München. Eine Trainingsjacke in ästhetisch fragwürdigem Orange, ein übergroßes Puschelmikrofon – so kennen seine Fans Emmanuel Peterfalvi alias „Alfons“. Für die satirische Kunst seiner Straßeninterviews hat Peterfalvi nun den Bayerischen Kabarettpreis erhalten.
Job in Echt“ zu Gast im Helios Bildungszentrum Wiesbaden
Gemeinsam mit dem Helios Bildungszentrum Wiesbaden veranstaltete der „Jobnavi“ Mitte Oktober für insgesamt zwölf interessierte junge Frauen einen „Job in Echt – Berufsschnuppertag rund um den Beruf der Hebamme“.
„Wie wichtig der Beruf Hebamme für unsere Gesellschaft und somit auch für Wiesbaden ist, zeigt sein Alleinstellungsmerkmal. Nach dem Hebammengesetz kann eine Hebamme eine normal verlaufende Geburt selbstständig leiten, wohingegen ein Arzt eine Geburt nur in Notfällen ohne die Anwesenheit einer Hebamme leiten darf. Mit dieser Veranstaltung leisten wir einen Beitrag zur Nachwuchskräftesicherung von Hebammen im Gesundheitsstandort Wiesbaden“, so Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz.
Die Chance, an einem Nachmittag in das Berufsfeld der Hebamme „einzutauchen“, das Helios Bildungszentrum kennenzulernen und sich mit werdenden Hebammen auszutauschen, nutzten die zwölf jungen Frauen im Rahmen des „Job in Echt“, um sich ihrem Traumberuf Hebamme einen wesentlichen Schritt zu nähern. Die Leiterin der Hebammenschule, Tina Lochner, informierte die Teilnehmerinnen zunächst über den Ablauf der dualen Ausbildung, die drei Jahre dauert.
Eine werdende Hebamme, die intern liebevoll „weHe“ genannt wird, durchläuft in der Praxis die Einsatzorte Kreißsaal, geburtshilfliche Ambulanz, Wochenbettstation, Gynäkologische Station, Kinderklinik, Operationssaal und leistet zwei Externate bei freiberuflichen Hebammen zu je sechs Wochen. Gegen Ende des fünften Ausbildungsmonats werden alle „weHe“ einer Probezeitprüfung unterzogen. Wer diese mit mindestens der Note zwei besteht, erhält eine Empfehlung für das duale Studium Hebammenwesen und kann – anstelle der Ausbildung – an der Kooperationshochschule Katholische Hochschule Mainz studieren.
Persönliche Erfahrungs- und Motivationsberichte der werdenden Hebammen umrahmten diese Veranstaltung. Sie erklärten, dass die werdende Mutter im Fokus ihrer Arbeit steht. Ihre Aufgabe ist es, die natürliche Schwangerschaft sowie die natürliche Geburt zu begleiten und zu erkennen, wenn etwas nicht richtig verläuft.
Bei abweichendem Verlauf einer Schwangerschaft muss ein Arzt hinzugezogen werden. „Eine Hebamme muss über möglichst viel Wissen verfügen, das sie aber hoffentlich nicht anwenden muss“, erklärte eine der zehn anwesenden „weHe“. Mit Beginn des zweiten Lehrjahres darf sie eine Geburt unter Aufsicht einer erfahrenen Hebamme selbst begleiten.
Die drei Hauptthemen im Beruf einer Hebamme „Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“ waren die Schwerpunkte des Nachmittags und auch Bestandteil der Mitmachübungen. Weshalb eine positive Lebenseinstellung bei der Arbeit einer Hebamme eine große Rolle spielt und wie sich dies auf psychologischer Ebene auf Schwangere auswirkt, verdeutlichten die werdenden Hebammen in einer ihrer Übungen zur Geburtsvorbereitung. Die Teilnehmerinnen machten hierbei die Erfahrung, dass durch motivierenden Zuspruch eine körperlich stressbedingte Situation, die eine Wehe simulieren sollte, länger aushaltbar ist.
