BYC-News Blog Seite 104

Unbekannte räumen Wohnungen in Wiesbaden und Kastel leer

Einbrecher Wiesbaden – Unbekannte Täter haben am Freitag zwischen 14:00 Uhr und 21:30 Uhr in Wiesbaden und Mainz-Kastel insgesamt mindestens sechs Wohnungen ins Visier genommen. Die Einbrecher nutzten die frühe Dunkelheit der Wintermonate und verschafften sich überwiegend über aufgehebelte Fenster oder Balkontüren Zutritt zu den betroffenen Objekten.

In der Platter Straße drangen Unbekannte zwischen 18:20 Uhr und 20:45 Uhr über den Balkon in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses ein. Nachdem die Täter die Balkontür gewaltsam geöffnet hatten, durchsuchten sie sämtliche Räume und entkamen anschließend unerkannt.

Ein weiterer Fall ereignete sich gegen 20:15 Uhr in der Bürgelstraße. Hier wurde ein Täter beim Betreten des Schlafzimmers von einer Bewohnerin überrascht. Der Mann, etwa 180 bis 190 Zentimeter groß, flüchtete ohne Beute.

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Auch in Mainz-Kastel kam es zu einem Einbruch

Zwischen 14:00 Uhr und 21:30 Uhr hebelten Unbekannte ein Fenster einer Erdgeschosswohnung in der Straße In der Witz auf. Parallel dazu schlugen Täter in der Emil-Krag-Straße, der Eberleinstraße und der Potsdamer Straße in Wiesbaden zu. In allen Fällen durchsuchten die Einbrecher die Wohnräume nach Wertgegenständen und entkamen anschließend unerkannt.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro. Zudem erbeuteten die Täter Wertgegenstände und Bargeld im Gesamtwert von mehreren tausend Euro.

Hinweise nimmt die Wiesbadener Kriminalpolizei unter der Telefonnummer (0611) 345-0 entgegen.

Angriff mit Eisenstange – Vier Personen bei Werkstatt-Streit verletzt

In einer Kfz-Werkstatt in Niedernhausen (Rheingau-Taunus) ist am Samstagnachmittag ein Streit zwischen Beschäftigten und einem Kunden eskaliert. Nach Angaben der Polizei gerieten drei Mitarbeiter der Werkstatt im Alter zwischen 15 und 57 Jahren aus Wiesbaden mit einem 29-jährigen Kunden sowie zwei Begleitern aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis aneinander. Auslöser waren Differenzen im Zusammenhang mit einer Fahrzeugreparatur.

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Mit Eisenstange angegriffen

Im Verlauf des Streits kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, bei denen nach ersten Erkenntnissen auch eine Eisenstange eingesetzt wurde. Vier Personen wurden verletzt und mussten ambulant in umliegenden Krankenhäusern behandelt werden.

Der Kunde und seine Begleiter verließen nach dem Vorfall mit einem Fahrzeug die Werkstatt. Eine Streife konnte das Auto wenig später im Rahmen der Fahndung stoppen und kontrollieren. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten entlassen. Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Hinweise zum Vorfall nimmt die Polizeistation Idstein unter der Telefonnummer (06126) 9394-0 entgegen.

Mainz investiert eine Million Euro in den Drususstein und sein Umfeld

Der Drususstein – einst als Eichelstein bekannt – zählt zu den bedeutendsten römischen Relikten in Mainz. Das Kenotaph, ein symbolisches Grabmal ohne Bestattung, wurde vermutlich zu Ehren von Drusus, dem Gründer von Mogontiacum, errichtet. Während Drusus bereits 9 v. Chr. verstarb, entstand das heute sichtbare Monument erst deutlich später, um die Wende vom 1. zum 2. Jahrhundert n. Chr.

Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr der Drususstein zahlreiche Veränderungen. Im Mittelalter diente seine äußere Steinverkleidung als begehrtes Baumaterial, in der Frühen Neuzeit wurde eine Treppe eingebaut, um das Bauwerk als Wachturm zu nutzen. Erhalten geblieben ist letztlich nur der massive Kern aus römischem Beton, dem „Opus Caementitium“. Restaurierungen im 20. Jahrhundert führten unter anderem zur Schließung der charakteristischen Einschnürung auf halber Höhe, die einst den Beinamen „Eichelstein“ prägte.

Heute gilt der Drususstein als prägnanter Erinnerungsort der Mainzer Römerzeit und ist nach der Neugestaltung seines Umfelds wieder gut zugänglich. Die modernen Belagsflächen und Einbauten verleihen dem Areal ein zeitgemäßes, einladendes Erscheinungsbild.

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Investitionen von rund einer Million Euro

Die Arbeiten rund um das Denkmal befinden sich nun in der finalen Phase. Nach Angaben der Stadt Mainz wurden bislang rund eine Million Euro in die Sicherung des Drusussteins sowie die Neugestaltung des Umfelds investiert. Ein Großteil der baulichen Maßnahmen ist bereits abgeschlossen, die abschließenden Pflanzungen sollen in den kommenden Wochen erfolgen.

Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse betont die historische Bedeutung des Ortes:
„Mainz ist eine Stadt mit einer tief verwurzelten römischen Geschichte. Es ist uns ein Anliegen, dieses Erbe nicht nur zu bewahren, sondern erlebbar zu machen. Der neugestaltete Bereich rund um den Drususstein bietet dafür einen besonderen Rahmen.“

Zeitstrahl verbindet 2.000 Jahre Stadtgeschichte

Ein zentrales Element der Neugestaltung wird ein umfangreicher Zeitstrahl sein, der an Cortenstahl-Paneelen entlang des Weges angebracht wird. Mit 40 Text- und 20 Bildtafeln soll er mehr als 2.000 Jahre Mainzer Stadtgeschichte dokumentieren – von der römischen Provinzhauptstadt über die Epoche bedeutender Erzbischöfe und Kurfürsten bis hin zur Neuzeit.

Der Zeitstrahl bezieht dabei auch weitere geschichtsträchtige Orte im direkten Umfeld ein, darunter das Römische Theater, die Klöster St. Alban und St. Jakob sowie die barocke Zitadelle. So wird der Drususstein in einen umfassenden historischen Zusammenhang gestellt und Besucherinnen und Besuchern ein vertiefter Zugang zur Stadtgeschichte ermöglicht.

Derzeit befindet sich die inhaltliche Ausarbeitung des Zeitstrahls in der finalen Abstimmung. Die Umsetzung ist für Anfang 2026 geplant. „Der Zeitstrahl wird mehr als eine Aneinanderreihung von Daten sein – er wird ein lebendiges Geschichtsbuch, das die Vielfalt unserer Stadt sichtbar macht“, so Grosse.

Ein neuer Ort der Geschichte und Begegnung

Mit Abschluss der Arbeiten wird der Bereich rund um den Drususstein zu einem modernen, kulturell aufgeladenen Begegnungsort, der sowohl Mainzerinnen und Mainzern als auch Gästen der Stadt einen unmittelbaren Zugang zu den römischen Ursprüngen von Mainz bietet. Die Neugestaltung stärkt zugleich das historische Profil der Stadt und setzt wichtige Impulse für die städtebauliche Entwicklung auf der Zitadelle.

Stadtteilinitiative Klarenthal ruft zur Teilnahme auf

Die Initiative „Klarenthal lebt Demokratie“ ruft Bewohnerinnen und Bewohner des Wiesbadener Stadtteils dazu auf, mit einem persönlichen Porträt ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und demokratische Werte zu setzen. Im Vorfeld der Kommunalwahl im März 2026 entsteht eine Plakat- und Flyeraktion, die die Bedeutung einer lebendigen Demokratie sichtbar machen soll.

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Zwei offene Fototermine geplant

Interessierte können sich an zwei Terminen im Stadtteilzentrum fotografieren lassen. Ziel ist es, eine gemeinsame Bildwand zu gestalten, die die Gesichter jener zeigt, die sich für eine demokratische und respektvolle Gesellschaft einsetzen.

Fototermine:

  • 15. Dezember 2025, 10:00–12:00 Uhr

  • 22. Januar 2026, 17:00–20:00 Uhr
    Ort: Stadtteilzentrum Klarenthal, Geschwister-Scholl-Straße 10a

Stadtteilinitiative klarenthal ruft zur teilnahme aufMit jedem Porträt wächst eine visuelle Botschaft gegen Hass, Ausgrenzung und politische Gleichgültigkeit. Die Aktion soll dazu beitragen, demokratische Haltung im Alltag sichtbar zu machen.

Kick-Off im Rahmen des Adventskalenders

Der offizielle Auftakt findet bereits am 1. Dezember um 11 Uhr statt – bei der Aufstellung des Weihnachtsbaums im Rahmen des Stadtteil-Adventskalenders in der Carl-von-Ossietzky-Straße 53–55. Auch dort werden bereits erste Fotos aufgenommen.

Die Initiative lädt die Klarenthaler Bevölkerung ein, teilzunehmen und ein gemeinsames Zeichen für Demokratie zu setzen.

Hochzeitskorso auf der A60 und A643 sorgt für Chaos

Ein Hochzeitskorso mit sieben Fahrzeugen hat am Nachmittag des 22.11.2025 den Verkehr auf der A60 und der A643 massiv behindert. Nach Angaben der Polizei kam es gegen 15:10 Uhr zunächst auf der A60 in Fahrtrichtung Bingen zu einer deutlichen Verkehrsbehinderung. Der Korso verlangsamte den Verkehrsfluss stellenweise bis auf rund 20 km/h.

Im weiteren Verlauf wechselten die Fahrzeuge auf die A643 in Richtung Wiesbaden. Dort blockierten sie zeitweise beide Fahrspuren und fuhren mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 40 km/h. Zudem wurden aus mindestens einem Fahrzeug rote Flaggen heraus geschwenkt.

Die Mainzer Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können. Informationen nimmt die Polizeiautobahnstation Heidesheim unter der Telefonnummer 06132 950-0 entgegen.

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Oktagon: München wird zum Kampfsport-Mekka

MMA Nachrichten: Am Samstag, 22. November 2025, verwandelt sich der SAP Garden in München in ein Hexenkessel für Kampfsportfans. Mit OKTAGON 80 gastiert die führende europäische MMA-Organisation erstmals in der bayerischen Landeshauptstadt – und bringt ein hochkarätiges Teilnehmerfeld mit. Die tschechisch-slowakische Promotion OKTAGON MMA hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Veranstalter im europäischen Mixed Martial Arts entwickelt. Nach erfolgreichen Events in Frankfurt, Köln und Oberhausen folgt nun das nächste Highlight in München.

