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Landesregierung RLP rudert beim Einbürgerungs-Sprachtest zurück

Schnelle Kehrtwende in der Mainzer Staatskanzlei: Nach deutlicher Kritik und Berichten über ein Festhalten an alten Regelungen rudert die CDU-geführte Landesregierung nun doch zurück. Die umstrittene Ausnahmeregelung, die Einbürgerungen in Rheinland-Pfalz unter Umständen auch ohne förmliches B1-Sprachzertifikat erlaubte, soll nun endgültig abgeschafft werden.

Druck der Öffentlichkeit zum Thema Einbürgerung ohne Sprachtest zeigt Wirkung

Noch zu Wochenbeginn hatte das Innenministerium verteidigt, dass Sachbearbeiter in den Kommunen im Einzelfall und nach eigenem Ermessen auf die Vorlage von Sprachzertifikaten verzichten könnten, wenn die Deutschkenntnisse im Gespräch „offensichtlich“ erschienen.

Nachdem dieser Kurs auf scharfe Kritik der Opposition stieß, die Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) den Bruch zentraler Wahlkampfversprechen vorwarf, folgt nun die Wende: Das Land will die Ermessensvorschrift streichen. Künftig soll das Nachweisen ausreichender Sprachkenntnisse über standardisierte Prüfungen wieder zur ausnahmslosen Grundvoraussetzung für den deutschen Pass werden.

Ausnahmslose Nachweispflicht für alle Anträge

Mit dem Schritt löst die Regierungsspitze nun doch das Versprechen ein, das sie vor der Landtagswahl formuliert hatte.

Für die Einbürgerungsbehörden in den Landkreisen wie Mainz-Bingen sowie in den kreisfreien Städten bedeutet dies, dass bei allen künftigen Verfahren strenge, einheitliche Dokumentationspflichten ohne behördlichen Ermessensspielraum gelten werden.

Entdeckungsreise entlang des Pandurensteigs im Bayerischen Wald

Wo im 18. Jahrhundert die berüchtigten Freischärler unter ihrem Anführer Franz Freiherr von der Trenck während des Österreichischen Erbfolgekrieges im Jahr 1742 für Unruhe sorgten, erwandern Natur- und Kulturbegeisterte heute eine eindrucksvolle Fluss- und Gebirgslandschaft. Der Pandurensteig verläuft als 177 Kilometer langer Fernwanderweg quer durch den Bayerischen Wald und verbindet die Startstadt Waldmünchen mit der Dreiflüssestadt Passau. Die Strecke verknüpft dabei die Routen des Pfahl- und des Ilztalwanderwegs miteinander. Für die gesamte Distanz empfehlen Experten eine Aufteilung in acht ausgewogene Tagesetappen mit jeweils vier bis acht Stunden Gehzeit, die Wanderern Abwechslung zwischen geschichtsträchtigen Gemäuern und unberührter Natur bieten.

Geologische Wunderwelten entlang des Pandurensteigs

Zu den eindrucksvollsten Abschnitten, die der Pandurensteig erschließt, gehört das Naturdenkmal des „Pfahls“, das zu den bedeutendsten Geotopen in ganz Bayern zählt. Dieser weiße Quarzfelsen erstreckt sich über eine Länge von mehr als 150 Kilometern durch Ostbayern. Bereits auf der zweiten Tagesetappe nahe der Burg Thierlstein bei Cham treffen Wanderer auf imposante Felsformationen. Westlich von Viechtach erreichen die bizarren, strahlend weißen Quarzsäulen schließlich Höhen von über 30 Metern und ragen majestätisch aus der Waldlandschaft heraus.

Auf der vierten Etappe setzt sich die Symbiose aus Erdgeschichte und mittelalterlicher Baukunst fort: Bei Regen thront der alte Turm der Burgruine Weißenstein auf einem Quarzriff. Um die Entstehung dieser auffälligen Gesteinsformationen ranken sich seit Jahrhunderten Mythen. Einer regionalen Sage nach handele es sich bei den harten Steinen um die versteinerte Krone beziehungsweise die Hörner von Luzifer, die erstarrten, als dieser einst den Deckel zur Hölle lüftete. Für eine lückenlose Orientierung im Gelände sorgt das durchgehende Wegzeichen – ein schwarzer Krummsäbel auf rotem Grund.

Historische Wurzeln und Serviceangebote in Waldmünchen

Der Ausgangspunkt der Fernwanderung in Waldmünchen verweist direkt auf den historischen Hintergrund des Weges. Die dortigen Trenckfestspiele halten die Erinnerung an die Ereignisse des Jahres 1742 wach und bieten Besuchern einen Einblick in die Zeit, als die pandurischen Truppen die Region prägten. Heute ist aus den einstigen Pfaden der Freischärler ein friedliches Wandernetz geworden, das durch moderne Serviceangebote ergänzt wird.

Wanderer auf dem Pandurensteig können auf umfangreiches Infomaterial wie einen kostenlosen Etappenführer zurückgreifen oder digitale Navigationshilfen nutzen. Auf der offiziellen Online-Plattform stehen detaillierte Wegbeschreibungen, Audioguides für Sehenswürdigkeiten, Verzeichnisse wanderfreundlicher Gastgeber sowie spezielle „Wandern-ohne-Gepäck“-Pakete zur Buchung bereit.

Flussromantik an der Ilz und Zielankunft in der Dreiflüssestadt

Die finale Schlussetappe des Fernwanderwegs verläuft im Ilzbogen von Fürsteneck in Richtung der Bischofsstadt Passau. Der Weg führt entlang der Ilz, die aufgrund ihres dunklen, moorigen Wassers auch als „schwarze Perle“ bezeichnet wird und als eine der letzten intakten Wildflusslandschaften Bayerns gilt. Dieser Abschnitt zeichnet sich durch eine hohe Dichte an kulturellen Denkmälern aus, zu denen unter anderem die romantische Burgruine Hals gehört.

Gegen Ende der Route passieren die Wanderer die über 800 Jahre alte Veste Oberhaus, eine der größten und am besten erhaltenen Burganlagen Europas. Von ihren Wehrgängen aus bietet sich ein Ausblick auf den Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz. Nach dem Abstieg in die bunten Gassen der Passauer Altstadt lässt sich die achttägige Tour durch den Bayerischen Wald in den regionalen Gastronomiebetrieben ausklingen.

Aktionstag der Feuerwehr Schwabenheim am 15. August

Der der Verein Freunde der Feuerwehr Schwabenheim e.V. lädt zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Schwabenheim am Samstag, den 15. August 2026, von 09:00 bis 12:00 Uhr zu einem großen Aktionstag ein. Veranstaltungsort ist der Parkplatz des Penny-Marktes in Schwabenheim an der Selz. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm rund um die Themen Einsatzdienst, Nachwuchsarbeit und persönliche Krisenvorsorge.

Infomobil Bevölkerungsschutz & Wissenswertes zur Vorsorge in Schwabenheim

Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung ist das Infomobil Bevölkerungsschutz (Landeskampagne „Bleib Bereit“). Hier erhalten Interessierte aller Altersklassen praxisnahe Informationen und konkrete Empfehlungen zu wichtigen Themen, wie der Vorbereitung auf Notsituationen, Extremwetter oder Versorgungsausfälle. Außerdem erfahren Besucher wissenswertes zur Arbeit der Aktiven Feuerwehr, der Bambinifeuerwehr sowie der Jugendfeuerwehr. Fachleute beantworten offene Fragen direkt am Infomobil.

