Start Blog Seite 1115

Radfahrer bei Verkehrsunfall in Mainz verletzt

0

Am Dienstagnachmittag (22. Juni 2021) gegen 17:15 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall in der Weisenauer Straße in Mainz. Ein 22 Jahre alter Fahrradfahrer wurde bei dem Unfall verletzt.

-Werbeanzeige-

Der Radfahrer krachte in die Windschutzscheibe eines Transporters

Ein 52 Jahre alter Mann befuhr mit seinem Kleintransporter die Karl-Weiser-Straße in Mainz. An der Kreuzung zur Weisenauer Straße wollte er nach rechts abbiegen. Zeitgleich befuhr der 22-jährige Radfahrer die Weisenauer Straße auf der falschen Fahrbahnseite in Richtung Innenstadt. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Transporter und dem Radfahrer, wobei dieser gegen die Windschutzscheibe des Transporters flog.

Der 22-Jährige wurde durch die Wucht des Aufpralls am Kopf verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus in Mainz gebracht werden. Zudem zersplitterte die Windschutzscheibe des Transporters.

-Werbeanzeige-

Polizei-Großeinsatz nach mehreren Schüssen in Frankfurt

0
Razzia

Aktuell kommt es zu einem Großeinsatz der Polizei in der Erzberger Straße in Frankfurt-Griesheim. Wie die Polizei um 13:43 Uhr mitteilte, sollen dort mehrere Schüsse gefallen sein. Der Nahbereich ist durch die Polizei abgesperrt und auch der Bahnhof in Griesheim ist aktuell gesperrt. Davon betroffen sind die Linien 1 und 2. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Wie die Polizei um 14:55 Uhr mitteilte, wurde eine leblose Person in einer Wohnung aufgefunden. Die durch die Polizei gesperrten Bereiche werden nun nach und nach wieder freigegeben.

Weiter teilte die Polizei um 16:04 Uhr abschließend folgendes mit: „Heute wurde die Frankfurter Polizei gegen 11.15 Uhr alarmiert, da eine Gefahrenlage in einem Wohnhaus in der Erzbergerstraße vermutet wurde. Als die Polizeistreife vor Ort eintraf, wurde sie von einem 41-jährigen Mann angegriffen, welcher mit einem Messer und einer Schusswaffe bewaffnet war. Im weiteren Verlauf kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch. Anschließend wurde der Angreifer im Rahmen von Durchsuchungsmaßnamen des Spezialeinsatzkommandos Kassel leblos in dem Mehrfamilienhaus aufgefunden. Ein Polizeibeamter, welcher Teil der alarmierten Polizeistreife war, wurde im Zuge des Einsatzes verletzt.“

-Werbeanzeige-

Weitere Details zum Einsatz

In einer Pressemeldung teilten die Staatsanwaltschaft und das hessische Landeskriminalamt am Mittwoch (23. Juni 2021) folgendes mit:

Während des Einsatzes in einem Wohnhaus in der Erzberstraße in Frankfurt am Main zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch gekommen. In der Folge wurde ein 41-jähriger Hausbewohner tot aufgefunden. Noch ist unklar, ob die Schussabgabe ursächlich für den Tod des Mannes ist, denn das Obduktionsergebnis liegt noch nicht vor. Das Hessische Landeskriminalamt hat, wie in solchen Fällen üblich, die Ermittlungen übernommen.

Nach aktuell vorliegenden Erkenntnissen, wurde die Polizei am Dienstag gegen 11:30 Uhr von einem Nachbarn des 41-Jährigen alarmiert, weil er in dessen Wohnung seltsame Geräusche gehört haben wollte. Aufgrund des Verdachts einer Gefahrenlage fuhr eine Streife zu dem Mehrfamilienhaus und klopfte an der Wohnungstür des 41-Jährigen. Der mit einer Schutzweste bekleidete und bewaffnete Mann öffnete. Nach derzeitigem Stand soll er die Beamten sofort angegriffen und einen von ihnen die Treppe hinuntergestoßen haben. Im weiteren Verlauf kam es zu Schussabgaben.

Die Streifenbeamten zogen sich aus dem Haus zurück, das Spezialeinsatzkommando Kassel wurde angefordert. Sie fanden bei der anschließenden Durchsuchung den 41-Jährigen leblos in dem Mehrfamilienhaus vor. Im Rahmen der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden neben einem Messer auch Schusswaffen sowie ein sogenannter Blitzknallsatz gefunden, weshalb auch die Sprengtechniker des hessischen Landeskriminalamtes zum Einsatz kamen. Die Tatortarbeit dauert immer noch an.

Ein Polizeibeamter, der Teil der alarmierten Polizeistreife war, wurde im Zuge des Einsatzes verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Der 41-jährige Verstorbene ist polizeilich bekannt, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz sowie Körperverletzungsdelikten. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und den Todesumständen dauern an.

-Werbeanzeige-

Kostenloser Eintritt für die Freibäder in Mainz

0

Kinder und Jugendliche mussten in den vergangenen Monaten aufgrund der Einschränkungen in der Corona-Pandemie auf vieles verzichten. Die Landeshauptstadt Mainz und die beiden Mainzer Schwimmbäder möchten nun dazu beitragen, dass sich die jungen Mainzer in den Sommerferien erholen und Spaß haben können.

-Werbeanzeige-

Vereinbarung der Stadt Mainz mit der Schwimmbad Mainzer Schwimmverein gGmbH

Daher können in den kommenden großen Ferien wieder alle Mainzer Kinder unter sechs Jahren kostenfrei das Mombacher Freibad und das städtische Taubertsbergbad besuchen. Und auch für die Besitzer der Mainzer Ferienkarte wird der Schwimmbadbesuch mit inbegriffen sein. Möglich wird das durch eine Vereinbarung der Landeshauptstadt Mainz mit der Schwimmbad Mainzer Schwimmverein gGmbH als Betreiberin des Mombacher Schwimmbads und der Stadtwerke-Tochter Mainzer Stadtbad GmbH als Betreiberin des Taubertsbergbades.

