BYC-News Blog Seite 1504

Budenheim | Sozialverträgliches Vorgehen bei der Suche nach Ausweichflächen

Die Zukunft des Budenheimer Außengeländes stand im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde im Ingelheimer Kreishaus, an der Vertreter der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, der Gemeinde Budenheim, der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd sowie der Bürgerinitiative „Rettet unsere Gärten“ teilnahmen.

Dabei war erkennbar: Alle Seiten sind weiterhin darum bemüht, im Rahmen des geltenden Rechts nach möglichen Kompromisslinien zu suchen. Per Allgemeinverfügung hatte der Kreis vor einigen Monaten Eigentümer und Pächter aufgefordert, die nicht genehmigten baulichen Anlagen, wie etwa Hütten und Zäune, zu entfernen.

Budenheim | sozialverträgliches vorgehen bei der suche nach ausweichflächen
Foto: Thorsten Lüttringhaus

Das 114 Hektar große Gelände befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, ein 22 Hektar großer Teil ist zusätzlich Trinkwasserschutzgebiet. Und wie zwischenzeitlich noch offenbar wurde, sind 86 Hektar des Außengeländes vom Land Rheinland-Pfalz im Jahre 2004 auch als Überschwemmungsgebiet klassifiziert worden. Damit sind bauliche Anlagen in dessen Geltungsbereich grundsätzlich nicht möglich.

Der Spielraum für einen Kompromiss ist daher sehr eng, wie der 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf (SPD) deutlich machte: „Die rechtlichen Hürden für eine eventuelle Legalisierung der dort befindlichen Hütten und Zäune sind sehr hoch.“ Daran lasse sich nichts ändern. Dennoch arbeite man weiter an der Frage: „Bekommen wir hier etwas hin, was die Situation dort zumindest teilweise befriedet?“

Budenheim | sozialverträgliches vorgehen bei der suche nach ausweichflächen 1
Foto: Thorsten Lüttringhaus

Dafür habe man in den vergangenen Monaten viel Zeit und Energie darauf verwendet, mit der Bürgerinitiative im Gespräch zu bleiben und alle möglichen rechtlichen Vorgaben auf mögliche bürgerfreundliche Wege hin zu überprüfen. Und dies werde man auch weiterhin tun, stimmten Steffen Wolf, der Budenheimer Bürgermeister Stephan Hinz und Christian Staudt, als Abteilungsleiter bei der SGD Süd für die Überschwemmungsgebiete zuständig, überein. Alle drei äußerten Verständnis für die Position der Gartenbesitzer und deren Argumente.

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative soll nun geprüft werden, ob Gelände, das nicht im Überschwemmungsgebiet liegt, eventuell als Ausweichfläche für Gärten aus dem betroffenen Bereich dienen kann. Christian Staudt will in dem Zusammenhang nochmal die Festsetzungen des Überschwemmungsgebietes überprüfen lassen. Und Steffen Wolf erneuerte die Aussage: „Wir werden uns jeden einzelnen Widerspruch anschauen und mit den Betroffenen die weiteren Schritte besprechen.“

Budenheim | sozialverträgliches vorgehen bei der suche nach ausweichflächen 2
Foto: Thorsten Lüttringhaus

Dabei werde auf jeden Fall sozialverträglich vorgegangen. Priorität beim Rückbau hätten die nicht genutzten und vermüllten sowie die gewerblich genutzten Grundstücke. Für die BI bewertete Thomas Friedgen das Gespräch positiv: „Die rechtliche Lage ist schwierig, das ist uns bewusst. Wir kämpfen aber weiter für einen Erhalt der Gärten in diesem Gebiet und daher ist es uns wichtig, mit den Behörden im Gespräch zu bleiben. Wir sind zu Kompromissen und Veränderungen bereit, um eine weitere Nutzung der Grundstücke als Garten und Freizeitgelände zu ermöglichen.“

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B9 Mainz | Ohne Führerschein, unter Drogeneinfluss und mit Schlagstock in Polizeikontrolle

Das was die Polizeibeamten bei einer größeren Verkehrskontrolle auf der B9 am Sonntagabend erlebt haben, wird ihnen sicher länger in Erinnerung bleiben.

Um 20:40 Uhr geriet ein 33-Jähriger mit seinem Leihwagen in eine an einer Tankstelle eingerichteten Verkehrskontrolle. Direkt zu Beginn der Kontrolle gestand der Fahrer, der er keinen Führerschein mehr habe und zusätzlich auch aktuell unter Drogeneinfluss stehen würde.