Schauübungen und Reanimationstraining zum Mitmachen

Schwabenheim feuerwehr

Die Einsatzkräfte sowie der Feuerwehrnachwuchs demonstrieren im Rahmen verschiedener Programmpunkte ihr Können:

  • Schauübung Technische Hilfe: Vorführung einer patientengerechten Rettung (u. a. bei einem verunfallten Fahrzeug).
  • Schauübung der Jugendfeuerwehr: Der Feuerwehrnachwuchs zeigt sein Können bei einer eigenen Einsatzübung.
  • Reanimationstraining: Praktische Anleitungen und Übungsmöglichkeiten zur Wiederbelebung für Groß und Klein.

Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Gäste auf dem Penny-Parkplatz (Bubenheimer Str. 11). Der Eintritt ist frei.

Neues Exponat für das Gutenberg-Museum in Mainz

Ein neues Exponat bereichert das Gutenberg-Museum in Mainz: Der in Dänemark ansässige Drucker Jorge Larguito hat im Auftrag des Museums den originalgetreuen Druckstock einer über 500 Jahre alten Seite der sogenannten Armenbibel (Biblia Pauperum) angefertigt und persönlich überreicht. Rund 100 Arbeitsstunden steckte Larguito in das Werkstück, das wie im 15. Jahrhundert aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt wurde.

Die Biblia Pauperum als Vorlage für das neue Exponat im Gutenberg-Museum

Als Grundlage für das Projekt diente eine Seite der reich illustrierten Armenbibel, die das Gutenberg-Museum im Jahr 2024 mit Unterstützung von Förderern für rund 1,85 Millionen Euro erwerben konnte. Das Werk zählt zu den bedeutendsten Blockbüchern des Frühdrucks und ist ein zentrales Zeugnis der europäischen Buch- und Bildkultur.

Dr. Ulf Sölter, Direktor des Gutenberg-Museums, zeigt sich begeistert über den Neuzugang: „Was für eine wunderbare Ergänzung. Nun können wir nicht nur das Originalwerk zeigen, sondern mit diesem beeindruckenden Exponat unseren Besucherinnen und Besuchern die historische Drucktechnik des Holzschnitts künftig auch anschaulich und nachvollziehbar vermitteln.“

Eine Zeitreise in das 15. Jahrhundert

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Foto: Preloprints

Für Jorge Larguito, der für die Übergabe eigens aus Dänemark anreiste, war die Anfertigung ein Herzensprojekt. Da der Druckstock aus einem einzigen Holzblock geschnitzt wird, führt jeder Fehler dazu, dass die Arbeit von vorn begonnen werden muss.

Dr. Nino Nanobashvili, Kuratorin für Buch- und Druckgeschichte im Gutenberg-Museum, hebt den Didaktik-Mehrwert des Ausstellungsstücks hervor: „Die Neuerwerbung zeigt uns noch einmal sehr anschaulich das Revolutionäre an Gutenbergs Erfindung. Auf der einen Seite der Druckstock, bei dem alle Buchstaben und Bilder auf einer Holzplatte in einem Stück geschnitzt werden müssen. Und dagegen Gutenbergs Druck mit beweglichen Lettern, der sowohl Korrekturen zulässt als auch die flexible und wiederholte Nutzung der Lettern.“

Präsentation in der Schatzkammer

Das Gutenberg-Museum besitzt mit der Biblia Pauperum insgesamt drei verschiedene Blockbücher aus der Experimentierphase des frühen Buchdrucks. Das historische Originalwerk und der neu angefertigte Holzdruckstock werden künftig in unmittelbarer Nähe zu den berühmten Gutenberg-Bibeln in der Schatzkammer des Museums ausgestellt.

TB Bauwerk GmbH in Ingelheim: Partner für moderne Bau- und Sanierungsprojekte

Wer in der heutigen Zeit ein Bauprojekt plant – und sei es nur ein vermeintlich kleiner Durchbruch oder die Neugestaltung einer Hofeinfahrt, steht oft vor zahlreichen Hürden: Monatelange Wartezeiten, unbeantwortete Anfragen, unzuverlässige Absprachen und das nervenaufreibende Koordinieren verschiedener Handwerker. Ein junges, dynamisches Trio aus Ingelheim beweist nun, dass es auch anders geht. Mit der Neugründung der TB Bauwerk GmbH verbinden Nico Deiler, Jannik Kern und Jannis Lentis traditionelles Handwerk mit modernster digitaler Organisation. Ihr Versprechen: Alles aus einer Hand, transparente Kommunikation und absolute Termintreue – sowohl für die Großbaustelle als auch für das kleine Gartenprojekt.

Offiziell gestartet ist TB Bauwerk Anfang Mai 2026. Das Haupt-Einsatzgebiet des Unternehmens erstreckt sich über einen Umkreis von rund 100 Kilometern rund um Ingelheim, wobei für größere Projekte und treue Stammkunden gerne auch weitere Strecken gefahren werden.

Drei Experten, eine Vision: Das Team hinter TB Bauwerk

Über sein Bekleidungsgeschäft „Zitrönchen“ lernte Jannik Kern (30) seinen heutigen Geschäftspartner Nico Deiler (35) kennen, der die geballte Handwerkserfahrung bei TB Bauwerk mit einbringt: Er führt bereits erfolgreich zwei eigene Betriebe im Bereich Dachdeckerei und Gerüstbau und hält zwei Meistertitel. Doch für ein echtes Bau- und Sanierungsunternehmen fehlte noch das entscheidende Puzzleteil im operativen Geschäft. Dieses wurde mit Maurermeister Jannis Lentis (35) gefunden. Er ist kein Handwerker, der nur nach „Schema F“ arbeitet, sondern jemand, der schlichtweg „Bock auf geile Projekte“ hat und Kunden mit echten Lösungen begeistert, wie das Trio berichtet.

Tb bau
Jannis Lentis | Quelle: TB Bauwerk GmbH

„Das Problem im klassischen Handwerk ist oft: Entweder du bist ein genialer Handwerker auf der Baustelle, dann bleibt am Abend die Büroarbeit und das Schreiben von Angeboten und Rechnungen liegen. Oder du bist stark im Büro, hast aber draußen keine Kapazitäten“, erklärt Nico Deiler.

TB Bauwerk bricht dieses veraltete Muster konsequent auf, indem die Kernaufgaben von Anfang an auf drei Schultern verteilt wurden: Jannis Lentis leitet als erfahrener Maurermeister das operative Geschäft auf den Baustellen. Er sorgt als Bauleiter dafür, dass alle Aufträge fachgerecht, präzise und pünktlich umgesetzt werden. Jannik Kern deckt den gesamten administrativen Bereich ab. Er kümmert sich um das Marketing, die IT-Infrastruktur und die Markenentwicklung. Nico Deiler bringt seine strategische Erfahrung als etablierter Unternehmer ein, steuert sein Fachwissen bei Kalkulationen bei und schlägt die Brücke zu seinen bestehenden Betrieben.

Das Portfolio: Maßgeschneiderte Lösungen für jedes Projekt

Das Fundament von TB Bauwerk bilden klassische Maurerarbeiten, Betonbau, Trockenbau und Verputzarbeiten. Das Leistungsspektrum ist dabei bewusst breit gefächert und umfasst:

  • Umbauten & Anbauten: Wohnraumvergrößerungen, Aufstockungen und Grundrissänderungen.
  • Durchbrüche & statische Maßnahmen: Erstellen von Wanddurchbrüchen inklusive fachgerechtem Setzen von Stürzen und Ringankern.
  • Bauwerksabdichtung: Professioneller Schutz von Gebäuden gegen Feuchtigkeit von außen.
  • Pflasterarbeiten: Hochwertige Neugestaltung von Hofeinfahrten, Terrassen und Wegen.

Sanierung und Innenausbau als nächster Wachstumsschritt

Parallel zu den bestehenden Maurer- und Betonarbeiten baut TB Bauwerk derzeit einen eigenen Geschäftsbereich für Sanierung und Innenausbau auf. Die ersten personellen und fachlichen Grundlagen dafür sind bereits geschaffen. Nun soll schrittweise ein festes Team entstehen, das künftig unter anderem Trockenbau-, Spachtel-, Maler- und Bodenarbeiten sowie weitere Leistungen des Innenausbaus übernimmt.

