Start Blog Seite 140

Wie ein Rheinhesse Mallorca erobert – Rumbombe und der Ballermann

0
Foto: BYC-News

Rheinhessen: Was als kleine Spaßaktion auf TikTok begann, hat sich zum echten Erfolgsmärchen entwickelt: Robin Mayer aus Nackenheim – besser bekannt als Rumbombe – ist heute eine feste Größe in der Partyschlager-Szene. Täglich postete er auf Social Media neue Refrains, bis sein Traum in Erfüllung ging: ein Auftritt im legendären Bierkönig auf Mallorca.

Vom Rapper zum Partyhit-Macher

Rumbombe wurde 1990 in Mainz geboren und wuchs in Rheinhessen auf. Schon als Jugendlicher schrieb er Rap-Texte. Doch so richtig passte er nie in ein Genre. Als Mediengestalter arbeitete er kreativ, doch seine wahre Leidenschaft blieb die Musik. Nach einem Jobverlust wagte er 2020 einen Neustart – diesmal mit Spaßmusik. Die Idee: Partyschlager mit Witz und TikTok-Potenzial.

Der erste virale Hit lässt nicht lange auf sich warten

Im Jahr 2022 startet Mayer auf TikTok die Aktion „Jeden Tag ein Ballermann-Refrain“. Innerhalb kürzester Zeit klicken Hunderttausende seine Videos. Produzent Vitali Zestovshkih wird auf ihn aufmerksam. Kurz darauf erscheint der erste Hit „Zum Greifen nah“. Dieser Track brachte ihm Aufmerksamkeit, Millionen Streams – und seinen ersten großen Live-Auftritt im Bierkönig.

-Werbeanzeige-

Auf der Bühne angekommen – und das mit Wumms

Im April 2023 stand er endlich im Bierkönig auf der Bühne. Mit dabei: Familie, Freunde – und Mia Julia, mit der er spontan ein Duett singt. Rumbombe ist angekommen. Vom Internet-Clip zum gefeierten Live-Act – in nur einem Jahr.

Hits, die hängen bleiben: „Mallelelele“, „Ameise“ und „Hurensohn“

Mit „Mallelelele“ landet Rumbombe im Sommer 2023 einen Ohrwurm, der zum Dauerbrenner in Strandbars und Clubs wird. Gemeinsam mit Mia Julia bringt er Partystimmung pur. Im Januar 2024 folgt „Ameise“ – ein Song über das kleine Tier wird zum TikTok-Trend. Millionen tanzen mit. Der Song schafft es sogar auf die großen Party-Sampler. Im März 2025 mischte dann der Song „Hurensohn“ die Charts auf, welcher es in kürzester Zeit in die Top 10 der Viralen Spotify Charts schaffte.

Ein Mix aus Humor, Rap und Party

Rumbombes Musikstil ist klar, tanzbar und direkt – mit spürbarem Einfluss aus seiner Rap-Vergangenheit. Seine Texte sind humorvoll, gelegentlich frech, aber immer mit einem Augenzwinkern. Auch optisch ist er unverkennbar: Glatze und gelbe Brille gehören zu seinem Markenzeichen. Gemeinsam mit seiner treuen ‚Rumbuden-Crew‘ – darunter sein Freund Andreas alias ‚Malle Andy‘ und sein Bruder Nils alias ‚Nachtischnils‘ – feiert er sowohl online als auch live mit seinen Fans.

Große Namen, starke Duette

Ob mit Mia Julia, dem DJ-Duo Anstandslos & Durchgeknallt, Frenzy oder mit Erotik-Star Micaela Schäfer – Rumbombe arbeitet schnell mit den ganz Großen der Szene. Diese Kollaborationen geben ihm Reichweite, Glaubwürdigkeit und neue Fans. Und sie zeigen: Rumbombe wird ernst genommen.

-Werbeanzeige-

Von Mallorca bis in die Alpen

Mit „Mallelelele“ gelingt Rumbombe im Sommer 2023 ein echter Ohrwurm-Hit, der sich schnell zum Dauerbrenner in Strandbars und Clubs entwickelt. Zusammen mit Mia Julia sorgt er für pure Partystimmung. Im Januar 2024 legt er mit „Ameise“ nach – ein Song über das kleine Tier, der auf TikTok viral geht und Millionen zum Mittanzen animiert. Der Track landet sogar auf mehreren bekannten Party-Samplern. Im März 2025 folgt schließlich „Hurensohn“, ein Song, der in Rekordzeit die Top 10 der viralen Spotify-Charts erobert und für ordentlich Wirbel sorgt.

Lob von Kollegen, Aufmerksamkeit in der Presse

Stars wie Ikke Hüftgold oder Mia Julia zeigen sich beeindruckt von Rumbombes Tempo. Auch die Medien berichten regelmäßig über ihn. Nach einem Zwischenfall mit einem Bierkrug am Ballermann während eines Auftritts im Bierkönig, zeigten Fans ihre volle Solidarität. Die Begeisterung für Rumbombe ist groß – sowohl online als auch auf der Tanzfläche.

Was kommt als Nächstes?

Für 2025 gab es für Robin Mayer einen Entscheidenden Wechsel. Er wechselte vom Wohnzimmer Mallorcas in den legendären Megapark Mallorca. Er verkündete am 4. April via Social-Media, dass er dem Bierkönig den Rücken kehrt und einen Vertrag im Megapark unterschrieben habe. Rumbombes Debüt im Megapark wurde bereits auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok gefeiert. Videos zeigen den Sänger vor einer begeisterten Menge und geben einen ersten Eindruck davon, wie gut der Wechsel vom Publikum angenommen wurde. Zudem sind weitere Songs und sogar ein Album im Gespräch. Sein Terminkalender ist voll, die Fangemeinde wächst weiter. Und solange Rumbombe neue Hits liefert, wird er auch in Zukunft für Stimmung weit über den Ballermann sorgen. Außerdem startete Robin Mayer einen Online-Shop, in dem jeder legendären Merch wie das berühmte ‚Rumbude‘-Schild erwerben kann.

Fazit: Ein Selfmade-Star mit Dauerpotenzial

Rumbombe ist mehr als ein Hype. Er ist ein Beispiel dafür, wie moderne Medien, Humor und echte Leidenschaft zusammen ein Erfolgsrezept ergeben. Vom TikTok-Clip bis zur Mallorca-Hymne – seine Karriere zeigt: Wer Mut hat, wird belohnt. Und das nächste „lelelele“ kommt bestimmt.

Artikelempfehlung: Öffentliche Führung im Museum am Strom – Faszination Hildegard von Bingen

-Werbeanzeige-

Die Erfolgsgeschichte des Thomas „Tommi“ Schmitt

0

Thomas „Tommi“ Schmitt, geboren am 26. Januar 1989 in Detmold, hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der deutschen Entertainment-Branche gemacht. Bekannt als Podcaster, Moderator und ehemaliger Kolumnist, zeigt Schmitts Werdegang, dass eine Karriere in der Medienwelt vielfältige Wege nehmen kann.

Nach dem Abitur 2008 am Gymnasium Leopoldinum in Detmold und einem anschließenden Zivildienst, entschied sich Schmitt für ein Studium der Medienkommunikation und des Journalismus an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln. Seine ersten Schritte in der Medienwelt machte er als Volontär in der Presseabteilung des Fußballvereins Borussia Mönchengladbach, bevor er nach Hannover zog, um ein Masterstudium zu beginnen, welches er jedoch zugunsten seiner Karriere als Comedy-Autor abbrach.