-Werbeanzeige-

Jugenddezernent Dr. Eckart Lensch dazu

„Familien haben in diesen langen Monaten der starken Einschränkungen durch die Corona-Pandemie viel leisten müssen. Die Betreuung in den Kitas war eingeschränkt, Schulkinder waren im Distanz- oder Wechselunterricht, es gab nur wenig Kontakt zu Freunden und auch die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung waren begrenzt. Es war mir daher sehr wichtig, dass wir Familien auch in diesen großen Ferien wieder unterstützen, indem wir den ganz Kleinen und den Ferienkartenkindern kostenfreien Badespaß anbieten.“

-Werbeanzeige-

Sport- und Finanzdezernent Günter Beck dazu

„Schon im vergangenen Sommer hat die Landeshauptstadt Mainz mit dem Mombacher Schwimmbad und dem Taubertsbergbad zusammengearbeitet, um Ferienkarten-Kindern und Kindern unter sechs Jahren freien Eintritt zu ermöglichen. In diesem Jahr gibt es eine Neuauflage des Projektes und ich freue mich, dass wir es erneut schaffen, dies mit städtischen Finanzmitteln und personeller Unterstützung der Zentralen Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz umzusetzen.“

Das genaue Prozedere zur Ticketvergabe wird rechtzeitig bekanntgegeben.

-Werbeanzeige-

Kostenfreie Schwimmkurse für Kinder in Mörfelden-Walldorf

0

Lebensrettungsgesellschaften und Bademeister beklagen derzeit sehr oft, dass immer mehr Kinder nicht mehr ausreichend schwimmen können. Sie klagen auch über eine zunehmende Anzahl von Notsituationen, die leider schon viel zu häufig zu vermeidbaren Todesfällen geführt hätten.

-Werbeanzeige-

Mehr Kinder sollen wieder schwimmen lernen

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung von Mörfelden-Walldorf einstimmig beschlossen hat, dem entgegen zu wirken, setzt die Verwaltung dies nun um. Im Parlament wurde verabschiedet, dass mehr Kinder wieder Schwimmen lernen sollen. In einem ersten Schritt soll all jenen Kindern unserer 3. Grundschulklassen die Möglichkeit gegeben werden, einen Schwimmgrundkurs im Waldschwimmbad zu absolvieren. Städtische Mitarbeiter des Schwimmbads sind gelernte Schwimmlehrer und stehen zwecks Terminabsprachen jederzeit zur Verfügung.

-Werbeanzeige-

Ehepaar finanziert 60 Kindern den Schwimmunterricht

Die betroffenen Schulkinder sollen in den Genuss eines kostenlosen zehnstündigen Schwimmkurses im Wert von jeweils 100 € kommen. „Wir wollen die Kosten für diese Schwimmkurse aus Mitteln finanzieren, die ein anonymes Ehepaar als zweckgebundene Spende für 60 Kinder unserer Heimatstadt zur Verfügung stellt“ so der zuständige Dezernent, Dr. Achim Sibeth. Gefördert werden sollen auch jene Familien, die für ihr Kind bereits in diesem Jahr einen Grundschwimmkurs aus eigener Tasche bezahlt haben. Die Kostenerstattung kann durch eine Quittung über einen erfolgreichen Grundkurs beim Sport – und Kulturamt beantragt werden.

„Reichen die jetzt vorhandenen Mittel nicht aus, so werden wir eine Spendenaktion starten, die hoffentlich viele Bürger:innen dazu bringt, ebenfalls für diesen guten Zweck zu spenden“, so Achim Sibeth. Anmelden kann man sich für die Kurse direkt im Waldschwimmbad unter der Telefonnummer 06105 – 25747.

-Werbeanzeige-

Verkehrsunfall auf der Göttelmannstraße in Mainz-Weisenau

0
FC8E7A52 08C0 4437 99A1 0DA96CE212D2
FC8E7A52 08C0 4437 99A1 0DA96CE212D2

Am Dienstagnachmittag (23. Juni 2021) gegen 17:50 Uhr Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall in der Göttelmannstraße in Mainz-Weisenau in Fahrtrichtung Mainz-Oberstadt. Die Einsatzkräfte wurden gegen 17:55 Uhr alarmiert. BYC-News war vor Ort.

Eine Person wurde bei dem Unfall verletzt

Aufgrund eines medizinischen Notfalls war der Fahrer eines schwarzen Audis nach links von der Fahrspur abgekommen. Dort krachte der Fahrer mit seinem Audi Avant gegen einen ordnungsgemäß geparkten silbernen BMW. Der Autofahrer wurde bei dem Unfall verletzt und anschließend vom Rettungsdienst und mit Notarztbegleitung in ein Mainzer Krankenhaus eingeliefert.

Im Einsatz waren insgesamt 18 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Mainz sowie vier Polizeibeamte der Polizei Mainz, die Malteser Mainz mit einem Fahrzeug, der ASB mit einem Fahrzeug und ein Notarzt aus dem Kreis Groß-Gerau.

-Werbeanzeige-

Notarzt Spezial: Welche Ausrüstung befindet sich im Notarztfahrzeug?

0
Notarztwagen Rüsselsheim
Notarztwagen Rüsselsheim

BYC-News Notarzt Serie Teil 4 | Wenn ein Notarzt alarmiert wird, geht es nicht selten um Leben und Tod. Doch was genau macht ein Notarzt? Und was der Rettungsdienst? Welche Ausrüstung wird dafür benötigt, um einem Menschen im Ernstfall das Leben zu retten? BYC-News sprach mit Dr. Thilo Hartmann darüber. Er ist Notarzt in Rüsselsheim und Geschäftsführer der Notarztgemeinschaft Rhein-Main GmbH.

