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Mehrtägige Vollsperrung der Bahnhofstraße in Ockenheim

In Ockenheim müssen sich Autofahrer in der kommenden Woche auf eine Sperrung einstellen. Die K11 (Bahnhofstraße) wird von Montag, 12. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober, zwischen dem Kreisel K9/K11 und der Einmündung L420/K11 vollständig gesperrt. Grund sind Arbeiten am Fahrbahnpflaster.

Pflaster in der Bahnhofstraße in Ockenheim wird teilweise durch Asphalt ersetzt

Das Baufeld befindet sich zwischen den Hausnummern 15 und 23 der Bahnhofstraße. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität Worms ist die Vollsperrung aus bautechnischen Gründen sowie aus Gründen der Arbeitssicherheit erforderlich.

Auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern wird der schadhafte und abgängige Pflasterbelag durch Asphalt ersetzt. Auf einer weiteren Fläche von etwa 40 Quadratmetern soll das vorhandene Pflaster neu verlegt werden.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 35.000 Euro.

Umleitung führt über Gaulsheim und Gau-Algesheim

Der Durchgangsverkehr wird ab dem Kreisel K9 (Büdesheimer Chaussee)/K 11 (Gaulsheimer Straße) zunächst über die K11 bis zum Kreisel K11/L419 südlich von Gaulsheim geführt. Von dort geht es über die L 419 zum Dreiklang-Kreisel an der Rheinwelle.

Anschließend führt die Umleitung über die K 13 nach Gau-Algesheim und weiter über die L420 zurück nach Ockenheim. Die Strecke gilt entsprechend auch in der Gegenrichtung.

Der Landesbetrieb Mobilität Worms bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen während der Bauarbeiten.

Käsemarkt in Oppenheim mit regionalen Spezialitäten

In Oppenheim wird es Anfang November besonders genussvoll: Rund um das historische Rathaus findet am 7. und 8. November 2026 der erste Oppenheimer Käsemarkt statt. Auf dem Marktplatz und in den angrenzenden Straßen präsentieren zahlreiche Anbieter verschiedene Käsespezialitäten und weitere Produkte, die sich rund um den Käse drehen.

Von Weichkäse bis zu herzhaften Spezialitäten in Oppenheim genießen

Die Besucher können sich auf eine breite Auswahl an Käse aus Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch freuen. Das Angebot reicht von cremig-milden bis hin zu herzhaft-würzigen Sorten sowie von Weich- bis Hartkäse. Ergänzt wird die Auswahl durch Käsecremes, Aufstriche, Salate und weitere kulinarische Spezialitäten.

Wer die gekauften Produkte nicht erst zu Hause probieren möchte, kann sie direkt vor Ort genießen. Dazu werden unter anderem frisches Brot, Olivenöl und Kräuter angeboten. Auch eigene Einkäufe vom Käsemarkt dürfen mitgebracht und in geselliger Runde vor Ort verzehrt werden.

Käse und Wein aus der Region

Passend zum Käse gehört auch der Wein zum Programm. Die Oppenheimer Winzer laden mit ihren Weinen zum Probieren und Genießen ein. Darüber hinaus werden weitere Lebensmittel wie Öl, Essig und Brot angeboten.

Für eine Einkehr während des Marktes stehen der Winzerausschank und der Hugenottenhof zur Verfügung. Damit soll der Käsemarkt nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum gemeinsamen Verkosten und Verweilen einladen.

Neuer Markt knüpft an Oppenheimer Geschichte an

Mit dem neuen Markt möchte die Stadt an die lange Tradition Oppenheims als Marktort anknüpfen. „Die Stadt hat eine große und lange zurückreichende Tradition als Marktort. Mit dem Käsemarkt soll dieser Historie ein neues, äußerst genussvolles Kapitel hinzugefügt werden“, sagt der zuständige Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Stephan Arnold.

Hintergrund ist die Geschichte Oppenheims als Marktort: Bereits im Jahr 1008 wurden der Stadt nach Angaben der Veranstalter die Marktrechte verliehen.

Aggressiver Patient sorgt für Polizeieinsatz in Bad Kreuznach

Ein Krankenhausaufenthalt hat am Dienstagnachmittag (6. Oktober 2026) in Bad Kreuznach mit einem Polizeieinsatz geendet. Ein derzeit obdachloser Mann zeigte sich nach seiner Entlassung gegenüber dem Klinikpersonal aggressiv und aufbrausend. Weil sich die Situation nicht beruhigte, wurde die Polizei hinzugezogen.

Die Polizei Bad Kreuznach musste während des Einsatzes Schutzanzüge tragen

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 16.45 Uhr. Die Beamten sollten den alkoholisierten Mann aus dem Krankenhaus entfernen. Dabei nahm sein Verhalten weiter zu, sodass die Einsatzkräfte zur Abwehr möglicher Gefahren und aufgrund seines zunehmend unkontrollierten Verhaltens den Mann fesseln mussten.

Zusätzlich mussten die Polizeibeamten während des Einsatzes Schutzanzüge tragen, da ein Ungezieferbefall bei dem Mann nicht ausgeschlossen werden konnte.

Der Mann wurde in den Polizeigewahrsam eingeliefert.

Digitale Belegverwaltung für Unternehmen: Den Nachweis bei Prüfungen effizient erbringen

Die Anforderungen an die Dokumentation geschäftlicher Vorgänge wachsen kontinuierlich. Gleichzeitig bietet die fortschreitende Digitalisierung hervorragende Werkzeuge, um diese administrativen Aufgaben effizient zu bewältigen. Ein gut strukturierter Prozess von der Belegerfassung bis zur Speicherung sorgt dafür, dass geforderte Nachweise buchstäblich auf Knopfdruck bereitstehen.

Statt Kisten voller Papiere zu durchsuchen, genügt ein gezielter Systemzugriff auf das moderne Archiv. Unternehmen in der Rhein-Main-Region setzen im Jahr 2026 zunehmend auf Softwarelösungen, die genau diese Transparenz im Büroalltag schaffen. Ein klar definierter Ablauf gewährleistet, dass jeder Geschäftsvorgang sauber und chronologisch nachvollzogen werden kann.

Wenn Ablagesysteme von Beginn an konsequent und methodisch fehlerfrei geführt werden, lassen sich notwendige Belege jederzeit mühelos vorlegen. Dieser proaktive Ansatz spart wertvolle Zeit und bindet deutlich weniger personelle Ressourcen bei internen Kontrollen oder externen Einsichten.

Der Wandel in der Buchhaltung: Methodische Erfassung statt Papierberge

Der Wechsel von physischen Ordnern zu bildschirmbasierten Systemen prägt den Arbeitsalltag vieler regionaler Betriebe in Hessen und Rheinland-Pfalz enorm. Eingehende Belege werden idealerweise unmittelbar nach Posteingang gescannt, sorgfältig verschlagwortet und in die elektronische Struktur überführt. Dieser konsequente Schritt eliminiert das zeitraubende Suchen nach Rechnungen oder Lieferscheinen in überfüllten Büroschränken.

