Am Wochenende, 12. und 13. September, öffnet die Herz-Jesu-Kirche im Rahmen des Kelsterbacher Altstadtfests und des Tags des offenen Denkmals erneut ihre Türen. Im Mittelpunkt steht die partizipative Kunstinstallation „Raum für neue Wege | Kirche weiterdenken“, ein illuminierter Vogelschwarm im Gewölbe des Kirchenschiffes.
Bereits im Juni kamen Kelsterbacherinnen und Kelsterbacher im Rahmen eines Beteiligungsworkshops zusammen, um über die Zukunft der Herz-Jesu-Kirche und ihre mögliche Rolle als gemeinschaftlich genutzter Ort nachzudenken. Im Mittelpunkt stand die Frage, was den Kirchenraum zu einem besonderen Ort macht und wie die besondere Atmosphäre und Qualität eines solchen Raumes auch für zukünftige weltliche Nutzungen erhalten und weiterentwickelt werden kann.
Eröffnung am Samstagabend
Am Samstag, 12. September, wird die Installation im Rahmen des Kelsterbacher Altstadtfests feierlich durch Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum eröffnet. Außerdem richten Bürgermeister Manfred Ockel, Pfarrer Stefan Barton und Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin der Integrierten Stadtentwicklung der NH ProjektStadt, Worte an die Besucherinnen und Besucher.
Die musikalische Begleitung übernimmt der Kinderchor der Bürgermeister-Hardt-Schule aus Kelsterbach. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich über die Ergebnisse des Beteiligungsworkshops im Juni und die daraus entstandenen Ideen für die weitere Entwicklung der Herz-Jesu-Kirche zu informieren.
Origami-Kraniche als Symbol der Gemeinschaft
Im Zentrum der Installation stehen zahlreiche Origami-Kraniche, die von Kelsterbacherinnen und Kelsterbachern gestaltet werden. Sie symbolisieren Hoffnung, Gemeinschaft und Veränderung und stehen zugleich für aktive Teilhabe. Jeder einzelne Kranich wird dabei zu einem Teil des gemeinsamen Kunstwerks und macht sichtbar, wie aus vielen individuellen Beiträgen eine gemeinsame Idee entstehen kann.
„Solche Projekte zeigen, wie wichtig es ist, Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Nachdenken zu schaffen. Die Kunstinstallation macht auf eindrucksvolle Weise sichtbar, was entstehen kann, wenn Menschen sich beteiligen und gemeinsam neue Perspektiven entwickeln,“ so Bürgermeister Manfred Ockel.
Auch Marion Schmitz-Stadtfeld sieht in der Installation einen wichtigen Schritt im Beteiligungsprozess: „Die vielen Kraniche stehen sinnbildlich für die Menschen, die sich mit ihren Ideen und ihrer Kreativität eingebracht haben. Die Installation macht den gemeinsamen Prozess sichtbar und lädt dazu ein, über die Zukunft von Sakralbauten und ihre Bedeutung als Ort der Begegnung und des Austauschs nachzudenken.“
Am Samstag wird die Installation bis 21 Uhr zugänglich sein.
Programm zum Tag des offenen Denkmals
Auch am Sonntag, 13. September, öffnet die Herz-Jesu-Kirche anlässlich des Tags des offenen Denkmals ihre Türen. Ab 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher die Installation besichtigen und die Ergebnisse des Beteiligungsworkshops entdecken. Musikalische Beiträge auf einem Flügel der Musikschule Kelsterbach ergänzen das Programm. Der Eintritt ist an beiden Veranstaltungstagen frei.
Hintergrund zum Projekt und digitale Beteiligung
Die Veranstaltung im September bildet den nächsten Schritt des im Juni gestarteten Projekts „Kirche weiterdenken“. Ziel ist es, sich mit der zunehmenden Notwendigkeit der Transformation von Kirchen auseinanderzusetzen. Insbesondere sinkende Mitgliederzahlen sorgen dafür, dass es notwendig wird, gemeinsam mit den Kommunen über neue Perspektiven für die Kirchengebäude nachzudenken und den Kirchenraum als möglichen Ort für Begegnung, Kultur, Dialog und Gemeinschaft weiterzuentwickeln.
Über KelsterVoice, die digitale Beteiligungsplattform der Stadt Kelsterbach, sind Kelsterbacherinnen und Kelsterbacher eingeladen, sich auch über die Veranstaltung hinaus aktiv einzubringen und Teil der Installation zu werden. Mit einer Bastelanleitung und einem Bastelvideo konnten Interessierte eigene Origami-Kraniche gestalten und für das Kunstwerk zur Verfügung stellen.
Die Veranstaltungsreihe rund um die Herz-Jesu-Kirche wird auch in den kommenden Monaten fortgesetzt. Geplant sind unter anderem ein Orgelkonzert zum Advent, ein Soloabend der Musiker der Koreanischen Gemeinde sowie ein interreligiöser Dialog.