BYC-News Blog Seite 1410

Deutsche Umwelthilfe setzt sich vor Gericht durch

Nachrichten überregional | In Zeiten der Corona-Krise floriert der Onlinehandel. Die Geschäfte sind geschlossen und gerade Elektrogroßgeräte werden online gekauft. Doch wohin mit den alten Geräten, denn auch die Wertstoffhöfe sind geschlossen. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. überwacht den Markt ökologisch und forderte die Rücknahme der alten Geräte durch den Onlinehandel.


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Deutsche Umwelthilfe stärkt Verbraucherrechte

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. kritisierte zuletzt die Untätigkeit der zuständigen Landesbehörden und forderte eine Pflicht des Handels zur Rücknahme von Elektroschrott. So setzte die DUH bereits eine Rücknahmepflicht von Altlampen gerichtlich durch, indem sie Saturn online und die Cyberport GmbH verklagten. Demnach müssen die Händler ihre Kunden nun aktiv über Rücknahmemöglichkeiten informieren und Altgeräte an stationären Abgabestellen kostenfrei zurücknehmen. Saturn online hat gegen das Urteil des Landgerichts Ingolstadt bei dem zuständigen Oberlandesgericht München Berufung eingelegt, daher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Diese Urteile stärken die Rechte der Verbraucher und die DUH fordert nun auch von anderen Händlern die Rücknahme von Elektroschrott an speziellen Sammelstellen.

Rechtsanwalt Roland Demleitner hat die DUH bei den gerichtlichen Auseinandersetzungen vertreten und berichtet: „Mit dem Urteil des Landgerichts Ingolstadt vom 21. Februar 2020, sowie dem Anerkenntnisurteil des Landgerichts Dresden vom 5. Dezember 2019 wurden nunmehr zwei weitere bedeutende Elektrofachhändler nach dem Elektrogesetz verurteilt. Die Gerichte bestätigen damit, dass es sich bei dieser Rücknahmepflicht um eine wettbewerbsrelevante Marktverhaltensregelung handelt, die dem Schutz der Verbraucher dient.“



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Onlinehändler entziehen sich oft ihrer Verantwortung

Den Verbrauchern wird die Rückgabe häufig durch schwierige Kommunikation mit den diversen Kundenservices oder der Verpackung für den Rückversand erschwert. Die DUH testete die Abwicklung bei der Rückgabe von alten Energiesparlampen. Im Fall der Cyberport GmbH wollten Verbraucher alte Geräte zurückgeben und sollten den Kundenservice kontaktieren oder aber eine der insgesamt 17 Filialen in Deutschland aufsuchen. Bei dem Test der DUH wurde man an die Abgabestellen der Mitbewerber verwiesen oder verlangte die Geräte auf eigene Kosten in die österreichische Hauptstadt Wien zu schicken. Das Landgericht Dresden hat diesem Verhalten widersprochen und festgestellt, dass damit gegen das Elektrogesetz (ElektroG) verstoßen wird. Cyberport wurde dazu verurteilt eine Rücknahmemöglichkeit zu schaffen, die der Verbraucher kostenfrei nutzen kann und deren Entfernung zumutbar ist.

Die Saturn Online GmbH  verwies für die Rückgabe an die niedergelassenen Media Markt und Saturn-Märkte oder ein DHL-Retourenpaket zu nutzen. In die Märkte wären allerdings teilweise Wege von über 50 Kilometer fällig, dies sei nicht zumutbar. Der Versand von Glühlampen, die gefährliche Stoffe enthalten, ist sogar verboten. Hier lautet das Urteil ebenfalls geeignete Abgabestellen in zumutbarer Entfernung zu schaffen .



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Viele Geräte landen im Hausmüll

Die Tests der Deutschen Umwelthilfe e.V. beweisen, dass die Rücknahme von Altgeräten im Onlinehandel, aber auch in den niedergelassenen Elektrofachmärkten oder Baumärkten problematisch ist. Daher fordert der Umwelt- und Verbraucherschutzverband die Landesregierungen auf, die Rücknahme von Elektroschrott im Einzelhandel zu kontrollieren und Verstöße zu bestrafen. Eigentlich können Verbraucher Kleingeräte bis 25 cm kostenlos bei den Händlern zurückgeben, die eine Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern haben. Bei den Onlinehändlern gilt hier die Verkaufs- und Lagerfläche. Beim Kauf eines Neugerätes ist auch die Entsorgung von Geräten von einer Größe mit mehr als 25 cm möglich. Insgesamt fallen in Deutschland 1,8 Tonnen Elektroschrott pro Jahr an. Im Jahr 2017 wurden lediglich 836.907 Tonnen, somit gerade mal 45,08 Prozent des Elektroschrotts gesammelt. Somit landet jedes zweite Altgerät in der Umwelt oder im Hausmüll. Für das Jahr 2019 erscheinen die Zahlen erst im Laufe diesen Jahres.

