BYC-News Blog Seite 1528

Bombendrohung in der Wormser Innenstadt

Zu großen Behinderungen kam es am späten gestrigen Nachmittag in der Wormser Innenstadt. Nach einer Bombendrohung, die gegen 16:40 Uhr bei der Volksbank Alzey-Worms in der Zweigstelle am Wormser Marktplatz eingegangen ist, musste der Bereich um den Marktplatz weiträumig abgesperrt werden.

Nach dem Eingang der Bombendrohung wurde das Gebäude am Marktplatz komplett evakuiert. Die Polizei rückte mit gut 40 Einsatzkräften, auch aus den umliegenden Dienststellen an. Zur Verstärkung wurden zusätzlich Sprengstoffsuchhunde angefordert.

Nach knapp vier Stunden, konnten die Durchsuchungsmaßnahmen um 20:30 Uhr beendet werden. Verdächtige Gegenstände konnten nicht gefunden werden. Durch die Absperrungsmaßnahmen kam es im Feierabendverkehr zu zum Teil erheblichen Behinderungen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Worms beziehen sich derzeit auf den Straftatbestand § 126 StGB „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“.

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Tabea Rößner | Mit dem Flugzeug zum Sommerabend bei der VRM

Am 27.10.2019 haben die Mainzer Bürger und Bürgerinnen die Qual der Wahl und dürfen ihren Oberbürgermeister bzw. Oberbürgermeisterin wählen. Gleich fünf Kandidaten gehen ins Rennen. Neben Amtsinhaber Michael Ebling (SPD) bewerben sich Nino Haase (Parteilos), Tabea Rößner (DIE GRÜNEN), Martin Eberhardt (DIE PARTEI) und Martin Malcherek (DIE LINKE) für den Chefsessel im Mainzer Rathaus.

Dass die Entscheidung über den neuen Mainzer Oberbürgermeister oder -Bürgermeisterin wohl nicht im ersten Wahlgang fallen wird, liegt auf der Hand. So nutzen die Kandidaten die verbleibenden gut sieben Wochen intensiv dazu, ihre Vorstellungen, wie sie die Landeshauptstadt in Zukunft gestalten wollen, den Wählern zu präsentieren.

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Doch bietet das auch eine Plattform, um angreifbar zu sein.

So erreichte BoostyourCity in der vergangenen Woche die Information, dass die Kandidatin der Grünen, Tabea Rößner, am Freitag, 30.08.2019, extra um bei einem Empfang in Mainz anwesend zu sein, von Berlin nach Mainz geflogen sein soll.

Tabea Rößner war zuvor als Gast beim Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue eingeladen und ist im Anschluss daran mit dem Flieger von Berlin nach Frankfurt gejettet, um am Abend beim jährlichen Sommerabend der Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer und der „Verlagsgruppe Rhein Main“ (VRM) auf dem Mainzer Medienberg im Verlagshaus präsent sein zu können.

Hier wurde ihr vorgehalten, dass sie durch solche Flüge garantiert nicht zum Klimaschutz beitragen würde, den sie in ihrem Wahlprogramm verspricht: „Mehr Klimaschutz, ich sorge als Oberbürgermeisterin für den Schutz von Klima, Wasser, Luft und Natur“.

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Bahn statt Flieger = weniger CO2-Ausstoß

So wäre eine Rückreise, wenn diese schon erforderlich war, mit der Bahn wesentlich effizienter und mit weniger CO2-Ausstoß verbunden. BoostyourCity hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe, direkt mit Tabea Rößner persönlich, sowie mit einem Sprecher von ihr telefoniert und um eine Stellungnahme gebeten.

In einer Email nahm anschließend ein Sprecher von Tabea Rößner Stellung und versuchte die Vorwürfe zu entschärfen: „Frau Rößner reist wann immer möglich mit der Bahn. Sie ist auch am Freitag mit der Bahn nach Berlin gereist.“ Weiter argumentierte er, dass Frau Rößner nicht extra wegen eines Fototermines nach Mainz zurückgekommen ist, sondern wegen Terminen, die sie Samstagfrüh hatte. „Sie hatte samstagfrüh Termine. Ein Nachtzug mit Liegeplatz war leider nicht buchbar.“

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Druck der Medien auf die Politik

Dass sie dennoch bereits Freitagabend auf dem Sommerfest anwesend war, ist wohl dem „Druck“ des Veranstalters (VRM) geschuldet, der sie „gebeten“ habe noch bei dem Pressefest vorbei zu schauen.

Dass es jetzt hier scheinbar politische Gegner oder deren Sympathisanten gibt, die versuchen ihr aus dieser Reise einen Strick zu drehen, findet der Sprecher von Tabea Rößner absurd.

Dass der Flugverkehr eingeschränkt werden müsse, sei wichtig für das Klima aber auch für die lärmgeplagten Menschen in Mainz und drum herum.