Dabei steht häufig im Mittelpunkt, wie Unternehmen ihre Nachweispflichten digital erfüllen, ohne bei großen Datenmengen an Übersichtlichkeit einzubüßen. Ein Prüfer erwartet bei Einsichten stets eine lückenlose Darstellung sämtlicher relevanter Geschäftsvorgänge. Eine unstrukturierte Ordnersammlung auf einem lokalen Firmenlaufwerk reicht für diesen anspruchsvollen Zweck meist nicht aus.

Vielmehr bedarf es eines klar definierten Rahmens, der präzise festhält, wie Dokumente intern verarbeitet und dauerhaft gespeichert werden. Nur mit einer starken methodischen Grundlage verläuft eine Betriebsprüfung ohne Aktenberge völlig geräuschlos und professionell. Das kaufmännische Personal profitiert zudem massiv von festen Leitplanken im täglichen Umgang mit der eintreffenden Belegflut.

Die Bedeutung sauberer Strukturen

„Ein logisch aufgebauter digitaler Posteingang bildet das essenzielle Fundament für jede spätere Nachweisführung im Unternehmen.“

Aufbewahrung und Nachvollziehbarkeit der Unterlagen

Sobald eine Eingangsrechnung oder ein Geschäftsvertrag elektronisch erfasst ist, muss der weitere Weg des Dokuments exakt nachvollziehbar bleiben. Eine simple Speicherung als reine PDF-Datei auf einem gewöhnlichen Desktop-PC bietet keinerlei Garantie für die technische Unveränderbarkeit der Daten. Jeder einzelne Bearbeitungsschritt, von der ersten Abteilungsfreigabe bis zur finalen Ablage, erfordert vielmehr eine lückenlose Systemprotokollierung.

Moderne Anwendungen, die gezielt für diese kaufmännische Aufgabe konzipiert wurden, protokollieren automatisch jede Zugriffs- und Änderungsaktivität im Verborgenen. Solche verlässlichen technischen Sicherheitskonzepte bilden die essenzielle Basis für eine revisionssichere Archivierung. Die jeweiligen Softwareanbieter stellen dazu detaillierte technische Systembeschreibungen bereit, die transparent erklären, wie der Schutz der Unternehmensdaten gewährleistet wird.

Diese tiefgreifende Nachvollziehbarkeit schützt das gesamte Unternehmen vor internen Missverständnissen bei der Zuordnung von Belegen. Jede berechtigte Person im Betrieb erkennt über das System sofort, wer ein spezifisches Dokument zu welchem Zeitpunkt bearbeitet hat. Ein solches Vorgehen schafft dauerhaft Vertrauen in die eigenen Abläufe und beschleunigt die interne Kommunikation spürbar.

Die Verfahrensdokumentation als praktischer Leitfaden

Um die eingesetzten digitalen Werkzeuge und die damit verbundenen Arbeitsabläufe präzise zu beschreiben, greifen Betriebe auf eine detaillierte Verfahrensdokumentation zurück. Dieses Dokument fungiert als zentrales Handbuch, welches den kompletten Weg eines Belegs von der Entstehung bis zur Endablage schildert. Es beinhaltet neben der rein technischen Systembeschreibung zwingend auch eine verständliche Anwenderdokumentation für das eigene Personal.

Ein etabliertes internes Kontrollsystem gehört ebenfalls als fester Bestandteil in diesen unternehmerischen Leitfaden. Es stellt im Büroalltag sicher, dass die theoretisch beschriebenen Prozesse von der Belegschaft auch tatsächlich konsequent eingehalten werden. Die praktische Erstellung einer solchen Gesamtdokumentation lässt sich für Unternehmen idealerweise in einem strukturierten Fünf-Schritte-Plan umsetzen.

Zu Beginn des Vorhabens empfiehlt sich stets eine genaue Ist-Analyse der bestehenden Bearbeitungsabläufe in der Verwaltung. Darauf aufbauend können Unternehmen bewährte Mustervorlagen nutzen, um das eigene Handbuch zügig aufzubauen und an spezifische betriebliche Besonderheiten anzupassen. Abschließend etabliert die Firmenleitung einen Prozess zur regelmäßigen Aktualisierung der Dokumentation, der greift, sobald sich Softwareversionen oder Arbeitsabläufe signifikant ändern.

Aufgabenverteilung zwischen Betrieb, Berater und Software

Die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Dokumentation der elektronischen Prozesse liegt stets vollumfänglich beim Unternehmen selbst. Ein Softwareanbieter wie beispielsweise Aktenplatz liefert zwar wichtige Bausteine wie Sicherheitskonzepte, erstellt jedoch keine fertige Komplettdokumentation für den individuellen Betrieb. Die vom Anbieter bereitgestellten technischen Informationen fließen stattdessen als elementarer Bestandteil in das unternehmenseigene Handbuch ein.

Zusätzliche externe Unterstützung durch einen Steuerberater kann bei der konkreten Formulierung der Abläufe sehr hilfreich sein. Dies stellt jedoch keine zwingende formale Vorgabe dar, sondern dient eher als freiwillige Maßnahme zur internen Qualitätssicherung. Viele mittelständische Betriebe übernehmen die grundlegende Ausarbeitung in Eigenregie und greifen erst bei hochspezifischen Detailfragen auf fachliche Expertise zurück.

Bei der praktischen Umsetzung im administrativen Betriebsalltag haben sich folgende konkrete Zuständigkeiten bewährt:

  • Geschäftsführung: Trägt die finale organisatorische Verantwortung für die inhaltliche Vollständigkeit der Prozessbeschreibungen.
  • IT-Administration: Liefert alle notwendigen technischen Details zur eingesetzten Hardware sowie zu den gewählten Backup-Strategien.
  • Buchhaltung: Beschreibt die täglichen Routinen, komplexen Freigabeprozesse und Kontrollmechanismen bei der Belegerfassung.

Strukturierte Prozessgestaltung für reibungslose Abläufe

Die Einführung einer methodisch sauberen Belegverwaltung optimiert nicht nur die generelle Auskunftsfähigkeit, sondern strukturiert das gesamte Unternehmen merklich effizienter. Wenn jeder Mitarbeiter exakt weiß, in welchem System und in welcher Form ein Dokument abgelegt werden muss, reduzieren sich die Suchzeiten drastisch. Dies fördert eine hochproduktive Arbeitsumgebung fernab von physischen Papierstaus und unauffindbaren Aktenordnern.

