BYC-News Blog Seite 113

Klangstrom Bingen lädt ein: Verzaubernde Weihnachtskonzerte

Ein magisches Konzert-Erlebnis für Familien bietet der Klangstrom Bingen am Samstag, den 13. Dezember 2025. Ab 15 Uhr verzaubert das Trio Magos mit seinem liebevollen Programm „Hex, Hex, Weihnachten ist verhext“ im Binger Kulturzentrum Groß und Klein. Erzählt wird die Geschichte der schusseligen Hexe Solmi, die ein schönes Weihnachtsfest mit all ihren Freunden feiern möchte. Doch leider geht alles schief – schon bald benötigt sie die Unterstützung des Publikums, um das Fest doch noch zu retten.

Ergänzt wird die humorvolle Weihnachtsgeschichte durch familienfreundliche Klassik-Stücke von Ludwig van Beethoven und Max Bruch. Mit Witz, Charme und vielen musikalischen Überraschungen nimmt das Trio Magos sein Publikum mit auf eine Reise, bei der Mitmachen und Staunen ausdrücklich erwünscht sind.

Tickets für nur 5,- Euro (Kinder bis einschließlich 12 Jahre) bzw. 8,- Euro (Erwachsene) sind unter klangstrom.de, in der Binger Tourist-Info und an allen Ticket-Regional Vorverkaufsstellen erhältlich.

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Das Trio Magos

Goun Kim (Piano), Maxi Hennemann (Klarinette) und Sebastian Hennemann (Violoncello) präsentieren neben klassischen Kammerkonzerten auch interaktive Familienkonzerte. Mit hoher künstlerischer Qualität, humorvollen Elementen und großer Spielfreude werden kleine Zuhörer:innen kindgerecht an das Genre Klassik herangeführt – bei bester Unterhaltung für die ganze Familie.

Klangstrom Bingen: Klassik neu hören

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Winter etabliert sich der Klangstrom nun als feste Größe im Binger Veranstaltungskalender. Besondere Konzertabende laden bis April 2026 mit sanften Wellen und kraftvollen Klangfluten dazu ein, in den Fluss der klassischen Musik einzutauchen. Renommierte Ensembles, herausragende Solist:innen und ungewöhnliche künstlerische Ansätze bilden eine Vielfalt, die Klassik in ganz neuer Form erlebbar macht.

Alle Informationen zu den weiteren Konzerten, Tickets und das Klangstrom-Abo gibt es unter www.klangstrom.de.

Die Klangstrom-Konzerte im Überblick

  • Fr., 12.12.2025 · Villa Sachsen – ausverkauft
    Villa Musica: Vivaldi im Advent – „Die Vier Jahreszeiten“ u.a.

  • Sa., 13.12.2025 · Kulturzentrum Bingen
    Familienkonzert: Trio Magos „Hex, Hex – Weihnachten ist verhext“

  • Sa., 24.01.2026 · Johanneskirche Bingen
    Wiener Kammersymphonie: Virtuose Klangkunst von Strauß bis Weill

  • Sa., 28.02.2026 · Villa Sachsen
    Quartett Bohème: Meisterwerke neu interpretiert mit Jazz- und Gypsy-Swing

  • Sa., 21.03.2026 · Villa Sachsen
    Spirit & Pleasure: Barock trifft Folk – Musik aus Schottland & London

  • Sa., 25.04.2026 · Villa Sachsen
    Jahreskonzert der Villa Musica: „Messages“ mit Tabea Zimmermann & Viatores Quartett

Die Konzertreihe wird gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz. Die Bingen Tourismus & Kongress GmbH dankt allen Beteiligten für ihre Unterstützung.

Streit an der Backwarentheke in Mainzer Supermarkt eskaliert

Polizei Mainz – Am Freitagnachmittag, dem 14. November 2025, kam es gegen 14:15 Uhr in einem Einkaufsmarkt in der Langenbeckstraße in der Mainzer Oberstadt zu einem tätlichen Angriff. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei betrat ein bislang unbekannter, mutmaßlich jugendlicher Täter gemeinsam mit zwei ebenfalls unbekannten Mädchen den Supermarkt.

Im Bereich der Backwaren entwickelte sich ein verbaler Streit zwischen dem Jugendlichen und einem 58-jährigen Mann. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der Täter den Mann zunächst gestoßen und ihm anschließend eine bislang nicht identifizierte Flüssigkeit ins Gesicht gesprüht haben. Der Geschädigte erlitt dabei unter anderem Augenreizungen und musste medizinisch versorgt werden.

Die Polizei Mainz hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall oder zur Identität der beteiligten Personen geben können, sich unter der Telefonnummer 06131/65-34150 zu melden. Hinweise werden auch per E-Mail unter pimainz1@polizei.rlp.de entgegengenommen.

