BYC-News Blog Seite 1472

Bericht aus Wuhan | Ansteckungsgefahr wird immer größer

Nachrichten Überregional | Im chinesischen Wuhan, dem Zentrum der Coronavirus-Krise, steigt die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle von Tag zu Tag weiter an. In der Universitätsstadt befinden sich auch viele ausländische Studenten. Christopher Birigwa aus Uganda ist einer von ihnen. Der Medizinstudent und Stipendiat der SOS-Kinderdörfer weltweit spricht im Interview mit dem SOS Kinderdorf über Nahrungsmittelengpässe und die Angst, sich zu infizieren.


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Herr Birigwa, wie sehr ist Ihr Alltag durch das Virus und die Abriegelung der Stadt eingeschränkt?

Birigwa: Ich verlasse den Campus der Universität, auf dem ich wohne, überhaupt nicht mehr. Wir können nicht raus, zu unserem Schutz, und tragen alle Masken. Vor kurzem fand man einen meiner Mitstudenten, der sich infiziert hatte, er lag draußen direkt vor der Uni. Die Gefahr, sich anzustecken, wird von Tag zu Tag größer. Ich bleibe in meinem Zimmer und versuche mich mit Lernen abzulenken. Der Universitätsbetrieb ist auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

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Wie versorgen Sie sich mit dem Lebensnotwendigen?

Die Banken haben alle geschlossen. Ich habe kein Geld mehr, um Lebensmittel zu kaufen. Aber die allermeisten Supermärkte haben sowieso kaum Waren mehr und wenn doch, sind sie schnell ausverkauft. Auch die Preise sind stark angestiegen. Ich habe noch ein bisschen Brot, Bohnen und Reis. Aber das reicht nur noch für ein paar Tage.

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Wie gehen die Menschen mit der Situation um?

Die Menschen sind sehr diszipliniert und bleiben aus Angst zu Hause: Die Straßen sind wie leergefegt, man sieht keine Fußgänger und auch keine Autos. Es fahren auch keine Busse und Bahnen mehr.

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Wie tauschen Sie sich aus mit Freunden und Mitstudenten?

Wir kommunizieren über Online-Chatportale. Aber es ist schon sehr bedrückend, der Virus distanziert die Menschen voneinander, wer Abstand hält und Kontakt zu anderen Menschen meidet, kann sich nicht anstecken.

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Wie geht es weiter?

Das weiß ich nicht. Wir hoffen immer noch, dass es der Regierung gelingt, den Virus rasch einzudämmen. Bis dahin versuche ich stark zu bleiben.

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Mehrere Überfälle auf Baustellen-Fahrzeuge

Illingen und Luisenthal. Baustellen rücken offensichtlich immer mehr ins Visier von Verbrechern. Das zeigen mehrere Vorfälle, die die Polizei in jüngster Zeit gemeldet hat. Dabei zielten die Täter auf die Fahrzeuge.

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Vermisste Seniorin in Spielothek gefunden

Nachrichten Rüsselsheim | An diesem Montag endete die Suche nach einer vermissten 85-Jährigen Frau auf unerwartete Weise. Die Rentnerin verließ das Seniorenwohnheim vormittags mit einem Rollator. Sie ist gehbehindert und auf Medikamente angewiesen. Deshalb verständigte das Pflegepersonal die Polizei als die Dame gegen 16:30 Uhr noch nicht in das Heim zurückgekehrt war.

Die Beamten taten ihr möglichstes, um die vermisste Dame zu finden. Beim öffentlichen Personennahverkehr und bei Rüsselsheimer Taxiunternehmen wurde nachgefragt. Außerdem wurde eine Suche über das Radio veranlasst und zudem eine Rettungshundestaffel mit Personenspürhunden zur Suche alarmiert.

Der Vermisstenfall nahm dann eine unerwartete Wendung. Eine Bekannte der Seniorin meldete, sie habe die Vermisste zum „Shopping“ in der Innenstadt abgesetzt. Außerdem gab sie an, dass ihre Bekannte gerne in Spielotheken gehe. Gegen 23.30 Uhr wurde die Frau dann wirklich von den Beamten in einer Spielothek in der Innenstadt gefunden. Gegenüber den Polizisten sagte sie, dass sie gerne noch weiter spielen möchte bis der Laden schließt. Die Fahndungsmaßnahmen wurden daraufhin eingestellt.

Im Nachgang erfuhren die Ordnungshüter, dass die 85 Jahre alte Frau in den frühen Morgenstunden müde aber glücklich in das Seniorenwohnheim zurückgekehrt war.

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A63 Wörrstadt | Im Stau gewendet und zurück gefahren

Ein alltägliches Bild auf deutschen Autobahnen: Es kracht und nach dem Unfall bildet sich ein kilometerlanger Stau. Leider auch immer wieder reagieren Verkehrsteilnehmer in solchen Situationen extrem unvernünftig und befahren die Autobahn rückwärts, um aus dem Stau zu kommen.

