernt aus, um sicherzustellen, dass sie nicht direkt wieder zurückkommt.

Empfehlung der Redaktion:

Motten sind hartnäckige Schädlinge, die aufgrund ihrer gefräßigen Natur besonders im Frühsommer gerne aus Kleiderschränken flattern. Es gibt jedoch natürliche Hausmittel, mit denen du erfolgreich gegen diese Plagegeister vorgehen kannst. Wir möchten dir nun zeigen, wie du Kleidermotten auf natürliche Weise bekämpfen kannst.

Hausmittel gegen Kleidermotten in der Wohnung

 

Milben im Bett – Was hilft gegen diese kleinen Spinnentiere

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Rust Mite

Es gibt geschätzte 1,5 Millionen Hausstaubmilben in jedem Bett, unabhängig davon, wie sehr man auf die Hygiene achtet. Es ist unmöglich, die Bettmilben vollständig loszuwerden. Dies kann jedoch ein Problem für Allergiker darstellen, da der Kot der Milben eine Hausstaubmilbenallergie auslösen kann. Die Hausstaubmilben haben eine Größe von etwa 0,1 bis 0,5 mm und sind weiß. Auf ihrem Körper befinden sich haarförmige Borsten.

Lebensraum der Hausstaubmilben

Hausstaubmilben kommen fast ausschließlich in menschlichen Wohnungen vor und können normalerweise im Freien nicht überleben. Es gibt nur wenige Berichte über ihr Vorkommen im Freien, z.B. in Vogelnestern. Wohnungen werden oft durch Milben, die auf Kleidung verschleppt werden, neu besiedelt. Die meisten Hausstaubmilben sind im Bett zu finden, insbesondere in der Matratze und dem Oberbett. Andere Fundorte sind Polstermöbel, während sich in Teppichen normalerweise nur wenige Hausstaubmilben befinden. Hohe Populationsdichten können auch in anderen Substraten wie alten Büchern auftreten.

Die Luftfeuchtigkeit und Temperatur sind wesentliche Faktoren für die Häufigkeit von Milben in Häusern. Nahrungsmangel kommt aufgrund des geringen Bedarfs kaum vor, was durch den geringen Milbenbefall bei Menschen mit Schuppenflechte belegt wird. Der Platzbedarf der Milben ist ebenfalls gering. Populationsvermindernde Faktoren können sein: die milbenfressende Milbe Cheyletus, der Bücherskorpion und Silberfischchen, die sich unter anderem von Hausstaubmilben ernähren. Diese Arten spielen jedoch in ihrem normalen Lebensraum keine Rolle, da sie für eine Populationskontrolle zu selten sind.

Kampf gegen Hausstaubmilden im Bett

Klare Anzeichen für eine Hausstaubmilben-Allergie sind eine laufende Nase und gerötete, juckende Augen, welche durch bis zu zwei Millionen Milben im Bett ausgelöst werden können. Um dieses Problem zu lösen, werden oft Milbensprays angeboten, welche angeblich die Milben abtöten sollen. Allerdings sind alle bei einer Öko-Test-Bewertung durchgefallen, da sie entweder unwirksam waren oder problematische Inhaltsstoffe enthielten. Es gibt jedoch andere Methoden, um das Problem der Milben im Bett zu lösen, welche wir dir zeigen werden.