Ziel ist es, Kunden bei Umbauten und Sanierungen künftig noch umfassender begleiten zu können – von den ersten Rohbau- und Abbrucharbeiten bis zur fertigen Gestaltung der Innenräume. Dabei soll auch dieser Bereich nach dem bewährten Prinzip von TB Bauwerk aufgebaut werden: mit einer klaren fachlichen Verantwortung, verlässlichen Ansprechpartnern, transparenter Kommunikation und einer sauberen digitalen Dokumentation.

Der entscheidende Vorteil für den Kunden: Alles aus einer Hand über einen einzigen Ansprechpartner.

Durch die enge Partnerschaft mit Nico Deilers Dachdecker- und Gerüstbaubetrieben sowie einem Netzwerk zu Malermeister- und Verputzerbetrieben begegnet TB Bauwerk einer der größten Herausforderungen bei Bau- und Sanierungsprojekten: der Koordination unterschiedlicher Gewerke. Das Unternehmen übernimmt dabei auf Wunsch die zentrale Koordination und bindet für ergänzende Leistungen ausgewählte Fach- und Partnerbetriebe ein. Das spart Zeit, schont die Nerven und ist unter dem Strich für den Kunden oft deutlich günstiger.

Dabei liegt der Fokus ganz bewusst auch auf den Projekten, die bei vielen Großunternehmen oft hinten überkippen. Das Trio möchte ausdrücklich auch für die ältere Dame da sein, die eine neue Eingangsstufe benötigt, oder für den Privatkunden, der keinen Handwerker für seinen kleinen Anbau findet.

Voll digitalisiert im Einsatz für den Kunden

Während viele Baubetriebe noch mit Papier-Reportzetteln und unübersichtlichen Ordnern arbeiten, setzt TB Bauwerk konsequent auf Modernisierung. „Wir sind super modern aufgestellt und arbeiten komplett cloudbasiert mit speziellen Apps auf dem Smartphone“, berichtet Jannik Kern.

Jeder Arbeitsschritt auf der Baustelle wird noch vor Ort lückenlos digital dokumentiert. Projektfortschritte, Fotodokumentationen und Reportzettel werden per Knopfdruck erfasst und können dem Kunden transparent in Echtzeit übermittelt werden. Auch die Abnahme erfolgt digital. Das bedeutet: Maximale Transparenz, keine verlorenen Zettel und eine blitzschnelle, ortsunabhängige Kommunikation. „Jeder von uns weiß zu jeder Sekunde genau, was in dem Laden passiert, ohne dass wir physisch das Büro betreten müssen“, betont Kern.

Beim Thema Qualität und Sicherheit wird keine Ausnahme gemacht, denn bei TB Bauwerk gilt ein striktes Prinzip: Für jedes angebotene Gewerk steht ein echter Meister in der Verantwortung.

Kulturwandel auf dem Bau: Fairness, Respekt und flexible Arbeitszeiten

Ein besonderes Anliegen ist dem Gründertrio, mit alten, verkrusteten Strukturen der Baubranche aufzuräumen. Das zeigt sich vor allem in der modernen Personalführung bei TB Bauwerk. „Wenn das vereinbarte Tagespensum durch effiziente und hochwertige Arbeit früher erledigt ist, sollen unsere Mitarbeiter daraus keinen Nachteil haben. Gegenüber dem Kunden wird selbstverständlich transparent nach der vereinbarten Abrechnungsart abgerechnet. Dieses künstliche Zeitschinden, das man aus alten Betrieben kennt, gibt es bei uns nicht“, betont Nico Deiler.

Bei TB Bauwerk zählt das Ergebnis und die Zufriedenheit im Team. „Muss an einem Tag mal eine halbe Stunde länger gearbeitet werden, um ein Projekt abzuschließen, zieht das Team motiviert mit – weil sie wissen, dass diese Flexibilität auf Gegenseitigkeit beruht. Diese positive Energie und Nahbarkeit spüren auch die Kunden direkt vor Ort“, berichtet Jannis Lentis.

Das junge Unternehmen sucht noch tatkräftige Unterstützung

Der Erfolg eines jeden Handwerksbetriebs steht und fällt mit seinen Mitarbeitern. Da TB Bauwerk auf Wachstumskurs ist, befindet sich das Unternehmen kontinuierlich auf der Suche nach motivierten Talenten – sowohl für die Baustelle (Maurer, Trockenbauer, Allround-Handwerker) als auch für die Verwaltung (Büroassistenz / Backoffice).

Dabei gehen die Ingelheimer auch bei der Personalführung völlig neue Wege und erteilen verstaubten Hierarchien eine klare Absage. „Wir leben eine moderne Kultur. Bei uns gibt es dieses typische ‚Das haben wir schon immer so gemacht‘ oder ‚Der Lehrling darf die ersten Jahre nur kehren‘ nicht“, stellt Nico Deiler klar. „Wir beschweren sich in Deutschland alle, dass es keinen Nachwuchs gibt, aber oft werden Lehrlinge in der Branche einfach schlecht behandelt. Das ist eine Katastrophe.“

Das Credo der Gründer: Jeder bekommt eine faire Chance, sich einzubringen und weiterzuentwickeln. Wenn ein Auszubildender oder Praktikant eine innovative Idee hat, wird diese angehört und umgesetzt. Wer Gas gibt, Engagement zeigt und handwerkliches Geschick mitbringt, dem stehen alle Türen bis hin zum Kolonnenführer offen.

Kontakt: 
TB Bauwerk GmbH
Binger Straße 92
55218 Ingelheim

Telefon: 01511 – 6975184
Mail: kontakt@tb-bauwerk.de

Homepage: TB Bauwerk GmbH
Instagram: tb.bauwerk

Rossmann ruft Snack für Kinder wegen Salmonellen zurück

Die Dirk Rossmann GmbH informiert über einen vorsorglichen Produktrückruf: Im Rahmen von Eigenkontrollen wurden in dem Kinderprodukt „Genuss Plus Kids Fruchtchips Apfel“ Salmonellen nachgewiesen. Vom Verzehr der betroffenen Ware wird dringend abgeraten. Das betroffene Produkt sollte auf keinen Fall verzehrt werden.

Mögliche Gesundheitsrisiken durch Salmonellen in Produkt von Rossmann

Eine Salmonellen-Infektion äußert sich in der Regel innerhalb weniger Tage nach dem Verzehr. Zu den typischen Symptomen gehören Durchfall und Bauchschmerzen, gelegentlich Erbrechen und leichtes Fieber.

Bei gesunden Personen klingen die Beschwerden meist nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Säuglinge, Kleinkinder, Senioren sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem können jedoch schwerere Krankheitsverläufe entwickeln.

Personen, die das Produkt konsumiert haben und unter schweren oder anhaltenden Symptomen leiden, sollten einen Arzt aufsuchen und auf den Verdacht einer Salmonellen-Infektion hinweisen. Eine präventive Behandlung ohne Symptome ist nicht erforderlich.

Folgendes Produkt ist betroffen

Rückruf rossmann
© Rossmann
  • Produktbezeichnung: Genuss Plus Kids Fruchtchips Apfel
  • Verpackungseinheit: 35 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 24.02.2027
  • Chargennummer: C110862 MA
  • EAN: 4068134196903
  • Vertrieb: Bundesweit über Dirk Rossmann Filialen (betrifft alle 16 Bundesländer)

Kunden können die Packungen in den Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird dort vollständig erstattet.

Steinewerfer in Stockstadt – Wer kann Hinweise geben?