So auch am Wochenende auf der A63 bei Biebelnheim. Dort geriet am Samstagvormittag gegen 10:20 Uhr ein Fahrzeug zwischen den Anschlussstellen Biebelnheim und Wörrstadt in Brand. Auf dem Weg zum Standstreifen zog das Fahrzeug  zuvor noch eine etwa 200 Meter lange Ölspur über diesen, die sich danach fast auf alle Fahrstreifen verteilte.

Während der Löscharbeiten musste die Fahrtrichtung Mainz, sowie die Anschlussstelle Biebelnheim für fast eine Stunde voll gesperrt werden. Einigen Verkehrsteilnehmern dauerte diese Sperrung scheinbar zu lange, so dass sie rückwärtsfuhren um dann zu Wenden. Die Ermittlung zu den Kennzeichen dauern an. Eine effektive Ableitung des Verkehrs, außer über die Anschlussstelle Biebelnheim, war nicht möglich.

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Nur 12 Meter Abstand bei 135 Stundenkilometer

Nachrichten Frankfurt | An diesem Donnerstag führten Beamte der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen Abstandskontrollen auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Kreuz durch.

 


Innerhalb von rund einer Stunde wurden insgesamt 129 Abstandsverstöße festgestellt. Als Folge der Messungen droht 21 Fahrern ein einmonatiges Fahrverbot. Sie haben den erforderlichen Sicherheitsabstand mit weniger als 30 Prozent des halben Tachowertes stark unterschritten. Neben einem Bußgeld hat ein solcher Verstoß auch immer einen Eintrag beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg zur Folge.

Unter den Verkehrssündern befanden sich auch 20 LKW-Fahrer. Sie hielten den vorgeschriebenen Mindestabstand von 50 Metern nicht ein.

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Spitzenreiter war ein Fahrer aus Sachsen

Bei einer Geschwindigkeit von 135 Stundenkilometern hielt er einen Abstand von nur 12 Metern zum vorderen Fahrzeug. Für dieses Verhalten erwartet ihn ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro sowie ein Fahrverbot von zwei Monaten.

Zu geringer Sicherheitsabstand ist eine der häufigsten Ursachen für teilweise schwere Unfälle. Daher werden die Kontrollen auf den Autobahnen Südhessens auch weiterhin durchgeführt.

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Mainz | VOLT und PIRATEN setzen auf wechselnde Mehrheiten im Stadtrat

Die Stadtratsfraktion von Piraten & Volt ist dazu bereit, im Rahmen von wechselnden Mehrheiten gemeinsam mit den anderen Ratsfraktionen mit wechselnden Mehrheiten die besten Lösungen für Mainz und die hier lebenden Menschen zu finden.

In den vergangenen Ratssitzungen zeigte der Mainzer Stadtrat, dass Entscheidungsfindungen mit wechselnden Mehrheiten möglich sind und die kommunale Demokratie beleben. Insbesondere bei den Themen Soziales, Umwelt- und Klimaschutz sowie Verkehr sind in Mainz Mehrheiten außerhalb einer Ampel möglich. Wie beispielsweise beim Antrag zum Klimanotstand zu sehen war, gibt es für eine grün-rote Minderheitsregierung viele Optionen für pragmatische und fortschrittliche Mehrheiten.

“Grüne und SPD könnten in einer Minderheitsregierung deutlich progressivere Politik bei Klima- & Umweltschutz, Bürgerbeteiligung und in der Sozial- und Verkehrspolitik machen, wenn sie sich nicht ängstlich an die FDP klammern würden. Wir stehen immer bereit, mit einer grün-roten Minderheitsregierung ambitionierte Stadtentwicklung auf inhaltlicher Basis zu gestalten. Es ist schade, dass Grünen und SPD der Mut fehlt. So verspielt man Klimaschutz und Sozialpolitik“, so Maurice Conrad, Fraktionsvorsitzender PIRATEN & VOLT

Eine Koalition, in welcher gute Ideen aufgrund von internen Zwängen abgelehnt werden, ist weder zielführend noch demokratiefördernd. Bereits die Diskussion um eine zusätzliche Dezernentenstelle zeigt, dass es in der Ampel-Koalition zu sehr um Machterhalt und zu wenig um wichtige politische Lösungen für die Mainzerinnen und Mainzer geht.

Tim Scharmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der PIRATEN  & VOLT: „Es gibt in allen Parteien Menschen im Stadtrat, die ihr Ehrenamt ausüben, weil Sie etwas verändern und bewirken möchten. Die alten, festgefahren Parteistrukturen und Fraktionszwänge verhindern dies leider allzu oft. Wechselnde Mehrheiten bieten die Möglichkeit, bei vielen neuen Themen voran zu kommen, wo es alte Strukturen verhindern würden.“

Durch einen Koalitionsvertrag  werden viele Lösungen und frische Ideen bereits im Vorhinein ausgeschlossen und echter Fortschritt gebremst. Politik muss mit überzeugenden Inhalten Mehrheiten gewinnen und darf nicht entlang von Koalitionszwängen verlaufen. Beispiele aus anderen Städten und Ländern zeigen: Wechselnde Mehrheiten bieten mehr Flexibilität, bringen gute Lösungen hervor und beleben durch erfrischende, auf Sachfragen bezogene Diskussionen die demokratische Kultur. Dies wirkt auch der verbreiteten Politikverdrossenheit entgegen. Unsere Demokratie sollte uns die zusätzliche Arbeit von wechselnden Mehrheiten Wert sein.