Mehrmonatige Bauarbeiten an der A3 bei Wiesbaden

Pendler und Autofahrer im Raum Wiesbaden müssen sich ab sofort auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Autobahn GmbH West hat am Montag (17. November) gegen 8 Uhr umfangreiche Bauarbeiten an der A3 gestartet. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Ausfahrt Niedernhausen und dem Kreuz Wiesbaden, insbesondere der Bereich der L3018-Unterführung bei Medenbach. Die Maßnahmen sollen bis Mitte Mai 2026 andauern.

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Brückenkappen, Geländer und Schutzplanken an der A3 bei Wiesbaden werden erneuert

Die Arbeiten dienen der langfristigen Sicherstellung der Verkehrssicherheit. Sie umfassen zwei zentrale Bereiche:

  • Erneuerung der Brückenkappen an der L3018-Unterführung
  • Reparatur von Brückengeländer und Schutzplanken in Fahrtrichtung Wiesbaden, die durch einen Unfall beschädigt wurden

Für die Umsetzung sind mehrere Sperrungen und Verkehrsführungen erforderlich.

Mehrere Straßen sofort dicht – Umleitungen ausgeschildert

Seit Montagmorgen gelten folgende Einschränkungen:

  • L3018 bis zur „Klingenmühle“: voll gesperrt
  • L3017: vollständige Sperrung „Wildsachsener Straße“
  • ab „An den drei Weiden“ in Richtung Breckenheim: komplett gesperrt

Auch auf der A3 selbst gibt es Änderungen. In Richtung Wiesbaden werden die Fahrspuren verengt, zudem wird der Seitenstreifen eingezogen. Trotz der Einschränkungen können Autofahrer weiterhin auf drei Spuren an der Baustelle vorbeifahren.

Autofahrer aus Medenbach müssen eine Umleitung über die L3028 nehmen. Für Verkehrsteilnehmer aus Wiesbaden-Breckenheim führt die Umleitung über die L3017.

Die Autobahn GmbH bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich sowie um Verständnis für die langfristigen Einschränkungen.

Artikelempfehlung: Vollsperrung und Umleitung im ÖPNV in Wiesbaden

Teile einer Frauenleiche auf Autobahn gefunden

Auf der A45 zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg wurde in der Nacht zu Montag (17. November 2025) ein schockierender Fund gemacht. Auf der Fahrbahn in Richtung Gießen fanden Einsatzkräfte Körperteile einer bislang unbekannten Frau. Der Fund löste einen umfangreichen Polizeieinsatz aus.

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Vollsperrung der A45 – Spezialisten der Polizei im Einsatz

Nach Informationen der BILD soll es sich um abgetrennte Hände einer Frau handeln. Um die Fundstelle großflächig abzusuchen und Spuren zu sichern, wurde die A45 in Fahrtrichtung Gießen vollständig gesperrt. Spezialisten der Polizei untersuchten in der Nacht die Autobahn und Umgebung nach weiteren Hinweisen, die Aufschluss über den Tathergang geben könnten.

Mordkommission übernimmt Ermittlungen

Die Hagener Polizei hat eine Mordkommission eingesetzt. Die Ermittler prüfen aktuell sämtliche Spuren und Hinweise, um die Identität der Frau festzustellen und die Hintergründe der Tat zu klären. Aufgrund des frühen Ermittlungsstandes machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.

Artikelempfehlung: Polizei schießt 12-jähriges Mädchen nieder

Frankfurter Weihnachtsmarkt startet mit neuem Kinderbereich

Vor der historischen Kulisse von Römerberg und Paulskirche öffnet am Montag, 24. November, einer der ältesten und größten Weihnachtsmärkte Deutschlands seine Tore. Über 230 festlich dekorierte Stände erstrecken sich vom Mainufer über Römerberg, Paulsplatz, Liebfrauenberg und Friedrich-Stoltze-Platz bis zum Roßmarkt – ein traditioneller Publikumsmagnet, der auch in diesem Jahr rund 2,3 Millionen Gäste erwartet.

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Offizielle Eröffnung mit Illumination und prominenter Unterstützung

Oberbürgermeister Mike Josef eröffnet den Weihnachtsmarkt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Touristischen Arbeitskreises Bergwinkel im Anschluss an das Weihnachtskonzert der Oper Frankfurt. Höhepunkt ist die feierliche Illumination des Weihnachtsbaums „Frau Holle“. Schlagerstar Patrick Lindner setzt mit einem weihnachtlichen Live-Konzert den musikalischen Schlussakzent.

„Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist in der Vorweihnachtszeit alljährlich ein Anziehungspunkt für Frankfurterinnen und Frankfurter sowie Gäste aus aller Welt“, betont Oberbürgermeister Josef. Besonders freue er sich auf die Premiere des neuen Kinderweihnachtsmarktes am Mainkai.