Der stellvertretende Leiter des Bereichs Kreislaufwirtschaft bei der DUH Philipp Sommer berichtet: „Es ist erschreckend, dass selbst große Elektrohändler wie Saturn oder Cyberport Verbraucher auf schadstoffhaltigem Elektroschrott sitzen lassen. Für Altgeräte und gerade auch quecksilberhaltige Altlampen sollen Onlinehändler flächendeckend stationäre Rückgabestellen anbieten und von einem Paketversand absehen. Während nahezu alle Paketdienstleister den Versand von Elektroschrott zur Entsorgung ausschließen und dies transparent machen, verhält sich die Deutsche Post höchst problematisch. Indem sie nicht verständlich darüber informiert, dass schadstoffhaltiger oder leicht entflammbarer Elektroschrott vom Versand ausgeschlossen ist, wird die Gesundheit der Absender, Paketboten und Empfänger gefährdet. Die Deutsche Post muss dringend klarstellen, dass beschädigte Lithium-Ionen-Batterien, quecksilberhaltige Altlampen oder bruchgefährdete Altgeräte nicht in ein Paket gehören.“

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Johanniter Menüservice erweitert Angebot für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten

Nachrichten Rheinhessen | Die Johanniter in Mainz haben ihren Menüservice in der Coronazeit erheblich ausgebaut. Neben dem Angebot an klassischer Hausmannskost bis zum Sonntagsbraten gibt es ab sofort auch fleisch-, laktose- und glutenfreie Gerichte, insgesamt stehen so 200 verschiedene Menüs zur Verfügung.


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Stefan Jörg, Regionalvorstand der Johanniter

“Wir stellen uns damit auf die veränderte Nachfrage ein, denn wir wollen auch Menschen mit einer Allergie ein umfassendes Versorgungsangebot machen“

Bestellt werden kann täglich, auch tageweise. Dazu genügt ein Anruf. Die Lieferung erfolgt bis zur Haus- beziehungsweise Wohnungstür, bezahlt wird am Monatsende. „Das ist ein unkompliziertes Verfahren, bei dem auch Menschen, die zur besonders gefährdeten Personengruppe gehören, kontaktlos und gut erreicht werden können“, verdeutlicht Jörg.

Wie funktioniert der Johanniter-Menüservice?
Bestellen Sie heute und bekommen morgen schon Ihr Wunschmenü geliefert. Sie entscheiden, an welchen Tagen wir Ihr Menü ins Haus bringen und das ganz ohne Vertragsbindung.

Wie wird das Essen angeliefert?
Wir liefern Ihnen unsere Menüs direkt ins Haus. Entscheiden Sie sich für unsere tiefkühlfrischen Menüs, so haben wir eine bedienerfreundliche Zubereitungsmöglichkeit für Sie entwickelt. Zusätzlich besteht regional die Möglichkeit, auch heiße Menüs zu bestellen. Informieren Sie sich über das Angebot ihrer Johanniter vor Ort.

Kosten und Bestellung
Die Kosten pro Essen liegen zwischen 6,42 Euro bis 8,92 Euro pro Tag. Informationen und Anmeldung unter E-Mail an andrea.sandrock@johanniter.de oder telefonisch an 06131-93 555 34.

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Zusätzlicher Rettungshubschrauber für Rheinland-Pfalz

Nachrichten Rheinland-Pfalz | Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat als bislang einziges Bundesland auf den durch die Corona-Pandemie bedingten steigenden Bedarf in der Luftrettung reagiert. Am Standort der BG Klinik Ludwigshafen hat sich in den ersten zehn Tagen seit Stationierung des zusätzlichen ADAC-Rettungshubschraubers Christoph 112 ein bestehender bundesweiter Bedarf bestätigt.


Durchschnittlich kam der Intensivtransporthubschrauber bislang zweimal täglich zum Einsatz. Im Falle steigender Zahlen von Corona-Patienten könnte er Auslastungsspitzen des regelmäßig eingesetzten luft- und bodengebundenen Rettungsdienstes abfedern.

Innenminister Roger Lewentz

„Die Corona-Pandemie bringt Herausforderungen mit sich, die nur im Zusammenspiel aller Beteiligter bewältigt werden können und gerade auch in Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz die bundesweite Lage im Blick haben müssen. Ich danke allen Beteiligten außerordentlich für das schnelle und entschlossene Handeln, das die Stationierung an der BG Klinik Ludwigshafen ermöglichte. Aufgrund der dynamischen Entwicklung habe ich die ADAC Luftrettung zunächst bis 30. September mit der Bereitstellung beauftragt, um zusätzliche Kapazitäten für Notfälle und Intensivverlegungen zu schaffen. Die Lage entscheidet über den weiteren Einsatz“

Rettungshubschrauber Christoph 112

Christoph 112 ist aufgrund seiner Ausstattung bestens geeignet für den Transport schwer lungenkranker Patienten und kann so für intensivmedizinische Verlegungen von Corona-Patienten eingesetzt werden, die auch während der Verlegung beatmet werden müssen. Gegenüber dem bodengebundenen Rettungsdienst bietet er üblicherweise auch einen zeitlichen Vorteil.

„Wir sind als Spezialist für komplexe Einsatzszenarien gut ausgebildet für Infektionstransporte. Mit unseren Erfahrungen aus den ersten COVID-19-Verlegungsflügen in Deutschland sind wir bestmöglich auf die kommenden Corona-Einsätze von ‚Christoph 112‘ vorbereitet“, sagte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung.