„Frau Rößner setzt sich seit Jahren glaubhaft für diese Themen auf politischer Ebene ein. Das findet Anerkennung auch bei Vertretern der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm, die sehr genau beobachten, wer wie im politischen Raum agiert. Dieser Einsatz von Frau Rößner wird nicht dadurch geschmälert, dass sie selbst gelegentlich das Flugzeug nutzt, wofür sie im Übrigen immer Kompensation in Form einer Spende an atmosfair leistet.“

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Anonyme Vorwürfe auch gegen Nino Haase

Einige Stunden nach dem Telefonat mit einem Sprecher von Tabea Rößner, erreicht BoostyourCity eine weitere Email, in der anonym Vorwürfe gegen den parteilosen Oberbürgermeisterkandidaten, Nino Haase erfolgte. Zitat aus der anonymen Mail: „Ist ihnen bekannt welches Fahrzeug Herr Hase fährt? Vor seiner Residenz stehen regelmäßig Luxusfahrzeug im 6 stelligen Bereich. In ihrem Interview sprach er von einem Fahrrad.“

Eine Rückfrage bei dem Mailabsender, um die Vorwürfe konkretisieren zu können, war BoostyourCity leider nicht möglich, da die Mailadresse, von der die Mail aus geschickt wurde, kurze Zeit nach dem Eingang wieder deaktiviert wurde.

Nino Haase erklärte am Dienstagabend BoostyourCity persönlich gegenüber, dass dieses nicht stimmen würde und dass er lediglich einen gebrauchten Audi fährt. Und die Residenz sei eine ganz normale 3-Zimmer Mietwohnung in der Mainzer Altstadt.

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BoostyourCity | Rhein-Main Nachrichten


 

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Das Saarland hat den höchsten Anteil an Kaiserschnitt-Geburten

Saarbrücken. Die meisten Geburten per Kaiserschnitt gibt es in der Relation im Saarland. Das hat die Techniker Krankenkasse (TK) mitgeteilt. Der Kaiserschnitt beeinflusst die Gesundheit der Betroffenen negativ.

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Auto als Waffe: Absichtlich auf Elfjährigen zugerast

Dirmingen. Ein Fahrer hat in Dirmingen sein Auto benutzt, um zwei Menschen zu bedrohen. Darunter ein elf Jahre altes Kind, das mit seinem Vater gerade die Straße querte. Zu einem Unfall kam es nicht.

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Worms | Fahndungserfolg dank zahlreicher Hinweise

Nach einem schweren Raub am 19.08.2019 (wir berichteten) haben die Staatsanwaltschaft Mainz und die Kriminalpolizei Worms am 27.08.2019 ein Lichtbild des zu dieser Zeit noch unbekannten Täters veröffentlicht und die Bevölkerung um Mithilfe bei der Fahndung gebeten.

Der Mann steht im dringenden Tatverdacht, eine Frau um die Mittagszeit in ihrem Fahrzeug unter Vorhalt eines Messers auf dem Parkplatz des Wormser Einkaufsparks bedroht und ihre Handtasche geraubt zu haben. Dabei wurde die Frau verletzt.

Kurz nach der Veröffentlichung des Lichtbildes haben sich zahlreiche Zeugen bei der Kriminalpolizei gemeldet und Hinweise auf die Identität des Täters gegeben. Diese Hinweise aus der Bevölkerung haben im Rahmen der weiteren Ermittlungen zur Identifizierung geführt. Die Staatsanwaltschaft Mainz hat daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Tatverdächtigen erwirkt.

In den frühen Morgenstunden des 02.09.2019 hat ein Spezialeinsatzkommando der Polizei Rheinland-Pfalz den Tatverdächtigen in der Wormser Altstadt festgenommen. Die Kriminalpolizei Worms hat anschließend die Wohnung des Beschuldigten durchsucht und Beweismittel, unter anderem das zur Tatausführung verwendete Fahrrad, sichergestellt.

Der 52-Jährige portugiesische Tatverdächtige hat die Tat gestanden. Er wurde anschließend dem Ermittlungsrichter in Mainz vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Der Täter befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Die Kriminalpolizei Worms und die Staatsanwaltschaft Mainz danken der Bevölkerung für die Mithilfe zur schnellen Aufklärung der Tat und Festnahme des Gesuchten.

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Verbundene Beiträge

 

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Vorbilder im Straßenverkehr

Für jahrzehntelanges unfallfreies und umsichtiges Fahren sind Kraftfahrer aus dem Landkreis Alzey-Worms vom Ersten Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht, Ralph Schellenberger und von Landrat Ernst Walter Görisch ausgezeichnet worden.

Insgesamt 47 Frauen und Männer wurden bei einer Feierstunde in der Kreisverwaltung mit der von der deutschen Verkehrswacht gestifteten Auszeichnung, einer Urkunde sowie einer Ehrennadel, gewürdigt.

50 Jahre unfallfrei

33 Fahrerinnen und Fahrer erhielten das goldene Lorbeerblatt für 50 Jahre unfallfreies Fahren, zehn Personen wurden mit der goldenen Ehrennadel mit Eichenkranz für 40 Jahre geehrt. Zweimal konnte die goldene Ehrennadel (30 Jahre), einmal die silberne Ehrennadel mit Ehrenkranz (25 Jahre) und einmal die silberne Ehrennadel für 20 Jahre unfallfreies Fahren verliehen werden.

Wichtige Voraussetzungen für eine Auszeichnung sind unter anderem, dass mindestens über zehn Jahre hinweg ein Kraftfahrzeug regelmäßig und unfallfrei geführt wurde, keine gerichtlichen Strafen wegen Verkehrsdelikten anhängig sind und zum Zeitpunkt der Antragstellung keine Eintragungen im Verkehrszentralregister in Flensburg vorliegen.