Die Besichtigung eines Kreißsaales in den Dr. Horst Schmidt Kliniken rundete den Berufsschnuppertag ab. Tina Lochner informierte die Teilnehmerinnen zum Abschluss über das Bewerbungsverfahren. Absolventen der Fach- und Hochschulreife können sich bis zum 31. Dezember 2019 mit Lebenslauf, Motivationsschreiben, Bewerbungsanschreiben und den letzten beiden Zeugnissen bewerben.
Der „Jobnavi“ ist dem Referat für Wirtschaft und Beschäftigung angegliedert, das direkt dem Bürgermeister unterstellt ist.
Frankfurt | Brutal zusammengeschlagen – Vom Helfer zum Opfer
Seine Zivilcourage wurde einem 49-Jährigem in Frankfurt jetzt selbst zum Verhängnis. Nun liegt er mit schweren Verletzungen in einem Frankfurter Krankenhaus.
Gegen 03:10 Uhr, in der Nacht von Samstag (26.10.2019) auf Sonntag (27.10.2019), beobachtete der 49-Jährige, wie eine Gruppe von Männern am Mainkai, Ecke Fahrtor einen anderen Mann belästigten. Ohne sich groß Gedanken zu machen eilte er dem Opfer zu Hilfe und bat die Gruppe von dem Opfer abzulassen.
Die Gruppe von sechs bis sieben Männern ließen darauf von dem Mann ab und richteten ihre Aggression nun gegen den 49-Jährigen Helfer. Dieser wurde so brutal angegangen, dass er mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nebenbei entwendeten die Täter dem Helfer noch sein Smartphone sowie seinen Wohnungsschlüsse. Anschließen ergriffen sie die Flucht.
Die Frankfurter Kriminalpolizei sucht nun Zeugen. Wer hat Beobachtungen gemacht und kann sachdienliche Hinweise zur Tat und/oder den Tätern machen?
Das noch unbekannte weitere Opfer wird darum gebeten sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Sachdienliche Hinweise nimmt diese unter der Telefonnummer 069/755-51499 entgegen. Die Ermittlungen dauern an.
Mainz | Mombacher Künstlerkreis – Jahresausstellung und Kunsthandwerksmarkt
Kreatives Mombach: 16 Künstler und Kunsthandwerker des Mombacher Künstlerkreises sowie 13 Gastaussteller zeigen eine große Bandbreite an Arbeiten aus den Bereichen Aquarell-, Acryl- und Öl-Malerei, Zeichnungen, Collagen, Seidenmalerei, Holzarbeiten, Tonarbeiten, Steinplastiken, Edelsteinschmuck, Perlenschmuck, Nähhandwerk sowie aktuelle Trends wie Pouring Acryl, Stampin‘ Up, Découpage disque Vinyl und vieles mehr.
Besonders das Angebot des regionalen Kunsthandwerkmarktes hat sich auf Grund der gestiegenen Nachfrage sichtlich verstärkt und verjüngt. Ein Besuch lohnt sich.
Die Ausstellung wird am Samstag (02.11.2019) um 14:30 Uhr von Ortsvorsteher Christian Kanka und Kulturdezernentin Marianne Grosse feierlich eröffnet. Zur musikalischen Umrahmung singen Sophie Rosenzweig sowie der Chor Mystic unter Leitung von Brigitte Wolter.
Am Sonntag (03.11.2019) erwartet Sie am Nachmittag der Frauen- und der Männerchor des Mombacher Gesangverein unter Leitung von Ingrida Schwedass, die „Live Dance“ Gruppe der Mieterinitiative Suderstraße unter der Leitung von Gislinde Schlicher und der Schülerchor der Klasse 3b aus der Pestalozzischule unter der Leitung von Martina Thomas und Rasa Gedrimeite.
Weitere Informationen zu Ausstellern, Rahmenprogramm und Öffnungszeiten erhalten Sie auf mombach.de. Der Mombacher-Künstler-Kreis freut sich auf Ihren Besuch.
Gießen | 14-Jährige seit Samstag vermisst
Wer hat Sania gesehen? Seit nunmehr fünf Tagen wird die 14-jährige, gebürtige Kosovarin Sania vermisst. Jetzt wendet sich die Polizei Mittelhessen mit einem Foto der Vermissten an die Öffentlichkeit.
