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Das saarländische Dilemma

Dem Saarland drohen schlechte Zeiten – schlechter als manchem Landstrich in Ostdeutschland. Das haben zwei Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegt. Wer Auswege finden will, wird neue Wege gehen müssen.

Nächtliche Geräusche sorgten für Gruselerlebnis

Ein Selbstversorgerhaus im kleinen Ort Wieden inmitten des Schwarzwaldes war das Ziel der zwölftägigen Sommerfreizeit, die die Kreisjugendpflege Alzey-Worms für 12- bis 15-jährige Jugendliche organisiert hatte.

In dem sehr ruhig gelegenen Haus, das umgeben war von Weiden und Kühen, verlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine erlebnisreiche Ferienzeit. Die zehn Mädchen und zwölf Jungen halfen bei der Zubereitung der Mahlzeiten mit und erweiterten so mit Unter-stützung der Betreuerinnen und Betreuer ihre Kocherfahrungen. Für Unterhaltung  sorgten Spiele, das wechselnde Abendprogramm, ein Tischkicker sowie insbesondere die Tischtennisplatte. Hier kämpften die Mitspieler in jeder freien Minute um den Einzug ins Finale des Volleyballtischtennis.

Bereits beim Vorbereitungstreffen der Frei-zeit hatten die Jugendlichen die Möglichkeit der Programmgestaltung genutzt und aus den zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten vor Ort Lieblingsziele ausgewählt. Gleich an zwei Tagen nutzte die Gruppe das sonnige Wetter zum  Baden im Titisee.

Der Besuch zweier Freizeitparks mit turbulenten Attraktionen stand darüber hinaus auf dem Programm. In einem Badeparadies testeten die Jungen und Mädchen unzählige Rutschen, die Gruppe er-wanderte die Ravennaschlucht und hatte Spaß auf der längsten Sommerrodelbahn Deutsch-lands. Besonders Mutige durften sich an zwei Nächten gruseln: Im Haus wurde eine kleine Aufgabenstrecke aufgebaut, welche die Abenteurer, nur mit einem Leuchtstab bewaffnet, bewältigen mussten.

Am vorletzten Abend stand dann eine Nachtwanderung im Hexen-wald auf dem Programm. „So manch einer kann sich bis jetzt bestimmte Geräusche nicht erklären“, berichtet die Kreisjugendpflegerin Christine Hassemer.

Gewalt gegen private Sicherheitskräfte nimmt immer mehr zu

Immer häufiger berichten die Medien über Übergriffe auf Sicherheitskräfte – auch auf private Sicherheitsdienste, wie ein aktuelles Beispiel aus Hamburg zeigt.

„Brüche und Schnittwunden: Attacken auf Hamburgs Bahn-Sicherheitsdienst immer brutaler“ – so der bezeichnende Titel im Focus. „Solche Übergriffe auf unsere Beschäftigten finden leider immer häufige statt. In den letzten 30 Jahren hat sich der Anteil der Konfrontationsunfälle in unserer Branche verfünffacht“, so der Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied vom Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) Dr. Harald Olschok.

Dramatische Zunahme durch Konfrontationen

2018 gab die, für die Branche zuständige, gesetzliche Unfallversicherung VBG den Securityreport zur Analyse des Unfallgeschehens in der Sicherheitswirtschaft heraus. Dieser zeigt eine dramatische Zunahme von Arbeitsunfällen durch Konfrontationen.

„Von den registrierten 4.000 Konfrontationsunfällen in 2017 entfielen über 95 Prozent auf nur sechs Einsatzgebiete: Warenhausdetektive, Sicherheitsbeschäftigte im ÖPNV, in Erstaufnahme- und Flüchtlingsunterkünften, im Veranstaltungsdienst, in Diskotheken sowie den Sicherheitsdienst in Jobcentern und zunehmend auch Kliniken“ so Olschok.

Die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft mache auch vor den Beschäftigten in den genannten Einsatzbereichen nicht halt. Während diese bei staatlichen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr schon seit langem öffentlich diskutiert werde, sei die private Sicherheitsbranche meistens außen vor.

Gesetzgeber ist gefordert

Eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation sei nur durch ein Bündel von Maßnahmen möglich. Die Arbeitgeber müssen ihrer, sich aus den Unfallverhütungsvorschriften ergebenden, Verpflichtung gerecht werden und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat qualifizieren und mit notwendiger Schutzausrüstung ausstatten.