Vorbilder im Straßenverkehr

„Sie alle sind wichtige Vorbilder im Straßenverkehr“, lobte Landrat Görisch die Geehrten. Zugleich dankte der Kreischef der Verkehrswacht, deren Mitglieder sich mit großem Engagement für mehr Verkehrssicherheit einsetzen. In Kooperation mit Schulen und Kitas werde wichtige Informations- und Bildungsarbeit geleistet. Wie der Bund und das Land trage aber auch der Kreis mit der Unterhaltung der Kreisstraßen Verantwortung für die Verkehrssicherheit.

„Seit Jahrzehnten beherrschen Sie Ihr Fahrzeug bei jeglichen Witterungsverhältnissen sicher und sind unfallfrei auf den Straßen unterwegs. Hierfür gebührt Ihnen heute Dank und Anerkennung“, betonte Ralph Schellenberger. Die Kreisverkehrswacht sei hauptsächlich präventiv tätig.

Mit der Übergabe von Laufrädern an Kindertagesstätten im Landkreis und der Ausstattung von Schulen mit Verkehrsmalbüchern unterstütze man die Verkehrserziehung von Anfang an. Darüber hinaus biete die Kreisverkehrswacht Alzey-Worms in Zusammenarbeit mit der Polizei Seniorentage für Kraftfahrer an. Ältere Kraftfahrer können hier ihre Verkehrstauglichkeit testen und Neuerungen zum Straßenverkehr in Erfahrung bringen.

Stellenangebot | Vertriebsmitarbeiter im Außendienst gesucht (m/w/d)

Wir suchen ab sofort eine/n Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) im Außendienst für die Regionen Wiesbaden, Frankfurt, Koblenz und Worms

Das sind wir:

Boost your City ist ein Unternehmen im Bereich werbegetragener Onlinemedien mit einer großen Reichweite. Zu unseren Auftraggebern gehören Unternehmen, sowie Städte, Gemeinden und Kreise, mit denen wir erfolgreich zusammenarbeiten.

Das sind Ihre Aufgaben bei uns:

  • Sie arbeiten ausschließlich im B2B-Bereich und verhandeln mit den Entscheidern auf Augenhöhe
  • Sie begeistern Ihre Kunden von unseren Produkten
  • Sie verkaufen Werbeplatzierungen für unsere bekannten Online- und Print-Produkte
  • Sie gewinnen aktiv und zielgerichtet neue Kunden und betreuen diese auch nach Vertragsabschluss

Das zeichnet Sie aus:

  • Sie gehören zu den erfahrenen Vertrieblern, sind Quereinsteiger oder gehören zu den „Aktiven 55plus“
  • Sie haben eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder verfügen über Erfahrung im Vertrieb/Verkauf
  • Sie haben Freude am Umgang mit Menschen
  • Sie besitzen Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen, sowie den Willen zum Erfolg
  • Sie arbeiten selbständig, engagiert und ergebnisorientiert
  • Sie verfügen über gute Umgangsformen, eine gute Allgemeinbildung und ein gepflegtes Erscheinungsbild und beherrschen die deutsche Sprache in Wort und Schrift
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Das erwartet Sie bei uns:

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Wenn Sie Interesse haben, dann senden Sie uns bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen mit Angabe der Region, in der Sie tätig werden möchten, vorzugsweise per E-Mail an: buchhaltung@boostyourcity.de

Sicher unterwegs mit dem E-Scooter – Was ist erlaubt und was ist verboten?

Sie sind schnell, wendig und in vielen Städten ausleihbar: die E-Scooter. Doch da es sich bei den kleinen „Flitzern“ um sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge handelt, gibt es für Fahrer einige grundlegende Dinge zu beachten. Die Polizei Rheinland-Pfalz hat die wichtigsten Tipps zusammengefasst, damit der sicheren Fahrt nichts im Wege steht.

Elektrokleinstfahrzeuge, und dazu zählen E-Scooter, sind Kraftfahrzeuge mit elektrischem Antrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von mindestens 6 km/h und nicht mehr als 20 km/h. Ein Führerschein ist für die Fahrt nicht erforderlich, doch müssen Fahrer das 14. Lebensjahr erreicht haben. Bei einigen Ausleihdiensten liegt das Mindestalter sogar bei 18 Jahren – hier sollten Nutzer unbedingt vor der ersten Fahrt einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen.

Helm wird empfohlen

„Eine Helmpflicht besteht nicht“, so LKA-Verkehrsexperte Volker Weicherding. „Wir empfehlen jedoch für die eigene Sicherheit einen zu tragen, um so bei Stürzen besser geschützt zu sein.“ Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die relativ kleinen Räder anfälliger für Unebenheiten sind und im Stehen der Schwerpunkt ungünstig für Brems- und Ausweichmanöver ist – Stürze sind da, selbst bei geübten Fahrern, nicht immer zu vermeiden

Doch wo darf überhaupt gefahren werden? Hier herrscht bei vielen Fahrern Unklarheit, wie LKA-Verkehrsexperte Volker Weicherding erläutert: „E-Scooter dürfen nicht auf Gehwegen gefahren werden, sondern nur auf Radwegen.“ Sollten solche nicht vorhanden sein, darf auf der Fahrbahn bzw. auch im verkehrsberuhigten Bereich gefahren werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt grundsätzlich das Gleiche. Dort ist auch die Nutzung des Seitenstreifens möglich.

