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Ministerium reagiert auf BYC-Leserbrief: „Wir sind nicht zuständig“

Wer in Mainz oder Umgebung einen Termin beim Lungenfacharzt oder in einer psychotherapeutischen Praxis braucht, verliert oft die Nerven: Wartezeiten von sechs bis acht Monaten sind für gesetzlich Versicherte mittlerweile trauriger Alltag. Nachdem der Mainzer Bürger Salim Cosic diesen unhaltbaren Zustand in einem Leserbrief bei BYC-News öffentlich anprangerte, haben wir beim rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium nachgehakt. Die Antwort aus Mainz zeigt, wie tief der Karren im bürokratischen Dschungel steckt.

Das Ministerium sagt: „Wir sind nicht zuständig“

Wer hofft, dass die Landespolitik das Problem der langen Wartelisten schnell löst, sieht sich getäuscht. Das Ministerium verweist sachlich auf die Gesetze. Für die Organisation der Praxen und Termine ist demnach allein die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz verantwortlich. Sie hat den sogenannten „Sicherstellungsauftrag“, muss also dafür sorgen, dass genügend Ärzte für Kassenpatienten da sind.

Das Ministerium selbst darf weder bestimmen, wer wo eine Praxis eröffnet, noch wer wann einen Termin bekommt; das regeln unabhängige Ausschüsse. Zwar gibt das Ministerium offen zu, dass die Lage gerade in der Psychotherapie für die Betroffenen „hoch belastend“ und absolut unzufriedenstellend ist.

Da die Regeln für die Bedarfsplanung aber auf Bundesgesetzen beruhen, kann das Land selbst keine eigenen Gesetze dazu erlassen. Man könne nur in Berlin für Reformen werben und von der KV vor Ort verlangen, dass sie alle bestehenden Spielräume nutzt, um die Terminvergabe zu verbessern.

Der Statistik-Irrsinn: Auf dem Papier herrscht „Überversorgung“

Besonders unverständlich wird es für die Patienten beim Blick auf die Zahlen der Lungenärzte (Pneumologen). Während Betroffene mit Atemnot monatelang auf Untersuchungen warten, sagt die offizielle Statistik des Ministeriums für die Region Rheinhessen-Nahe: Wir haben einen Versorgungsgrad von stolzen 167,1 Prozent!

Weil wir laut dieser mathematischen Formel also mehr als genug Lungenärzte haben, ist die Region für neue, reguläre Praxis-Zulassungen komplett gesperrt.

Und was sagt das Ministerium zu den langen Wartezeiten der Patienten trotz dieser Traumquote? Es verweist auf Urteile des Bundessozialgerichts. Demnach sei es Patienten bei so speziellen Fachärzten schlichtweg zumutbar, auch weitere Wege und längere Anfahrten in Kauf zu nehmen.

Zwei-Klassen-Medizin: Hoffen auf Bundesreformen

Auch das Problem, dass Privatversicherte oft bevorzugt werden, ist im Ministerium bekannt.

Eine Terminvergabe solle sich gefälligst nach der medizinischen Dringlichkeit richten, nicht nach der Versicherung. Aber auch hier hat das Land keine direkte Handhabe, um Praxen zu kontrollieren. Man hofft stattdessen auf geplante Reformen des Bundes für ein sogenanntes „Primärversorgungssystem“.

Dabei sollen Hausärzte oder die Hotline 116117 die Dringlichkeit feststellen und den Patienten eine feste Termingarantie für den Facharzt geben.

Für ländliche Regionen setzt das Land zudem auf einen „Masterplan“ mit über 30 Maßnahmen. Dazu gehören Fördergelder für Ärzte, die Praxen auf dem Land übernehmen, und ein Beratungssystem für junge Mediziner.

Wenn die Notaufnahme zum Hausarzt-Ersatz wird

Weil viele Menschen schlicht keinen Facharzttermin bekommen, gehen sie im Akutfall immer öfter direkt in die Notaufnahmen der Krankenhäuser und überlasten diese völlig. Das Ministerium betont, dass Notaufnahmen eigentlich nur für schwere, lebensbedrohliche Fälle da sind.

Als Lösung verweist das Land auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116117), der Patienten besser lotsen soll. Zudem sollen in Zukunft an den Kliniken „Integrierte Notfallzentren“ entstehen.

Das Prinzip: Am Eingang gibt es einen gemeinsamen Tresen. Dort wird sofort eingeschätzt, wie dringend der Fall ist, und der Patient wird direkt entweder in die ambulante Praxis oder stationär ins Krankenhaus weitergeleitet.

Die Antwort aus dem Ministerium macht das Kernproblem unseres Gesundheitssystems überdeutlich: Die bürokratische Theorie und die Wirklichkeit der Patienten passen überhaupt nicht zusammen.

Während auf dem Papier eine rechnerische „Überversorgung“ von über 167 Prozent gefeiert wird, hängen die Menschen in der Praxis monatelang in der Warteschleife. Und wenn es hakt, schieben sich Politik und Selbstverwaltung gegenseitig die Zuständigkeit zu.

BYC-News bleibt für Sie am Ball: Die Redaktion hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bereits mit diesen Aussagen konfrontiert und nachgefragt, wie sie den Widerspruch zwischen Statistik und Warteliste erklärt.

Fachoberschule Nierstein startet mit neuem Zweig „Wirtschaft und Verwaltung“

Die Fachoberschule Nierstein erweitert ihr schulisches Profil und bietet ab dem kommenden Schuljahr neue Perspektiven. Ab Klasse elf wird an dem Standort der neue Zweig „Wirtschaft und Verwaltung“ eingerichtet. Die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) als Schulaufsichtsbehörde hat den schulischen Bedarf offiziell attestiert und damit einen bereits im Jahr 2025 gestellten Antrag des Schulträgers genehmigt.

Die Fachoberschule Nierstein bleibt auch in Zukunft insgesamt zweizügig. Die bisherige Fachrichtung „Technische Informatik und Wirtschaftsinformatik“ bleibt mit einem Zug fest im Angebot verankert. Der zweite Zug dieser Fachrichtung wird jedoch in den kommenden Jahren schrittweise auslaufen und sukzessive durch das neue Angebot „Wirtschaft und Verwaltung“ ersetzt.