Der daraufhin gemachte Drogentest verlief dementsprechend positiv und zeigte den Konsum mehrere Substanzen an. Bei der weiterführenden Kontrolle konnten die Beamten sowohl beim Fahrer als auch bei seinem 34-jährigen Beifahrer geringe Mengen Drogen auffinden und sicherstellen.

Zudem führten Beide Gegenstände mit sich, die entsprechende Verstöße gegen das Waffengesetzt darstellen. Der Beifahrer führte ein sogenanntes Einhandmesser und der Fahrer einen Metallschlagstock mit sich.

Bei der weiteren Durchsuchung des Leihwagens entdeckten die Beamten noch diverse Gegenstände, die einen Anfangsverdacht einer Straftat in Bezug auf Missbrauch von Zahlungskartendaten begründeten. Beide Beschuldigten waren in der Vergangenheit bereits polizeilich in Erscheinung getreten. Es wurden nun diverse Strafanzeigen gefertigt.

 

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Mainzer OB-Wahl vor dem entscheidenden Durchgang

Mainz. Der erste Durchgang zur Oberbürgermeister-Wahl ist beendet. Gewonnen haben Amtsinhaber Michael Ebling (SPD) mit 41,0 und Nino Haase (parteilos) mit 32,4 Prozent. Aus diesem Duo wählen die Mainzer nun im zweiten Wahlgang am Sonntag, 10. November, ihren Oberbürgermeister für die nächsten acht Jahre. Eine entscheidende Rolle dürfte dabei die Wahlbeteiligung spielen.

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Worms | Mutmaßliche Granate war ein Erdklumpen

Beim Reinigen seines landwirtschaftlichen Gerätes, stockte einem 26-jährigen Landwirtes aus dem nördlichen Worms am Samstagvormittag der Atem. Beim Blick in die Grubber-Walze entdeckte er eine mutmaßliche Granate.

Nach Eingang der Meldung bei der Polizei, forderte diese den Kampfmittelräumdienst an. Dieser konnte jedoch schnell Entwarnung geben.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei der vermeintlichen Granate um einen Erdklumpen handelt, der sich zu einer granatenähnlichen Form verformt und entsprechend verfestigt hatte.

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Einbruch in ein Schuhgeschäft

St. Ingbert. Ein Unbekannter hat am Sonntag in St. Ingbert mit einem Gullideckel eine Glastür eingeworfen und ist dann in den Laden eingestiegen. Seine Beute: Schuhe.

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Egon Hartmann und der Wiederaufbau von Mainz

Er zählt zu den maßgebenden Städteplanern der Nachkriegszeit in Deutschland und hatte entscheidenden Anteil am Wiederaufbau der Stadt Mainz nach dem Zweiten Weltkrieg: Egon Hartmann (1919-2009). Die Sonderausstellung „Egon Hartmann und der Wiederaufbau von Mainz“ im Landesmuseum Mainz – entstanden in Kooperation zwischen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und dem Deutschen Werkbund Rheinland-Pfalz – erinnert an den in Vergessenheit geratenen Architekten, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

„Egon Hartmann entwarf die Pläne für den Wiederaufbau unserer Stadt und hat damit ein wichtiges Kapitel der Mainzer Baugeschichte geschrieben“, betonte der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Michael Ebling, am vergangenen Wochenende bei der Ausstellungseröffnung im Landesmuseum. „Ich freue mich daher sehr, dass im Landesmuseum nun eine Ausstellung gezeigt wird, die das bedeutende Werk Egon Hartmanns sehr anschaulich darstellt.“

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Schlüsselfigur im Wiederaufbau

Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, unterstrich die überregionale Bedeutung des Stadtplaners. „Er war eine der Schlüsselfiguren, die den Wiederaufbau in vielen Städten Deutschlands mit viel Weitblick und einem feinen Gespür für die Identität der jeweiligen Stadt auf den Weg gebracht haben. Umso wichtiger ist es, dass wir Egon Hartmann nun wieder ins Gedächtnis der Mainzerinnen und Mainzer rufen. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an den Deutschen Werkbund, insbesondere an Prof. Emil Hädler und Dr. Ing. Rainer Metzendorf, für die hervorragende Zusammenarbeit“.