Premiere für den Kinderweihnachtsmarkt am Mainkai

Östlich des Eisernen Stegs feiert der Kinderweihnachtsmarkt in diesem Jahr seine Premiere. Das Angebot richtet sich gezielt an Familien: Lebkuchen verzieren, Weihnachtsschmuck basteln und eigene Grußkarten gestalten gehören ebenso dazu wie ein abwechslungsreiches Programm aus Weihnachtsgeschichten, Liedern und Märchenerzählungen. Fotospots, ein nostalgisches Kinderkarussell sowie ein familienfreundliches gastronomisches Angebot runden die neue Attraktion ab.

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„Frau Holle“: 50 Jahre alte Nordmanntanne als Weihnachtsbaum

Baumpatin 2024 ist die neu gegründete Touristische Arbeitsgemeinschaft Bergwinkel aus Sinntal, Schlüchtern und Steinau an der Straße. Passend zur Herkunftsregion der Brüder Grimm trägt der Baum den märchenhaften Namen „Frau Holle“. Die 50 Jahre alte Nordmanntanne aus Schöllkrippen misst beeindruckende 28 Meter und wiegt rund 9,5 Tonnen – die erste Nordmanntanne auf dem Weihnachtsmarkt seit 2002.

Kulinarische Vielfalt und wachsende Auswahl an veganen Angeboten

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt bietet erneut regionale Spezialitäten wie Bethmännchen, Maronen, Waffeln, Reibekuchen oder Grillspezialitäten. Auch das Angebot vegetarischer und veganer Produkte steigt weiter, insbesondere auf dem Rosa Weihnachtsmarkt.

Glühweintassen unter dem Motto „Stadt der Gestaltung“

Im Vorfeld der World Design Capital Frankfurt/Rhein-Main 2026 stehen die diesjährigen Glühweintassen unter dem Motto „Stadt der Gestaltung“. Beide Varianten erscheinen in glänzendem Schwarz:
– Die klassische Tasse präsentiert goldene und rote Akzente sowie ein Emblem mit Frankfurter Wahrzeichen.
– Die zweite Tasse, gestaltet von Illustratorin Verena Mack, zeigt Motive des Miteinanders und stimmt auf das WDC-Jahr ein.

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Öffnungszeiten und Programm zur Eröffnung

Der Weihnachtsmarkt läuft vom 24. November bis einschließlich 22. Dezember an mehreren Standorten der Innenstadt.
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 10–21 Uhr
Sonntag: 11–21 Uhr

Programm zur Eröffnung am 24. November:
– 16.30 Uhr: Weihnachtskonzert der Oper Frankfurt (Bühne am Römerberg)
– 17.05 Uhr: Glockenspiel der Nikolaikirche
– anschließend: Eröffnungsansprache von Oberbürgermeister Josef
– Illumination des Weihnachtsbaums „Frau Holle“
– Konzert von Patrick Lindner
– Turmbläser vom Altan der Nikolaikirche

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt bietet auch in diesem Jahr eine Mischung aus Tradition, modernen Akzenten und neuen Angeboten für Familien – ein stimmungsvolles Erlebnis für Gäste aus der Region und aus aller Welt.

Artikelempfehlung: Das erwartet euch auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt

Serie von Wohnungseinbrüchen in Mainzer Vororten

Einbrüche in Mainz – In mehreren Mainzer Stadtteilen ist es in den vergangenen Tagen zu einer Reihe von Wohnungseinbrüchen gekommen. Wie die Polizei mitteilt, schlugen bislang unbekannte Täter am Freitag, 14. November 2025, gleich mehrfach zu.

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Einbrüche in Weisenau, Bretzenheim und Hechtsheim

Zwischen 15:00 und 20:00 Uhr verschafften sich Einbrecher Zutritt zu einem Wohnhaus in der Bleichstraße in Mainz-Weisenau. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde ein Fenster aufgehebelt und anschließend mehrere Räume durchsucht. Die Täter entwendeten unter anderem Schmuck.

Ebenfalls am Freitag kam es im Färberweg in Mainz-Bretzenheim zu einem Einbruch in ein Einfamilienhaus. Zudem meldete die Polizei am Mittag einen weiteren Einbruch in ein Wohnhaus in Mainz-Hechtsheim. Ob die Taten miteinander in Verbindung stehen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Tat in Gonsenheim am Samstag

Am Samstag, 15. November 2025, drangen Unbekannte zwischen 16:30 Uhr und 19:35 Uhr in ein Wohnhaus im Federgrasweg in Mainz-Gonsenheim ein. Die Täter hebelten die Terrassentür auf und durchwühlten sämtliche Räume. Ob und welche Wertgegenstände entwendet wurden, ist derzeit noch unklar.

Polizei bittet um Hinweise

Die Kriminalpolizei Mainz hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Taten. Zeugen oder Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06131/65-33999 zu melden.

