Saarlouis. Die Stadt Saarlouis hat die Saarlouiser Woche abgesagt. Oberste Priorität hätten jetzt die Gesundheit und der Schutz der Besucher. Bis Anfang Juni sei überhaupt nicht damit zu rechnen, dass Großveranstaltungen noch stattfinden könnten. Die Stadt bedauerte diese Entscheidung, sieht aber momentan „keine Alternative“.
Coronavirus | Neue Details zum Maßnahmenpaket in Rheinland-Pfalz
An diesem Dienstag um 14:30 Uhr gab Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler eine Pressekonferenz. Dabei äußerte sie sich zu der rasant steigenden Zahl der Coronainfektionen. Auch die weiteren Maßnahmen in Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz waren Thema der Pressekonferenz. Die komplette Pressekonferenz ist als Video unten im Artikel zu finden.
435 Fälle sind aktuell in Rheinland-Pfalz bestätigt, verkündet die Gesundheitsministerin. Das Ziel sei es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen um die Versorgung der Patienten zu gewährleisten. In den meisten Fällen verlaufe die Krankheit milde, erklärt sie. So gehe man derzeit davon aus, dass rund vier Prozent der Patienten Intensiv- oder Beatmungskapazitäten in Anspruch nehmen müssen.
Bei den Beatmungskapazitäten ist eine Erhöhung um 50 Prozent auf insgesamt 1.500 in der kommenden Zeit geplant. Das Ziel ist es, die gesamten Intensivkapazitäten zu verdoppeln. Zudem werden geplante Operationen vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben, sofern dies medizinisch vertretbar ist. Über die Verschiebung von Operationen entscheiden die Ärzte und Ärztinnen vor Ort im Einzelfall.
Bätzing-Lichtenthäler betont, dass es vor allem in der aktuellen Situation besonders wichtig ist, Blut zu spenden. Viele an dem Virus erkrankte Menschen fallen momentan als Blutspender aus. Doch die Spenden werden weiterhin dringend benötigt, um andere Patienten behandeln zu können.
Als Unterstützung für die Gesundheitsämter wurden rund 60 Ärzte aus dem Ruhestand geholt. Diese stellen sich freiwillig zur Unterstützung zur Verfügung.
Diverse Arztpraxen klagen derzeit über fehlendes Desinfektionsmittel. Die Gesundheitsministerin empfiehlt den Mediziniern, sich mit Apotheken in Verbindung zu setzen. Diese können in ihrem Labor Desinfektionsmittel herstellen. Rohstoffe dafür seien ausreichend vorhanden.
Bätzing-Lichtenthäler zu steigenden Corona-Zahlen
Live ab 14.30 Uhr: Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler äußert sich zu der steigenden Zahl an Corona-Infizierten und den Maßnahmen in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern.
Gepostet von SWR Aktuell am Dienstag, 17. März 2020
Die Brady-Ära ist zu Ende
20 Jahre hat Tom Brady für die New England Patriots gespielt. Kein anderer Footballer hat so viele Erfolge gefeiert wie der gebürtige Kalifornier. Nun geht diese Ära zu Ende. Der 42-Jährige hat über Twitter erklärt, seine Football-Reise gehe nun „elsewhere“ weiter. Als Free Agent kann er sich eine neue Mannschaft aussuchen.
Angriff in Bistro Ginsheim | Tätergruppe flüchtig
Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Durch Leserzuschriften erfuhren wir an diesem Dienstagmittag von einer körperlichen Auseinandersetzung in einem Bistro in Ginsheim. Boost your City hat daraufhin mit einem Sprecher der Polizei telefoniert.
An diesem Dienstag gegen 12:15 Uhr erhielt die Polizei einen Notruf. Es wurde eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in einem Bistro in der Bouguenais-Allee in Ginsheim gemeldet.
Nach aktuellem Kenntnisstand haben mehrere Personen das Bistro betreten und gerieten dort in einen Streit mit dem Besitzer der Lokalität. Es kam zunächst zu einem verbalen Streit, der dann in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Dabei wurde der Bistrobesitzer von den mutmaßlichen Tätern verletzt. Im Anschluss an die Tat flüchteten die Tatverdächtigen mit einem PKW, bei dem es sich vermutlich um einen BMW handelt.
