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Universitätsmedizin Mainz bringt zwei neue Start-ups hervor

Aus Forschung und klinischer Praxis entstehen in Mainz zwei neue Unternehmen mit unterschiedlichen medizinischen Schwerpunkten. Die CatMedica GmbH arbeitet an einer Vorrichtung, die die Entfernung von Blutgerinnseln bei Schlaganfällen verbessern soll. Die Dense Immune GmbH entwickelt dagegen einen Impfstoffansatz gegen das humane Cytomegalovirus (HCMV), das insbesondere für ungeborene Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich werden kann.

Beide Unternehmen sind aus der Universitätsmedizin Mainz hervorgegangen. Ihre Entwicklungen befinden sich noch in unterschiedlichen Phasen der Forschung und Entwicklung, sollen langfristig aber dazu beitragen, die Behandlung von Patientinnen und Patienten zu verbessern.

CatMedica entwickelt neue Technologie für die Schlaganfallbehandlung

Bei einem akuten Schlaganfall kann ein Blutgerinnsel ein Gefäß im Gehirn verschließen und dadurch die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte Thrombektomie. Dabei entfernen Ärzte das Gerinnsel mithilfe eines Katheters, indem sie es absaugen oder mit einem Drahtnetz herausziehen.

Allerdings besteht das Risiko, dass Teile des Gerinnsels abbrechen und in der Blutbahn zurückbleiben. Die CatMedica GmbH entwickelt deshalb unter dem Namen „Seal & Protect“ eine Vorrichtung, die das Gerinnsel beim Herausziehen vollständig umschließen soll.

„Das zielt darauf ab, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Blutgerinnsel bereits beim ersten Versuch vollständig aus dem Gefäß zu entfernen und damit die Erfolgsaussichten der Behandlung zu verbessern“, sagt PD Dr. Yasemin Tanyildizi, Geschäftsführerin von CatMedica.

Die Vorrichtung soll bestehende Thrombektomiesysteme ergänzen und sich in die bereits etablierten Geräte und Arbeitsabläufe integrieren lassen. Dadurch sollen Ärztinnen und Ärzte ihre gewohnte Vorgehensweise während des Eingriffs nicht grundlegend verändern müssen.

„Mit unserer Vorrichtung können wir nicht nur die Versorgung von Schlaganfallpatient verbessern, sondern zugleich die Behandlungskosten wesentlich reduzieren“, sagt Tanyildizi.

Technologie befindet sich noch in der präklinischen Phase

Aktuell wird „Seal & Protect“ an Gefäßmodellen getestet. Die Technologie befindet sich damit noch vor klinischen Studien am Menschen. Als nächste Schritte strebt das Unternehmen eine Zulassung durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA sowie eine CE-Kennzeichnung für den europäischen Markt an.

Langfristig möchte CatMedica die Technologie auch für weitere Bereiche der Gefäßmedizin und der interventionellen Onkologie weiterentwickeln. Zudem sind Kooperationen mit Medizintechnikunternehmen geplant, die auf endovaskuläre Verfahren spezialisiert sind.

Gegründet wurde CatMedica am 3. Juli 2026 von der Radiologin PD Dr. Yasemin Tanyildizi und der Investmentbankerin Anne Vallersnes. Das Unternehmen wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 2025 gewann es nach eigenen Angaben den Goethe SDG Contest und den Gründermarkt Mainz. 2026 wurde CatMedica beim Female Founders Contest in Potsdam als bestes weibliches Start-up in Deutschland ausgezeichnet.

Dense Immune forscht an Impfstoff gegen Cytomegalovirus

Die zweite Ausgründung, die Dense Immune GmbH, beschäftigt sich mit einem weltweit verbreiteten Virus aus der Herpesvirus-Familie: dem humanen Cytomegalovirus. Nach Angaben der Universitätsmedizin Mainz tragen mehr als 80 Prozent der Menschen das Virus in sich. Bei gesunden Erwachsenen und Kindern verläuft eine Infektion meist ohne oder mit nur milden Beschwerden.

Problematisch kann HCMV jedoch während einer Schwangerschaft werden. Eine Infektion kann die Entwicklung des ungeborenen Kindes schwer beeinträchtigen und unter anderem zu Schädigungen des Gehirns oder zu Taubheit führen. Auch bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann das Virus schwere Erkrankungen verursachen, etwa nach einer Stammzellspende oder einer Organtransplantation.

„Die Immunisierung von Mädchen und jungen Frauen vor der Schwangerschaft hat das Potential, die dramatischen Folgen der kongenitalen HCMV-Infektionen zu verhindern“, sagt Zahra Ghodratian, Geschäftsführerin von Dense Immune. „Bei immungeschwächten Patient verfolgen wir hingegen einen Ansatz der therapeutischen Impfung, die bei bereits infizierten Menschen die Immunantwort gegen HCMV stärken soll.“

Virusähnliche Partikel sollen Immunantwort auslösen

Der Impfstoffansatz von Dense Immune basiert auf sogenannten Dense-Body-Partikeln. Diese biotechnologisch hergestellten Partikel ähneln dem Virus in ihrem Aufbau, sind nach Angaben des Unternehmens jedoch weder infektiös noch vermehrungsfähig.

Sie sollen in Zellen eindringen und dort eine ausgeprägte Immunantwort auslösen. Dabei bildet das Immunsystem Antikörper gegen das Virus. Zusätzlich sollen sogenannte T-Killerzellen aktiviert werden, die infizierte Körperzellen erkennen und zerstören können.

Der Ansatz wurde bislang in Tiermodellen untersucht. Dabei konnten sowohl Antikörper als auch über einen längeren Zeitraum starke T-Zell-Antworten nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse gelten als Machbarkeitsnachweis für die weitere Entwicklung, belegen aber noch keine Wirksamkeit beim Menschen.

„Unser Ziel ist es, einen Impfstoff zu entwickeln, der das Immunsystem gezielt auf HCMV vorbereitet und eine breite Immunantwort gegen HCMV ermöglicht“, sagt Ghodratian.

Förderung von 80.000 Euro für Dense Immune

Als nächster Schritt soll der Impfstoff in größerem Maßstab produziert werden, um die Voraussetzungen für klinische Studien der Phase 1 zu schaffen. In dieser frühen Studienphase steht insbesondere die Sicherheit des Impfstoffkandidaten im Mittelpunkt.