Insolvenz der Patrick Hasemann GmbH Dachdeckerbetrieb eröffnet

Das Amtsgericht Wiesbaden hat am 14. November 2025 um 09:33 Uhr das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Patrick Hasemann GmbH, Egerländerstraße 4, 65232 Taunusstein (HRB 16368), eröffnet. Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist Michel Eichmann eingetragen.

Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Michael Hirner von der Kanzlei Buschlinger, Claus & Partner, Adolfsallee 24, 65185 Wiesbaden. Die Kanzlei ist unter der Telefonnummer 0611 / 1504-0 sowie per E-Mail an hirner@bcp-wiesbaden.de erreichbar.

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Aufforderung an die Gläubiger

Gläubiger der Patrick Hasemann GmbH werden aufgefordert,

  • ihre Insolvenzforderungen gemäß § 38 InsO unter Beachtung des § 174 InsO bis zum 15. Januar 2026 beim Insolvenzverwalter anzumelden.

  • dem Insolvenzverwalter unverzüglich mitzuteilen, welche Sicherungsrechte an beweglichen Sachen oder Rechten der Schuldnerin geltend gemacht werden. Dabei sind der betreffende Gegenstand, die Art und der Entstehungsgrund des Sicherungsrechts sowie die gesicherte Forderung genau zu benennen.
    Eine schuldhafte Unterlassung oder Verzögerung dieser Mitteilung kann zu Schadensersatzpflichten gemäß § 28 Abs. 2 InsO führen.

Hier geht es zu weiteren Insolvenzmeldungen

Freizeittipp: Winterzeit im Chiemsee-Alpenland

Chiemsee – Die vier Schlösser König Ludwigs II. zählen seit Juli 2025 zum UNESCO-Welterbe. Sie liegen an markanten Naturstandorten in Oberbayern und verbinden Landschaft, Architektur und Technik zu einzigartigen Gesamtkunstwerken. Besonders Schloss Herrenchiemsee entfaltet in den Wintermonaten eine besondere Atmosphäre.

Herrenchiemsee: Winterstille auf der Insel

Von Gstadt und Prien am Chiemsee führen Überfahrten über die ruhige Wasserfläche zur Insel Herrenchiemsee. Dort beginnt ein rund neun Kilometer langer Rundweg durch die verschneite Landschaft. Aussichtspunkte wie „Ottos und Pauls Ruh“ oder das „Alte Schloss“, das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift, bieten Einblicke in die Geschichte der Insel. Zentraler Anziehungspunkt bleibt das „Neue Schloss“ Ludwigs II. mit seinen Prunkräumen und dem bekannten Spiegelsaal.

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Frauenchiemsee: Barockkrippe im Kloster

Auch die benachbarte Fraueninsel ist ein Winterziel. Sie beherbergt das älteste Nonnenkloster Deutschlands sowie traditionelle Handwerksbetriebe und Künstlerateliers. In der Abteikirche ist von Weihnachten bis Anfang Februar die historische „Große Barockkrippe“ zu sehen – eine der ältesten süddeutschen Krippen mit bis zu 80 Zentimeter großen, reich gekleideten Figuren.

Winteraktivitäten in der Region

Die Region Chiemsee-Alpenland bietet neben dem Besuch der Inseln zahlreiche Möglichkeiten für Wintersport und Naturerlebnisse. Dazu zählen Höhenwege wie die Tour auf die Kampenwand, mehr als 40 Loipen, vier Skigebiete und eine der längsten Naturrodelbahnen Deutschlands am Brünnstein bei Oberaudorf. Weitere Informationen und die regionale „Winterkarte“ mit allen Angeboten stehen unter www.chiemsee-alpenland.de/winter bereit.

Naturbeobachtung am See

An den Ufern des Chiemsees zeigt sich die Natur im Winter von ihrer ruhigen Seite, bleibt jedoch belebt. Geführte Touren der Chiemsee-Naturführer ermöglichen Einblicke in die heimische Tierwelt. An Beobachtungsstationen wie dem Aussichtsturm Ganszipfel in Gstadt oder dem Beobachtungsturm im Irschener Winkel in Bernau stehen vor allem Vögel im Mittelpunkt. Eine Bibertour an der Prienmündung vermittelt Wissen über Lebensweise und Bautätigkeit der Tiere. In Bernau werden zudem geführte Alpakawanderungen durch die Winterlandschaft angeboten.

Polizei schießt 12-jähriges Mädchen nieder

In der Nacht zu Montag (17. November) ist es in einem Mehrfamilienhaus an der Reichsstraße in Bochum zu einem folgenreichen Polizeieinsatz gekommen. Eine seit dem Vortag vermisste 12-Jährige griff Einsatzkräfte mit zwei Messern an. Die Beamten setzten daraufhin ein Distanzelektroimpulsgerät und eine Schusswaffe ein. Das Mädchen wurde schwer verletzt und befindet sich in intensivmedizinischer Behandlung. Die Mordkommission der Polizei Essen ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bochum.