Titelkampf im Leichtgewicht: Legierski gegen Korkmaz

Im Hauptkampf des Abends treffen Mateusz Legierski (Polen) und Attila Korkmaz (Deutschland/Türkei) aufeinander. Auf dem Spiel steht der vakante Titel im Leichtgewicht.  Beide Kämpfer sind keine Unbekannten: Legierski, ehemaliger Oktagon-Champion, gilt als technisch versierter Striker mit Knockout-Power. Korkmaz, der seine Kämpfe vor allem über Herz und Härte gewinnt, will vor heimischem Publikum den größten Sieg seiner Karriere feiern. Der Sieger darf sich nicht nur auf den Titel, sondern auch auf internationale Aufmerksamkeit freuen.

Deutsches Duell mit Brisanz: Jungwirth trifft auf Stolze

Ein weiteres Highlight ist das deutsch-deutsche Duell zwischen Christian „The Kelt“ Jungwirth und Niklas „Green Mask“ Stolze. Beide sind erfahrene Kämpfer, die schon für internationale Organisationen wie die UFC und Bellator im Gespräch waren. Für Jungwirth, Publikumsliebling aus Baden-Württemberg, ist es bereits der fünfte Auftritt in einem Oktagon-Hauptprogramm. Stolze, der aus Sachsen-Anhalt stammt, kehrt nach längerer Pause in den Käfig zurück – mit dem klaren Ziel, seine Karriere neu zu beleben.

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Starke Fightcard mit europäischen Top-Athleten

Neben den Hauptkämpfen dürfen sich die Zuschauer auf zahlreiche spannende Duelle freuen. Auf der Main Card und Preliminary Card stehen unter anderem:

    • Mateusz Legierski vs. Attila Korkmaz – Leichtgewicht / Titelkampf

    • Christian Jungwirth vs. Niklas Stolze – Weltergewicht

    • Alexander Poppeck vs. Marek Mazúch – Catchweight (194 lbs)

    • Ronald Paradeiser vs. Geraldo Neto – Weltergewicht

    • Gökhan Aksu vs. Denis Frimpong – Leichtgewicht

    • Endrit Brajshori vs. Matouš Kohout – Weltergewicht

    • Máté Kertész vs. Felix Klinkhammer – Weltergewicht

    • Ozan Aslaner vs. Marco Antonio Elpidio – Leichtgewicht

    • Michael Deiga‑Scheck vs. Teo Saldana Smith – Catchweight (150 lbs)

    • Eugen Black‑Dell vs. Eemil Kurhela – Federgewicht (145 lbs)

Damit setzt Oktagon MMA erneut auf eine Mischung aus internationalen Stars und lokalen Talenten – ein Erfolgsrezept, das die Organisation seit Jahren prägt.

Große Bühne im SAP Garden – Tickets heiß begehrt

Die Veranstaltung findet im SAP Garden im Münchner Olympiapark statt – einer der modernsten Multifunktionsarenen Europas. Laut Veranstalter sind bereits viele Tickets verkauft, was auf eine ausverkaufte Halle hindeutet. Tickets sind ab rund 70 Euro erhältlich, VIP-Pakete und Premium-Sitzplätze waren schon kurz nach dem Verkaufsstart vergriffen. Für alle, die kein Ticket mehr ergattern, wird das Event live auf OKTAGON.TV im Pay-per-View-Stream auch bei RTL PLUS übertragen.

MMA wächst in Deutschland weiter

Mit OKTAGON 80 zeigt sich erneut, dass MMA in Deutschland weiter an Popularität gewinnt. Die professionellen Shows, die internationale Reichweite und die starke Einbindung deutscher Athleten machen die Events zu Publikumsmagneten. Oktagon MMA setzt dabei auf Showelemente, Einlaufmusik und emotionale Storylines – ein Konzept, das bereits in Tschechien und der Slowakei Kultstatus erreicht hat. Nun soll auch München erleben, warum Oktagon als „Champions League des europäischen MMA“ gilt.

Ein Pflichttermin für alle Kampfsportfans

Mit spannenden Duellen, emotionalen Geschichten und internationalem Flair verspricht OKTAGON 80 in München ein Spektakel auf höchstem Niveau. Ob Titelkampf, deutsches Duell oder Nachwuchstalente – am 22. November wird im SAP Garden Geschichte geschrieben. Oktagon 80 – München ist bereit für den Fight!

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Achtung am Sonntag: Eisige Temperaturen und glatte Straßen

Glatteis am Sonntag – Deutschland steht am Sonntag vor einer potenziell gefährlichen Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor überfrierendem Regen, der vor allem im Westen und Südwesten zu teils massiven Einschränkungen im Straßenverkehr führen kann.

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Deutliche Abkühlung in der Nacht

In der Nacht zum Sonntag sinken die Temperaturen verbreitet auf Werte zwischen 0 und minus 10 Grad. Über schneebedeckten Flächen können sie sogar bis auf minus 15 Grad fallen. Durch den gefrorenen Untergrund reichen schon geringe Niederschlagsmengen aus, um Straßen und Gehwege innerhalb kürzester Zeit spiegelglatt zu machen.