Tipps gegen Milben

  • Um die Milben im Bett loszuwerden, ist es wichtig, dass du dein Bettzeug regelmäßig wäschst. Die Bettwäsche und der Matratzenbezug sollten dabei mindestens alle zwei Wochen gewaschen werden. Wichtig ist, dass du den Stoff bei 60 Grad im Normalprogramm wäschst, um die Milben abzutöten. Im Kurzprogramm ist das Wasser oft nur kurz heiß, wodurch die Milben überleben können. Vergiss auch nicht, die speziellen Encasings zu waschen, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.
  • Eine effektive Methode, um sich vor Milben im Bett zu schützen, ist die Verwendung von Allergikerhüllen, auch Encasings genannt. Diese Hüllen gibt es beispielsweise bei Öko Planet, Pure Nature oder Amazon zu kaufen. Indem du deine Matratze, Decken und Kissen in solche Hüllen packst, können sich Milben gar nicht erst im Stoff einnisten. Über das Encasing kannst du wie gewohnt den Bettbezug ziehen und ihn regelmäßig waschen, um optimale Hygienebedingungen zu gewährleisten.
  • Um eine gründliche Reinigung deiner Matratze zu gewährleisten, solltest du diese etwa einmal im Monat reinigen. Falls du jedoch unter starken Problemen mit Hausstaubmilben leidest, kannst du die Matratze alle ein bis zwei Jahre von professionellen Reinigungsunternehmen reinigen lassen. In der Regel bieten lokale Reinigungen diesen Service an, um eine gründliche und effektive Reinigung durchzuführen.
  • Eine einfache Methode, um die Anzahl der Milben im Bett zu reduzieren, ist regelmäßiges Lüften. Am besten öffnest du direkt nach dem Aufstehen die Fenster und lässt frische Luft in das Zimmer strömen. Milben bevorzugen wärmere Temperaturen und können somit durch kühle Luft abgetötet werden. Zusätzlich kannst du auch Kopfkissen und Bettdecke, sofern möglich, auf dem Balkon oder der Terrasse auslüften, um eine weitere Verringerung der Milbenpopulation im Bett zu erzielen.
  • Um die Anzahl der Hausstaubmilben im Bett zu reduzieren, ist es empfehlenswert, morgens die Decke zurückschlagen oder ganz abzunehmen. Die Milben fühlen sich besonders unter der warmen Decke wohl, da es unter ihr oft feucht ist, aufgrund von Schweißbildung während der Nacht. Durch das Entfernen der Decke kann das Bett trocknen und somit das Wachstum von Milben reduziert werden. Das traditionelle „Bett machen“, bei dem die Bettdecke auf der gesamten Matratze ausgebreitet wird, sollte vermieden werden, um die Anzahl der Milben zu reduzieren.
  • Wenn du bislang nach dem Aufstehen eine Tagesdecke über dein Bett gelegt hast, solltest du dies zukünftig vermeiden. Unter einer Tagesdecke können sich Hausstaubmilben im Bett besonders gut vermehren, da sie Feuchtigkeit und Wärme speichert. Um das Wachstum von Milben im Bett zu minimieren, ist es daher empfehlenswert, auf eine Tagesdecke zu verzichten.
  • Um die Anzahl der Hausstaubmilben im Bett zu reduzieren, ist es empfehlenswert, die Matratze regelmäßig auszutauschen. Die Stiftung Warentest empfiehlt aus hygienischen Gründen, die Matratze etwa alle acht Jahre zu entsorgen, da sich mit jeder Nutzungsjahr die Anzahl der Milben im Bett erhöht. Durch den Austausch der Matratze kann somit das Wachstum von Milben reduziert und die Hygiene im Bett verbessert werden.
  • Um die Vermehrung von Hausstaubmilben im Bett zu reduzieren, ist es ratsam, die Matratze regelmäßig zu wenden und zu belüften. Es empfiehlt sich, die Matratze jedes Mal zu drehen, wenn du deine Bettwäsche wechselst. Dabei kannst du entweder das Kopf- und Fußende vertauschen oder die gesamte Matratze umdrehen. Durch das Wenden der Matratze wird eine bessere Belüftung ermöglicht und die Vermehrung von Milben reduziert. Es ist auch wichtig, dass die Matratze auf einem Lattenrost und nicht auf dem Boden liegt, um eine ausreichende Luftzirkulation von unten zu gewährleisten.
  • Um Milben im Kopfkissen abzutöten, kann man es für 24 Stunden ins Tiefkühlfach legen. Durch die Kälte werden die Milben abgetötet. Anschließend sollte das Kopfkissen bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, um auch den Milbenkot zu entfernen.