Neue Fachrichtung an der Fachoberschule Nierstein dient der Stärkung des Schulstandortes Mainz-Bingen

In der Kreisverwaltung stößt die Entscheidung der Genehmigungsbehörde auf breite Zustimmung. Für den Schulstandort Mainz-Bingen sei dies eine sehr gute Nachricht, die man vonseiten des Kreises gerne und vollumfänglich unterstütze, betonte Landrat Thomas Barth.

Der für das Schulwesen zuständige Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf sieht in der Neuausrichtung einen echten Mehrwert für die künftigen Absolventen. Für den Nachwuchs erweitere diese Maßnahme die Möglichkeiten und Perspektiven spürbar, um später im Berufsleben erfolgreich weiterzukommen. Der Landkreis Mainz-Bingen setzt damit einen wichtigen Impuls zur Stärkung der beruflichen Bildung direkt in der Region.

VC Wiesbaden verpflichtet Außenangreiferin Julia Murmann

Der VC Wiesbaden vermeldet einen Neuzugang im Außenangriff für die Saison 2026/27 in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Mit Julia Murmann wird eine athletische und international erfahrene Spielerin für die Hessinnen aufschlagen, wenn am 11. Oktober beim USC Münster die neue Spielzeit eingeläutet wird. Die 23-Jährige wechselt vom italienischen Club Tenaglia Abruzzo Altino Volley zum VCW.

In der vergangenen Saison überzeugte Murmann als verlässliche Stammspielerin in der zweiten italienischen Liga (Serie A2), wo sie eine von lediglich zwei ausländischen Akteurinnen im Kader war. Zuvor war sie vier Jahre lang in ihrer Heimat für die Toronto Varsity Blues, das Team der University of Toronto, aktiv. Eine Besonderheit zeichnet die neue Außenangreiferin aus: Während sie in der kanadischen Nationalmannschaft als Libera glänzte, übernahm sie in Italien die Aufgaben im Außenangriff.

Sportliche Leitung vom VC Wiesbaden lobt Athletik und Vielseitigkeit von Julia Murmann

Diese Flexibilität ist für den neuen Verein ein echter Trumpf. „Eine vielversprechende Konstellation, die dem VCW in mehreren Elementen zugutekommen wird und die es unseren Gegnern oftmals schwer machen dürfte, uns zu bespielen“, betont VCW-Sportdirektor Benedikt Frank. Im Gesamtpaket sprächen vor allem Athletik, Technik, Spielverständnis und mentale Stärke für die Verpflichtung.

Wiesbadens neuer Chefcoach Paul Sens verweist zudem auf eine „bemerkenswerte Stabilität schon in jungen Jahren, die Julia Murmann aufgrund einer stringenten Basisausbildung in Toronto erlangt hat“. Die Spielerin habe ihre Stärken über einen längeren Zeitraum hinweg auf internationalem Parkett im Nationalteam – etwa in der Volleyball Nations League – und im europäischen Ausland weiterentwickelt. Dies sei für das Team nun ein bedeutender Faktor.

Zusammen mit der 21-jährigen Spanierin Cayetana López Rey, die in ihr zweites Jahr beim VCW geht, soll Murmann ein dynamisches Gespann bilden. „Cayetana hat als junge Athletin in ihrem ersten VCW-Jahr schon bemerkenswert agiert und viel gelernt. Und da geht noch mehr. Die Fans dürfen sich auf energiegeladene Aktionen von unserem spanisch-kanadischen Duo freuen“, sagt Paul Sens. Eine dritte Spielerin für diese Position soll zeitnah vorgestellt werden.

Vorfreude auf die starke deutsche Bundesliga

Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist auch bei der Athletin selbst groß. „Ich habe sehr gute Gespräche mit Paul über meine Rolle auf dem Platz und meine Verantwortung für das Team geführt. Seine sportlichen Ziele und Visionen sind inspirierend. Ich bin stolz, dass ich nach meinem Jahr in Italien nun den Weg des VCW in der enorm starken deutschen 1. Liga mitgehen darf. Wir wollen in der kommenden Saison Besonderes schaffen. Entschlossenheit, Konstanz und unbedingter Wille, den Punkt zu machen – das alles dürfen die Fans von mir erwarten. Ich freue mich sehr auf mein neues Team und die tolle Atmosphäre in Wiesbaden“, blickt Julia Murmann optimistisch voraus.

Eine Karriere mit beeindruckenden Zahlen

Julia Murmann wurde am 10. November 2002 in Toronto geboren und fand als Elfjährige zum Volleyball. Ihre Ausbildung durchlief sie beim renommierten Leaside Volleyball Club in Ontario, bevor sie 2020 an die University of Toronto wechselte. Als Mitglied der kanadischen Junioren-Nationalmannschaft nahm sie unter anderem an der U18-Weltmeisterschaft 2019 in Ägypten teil und schaffte später den Sprung in das „Next Gen“-Programm von Team Canada. Zu ihren internationalen Meilensteinen zählen die Teilnahme an den Weltmeisterschaften 2022 sowie der Gewinn der Bronzemedaille bei den NORCECA-Kontinentalmeisterschaften 2023.

Auch ihre Statistiken aus der College-Zeit sind beeindruckend: Mit 891 erzielten Punkten (Kills) belegt sie Platz zwei in der ewigen Vereinsgeschichte der Varsity Blues, während 821 erfolgreiche Abwehraktionen (Digs) ihre defensiven Qualitäten unterstreichen.

Die Verbindung nach Europa und Deutschland ist für sie übrigens kein Neuland: Murmanns Eltern stammen ursprünglich aus Düsseldorf und Essen, leben heute jedoch in Spanien. Aktuell hält sich die Außenangreiferin privat fit, bevor sie im August offiziell in das Mannschaftstraining in Wiesbaden einsteigen wird.