Dense Immune wurde am 29. Juni 2026 von der Virologin Zahra Ghodratian gemeinsam mit dem Humanmediziner und Experten für klinische Studien Azelarab Terkemani sowie den Virologen Prof. Dr. Bodo Plachter und Prof. Dr. Niels Lemmermann gegründet.

Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium fördert das Unternehmen im Rahmen des Landeswettbewerbs „startup innovativ 2026“ mit 80.000 Euro. Außerdem wurde das Team für das internationale MassChallenge-Programm in Boston und das Creative Destruction Lab in Berlin ausgewählt. Dort soll es Unterstützung durch Fachleute und erfahrene Mentoren erhalten.

Universitätsmedizin Mainz begleitet Ausgründungen

Beide Unternehmen beruhen auf wissenschaftlichen Arbeiten, die über mehrere Jahre an der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt wurden. Die dortige Stabsstelle Technologietransfer verwaltete nach Angaben der Universitätsmedizin die entstandenen Patente und unterstützte die Überführung der Forschungsergebnisse in die beiden Start-ups.

Auch durch Entrepreneurship-Programme und Drittmittelförderungen wurden die Projekte begleitet. Mit der Unterstützung von Ausgründungen sollen wissenschaftliche Erkenntnisse aus Mainz langfristig den Weg in medizinische Anwendungen finden.

Keine Chance für Mainzer Oktoberfest trotz neuem Festzelt

Die Hoffnung auf eine kurzfristige Rettung des Mainzer Oktoberfests hat sich nicht erfüllt. Die Stadt Mainz kann die Veranstaltung auch im neu errichteten Festzelt auf dem Messegelände in Hechtsheim nicht genehmigen. In den vergangenen Tagen hatte die Verwaltung nach eigenen Angaben versucht, das geänderte Konzept des Veranstalters innerhalb eines engen Zeitrahmens zu unterstützen.

Stadt Mainz: Noch offene Punkte bei der Sicherheitsprüfung

Bei einem gemeinsamen Rundgang mit Baudezernent Ludwig Holle, Vertretern der zuständigen Ämter, der Feuerwehr, Sachverständigen und dem Veranstalter wurden die noch offenen Punkte sowie die erforderlichen Nachweise besprochen. Bis zum folgenden Tag konnten jedoch nicht alle notwendigen Prüfungen und Abnahmen durchgeführt werden.

Die Stadt betont, dass die baurechtlichen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen vor der Nutzung eines Festzelts vollständig nachgewiesen und geprüft sein müssen. Deshalb könne die Genehmigung für das Fest nicht erteilt werden.

Stadt bedauert Absage und bietet Unterstützung für 2027 an

Die Stadt bedauert nach eigenen Angaben, dass trotz der intensiven Bemühungen aller Beteiligten keine Durchführung der Veranstaltung ermöglicht werden konnte. Zugleich verweist sie auf ihre Verantwortung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Besucher.

Für das kommende Jahr stellt die Verwaltung dem Veranstalter bereits jetzt eine frühzeitige Zusammenarbeit bei den Planungen in Aussicht. Damit sollen die notwendigen Voraussetzungen rechtzeitig geklärt werden, damit ein Oktoberfest 2027 möglicherweise wieder stattfinden kann.

8,7 Millionen Euro Förderung für Fraport

Am Flughafen Frankfurt sollen abgestellte Flugzeuge künftig verstärkt ohne dieselbetriebene Bodenstromaggregate und kerosinbetriebene Hilfstriebwerke auskommen. Dafür treibt Fraport den Ausbau der elektrischen Bodenstromversorgung und die Installation von Anlagen zur Klimatisierung der Flugzeugkabinen voran. Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt die Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt rund 8,7 Millionen Euro.

Batterieelektrische Aggregate ersetzen Dieseltechnik

Bis 2030 sollen alle 252 Parkpositionen am Flughafen Frankfurt entweder über einen stationären Bodenstromanschluss oder über mobile batterieelektrische Ground Power Units (GPU) verfügen. Die Aggregate versorgen die Bordsysteme abgestellter Flugzeuge mit Strom.

Da sich aus infrastrukturellen Gründen nicht alle Abfertigungspositionen mit einem stationären 400-Hertz-Anschluss ausstatten lassen, sollen an diesen Stellen künftig batterieelektrische GPU eingesetzt werden. Für die Anschaffung von zwei weiteren Aggregaten erhält Fraport eine Bundesförderung von 227.000 Euro.

Mit den beiden Neuzugängen steigt die Zahl der batterieelektrischen GPU der Fraport AG auf 18. Nach der aktuellen Bedarfs- und Beschaffungsplanung sollen bis 2029 insgesamt 22 dieser Aggregate zur Verfügung stehen.

8,5 Millionen Euro für vorklimatisierte Kabinenluft

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Versorgung von Flugzeugen mit vorklimatisierter Luft, der sogenannten Pre-Conditioned Air (PCA). Bis 2029 sollen 18 Abfertigungspositionen am Flugsteig A des Terminal 1 mit entsprechenden Anlagen ausgestattet werden. Dafür sind Fördermittel in Höhe von 8,5 Millionen Euro vorgesehen. Zwei Positionen am Flugsteig verfügen bereits über PCA-Technik.

Die Anlagen führen vorklimatisierte Luft in die Passagierkabinen. Dadurch können die kerosinbetriebenen Hilfstriebwerke, die bislang unter anderem zur Klimatisierung eingesetzt werden, während der Standzeiten entlastet werden. Das soll dazu beitragen, Emissionen am Boden zu reduzieren.

Die Förderung beider Vorhaben erfolgt über die Bodenstrom-Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr. Die NOW GmbH koordiniert das Förderprogramm, während die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen über die Anträge entscheidet.

Fraport verfolgt Klimaziel bis 2045

Die Modernisierung der Bodenstromversorgung ist Teil der Klimaschutzstrategie von Fraport. Das Unternehmen strebt an, bis spätestens 2045 an allen vollkonsolidierten Konzernstandorten weltweit Treibhausgasneutralität in den Scopes 1 und 2 zu erreichen.

Für den Flughafen Frankfurt hat sich Fraport zudem das Ziel gesetzt, die CO₂e-Emissionen bis 2030 auf 50.000 Tonnen zu reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens umfasst der Maßnahmenplan zur Dekarbonisierung rund 2.000 Einzelmaßnahmen.