Empfehlung der Redaktion:

Motten sind hartnäckige Schädlinge, die aufgrund ihrer gefräßigen Natur besonders im Frühsommer gerne aus Kleiderschränken flattern. Es gibt jedoch natürliche Hausmittel, mit denen du erfolgreich gegen diese Plagegeister vorgehen kannst. Wir möchten dir nun zeigen, wie du Kleidermotten auf natürliche Weise bekämpfen kannst.

Hausmittel gegen Kleidermotten in der Wohnung

 

Appell der Stadt Riedstadt an alle Hundebesitzer

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Die Frühlingszeit ist für viele Tiere eine wichtige Zeit, um ihre Nachkommen zur Welt zu bringen. Bodenbrütende Vogelarten wie Fasane, Rebhühner und verschiedene Singvögel suchen sich dabei oft ungeschützte Orte wie Wiesen, Felder und Äcker aus. Auch Rehe, Füchse und Hasen setzen ihre Jungen in der Nähe von Hecken, Büschen, Gräben und Wegrändern ab. Doch freilaufende Hunde stellen in der Zeit der Setz- und Brutzeit vom 1. März bis zum 15. Juli eine große Gefahr für den Tiernachwuchs dar.

Wie die Ordnungsverwaltung der Stadt Riedstadt mitteilt, haben Hunde in dieser Zeit einen natürlichen Jagdtrieb, der sie dazu verleitet, Wildtiere zu jagen

Deshalb appelliert die Stadt Riedstadt an alle Hundebesitzer, ihre Vierbeiner auch außerhalb geschlossener Ortschaften an der Leine zu führen, um den Schutz der Tierwelt zu gewährleisten. Die Regelung gilt für alle Bereiche, in denen die Gefahr besteht, dass Nachwuchs von Wild oder Bodenbrüter von frei laufenden Hunden gestört werden. „Da das Hundeverhalten völlig seiner Natur entspricht, sind allein die Hundebesitzer für das konfliktfreie Verhalten der Hunde in der Natur verantwortlich“, betont die Ordnungsverwaltung. Wer gegen die Verordnung verstößt, muss mit einer Geldbuße rechnen. Wenn Hunde Wildtiere hetzen oder verletzen, kann dies für den Hundeführer wegen Verstoßes gegen naturschutzrechtliche Vorschriften zusätzlich teuer werden.

Eine ganzjährige Leinenpflicht gilt bereits innerhalb geschlossener Ortschaften. Hundebesitzer sollten sich deshalb bewusst sein, dass es in der freien Natur gerade in der Frühlingszeit besonders wichtig ist, ihre Hunde an der Leine zu führen, um den Schutz der Tierwelt zu gewährleisten.

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In den deutschen Haushalten lebten im Jahr 2021 rund 34,7 Millionen Haustiere unterschiedlichster Arten. Wenn eines unserer treuen Begleiter von uns geht, ist das für die meisten ein schwerer Schlag. Man muss sich nicht nur von seinem Haustier verabschieden, sondern von einem geliebten Familienmitglied, das einen meist über viele Jahre tagtäglich begleitet hat. Vielen Besitzern ist es deshalb mittlerweile immer wichtiger, dem Tier einen würdevollen und liebevollen Abschied zu bereiten. Wie das funktioniert und welche Möglichkeiten es dazu gibt, erklärte Ralph Groß, Inhaber von ANUBIS-Tierbestattungen Mainz-Rhein-Nahe in Mainz-Mombach in einem Interview mit BYC-News Mainz.

Tierbestattung: Was tue ich, wenn Hund, Katze & Co. verstirbt?

Ostermarkt für die ganze Familie im Grauen Haus in Oestrich-Winkel

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Foto: José Castro
Foto: José Castro

Das Graue Haus in Oestrich-Winkel hat sich für Ostern etwas ganz Besonderes ausgedacht. Am Ostersonntag (9. April 2023) lädt das Team von 11.00 bis 17.00 Uhr zum Ostermarkt in den Hofgarten ein. Der Eintritt ist frei und es warten viele Überraschungen auf die Besucher.