Am Donnerstagabend (30. Juli 2027) warfen Unbekannte Steine auf ein vorbeifahrendes Auto in Stockstadt und beschädigten die Windschutzscheibe des Fahrzeugs. Die Polizei sucht nun nach den Steinewerfern und bittet um Hinweise von möglichen Zeugen.

Polizei sucht Zeugen zu dem Vorfall in Stockstadt

Gegen 20.15 Uhr fuhr eine 26-jährige Autofahrerin mit ihrem Wagen auf der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Als sie die dortige Unterführung beziehungsweise Fußgängerbrücke passierte, wurde ein Stein auf ihr Auto geworfen. Das Wurfgeschoss traf die Windschutzscheibe des Autos und hinterließ einen Schaden.

Die Polizeistation Gernsheim bittet in diesem Zusammenhang Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, unter der Rufnummer 06258/9343-0 Kontakt aufzunehmen.

Spendenübergabe für den ASB Wünschewagen am Atrium Hotel Mainz

Die Benefizauktion im Atrium Hotel Mainz erwies sich als voller Erfolg. Gemeinsam hatten das Kunst- und Auktionshaus Wiesbaden, BYC-News sowie das Atrium Hotel Mainz zu der Benefizveranstaltung geladen. Am Donnerstag, den 30. Juli 2026, konnte die stolze Summe von 9.265 Euro offiziell an das Team des ASB Wünschewagens Rheinland-Pfalz übergeben werden. Die Einnahmen und Erlöse der Versteigerung flossen zu 100 Prozent in das rein ehrenamtliche Projekt. Bei der Übergabe anwesend waren Thomas und Christina (ASB Wünschewagen RLP), Lutz Frey (Hoteldirektor Atrium Mainz), Luisa Kirschenknapp (Leitung Veranstaltungsverkauf Atrium), René Blumer (Kunst- und Auktionshaus Wiesbaden) und Katja Dachs (BYC-News).

René Blumer, Geschäftsführer und Auktionator vom Kunst- und Auktionshaus Wiesbaden:

„Diese Auktion endete nicht mit dem Hammerschlag. Wir haben mit unserer Arbeit gleichzeitig helfen und Herzenswünsche erfüllen können. So bekommt das Engagement eine ganz besondere Bedeutung. Hinter jedem Gebot dieser Benefizauktion stehen Mitgefühl, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Gutes zu tun. Mein herzlicher Dank gilt allen Spendern, Bietern, Sponsoren, Unterstützern der herausragenden Zusammenarbeit mit den Partnern (BYC, Atrium). Gemeinsam haben wir etwas bewegt“, erklärt René Blumer.

Katja Dachs, Inhaberin von BYC-News:

„Der Wünschewagen schenkt Menschen in ihrer schwersten Zeit unbezahlbare Momente des Glücks. Es war uns eine Herzensangelegenheit, dieses großartige Projekt zu unterstützen. Dass wir dank der Großzügigkeit unserer Gäste so eine fantastische Summe übergeben können, freut uns umso mehr“, ergänze Katja Dachs.

Dank der Unterstützung aller Beteiligten und der Großzügigkeit der Bieter können nun wieder unbezahlbare Momente der Lebensfreude für Betroffene realisiert werden.

Das Angebot an Exponaten war breit gefächert und wurde von den folgenden regionalen Unternehmen für die Auktion gespendet:

  • Autohaus Karl + Co GmbH
  • Löhr Automobile Wiesbaden
  • Wald.Weit Rheingau Hotel & Retreat
  • FSV Mainz 05
  • Sonnenkönig – Spezialist für Solar & Energiespar-Technik GmbH & Co. KG
  • Waschpark Mainz
  • Safe2Home
  • Taunus Wunderland
  • Merz Fußballakademie
  • Rössler Linie
  • Voltbox Mainz
  • Jourdan Mode nach Maß
  • Birkhoven Atelier Pfeiffer Mainz
  • Forever Living – Conny Fischer-Stork
  • Eventplanung Knab
  • Fornara GmbH
  • GT-electronics
  • escapeX
  • Carnevalverein Kleppergarde Mainz-Gonsenheim
  • Schwimmschule Marlin
  • Gelbe+Kollegen
  • ASW Kai Winter
  • Bootsakademie Wabra
  • Esthetic Ink Tattoo Studio
  • Katrin Buchheit
  • maloa Hawaiian Poké Bowl
  • LotsingPower®
  • Unbeschwert Lernen
  • SANIBONA® Coaching & Training
  • Sekthaus Raumland
  • Champagne Bouché
  • vomFASS Mainz
  • Andy Möller
  • Iordanov Vodka

Warum Chris Jericho die AEW der WWE vorzieht

Chris Jericho hat erstmals ausführlich darüber gesprochen, warum er sich nach dem Ablauf seines bisherigen Vertrages erneut für All Elite Wrestling und gegen eine Rückkehr zu World Wrestling Entertainment entschieden hat. Im Gespräch mit Beef Vegan bei Rock 102.1 KFMA räumte der 55-jährige Veteran offen ein, dass er vor seiner endgültigen Entscheidung verschiedene lukrative Möglichkeiten abgewogen habe. Während seiner längeren TV-Auszeit war sein altes Arbeitspapier ausgelaufen, was ihn offiziell zu einem Free Agent machte.

In dieser Phase brodelte die Gerüchteküche gewaltig, und viele Fans sowie Experten rechneten mit einem letzten großen Run beim Marktführer, wo der Kanadier einen Großteil seiner legendären Karriere verbracht und unzählige World Championships gewonnen hatte. Er stellte jedoch klar, dass diese vertragslose Zeit nicht mit einem tatsächlichen Abschied von AEW gleichzusetzen gewesen sei, da unmittelbar danach eine neue Vereinbarung erzielt wurde.

Das besondere Band zu All Elite Wrestling

Letztlich gab ein ganz bestimmter emotionaler Faktor den entscheidenden Ausschlag. Die Bedeutung, die AEW für ihn persönlich besitzt, lasse sich schlichtweg nicht mit seiner erfolgreichen Vergangenheit bei der WWE vergleichen. Er erinnerte im Interview daran, dass er Anfang 2019 zu den allerersten und wichtigsten Verpflichtungen der damals völlig neu gegründeten Promotion gehörte. Durch seine Unterschrift verlieh er dem mutigen Projekt sofortige Glaubwürdigkeit und weltweite Aufmerksamkeit.

Als erster AEW World Champion der Geschichte übernahm er in der kritischen Aufbauphase eine zentrale Führungsrolle und half maßgeblich dabei, den wichtigsten Titel der Liga zu etablieren. Die WWE habe schon lange vor seinem Debüt existiert und werde auch nach seinem Karriereende nahtlos weiterbestehen. All Elite Wrestling hingegen hätte es vor seiner Beteiligung in dieser Form nicht gegeben, weshalb er sich der Entwicklung dieses Unternehmens auf einer viel persönlicheren Ebene verbunden fühle.

Das Vertrauen von Tony Khan

Diese tiefe Verbundenheit wird auch von der Chefetage der Promotion erwidert. Bereits Anfang April hatte AEW-Präsident Tony Khan öffentlich bestätigt, dass sein Topstar als Free Agent zwischen mehreren extrem attraktiven Optionen wählen konnte, aber früh signalisiert habe, dem Projekt treu bleiben zu wollen. Seine gefeierte Rückkehr in Winnipeg sei bereits lange im Voraus vorbereitet worden. Parallel zu diesen Verhandlungen kursierten Berichte über ein starkes Interesse der WWE und eine finanzstarke Offerte seitens AEW.