-Werbeanzeige-

Schmitts Talent für das Schreiben von Witzen öffnete ihm Türen in der deutschen TV-Landschaft

Er arbeitete für bekannte Formate wie „TV total“ und „Late Night Berlin“, bevor er mit dem Podcast „Gemischtes Hack“, moderiert zusammen mit dem Comedian Felix Lobrecht, einen echten Volltreffer landete. Der Podcast, der seit 2017 wöchentlich erscheint und dessen Exklusivrechte seit September 2019 bei Spotify liegen, ist einer der meistgehörten im deutschsprachigen Raum und erzielte 2019 weltweit den dritten Platz der meist gestreamten Podcasts auf Spotify.

Neben „Gemischtes Hack“ machte Schmitt auch mit anderen Projekten auf sich aufmerksam. So moderierte er etwa das YouTube-Format „Was machen Sachen?“, gewann den deutschen Comedypreis 2020 und die „1LIVE Comedy Krone“. 2021 erhielt er auf ZDFneo mit „Studio Schmitt“ eine eigene Show, die satirisch aktuelle Themen behandelte. Zudem beteiligte er sich an karitativen Aktionen, wie der Veröffentlichung der Single „Unten kommt die Gurke rein“ mit Felix Lobrecht und Ikke Hüftgold, deren Einnahmen der Seenotrettung im Mittelmeer zugutekamen.

-Werbeanzeige-

Aktuell hostet Schmitt den Podcast „Copa TS“, der sich Fußballthemen widmet, und moderiert zusammen mit Sophie Passmann die Talkshow „Neo Ragazzi“ auf ZDFneo.

Privat kommt Schmitt aus einem medizinisch geprägten Elternhaus und lebt in Köln. Bis Dezember 2022 war er mit der Influencerin Caro Daur liiert. Sein Werdegang von der Ausbildung bis hin zu einem festen Platz in der deutschen Medienlandschaft verdeutlicht, dass Flexibilität und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, Schlüssel zum Erfolg sein können.

So wurde Robert Geiss zum Multimilliönar – Das Vermögen des Unternehmers

-Werbeanzeige-

Die Geschichte des Burgparks in Gustavsburg

0
Burgpark Gustavsburg
Burgpark Gustavsburg

Der Burgpark in Gustavsburg ist ein Ort, der sowohl Geschichte als auch Natur miteinander verbindet. 2004 wurde der Park mit dem Ziel gestaltet, die Erinnerungen an die schwedische Festung Gustavsburg lebendig zu halten, die in den Jahren 1632 bis 1635 auf diesem Gebiet stand. Dieser Park ist ein wahres Stück Geschichte, das sowohl Einheimische als auch Besucher dazu einlädt, in die Vergangenheit einzutauchen und gleichzeitig die ruhige Atmosphäre der Natur zu genießen.

-Werbeanzeige-

Die Schwedische Festung Gustavsburg

Die Geschichte der Gustavsburg beginnt im frühen 17. Jahrhundert, als der schwedische König Gustav II. Adolf im Zuge des Dreißigjährigen Krieges den Befehl gab, eine Festung im Gebiet von Gustavsburg zu errichten. Diese sollte als strategischer Stützpunkt dienen, da sie gegenüber von Mainz positioniert war, einem der wichtigsten Städte des Rhein-Main-Gebiets. Der Bau der Festung erfolgte in Form einer sternförmigen Anlage mit sechs Bastionen, die durch Gräben geschützt war. Der Plan war, hier Platz für 600 Häuser zu schaffen, was das militärische Potential dieser Festung unterstrich.

Trotz ihrer strategischen Bedeutung wurde die Gustavsburg jedoch nur wenige Jahre genutzt. Bereits 1635, nach nur drei Jahren, wurde sie wieder aufgegeben, und die Festung verschwand aus der Geschichte. Dennoch hinterließ sie ihre Spuren, die heute im Burgpark sichtbar sind.

Matthäus merian, topographia germaniae, 1655: gustavsburg und mainmündung
Matthäus Merian, Topographia Germaniae, 1655: Gustavsburg und Mainmündung

Die Brücke und die Überreste der Festung

Ein markanter Bestandteil des Burgparks ist die Brücke, die früher über einen Altarm des Mains führte. Diese Verbindung zwischen den beiden Teilen des Parks existiert heute noch, auch wenn der Altarm des Mains längst ausgetrocknet ist. Die Brücke aus Holz symbolisiert die historische Verbindung und lädt zu einem kurzen Spaziergang ein. Auf einer Seite der Brücke kann man heute noch Mauerreste der einst imposanten Festung entdecken. Eine Gedenktafel, die an dieser Stelle montiert wurde, zeigt eine Abbildung der Gustavsburg und informiert über die historische Bedeutung der Festung. Die Tafel trägt die Inschrift:

„Hier stand von 1632 bis 1635 die Schwedische Festung Gustavsburg. Die Anordnung zum Bau kam vom schwedischen König Gustav II. Adolf. Die sternförmige Anlage umfasste sechs Bastionen. Den Wällen vorgelagerte Gräben sind hier noch zu erkennen. Der Innenraum war für 600 Häuser vorgesehen. 1633 erhielt die Festung Stadtrechte. Schon 1635 wurde die Festung aufgegeben.“

Zwei Bänke, die vor den Mauerresten platziert wurden, bieten den Besuchern die Möglichkeit, sich zu setzen und die Geschichte auf sich wirken zu lassen.

Der Torturm – ein Wahrzeichen der Geschichte

Ein weiteres Wahrzeichen vom Burgpark Gustavsburg ist der Torturm, der 2004 an der Stelle des nordöstlichen Eingangstores der Gustavsburg errichtet wurde. Der mehr als 10 Meter hohe Holzbau war ursprünglich als Spiel- und Kletterturm für Kinder gedacht. Mit seinen mehreren Ebenen, Kletternetzen und einer Rutsche wurde er zu einem beliebten Treffpunkt für die jüngeren Besucher. Der Turm war nicht nur ein symbolisches Relikt aus der Vergangenheit, sondern ermöglichte es den Kindern, auf spielerische Weise etwas über die Geschichte zu erfahren.

Leider wurde der Turm aufgrund von wiederholtem Vandalismus und Zündeleien vor etwa fünf Jahren geschlossen. Die Rutsche wurde abmontiert, und der Turm selbst ist heute nicht mehr zugänglich. Dennoch bleibt der Torturm als Symbol der Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart im Gedächtnis der Anwohner.

Der Steinkreis – ein Ort der Ruhe

Zwischen den Mauerresten und dem Torturm befindet sich der Steinkreis, der den Besuchern eine weitere Gelegenheit zur Erholung bietet. Der Steinkreis ist mehr als nur ein dekoratives Element im Park; er hat eine tiefere symbolische Bedeutung. Auf einer Tafel, die in der Nähe des Steinkreises angebracht ist, steht geschrieben:

„Dieser Ort besitzt eine sanfte und kraftvolle Ausstrahlung, hilft ruhig zu werden, dient dem Stressabbau und fördert das Gefühl, geborgen und angenommen zu sein. Die bildliche Vorstellung ist ein ruhiges Wasser auf warmer Erde unter hellem Himmel.“

Der Steinkreis ist ein Ort der Entspannung und lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen und dem hektischen Alltag zu entfliehen. Hier können Besucher die Verbindung zwischen Natur und Geschichte auf ganz besondere Weise erleben.