Das ist erst der Anfang | Weitere Fahrverbote in Mainz?

Nachrichten Mainz | Die Stadt Mainz verhängt ein Diesel-Fahrverbot. Fahrzeuge mit einem Dieselmotor bis einschließlich der Euronorm 5 und ältere Benziner (Euro 1 und 2) dürfen ab dem 1. Juli einen Teil der Rheinachse nicht mehr befahren. So teilte es Verkehrs- und Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) am Freitag auf einer offiziellen Pressekonferenz mit. Das Diesel-Fahrverbot zieht sich von der Rheinstraße ab Höhe Holzhofstraße bis zur neuen Feuerwache auf der Rheinallee. Auch die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden wird für die oben genannten Fahrzeuge nicht mehr befahrbar sein.


Umleitungsstraßen als nächstes betroffen?

Aus dem Umfeld der Mainzer Stadtspitze teilte man uns letzte Woche mit, dass ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Weißlilliengasse und den anderen Umleitungsstraßen zu erwarten sei. Dadurch sinke wahrscheinlich die Stickstoffdioxid Belastung im Bereich der Rheinachse. Jedoch gehe man davon aus, dass der Wert in den umliegenden Straßen durch die zu fahrenden Umwege steigt, sodass diese als nächstes von dem Fahrverbot betroffen sein werden in naher Zukunft.

Die Umleitungsstraßen haben durch die dicht beieinander stehenden Gebäude eine geringere Frischluftzufuhr als die direkt am Rhein liegende Fahrverbots-Zone. Durch den geballten Verkehr werde der Wert in diesem Bereich noch schneller ansteigen. Dies erschwere die Einhaltung der europäisch festgelegten Grenzwerte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter in vielen weiteren Stadtbereichen.

„Das ist aber erst der Anfang. Man geht davon aus, dass die gesamte Stadt noch in der aktuellen Amtszeit von Oberbürgermeister Michael Ebling zum Großteil autofrei werden soll“, berichtet man uns.

Jetzt sei aber erst einmal der Umweltaspekt fraglich, wenn aus einem Weg von wenigen Metern plötzlich eine mehrere Kilometer lange Strecke wird. Wer die Umgehungsstraßen fährt, habe schnell das dreifach des Weges zusammen.

Oberbürgermeister Michael Ebling betonte im Jahr 2019 während seines Wahlkampfes mehrfach: In zehn Jahren werde in der Mainzer Innenstadt kein Verbrennungsmotor mehr fahren, dafür aber die Citybahn über die Theodor-Heuss-Brücke.

Höhere Belastung für Schiersteiner und Weisenauer Brücke

Wer zuvor die Heuss-Brücke nutzte, um auf die andere Rheinseite zu kommen und auf das Auto angewiesen ist, wird in Zukunft einen Umweg über die Autobahn in kauf nehmen müssen, sofern er ein betroffenes Fahrzeug hat.

Die Autobahn 643 ist im Abschnitt zwischen dem Schiersteiner Kreuz und dem Mainzer Dreieck mit täglich bis zu 86.000 Fahrzeugen stark belastet und zu bestimmten Tageszeiten auch überlastet. Durch das Fahrverbot werde die Frequenz der Autos dort weiter steigen.

War es schon vor der Mainzer Oberbürgermeisterwahl beschlossen?

Wie uns weiterhin mitgeteilt wurde, war die Dieselverbotszone an der Rheinachse bereits vor der Wahl des Oberbürgermeisters Gesprächsthema und wurde dort schon angesprochen. Die aktuelle Sperrung der Heuss-Brücke und das nur anfängliche Verkehrschaos zeige auch, dass die Sperrung für Dieselfahrzeuge keine langfristigen Probleme mit sich bringe. Mit der Citybahn zwischen Mainz und Wiesbaden wäre eine gute Alternative gefunden. Die Bürger würden somit die Einführung der Citybahn eher befürworten.

Wir haben bei der Stadt Mainz nachgefragt

Folgende Fragen haben wir der Stadt Mainz bezüglich des Diesel-Fahrverbots schriftlich gestellt:

  • Wie sieht das Verkehrskonzept in Mainz für die kommenden acht Jahre aus?
  • Welche weiteren Einschränkungen sind bereits angedacht?
  • Welche Einschränkungen sind zukünftig möglich?
  • Wird eine autofreie Stadt als erstrebenswertes Ziel angesehen? Falls ja, bis wann? Falls nein, warum nicht?

