BYC-News Blog Seite 1479

Mainz | Fabelhaftes KCK- Ordensfest mit Charme und Niveau der 20er

„Das Defilee is jedes Jahr von Neiem schee. Dazu in fastnachtlicher Kürze wie‘s zum Lache, das mit Würze. Zum Finale darf nit fehle, ein Goldstück, tu es nit verhehle. De Orden ja, für Mann und Fraa. Motto gemäß, wie jedes Jahr. Ab geht’s wie vor hundert Jahr. Die 20er bim KCK.“

Der eloquente Moderator Bardo Frosch konnte in launiger Versform, nach dem Sekt- Empfang, beim traditionellen KCK- Ordensfest im Mainzer Hotel Atrium am 12. Januar ankündigen:

Mit Stolz wurde darauf hingewiesen: „Die KCK- Sitzungen sind restlos ausgebucht!“

Herzliche Willkommensgrüße übermittelte mit Esprit KCK- Präsident Prof. Dr. Dirk Loomans an die zahlreich erschienene Gästeschar. An der Spitze Ehrenpräsident Jürgen Müller, die Ehrenmitglieder Rolf Dreger, Hansi Greb. Aus der Politik, der Mainzer OB Michel Ebling und Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.

Zum nachhaltigen KCK- Kampagne- Motto erinnerte auch der Club- Präsident an die leidige Nachkriegszeit. „Die Fastnacht war und bleibt das pulsierende Lebenselixier für viele Menschen. Dieser Stellenwert ist auch für die neuen Jahrzehnte ein Garant für Lebensfreude“, war der resümierende Tenor. OB Michael Ebling zeichnete mit dem „Mainzer Stadtorden“ Präsident Loomans und Präsidiumsmitglied Elena Urban aus.

In den „Großen Rat“ wurden vom Präsidium mit Insignien und Urkunde berufen: Dr. Peter Wadle, Manuel Weyer, „Komitee“: Sören Weber, Christhof Scholz.

Neben einem erstklassigen 3- Gänge-  Gourmet- Menü mit erlesenen Weinen, brannte auch der Club ein famoses „Feuerwerk“ mit top Künstlern ab. Eine tolle Programmfolge, die Standing- Ovations bei den begeisterten Gästen auslöste.

Mainz | fabelhaftes kck- ordensfest mit charme und niveau der 20er
Der KCK-Orden für die Kampagne 2020 | Foto: KCK

Charmant, ironisch und in Wort und Gesang auf hohem Niveau führte Dennis Wittberg- Frack, Fliege und Pomade im Haar- mit Kerstin und Bettina Becht in glamourösen Kostümen (Geige und Piano) durch die Musik der 20er und 30er Jahre, vom Berlin der Goldenen Twenties und seinen Tanzpalästen und Varietés. Herrlich waren die vorgetragenen Schlager und Couplets, mit Kompositionen von Otto Reuter, Friedrich Holländer, Rudolf Nelson und Fritz Rotter. Dazu zählten u.a.: „Es geht de Dolly gut, die sitzt in Hollywood“ (1927). Du hast Glück bei den Frauen, (1928) Bel ami. Der Tango aus 1937: „Unter den Pinien von Argentinien“. Aus den 30er Jahren folgten: „Süße Erika“- Ich seh den Sternenhimmel“, sowie „mein kleiner grüner Kaktus“. Riesen Applaus vom Auditorium.

Ein weiterer Knüller war der umjubelte Auftritt von Fred van Halen, einer der besten Bauchredner Deutschlands. Auftritt mit Aky, dem Super- Vogel, war ein Highlight! Akys Freund zu sein, heißt aber nicht, von seinen derben Scherzen verschont zu bleiben. Diese zwerchfellerschütternden Zwiegespräche waren skurril und liebenswert.

Der krönende Höhepunkt war der neue Club- Kampagneorden für Damen und Herren, der auch beim jüngsten KCK- Mitglied Henry Marchlewitz mit seinen 4 Monaten! – natürlich im orig. Mini- Komitee- Outfit, großen Anklang fand.

Perfekt zuständig waren für Gesamt- Organisation: Präsidiumsmitglied Andreas Mayer – Programm: Vizepräsident Werner Böttner.

