BYC-News Blog Seite 86

Neue Rutsche für Kita „Die Altrheinstromer“ in Ginsheim

Große Freude herrschte am Freitag, 12. Dezember, in der Turnhalle der Kita 4 „Die Altrheinstromer“ in Ginsheim. Mit viel Neugier und sichtbarer Begeisterung halfen mehrere Kinder dabei, ein neues Spielgerät auszupacken und gemeinsam aufzubauen. Möglich wurde die Aktion durch eine großzügige Spende der Firma WS Elektro aus Ginsheim, die der Kindertagesstätte eine neue Rutsche zur Verfügung stellte.

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Noch mehr Bewegung, Spiel und Abwechslung im Kita-Alltag

Bei dem gespendeten Spielgerät handelt es sich um eine Rutsche, die flexibel an der Sprossenwand der Turnhalle eingehängt werden kann. Künftig soll sie für noch mehr Bewegung, Spiel und Abwechslung im Kita-Alltag sorgen und die motorische Entwicklung der Kinder gezielt fördern. Der Aufbau wurde dabei zu einem kleinen Ereignis: Neben den Kindern packten auch Ingrid und Udo Sohnrey von WS Elektro tatkräftig mit an. Auch Bürgermeister Thorsten Siehr war vor Ort und ließ es sich nicht nehmen, persönlich beim Aufbau zu helfen.

Die Firma WS Elektro engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die städtischen Kindertagesstätten in Ginsheim-Gustavsburg. Das soziale Engagement des Unternehmens ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Unterstützung für die Kitas geworden. Zahlreiche Einrichtungen im Stadtgebiet konnten in der Vergangenheit bereits von Spenden und Aktionen profitieren.

Die Stadtverwaltung bedankt sich ausdrücklich bei WS Elektro für das langjährige Vertrauen, die kontinuierliche Unterstützung und den Einsatz zugunsten der Kinder. Solche Spenden leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der pädagogischen Angebote und zeigen, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen lokalen Unternehmen und kommunalen Einrichtungen ist.

Artikelempfehlung: Über 200.000 Euro für Rüsselsheimer Vereine

Über 200.000 Euro für Rüsselsheimer Vereine

Die Stadt Rüsselsheim am Main unterstützt die ehrenamtliche Arbeit in unterschiedlichen Vereinen im zurückliegenden Jahr mit Zuschüssen in Höhe von über 200.000 Euro. Zu Grunde liegen themenbezogene Richtlinien, Beschlüsse des Magistrats und die Haushaltsgenehmigung, die das Regierungspräsidium (RP) in der vergangenen Woche erteilt hat. Somit kann die Stadtverwaltung sukzessive die Auszahlung der Vereinszuschüsse für das Jahr 2025 in die Wege leiten.

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Zahlreiche Vereine profitieren von den Zuschüssen

Rund 140.000 Euro wird die Stadt Rüsselsheim am Main für das Jahr 2025 an örtliche Sportvereine auszahlen. Zum einen werden Sportvereine, die in der Jugendarbeit aktiv sind, und zum anderen Vereine mit eigenen Sportanlagen gefördert. 24 Vereine haben einen Antrag gestellt und die Kriterien der Sportförderrichtlinien erfüllt. Dazu zählen unter anderen die AFC Crusaders, der Rüsselsheimer Ruder Klub und der TV Königstädten.

37 kulturelle Vereine sowie der Stadtverband der kulturellen Vereine erhalten zusammen rund 44.800 Euro dafür, dass sie die kulturelle Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger initiieren und gewährleisten. Von diesen Zuschüssen entfallen 8.630 Euro auf die Kinder- und Jugendarbeit. Grundlage sind neue Richtlinien, die die Stadtverordnetenversammlung im Februar beschlossen hat. Wie erhofft konnten dadurch sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Berechnung der Mittelvergabe Optimierungen erzielt werden. Es wurde Verwaltungsaufwand reduziert und die Jugend- und Nachwuchsförderung in den kulturellen Vereinen gestärkt. Neben dem Stadtverband der kulturellen Vereine reichen die bezuschussten Vereine vom 1. Akkordeon-Club 1933 Rüsselsheim e.V. über den Gesangsverein Liederkranz 1854 Rüsselsheim e.V. bis hin zu den Winzerfreunden-

Im interkulturellen und internationalen Bereich werden 12 Vereine sowie der Verband der interkulturellen Vereine mit insgesamt 8.750 Euro bezuschusst. Mit dieser Summe unterstützt die Stadt Engagement für die Teilhabe und die Integration in die hiesige Stadtgesellschaft. Neben dem Verband der interkulturellen Vereine zählen der Afghanisch-Deutsche Kultur- und Bildungsverein, das Friedenshaus und der Verein der Griechen aus Pontos „O Xeniteas“ zu den geförderten Institutionen.

Zwölf Seniorenclubs unterstützt die Stadt für ihre externen Seniorenangebote mit insgesamt rund 1.170 Euro. Auch hier steht die gemeinsame Teilhabe im Fokus, allerdings für die älteren Bürgerinnen und Bürger. Gefördert werden unter anderem der Altenclub der Wicherngemeinde, die Begegnungsstätte St. Christophorus und der Seniorenclub DGB Mitglieder und Lebenspartner.

Verbände und Vereine der freien Wohlfahrtspflege erhalten insgesamt rund 13.250 Euro für notwendige soziale Maßnahmen in Rüsselsheim. Sechs Vereine und Gruppierungen kommen auf Antrag in den Genuss der Zuschüsse, angefangen bei der Alzheimer- und Demenzkranken Gesellschaft über den Caritasverband bis zur Rüsselsheimer Hospizhilfe.