Die Stadt reagierte ausweichend auf unsere Anfrage und beantwortete unsere Fragen nicht. Wir erhielten lediglich diverse Unterlagen wie Gutachten und Studien.


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Auszüge aus einem Gutachten zur Belastung der Stadt Mainz durch Stickstoffdioxid

Die folgenden Auszüge sind aus einem Gutachten des Ingenieurbüros Lohmeyer GmbH & Co. KG. Dieses sendete uns die Stadt Mainz auf unsere Anfrage hin zu. Das Gutachten wurde im Dezember 2019 erstellt. 

„Auch unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen sind entlang der Rheinachse (Rheinallee/Rheinstraße) dennoch weiterhin deutliche Konflikte mit dem Grenzwert für NO2 Jahresmittelwerte von 40 µg/m³ zu erwarten; dies wurde im Rahmen von Wirkungsberechnungen durch unser Büro im Januar (Lohmeyer, 2019a) und im September (Lohmeyer, 2019b) ermittelt und messtechnisch bestätigt.“

„Zur weiteren Reduzierung der NO2-Belastung sind nun weitere Maßnahmen geplant, für die eine Wirkungsberechnung auszuarbeiten ist. Die geplanten Maßnahmen umfassen eine Tempo-30 Regelung entlang der Rheinachse (Rheinallee/Rheinstraße) und der Kaiserstraße/Parcusstraße inklusive eines Maßnahmenpakets zur Verkehrsverstetigung (Ampelschaltungen, Einschränkung von Linksabbiege-Möglichkeiten, Vermeidung von Parken in zweiter Reihe, Zuflussdosierung). Zusätzlich sind die Auswirkungen eines streckenbezogenes Dieselfahrverbots entlang der Rheinachse aufzuzeigen; die beplanten Straßen der Rheinschiene liegen südlich des Kaiser-Karl-Rings und nördlich der Holzhofstraße.“

„Für den Prognosenullfall 2020 wird an der Messstation Mainz-Parcusstraße gegenüber dem Referenzfall 2019 eine Verringerung der NO2-Gesamtbelastung um ca. 4 % mit Konzentrationsänderungen von etwas unter 2 µg/m³ erzielt; dabei wird weiterhin eine knappe Überschreitung des Grenzwertes für NO2-Jahresmittelwerte prognostiziert. An den anderen Messstandorten sind vergleichbare Entwicklungen abgeleitet; am Messstandort Kaiserstraße/Rheinallee wird der Grenzwert ebenfalls weiterhin aber knapp überschritten. Entlang der Rheinschiene werden ebenfalls gewisse Verringerungen der NO2-Gesamtbelastung erzielt (Abb. A2), dabei sind überwiegend NO2-Jahresmittelwerte unter 50 µg/m³ prognostiziert.“

„Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Jahr 2020 an den Messstandorten in der Parcusstraße und Kaiserstraße/Rheinstraße zum Teil knappe Überschreitungen des Grenzwertes für NO2-Jahresmittelwerte zu erwarten sind. An den übrigen betrachteten Messstandorten sind keine Konflikte abgeleitet. Mit Einführung einer Tempo-30 Regelung entlang der Parcusstraße/Rheinstraße ist auch im Bereich der Messstelle Parcusstraße und Kaiserstraße/Rheinstraße eine Grenzwerteinhaltung prognostiziert. Im Bereich der Rheinschiene führt eine Tempo-30 Regelung ebenfalls zu einer Verringerung der NO2-Immissionswerte, wobei insbesondere entlang der derzeit stark belasteten Rheinstraße eine Einhaltung des Grenzwertes weitere erhebliche verkehrliche Einschränkungen erfordert.“


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Auszüge und Grafiken vom Stadtplanungsamt der Stadt Mainz

Im Herbst 2019 zielt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erneut auf die Vollstreckung eines Dieselfahrverbots in der Mainzer Innenstadt ab und versucht, dieses juristisch zu erwirken. Hintergrund sind die erheblichen Grenzwertüberschreitungen für Stickoxide entlang der Rheinachse, nachgewiesen mittels der dort installierten Passivsammler.

Der aktuelle Luftreinhalteplan enthält derzeit kein Szenario einer Dieselfahrverbotsstrecke im Abschnitt zwischen Holzhofstraße und Frauenlobstraße. Nachfolgend wird daher anhand einschlägiger Datengrundlagen hergeleitet, inwiefern sich eine solche Maßnahme auswirkt. Dabei stehen nicht die Auswirkungen auf die Luftschadstoffe im Vordergrund – diese sind Teil eines gesonderten Fachgutachtens – , sondern vielmehr die Mengengerüste betroffener Dieselfahrten sowie deren überschlägigen Verlagerungen.

Im Ergebnis wird dabei ebenfalls betrachtet, ob eine derartige Dieselfahrverbotsstrecke ggf. weitere, die Luftschadstoffbelastung senkende Effekte für die gesamte Mainzer Innenstadt mit sich bringt, gemessen an einer Abschätzung sich verändernder Häufigkeiten von Dieselfahrten in diesem Bereich.