Burgpark Gustavsburg: Ein Ort der Erinnerung und Erholung

Der Burgpark in Gustavsburg ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein lebendiges Denkmal für die Geschichte der Region. Die Überreste der schwedischen Festung, der historische Torturm und der Steinkreis laden die Besucher dazu ein, sich sowohl mit der Vergangenheit als auch mit der Gegenwart auseinanderzusetzen. Wer den Park besucht, kann sich in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurückversetzen und gleichzeitig die Ruhe und Schönheit der Natur genießen.

Der Burgpark ist ein einzigartiger Ort, der Geschichte, Kultur und Erholung miteinander vereint – ein Ort, der sowohl für die Bewohner von Gustavsburg als auch für Touristen einen besonderen Wert darstellt.

-Werbeanzeige-

Neues Gerichtsurteil zur Burschenschaft in Mainz

0
Amtsgericht Mainz | Foto: BYC-News

Der Verfassungsschutz darf eine pflichtschlagende Burschenschaft weiterhin beobachten und sie im Verfassungsschutzbericht erwähnen. Das hat das Verwaltungsgericht Mainz entschieden und damit die Klage des Altherrenverbandes der Burschenschaft „Germania Halle zu Mainz“ abgewiesen. Nach Auffassung des Gerichts liegen hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen vor.

Klage gegen Beobachtung und öffentliche Nennung

Der Kläger, der Altherrenverband der Burschenschaft, hatte sich gegen seine Einstufung als Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes gewandt. Zudem hielt er die öffentlichkeitswirksame Bekanntgabe dieser Einstufung sowie die Erwähnung im Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2024 für rechtswidrig. Das beklagte Land war bereits im März 2024 zu dem Ergebnis gekommen, dass die Burschenschaft politisch ziel- und zweckgerichtete Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung verfolge. Im April 2024 machte das Land diese Einschätzung öffentlich. Im Verfassungsschutzbericht 2024, der im Juni 2025 vorgestellt wurde, tauchte die Burschenschaft schließlich im Abschnitt „Brennpunktthemen“ unter der Rubrik „Das Netzwerk der ,Neuen Rechten‘“ auf.

Kläger sieht keine politischen Bestrebungen

Der Altherrenverband argumentierte, die Burschenschaft befasse sich nicht mit Parteipolitik, sondern widme sich der studentischen und akademischen Brauchtumspflege. Zudem sei zwischen der aktiven Burschenschaft, die aus Studierenden bestehe, und dem Altherrenverband strikt zu trennen. Die vorgelegten Belege seien überwiegend alt, substanzlos und den einzelnen Mitgliedern, nicht aber der Burschenschaft als solcher zuzurechnen. Auch die Darstellung im Verfassungsschutzbericht sowie die teilweise geschwärzte Akteneinsicht beanstandete der Kläger.

Mainzer Gericht: Beobachtung dient der Aufklärung

Das Verwaltungsgericht folgte dieser Argumentation nicht. Es stellte klar, dass die bloße Beobachtung durch den Verfassungsschutz keine Feststellung der Verfassungswidrigkeit darstelle. Vielmehr diene sie gerade der weiteren Aufklärung eines bestehenden Verdachts. Nach Auffassung des Gerichts war die Einstufung der Burschenschaft als Beobachtungsobjekt nach dem Landesverfassungsschutzgesetz rechtmäßig. Die aktive Burschenschaft und der Altherrenverband seien zutreffend als untrennbare Gemeinschaft behandelt worden, da sie sich selbst als solche verstünden und entsprechend aufträten.

Politische Bezüge und fehlende Distanzierung

Die Richter sahen auch die herangezogenen Erkenntnisse als tragfähig an. Dazu zählten eigene Äußerungen von Mitgliedern, das Auftreten in sozialen Medien, die Auswahl von Referenten und Themen bei Veranstaltungen sowie enge Vernetzungen mit anderen einschlägigen Organisationen. Diese Aspekte belegten einen politischen Hintergrund der Aktivitäten. Entscheidend war für das Gericht zudem, dass keine erkennbaren Distanzierungen von früheren Äußerungen oder Aktivitäten vorlagen. Auch ein personeller oder inhaltlicher Neuanfang der traditionsbewussten Burschenschaft sei weder ersichtlich noch vorgetragen worden.

Erwähnung im Verfassungsschutzbericht rechtmäßig

Schließlich beanstandete das Gericht auch die konkrete Darstellung im Verfassungsschutzbericht nicht. Diese sei sachlich, inhaltlich korrekt und mit der gebotenen Zurückhaltung erfolgt. In ihrer Gesamtschau rechtfertigten die gewonnenen Erkenntnisse daher die Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Mit dem Urteil bleibt die Burschenschaft weiterhin im Fokus der Sicherheitsbehörden. Ob der Kläger gegen die Entscheidung weitere rechtliche Schritte einlegt, ist bislang offen.

Artikelempfehlung: Schwerer Bankraub in Gensingen – Prozess gegen 50-Jährigen

Raubüberfall auf Tankstelle in Rüsselsheim

0
Angriff in Wiesbaden
Zeugenaufruf der Polizei

Am Mittwochabend, dem 7. Januar, kam es in der Friedrich-Ebert-Straße in Rüsselsheim am Main zu einem bewaffneten Überfall auf eine Tankstelle. Gegen 21.25 Uhr betrat ein bislang unbekannter, maskierter Mann den Verkaufsraum und bedrohte zwei Mitarbeitende mit einem Messer. Gleichzeitig forderte er die Herausgabe von Bargeld.

Täter flüchtet nach Geldübergabe

Nachdem die Angestellten dem Täter das Bargeld ausgehändigt hatten, ergriff dieser sofort die Flucht. Er verließ die Tankstelle und flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung. Verletzt wurde bei dem Überfall nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Detaillierte Täterbeschreibung veröffentlicht

Die Polizei beschreibt den Flüchtigen als 20 bis 25 Jahre alt und etwa 1,85 Meter groß. Zum Tatzeitpunkt trug er eine schwarze Jacke mit rotem Innenfutter, blaue Jeans, Turnschuhe sowie schwarze Handschuhe. Außerdem führte er einen schwarzen Rucksack der Marke „PUMA“ mit sich. Der Mann sprach akzentfrei Deutsch.

Fahndung der Polizei Rüsselsheim bislang ohne Erfolg

Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine Fahndung ein. Diese blieb jedoch bislang ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim, Kommissariat 10, hat die weiteren Ermittlungen übernommen und prüft derzeit mögliche Spuren sowie Hinweise aus der Bevölkerung.

Polizei bittet um Hinweise

Die Ermittler hoffen nun auf Zeugen, die den Täter vor, während oder nach der Tat gesehen haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142 – 6960 bei der Polizei zu melden.

Artikelempfehlung: Protest der Landwirte am 9. Januar in Mainz

Vermögen von Jean Pierre Kraemer: Inhaber von JP Performance

0
Jean Pierre Kraemer
Jean Pierre Kraemer | Foto: Axel Schwenke

Jean Pierre „JP“ Kraemer zählt heute zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im deutschsprachigen Automotive-Bereich. Als Moderator, YouTuber, Unternehmer und Tuning-Experte hat er sich über Jahre eine enorme Reichweite aufgebaut. Spätestens seit seiner TV-Erfolgssendung „Die PS-Profis“ ist JP einer breiten Öffentlichkeit bekannt und gilt inzwischen als führender Auto-Influencer sowie begehrtes Testimonial verschiedener Fahrzeughersteller.