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Die Besatzung von Christoph 112

An Bord befinden sich während der Einsätze sowohl Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes, als auch speziell ausgebildete Ärzte der Abteilung für interdisziplinäre Rettungs- und Notfallmedizin der BG Klinik Ludwigshafen. „Auf dem Christoph 112 fliegen ausschließlich erfahrene Fachärzte für Anästhesiologie mit Weiterbildung für Intensivmedizin, die zusätzlich spezielle Schulungen zum Umgang mit COVID-positiven Patienten und Patienten mit schwersten Lungenerkrankungen durchlaufen haben. Alle Kollegen fliegen bereits seit Jahren auf dem Rettungshubschrauber Christoph 5 und sind unter anderem auf unserer Intensivstation tätig, sodass ein großes Wissen im Umgang mit dem Lufttransport und mit der Behandlung dieser Patienten besteht“, betonte Prof. Dr. Paul Alfred Grützner, Ärztlicher Direktor BG Klinik Ludwigshafen.

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7 Tage die Woche im Einsatz

Seit 6. April ist der bundesweit eingesetzte Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber im Einsatz. Er kann an sieben Tagen pro Woche bereitgestellt und auch von anderen Ländern, der Bundeswehr und weiteren Bundesbehörden angefordert werden. Derzeit ist der zusätzliche Hubschrauber von 8 bis 20 Uhr beauftragt. Technisch ist er auch für Flüge in der Dunkelheit geeignet. Im Bedarfsfall könnte er demnach bis zu 24 Stunden zum Einsatz kommen. Bereits am ersten Tag flog Christoph 112 beispielsweise zum Bundeswehrzentralkrankenhaus nach Koblenz, von dort nach Solingen und anschließend zu einem Einsatz in Hessen.

Mit den regulär im Land stationierten sowie den in Luxemburg und den Nachbarländern stationierten Rettungshubschraubern ist die Versorgung im Land sichergestellt und durch Christoph 112 noch einmal aufgestockt worden. Dennoch verständigten sich Lewentz und Bruder darauf, eine Schulung der Polizeihubschrauberstaffel durchzuführen, um im Notfall auch Corona-Patienten mit dem Polizeihubschrauber transportieren zu können. Es geht vor allem um die Besonderheiten der Hygienemaßnahmen bei Infektionstransporten.

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Polizeihubschrauber sind nicht für Rettungseinsätze vorgesehen

„Polizeihubschrauber sind grundsätzlich nicht für Rettungseinsätze vorgesehen. Der Transport eines Corona-Patienten ist die Ultima Ratio und alles andere als zu erwarten. Trotzdem ist mir diese Vernetzung zwischen den Experten für Rettungseinsätze und der Polizei wichtig, um auch für den unwahrscheinlichen Fall gerüstet zu sein“, betonte Lewentz. Als Durchführungsort sei beispielsweise das Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz denkbar. Im Zuge der Corona-Krise werde umso deutlicher, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen den Zuständigkeitsbereichen des Innenministeriums, hier Rettungsdienst, Polizei und Streitkräfte, sei.

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60 Jungreben in Ingelheim geklaut

Nachrichten Kurzmeldung | In den letzten Tagen wurden insgesamt 60 Jungreben aus dem Weinberg eines Winzers in Ingelheim gestohlen. Der Weinberg befindet sich in der Waldeckstraße in Richtung Bismarkturm. Zeugen die etwas beobachtet haben werden gebeten sich mit der Polizei Ingelheim in Verbindung zu setzen. Die Rufnummer der Polizeiinspektion lautet 06132/6551-0


 

Zehn Jahre Pflegestützpunkt im Kreis Groß-Gerau

Nachrichten Groß-Gerau | Das Geburtstagsfest ist wegen Corona zwar abgesagt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Pflegestützpunkt Kreis Groß-Gerau seit zehn Jahren besteht und seitdem wichtige Arbeit leistet: für pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige, Menschen mit Behinderung sowie für Menschen, die von Behinderung und Pflegebedürftigkeit bedroht sind. 2010 wurde im Landratsamt der erste Pflegestützpunkt Hessens in gemeinsamer Trägerschaft des Kreises mit den Kranken- und Pflegekassen eröffnet. Mittlerweile gibt es diese Einrichtungen – insgesamt 30 – in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt in Hessen.


„Anfangs erreichten uns vielleicht zwei Telefonanrufe am Tag“

„Das war etwas ganz Neues“, erinnert sich Polina Maierle, Sachgebietsleiterin im Fachbereich Soziale Sicherung der Kreisverwaltung, die von Beginn an dabei war und die fachlichen Standards im Pflegestützpunkt mitgeprägt hat. Kranken- und Pflegekassen beraten gemeinsam mit den sozialpädagogischen Fachkräften der Verwaltung.

„Wir haben Fortbildungen, etwa im Care- und Case-Management und in der Pflegeberatung durchlaufen, erste Muster für die Dokumentation entworfen und ein engmaschiges Netzwerk aufgebaut, um unsere Aufgaben möglichst gut erfüllen zu können“, so Maierle.

Dazu zählen die umfassende und unabhängige Auskunft und Beratung zur Auswahl und Inanspruchnahme von Sozialleistungen und Hilfsangeboten sowie die Koordinierung aller in Betracht kommenden Unterstützungsangebote.

„Anfangs erreichten uns vielleicht zwei Telefonanrufe am Tag. Heute sind es an ruhigen Tagen im Schnitt 30.“ In den aktuellen Corona-Zeiten, in denen es wegen der Beschränkungen keine offenen Sprechstunden und keine Hausbesuche gibt, sind es eher mehr, denn alle Kontakte spielen sich telefonisch und schriftlich ab.