Quelle: KCK / Herbert Fostel

 

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L425 Dolgesheim | 81-Jähriger fährt auf Traktorgespann auf

Die Unaufmerksamkeit eines 81-jährigen Dolgesheimer war Ursache für einen Verkehrsunfall am Dienstagmorgen (14.01.2020) auf der L425 bei Dolgesheim.

Ein 68-jähriger Landwirt aus Weinolsheim war gegen 08:00 Uhr mit seinem Gespann von Dolgesheim kommend auf der L425 Richtung Hillesheim unterwegs.

Wie der Landwirt, war auch der 81-jährige Dolgesheimer in selber Richtung unterwegs. Als dieser über eine leichte Kuppe fuhr, bemerkte er das Gespann zu spät und fuhr auf dieses auf. Durch die wesentlich höhere Geschwindigkeit und dem damit verbundenen Aufprall auf die Rolle, drückte diese den Traktor so um, dass er auf die Seite umkippte.

Beide Fahrer erleiden glücklicherweise nur leichte Verletzungen, wurden aber vorsorglich in einem Krankenhaus untersucht. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden von schätzungsweise 13.000, – Euro. Beide Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit waren, mussten sie abgeschleppt werden.

Von 08:00 – 10:00 Uhr ist die Fahrbahn voll gesperrt und dann noch bis 11:30 Uhr nur einseitig. Ab dann war die Fahrbahn wieder frei.

Es werden Zeugen gesucht, die im Vorfeld dem Traktorgespann entgegengekommen sind oder dieses vor dem Unfall bereits überholt haben. Zeugen melden sich bitte bei der Polizei in Oppenheim

 

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Jeder fünfte saarländische Schüler leidet an psychischer Krankheit

Saarbrücken. „Unbeschwerte Kindheit“. Ein Begriff, der aus der Vergangenheit winkt. Jeder Fünfte zwischen 10 und 17 Jahren leidet an einer psychischen Erkrankung, hat die DAK-Gesundheit mitgeteilt. Bei 1,7 Prozent wird eine Depression diagnostiziert.

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Mainz / Worms | Polizeikontrollen gegen Einbrecher – Mittelfinger mit Folgen

Überregional aktive Täter standen Montagnachmittag bei zwei mehrstündigen Kontrollen im Fokus von Autobahnfahndern der Verkehrsdirektion Wörrstadt auf Zubringern in Mainz und Worms.

Hierbei kontrollierte die Polizei insgesamt 46 Fahrzeuge und 111 Personen. Zwar gingen bei der Überprüfung keine Einbrecher ins Netz, dafür aber drei Autofahrer ohne Führerschein, einer unter Drogeneinfluss und drei Autoposer mit unzulässig umgebauten Fahrzeugen.

Gar nicht gut bekam einem vorbeifahrenden Autofahrer die eindeutige Geste mit dem ausgetreckten Mittelfinger. Eine Anzeige wegen Beleidigung war die Quittung für sein Verhalten.

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Alzey | BARMER nun in neuen Räumlichkeiten

Sei 67 Jahren ist die BARMER in Alzey präsent, jetzt ist der langersehnte Umzug in die neue Geschäftsstelle in die Weinrufstraße, direkt neben dem Postlager abgeschlossen.

„Die Investition in eine neue Geschäftsstelle ist ein Bekenntnis zum Standort Alzey. Für unser dichtes Geschäftsstellennetz in Rheinhessen und Rheinland-Pfalz ist Alzey eine wichtige Säule“, so Matthias Rasch, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Alzey.

Die neue barrierefreie Geschäftsstelle, die nicht nur verkehrsgünstig liegt ist mit 300 Quadratmetern deutlich größer als der alte Standort in der Bleichstraße, der nur über 120 Quadratmeter Fläche verfügte.

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Modernes Raumkonzept

„Durch die neuen Räume können wir ein modernes Raumkonzept verwirklichen, das unsere Ansprüche in Sachen Diskretion und Datenschutz noch stärker berücksichtigt, als dies am alten Standort möglich war“, so Rasch.