„Zudem müsse der Gesetzgeber den Einsatzkräften den flächendeckenden Einsatz von z.B. Body-Cams erlauben, die erwiesenermaßen deeskalierende, gleichzeitig auch abschreckende Wirkung entfalten“, so Olschok. Eine besondere Verantwortung hätten vor allem auch die Auftraggeber – diese müssten in den Ausschreibungen wirksame Vorgaben an die Ausbildung aber auch die Zahl der eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen.

Der BDSW habe Leitfäden für den Schutz von Flüchtlingsunterkünften und Veranstaltungen mit konkreten Vorschläge erarbeitet. Die VBG habe Schulungsfilme für die gefahrgeneigten Aufgabengebiete produziert. „Wenn diese Angebote nicht genutzt und gegen bestehende Unfallverhütungsvorschriften permanent verstoßen wird, müssen die „schwarzen Schafe“ unserer Branche mit weitreichenden Sanktionen belegt werden“, so Olschok abschließend.

SWR Sommerfestival | Ein langes Wochenende mit „Tatort“-Premiere und Talk

Ein langes Wochenende mit „Tatort“-Premiere und Talk, mit Kultur und Comedy, mit viel Musik und Information / 15. bis 18. August 2019 am und im Mainzer Funkhaus sowie an anderen Orten in der Stadt

Bei seinem diesjährigen Sommerfestival bietet der Südwestrundfunk (SWR) viel Programm und öffnet seine Türen in Mainz. Menschen mit Neugier und Interesse können ihn vom 15. bis 18. August besser kennenlernen.

Einfach fernsehen

Am Funkhaus startet das Sommerfestival am Freitag, 16. August, mit dem „Langen Fernsehabend“ inklusive „Tatort“-Premiere. Auf der Leinwand vor dem Funkhaus und unter freiem Himmel ermitteln die Ludwigshafener „Tatort“-Kommissarinnen Lena Odenthal und Johanna Stern in ihrem neuesten Fall „Maleficius“ um einen ehrgeizigen Hirnforscher. Hauptdarstellerin Lisa Bitter, Schauspieler Gregor Bloéb sowie Autor und Regisseur Tom Bohn präsentieren die Open-Air-Premiere den Krimi-Fans vor Ort.

Die „Landesschau Rheinland-Pfalz“ lädt ihr Publikum direkt ins Studio ein und bei der Comedy-Sendung „So lacht der Südwesten!“ im Studio nebenan geht es mit Bodo Bach, Herrn Schröder, Christian Habekost, den Schnorreswacklern, Patrizia Moresco und dem Improvisationstheater „Springmaus“ humorvoll ans Eingemachte.

Einfach kommen

„Türen auf!“ heißt es am Sonntag, 18. August 2019, 11 bis 17 Uhr. Wer Zeit und Interesse hat, kann beim „Tag der offenen Tür“ einfach vorbeischauen, sich ausprobieren und informieren. Wer will, darf sich selbst am Mikrofon versuchen und die Fernsehnachrichten moderieren. Auf die vielen Fragen antworten SWR Moderator*innen und Programmmachende und lassen sich bei Sendungsaufzeichnungen wie „MarktFrisch“ über die Schulter schauen.

Beim Rundgang durch das Funkhaus können Groß und Klein einen Blick hinter die Kulissen werfen und Studios erkunden. Auf zwei Bühnen gibt es abwechslungsreiches Programm: SWR1 talkt mit dem Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebrecht. SWR4 lockt mit Live-Acts wie Vincent Gross und Julian David. SWR3 ist mit unverwechselbarer Comedy dabei und ruft zum beliebten „Elchalarm“ auf. Und wichtig für die Kleinen: der Tigerenten Club hat ein passgenaues Programm für sie im Gepäck.

Einfach hören und durchs Leben reisen

„Eine Reise durchs Leben“ – so lautet der Titel der neuen „SWR1 Hits und Story“-Show am Donnerstag, 15.8., im Kurfürstlichen Schloss. Dabei geht es um zentrale Fragen des Lebens – und um Musik. SWR1 Musikexperte Werner Köhler erzählt von den Geschichten und Menschen hinter bewegenden Songs, begleitet von der Band „Pop History“.