Obwohl online häufig von einem geschätzten Vermögen von rund 20 Millionen Euro die Rede ist, stellte Jean Pierre Kraemer kürzlich selbst klar, dass sein tatsächliches Vermögen bei etwa 40 Millionen Euro liege.

Frühes Leben und Einstieg in die Automobilwelt

Aufgewachsen in Dortmund, wo er bis heute lebt und arbeitet, entwickelte Kraemer bereits früh eine enge Bindung zur Automobilbranche. Nach seiner Schulzeit begann er eine Ausbildung zum Automobilkaufmann bei Porsche. Seine Karriere führte ihn anschließend zum Porsche-Tuner 9ff, bei dem er als Verkaufsleiter tätig war.

2007 wagte JP gemeinsam mit Sidney Hoffmann den Schritt in die Selbstständigkeit: Sie gründeten die „Five Star Performance GmbH“ in Dortmund. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten – 2009 wurde Focus TV auf das Duo aufmerksam und produzierte das TV-Format „Die PS-Profis – mehr Power aus dem Pott“, das auf DSF (später Sport1) ausgestrahlt wurde. Die Sendung machte Kraemer bundesweit bekannt.

Aufstieg zum Medienstar und Unternehmer

Nach der geschäftlichen Trennung von Sidney Hoffmann im Jahr 2012 gründete Kraemer „JP Performance“. Unterstützt durch seine wachsende Medienpräsenz baute er das Unternehmen zu einer der bekanntesten Tuningmarken Deutschlands aus. Parallel startete er seinen eigenen YouTube-Kanal, der heute rund zwei Millionen Abonnenten zählt und zu den reichweitenstärksten Automobilkanälen im deutschsprachigen Raum gehört.

Neben seinem Kerngeschäft ist JP ein gefragter Markenbotschafter für Autohersteller und andere Unternehmen. Seine unterhaltsame, bodenständige Art und seine Leidenschaft für Technik machen ihn zu einem der sympathischsten Gesichter der Szene.

2017 gründete er zudem ein eigenes Rennteam für die ADAC GT Masters – selbstverständlich mit einem Porsche 911 GT3 R als Einsatzfahrzeug. Auch in der Entertainmentbranche fand Kraemer seinen Platz: 2016 startete er seine Comedy-Show „PS: Ich liebe euch“ und begeisterte damit tausende Fans.

Meilensteine seiner Karriere

  • 2007: Gründung von „Five Star Performance GmbH“
  • 2009: Start der TV-Sendung „Die PS-Profis – mehr Power aus dem Pott“
  • 2012: Gründung von „JP Performance“ und Launch des YouTube-Kanals
  • 2016: Start seines Comedy-Programms „PS: Ich liebe euch“
  • 2017: Eröffnung des Burger-Restaurants „Big Boost Burger by JP Performance“

JP Performance: Tuning, Unterhaltung und Community-Treffpunkt

Auf dem Firmengelände von JP Performance hat Kraemer ein eigenes Unterhaltungsareal geschaffen. Dazu gehört das bekannte Burger-Restaurant „Big Boost Burger“, Aufenthaltsbereiche für Fans sowie ein Leistungsprüfstand. Hier können Besucher die Welt der Fahrzeugveredelung hautnah erleben – und mit etwas Glück ihr Idol persönlich treffen.

Zusätzlich vertreibt JP unter seiner Marke eigene Fanartikel und Mode. Die Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit und stärken seine Marke weit über die Tuning-Szene hinaus.

Warum JP so beliebt ist

Sein Erfolgsgeheimnis liegt nicht nur in technischem Know-how, sondern auch in seiner authentischen Ruhrpott-Art. Mit humorvollen, frechen Sprüchen und einem ehrlichen Auftreten begeistert er seit Jahren eine treue Fangemeinde. Diese Mischung aus Bodenständigkeit, Fachwissen und Unterhaltung hat aus Jean Pierre Kraemer eine feste Größe im deutschen Automobilkosmos gemacht – und wird dafür sorgen, dass sein Einfluss weiter wächst. JP Performance baut Kartbahn und Hotel in Dortmund

Artikelempfehlung:

Die Geschichte des Technischen Hilfswerks (THW)

0
Symbolbild THW | Foto: BYC-News

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) hat ihre Wurzeln in den Erfahrungen, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg gemacht wurden. Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1919 zurück, als die sogenannte Technische Nothilfe (TN) gegründet wurde. Diese Organisation war jedoch stark begrenzt auf die Aufrechterhaltung der Infrastruktur während innerer Unruhen und Streiks.

Geschichte Technisches Hilfswerk

Die massiven Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs, die vor allem die Zivilbevölkerung trafen, stellten die damaligen Hilfskräfte vor immense Herausforderungen. Viele Menschen mussten aus den Trümmern zerbombter Städte gerettet werden, eine Aufgabe, die die Einsatzkräfte mit den damaligen Mitteln kaum bewältigen konnten. Diese Erfahrungen prägten die Notwendigkeit, den Zivilschutz neu zu strukturieren.

Nach dem Krieg begann der Kalte Krieg, der von der nuklearen Aufrüstung und Bedrohungsszenarien geprägt war, die jenseits aller Vorstellungskraft lagen. Deutschland, durch seine zentrale Lage in Europa und die Teilung in Ost und West, war besonders bedroht. Aus dieser Situation heraus entstand die Notwendigkeit, die Gesamtverteidigung Deutschlands neu zu organisieren, die fortan in militärische und zivile Verteidigung unterteilt war. Die zivile Verteidigung, und damit auch der Katastrophenschutz, wurde dem Bundesinnenministerium zugeordnet.

Katastrophenschutz

Ein wichtiger Teil der zivilen Verteidigung ist der Katastrophenschutz, der durch das Gesetz über die Erweiterung des Katastrophenschutzes von 1968 in verschiedene Fachaufgaben untergliedert wurde. Dazu gehörten der Brandschutzdienst, Bergungsdienst, Sanitätsdienst, Instandsetzungsdienst und viele weitere. Um die Aufgaben im Bereich der technischen Schadensabwehr zu bewältigen, wurde am 22. August 1950 das THW gegründet und erhielt 1953 offiziell den Status einer Bundesanstalt.

In den Anfangsjahren des THW lag der Schwerpunkt der Ausrichtung auf einem möglichen Verteidigungsfall. Die Ausrüstung der ersten Jahre mag aus heutiger Sicht rudimentär wirken, aber sie war zweckmäßig. Der „Bergungsrucksack“ war ein Beispiel dafür: Ein einfacher, tragbarer Rucksack, der den Helfern half, auch unter schwierigen Bedingungen autark zu arbeiten. Diese pragmatische Herangehensweise prägte die Ausbildung der frühen Jahre und legte den Grundstein für viele heute noch angewandte Bergungsmethoden.

Die Struktur der THW-Einheiten wurde durch die STAN (Stärke- und Ausstattungsnachweisung) festgelegt, die auch die personelle und materielle Ausstattung regelte. In den 60er und 70er Jahren wurden Zugtruppkraftwagen, Mannschaftskraftwagen und Gerätekraftwagen beschafft, die alle spezielle Aufgaben im Rahmen der Katastrophenhilfe erfüllten.