So gibt es am Eingang der neuen hellen und kundenfreundlichen Geschäftsstelle einen Steharbeitsplatz für kleiner Anliegen der Versicherten. Zwei Beratungsboxen mit Sitzecken, PC-Bildschirmen und Trennwänden als Sichtschutz bieten Platz für längere Kundengespräche. Zusätzlich vorhanden ist ein schalldichter Beratungsraum. Ein weiterer großer Vorteil der neuen Geschäftsstelle ist nicht nur die Nähe zum Bahnhof, vielmehr können sich die Kunden auf bessere Parkmöglichkeiten direkt vor der Geschäftsstelle freuen.

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Treue zu Alzey

Auch Alzeys Bürgermeister Christoph Burkhard freute sich, dass Die BARMER an der neuen Örtlichkeit der Stadt die Treue hält. „Der weitgefasste Bereich des Gesundheitswesens ist ein sehr bedeutender Wirtschaftsfaktor für Alzey. Ein maßgeblicher Teil aller 11.000 sozialversicherungspflichtig vor Ort Beschäftigten, sind in diesem Dienstleistungssegment tätig. So ist unser größter Arbeitgeber beispielsweise das Landeskrankenhaus mit etwa 1.200 Beschäftigten“.

„Als gesetzliche Krankenkasse sind wir unter anderem Ansprechpartner für Arbeitnehmer, Selbstständige, Arbeitgeber und Berufsstarter bei Fragen zur Sozialversicherung. Auf Wunsch besuchen wir Versicherte gerne auch zuhause“, so Hauptgeschäftsführerin Heike Knapp. Die mobile Beratung sei nicht nur eine Option für ältere Menschen und entlegene Ortschaften, sondern auch bei schweren Krankheiten oder nach Unfällen.

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Kundenfreundliche Erreichbarkeit

Auch per Telefon, Internet oder via Handy-App ist die Geschäftsstelle erreichbar. Vor Ort sind die Kundenberater nun montags von 09:00 bis 18:30 Uhr und freitags von 09:00 bis 16:00 Uhr präsent.

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Klein-Winternheim | Zwei Mädchen von PKW erfasst

Bei einem Verkehrsunfall am heutigen Donnerstagmorgen wurden in Klein-Winternheim zwei Schulkinder von einem PKW erfasst und mussten verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Gegen 07:38 Uhr befuhr eine 83-Jährige PKW-Fahrerin mit ihrem Fahrzeug die Bahnhofstrasse in Richtung Ober-Olm. In Höhe der Kreuzung „Am Weiersborn“ übersieht die 83-Jährige zwei Mädchen (10 und 11 Jahre), die zu dem Zeitpunkt die Fahrbahn überquerten. Bei einem Verkehrsunfall am Donnerstagmorgen gegen 07:38 Uhr, sind in Klein-Winternheim zwei Schulkinder verletzt worden.

Beide Kinder werden bei dem Unfall verletzt und müssen vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in eine Mainzer Klinik eingeliefert werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich glücklicher Weise um keine schweren Verletzungen.

Die Bahnhofstraße musste für die Dauer der Unfallaufnahme teilweise voll gesperrt werden.

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Mainz | MCV-Zug-Ente macht Jungfernfahrt als Stresstest für Rosenmontag

Sie ist der heimliche Star des Rosenmontagszugs und feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum: die MCV-Zug-En(d)te. Seit einigen Jahren sind ihre Einsätze am Rosenmontag allerdings immer wieder ins Stocken geraten und das trotz ehrenamtlicher Generalüberholung des eingebauten Käfermotors.

So entstand im vergangenen Jahr beim Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V (MCV) die Idee, den knallgelben Sympathieträger der Mainzer Straßenfastnacht einen neuen Antrieb zu verpassen. Und weil auch bei der Meenzer Fastnacht das Thema Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus rückt, soll die MCV-Zug-En(d)te künftig rein elektrisch fahren.

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Runderneuerung durch Spenden

Für die Runderneuerung bedurfte es einer finanziellen Kraftanstrengung. 5000 Euro brachte allein ein Benefiz-Minigolfturnier ein, dass der MCV unter dem Motto „Rettet die MCV-Zug-Ente“ am 10. August 2019 auf dem Gelände des 1. Mainzer Minigolf-Clubs im Hartenbergpark veranstaltet hatte.