Und auch wenn es für viele verlockend ist: E-Scooter dürfen nicht zu zweit genutzt werden. Hier droht den Fahrern sonst ein Bußgeld.

Weitere Tipps für die sichere Fahrt in Kürze:

  1. Fahren Sie nicht auf Busspuren, auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen.
  2. Auf gemeinsamen Geh- und Radwegen hat der Fußgänger Vorrang.
  3. Passen Sie ihre Geschwindigkeit den Straßen-, Sicht- und Witterungsverhältnissen an.
  4. Fahren Sie nicht unter Alkohol und Drogeneinfluss. Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie bei Kraftfahrzeugen.
  5. Tragen Sie helle Kleidung mit Reflektoren und fahren Sie mit einer funktionsfähigen Beleuchtung. Sehen und gesehen werden.
  6. Stellen Sie E-Scooter wie Fahrräder ohne Behinderung Anderer ab.
  7. Sichern Sie ihren unbeaufsichtigten E-Scooter an einem geeigneten Ort mit einem hochwertigen Schloss, um Diebstähle zu verhindern.

Weitere Informationen rund um den E-Scooter und die Zulassung finden Sie auch beim ADAC

Nino Haase: “Eine komplett autofreie Innenstadt ist aktuell illusorisch.“

Mainz. Die Ökologie sieht Nino Haase als wichtigstes Thema im Kampf um das Amt des Mainzer Oberbürgermeister. Etwa im Bereich der Verkehrspolitik besetzt der parteilose Kandidat grüne Positionen. Zu einer ganz anderen Meinung kommt er aber indes, wenn es um Brücken oder die Ansiedlung von Unternehmen geht.

Herr Haase, Sie waren der Erste, der seinen Hut für die Oberbürgermeisterwahl in den Ring geworfen hat. Was war Ihre Motivation?

Ich hatte mein politisches Comingout ja zum Thema Bibelturm. Nachdem wir mit der Bürgerbeteiligung einiges erreicht hatten, hatte ich gehofft, jetzt ändert sich was: Dass die Stadt den Gong gehört hat und sich etwa der Bürgerbeteiligng öffnet. Stattdessen wurden Ende des Jahres – auch von Herrn Ebling – Menschen der Bürgerinitiative verunglimpft. Ich muss gestehen, das hat mich tatsächlich etwas getriggert. Aber es war nicht nur das.

Sondern?

Wenn ich Mainz mit anderen Städte vergleiche, auch mit denen aus dem Umland, dann sehe ich, was die dort aus ihren kulturellen Schätzen und Potentialen gemacht haben. Da war meine Motivation zu sagen: Du hast mit dem Bibelturm etwas angestoßen. Es gibt Menschen, die etwas verändern wollen. Das hat mich ermutigt.

Nun ist Ihr Mitbewerber jemand, der sein ganzes Leben in Mainz verbracht hat. Sehen Sie es als Vorteil an, auch mal etwas anderes gesehen zu haben?

Auf jeden Fall. Ich habe in anderen Städte Dinge gesehen, die ich mir auch für Mainz wünschen würde. In München habe ich zum Beispiel mein Auto nicht mehr gebraucht. Dort ist die U-Bahn so gut ausgebaut, dass ich in einer Tarifstufe bis raus nach Wolfratshausen komme. Dann gibt es Möglichkeiten des Carsharings. Zusammen ergibt das alles ein einheitliches Verkehrskonzept. Das fehlt in Mainz. Hier gibt es nur einzelne Großprojekte, die aber nicht zusammenpassen.

Das hört sich nach einem Koalitionsangebot in Richtung Grüne an?

Ich mache Koalitionsangebote an alle Parteien, die sich für eine sinnvolle Sachpolitik einsetzen wollen. Wenn bisher Vorschläge aus der Opposition kamen, wurden die abgewimmelt, einfach nur, weil sie aus der Opposition kamen. Genau das möchte ich als Oberbürgermeister verändern. Es gibt aus allen Parteien Vorschläge, die man unterstützen kann. Und das kann dann zum Beispiel bedeuten, dass man eine Spur der Kaiserstraße oder ein Straße im Bleichenviertel als Rhein-Hauptbahnhof-Achse für Radfahrer vorbehält.

Nun gibt es auch Menschen, die aufs Auto setzen. Das hat zuletzt die Debatte um ein Fahrverbot für Diesel gezeigt. Fürchten Sie bei einem solchen Vorschlag nicht Widerstand?

Deswegen spreche ich ja von einem modernen Verkehrsmix. Eine komplett autofreie Innenstadt ist aktuell illusorisch. Denken Sie allein an den Lieferverkehr. Ziehen wir das konsequent durch, sind in wenigen Wochen die Supermärkte leer. Man muss aber auch das bürgerliche Lager mitnehmen. Das heißt: Wir bauen den Radverkehr aus, das bedeutet quantitativ weniger Platz für den Autoverkehr. Wenn das aber an anderer Stelle, auch mit besserem ÖPNV und P+R kompensiert wird, ist das in Ordnung.

Allerdings hätten Sie als Oberbürgermeister keine Mehrheit im Rat. Was könnten Sie überhaupt umsetzen?