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Vermisstes Mädchen war auf wichtige Medikamente angewiesen

Die 12-Jährige mit deutscher und serbischer Staatsangehörigkeit war aus einer Wohngruppe abgängig und ist auf lebenswichtige Medikamente angewiesen, die sie möglicherweise über einen längeren Zeitraum nicht eingenommen hatte. Im Laufe des Vortages wurde sie durch ihre Betreuer letztmalig gesehen und als vermisst gemeldet.

Der Mutter des Mädchens waren bereits im Vorfeld das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die erkrankte und gehörlose 12-Jährige entzogen worden. Bei dem Einsatzort handelt es sich um die Wohnung der Mutter, die ebenfalls gehörlos ist. Gegen 0.30 Uhr rückten Polizeikräfte zu der Wohnung aus, da sich dort die vermisste 12-Jährige aufhalten sollte.

Polizeieinsatz eskaliert in der Wohnung der Mutter

Da zunächst niemand öffnete, während aus der Wohnung jedoch Geräusche zu hören waren, forderten die Beamten einen Schlüsseldienst an. Gegen 1.30 Uhr öffnete die Mutter schließlich die Tür. Bei der weiteren Absuche trafen die Polizisten auf die Vermisste, die ihnen mit zwei Messern entgegenkam.

Nach bisherigen Erkenntnissen setzten die Beamten zeitgleich einen Taser sowie ihre Dienstwaffe ein, um einen Angriff abzuwehren. Die Polizisten leisteten unmittelbar Erste Hilfe, bis Rettungskräfte eintrafen. Ein Notarzt brachte das schwer verletzte Mädchen in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Noch in der Nacht übernahm eine Mordkommission der Polizei Essen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bochum den Fall. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen, Hintergründen und Einsatzentscheidungen dauern an.

Artikelempfehlung: Weitere Festnahme nach Angriff auf Polizist in Mainz

Weitere Festnahme nach Angriff auf Polizist in Mainz

In Mainz ist am Sonntagmittag (16. November 2025) ein weiterer Beschuldigter festgenommen worden, der an dem Angriff auf einen 26-jährigen Bundespolizisten am Hauptbahnhof beteiligt gewesen sein soll. Die Polizei Mainz führt damit ihre Maßnahmen im Zusammenhang mit der schweren Attacke konsequent fort.

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Polizei Mainz findet Beweismittel bei Wohnungsdurchsuchung

Bereits am Mittwoch, dem 12. November 2025, hatte ein Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mainz einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 26-jährigen Tatverdächtigen erlassen. Nach seiner Festnahme wurde ihm dieser Haftbefehl eröffnet und umgehend vollstreckt. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt überführt.

Parallel zur Festnahme führten Einsatzkräfte der Polizei Mainz eine Wohnungsdurchsuchung auf Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses durch. Bei der Maßnahme stellten Beamte Beweismittel sicher. Zudem wurde der Beschuldigte erkennungsdienstlich behandelt.

Die Ermittlungen zu dem Angriff auf den Bundespolizisten dauern an.

Artikelempfehlung: Mehrere Unfälle auf der A60 zwischen Ginsheim und Mainz verursacht

Gefährlicher Alltag: So unsicher sind Frauen in Deutschland wirklich

Deutschland verfehlt weiter seine eigenen Ziele beim Schutz von Frauen vor Gewalt. Das zeigt der aktuelle Staatenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, den die Bundesregierung der Expertengruppe des Europarats GREVIO im Oktober 2025 vorgelegt hat. Trotz Gewalthilfegesetz, Beratungsstellen und Förderprogrammen bleiben Schutzräume knapp, Prävention unterfinanziert, und arbeiten Bund, Länder und Ressorts nicht ausreichend zusammen.

Mit Inkrafttreten der Istanbul-Konvention am 1. Februar 2018 hat sich Deutschland rechtsverbindlich verpflichtet, Gewalt gegen Frauen zu verhindern, Betroffene zu schützen und Täter konsequent zu verfolgen. Der im Herbst vorgelegte GREVIO-Staatenbericht der Bundesregierung zeigt deutlich: Deutschland kommt weiterhin wesentlichen Vorgaben des völkerrechtlichen Vertrages nicht nach. Erst im Februar 2025 wurde im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend die vertraglich geforderte Koordinierungsstelle eingerichtet. Doch noch ist diese weit von der verlangten ressortübergreifenden Steuerung entfernt, die eine systematische Umsetzung ermöglichen würde.

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„Wir haben einen Flickenteppich“

Weiterhin fehlen ein flächendeckendes Schutzangebot und eine belastbare Datengrundlage. Auch gibt es bis heute keine funktionsfähige Präventionsarchitektur – ein weiterer wichtiger Baustein, den das Übereinkommen ausdrücklich fordert.