Notarzt und Rettungswagen fahren getrennt

Früher gab es Notarztfahrzeuge, die waren noch größer als die heutigen Rettungswagen. Damals fuhr der Notarzt nämlich noch beim Rettungsdienst mit, weshalb die gesamte Ausrüstung in einem Wagen transportiert werden musste. Seit den frühen 90er Jahren fährt der Notarzt allerdings mit einem kleineren Fahrzeug, beispielsweise einem VW Bus, separat zur Einsatzstelle. Man hat damals festgestellt, dass das System so flexibler ist. Wenn sich an der Einsatzstelle herausstellt, dass der Patient nicht vom Notarzt begleitet werden muss, kann dieser schon wieder zu einem anderen Einsatz fahren. „Damals, als alle noch mit einem Fahrzeug gefahren sind, musste der Notarzt natürlich mit in die Klinik, auch wenn er eigentlich nicht gebraucht wurde. In dieser Zeit konnte er kann zu keinem anderen Patienten, der womöglich wirklich schwer verletzt ist“, erklärt Dr. Hartmann.

Was der Notarzt mit zur Einsatzstelle bringt

Seitdem ist es so, dass sich die Grundausstattung, wie beispielsweise eine Trage oder eine Vakuummatratze, im Rettungswagen befindet. Das Notarzteinsatzfahrzeug bringt dann nur noch das mit, was der Rettungsdienst nicht hat, was man aber möglicherweise noch zusätzlich benötigt. Das ist eine ganze Reihe an Medikamenten, ein Ultraschall-Gerät, ein spezielles Beatmungsgerät mit einer sogenannten CPAP-Maske für Patienten die Unterstützung beim Atmen benötigen und ein EKG-Gerät mit externem Herzschrittmacher. Zudem hat der Notarzt auch chirurgisches Besteck für kleinere aber notwendige Eingriffe mit an Bord. Das wird beispielsweise bei einem Spannungspneumothorax benötigt, bei dem verletzungsbedingt Luft in Brustkorb einströmt, aber nicht mehr ausströmen kann und sich somit im Brustkorb ein immer größer werdender Druck aufbaut. Ohne Behandlung endet das nach wenigen Minuten tödlich. Mit dem chirurgischen Besteck wird dann eine Torax-Drainage gelegt, also ein kleiner Schlauch in den Brustkorb eingeführt, um Luft oder Blut ablassen zu können. Ein Notarzt hat auch die Möglichkeit eine Extremität, also ein Körperteil zu amputieren, wenn dies notwendig sein sollte. „Ich habe das Gott sei Dank zwar noch nie machen müssen und kenne auch niemanden aber grundsätzlich haben wir dazu die Möglichkeit. Wir haben auch eine Maschine im Fahrzeug, die die Herz-Lungen-Wiederbelebung mechanisch durchführen kann, beispielsweise während der Fahrt in die Klinik“, berichtet der Notarzt.

Ausrüstung, die häufiger benötigt wird, befindet sich im Rucksack des Rettungsassistenten, der das Notarztfahrzeug fährt. In diesem Rucksack befindet sich zum Beispiel eine Knochenbohrmaschine. Diese kommt zum Einsatz, wenn man dem Patienten über die Vene keinen Zugang legen kann. Dann hat man die Möglichkeit, mit einer Art Akkubohrmaschine eine Nadel in den Knochen, meist den Schienbeinknochen, zu bohren. Darüber können dann alle möglichen Medikamente verabreicht werden.

In dem Rucksack befindet sich auch ein sogenanntes Videolaryngoskop. Wenn Menschen ins künstliche Koma versetzt werden, dann müssen sie künstlich beatmet werden. Dafür wird ein Beatmungsschlauch mit Hilfe eines Laryngoskops in die Luftröhre eingeführt. Früher kam es vor, dass der Schlauch versehentlich in die Speiseröhre eingeführt wurde, was dazu führte, dass der Patient keinen Sauerstoff bekam und verstarb. „Eine ungünstige Liege- oder Sitzposition des Patienten oder große Mengen Blut beispielsweise können das Einführen des Schlauchs erschweren. Seit einiger Zeit haben wir deshalb das Laryngoskop mit einer kleinen Kamera vorne dran. So sehen wir auch unter schwierigen Bedingungen, was wir tun und können sichergehen, dass der Beatmungsschlauch in die Luftröhre gelangt“, erklärt Dr. Hartmann.

Was darf ein Sanitäter, was ein Notarzt?

Neben den Gerätschaften bringt der Notarzt natürlich auch noch die ärztliche Expertise mit zur Einsatzstelle. Für Nicht-Ärzte sei die höchste Qualifikation der Notfallsanitäter mit einer abgeschlossenen dreijährigen Berufsausbildung, berichtet der Notarzt. Da das natürlich nicht mit einem abgeschlossenen medizinischen Studium gleichzustellen ist, gibt es auch Dinge, die nur ein Notarzt darf. In den vergangenen Jahren hatte man den Notfallsanitätern trotzdem einige Dinge zugesprochen, welche diese nun durchführen dürfen. So dürfen diese beispielsweise eine Infusion legen, um in bestimmten Situationen festgelegte Medikamente verabreichen. Das ersetze allerdings nicht die ärztliche Therapie, die weiterhin natürlich Ärzten vorbehalten bleibt. Dazu gehört beispielsweise das Einleiten des künstlichen Komas, die künstliche Beatmung und die Torax-Drainage.

Was die Torax-Drainage angeht erklärt der Notarzt: Wenn die Lunge sich mit Luft füllt, aber keine mehr entweichen kann, dann stirbt der Patient innerhalb weniger Minuten. Natürlich kann es auch vorkommen, dass der Rettungsdienst vor dem Notarzt an der Einsatzstelle ist. Wenn der Notarzt dann noch etwas länger braucht, müssen die Sanitäter handeln, ansonsten ist es ziemlich sicher, dass der Patient nicht überlebt. Deshalb hat man Sanitätern in der Zwischenzeit gestattet und beigebracht, mit einer Nadel ein Loch in den Brustkorb und die Lunge des Patienten zu stechen, damit die Luft und das Blut entweichen können. Sobald der Notarzt da ist, wird dann eine Drainage gelegt.