Insolvenz der ICOE Care GmbH in Wiesbaden eröffnet

Das zuständige Insolvenzgericht des Amtsgerichts Wiesbaden hat am 24.06.2026 um 11:45 Uhr das Insolvenzverfahren über das Vermögen der ICOE Care GmbH offiziell eröffnet. Die gerichtliche Festlegung und Abwicklung der Insolvenz erfolgt unter dem Aktenzeichen 10 IN 180/26. Das Unternehmen hat seinen Sitz in der Klingholzstraße 7, 65189 Wiesbaden und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 35121 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens: Die Erbringung von Personal- und sonstigen Dienstleistungen im Auftrag öffentlicher und privater Auftraggeber durch Arbeitnehmerüberlassung im Sinne des AÜG.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. jur. Eike Edo Happe ernannt. Er führt das Verfahren über die Kanzlei c/o Eckert Insolvenzrecht GbR mit Sitz in der Abraham-Lincoln-Straße 30, 65189 Wiesbaden. Für die Anmeldung von Rechten oder zur direkten Kontaktaufnahme stehen die Telefonnummer 0611 20 52 666, die Telefaxnummer 0611 36 07 618 sowie die E-Mail-Adresse Eckert-Wiesbaden@eckert.law zur Verfügung.

Fristen für Forderungsanmeldungen und Sicherungsrechte

Im Zuge der Verfahrenseröffnung sind alle Gläubiger der ICOE Care GmbH rechtlich aufgefordert, ihre offenen Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben des § 174 InsO bis spätestens zum 11.08.2026 anzumelden. Die Anmeldung hat in schriftlicher Form direkt beim Insolvenzverwalter zu erfolgen. Ihr sind sämtliche Nachweise, wie Urkunden, Verträge, Rechnungen oder sonstige bestehende Belege, beizufügen.

Darüber hinaus gilt für Gläubiger die Pflicht, dem Insolvenzverwalter unverzüglich mitzuteilen, welche konkreten Sicherungsrechte sie an beweglichen Sachen oder an Rechten der Schuldnerin beanspruchen. Dabei müssen der betroffene Gegenstand, die Art und der Entstehungsgrund des Sicherungsrechts sowie die damit besicherte Forderung exakt benannt werden. Ein schuldhaftes Unterlassen oder eine Verzögerung dieser Mitteilung verpflichtet nach § 28 Abs. 2 InsO zum Ersatz des daraus resultierenden Schadens. Personen oder Institutionen, die selbst noch finanzielle oder materielle Verpflichtungen gegenüber der ICOE Care GmbH besitzen (Drittschuldner), werden aufgefordert, ab sofort keine Zahlungen mehr an die Gesellschaft zu leisten, sondern diese ausschließlich direkt an den Insolvenzverwalter abzuführen.

Schriftliches Verfahren „Insolvenz der ICOE Care GmbH“

Das Amtsgericht Wiesbaden hat beschlossen, dass das gesamte Insolvenzverfahren im schriftlichen Wege durchgeführt wird (§ 5 Abs. 2 S. 1 InsO). Als verbindlicher Stichtag, der dem gesetzlichen Berichts- und Prüfungstermin entspricht, wurde der 01.09.2026 festgesetzt. Bis zu diesem Datum müssen alle Einwände, Widersprüche gegen angemeldete Forderungen sowie rechtliche Anträge schriftlich beim Insolvenzgericht eingegangen sein.

Dies betrifft wesentliche Beschlüsse, wie etwa Anträge zur Person des Insolvenzverwalters, die Beibehaltung oder Besetzung eines Gläubigerausschusses sowie Entscheidungen über den weiteren Fortgang des Betriebs. Hierzu zählen beispielsweise eine Unternehmensstilllegung, eine vorläufige Fortführung, die Ausarbeitung eines Insolvenzplans oder die Verwertung der Insolvenzmasse. Die Insolvenztabelle sowie die eingereichten Anmeldungsunterlagen werden innerhalb des ersten Drittels des Zeitraums zwischen dem Ablauf der Anmeldefrist und dem genannten Prüfungsstichtag in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts Wiesbaden zur Einsicht für alle Beteiligten ausgelegt.

Vollsperrung der Kirchstraße in Wackernheim ab 29. Juni

Im Ingelheimer Stadtteil Wackernheim müssen sich Verkehrsteilnehmer und Anwohner auf Einschränkungen einstellen. Aufgrund von dringend erforderlichen Bauarbeiten zur Verlegung von neuen Hausanschlüssen für Strom, Gas und Wasser wird die Kirchstraße im Zeitraum vom 29. Juni bis voraussichtlich zum 17. Juli 2026 für den gesamten Verkehr voll gesperrt.

Aufhebung der Einbahnstraße in der Heerstraße während der Vollsperrung der Kirchstraße in Wackernheim

Um ein Verkehrschaos in dem Ingelheimer Stadtteil zu verhindern und den Verkehrsfluss bestmöglich aufrechtzuerhalten, wurde eine Änderung der Verkehrsführung beschlossen. Für die gesamte Dauer der Maßnahme wird die bestehende Einbahnstraßenregelung in der Heerstraße komplett aufgehoben. Die Straße wird stattdessen für den Begegnungsverkehr in beide Richtungen freigegeben. Da die Fahrbahnverhältnisse dort beengt sind, wird der Verkehr in diesem Bereich mithilfe einer mobilen Ampelanlage wechselseitig geregelt.

Auswirkungen auf den Busverkehr: Linie 56 weicht aus

Die Sperrung hat auch direkte Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Wackernheim, wovon die Linien jedoch unterschiedlich betroffen sind:

  • Stadtbuslinie 614: Die Linie 614 (von Heidesheim über Wackernheim nach Ingelheim) kann trotz der Baustelle weiterhin planmäßig fahren und alle regulären Haltestellen wie gewohnt bedienen.

  • Linie 56 (Mainzer Mobilität): Hier kommt es zu spürbaren Änderungen. Die Haltestellen „Große Hohl“ (direkt in der Straße Große Hohl) sowie „Rathausplatz“ können von den Bussen der Linie 56 für die Dauer der Arbeiten nicht angefahren werden. Als Ersatz dienen die Haltestellen „Große Hohl“, die sich auf der Binger Straße bzw. Mainzer Straße befinden.

Die Stadtverwaltung Ingelheim bittet alle von den Baumaßnahmen und Umleitungen betroffenen Bürgerinnen, Bürger und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die unvermeidbaren Behinderungen im Zuge der Modernisierung der Infrastruktur.

