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GroKo-Start in Mainz: Gordon Schnieder beschwört neue politische Ära

Es war ein historischer Moment im Mainzer Landtag: Erstmals seit dreieinhalb Jahrzehnten stand heute mit Gordon Schnieder wieder ein Christdemokrat am Rednerpult, um die Richtlinien der Landespolitik vorzugeben. Rund vier Wochen nach seiner Amtseinführung gab der neue Ministerpräsident seine rund 90-minütige Regierungserklärung ab.

Für das Bundesland beginnt damit nicht nur personell ein neues Kapitel, sondern auch strukturell: Gordon Schnieder führt die erste schwarz-rote Große Koalition in der Geschichte von Rheinland-Pfalz an.

„Zuhören und Handeln“: Gordon Schnieder will neuen Stil in rauen Zeiten

Inhaltlich setzte er in seiner Grundsatzrede auf eine klare Kursbestimmung ohne unvorhergesehene Experimente. Schnieder machte deutlich, dass die Landespolitik in einer global spürbar „rauer gewordenen Welt“ vor allem als Stabilitätsanker fungieren müsse. Als Fundament für die Regierungsarbeit der kommenden Jahre definierte er fünf zentrale Kernbegriffe: Zuhören, Klarheit, Handeln, Zusammenhalt und Vertrauen.

Das Vertrauen der Bürger in die staatlichen Institutionen müsse durch verlässliche und transparente Politik zurückgewonnen werden. Die neue Landesregierung verstehe sich dabei explizit nicht als bürokratischer Bremser, sondern als Ermöglicher für Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Schwerpunkte: Von starker Wirtschaft bis zu stabilen Kommunen

Die von Gordon Schnieder herausgearbeiteten Leitlinien orientieren sich eng an den Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zwischen CDU und SPD, wobei er der Fokus stark auf regionale und strukturelle Verbesserungen legt:

Wirtschaft und Entlastung:

Der Erhalt der industriellen und wirtschaftlichen Stärke des Landes hat für das neue Bündnis oberste Priorität. Gleichzeitig soll dem Mittelstand und den Unternehmen durch einen spürbaren Abbau bürokratischer Hürden unter die Arme gegriffen werden.

Bildungs-/Kitapolitik:

Hier möchte die schwarz-roten Agenda die  frühkindliche Bildung stärken. Hier kündigte der Ministerpräsident die Etablierung klarer und verbindlicher Qualitätsstandards an Schulen und Kindertagesstätten an.

Infrastruktur und Sicherheit:

Als erfahrener Kommunalpolitiker legte der Ministerpräsident ein deutliches Augenmerk auf die finanzielle Stärkung von Städten und Landkreisen. Zudem sollen die Investitionen in die Sanierung des regionalen Straßen- und Brückennetzes sowie in den ländlichen Raum massiv hochgefahren werden. Flankiert wird dies durch eine Fokussierung auf die Innere Sicherheit.

Evakuierung nach Fund einer Weltkriegsbombe in Mainz-Hartenberg

Nach dem Fund einer amerikanischen Weltkriegsbombe im Mainzer Stadtteil Hartenberglaufen die Vorbereitungen für eine großflächige Evakuierung auf Hochtouren. Bei Bauarbeiten im Park an der Fritz-Bockius-Straße wurden am Dienstagmittag (16. Juni 2026) die Überreste des 250 Kilogramm schweren Blindgängers entdeckt. BYC-News war vor Ort.

Der umgehend alarmierte Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz (KMRD), die Mainzer Feuerwehr und die Polizei haben das Relikt gesichtet. Das Ergebnis: Die Bombe verfügt über einen intakten und aktiven Zünder und muss zwingend vor Ort entschärft werden.

250-Meter-Radius: Rund 1.900 Anwohner müssen Wohnungen wegen der Weltkriegsbombe in Mainz verlassen

Für die Durchführung der Entschärfung hat der Kampfmittelräumdienst einen Evakuierungsradius von rund 250 Metern rund um den Fundort festgelegt.

  • Räumungsfrist: Alle Personen, die innerhalb dieses Radius wohnen oder arbeiten, sind zwingend aufgefordert, den betroffenen Bereich am Mittwochmorgen (17.06.2026) bis spätestens 08:00 Uhr eigenständig zu verlassen.

  • Betroffene Personen: Von der Maßnahme sind rund 1.900 Bürgerinnen und Bürger betroffen.

  • Betroffene Einrichtungen: Auch das angrenzende Taubertsbergbad liegt im Gefahrenbereich und bleibt geschlossen.