Der Notarzt wird immer von einem Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten zur Einsatzstelle gefahren. Das hat gleich mehrere gute Gründe. Während der Fahrt gibt es nämlich einiges zu tun: Man muss fahren, das Blaulicht bedienen, funken und die Örtlichkeit suchen. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn nicht eine Person alleine fährt. An der Einsatzstelle angekommen, ist der Assistent aber noch wichtiger. Bei einer Torax-Drainage beispielsweise müssen sterile Handschuhe getragen werden. Diese kann sich ein Notarzt nicht ohne Hilfe anziehen, sodass in dem Fall der Rettungsassistent unterstützt. Auch die schriftliche Dokumentation des Einsatzes wird von dem Assistenten übernommen. Insgesamt ist in der Rettungsmedizin die Arbeit im Team von entscheidender Bedeutung. Nur gemeinsam kann man komplexe Situationen sicher beherrschen. Natürlich ist der Arzt derjenige, der die Hauptentscheidungen trifft und verantwortet, aber dennoch hat man es als Einzelkämpfer eher schwer in der Rettungsmedizin.

Rettungshubschrauber

Der Rettungshubschrauber ist in erster Linie dafür da, den Notarzt schnellstmöglich an die Einsatzstelle zu bringen. Dort ist im Prinzip genau das enthalten, was sich auch im Notarztwagen befindet. Die Entscheidung, einen Hubschrauber zur Einsatzstelle zu schicken, wird meist getroffen, um einen Patienten in eine weiter entfernte Klinik zu fliegen oder wenn beide Notärzte im Landkreis bei anderen Einsätzen sind und ein Notarzt von weiter weg zur Einsatzstelle kommen muss. Grundsätzlich sei die Qualifikation eines Hubschrauber-Notarztes aber keine andere als die von einem bodengebundenen Notarzt.

Die meisten Rettungshubschrauber fliegen nur von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und bei entsprechenden Flugbedingungen, wenn die Hubschrauberpiloten unter Sicht fliegen können. Letzt endlich bleibe es zwar dem Piloten überlassen, ob er starte oder nicht, aber bei schlechten Wetterbedingungen starten die Piloten nur sehr ungern.

Nur rund eine Handvoll Hubschrauber fliegen auch in den Nachtstunden, darunter unter anderem auch der Rettungshubschrauber „Christoph Mittelhessen“ in Gießen. Im Regelfall fliegen die Hubschrauber in der Nacht aber auch nur bestehende Außenlandeplätze an. Unfallstellen beispielsweise auf einer Landstraße oder der Autobahn werden nur in den seltensten Fällen angeflogen. Denn die Gefahr beispielsweise in eine Hochspannungsleitung zu fliegen, ist sehr hoch. Ein Flug in unbekanntem Gelände bei schlechter Sicht sei für einen Hubschrauber sehr gefährlich, erklärt Dr. Hartmann. Deshalb sind solche Flüge schwerstverletzten Patienten vorbehalten, die sonst nicht überleben würden.

Weitere Teile der BYC-News Notarzt Serie

BYC-News hat in dem Interview mit Thilo Hartmann noch über weitere Themen gesprochen, welche die Arbeit eines Notarztes betreffen.

Teil 1: Notarzt Spezial: „Ich kann schnell viel für einen Patienten tun“
Teil 2: Notarzt Spezial: Einsätze die man als Retter nicht vergisst
Teil 3: Notarzt Spezial: „Viele meiner Corona-Patienten waren in einem erbärmlichen Zustand“
Teil 4: Notarzt Spezial: Welche Ausrüstung befindet sich im Notarztfahrzeug?

Lebensmittelrückruf wegen Blei in Fertigprodukten

0
Lebensmittelrückruf
Lebensmittelrückruf

Der Hersteller HACO AG ruft mehrere Fix Fertigprodukte zurück. Wie das schweizer Unternehmen mitteilt, wurde in Eigenanalysen festgestellt, dass die in den betroffenen Produkten enthaltenen Zwiebeln mit Blei belastet sind. Die betroffenen Produkte wurden bei Lidl in Deutschland verkauft.

Folgende Produkte sind betroffen:

Kania Fix Nudel-Schinken Gratin, 30g
Mindesthaltbarkeitsdatum: 06.09.2022

Kania Fix Nudel-Schinken Gratin, 28g
Mindesthaltbarkeitsdatum: 06.11.2022 – 04.01.2023 – 31.01.2023 – 21.02.2023

Kania Fix Bolognese, 41g
Mindesthaltbarkeitsdatum: 09.10.2022

Kania Fix Bolognese, 38g
Mindesthaltbarkeitsdatum: 02.11.2022 – 14.11.2022 – 12.01.2023 – 15.02.2023

Kania Fix für Lasagne, 54g
Mindesthaltbarkeitsdatum: 01.01.2023 – 25.01.2023 – 12.02.2023

Foto: Lidl Deutschland

Besonders gefährlich für Kinder und Schwangere

Blei reichert sich selbst bei Aufnahme kleinster Mengen, die über einen längeren Zeitraum stetig eingenommen werden, im Körper an, da es beispielsweise in Knochen eingelagert und nur sehr langsam wieder ausgeschieden wird. Blei kann so eine chronische Vergiftung hervorrufen, die sich unter anderem in Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abmagerung und Defekten der Blutbildung, des Nervensystems und der Muskulatur zeigt. Bleivergiftungen sind besonders für Kinder und Schwangere gefährlich. Es kann auch Fruchtschäden und Zeugungsunfähigkeit bewirken. Im Extremfall kann die Bleivergiftung zum Tod führen.