Weihnachtsmarkt in Bingen mit neuem Konzept

Mit Glühpunsch, regionalen Spezialitäten und handgemachten Geschenkideen beginnt in Bingen in diesem Jahr ein neues Kapitel der vorweihnachtlichen Veranstaltungen. Von Donnerstag, 26. November, bis Sonntag, 29. November 2026, finden erstmals die „Binger Winterlichter“ auf dem Bürgermeister-Neff-Platz statt. Gastronomen und Aussteller möchten dort mit kulinarischen Angeboten und Kunsthandwerk auf die Adventszeit einstimmen.

Neues Konzept für den Weihnachtsmarkt in Bingen

Die „Binger Winterlichter“ werden erstmals von Wein & Events Jürgen Metschurat gemeinsam mit der Bingen Tourismus & Kongress GmbH organisiert. Metschurat war seit Anfang der 2000er-Jahre als Standbetreiber auf dem Binger Weihnachtsmarkt vertreten, bis dieser auf den Freidhof umzog. Mit dem neuen Konzept übernimmt er nun die Rolle des Veranstalters und wird zugleich mit seiner JIM’s WeinBox selbst vor Ort sein.

Dabei bringt er seine langjährige Erfahrung und seine Leidenschaft für Wein ein, die er unter anderem als Weinjuror vertieft hat.

„In Kooperation mit Herrn Metschurat setzen wir in diesem Jahr ein neues Konzept für den Binger Weihnachtsmarkt um. Vier Tage lang entsteht ein stimmungsvoller Treffpunkt mit einem vielfältigen Angebot zum Start in die Adventszeit. Wir laden alle Gäste, Bingerinnen und Binger herzlich ein, eine schöne Zeit mit Freunden und Familie bei den Binger Winterlichtern zu verbringen“, sagt Melanie Vigelius, Projektleiterin der Bingen Tourismus & Kongress GmbH.

Regionale Spezialitäten und Kunsthandwerk

Für das gastronomische Angebot sorgen neben JIM’s WeinBox das Weingut Kruppenbacher, „Weingeküsst“, das Weingut Wilhelmy, die Spätzialisten, Costas Pita, Pizza Giovanni und die Pausenkultur Mainz.

Auch für Besucher, die auf der Suche nach besonderen Geschenkideen sind, gibt es einiges zu entdecken. Kunsthandwerk und kreative Produkte präsentieren Keramisches Kunsthandwerk, Jana John, Lieblingsstücke, Käfa-Stoffkunst, Das Perlhuhn und Rosiepoesie.

Öffnungszeiten der Binger Winterlichter

Die Veranstaltung ist an vier Tagen geöffnet. Der Eintrittspreis wurde in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt.

  • Donnerstag, 26. November: 17 bis 21 Uhr
  • Freitag, 27. November: 14 bis 22 Uhr
  • Samstag, 28. November: 14 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 29. November: 13 bis 20 Uhr

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Internetseite unter binger-winterlichter.de.

„Bingen im Advent“ geht bis Ende Dezember weiter

Auch nach dem Ende der „Binger Winterlichter“ bleibt die Stadt auf die Weihnachtszeit eingestellt. Im Anschluss begleitet „Bingen im Advent“ die Besucher bis zum 30. Dezember mit gastronomischen Angeboten am CityCenter. Ergänzt wird das Programm durch Veranstaltungen und Aktionen zahlreicher Binger Vereine, Kirchen und Institutionen.

Martini-Markt in Ingelheim lädt zum Stöbern und Mitmachen ein

Wenn die Tage kürzer werden, lädt der Martini-Markt in Ingelheim zum Bummeln, Entdecken und Mitmachen ein. Am Samstag, 7. November, und Sonntag, 8. November 2026, präsentieren Kunsthandwerker aus Ingelheim und der Umgebung ihre Arbeiten im Mehrgenerationenhaus West (Matthias-Grünewald-Str. 15). Ergänzt wird der Markt durch verschiedene Mitmachangebote und ein kulinarisches Angebot im Außenbereich.

Öffnungszeiten beim Martini-Markt an beiden Tagen

Am Samstag ist der Martini-Markt von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag können Besucher von 11 bis 18 Uhr über den Markt schlendern. Die Stände der Kunsthandwerker befinden sich im Erd- und Obergeschoss des Hauses und bieten ein abwechslungsreiches Angebot.

Von Waffeln bis Winzer-Glühwein

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Im Außengelände werden kalte und warme Speisen sowie Getränke angeboten. Dazu gehören Kaffee und Kuchen, Waffeln, Crêpes und Wildbratwurst sowie weitere Speisen.

Winzer-Glühwein, ein Kinderkarussell und eine Feuerschale, an der Stockbrot gebacken werden kann, ergänzen das Angebot. Damit richtet sich der Markt auch an Familien, die den Spätherbst gemeinsam verbringen möchten.

Kreativ-Workshops und weitere Angebote

Neben dem Kunsthandwerkermarkt stehen wieder zahlreiche Kreativ-Workshops auf dem Programm. Dort können Kinder und Erwachsene selbst aktiv werden und eigene Ideen umsetzen.

Darüber hinaus gibt es erneut einen Bücherflohmarkt und Kinderschminken. Auch die Fahrradwerkstatt und das Repaircafé sind vor Ort. Der Martini-Markt verbindet damit Kunsthandwerk und kulinarische Angebote mit verschiedenen Möglichkeiten zum Mitmachen und Reparieren.

48-Jähriger stirbt nach Unfall in Riedstadt

Ein medizinischer Notfall am Steuer hat am Donnerstagvormittag (15. Oktober 2026) zu einem tödlichen Verkehrsunfall in der Friedrich-Ebert-Straße in Riedstadt-Crumstadt geführt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand verlor ein 48 Jahre alter Autofahrer kurz nach 11 Uhr während der Fahrt das Bewusstsein.

Autofahrer kollidiert in Riedstadt mit Gegenverkehr und Laternenmast

Der 48-Jährige stieß zunächst mit dem Fahrzeug eines 82 Jahre alten Mannes zusammen. Anschließend prallte sein Auto gegen einen Laternenmast. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der 48-Jährige.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden war der Unfall nicht ursächlich für den Tod des Mannes. Vielmehr hatte der Autofahrer bereits aus medizinischer Ursache während der Fahrt das Bewusstsein verloren.

Bei dem Unfall entstand nach bisherigem Stand ein Gesamtschaden von rund 30.000 Euro. Weitere Angaben zum Zustand des 82 Jahre alten Autofahrers liegen in der vorliegenden Mitteilung nicht vor.