Verwaltungsgericht Mainz: Vorerst keine drohende Abschiebung für Somalierin

Das Verwaltungsgericht Mainz hat dem Eilantrag einer Somalierin, die sich gegen eine Ordnungsverfügung wendete, überwiegend stattgegeben. Der Antragstellerin war kürzlich ihre Flüchtlingsanerkennung widerrufen worden, weil der Verdacht bestand, sie reise regelmäßig in ihr Heimatland und nehme dort an öffentlichen Veranstaltungen teil.

Soweit sich der Antrag gegen den Widerruf ihrer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 Satz 1 Alt. 1 AufenthG richtete, stellte das Gericht fest, dass der Widerspruch der Antragstellerin kraft Gesetzes aufschiebende Wirkung entfaltet. Das bedeutet, dass die Antragsgegnerin bis zum Abschluss des Widerspruchsverfahrens nicht berechtigt ist, den Widerruf der Aufenthaltserlaubnis zu vollziehen und die Antragstellerin zur Ausreise aufzufordern – jedenfalls so lange die Antragsgegnerin nicht die sofortige Vollziehung des Widerrufs anordnet.

Außerdem ordnete das Verwaltungsgericht Mainz die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs der Antragstellerin gegen die mit einer Abschiebungsandrohung bestimmte Ausreisefrist an:

Die in dem Bescheid bestimmte Ausreisefrist sei widersprüchlich, sodass für die Antragstellerin nicht klar erkennbar sei, bis zu welchem Zeitpunkt die Ausreise zu erfolgen habe. Wegen der rechtswidrigen Ausreisefrist stellte das Gericht zudem fest, dass die Abschiebungsandrohung derzeit nicht vollziehbar sei. Das bedeutet, dass die Antragstellerin vorerst nicht abgeschoben werden kann.

Das darüber hinaus ausgesprochene Einreise- und Aufenthaltsverbot für den Fall der Abschiebung erachtete das Gericht hingegen als rechtmäßig. Verwaltungsgericht Mainz, Beschluss vom 19. Juni 2026, AZ 4 L 334/26.MZ

Verkehrschaos in Dexheim erwartet – Vollsperrung der B9 in Oppenheim

Auf die Bürger der Gemeinde Dexheim kommen in den nächsten Wochen Verkehrsbehinderungen zu. Grund dafür ist eine umfassende Sanierung der B9 in Oppenheim durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM). Die Bauarbeiten machen eine Vollsperrung der wichtigen Verkehrsader im Zeitraum vom 10. Juli bis zum 2. August erforderlich. Die vorbereitenden Maßnahmen starten jedoch bereits am 29. Juni und werden sich unmittelbar auf den Verkehrsfluss in Dexheim auswirken.

Offizielle Umleitungsstrecke während der Sperrung der B9 führt mitten durch Dexheim

Während der gesamten Bauphase wird ein erheblicher Teil des Verkehrs von und nach Oppenheim zwangsläufig durch das Dexheimer Gemeindegebiet ausweichen müssen. Die offizielle Umleitungsstrecke ist bereits definiert: Sie verläuft über die Bornstraße, den Freien Platz, die Zöllerstraße sowie die Wörrstädter Straße bis hin zum Kreisel an der B420.

Um das erhöhte Verkehrsaufkommen auf dieser Route so sicher wie möglich zu gestalten, hat der LBM eine Reihe von begleitenden Verkehrsregelungen angeordnet. Entlang der gesamten Umleitungsstrecke werden temporäre Parkverbote eingerichtet, um Engpässe zu vermeiden. Zudem wird eine strikte Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h eingeführt. Aufgrund der besonders engen Straßenverhältnisse im Ortskern wird zusätzlich eine Baustellenampel zwischen dem Bereich Bornstraße/Kirchgärten und dem Freien Platz installiert, die den Verkehr wechselseitig regelt. Bereits ab dem 29. Juni müssen Autofahrer hier mit ersten Verzögerungen durch eine Ampelregelung rechnen.

Keine Erleichterungen für Anwohner durchsetzbar

Die Ortsgemeinde Dexheim betont, dass sie sich der damit verbundenen Unannehmlichkeiten bewusst ist. Sie habe im Vorfeld intensiv versucht, in Verhandlungen mit dem LBM insbesondere für die angespannte Parksituation der Anwohner Erleichterungen zu erwirken. Leider konnten bei den Planungen des Landesbetriebs jedoch keine Änderungen an den vorgesehenen Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen erzielt werden.

Um die Einhaltung der neuen Regeln zu gewährleisten und die Belastung für die Gemeinde im Rahmen zu halten, bleibt die Ortsverwaltung nicht untätig. Unabhängig von den festen Vorgaben steht die Gemeinde im engen Austausch mit der Polizei und dem Landkreis Mainz-Bingen. Ziel ist es, während der gesamten Bauzeit regelmäßige Kontrollen im Ort durchzuführen – ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelegt.

Mittelaltermarkt in Oppenheim abgesagt

Die Stadt Oppenheim sieht sich in enger und verantwortungsvoller Abstimmung mit dem Veranstalter „Lorraine Médiévale“ dazu gezwungen, den für das kommende Wochenende (27. und 28. Juni) geplanten Oppenheimer Mittelaltermarkt offiziell abzusagen. Dieser Schritt erfolgt schweren Herzens, ist jedoch angesichts der aktuellen Wetterlage und der damit verbundenen Risiken alternativlos.

Standbetreiber zeigen volles Verständnis für die Absage des Mittelaltermarktes in Oppenheim

Hauptgrund für die Absage ist die extrem hohe Waldbrandgefahr in der Region, die derzeit die Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5 erreicht hat. In Kombination mit den für das Wochenende angekündigten Höchstwerten von 40 Grad Celsius und mehr wäre die Durchführung einer solchen Freiluftveranstaltung mit unkalkulierbaren Risiken für Mensch und Natur verbunden. Neben der akuten Brandgefahr stellt die extreme Hitze zudem eine unverantwortlich hohe gesundheitliche Belastung für Besucher, Akteure und das Personal vor Ort dar.