Der verletzte Besitzer der Lokalität musste von einem Notarzt versorgt werden. Er wurde im Anschluss daran in ein Krankenhaus gebracht.
Um wie viele Täter es sich gehandelt hat, kann die Polizei auf Anfrage von Boost your City derzeit noch nicht genau mitteilen. Die Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern läuft zur Zeit noch. Sobald weitere Details bekannt werden, berichten wir nach.
Stacheldraht als Falle über Straße gezogen
Riegelsberg. Unbekannte haben Stacheldraht über die verlängerte Hilschbacher Straße gezogen. Eine 18 Jahre alte Kia-Fahrerin wurde zum Opfer dieser Aktion. Sie fuhr in die Falle hinein. Der Wagen wurde dabei beschädigt. Die Polizei bittet um Hinweise nach den Tätern unter der Telefonnummer 06806/ 91 00. Gegen die Unbekannten wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.
Mainz | Die Müllabfuhr und die Änderungen in der Landeshauptstadt
Nachrichten Mainz | Aufgrund der aktuellen Ereignisse zur Coronavirus-Pandemie stellt der Entsorgungsbetrieb die Leerung der Abfallgefäße auf einen Zweischichtbetrieb um. Damit soll das Risiko gemindert werden, dass durch Infektionsfälle in der Belegschaft komplette Betriebsbereiche ausfallen. Ab Donnerstag den 19. März 2020, werden die Restabfall-, Bio- und Papiertonnen am Abholtag zwischen 6 Uhr und 18 Uhr geleert. Die gewohnten Abfuhrtage bleiben aber bestehen. Die Mainzerinnen und Mainzer werden gebeten, entsprechend den Zugang zu den Behältern zu ermöglichen. Für Rückfragen steht Ihnen die Abfallberatung unter 06131 / 12 34 56 oder per E-Mail unter abfallberatung@stadt.mainz.de zur Verfügung.
Gym7 Mainz und Mommenheim vorübergehend geschlossen
Nachrichten Mainz | Die Fitnessstudios Gym7 Mainz-Hechtsheim und Mommenheim bleiben aufgrund der aktuellen Coronavirus Situation ab dem 17. März bis auf Weiteres geschlossen. Der Betreiber bedauert diese Entscheidung, sieht dies aber als einzig logische Konsequenz an.
Torben Stündl, Inhaber des Gym7, wird die Lage weiterhin beobachten und auf der Homepage sowie bei Facebook über aktuelle Sachstände informieren. „Die Gesundheit geht jetzt jedoch vor“, teilte er gegenüber Boost your City mit.
Online Sportprogramm als Alternative
Das Gym7 wird allerdings als Überbrückung für die Dauer der Schließung Online einige Alternativen für klein und groß anbieten. In Live Videos wird es zu unterschiedlichen Tageszeiten die Möglichkeit geben, gemeinsam mit den Trainern das Workout von Zuhause durchzuführen. Außerdem werden in diversen Videoaufzeichnungen weitere Übungen vorgestellt, die ganz einfach in den eigenen vier Wänden gemacht werden können. Der Austausch mit anderen Trainierenden und den Trainern wird ebenfalls Online möglich sein.
Für Fragen steht das Gym7 weiterhin per E-Mail unter gym7@hotmail.de zur Verfügung. „Wir freuen uns, wenn wir unsere Mitglieder hoffentlich bald wieder bei uns im Fitnessstudio begrüßen können.“, betont Stündl.
Das 2. Netzwerktreffen wird verschoben
Nachrichten Mainz | Aufgrund der aktuellen Lage der Coronavirus Epidemie wird das 2. Netzwerktreffen des RheinMain-Network abgesagt. Das Treffen hätte am 28. März auf der Rheinhessen Alm in Heidesheim stattfinden sollen.
Das Netzwerktreffen wird nachgeholt
Doch das Netzwerktreffen wird selbstverständlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Da wir jedoch aktuell nicht abschätzen können, wie sich die Lage weiter entwickelt, können wir hierfür noch keinen neuen Termin festlegen. Sobald dieser feststeht, werden wir natürlich darüber informieren. Wir freuen uns, Interessenten von Vereinen und Unternehmen aller Art bei dem Nachholtermin zahlreich begrüßen zu dürfen.