Kunden bekommen den Kaufpreis erstattet

Aus Gründen des konsequenten Verbraucherschutzes hat Lidl sofort reagiert und die betroffenen Produkte aus dem Verkauf genommen. Die Produkte können in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Großeinsatz im Freibad Ingelheim von Feuerwehr und Rettungsdienst

0
Grosseinsatz Freibad Ingelheim Chlorgas50
Grosseinsatz Freibad Ingelheim Chlorgas50

Am Dienstagabend (23. Juni 2021) kam es in der Straße „Im Blumengarten“ in Ingelheim zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Dort war es gegen 21:00 Uhr zu einem Chlorgas-Unfall im Freibad Ingelheim gekommen. BYC-News war vor Ort.

Schwimmmeister waren noch vor Ort

Wie Mirko Gauer, Wehrleiter der Feuerwehr Ingelheim, vor Ort gegen 22:45 Uhr gegenüber BYC-News mitteilte, wurde die Feuerwehr um 20:58 Uhr von der automatischen Chlorgas-Warnanlage des Schwimmbades alarmiert. Als der Alarm los ging, befanden sich die Schwimmmeister noch vor Ort. Da diese die Alarmierung allerdings ebenfalls erhalten hatten, konnten sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurden nicht verletzt. Die eintreffenden Feuerwehren wurden vor Ort zunächst von den Schwimmmeistern eingewiesen.

Durch die Feuerwehr konnte anschließend eine Undichtigkeit an der Chlorgasanlage im Chlorgasraum festgestellt werden, wodurch geringe Mengen des Gases ausgetreten waren. Daraufhin wurden umgehend weitere Feuerwehren nachalarmiert und die Einsatzstelle in einem Radius von rund 50 Metern abgesperrt.

 

Das giftige Gas wird über die Schleimhäute aufgenommen

Zudem haben einige der Einsatzkräfte weitere Schutzanzüge angezogen. Der Einsatzleiter erklärt hierzu: „Das Chlorgas wird in jedem Schwimmbad zur Aufbereitung und Desinfektion des Wassers genutzt. Dieses Gas ist allerdings giftig und wird über die Schleimhäute aufgenommen. Um uns selbst vor diesem Gas zu schützen, steigen wir dann in sogenannte gasdichte Chemikalienschutzanzüge. Dabei wird der Pressluftatmer unter den Schutzanzügen getragen. Durch diesen mitgeführten Atemluftvorrat ist die Einsatzdauer auf rund 15 bis 20 Minuten begrenzt, was heute aber gut ausgereicht hat, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Um diese Anzüge zu tragen benötigt es eine spezielle Ausbildung, glücklicherweise hatten wir heute ausreichend Kräfte vor Ort. Wir hatten einen Trupp in einem leichten Chemikalienschutzanzug zum Erstangriff. Zum Abstellen der Chlorgasanlage wurde dann ein weiterer Trupp bestehend aus zwei Personen in den gasdichten Chemikalienschutzanzügen ins Gebäude geschickt. Weil das Tragen der Anzüge körperlich sehr belastend ist, hatten wir auch zwei Rettungswagen zur Eigensicherung mit vor Ort. Der Vorteil war, dass es sehr Windstill war zu dem Zeitpunkt und wir daher keine Ausbreitung des Gases über den Wind hatten.“



Weitere Kontrollen verliefen negativ

Nachdem die Einsatzkräfte die Chlorgasanlage abgestellt hatten, wurde einige Zeit später eine weitere Kontrollmessung durchgeführt. Diese bestätigte, dass kein weiteres Gas ausgetreten war. Nachdem die Einsatzkräfte rund eine weitere Stunde vor Ort geblieben waren, um sicherzustellen, dass kein weiteres Gas mehr austritt, konnte der Einsatz mitten in der Nacht beendet werden.

Wie der Einsatzleiter weiter mitteilt, wird das Schwimmbad am Mittwoch (23. Juni 2021) wieder öffnen können. Voraussetzung sei allerdings, dass die Anlage selbst keinen Defekt aufweist. Dies muss noch von den Verantwortlichen geprüft werden.

Vor Ort im Einsatz waren:

  • Rettungswagen vom DRK
  • die Freiwillige Feuerwehr Bingen-Gaulsheim
  • die Werkfeuerwehr von Boehringer Ingelheim
  • die Freiwillige Feuerwehr Ingelheim mit den Einheiten Heidesheim & Wackernheim
  • die Freiwillige Feuerwehr Bingen
  • eine Teilkomponente des Gefahrstoffzuges vom Landkreis Mainz-Bingen

Vollsperrung auf der B9 zwischen Bodenheim und Mainz-Laubenheim

0
Unfall B9 Bodenheim Mainz1
Unfall B9 Bodenheim Mainz1

Am Dienstag (22. Juni 2021) kam es gegen 20:30 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B9 zwischen Mainz-Laubenheim und Bodenheim in Fahrtrichtung Laubenheim. Die Bundesstraße musste vollgesperrt werden. Mehrere Rettungswagen und der Rettungshubschrauber Christoph 77 waren im Einsatz. BYC-NEWS war vor Ort.

Zwei Fahrzeuge waren an dem Unfall beteiligt

Wie die Einsatzkräfte vor Ort gegenüber BYC-News mitteilten, hatte der weiße Kleintransporter der Marke Renault wohl abgebremst. Der Fahrer des darauffolgenden silbergrauen Seat Leon sah dies zu spät und krachte von hinten in den Kleintransporter. Beide Fahrer wurden bei dem Unfall verletzt und vom Rettungsdienst zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Die Vollsperrung der Bundesstraße B9 wurde um 21:50 Uhr wieder aufgehoben.