Im aktuellen Interview stellte Chris Jericho jedoch nicht das Geld, sondern explizit seine enge Bindung zur Company und die hervorragende Zusammenarbeit mit Tony Khan in den Vordergrund. Er arbeite wahnsinnig gerne für den AEW-Präsidenten und sei mit der kreativen sowie wirtschaftlichen Entwicklung der Promotion absolut zufrieden. Anders als in den Anfangsjahren müsse er die Liga heute nicht mehr im Alleingang als größtes Aushängeschild tragen, sondern könne gezielter in spannenden Storylines gegen Leute wie Ricochet oder Tommaso Ciampa eingesetzt werden, was ihm zuletzt wieder enorm viel Freude bereitet habe.

Ein endgültiger Abschied von der WWE?

Dass das Kapitel WWE für alle Zeiten komplett geschlossen ist, lässt sich aus den neuen Aussagen des Superstars allerdings nicht zwingend ableiten. Seine langjährige und extrem erfolgreiche Geschichte bleibt ein unumstößlicher Teil seines Vermächtnisses. Spätestens nach dem Ende seiner aktiven In-Ring-Karriere erscheint ein späterer Auftritt für besondere Anlässe, wie beispielsweise eine Hall-of-Fame-Aufnahme, weiterhin absolut im Bereich des Möglichen. Jericho vermied es in dem Gespräch ganz bewusst, die WWE in irgendeiner Form negativ darzustellen. Vielmehr verdeutlichte er den elementaren Unterschied zwischen den beiden Wrestling-Giganten aus seiner rein persönlichen Perspektive. Das unvergleichliche Gefühl, etwas völlig Neues von Grund auf mit aufgebaut zu haben, war für den langjährigen Champion am Ende schlichtweg reizvoller als die nostalgische Rückkehr in vertraute Gefilde.

CDU Rheinland-Pfalz hält an Einbürgerung ohne Sprachtest fest

Es war eines der lautstärksten Wahlkampfthemen der rheinland-pfälzischen CDU im Frühjahr: Die scharfe Kritik an der Praxis, dass Ausländer in Rheinland-Pfalz unter Umständen auch ohne offizielles Sprachzertifikat eingebürgert werden können. Nun stellt sich heraus: Die neue Landesregierung unter Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hält an genau dieser Regelung fest.

Vom Aufreger zur Regierungspraxis

Vor der Wahl sprach die Union noch von „inakzeptabler Behördenwillkür“ und forderte verbindliche, standardisierte Zertifikate für jeden Antragsteller. In Rheinland-Pfalz gilt die Regelung, dass Sachbearbeiter in den Staatsangehörigkeitsbehörden bei der persönlichen Vorsprache auf die Vorlage von Dokumenten verzichten können, wenn die Deutschkenntnisse im Gespräch „offensichtlich vorliegen“.

Jetzt zeigt sich die Regierungsrealität in Mainz von einer pragmatischeren Seite.

Aus dem Ministerium heißt es nun erklärend, dass eine Einbürgerung ohne ausreichende Sprachkenntnisse weiterhin ausgeschlossen sei, der Spielraum der Ämter vor Ort jedoch beibehalten werde, um bürokratische Hürden und Wartezeiten abzubauen.

Opposition wirft der Union Wortbruch vor

Bei der politischen Konkurrenz stößt das Einknicken der CDU auf harte Kritik. Oppositionspolitiker werfen der Regierungssparte vor, das Thema Einbürgerung vor der Wahl aus rein populistischen Gründen hochgeblasen zu haben, um nun in der Praxis geräuschlos zur Tagesordnung überzugehen.

Für die Einbürgerungsbehörden in den Landkreisen und Städten wie Mainz oder Ingelheim bedeutet die Entscheidung vor allem Kontinuität, die Debatte über Glaubwürdigkeit und Worttreue in der Landespolitik ist damit jedoch neu entfacht.

Neue Parkregelung im Eisgrubweg in Mainz

Die Landeshauptstadt Mainz nimmt Anpassungen an der Parkordnung im Eisgrubweg vor. Hintergrund ist der Schienenersatzverkehr (SEV), der im Rahmen aktueller Bauarbeiten voraussichtlich bis Oktober 2026 durch die Straße geführt wird. Da die Straße an vielen Stellen vergleichsweise schmal ist, sind verkehrliche Maßnahmen nötig, um Begegnungen von Bus- und Autoverkehr ohne Behinderungen zu ermöglichen.

Was die neue Parkordnung in Mainz beinhaltet

Um die Straße für die Busse gut passierbar zu halten und gleichzeitig die Durchfahrt für Feuerwehr und Rettungsdienste jederzeit zu garantieren, wird der Straßenraum neu geordnet:

Bestehende Verbote werden angepasst oder neu eingerichtet. Stellplätze werden durch sichtbare Bodenmarkierungen klar ausgewiesen. Das Parken ist künftig ausschließlich innerhalb dieser gekennzeichneten Flächen erlaubt.

Ziel: Erreichbarkeit und Klarheit für das Quartier

Mit den Änderungen möchte die Stadt sicherstellen, dass das Wohnviertel während der Dauer des Ersatzverkehrs gut erreichbar bleibt. Gleichzeitig sollen Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner minimiert und eindeutige Verhältnisse geschaffen werden, wo das Abstellen von Fahrzeugen im Eisgrubweg erlaubt ist.

Die Arbeiten für Beschilderung und Markierung werden kurzfristig umgesetzt, damit die neuen Parkregeln pünktlich zum Start des Schienenersatzverkehrs gelten.

Tödlicher Verkehrsunfall in Frankfurt-Sachsenhausen

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Isenburger Schneise in Frankfurt-Sachsenhausen ist am Dienstagabend (29. Juli) ein 20-jähriger Mann ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Zusammenstoß im Kreuzungsbereich in Frankfurt-Sachsenhausen

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Unfall kurz nach 21 Uhr im Kreuzungsbereich der Oberschweinstiegschneise und der Isenburger Schneise. Eine 48-jährige Autofahrerin war mit ihrem Honda auf der Oberschweinstiegschneise unterwegs und wollte nach links auf die Isenburger Schneise abbiegen. Während des Abbiegevorgangs hielt sie den bisherigen Ermittlungen zufolge an, um einen 55-jährigen Radfahrer die Fahrbahn überqueren zu lassen.

Zur gleichen Zeit näherte sich ein 24-jähriger Mercedes-Fahrer aus Richtung Neu-Isenburg in Fahrtrichtung Frankfurt. Im Kreuzungsbereich kam es aus bislang ungeklärter Ursache zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Honda um 180 Grad gedreht. Der Mercedes kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen zwei nebeneinanderstehende Bäume.

Ein Toter, drei Verletzte

Für einen 20-jährigen Mitfahrer auf der Rückbank des Mercedes kam jede Hilfe zu spät. Er erlag noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte seinen schweren Verletzungen. Der 24-jährige Fahrer sowie sein gleichaltriger Beifahrer wurden in dem Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Der Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Der Beifahrer wurde schwer verletzt, sein Zustand gilt nach aktuellen Erkenntnissen als stabil. Die 48-jährige Honda-Fahrerin zog sich leichte Verletzungen zu. Der 55-jährige Radfahrer blieb unverletzt.

Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die Isenburger Schneise vollständig gesperrt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Zur Klärung der Ursache wurde außerdem ein Gutachter hinzugezogen.

Kreis Groß-Gerau investiert in Schulgebäude

Die großen Sommerferien nutzt der Kreis Groß-Gerau wie jedes Jahr, um an zahlreichen Schulen notwendige Bau- und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Das Spektrum reicht von Routine-Reparaturen und Renovierungen über Raumumzüge bis hin zu kleineren Umbauten wie der Einrichtung eines Pflegebads.