Tanzen im Herbst: Schuhe und Ausrüstung für Einsteigerinnen

Mit dem Herbst beginnen in vielen Städten neue Tanzkurse, und mit ihnen die Frage nach der passenden Ausrüstung. Gerade Einsteigerinnen greifen zunächst zu Sportschuhen oder Pumps aus dem Schrank und merken schnell, dass beides auf dem Tanzboden nicht optimal funktioniert. Spezielle Damen Tanzschuhe sind für die Bewegungsabläufe im Tanz gebaut und erleichtern die ersten Wochen spürbar.

Warum Straßenschuhe auf dem Tanzboden Probleme machen

Turnschuhe haben eine Gummisohle, die am Boden haftet. Beim Drehen auf dem Ballen bleibt der Fuß hängen, während sich der Oberkörper weiterdreht. Alltagsschuhe mit hohem, schmalem Absatz bieten wenig Halt, und eine steife Sohle verhindert das Abrollen über den Fuß. Auf Dauer kann das zu Schmerzen in Knie, Hüfte und Rücken führen.

Tanzschuhe sind dagegen leicht, biegsam und besitzen eine Sohle, die kontrolliert gleitet. Das entlastet die Gelenke und macht Drehungen sicherer.

Welche Schuhart zu welchem Tanz passt

Die Auswahl richtet sich nach dem Tanzstil. Wer im Kurs Standardtänze wie Walzer oder Foxtrott lernt, trägt meist geschlossene Schuhe mit niedrigem bis mittlerem Absatz. Für Lateintänze wie Rumba, Cha-Cha-Cha oder Samba kommen häufig offene Modelle mit Riemchen zum Einsatz, weil der Fuß mehr Bewegungsfreiheit braucht. Für Training und Anfängerkurse gibt es Schuhe mit besonders niedrigem Absatz, die auch längeres Üben angenehm machen.

Tanzstil Typische Schuhform Worauf achten
Standard (Walzer, Tango, Foxtrott) Geschlossen, niedriger bis mittlerer Absatz Stabiler Fersenhalt, ruhiger Stand
Latein (Rumba, Cha-Cha-Cha, Samba) Offen oder mit Riemchen, häufig höherer Absatz Flexible Sohle, sicherer Halt am Fußrücken
Salsa und Social Dance Riemchenschuh, bequemer Absatz Drehfreundliche Sohle, Komfort bei langen Abenden
Training Niedriger, breiter Absatz Bequemlichkeit und Halt beim Üben

Passform: Enger als gewohnt

Tanzschuhe sitzen enger als Straßenschuhe. Der Fuß soll nicht rutschen, die Zehen sollen aber nicht eingeklemmt sein. Eine Anprobe am späten Nachmittag ist sinnvoll, weil die Füße im Tagesverlauf etwas anschwellen. Wer zwischen zwei Größen liegt, probiert beide Größen mit den Strümpfen, die später im Kurs getragen werden.

Neue Schuhe sollten zunächst nur kurz getragen werden. Die Sohle aus Wildleder oder Chromleder braucht ein paar Einheiten, bis sie sich dem Fuß angepasst hat.

Pflege verlängert die Lebensdauer

  • Wildledersohlen regelmäßig mit einer Drahtbürste aufrauen, damit sie ihren Grip behalten.
    Die Schuhe nur auf dem Tanzboden tragen und für den Weg zum Kurs in einer Tasche mitführen.
    Nach dem Training lüften und nicht im feuchten Beutel lagern.
    Bei Satinoberflächen Flecken sofort mit einem leicht feuchten Tuch abtupfen.

Weitere Ausrüstung für den Einstieg

Neben den Schuhen zählt vor allem Kleidung, die Bewegung zulässt: Röcke oder Hosen mit ausreichend Weite, Oberteile, die beim Armheben nicht hochrutschen, und Stoffe, die Feuchtigkeit gut aufnehmen. Eine kleine Tasche mit Ersatzstrümpfen, Haargummi und Wasserflasche gehört bei vielen Tänzerinnen ebenfalls zur Grundausstattung.

Der erste Kurstag: Was in die Tasche gehört

Für den ersten Termin genügt eine schlanke Ausstattung. Neben den Tanzschuhen gehören bequeme Kleidung, die sich gut bewegt, ein Handtuch und eine Trinkflasche in die Tasche. Viele Kurse finden in Sälen mit Parkett statt, die nicht mit Straßenschuhen betreten werden sollen. Ein Paar Wechselsocken oder Strümpfe ist ebenfalls hilfreich, falls die Füße nach dem Training ausgekühlt sind.

Wer sich unsicher ist, kann bei der ersten Stunde nach den Schuhen anderer Teilnehmerinnen fragen. Der Austausch im Kurs liefert oft praktische Hinweise, die in keiner Beschreibung stehen, etwa zu Größe, Weite und Sohle.

Füße und Gelenke schonen

Tanzen belastet die Füße anders als Gehen oder Laufen. Der Ballen trägt einen großen Teil des Gewichts, und die Sprunggelenke arbeiten ständig in kleinen Ausgleichsbewegungen. Ein kurzes Aufwärmen mit Fußkreisen und einigen Dehnübungen vor dem Training kann Verspannungen vorbeugen. Nach dem Kurs tut es gut, die Füße kurz hochzulegen und bei Bedarf mit einem Igelball zu massieren.

Treten Schmerzen dauerhaft auf, sollte die Ursache abgeklärt werden. Häufig lässt sich schon mit einer anderen Absatzhöhe oder einer breiteren Passform Abhilfe schaffen. Ein Fachgespräch mit Trainern oder Orthopäden kann zusätzlich helfen, wenn Fußfehlstellungen vorliegen.

Was Kursleiter häufig beobachten

Trainer berichten, dass Einsteigerinnen in den ersten Wochen am häufigsten über Fußschmerzen und schnelle Ermüdung klagen. In vielen Fällen liegt das weniger an der Kondition als an der Schuhwahl. Wer früh auf passende Tanzschuhe umsteigt, tanzt entspannter und bleibt eher dabei. Ein Schuh, der sich gut anfühlt, ist damit auch ein Beitrag zur Motivation.

Eine Faustregel lautet: Erst einen einfachen, bequemen Schuh für Training und Kurs wählen und erst später, mit mehr Erfahrung, in spezielle Turnier- oder Showmodelle investieren.