Meister Lampe, der eigentlich schon einen vollen Terminkalender hatte, konnte sich die Teilnahme am Brainstorming nicht entgehen lassen:

„Als ich von den Plänen im Grauen Haus hörte, nahm ich mir doch noch Zeit für ein Brainstorming. Herausgekommen dabei ist eine liebevoll arrangierte Veranstaltung, die nicht nur Hasenfreunde und Osterfans vom Sofa locken soll.“ Eine Floristin, ein Rheingauer Imker und eine Deko-Queen haben sich angekündigt und werden ihre Produkte präsentieren. Eine Antiquitäten-Expertin zeigt Antikes als Reminiszenz an den besonderen Ort, der Geschichte und Geschichten versammelt. Für die kleinen Gäste hat der Osterhase eine Hüpfburg aufgebaut und verschenkt süße Osterüberraschungen.

Die Erwachsenen können sich mit Feinkost eindecken, in die faszinierende Welt der Marmeladen eintauchen und einen Rheingauer Cremant auf der Zunge zergehen lassen. Wer möchte, kann auch schon mal einen Tisch für das Ostermenü reservieren, das im Restaurant serviert wird. Besonders Glück haben alle, die nachweislich den Namen „Hase“ tragen. Für sie gibt es tolle Geschenke aus dem großen Reich der Feinkostabteilung.

Chef Dr. Manuel Stirn betont jedoch, dass auch Zeit für Erholung bleiben muss:

„Am Abend und am Ostermontag macht das Team Pause und feiert zu Hause mit seinen Lieben weiter. Auch das gehört hier zum Programm.“ Alt und Jung sollen bei hoffentlich schönem Wetter im Schatten der alten Mauern ein paar genuss- und erlebnisreiche Stunden verbringen. Der Ostermarkt im Grauen Haus verspricht ein Fest für Jung und Alt zu werden.

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Die Hallenbäder Kleinfeldchen und Kostheim bieten während der hessischen Osterferien zahlreiche Kurse für Kinder an. Der Kursanbieter ist die Firma mattiaqua, die sowohl Kurse zur Wassergewöhnung als auch Schwimmkurse für Anfänger anbietet.

Schwimmkurse für Kinder in Wiesbaden während der Osterferien

CDU Nierstein schlägt Lösung für Engstelle in Schwabsburg vor

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Schwabsburg Engstelle
Schwabsburg Engstelle

Seit Jahren wird in Schwabsburg über die Engstelle in der Hauptstraße im Bereich Nr. 77-95 diskutiert. Bisher konnte jedoch keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden. Doch nun hat die CDU Nierstein-Schwabsburg-Dexheim einen Vorschlag präsentiert, der für alle Beteiligten optimal sein könnte.

Am 21.03.2023 beantragte die CDU im Verkehrsausschuss die Prüfung zur Installation einer Ampelanlage zur Verkehrssteuerung in der genannten Engstelle

Die Hauptstraße in diesem Bereich ist sehr eng und es ist unmöglich, dass sich zwei entgegenkommende Fahrzeuge ohne Ausweichen auf den Gehweg aneinander vorbeifahren können. Besonders bei größeren Fahrzeugen wie Lastkraftwagen oder Bussen kommt es häufig zu Problemen und Beschwerden über die Unpassierbarkeit der Engstelle. Die Gründung der KRN Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH im letzten Jahr hat zu einem höheren Linienverkehr in diesem Bereich geführt. Für Fußgänger sind solche Situationen im Begegnungsverkehr besonders gefährlich, da regelmäßig Fahrzeuge auf den besonders markierten Gehstreifen ausweichen müssen.

