Die Stadt Trier hat im aktuellen Ranking der „Energieeffizientesten Städte Deutschlands“ den Spitzenplatz erobert. In dem jährlich stattfindenden Wettbewerb setzt sich die rheinland-pfälzische Stadt gegen Rostock und Dresden durch. Die Studie im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) zeigt jedoch auch eine besorgniserregende Entwicklung: Deutschlandweit hinkt die Sanierungsquote den Klimazielen weit hinterher.
Das Podium der Energieeffizienz
Grundlage der Auswertung sind rund 300.000 Datensätze von ImmoScout24 aus dem Jahr 2025. Das Ergebnis für das aktuelle Jahr 2026 ist eindeutig:
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Trier (Platz 1)
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Rostock (Platz 2)
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Dresden (Platz 3)
Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe sieht das Ergebnis als Bestätigung für die Strategie der Stadt: „Diese Auswertung ist ein schönes Indiz dafür, dass in Trier viele Menschen verstanden haben, wie wirtschaftlich sinnvoll Energieeffizienz beim Sanieren und Bauen ist.“
Ost-West-Gefälle: Sanierungsstau in NRW
Ein Trend der Vorjahre setzt sich fort: Die ostdeutschen Städte schneiden insgesamt deutlich besser ab als viele Kommunen in den alten Bundesländern. Der Grund liegt in den massiven Investitionen der Nachwendejahre. Besonders in Nordrhein-Westfalen zeigt sich hingegen ein erheblicher Nachholbedarf. Die Schlusslichter des Top-50-Rankings sind:
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Mönchengladbach (Platz 48)
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Bremen (Platz 49)
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Krefeld (Platz 50)
Experten fordern „Sanierungs-Turbo“
Trotz des Erfolgs von Trier warnt Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG, vor Selbstzufriedenheit. Die bundesweite Sanierungsquote liegt derzeit bei lediglich 0,69 Prozent. Um die Klimaziele zu erreichen, wäre eine Quote von rund 2 Prozent notwendig.
Kommunen, die die energetische Sanierung vernachlässigen, riskieren laut Hinrichs nicht nur die Klimaresilienz, sondern auch den Wohlstand ihrer Bürger, da ein Großteil des Kapitals in Immobilieneigentum gebunden ist. Hohe Energiekosten in schlecht gedämmten Gebäuden belasten die Haushalte zusätzlich.
Energieeffizientesten Städte
Hier ist die vollständige Rangliste der 50 untersuchten Städte im Überblick (Quelle: Scout24 AG, Market Analytics, Berlin) . Die Liste basiert auf den Daten des Vorjahres und zeigt, wie erfolgreich die Kommunen beim Thema energetische Gebäudesanierung abschneiden:
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Trier
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Rostock
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Dresden
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München
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Fürth
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Freiburg im Breisgau
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Regensburg
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Ulm
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Hannover
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Mühldorf am Inn
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Nürnberg
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Münster
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Augsburg
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Köln
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Karlsruhe
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Bad Homburg vor der Höhe
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Essen
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Hamburg
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Kiel
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Düsseldorf
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Leonberg
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Mülheim an der Ruhr
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Oberhausen
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Bochum
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Heidelberg
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Neuss
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Leverkusen
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Duisburg
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Bonn
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Ludwigsburg
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Aachen
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Gelsenkirchen
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Darmstadt
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Baden-Baden
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Oldenburg (Oldenburg)
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Dortmund
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Stuttgart
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Wuppertal
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Bergisch Gladbach
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Cuxhaven
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Hagen
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Bielefeld
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Heilbronn
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Solingen
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Lübeck
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Mönchengladbach
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Bremen
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Krefeld
Einordnung für die Region Rhein-Main
In unserer Region zeigt sich ein gemischtes Bild: Frankfurt am Main schneidet mit Platz 8 hervorragend ab und schafft es als einzige hessische Metropole in die Top 10. Bad Homburg folgt auf einem soliden 17. Platz, während Mainz (Platz 23) und Darmstadt (Platz 35) noch deutliches Potenzial bei der energetischen Sanierung aufweisen.
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