Lautstarker Gegenprotest bei AfD-Veranstaltung in Mainz-Mombach

Ein AfD-Infostand in Mainz-Mombach hat am Donnerstag (15. Oktober 2026) Gegenprotest ausgelöst. Rund 10 Partei-Angehörige waren vor Ort, während sich etwa 150 Gegendemonstranten versammelten. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen im Einsatz. BYC-News war vor Ort.

Protest mit Musik, Rasseln und Sprechchören

Der Kreisverband Mainz der Alternative für Deutschland hatte unter dem Titel „Heimat Herbst“ zu einem Dämmerschoppen in die Hauptstraße eingeladen. Unter anderem wurden als Gäste die beiden Landtagsabgeordneten Jürgen Wiedenhöfer und der Landtagsabgeordnete Stephan Stritter angekündigt.

Gegenprotest mit rund 150 Personen

Bei der Gegendemo waren insgesamt rund 150 Menschen vor Ort. Die Gegendemonstranten machten mit Pfeifen, Rasseln und Musik auf sich aufmerksam. Zudem waren Rufe wie „Scheiß AfD“ und „Nazis raus“ zu hören, die durch die Straßen hallten. Zudem forderten Gegendemonstranten Autofahrer dazu auf, gegen den AfD-Auftritt zu hupen. Zu den Teilnehmern des Gegenprotests gehörten unter anderem die „Omas gegen rechts“.

Die Polizei begleitete das Geschehen mit sechs Streifenwagen und insgesamt elf Beamten. Verkehrsbehinderungen gab es nach den vorliegenden Informationen nicht.

Stadt Ingelheim sucht Ideen zu Freizeitangeboten für Jugendliche

Welche Angebote wünschen sich junge Menschen in Ingelheim, und wie können sie das kulturelle Leben der Stadt stärker mitgestalten? Mit diesen Fragen möchte Bürgermeisterin Sybille Schäfer direkt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Gespräch kommen. Ziel ist es, ihre Vorstellungen kennenzulernen und gemeinsam darüber zu sprechen, welche Ideen sich künftig umsetzen lassen.

Austausch am 3. November in der kING in Ingelheim

Das Treffen findet am Dienstag, 3. November, um 19 Uhr im Foyer der Kultur- und Veranstaltungshalle kING am Fridtjof-Nansen-Platz 5 statt. Dabei soll es unter anderem um geeignete Treffpunkte, Musik, Veranstaltungen und Möglichkeiten zum gemeinsamen Feiern gehen. Auch das Rotweinfest wird als Beispiel genannt.

Neben Bürgermeisterin Sybille Schäfer werden Verantwortliche der städtischen Jugendabteilung, Vertreter der Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH (IKuM) sowie Mitarbeitende des Amtes für Demografie, Ehrenamt und Kultur anwesend sein. Die IKuM ist unter anderem für die Organisation der Feste zuständig.

Damit stehen beim Austausch auch Ansprechpartner zur Verfügung, die Ideen aufnehmen, weiterentwickeln und in konkrete Planungen einbringen können.

Kulturkonzept sieht Handlungsbedarf

Dass die Bedürfnisse junger Menschen stärker berücksichtigt werden sollen, ist auch im Kulturkonzept der Stadt festgehalten. Darin wurde unter anderem herausgearbeitet, dass es in der Stadt an geeigneten Plätzen und Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene fehlt.

Die Stadt möchte deshalb erfahren, welche Wünsche und Vorstellungen die jungen Menschen selbst haben und welche Angebote sie sich für Ingelheim vorstellen können. Im Mittelpunkt soll ausdrücklich ein Austausch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen – nicht ein Gespräch über sie.

Fragen vorab per E-Mail

Die Einladung richtet sich an alle jungen Menschen, die ihre Erfahrungen, Meinungen und Ideen einbringen möchten. Wer vorab Fragen zum Treffen hat, kann sich per E-Mail an die Jugendabteilung der Stadt wenden: jugend@ingelheim.de.

Messerangriff am Münsterplatz in Mainz – Polizei sucht Zeugen

Nach einem Messerangriff im Bereich der Haltestelle Münsterplatz in Mainz am Sonntag (11. Oktober 2026) hoffen die Ermittlungsbehörden auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei suchen Zeugen, die zur Aufklärung des Körperverletzungsdelikts beitragen können.

Ermittler suchen Beobachtungen und Hinweise auf Beteiligte des Angriffs in Mainz

Gesucht werden insbesondere Personen, die das Tatgeschehen unmittelbar beobachtet haben oder Angaben zu möglichen Mittätern und weiteren beteiligten Personen machen können. Auch sonstige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat können für die Ermittlungen wichtig sein.

Darüber hinaus bittet die Polizei Menschen um Hinweise, denen die Beteiligten bereits vor der Tat aufgefallen sind oder die nach dem Vorfall Hilfe geleistet haben.

Fotos und Videos können wichtig sein

Die Ermittlungsbehörden bitten außerdem Personen, die das Geschehen, die beteiligten Menschen oder damit zusammenhängende Ereignisse fotografiert oder gefilmt haben, ihre Aufnahmen der Polizei zur Verfügung zu stellen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 06131 – 6534150 oder per E-Mail an pimainz1@polizei.rlp.de entgegen.

E-Rechnungen im kleinen Betrieb: So wird aus einem Posteingang ein verlässlicher Ablauf

Eine Rechnung kommt als XML-Datei, die nächste als PDF mit eingebetteten Daten. Im Büro wird beides ausgedruckt, geprüft und anschließend wieder eingescannt. Damit entsteht zwar ein gewohnter Papierstapel, aber der Vorteil strukturierter Rechnungen geht verloren. Für einen Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieb im Rhein-Main-Gebiet lohnt sich deshalb zuerst ein Blick auf den Ablauf: Wer nimmt die Datei entgegen, wer prüft sie und wann darf sie weiterverarbeitet werden?

Das Bundesfinanzministerium unterscheidet seit dem 1. Januar 2025 zwischen strukturierten E-Rechnungen und sonstigen Rechnungen. Ein einfaches PDF erfüllt die neue Definition einer E-Rechnung nicht. Für Ausstellungspflichten bestehen Übergangs- und Ausnahmeregelungen. Dieser Beitrag behandelt die technische Organisation des Eingangs, nicht die steuerliche Einordnung eines einzelnen Umsatzes.