Einfach tanzen und den Sommer genießen

DASDING kommt im Rahmen des SWR Sommerfestivals am Samstag, 17.8., an den Mainzstrand. „Partybash“, das bedeutet Mixed Music, das Beste aus Charts, Black, House und Urban. An den Plattentellern steht DJ DoubleA.

Das Programm des „SWR Sommerfestivals“ im Überblick:

Donnerstag, 15. August:
SWR1 „Hits und Storys“, Kurfürstliches Schloss in Mainz, ausverkauft

Freitag, 16. August: 
„Langer Fernsehabend“, Funkhaus Mainz,
ab 18 Uhr „Landesschau Rheinland-Pfalz“ und „So lacht Rheinland-Pfalz!“ (die Karten werden im Internet verlost);

ab 20 Uhr „Tatort“-Premiere „Maleficius“ open air;  Eintritt frei

Samstag, 17. August:
DASDING Partybash Mainzstrand, 20 Uhr, Eintritt frei

Sonntag, 18. August:
„Tag der offenen Tür“, Funkhaus Mainz, 11-17 Uhr, Eintritt frei

Spinne verursacht Autounfall

Saarbrücken-Schafbrücke. Eine 36 Jahre alte Frau ist am Donnerstag mit ihrem Auto auf gerade Strecke gegen einen Baum gefahren. Dabei wurden drei Insassen leicht verletzt – Auslöser für den Unfall war mutmaßlich eine Spinne.

76-Jähriger verletzt Mofafahrer schwer

Überherrn. Ein 76-Jähriger hat beim Linksabbiegen einen Mofafahrer übersehen, angefahren und schwer verletzt. Der Unfall passierte am Donnerstag gegen 16.48 Uhr auf der B269N, wie die Polizei mitgeteilt hat.

Immer mehr Erwachsene greifen zu Ritalin

Saarbrücken. Immer mehr Saarländer bekommen Medikamente gegen Aufmerksamkeits-Störungen. Das hat die Techniker Krankenkasse (TK) mitgeteilt. Experten warnen vor dem Suchtpotential der Medikamente.

Heute startet vor historischer Altstadtkulisse das Oppenheimer Weinfest

Mit dem Weinfest am zweiten Wochenende im August feiert die Stadt Oppenheim am heutigen Freitag August ihren alljährlichen Höhepunkt im Veranstaltungskalender. Vor der prachtvollen und einmaligen, historischen Kulisse der Altstadt öffnet sich, rund um das historische Rathaus und den Marktplatz, erneut ein genussvoller Rundgang.

„Dabei stehen die Oppenheimer und rheinhessischen Weine Seite an Seite und bilden, gemeinsam mit dem reichhaltigen Angebot an Speisen und der Marktplatzgastronomie, das typisch gastliche Flair und Lebensgefühl unserer Heimatregion ab“, freut sich Stadtbürgermeister Walter Jertz auf den viertägigen Festreigen in gemütlicher Atmosphäre.

Rheinhessische Weinkönigin Anna Göhring

Eröffnung am Freitag ab 19:30 Uhr

Bereits am Freitagabend, 9. August, eröffnet er, gemeinsam mit den Beigeordneten, der Rheinhessischen Weinkönigin Anna Göhring, den Fahnenschwingern der Mainzer Rittergilde sowie dem „Singenden Gastwirt“ Sepp Glaninger ab 19.30 Uhr das Weinfest auf der Marktplatzbühne.

Danach sorgt ab 20.30 Uhr die „Hansi Schitter Band“ auf dem Marktplatz für Stimmung, während „DJ H2O_Hard2Overtake & Kaito“ den Platz unterhalb der Katharinenkirche bespaßen.

Der Samstag, 10. August, gehört, nach dem Öffnen der Weinstände ab 16 Uhr der Meriankapelle (17 Uhr, Marktplatzbühne), ab 20.30 Uhr der Stimmungsband „Blue Jeans“ auf dem Marktplatz und dem Team von „DJ H2O_Hard2Overtake & Kaito“ auf dem Platz unterhalb der Katharinenkirche.