Gefahrenlage am Sonntag

Im Tagesverlauf breiten sich ausgedehnte Wolkenfelder weiter nach Westen und Südwesten aus. Dort setzt am Morgen und Vormittag Regen ein, der auf die gefrorenen Böden trifft und sofort gefriert. Der DWD spricht von einer erheblichen Glatteisgefahr, die sich auch auf Nebenstrecken, Brücken und schattige Abschnitte auswirken kann.

Im Nordwesten fällt statt Regen Schnee, wodurch es ebenfalls zu Behinderungen im Verkehr kommen kann. Die Osthälfte Deutschlands bleibt dagegen größtenteils trocken. Hier zeigt sich zeitweise sogar die Sonne, wenngleich auch dort Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen.

Temperaturen bleiben winterlich

Die Tageshöchstwerte bewegen sich am Sonntag zwischen minus zwei und plus vier Grad. Damit steigen die Chancen, dass Glatteis vielerorts bestehen bleibt oder sich erneut bildet.

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Hinweise für Verkehrsteilnehmende

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten besonders vorsichtig unterwegs sein, ausreichend Abstand halten und längere Bremswege einkalkulieren. Auch Radfahrende und Fußgänger müssen mit glatten Wegen rechnen. Der DWD empfiehlt, regionale Wetterwarnungen am Sonntag eng zu verfolgen.

Der Wochenstart könnte ebenfalls noch von glatten Straßen geprägt sein, falls die Temperaturen in der Nacht zum Montag erneut unter den Gefrierpunkt fallen.

Stadt Mainz ruft zur Rücksichtnahme an Silvester auf

Auch zum Jahreswechsel 2025/2026 ruft die Landeshauptstadt Mainz wieder dazu auf, rund um das Tierheim sowie die Anlagen des Zoos Mainz – den Wildpark Gonsenheim und die Gehege im Stadtpark – auf das Zünden von Feuerwerkskörpern zu verzichten. Die Informationskampagne aus dem Jahr 2024 wird aufgrund ihres großen Erfolgs unverändert fortgeführt. Dies geht aus einer aktuellen Mitteilung der Stadt hervor.

Kampagne zeigt Wirkung – Tiere geschützt

Die im vergangenen Jahr gestartete Aufklärungsoffensive hatte das Ziel, Anwohnerinnen und Anwohner für die Belastung der Tiere durch Feuerwerkslärm zu sensibilisieren. Durch Plakate, Banner, Flyer, Pressearbeit und eine intensive Social-Media-Kampagne appellierte die Stadt an mehr Rücksicht. Laut Oberbürgermeister Nino Haase zeigte die Aktion deutliche Wirkung, denn die Silvesternacht rund um Tierheim und Wildpark verlief deutlich ruhiger und damit tierfreundlicher.

Tiere machen auf ihre Situation aufmerksam

Auch dieses Jahr treten mehrere tierische „Botschafter“ erneut in Erscheinung: Das Helle Großsilber-Kaninchen Karla, Ziegenbock „Der kleine Mann“ und Papagei Rico stehen für den Wildpark, während Hund Grigore und Taube Hedwig das Tierheim vertreten. Sogar Kater Toulouse, inzwischen vermittelt und in seinem neuen Zuhause angekommen, bittet weiterhin symbolisch um Rücksichtnahme. Die Kampagne erinnert zudem daran, dass auch Wildtiere betroffen sind – etwa Igel, die aus dem Winterschlaf aufschrecken, oder Vögel, die durch Feuerwerkskörper verletzt werden können.

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Öffentlichkeitsarbeit in Mainz läuft bereits

Plakate und Flyer werden aktuell wieder im Stadtgebiet verteilt, Banner sind an bekannten Stellen sichtbar. Kurz vor Weihnachten erscheinen Hinweise auf Litfaßsäulen, und zum Jahresende wird auch der LED GIANT am Alicenplatz die Kampagnenmotive zeigen.

Keine Rechtsgrundlage für Feuerwerksverbot

Obwohl die Stadt große Rücksichtnahme fordert, bleibt ein generelles Böllerverbot rechtlich weiterhin ausgeschlossen. Das Sprengstoffgesetz lässt Verbote aus Gründen des Tierschutzes nicht zu. Ordnungsdezernentin Manuela Matz betont jedoch die Wichtigkeit freiwilliger Rücksichtnahme und bittet erneut eindringlich darum, im Umfeld von Tierheim, Wildpark und Stadtpark auf Feuerwerk zu verzichten.

Abbrennzeiten unbedingt beachten

Zugelassen ist Feuerwerk der Kategorie 2 ausschließlich am 31. Dezember und 1. Januar. Wer außerhalb dieser Zeiten Pyrotechnik zündet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahndet werden kann.