Leitungswechsel in der Universitätsmedizin Mainz

Zum 1. Januar 2026 übernimmt Univ.-Prof. Dr. Chrysanthi Skevaki die Leitung des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin an der Universitätsmedizin Mainz. Gleichzeitig wird sie auf die W3-Professur für Laboratoriumsmedizin berufen. Mit dem Wechsel nach Mainz folgt Professorin Skevaki auf Univ.-Prof. Dr. Karl Lackner, der das Institut seit April 2001 leitete und altersbedingt in den Ruhestand tritt.

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Eine große Chance für die Universitätsmedizin Mainz

Vor ihrer Berufung nach Mainz war Professorin Skevaki Leiterin des Gießener Standorts des Instituts für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM). Darüber hinaus wirkte sie als Arbeitsgruppenleiterin an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg und hatte dort eine W2-Professur für Immunologische Diagnostik chronischer Erkrankungen inne.

Der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, begrüßt die Neuberufung ausdrücklich: „Ich freue mich sehr, dass wir Professorin Skevaki für die Universitätsmedizin Mainz gewinnen konnten und begrüße sie ganz herzlich im #TeamUM.“ Die Arbeit des Instituts sei für die Patientenversorgung von zentraler Bedeutung. „Die Leistungen des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin spielen für die Versorgung ambulanter und stationärer Patientinnen und Patienten der Universitätsmedizin Mainz eine zentrale Rolle. Ich bin überzeugt, dass Frau Professorin Skevaki das Institut durch ihr auf Interdisziplinarität und Digitalisierung ausgerichtetes Arbeiten erfolgreich weiterentwickeln wird“, so Kiesslich. Zugleich dankte er dem scheidenden Institutsdirektor: „Bei Herrn Professor Lackner bedanke ich mich im Namen des gesamten Vorstands für seinen außerordentlichen Beitrag für die Universitätsmedizin Mainz – über fast 25 Jahre als Institutsdirektor und über die letzten zwei Jahre zusätzlich als Ärztlicher Leiter des Ausbildungszentrums für Medizinische Technologie Fachrichtung Laboratoriumsanalytik.“

Auch der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, sieht in dem Wechsel eine große Chance für den Standort: „Frau Professorin Skevaki hat im Berufungsverfahren mit einem stimmigen, zukunftsorientierten Lehrkonzept überzeugt. Ihre Forschungsvorhaben haben das Potenzial, den Mainzer Schwerpunkt auf dem Gebiet der Immunologie weiter zu stärken und auszubauen.“

Das Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin fungiert als Zentrallabor der Universitätsmedizin Mainz. Jährlich werden dort mehr als sechs Millionen Analysen durchgeführt. Das Leistungsspektrum umfasst das gesamte klinisch-chemische, hämatologische und hämostaseologische Routineprogramm sowie umfangreiche Spezialanalysen in den Bereichen Hämostaseologie, Hämatologie, Endokrinologie und Immunologie. Hinzu kommen zahlreiche Medikamenten- und Spurenelementanalysen, die komplette Liquordiagnostik sowie die molekulare Diagnostik.

Als neue Institutsdirektorin verfolgt Professorin Skevaki eine klare strategische Vision:

„Meine Vision ist ein hochmodernes, forschungsintensives, kooperatives und im klinischen Verbund voll integriertes Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin unter dem gemeinsamen Dach des Departments für Diagnostik. Ich freue mich auf die Gelegenheit, meine Vision und Erfahrung einzubringen, um das Mainzer Institut auf höchstem Niveau weiter zu entwickeln und den Standort weiter zu stärken.“ Ein besonderer Schwerpunkt soll auf dem Ausbau modernster Technologien und der konsequenten Digitalisierung der Labordiagnostik liegen. „Auf diese Weise können wir das Portfolio der Labordiagnostik insbesondere in den Bereichen Immunologie und Hämatologie sowie auf dem Gebiet der personalisierten Medizin ausweiten und die angebotenen Dienstleistungen weiter verbessern“, erklärt Skevaki.

Die zunehmende Datenmenge im Institut sieht sie zugleich als Chance für innovative Forschungsansätze. Künftig sollen Methoden der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens genutzt werden, um klinische und wissenschaftliche Fragestellungen effizienter zu analysieren. Darüber hinaus spielt für die neue Institutsleitung auch das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, um das Institut angesichts wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen. Ziel ist es zudem, das Institut als Referenzlabor für ausgewählte Bereiche der Labordiagnostik zu etablieren.

In der Lehre möchte Professorin Skevaki das Querschnittsfach Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin weiter stärken. Aufgrund seiner zentralen Bedeutung für Diagnostik, Therapiekontrolle und Prognose soll es in den Curricula der Human- und Zahnmedizin noch stärker verankert werden. Zudem plant sie, Studierende der Chemie sowie biomedizinischer Fachrichtungen gezielt für eine Laufbahn als klinische Chemikerinnen und Chemiker zu begeistern und die Ausbildung von Medizinischen Technologinnen und Technologen für Laboratoriumsanalytik zu unterstützen.

Forschunglich richtet Professorin Skevaki ihren Schwerpunkt in Mainz auf die „Exposom-induzierte Immunmodulation im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen“. Untersucht werden sollen Veränderungen des Immunsystems, die durch Umwelteinflüsse wie Allergene, Virusinfektionen, Nanomikroplastik oder Zigarettenrauch ausgelöst werden. „Meine Arbeit kann für Synergien und Interaktionen mit einer Reihe von Disziplinen genutzt werden, unter anderem mit der Immunologie, der Dermatologie und Allergologie, der Virologie, der Pädiatrie, der Pneumologie und der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde“, betont Skevaki. Die bestehenden Forschungsschwerpunkte der Universitätsmedizin Mainz, insbesondere das Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI), böten dafür „ein einzigartiges und anregendes Umfeld für die Verbreitung und Umsetzung meiner Vision und Ziele“.