Die folgenden qualitativen Aspekte veranschaulichen, wie eine passgenaue digitale Ablagestruktur den administrativen Betriebsalltag konkret verbessert:

Aspekt der Belegverwaltung Wesentlicher Vorteil im Alltag Eignung für das Team

 

Einheitliche Namenskonventionen Vermeidung von Duplikaten und Fehlzuordnungen Hoch, da Missverständnisse abnehmen
Automatisierte Protokollierung Transparenz über jeden einzelnen Bearbeitungsschritt Mittel bis Hoch, erfordert kurze Einarbeitung
Zentrale Cloud-Ablage Ortsunabhängiger Datenzugriff für alle Abteilungen Sehr hoch, ideal für hybride Arbeitsmodelle

Die konsequente Umsetzung dieser Punkte sorgt dauerhaft für eine enorm hohe Datenqualität im gesamten Firmennetzwerk. Jeder definierte Prozessschritt greift dabei nahtlos in den nächsten über, ohne dass fehleranfällige Medienbrüche entstehen. So entsteht ein in sich geschlossenes System, das von der ersten Datenerfassung bis zur endgültigen Archivierung absolut reibungslos funktioniert.

Fazit: Den Nachweis jederzeit lückenlos erbringen

Eine vorausschauende Herangehensweise an die elektronische Dokumentenverwaltung zahlt sich für jeden fortschrittlichen Betrieb langfristig aus. Wenn die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen frühzeitig geklärt sind, integriert sich die moderne Belegablage völlig geräuschlos in den täglichen Workflow. Das Personal arbeitet spürbar effizienter und greift weitaus zielgerichteter auf die jeweils benötigten Geschäftsinformationen zu.

Wer seine elektronischen Dokumente von der ersten Sekunde an methodisch und lückenlos nachvollziehbar strukturiert, agiert stets umsichtig. Ein gezielter Klick in die Software reicht dann völlig aus, um sämtliche relevanten Unterlagen bei internen Audits oder regulären Prüfungen sofort bereitzustellen. Die umständliche Abhängigkeit von physischen Papierarchiven in vollen Lagerräumen entfällt dadurch komplett.

Letztlich ermöglicht eine klare und stringente digitale Strategie einen enorm entspannten Umgang mit allen administrativen Dokumentationspflichten. Die frühzeitige Investition in saubere Prozesse und eine vollumfängliche Verfahrensbeschreibung bildet das starke Fundament für eine professionelle und zukunftsfähige Unternehmensführung.

FILMZ-Festival feiert 25-jähriges Jubiläum in Mainz

Artikel: Fynn Schneider – FILMZ feiert Geburtstag. Bereits seit einem Vierteljahrhundert gibt es das Festival des deutschen Kinos in Mainz. 2026 präsentiert FILMZ ein Festivalprogramm, das so groß ist wie noch nie. Vom 2. bis zum 15. November gibt es 80 verschiedene Veranstaltungen in ganz Mainz.

Wettbewerbe, Filmreihen und besondere Formate bei FILMZ-Jubiläumsprogramm

Wie auch schon in den letzten Jahren gibt es einen Lang-, Mittellang-, Dokumentatarfilm- und mehrere Kurzfilmwettbewerbe. Das diesjährige Spotlight beschäftigt sich mit deutsch-libanesischem Film und im Symposium geht es innerhalb und außerhalb des Kinos um antifaschistischen Film. Der SI-Club ist erneut mit seiner Matinée und dem Film „Wunderschöner“ zu Gast und das neu gegründete Kollektiv „Filmmm“ zeigt zum ersten Mal in drei Late-Night-Vorstellungen Experimentalfilme. Im Muschelkino auf dem Campus wird eine Kurzfilm-Retrospektive der letzten 25 Jahre gezeigt und im Containerkino gibt es Glühwein und eine Zeitreise nach 2001. Neben dem Stummfilmkonzert mit Orgel gibt es das erste Mal seit 2011 auch ein Konzert mit Orchester.

Neu sind zur Feier des Jubiläums der Dokumentar-Kurzfilmwettbewerb und ein Kinder- und Jugendprogramm. Neben einem Schulkino für verschiedene Klassenstufen gibt es eine Kurzfilmshow für Kinder und einen Workshop in Kooperation mit dem DFF. Weitere Highlights sind das Experimentalfilm-Screening in der Kunsthalle, eine weitere Ausgabe des Filmquiz, Masterclasses und Workshops, zum Beispiel zu Filmkritik mit Mitgliedern des Kanals Cinema Strikes Back, Partys, eine Vernissage und Drehbuch- und Mitmachwettbewerbe.

Am 2. November startet das Festival erneut im Kleinen Haus des Staatstheaters mit dem Film „Drei Kameradinnen“. Im Anschluss können Besucher im Glashaus des Theaters bei der Eröffnungsparty den Abend ausklingen lassen.

Im FILMZimmer in der Walpodenakademie gibt es für alle, die von den Filmen nicht genug haben, den FILMZirkel. Am Tag können dort außerdem Fragen beantwortet und Tickets abgeholt und gekauft werden.

Preisverleihung im Capitol

Das Festival endet auch dieses Jahr mit einer Preisverleihung am 15. November um 20:15 Uhr im Capitol. Das Besondere bei FILMZ – an den meisten Preisen darf das Publikum mitentscheiden. Zusammen mit dem Ticket gibt es einen Stimmzettel, in der die Filme mit Schulnoten bewertet werden. Bei den Kurzfilmwettbewerben können Zuschauer den Favoriten der gezeigten Filme angeben.

Das Programm und die Tickets gibt es unter filmz-mainz.de. Neu in diesem Jahr ist die FILMZ-Stempelkarte. Jeder, der vier Veranstaltungen besucht und abstempeln lässt, besucht die fünfte kostenlos. Bei 25 Veranstaltungen gibt es eine Dauerkarte für das nächste Jahr

Verkaufsoffener Sonntag am 25. Oktober in Mainz

Wenn sich die Mainzer Innenstadt Ende Oktober auf den Herbst einstellt, steht traditionell der Mantelsonntag bevor. Am Sonntag, 25. Oktober 2026, öffnen die Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr. Ergänzt wird der verkaufsoffene Sonntag durch das Burgunderfest auf dem Gutenbergplatz, gastronomische Angebote und verschiedene Aktionen für Familien.

Burgunderfest bringt französische Spezialitäten nach Mainz

Bereits am Samstag, 24. Oktober, startet auf dem Gutenbergplatz die Fête de la Gastronomie beziehungsweise das Burgunderfest. Von 9 bis 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher dort französisch-burgundische Spezialitäten kennenlernen und probieren. Am Sonntag wird das Fest von 11 bis 17 Uhr fortgesetzt.

Mit dabei sind erneut Produzenten aus Burgund sowie aus dem Département Jura (Franche-Comté). Angeboten werden unter anderem Marmeladen, Käse, Brotspezialitäten und Wein. Hinzu kommen geräucherte Wurst, Trüffel und Trüffelprodukte, Gewürze, aromatisierte Öle sowie Erzeugnisse aus Forellen. An einem Foodtruck können zudem weitere Spezialitäten und Kreationen probiert werden.

Das Burgunderfest wird in diesem Jahr außerdem über den Gutenbergplatz hinaus sichtbar. Vom 19. bis 25. Oktober 2026 gestaltet der Künstler Matteo Legrand Droz Schaufenster ausgewählter Geschäfte sowie die Vitrine des Hauses Burgund. In Abstimmung mit den jeweiligen Händlern entstehen individuelle Designs, die sich an den Geschäften orientieren sollen.