„Die in Anlage-1 dargestellten Verkehre zwischen den Querschnitten 2 und 5 (und umgekehrt) fahren auf einer alternativen Route weiterhin durch die Innenstadt (Zone A). Hierbei wird jedoch unterstellt, dass die umwegige Führung bei Umfahrung der Dieselfahrverbotsstrecke Rheinachse ein Drittel der Fahrer dazu veranlasst, die Innenstadt bereits auf einer weiträumigeren Route zu umfahren, so dass dieser Anteil die Zone A künftig gar nicht mehr tangieren wird. Von den ursprünglich 1.150 Dieselfahrten von 5 nach 2 über die Rheinachse nehmen folglich nur noch zwei Drittel, also 760, eine alternative Route durch die Innenstadt; in Gegenrichtung sind es von insgesamt 1.350 Dieselfahrten nur noch in Summe 890 (vergl. Anlage-2).“

„Weiterhin dargestellt sind in der Anlage-2 die Verkehre, die sich zwischen der Zone A nach Zone D (blau) und umgekehrt (rot) in Folge der Nicht-Befahrbarkeit der THB nun einer alternativen, großräumigeren Route über eine der beiden Autobahnbrücken (BAB 60 oder BAB 643) bedienen müssen. Die Verteilung auf die nördliche bzw. südliche Ausweichroute ist abgeleitet aus den aggregierten Quell-Zielgebieten und der danach wahrscheinlichsten Routenwahl. Diese Verkehre verändern die Belastung der Innenstadt mit Dieselfahrten insgesamt aber nicht, sondern allenfalls die Richtungsbelastungen auf einzelnen Netzabschnitten der (zentralen) Innenstadt. Dieser Effekt ist für die vorliegende Betrachtung auf Basis einzelner Strecken jedoch nicht zu quantifizieren und im anstehenden Kontext für eine Beurteilung zudem entbehrlich

„Die Schlussfolgerungen aus den Aussagen zum Mengengerüst und den Verlagerungswirkungen sind der Anlage-3 zu entnehmen.

Dabei ist zunächst zu konstatieren, dass die Rheinachse in ihrem Verlauf zwischen Holzhofstraße und Frauenlobstraße massiv von Dieselfahrten entlastet werden wird. Dies betrifft über die gesamte Länge die wegfallenden Dieselfahrten von Querschnitt 2 nach 5 und umgekehrt mit in Summe 2.500 Fahrten.

Hinzu kommen die wegfallen Dieselfahrten zwischen der Zone A und der Zone D (Hin- und Rückrichtung) mit insgesamt (3.510 + 2.925 =) 6.435 Kfz. Ebenfalls wegfallen werden die 6.700 Dieselfahrten (Hin- und Rückrichtung) der Wegebeziehungen zwischen den Querschnitten 2,3,4,5 und 1. Diese insgesamt ca. 13.100 Dieselfahrten entlasten grundsätzlich die Dieselfahrverbotsstrecke Rheinachse, wenn auch in, je nach Abschnitt, unterschiedlicher Stärke. Die Unterscheidung der Entlastungswirkung nach einzelnen Abschnitten ist mit dem gewählten Untersuchungsumfang nicht möglich. Gesichert ist hingegen die Aussage, dass die Querschnittsbelastung der THB um diese ca. 13.000 Dieselfahrten vollumfänglich entlastet wird.

Ergänzend hierzu stellt sich die Frage, ob die gesamte zentrale Innenstadt per Saldo durch ein Dieselfahrverbot stärker durch von der Rheinachse verlagerte Dieselfahrten betroffen wäre? Hierzu lassen sich die Aussagen der Anlage-3 heran ziehen. Konservativ angesetzt wird die zentrale Innenstadt – losgelöst von den Veränderungen auf der Rheinachse – in jedem Fall mindestens von den wegfallenden Dieselfahrten zwischen den Querschnitten 1 und 3 (Hin- und Rückrichtung) sowie 1 und 4 (Hin- und Rückrichtung) entlastet. Das betrifft in Summe 1.935 Dieselfahrten. Demgegenüber stehen die in Summe 1.650 Dieselfahrten, die sich durch die Sperrung der Rheinachse zusätzlich in der Innenstadt ergeben (siehe 2.2).“

Deutsche Umwelthilfe zum Luftreinhalteplan der Stadt Mainz

Wir begrüßen das heute von der Stadt Mainz bekannt gegebene streckenbezogene Diesel-Fahrverbot für alle Fahrzeuge schlechter als Euro 6/VI auf der Rheinachse ab 1. Juli 2020. Die Stadt Mainz kommt damit einer Gerichtsentscheidung durch eine neue von der Deutschen Umwelthilfe angestrengten Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz zuvor. Nach allen vorliegenden Untersuchungen wird nur die konsequente Aussperrung der besonders schmutzigen Diesel-Fahrzeuge mit hohen Stickoxid-Realemissionen dazu führen, dass auch in Mainz nach nunmehr 10 Jahren endlich der Grenzwert für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) eingehalten wird und damit die Mainzerinnen und Mainzer endlich die saubere Luft atmen können.“, kommentiert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH).