Der Architekt und Städteplaner Hartmann geriet lange in Vergessenheit, obwohl er in ganz Deutschland, im Osten und Westen, Spuren hinterließ. In der Ausstellung veranschaulichen Pläne, Fotos und Dokumente, welchen Anteil Hartmann am Wiederaufbau vom in weiten Teilen zerstörten Mainz hatte. Hartmann kam 1954 zusammen mit seiner Familie nach Mainz und wurde Mitarbeiter im Baudezernat der Stadt. Er geriet in den langen schwelenden Streit um den Wiederaufbau der Stadt. Favorisiert wurde die Leitidee einer autogerechten Stadt.

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Heutigest Stadtbild geht auf Hartmann zurück

Hartmann hingegen schlug einen „gemäßigten“ Wiederaufbau vor. Er plädierte für eine eher beruhigte Verkehrsführung unter Beibehaltung der alten Innenstadtstrukturen sowie des bestehenden Straßensystems. Zugleich arbeitete er an Einzelprojekten wie der Ludwigsstraße, der Großen Bleiche, dem Regierungsviertel um den Schlossplatz und der Siedlung Hartenberg. Unter Baudezernent Hans Jakobi, der sich vehement für die autogerechte Stadt einsetzte und sich somit gegen die Pläne von Egon Hartmann stellte, verschärfte sich der Konflikt in der Bauverwaltung um den Wiederaufbau der Stadt. Hartmann, der zeitweise von dem Projekt abgezogen wurde, beteiligte sich 1958 am Wettbewerb „Hauptstadt Berlin“ (West) und gewann den zweiten Platz – und landete damit noch vor einer Architekturgröße wie Le Corbusier.

Nach längeren Auseinandersetzungen innerhalb der Bauverwaltung wurde 1958 der renommierte Stadtplaner Ernst May zum Planungsbeauftragten der Stadt Mainz bestellt. Er übernahm alle Ideen Hartmanns für die Innenstadt. Mays Pläne wurden 1958/59 vom Stadtrat beschlossen und bildeten die Grundlage für den weiteren Aufbau von Mainz. „Zentrale Aspekte des heutigen Stadtbilds gehen auf die Ideen Egon Hartmanns zurück.

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Ausstellung skizziert den Wiederaufbau von Mainz

In der Ausstellung zeichnen wir die Historie der Baumaßnahmen aus dieser Zeit nach und liefern zugleich neue Einblicke in die städtebauliche Geschichte von Mainz“, erläuterte Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz. „Mainz war für Egon Hartmann ein besonderes Projekt, für das er sich sehr eingesetzt hat. Schließlich hat er auch über die städtebauliche Entwicklung von Mainz promoviert“, sagte Dr. Eduard Sebald, Kustos im Landesmuseum. „Dass er nun im

Landesmuseum die Würdigung erfährt, die sein fachlich herausragendes Werk zweifellos verdient, freut mich ganz besonders“.

Hartmann verließ 1959 Mainz und wechselte nach München. Der in Reichenberg im heutigen Liberec, Tschechien, geborene Hartmann studierte nach dem Zweiten Weltkrieg Architektur in Weimar. Bevor er in den Westen ging, hinterließ der junge Architekt in der DDR seine ersten Spuren. Neben vielen kleineren Projekten entwarf er 1951 das damalige Verwaltungshochhaus der thüringischen Landesregierung, des späteren Bezirks Erfurt. Das erste Hochhaus der DDR ist heute Teil des Thüringischen Landtags. 1952 gewann er den Wettbewerb zur Planung der Stalin-Allee, der heutigen Karl-Marx-Allee im Ostteil Berlins. Dafür erhielt er den Nationalpreis der DDR, die höchste Auszeichnung für einen Künstler.

Die Sonderausstellung im Landesmuseum Mainz skizziert die Geschichte des Wiederaufbaus von Mainz. Im zugehörigen Katalog wird darüber hinaus erstmals das Oeuvre Hartmanns komplett erfasst. Ein Rahmenprogramm mit vier Vorträgen und Sonderführungen ergänzt die Sonderschau, die bis 1. März 2020 zu sehen ist.

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Rheinland-Pfalz | Polizei führt in den kommenden Wochen verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durch

In den ersten acht Monaten des Jahres sind auf den Straßen in Rheinland-Pfalz 112 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das sind sieben mehr als gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Bei über einem Drittel der tödlichen Verkehrsunfälle war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache. Gerade die Herbstzeit bringt aufgrund schlechter Witterungsbedingungen, wie Regen, Laub, Nebel, Dunkelheit und Wildwechsel zusätzliche Gefahren mit sich.