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Repair-Café im Umweltladen lädt zur Mitmach-Aktion ein

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung organisiert der Umweltladen in der Luisenstraße 19 am Mittwoch, 26. November, von 14.30 bis 18 Uhr ein öffentliches Repair-Café. Besucherinnen und Besucher können dabei defekte Kleingeräte mitbringen und – sofern technisch möglich – direkt vor Ort reparieren lassen. Unterstützt wird die Aktion vom „Repair-Café on Tour“, das regelmäßig ehrenamtliche Reparaturhilfe anbietet und damit eine nachhaltige Alternative zum Neukauf fördert. Professionelle Unterstützung bieten zudem lokale Initiativen wie die Reparaturwerkstatt Wiesbaden.

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Aktionswoche setzt Zeichen gegen wachsenden Elektroschrott

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung findet in diesem Jahr vom 22. bis 30. November statt und steht unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen – Elektroschrott vermeiden“. Europas am schnellsten wachsender Abfallstrom: ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte. In Deutschland fallen jährlich rund 880.000 Tonnen davon an – viele davon könnten repariert, weitergenutzt oder recycelt werden.

Gerade kleine Geräte landen häufig vorschnell im Müll. Dabei ließen sich wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen und Ressourcen schonen, wenn mehr Bürgerinnen und Bürger Reparaturangebote nutzen würden.

Hohe Erfolgsquote beim monatlichen Reparaturangebot

Das „Repair-Café on Tour“ macht einmal im Monat im Umweltladen Station. Bei den regelmäßigen Samstagsterminen gelingt es den Ehrenamtlichen, rund 80 Prozent der mitgebrachten Geräte wieder funktionsfähig zu machen. Die Initiative leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung – und entlastet gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel.

Verbot für Einweg-E-Zigaretten – Regierung kündigt Gesetzesinitiative an

Verbot Vapes – Die Bundesregierung hat angekündigt, einer Forderung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nachkommen und extrem schädliche Einweg-E-Zigaretten gesetzlich verbieten zu wollen. Das erklärte die Regierung bei der Befassung des Bundesrates mit dem Elektrogesetz am gestrigen Freitag. Sie gab allerdings an, dass aus ihrer Sicht ein Verbot durch die Europäische Kommission gebilligt werden müsse.

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Die DUH weist bereits seit Jahren auf die Gefahren durch Einweg-E-Zigaretten hin und tritt für deren Verbot ein

Sie wird dabei durch ein breites gesellschaftliches Bündnis aus 17 Gesundheits-, Kinderschutz-, Umweltschutz und Branchenverbänden unterstützt. Mehr als 40.000 Menschen haben bereits eine entsprechende Petition unterzeichnet. Einweg-E-Zigaretten sind Wegwerfprodukte, die nicht nur die Umwelt belasten, sondern auch die Sicherheit gefährden, weil die Batterien falsch entsorgter Vapes regelmäßig Brände auslösen.

Besonders gefährlich sind sie jedoch für die Gesundheit Jugendlicher und Kinder. Mit ihren knallbunten Designs und süßen Aromen, wie Lollipop, Karamell oder Popcorn, zielt das Marketing der süchtig machenden Produkte eindeutig auf junge Menschen ab. Enthaltene Substanzen können Krebs verursachen, die Atemorgane sowie das Herz-Kreislauf-Systemschädigen und die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen. Das Risiko auf Tabakzigaretten umzusteigen, ist bei jungen E-Zigaretten-Rauchern bis zu dreimal höher.

Die DUH fordert deshalb, das angekündigte Verbot unverzüglich umzusetzen und keine weitere Zeit zu verlieren. Der Umwelt- und Verbraucherschutzverband ruft Gesundheitsministerin Nina Warken auf, die Vapes federführend durch eine Anpassung der Tabakerzeugnisverordnung aus Gesundheitsgründen zu verbieten. Ähnliche Wege sind bereits andere EU-Staaten gegangen. Da bei Tabakerzeugnissen, auch im weiteren Sinne bei Liquids, das Landwirtschaftsministerium über Entscheidungsbefugnisse verfügt, sollte Landwirtschaftsminister Alois Rainer dem Verbot nicht im Wege stehen und es unterstützen.

Dazu Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:

„Das von der Bundesregierung angekündigte Verbot von Einweg-E-Zigaretten ist ein richtiger, aber längst überfälliger Schritt. Wir haben frühzeitig darauf hingewiesen, wie gefährlich diese Wegwerfprodukte für die Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sind. Deshalb haben wir eine breite Allianz aus 17 Verbänden aufgebaut, darunter Organisationen wie die Bundesärztekammer, das Deutsche Krebsforschungszentrum oder das Kinderhilfswerk, mit denen wir vehement ein Verbot eingefordert haben. Wir begrüßen daher das angekündigte Verbot, das jedoch schnell eingeführt werden muss. Frankreich und Belgien haben Einweg-Vapes bereits EU-rechtskonform aus Gründen des Gesundheitsschutzes verboten. Somit stünde in Deutschland Gesundheitsministerin Nina Warken in der Verantwortung. Ein Verbot kann durch eine Änderung der Tabakerzeugnisverordnung erfolgen, wenn dies dem Schutz der öffentlichen Gesundheit dient. Dies ist ohne jeden Zweifel der Fall, denn in Einweg-Vapes enthaltene Substanzen können Krebs verursachen, sowie die Atemorgane und das Herz-Kreislauf-System schädigen.“

In Deutschland werden schätzungsweise mehr als 60 Millionen Einweg-E-Zigaretten pro Jahr konsumiert.