Einkaufen, Gastronomie und Aktionen für Familien

Am Mantelsonntag selbst öffnen die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr. Besucher können die Gelegenheit nutzen, nach Herbst- und Wintermode zu schauen, erste Einkäufe für die kalte Jahreszeit zu erledigen oder durch die Innenstadt zu bummeln.

Zusätzlich gibt es Federweißer- und Essensstände sowie verschiedene Aktionen für Kinder.

Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz sieht im Mantelsonntag eine Gelegenheit, unterschiedliche Angebote der Innenstadt miteinander zu verbinden: „Der Mantelsonntag ist jedes Jahr ein schöner Anlass, die Mainzer Innenstadt in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben. Einkaufen, Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen verbinden sich zu einem besonderen Herbstwochenende“, sagt sie.

Auch das Haus Burgund, das die Fête de la Gastronomie beziehungsweise das Burgunderfest veranstaltet, blickt auf das Wochenende. Laurent Vieille, Leiter des Hauses Burgund, sagt: „Die Fête de la Gastronomie bringt ein Stück Burgund mitten nach Mainz und macht unsere langjährige Partnerschaft auf genussvolle Weise erlebbar. Wir freuen uns, die Besucherinnen und Besucher mit französischen Spezialitäten, regionalen Produkten und der besonderen französisch-burgundischen Lebensart auf dem Gutenbergplatz willkommen zu heißen. Gemeinsam mit dem Mantelsonntag entsteht ein Wochenende, das Einkaufen, Begegnung und Genuss wunderbar miteinander verbindet“, so Vieille.

Citymanagerin sieht wichtigen Termin für die Innenstadt

Auch Citymanagerin Sandra Klima hebt die Bedeutung des Mantelsonntags für die Mainzer Innenstadt hervor. „Ein lebendiges Zentrum lebt von den Menschen, die dort einkaufen, arbeiten, wohnen, sich treffen und ihre Freizeit verbringen. Der Mantelsonntag schafft dafür einen besonderen Rahmen. Die geöffneten Geschäfte, die gastronomischen Angebote und die zahlreichen Aktionen machen die Innenstadt zu einem attraktiven Treffpunkt für die ganze Familie. Besonders schön ist, dass mit dem Burgunderfest bereits am Samstag ein zusätzlicher Anlass geschaffen wird, Mainz zu besuchen.“

Annette Plachetka, Vorsitzende der Werbegemeinschaft, erwartet ebenfalls einen verkaufsstarken Sonntag. „Für unsere Händlerinnen und Händler ist der Mantelsonntag eine wichtige Gelegenheit, ihre Geschäfte und die besonderen Angebote der Mainzer Innenstadt zu präsentieren. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf persönliche Beratung, aktuelle Herbst- und Winterkollektionen sowie viele individuelle Einkaufserlebnisse freuen. Gleichzeitig möchten wir zeigen: Mainz ist nicht nur Einkaufsstadt, sondern ein Ort zum Bummeln, Genießen und Verweilen.“

Günstiger mit Bus und Bahn oder dem Auto

Für die Anreise gibt es zum Mantelsonntag besondere Angebote. Mit dem „Mainz-trifft-sich-Ticket“ der Mainzer Mobilität können bis zu fünf Personen den gesamten Tag über für 5,20 Euro mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein.

Wer mit dem Auto anreist, kann das Flatrateparken der PMG nutzen. In den teilnehmenden Parkhäusern kostet das Parken an diesem Tag den Angaben zufolge pauschal 5 Euro für den gesamten Tag.

Damit verbindet der Mantelsonntag am 25. Oktober den verkaufsoffenen Sonntag mit gastronomischen Angeboten und Veranstaltungen rund um das Burgunderfest. Bereits am Samstag beginnt auf dem Gutenbergplatz die Fête de la Gastronomie, bevor am Sonntag die Geschäfte und weitere Angebote in der Mainzer Innenstadt folgen.

Verkehrschaos nach Unfall auf der Äppelallee in Wiesbaden

Am Dienstagvormittag (6. Oktober 2026) kam es auf der Äppelallee auf Höhe der Otto-Wallach-Straße in Wiesbaden zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Eine Person musste nach Angaben der Polizei schwerstverletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Straße wurde in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt...


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Mehrere tausend Euro Schaden nach Diebstahl in Bischofsheim

Auf einer Baustelle an der Bundesstraße 43 in Bischofsheim haben Unbekannte zwischen Donnerstag und Montag ein Baustellenfahrzeug aufgebrochen. Die Täter entwendeten daraus eine Kettensäge und ein Erdungskabel im Wert von mehreren tausend Euro. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim ermittelt und sucht nach Zeugen.

Baustellenfahrzeug in Bischofsheim gewaltsam geöffnet

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat im Zeitraum zwischen Donnerstag, 1. Oktober, gegen 13 Uhr und Montag, 5. Oktober, gegen 7:30 Uhr. Die Täter verschafften sich gewaltsam Zugang zu einem im Bereich des Baufeldes abgestellten Baustellenfahrzeug.

Aus dem Fahrzeug stahlen sie eine Kettensäge sowie ein Erdungskabel. Der Gesamtwert der Beute wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Auch am Baustellenfahrzeug entstand durch den Einbruch ein Schaden. Dieser wird von der Polizei mit mehreren hundert Euro angegeben.

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Nach der Tat flüchteten die Täter mit ihrer Beute in unbekannte Richtung. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim hat die Ermittlungen übernommen.

Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Baustelle an der B43 beobachtet haben oder sonstige Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142/696-0 bei der Kriminalpolizei (K20) zu melden.

Tödlicher Unfall auf der A3 bei Limburg

Auf der A3 bei Limburg hat sich in der Nacht zum Dienstag (6. Oktober 2026) ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein 65-jähriger Autofahrer ums Leben kam. Der Mann war nach einem ersten Zusammenstoß aus seinem Fahrzeug ausgestiegen und befand sich hinter seinem quer zur Fahrbahn stehenden Mercedes, als ein weiterer Wagen mit dem Fahrzeug kollidierte. Dabei wurde der 65-Jährige überfahren und tödlich verletzt.

Mercedes kommt nach Auffahrunfall quer auf der A3 zum Stehen

Der Unfall ereignete sich nach aktuellem Ermittlungsstand gegen 23:55 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Limburg-Süd in Fahrtrichtung Köln. Der 65-Jährige war mit einer Mercedes C-Klasse unterwegs, als er auf den Kleintransporter eines 33-Jährigen auffuhr.

Durch die Kollision kam der Mercedes des 65-Jährigen quer zur Fahrbahn zwischen dem linken und mittleren Fahrstreifen zum Stillstand. Der Mann stieg anschließend aus seinem Fahrzeug aus und hielt sich am Heck seines Mercedes auf. Dabei befand er sich zwischen seinem Fahrzeug und der Mittelschutzplanke.