Gegen 10:00 Uhr verließ die 14-Jährige am vergangenen Samstag (26.20.2019) ihr Elternhaus. Eine letzte Spur verliert sich am Gießener Bahnhof. Dort wurde am Samstag gegen 16:00 Uhr ihr Handy gefunden.
Sämtliche bisherigen Suchmaßnahmen seitens der Angehörigen und Freunde sowie Ermittlungen der Polizei blieben bis heute erfolglos. Seit Samstagvormittag gibt es keinen Kontakt mehr zu dem Teenager.
Sania wird wie folgt beschrieben:
- 1,60 Meter groß
- 60 Kilogramm schwer
- lange, gelockte, dunkle Haare
- braune Augen
Sie trug zuletzt
- schwarze Nike-Schuhe
- eine blaugraue Jeans
- und eine rote Jacke mit schwarzen Blumen am Ärmel
Wer hat das Mädchen seit Samstag gesehen?
Wer kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen?
Hinweise bitte an die Polizei Marburg, Tel. 06421/406-0 oder jede andere Polizeidienststelle.
Mainz auf Platz 6 mit den teuersten Mietpreisen in Deutschland
Die Landeshauptstadt Mainz hat es unter die „Expensive Six“ mit einem Durchnschnittlichen Mietpreis von 12,16 Euro pro Quadratmeter geschafft. Durch diese Platzierung ist die Landeshauptstadt nicht nur im Bereich Schulden (Das Kreditportfolio der Stadt Mainz betrug zum Jahresabschluss 2018 rund 1.15 Mrd. Euro) unter den Top Städten in Deutschland, sondern nun auch unter den teuersten Städten im Bereich Mietpreise.
Im Vergleich der letzten 8 Jahre (2011) ist der Mietzins in der Landeshauptstadt Mainz um knapp 3,00 Euro pro qm gestiegen. In der Statistik sind Mietwohnung von 30 qm – 60 qm und 100 qm mit einberechnet.
Der Deutsche Mieterbund rechnet damit, dass viele Mieter im Jahr 2020 deutlich mehr für ihre Wohnung bezahlen müssen.
„Wir erwarten weitere Zuwächse von im Schnitt rund fünf Prozent“
erklärte Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbunds.
Werden alle Städte der Bundesrepublik in den Vergleich mit einbezogen, kosten Wohnungen in Deutschland zwischen 6,78 Euro und 9,61 Euro pro Quadratmeter. Aus preislicher Sicht bleibt lediglich der Immobilienmarkt auf dem Land relativ stabil.
Das sind die „Expensive Six“ mit den teuersten Mietpreisen bundesweit:
- München 17,89 Euro pro qm
- Frankfurt am Main 14,20 Euro pro qm
- Stuttgart 13,97 Euro pro qm
- Darmstadt 12,39 Euro pro qm
- Freiburg 12,35 Euro pro qm
- Mainz 12,16 Euro pro qm
- Erlangen 11,99 Euro pro qm
- Hamburg 11,99 Euro pro qm
- Wiesbaden 11,97 Euro pro qm
- Ingolstadt 11,90 Euro pro qm
(Quelle Statista.de 2019)
Heidesheim | Grünschnittsammelstelle dicht gemacht
Die Heidesheimer Grünschnittsammelstelle wird ab sofort geschlossen. Bei einem Ortstermin durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung Ingelheim wurde festgestellt, dass die Heidesheimer Grünschnittsammelstelle, aufgrund der dort vorhandenen Abfallmengen aus rechtlichen Gründen nicht weiter betrieben werden kann.
Für das Betreiben einer solchen Abfallanlage ist eine Genehmigung nach den Bestimmungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes erforderlich. Im Rahmen dieses Genehmigungsverfahrens wird unter anderem geprüft, wie diverse Umweltauflagen einzuhalten sind.

Die Einwohnerinnen und Einwohner der Ortsbezirke Heidesheim und Wackernheim werden gebeten, ab sofort keinen Grünschnitt mehr dort abzuliefern. Handelsübliche Grünschnittmengen können im Ingelheimer Wertstoffhof oder der Biomassenanlage Essenheim entsorgt werden. Für kleinere Grünschnittmengen dienen die Biotonnen.
Die Schließung der Grünschnittsammelstelle wird nun in den Gremien der Stadt und auch im Ortsbeirat beraten werden.