Die gestellten Fragen sind vielfältig

Mal dreht es sich um die Pflegegrade, mal um Leistungen, die jemand beantragen möchte. Als nächstes geht es um Hilfsmittel oder um die Fragen, was nach dem Krankengeldbezug und was nach dem Krankenhausaufenthalt kommt, ob eine gesetzliche Betreuung gebraucht wird und wie gegebenenfalls der Lebensunterhalt gesichert werden kann.

„Ob Angehörige, ob Ärzte, ob Pflegedienste – alle sprechen uns bei Fragen rund um die Pflege an“, sagt Martin Bienefeld von der BKK Linde Betriebskrankenkasse, die im Stützpunkt im Auftrag aller Krankenkassen wirkt. Genau diese Zusammenarbeit sieht das Modell Pflegestützpunkt vor: Kassen und Kommunen informieren trägerneutral, unabhängig, verbraucherorientiert und für die Kundschaft kostenlos. Vier Menschen – je zwei von BKK Linde und Kreis Groß-Gerau – arbeiten auf insgesamt drei Vollzeitstellen für die Pflege- und Sozialberatung. Namentlich sind dies neben Martin Bienefeld Sibille Hütten (für die Kasse) sowie Vicky Gering-van Husen und Sabine Walter von der Kreisverwaltung.

Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit stand und steht ganz obenan

„Wir arbeiten eng mit den Beratungs- und Koordinierungsstellen in den Städten und Gemeinden des Kreises zusammen und sind im Netzwerk der Behinderten- und Altenhilfe aktiv“, sagt Polina Maierle. „Den jährlichen fachlichen Austausch mit den ambulanten und stationären Dienstleistern nutzen wir, um die Pflege- und Versorgungssituation im Kreis einzuschätzen und Impulse für die Weiterentwicklung zu erarbeiten.“

Außerdem tauscht sich viermal im Jahr die Regionalgruppe Süd der hessischen Pflegestützpunkte aus. Einmal im Jahr gibt es ein Treffen mit allen hessischen Pflegestützpunkten. „Auch auf diese Art können wir immer über den eigenen Tellerrand schauen“, betont Martin Bienefeld. „Das ist das Besondere und der Unterschied zu den Pflegekassen: Wir gucken in alle Richtungen, wie wir einem Menschen, einer Familie rundherum helfen können.“

Der Bedarf ist auf jeden Fall da

Das zeigen die steigenden Fallzahlen, wie Polina Maierle registriert. Im Moment dominiert und beeinflusst auch beim Pflegestützpunkt das Thema Corona alles. Die Fragen drehen sich zum Beispiel um Infektionsschutz und wegbrechende Tagespflegeplätze. Aber auch ohne das Coronavirus „werden wir aufgrund des demografischen Wandels künftig sicherlich noch mehr gebraucht werden als jetzt schon“.

Erreichbarkeit und Öffnungszeiten

Der Pflegestützpunkt Kreis Groß-Gerau ist derzeit montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr telefonisch zu erreichen unter 06152 989463. Fax 06152 989109, E-Mail pflegestuetzpunkt@kreisgg.de.

Offene Sprechzeiten sind – sobald die Corona-Beschränkungen in der Kreisverwaltung wieder aufgehoben sind – Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 8 bis 12 Uhr, Mittwoch von 14 bis 18 Uhr im dritten Stockwerk, Büro 310 und 311, des Groß-Gerauer Landratsamts.

Frau hat 1 Kilogramm Kokain im Handgepäck

Nachrichten Frankfurt | Aufgrund der Ermittlungen kann der Fall erst jetzt vom Zoll Frankfurt veröffentlicht werden. Bereits am 16. März kontrollierten Zollbeamte am Flughafen in Frankfurt am Main verschiedene Gepäckstücke eines Fluges aus Rio de Janeiro/ Brasilien.


Eine Passagierin hatte Kataloge dabei

Zollfahnder hatten bei einer 38-jährigen Frau bei der Kontrolle vom Handgepäck 3 Kataloge aufgefunden. Die Kataloge hatten kein gewöhnliches Gewicht. Bei genauerer Betrachtung der Beamten kam heraus: In den Folien, hinter den Bildern war eine weiße Substanz eingearbeitet.

Die weiße Substanz wurde mit einem Rauschgifttest untersucht und dieser reagierte positiv auf Kokain. Bei der Passagierin stellte der Zoll insgesamt Kokain im Wert von 71.600,- Euro fest. Das Gesamtgewicht betrug 1 Kilogramm. Gegen die mutmaßliche Schmugglerin wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Sie wurde vorläufig festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.

Lufthansa legt für die nächsten 2 Jahre gesamte Airbus A340-600 Flotte still

Nachrichten Frankfurt | Die Fluggesellschaft Lufthansa wird in den nächsten Wochen ihre gesamten Flugzeuge der Marke Airbus A340-600 vorübergehend stilllegen. Drei Flugzeuge dieses Typs wurden bereits nach Teruel im Nordosten Spaniens geflogen. Am dortigen Flughafen werden die Langstreckenflugzeuge geparkt.


Insgesamt werden 17 Flugzeuge in Spanien geparkt

Geplant ist von der Airline, dass die gesamte A340-600 Flotte der Lufthansa in den nächsten 2-3 Monaten nach Teruel überführt und dort stillgelegt wird. Der Einsatz dieser Flugzeuge im regulären Liniendienst ist mindestens für die kommenden ein bis eineinhalb Jahre nicht vorgesehen. Die Lufthansa hat 17 Flugzeuge von diesem Typ.