Die Installation einer Ampel könnte den Verkehrsfluss in diesem Bereich optimal steuern, ist sich der Partei- und Fraktionsvorsitzende Matthias Stubbe sicher

Dadurch würde die Unfallgefahr für Fußgänger minimiert und auch die Beschädigung von Wohngebäuden und Verkehrsunfallfluchten reduziert werden. Nach dem Vorbild der Ampel im Bereich vom Weingut Kopp in der Oberdorfstraße in Nierstein soll das gleiche System in der Hauptstraße installiert werden. Dadurch wird abwechselnd nach Bedarf der Fahrzeugverkehr durch die Engstelle gesteuert. Ein zeitgleiches Befahren dieses Bereiches aus beiden Fahrtrichtungen wird durch die Lichtzeichensteuerung unterbunden. Ein Befahren des Fußgängerweges würde komplett entfallen und die Sicherheit für diese deutlich verbessern.

Der Ausschuss war sich einig, dass diese Prüfung vorgenommen werden sollte, da alle bisherigen Maßnahmen nicht zur Problembehebung geführt haben. Der Ausschussvorsitzende Norbert Engel (parteilos) wird Gespräche mit der Verkehrsschau führen.

Anstieg der Jugendkriminalität: Kritik an der Vernachlässigung von Sicherheit, Bildung und Erziehung

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Rainer Wendt DPOL
Rainer Wendt DPOL

Die Zahl der Tatverdächtigen bei Delikten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland steigt dramatisch an. Laut einer aktuellen Analyse wurden allein bei Kindern im Jahr 2022 93.095 Tatverdächtige geführt, ein Plus von 35,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, zeigt sich besorgt über diese Entwicklung und macht Vernachlässigungen der Strukturen von Sicherheit, Bildung und Erziehung dafür verantwortlich.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Behörden, Schulen, lokalen Institutionen und der Polizei

„In Krisenzeiten zeigt sich, wie schwach unser Staat in Wahrheit geworden ist“, erklärt Wendt in Berlin. „Es ist wichtig, sich intensiv mit den Hintergründen und Ursachen jugendlichen Fehlverhaltens auseinanderzusetzen, um effektive und zielgerichtete Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.“ Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Behörden, Schulen, lokalen Institutionen und der Polizei als Lösungsansatz. „Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren wird dazu beitragen, Jugendliche frühzeitig in ihrem sozialen Umfeld zu erkennen, die Risiken eines kriminellen Verhaltens einzuschätzen und gezielt unterstützende Maßnahmen anzubieten“, so Wendt.

„Sparpolitik vergangener Jahrzehnte kommt uns nun teuer zu stehen“

Um diese Präventionsarbeit zu gewährleisten, appelliert Wendt an Bund und Länder, mehr Geldmittel für Bildung, Sozialarbeit und Polizei zur Verfügung zu stellen. „Die so genannte Sparpolitik vergangener Jahrzehnte kommt uns nun teuer zu stehen, das war vorhersehbar. Wir brauchen dringend mehr Ressourcen, um präventiv wirken und jugendliche Straftäter effektiv betreuen zu können“, betont Wendt abschließend.

Die steigende Jugendkriminalität ist ein besorgniserregendes Problem in Deutschland. Eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren und eine gezielte Präventionsarbeit sind notwendig, um jugendliche Straftäter zu unterstützen und weitere Straftaten zu verhindern. Die Forderungen der Deutschen Polizeigewerkschaft nach mehr Geldmitteln für Bildung, Sozialarbeit und Polizei sollten ernst genommen werden, um diesen Problemen effektiv zu begegnen.

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Am Freitagmittag (24. März 2023), kam es zu einem Vorfall in einem Einkaufsmarkt “Am Schindberg” in Bischofsheim, bei dem eine 39-jährige Frau von einem unbekannten Mann sexuell belästigt wurde. Der Täter entblößte dabei sein Genital vor der Frau. Die Rüsselsheimerin informierte daraufhin eine Angestellte des Geschäfts, woraufhin der Mann die Flucht ergriff und bislang unerkannt entkommen konnte.

Exhibitionist belästigt Frau in Bischofsheim – Polizei sucht nach Zeugen