A5 Gießen | Autofahrerin wird zur Heldin und rettet Hundewelpen auf der Autobahn
Extrem gefährlich spitzte sich am gestrigen Montagnachmittag die Situation für einen Hundewelpen sowie die die Verkehrsteilnehmer an der A5 bei Gießen zu.
An der Anschlussstelle Grünberg lief einer Autofahrerin gegen 15:00 unvermittelt ein Border Colli Mix Welpe vor das Auto. Die Fahrerin konnte grade noch anhalten, so dass der Hund unverletzt blieb.
Wem gehört dieser Welpe? | Foto: Polizeipräsidium MittelhessenSie sicherte den Bereich, in dem sich der Kleine befand, ab und konnte ihn auch kurz darauf einfangen und den vierbeinigen „Spaziergänger“ unverletzt ins Tierheim nach Butzbach bringen. Dort wartet er nun auf seine Besitzer.
Ob der kleine Vierbeiner ausgebüxt ist, oder wie er ansonsten auf die Autobahn kommen konnte, ist noch unklar.
Die Autofahrerin, die ihn sicherte, wurde zunächst fälschlicherweise von passierenden Verkehrsteilnehmern für die Aussetzerin des Hundes gehalten, was sich durch die Ermittlungen der Autobahnpolizei aber schnell als nicht zutreffend herausstellte.
Mainz | Ärzte und Apotheker sorgen sich wegen Arznei-Lieferengpässen
Lieferengpässe bei Arzneimitteln kommen immer häufiger vor. Das bereitet der Landesärztekammer und der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz Sorge. Um Lieferengpässe zu vermeiden fordern beide Kammern, dass die Produktion von versorgungsrelevanten Medikamenten wieder nach Europa zurückverlegt wird.
Aus Kostengründen hat die Pharma-Industrie die Wirkstoffproduktion ins Ausland, meist in Drittstaaten, verlegt. Die Zahl der Wirkstoffhersteller ist weltweit deutlich gesunken, da Produktionsstätten geschlossen wurden. Viele Wirkstoffe werden mittlerweile in Indien und China produziert. „Das kann auch Qualitätsprobleme schaffen, weil in Schwellenländern außerhalb von Europa unter anderen Rahmenbedingungen als bei uns hergestellt wird“, kritisiert Dr. Günther Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.
Knappe Lagerhaltung der Industrie
In Apotheken müssen Mitarbeiter inzwischen rund zehn Prozent ihrer Arbeitszeit dafür aufwenden, Lieferengpässe zu bekämpfen, berichtet Pharmazierat Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Er kritisiert die knappe Lagerhaltung der Industrie. Mitunter würden Präparate auch erst auf Bestellung hergestellt. Kiefer: „Eine Produktion ‚just-in-time‘ spart den Herstellern Kosten, macht es aber für Apotheker immer schwieriger, Ersatzmedikamente für Patienten zu finden.“
„Wichtige Medikamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Magensäureblocker, Impfstoffe oder Antidepressiva sind oft nicht verfügbar. Das ist unhaltbar und ein großes Ärgernis“, so die beiden Kammer-Präsidenten.
Manchmal wie zu DDR-Zeiten
Auch die „Rupertus-Apotheke“ in Mainz-Finthen hat mit diesen Problemen zu kämpfen. Betroffen sind nicht nur marktübliche Schmerzmittel sondern auch zum Teil wichtige Medikamente wie Blutdrucksenker oder Kreislaufmittel.
„Man fühlt sich manchmal in die DDR-Vergangenheit zurück versetzt“, so Apotheker Mathias Falk. „Oftmals tröpfelt vom Lieferanten mal ein bisschen was durch und es werden ein paar Packungen zugestellt, doch der eigentliche Bedarf wird bei weitem nicht gedeckt“, so Falk weiter.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Apothekers verbringen jede Woche mehrere Stunden damit, um bei Lieferanten nachzufragen, Patienten zu beruhigen und Ärzte zu informieren, doch bitte Medikamente mit anderen Wirkstoffen zu verschreiben. So sind auch immer wieder Patienten verunsichert, wenn der Arzt sie umstellen muss und die Patienten auf einmal eine andere Packung verschrieben bekommen.