Dem von der DUH ins Leben gerufenen Bündnis gegen Einweg-E-Zigaretten gehören folgende Organisationen an: Aktionsbündnis Nichtrauchen, Bundesärztekammer, Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft, Bundesverband der deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft, bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, Deutsche Atemwegsliga, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Lungenstiftung, Deutsches Kinderhilfswerk, Deutsches Krebsforschungszentrum, Naturschutzbund Deutschland, Nichtraucher Schutzverband, Pro Rauchfrei, Verband der kommunalen Unternehmen, Verbraucherzentrale NRW, Zero Waste Germany.

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Minderjähriger belästigt – Serien von Einbrüchen und Aufbrüchen gemeldet

In Wiesbaden registrierte die Polizei in den vergangenen Tagen mehrere Straftaten, die von sexueller Belästigung über Einbrüche bis hin zu Fahrzeugaufbrüchen reichen. In verschiedenen Stadtteilen kam es zu Vorfällen, bei denen sowohl Minderjährige als auch Wohnungseigentümer und Autofahrer betroffen waren. Die Polizei ermittelt in allen Fällen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

12-Jähriger in Linienbus sexuell belästigt

Wiesbaden, Donnerstag, 20.11.2025, 14:45–15:00 Uhr

Am Donnerstagnachmittag wurde ein 12-jähriger Junge in einem Linienbus der Linie 27 Opfer einer sexuellen Belästigung. Der Minderjährige befand sich alleine im Bus, als sich ein älterer Mann neben ihn setzte und ihn unsittlich berührte. Eine aufmerksame Zeugin schritt sofort ein und forderte den Mann lautstark auf, sein Verhalten zu unterlassen.
Die Polizei traf den 86-jährigen Tatverdächtigen, den Jungen und die Zeugin an einer Haltestelle in der Dotzheimer Straße an und leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Wohnungseinbruch in Kostheim – Täter machen Beute

Wiesbaden-Kostheim, Kiefernstraße, Donnerstag, 20.11.2025

Unbekannte Täter drangen am Donnerstagvormittag gewaltsam in eine Wohnung in der Kiefernstraße ein. Zwischen 09:00 und 11:00 Uhr verschafften sich die Einbrecher Zugang zu der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus und durchsuchten die Räumlichkeiten. Anschließend flüchteten sie unerkannt.
Ob und welche Gegenstände entwendet wurden, ist derzeit unklar. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, Hinweise unter der Telefonnummer (0611) 345-0 zu melden.

Kellerverschläge aufgebrochen – mehrere Wertgegenstände gestohlen

Wiesbaden, Marie-Juchacz-Straße / Auf den Erlen

Zwischen dem 15. und 20. November wurden in zwei Mehrfamilienhäusern in Wiesbaden mehrere Kellerverschläge gewaltsam geöffnet.

  • Marie-Juchacz-Straße, 15.–16.11.2025:
    Unbekannte drangen in den Kellerbereich ein, brachen mehrere Verschläge auf und entwendeten unter anderem ein E-Bike, ein Klapprad und einen Werkzeugkasten.

  • Auf den Erlen, 19.–20.11.2025:
    Auch hier wurden mehrere Kellerverschläge aufgebrochen und durchsucht. Ob Diebesgut entwendet wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen.

In beiden Fällen konnten die Täter unerkannt flüchten. Hinweise nimmt die Polizei unter (0611) 345-0 entgegen.

Mehrere Fahrzeugaufbrüche im Stadtgebiet

Wiesbaden, 18.–20.11.2025

Zwischen Dienstag und Donnerstag kam es in Wiesbaden zu mindestens vier Fahrzeugaufbrüchen:

  • Hermann-Löns-Straße: Öffnen einer unverschlossenen Fahrzeugtür und Diebstahl eines Gegenstands.

  • Borsigstraße: Einschlagen einer Seitenscheibe und Entwendung mehrerer Arbeitsmaschinen.

  • Konrad-Adenauer-Ring: Einschlagen der Beifahrerscheibe und Diebstahl eines persönlichen Gegenstands.

  • Hagenauer Straße: Auf einem Parkplatz wurden mehrere Laptops aus einem geparkten Pkw gestohlen.

In allen Fällen blieb der Täter unbekannt. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, Beobachtungen unter (0611) 345-0 zu melden.

Diebstähle in Einkaufszentrum – Täter schlägt zweimal zu

Wiesbaden, Kirchgasse, Mittwoch, 19.11.2025

Ein bislang unbekannter Täter versuchte am späten Mittwochabend innerhalb von zehn Minuten zwei Kassensysteme in einem Einkaufszentrum gewaltsam zu öffnen.

In einem Restaurant riss er die gesamte Geldkassette aus dem Tresen, in einem weiteren gelang es ihm, die Kasse mit einem Werkzeug zu öffnen.

Der Mann wurde als 30–40 Jahre alt mit kurzen schwarzen Haaren, schwarzem Drei-Tage-Bart und komplett schwarzer Bekleidung beschrieben. Er trug schwarze Sneaker mit weißer Sohle.
Hinweise nimmt die Polizei unter (0611) 345-0 entgegen.