Aus diesem Grund wird die Polizei sich den zentralen Themen der Verkehrssicherheit mit dem Sonderprogramm #gegenHeizerimHerbst wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit stellen. So wird die Polizei Rheinland-Pfalz in der Zeit vom heutigen 28.10.2019 bis zum 10.11.2019 verstärkt an durch den LBM erkannten Verkersunfallschwerpunkten Geschwindigkeitsmessungen durchführen.

Darüber hinaus begleitet die Polizei das Sonderprogramm unter den Hashtags #gegenHeizerimHerbst #rasentötet #visionzero auf den Social-Media-Kanälen der Polizei Rheinland-Pfalz Facebook und Instagram sowie auf den Twitter-Kanälen der Polizeipräsidien.

Diese finden Sie unter: @PP_Rheinpfalz @PolizeiTrier @Polizei_KO @Polizei_KL @PolizeiMainz Die Gesamtergebnisse des landesweiten Sonderprogramms werden am 11.11.2019 per Pressemitteilung veröffentlicht.

 

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Hessens bester Auszubildender 2019 kommt aus Wiesbaden

Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH erhielt eine besondere Anerkennung der Industrie- und Handelskammer Hessen für die Ausbildung des landesbesten Prüfungsabsolventen 2019 im Ausbildungsberuf Veranstaltungskaufmann/-frau.

Der Auszubildende Kai Baumstark hat als Jahrgangsbester Hessens seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, die er vorwiegend im RheinMain CongressCenter (RMCC) absolvierte, abgeschlossen. Kai Baumstark begann seine Ausbildung 2016 während der Neubauphase am Standort „RheinMain CongressCenter“ und hatte die außergewöhnliche Gelegenheit, in seiner Ausbildung ein spannendes Neubauprojekt vom Bau, über die große Eröffnung bis hin zur Inbetriebnahme zu begleiten. Er erreichte unter den 81 Teilnehmern an der Abschlussprüfung den Bestnotendurchschnitt mit 97 von 100 möglichen Punkten.

Seit 1. August 2019 steht der frisch gebackene Landessieger in einer unbefristeten Anstellung bei der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH und arbeitet im Veranstaltungsservice des RMCC. „Hoffentlich habe ich auch Chancen auf den Bundessieg“, verriet Kai Baumstark seine weiteren Ambitionen. Die Auswertung auf Bundesebene läuft derzeit noch. Seine Ausbilderin, Elisabeth Moser, drückt ihm fest die Daumen und meint: „Herr Baumstark hätte es verdient auch Bundesbester zu werden. Das wäre eine großartige Motivation für alle anderen Auszubildenden im Unternehmen.“

„Ich freue mich sehr für Kai Baumstark. Aber auch der Auszubildendenbetrieb hat einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg – das macht uns sehr stolz“, urteilt Bürgermeister Dr. Oliver Franz. „Ein solches Traumergebnis kommt nicht von Ungefähr. Dahinter steckt viel Fleiß und Beharrlichkeit auf beiden Seiten“, ergänzt Thomas-W. Sante, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH und zuständig unter anderem für den Geschäftsbereich Personalwesen.

 

Hundeserie „Der Dicke und der Don“: Ich bin dann mal weg

In dieser Serie kommt das andere Ende der Leine zu Wort: Der Don. Ich bin den Dicken losgeworden. Für eine Woche. Ich mache Urlaub. Auf dem Land. Und ich vermisse den Dicken auch überhaupt nicht. Echt jetzt.

OB-Wahlkampf: Tabea Rößner (Grüne) mit schlechtem Wahlkampf

Mainz. Vor weniger als einem halben Jahr sind die Grünen die stärkste Partei in Mainz geworden. Nun wurde ihre Kandidatin, Tabea Rößner, bei der Wahl zum Oberbürgermeister durchgereicht. Das liegt nur in zweiter Linie daran, dass Habeck- und Greta-Hype verpufft sind. Sondern vor allem an einem schlechten Wahlkampf.

Mannheim | 33-Jährige von ihrem Ex-Freund brutal ermordet

Nachdem am vergangenen Freitagmorgen (25.10.2019) in Limburg eine junge Frau von ihrem Ehemann auf brutalste Weise ermordet wurde (wir berichteten), wurde in der Nacht zum heutigen Sonntag in der Mannheimer Innenstadt ein 33-jährige Frau von ihrem Ex-Freund ums Leben gebracht und eine weitere Frau schwer verletzt.