Weiterer Mercedes erfasst den 65-Jährigen

Kurz darauf näherte sich ein weiterer Mercedes mit Münchener Zulassung auf dem linken Fahrstreifen. Dessen Fahrer erkannte den quer stehenden Mercedes nach den bisherigen Erkenntnissen zu spät und kollidierte mit dem Fahrzeug.

Bei dem Zusammenstoß wurde der 65-Jährige überfahren und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Die vier Insassen des Münchener Mercedes wurden bei dem Unfall leicht verletzt und von Rettungskräften in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die beiden Insassen des Kleintransporters blieben unverletzt.

A3 für knapp sechs Stunden voll gesperrt

Für die Spurensicherung und die anschließenden Bergungsarbeiten musste die A3 zwischen Bad Camberg und Limburg-Süd vollständig gesperrt werden. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens bildete sich vor der Unfallstelle lediglich ein Rückstau von rund zwei Kilometern.

Der ankommende Verkehr wurde an der Anschlussstelle Bad Camberg durch die Autobahnmeisterei von der Autobahn geleitet. Die Vollsperrung des betroffenen Abschnitts konnte nach knapp sechs Stunden wieder aufgehoben werden.

Der bei dem Unfall entstandene Gesamtsachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Hessen will Leugnung des Existenzrechts von Israel unter Strafe stellen

Hessen macht beim geplanten Verbot der Leugnung des Existenzrechts Israels weiter Druck auf den Bund. Ein neues Rechtsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass der Gesetzentwurf mit dem Grundgesetz vereinbar sei, gleichzeitig bestehen weiterhin erhebliche juristische Bedenken.

Initiative für Existenzrecht von Israel

Die hessische Landesregierung hält an ihrer Initiative fest, die öffentliche Leugnung des Existenzrechts unter bestimmten Voraussetzungen strafbar zu machen.

Am Montag stellte Justizminister Christian Heinz (CDU) in Berlin ein neues verfassungsrechtliches Gutachten vor. Danach sei der Gesetzentwurf mit dem Grundgesetz vereinbar. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Heinz fordern die Bundesregierung erneut auf, eine Entscheidung im Bundestag zu ermöglichen.

Die Idee der Ergänzung des § 130 StGB

Der hessische Gesetzentwurf sieht eine Ergänzung des § 130 Strafgesetzbuch vor. Strafbar soll demnach werden, wer öffentlich oder in einer Versammlung das Existenzrecht Israels leugnet oder zur Beseitigung des Staates aufruft, sofern die Äußerung geeignet ist, die Bereitschaft zu antisemitischen Gewalt- oder Willkürmaßnahmen zu fördern. Vorgesehen sind bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe.

Mehr israelbezogener Antisemitismus

Hessen begründet die Initiative mit dem zunehmenden israelbezogenen Antisemitismus. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 seien antisemitische Vorfälle und Straftaten deutlich angestiegen. Die Landesregierung sieht deshalb eine Lücke im bestehenden Strafrecht und will diese schließen.

Zweifel am Vorhaben

Ganz unumstritten ist das Vorhaben allerdings nicht. Ein zuvor veröffentlichtes Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages kam zu erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken. Die Juristen verwiesen insbesondere darauf, dass die Ablehnung des Existenzrechts eines Staates grundsätzlich eine politische beziehungsweise normative Wertung darstellen könne. Damit sei die Meinungsfreiheit aus Artikel 5 des Grundgesetzes berührt.

Kritik von Amnesty International

Auch Amnesty International kritisiert den Gesetzentwurf. Die Organisation erkennt den notwendigen Schutz jüdischen Lebens und den Kampf gegen Antisemitismus ausdrücklich an, bezweifelt aber, dass eine weitere Ausweitung des Strafrechts der richtige Weg ist. Viele antisemitische Äußerungen sowie Aufrufe zu Gewalt seien bereits nach geltendem Recht strafbar.

Eine differenzierte Position vertritt der Zentralrat der Juden in Deutschland. Präsident Josef Schuster begrüßt grundsätzlich eine rechtssichere Verschärfung des Strafrechts. Gleichzeitig stellt er infrage, ob § 130 StGB dafür der geeignete Ort ist. Aus seiner Sicht könnte eine Regelung im Bereich der Straftaten gegen ausländische Staaten juristisch passender sein.

Der politische Vorstoß aus Hessen ist damit noch längst nicht abgeschlossen. Der Bundesrat hat dem Gesetzentwurf im Juli zugestimmt und dessen Einbringung in den Bundestag beschlossen. Wie der Bundestag mit der Initiative umgehen wird, bleibt offen.

Die entscheidende Frage lautet damit nicht nur, ob antisemitische und israelfeindliche Äußerungen konsequent verfolgt werden sollen. Umstritten ist vor allem, wo die Grenze zwischen strafbarer Hetze und einer, möglicherweise politisch radikalen, Meinung verläuft.

Für Hessen geht es damit um einen Balanceakt: Der Staat soll jüdisches Leben schützen und antisemitische Gewalt bekämpfen. Gleichzeitig muss eine neue Strafnorm mit dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit vereinbar sein. Genau an dieser Schnittstelle dürfte die politische und juristische Debatte in den kommenden Monaten weitergehen.

Mainzer Oktoberfest 2026 ist abgesagt

Das Mainzer Oktoberfest 2026 kann nicht stattfinden. Das Verwaltungsgericht Mainz hat am Montag, 5. Oktober, einen Eilantrag des Veranstalters abgelehnt. Damit bleibt die Nutzung des vorgesehenen Festzeltes auf dem Messegelände untersagt. Der Veranstalter hatte erreichen wollen, dass das Zelt als sogenannter „fliegender Bau“ eingestuft wird und deshalb ohne regulären Bauantrag aufgestellt werden kann.

Die Stadt Mainz sieht sich durch die Entscheidung in ihrer bisherigen Rechtsauffassung bestätigt. Eine schriftliche Begründung des Gerichts liegt allerdings noch nicht vor.

Gericht lehnt Eilantrag des Veranstalters ab

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht die Frage, wie das Festzelt baurechtlich einzuordnen ist. Der Veranstalter vertritt nach Angaben der Stadt die Auffassung, dass es sich um einen „fliegenden Bau“ handelt. Für solche Anlagen gelten vereinfachte Anforderungen.

Die Stadt Mainz vertritt dagegen die Auffassung, dass die betreffende Versammlungsstätte aufgrund ihrer langjährigen Nutzung nicht als fliegender Bau einzustufen sei. Aus Sicht der Stadt handelt es sich vielmehr um eine dauerhafte, ortsfeste bauliche Anlage, die als Versammlungsstätte genutzt wird.

Mit der Ablehnung des Eilantrags hat das Verwaltungsgericht die Nutzung des Festzeltes für das Oktoberfest zunächst untersagt. Die Stadt wertet die Entscheidung zudem als Hinweis darauf, dass das Gericht ihre Rechtsauffassung auch im Hauptsacheverfahren bestätigen könnte. Eine endgültige Aussage dazu lässt sich nach Angaben der Stadt allerdings erst nach Vorliegen der schriftlichen Gerichtsbegründung treffen.