Lebensrettende Beratung seit 60 Jahren: GIZ Mainz im Dauereinsatz

Das Giftinformationszentrum (GIZ) in Mainz feiert Geburtstag. Vor 60 Jahren etablierte sich an der damaligen Mainzer Universitätsklinik ein Schwerpunkt mit toxikologischer Expertise – inzwischen ist das GIZ die zentrale Beratungsstelle bei Vergiftungen aller Art in drei Bundesländern. Über die Hotline 06131 19240 ist das Team aus Gift-Experten 24 Stunden am Tag erreichbar, 365 Tage im Jahr. Gefeiert wird das Jubiläum mit einer Fachtagung zu aktuellen Themen der Toxikologie.

„Dass sich das Mainzer Giftinformationszentrum Mitte der 60er-Jahre gründete, parallel zur Eröffnung der Internistischen Intensivstation an der damaligen Universitätsklinik, war kein Zufall“, erklärt Dr. Andreas Stürer, heutiger Leiter des GIZ Mainz. „Mediziner sahen sich mit einer steigenden Zahl zum Teil schwerer Vergiftungsfälle konfrontiert, zum Beispiel durch damals noch deutlich toxischere Pflanzenschutzmittel und Arzneimittel.“

In den 1990er-Jahren verpflichtete das Chemikaliengesetz die Bundesländer, ein Giftinformationszentrum zu benennen und zu unterhalten. Mainz wurde das zentrale GIZ in Rheinland-Pfalz und übernahm im Rahmen eines Verwaltungsabkommens im Jahr 2000 auch die Beratungstätigkeit für das Nachbarland Hessen. 2021 kam über einen Kooperationsvertrag zwischen der Universitätsmedizin Mainz und dem Saarland die Beratung für ein weiteres Bundesland hinzu.

Giftberatung für über 11 Millionen Bürger

Damit bietet das GIZ Mainz heute Giftberatung für knapp 11,5 Millionen Bürger. Medizinisches Fachpersonal – etwa in Krankenhäusern und bei Rettungsdiensten – macht gut 30 Prozent der Anfragen aus. Die übrigen Anrufe kommen aus der Bevölkerung. Insgesamt 53.978 Anrufe verzeichnete das GIZ im Jahr 2024.

Die Zahl steigt seit Jahren an und wird bewältigt von einem interdisziplinären Team mit Experten aus den Bereichen Medizin, Chemie, Biologie und Pharmazie.

Das Giftinformationszentrum kooperiert weiterhin eng mit der Medizinischen Intensivstation (MICU) des Zentrums für Kardiologie an der Universitätsmedizin Mainz, auf deren Campus das GIZ angesiedelt ist. Die Gift-Experten begleiten etwa die Therapie von Patienten mit schweren oder komplexen Vergiftungen.

Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der UM, betont die Bedeutung des GIZ für die Universitätsmedizin: „Ein besonderer Verdienst des GIZ in Mainz ist es, dass notfallrelevante toxikologische Themen in die Lehre und Ausbildung an der UM integriert werden. Dadurch sind die Behandlungsteams von morgen für solche Fälle sensibilisiert und wissen, dass sie sich im Ernstfall an ein Giftinformationszentrum wenden können – ein Anruf, der Leben rettet.“

Arbeit des GIZ schafft wertvolle Datengrundlage für die Toxikologie

Alle Vergiftungsfälle werden seit 1995 in einer vom GIZ entwickelten Datenbank dokumentiert. Wenn möglich, werden Verläufe auf freiwilliger Basis schriftlich nachverfolgt. Mit diesem System kann das GIZ Mainz inzwischen auf über 800.000 ausführliche toxikologische Falldokumentationen zurückgreifen.

Wissenschaftliche Auswertungen und Analysen dienen der Qualitätssicherung und liefern wichtige Informationen und neue Erkenntnisse zur toxikologischen Bewertung verschiedenster Giftstoffe.

Welche Themen Gift-Experten in Deutschland aktuell bewegen, zeigt das Programm der Fachtagung, die das Giftinformationszentrum Mainz anlässlich seines 60-jährigen Bestehens organisiert. Die Digitalisierung der Giftinformation in Deutschland, die Zusammenarbeit mit Behörden, Chemie- und Pharmaherstellern, Fragen der Produktsicherheit und Drogentrends – wie etwa Lachgas – sind nur einige Punkte auf der Agenda.

„Das Verhältnis von Künstlicher Intelligenz und menschlicher Empathie in der Giftberatung ist eine zentrale Zukunftsfrage“, betont GIZ-Leiter Andreas Stürer, der zugleich Vorsitzender der Gesellschaft für Klinische Toxikologie (GfKT) ist. „KI wird wichtige Beiträge leisten, aber nicht die hochspezialisierten Experten ersetzen, die bei der Beratung in Notfallsituationen auch einen menschlichen Zugang zu verängstigten Betroffenen schaffen können.“

Giftberatung entlastet das Gesundheitssystem

Seine Finanzierung stützt das Mainzer GIZ hauptsächlich auf Mittel der Bundesländer, für die es Beratungstätigkeiten übernimmt. Erlöse kommen zudem aus den Services, die das GIZ Gesundheitseinrichtungen anbietet. Krankenhäusern werden die Beratungen in Rechnung gestellt, auch weil es sich dabei häufig um komplexere Fälle handelt.