Die Einsatzkräfte wurden in der Nacht in die Mannheimer Innenstadt alarmiert, nachdem es dort zu Streitigkeiten zwischen einem Mann und seiner Ex-Freundin gekommen ist. An der Einsatzstelle fanden die Beamten die 33-Jährige leblos im Hausflur. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte das Leben der 33-Jährigen nicht mehr gerettet werden. Eine weitere Frau wurde mit Stichverletzungen schwer verletzt in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben sei ihr Zustand stabil.

Die 33-Jährige ist mutmaßliche Einwirkung durch scharfe Gegenstände und dumpfer Gewalt ums Leben gekommen.

Der Tatverdächtige konnte durch Fahndungskräfte der Polizei lokalisiert und am frühen Sonntagmorgen durch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) festgenommen werden. Er soll dem Haftrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt werden, der über die Frage der Untersuchungshaft zu entscheiden hat.

Aufgrund der Gesamtumstände gehen die Ermittler derzeit von einem Tötungsdelikt sowie einem versuchten Tötungsdelikt aus. Als dringend tatverdächtig gilt der Ex-Freund der Verstorbenen. Nach ersten Erkenntnissen war ein Streitgeschehen im Hausflur des Anwesens vorausgegangen.

Die Spurensicherung wurde noch in der Nacht durch die Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und das Institut für Rechtsmedizin durchgeführt.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und dem Tatablauf der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Kriminalkommissariats Mannheim dauern an.

Verleihung des Kulturpreises der VG Wörrstadt 2019

Den Jurymitgliedern sei die Entscheidung über die drei diesjährigen Preisträger wahrlich nicht leichtgefallen, erläuterte Bürgermeister Markus Conrad am vergangenen Sonntag der Gästeschar bei der diesjährigen Verleihung zum Kulturpreis der Verbandsgemeinde Wörrstadt.

Nach längerer, aber letztendlich doch eindeutiger Wertung, vergab die Jury den ersten Preis an den „Freundeskreis der Wörrstädter Kirchenmusiken“, der sich über die Kulturpreis-Skulptur sowie 1.000 Euro freuen durfte. Den mit 600 Euro dotierten 2. Preis erhielten die „R(h)einkehlchen und Jungkehlchen der Sängervereinigung Saulheim“, der mit 400 Euro dotierte 3. Preis wurde an Krimiautorin Angelika Angermeier aus Saulheim verliehen, die auch Krimiwanderungen vor Ort durchführt.

Große Bandbreite an Bewerbungen

„Mit dem Kulturpreis 2019“, so Conrad, „fördert die Verbandsgemeinde Wörrstadt Kulturschaffende und Kulturanbieter, die innerhalb der VG Wörrstadt leben bzw. wirken und mit ihrem Werk bzw. Projekt einen herausragenden Beitrag auf kulturellem Gebiet geleistet haben. Diese Leistung soll im Vorjahr der Preisvergabe erbracht worden sein, eine überregionale Bedeutung ist wünschenswert. Wir verleihen den Kulturpreis für Leistungen in den Sparten Gesang, Heimat-/Kulturpflege, Kunst, Literatur, Musik oder Theater.“

Bürgermeister Conrad freute sich über die Bandbreite der diesjährigen Bewerbungen, die allesamt einen Preis verdient hätten. „Wir wollen heute alle Bewerber würdigen und ihnen Dank sagen, denn Sie alle tragen zum hohen Niveau der Kultur in der Verbandsgemeinde Wörrstadt bei.“ Mit ihren Aktivitäten kurz vorgestellt wurden: die Männerknetgruppe Wallertheim, der MGV Sängerlust 1885 Sulzheim, die Theatergruppe des Gau Weinheimer Bürgertreffs, der Saulheimer Jägerchor, „Die Polaritäten“ – ein Künstlerinnenkollektiv aus Schornsheim, die Sulzheimer Rocknacht sowie das Akkordeonorchester ProAKKORDeon aus Wörrstadt.

Higlight 2018: Musical „der kleine Tag“

Dann ging es „ans Eingemachte“, an die Vorstellung der Preisträger. Den Anfang machte Jurorin Cornelia Schermer mit der 3. Preisträgerin, Krimiautorin Angelika Angermeier aus Saulheim. Schermer schilderte die schaurige Schöne und spannende Atmosphäre der Krimiwanderungen, die Frau Angermeier vor Ort durchführt. „Sie machen damit Literatur erlebbar und schaffen mit ihren ‚mörderischen‘ Kurzgeschichten einen Raum für Aktivität und Begegnungen. Das gelingt Ihnen ganz hervorragend“, lobt die Laudatorin.