Im Einsatz waren:

  • Rettungswagen vom Deutschen Rote Kreuz
  • Rettungswagen vom Malteser Hilfsdienst
  • Rettungshubschrauber Christoph 77
  • Polizei Mainz
  • Berufsfeuerwehr Mainz
  • Freiwilligen Feuerwehr Bodenheim / Nackenheim

Nach tödlichem Unfall im Bahnhof Erbach/Eltville sucht die Polizei nach Zeugen

0
Polizei Symbolbild 4
Polizei Symbolbild 4

Nach einem tödlichen Unfall im Bahnhof Erbach/Eltville sucht die Bundespolizei Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zur Aufklärung des Sachverhaltes geben können.

Radfahrer von durchfahrendem Zug erfasst

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde am Samstag (19.06.2021) ein 68-jähriger Fahrradfahrer aus Wiesbaden gegen 11:30 auf dem Bahnsteig von einem durchfahrenden Zug erfasst und tödlich verletzt.

Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main bittet Zeugen, die den Sachverhalt beobachtet haben, sich unter der 069/130145-0 oder unter www.bundespolizei.de zu melden.

Dringender Hinweis

Die Bundespolizei weist nochmals darauf hin, dass der unmittelbare Aufenthalt an der Bahnsteigkante lebensgefährlich ist, da Züge Bahnhöfe mit einer Geschwindigkeit bis zu 160 Stundenkilometern durchfahren. Die weißen Sicherheitslinien auf dem Boden markieren den sicheren Abstand zur Bahnsteigkante. Übertreten Sie diese Sicherheitslinien erst dann, wenn der Zug hält. Mithin stellt das Fahren u.a. mit Zweirädern auf Bahnsteigen einen Verstoß gegen die Hausordnung der Deutschen Bahn AG dar.

Bandwurm-Mittel gegen COVID-19 – Charité Berlin startet klinische Studie

0
csm WPE 3636 5ee823fb47 e1624352078679
csm WPE 3636 5ee823fb47 e1624352078679

Forscher des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Bonn haben analysiert, wie SARS-CoV-2 den Stoffwechsel der Wirtszelle zu seinen Gunsten umprogrammiert. Wie sie im Fachblatt Nature Communications* berichten, konnten sie so vier Wirkstoffe identifizieren, die die Vermehrung des Virus in Zellen hemmen: die körpereigenen Stoffe Spermin und Spermidin, das experimentelle Krebsmedikament MK-2206 und das Bandwurmmittel Niclosamid. Ob sich Niclosamid auch bei Menschen als wirksam gegen COVID-19 erweist, untersucht die Charité jetzt in einer klinischen Studie.

Viren sind für ihre Vermehrung von der Maschinerie der Wirtszelle abhängig und nutzen deren molekulare Bausteine. Um vom Immunsystem nicht entdeckt zu werden, müssen sie gleichzeitig dafür sorgen, dass sie den zellulären Überwachungssensoren entgehen. Dazu manipulieren sie verschiedene Prozesse innerhalb der gekaperten Zelle – und jedes Virus verfolgt dabei eine unterschiedliche Strategie.

Virus drosselt eigen Recycling-Mechanismus

Ein Team um Privatdozent Dr. Marcel Müller vom Institut für Virologie der Charité und Dr. Nils Gassen von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn hat jetzt untersucht, wie SARS-CoV-2 die Zelle zu seinen Gunsten umprogrammiert. Die wichtigste Erkenntnis: Das neue Coronavirus drosselt den zelleigenen Recycling-Mechanismus – die sogenannte Autophagie. Dieser Prozess der „Selbstverdauung“ dient dazu, molekulare Bausteine für neue Zellstrukturen zu produzieren, indem beschädigtes Zellmaterial und Abfallprodukte abgebaut werden.

„Wir konnten in unserer Studie zeigen, dass SARS-CoV-2 zwar die Bausteine der Zellen für seine eigenen Zwecke nutzt, ihnen gleichzeitig aber auch Nahrungsreichtum vortäuscht und damit das zelluläre Recycling bremst“, erklärt der Erstautor der Studie Dr. Gassen. Dafür analysierten die Forschenden im Detail den Stoffwechsel und die Verarbeitung molekularer Signale in SARS-CoV-2-infizierten Zellen und Lungengewebe von COVID-19-Patientinnen und Patienten.

Umprogrammierungsstrategie

„Vermutlich entgeht SARS-CoV-2 so seinem eigenen Abbau, denn auch Viren werden von der Zelle per Autophagie entsorgt“, ergänzt Letztautor und DZIF-Forscher Privatdozent Dr. Müller. „Dieselbe Umprogrammierungsstrategie verfolgt auch das MERS-Coronavirus, für das wir die Hemmung der Autophagie bereits vor über einem Jahr zeigen konnten. Es gibt jedoch auch Coronaviren, die im Gegenteil die Autophagie anregen; das sind insbesondere solche, die Tiere befallen.“

Die Ergebnisse der Untersuchung legten nahe, dass der Recycling-Mechanismus ein möglicher Angriffspunkt für die COVID-19-Therapie sein könnte. Die Forschenden prüften daher, ob Substanzen, die das Zell-Recycling ankurbeln, die Vermehrung von SARS-CoV-2 in Zellen bremsen können. Tatsächlich erwiesen sich vier Verbindungen als wirksam – und zwar solche, die bei Menschen bereits angewendet werden.

85 Prozent weniger infektiöse Viruspartikel

Dazu zählte das Polyamin Spermidin, ein Autophagie-förderndes Stoffwechselprodukt, das jede Zelle des Körpers selbst herstellen kann und auch von Bakterien im Darm produziert wird. Es kommt in Nahrungsmitteln wie Weizenkeimen, Soja, Pilzen oder reifem Käse vor und ist auch als Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich. Gaben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Spermidin zu SARS-CoV-2-infizierten Zellen, produzierten die Zellen 85 Prozent weniger infektiöse Viruspartikel. Auch Spermin, ein mit Spermidin verwandtes körpereigenes Polyamin, reduzierte die Virusproduktion um mehr als 90 Prozent in menschlichen Lungenzellen und Darm-ähnlichen Zellverbünden, den sogenannten Organoiden.