Erst den Prozess bestimmen, dann die Hardware

Ein einzelnes Rechnungsprogramm benötigt nicht automatisch einen eigenen Server. Wichtig sind zunächst unterstützte Formate, Zuständigkeiten und die Anbindung an die Buchhaltung. Wer für einen lokalen Betrieb nach „server kaufen“ sucht, sollte deshalb vorher festhalten, welche Anwendungen darauf laufen und wie viele Dokumente gleichzeitig bearbeitet werden. Mehr Arbeitsspeicher behebt weder fehlende Formatunterstützung noch einen ungeklärten Freigabeprozess.

Als Rechenbeispiel dient ein Betrieb mit 80 Eingangsrechnungen pro Woche. Die Zahl ist frei gewählt und keine regionale Statistik. Ein zentraler Eingang, eine fachliche Prüfung und eine geregelte Übergabe sollen verhindern, dass Rechnungen in persönlichen Postfächern liegen bleiben oder zweimal erfasst werden.

Die Originaldatei erhalten und lesbar darstellen

Eine XRechnung ist strukturiert und muss für die menschliche Prüfung geeignet dargestellt werden. ZUGFeRD verbindet dagegen eine PDF-Darstellung mit eingebetteten strukturierten Daten. Das BMF nennt die in Deutschland üblichen Formate XRechnung und geeignete ZUGFeRD-Profile als Beispiele. Nicht jedes PDF und nicht jede beliebige ZUGFeRD-Ausprägung sind damit gleichzusetzen.

Die Anwendung sollte die eingegangene Datei unverändert übernehmen und die Anzeige daraus erzeugen. Ein Ausdruck allein ist kein technischer Ersatz für den strukturierten Datensatz. Welche Bestandteile im konkreten Fall aufzubewahren sind, wird mit der Steuerberatung und dem eingesetzten Archivsystem geklärt. Eine bloße Netzwerkfreigabe ist noch kein vollständig geregeltes Archiv.

Praktisch hilft eine eindeutige interne Vorgangsnummer. Sie verbindet die Eingangsdatei mit Darstellung, Prüfergebnis und Buchung. Der Dateiname des Absenders reicht dafür nicht: Mehrere Lieferanten können ihre Dokumente schlicht „Rechnung.pdf“ nennen, und eine korrigierte Rechnung kann unter demselben Namen eintreffen.

Technische und sachliche Prüfung trennen

Eine technische Validierung kontrolliert beispielsweise Struktur und Formatregeln. Sie bestätigt nicht, dass die berechnete Leistung tatsächlich erbracht wurde. Umgekehrt kann eine sachlich plausible Rechnung technisch nicht verarbeitbar sein. Beide Ergebnisse gehören deshalb getrennt in den Status des Vorgangs.

Die sachliche Prüfung vergleicht Bestellung, Lieferung oder Leistungsnachweis mit der Rechnung. Bei einer fiktiven Bestellung über zwölf Teile zu je 45 Euro ergibt sich ein Nettobetrag von 540 Euro. Stehen nur zehn gelieferte Teile im Wareneingang, muss die Abweichung sichtbar werden, bevor der Vorgang zur Zahlung freigegeben wird.

Auch eine neue Bankverbindung verdient einen eigenen Kontrollschritt. Dass sie in einer formal gültigen Datei steht, macht sie nicht automatisch vertrauenswürdig. Änderungen werden über einen bekannten, unabhängigen Kontaktweg bestätigt. Die dafür verwendeten Kontaktdaten sollten nicht allein aus der fraglichen Nachricht stammen.

Ein Status muss eine Handlung auslösen

Sinnvolle Zustände sind etwa „eingegangen“, „technisch geprüft“, „Rückfrage“, „sachlich freigegeben“ und „übergeben“. Zu jedem Zustand steht fest, wer den nächsten Schritt übernimmt. Eine Markierung „in Bearbeitung“ ohne verantwortliche Person führt sonst dazu, dass das Dokument zwar digital sichtbar, aber organisatorisch weiterhin verloren ist.

Für Rückfragen werden Grund, Zeitpunkt und zuständige Person festgehalten. Muss der Lieferant eine Korrektur senden, bleibt die Verbindung zum ursprünglichen Vorgang erhalten. Die neue Datei überschreibt nicht stillschweigend die alte. So lässt sich später erklären, auf welcher Grundlage die Buchhaltung gearbeitet hat.

Doppelte Eingänge erkennen, ohne falsche Treffer zu erzeugen

Eine Rechnung kann per E-Mail kommen und zusätzlich über ein Portal heruntergeladen werden. Zur Erkennung möglicher Doppelungen eignen sich mehrere Merkmale zusammen, etwa Lieferantenkennung, Rechnungsnummer und weitere Dokumentdaten. Ein identischer Betrag allein genügt nicht: Monatliche Leistungen können regelmäßig denselben Preis haben.

Ein technischer Hash kann identische Dateien erkennen. Er beantwortet jedoch nicht, ob zwei unterschiedlich erzeugte Dateien dieselbe Rechnung enthalten. Umgekehrt sollten ähnliche Nummern nicht automatisch zusammengeführt werden. Der Prozess braucht einen prüfbaren Verdacht auf Doppelung und eine Entscheidung, wie damit umzugehen ist.

Testen lässt sich das mit einem kleinen Satz bekannter Fälle: dieselbe Datei zweimal, dieselbe Rechnung in zwei Übermittlungen, zwei echte Rechnungen mit gleichem Betrag und eine Korrektur. Das System sollte diese Fälle unterscheiden, statt jeden ähnlichen Datensatz einfach zu verwerfen.

Aufwand und Speicherbedarf realistisch rechnen

Angenommen, die bisherige Erfassung dauert fünf Minuten pro Rechnung. Bei 80 Dokumenten sind das 400 Minuten pro Woche. Benötigt der neue Ablauf im Mittel drei Minuten einschließlich Kontrolle, sinkt der Aufwand auf 240 Minuten. Die Differenz beträgt 160 Minuten. Das ist ein Rechenbeispiel, kein versprochener Automatisierungsgewinn.

Zur Messung gehören auch fehlerhafte Eingänge, Rückfragen und manuelle Nacharbeit. Werden nur problemlos importierte Dokumente gezählt, erscheint der neue Prozess besser, als er im Alltag ist. Aussagekräftig sind Bearbeitungszeit pro abgeschlossenem Vorgang und die Zahl der am Wochenabschluss offenen Rechnungen.

Bei angenommenen zwei Megabyte je Dokument einschließlich Anlagen entstehen aus 80 Rechnungen pro Woche und 52 Wochen etwa 8,32 Gigabyte im Jahr. Darstellungen, Datenbank, Protokolle und Sicherungen kommen hinzu. Entscheidend für die Hardware können deshalb eher Anwendung und Verfügbarkeit sein als die reine Größe der Rechnungsdateien.