Reaktionen auf steigende Schülerzahlen im Kreis Groß-Gerau: Neue Containeranlagen für 1,8 Millionen Euro

Landrat Thomas Will betont die Bedeutung der Maßnahmen für die Schulgemeinschaften: „Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Gebäudemanagements für ihren immerwährenden Einsatz rund um die Schulen. Dem Kreis ist es wichtig, dass alle – Kinder wie Lehrkräfte und alle anderen dort arbeitenden Menschen – nach den Ferien bestmögliche Bedingungen an ihren Schulen vorfinden.“

Um dem Wachstum der Schüler- und Klassenzahlen sowie den Anforderungen des Ganztagsbetriebs gerecht zu werden, wurden für das Schuljahr 2026/27 mehrere Containeranlagen aufgestellt oder erweitert. Der Kreis investiert hierfür rund 1.833.000 Euro:

  • Nibelungenschule Biebesheim: Errichtung einer zweigeschossigen Mietcontaineranlage mit zwei Unterrichtsräumen.

  • Martin-Niemöller-Schule Goddelau: Erweiterung der bestehenden Anlage um sieben Unterrichtsräume.

  • Gymnasium Gernsheim: Aufstockung der Mietcontaineranlage um vier Unterrichtsräume.

  • Mittelstufengymnasium Nord: Aufstockung der Anlage um vier Unterrichtsräume.

  • Goetheschule Groß-Gerau: Aufstockung um einen Unterrichtsraum, einen Differenzierungsraum, eine Bibliothek sowie Arbeitsplätze.

Mensa-Interimslösung, Neubau und Klimaschutz

Neben den Containererweiterungen stehen weitere wichtige Großprojekte im Kreis Groß-Gerau im Fokus:

  • Albert-Schweitzer-Schule Ginsheim-Gustavsburg: Zur Sicherstellung der Mittagsversorgung entsteht eine Interimsmensa mit Küche und 100 Sitzplätzen. Die Fertigstellung ist für November 2026 geplant.

  • Ahornschule Worfelden: Der Schulneubau wird pünktlich zum Schuljahresbeginn am 10. August offiziell in Betrieb genommen.

  • Prälat-Diehl-Schule (PDS I) Groß-Gerau: In der Sporthalle wird die Beleuchtung auf moderne LED-Technik umgestellt. Die Maßnahme wird über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

DN Group AG steigt beim Windenergie-Unternehmen WINDWISE ein

Die DN Group AG hat sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 20 Prozent an der WINDWISE GmbH beteiligt. Bekannt gab die Gesellschaft den Einstieg am 24. März 2026. WINDWISE entwickelt grundlastoptimierte Windenergieanlagen und setzt dafür eine patentierte Technologie namens maxcap ein. Als Ziel nennt die Mitteilung den Bau von über 100 Anlagen bis 2030.

Mit dem Zugang deckt das Beteiligungsportfolio der DN Group AG erstmals den Bereich erneuerbare Energien ab.

Die Eckdaten der Beteiligung

Der Einstieg erfolgte über eine Kapitalerhöhung. Das eingebrachte Kapital fließt damit dem Unternehmen zu und nicht an Altgesellschafter. Zur Höhe der Investitionssumme macht die Beteiligungsmeldung der DN Group AG keine Angaben.

Mittelfristig plant WINDWISE die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Bei diesem Schritt will die DN Group AG beratend tätig werden. Beratung zu Börsengängen und Kapitalmarkttransaktionen gehört nach eigener Darstellung zum Kerngeschäft des Frankfurter Unternehmens.

Eine Rechtsformumwandlung ist dabei kein Selbstzweck. Sie schafft die Voraussetzung für die Ausgabe handelbarer Aktien und damit für eine breitere Kapitalaufnahme, bringt aber zugleich höhere Anforderungen an Rechnungslegung und Organe mit sich.

Ein Anteil von 20 Prozent begründet keine Mehrheit. Einfluss auf die Unternehmensführung ergibt sich in solchen Konstellationen über Gesellschaftervereinbarungen und Beiratsmandate, nicht über Stimmenmehrheit.

Bilanziell bleibt eine Beteiligung dieser Größenordnung eine Finanzanlage und wird nicht konsolidiert. Umsätze und Ergebnisse von WINDWISE fließen damit nicht in die Zahlen der Beteiligungsgesellschaft ein. Sichtbar wird der Beitrag erst über Ausschüttungen, Wertaufholungen oder einen späteren Verkauf von Anteilen.

Was steckt hinter der maxcap-Technologie?

Grundlastoptimierte Windenergieanlagen sollen Strom möglichst gleichmäßig liefern statt überwiegend bei starkem Wind. Gemessen wird das über Volllaststunden, also die rechnerische Zahl an Stunden pro Jahr, in denen eine Anlage mit voller Nennleistung liefern würde.

Als Herstellerangabe nennt WINDWISE für die maxcap-Turbinen über 4.000 Volllaststunden pro Jahr. Ein Jahr hat 8.760 Stunden, womit dieser Wert einer rechnerischen Auslastung von rund 46 Prozent entspräche. Übliche Onshore-Anlagen in Deutschland bewegen sich im Bereich von etwa 2.000 bis 3.000 Volllaststunden.

Belegt ist diese Kennziffer bislang nicht. Betriebsdaten aus laufenden Anlagen hat der Hersteller nicht veröffentlicht, und ein Gutachten einer unabhängigen Prüfstelle liegt nicht vor.

Nachvollziehbar ist dagegen das konstruktive Prinzip. Nach den Merkmalen der maxcap-Turbine kombiniert der Hersteller einen verhältnismäßig großen Rotor mit einem Generator der 2,5-MW-Klasse, sodass die Nennleistung bereits bei etwa 7,5 Metern je Sekunde erreicht wird. Ein solcher Zuschnitt führt technisch zu gleichmäßigerer Erzeugung und niedrigeren Spitzenwerten.

Volllaststunden hängen zudem stark vom Standort ab. Dieselbe Anlage erreicht an der Küste andere Werte als im Binnenland, weshalb Herstellerangaben ohne Standortbezug nur begrenzt vergleichbar sind.

Das Geschäftsmodell umfasst nach Firmenangaben drei Bausteine:

  1. Systemplanung von Windkraftanlagen
  2. Schlüsselfertige Lieferung von Windparkprojekten gemeinsam mit Partnern
  3. Lizenzierung der maxcap-Technologie an andere Anbieter

Warum Netzkapazität für das Konzept zentral ist

Der Fokus des Unternehmens liegt auf dezentralen Standorten mit begrenzter Netzkapazität. An solchen Orten steht nur ein bestimmter Anschlusswert zur Verfügung, unabhängig davon, wie viel eine Anlage in Spitzenzeiten erzeugen könnte.

Erzeugt eine Anlage gleichmäßiger, lässt sich derselbe Netzanschluss über mehr Stunden im Jahr nutzen. Der wirtschaftliche Hebel liegt damit weniger in der maximalen Leistung als in der Auslastung vorhandener Infrastruktur.

Abregelungen sind für Betreiber ein realer Kostenfaktor, wenn Netze zeitweise überlastet sind. Konzepte, die Erzeugungsspitzen glätten, adressieren genau dieses Problem. Ob sich der Ansatz gegenüber der Kombination aus Standardanlage und Speicher durchsetzt, ist eine offene Wettbewerbsfrage.

Technisch erreichen Hersteller eine gleichmäßigere Erzeugung üblicherweise über größere Rotorflächen im Verhältnis zur Generatorleistung. Anlagen dieses Typs laufen auch bei schwächerem Wind näher an ihrer Nennleistung, erreichen dafür aber keine höheren Spitzenwerte. Welche konstruktiven Merkmale die maxcap-Technologie im Einzelnen kennzeichnen, hat WINDWISE nicht veröffentlicht.

Für Betreiber verschiebt sich damit die Rechnung. Entscheidend ist nicht der maximale Ertrag pro Anlage, sondern der Ertrag je vergebener Netzanschlusskapazität.

Wie entwickelt sich der deutsche Windmarkt?