Neubewertung der Bedrohungsszenarien

Der Wandel der politischen Rahmenbedingungen, insbesondere das Ende des Kalten Krieges und der Fall der Mauer, führte zu einer Neubewertung der Bedrohungsszenarien. Eine großflächige Zerstörung durch Kriegseinwirkungen wurde als weniger wahrscheinlich angesehen, was dazu führte, dass der Zivilschutz in seiner damaligen Form als überdimensioniert betrachtet wurde. Dies hatte Auswirkungen auf das THW, dessen Strukturen und Ausrüstung angepasst wurden. In den 90er Jahren begann eine massive Auflösung von Katastrophenschutzeinheiten, und das THW durchlief eine Phase der Umstrukturierung.

Das Konzept „THW 2001“ führte zu einer deutlichen Reduzierung der Einheiten und einer Modernisierung der Ausrüstung. Die neuen Anforderungen sahen nicht mehr großflächige Zerstörungen vor, sondern konzentrierten sich auf kleinere Schadensstellen, die jedoch durch die moderne Bauweise eine stärkere technische Ausrüstung erforderlich machten. So wurde unter anderem der Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) entwickelt, der bis heute ein zentrales Fahrzeug in den Technischen Zügen des THW ist.

Im Rahmen der Umstrukturierungen wurden spezialisierte Fachgruppen, wie die Beleuchtungs- oder Sprenggruppe, geschaffen. Die klassischen Bergungsgruppen wurden hingegen reduziert, und viele frühere THW-Einheiten wie die Pontongruppen oder die Notstrom-/Pumpengruppen wurden in die neuen Technischen Züge integriert.

Auch wenn die Ausrüstung und Struktur des THW sich im Laufe der Zeit verändert haben, bleibt die zentrale Aufgabe des THW – Menschen in Not zu helfen und die Zivilbevölkerung zu schützen – unverändert. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich das THW in Zukunft weiterentwickeln wird, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.

Zahlen THW

Im Technischen Hilfswerk (THW) sind derzeit etwa 88.000 Ehrenamtliche aktiv, darunter rund 11.800 Frauen. Im Jahr 2022 lag der Schwerpunkt ihrer Einsätze auf der Unterstützung für die Ukraine. Im Inland halfen die Einsatzkräfte vor allem beim Aufbau von Notunterkünften für Geflüchtete, während sie im Ausland Hilfsgütertransporte organisierten. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen über eine Million Einsatzstunden und absolvierten mehr als 240.000 Übungsstunden, um sich optimal auf den Ernstfall vorzubereiten.

Ein starker Zivil- und Katastrophenschutz erfordert eine enge Zusammenarbeit. Daher arbeiteten im Jahr 2023 rund 2.100 hauptamtliche Mitarbeitende – 40 Prozent davon Frauen – Hand in Hand mit den Ehrenamtlichen, um den Katastrophenschutz in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten.

Das Museum am Strom in Bingen – Ein Denkmal der Industriegeschichte

0

Am malerischen Rheinufer, wo der mächtige Strom eine spektakuläre Biegung vollzieht und sich durch das legendäre „Binger Loch“ zwängt, erhebt sich das Museum am Strom – ein Ort, an dem Geschichte, Kultur und Technik auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen. Das imposante Museumsgebäude ist nicht nur ein Bewahrer von Kunst und Wissen, sondern selbst ein beeindruckendes Zeugnis der Industriekultur des späten 19. Jahrhunderts.

Die Lage des Museums könnte kaum symbolträchtiger sein:

Es befindet sich unmittelbar an der Schwelle zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, einer Region, die für ihre märchenhafte Landschaft, ihre historischen Burgen und die romantischen Mythen rund um den Rhein weltberühmt ist. Vom Eingang des Museums aus schweift der Blick zu markanten Orten der Rheinromantik wie dem Mäuseturm, der Burgruine Ehrenfels und dem majestätischen Niederwalddenkmal. Nur wenige Schritte entfernt mündet die Nahe in den Rhein und fügt der Kulisse eine weitere historische Dimension hinzu.

Das Museumsgebäude selbst ist ein Meisterwerk der Gründerzeitarchitektur. 1898 als eines der ersten Drehstromkraftwerke Deutschlands errichtet, versorgte es die Stadt Bingen bis 1928 zuverlässig mit elektrischem Strom. Schon die äußere Erscheinung beeindruckt: Die großen, neogotischen Fenster, die kühne Konstruktion der Dachstühle und die monumentale Maschinenhalle erinnern an eine „Kathedrale des Fortschritts“, in der sich der Glaube an Technik und Zukunftsgestaltung manifestierte. Trotz der umfangreichen Umnutzung ist der industrielle Ursprung des Gebäudes stets spürbar geblieben. Elemente wie der historische Lastenaufzug von 1917, heute Teil der Ausstellung, zeugen noch immer eindrucksvoll von der ursprünglichen Funktion des Bauwerks.

Im Rahmen der „Route der Industriekultur Rhein-Main“, die sich von Bingen bis Aschaffenburg erstreckt, bildet das Museum am Strom einen westlichen Eckpfeiler und bietet auf rund 750 Quadratmetern eine umfassende Präsentation bedeutender historischer Themen. Der gesamte Komplex ist barrierefrei erschlossen und wird durch einen 200 Quadratmeter großen Bereich für Wechselausstellungen sowie eine Erlebniswerkstatt für junge Besucher ergänzt, die Museumspädagogik auf kreative Weise erlebbar macht.

Doch das Museum am Strom ist weit mehr als nur ein Industriedenkmal

Es ist die zentrale Institution zur Bewahrung, Erforschung und Vermittlung der Geschichte Bingens. In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv sammelt und konserviert das Museum das kulturelle Erbe der Stadt und ihrer Umgebung, bereitet es wissenschaftlich auf und präsentiert es einem breiten Publikum. In einer Region, deren Bekanntheitsgrad durch die Aufnahme des Oberen Mittelrheintals in die UNESCO-Welterbeliste stetig wächst, setzt das Museum Schwerpunkte auf Themen, die Bingen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht haben.

Im Zentrum der Dauerausstellungen steht eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Mittelalters: Hildegard von Bingen. Die größte Abteilung des Museums widmet sich dieser herausragenden Frau, die als Theologin, Naturwissenschaftlerin, Komponistin und Beraterin eine bis heute beeindruckende Wirkung entfaltet. Die Ausstellung verfolgt das Ziel, Hildegard als historische Persönlichkeit in ihrem zeitlichen Kontext des 12. Jahrhunderts sichtbar zu machen. Dabei wird auch die Rezeption Hildegards vom Mittelalter bis in die Gegenwart beleuchtet, um ein sachliches, von Mythen und Legenden befreites Bild dieser außergewöhnlichen Frau zu vermitteln.

Ein weiteres zentrales Thema des Museums ist die Rheinromantik und die Geschichte des Mittelrheintals. In direkter Nachbarschaft zum Rhein gelegen, nimmt das Museum seine besondere Verantwortung als „Museum zum Welterbe Rheintal“ wahr. Die romantische Verklärung des Rheins im 19. Jahrhundert, die in Malerei, Literatur und Musik ihren Ausdruck fand, ist ebenso Bestandteil der Präsentationen wie die politische und gesellschaftliche Bedeutung dieser Epoche. Darüber hinaus widmet sich das Museum der gesamten 2000-jährigen Geschichte des Mittelrheins und macht so die Entstehung dieser einzigartigen Kulturlandschaft nachvollziehbar.