Der Flughafen Teruel liegt zwischen Saragossa und Valencia im Nordosten Spaniens. Die Region eignet sich mit rund 240 Sonnentagen im Jahr und wenig Niederschlag besonders gut für das Parken von Flugzeugen.

Vollsperrung Autobahn A60 / A63 am Wochenende

Nachrichten Rheinhessen | Aufgrund von weiteren Bauarbeiten wird die Abfahrt von Frankfurt kommend in Fahrtrichtung Alzey (Autobahn 60) gesperrt. Die Sperrung wird in der Zeit vom 17. April 21:00 Uhr bis zum 20. April 5 Uhr vorhanden sein, teilte die Landesmobilität Worms mit.


Der Verkehr wird über die Anschlussstelle Mainz-Lerchenberg umgeleitet.

Im Bereich der Autobahn 63 wird der Verkehr in der zuvor genannten Zeit in Fahrtrichtung Mainz an der Abfahrt Klein-Winternheim über die Kreisstraße 51, Landstraße 426 und an der Anschlussstelle Mainz-Lerchenberg in Fahrtrichtung Mainz über die Haifa-Allee umgeleitet.

Von Mainz kommend in Fahrtrichtung Alzey und Klein-Winternheim erfolgt die Verkehrsführung über die AS Mainz-Lerchenberg.

Zur Entlastung der Wohnstraßen von Mainz-Marienborn vom Schleichverkehr wird am Beginn der Mercedesstraße und Haifa-Allee (Mainz-Bretzenheim) sowie an der Anschlussstelle Klein-Winternheim (K 51) in Richtung Altkönigstraße das Verkehrszeichen 250 mit Zusatzschild 1020-30 (Anlieger frei) angeordnet.

Verkehrsunfall mit schwerverletztem Motorradfahrer

Nachrichten Blaulicht | An diesem Donnerstag gegen 18:30 Uhr ereignete sich auf der Bundesstraße 37 zwischen Frankenstein und dem Parkplatz Ruheforst ein Verkehrsunfall. Ein 59-jähriger Motorradfahrer befuhr die B37 in Fahrtrichtung Bad Dürkheim. In einer Linkskurve verlor der Motorradfahrer vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. Der Motorradfahrer wurde hierbei schwer verletzt. Er wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Am Motorrad der Marke BMW entstand Totalschaden. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Straßenreinigung musste die B 37 zwischen Frankenstein und dem Parkplatz Ruheforst für ca. 2 ½ Stunden voll gesperrt werden.

Zweiter Todesfall im hessischen Finanzministerium

Nachrichten Wiesbaden | Rund drei Wochen nach dem mutmaßlichen Freitod des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer (wir berichteten), hat sich scheinbar noch ein weiterer ranghoher Mitarbeiter des hessischen Ministeriums der Finanzen das Leben genommen.

 


Der hessische Finanzstaatssekretär informierte die Mitarbeiter

Der Beamte sei an diesem Donnerstagmorgen „leblos in seinem Büro aufgefunden worden, nach polizeilichen Mitteilungen ist von einem selbstgewählten Freitod auszugehen”, schrieb der hessische Finanzstaatssekretär Martin Worms an die Mitarbeiter des Finanzministeriums in Wiesbaden in einer E-Mail, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Worms schreibt außerdem von einem „weiteren bestürzenden Schicksalsschlag”. Die genauen Umstände und Hintergründe des Vorfalls sind bisher noch nicht bekannt.

Thomas Schäfer schrieb von Aussichtslosigkeit

Erst Ende März hatte der Tod von Thomas Schäfer große Betroffenheit über die Grenzen der Parteien hinweg ausgelöst. Der CDU-Politiker soll in einem Abschiedsbrief von einer „Aussichtslosigkeit” der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage geschrieben haben. Diese habe ihm „zu schaffen gemacht”. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sprach von einer Verzweiflungstat, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise steht. „Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben. Er fand offensichtlich keinen Ausweg mehr.”, so Bouffier.

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Normalerweise zieht es die Redaktion vor, nicht über Suizide zu berichten. In diesem besonderen Fall hat sich die Redaktion aber dafür entschieden.

Solltet ihr selbst von Selbstmordgedanken betroffen sein, findet ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr unter den kostenlosen Rufnummern 0800 – 111 011 1 oder 0800 – 111 022 2 oder 0800 – 111 011 6123 Ansprechpartner. Natürlich auch anonym.


 

3 verschiedene Impfstoffe gegen Covid-19 in der Zulassung

Nachrichten Überregional | Nach den neuesten Informationen von Science and Technology Daily vom 14. April haben zwei Totimpfstoffe gegen COVID-19 die Zulassung für eine kombinierte klinische Studie der Phase I und II erhalten, womit sie in der Kategorie der Totimpfstoffe die erste Gruppe bilden. Die beiden Impfstoffe wurden von den Unternehmen „Wuhan Institute of Biological Products“ in Wuhan und von „Sinovac Research & Development“ in Beijing jeweils gemeinsam mit Forschungseinrichtungen entwickelt.