Das führt einen sehr schnell zur Sachpolitik zurück. So wie ich inhaltlich aufgestellt bin, kann man mir nicht einfach ein Parteiprogramm überstülpen. In der Verkehrspolitik vertrete ich auch klassisch grüne Positionen. In der Wirtschaftspolitik bin ich  bürgerlich. Diese Mischung wird dazu führen, dass wir zur Sachpolitik zurückkehren. Was zudem viele vergessen: Der Oberbürgermeister ist auch der Chef der Verwaltung. Er hat die Möglichkeit, Organisationsstrukturen zu gestalten. Das ist ein maßgebliches Instrument und somit weit mehr als ein repräsentatives Amt.

Sie werden vor allem von der CDU unterstützt. Inwiefern wären Sie von der abhängig, wenn Sie Oberbürgermeister werden?

Die CDU weiß, welche Positionen ich vertrete. Auch dass die in manchen Punkten nicht ihrem Parteiprogramm entsprechen. Aber es gibt auch in der CDU eine Sehnsucht zurück nach Sachpolitik. Das verbindet mich mit der CDU. Dazu gehört auch, dass wir uns nicht nur der Ökologie widmen können, diese aber in alle Entscheidungen einbeziehen. Dazu müssen wir uns auch darum kümmern, endlich die finanziellen Mittel in Mainz zu erwirtschaften, um ökologische, infrastrukturelle und soziale Herausforderungen nachhaltig anzugehen.

Dazu gehören Straßen. Aus Reihen der CDU, vom Landtagsabgeordneten Gerd Schreiner, kam der Vorschlag für eine neue Rheinbrücke. Wie stehen Sie dazu?

Infrastruktur ist mir wichtig. Wir haben gesehen, als die Schiersteiner Brücke gesperrt war, wie sehr der Handel und die Industrie unter solchen Umständen leiden. Deswegen brauche ich Sicherheit in Fragen der Infrastruktur.

Heißt das also, dass wir eine zusätzliche Rheinbrücke brauchen?

Ich denke doch, dass eine zusätzliche Brücke notwendig sein wird. Ob das dann eine für Autos, Radfahrer und Fußgänger sein wird oder eine nur für Radfahrer und Fußgänger, hängt auch davon ab, wie sich das Projekt Citybahn entwickelt. Wenn die Citybahn über die Theodor-Heuss-Brücke führt, glaube ich nicht, dass wir dort keine Kompensation brauchen.

Das heißt also: Wir brauchen eine vierte Brücke auch für Autos?

Davon gehe ich im oben beschriebenen Fall aus.

Sie sprechen sich auch für die Ansiedlung von Unternehmen aus. Wo sollen die hin? Und wer soll das sein?

Wenn es darum geht, Unternehmen anzusiedeln, ist die Attraktivität der Stadt durchaus wichtig. Daher sind auch kulturelle Fragen wichtig, um ein positives, klares Image zu bekommen. Darüber hinaus müssen wir sehen, wo wir unsere Stärken haben. Zum Beispiel im Bereich Biotechnologie. Aber um die anzusiedeln, brauchen wir eine aktive Ansiedlungspolitik. Im Moment warten wir nur ab. Das ist bei lediglich drei Stellen in der Wirtschaftsförderung kein Wunder. Das Thema wird von der Stadt bisher vernachlässigt. Genauso wie die Breitbandversorgung in den Gewerbegebieten.

Ist das nicht aber ein Drahtseilakt? Um anzusiedeln, müssen wir attraktiv sein, aber auch nachverdichten – und dann wird die Stadt zunehmend weniger attraktiv.

Ich bin kein großer Freund von Nachverdichtung. Wir brauchen zusätzliche Fläche. In Frage dafür kommt der Layenhof. Wackernheim und Ingelheim rücken ohnehin immer näher an den ran – das bietet Kooperationsmöglichkeiten. Zudem bietet der Layenhof Raum für Wohnen und für Arbeiten. Mainz entwickelt sich immer mehr zur reinen Wohnstadt. Aber das führt dann dazu, dass Menschen bis zu 100 Kilometern pendeln müssen, was weder ökologisch ist noch die Lebensqualität erhöht.

Was ist mit dem Vorschlag des Amtsinhabers, einen neuen Stadtteil zwischen Hechtsheim und Ebersheim zu bauen?

Da hat sich Michael Ebling keinen Gefallen getan. Für diesen Stadtteil müsste man ein Gelände völlig neu erschließen. Zudem sind wir damit in der Kaltluftschneise. Ich halte den Vorschlag tatsächlich einfach für nicht gut.

Wir sind immer noch bei dem Thema Ansiedlungen und Lebensqualität. Inwiefern spielt der Wein dabei eine Rolle?

Da ginge mehr. Sehen Sie sich Ingelheim an, auch wenn die mehr Geld haben. Die Vinothek dort ist wahnsinnig schön geworden, den Weg möchte ich für die Mainzer Winzer auch gehen. Neben einer Neukonzeption für das Gutenbergmuseum, müssen wir auch den Weintourismus ankurbeln. Wir müssen als Great Wine Capital den Anspruch haben, dass für jeden Weintrinker gelten muss: Ich muss einmal im Leben einen Wein im Mainzer Weinerlebniszentrum getrunken haben.