Das Musical „Der kleine Tag“ war das Aufführungs-Highlight 2018 für die „R(h)einkehlchen und Jungkehlchen der Sängervereinigung Saulheim“, die zusammen mit ihrer Leiterin Karolin Grefig 2. Preisträger wurden. Jurymitglied Kathrin Saaler beschrieb den Werdegang der Chöre, in denen aktuell 65 Sängerinnen und Sänger im Alter von 7 bis 19 Jahren voller Begeisterung singen und im Musical auch ihre tänzerischen und schauspielerischen Qualitäten zeigen konnten. „Eine solche Kinder- und Jugendarbeit, wie sie hier gezeigt wird, ist heute nicht mehr selbstverständlich“, fasste Saaler zusammen, „dafür braucht es schon viel Herzblut, Motivation und Spaß an der Sache. Besonders hervorzuheben ist, dass neben dem hohen musikalischen Anspruch auch ein wichtiges Augenmerk auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen gelegt wird.“

„Für seine engagierte Pflege geistlicher wie auch weltlicher Musik in Gottesdiensten und Konzerten, die überregionale Beachtung erfahren, wird der Freundeskreis der Wörrstädter Kirchenmusiken mit dem 1. Preis des diesjährigen Kulturpreises der VG Wörrstadt ausgezeichnet“, hob Jurymitglied und Laudator Dr. Christian Ridil hervor. Er skizzierte den Werdegang des Vereins, der 1982 zur ideellen und finanziellen Unterstützung der kirchenmusikalischen Arbeit an der Ev. Laurentiuskirche gegründet wurde. Seitdem zeichnet sich der Freundeskreis durch die Förderung besonderer, festlicher Chor- und Kammerkonzerte außerhalb der Gottesdienste, u.a. bei den Wörrstädter Bachwochen, aus. Im Jahr 2018 war die Aufführung der Messe in D, op 86 von Antonín Dvorák unter der Leitung des neuen Kantors Peter Meyer ein Konzerthöhepunkt im Jahresprogramm.

Ab 2020 zusätzlich – „Preis für das Lebenswerk“

Zusammen mit den Weinmajestäten Laura I. und Selina I. überreichte Bürgermeister Conrad den Preisträgern die Kulturpreisskulptur, die Urkunden und Preisschecks.

Zuvor hatte er noch darauf hingewiesen, dass ab 2020 zusätzlich der „Preis für das Lebenswerk“ vergeben werde, der ebenfalls mit einer Skulptur und einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro versehen ist. Sponsor hierfür, wie bereits für den jetzigen 1. Preisträger, ist der Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt (AÖR). Conrad: „Mit diesem zusätzlichen Preis wollen wir langjähriges, kontinuierliches Engagement auf hohem Niveau im künstlerischen Bereich auszeichnen und würdigen. Dies können wir mit dem Kulturpreis in der jetzigen Form noch nicht.“

Sabrina Hummel und Christine Freund vom Duo flutiano Rheinhessen sorgten für die passende musikalische Umrahmung der Preisverleihung, die mit einem angeregten Gedankenaustausch aller Kulturfreunde ausklang.

Programm für Saarlouiser Neujahrskonzert steht

Saarlouis. Der Stadtverband der kulturellen Vereine hat das Programm für die Neujahrs-Gala im Theater am Ring vorgestellt. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 4. November.

Land will Arbeitslose zu Erziehern umschulen

Saarbrücken. Bei den Erziehern gibt es wie in vielen Branchen einen Fachkräftemangel. Das Land will dem nun beikommen, indem es an den staatlichen Berufsbildungszentren Arbeitslose umschult – allerdings gibt es Auflagen.

CDU und SPD wollen Werbung für Prostitution verbieten

Saarbrücken. „Wellnessoase“… „Massagesalon“… Mit solch wohlklingenden Begriffen werben vor allem in Saarbrücken Bordelle für ihr Angebot. Sie nutzen dabei Fahrzeuge – Taxis oder mobile Plakatwände. Auch in der Nähe von Schulen oder Kindertagesstätten preisen sie die Prostitution an – das wollen CDU und SPD im Saarland nun künftig unterbinden.