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Jürgen Resch zu Ausnahmegenehmigungen in Mainz

Täglich werden rund 13.000 Dieselfahrzeuge weniger die Heuss-Brücke und damit auch die Mainzer Innenstadt passieren. Schadstoffmessungen fehlen außerdem an den parallel zur Rheinachse verlaufenden Straßen wie der Hindenburgstraße und der Boppstraße.

Damit ist nicht überprüfbar, ob durch mögliche Verlagerungsverkehre die Grenzwerte zukünftig an diesen beiden Straßen überschritten werden. Ist dies der Fall, müssen zusätzlich zonale Diesel-Fahrverbote auch für die Innenstadt von Mainz erlassen werden. Ob die Entlastungswirkung auf der Rheinachse tatsächlich eintritt, hängt zudem davon ab, dass die Einhaltung des Dieselfahrverbots durch eine kontinuierliche Verkehrsüberwachung und Ahndung der Verstöße mit Bußgeldern erfolgt und Ausnahmegenehmigungen nur in wenigen begründeten Einzelfällen erteilt werden“, so Resch weiter.

Kommentar der Bürgerinitiative Neustadt-Ufer Mainz e.V. zum Dieselfahrverbot

„Die Bürgerinitiative Neustadt-Ufer weist darauf hin, dass mit dem angekündigten Dieselfahrverbot die Grundlage für die geplanten Frachtschiffparkplätze in der Neustadt entfällt. Laut Schadstoffgutachten der Stadt Mainz/WSA Bingen werden die Frachtschiffe allein durch die Liegestelle mehr als 10µg/m³ Stickoxide zusätzlich in die Neustadt spülen, der Autoabsetzplatz kommt on Top dazu. Damit werden alle Einsparungen durch das Dieselfahrverbot überkompensiert und die Bürger der Neustadt vorsätzlich überhöhten Stickoxid-Werten ausgesetzt.

Die Frachtschiffe auf dem Rhein sind im Schnitt älter als 43 Jahre und haben keine Abgasreinigung. Bislang werden die Abgase in der Fahrrinne rund 70 Meter vom Ufer entfernt verwirbelt. Bei den geplanten Frachtschiffparkplätzen werden die Schadstoffe durch die An- und Ablegemanöver unmittelbar neben dem Rheinufer direkt in die Neustadt getragen.“, teilte Torsten Kirchmann, Sprecher der Bürgerinitiative Neustadt-Ufer Mainz e.V. uns schriftlich mit.

 


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Ehepaar tot aufgefunden in Wiesbaden

Nachrichten Wiesbaden | An diesem Montagmorgen kam es gegen 11:00 Uhr im Erlkönigweg in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zu einem größeren Einsatz der Polizei. Grund dafür war der Notruf eines Pflegedienstes. Eine vermutlich tödlich verletzte Frau würde in einem Einfamilienhaus liegen.

 


Der Ehemann, welcher ebenfalls in dem Haus wohnte, durfte Schusswaffen besitzen. Da der Aufenthaltsort des Mannes vorerst unbekannt war und die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt noch unklar waren, wurde der Bereich abgesperrt. Sondereinsatzkräfte wurden verständigt. Diese fanden das Ehepaar leblos in dem Haus auf. Beide waren 75 Jahre alt. Der Tod der beiden Personen wurde von den Rettungskräften vor Ort festgestellt.

Die Hintergründe sind vermutlich im familiären Umfeld zu suchen. Nach aktuellem Erkenntnisstand kann eine Beteiligung weiterer Personen am Tod der beiden ausgeschlossen werden. Weitere Ermittlungen wurden von der Wiesbadener Kriminalpolizei übernommen.

Wer Hinweise zu der Tat geben kann oder etwas beobachtet hat, der meldet sich bitte bei der Kriminalpolizei Wiesbaden.

Gefährliche Körperverletzung in Ginsheim

Nachrichten Ginsheim | An diesem Samstag wurde ein 55-Jähriger Mann gegen 15:15 Uhr  in Ginsheim in der Bouguenais-Allee, auf Höhe eines Bistros mit Reizgas angegriffen. Das Opfer hatte zuvor zwei Personen, die einige Schritte vor ihm gelaufen sind, angesprochen. Er fragte, warum sie sich dauernd nach ihm umdrehen würden. Einer der beiden Männer attackierte ihn daraufhin mit Reizgas. Der Geschädigte wurde dabei leicht verletzt.

 


Der Verdächtige wird wie folgt beschrieben:

  • 20 bis 30 Jahre alt
  • 1,80-1,90 Meter groß
  • dunkelblonde Haare
  • Bart um den Mund herum
  • südländisches Erscheinungsbild
  • schwarze Kapuzenjacke
  • dunkle Jogginghose
  • Sportschuhe

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Wer Hinweise zum mutmaßlichen Täter oder der Tat machen kann, wird gebeten sich bei der Polizeistation Bischofsheim unter der Telefonnummer 06144- 966 60 zu melden.