„Gewalt gegen Frauen von vornherein zu verhindern, muss oberstes Ziel sein. Es gibt herausragende Initiativen und Projekte, aber anstelle von koordinierten Maßnahmen und eines zwischen den Bundesländern abgestimmten Vorgehens haben wir nur einen Flickenteppich“, stellt Susanne von Bassewitz, Advocacy-Beauftragte der Union deutscher Zonta Clubs (Zonta International Germany), fest.

Lücke zwischen Anspruch und Realität wächst

Deutlich werden diese Defizite auch bei der Umsetzung des neuen Gewalthilfegesetzes. Der hier verankerte Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung ist ein überfälliger Schritt – doch er greift erst 2032 und nicht für alle Frauen gleichermaßen. Für Frauen mit Behinderung und Migrantinnen mit unsicherem Aufenthaltsstatus bleibt der Zugang weiterhin erschwert.

Die Lücke zwischen Anspruch und Realität wächst – mit dramatischen Folgen für Betroffene und erheblichen Belastungen für die Gesellschaft. Laut Frauenhauskoordinierung e. V. fehlen bundesweit über 14.000 Schutzplätze, vor allem in ländlichen Regionen.

„Deutschland darf sich mit halben Lösungen nicht länger zufriedengeben“, sagt Antje Buch, Präsidentin der Union deutscher Zonta Clubs. „Gewalt gegen Frauen zerstört nicht nur Leben, sondern gefährdet die sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen, auf denen demokratische Stabilität beruht. Wir brauchen entschlossenes Handeln – jetzt.“

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Zonta fordert zügige Umsetzung sowie Ausbau von Prävention und Täterarbeit

An der Seite von Interventionsstellen, Schutzeinrichtungen sowie zahlreichen Frauen- und Männer-NGOs fordert Zonta die schnelle Umsetzung des Gewalthilfegesetzes, auch im Bereich Schutz und Prävention. Hier braucht es ebenfalls eine verlässliche Finanzierung und verbindliche Ziele.

Gewaltprävention müsse früh ansetzen: in Kitas, in Lehrplänen, in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften sowie in den Justiz- und Gesundheitsberufen. Auch digitale Gewalt erfordere entschlossene Gegenmaßnahmen. Täterarbeit und -beratung seien dabei ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Prävention.

Deutschland hat ein Gewaltproblem

Schon für 2023 hatte das Bundeskriminalamt (BKA) mit 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Anstieg häuslicher Gewalt verzeichnet. Nach Angaben der Frauenhauskoordinierung e. V. setzte sich der Trend 2024 fort: Medienberichte deuten auf einen erneuten Anstieg um 3,8 Prozent hin.

„Wir haben ein Gewaltproblem – es geht nicht nur um einzelne Täter, sondern um ein System, das Gewalt gegen Frauen zulässt und ihr viel zu wenig entgegensetzt“, so Antje Buch weiter.

Geschlechtsbezogene Gewalt hat längst alle gesellschaftlichen Bereiche erreicht – bis in die demokratische Debatte hinein. Einer aktuellen Studie der HateAid gGmbH und der Technischen Universität München zufolge haben 63 Prozent der politisch engagierten Frauen in Deutschland bereits digitale Gewalt erlebt – etwa in Form von Beleidigungen, sexualisierten Bedrohungen oder gezielten Hasskampagnen.

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Der unterschätzte Faktor

Die ökonomischen Folgen sind massiv: Laut dem European Institute for Gender Equality (EIGE) entstehen in der EU jedes Jahr Kosten von rund 366 Milliarden Euro durch geschlechtsspezifische Gewalt, davon entfallen etwa 80 Prozent auf Gewalt gegen Frauen. Für Deutschland entspricht das einem Schaden von über 45 Milliarden Euro jährlich – durch Gesundheitskosten, Arbeitsausfälle und verlorene Produktivität. Gewalt gegen Frauen ist damit nicht nur ein Menschenrechtsverstoß, sondern ein Risiko für die wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit des Landes. Mehr zur diesjährigen Zonta Says No-Kampagne in Deutschland.

Artikelempfehlung: Kinderarmut in Deutschland steigt immer weiter

Einbruchserie in Ginsheim-Gustavsburg – Wer hatte etwas beobachtet?

Einbruchserie in Ginsheim-Gustavsburg – In der Nacht zum Samstag (15. November) haben bislang unbekannte Täter mindestens zehn Gartenhütten in einer Kleingartenanlage an der Dr.-Herrmann-Straße aufgebrochen. Die Eindringlinge verschafften sich gewaltsam Zutritt, indem sie Türen, Fenster und Schlösser beschädigten. Nach ersten Schätzungen entstand ein Gesamtschaden von rund 7.000 Euro.