259 Medikamente mit Lieferengpässen
Nötig ist daher: mehr Transparenz der Hersteller, keine Knebel-Rabattverträge der Krankenkassen und Anreize für die Produktion wichtiger Wirkstoffe in Europa. Die Rückverlagerung der Arzneimittelproduktion in die Europäische Union hat nach ihrer Ansicht klare Vorteile: höhere Produktionsstandards, bessere Produktionskontrollen, kürzere Lieferwege und schnellere Rückkopplungen mit den Apotheken vor Ort. Höhere Lagerkapazitäten für versorgungsrelevante Arzneimittel könnten zudem kurzfristige Lieferengpässe auffangen.
Derzeit führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte insgesamt 259 Meldungen in seiner Übersicht für Lieferengpässe für Humanarzneimittel (Stand Oktober 2019). In dieser Liste sind die betroffenen Arzneimittel und ihre verschiedenen Darreichungsformen aufgeführt.
Um Lieferengpässe zu vermeiden, fordern Matheis und Kiefer die Bundesregierung auf, die ausreichende Arzneimittelversorgung sicherzustellen oder einen Sicherstellungsauftrag zu vergeben. Außerdem müssen die Hersteller verpflichtet werden, vorhersehbare Versorgungsengpässe rechtzeitig zu melden, so die Präsidenten der Landesärzte- und Landesapothekerkammer.
Auch interessantes Gesundheitsthema:
Krankenkassenbeiträge werden nächstes Jahr steigen
Berlin. Das Gesundheitsministerium rechnet für das kommende Jahr mit steigenden Beiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der „durchschnittliche Zusatzbeitragssatz“ werde um 0,2 auf 1,1 Prozent angehoben. Das ist zwar nur eine statistische Größe – lässt aber tatsächlich steigende Beitragssätze vermuten.
Mainz | Halloween: „Nur“ ein Streich oder doch schon eine Straftat?
Zahlreiche Hexen, Zombies und andere gruselige Gestalten ziehen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wieder durch die Straßen vieler Städte und Gemeinden. An Halloween wollen grad Kinder mit „Süßes oder Saures“ ihre Süßigkeiten-Vorräte auffüllen oder die Straßen „unsicher“ machen. Damit am Morgen danach jedoch kein böses Erwachen droht, sollten auch beim Streichespielen gewisse Regeln eingehalten werden, denn so mancher Scherz kann schnell zu einer Straftat werden.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) macht darauf aufmerksam, dass zum Beispiel Müll im Garten verteilen, die Hauswand mit Farbe beschmieren oder Autos zerkratzen, keine Kavaliersdelikte, sondern Sachbeschädigungen und somit strafbar sind.
Sachbeschädigungen können mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Außerdem müssen die Täter den entstandenen Sachschaden ersetzen.
Bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe drohen sogar, wenn Sachen beschädigt werden, die der öffentlichen Nutzung dienen. Dazu gehören z.B. demolierte Parkbänke und zerkratzte Scheiben in Zügen.
Was viele nicht wissen: Ein Halloween-Streich kann auch für diejenigen teuer werden, die nur dabei sind und zuschauen – denn dann handelt es sich um gemeinschaftliche Sachbeschädigung. In jedem Fall bedeutet das mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt die Schadenswiedergutmachung. Eltern sollten sich zudem bewusst sein, dass sie bei missglückten Streichen ihrer Kinder haften und so schnell mit mehreren Tausend Euro zur Verantwortung gezogen werden können. Am besten ist es daher, mit dem Kind vorab zu klären, was es darf und was es nicht darf.
Beim Maskieren verläuft die Grenze zwischen reinem Erschrecken und einem direkten Angriff fließend. Sollten Sie sich bedroht fühlen oder gar Zeuge oder Opfer einer Straftat werden, scheuen Sie sich nicht und wählen Sie den Notruf unter der 110.
Mainz | Halloween steht vor der Tür
Halloween steht vor der Tür. Neben Oktoberfest und Fastnacht ein weiteres Fest, an dem man sich auch in unserer Region gerne verkleidet und schminkt.
Für Halloween gibt es im gut sortierten Handel neben den schaurigen Kostümen auch allerlei Schönheitsmakel wie Narben und Wunden zum einfachen Aufkleben. Mit etwas Geschick können diese aber auch beispielsweise mit Dermawachs, Latexmilch und Kunstblut selbst gestaltet werden.