Den Ausfall einer Schnittstelle mitprüfen

Die Übernahme in die Buchhaltungssoftware muss einen bestätigten Abschluss liefern. Ein erfolgreicher Dateiexport beweist nicht, dass die Zielanwendung die Buchung übernommen hat. Der Status sollte erkennen lassen, ob der Vorgang nur bereitgestellt, übertragen oder tatsächlich angenommen wurde.

Ein Wiederholungsversuch darf nicht unbemerkt eine zweite Buchung erzeugen. Vor dem produktiven Einsatz wird daher mit Testdaten geprüft, was bei Zeitüberschreitung, unterbrochener Verbindung und erneutem Import geschieht. Produktive Zahlungen oder Buchungen sind für einen solchen Versuch ungeeignet.

Ein überschaubarer Pilot reicht für den Anfang

Für den Start eignen sich ein Eingangskanal, wenige Lieferanten und ein festgelegter Zeitraum. Erfasst werden erfolgreiche Übernahmen, Fehlerarten, Rückfragen und Bearbeitungszeiten. Anschließend entscheidet der Betrieb, welche Regeln angepasst werden müssen und ob die vorhandene Infrastruktur ausreicht.

Der Nutzen besteht dann in einem nachvollziehbaren Weg vom Eingang bis zur Übergabe. Rechnungen liegen nicht mehr in verstreuten Postfächern, und offene Fragen bleiben sichtbar. Eine größere Serverkonfiguration wird erst dann sinnvoll, wenn der geprüfte Ablauf tatsächlich zusätzliche Ressourcen benötigt.

Weihnachtsaktion in Hochheim für Kinder und Jugendliche

Weihnachten soll für alle Kinder eine Zeit der Freude sein. Damit auch Kinder und Jugendliche aus einkommensschwächeren Familien einen persönlichen Wunsch erfüllt bekommen, startet die Stadt Hochheim am Main erneut ihre traditionelle Weihnachts-Wunschzettelaktion. Dabei übernehmen Bürgerinnen und Bürger Geschenkpatenschaften und sorgen dafür, dass die eingereichten Wünsche rechtzeitig zum Fest erfüllt werden können.

Wünsche im Wert von bis zu 25 Euro

An der Aktion teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 17 Jahren, deren Familien Sozialleistungen beziehen. Sie dürfen einen Wunsch im Wert von maximal 25 Euro einreichen.

Die Wunschzettel müssen bis spätestens 30. Oktober 2026 bei der Stadt eingereicht werden. Anschließend werden die gesammelten Wünsche für Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt, die eine Patenschaft übernehmen und ein Geschenk besorgen möchten.

So können Familien ihre Wünsche einreichen

Die Wunschzettel sind direkt bei der Stadtverwaltung Hochheim am Main erhältlich. Ansprechpartnerin ist Melanie Goretzko. Sie ist in Zimmer 0.17 erreichbar und steht unter der Telefonnummer 06146 900-151 sowie per E-Mail an melanie.goretzko@hochheim.de für Fragen zur Verfügung.

Alternativ können Familien das Formular auf der Internetseite der Stadt herunterladen und selbst ausdrucken. Der ausgefüllte Wunschzettel lässt sich anschließend per E-Mail einreichen.

Bürger können Geschenkpatenschaften übernehmen

Sobald alle Wunschzettel gesammelt sind, können Hochheimer Bürgerinnen und Bürger eine Patenschaft übernehmen und einen der eingereichten Wünsche erfüllen. Wo und ab wann die Wunschzettel zur Auswahl bereitliegen, will die Stadt rechtzeitig bekannt geben.

Mit der Aktion setzt Hochheim erneut auf das Engagement der eigenen Bevölkerung. Die Weihnachtsaktion soll nicht nur Kindern und Jugendlichen eine Freude bereiten, sondern auch den Zusammenhalt in der Stadt stärken.

Rückkehr: Die Eiserne Front gründet sich neu

Mehr als 90 Jahre nach ihrer Auflösung erlebt eine der bekanntesten Schutzorganisationen der Weimarer Republik eine Renaissance: Als Reaktion auf das Erstarken extremer Ränder hat sich die Eiserne Front neu formiert. Der überparteiliche Verein versteht sich als friedlicher Schutzbund für die Republik und verzeichnet ein zügiges Mitgliederwachstum.

Polarisierung als Motiv für die Eiserne Front

Im Zuge der anhaltenden gesellschaftlichen Polarisierung setzt ein neues zivilgesellschaftliches Bündnis auf traditionelle Symbole der wehrhaften Demokratie.

Unter dem Namen „Eiserne Front – Demokratischer Schutzbund e. V.“ hat sich in diesem Jahr eine Organisation neu gegründet, die explizit an die demokratischen Traditionen des historischen Bündnisses von 1931 anknüpfen möchte.

Nach Angaben des Bundesvorsitzenden Leon M. Doll war der konkrete Anlass für den Schritt das Erstarken rechtsextremer Kräfte sowie das Wiederaufkommen autoritärer Ideologien im politischen Spektrum.

Entstanden aus einer Initiative von Gewerkschaftern, Sozialdemokraten und Antifaschisten, zählte der Verein bereits nach zwei Wochen über 60 Mitglieder und strebt im kommenden Jahr die Marke von 3.000 Unterstützern an.

Keine Militanz, sondern klares Bekenntnis zum Gewaltmonopol

Trotz der Anleihen beim historischen Vorbild betont die Eiserne Front-Führung den friedlichen und rechtsstaatlichen Charakter. Die Organisation versteht sich nicht als Ersatzpolizei und beansprucht keinerlei staatliche Befugnisse, das ausnahmslose Bekenntnis zur Gewaltfreiheit und zum staatlichen Gewaltmonopol sei in der Satzung verankert.

In der Praxis sieht sich der Bund als verbindende Struktur zwischen Vereinen, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen. Die Aufgaben umfassen Ordnerdienste bei demokratischen Kundgebungen, die Begleitung gefährdeter Personen oder Journalisten sowie politische Bildungsarbeit und die Unterstützung gewerkschaftlicher Anliegen.