Inzwischen haben viele Sponsoren – maßgeblich auch die Mainzer Volksbank (MVB) – und viele hilfreiche Hände der MCV-Zug-En(d)te ein neues Herz geschenkt: In Form eines Elektromotors.

Mit einem Asynchron-Motor mit 20kW Dauerleistung und einer 6 kWh Lithium Batterie (ohne Kobold) fährt nun unsere Ente emissionsfrei und kann künftig am Rosenmontag wieder die ganze Strecke mitfahren. Damit dies auch alles funktioniert, wird die Ente ihrem ersten Stresstest am kommenden Samstag, 18. Januar 2020 ausgesetzt.

Testfahrt zum Flugplatz

Auf dem Flughafengelände in Finthen wird die Ente „das Fliegen“ lernen. Hier soll getestet werden, ob sie den hohen Anforderungen des Rosenmontagzuges gewachsen ist und über mehrere Stunden durchhält.

Dazu starten wir am Samstag um 9:00Uhr ab der MCV-Wagenhalle in der Industriestraße 48 in Mainz-Mombach. Über Gonsenheim und Finthen wird die Ente mit eigener Kraft den Flughafen ansteuern. Den Konvoi wird der Plakettenwagen des MCV anführen und so der Zugente den Weg weisen.

Die Ankunft am Flughafen Finthen (Layenhof) wird etwa gegen 9.45 Uhr / 10.00 Uhr erfolgen. Bei dieser Veranstaltung werden Mitglieder des MCV-Vorstandes sowie der MVB – als Sponsor – dabei sein.

Hintergrundinfo:

Viele Jahre lang war ein Schwellkopp in Entenform der klassische Zug-Schluss und signalisierte allen Narren, wo der Rosenmontagszug zu Ende ist. Irgendwann war der Schwellkopp allerdings so schwer beschädigt, dass ein Ersatz hermusste.

MCV-Wagenbauer Dieter Wenger hatte schließlich 1990 die zündende Idee als er einen alten VW-Käfer geschenkt bekam – er verwandelte den Käfer kurzerhand in die MCV Zug-En(d)te. Vom ersten Tag an war die Käfer-Ente der heimliche Star des Mainzer Rosenmontagszugs.

In dieser Kampagne feiert die MCV-Zug-En(d)te also 30-jähriges Jubiläum. Auch heute noch muss die Zug-En(d)te beim Rosenmontagszug immer mal wieder stehenbleiben, weil Besucher sich mit ihr zusammen fotografieren lassen wollen.

Vor einigen Jahren wurde die Zug-En(d)te sogar aus dem Rosenmontagszug „entführt“. Ein paar Spaßvögel lotsten den Entenfahrer in eine Seitengasse. Der hatte ob der vielen Menschen einfach nichts mehr gesehen und fuhr der Fastnachts-Truppe hinterher. Die rannten schließlich lachend davon und die Zug-En(d)te konnte nur mit tatkräftiger Hilfe ihren Weg wieder zurückfinden. Seither wird sie steht’s von eigenen Entenhütern begleitet.

 

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Klein-Winternheim | Gewinnversprechen durch ein Inkassounternehmen

Vergangenen Freitag (10.01.2020) wurde ein 75-Jähriger aus dem rheinhessischen Klein-Winternheim von einer angeblichen Mitarbeiterin eines Inkassodienstes angerufen. Diese gibt an, dass er an einem Preisausschreiben teilgenommen habe. Bevor er nun seinen Gewinn erhalte, solle er einen mittleren, zweistelligen Betrag überweisen. Der 75-Jährige verneint die Teilnahme an einem Gewinnspiel und beendet das Gespräch.

Vier Tage später, am Dienstag (14.01.2020) meldet sich das angebliche Inkassounternehmen erneut. Diesmal nimmt die 75-jährige Ehefrau den Anruf entgegen. Auch hier wird ihr von der Anruferin gesagt, dass sie in einem Preisausschreiben gewonnen hätte. Sie entgegnet, dass sie das zunächst rechtsanwaltlich klären will. Danach legt die Anruferin auf.