Der Markt, in den WINDWISE hineinwächst, hat zuletzt spürbar zugelegt. Nach den Daten zum Windenergieausbau an Land ergibt sich für 2025 folgendes Bild:

  • Der Bruttozubau an Land lag bei 958 Anlagen mit 5.232 Megawatt Leistung.
  • Die installierte Gesamtleistung erreichte zum Jahresende 68,1 Gigawatt.
  • Neu genehmigt wurden 3.310 Anlagen mit 20.765 Megawatt.
  • Bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur erhielten 2.348 Anlagen mit 14.449 Megawatt einen Zuschlag.

Für 2026 erwarten die Verbände einen Zubau von 8 bis 8,5 Gigawatt, sofern das Umsetzungstempo erhalten bleibt. Der hohe Genehmigungsbestand aus den Vorjahren gilt als Grundlage für die kommenden Baujahre.

Ein Ziel von über 100 Anlagen bis 2030 bewegt sich damit im Bereich eines mittelgroßen Projektierers. Zum Vergleich: Allein 2025 gingen bundesweit 958 Anlagen ans Netz.

Auffällig ist das Verhältnis von Genehmigungen zu Realisierungen. Laut den Zahlen der Bundesnetzagentur zum EEG-Ausbau wurden 2025 rund 20.765 Megawatt genehmigt, ans Netz gingen 5.232 Megawatt. Zwischen beiden Werten liegt die Umsetzungsdauer, die die Verbände mit etwa zwei Jahren ansetzen.

Dieser zeitliche Abstand betrifft auch neue Marktteilnehmer. Wer heute Projekte entwickelt, erzielt daraus in der Regel erst in zwei bis drei Jahren Erlöse aus dem Anlagenbetrieb.

Was sich über die Beteiligung der DN Group AG belegen lässt

WINDWISE hat seinen Sitz in der Augustastraße in Münster und ist als Mitglied im Landesverband Erneuerbare Energien Nordrhein-Westfalen geführt. Über den Verband ist das Unternehmen in der Branche verzeichnet.

Die technischen Merkmale der maxcap 141 dokumentiert der Hersteller selbst. Angegeben werden serienmäßige Nabenhöhen von 107 und 126 Metern, eine Gesamthöhe unter 170 Metern sowie Stahlrohrtürme mit maximal 4,4 Metern Durchmesser anstelle von Hybrid- oder Betontürmen.

Die geringere Gesamthöhe verfolgt einen genehmigungsrechtlichen Zweck. Das Kriterium der optisch bedrängenden Wirkung verlangt in der Regel einen Mindestabstand vom 2,5- bis 3-fachen der Gesamthöhe, weshalb niedrigere Anlagen an Standorten mit naher Bebauung überhaupt erst realisierbar werden.

Bewertungen von dritter Seite zu Ertrag, Verfügbarkeit oder Lebensdauer der Anlage liegen bislang nicht vor. Zum Zeitpunkt des Einstiegs der DN Group AG befand sich die Technologie im Markteintritt.

Wie passt der Einstieg zum bestehenden Portfolio?

Vor dem WINDWISE-Zugang lag der Schwerpunkt auf anderen Feldern. Neben Medizintechnik, Mikroalgenproduktion und KI-gesteuerten Parklösungen gehört auch das Hygieneprodukt aus dem Portfolio zu den Beteiligungen.

Als Begründung nennt Vorstandschef Ole Nixdorff ein „hochskalierbares Geschäftsmodell, das ökologische Notwendigkeit mit attraktiver Rentabilität verbindet“. Das Portfolio decke nun auch erneuerbare Energien ab.

Nachprüfen lässt sich diese Einschätzung derzeit nicht, denn zu Umsatz und Ergebnis des Beteiligungsunternehmens fehlen öffentliche Angaben.

Welche Fragen bleiben offen?

Bei jungen Technologieanbietern im Windbereich entscheidet die Umsetzung über den Erfolg. Genehmigungsverfahren, Netzanschlusszusagen und Lieferketten für Turbinenkomponenten bestimmen, wie schnell aus Projektpipelines tatsächliche Anlagen werden.

Ungeklärt ist zudem, wie sich die maxcap-Technologie im Wettbewerb mit etablierten Herstellern behauptet. Das Lizenzmodell setzt voraus, dass andere Anbieter die Technologie übernehmen wollen. Zu bestehenden Lizenzverträgen liegen keine Angaben vor.

Lizenzgeschäfte sind attraktiv, weil sie ohne eigene Fertigungskapazität Erlöse erzeugen. Sie funktionieren allerdings nur, wenn die Schutzrechte belastbar sind und Lizenznehmer keinen eigenen Umgehungsweg finden.

Erschwerend kommt hinzu, dass etablierte Turbinenhersteller eigene Entwicklungsabteilungen unterhalten. Fremdtechnologie übernehmen sie meist nur, wenn ein messbarer Vorteil vorliegt, der sich mit eigenen Mitteln nicht kurzfristig erreichen lässt.

Die geplante Umwandlung in eine Aktiengesellschaft wäre der nächste sichtbare Schritt, ein Zeitplan dafür wurde bislang nicht genannt. Für die DN Group AG hängt der Wert dieser Beteiligung daran, ob WINDWISE seine Ausbauziele erreicht und die angekündigten Volllaststunden im laufenden Betrieb bestätigt.

Reform des § 30 OWiG: Verbandsgeldbuße soll auf 40 Millionen Euro steigen

Der Regierungsentwurf zur Änderung des Ordnungswidrigkeitengesetzes vom Mai 2026 sieht eine Vervierfachung der maximalen Verbandsgeldbuße vor. Mit der Reform reagiert der Gesetzgeber auf europarechtliche Vorgaben, insbesondere auf die Umweltstrafrechtsrichtlinie 2024/1203, und verschärft zugleich die Anforderungen an die unternehmerische Selbstkontrolle. Für die Geschäftsführung, die Aufsichtsorgane und die Compliance-Verantwortlichen werden sich mit der Reform die Maßstäbe erheblich verschieben: Nachweisbare Compliance-Strukturen werden dann nicht mehr nur ein Merkmal ordnungsgemäßer Organisation und damit eine Sorgfaltspflicht darstellen, sie werden erstmals im Gesetzestext eine ausdrücklich bußgeldmindernde Wirkung erzielen.

Was sieht der Regierungsentwurf vor?

Der Entwurf vom Mai 2026 trägt die Drucksachennummer BT-Drs. 21/6133, wurde am 11. Juni 2026 in erster Lesung im Bundestag beraten und die Stellungnahme des Bundesrates am folgenden Tag abgegeben. Kern der Reform wird die wesentlich erhöhte Höchstbeträge nach § 30 Abs. 2 OWiG sein. Bei vorsätzlichen Anknüpfungstaten wird der Rahmen von zehn auf nunmehr bis zu vierzig Millionen Euro, bei fahrlässigen Taten von fünf auf zwanzig Millionen Euro angehoben. Diese neuen Obergrenzen gelten unabhängig von der Unternehmensgröße also auch für mittelständische Strukturen, wenn nur ein leitendes Organmitglied eine betriebsbezogene Pflicht verletzt. Neu eingeführt wird zudem die Abschöpfungskomponente, mit der der wirtschaftliche Vorteil aus der Tat zusätzlich abgeschöpft werden kann. Die Rechtslage bleibt hier unverändert, so dass die neuen Höchstbeträge in der Praxis auch übertroffen werden können.

Neu eingeführt werden soll außerdem eine ausdrückliche gesetzliche Bemessungsvorschrift. Der bisherige Zustand, in dem die Zumessung zum größten Teil der Rechtsprechung überlassen blieb, wird durch einen Kriterienkatalog abgelöst. In §30 Abs. 2a S. 3 Nr. 5 OWiG-E soll die Qualität der bestehenden Compliance-Organisation ausdrücklich als bußgeldmindernder Umstand verankert werden. Dies bedeutet für die Praxis eine belastbare Rechtsgrundlage für ein Argument, das bislang zwar in Verfahren vorgebracht, aber nicht systematisch Berücksichtigung gefunden hat. Die höchstrichterliche Anerkennung dieses Prinzips durch den Bundesgerichtshof wird nunmehr gesetzlich verankert und für die instanzgerichtliche Praxis verbindlich ausgeformt.