Zuvor wurde bereits ein anderer Impfstoff für eine Studie zugelassen

Bereits am 17. März gelang es dem Team um Chen Wei, Wissenschaftlerin an der Chinesischen Akademie für Ingenieurwissenschaften in Peking und Forscherin an der Militärakademie für Medizin, die Genehmigung für eine klinische Studie mit dem von ihnen entwickelten rekombinanten COVID-19-Impfstoff zu erhalten.

Seit dem Beginn des Programms hat das Team um Chen Wei mit großem Tempo Untersuchungen zu dem rekombinanten COVID-19-Impfstoff durchgeführt. Am 17. März erhielt der rekombinante Impfstoff des Teams die Zulassung für eine klinische Studie einen Monat früher als erwartet. Bis zum 2. April hatten alle 108 Teilnehmer der klinischen Phase-I-Studie in Wuhan den Impfstoff erhalten. Am 9. April konnte mit der Aufnahme von freiwilligen Teilnehmern für die klinische Studie der Phase II begonnen werden. Diese ist größer angelegt und umfasst auch Placebo-Vergleichsgruppen.

China übernimmt die Führung bei der Entwicklung von Impfstoffen

„Auf globale Sicht übernehmen wir gerade die Führung bei der Entwicklung von COVID-19 Impfstoffen“, sagte Wang Junzhi, Wissenschaftler an der Chinesischen Akademie für Ingenieurwissenschaften. Die Gründe für das Erreichen dieser Position seien ein früher Start, eine klare Richtung, Wissenschaft als wichtigste Grundlage und die Zusammenarbeit aller Beteiligten.



Die Sicherheit steht trotzdem im Vordergrund

Wang Junzhi hob aber auch das Problem der Sicherheit des Impfstoffs hervor: „Einerseits strengen sich die chinesischen Wissenschaftler sehr an und arbeiten unter großem Zeitdruck. Andererseits unterliegt die Forschung, die sie durchführen, der wissenschaftlichen Sorgfaltspflicht und entsprechenden Standards und gewährleistet die Sicherheit und Validität des Impfstoffs. Sämtliche Aktivitäten, die mit Forschung und Entwicklung zu tun haben, stehen im Einklang mit den dafür geltenden Vorgaben und technischen Anforderungen.“

Erklärung zu den unterschiedlichen Impfstoffen

Was ist ein Totimpfstoff? Bei Totimpfstoffen werden die Erreger durch chemische oder physikalische Maßnahmen inaktiviert. Sie sind nicht mehr vermehrungsfähig. Eine daraus folgende Erkrankung ist ausgeschlossen. Der Impfschutz lässt jedoch mit der Zeit nach, so dass er in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden muss. Totimpfstoffe werden beispielsweis gegen Grippe, Tollwut , Fleckfieber und Pneumokokkeninfektionen verwendet.

Was ist ein rekombinanter Impfstoff? Rekombinante Impfstoffe enthalten meist nur ein einzelnes Antigen eines Erregers, wogegen das menschliche Immunsystem dann so reagiert, dass der Körper auch bei Kontakt mit dem ganzen Erreger geschützt ist.

Diese Antigene können im Labor künstlich produziert werden, indem die DNA für das Antigen in Zellen (zum Beispiel Hefezellen) eingebaut wird. Diese Zellen produzieren dann das Antigen nach. Durch bestimmte Methoden der Aufbereitung kann daraus ein Impfstoff hergestellt werden. Bei einem solchen Impfstoff ist das Risiko nicht gegeben, dass bei dem geimpften Menschen die Krankheit ausgelöst wird. Die Impfstoffe gegen Hepatitis A und B sowie Cholera sind derartige Impfstoffe.

 

Mainzer Traditionsgeschäft benötigt Unterstützung – 95 Jahre in Mainz

Nachrichten Mainz | Im Herzen von Mainz liegt WiRTH ‚Der Kinderladen‘. Seit 95 Jahren gehört das Spielzeuggeschäft zu der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt und ist damit ein echtes Mainzer Traditionsgeschäft. Doch auch der Kinderladen hat mit der vorübergehenden Schließung als Folge der Corona-Pandemie zu kämpfen.

 


Die Kosten müssen weiterhin gedeckt werden

Ein Großteil der Einnahmen bricht in Folge der notwendigen Schließung weg, doch die laufenden Kosten müssen trotzdem gedeckt werden. Um ein endgültiges Aus für das Geschäft zu verhindern, ist das Unternehmen auf Unterstützung angewiesen. Daher bittet Wirth alle Kundinnen und Kunden den neuen Online Shop zu besuchen und dem Traditionsgeschäft in Mainz zu helfen, auch in dieser schweren Zeit zu überleben. In dem Online Shop ist ein Großteil des Spielwarensortiments verfügbar.

Diesen Lieferservice bietet WiRTH Der Kinderladen:

  • Deutschlandweiter Versand
  • Kostenfreie Lieferung ab 30 Euro Warenwert
  • Bestellungen bis 11:11 Uhr im Umkreis von 15 Kilometern um Mainz werden noch am gleichen Tag geliefert
  • Bestellungen über den Online Shop hier

In einem Video bei Facebook appelliert Christoph Demmler von der Firma WiRTH Der Kinderladen daher an die Kunden: „Besonders in Krisenzeiten ist Zusammenhalt wichtiger denn je“, so Demmler. „Jede Unterstützung zählt.“ Die Firma Wirth hat das in der langen Firmengeschichte schon des Öfteren bewiesen.