Hinweis: „Sie haben gewonnen!“ Wer freut sich nicht, das zu hören. Wer aber eine solche Nachricht bekommt, per Telefon, E-Mail oder Post, sollte vorsichtig sein. Denn dabei handelt es sich nicht selten um eine hinterhältige Betrugsmasche mit einem falschen Gewinnversprechen.

Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden. Die Methode ist immer die gleiche:

Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, zum Beispiel „Gebühren“ zu bezahlen, eine kostenpflichtige Hotline zu wählen oder an Veranstaltungen teilzunehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird.

 

Mainz | Hintergründe zur längsten Traktorenkette durch Rheinhessen

„Wer mit dem Rücken zur Wand steht kann nur nach vorne“, unter diesem Motto hat „Land schafft Verbindung“ (LsV), eine bundesweite Organisation aus Landwirten, erneut zu einer Demonstration aufgerufen.

Bundesweit werden am Freitag, 17. Januar 2020 Ackerbauern, Gemüsebauern, Obstbauern, Winzer und Viehzüchter auf die Straße gehen. Mit dieser Aktion möchte die Landwirtschaft auf ihre missliche Lage aufmerksam machen. Die Hauptdemonstration findet in Berlin statt. Am folgenden Tag trifft sich in Berlin nämlich der Agrar-Ausschuss des Bundesrates. Zudem steht die LsV-Demonstration als Gegenbewegung zur „Wir haben es satt!“-Demonstration, die ebenfalls am Folgetag stattfindet. LsV differenziert sich damit von der Bewegung „Wir haben es satt!“, denn deren Ansichten seien weit abseits von der Meinung der Bauern.

Traktorenkette durch Rheinhessen

In Rheinland-Pfalz sieht LsV ebenfalls eine Aktion vor. Geplant ist, die „längste Traktorenkette der Welt“ zu bilden. Angefangen in der Landeshauptstadt Mainz. Dort wird es gegen 16 Uhr ein Gespräch mit dem ZDF sowie eine öffentliche „Pressekonferenz auf dem Acker“ (Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben) geben. Medienvertreter haben einen unbestritten großen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und agrarische Zusammenhänge. LsV sieht hier Verbesserungsmöglichkeiten und fordert eine faire Berichterstattung mit angemessener Recherche und Gegenrecherche.

Die Traktorenkette wird dann von Mainz über Wörrstadt nach Alzey und von dort aus Richtung Bockenheim (Pfalz) in beide Richtungen unterwegs sein. Zusätzliche Aktionen wie Mahnfeuer sind an verschiedenen Stationen in Planung. Gerne können Interessierte dort vorbeikommen, um sich mit den Landwirten vor Ort auszutauschen.

Ziele der Demonstration

Mit ihrer Demonstration kritisiert LsV, dass die Düngeverordnung nach nur zwei Jahren noch einmal verschärft werden soll. Bereits 2017 wurde eine neue Düngeverordnung erlassen, was nun daraufgesetzt werden soll ist weder faktenbasiert noch wissenschaftlich fundiert. Sie würde dem Boden an vielen Stellen mehr Schaden zufügen als Gutes tun, das Nitratproblem nicht lösen, aber den Anbau vieler Kulturen in Deutschland unmöglich machen. Dies würde zudem viele landwirtschaftliche Betriebe in Existenznöte bringen.

Grund für die erneute Verschärfung nach nur zwei Jahren ist, dass der EU veraltete und nicht repräsentative Nitratwertmessungen vorliegen. Deshalb kritisiert LsV ebenfalls den Aufbau der Nitratmessstellen, denn aufgrund fehlerhafter, nicht transparenter Werte Auflagen zu erlegen, welche die Landwirtschaft in Deutschland so enorm schwächen, habe nichts mit guter fachlicher Praxis zu tun. Deshalb ist die Traktoren-Strecke in Rheinhessen am 17. Januar auch nicht zufällig gewählt. Sie führt vorbei an verschiedenen Schutzgebieten. Diese Gebiete und ihre Bewirtschafter wären besonders hart von den neuen Düngeverordnung betroffen.