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Über Chrysanthi Skevaki

Chrysanthi Skevaki wurde 1976 in Athen (Griechenland) geboren. Von 1995 bis 2001 absolvierte sie an der Semmelweis Universität in Budapest (Ungarn) ein Studium der Humanmedizin. Anschließend war sie in Griechenland an Krankenhäusern in Nafplio, Kifisia und Athen sowie im Forschungslabor für Allergologie und klinische Immunologie der pädiatrischen Klinik der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (NKUA) tätig. Im Jahr 2010 promovierte Professorin Skevaki an der Medizinischen Fakultät der NKUA. Die Fachärztin für Medizinische Biopathologie (Griechenland), für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie für Laboratoriumsmedizin war seit 2015 am Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) tätig. Seit Ende 2020 leitete Professorin Skevaki den Gießener Standort des Instituts. Ihre Habilitation erfolgte 2019 an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg, wo sie seit 2020 eine Arbeitsgruppe leitete und seit 2024 eine W2-Professur für Immunologische Diagnostik chronischer Erkrankungen innehatte. Im Jahr 2025 erlangte sie den Master of Health Business Administration (MHBA) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Professorin Skevaki besitzt in der Schweiz die Qualifikation als Spezialistin für Labormedizin FAMH in den Fächern Klinische Chemie, Klinische Immunologie, Hämatologie, und Mikrobiologie. Sie ist zudem Department Associate im Department für Environmental Health an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, Boston (USA).

Die heute 49-jährige Univ.-Prof. Dr. Chrysanthi Skevaki wurde u. a. 2022 mit dem Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), 2013 – 2014 mit dem Long term Research Fellowship Award der Europäischen Gesellschaft für Pneumologie (European Respiratory Society, ERS) und 2006 – 2008 mit dem Fellowship Award der Europäischen Gesellschaft für Pädiatrische Infektionskrankheiten ausgezeichnet. Sie ist als Gutachterin für verschiedene Fachzeitschriften und Fördergremien tätig. Professorin Skevaki ist Gründerin der Studiengruppe für Atemwegsviren der Europäischen Gesellschaft für Klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases, ESCMID) und ESCMID-Fellow. Sie ist außerdem in mehreren Ausschüssen der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie tätig.

Feuerwehreinsatz bei Aareon in Mainz

Am heutigen Dienstag wurde die Feuerwehr Mainz um 12:53 Uhr zu einem Brandmeldealarm in einen Bürokomplex in der Isaac-Fulda-Allee alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus den Entrauchungsöffnungen der Tiefgarage. Aufgrund der Lage erhöhte der Einsatzleiter...


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Angriff auf 27-Jährigen in Mainz – Polizei sucht Zeugen

In den frühen Morgenstunden des Dienstags (16. Dezember 2025) kam es gegen 4.15 Uhr in einer Bar in der Bahnhofstraße in Mainz zu einer gefährlichen Körperverletzung. Ein 27-jähriger Mann aus Mainz wurde dabei durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt.

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Fahndung nach dem Täter bislang erfolglos

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielt sich der Mann in dem Lokal auf, als es zu einer verbalen Auseinandersetzung mit einem bislang unbekannten Täter kam. Der Unbekannte beleidigte den 27-Jährigen zunächst. In der Folge reagierte dieser lautstark und schlug mit der Hand gegen eine Wand. Daraufhin zog der Täter ein Pfefferspray und sprühte es dem Mann gezielt ins Gesicht. Der Geschädigte erlitt Augenreizungen.

Anschließend flüchtete der Angreifer aus der Bar und entfernte sich in Richtung Münsterplatz. Der alarmierte Rettungsdienst versorgte den Verletzten noch vor Ort. Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung der Polizei blieb bislang ohne Erfolg.

Der Tatverdächtige wird nach Zeugenangaben wie folgt beschrieben:

  • stämmige Statur
  • etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß
  • kurze schwarze Haare
  • kurzer Bart

Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die sich zum Tatzeitpunkt in der Bar oder im Bereich der Bahnhofstraße beziehungsweise des Münsterplatzes aufgehalten haben, sich bei der Polizeiinspektion Mainz 2 zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 06131/65-34250 entgegengenommen.

Artikelempfehlung: Prozess gegen Sexualstraftäter am Landgericht Mainz

Prozess gegen Sexualstraftäter am Landgericht Mainz

Am Mittwoch, 17. Dezember 2025, beginnt vor der 3. Strafkammer (Jugendkammer) des Landgerichts Mainz ein aufsehenerregender Prozess gegen einen 26-jährigen Angeklagten. Ihm werden schwere Sexualdelikte gegen Minderjährige zur Last gelegt. Die Kammer hat mehrere Fortsetzungstermine bis Februar 2026 angesetzt, was bereits auf einen umfangreichen Prozess hindeutet.

Vorwürfe schwerster Art

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann eine Vielzahl von Taten vor, darunter schweren sexuellen Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch von Jugendlichen, sexuelle Nötigung sowie die Verbreitung und den Besitz kinderpornografischer Inhalte. Zudem soll er versucht haben, den sexuellen Missbrauch von Kindern vorzubereiten. Der Angeklagte gilt als bereits einschlägig vorbestraft.

Kontakte über Messenger-Dienste

Nach den Ermittlungen soll der Beschuldigte im Jahr 2022 über verschiedene Messenger-Dienste Kontakt zu mehreren Minderjährigen aufgenommen haben. Er habe sie aufgefordert, ihm pornografische Fotos und Videos von sich zu schicken. Einige Zeuginnen seien dieser Aufforderung gefolgt. In anderen Fällen habe der Angeklagte selbst pornografisches Material an Minderjährige gesendet.