Die Standbetreiber zeigten sich angesichts der Gefahrenlage absolut solidarisch. „Die Standbetreiber zeigten einhellig volles Verständnis für diese schwere Entscheidung. Die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten sowie der Schutz unserer Umwelt stehen in einer solchen Extremsituation absolut an erster Stelle“, betont Carolan Lieb von Veranstalterseite.

Sowohl die Stadtverwaltung als auch der Veranstalter bitten all jene, die sich schon auf das historische Treiben gefreut haben, um großes Verständnis. Die Entscheidung wurde erst nach intensiver Prüfung aller Sicherheitsfaktoren getroffen.

Blick nach vorn: Neuer Termin für 2027 steht bereits

Gleichzeitig blickt man jedoch bereits optimistisch in die Zukunft: Um den Ausfall zu kompensieren, laufen im Hintergrund bereits die ersten Planungen für das nächste Jahr. Der Mittelaltermarkt ist fest für das letzte Juni-Wochenende 2027 eingeplant, um dann wieder in gewohnt stimmungsvoller und vor allem sicherer Atmosphäre stattzufinden.

Kundin attackiert Supermarkt-Mitarbeiterin in der Mainzer Neustadt

Am Mittwochmorgen (24. Juli 2026) kam es in der Mainzer Neustadt zu einer Attacke in einem Lebensmittelgeschäft. Gegen 8:50 Uhr wurde eine Mitarbeiterin eines Lebensmittelgeschäftes im Kaiser-Wilhelm-Ring Opfer einer plötzlichen Körperverletzung durch eine unzufriedene Kundin.

Unvermittelter Angriff an der Kasse eines Supermarktes in der Mainzer Neustadt

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei wollte eine 39-jährige Frau ihre ausgewählten Waren an einer der Selbstbedienungskassen mit Bargeld bezahlen. Eine Angestellte des Marktes bemerkte dies und wies die Kundin höflich darauf hin, dass an diesen SB-Terminals ausschließlich bargeldlose Zahlungen per Karte möglich seien. Nach diesem Hinweis verließ die 39-Jährige zunächst ohne weiteren Zwischenfall das Geschäft.

Wenig später kehrte die Frau in das Geschäft zurück und steuerte erneut zielgerichtet den Selbstbedienungsbereich an. Als die Mitarbeiterin sie abermals ansprach und auf die geltenden Zahlungsmodalitäten aufmerksam machte, verlor die Kundin völlig die Fassung und reagierte extrem aggressiv. Sie schlug der Angestellten ohne Vorwarnung mit der Faust direkt ins Gesicht und stieß sie im weiteren Verlauf des Gerangels zu Boden.

Die Mitarbeiterin erlitt durch den unerwarteten und heftigen Angriff leichte Verletzungen.

Ermittlungsverfahren gegen 39-Jährige eingeleitet

Die herbeigerufene Polizei nahm den Sachverhalt auf und leitete umgehend ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen die 39-jährige Beschuldigte ein. Die genauen Hintergründe und der exakte Hergang des Vorfalls sind nun Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen.

Mainzer Johannisnacht: Schausteller ziehen kritische Bilanz

Nachrichten Mainz: Am Montagabend (22. Juni 2026) ging die diesjährige Mainzer Johannisnacht zu Ende. Zum zweiten Mal bildete eine Drohnen-Show den offiziellen Abschluss des Volksfestes am Rheinufer. Doch die Diskussionen um die Alternative zum klassischen Feuerwerk reißen nicht ab. BYC-News hat mit Marco Sottile, dem 1. Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker, über die Thematik gesprochen.

„Vielleicht sollte man daher, wenn es um Volksfeste geht, auch auf die Schausteller hören“

Innerhalb der Schaustellergemeinschaft sieht man den Trend zu der Drohnen-Show skeptisch und verweist auf die Erfahrungen aus anderen Städten. Die Schausteller seien nicht generell gegen Neuerungen, so Sottile, aber die Praxis in Städten wie Düsseldorf, Speyer und Worms habe gezeigt, dass man dort nach ähnlichen Versuchen letztlich wieder zum traditionellen Feuerwerk zurückgekehrt sei.

Marco sottile
Marco Sottile

„Wir als Schausteller haben in Gesprächen vor der Veranstaltung versucht, die Erfahrung aus diesen Städten an die Verantwortlichen in Mainz weiterzugeben“, erklärt Sottile. Die Verantwortlichen seien verständlicherweise nicht so tief im Thema verwurzelt. „Vielleicht sollte man daher, wenn es um Volksfeste geht, auch auf die Schausteller hören“, betont er. Der ganz besondere Wow-Effekt, den ein echtes Feuerwerk erzielt, lasse sich schlicht durch nichts ersetzen.

„Dass der Oberbürgermeister, Nino Haase, in einer grüngelagerten Stadt wie Mainz versucht darauf einzugehen, ist für mich verständlich. Aber die Kommentare von Besuchern des Volksfestes sind in den Sozialen Medien ja auch überwiegend negativ. Da die Stadt Mainz Veranstalter ist, werden sie vermutlich gewillt sein, die Besucher zufriedenzustellen und daher im nächsten Jahr noch an der ein oder anderen Schraube zu drehen“, betont der Schausteller.

Sorgen um den Festmontag und steigende Standgebühren bei der Mainzer Johannisnacht

„Für uns Schausteller hängen bei der Mainzer Johannisnacht die Tage Freitag bis Sonntag nicht vom Feuerwerk ab. Für die Betreiber der Fahrgeschäfte und Buden ist das Programm am Montagabend jedoch von existenzieller Bedeutung. Mit einem Feuerwerk funktionierte das in der Vergangenheit hervorragend. Wir müssen irgendwie versuchen Montags noch Leute aufs Fest zu bekommen und das ist natürlich mit einem Feuerwerk super machbar. Die Drohnenshow hat diesen Effekt nicht“, erklärt Sottile.