A propos Gutenbergmuseum. Bei der Entscheidung der Bürger spielte auch eine Rolle, dass ein funktionierender Platz geopfert werden und ein neuer entstehen sollte. Wer sieht, wie die neuen Plätze aussehen, kann doch verstehen, dass die Menschen dem Versprechen nicht getraut haben?

Ich höre von Leuten, die hierherziehen immer: Mein Gott, wie viele graue Plätze in der Stadt sind. Das beste Beispiel ist der alte Zollhafen, die Südmole. Was hat da denn wen geritten, einen solch grauen Platz zu gestalten? Da wundert es mich dann, Wahlplakate zu sehen, auf denen mehr Grünflächen gefordert wird – von Parteien, die seit zehn Jahren in der Verantwortung sind und längst etwas hätten tun können. Daher habe ich meinen Wahlkampfaufschlag ja auch mit der Aktion 50 Bäume auf der Ludwigsstraße gemacht – manchmal muss man etwas visualisieren, um es real zu machen. Insgesamt fordere ich tausend neue Bäume jedes Jahr. Mit einer entsprechenden Ausstattung des Grünamtes.

Zusätzliche Stellen in der Wirtschaftsförderung. Zusätzliche Stellen im Grünamt. Wer soll das bezahlen?

Wir brauchen Entwicklung. Daher sind auch die drei Stellen in der Wirtschaftsförderung zu wenig.

Aber woher soll das Geld kommen?

Bei aller Liebe. Aber ich sehe wirklich Einsparmöglichkeiten in den städtischen Gesellschaften: Wir haben beispielsweise drei Unternehmen und Ämter, die Mülleimer entsorgen und vier Unternehmen, die Immobilienprojekte entwickeln. Brauchen wir das wirklich? Im Bereich der stadtnahen Gesellschaften hat sich einiges verselbstständigt. Der neue Wiesbadener Oberbürgermeister hat daher die richtige Frage gestellt: Brauchen wir in jeder stadtnahen Gesellschaft zwei Geschäftsführer? Da ließe sich viel Geld sparen. Denn wir müssen an die Haushaltssanierung ran. Dafür brauchen wir eine unabhängige Stadtspitze.

Wieso?

Sieben der zehn meist verschuldeten Städte Deutschlands kommen aus Rheinland-Pfalz. Um das Problem anzugehen, wird mediale Aufmerksamkeit notwendig sein. Dann darf man halt auch keine Rücksicht auf das Land nehmen. Im Moment haben wir, das sage ich, jemanden an der Stadtspitze, der irgendwann wieder in der Landespolitik mitmischen will. Wer dieses Ziel verfolgt, muss sich zweimal überlegen, wie viel er sagt – das muss ich nicht und möchte daher für Mainz und die rheinland-pfälzischen Kommunen für eine faire Finanzausstattung und Handlungsfähigkeit kämpfen.

Sie haben sich in einer TV-Show drei Millionen Euro verdient. Nun hat Deutschland aber ein Neidproblem. Rechnen Sie mit einer Schmutzkampagne in diese Richtung?

In der Auseinandersetzung um den Bibelturm habe ich die ersten Auswüchse bereits gesehen. Da wurde versucht, eine Neidkampagne zu inszenieren. Wobei ich sage: Ich war noch nie in meinem Leben für 1000 Euro essen, das habe ich noch nicht geschafft. Und ich bin auch kein Bundestagsabgeordneter, der ein eigenes Büro hat oder sich zwei Monate staatlich bezahlt freistellen lassen kann für den Wahlkampf.

Was wird für Sie das wichtigste Thema im Wahlkampf?

Die ökologische Stadt, die Stärkung der Ökologie. Das kann man allerdings nicht einzeln betrachten, da es von anderen Themen abhängt. Dazu gehört auch die Mobilität. Oder die Nachverdichtung. Aber für die haben wir nicht mehr viel Luft. Die Infrastruktur hält nicht mit, etwa wenn es um die Kanalisation geht. Insgesamt ist die ökologische Stadt und ist auch die Stadtentwicklung ein Thema, das ich unter Einbeziehung der Bürgerbeteiligung mit einem ganzheitlichen und überfälligen Entwicklungsplan angehen will.

Die Internetseite von Nino Haase : Mainz machen

Alle bisherigen Interviews mit den Mainzer Kandidaten:

Tabea Rößner (Die Grünen)

Die Kanzlerin, die Flüchtlinge und das ZDF

Mainz. Deutsche Einheit, Deutscher Herbst oder Brandts Kanzlersturz – zu den großen Ereignissen der Geschichte gibt es Doku-Spielfilme. Nun verewigt das ZDF mit „Stunden der Entscheidung“ die Nacht vom 4. auf den 5. September 2015, in der sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entschied, das Dublin-Abkommen außer Kraft zu setzen und Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen. Doch ein rundes Bild wird das nicht – vor allem weil eine Person fehlt.

Brand in ehemaligem Hotel in Frankfurt-Höchst – Ein Mensch bis zur Unkenntlichkeit verbrannt

Am heutigen Mittwochvormittag (04.09.2019) wurde die Feuerwehr Frankfurt zu einem Gebäudebrand in den Stadtteil Höchst in die Leunastrasse alarmiert. Dort brannte es in einem ehemaligen Hotel. Bei dem Brand wurde ein Mensch getötet und vier weitere Menschen verletzt.