Weiterhin fehlen wichtige Nachweise

Unabhängig von der Frage der Einstufung als „fliegender Bau“ sieht die Stadt auch bei den erforderlichen Sicherheitsnachweisen weiterhin offene Punkte.

Die vom Veranstalter am Nachmittag des 2. Oktober vorgelegten Unterlagen reichen nach Angaben der Stadt nicht aus, um die Sicherheit des Festzeltes nachzuweisen. Bis Montag, 5. Oktober, 17 Uhr seien die erforderlichen Anträge und Nachweise weiterhin nicht vollständig vorgelegt worden.

Nach Angaben der Stadt liegt insbesondere weiterhin kein Bauantrag vor. Auch ein Brandschutzgutachten sei bislang nicht eingereicht worden. Zudem sei die Standsicherheit des Festzeltes noch nicht abschließend nachgewiesen.

Damit bleibt es nach der Entscheidung der Stadt und der Ablehnung des Eilantrags dabei: Das Festzelt darf für das Mainzer Oktoberfest 2026 nicht genutzt werden.

Streit um das Festzelt besteht seit Jahren

Die Auseinandersetzung um die baurechtliche Situation des Festzeltes reicht mehrere Jahre zurück. Bereits 2010 wurde für das Zelt eine befristete Baugenehmigung beantragt. Damals war es vom Veranstalter als temporäre Event-Location vorgesehen.

Seit 2018 wird das Festzelt laut Angaben der Stadt als Übergangslösung genutzt. Auf Initiative des Bauamtes legte der Veranstalter in den vergangenen Jahren jeweils entsprechende Nachweise vor.

Im vergangenen Jahr wurde das Oktoberfest nach Angaben der Stadt letztmals unter strengen Auflagen und Bedingungen geduldet. Bereits mit Schreiben vom 28. Oktober 2025 sei dem Veranstalter mitgeteilt worden, dass eine weitere Duldung dieser Übergangslösung nicht möglich sein werde.

Stadt forderte Unterlagen mehrfach an

Seit Frühjahr 2026 habe das Bauamt nach eigenen Angaben mehrfach die für eine weitere Nutzung erforderlichen Unterlagen beim Veranstalter angefordert.

Am 25. September 2026 setzte die Stadt dem Veranstalter schließlich eine letzte Frist zur Einreichung der notwendigen Dokumente. Die daraufhin am 2. Oktober eingereichten Unterlagen führten nach Einschätzung der Stadt jedoch nicht dazu, dass die notwendigen Voraussetzungen für eine Nutzung des Festzeltes erfüllt waren.

Mit der nun erfolgten Entscheidung des Verwaltungsgerichts verschärft sich die Situation für das geplante Oktoberfest weiter. Ob es noch zu einer weiteren gerichtlichen Auseinandersetzung im Hauptsacheverfahren kommt, bleibt abzuwarten.

Großkontrollen der Polizei auf der A61 bei Armsheim

Auf der A61 im Landkreis Alzey-Worms hat ein behördenübergreifender Kontrolltrupp den gewerblichen Güter- und Personenverkehr überprüft. Auf dem Parkplatz Menhir bei Armsheim waren dafür rund 80 Einsatzkräfte verschiedener Behörden und Fachdienste im Einsatz. Bei insgesamt 64 kontrollierten Fahrzeugen stellten die Beamten zahlreiche Verstöße fest.

Polizei, Zoll und weitere Fachstellen bei der Kontrolle auf der A61 beteiligt

Die Kontrolle wurde vom Kontrolltrupp für gewerblichen Güter- und Personenverkehr der Verkehrsdirektion Mainz durchgeführt. Beteiligt waren neben rheinland-pfälzischen und hessischen Polizeikräften auch das Bundesamt für Logistik und Mobilität sowie der Zoll.

Unterstützt wurde die Kontrolle zudem von Experten für Abfall und Gefahrgut. Dazu gehörten Fachleute des Landeskriminalamtes, der Sonder-Abfall-Management GmbH und des Gefahrstoffzuges des Landkreises Alzey-Worms.

Ziel der Kontrollaktion auf der A61 war es, die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen, die für den gewerblichen Güter- und Personenverkehr gelten. Kontrolliert wurden unter anderem straßenverkehrsrechtliche, fahrpersonalrechtliche, technische und gewerberechtliche Vorgaben.

Bei der Hälfte der Kontrollen Beanstandungen

Insgesamt wurden 64 Fahrzeugkombinationen überprüft. Bei der Hälfte der Fahrzeuge beziehungsweise der Fahrzeuginsassen stellten die Einsatzkräfte Beanstandungen fest.

Dabei wurden auch strafrechtlich relevante Sachverhalte festgestellt. Dazu gehörten Fälle im Zusammenhang mit dem Führen von Kraftfahrzeugen unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie der Aufenthalt im Bundesgebiet ohne erforderlichen Aufenthaltstitel.

Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte Verstöße gegen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten fest. Auch der technische Zustand der Fahrzeuge sowie die zulässigen Abmessungen und Gewichte wurden beanstandet.

Reifen, Bremsen und Überladungen

Teilweise waren die festgestellten technischen Mängel erheblich. Nach Angaben der Polizei wurden unter anderem gravierende Mängel an Reifen oder Bremsen festgestellt.

Auch Überladungen gehörten zu den Beanstandungen. In einzelnen Fällen waren die kontrollierten Fahrzeuge um bis zu 27 Prozent überladen.

Aufgrund der festgestellten Verstöße wurde in zwölf Fällen die Weiterfahrt untersagt beziehungsweise so lange zurückgestellt, bis die Mängel beseitigt und ein verkehrssicherer Zustand hergestellt worden war.

Neben den bereits festgestellten Verstößen werden mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die Ladestation unter dem eigenen Dach: Wie verändert Elektromobilität die Anforderungen an die Garage?

Wer sein Elektroauto zu Hause lädt, nutzt die Garage nicht mehr nur als Stellplatz. Sie muss auch Raum für eine Wallbox und deren sichere Elektroinstallation bieten. In der Region Frankfurt, Wiesbaden und Mainz stellt sich bei der Modernisierung deshalb eine neue Frage: Wie lassen sich Tor, Zugangstür und Fenster so aufeinander abstimmen, dass die Garage praktisch nutzbar bleibt und angrenzende Wohnräume nicht unnötig Wärme verlieren?

Kälte, Ladeverhalten und Wärmeverluste

Niedrige Temperaturen können die Ladeleistung und die verfügbare Reichweite eines Elektroautos beeinflussen. Wie stark sich Kälte beim Laden bemerkbar macht, hängt jedoch vom Fahrzeug, dem Batteriemanagement und der Außentemperatur ab. Eine beheizte Garage ist keine Voraussetzung für das Laden zu Hause. Ebenso wenig kann ein gedämmtes Garagentor allein gewährleisten, dass die Fahrzeugbatterie bei Frost warm bleibt.

