Flughafen Frankfurt – Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für Donnerstag, den 12. März, und Freitag, den 13. März 2026, einen bundesweiten Streik bei Lufthansa ausgerufen. Der 48-stündige Ausstand umfasst neben der Kerngesellschaft auch Lufthansa Cargo und erstmals die Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline. Der Streik beginnt am Donnerstag um 00:01 Uhr und soll am Freitag um 23:59 Uhr enden.
Streik bei Lufthansa – Massive Auswirkungen auf den Flugverkehr
Durch den Aufruf an mehr als 5.000 Piloten wird mit weitreichenden Flugausfällen an deutschen Drehkreuzen wie Frankfurt und München gerechnet. Bereits beim vorangegangenen Warnstreik im Februar fielen über 800 Flüge aus, wovon rund 100.000 Passagiere betroffen waren. Ausgenommen vom aktuellen Streik bei Lufthansa sind lediglich Verbindungen in den Nahen Osten sowie in einige Länder Zentralasiens. Das Unternehmen bemüht sich nach eigenen Angaben darum, betroffene Fluggäste auf andere Konzerngesellschaften umzubuchen.
Hintergrund: Konflikt um Altersvorsorge und Vergütung
Der Kern des Arbeitskampfes bei der Kernmarke und der Frachtsparte liegt in der betrieblichen Altersvorsorge. Die Gewerkschaft kritisiert, dass der Arbeitgeber trotz mehrerer Verhandlungsrunden kein substanzielles Angebot vorgelegt habe. Parallel dazu fordert die VC für die rund 500 Piloten der Lufthansa Cityline jährliche Vergütungsanpassungen von 3,3 Prozent für die Jahre 2024 bis 2026. Ein erstes Angebot des Konzerns wurde abgelehnt, da die geforderte Friedenspflicht bis Ende 2027 als nicht akzeptabel eingestuft wurde.
Reaktionen der Konzernführung
Lufthansa bezeichnete den angekündigten Streik bei Lufthansa als „extrem hart und unverhältnismäßig“. Ein Sprecher betonte die fortwährende Gesprächsbereitschaft des Unternehmens und forderte die Gewerkschaft zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Während die Piloten von Eurowings derzeit über eine eigene Urabstimmung entscheiden, beteiligen sie sich nicht am aktuellen Ausstand.




