Raub in Alzey | Fahndung nach Tätergruppe

Nachrichten Alzey | Drei bislang Unbekannte dunkelhäutige Täter haben am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr in der Stadt Alzey einen 18-jährigen Mann beraubt und mehrfach niedergeschlagen. Nach Verlassen eines Lokals am Kronenplatz wurde das Opfer in Höhe des Parkplatzes Ostdeutsche Straße ohne Vorwarnung von den drei Angreifern, die ihm anscheinend bewusst gefolgt waren, niedergeschlagen und getreten.

Die Täter verlangten von ihm Bargeld, was der Geschädigte zunächst vehement verweigerte. Nach erneuten Schlägen und Tritten entnimmt einer der Täter den Geldbeutel aus der Hosentasche des Opfers und entwendet das darin befindliche Bargeld. Die 3 unbekannten Täter flüchteten in unbekannte Richtung. Die Beute war ein dreistelliger Geldbetrag.

Täterbeschreibung:

  • Drei männliche Täter
  • dunkelhäutig
  • dunkle Jacken mit Kapuze
  • etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß

Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeiinspektion Alzey, Telefon (06731) 911-0, in Verbindung zu setzen.

Verbot von Solarien in Deutschland gefordert

Nachrichten Überregional | Die Deutsche Krebshilfe fordert gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention ein bundesweites Verbot von Solarien. Jährlich verursacht die Benutzung der Solarien in Europa bei zirka 3.400 Personen den schwarzen Hautkrebs. In etwa 800 Fällen führt dies zum Tod, so die Deutsche Krebshilfe.


Das Nutzungsverbot für Kinder und Jugendliche existiert seit 2009. Doch allein im Jahr 2018 gelang es schätzungsweise 140.000 Minderjährigen, Zugang zu Solariengeräten zu erhalten. Tendenz steigend, wie Zahlen der repräsentativen, bundesweiten Beobachtungsstudie Nationales Krebshilfe-Monitoring zur Solariennutzung belegen.

Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP ergänzt 
„Welch ein wahnwitziger Trugschluss, dass gebräunte Haut immer noch als gesund und schön gilt. Der Bräunungsprozess ist immer ein Hilfeschrei der Haut. Jede Solariennutzung führt zu gesundheitlichen Schäden.“

Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe 
„Seit einem Jahrzehnt sind Solarien als eindeutig krebserregend eingestuft. Das Nutzungsverbot für Minderjährige wird jedoch völlig unzureichend eingehalten. Trotz gewisser gesetzlicher Vorgaben ist die Nutzung von Sonnenbänken niemals unbedenklich. Denn es gibt keinen Schwellenwert für ungefährliche künstliche UV-Bestrahlung, wodurch kein Solarium als gesundheitlich sicher betrachtet werden kann“

Solarien die höchste Risikogruppe
Jährlich erkranken etwa 37.000 Menschen in Deutschland an einem malignen Melanom, dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs. Die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sowohl die natürliche UV-Strahlung der Sonne als auch die künstlich erzeugte in Solarien in die höchste Risikogruppe der krebsauslösenden Faktoren ein.

Wissenschaftliche Gremien raten daher dringend von jeglicher Sonnenbanknutzung ab. Denn die Ultraviolette-Strahlung verursacht neben der gewünschten Bräunung binnen Sekunden Schäden im Erbgut der Hautzelle. Aus Zellen mit solch geschädigtem Erbgut kann sich auch Jahrzehnte später noch Hautkrebs entwickeln. Die Hautbräune stellt lediglich eine Schutzreaktion der Haut dar und ist kein Zeichen von Gesundheit. Besonders die Haut von Kindern und Jugendlichen ist empfindlich gegenüber UV-Strahlung und das Risiko einer Hautkrebserkrankung ungleich höher als bei Erwachsenen.


 

Drei Personen im Krankenhaus mit Atemwegsproblemen

Nachrichten Worms | Am Sonntagabend wurden in der Tiefgarage Ludwigsplatz die angebrachten lebensrettenden Feuerlöscher restlos entleert. Hierbei erlitten drei Personen Atemwegsreizungen und mussten in ein Wormser Krankenhaus. Dem zuständigen Sicherheitsdienst der Tiefgarage wurde gegen 18:00 Uhr mitgeteilt, dass in dem Gebäude die Feuerlöscher auf fünf Parkebenen entleert worden wären.

Eine Passantin, ihre 13-jährige Tochter sowie deren Freundin, die gegen 19:20 Uhr das Treppenhaus zur Tiefgarage betraten, erlitten beim Einatmen des Löschmittels leichte Verletzungen der Atemwege. Um kurz vor 22:00 Uhr erging erneut die Meldung, dass ein weiterer Feuerlöscher entleert wurde.