Ein dritter Schwerpunkt ist der römischen Vergangenheit Bingens gewidmet

Die Stadt gehört zu den bedeutenden Fundorten römischer Altertümer in Deutschland. Besonders hervorzuheben ist das „Binger Ärztebesteck“, das 1925 bei Ausgrabungen entdeckt wurde. Dieses einzigartige Ensemble von 67 chirurgischen Instrumenten bietet einen faszinierenden Einblick in die antike Medizin und ist weltweit nahezu konkurrenzlos. Es dokumentiert eindrucksvoll die medizinischen Fähigkeiten und die technische Raffinesse der Römer und ist ein echtes Highlight der Sammlung.

Das Museum am Strom ist somit nicht nur ein Ort des Staunens über vergangene Zeiten, sondern auch ein lebendiges Zentrum historischer Forschung und kultureller Bildung. Mit seinen vielfältigen Angeboten, den faszinierenden Exponaten und der einzigartigen Lage am Eingang zum Welterbe Mittelrheintal trägt es dazu bei, Geschichte lebendig zu halten und die Bedeutung Bingens als einen der bedeutenden Orte deutscher Kulturgeschichte weiterzutragen. Hier kommst du zur Webseite vom Museum

Artikelempfehlung: St. Michael in Lörzweiler – Eine Kirche mit Geschichte und Klang


 

Trickdieb scheitert an 99-jährigem Mainzer

0
Symbolbild Betrug | Foto: LKA RLP
Symbolbild Betrug | Foto: LKA RLP

Am Mittwoch, den 7. Januar 2026, kam es gegen 14.40 Uhr in der Wallausstraße in Mainz zu einem versuchten Trickdiebstahl. Ein bislang unbekannter Mann klingelte an der Wohnungstür eines 99-jährigen Bewohners und gab sich als angeblicher Kontrolleur aus. Er erklärte, die Rauchmelder in der Wohnung überprüfen zu müssen, weshalb der Senior ihn zunächst einließ.

Verdächtiges Verhalten in mehreren Räumen

In der Wohnung bewegte sich der Mann durch mehrere Zimmer und öffnete dabei sogar eine Schublade. Dieses Verhalten machte den Bewohner jedoch misstrauisch. Als der Unbekannte anschließend auch noch nach einem Glas Wasser fragte, reagierte der Senior umsichtig. Er forderte den Mann auf, die Wohnung zu verlassen, und kündigte an, die Polizei zu verständigen.

Täter flüchtet ohne Beute

Daraufhin verließ der Unbekannte die Wohnung umgehend. Zu einem Diebstahl kam es nicht. Die Polizei geht dennoch von einem versuchten Trickdiebstahl aus und hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Täter wird als jung, männlich und mit einer Kappe bekleidet beschrieben.

Polizei Mainz warnt vor Haustürbetrug

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahren von Haustürbetrug hin. Bürgerinnen und Bürger sollten keine fremden Personen in ihre Wohnung lassen, ohne deren Identität eindeutig überprüft zu haben. Seriöse Mitarbeiter können sich durch einen Ausweis oder eine entsprechende Legitimation ausweisen. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, einen Termin zu verschieben und eine Vertrauensperson hinzuzuziehen.

Zeugen gesucht

Wer sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall in der Wallausstraße geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Telefonnummer 06131/65-34250 in Verbindung zu setzen.

Artikelempfehlung: Protest der Landwirte am 9. Januar in Mainz

Protest der Landwirte am 9. Januar in Mainz

0
Foto: BYC-News

Rheinland-pfälzische Landwirte haben für Freitag, den 9. Januar, eine große Demonstration in der Mainzer Altstadt angekündigt. Die Aktion richtet sich gegen das geplante EU-Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten und steht im direkten Zusammenhang mit der CDU-Klausurtagung, die an diesem Tag in Mainz stattfinden soll. Die Landwirte wollen sowohl ihre Anliegen öffentlich machen als auch direkt mit Bundeskanzler Friedrich Merz ins Gespräch kommen.

Mit Traktoren für faire Agrarpolitik

Organisiert wird der Protest vom Verein „Landwirtschaft verbindet Deutschland“ (LSV), der die Landwirte mobilisiert hat. Für den Nachmittag erwarten die Behörden etwa 100 Teilnehmer am Rheinufer, darunter zahlreiche Traktoren, die symbolisch für die Bedeutung der Landwirtschaft stehen sollen. Die Kolonne soll laut Veranstaltern friedlich durch die Innenstadt ziehen und mit Sprechchören sowie Transparenten auf die Kritik an der Handelspolitik aufmerksam machen.

Kritik am Mercosur-Abkommen

Hintergrund der Proteste ist das seit Jahrzehnten verhandelte EU-Mercosur-Freihandelsabkommen, das Zölle und Handelsbarrieren zwischen der EU und den südamerikanischen Staaten wie Brasilien und Argentinien abbauen soll. Die Bauern sehen hierin eine Benachteiligung der heimischen Landwirtschaft, weil Produktionsstandards in den Mercosur-Staaten deutlich niedriger seien und somit der Druck auf europäische Betriebe wachse. „Wir sind nicht gegen internationalen Handel, aber für handelspolitische Fairness“, sagt LSV-Landesvorsitzender Thilo Ruzycki.

Gespräche mit der CDU in Mainz gefordert

Die Demonstrierenden wollen die Gelegenheit nutzen, um mit Friedrich Merz persönlich zu sprechen, da die CDU maßgeblich an der Agrarpolitik in Berlin und Brüssel beteiligt sei. Sie fordern, dass ihre Forderungen in den politischen Prozess einfließen und Schutzmechanismen für Bauern gestärkt werden. Merz und Vertreter der CDU selbst haben sich bislang nicht öffentlich zu einem direkten Treffen mit den Demonstranten geäußert.

Verkehr und Sicherheit

Trotz der angekündigten Traktor-Kolonne rechnet die Stadt Mainz laut offizieller Mitteilung nicht mit größeren Verkehrsbehinderungen. Behörden und Veranstalter haben zudem abgestimmt, dass Rettungswege und zentrale Verkehrsachsen nicht blockiert werden, damit es zu keinen Sicherheitsproblemen kommt. Den Einsatzkräften zufolge soll die Polizei vor Ort sein, um den Ablauf zu begleiten.

Breitere Debatte um Landwirtschaftspolitik

Die Demonstration ist Teil einer Reihe von Protesten. Landwirte in Deutschland und Europa erheben dabei zunehmend ihre Stimme. Sie sehen ihre Existenz durch internationale Abkommen und nationale Sparpläne bedroht. Der Protest findet vor allem regional statt. Dennoch könnte er politische Debatten über die zukünftige Agrar- und Handelspolitik weiter anheizen.

Artikelempfehlung: Mainz 05 verpflichtet neuen Offensivspieler

Zwei Fahrzeuge Totalschaden nach Unfall auf der A61

0
Polizei Bingen
Symbolbild Polizei | Foto: Polizei Hessen

Zu einem Auffahrunfall mit erheblichem Sachschaden kam es heute früh gegen 03:20 Uhr auf der A61 in Fahrtrichtung Koblenz, Höhe Rümmelsheim (Kreis Bad Kreuznach)

Ein 22-jähriger Fahrer blieb mit seinem Kleintransporter auf der rechten Spur des dreispurigen Abschnitts aufgrund eines technischen Defekts liegen. Ein 48-jähriger Sattelzugfahrer erkannte die Situation offenbar zu spät und fuhr auf das stehende Fahrzeug auf.