Traditioneller Familiensonntag

Der traditionelle Familiensonntag, 11. August, startet in diesem Jahr erst um 14.30 Uhr, wenn die Weinstände öffnen und um 15 Uhr die „Tanzmäuse“ des TV Oppenheim auf der Marktplatzbühne begeistern. Dem Frühabendkonzert der Stadtkapelle Oppenheim um 17 Uhr folgen Stimmung und Tanz mit dem Duo „Mathes & Günther“ ab 20 Uhr auf dem Marktplatz und dem „Duo Kilian“ auf dem Platz unterhalb der Katharinenkirche.

Foto: Stadt Oppenheim

Mit dem Dämmerschoppen mit Musik auf dem Platz unterhalb der Katharinenkirche mit „Mr. GML – Music“ ab 18.30 Uhr und der „Online Acoustic Lounge“ ab 20 Uhr auf dem Marktplatz lädt der beliebte Weinfestmontag, 12. August, zum gemütlichen Abschluss des Festes.

Begeisterung für das Miteinander statt Gegeneinander

„Mein Herzensanliegen war und ist, alle Bürgerinnen und Bürger für das Miteinander statt für´s Gegeneinander zu begeistern. Umso mehr freut es mich und die gesamte Stadtspitze, zu sehen, wie famos sich die Oppenheimer auf´s gemeinsame Feiern, etwa zur Wäldcheskerb, zum Kultursommer oder jetzt zum Weinfest verstehen“, so Jertz.

„In diesem Zusammenhang gilt der Gemeinschaft Oppenheimer Weinfest sowie meinem städtischen Team ein herzliches „Dankeschön“ für kulinarische, musikalische und tänzerische Weinfestakzente in den Gassen und auf den Plätzen unserer Wein- und Kulturstadt“, ergänzt der Stadtchef, der dorthin einlädt, wo mittelalterliche Altstadtromantik rheinhessische Lebensart küsst: In Oppenheim.

Ferrari Klassiker im Test | Die rote V12-Legende: Rotköpfchen

Automedien.de: In den 50er Jahren tauchte sein Name zum ersten Mal auf und gewann dreimal die Markenweltmeisterschaft: Der Ferrari Testa Rossa.
Seine Typen-Bezeichnung verdankte er den rot lackierten Zylinderköpfen, die damals als eine Art Zeichen für die unbändige Power der Sportwagen aus Maranello standen und ein kleines Kunstwerk darstellten.

Fast 30 Jahre später, 1984, ließen Namen neu aufleben und schrieben ihn von nun in einem Wort: TESTAROSSA. Um damit eine wahrscheinlich noch größere Legende zu schaffen. Pininfarina, als Autodesigner selbst schon zu Lebzeiten legendär, schaffte es, ein zeitlos schönes Kunstwerk auf vier Rädern zu kreieren, wie es wohl kein zweites mehr geben sollte.

Foto: Guido Strauss | automedien.de

Er war flach, er war breit, er war schnell und er war laut. Ein typisch italienischer automobiler Macho in Vollendung. Gedacht als Nachfolger des damals schon legendären Ferrari 512 BBi (Berlinetta Boxer), trieb den neuen Rotkopf im Heck ein 4.942 ccm großer Zwölfzylinder-V-Motor mit 180°-Winkel, vier Ventilen pro Zylinder, einer modernen und den strengen amerikanischen Abgasvorschriften entsprechenden Bosch-K-Jetronik sowie Trockensumpfschmierung an. In Zahlen bedeutete das 287 kW/390 PS bei 6.300/min und ein bulliges Drehmoment von 490 Nm bei 4.500/min. Basta.

Foto: Guido Strauss | automedien.de

Für die damalige Zeit waren die Fahrleistungen spektakulär und bei jedem Autoquartett einer der Trümpfe. Den obligatorischen Nullaufhundert-Sprint erledigte der 1.632 kg schwere Sportler in 5,7 Sekunden, die 200 erreichte er nach 19,7 Sekunden und bei 295 km/h war dann Schluß mit Lustig, Getriebeübersetzung und Luftwiderstand waren an ihrem Limit.