Wer hat etwas beobachtet oder kann Hinweise geben? Zeugen melden sich bitte bei der Polizei Worms, unter der Telefonnummer 06241/852-0.

Ingelheim | 3 Tage Vollsperrung wegen Bauarbeiten

Nachrichten Ingelheim | Vom 7. Februar bis einschließlich zum 9. Februar wird im Rahmen des Neubaus der Boehringer-Brücke die Landstraße 428 (Binger Straße) von Ingelheim nach Groß-Winterheim voll gesperrt. Von der Sperrmaßnahme ist auch der Radverkehr betroffen, da der Fahrradweg parallel zu der betroffenen Straße verläuft.


Die Verkehrsführung wird in dem oben genannten Zeitraum geändert. Die Umleitungen für den Fahrzeug- und den Radverkehr werden frühzeitig ausgeschildert. Um einen reibungslosen Ablauf der Brückenarbeiten zu ermöglichen, werden alle Verkehrsteilnehmer gebeten, sich zwingend an die Beschilderung zu halten.

Während der Vollsperrung werden fünf Betonteile für den neuen Überbau der Brücke, mit Hilfe von einem Autokran auf die Widerlager eingehoben. Die Brückenteile wiegen jeweils zwischen 44 und 46 Tonnen.

Im Interesse der allgemeinen Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist die Vollsperrung während dieser Arbeitsgänge unvermeidbar.

Der Der Landesbetrieb Mobilität bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Maßnahme.

Der Dicke und der Don: Leckerlis haben ihren Preis

In dieser Serie kommt das andere Ende der Leine zu Wort: der Don. Ok, Don, alter Junge. Die Zeichen waren da. Erst die langen Football-Samstage, dann Alkohol eingekauft und letztlich ist Silvester jetzt einen Monat her, sodass klar war, irgendwann kommt er auf mich zu: der Super Bowl. Für mich ist das Spiel eine Strapaze – und bietet nur wenig Gutes.

Das Rhein-Main Gebiet erhält mehr S-Bahnen

Nachrichten Frankfurt | Die S-Bahn Rhein-Main erhält sieben zusätzliche Fahrzeuge der Baureihe ET 430. Auf eine entsprechende Nachbestellung bei der Firma Bombardier haben sich der RMV und die S-Bahn Rhein-Main verständigt. Die neuen Fahrzeuge werden für das stetig wachsende Angebot benötigt. „Alleine von 2018 auf 2019 sind die Fahrgastzahlen im S-Bahn-Netz um mehr als 10 Prozent auf 177 Millionen Fahrten gewachsen“, erläutert Professor Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds. „Das ist ein neuer Rekord und liegt auch daran, dass wir immer mehr Leistung anbieten. Wir weiten den Viertelstundentakt auf fast allen S-Bahnlinien immer weiter aus und auch der Nachtverkehr wird gut angenommen. Für noch mehr Langzüge und zusätzliche Verbindungen brauchen wir aber auch weitere Fahrzeuge.“

 


Christian Roth, Leiter der S-Bahn Rhein-Main ergänzt, dass mehr Fahrzeuge auch eine verbesserte Qualität und Pünktlichkeit ermöglichen. „Mit zusätzlichen Fahrzeugen können wir so planen, dass an den Endpunkten der S-Bahnlinien nicht mehr derselbe Zug direkt nach der Ankunft wieder in die Gegenrichtung aufbrechen muss, sondern dass ein zweiter dort schon wartet und pünktlich startet – unabhängig davon, wann der vorhergehende Zug einfährt. Diese so genannte „überschlagene Wende“ hilft uns dabei, die S-Bahn pünktlicher und zuverlässiger zu machen. Gemeinsam stellen die Partner RMV und S-Bahn damit ganz im Sinne der Strategie „Starke Schiene“ die Weichen für erfolgreiches Wachstum und Stabilität im Bahnsystem.“ Überschlagen gewendet wird bereits auf der Linie S1 in Ober-Roden und auf der Linie S8 in Wiesbaden. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen soll auch auf der Linie S2 Richtung Niedernhausen nach diesem Prinzip gefahren werden.

S-Bahn-Flotte wird um rund 10 Prozent wachsen

Mit den sieben Fahrzeugen der Baureihe ET 430 besteht die Flotte der S-Bahn Rhein-Main aus insgesamt 212 Zügen: Die Anzahl der Fahrzeuge der Baureihe ET 430 steigt auf 98 an, von der Baureihe ET 423 sind 100 S-Bahnzüge im Einsatz. Im letzten Jahr wurde die Flotte der S-Bahn Rhein-Main bereits um 14 Fahrzeuge der Baureihe ET 425 erweitert, die bis Ende 2020 schrittweise integriert werden. Die ehemaligen Regionalzüge werden für ihren Einsatz bei der S-Bahn Rhein-Main komplett modernisiert und umgebaut. Insgesamt wächst die S-Bahn-Flotte damit bis 2023 um rund 10 Prozent.