„Diese deutlichen Effekte von Spermidin und vor allem Spermin sind einerseits natürlich ermutigend, weil bei körpereigenen Stoffen erst einmal weniger Nebenwirkungen zu erwarten sind“, sagt Privatdozent Dr. Müller. „Allerdings haben wir mit Reinsubstanzen gearbeitet, die in dieser Form nicht für eine medikamentöse Einnahme geeignet sind. Insbesondere Spermidin ist in der Zellkultur erst bei einer recht hohen Konzentration nennenswert wirksam. Bevor man die Polyamine für eine Behandlung von COVID-19 in Betracht ziehen kann, sind deshalb noch viele Fragen zu klären: Erreicht man im Organismus überhaupt eine Konzentration im Blut, die für eine Hemmung der Virusvermehrung in den Atemwegen ausreicht?

Profitieren COVID-Patienten vom Fasten?

Und wenn ja: Wäre eine Gabe vor oder während der Infektion sinnvoll? Gibt es Nebenwirkungen? Unsere Erkenntnisse aus der Zellkultur sind aber ein guter Ausgangspunkt für Studien am Tiermodell. Von einer Selbsteinnahme ist abzuraten – auch weil Viren Polyamine für ihre Vermehrung nutzen und es daher auf die richtige Dosierung ankommt. Dasselbe gilt für das Fasten, das die Autophagie im Körper anregen kann: Es ist nicht klar, ob COVID-19-Patienten vom Fasten profitieren würden, da der Körper ja während einer Infektion viel Energie für die Immunreaktion braucht.“

Die dritte Substanz, die sich als wirksam gegen SARS-CoV-2 erwies, war MK-2206, ein sogenannter AKT-Hemmer. Der Wirkstoff wird derzeit in klinischen Studien auf seine Verträglichkeit und Wirksamkeit gegen verschiedene Krebsarten hin untersucht. In der aktuellen Arbeit reduzierte MK-2206 die Produktion von infektiösen SARS-2-Coronaviren um rund 90 Prozent – und zwar in Konzentrationen, die in einer früheren Studie im Blutplasma der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits erreicht wurde. „Auf Basis unserer Daten halte ich MK-2206 für einen interessanten Wirkstoffkandidaten gegen COVID-19, der nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Analyse auch klinische Studien rechtfertigen würde“, erklärt Privatdozent Dr. Müller.

Größter antiviraler Effekt durch Bandwurmmittel Niclosamid

Die Verbindung mit dem größten antiviralen Effekt war das Bandwurmmittel Niclosamid, das sich in einer früheren Studie des Forschungsteams bereits als wirksam gegen das MERS-Coronavirus gezeigt hatte: Es senkte die Produktion infektiöser SARS-CoV-2-Partikel um mehr als 99 Prozent. „Niclosamid hat in unseren Zellkultur-Untersuchungen den stärksten Effekt gezeigt und ist außerdem ein seit Jahren für Bandwurm-Infektionen zugelassenes Medikament, das bei potenziell wirksamen Dosierungen gut verträglich ist“, sagt Privatdozent Dr. Müller.

„Wir halten es für den vielversprechendsten der vier neuen Wirkstoffkandidaten. Deshalb prüfen wir an der Charité jetzt im Rahmen einer klinischen Studie, ob Niclosamid auch bei COVID-19-Betroffenen positive Effekte erzielen kann. Über diese Entwicklung freue ich mich sehr, denn sie zeigt, wie schnell Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung Patientinnen und Patienten erreichen können, wenn Forschung und Krankenversorgung eng verzahnt sind und effizient zusammenarbeiten.“

Teilnehmer für Studie gesucht

Die Phase-II-Studie mit dem Titel „NICCAM“ wird geleitet von Prof. Dr. Martin Witzenrath, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité. In der Studie wird untersucht, ob Niclosamid in Kombination mit dem ebenfalls zugelassenen Medikament Camostat bei Patientinnen und Patienten mit kürzlich (vor wenigen Tagen) diagnostiziertem COVID-19 sicher anwendbar, verträglich und wirksam ist. Für die Studie werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Interessierte können sich unter Tel. +49 30 450 539 210 bzw. patienten(at)charite-research.org bei der Charité Research Organisation über die Studie informieren.

Bretzenheim: Fahrt durch Vorgarten endete am Baum

0
IMG 0978
IMG 0978

Am gestrigen frühen Montagabend (21.06.2021) wurden die Beamten der  Polizeiinspektion Bad Kreuznach zu einem Unfall in der Naheweinstr. in Bretzenheim gerufen. Dort soll ein Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und in einem Vorgarten an einem Baum zum Stehen gekommen sein. Aufgrund des Notrufes wurde nach der Schadenslage auch direkt der Rettungsdienst mit alarmiert.

Aus bislang unbekannter Ursache kam ein 31-jähriger PKW-Fahrer alleinbeteiligt auf gerader Strecke nach rechts von der Fahrbahn ab und kam, nachdem er einen Gartenzaun durchbrochen hatte, an einem Baum im Vorgarten zum Stehen. Durch den Unfall wurde der 31-jährige Fahrer leicht verletzt. Zur weiteren medizinischen Abklärung wurde dieser jedoch ins Krankenhaus verbracht.

Konkrete Angaben zum Unfallhergang wurden vom Unfallverursacher nicht getätigt. Zeugen werden gebeten sich zu melden, wenn Angaben zum möglichen Unfallhergang gemacht werden können.