Billige Lebensmittel haben ihren Preis

Nicht nur die Düngeverordnung bringt die deutschen Landwirte in Aufruhr. Es geht auch darum, dass Lebensmittel nichts mehr wert sind. „Wer billig kauft, verkauft die Natur und die Landwirtschaft“, gibt LsV zu bedenken. Gesunde Lebensmittel, die unter höchsten Produktionsstandards und naturverträglich produziert werden, haben ihren Preis. Und das muss jeder Verbraucher lernen und vor allem: an der Ladenkasse umsetzten. Dazu rufen die Landwirte auf und fordern zudem ein Verbot von Werbung für billiges Fleisch, Obst, Gemüse und Milch sowie einheitliche Standards in der Lebensmittelproduktion in Europa. “Ein Europa – ein Standard“ fordert LsV. Genauso sehen sie das Mercosur-Abkommen, das den Import billiger Lebensmittel mit niedrigeren Produktionsstandards fördert als einen Angriff auf die deutsche Landwirtschaft.

Mit diesen und noch mehr Sorgen im Gepäck, machen sich Landwirte am Freitag auf den Weg. Die Landwirtschaft braucht eine faktenbasierte Sachpolitik, in der nicht ideologische Überzeugungen von NGOs zu politischen Entscheidungen führen. Deshalb stellen sie sich gegen eine solche Politik und gehen auf die Straße.

Bekifft am Steuer

Losheim und Weiskirchen. Die Polizei hat am Dienstag mehrere Fahrer überführt, die unter Drogeneinfluss unterwegs waren. Grund für die Kontrollen seien die rasant wachsenden Zahlen, wenn es um Unfälle unter Drogeneinfluss geht.

450,10 Euro für Tumor- und Leukämiekranke Kinder in Mainz

An zwei Tagen in der Vorweihnachtszeit bot der „BoostyourCity-Weihnachtsengel“ den Kunden von Conrad Electronic an, die in der Mainzer Filiale gekauften Geschenke gegen eine kleine Spende festlich für den Gabentisch einzupacken.

Am Montag (13.01.2020) konnten die Inhaberin von BoostyourCity, Katja Dachs und Conrad Electronic Filialleiter Ralf Kohn nun stolze 450,10 Euro an Andrea Grimme vom Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz übergeben.

Ein großes Dankeschön ging an die Mitarbeiter der Mainzer Conrad-Filiale, die auch nach den beiden „Einpack-Aktionen“ es immer wieder verstanden, die Kunden an der Kasse zu motivieren, die Spendendose weiter zu füllen.

Worms | Nach LKW-Diebstahl in die Radarfalle geraten

Bereits im Zeitraum vom 04.10.2019 bis 05.10.2019, wurde in der Floßhafenstraße in Worms eine Zugmaschine LKW DAF, Typ H4EN3 / XF 530 FT mit dem amtlichen Kennzeichen AZ UJ 112 entwendet.

Das hochpreisige Fahrzeug geriet am 05.10.2019 in eine „Radarfalle“ in der Gernsheimer-Straße in Groß-Gerau. Hierbei fotografierte die „Radaranlage“ eine männliche Person als Fahrer. Bei dem Mann dürfte es sich um den mutmaßlichen Täter handeln.

Die Kriminalpolizei Worms bittet um Hinweise auf die Identität des „Fahrzeugführers“ unter der Rufnummer 06241-852-0

 

Bad Kreuznach | Endgültige Messergebnisse der Kita Pappelweg stehen noch aus

Die Stadt und die Gewobau lassen den Wasserschaden in der Kita Pappelweg weiterhin untersuchen; in allen Räumen wurden Bodenproben entnommen. Ergebnisse liegen bisher noch nicht vor. „Der von Haft- und Gebäudeversicherung gemeinsam bestellte Gutachter lässt derzeit Proben vornehmen, um weiteren Schimmelbefall in der Kita auszuschließen“, fasst Gewobau-Architekt Jens Zimmermann die Lage zusammen.