Wenn es lebensecht, realistisch und besonders ausgefallen sein soll, kann man einen Profi Hand anlegen lassen. Dies ist oftmals nur unwesentlich teurer als die fertigen Produkte aus dem Fachhandel.
Seit fast 20 Jahren aktiv und gebucht für Veranstaltungen wie Zombie Walk und Role Play Convention ist der Mainzer Designer und Body Art Künstler David Deichmann. In der Szene der Verkleidungssüchtigen bereits bekannt, schminkt er auch Protagonisten bei TV-Produktionen.
Darüber hinaus erklärt er bei Aktionen im Fachhandel, dem interessierten Kunden mehr über die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von Schminkprodukten für den späteren Hausgebrauch.
Als Fachmann in Sachen realistischer Unfalldarstellung kommt er außerdem bei Organisationen wie ASB und DRK zum Einsatz. So können die Mitarbeiter unter authentischen Bedingungen geschult werden, wenn die zu behandelnden Verletzungen echt aussehen.
Der Bodypainter und MakeUp-Artist verrät im Gespräch mit Boost Your City ein paar einfache Tricks und Kniffe für Halloween:
David Deichmann:
Es ist erstaunlich, welche Effekte Sie mit ein paar Haferflocken, einem Kosmetiktuch, etwas Latexmilch und einem ordentlichen Schluck Rote Beete Saft erzielen können.
Rote Beete Saft ist das perfekte Kunstblut, da es farblich nahezu nicht von echtem Blut zu unterscheiden ist. Ein bisschen grüne Lebensmittelfarbe sorgt dafür, dass es etwas bräunlich wird. Nur noch aufkochen, mit Speisestärke andicken und abkühlen lassen. Der große Vorteil von diesem Kunstblut ist, dass Sie es absolut bedenkenlos in den Mund nehmen können, was mit vielen Produkten aus dem Theaterbedarf nicht möglich ist.
Beim Schminken einer offenen Wunde sind Haferflocken hervorragend geeignet, um die Struktur und Farbe von Fleisch und Gewebe darzustellen. Einfach die Frühstückscerealien mit Latexmilch oder Mastix, einem Spezialkleber für Masken, in die offene Wunde kleben und Kunstblut darüber – fertig. Gekochte, kleingeschnittene Spaghetti haben übrigens sehr viel Ähnlichkeit mit Maden.
Im folgenden Video wird anschaulich erklärt, wie man mit einfachen Mitteln eine offene Wunde darstellen kann. Viel Spaß beim Nachmachen.
Mainz-Bingen | 10 neue Familien mit „Grüner Hausnummer Plus“
Sie heizen mit erneuerbaren Rohstoffen, haben nachhaltige Wand- und Dachdämmungen, tun etwas für den Artenschutz auf dem eigenen Grundstück. Sie achten auf umweltbewusste Ernährung, bauen selbst Obst und Gemüse an oder fahren viel mit der Bahn.
Neben umweltfreundlichem Engagement und ihrem Wohnort im Landkreis Mainz-Bingen haben alle sich in der Kreisverwaltung eingefunden Haushalte nun noch etwas gemeinsam: ein grünes Emailleschild mit der Aufschrift „Grüne Hausnummer plus“, welches an der Hausfassade angebracht werden kann.
Landrätin Dorothea Schäfer und der für den Bereich Bauen und Umwelt sowie Umweltschutz zuständige Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf vergaben diese Auszeichnung an insgesamt zehn besonders umwelt- und klimafreundliche Haushalte.
„Wir sehen, wie viel Engagement von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den Umwelt- und Klimaschutz investiert wird“, betonte Landrätin Dorothea Schäfer. Umweltbildung sei nicht nur für das Hier und Jetzt, sondern auch besonders für die Zukunft und jüngeren Generationen essentiell. „Die Preisträger leisten einen tollen und beispielhaften Einsatz für unsere Natur und Umwelt“, so der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf.