Der Testarossa verlangte seinem Fahrer alles ab, was Konzentration und Reaktionsvermögen anging. Die zeitgemäße 240/45 VR 415 TRX-Bereifung auf der Vorderachse sorgte für einen, sagen wir mal, variablen Geradeauslauf, je nach Rille im Asphalt, an der Hinterachse sorgten 280/45 VR 415er TRX für die entsprechende Traktion, ESP und solch ein Firlefanz waren damals noch nicht im Programm. Neben der Fußarbeit an den Pedalen stand Handarbeit ganz oben auf der To-do-Liste eines Ferraristi. Das fehlen einer Servolenkung verlangte den Fahrerarmen im Stand 149 N und während der Fahrt 69 N an Kraftaufwand ab. Die Pedalkräfte spielten sich zwischen 30 N beim Gaspedal, 180 N bei der Kupplung und 220 N fürs Bremspedal ab. Also waren auch kräftige Waden gefragt.

Das alles spielte für den Besitzer aber keine große Rolle, zu begehrenswert war der Platz hinter dem Volant. Immerhin wurden in den 12 Jahren Bauzeit bis 1996 die stattliche Anzahl von 7.177 Testarossa, 512 TR und 512 Modificata an die beneidenswert Glücklichen in aller Welt verkauft.

Foto: Guido Strauss | automedien.de

Damit  zählten diese Baureihen ungeachtet ihres hohen Preises von anfangs 222.300,- DM (1985, später 332.000,- DM anno 1995) zu den am weitest verbreiteten  Ferrari-Modellen.

Selbst in Hollywood bekam der schnittige Italiener seinen gebührenden Auftritt. Mit ihm als Dienstfahrzeug chauffierte Undercovercop Sonny Crocket (Don Johnson) 1986 ab Staffel 3 seinen Kollegen Ricardo Tubbs (Philip Michael Thomas) von Tatort zu Tatort. Als Monospecchio (mit dem einen oben liegenden Außenspiegel der ersten Serie) und in Weiß erlangte der Testarossa so noch mehr Berühmtheit. Ferrari stellte dem Produktionsteam zwei Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung nachdem man ziemlich verärgert darüber war, dass in den ersten beiden Staffeln Sonny Crocket mit einer Replika des Ferrari Daytona Spyder 365 GTS/4 basierend auf einem Corvette-Chassis umherheizte.

Foto: Guido Strauss | automedien.de

Zurück ins Cockpit. Bei einer Außenhöhe von lediglich 1,13 m standen einem im Inneren nur noch 870 mm zur Verfügung, für die Italiener, die den Wagen entworfen und entwickelt haben war das wahrscheinlich mehr als ausreichend, aber der Rest der Weltbevölkerung ab 1,80 m durfte nicht unter Klaustrophobie leiden.

Wer beim Umdrehen des Schlüssels nun ein störrisches und schwer zu zähmendes Biest erwartete, wurde eines Besseren belehrt. Der Testarossa verfiel rasch in seine Leerlaufdrehzahl von 1.000/min und blubberte mit seinen zwölf Töpfen gemächlich vor sich hin. Bis, ja bis man ihm die Sporen gab…

Dann kam das Cavallino rapante in ihm zum Vorschein und er stürmte laut brüllend nach vorne. Ein Augen- und Ohrenschmaus par Excellence…

Foto: Guido Strauss | automedien.de

Wer es gerne gemächlich und schaltfaul anging, den verblüffte der rote Flitzer mit seinem Drehmoment und seiner Elastizität: von 50 km/h bis zur Endgeschwindigkeit genügte ihm der 5. Gang. Und nicht, dass er dabei ruckelnd in Fahrt kam, nein, ganz sauber vergingen nur etwa 15 Sekunden für den damals obligatorischen Zwischenspurt von 60 auf 120 km/h, 30 Sekunden später knackte er die 180er Marke. Ohne auch nur einmal zu schalten.

Zu guter Letzt noch die unnötigste Frage: was genehmigte sich ein 5-Literzwölfender damals? Ganz ehrlich, das spielte bei diesem Teil keine Rolle. Hinter vorgehaltener Hand hieß es, der Minimalverbrauch läge bei 14,8 Liter Super, maximal seien es über 23. Aber wen juckte das? Bei diesem zeitlosen Kunstwerk aus Blech für die Ewigkeit…

An dieser Stelle: Vielen Dank an Christian Oswald für seines rotes Schätzchen!