Anders liegt der Fall bei der Wärmebilanz des Hauses. Grenzt eine unbeheizte Garage unmittelbar an Wohnräume, können undichte Bauteile und unzureichend gedämmte Trennflächen den Komfort im Haus beeinträchtigen. Zugluft an einem alten Tor ist ein Anlass, genauer hinzusehen. Wie viel Wärme tatsächlich verloren geht, hängt aber auch von der Wand und der Tür zwischen Garage und Wohnbereich sowie vom Aufbau des übrigen Gebäudes ab.

Ein Rolltor schafft Platz

Bei der Wahl eines Garagentors zählt nicht nur seine Dämmung. Wer eine Wallbox installieren möchte, braucht außerdem geeignete Flächen für Leitungen und Technik. Ein Rolltor kann hier Vorteile bieten: Sein Torpanzer wickelt sich in einem Kasten über der Öffnung auf, statt beim Öffnen unter die Garagendecke zu fahren. Dadurch bleibt der Deckenbereich weitgehend frei.

DAKO stellt sein Angebot an Garagen-Rolltoren unter https://www.dako.eu/de/produkte/cty/garagen-rolltore vor. Das beschriebene Modell besitzt einen Aluminium-Torpanzer mit einer Stärke von 18,5 mm und einer Füllung aus Polyurethanschaum. Bei der Planung sollten neben der Öffnungsgröße auch der Platz für Kasten und Führungsschienen sowie der Abschluss am Boden geprüft werden. Ein ausgeschäumter Torpanzer macht die gesamte Garage nicht automatisch gut gedämmt: Fugen, Einbau und die übrigen Bauteile bleiben ebenso wichtig.

Die frei bleibende Decke kann das Verlegen von Leitungen erleichtern. Wo die Wallbox tatsächlich montiert wird und wie ihre Stromversorgung verläuft, muss jedoch zur baulichen Situation passen und von einer qualifizierten Elektrofachkraft geplant werden. Torantrieb, Ladeleitung und gegebenenfalls weitere Technik dürfen sich bei Montage und Nutzung nicht gegenseitig behindern.

Tür und Fenster mitdenken

Ein neues Tor allein löst nicht jedes Problem. Besonders wichtig ist die Verbindung zwischen einer unbeheizten Garage und dem Wohnbereich. Sitzt dort eine undichte Tür, kann Zugluft weiterhin in angrenzende Räume gelangen. Wer eine neue Tür plant, sollte deshalb deren Eignung für genau diese Einbausituation prüfen – einschließlich Wärmeschutz, Dichtungen und gegebenenfalls weiterer baurechtlicher Anforderungen.

DAKO zeigt verschiedene Türsysteme unter https://www.dako.eu/de/produkte/cty/turen. Wer eine Haustür aus Polen für den Zugang zur Garage in Betracht zieht, sollte nicht allein nach dem Dämmwert oder der Optik entscheiden. Entscheidend ist, ob die konkret gewählte Tür die Anforderungen an die Trennung zwischen Garage und Wohnbereich erfüllt; eine gewöhnliche Haustür ist dafür nicht automatisch geeignet.

Auch ein Garagenfenster kann Tageslicht hereinlassen, ohne dass dafür tagsüber ständig die Beleuchtung eingeschaltet werden muss. DAKO bietet Fenster aus Polen in unterschiedlichen Materialien und Ausführungen unter https://www.dako.eu/de/produkte/cty/fenster an. Bei der Auswahl ist der Uw-Wert des vollständigen Fensters aussagekräftiger als der Dämmwert der Verglasung allein. Ein guter Uw-Wert kann die Innenseite der Scheibe wärmer halten und damit das Risiko von Kondenswasser verringern. Ganz ausschließen lässt sich Kondenswasser dadurch nicht – besonders dann nicht, wenn ein nasses Auto viel Feuchtigkeit in die Garage bringt.

Was bei der Planung zählt

Eine Garage für ein Elektroauto sollte als zusammenhängender Raum geplant werden, nicht als Sammlung einzelner Produkte. Vor der Modernisierung lohnt es sich, folgende Punkte zu klären:

  • Tor und Einbau: Passen Tor, Kasten und Führungsschienen zur Öffnung, und wie werden die Anschlüsse gegen Zugluft und eindringendes Wasser ausgeführt?
  • Wärmetrennung: Welche Bauteile trennen die unbeheizte Garage vom Wohnbereich, und wo bestehen tatsächlich Undichtigkeiten?
  • Tür zum Haus: Welche Anforderungen gelten für die Tür an dieser Stelle, insbesondere hinsichtlich Dichtheit und gegebenenfalls Brandschutz?
  • Feuchtigkeit und Lüftung: Wie kann eingetragene Nässe abtrocknen, ohne notwendige Lüftungsöffnungen zu verschließen?
  • Wallbox und Leitungsweg: Reichen Elektroinstallation und Hausanschluss für die geplante Ladeleistung aus, wo können Leitungen geschützt geführt werden und welche Melde- oder Zustimmungspflichten bestehen gegenüber dem Netzbetreiber? Eine Wallbox ist vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anzumelden; bei einer Leistung von mehr als 12 kVA ist dessen Zustimmung erforderlich.
  • Platz im Alltag: Lassen sich Fahrzeugtüren, Garagentor und Wallbox bequem bedienen, ohne dass Kabel im Weg liegen?

Komfort beginnt mit guter Planung

Mit dem Elektroauto erhält die Garage eine zusätzliche Aufgabe. Sie muss das Fahrzeug aufnehmen, einen geeigneten Ladeplatz bieten und zugleich zum energetischen und baulichen Konzept des Hauses passen. Der größte Nutzen entsteht aus dem Zusammenspiel von passendem Tor, geeigneter Trennung zum Wohnbereich, sinnvoller Lüftung und fachgerecht geplanter Ladeinfrastruktur.

Eine Modernisierung kann Zugluft verringern und den Alltag mit dem Elektroauto erleichtern. Sie ersetzt jedoch weder die Prüfung der elektrischen Anlage noch eine sorgfältige Bewertung der tatsächlichen Wärmeverluste.

​Nach schwerem Unfall: Gau-Algesheim äußert sich zur Verkehrssicherheit

Nach dem Verkehrsunfall am 18. September 2026 in der Ockenheimer Straße in Gau-Algesheim, bei dem vier Personen teils schwer verletzt wurden, ist die Verkehrssicherheit in diesem Bereich erneut in den Fokus gerückt. Mehrere Anwohner hatten sich an die BYC-News-Redaktion gewandt und insbesondere die Geschwindigkeit einiger Verkehrsteilnehmer kritisiert. Sie forderten verstärkte Kontrollen, vor allem in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden. Auf Anfrage von BYC-News hat Bürgermeister Michael König nun zu der Thematik Stellung genommen.

Stadt Gau-Algesheim bestätigt Geschwindigkeitsüberschreitungen

Auf die Frage, ob der Stadt die von Anwohnern geschilderte Verkehrssituation bekannt sei, antwortet König eindeutig. Es sei bekannt, dass die zulässige Geschwindigkeit in der Ockenheimer Straße teilweise überschritten werde.