Gegen 10:00 Uhr machten Anwohner eine zufällig vorbeikommende Streife des 17. Polizeireviers auf das Gebäude aufmerksam, aus dem schwarzer Rauch drang. Bei Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge hatte sich die Rauchentwicklung bereits auf das komplette Gebäude, welches als Unterkunft für Wohnsitzlose genutzt wurde, ausgebreitet. Nach ersten Erkenntnissen ist der Brand im ersten Obergeschoss des zweigeschossigen Gebäudes ausgebrochen.

Die Brandbekämpfung wurde unmittelbar über die Gebäudevorderseite und -rückseite eingeleitet. Zwei Rohre wurden unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vorgenommen. Zur Menschenrettung und Kontrolle des Gebäudes kamen eine Drehleiter und mehrere tragbare Leitern zum Einsatz.

Vier Bewohner wurden von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet und mussten Ort ambulant durch den Rettungsdienst versorgt. Für eine weitere Person im Gebäude kam jeder Hilfe zu spät. Diese verstarb noch an der Einsatzstelle. Der Leichnam verbrannte bis zur Unkenntlichkeit, so dass eine Identifizierung bisher nicht möglich war.

Das Gebäude wurde im folgenden Einsatzverlauf mittels Lüftern vom Brandrauch befreit und vollständig kontrolliert. Vor Ort waren rund 50 Einsatzkräfte. Die Polizei sperrte im Zuge der Löscharbeiten die Leunastraße komplett.

Brandursachenermittler der Frankfurter Kriminalpolizei haben mit der Untersuchung der Brandstelle begonnen. Die Brandursache ist derzeit jedoch noch völlig unklar.

Saarländer zahlen bundesweit am meisten fürs Heizen

Saarbrücken. Saarländer geben in Deutschland am meisten fürs Heizen aus. Das hat der „Wärmereport 2018“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergeben. Das Institut sieht in dem höheren Verbrauch einen Grund – aber auch in höheren Preisen.

Am 8. September ist Weltalphabetisierungstag

Noch immer kann in Äthiopien die Hälfte der Bevölkerung über 14 Jahre weder lesen noch schreiben oder richtig rechnen. Besonders betroffen sind die Frauen. Darauf hat die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe anlässlich des Weltalphabetisierungstags am 8. September hingewiesen. Äthiopien gehört laut einer Übersicht des Deutschen Bundestages zu den 20 Ländern mit der höchsten Analphabetenrate (Platz 14 mit 53 Prozent der über 14-Jährigen).

„Dabei ist die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben sowie einfache arithmetische Rechnungen durchzuführen, eine wichtige Voraussetzung für jegliche Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in Äthiopien. Armut und Analphabetismus bedingen sich stark. Ohne eine effektive Bildung aber gibt es auch keinen wirtschaftlichen Fortschritt für das Land“, betont Peter Renner, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen und u.a. zuständig für die Projektarbeit in Äthiopien. „Bildung ist der Schlüssel für eine Perspektiven eröffnende Entwicklung in Äthiopien.“

Schwerpunkt Bereich Bildung

Die Alphabetisierung in Äthiopien hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Konnten 2005 noch über 70 Prozent der über 14-Jährigen weder lesen noch schreiben, sind es nun „nur noch“ rund 53 Prozent. Gerade in den ländlichen Regionen des Landes können gerade die Erwachsenen nicht lesen oder schreiben oder rechnen.

Auch Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe setzt einen Schwerpunkt auf den Bereich Bildung. So nahmen im vergangenen Jahr 8.021 Frauen und Männer an speziellen Alphabetisierungskursen teil. Insgesamt konnten bisher über 365.000 Erwachsene lesen, schreiben und rechnen lernen. Täglich besuchen weit über 500.000 Kinder und Jugendliche die 440 von Menschen für Menschen neu gebauten oder renovierten Schulen.

Peter Renner: „Den Menschen Bildung zu vermitteln gehört zu unseren Schwerpunkten in Äthiopien. Denn eine gute Bildung – sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen – ist eine wesentliche Voraussetzung für ein besseres Leben der Menschen und für eine erfolgreiche Weiterentwicklung Äthiopiens. Nur wenn die Frauen und Männer lesen, schreiben und rechnen können, können sie auch aktiv am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen und sich selbst eine Perspektiven für die Zukunft im eigenen Land schaffen.“

Über die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

Die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe leistet seit über 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen.

Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner sehr bekannt gewordenen Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) durchgängig seit 1992. Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in elf Projektgebieten mit über 640 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um. Darüber hinaus wird noch ein Kinderheim (Abdii Borii Children Home) sowie das Agro Technical & Technology College (ATTC) von Menschen für Menschen betrieben.

Informationen über Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe gibt es unter www.menschenfuermenschen.de oder in den sozialen Netzwerken: Facebook, Twitter, YouTube und Instagram.

A61 Sprendlingen | Autotransport entpuppte sich als illegaler Mülltransport

Ein italienischer Autotransporter erregte am Dienstag, 03.09.2019, gegen 10.45 Uhr auf der A61 die Aufmerksamkeit der Gefahrgutspezialisten der Verkehrspolizei aus Wörrstadt. Er war beladen mit offenbar schrottreifen Fahrzeugen, deren Scheiben zum Teil abgeklebt waren.