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Die Geschichte von Wirth ‚Der Kinderladen‘

Im Jahre 1925 begann die Geschichte des heutigen Kinderladens. In diesem Jahr übernahm Andreas Wirth die Wäschefabrikation Wirth & Rühe, welche er drei Jahre zuvor mitbegründet hatte. Er spezialisierte die Firma auf die Herstellung von Kinderbekleidung. Seine Frau Elisabeth leitete den Betrieb mit rund 40 Mitarbeitern und ebenfalls rund 40  Heimarbeiterinnen.

Im Jahr 1929 wurde Wirth “Der Kinderladen” von dem Ehepaar eröffnet und im Zeichen der beginnenden Wirtschaftsdepression der krisenfestere Einzelhandel aufgebaut.

„Der Kinderladen“ als Name wurde zunächst abgelehnt

Der Namenszusatz “Der Kinderladen” wurde zu Beginn des Öfteren belächelt und als irreführende Firmenbezeichnung zum Eintrag ins Handelsregister abgelehnt. 1943 trat Margot Wirth als persönlich haftende Gesellschafterin in die Firma ein. Dann wurde auch dem Eintrag des Firmenzusatzes “Der Kinderladen” zugestimmt. Im Jahr 1945 folgten dann Teilzerstörung, Plünderung, und das Überleben in den Trümmern.

Der Wiederaufbau des Kinderladens

Im Juni 1948 beschlossen Heinz Demmler und Margot Wirth den erneuten Geschäftsaufbau. Unter schwierigen Auflagen der Besatzungsmacht wurde im zerstörten Bereich des Münsterplatzes der erste Behelfsbau von Heinz Demmler erstellt und so das Spielwarenhaus in der Schillerstraße 48 gegründet.

Zwei Jahre später wurde ein Neubau gestartet. Im August 1950 nach einer Bauzeit von rund drei Monaten eröffnete dann das neue Spielwarenhaus in der Schillerstraße. Im Jahr 1957 wurde das nebenan liegende Anwesen in der Große Bleiche 4 ausgebaut, wobei beide Geschäfte unter einem Dach vereint wurden.

50-Jähriges Jubiläum

1975 feiert WIRTH ‚Der Kinderladen‘ das 50-jährige Firmenbestehen.
Zu diesem Anlass erhält der Kinderladen als besondere Ehre der Stadt Mainz eine Skulptur der Jupitersäule, welche Jockel Fuchs, dem damaligen Bürgermeister von Mainz persönlich überreicht wird.


WiRTH der Kinderladen darf ab dem 20. April wieder öffnen. Warum das Traditionsgeschäft trotz 2.000 Quadratmetern öffnen darf, erfahrt ihr hier im Artikel. 

 

JU Mainz ist für Bürgerentscheid zum Dieselfahrverbot in der Landeshauptstadt

Nachrichten Mainz | Aufgrund der Corona-Herausforderung, die für einen Einbruch der Verkehrsbewegungen und damit temporär für eine Verbesserung der Luftwerte sorgt, verständigten sich die Stadt Mainz und die Deutsche Umwelthilfe darauf, die Umsetzung des Dieselfahrverbots vom 1. Juli 2020 um drei Monate auf den 1. Oktober 2020 zu verschieben.


Die Junge Union (JU) zeigt sich enttäuscht

„Dezernentin Eder hatte die große Möglichkeit, unter dem allgegenwärtigen Einfluss der Corona-Pandemie das Dieselfahrverbot zu kippen und dieses Projekt ad acta zu legen. Viele kleine Gewerbetreibende, Selbstständige und Angestellte leiden aktuell auch unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, nämlich Kurzarbeit, Geschäftsschließungen und fehlenden Aufträgen. Sobald der Lockdown wieder gelockert werden kann, gilt es, zu wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden und die Menschen dabei zu unterstützen, nicht zu gängeln. Letzteres wird durch das unnötige Dieselfahrverbot jedoch bewirkt“, so Torsten Rohe, Kreisvorsitzender der JU in Mainz

Ju mainz ist für bürgerentscheid zum dieselfahrverbot in der landeshauptstadt
Torsten Rohe, Kreisvorsitzender der Jungen Union Mainz

Der Chef der konservativen politischen Jungorganisation verweist in seiner Stellungnahme nicht nur auf die von überhöhten Werten nicht betroffenen Teile der Rheinstraße, sondern nimmt auch Bezug auf tagesaktuelle Messwerte in Deutschland.

„Wie diversen überregionalen Zeitungen zu entnehmen war, sind die Werte in verschiedenen Städten nicht stark durch die rückgängige private Dieselfahrzeugnutzung zurückgegangen. Das zeigt ganz deutlich, dass die Umweltdezernentin hier auf dem falschen Weg ist!“

Der Nahverkehr muss attraktiver werden

Die JU schlägt nicht erst seit der letzten Kommunalwahl unterschiedliche Maßnahmen vor, um Verbote zu verhindern und die Luftreinheit in der Innenstadt zu gewährleisten. „Dazu zählen unter anderem die Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs durch günstigere und besser getaktete Busse und Straßenbahnen, der Ausbau von Fahrradstraßen, eine kluge Verkehrsführung durch Grünphasen und ausreichend Parkflächen, um dem abendlichen Parkplatzsuchverkehr Herr zu werden.“