Nach Angaben des Bürgermeisters finden dort bereits häufig Geschwindigkeitsmessungen statt. Diese werden allerdings weder von der Stadt Gau-Algesheim noch von der Verbandsgemeinde durchgeführt. Zuständig sei die Kreisverwaltung. Wie oft die Kontrollen in den vergangenen Monaten stattgefunden haben und zu welchen Tages- beziehungsweise Nachtzeiten gemessen wurde, konnte Michael König deshalb nicht beantworten.

Auch konkrete Messergebnisse, beispielsweise zu festgestellten Höchstgeschwindigkeiten oder zum Anteil der Geschwindigkeitsüberschreitungen, liegen der Stadt nach eigenen Angaben nicht vor. Entsprechende Daten befänden sich bei der Kreisverwaltung, erklärte König. Ob sich das Geschwindigkeitsniveau nachts oder an Wochenenden von dem während des Tages unterscheidet, bleibt damit zunächst offen.

Zusätzliche Kontrollen werden grundsätzlich unterstützt

Die Forderung der Anwohner nach verstärkten Geschwindigkeitskontrollen stößt bei der Stadt grundsätzlich auf Zustimmung. Das gelte auch für die von den Anwohnern angesprochenen Messungen in Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden. Gleichzeitig verweist die Stadt darauf, dass die Zuständigkeit für die Kontrollen beim Landkreis liegt.

Die Stadt betont außerdem ausdrücklich, dass die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h nicht nur tagsüber gilt. Auch nachts müssen Verkehrsteilnehmer nach Angaben des Bürgermeisters die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einhalten.

Entwurf für Umbau der Ockenheimer Straße liegt bereits vor

Neben zusätzlichen Kontrollen hatten Anwohner auch mögliche bauliche Veränderungen zur Verkehrsberuhigung angesprochen. Dazu gehören beispielsweise Fahrbahnverengungen, Bodenschwellen oder weitere Maßnahmen, die zu einer Verringerung der gefahrenen Geschwindigkeiten beitragen könnten.

Nach Angaben der Stadt gibt es bereits einen Planentwurf für einen Umbau der Ockenheimer Straße. Dieser liege schon seit einiger Zeit beim Landesbetrieb Mobilität (LBM).

Welche konkreten Veränderungen der Entwurf vorsieht, wann er eingereicht wurde und wie der aktuelle Bearbeitungsstand ist, erläutert König in seiner Antwort nicht.

Eine eigenständige Umsetzung baulicher Maßnahmen sei für Gau-Algesheim zudem nicht ohne Weiteres möglich. Die Stadt sei nicht Träger der Straßenbaulast, weshalb entsprechende Veränderungen mit mehreren zuständigen Behörden abgestimmt werden müssen.

Grundsätzlich bestehe jedoch der Wunsch, die Ockenheimer Straße sicherer zu gestalten.

Stadt sieht keine erkennbare Häufung von Geschwindigkeitsunfällen

Bei der Bewertung der bisherigen Verkehrssituation verweist die Stadt Gau-Algesheim auf die bereits eingeführte Tempo-30-Regelung. Diese habe nach ihrer Einschätzung dazu geführt, dass die gefahrenen Geschwindigkeiten tagsüber merklich zurückgegangen seien.

„Eine Unfallhäufung ist aus meiner Sicht nicht zu erkennen – zu mindestens was Unfälle durch zu hohe Geschwindigkeit angeht“, erklärt König.

Nach schwerem Unfall derzeit keine neuen Maßnahmen geplant

Trotz der Diskussion über die Verkehrssicherheit und des bereits vorhandenen Umbauentwurfs sind nach Angaben der Stadt Gau-Algesheim derzeit keine weiteren Maßnahmen darüber hinaus vorgesehen.

Den schweren Verkehrsunfall vom 18. September führt Michael König in seiner Antwort nicht auf fehlende Beschilderung oder mangelnde bauliche Maßnahmen zurück. Vielmehr sehe er die Verantwortung im Verhalten des betreffenden Verkehrsteilnehmers. Abschließend betont er, dass die Wirksamkeit sämtlicher Maßnahmen auch davon abhänge, ob sich die Verkehrsteilnehmer an die geltenden Regeln halten.

Gasspeicher in Deutschland so leer wie seit 15 Jahren nicht

Die deutschen Gasspeicher gehen so leer wie seit 15 Jahren nicht mehr in die Heizperiode, während der Iran-Krieg die Preise auf über 70 Euro pro Megawattstunde treibt, gibt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Entwarnung, die Fachverbände warnen jedoch vor Kältewellen im Frühjahr.

Deutsche Gasspeicher: Nur 58 Prozent Füllstand

Zum offiziellen Beginn der Heizperiode im Oktober blickt Deutschland mit Sorge auf seine Energiereserven: Mit nur 58 Prozent Füllstand verzeichnen die heimischen Gasspeicher den niedrigsten Wert seit 15 Jahren. Dennoch versucht Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Wogen zu glätten. In einem Statement betonte die Politikerin, dass die Gasversorgung selbst für einen kalten Winter als gesichert angesehen werden könne.

Grund für die schleppende Befüllung in den Sommermonaten waren vor allem die massiven Verwerfungen an den Energiemärkten. Durch den anhaltenden Krieg im Iran kletterte der Preis für eine Megawattstunde Gas von vormals rund 30 Euro auf zeitweise über 70 Euro. Viele private Gashändler scheuten das hohe finanzielle Risiko, zu diesen Spitzenpreisen Gas einzukaufen und einzuspeichern.

Staat greift ein: Sefe und Uniper müssen Speicher füllen

Um einer möglichen Mangellage vorzubeugen, hat Ministerin Reiche nun die Notbremse gezogen und die verstaatlichten Energiekonzerne Sefe und Uniper angewiesen, gezielt zusätzliche Gasmengen einzuspeichern. Zudem verweist das Ministerium auf die ausgebauten LNG-Kapazitäten an den deutschen Küsten, über die kontinuierlich Flüssigerdgas importiert wird.

Dass die Situation vergleichbar mit der schweren Energiekrise nach dem Ausfall russischer Lieferungen im Jahr 2022 sei, weist das Wirtschaftsministerium zurück. Deutschlands Industriestruktur habe sich verändert: Durch Effizienzsteigerungen und strukturelle Anpassungen liege der Gesamtverbrauch heute deutlich niedriger als noch vor vier Jahren.

Experten warnen vor spürbarem Kälteeinbruch

Ganz ungetrübt ist der Blick der Experten auf die kommenden Monate allerdings nicht. Der Gasspeicherverband warnte davor, dass die aktuellen Füllstände bei einer langanhaltenden oder extremen Kältewelle nicht ausreichen könnten.

Auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, dämpft die Erwartungen: Sollte es insbesondere im Januar zu strengem Frost kommen, könnten die Speicherreserven bis Ende Februar bedrohlich knapp werden.