Beide Beteiligten blieben unverletzt. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden: Der Kleintransporter wurde auf rund 25.000 Euro, der Sattelzug auf etwa 80.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit.

Die Bergung des Sattelzugs läuft derzeit, weshalb es in Fahrtrichtung Koblenz zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

Flohmärkte in Rheinland-Pfalz: Diese Termine gibt es am Wochenende

0
Flohmarkt am Biebricher Schloss
Flohmarkt Symbolbild

Wer in Rheinland-Pfalz am kommenden Wochenende auf Schnäppchenjagd gehen möchte, hat trotz überschaubarer Auswahl Gelegenheit dazu. Ob wettergeschützt in Hallen oder im Freien bei einem winterlichen Rundgang: Auf den Trödelmärkten reicht das Angebot je nach Standort von Kinderkleidung und Spielzeug über Designerstücke bis hin zu Schallplatten, Büchern, Games und Antiquitäten. Gefragt sind vor allem Vintage- und Retro-Produkte.

Da der zweite Sonntag im neuen Jahr traditionell nur wenige Märkte bietet, ist das Angebot begrenzt. Ein Überblick über ausgewählte Flohmarkt-Termine am Samstag, 10. Januar 2026, in Rheinland-Pfalz:

Ausgewählte Flohmarkt-Termine am Samstag (10. Januar 2026)

  • Bad Dürkheim: An der Saline, Gutleutstraße, 8 bis 15 Uhr

  • Bad Kreuznach: Pfingstwiese, 7 bis 13 Uhr

  • Bad Kreuznach: Bei der Disko Viva, Am Grenzgraben 10, 7.30 bis 13 Uhr

  • Bingen am Rhein: Gustav-Stresemann-Straße 1, 14.30 bis 18 Uhr

  • Germersheim: Bei Kaufland, Mainzer Straße 8, 8 bis 16 Uhr

  • Kaiserslautern: Pfalz-Center, Mannheimer Straße 234, Ausfahrt KL-Ost, Tiefgarage oder Parkdeck, circa 7 bis 17 Uhr

  • Koblenz: Bei Kinopolis, August-Horch-Straße 2a, 5 bis 13 Uhr

  • Landau: Überdachter Flohmarkt, C+C Großeinkauf, Johannes-Kopp-Straße 10, 14.30 bis 18 Uhr

  • Mainz: Universität Mainz, Parkplatz Dahlheimerweg, 7 bis 13 Uhr

  • Schweich: Flohmarkt-Geschäft „Schweicher Schatzkistchen“, 10 bis 14 Uhr

  • Speyer: Flugzeugwerke, Am Neuen Rheinhafen, 8 bis 15 Uhr

  • Trier: Messepark, In den Moselauen, Halle geöffnet, 7 bis 15 Uhr

  • Urbar: Beim Bürgerhaus Urbar, Bornstraße 25, 10 bis 16 Uhr

  • Vettelschloß: Geschirrbörse, Lagerverkaufstag, Das Haus für Geschirr, Lerchenstraße 11–13, 9 bis 16 Uhr

Eisrettungsübung von Feuerwehr und DLRG in Rheinhessen

0

Am Mittwochabend trainierten die Feuerwehren Sprendlingen und Badenheim gemeinsam mit den DLRG-Ortsgruppen Sprendlingen-Gensingen sowie Nieder-Olm / Wörrstadt die Rettung von ins Eis eingebrochenen Personen.

Auch wenn es in Rheinhessen nicht immer so erscheint, gibt es zahlreiche kleinere Gewässer, die in der kalten Jahreszeit zufrieren und zum Betreten verleiten. Aus diesem Grund hatten sich die beteiligten Organisationen zusammengefunden, um sich gegenseitig im Umgang mit dem vorhandenen Material zu schulen und die Zusammenarbeit zu üben.

Eisrettungsübung von feuerwehr und dlrg in rheinhessenDie Rettung wurde dabei vom einfachsten Hilfsmittel, der Wurfleine, bis hin zum Einsatz eines aufblasbaren Eisretters erprobt. Dabei wurden jeweils die Vor- und Nachteile der einzelnen Rettungsmittel festgestellt und besprochen.

Begleitet wurde die Übung von der Drohnenstaffel des THW Bingen, die die Ausbildung aus der Luft dokumentierte.

Die beteiligten Organisationen möchten an dieser Stelle ausdrücklich vor dem Betreten von Eisflächen warnen. Das wechselhafte Wetter mit Tauphasen führt dazu, dass das Eis ungleichmäßig dick ist. Besonders im Randbereich ist es häufig brüchig.

Was tun, wenn es dennoch zu einem Unfall kommt?

  • Ruhe bewahren und laut um Hilfe rufen.

  • Sich am Rand festhalten und versuchen, mit den Füßen ebenfalls wieder auf das Eis zu gelangen.

  • Der sicherste Weg zurück ist in der Regel der Weg, über den man gekommen ist.

Hinweise für Helfer:

  • Sofort den Notruf unter 112 absetzen und sich keinesfalls selbst in Gefahr bringen.

  • Dem Verunfallten einen Gegenstand reichen, ohne sich dem Loch zu stark zu nähern – das Eis kann weiter nachbrechen.

  • Das eigene Gewicht auf eine möglichst große Fläche verteilen.

  • Gerettete Personen in warme Decken einwickeln und langsam aufwärmen.

Die B9: Eine Reise entlang des Rheins und durch die Geschichte

0

Die Bundesstraße 9, kurz B9, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Verkehrswegen Deutschlands. Sie erstreckt sich über rund 450 Kilometer von der niederländischen Grenze bei Kranenburg bis in den Süden Deutschlands nach Lauterbourg an der französischen Grenze. Dabei durchquert sie historische Städte, beeindruckende Landschaften und spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte der deutschen Verkehrsnetze.

Historischer Ursprung

Die Geschichte der B9 reicht bis in die Römerzeit zurück. Schon damals führten römische Handelswege entlang des Rheins, die später als Grundlage für die heutige B9 dienten. Im Mittelalter wurde die Straße weiter ausgebaut und verband wichtige Handelszentren entlang des Rheins wie Köln, Koblenz, Mainz und Speyer.

Im 19. Jahrhundert wurde die Straße im Zuge der preußischen Verwaltungsreformen weiter modernisiert und asphaltiert, was die Verbindung zwischen den Regionen stark verbesserte. Mit dem Aufkommen der Automobilität im 20. Jahrhundert wurde sie zur Reichsstraße aufgewertet und schließlich 1934 offiziell zur Bundesstraße.

Wichtige Verkehrsachse entlang des Rheins

Die B9 folgt dem Rheinverlauf über weite Strecken und verbindet Städte wie Bonn, Koblenz, Bingen, Mainz und Ludwigshafen. Sie spielt dabei eine zentrale Rolle für den Verkehr entlang des Mittelrheins und ist insbesondere für Pendler von großer Bedeutung. Die Bundesstraße dient als Alternative zur Autobahn und bietet eine landschaftlich reizvolle Route mit Blick auf den Rhein, Weinberge und historische Burgen.