Ingelheim: Familie Richter
Die Familie Richter aus Ingelheim nennt ein energieeffizientes Holzhaus ihr Zuhause, kocht unter anderem mit Gas und tut etwas mit einer eigenen Imkerei sowie einer Wildwiese als Garten für den Artenschutz von Tieren und Pflanzen. Ebenfalls in Ingelheim verwendete Familie Grüger recycelte Baustoffe für den Bau ihres Eigenheims. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Pelletheizung sorgen für einen niedrigen Energieverbrauch.
Heidesheim: Familie Linke/Assmus
Mit natürlichen Rohstoffen hat Familie Linke/Assmus aus Heidesheim ihre Innenwände und Böden behandelt. Außerdem stellen eine Dach- sowie Wanddämmung aus Holzwolle und Hanf eine positive Energiebilanz sicher.
Dalheim: Familie Eifinger
Die Dalheimer Familie Eifinger weist unter anderem durch eine Wärmeschutzverglasung und eine nachträgliche Deckendämmung einen Gesamtenergieverbrauch von weniger als 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter auf.
Oppenheim: Familien Jakob und Choquet
In Oppenheim installierte Familie Jakob eine Luft-Wasser-Wärme-Pumpe. Außerdem ist ihr Grundstück durchlässig für bodengebundene Tierarten.
Ebenfalls in Oppenheim wohnt Familie Choquet. Sie installierte eine eigene Fotovoltaikanlage sowie eine solarunterstütze Heizung und ein Großteil der Familie nutzt eine Bahncard für die Wege zur Arbeit sowie in der Freizeit.
Mommenheim: Familie Blüm
Auch Herr Blüm aus Mommenheim setzt auf eine Fotovoltaikanlage in Verbindung mit einem Elektroauto mit eigener Wandladestation. Weiter nutzt er Regenwasser für Spülung und Waschmaschine. Die Folge: der geringe Trinkwasserverbrauch von weniger als 30 Kubikmeter pro Person und Jahr.
Guntersblum: Familie Bischofsberger
In Guntersblum pflegt Familie Bischofberger eine Wildwiese. Auch hier gibt es eine Fotovoltaikanlage mit Speicher und einen Holzofen.
Gau-Algesheim: Familie Schmidt
Sonnenkollektoren sorgen bei Familie Schmidt in Gau-Algesheim für Warmwasser. Sie achten auf energieeffiziente Haushaltsgeräte und sind passionierte Radfahrer.
Münster-Samsheim: Familie Marsilius
Maximal zwei Mal die Woche isst Familie Marsilius aus Münster-Sarmsheim Fleisch. Ihr Holzhaus ist besonders energiesparend, im Garten wird Biomüll kompostiert und Obst sowie Gemüse angebaut.
Seit 2005 über 130 Haushalte ausgezeichnet
Über 130 Privathaushalte wurden seit 2005 für ihre umwelt- und klimafreundlichen Haushalte ausgezeichnet. Der Zusatz „Plus“ steht dabei für Nachhaltigkeit im Konsum. Neben den Sanierungsprogrammen, die die ausgezeichneten Haushalte durchführten, gehört auch das umweltbewusste Verhalten zu den Kriterien, nach denen die „Grüne Hausnummer Plus“ verliehen wird.
Diese wird jährlich durch das Energie- und Umweltberatungszentrum (UEBZ) der Kreisverwaltung vergeben. Weitere Informationen zur „Grünen Hausnummer Plus“ gibt es bei Martina Schnitzler vom UEBZ telefonisch unter 06132 7 87-2170 oder per E-Mail an schnitzler.martina@mainz-bingen.de. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mainz-bingen.de und dann „Bauen & Umwelt“.
Saarbrücker „Fans“ beschmieren Mannschaftsbus des 1.FC Köln
Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken empfängt an diesem Dienstag im Pokal den 1.FC Köln. Die Anhänger des Vereins haben sich bereits als schlechte Gastgeber erwiesen: In dieser Nacht beschmierten sie den Mannschaftsbus der Gäste.
„Helfer“ wird zum Dieb
Saarbrücken. Ein Motorradfahrer bleibt in der Bahnhofstraße liegen und bittet Passanten um Starthilfe. Mit Erfolg. Doch dann fährt einer der beiden davon und rast mit dem Motorrad in einen Unfall – nun ist der „Helfer“ flüchtig.