Angesichts von Standgebühren, die im Vorfeld um 300 Prozent gestiegen sind, und generell sinkenden Umsätzen, wäre ein ausbleibendes Publikum für die Betreiber der Super-GAU. „Am Ende könnte diese Entwicklung zu einem massiven Qualitätsverlust des gesamten Volksfestes führen, wenn es sich für die Schausteller wirtschaftlich nicht mehr lohnt und sie der Mainzer Johannisnacht fernbleiben“, betont der Schausteller. Jetzt habe man das mit der Drohnen-Show aber zwei mal getestet und nun müsse man überlegen, wie man das Ganze ändert, damit die Besucher im nächsten Jahr wieder zufrieden sind.

Geschätzte 100.000 Euro Kosten bei ausbleibendem Wow-Effekt

„Es sind in diesem Jahr keine Kosten und Mühen für die Drohnen-Show gescheut worden. Während der Show haben wir Schausteller mit den Besuchern gesprochen. Viele davon sind in diesem Jahr nur wiedergekommen, weil ihnen eine bessere Show als im letzten Jahr versprochen wurde. Das war zwar auch der Fall aber dennoch blieb für viele der Wow-Effekt aus. Ich persönlich habe bei der Drohnen-Show gedacht, wir machen hier Werbung für die nächsten Olympischen Spiele in Mainz“, sagt Marco Sottile.

Neben der optischen Wirkung spielt laut dem Schausteller vor allem der finanzielle Aspekt eine  Rolle. Während er die Kosten für die Drohnen-Show samt Rahmenprogramm auf rund 100.000 Euro schätzt, schlägt nach seinen Angaben das bisher bekannte Feuerwerk für die Mainzer Johannisnacht mit weit unter 10.000 Euro zu Buche. Angesichts der ohnehin klammen Haushaltskasse der Landeshauptstadt stelle sich hier ganz klar die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, betont Sottile.

Abschließend stellte der Vorsitzende klar, dass seine Kritik kein Angriff auf die Stadt sein soll. Es sei absolut verständlich, dass die Verantwortlichen neue Wege gehen und moderne Konzepte testen wollen. Nach zwei Testläufen mit der Drohnen-Show müsse man nun jedoch gemeinsam analysieren, wie man das Konzept grundlegend verändert, damit die Besucher im kommenden Jahr wieder vollends zufrieden nach Hause gehen.

 

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Verlorene Fahrradtasche wieder beim Besitzer

Update: Wie der Besitzer der Tasche am Mittwochnachmittag (24. Juni 2026) gegenüber BYC-News mitteilte, hat sich der Finder inzwischen bei ihm gemeldet und die Tasche mitsamt ihrem Inhalt zurückgegeben. Er zeigte sich erleichtert und dankbar darüber, dass es noch ehrliche Menschen gibt, und bedankte sich herzlich bei der Community für die Unterstützung.

Erstmeldung: Am Dienstagmorgen (23. Juni 2026) hat ein Radfahrer auf seinem Weg von der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz hinüber nach Wiesbaden seine Fahrradtasche verloren. Der Mann hatte sich daraufhin bei der BYC-News Redaktion gemeldet und um Unterstützung gebeten.

Fahrradtasche in Mainz oder Wiesbaden verloren – 500 € Finderlohn

Zwischen 7:00 und 7:30 Uhr verlor der Mann auf der Strecke seine Fahrradtasche. Da sich im Inneren der Tasche wichtige Dokumente befinden, ist der Finderlohn entsprechend hoch angesetzt: 500 Euro verspricht der Eigentümer der Person, die ihm seine Tasche samt Inhalt zurückbringt.

Gestartet war der Mann mit seinem Lastenrad in der Mainzer Neustadt. Von dort aus führte ihn sein Weg über folgende Straßen und Abschnitte bis zur Ringkirche:

  • Rheinallee
  • Radbrücke unter der Schiersteiner Brücke
  • Saarbrücker Allee
  • Alte Schmelze
  • Saarstraße
  • Sylter Straße
  • Norderneyer Straße
  • Homburger Straße
  • Loreleiring
  • Marcobrunnerstraße
  • Ringkirche

Erst bei der Ankunft an der Ringkirche bemerkte der Fahrer, dass sich die Tasche während der Fahrt offenbar durch Erschütterungen aus der Verankerung gelöst haben muss.

Wer die Fahrradtasche gefunden hat oder Angaben zu deren Verbleib machen kann, wird gebeten, sich direkt beim Besitzer zu melden. Alternativ kann sich derjenige auch direkt bei der Polizei oder unter redaktion@byc-news.de bei BYC-News melden. Sollte der Finder lieber anonym bleiben wollen, kann die Tasche auch bei den offiziellen Fundbüros der beiden Landeshauptstädte abgegeben werden.


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Tauschmarkt im Mainzer Umweltladen startet im Juli

In diesem Sommer wird im Mainzer Umweltladen wieder fleißig getauscht. Vom 01. Juli bis einschließlich 28. August 2026 verwandelt sich der Laden in eine Tauschbörse, die in diesem Jahr einen ganz besonderen Schwerpunkt setzt: Alles rund um die Themen Garten und Balkon. Während der regulären Öffnungszeiten haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, gut erhaltene Gegenstände abzugeben und neue Lieblingsstücke zu entdecken.

Das Prinzip des Tauschmarktes ist denkbar einfach und schont den Geldbeutel: Das Tauschen ist vollkommen kostenlos. Jede Person darf bis zu drei Teile mitbringen. Einzige Voraussetzung ist, dass die Gegenstände sauber und funktionstüchtig sind und die Größe so bemessen ist, dass sie von einer einzelnen Person problemlos getragen werden können. Wer selbst keine Utensilien zum Tauschen parat hat, aber dennoch ein schönes Fundstück mit nach Hause nehmen möchte, kann dies gegen eine kleine Spende von einem Euro tun. Die gesammelten Einnahmen kommen der Mainzer Organisation „Armut und Gesundheit“ zugute.

Wasim Mainzer Umweltladen getauscht werden darf – und was zu Hause bleiben muss

Das Angebot beschränkt sich nicht nur auf die Hauptthemen. Getauscht werden dürfen unter anderem Gartenbedarf, Balkondeko, Sportartikel, Spielwaren, Bücher, CDs und DVDs, Haushaltswaren, Elektrogeräte sowie kleinere Einrichtungsgegenstände.