Wir bedauern diese Entscheidung sehr, jedoch steht für uns die Gesundheit der Gäste an erster Stelle. Daher ist es die einzige logische und richtige Konsequenz, die Veranstaltung vorerst abzusagen.
Das RheinMain-Network ist ein Unternehmensbereich von Boost your City Rhein-Main Nachrichten
RheinMain-Network
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Große Hohl 28
55263 Ingelheim
Telefonnummer: 06132 – 972 30 31
Homepage: https://rheinmain-network.de/
E-Mail: promotion@rheinmain-network.de
Rüsselsheim | Mit Schusswaffe auf Auto gezielt
Nachrichten Rüsselsheim | An diesem Dienstag gegen 0.30 Uhr wurde die Polizei über Notruf alarmiert. Ein alkoholisierter Mann soll in der Stettiner Straße mit einer Schusswaffe auf ein Auto gezielt haben.
Die Polizisten kontrollierten in der Nähe des Tatorts einen 19-Jährigen, auf den die Personenbeschreibung passte. Während der Kontrolle beleidigte der 19-Jährige die Beamten mehrfach. Ein durchgeführter Atemalkoholtest zeigte 0,9 Promille an.
Der Mann konnte gegenüber der Polizei keine Ausweisdokumente vorzeigen und musste vorläufig festgenommen werden. Im Rahmen der Untersuchungen konnten die Polizisten in der Stettiner Straße dann zudem eine Gaspistole auffinden. Die Waffe wurde durch die Beamten sichergestellt.
Der 19-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihn erwarten nun Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz, sowie wegen Beleidigung.
Deutscher Ärztetag in der Landeshauptstadt Mainz ist abgesagt
Der 123. Deutsche Ärztetag, der vom 19. bis 22. Mai 2020 in Mainz stattfinden
sollte, wird abgesagt. Dazu hat sich der Vorstand der Bundesärztekammer
entschlossen.
„Wir stehen voll und ganz hinter dieser Entscheidung“, erklärt Dr. Günther
Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. Als Ärztinnen und
Ärzte sowie als berufsständische Organisationen „sind wir besonders gefordert,
in Zeiten von Covid-19 Verantwortung zu übernehmen“, so Matheis.
Für die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz „war die Vorbereitung des
diesjährigen Deutschen Ärztetages in Mainz eine besondere Herausforderung“,
fügt Matheis hinzu. Der Brand der Mainzer Rheingoldhalle im vorigen Mai, in der
der Deutsche Ärztetag stattfinden sollte, hätte beinahe zur Absage geführt.
Matheis: „Wir haben rasch nach Lösungen gesucht und in Zusammenarbeit mit
mainzplus Citymarketing diese ungewöhnliche Situation in den Griff bekommen.“
Allerdings habe sich mit Covid-19 die Lage nun grundlegend verändert.
Als gastgebende Kammer „fällt es uns nach dieser Vorgeschichte besonders
schwer, den Deutschen Ärztetag abzusagen, doch sehen wir keine andere
Möglichkeit. Schließlich wollen wir helfen, den Infektionsanstieg zu
verlangsamen“, so der Ärztekammer-Präsident, der hofft, dass der Deutsche
Ärztetag in Mainz nachgeholt werden kann.
Autohäuser und Zulassungsstellen geschlossen | Verband kündigt Insolvenzen an
Die deutschen Automobilhändler sind in Sorge. Die geplanten Schließungen von Autohäusern und Showrooms zur Eindämmung des Coronavirus wird unzählige Insolvenzen mit sich ziehen. Der Autohandel ist bereits jetzt schon wegen vieler geschlossener Kfz-Zulassungsstellen nicht mehr handlungsunfähig. Auch die Automobilhersteller schließen Ihre Werksproduktionen.
Es können weder Kurzzeitkennzeichen ausgegeben, noch Überführungsfahrten vorbereitet werden. Dadurch können Kaufabschlüsse nicht einmal über den Internethandel abgewickelt werden. Die fehlende Zulassung der Fahrzeuge verhindert den Abschluss der Transaktionen, teilte die Autoconsult Agentur am Dienstag in einer Presseerklärung mit.
Dies bringe die Automobilhändler in eine wirtschaftliche Notlage, teilte der Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches KFZ-Gewerbe am Dienstag mit. Es sei gut, dass Werkstätten weiter betrieben werden können. Viele Betriebe könnten ein komplettes Verbot aber nicht ohne Liquiditätshilfen überstehen.