Bericht/Fotos: Guido Strauss/Theresa Weinand/automedien.de

Eckdaten FERRARI TESTAROSSA 1985

  •  Motorbauart/Zylinderzahl: V12
  •  Hubraum: 4.942 ccm
  •  Leistung (kW/PS): 287/390
  •  max. Drehmoment: 490 NM bei 4.500/min
  •  Kraftübertragung: Heck/5-Gang H-Schaltung
  •  0-100 km/h: 5,7 Sekunden
  •  Höchstgeschwindigkeit       : 295 km/h
  •  Verbrauch: 14,8 – über 23 Liter Super
  •  CO2-Ausstoß: wer wollte das damals wissen?
  •  Leergewicht: 1.632 kg

Grundpreis 1985: 222.300,- DM

Bingen | Bauarbeiten am Bahnhof sorgen bis Ende Oktober für Beeinträchtigungen

Bis Ende Oktober kann es im Bereich des Binger Hauptbahnhofes für die Anwohner zu einer erhöhten Lärmbelastung durch Bauarbeiten kommen. Grund hierfür ist, dass die „DB Netz AG“ notwendige umfangreiche Oberleitungs- und Gleisbauarbeiten durchführen muss.

In der Zeit von Montag 19.August ab 7:00 Uhr bis zum Freitag 13.September gegen 18:00 Uhr werden an den Wochentagen (montags bis freitags) tagsüber Gründungs- und Gleisbauarbeiten durchgeführt.

Im Anschluss daran werden, größtenteils nachts, die Anpassung der Oberleitungsanlagen vorgenommen. Hierzu ist der Zeitraum von Montag 16. September ab 22:00 Uhr bis zum Mittwoch 30. Oktober vorgesehen.

Die DB Netz AG weist darauf hin, auch wenn sie bemüht ist die Störungen so gering wie nur möglich zu halten, sich entsprechende Beeinträchtigungen nicht gänzlich ausschließen lassen.

Unter können Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse registrieren, um aktuelle Informationen über Bauarbeiten in Ihrer Umgebung zu erhalten.

B9 Guntersblum | Unfall mit schwerverletztem Traktorfahrer

Am Donnerstag Abend den 08.August 2019 gegen 17:20 Uhr, will ein 78-jähriger Mann aus Guntersblum mit seinem Traktor (Schmalspur) aus einem Wirtschaftsweg auf die Bundesstraße B9 bei Guntersblum auffahren. Hierbei übersieht er einen Opel Corsa, der aus Richtung Mainz die B9 befährt.

Der 76-jährige Corsa-Fahrer aus Ginsheim-Gustavsburg kann einen Zusammenstoß nicht verhindern und kollidiert mit dem Traktor. Durch den heftigen Aufprall wird der Traktorfahrer von seinem Gefährt auf die Fahrbahn geschleudert und dabei schwer verletzt. Mit dem Rettungshubschrauber wird er nach erster notfallmedizinischer Versorgung ins Klinikum nach Worms verbracht. Der Opelfahrer wird leicht verletzt. Beide Fahrzeuge müssen abgeschleppt werden.

Der Gesamtschaden beläuft sich schätzungsweise auf 5.000,- Euro. Die Fahrbahn war während der Unfallaufnahme gesperrt. Nach Reinigung der Fahrbahn wurde die Sperrung (Dauer ca. 2 Stunden) wieder aufgehoben.

A61 Bornheim | Reisemobilgespann mehr als 1 Tonne überladen – Kinder versteckt

Mehr als 1 Tonne zu viel wog das Reisemobilgespann einer siebenköpfigen Familie, als sie am Sonntagmittag auf der A61 bei Bornheim von der Polizei angehalten wurde. Nicht nur, dass auch der Anhänger für das mitgeführte Boot viel zu schwach dimensioniert war, dazu hatte der Familienvater seine drei jüngsten Kinder schnell noch auf dem Parkplatz versteckt, weil das Reisemobil auch nicht über ausreichend Sitzplätze verfügte.

Das kam den 45-Jährigen teuer zu stehen. Neben dem Bußgeld durfte er das nach vollständiger Entladung immer noch etwas zu schwere Reisemobil nur allein weiterfahren, das Boot musste von einem Abschleppunternehmer, die Familienangehörigen und das Gepäck von Verwandten aus Belgien abgeholt werden.