Aus hygienischen und organisatorischen Gründen gibt es jedoch klare Regeln, was nicht angenommen werden kann. Zu Hause bleiben müssen Kleidung, Schuhe, schmutzige Teile, Baumaterial, Matratzen, Bettzeug, Teppiche und Vorhänge. Ebenfalls von der Aktion ausgeschlossen sind Öfen (wie Radiatoren oder Ölöfen), KFZ-Teile, lebende Tiere, Lebensmittel sowie gefährliche Chemikalien, zu denen auch Pflanzenschutzmittel, Öle und lösemittelhaltige Flüssigkeiten zählen.

Öffnungszeiten und Kontakt

Wer die Gelegenheit nutzen möchte, um Platz in Keller und Schuppen zu schaffen oder den eigenen Balkon für den Sommer auszustatten, kann den Mainzer Umweltladen zu folgenden Zeiten besuchen:

  • Montag bis Freitag: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr sowie 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr

  • Jeden 1. Samstag im Monat: 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Weitere Informationen zum Tauschmarkt sowie detaillierte Bedingungen finden Interessierte auf der Homepage des Mainzer Umweltladens unter www.mainz.de/umweltladen oder telefonisch unter der Rufnummer 06131 / 12 21 21.

„KunstSommer“ im Oppenheimer Gautor

Vom 11. Juli bis zum 9. August 2026 verwandelt sich das historische Gautor in Oppenheim in eine lebendige Galerie. Unter dem Titel „KunstSommer“ präsentieren acht Mitglieder des regionalen Netzwerks kunstraum-alzey ihre aktuellen Arbeiten und laden die Öffentlichkeit dazu ein, in die Vielfalt der lokalen Kunstszene einzutauchen.

Die Werkschau deckt ein breites kreatives Feld ab: Zu sehen sind hochkarätige Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Druckgrafik und Videokunst. Das Spektrum der gezeigten Exponate reicht von gegenständlicher und abstrakter Malerei über experimentelle Mischtechniken bis hin zu präzisen fotografischen Werken und multimedialen Installationen. Vertreten sind die Künstlerinnen und Künstler Brigitte Farschon, Karin Frommann, Ruth Genné, Andreas Hörichs, Michael Klotzki, Utaellamarie Peter, Tamarelke und Eva-Christin Weidmann.

Die individuelle Handschrift im Fokus der Ausstellung in Oppenheim

Der Name der Ausstellung ist dabei Programm, orientiert sich jedoch nicht rein an klassischen Saisonmotiven. Im Mittelpunkt der Präsentation steht vielmehr die kreative Vielfalt und die ganz persönliche, individuelle Handschrift der einzelnen Akteure. Das Publikum erwartet eine anregende und abwechslungsreiche Schau, die durch unterschiedlichste Perspektiven, gesellschaftliche Themen und handwerkliche Techniken besticht.

Hinter der Organisation steht der kunstraum-alzey – ein offenes Kollektiv von Kunstschaffenden aus ganz Rheinhessen. Die Gruppe formierte sich im Jahr 2016 im Zuge eines gemeinsamen Ausstellungsprojekts in Alzey. Seit nunmehr einem Jahrzehnt engagieren sich die Mitglieder aktiv für den kollegialen Austausch, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine stärkere Sichtbarkeit von Kunst außerhalb der großen Metropolen. Durch regelmäßige Kunstprojekte bereichert das Netzwerk das kulturelle Leben der Region nachhaltig.

Vernissage bei freiem Eintritt

Der Startschuss für den „KunstSommer“ fällt mit einer feierlichen Vernissage am Freitag, 10. Juli 2026, um 18:00 Uhr direkt im Gautor in Oppenheim. Alle Kunstinteressierten, Nachbarn und Gäste sind herzlich eingeladen, vorab einen Blick auf die Exponate zu werfen und mit den anwesenden Künstlern ins Gespräch zu kommen. Eine vorherige Anmeldung ist für den Eröffnungsabend nicht erforderlich.

Die wichtigsten Eckdaten für Besucher im Überblick:

  • Ausstellungszeitraum: 11. Juli bis 9. August 2026

  • Öffnungszeiten: Jeweils samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr

  • Veranstaltungsort: Gautor Oppenheim, Krämerstraße 42, 55276 Oppenheim

  • Eintritt: Der Besuch der Ausstellung ist an allen Tagen kostenfrei

Praktischer Hinweis für die Anfahrt: Komfortable Parkmöglichkeiten stehen direkt oberhalb des Gautors zur Verfügung. Wer sich vorab über das Netzwerk und die beteiligten Personen informieren möchte, findet Details auf der offiziellen Webseite unter www.kunstraum-alzey.de.

Fahndung Wiesbaden: Diebstahl einer hochwertigen Rolex

Am Dienstag, den 23. Juni 2026, kam in der hessischen Landeshauptstadt zu einem Uhrendiebstahl. Ziel der Täter war ein Juweliergeschäft auf der Wilhelmstraße. Gegen 15:45 Uhr betraten zwei bislang unbekannte Männer den Verkaufsraum und zeigten großes Interesse an einer Rolex GMT-Master II aus massivem Gelbgold im Wert von 39.500 Euro.

Die Täter nutzten eine geschickte Ablenkung für den Diebstahl

Die beiden Männer gingen bei dem Uhrendiebstahl in Wiesbaden professionell vor. Während sie sich die edle Uhr von den Verkäuferinnen präsentieren ließen, verwickelten sie das Personal geschickt in ein Gespräch. Einem der Täter gelang es in einem unbeobachteten Moment, die wertvolle Armbanduhr heimlich aus ihrer Schatulle zu nehmen, während sein Komplize die Mitarbeiterinnen weiterhin ablenkte.

Um das Geschäft verlassen zu können, gaben die Diebe schließlich an, das benötigte Bargeld für den Kaufabschluss holen zu wollen. Als sie den Verkaufsraum verlassen hatten, stiegen sie umgehend in einen vor dem Geschäft bereitstehenden Pkw und flüchteten mit der Beute in eine unbekannte Richtung.