Wer sich in dieses Themenfeld einarbeiten oder sich dazu auch noch eine formale Qualifikation aufbauen will, wird auf dem Weiterbildungsmarkt entsprechende Angebote finden, etwa den Zertifikats-Lehrgang zum Compliance Officer, der die rechtlichen Grundlagen mit den organisatorischen Anforderungen an ein funktionierendes CMS verbindet.

Neue Bemessungslogik und die Rolle des Compliance-Management-Systems

Die vorgesehene Bemessungsvorschrift orientiert sich strukturell an den Zumessungsregeln des Strafrechts, ist aber auf die Besonderheiten der Verbandssanktion zugeschnitten. So sind unter anderem die Bedeutung der Anknüpfungstat, das Maß des durch die Tat erlangten Vorteils, das Nachtatverhalten des Verbandes sowie die Anstrengungen zur Aufdeckung und Vermeidung künftiger Verstöße zu berücksichtigen. Der Faktor „Qualität des Compliance-Management-Systems“ wirkt hier in zwei Richtungen: Ein dokumentiertes, geprüftes und tatsächlich gelebtes System kann die Buße mindern. Ein rein formelles System ohne Wirksamkeitsbeweis wirkt dagegen nicht mildernd, sondern könnte in schweren Fällen sogar die Frage einer Aufsichtspflichtverletzung nach § 130 OWiG wieder aufwerfen.

Zur Beurteilung eines CMS werden in der juristischen Diskussion regelmäßig die international etablierten Prüfrahmen zu Rate gezogen, dies sind etwa der IDW PS 980 der deutschen Wirtschaftsprüfer und der internationale Standard ISO 37301 für Compliance-Management-Systeme. Beide Rahmenwerke definieren Kriterien wie z. B. Compliance-Kultur, Compliance-Ziele, Compliance-Risiken, Compliance-Programm, Compliance-Organisation, Compliance-Kommunikation sowie Überwachung und Verbesserung. Wer seine Prozesse an diesen Kriterien ausrichtet und regelmäßig überprüfen lässt, hat im Bußgeldverfahren eine belastbare Basis, um sich zu verteidigen. Entscheidend ist dabei nicht das Vorhandensein einzelner Richtlinien, sondern die nachvollziehbare Kette von Risikoerkennung, Kontrollmaßnahmen, Schulung, Meldewegen sowie dokumentierter Reaktion auf Verstöße.

Damit verschiebt sich die Beweislastdynamik. Zwar ist eine förmliche Beweislastumkehr nicht haftungsrechtlich vorgesehen, gleichwohl wird das Unternehmen aber in die Lage versetzt, die Wirksamkeit seines CMS darzulegen. Ohne Dokumentation, ohne Schulungshistorie, ohne Berichte aus internen Audits ist der Milderungsgrund im Verfahren kaum durchzusetzen. Wer die Belege erst im Laufe einer laufenden Ermittlung zusammenträgt, verliert regelmäßig an Glaubwürdigkeit.

Einordnung ins deutsche Sanktionensystem

Deutschland kennt bislang kein originäres Unternehmensstrafrecht. Die strafrechtliche Verantwortlichkeit knüpft an natürliche Personen an. Unternehmen und andere Verbände werden im Wege des Ordnungswidrigkeitenrechts sanktioniert, in erster Linie über die §§ 30 und 130 OWiG. § 30 OWiG sieht eine Verbandsgeldbuße vor, wenn eine Leitungsperson eine strafbare oder ordnungswidrige Handlung vorgenommen hat, durch die Pflichten des Verbandes verletzt oder der Verband bereichert worden ist. § 130 OWiG erfasst die Verletzung der Aufsichtspflicht durch den Inhaber eines Betriebes oder Unternehmens. An dieser Anknüpfungslogik wird sich auch durch die geplante Reform nichts ändern. Erhöhen werden sich nur die Sanktionshöhen und der Grad der gesetzlichen Determination, nicht der Zugriffspunkt selbst. Ein früherer Versuch, ein eigenes Verbandssanktionengesetz zu schaffen, war in der 19. Wahlperiode gescheitert. Die jetzt gestartete Reform wählt einen anderen Weg. Sie modernisiert das bestehende Instrument, anstatt eine neue Kategorie von Unternehmenssanktionen zu schaffen. Aus rechtspraktischer Sicht hat dies den Vorzug, dass die bewährten Verfahrensregeln des OWiG erhalten bleiben, während zugleich die materiellen Anforderungen an die Unternehmen erhöht werden. Für die betroffenen Verbände heißt das kalkulierbare Verfahrensabläufe, aber viel weniger Gestaltungsspielräume in der Argumentation gegen hohe Bußgeldrahmen.

Praktische Folgen für die Compliance-Strukturen

Für die Unternehmenspraxis ergeben sich eine Reihe konkreter Handlungsfelder. Erstens sollten die bestehenden Compliance-Programme auf den Prüfstand gestellt werden, ob sie den künftigen gesetzlichen Kriterien gerecht werden. Davon betroffen ist zunächst die Risikoanalyse als Grundlage, die Angemessenheit der Kontrollmaßnahmen im Verhältnis zum festgestellten Risiko sowie die Dokumentation der Wirksamkeitsprüfung. Nur wenn die Dokumentation hält, was sie verspricht, lässt sich deren bußgeldmindernde Wirkung im Verfahren durchsetzen. Ein regelmäßiges internes oder externes Audit, das die tatsächliche Durchführung der Prozesse überprüft, ist eines jener Dinge, die im Ernstfall den Unterschied zwischen einem wirksamen und einem lediglich formalen System ausmachen.

Zweitens rückt die Qualifikation der Verantwortlichen in den Vordergrund. Die Tätigkeit eines Compliance Officers wird in vielen mittelständischen Unternehmen bislang von Personen wahrgenommen, die diese Funktion nebenamtlich ausüben. Mit der neuen gesetzlichen Bedeutung des CMS wird auch der Nachweis von Fachkunde dringend erforderlich, der sich durch Teilnahme an anerkannten Lehrgängen und Zertifikate belegen lässt. Zu den erforderlichen Kompetenzfeldern zählen das Ordnungswidrigkeiten- und Wirtschaftsstrafrecht, das Kartell- und Datenschutzrecht, das Hinweisgeberschutzgesetz sowie die praktische Ausgestaltung von Kontrollprozessen, Schulungsmaßnahmen und internen Untersuchungen.

Drittens wird der Blick auf das Nachtatverhalten geschärft. Interne Untersuchungen, die aktive Mitwirkung an den Ermittlungen und die unverzügliche Beseitigung erkannter Schwächen wirken sich nach dem Entwurf ausdrücklich auf die Höhe des Bußgeldes aus. Die Unternehmen sollten sich deshalb schon jetzt überlegen, wie sie im Ernstfall organisatorisch reagieren, welche Beauftragten eingebunden werden und welche Dokumentationsstandards für die internen Ermittlungen gelten. Klare Zuständigkeiten, geregelte Eskalationswege sowie ein funktionierendes Hinweisgebersystem gemäß dem HinSchG sollten in Ordnung sein.

Der weitere Rechtsrahmen wird die Anforderungen noch erhöhen. Mit der Corporate Sustainability Due Diligence Directive der EU und der in Aussicht stehenden EU-Anti-Korruptions-Initiative werden zusätzliche Sorgfalts- und Berichtspflichten geschaffen, die organisatorisch mit dem bestehenden CMS verknüpft werden müssen.