Übergriffe im öffentlichen Raum

Ein besonders belastender Fall soll sich im Sommer 2022 auf einem Spielplatz ereignet haben. Dort traf sich der 26-Jährige mit einer 14-jährigen, die er zuvor über soziale Medien kennengelernt hatte. Laut Anklage hielt er das Mädchen gegen ihren Willen fest, versuchte sie zu küssen und fasste sie unsittlich an. Erst mit Hilfe einer Freundin gelang es der Jugendlichen, sich zu befreien.

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Weitere Taten in Beziehungssituationen

Im Frühjahr 2023 soll der Angeklagte während einer Autofahrt das Vertrauen seiner damals 15-jährigen Freundin missbraucht haben, indem er sie gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen nötigte. Außerdem habe er ihr eine elektronische Zigarette („Vape“) im Austausch für sexuelle Handlungen angeboten. Auch in einer weiteren Beziehung, die der Mann im Herbst 2023 mit einer 13-Jährigen führte, sollen Grenzverletzungen erfolgt sein. Nach zunächst einvernehmlichen Zärtlichkeiten habe er das Mädchen gegen ihren Willen am Körper berührt.

Schwerster Vorwurf: Missbrauch im Hotelzimmer

Besonders schwer wiegt der Vorwurf, der sich auf den Dezember 2023 bezieht. Damals soll der Angeklagte eine 12-Jährige, die er online kennengelernt hatte, in einem Hotelzimmer sexuell missbraucht haben.

Letzter bekannter Fall in Saulheim

Im Januar 2024 kam es laut Anklage zu einem weiteren Übergriff. In seiner Wohnung in Saulheim habe der Angeklagte eine damals 14-Jährige sexuell missbraucht und ihr gedroht.

Prozess mit hoher öffentlicher Aufmerksamkeit

Die Verhandlung im Saal 201 wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Fortsetzungstermine sind bereits bis Mitte Februar 2026 angesetzt. Wegen der Schwere der Vorwürfe und der Zahl der mutmaßlichen Opfer dürfte der Prozess auf großes öffentliches Interesse stoßen.

Artikelempfehlung: 240.000 Euro Betrug in Wiesbaden – Festnahme durch Polizei

Grundschüler pflanzen Bäume in Hochheim

Ein starkes Zeichen für Klimaschutz, Umweltbildung und mehr Stadtgrün: Auf Initiative des Fördervereins der Astrid-Lindgren-Schule wurden in Hochheim am Main mehrere neue Klimabäume im Straßenraum gepflanzt. Ziel der Aktion ist es, den Erhalt und die Ausweitung des Stadtgrüns nachhaltig zu unterstützen und zugleich Umweltbewusstsein bei Kindern frühzeitig zu fördern.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Tobias Hahne, hatte sich mit diesem Anliegen an die Stadtverwaltung Hochheim am Main gewandt. In persönlichen Gesprächen wurde vereinbart, dass der Förderverein die Pflanzung neuer Stadtbäume finanziell unterstützt. Mit einer Spende in Höhe von insgesamt 2.000 Euro konnten die Anschaffung der Bäume, das benötigte Material sowie die Anwuchspflege finanziert werden.

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Umweltbildung in Hochheim praktisch erleben

Die Aktion ist eng mit dem Unterricht der 2. Klassenstufe der Astrid-Lindgren-Schule verknüpft. Im Sachkundeunterricht beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem ökologischen Wert und der Biologie von Bäumen. Durch die aktive Beteiligung an einer Baumpflanzung wird das Thema nun nachhaltig und praxisnah erlebbar.

Als Pflanzort wurde bewusst die Geschwister-Scholl-Straße ausgewählt. Die schulnahen Standorte ermöglichen kurze Ausflüge, bei denen die Kinder die Entwicklung „ihres Baumes“ beobachten können. Auch zusätzliche Wassergaben in den Sommermonaten sind geplant – ein weiterer Beitrag zur langfristigen Pflege und Identifikation mit dem Projekt.

Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Die Initiative stärkt das Bewusstsein der jungen Generation für den Klimawandel und zeigt anschaulich, welchen positiven Einfluss Stadtgrün auf die Lebensqualität hat. Gleichzeitig leisten die neuen Bäume einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz im Stadtgebiet Hochheim.

Zur dauerhaften Kennzeichnung werden die Bäume mit Edelstahl-Plaketten versehen, die auf die Spende der zweiten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule hinweisen.

Diese Klimabäume wurden gepflanzt

Mit Unterstützung des städtischen Bauhofs wurden am 12. Dezember 2025 folgende Bäume gepflanzt:

  • Klasse 2a: Thüringische Säulenmehlbeere
  • Klasse 2b: Spiegelrindenkirsche
  • Klasse 2c: Pyramiden-Hainbuche
  • Klasse 2d: Blumen-Esche

Alle gepflanzten Bäume gelten als geeignete Klimabäume für den Straßenraum. Sie sind robust gegenüber Hitze und Trockenheit und dienen zugleich als wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Insekten und Bienen.

Mit dem Projekt zeigt Hochheim am Main, wie kommunaler Klimaschutz, Bildung und bürgerschaftliches Engagement erfolgreich zusammenwirken können.

Günstigeres D-Ticket für Auszubildende im Kreis Mainz-Bingen gefordert

Bus und Bahn sollen für Auszubildende bezahlbar bleiben: Rund 2.370 Azubis im Landkreis Mainz-Bingen sollen das Deutschland-Ticket künftig deutlich günstiger nutzen können – im besten Fall sogar zum halben Preis. Konkret würde das bedeuten: 31,50 Euro pro Monat für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dafür setzt sich jetzt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit einem klaren Appell an die Landesregierung Rheinland-Pfalz ein.