„Investitionen in Giftinformationszentren sind unter dem Strich ein Gewinn. Für jeden investierten Euro sparen wir dem Gesundheitssystem rund 13 Euro“, erläutert Toxikologe Andreas Stürer. „Etwa dadurch, dass in harmlosen Fällen Notarzteinsätze vermieden oder Notaufnahmen entlastet werden können.“

Ein weiterer Finanzierungsbaustein für das GIZ stammt aus Kooperationen mit Unternehmen, für die das Mainzer Zentrum die sogenannte Pharmako- oder Toxikovigilanz übernimmt. Pharmahersteller sind verpflichtet, auch nach der Zulassung unerwünschte Nebenwirkungen ihrer Arzneimittel zu erfassen, zu bewerten und zu überwachen und müssen dafür eine Notrufnummer als Kontaktmöglichkeit bieten.

Ähnliches gilt für die Hersteller von Chemikalien. Kooperierende Unternehmen können für diesen Zweck auf das GIZ Mainz verweisen, wo die Daten zu Nebenwirkungen und Vergiftungserscheinungen erfasst werden und zugleich Beratung und Hilfe geleistet wird.

Hierdurch generiert das GIZ gleichzeitig wertvolle human-toxikologische Daten für wissenschaftliche, epidemiologische und noxenspezifische Analysen. Solche Erkenntnisse der sogenannten Post-Marketing-Surveillance tragen zur Optimierung der Beratungsgrundlagen der Giftinformationszentren bei.

Kein nationales Vergiftungsregister ohne lokale GIZ

Auf die Gift-Experten in Mainz und an den übrigen sechs Giftinformationszentren in Deutschland kommen in Zukunft weitere Aufgaben zu: Das Bundesamt für Risikobewertung baut derzeit ein bundesweites Vergiftungsregister auf – die Giftinformationszentren werden die Daten betreuter Vergiftungsfälle an das Register melden.

„Die Giftinformationszentren haben den direktesten Einblick in das tatsächliche Vergiftungsgeschehen in der Bevölkerung und sind damit die richtigen Partner für das nationale Vergiftungsregister – wenn bei der Aufbereitung und Weitergabe der Daten die Qualität stimmt.

Bei der Qualitätskontrolle sind wir in Mainz aufgrund unseres langjährigen Engagements im Bereich der Pharmako- und Toxikovigilanz sehr erfahren, sodass wir diesen neuen Herausforderungen gut vorbereitet begegnen können“, blickt GIZ-Leiter Andreas Stürer in die Zukunft des Giftinformationszentrums in Mainz.

Gasaustritt in Wiesbaden-Dotzheim

Am Freitagnachmittag wurde die Feuerwehr Wiesbaden gegen 15.40 Uhr zu einem Gasgeruch in den Rotkäppchenweg im Wiesbadener Stadtteil Dotzheim alarmiert. Ein Anrufer hatte der Leitstelle einen deutlichen Gasgeruch auf der Straße gemeldet.

Beim Eintreffen in Wiesbaden-Dotzheim bestätigte sich die Lage:

Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 stellten sowohl mit der Nase als auch mit ihren Messgeräten einen intensiven Gasgeruch an einem der Wohngebäude fest. Daraufhin wurde der Gefahrenbereich durch die Polizei und die Stadtpolizei weiträumig abgesperrt und mehrere angrenzende Wohnhäuser vorsorglich geräumt. Die betroffenen Personen wurden in einem Bus der ESWE Verkehr durch die Schnelleinsatzgruppe Betreuung des Deutschen Roten Kreuzes betreut.

Im Rahmen der weiteren Erkundung ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Undichtigkeit in einer im Außenbereich des Gebäudes verlaufenden Gasleitung. Da das betroffene Gebäude nicht einzeln abgeschiebert werden kann, wurden Tiefbauarbeiten durch den Gasversorger eingeleitet, um die Leitung freizulegen und den Gasaustritt zu stoppen.

An der Einsatzstelle waren:

  • Kräfte der Berufsfeuerwehr Wiesbaden
  • die Logistikgruppe der Freiwilligen Feuerwehr
  • die Schnelleinsatzgruppe Betreuung des Deutschen Roten Kreuzes
  • der Organisatorische Leiter Rettungsdienst
  • die Polizei
  • die Stadtpolizei
  • die Seelsorge in Notfällen im Einsatz.

Feuer in Alzey zerstört leerstehendes Wohnhaus

In der Nacht zum Samstag ist in der Nibelungenstraße in Alzey ein leerstehendes Wohnhaus in Brand geraten. Ein vorbeifahrender Autofahrer bemerkte gegen 01:45 Uhr Rauch und Flammen aus dem ersten Obergeschoss und alarmierte umgehend die Feuerwehr.

Die Freiwillige Feuerwehr Alzey traf wenige Minuten später ein und konnte ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude verhindern. Das Obergeschoss sowie der Dachstuhl des Hauses wurden jedoch erheblich beschädigt. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an, die Nibelungenstraße blieb währenddessen vollständig gesperrt.

Zur Brandursache sowie zur Höhe des Sachschadens liegen derzeit noch keine Informationen vor. Im Einsatz waren die Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Polizei Alzey.