Ausbau und Modernisierung

Seit ihrer Errichtung hat die B9 zahlreiche Modernisierungen erlebt. Insbesondere der Ausbau in den 1960er und 1970er Jahren brachte erhebliche Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur. Heute ist sie teilweise vierspurig ausgebaut, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Dennoch ist sie oft von Staus und hohem Verkehrsaufkommen betroffen, insbesondere in Ballungsräumen wie Köln, Bonn und Mainz.

Ein bedeutendes Projekt der letzten Jahrzehnte war der Ausbau der B9 im Bereich von Mainz, um die Stadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Hier wurden Umgehungsstraßen errichtet, um die Innenstadt zu entlasten und den Verkehrsfluss zu verbessern.

Touristische Attraktion und Pendlerroute

Neben ihrer Funktion als Verkehrsader hat die B9 auch touristischen Wert. Entlang der Strecke bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge zu den historischen Städten und Sehenswürdigkeiten des Mittelrheins. Besonders der Abschnitt zwischen Bonn und Bingen, der durch das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal führt, ist bei Touristen beliebt.

Die B9 ist jedoch nicht nur für Touristen von Bedeutung, sondern auch für die vielen Pendler, die sie täglich nutzen. Sie bietet eine schnelle Verbindung zwischen den Wirtschafts- und Industriezentren entlang des Rheins und ist ein wichtiger Faktor für die regionale Wirtschaft.

Zukünftige Herausforderungen und Planungen

Mit der wachsenden Bedeutung des Umweltschutzes stehen auch für die B9 neue Herausforderungen an. So wird vermehrt über Maßnahmen diskutiert, um den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Dazu zählen der Ausbau von Radwegen entlang der Bundesstraße sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Ortsdurchfahrten. Der Einsatz von intelligenter Verkehrstechnik zur Steuerung des Verkehrsflusses könnte in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um Staus und Emissionen zu reduzieren.

Die Bundesstraße 9 ist weit mehr als nur eine Verkehrsverbindung. Sie ist ein Stück deutscher Geschichte, das den Wandel der Mobilität und der regionalen Entwicklung über Jahrhunderte hinweg widerspiegelt. Gleichzeitig bleibt sie eine wichtige Lebensader für die Menschen und Unternehmen entlang des Rheins. Mit den richtigen Modernisierungen und nachhaltigen Konzepten kann die B9 auch in Zukunft eine bedeutende Rolle im Verkehrsgeschehen spielen.

Die Landskron in Oppenheim: Eine majestätische Burg mit historischem Charme

0
Burgruine Landskrone Oppenheim
Burgruine Landskrone

Oppenheim, eine malerische Stadt am Rhein in Rheinland-Pfalz, ist nicht nur für ihre idyllische Lage und ihre exzellenten Weine bekannt, sondern auch für ihre beeindruckenden historischen Bauwerke. Unter diesen sticht die Landskron besonders hervor – eine majestätische Burg, die hoch über der Stadt thront und Besucher mit ihrem historischen Charme begeistert.

Die Geschichte der Burg und was davon übrig ist

Die Burg wurde vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung der „Reichsburg Oppenheim“ stammt von 1244. Das Schloss brannte im 30-jährigen Krieg, während des Stadtbrands von Oppenheim, aus und erhielt erst nach Ende des Krieges den heutigen Namen „Burg Landskron“. Im 17. Jahrhundert sprengten französische Truppen das Gebäude, mit so schweren Auswirkungen, dass dieses nicht mehr aufgebaut werden konnte. In den folgenden Jahren nutzten die Bürger die Ruine als Steinbruch.

Erst im 19. Jahrhundert ging die Ruine in das Eigentum der Stadt Oppenheim über, die im Zuge dessen eine Aussichtsplattform in der Ruine errichtete. 1978 wurde die Burg dem Land Rheinland-Pfalz übereignet.

Von dem Ursprünglichen Gebäude sind nur noch Mauerreste erhalten, welche in ihrer Architektur Spuren der damaligen Baustile zeigen. Die Burg hatte einst zwei Tore, wovon sich eins gegen den Berg öffnete und das andere über eine Zugbrücke in die Stadt führte. Allgemein ist von der mächtigen Burg nur noch der Stumpf erhalten. Die heute noch sichtbaren Teile zeigen das dreigeschossige Wohngebäude, welches aus dem 16. Jahrhundert stammt. Auch der Burgbrunnen, aus dem 13. Jahrhundert ist noch nahezu erhalten und damit eine Besonderheit. Er hat eine Tiefe von fast 40 Metern und umfasst eine Wassersäule von 2,5 Metern. Von außen ist das Gebäude von einem Graben geschützt und auch heute noch mit den Resten der Stadtmauer verbunden.

Neben der architektonischen Pracht bietet die Landskron auch eine Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten für Besucher jeden Alters

Von Führungen und Vorträgen über Konzerte und Theateraufführungen bis hin zu mittelalterlichen Festen gibt es immer etwas Interessantes zu entdecken. Die Burg ist auch ein beliebter Ort für Hochzeiten und andere besondere Anlässe, die in diesem einzigartigen historischen Ambiente einen ganz besonderen Charme erhalten.

Durch die dauerhafte Zugänglichkeit der Ruine, kann man zu jeder Tageszeit den wunderschönen Blick über die Landschaft genießen. Neben der Katharinenkirche, den Weinbergen und den Rheinterrassen kann man bei gutem Wetter bis in den Odenwald blicken. Die große Wiese vor der Burg bietet die Möglichkeit zu picknicken, Spiele zu spielen oder einfach die Ruhe zu genießen. Im angrenzenden Waldstück können Kinder auf Entdeckertour gehen und die Natur begutachten. Parkplätze sind kostenfrei in der Nähe und sorgen dafür, dass man die Burg auch mit dem Kinderwagen gut erreichen kann. Für den Zugang mit dem Rollstuhl ist viel Kraft notwendig und der unebene Boden eignet sich nicht unbedingt für einen Besuch.

Auch als Start- und Endpunkt für Wanderungen ist die Ruine ein geeigneter Ort. Beispielsweise der Weinlehrpfad führt durch die Weinberge zum deutschen Weinbaumuseum. Ob in Richtung Dienheim, Dexheim oder Nierstein- in jede Richtung finden sich tolle Wege um die Umgebung zu erkunden.

Die Landskron ist zweifellos ein Juwel in Oppenheim und zieht Besucher aus aller Welt an

Sie verkörpert die reiche Geschichte und Kultur der Region und ist ein lebendiges Zeugnis vergangener Zeiten. Ein Besuch der Landskron ist ein unvergessliches Erlebnis und eine Reise in die faszinierende Welt des Mittelalters.

Adresse: Dalbergerstraße 49, 55276 Oppenheim, Deutschland

Lesen Sie auch: Die schönsten Wanderwege im Rheingau

Wenn im Herbst das Farbenspiel der Weinberge und Wälder beginnt, ist die schönste Zeit für Wandertouren. Rüdesheim und Assmannshausen haben hier ganz viel zu bieten. Von kleinen leichten Wanderungen mit Blick über die Weinberge, die Stadt und den Rhein bis zum Einstieg auf den 320 Kilometer langen anspruchsvollen Premiumwanderweg „Rheinsteig“ zwischen Wiesbaden und Bonn ist für alle Ansprüche etwas dabei.

Die schönsten Wanderwege im Rheingau