Fahndung der Polizei nach den Tätern

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen, die diesen Uhrendiebstahl beobachtet haben oder Hinweise zum Fluchtfahrzeug geben können. Beide Täter werden mit einem „südosteuropäischen Erscheinungsbild“ beschrieben. Die flüchtigen Männer weisen zudem folgende Merkmale auf:

  • Täter 1: Er ist etwa 30 Jahre alt, circa 170 Zentimeter groß und von kräftiger Statur. Er hat schwarze, nach hinten gegelte Haare und einen schwarzen Vollbart. Bekleidet war der Mann mit einem schwarzen Poloshirt mit weißem Muster, einer passenden kurzen Hose und weißen Turnschuhen. Auffällig sind ein Tattoo am linken Unterarm sowie eine schwarze Herrenhandtasche und eine silberne Uhr mit schwarzem Armband.

  • Täter 2: Der Begleiter ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, ebenfalls rund 170 Zentimeter groß und kräftig gebaut. Er trug die grau-weißen Haare nach hinten gekämmt und hat einen grauen Vollbart. Zur Tatzeit trug er ein hellblaues Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln, eine schwarze Jeans und weiße Turnschuhe mit schwarzen Details. Auch er trug eine silberne Armbanduhr mit schwarzem Armband.

Personen, die Angaben zu den Tätern oder dem Fluchtfahrzeug machen können, werden dringend gebeten, sich telefonisch unter der Rufnummer (0611) 345-0 bei der Polizei Wiesbaden zu melden.

Paul Heyman über die verpasste Chance mit WWE-Star Cesaro

WWE-News: Paul Heyman hat in seiner langen Karriere unzählige Talente an die Spitze des Wrestling-Olymps geführt. Doch wenn der legendäre Manager heute auf seine Zusammenarbeit mit Claudio Castagnoli – den WWE-Fans bestens bekannt als Cesaro – blickt, mischt sich große Frustration in seine Worte. In einem aktuellen Interview mit Chris Van Vliet bezeichnete Paul Heyman den Schweizer unumwunden als eine der größten verpassten Chancen in der gesamten WWE-Geschichte und nahm sich dabei selbst nicht aus der Verantwortung.

Ein reines Zweckbündnis nach WrestleMania 30

Die Partnerschaft zwischen Heyman und Cesaro nahm 2014 ihren Anfang. Die Rahmenbedingungen waren speziell: Brock Lesnar hatte gerade die historische WrestleMania-Siegesserie des Undertakers gebrochen und pausierte anschließend. Um Heyman und den Hype um Lesnars Sieg im TV präsent zu halten, wurde ihm kurzerhand Cesaro – der frischgebackene Sieger der André the Giant Memorial Battle Royal – an die Seite gestellt.

Rückblickend räumte Heyman ein, dass es absolut keinen langfristigen Plan für den „Paul Heyman Guy“ gab. Ähnlich wie zuvor bei Curtis Axel diente das Bündnis primär einem funktionalen Zweck innerhalb der Shows, ohne dass Cesaro nachhaltig davon profitieren konnte. Bereits im Juli 2014 wurde die Zusammenarbeit wieder stillschweigend beendet.

Main-Event-Potenzial und der Ritterschlag von John Cena

Dabei brachte Cesaro aus Heymans Sicht das komplette Paket für die absolute Spitze mit. Die Reaktionen im Locker Room sprachen Bände: Nahezu jeder Superstar, der mit dem Schweizer im Ring stand, war von dessen Fähigkeiten hellauf begeistert und verlangte nach weiteren Matches. Als prominentes Beispiel nannte Heyman keinen Geringeren als John Cena. Nach einem gemeinsamen TV-Match soll Cena direkt zu Vince McMahon gegangen sein, um ihm mitzuteilen, dass er sich Cesaro jederzeit als seinen Gegner im Main Event von WrestleMania vorstellen könne. Eine Einschätzung, die Paul Heyman zu 100 Prozent teilte.

Die Vision vs. Die Realität in der WWE

Die Diskrepanz zwischen Paul Heymans großer Vision und der tatsächlichen Umsetzung bei WWE lässt sich in mehreren Bereichen deutlich erkennen. Hinsichtlich Cesaros Sprache und Charakter sah Heyman vor, dessen Beherrschung von fünf Sprachen gezielt einzusetzen, um ihm mehr emotionale Tiefe und Facettenreichtum zu verleihen. In der Realität wurde dieses enorme Potenzial jedoch komplett ignoriert, und seine sprachliche Vielfalt kam im TV nie zum Tragen.

Auch beim Booking im Jahr 2014 klafften Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Während Paul Heyman einen systematischen Aufbau zu einer legitimen, massiven Bedrohung für Brock Lesnar anstrebte, resultierte die Umsetzung lediglich in einem kurzen Zweckbündnis ohne Plan, das Cesaro rasch wieder in den Hintergrund rücken ließ. Letztlich spiegelte sich dieses Versäumnis auch in seinem finalen Karriere-Status wider: Anstatt ihn als WrestleMania-Main-Eventer auf absoluter Augenhöhe mit Superstars wie John Cena zu etablieren, verblieb Cesaro in der Rolle eines hervorragenden, aber leider stagnierenden Midcarders und Tag-Team-Spezialisten.

Die geplatzte Traum-Fehde und Heymans Selbstkritik

Eine Fehde zwischen dem Cesaro des Jahres 2014 und dem Brock Lesnar des Jahres 2014 hätte laut Heyman das Potenzial gehabt, die gesamte Wrestling-Branche zu erschüttern. Die Storyline lag auf der Hand: Heyman wendet sich ab, Cesaro geht seinen eigenen Weg und wird Schritt für Schritt als ernsthafte Gefahr für das „Beast“ aufgebaut. Es kam nie dazu.Bemerkenswert ist Heymans offene Fehlerkultur: Er schiebt die Schuld nicht ausschließlich auf Vince McMahon oder die WWE, sondern gibt sich selbst eine deutliche Mitschuld. Als Teil des damaligen kreativen Prozesses trägt er die Verantwortung für diese Fehlentscheidungen mit.

Während Cesaro in der WWE bis zu seinem Abgang 2022 der finale Durchbruch verwehrt blieb, beweist er heute unter seinem bürgerlichen Namen Claudio Castagnoli bei AEW sein Können – aktuell als gefeiertes Mitglied der Gruppierung Death Riders rund um Jon Moxley.