„Zwar darf man einem Kunden ein Autozubehör einbauen, aber nicht verkaufen.“ Der Zentralverband Deutsches KFZ-Gewerbe sehe deshalb nicht, wie zweierlei Maß im gleichen Unternehmen einen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten könne.
Von den bundesweiten Schließungen sind nicht betroffen:
- Lebensmittelläden
- Getränkemärkte
- Banken
- Apotheken
- Tankstellen
- Autowerkstätten
- Drogeriemärkte
- Reinigungen
- Sanitätshäuser
- Optiker
- Hörgeräteakustiker
- Geschäfte mit Tierbedarf
- Bau- und Gartenmärkte.
Wiesbaden | Weitere Informationen zu den Schließungen
Nachrichten Wiesbaden | Wie bereits berichtet sind in Wiesbaden alle städtischen Verwaltungsgebäude ab sofort für den Publikumsverkehr gesperrt. In dringenden Fällen können telefonisch oder per Mail Termine angefragt und vereinbart werden. Besuche der öffentlichen Gebäude sind auf das Erforderliche zu beschränken. Die Hygienevorschriften bei den Besuchen sind strengstens einzuhalten.
Längere Bearbeitungszeiten von Anträgen oder Verfahren sind nicht auszuschließen.
„Alle Bürgerinnen und Bürger können sich jedoch sicher sein, dass die Anliegen nicht verloren gehen und sukzessive abgearbeitet werden. Es wird nicht zu Verzögerungen im Hinblick auf die Auszahlung von sozialen Leistungen kommen“, sagt Sozialdezernent Christoph Manjura.
- Forstamt am Langendellschlag wird geschlossen und derzeit erfolgt kein Wildbretverkauf.
- Die Vergabe der Grillplätze wird bis nach Ostern eingestellt.
- Die Verwaltung auf dem Nordfriedhof wird geschlossen
Bürgerinnen und Bürger, die Fragen rund um das Coronavirus haben, erreichen täglich von 8 bis 20 Uhr unter der (0611) 318080 das Infotelefon der Stadt Wiesbaden. Unter (0800) 5554666 ist zudem täglich von 8 bis 20 Uhr die hessenweite Hotline des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration erreichbar.
Zivilcourage in Mainz | Mann mit Messer flüchtet
Nachrichten Mainz | An diesem Montag gegen 09:20 Uhr war eine 23-jährige Frau unterwegs über den Neubrunnenplatz Richtung Mittlere Bleiche. Auf den Stühlen einer dortigen Lokalität, welche zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen hatte, saß eine bislang unbekannte männliche Person. Als die 23-Jährige an dem Mann vorbei ging, wurde sie von diesem angepöbelt, setzte ihren Weg aber ohne weiter darauf zu achten fort. In der Mittleren Bleiche merkte die junge Frau dann, dass ihr der Mann plötzlich nach lief.
Nachdem sich die 23-Jährige zu dem Mann umdrehte, pöbelt er erneut und spuckt sie mehrfach an. Plötzlich zog der Mann ein Messer und macht einen Schritt auf die 23-Jährige zu. In diesem Moment kam ein bislang unbekannter Zeuge hinzu, der die Lage sofort erkannte und den Täter ansprach. Nach kurzer Zeit ergriff dieser die Flucht.
Der Mann mit dem Messer soll ca. 50-60 Jahre alt, sehr schmal und ca. 170-180cm groß gewesen sein. Er habe akzentfreies Deutsch gesprochen, kurze Haare und einen 3-Tage Bart getragen haben. Bekleidet sei er mit einer grauen Jacke, einem grauen Hoodie und einer Jeans gewesen. Auf dem Kopf trug er ein Basecap.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 1 unter der Rufnummer 06131/65-4110 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz1@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.
Der Dicke und der Don: Ich verteidige meine Ressourcen entschlossen
Hier spricht das andere Ende der Leine: der Don. Ich hatte Ärger. Denn ich habe nach dem Dicken geknappt. Nichts Wildes, für mich war es eher ein Spiel. Aber der Dicke war stinksauer. Vermutlich weil es um eines der sensibelsten Themen für Hunde und ihre Menschen ging: um Ressourcen.