Lernrückstände durch Corona – Worms bietet in den Sommerferien die „Sommerschule“ an

0
grundschule unterricht quelle iStock 487816262 5ce41c27 924f645a@1100w
grundschule unterricht quelle iStock 487816262 5ce41c27 924f645a@1100w

In den letzten beiden Wochen der Sommerferien können Schülerinnen und Schüler das Bildungsangebot nutzen, um Lernrückstände zu verringern.

Nur fünf Wochen sind es in der zweiten Hälfte diese Schuljahres, in denen für die Schülerinnen und Schüler in Worms gemeinsamer Präsenzunterricht stattfinden kann. Durch die lange Zeit im Fern- und Wechselunterricht konnte oft nicht alles so intensiv gelernt und geübt werden, wie es unter normalen Bedingungen gewesen wäre. Dies trifft besonders auf Kinder zu, die ohnehin Lernschwierigkeiten haben und ein höheres Maß an Förderung und Unterstützung brauchen.

Intensive Nachhilfe soll Lernrückstände verringern

Aus diesem Grund organisiert die Stadt Worms wieder zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz die „Sommerschule Rheinland-Pfalz“. Diese intensive Nachhilfe soll dabei helfen, entstandene Lernrückstände schwerpunktmäßig in den Fächern Deutsch und Mathematik zu verringern.

In Worms findet die Sommerschule RLP in den letzten beiden Ferienwochen, also vom 16. bis zum 20. August, sowie vom 23. bis zum 27. August statt. Vorgesehen ist die Teilnahmemöglichkeit für eine Woche. Die Anmeldung ist vom 25. Juni bis zum 4. Juli 2021 online über die Internetseite www.ferienschule.worms.de möglich.

Zwei Standorte

Gelernt wird an zwei Standorten: die Grundschülerinnen und Grundschüler an der Westend-Grundschule, die Schülerinnen und Schüler der fünften bis einschließlich der neunten Klasse in der Karmeliter Realschule plus. Trotz verbesserter Corona-Situation in Worms gilt auch während der Sommerschule RLP der vom Land verordnete Hygieneplan.

Die Kurse werden täglich von 9 bis 12 Uhr, gemeinsam in Präsenz, in Kleingruppen von bis zu zehn Teilnehmenden stattfinden. Pädagogisches Fachpersonal mit einer Verbindung zur Schule und Lernen (wie zum Beispiel pensionierte oder aktive Lehrkräfte, Lehramtsstudierende etc.) leitet die einzelnen Kurse ehrenamtlich.

Förderangebot ist ein wichtiges Anliegen

Dem Bildungs- und Sozialdezernenten Waldemar Herder ist das Förderangebot in den Sommerferien ein wichtiges Anliegen: „Ich freue mich, dass wir in Worms wieder sehr engagiert die Sommerschule RLP organisieren. Wir möchten erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler, die einen Nachholbedarf haben, gestärkter und motiviert ins neue Schuljahr starten können.“

Die Teilnahme an der Sommerschule RLP ist kostenfrei.

Nach 20 Jahren wird Anca Rösch die kommunale Kita in Nieder-Olm verlassen

0
2021 Juni Kita UEbergabe Roesch an Zschau
2021 Juni Kita UEbergabe Roesch an Zschau

Eigentlich ist Anca Rösch in der Nieder-Olmer Kindertagesstätte „Haus der kleinen Künstler“ gar nicht wegzudenken. Seit 2001 bis zum heutigen Tag hat die Erzieherin in ihrer Funktion als Leitung die kommunale Einrichtung geprägt.

Sie hat nicht nur Verantwortung übernommen, das Team kollegial geleitet, sondern auch unzählige Kinder kommen und gehen sehen, mit ihnen gebastelt und gelernt, gelacht und auch so manche Tränen getrocknet. Doch jetzt wird sie im Juli die Kita und auch Nieder-Olm verlassen.

Bis es aber in ein paar Wochen soweit ist und die richtige Verabschiedung ansteht, führen Anka Rösch und die bisherige stellvertretende und zukünftige Leitung Peggy Zschau die Kita gemeinsam, um so einen reibungslosen Übergang für das Team und die Kinder zu garantieren.

(Quelle: Stadt Nieder-Olm / Annette Pospesch)

Großer Feuerwehreinsatz mit Personensuche im Bornbruchsee bei Mörfelden

0
4
4

Die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf wurde am Montag, den 21.06.2021 um 21:14 Uhr mit der Meldung Person in Bornbruchsee alarmiert.

Suchaktion mit zwei Rettungsbooten

Daraufhin rückte die Feuerwehr mit ihren 2 Rettungsbooten und anderem Equipment für die Wasserrettung aus. Beim Eintreffen an der gemeldeten Stelle wurde aber niemand im Wasser vorgefunden.

Auch andere anwesenden Menschen hatten keine Person im Wasser bemerkt. Von der Feuerwehr wurde der See vom Ost bis zum Westbereich am Ufer abgesucht, auch hier wurde niemand gefunden der sich im See befindet.

Person konnte im Ostbereich aufgefunden werden

Eine Streife der Polizei konnte nach kürzester Zeit die beschriebene  Person im Ostbereich ausfindig machen. Daraufhin wurde die Suche abgebrochen. Der Mann wurde anschließend dem Rettungsdienst und Notärztin übergeben der Ihn anschließend in eine Klinik brachte.

Durch diese gemeldete Lage wurde eine Masse von Rettungsmittel alarmiert. Insgesamt waren die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf und Groß-Gerau, der Wasserrettungszug von der DLRG Rüsselsheim-Raunheim mit Tauchern, der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr Frankfurt ebenfalls mit Tauchern, der Rettungshubschrauber Christoph 2 aus Frankfurt sowie vom Rettungsdienst 3 Rettungswagen sowie ein Notarztfahrzeug im Einsatz. Auch vor Ort war eine Streife der Polizei und der Brandschutzaufsichtsdienst des Kreises Groß-Gerau. Insgesamt waren Ca. 25 Einsatzfahrzeuge mit 90 Einsatzkräften alarmiert worden.