Hintergrund ist die geplante Preiserhöhung des Deutschland-Tickets von derzeit 58 auf 63 Euro pro Monat ab Januar. „Für Auszubildende ist das eine ordentliche Stange Geld“, betont Guido Noll, Geschäftsführer der NGG Darmstadt und Mainz. Gerade junge Menschen in der Ausbildung müssten täglich mobil sein – sowohl für den Weg zum Ausbildungsbetrieb und zur Berufsschule als auch in der Freizeit.

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NGG fordert „D-Ticket light“ für Auszubildende

Die NGG Darmstadt und Mainz fordert deshalb ein „D-Ticket light“ für Azubis in Rheinland-Pfalz. Ziel sei es, Auszubildende im Landkreis Mainz-Bingen und in der gesamten Region mobil zu halten, ohne den Geldbeutel übermäßig zu belasten, so Noll. Als Vorbild nennt die Gewerkschaft das Bundesland Niedersachsen.

„In Niedersachsen haben Auszubildende die Chance, das Deutschland-Ticket für die Hälfte zu bekommen – vorausgesetzt, auch die Arbeitgeber beteiligen sich“, erklärt der NGG-Geschäftsführer. Dort übernimmt das Land zunächst 20 Prozent der Ticketkosten, was aktuell 12,60 Euro pro Monat entspricht.

Modell Niedersachsen: Ticket für 31,50 Euro

Beteiligen sich Arbeitgeber in Niedersachsen zusätzlich mit 25 Prozent des Ticketpreises – also mit weniger als 16 Euro im Monat –, erhöht auch das Land seinen Anteil auf 25 Prozent. Das Ergebnis: Das Deutschland-Ticket kostet für Auszubildende und junge Menschen im Freiwilligendienst nur noch 31,50 Euro pro Monat – exakt die Hälfte des regulären Preises. Guido Noll spricht von einem „echten Mobil-Deal für Azubis“.

Appell an Landesregierung und Arbeitgeber

Die NGG fordert die Landesregierung in Mainz auf, dieses Modell „eins zu eins auch in Rheinland-Pfalz umzusetzen“. Neben den Landtagsabgeordneten sollen sich auch die Arbeitgeber im Landkreis Mainz-Bingen aktiv für eine schnelle Einführung eines vergünstigten Deutschland-Tickets für Auszubildende einsetzen.

„Es braucht jetzt ein klares Signal, damit Azubis in Rheinland-Pfalz möglichst rasch ein Deutschland-Ticket zum halben Preis bekommen“, so Guido Noll. Ein solches Angebot würde nicht nur die Mobilität junger Menschen stärken, sondern auch Ausbildung und Fachkräftesicherung in der Region nachhaltig unterstützen.

Renaturierung entlang der Selz in Alzey

Entlang der Selz und des neu ausgebauten Radwegs wird es grün: Im Rahmen der Erschließung des Industriegebiets Ost (IG Ost) haben jetzt umfangreiche Begrünungs- und Renaturierungsmaßnahmen begonnen. Auf einer Fläche von 14 Hektar entsteht in den kommenden zwei Jahren eine neue, naturnahe Auenlandschaft, die Artenschutz, Hochwasserschutz, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbindet.

Seit rund vier Wochen laufen die Pflanz- und Bodenarbeiten, die von der Deister Gartencreativ GmbH aus Grünstadt im Auftrag der Erschließungsgesellschaft Alzey (EGA) durchgeführt werden. Ziel ist die Entwicklung eines ökologisch hochwertigen Grünzugs entlang der Selz, der die Artenvielfalt nachhaltig stärkt und das IG Ost landschaftlich einbindet.

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1.000 Bäume, 20.000 Sträucher und regionales Saatgut

Insgesamt werden in diesem und im kommenden Winter mehr als 1.000 Bäume und rund 20.000 Sträucher gepflanzt. Ergänzt wird die Maßnahme durch etwa zehn Hektar artenreiches Grünland, das mit regionalem Saatgut aus Rheinhessen angelegt wird. Das Saatgut stammt von der Firma Naturnah aus Gundersheim und wird aus gemähten rheinhessischen Wiesen gewonnen, die als Ballen auf die Renaturierungsflächen ausgebracht werden.

Bereits im Frühjahr 2026 soll sich daraus ein naturnahes Wiesen- und Auenbiotop entlang der Selz entwickeln. „Hier entsteht echtes rheinhessisches Grünland, das optimal an Klima und Böden vor Ort angepasst ist – eine wichtige Grundlage für eine stabile Auenlandschaft“, erklärt Hanns Peter Deister, Seniorchef des ausführenden Unternehmens.

Auch bei der Auswahl der Gehölze wird konsequent auf Regionalität gesetzt. Im Überschwemmungsbereich der Selz kommen vor allem Weiden, Erlen und Ulmen zum Einsatz. An trockeneren Standorten werden Ahorn, Walnuss und Linden gepflanzt. Hinzu kommen zahlreiche heimische Straucharten wie Kreuzdorn, Schwarzer Holunder, Roter Hartriegel und Wildrosen, die einen artenreichen Lebensraum für Tiere schaffen.

Begrünung des IG Ost in zwei Bauabschnitten

Die Begrünungsarbeiten erfolgen in zwei Phasen. Noch in diesem Winter wird der gesamte Bereich entlang des renaturierten Selzverlaufs sowie der neue Radweg bepflanzt. Die südlichen und östlichen Flächen des Industriegebiets folgen im Herbst und Winter 2026/2027.