Wir waren in einem Lokal. Der Dicke wollte gehen, ich wollte auch gehen. Aber ich sollte noch einen Moment warten, meinte der Dicke. Also bin ich zurück auf die Decke, die mir der Wirt hingelegt hatte und die damit eindeutig mir gehörte. Von der sollte ich runter. Und da war ich genervt: Gehen durfte ich nicht, auf die Dicke durfte ich nicht, da habe ich nach dem Dicken geknappt.
Ich habe nicht durchgezogen. Der Mund war fast noch komplett offen. Aber der Dicke ist schon an die Decke gegangen, als ich mit den Zähnen an seine Finger kam. Da ist er hyperempfindlich. Die Diva.
Selbstverständlich weiß ich, dass ich nicht beißen darf. Aber es war ja kein Beißen. Irgendwie muss ich ja zeigen, dass ich nicht einverstanden bin, wenn er nach meinen Ressourcen greift.
Gähnen statt knurren
Gut. Wenn wir „Mein Leckerli – nein, mein Leckerli“ spielen, darf ich auch nie knappen. Das weiß ich. Nicht mal knurren darf ich. Doch da weiß ich mir zu helfen. Ich gähne. Oder ich hechele. Auf jeden Fall sorge ich dafür – wie zufällig – dass der Dicke meine Schneidezähne sieht. Und ihre Länge.
Hätte ich dieses mal auch machen können. Aber ich war aufgeregt, weil wir in Aufbruchstimmung waren. Da mag ich es nicht, warten zu müssen. Denn ich laufe gerne vorneweg. Nichts ist ätzender, als in einem Rudel hinten laufen zu müssen. Da habe ich mich vergessen.
Mit dem Dicken kann man reden. Wenn ich Wünsche habe, in welche Richtung wir weiter spazieren, geht der Dicke auf mich ein. Auch sorgt er dafür, dass ich die meisten Hunde begrüßen darf, die wir treffen. Und wenn mir unterwegs einer was zu essen anbietet, sagt der Dicke nur selten nein.
Doch meine Ressourcen verteidigen, darf ich nicht. Zumindest nicht so, dass es effektiv wäre. Meistens geht es ums Essen. Der Dicke hält mir bis heute die Streitereien vor, die ich mit Rocky und Barney um Leckerlis hatte. Für mich war es ein kleines Balgen, der Dicke meint, das hätte eskalieren können. Der Schwätzer.
Er darf auf die Couch
Meistens sind mir Ressourcen nicht so wichtig. Auf meiner Couch darf der Dicke ruhig neben mir liegen. Auf den 20 Prozent, die verbleiben, wenn ich mich breitgemacht habe. Es sei denn, ich habe Hunger. Dann drücke ich ihn runter. Aber wie oft kommt das vor?
Nach meinem Spielzeug schaue ich überhaupt nicht. Im Körbchen liegen Sachen, die habe ich seit sieben Jahren nicht mehr angeschaut. Auf das Körbchen lege ich allerdings wert. Wenn der Dicke es zur Seite räumt, weil er putzen will, werde ich so nervös, wie in der Decken-Szene. Aber wie oft kommt das vor?
Erster Ankerpunkt
Mein Körbchen war mein erster Ankerpunkt in der Wohnung. In der habe ich mich anfangs nicht wohlgefühlt. Der Dicke war für mich zuerst nur ein Zwischenstopp, wie ich sie damals reihenweise erlebt habe. Es dauerte, bis ich mich mit ihm angefreundet habe. Eigentlich habe ich stündlich drauf gewartet, dass Eva und Lisa mich wieder abholen.
Nach drei Wochen sind der Dicke und ich ins Saarland gefahren. Das ganze Wochenende dachte ich, dass ich umziehen muss. Schon wieder. Erst als wir nach Hause gekommen sind, ist mir klar geworden, dass ich jetzt ein Zuhause habe und dort auch bin. Da habe ich mich – ich gebe es zu – doch sehr gefreut.
Als ich in die Wohnung bin, habe ich gleich geschaut, ob meine Ressourcen noch da sind: das Körbchen, die Couch und mein Napf. Wenn der Dicke an den rangeht und ich nicht knurren oder beißen darf, dann habe ich echt ein Problem. So sehr kann ich gar nicht gähnen oder hecheln.