So werden häufig sogenannte „Afrikatransporte“ getarnt. Geladen sind dann tatsächlich brisante Abfälle, die in diesen Kontinent illegal verschifft und billigst entsorgt werden sollen.

Bei der anschließenden Kontrolle auf einem Parkplatz bei Sprendlingen erhärtet sich der Verdacht, weil die Fahrzeuge zusätzlich mit Vorhängeschlössern versehen war, für die der 41-jährige Fahrer aus der Nähe von Neapel angeblich keine Schlüssel besaß. Dazu ging aus den Frachtpapieren hervor, dass die Fracht tatsächlich von Antwerpen aus nach Nigeria verschifft werden sollte.

Behälter mit verbotenen FCKW-Kühlmittel

Bei der gewaltsamen Öffnung eines ersten verschlossenen Kleintransporters lief schon Altöl aus. In diesem und den weiteren Fahrzeugen fanden die Beamten versteckt hinter schrottreifen Motoren und Autoteilen Behälter mit dem verbotenen FCKW-haltigen Kühlmittel R12 und defekte Elektroaltgeräte, die vermutlich noch umweltgefährdende Stoffe enthalten.

Der weitere Transport wurde untersagt und die Ladung beschlagnahmt. Die Umweltbehörden entscheiden im Einvernehmen mit den betroffenen Staaten Italien und Belgien über die Entsorgung und gegen den Absender wird wegen unerlaubtem Umgang mit Abfällen ein Strafverfahren eingeleitet.

Rote Pandas im Zoo Neuwied zur Welt gekommen

Seit mehr als 16 Jahren leben im Zoo Neuwied Katzenbären, auch Rote Pandas genannt. Nun hat es auch endlich mit dem ersten Nachwuchs geklappt. Am 11. Juni schon kamen zwei Jungtiere zur Welt.

Das Weibchen „Sum“ ist vier Jahre alt und kam erst vor einem Jahr in den größten Zoo in Rheinland-Pfalz zu dem sechsjährigen Männchen „Jaques“. Und es schien Liebe auf den ersten Blick zu sein. Katzenbären sind eigentlich Einzelgänger, können aber auch paarweise gehalten werden. Meist tolerieren sich die Partner und leben nebeneinander her.

Sum und Jaques dagegen lagen viel nebeneinander ruhend im Baum. Die Paarungszeit der Roten Pandas ist meist von Januar bis März, daher schien es bei dem Neuwieder Pärchen direkt gefunkt zu haben. Nach einer Tragzeit von 114 bis 145 Tagen kommen meist zwei Jungtiere in einer Höhle zur Welt, so auch im Zoo Neuwied. Das Weibchen kommt nach der Geburt mehrfach täglich zur Wurfhöhle, um die Kleinen zu säugen. Diese verlassen das sichere Versteck meist erst mit einem Alter von zwei bis drei Monaten.

Foto: Zoo Neuwied

Während der ersten Tage und Monate wurden die beiden Jungtiere regelmäßig vom Zoo-Team gewogen, um so die Entwicklung zu kontrollieren. Da es nicht nur der erste Nachwuchs in der Deichstadt, sondern auch für dieses Pärchen war, war Sorgfalt geboten, da es vorkommen kann, dass Weibchen den Nachwuchs nicht annehmen. Aber Sum verhielt sich vorbildlich.

Mittlerweile konnte dann auch das Geschlecht der Jungtiere festgestellt werden: Es handelt sich um ein Geschwisterpärchen. Das Weibchen erhielt den Namen „Chima“ und das Männchen „Fang-Pi“. Noch halten sich die beiden hauptsächlich in der Wurfhöhle auf und zeigen sich nur sehr selten. Erst ab Oktober etwa können sie auch tagsüber regelmäßig beim Klettern beobachtet werden. Aber wer weiß, vielleicht steht man ja als Besucher zur richtigen Zeit am Gehege.

Rote Pandas haben ihren Ursprung in China

Rote Pandas stammen aus dem südlichen China. Dort bewohnen sie bevorzugt Bambuswälder in Höhen bis zu 4000 Metern. Dadurch sind sie ziemlich kälteresistent und fühlen sich bei uns auch im Winter wohl. Zum Schutz gegen die Kälte sind die Unterseiten der Tatzen dicht behaart, was dem Katzenbär auch Halt beim Klettern in hohen Bäumen gibt. Zusätzlich hilft ihm der buschige Schwanz das Gleichgewicht zu halten.

Der Name „Panda“ bedeutet „Bambusfresser“ und verweist auf die Lieblingsspeise der Tiere. Diese Vorliebe für Bambus teilt der Katzenbär mit dem schwarz-weißen Großen Panda, mit dem er aber nicht näher verwandt ist. Im Zoo Neuwied bekommen Jaques und Chima neben Gemüse und Früchten ebenfalls täglich Bambus zu fressen, der eigens für sie angebaut wird. Wenn die Tierpfleger ihnen diesen Leckerbissen bringen, ist das für Besucher die beste Gelegenheit einen Blick auf die Tiere zu erhaschen. Denn die meiste Zeit des Tages verbringen auch die großen Katzenbären schlafend im Baum, wo sie vor neugierigen Blicken durch das Laub geschützt sind.

Quelle: Zoo Neuwied