Urlauber mit überladenen Fahrzeugen

Ähnlich erging es auch noch anderen Urlaubern, die mit überladenen Fahrzeugen in die Kontrolle gerieten. Der Rückreiseverkehr stand dieses Mal im Fokus der Verkehrsdirektion Wörrstadt, nachdem schon zu Beginn der Ferienzeit eine hohe Beanstandungsquote bei den Freizeitfahrzeugen festgestellt wurde. Insgesamt 37 Fahrzeuge und Gespanne wurden überprüft, 21 waren zu schwer beladen und 13 musste die Weiterfahrt untersagt werden.

Vielen Urlaubern ist gar nicht bewusst, dass ihre Fahrzeuge zu schwer sind. Die häufig ohnehin schon knappen Zuladungskapazitäten insbesondere bei Reisemobilen werden durch komfortables Zubehör noch weiter reduziert, so dass sie nicht selten allein von den Insassen ohne Gepäck ausgeschöpft sind. Die Polizei empfiehlt daher, vor dem Urlaub noch mal schnell über eine öffentliche Waage zu fahren. Zu viel Gewicht verändert Bremsweg und Schwerpunkt, Gespanne können sich aufschaukeln oder bei einer Notbremsung kann das Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand gebracht werden.

Trio attackiert 17-Jährigen mit Flasche

Saarbrücken. Drei Männer haben an diesem Donnerstag gegen 4.15 Uhr einen 17-Jährigen zusammengeschlagen und getreten. Das Opfer musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, hat die Polizei mitgeteilt.

Erneut gefährliche Körperverletzung in Wiesbaden

Wiesbaden. Am vergangen Wochenende, Samstag auf Sonntag Nacht, wurde ein Jugendlicher Mann im Alter von 17 Jahren auf dem Weg zum Bahnhof Wiesbaden von zwei männlichen unbekannten Täter auf dem Bahnhofsplatz attackiert.

Der Jugendliche war mit zwei Freunden auf dem Weg zum Wiesbadener Bahnhof als den jungen Leuten plötzlich zwei unbekannte Personen hinterher liefen.

Diese begannen sie zuerst massiv zu beleidigen. Anschließend fing einer der Täter an zu treten. Er trat dem 17-jährigen Geschädigten mit voller Wucht gegen das Knie, sodass dieser erheblichen Verletzungen erlitt. Im Anschluss daran flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Das Opfer musste medizinisch behandelt werden.

Eine Täterbeschreibung wurde bislang von der Polizei nicht veröffentlicht

Die Wiesbadener Polizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen oder Hinweisgeber, sich unter der Rufnummer (0611) 345-0 zu melden.

Ausreichende Deutschkenntnisse für Erstklässler notwendig

Im Zusammenhang mit der kontroversen Debatte anlässlich der Forderung des Politikers Carsten Linnemann (CDU) nach einer Vorschulpflicht oder späteren Einschulung von Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse erklärt die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch:

„Ausreichende Kenntnisse der Unterrichtssprache sind wichtige Voraussetzungen für Erstklässler, sich am Unterricht zu beteiligen und einen erfolgreichen Lernprozess zu durchlaufen.

Deshalb ist es durchaus sinnvoll, Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse rechtzeitig zu erfassen und mit einer intensiven Sprachförderung und Auseinandersetzung mit der Unterrichtssprache zu unterstützen, auch wenn dies möglicherweise zu einer späteren Einschulung führt. Letzteres betrifft jedoch vor allem Kinder, die erst kurz vor dem Einschulungsalter nach Deutschland gekommen sind. Bei allen anderen Kindern sollten Sprachauffälligkeiten frühzeitiger abgeklärt werden und nicht erst kurz vor der Einschulung.

Mehrsprachige Erziehung ist keine Ursache für Sprachentwicklungsstörungen, jedoch können Probleme in der Sprachentwicklung den Erwerb der deutschen Sprache erschweren und eine wirksame Sprachförderung verhindern.

Daher sollten bei allen Kindern Störungen der Sprachentwicklung möglichst so früh erkannt werden, dass eine Sprachförderung oder, wo notwendig, eine gezielte logopädische Therapie, rechtzeitig vor der Einschulung erfolgreich abgeschlossen werden kann. Logopädinnen und Logopäden stehen hier als Expertinnen und Experten für die Diagnostik und für die Beratung zur Sprachentwicklung – auch bei Mehrsprachigkeit – zur Verfügung und sollten stärker einbezogen werden.“