Der Dicke und ich, ich im Vordergrund. Selfie: Der DonRespektlosigkeit und Egoismus im Supermarkt
Klopapier ist das neue Gold. Dieses weiche und weiße Papier ist gefragter als jemals zuvor. Seit der Ausbreitung des Coronavirus kaufen wir es in Unmengen und dafür müssen wir mehrere Supermärkte anfahren. Es ist schwer noch welches zu bekommen und wenn wir endlich welches gefunden haben. Dann ist es am Ende einfach nur für den Arsch.
Wir sollten nicht unsere Menschlichkeit und unseren Respekt voreinander verlieren. Besonders in Supermärkten ist das Phänomen in diesen Tagen zu beobachten. Mitarbeitern, welche die Regale auffüllen wird die Ware aus der Hand gerissen. Der älteren Dame werden die Produkte aus dem Einkaufswagen genommen, weil es die letzten waren. Kassierer werden beschimpft, weil die gewünschte Ware nicht mehr vorrätig ist. Die Frage, warum manche Menschen in Krisensituationen ihre gute Erziehung vergessen, stellt sich. Oder haben sie gar keine genossen?
„In der Krise beweist sich der Charakter“
Das sagte Helmut Schmidt einst. Und er hat recht behalten, wie sich in diesen Tagen immer wieder zeigt. Wir sollten in dieser Situation zusammen halten. Viele tun das, einige nicht. Charakter beweist, wer nicht nur an sich selbst denkt und auch in schwierigen Zeiten den Anstand und die Höflichkeit anderen Mitmenschen gegenüber nicht verliert.
Wer die Kassierer beschimpft, weil Lebensmittel nicht mehr vorhanden sind vergisst, dass die Angestellten nichts für die Situation können. Wer hingegen schon etwas dafür kann, sind die Kunden selbst. Und die Personen, welche die Regale leer kaufen, sind in den meisten Fällen auch die, die sich darüber beschweren, dass sie leer sind. Die Lösung: Jeder kauft das, was er benötigt. Nicht mehr, nicht weniger. Das ist Solidarität.
Auch wer sich über die aktuelle Situation beschwert und es aber gleichzeitig noch immer nicht schafft, die Hygienemaßnahmen zu beachten, verhält sich nicht solidarisch. Abstand zu halten, nicht in die Hände zu niesen und vor allem seine gebrauchten Taschentücher nicht in den Regalen liegen zu lassen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch das ist es nicht. So kommt niemand weiter. Außer das Virus selbst, das sich dadurch weiterhin rasant verbreitet.
Rationales Denken kann hilfreich sein
Fakt ist: Wir stehen nicht vor der totalen Apokalypse und selbst wenn, dann wäre Toilettenpapier nicht das, was uns am meisten fehlen würde. Denn seien wir mal ehrlich. Vor nicht allzu langer Zeit haben die Menschen auch ohne den damaligen „Luxusartikel“ überlebt.
Doch auch wer massenweise Nudeln, Konserven und Mehl hortet, denkt nicht rational. Denn es wird niemand verhungern, auch wenn man keine zehn Packungen Nudeln im Vorratsschrank hat. Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass die Menschen verwöhnt sind. Heutzutage ist es unvorstellbar, dass etwas, das man gerade gerne essen möchte, nicht verfügbar ist. Früher war das völlig normal und trotzdem haben die Menschen überlebt.
Wir leben im Luxus
In dieser Krisensituation zeigt sich bei vielen der Egoismus. Auch wenn es hart klingt, wenn man in einer solchen Lage nur an seinen eigenen Luxus denkt und nicht im entferntesten an das Wohl anderer, dann nenne ich das Egoismus.
Wir haben in all der Zeit in der es uns gut ging vergessen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und uns auch mal mit etwas Weniger zufrieden zu geben. Wir sind Luxus gewohnt, den wir nicht zum überleben benötigen. Das sollten wir uns hin und wieder vor Augen führen, um in Situationen wie dieser einen klaren Kopf bewahren zu können.
Und wenn der Virus etwas Gutes hat, dann vielleicht, dass einige Menschen nach dieser Zeit wieder verstehen, worauf es wirklich ankommt. Nämlich sich gegenseitig zu unterstützen in schwierigen Zeiten und Solidarität zu zeigen. Ich bin zuversichtlich.