„In den südlichen Bereichen laufen derzeit noch Hochbauarbeiten der sich ansiedelnden Unternehmen. Deshalb kann dort erst ab Herbst 2026 bepflanzt werden“, erläutert EGA-Projektleiter Moritz Keth. Mit dem Start der Begrünung sei nun ein entscheidender Schritt erreicht: „Unser Anspruch war von Beginn an, ein Industriegebiet zu entwickeln, das zeigt, dass wirtschaftliches Wachstum und Artenvielfalt kein Widerspruch sind. Die Renaturierung ist ein zentraler Baustein der IG-Ost-Erweiterung.“

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Industriegebiet Ost: Natur statt Betonwüste

Auch Bürgermeister Steffen Jung betont die Bedeutung des Projekts für die Stadt Alzey und die Region: „Es war klarer politischer Wille, im IG Ost keine Betonwüste entstehen zu lassen. Die Bürgerinnen und Bürger können nun sehen, dass dieses Versprechen eingehalten wird.“ Neben den 14 Hektar EGA-Flächen entstehen auch auf den Firmengrundstücken zusätzliche Grünbereiche, die den ökologischen Wert weiter erhöhen.

Mit der neuen Verkehrsanbindung sei bereits ein wichtiger infrastruktureller Schritt erfolgt, so Jung weiter. „Jetzt folgt der Teil, der das Gesamtbild abrundet: die Begrünung. Hier entsteht eine Landschaft, die Infrastruktur, Landschaftsschutz und Naherholung miteinander vereint.“

Fachlich begleitetes Großprojekt

Mit einer Gesamtfläche von 14 Hektar zählt die Maßnahme zu den größeren Renaturierungsprojekten im Zusammenhang mit Bauvorhaben in der Region. Michael Axt, Projektleiter des begleitenden Planungsbüros Dörrhöfer, unterstreicht den hohen planerischen Aufwand: „Die Kombination aus Selzrenaturierung, Rückhalteflächen, unterschiedlichen Geländestrukturen und der Beschaffung großer Pflanzenmengen macht das Projekt besonders anspruchsvoll. Das Ergebnis wird jedoch eine stabile und artenreiche Auenlandschaft sein.“

Für die beteiligten Fachfirmen ist das Projekt ebenfalls außergewöhnlich. „Eine Renaturierung in dieser Größenordnung ist auch für uns etwas Besonderes“, sagt Deister. Zahlreiche Lkw-Lieferungen waren nötig, um alle Pflanzen nach Alzey zu bringen. Nun wächst Schritt für Schritt eine neue grüne Landschaft heran.

Mit der Renaturierung entlang der Selz setzt Alzey ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung des Industriegebiets Ost – und für die gelungene Verbindung von Wirtschaft, Natur und Lebensqualität.

Artikelempfehlung: Glasfaserausbau in Wörrstadt gestartet

Glasfaserausbau in Bischofsheim startet demnächst

Die Gemeindeverwaltung Bischofsheim informiert über einen wichtigen Schritt in Richtung digitale Zukunft: Voraussichtlich ab März 2026 beginnt die GlasfaserPlus GmbH mit dem flächendeckenden Glasfaserausbau in der Gemeinde. Ziel ist es, insgesamt 6.793 Haushalte in Bischofsheim mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen bis ins Haus (FTTH) auszustatten.

Die GlasfaserPlus GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des IFM-Investors. Das entstehende Glasfasernetz steht allen Telekommunikationsanbietern offen, sodass Bürgerinnen und Bürger auch künftig eine freie Anbieterwahl haben.

Jetzt aktiv werden: Glasfaseranschluss in Bischofsheim vorbestellen

Ab sofort können Eigentümerinnen, Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter in Bischofsheim einen Glasfaseranschluss vorbestellen. Wichtig dabei: Jede und jeder muss selbst aktiv werden, um von den Vorteilen des Glasfaserausbaus zu profitieren.

Während der Ausbauphase schließt GlasfaserPlus Immobilien kostenfrei an, sofern ein Glasfaser-Tarif bei einem Telekommunikationsanbieter abgeschlossen wird. Voraussetzung ist lediglich die Zustimmung der Eigentümerin oder des Eigentümers, da die Bauarbeiten teilweise auf Privatgrund stattfinden.

Kostenfreier Anschluss nur während der Ausbauphase

Wer sich erst nach Abschluss der Bauarbeiten für einen Glasfaseranschluss entscheidet, muss in der Regel mit zusätzlichen Kosten für den Hausanschluss rechnen. Die Gemeindeverwaltung empfiehlt daher, sich frühzeitig zu informieren und rechtzeitig eine Entscheidung zu treffen.

Für eine persönliche Beratung rund um den Glasfaseranschluss in Bischofsheim steht die Telekom unter der kostenlosen Servicenummer 0800 2266100 zur Verfügung.

Goldenes Feuerwehr-Ehrenzeichen verliehen

Eine der höchsten Auszeichnungen im rheinland-pfälzischen Feuerwehrwesen wurde jetzt an Werner Hofmann aus Hargesheim (Landkreis Bad Kreuznach) verliehen: Innenminister Michael Ebling überreichte dem ehemaligen Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI a. D.) das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen als Steckkreuz. Diese besondere Ehrung ist selten – in den vergangenen zehn Jahren wurde sie landesweit lediglich 21 Mal vergeben.

Mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in außerordentlicher Weise um das Feuerwehrwesen verdient gemacht haben und deren Wirken über die eigene Region hinaus von Bedeutung ist. „Herr Hofmann hat durch sein langjähriges und herausragendes Engagement einen wichtigen Beitrag für unsere Feuerwehren und den Brand- und Katastrophenschutz im gesamten Land Rheinland-Pfalz geleistet“, betonte Innenminister Michael Ebling bei der Verleihung.