Parteipolitisch unabhängig – Spannungen mit konservativen Kräften

Obwohl die Wurzeln der Organisation historisch eng mit der Sozialdemokratie verwoben sind, legt der neugegründete Verein Wert auf parteipolitische Unabhängigkeit. Die Mitgliedschaft steht Angehörigen verschiedener demokratischer Parteien, etwa von Volt, der SPD, Grünen oder Linken, ebenso offen wie Parteilosen. Parteipolitische Werbung innerhalb der Vereinsstrukturen ist ausdrücklich untersagt.

Interessante Parallelen zur Weimarer Zeit zeigen sich in der aktuellen Debatte mit anderen Traditionsverbänden: Während zahlreiche Mitglieder des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold auch in der neuen Eisernen Front aktiv sind, existieren zu einzelnen konservativen Kreisen des Reichsbanners inhaltliche Differenzen über die politische Ausrichtung und die Interpretation der Historie.

Eigener Nachwuchsverband „Junge Pfeile“

Um gezielt jüngere Menschen zwischen 16 und 25 Jahren zu erreichen, hat die Organisation den Jugendverband „Junge Pfeile“ ins Leben gerufen. Damit soll vor allem demokratiefeindlichen und geschichtsrevisionistischen Erzählungen auf Social-Media-Plattformen wie TikTok, YouTube oder Twitch begegnet werden.

Für den kommenden Dezember plant der Verein eine erste große Tagung in Berlin, auf der herausragendes gesellschaftliches Engagement gewürdigt werden soll und versteht sich dabei nach eigenen Angaben nicht als Sehnsucht nach Vergangenem, sondern als Versprechen, die Fehler der Geschichte im heutigen Alltag nicht zu wiederholen.

Streit um Landespflegekammer RLP eskaliert

Der Konflikt um die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz entwickelt sich zu einer Belastungsprobe für das gesamte berufsständische Kammersystem im Land.

Nach der scharfen Kritik von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung an den Zwangsgeld-Androhungen der Pflegekammer offenbaren sich die tiefen Gräben: Ein juristischer Zwang zur Erfassung aller Pflegekräfte in Arztpraxen bringt das Fass endgültig zum Überlaufen.

Landespflegekammer vs KV RLP

Es geht längst nicht mehr nur um einzelne Fristen oder bürokratische Formulare: Der Streit zwischen der Pflegekammer und den Standesvertretungen der Ärzteschaft hat eine Grundsatzdebatte über den Sinn und die Zukunft der berufsständischen Selbstverwaltung im rheinland-pfälzischen Gesundheitssystem hervorgerufen.

Auslöser ist ein Auskunftsverlangen der Kammer an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, dort wird unter Androhung von Zwangsmitteln die Übermittlung von Daten aller in den Praxen beschäftigten Pflegefachpersonen verlangt. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV RLP) und die Landesärztekammer (LAK RLP) wiesen dieses Vorgehen in einem gemeinsamen Schreiben scharf zurück und warfen der Kammerführung eine anhaltend fehlende Wertschätzung sowie einen unverhältnismäßigen Ton vor.

Der juristische Hintergrund: Urteile erzwingen Datenerhebung

Die Verantwortlichen der Pflegekammer verteidigen ihr Vorgehen und verweisen auf zwingende rechtliche Vorgaben, wo nach rechtskräftigen Urteilen des Verwaltungsgerichts Koblenz und des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz die Kammer verpflichtet ist, alle beitragspflichtigen Mitglieder lückenlos zu erfassen.

In früheren Gerichtsverfahren zur Beitragserhebung hatten die Richter die Beitragsmaßstäbe der Kammer unter anderem deshalb gekippt, weil sogenannte „atypische“ Beschäftigungsfelder unzureichend berücksichtigt wurden. Dazu zählen Pflegekräfte in Arztpraxen, bei Krankenkassen, in Bildungseinrichtungen oder im Qualitätsmanagement. Um künftige Beitragsberechnungen rechtssicher zu gestalten, sieht sich die Kammer nun gesetzlich gezwungen, die Arbeitgeber in den Praxen direkt in die Pflicht zu nehmen.

Heilberufe sorgen sich um Reputationsschaden

Die ärztlichen Körperschaften halten dagegen und betonen, dass das Vorgehen der Pflegekammer den Ruf der gesamten Selbstverwaltung im Land schädige. Bereits im Frühjahr hatten Landesärzte-, Landeszahnärzte- und Landesapothekerkammer in einer gemeinsamen Erklärung gewarnt, dass die Krisen und juristischen Niederlagen der Pflegekammer die Akzeptanz berufsständischer Vertretungen bei den Bürgern und Beschäftigten nachhaltig untergraben.

Die Vorwürfe beschränken sich nicht auf Rheinland-Pfalz: Selbst aus anderen Bundesländern, wie etwa von der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, gab es deutliche Kritik am Agieren der Führung in Mainz, da dieses die Pionierarbeit für die Pflegekammern im gesamten Bundesgebiet beschädige.

Entscheidung rückt näher

Die Standesvertretung steht damit an mehreren Fronten unter enormem Druck: Während die Wahlergebnisse der jüngsten Vertreterversammlung eine klare Mehrheit für kammerkritische Bündnisse ergaben, fordert auch Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) einen transparenten Neustart und eine erneute Befragung der rund 40.000 Pflegekräfte im Land bis Ende des Jahres 2026.

Ob die Landespflegekammer diesen Mehrfrontenkonflikt übersteht oder ob der Mainzer Landtag am Ende per Gesetzesänderung den Schlussstrich zieht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Brand mehrerer Mülltonnen in Mörfelden-Walldorf

Ein Feuer hat in der Nacht zum Donnerstag, den 15. Oktober 2026, mehrere Großmülltonnen in Mörfelden-Walldorf beschädigt. Der Brand brach gegen 3.45 Uhr in der Schwarzwaldstraße auf einer umzäunten Abstellfläche vor einem Mehrfamilienhaus aus. Insgesamt wurden sechs Mülltonnen beschädigt, drei davon vollständig zerstört.

Auch Bäume und Umzäunung bei Brand in Mörfelden-Walldorf beschädigt

Nach Angaben der Polizei wurden die Rettungskräfte in der Nacht über die brennenden Mülltonnen informiert. Durch die Hitzeentwicklung wurden neben den Tonnen auch die Umzäunung der Abstellfläche sowie mehrere Bäume in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob das Feuer vorsätzlich gelegt wurde oder eine andere Ursache hatte, ist bislang nicht bekannt.

Personen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen in der Schwarzwaldstraße gemacht haben oder Hinweise zum Brand geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Mörfelden-Walldorf unter der Telefonnummer 06105/4006-0 zu melden.