In allen Räumen und dem Flur des Kleinkindbereichs wurden ein Feuchtekataster angelegt und bereits Proben des kompletten Bodenaufbaus gezogen. Inzwischen wurden im kompletten Bereich der Estrich und die Dämmung rausgerissen. Nur die Proben im Technikraum und in einem Gruppenraum waren unauffällig.

Auffällige Messwerte am Übergang

Am Übergang zur Halle/Piazza waren die Messwerte auffällig, so dass über die Halle verteilt weitere Bodenproben genommen wurden. Ziel der Beprobung war es, eine Aussage über die Nutzungsmöglichkeit der Kitaräume währen der Sanierung zu erhalten. Die Gewobau habe zudem veranlasst, dass die rechte Seite der Piazza ebenfalls vorsorglich untersucht wird.

Die Gewobau hat bereits Türzargen der betreffenden Räume sowie Toiletten und Sanitäranlagen im Westflügel ausgebaut. Alle verbauten Gegenstände wurden gereinigt und eingelagert und sollen nach erfolgter Sanierung möglichst wieder eingebaut werden. Einige Fenster wurden durch Bautüren ersetzt. Die Feuerwehrmelder bzw. Rauchmeldeanlagen in den betroffenen Fluren und Räumen wurden ausprogrammiert.

Elterninfoabend am 22. Januar

Die eigentliche Sanierung betrifft den Boden und die Innenwände. Der Bodenbelag wurde in den von Schimmel befallenen Bereichen herausgerissen, Wände über einen halben Meter des Befalls bereits abgebaut. Die Beplankung wird ersetzt. Auch die Fußbodenheizung wird für die Sanierungsarbeiten ausgebaut. Nach Desinfektion, Trocknung und Sichtprüfung durch den Baubiologen wird der Westflügel der Kita wieder in seinen Ursprungszustand versetzt.

„Wir wollen den Kindern möglichst zügig eine Rückkehr in ihr gewohntes Umfeld ermöglichen“

sagt auch Gewobau-Geschäftsführer Karl-Heinz Seeger. Architekt Jens Zimmermann rechnet damit, dass die Sanierungsarbeiten etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen werden. Zur aktuellen Schadenshöhe lasse sich noch nichts sagen.

Das Stadtjugendamt hatte wegen der zu erwartenden Beeinträchtigungen wegen der Sanierungsarbeiten entschieden, die Einrichtung nach den Weihnachtsferien nicht wie geplant am 3. Januar, sondern erst wieder am Montag, 13. Januar, zu öffnen. Am 22. Januar sollen Eltern umfassend über die zu erwartende Sanierungsphase informiert werden. Dann steht voraussichtlich auch fest, wie viele Container zur Unterbringung der Kinder benötigt werden.

Hintergrund

Der Wasserschaden war aufgetreten, weil ein Duschsiphon unterhalb des Bodens nicht fest im Abwasserrohr steckte. Da die Dusche nur sporadisch zur Vorbeugung von Legionellen-Befall genutzt wurde, konnte sich das Wasser unbemerkt über ein Jahr unterhalb der Estrichplatte verteilen. Nachdem die Feuchtigkeit durch die Sockelleiste drang und somit der Schaden sichtbar, wurde vorsorglich der Kleinkinderbereich bis auf Weiteres geschlossen und mit einem Folienschott abgeriegelt. Die Kinder wurden auf verbliebene Räume verteilt.

Im Sommer 2018 wurde der L-förmige Kindergartenneubau im Pappelweg von Kindern aus dem Stadtgebiet West bezogen. Der Zwillingsbau zur Kita Dürer Straße besteht aus zwei Flügeln, jeweils mit Gruppenräumen, Schlafräumen, Bädern und mehreren Gemeinschaftsräumen sowie Personalräumen.

Quelle & Foto: Gewobau Bad Kreuznach / Isabel Gemperlein

91 Saarländer warten auf eine Organspende

Saarbrücken. 91 Menschen im Saarland warten auf eine Organspende. Das hat die Techniker Krankenkasse (TK) mitgeteilt. Nach den Zahlen der Kasse sind die Menschen im Südwesten grundsätzlich skeptischer gegenüber der Organspende als im Rest der Republik – dafür haben überdurchschnittlich viele einen Spenderausweis.