Langjährige Karriere im Dienst der Sicherheit

Werner Hofmann begann seine Laufbahn bereits 1977 nach drei Jahren in der Jugendfeuerwehr bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Münster am Stein / Ebernburg. Damit legte er früh den Grundstein für eine erfolgreiche und vielseitige Karriere im Brand- und Katastrophenschutz. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement war Hofmann auch als Berufsfeuerwehrmann in München und Mainz tätig.

1996 wurde er zum Hauptbrandmeister sowie zum Brandinspektor befördert. Ein weiterer Meilenstein folgte im Jahr 2005: Zunächst ehrenamtlich, später hauptamtlich, übernahm Werner Hofmann das Amt des Kreisfeuerwehrinspekteurs im Landkreis Bad Kreuznach. Diese verantwortungsvolle Aufgabe übte er bis zum Ende seiner Dienstzeit am 1. April 2025 aus.

Einsatz bei nationalen und internationalen Katastrophen

Neben seiner organisatorischen und strategischen Arbeit war Hofmann auch bei großen Schadenslagen im Einsatz. Für sein Engagement während der Flutkatastrophe im Ahrtal wurde er mit der Fluthilfemedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Zuvor hatte er bereits beim Elbe-Hochwasser sowie bei einem Erdbeben in Italien geholfen.

Prozessauftakt gegen sechs Angeklagte am Landgericht Mainz

Am Montag, 15. Dezember 2025, begann vor der 5. Strafkammer des Landgerichts Mainz (große Strafkammer) ein umfangreicher Strafprozess wegen eines Verbrechens nach § 29a des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Die Hauptverhandlung startete um 09:30 Uhr im Saal 201. Bereits jetzt ist klar: Das Verfahren wird sich über mehrere Wochen erstrecken. Fortsetzungstermine sind bis Anfang Februar 2026 angesetzt.

Sechs Angeklagte im Alter zwischen 24 und 37 Jahren

Die Staatsanwaltschaft wirft sechs Angeklagten im Alter von 24 bis 37 Jahren vor, im Zeitraum von Anfang Juni 2024 bis Ende Februar 2025 gemeinschaftlich und als Mitglieder einer Bande mit Betäubungsmitteln und Cannabis in nicht geringer Menge Handel getrieben zu haben. Die mutmaßlichen Taten sollen sich unter anderem in Mainz, Wiesbaden, Gau-Algesheim sowie an weiteren Orten ereignet haben.

Verkauf über Chatgruppen und Paketversand

Nach den Ermittlungen sollen die Angeklagten arbeitsteilig vorgegangen sein. Über verschiedene Chatgruppen boten sie demnach Drogen wie Kokain, Ecstasy, Crystal Meth, MDMA, Heroin sowie Cannabisprodukte zum Verkauf an.
Der Austausch von Kaufpreis und Ware soll anschließend entweder persönlich oder über Postpaketsendungen erfolgt sein. Dabei nutzten die Beschuldigten nach Angaben der Staatsanwaltschaft insbesondere Packstationen, um ihre Geschäfte abzuwickeln.

Drogenlager in Bunkerwohnung und bei Mittätern

Die Lagerung der Betäubungsmittel und Cannabisprodukte erfolgte laut Anklage unter anderem in einer sogenannten Bunkerwohnung in Wiesbaden. Weitere Mengen sollen bei gesondert verfolgten Personen in Mainz sowie im Raum Alzey aufbewahrt worden sein.
Im Zuge der Ermittlungen stellten Polizeibeamte einen Teil der für den Handel bestimmten Substanzen sicher und beschlagnahmten diese.

Verkauf an verdeckten Ermittler

Besonders schwer wiegt aus Sicht der Anklage, dass die Gruppierung Betäubungsmittel und Cannabis auch an einen verdeckten Ermittler verkauft und übergeben haben soll. Verdeckte Ermittler sind Polizeibeamte, die unter einer falschen Identität agieren, um besonders schwere Straftaten aufzuklären. Ihre wahre Identität bleibt in der Regel auch im späteren Strafverfahren geheim.

Bargeld, Kryptowährung und mutmaßliche Erlöse

Neben den Drogenfunden stellten die Ermittler rund 150.000 Euro Bargeld sicher. Dieses Geld soll aus Betäubungsmittelgeschäften beziehungsweise aus dem Handel mit Cannabisprodukten stammen.
Einem der Angeklagten wird zudem vorgeworfen, Erlöse aus Drogengeschäften über Kryptowährungen erhalten zu haben.

Umfangreiche Beweisaufnahme erwartet

Angesichts der Vielzahl der Tatvorwürfe, der sichergestellten Beweismittel und der geplanten Verhandlungstage ist mit einer umfangreichen Beweisaufnahme zu rechnen. Das Gericht hat bislang Termine bis zum 3. Februar 2026 angesetzt.
Ob der Prozess planmäßig abgeschlossen werden kann oder weitere Fortsetzungstermine notwendig werden, bleibt abzuwarten.

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Vollsperrung und Busumleitung in Wiesbaden

Die Reutlinger Straße in Wiesbaden ist ab sofort bis auf Weiteres vollständig gesperrt. Von der Maßnahme betroffen sind insbesondere Fahrgäste des öffentlichen Personennahverkehrs in Fahrtrichtung Hochheim.

Die Buslinien 44, 48 und N2 werden in dieser Fahrtrichtung umgeleitet

Die Umleitung erfolgt über die Freiburger Straße, die Straubinger Straße sowie die Rosenheimer Straße. Nach der Bedienung der Ersatzhaltestelle „Rosenheimer Straße“, die sich in der Rosenheimer Straße befindet, nehmen die Busse wieder ihre reguläre Linienführung auf.

Fahrten in Richtung Innenstadt sind von der Umleitung nicht betroffen und verkehren weiterhin planmäßig.