Ebenso war in der letzten Woche den örtlichen Zeitungen zu entnehmen, dass es im Mainzer Stadtrat zu einer neuen Mehrheit gegen das Dieselfahrverbot gekommen sei. „Der Mainzer Stadtrat ist das höchste politische Gremium für die Stadt Mainz. Die Stadträte wurden vor einem Jahr direkt von den Bürgerinnen und Bürgern in Mainz gewählt. Nachdem vom Dieselfahrverbot als wirksames Mittel gegen Luftverschmutzungen nicht viel übrig bleibt, müssen die Fraktionen Farbe bekennen, ob sie hinter einem rein ideologischen Fahrverbot stehen!“



Es sollt über einen Bürgerentscheid nachgedacht werden

„Wenn sich die nicht direkt gewählte Dezernentin über dieses Gremium hinwegsetzen will, werden wir alle Wege ausnutzen, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu wahren. Ein Einwohnerantrag wäre hierfür der erste Schritt!“, kündigt Rohe weitere Maßnahmen an.

Die Junge Union hatte bereits in der Vergangenheit Mittel der direkten Demokratie genutzt, um politische Entscheidungen der Stadtspitze auf den Prüfstand zu stellen. So wurden ausreichend Unterschriften für einen Einwohnerantrag gegen die Rathaussanierung gesammelt. Die JU unterstützte ebenfalls den vor zwei Jahren statt gefundenen Bürgerentscheid zum Bibelturm am Liebfrauenplatz.

„Der erste Mainzer Bürgerentscheid war ein großer Erfolg für die Mitbestimmung der Mainzerinnen und Mainzer. Wenn der Mainzer Stadtrat zu diesem wichtigen Thema nicht Gehör findet, sollte über einen zweiten Bürgerentscheid in Mainz nachgedacht werden, um die Stadtpolitik lebendig, attraktiv und transparent zu machen“, so Rohe abschließend.

Neuer Busfahrplan der ESWE für Wiesbaden

Nachrichten Wiesbaden | Aufgrund der steigenden Fahrgastzahlen in der aktuellen Woche nach Ostern und zu erwartender erhöhter Nachfrage ab der kommenden Woche, werden die Busse in Wiesbaden ab dem 20. April wieder häufiger fahren. Bislang ist der Samstagsplan gültig. Die einzige Ausnahme bildet die Linie 9, die bis 8.30 Uhr nach Montag-Freitag-Fahrplan fährt, danach weiter nach Samstagsplan.


Ab Montag gilt folgendes

Der Fahrplan des Wiesbadener Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr wird wochentags auf den Ferienfahrplan für montags bis freitags aufgestockt. Samstags und sonntags wird nach dem Samstag- beziehungsweise Sonntagfahrplan gefahren. Es werden zudem weiterhin alle zur verfügung stehenden Gelenkomnibusse eingesetzt, sodass die maximal möglichen Kapazitäten für die Fahrgäste angeboten werden können.

Der Nachtverkehr bleibt allerdings bis auf Weiteres eingeschränkt. Die Nachtbusse fahren täglich um 0.30 Uhr ab der Innenstadt und die Nachtringlinie N13 fährt planmäßig. Die Nachtfahrten um 2 Uhr und 3.30 Uhr ab der Innenstadt entfallen jedoch.

Hier sind die neuen Fahrpläne zu finden

Die Ferienfahrpläne sind im Taschenfahrplan, in den Aushängen an den Haltestellen und auf der Webseite von ESWE Verkehr veröffentlicht, sowie in der App des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) hinterlegt. ESWE Verkehr ist überzeugt, so dem Anspruch als Mobilitätsdienstleister der Landeshauptstadt Wiesbaden und den Anforderungen im ÖPNV gerecht werden zu können. Weitere Informationen können unter der Telefonnummer 0611 – 450 224 50 in Erfahrung gebracht werden.

Der Straßenausbau in Wackernheim verzögert sich weiter

Nachrichten Wackernheim | Der Landkreis Mainz-Bingen erhält für den Ausbau des zweiten Bauabschnittes der Kreisstraße 18 in der Ortsdurchfahrt Wackernheim Zuwendungen in Höhe von 310.000 Euro, wie Verkehrsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt hat.


Der Abschnitt wird auf einer Länge von rund 800 Metern ausgebaut

„Die Landesregierung unterstützt nachhaltig die Modernisierung der kommunalen Straßen und Brücken im Land, davon profitiert auch der Landkreis Mainz-Bingen“, erklärt Verkehrsminister Dr. Volker Wissing.

Der verkehrswichtige Abschnitt im Zuge der Kreisstraße 18 wird auf einer Länge von rund 800 Metern ausgebaut, damit er wieder den heutigen verkehrlichen Anforderungen genügt. „Moderne Straßen sind ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft vor Ort sowie zu einer besseren Lebensqualität in der Region“, so der Verkehrsminister. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) werde in den nächsten Tagen die förmlichen Bewilligungsbescheide versenden.

Die Baustelle bleibt noch lange erhalten

Die Baumaßnahmen und Verkehrseinschränkungen werden nach ersten Einschätzungen noch mehrere Wochen andauern. Nach Informationen von den ausführenden Firmen vor Ort, wird mit einer Fertigstellung im Juli gerechnet. Die Termine zur Fertigstellung wurden im Vorfeld schon mehrfach durch die LBM korrigiert.