Ob die Täter auch Gegenstände entwendeten, ist derzeit noch unklar. Ebenso prüfen die Ermittler, ob weitere Hütten betroffen sind.

Die Polizei Bischofsheim bittet Zeugen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 06144 / 9666-0 zu melden.

Drei Verletzte nach Zusammenstoß bei Bingen

Unfall bei Bingen – Am Abend des 15. November 2025 kam es gegen 18:20 Uhr an der Anschlussstelle Bingen-Mitte zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Nach ersten Erkenntnissen befuhr eine 69-jährige Autofahrerin die L400 aus Richtung Gensingen und wollte an der Auffahrt auf die A61 in Fahrtrichtung Koblenz einfahren. Dabei übersah sie einen entgegenkommenden Pkw, der auf der B9/L400 in Richtung Gensingen unterwegs war.

Im Einmündungsbereich kollidierten beide Fahrzeuge seitlich. Insgesamt drei Insassen beider Pkw wurden verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht, wo sie weiter medizinisch untersucht werden.

Für die Dauer der Unfallaufnahme, die knapp zwei Stunden in Anspruch nahm, musste die L400/B9 zeitweise in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.

Post setzt verstärkt auf Automaten – Filialnetz schrumpft weiter

In Deutschland schrumpft nicht nur das Netz der Bankfilialen, auch die Zahl der Poststandorte nimmt deutlich ab. Die Deutsche Post versucht, den strukturellen Veränderungen und dem anhaltenden Personalmangel mit einem verstärkten Einsatz von Automaten zu begegnen – ein Schritt, der auf politischer Ebene wie auch bei Sozialverbänden auf Widerstand stößt.

Automaten als offizieller Filialersatz

Seit Anfang 2025 können Postautomaten dank einer Gesetzesänderung als vollwertige Filialen anerkannt werden. Bis Ende September gingen 629 entsprechende Anträge ein, 72 Automaten wurden bereits genehmigt. 553 Anträge befinden sich noch in Prüfung, vier wurden vom Unternehmen zurückgezogen.

Derzeit betreibt die Deutsche Post rund 12.600 Filialen – meist als Partnerstandorte in Supermärkten oder Kiosken. Sollten alle Anträge bewilligt werden, würden künftig etwa fünf Prozent der Filialen durch Automaten ersetzt. Besonders in ländlichen Regionen, in denen kleine Geschäfte zunehmend schließen, fällt es der Post immer schwerer, klassische Partner zu finden. Aktuell erfüllt das Unternehmen an 160 sogenannten Pflichtstandorten seine gesetzliche Präsenzpflicht nicht.

Komfort rund um die Uhr – aber nur mit Benutzerkonto

Die Automaten ermöglichen unter anderem das Versenden und Empfangen von Briefen und Paketen, den Kauf von Briefmarken sowie Videoberatung. Voraussetzung ist ein Nutzerkonto bei der Post – ein Punkt, der vor allem ältere und weniger digital affine Menschen vor Hürden stellt. Positiv bewertet wird hingegen die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit, teilweise sogar mit Solarstromversorgung.

Kritik an Einschränkungen und fehlender Barrierefreiheit

Während die Post betont, Automaten seien keine vollständige Alternative, aber eine wichtige Ergänzung, wächst die Kritik. Der Deutsche Landkreistag warnt vor einem schleichenden Rückzug aus der Grundversorgung. SPD-Bundestagsabgeordneter Sebastian Roloff spricht sich dafür aus, dass höchstens jede zwanzigste Filiale ersetzt werden dürfe.
Auch der Sozialverband VdK kritisiert mangelnde Barrierefreiheit: Viele Automaten seien für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Sehbehinderung nur eingeschränkt nutzbar, ältere Menschen seien zudem auf persönliche Unterstützung angewiesen.

Die Post kündigte an, neue Geräte barrierefreier zu gestalten. Einige Automaten sind bereits rollstuhlgerecht, zudem soll eine Blindenschriftfunktion nachgerüstet werden.

Übergangslösungen sollen verschwinden

Um ihre gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, betreibt die Post derzeit rund 1.200 provisorische Standorte, beispielsweise in Containern oder leerstehenden Läden. Diese Übergangsfilialen sollen nach und nach durch Automaten ersetzt werden. Damit will das Unternehmen auch Personalengpässe kompensieren und die eingeschränkten Öffnungszeiten vieler Partnerfilialen ausgleichen.

Kinderarmut in Deutschland steigt immer weiter

Kinderarmut in Deutschland – 15,2 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland waren 2024 armutsgefährdet. Damit war gut jede siebte Person unter 18 Jahren betroffen. Das entspricht gut 2,2 Millionen Kindern und Jugendlichen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November mitteilt. Die Armutsgefährdungsquote von Minderjährigen lag damit leicht unter der der Gesamtbevölkerung (15,5 %). Ähnlich wie letztere ist auch die Armutsgefährdungsquote von Kindern und Jugendlichen zuletzt gestiegen: 2023 hatte sie bei 14,0 % gelegen (Bevölkerung insgesamt 14,4 %).