Fahrgäste sollten mehr Zeit einplanen

ESWE Verkehr empfiehlt allen Fahrgästen, die genannten Änderungen bei der Fahrtenplanung zu berücksichtigen und gegebenenfalls zusätzliche Zeit einzuplanen. Informationen zu den Umleitungen sind an den Fahrplankästen der betroffenen Haltestellen einsehbar.

Aktuelle Fahrplanauskünfte bietet zudem der interaktive Liniennetzplan unter www.netzplan-wiesbaden.de. Eine Übersicht aller aktuellen Umleitungsmeldungen ist auf der Website von ESWE Verkehr unter www.eswe-verkehr.de abrufbar.

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Kontrollen der Polizei zum Messerverbot in Mainz

Die Polizei Mainz hat am vergangenen Wochenende gezielte Kontrollen zur Einhaltung des Messerverbots durchgeführt. Grundlage der Maßnahmen waren sowohl die Landesverordnung über das Verbot des Führens von Waffen und Messern im öffentlichen Personennahverkehr (LVO) als auch die Regelungen des Waffengesetzes (§ 42 WaffG). Die Kontrollen fanden im ÖPNV sowie im Umfeld des Mainzer Weihnachtsmarktes statt.

Schwerpunkt an Haltestellen und Markt-Zugängen

Bereits am Freitag, dem 12. Dezember 2025, kontrollierten Einsatzkräfte Haltestellen in der Mainzer Innenstadt, insbesondere in unmittelbarer Nähe der Weihnachtsmärkte. Am Samstag, 13. Dezember 2025, verlagerte die Polizei ihre Kontrollschwerpunkte gezielt an die Zugänge zum Mainzer Weihnachtsmarkt.

Dabei richtete sich die Aufmerksamkeit sowohl auf Besucherinnen und Besucher des Marktes als auch auf Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs.

Taschenkontrollen in Mainz ohne Beanstandungen

Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 15 Personen intensiver. Neben den Personalien kontrollierten die Beamtinnen und Beamten auch mitgeführte Taschen und Behältnisse. Trotz der intensiven Maßnahmen stellten sie keine Verstöße gegen das Messerverbot oder gegen das Waffengesetz im ÖPNV fest.

Die Polizei führte die Kontrollen mit besonderer Rücksichtnahme durch, um Beeinträchtigungen für den laufenden Betrieb des ÖPNV sowie für unbeteiligte Personen so gering wie möglich zu halten.

Positive Resonanz nach anfänglicher Irritation

Zunächst reagierten einige der kontrollierten Personen irritiert auf die Maßnahmen. Nach einer entsprechenden Erklärung der rechtlichen Hintergründe und der geltenden Vorschriften zeigten sie jedoch Verständnis. Nach Angaben der Polizei wurden die Kontrollen letztlich überwiegend positiv aufgenommen.

Kontrollen sollen fortgesetzt werden

Die Polizei Mainz bewertet die verstärkten Kontrollen als wichtigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig kündigte sie an, vergleichbare präventive Maßnahmen im ÖPNV sowie bei Großveranstaltungen auch künftig und ohne vorherige Ankündigung fortzusetzen.

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Glasfaserausbau in Wörrstadt gestartet

Mit einem symbolischen Spatenstich haben in Wörrstadt offiziell die Tiefbauarbeiten für den Glasfaserausbau begonnen. Im ersten Schritt sollen mehr als 1.000 Haushalte in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Bis Ende 2027 ist geplant, insgesamt rund 4.300 Haushalte in der Verbandsgemeinde Wörrstadt mit dem Glasfasernetz von Deutsche Glasfaser zu versorgen.

Bürgermeister Markus Conrad unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Region: „Beim digitalen Umbau in Deutschland kommen wir an einer flächendeckenden Breitbandversorgung nicht vorbei, gerade hier in unserem ländlichen Raum. Deshalb markiert der Glasfaserausbau einen Meilenstein für unsere Verbandsgemeinde: Er bedeutet weit mehr als nur schnelleres Internet – er schafft die Grundlage und neue Chancen für Wirtschaft, Bildung und Engagement vor Ort. Mit dem Glasfaserausbau geht eine Stärkung des ländlichen Raumes und unserer Wirtschaft gegenüber den Städten und Ballungsräumen einher“, betonte Conrad.

Bauarbeiten in Wörrstadt bereits angelaufen – weitere Straßenzüge folgen

Die Bauarbeiten haben in Wörrstadt bereits Anfang Dezember in der Straße „Auf dem Limes“ begonnen. In den kommenden Wochen werden die Tiefbauarbeiten zunächst in den Bereichen Jupitersteige, Zum Römergrund, Senatsplatz und Rennerweg fortgesetzt. Anschließend folgen weitere Straßenzüge im Stadtgebiet.

Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung zwischen der Verbandsgemeindeverwaltung Wörrstadt, Deutsche Glasfaser und dem ausführenden Baupartner Libra GmbH. Anwohnerinnen und Anwohner werden frühzeitig vor Beginn der Bauarbeiten in ihrer jeweiligen Straße informiert. Entsprechende Hinweise werden per Wurfzettel im Briefkasten verteilt.

Schonende Bauweise und spätere Hausanschlüsse

Während der Tiefbauarbeiten werden die Leerrohre minimalinvasiv in Straßen und Gehwege eingebracht und die Glasfaser verlegt. Im Anschluss werden die betroffenen Flächen ordnungsgemäß wieder verschlossen. Die Hausanschlüsse erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten am Glasfasernetz ab März 2026 parallel in Rommersheim und wenige Wochen später in Saulheim fortgesetzt werden. Die weiteren Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Wörrstadt folgen anschließend schrittweise.

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