Wiesbaden | Polizei fahndet nach diesem Gaffer

Nachdem unmittelbar nach dem schweren Busunfall am Wiesbadener Hauptbahnhof am 21.11.2019 Gaffervideos vom Unfallort und den dort verletzten Personen veröffentlicht wurden, hat dies nun für die dafür verantwortlichen Personen ernste Konsequenzen.

Der Busunfall, bei dem ein Mann getötet und 28 weitere Personen verletzt wurden, hat großes öffentliches Interesse, Trauer und Bestürzung ausgelöst. Als umso verwerflicher wurde es angesehen, dass Passanten unmittelbar nach dem Unfall die Szenerie und die Verletzten mit ihren Handys aufgenommen haben, anstatt Hilfe zu leisten. Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft und die Polizei haben hat dies zum Anlass genommen, gegen diese Personen Ermittlungsverfahren, wegen unterlassener Hilfeleistung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen (§ 201 a StGB) einzuleiten und konsequent vorzugehen.

Ein 38-jähriger Mann aus Wiesbaden konnte bereits am 14.12.2019 von einem Beamten des 1. Polizeireviers als mutmaßlicher Tatverdächtiger identifiziert werden, als dieser in anderer Sache auf dem Revier Strafanzeige erstatten wollte. Die Beschlagnahme seines Handys als Beweismittel und für die Auswertung der Bildaufnahmen war nur eine der sofort gegen den Mann eingeleiteten polizeilichen Maßnahmen.

Nach einem Beschluss des Amtsgerichtes Wiesbaden gehen nun die Ermittlungsbehörden mit einer Öffentlichkeitsfahndung gegen einen weiteren Mann vor, der ebenfalls dringend verdächtig ist, die Bilder vom Unfallort unmittelbar veröffentlicht zu haben.

Die Zurschaustellung der Hilflosigkeit der von dem Unfall betroffenen Menschen erscheint nach dem Beschluss des Amtsgerichtes Wiesbaden derart eklatant und entwürdigend, dass diese Maßnahme getroffen wird, um den Täter zu identifizieren.

Die Bilder für die Öffentlichkeitsfahndung stammen aus der Videoüberwachung eines am Unfallort stehenden Linienbusses.

Es ist zu erkennen, dass der Filmende am Unglücksort sogar andere Personen abdrängt, um seine Aufnahmen zu machen, obwohl mindestens ein Zeuge versucht, den Mann vom Filmen des Verletzten abzuhalten. Das gefertigte Video versendete der Beschuldigte über einen Nachrichtendienst, wo es von zahlreichen Nutzern weiterverbreitet wurde.

Neben den ohnehin umfangreichen Ermittlungen zur Aufklärung der Unfallursache setzen Staatsanwaltschaft und Polizei bewusst einen Schwerpunkt bei der Aufklärung des Sachverhaltes, um neben der strafverfolgenden Zielrichtung ein deutliches Signal zu setzen, dass solche Handlungen inakzeptabel sind.

Jeder Bürgerin und jedem Bürger, der Zeuge solcher oder ähnlicher Vorfälle wird, sollte bewusst sein, dass es sich nicht lohnt, so schnell wie möglich Bildmaterial von betroffenen Personen zu veröffentlichen. Im Gegenteil. Menschen, die derartig handeln, riskieren ein mögliches Strafverfahren, die Beschlagnahme des Handys und weitere ernstzunehmende Konsequenzen bis hin zu einer Verurteilung vor Gericht.

Aus gutem Grund hat die Hessische Polizei bereits unterschiedliche Initiativen ins Leben gerufen, um gegen das Phänomen von Gaffervideos vorzugehen. Die Menschen sollen zum Umdenken animiert werden, sich in die Perspektive der Opfer versetzen und sich mit den Folgen für die Betroffenen auseinandersetzen. Filmen Sie nicht, sondern helfen Sie!

Im Falle des Busunfalles am Wiesbadener Hauptbahnhof bittet nun die Ermittlungsgruppe des 1. Polizeireviers um Hinweise aus der Bevölkerung. Personen, die Angaben zur Identität der abgebildeten Person machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0611) 345-2140 zu melden.