Mit 15,2 % lag der Anteil der armutsgefährdeten Kinder und Jugendlichen in Deutschland im Jahr 2024 unter dem Durchschnitt in der Europäischen Union. Dort waren 19,3 % betroffen.

Nach EU-SILC gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Nettoäquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. Das Nettoäquivalenzeinkommen ist ein gewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, das das Einkommen von Personen unter Berücksichtigung von Haushaltsgröße und -zusammensetzung vergleichbar macht. Es ergibt sich aus dem Gesamteinkommen eines Haushalts sowie der Anzahl und dem Alter der von diesem Einkommen lebenden Personen. Im Jahr 2024 lag die Armutsgefährdungsschwelle für eine alleinlebende Person bei 1 381 Euro pro Monat. Ein Alleinerziehenden-Haushalt mit einem Kind unter 14 Jahren gilt folglich als armutsgefährdet, wenn ihm weniger als 1 795 Euro netto im Monat zur Verfügung stehen, für Haushalte mit zwei Erwachsenen mit zwei Kindern unter 14 Jahren trifft dies bei weniger als 2 900 Euro netto zu. Um das Einkommen vollständig zu erfassen, wird hierbei das Vorjahreseinkommen erfragt.

Kinder und Jugendliche von Eltern mit niedrigerem Bildungsabschluss besonders armutsgefährdet

Wie stark Kinder und Jugendliche armutsgefährdet sind, hängt auch von der Bildung ihrer Eltern ab. Die Armutsgefährdungsquote von Minderjährigen, deren Eltern über einen niedrigeren Bildungsabschluss verfügten – wie etwa einen Haupt- oder Realschulabschluss ohne beruflichen Abschluss -, lag 2024 bei 41,8 %. Unter Kindern und Jugendlichen von Eltern mit einem mittleren Bildungsabschluss waren 15,2 % armutsgefährdet. Dazu zählen beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung oder das Abitur. Hatten die Eltern einen höheren Bildungsabschluss wie etwa einen Meistertitel oder ein abgeschlossenes Studium, waren 7,2 % der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht.

Minderjährige mit Einwanderungsgeschichte deutlich häufiger betroffen

Unter 18-Jährige, die selbst oder deren Eltern beide nach Deutschland eingewandert sind, sind etwa vier Mal so häufig armutsgefährdet wie Gleichaltrige ohne Einwanderungsgeschichte. Bei Kindern und Jugendlichen mit Einwanderungsgeschichte lag die Armutsgefährdungsquote 2024 bei 31,9 %. Bei Menschen ohne Einwanderungsgeschichte in derselben Altersgruppe betrug sie 7,7 %.

11,3 % der unter 16-Jährigen materiell oder sozial benachteiligt

Kinder und Jugendliche haben altersspezifische Bedürfnisse. Können diese aus finanziellen Gründen nicht hinreichend erfüllt werden, sind sie von sogenannter kinderspezifischer Deprivation betroffen. Das traf 2024 auf 11,3 % der unter 16-Jährigen zu. Sie lebten somit in Haushalten, denen die finanziellen Mittel für eine angemessene Ausstattung oder altersgerechte soziale und kulturelle Teilhabe fehlten. Insgesamt werden dabei 17 Merkmale betrachtet – wenn mindestens drei davon aus finanziellen Gründen nicht erfüllt werden können, liegt eine kinderspezifische Deprivation vor.

So lebten beispielsweise 19 % der unter 16-Jährigen in einem Haushalt, der abgewohnte oder kaputte Möbel nicht ersetzen konnte. Eine einwöchige Urlaubsreise war für 12 % der Kinder und Jugendlichen aus finanziellen Gründen nicht möglich. Rund 5 % der Kinder mussten auf regelmäßige Freizeitaktivitäten wie die Mitgliedschaft im Sportverein oder Kinobesuche verzichten, rund 3 % auf mindestens zwei Paar Schuhe für den Alltag in gutem Zustand. Jeweils zwischen 1 % und 2 % der unter 16-Jährigen konnten aus finanziellen Gründen keine Freunde zu sich nach Hause zum Essen oder Spielen einladen, keine Feste zu besonderen Anlässen wie beispielsweise Geburtstagen feiern oder täglich frisches Obst und Gemüse bekommen.

Mit einem Anteil von 11,3 % der unter 16-Jährigen lag die kinderspezifische Deprivation in Deutschland im Jahr 2024 unter dem Durchschnitt in der Europäischen Union. Dort waren 13,6 % betroffen.