Die betroffenen Haushalte werden im Laufe des Dienstagabends zusätzlich mittels Informations-Wurfzetteln sowie gezielten Lautsprecherdurchsagen der Einsatzkräfte vor Ort alarmiert. Dem Text liegt eine genaue Grafik des Evakuierungsbereichs sowie eine detaillierte Liste aller betroffenen Anschriften bei.

Notunterkunft und Bürgertelefon für Hilfsbedürftige

Die Stadt Mainz hat umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Bevölkerung in die Wege geleitet:

  • Notunterkunft: Ab Mittwochmorgen, 07:00 Uhr, steht für alle Evakuierten eine betreute Notunterkunft am Bruchwegstadion zur Verfügung.

  • Bürgertelefon: Für Personen, die gehbehindert oder bettlägerig sind und Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnung benötigen, ist ab Dienstag, 17:00 Uhr, ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 06131 124634 geschaltet.

Der genaue Beginn und die exakte Dauer der Entschärfungsarbeiten können im Vorfeld nicht abgeschätzt werden. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes können erst Hand anlegen, wenn die Sicherheitskräfte den gesamten Radius kontrolliert und offiziell freigegeben haben.

Cannabisplantage in Mönchengladbach mit etwa 1.000 Pflanzen gefunden

Am Montag, den 15. Juni 2026, meldete ein Bürger in der Nacht gegen 01:20 Uhr einen mutmaßlichen Rohrbruch. Aus einem leerstehenden Gebäude an der Prinzenstraße in Mönchengladbach trat offenbar eine sehr stark riechende Flüssigkeit aus. Die Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr betraten daraufhin das Gebäude und machten einen sehr ungewöhnlichen Fund. In dem Mehrfamilienhaus befand sich eine riesige illegale Indoorplantage mit einer Vielzahl von Cannabispflanzen. Diese entdeckte Cannabisplantage war von außen zuvor nicht zu erkennen.

Professionelle Cannabisplantage in Mönchengladbach

Die Beamten stellten eine große Anlage zur Belüftung sowie eine automatische Bewässerungsanlage und eine umfangreiche Verkabelung zur Stromversorgung fest. Zudem gab es einen komplett als Wohnraum eingerichteten Bereich in dem Gebäude. Eine von der Polizei beauftragte Fachfirma baute die illegale Anlage sowie das gesamte Equipment unter der Aufsicht der Beamten wieder restlos zurück. Insgesamt wurden dabei rund 1000 Pflanzen in bereits sehr fortgeschrittenen Wachstumsphasen sichergestellt und im Anschluss direkt vernichtet.

Ein ganzer Straßenzug muss für den Abbau kurzzeitig vom Stromnetz

Vorgefundene stromversorgung
Foto: Polizei Mönchengladbach

Der Strom musste aufgrund der extrem gefährlichen Verkabelung umgehend getrennt werden damit der zuständige Versorger diese sicher abbauen konnte. Das ganze Haus wurde in der Folge komplett vom Stromkreislauf getrennt. Hierfür musste aber zunächst der gesamte angrenzende Straßenzug für eine kurze Zeit stromlos geschaltet werden. Den Betreiber erwartet nun ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Anbaus von Cannabis über die gesetzlich zulässige Menge hinaus. Die Ermittlungen der Polizei rund um diese Cannabisplantage in Mönchengladbach dauern derzeit noch weiter an.

Charity-Dinner in Ingelheim für einen barrierefreien Garten im Haus St. Martin

Am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, wird es im Ingelheimer Winzerkeller magisch! Ab 19:00 Uhr lädt der Freundeskreis des Hauses St. Martin in Ingelheim zu einem exklusiven Benefizabend ein. Initiiert wurde das Event von dem bekannten Ingelheimer Winzer Kristian Dautermann.

Ein Teil des Erlöses des Abends fließt in die Gestaltung eines neuen Gartens für das Haus St. Martin (eine Fördereinrichtung des Caritasverbandes Mainz e.V.), in der 50 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Schwerst-Mehrfachbehinderungen liebevoll betreut werden. Das Motto des Abends bringt das Ziel auf den Punkt: „Ein Garten, der 50 Kinder stark macht und ein Abend, der ihn möglich macht“. BYC-News war bei der Konzeptvorstellung vor Ort

Prominente Unterstützung für das Charity-Dinner

Das Event steht unter einer starken Schirmherrschaft: Sowohl Landrat Thomas Barth als auch die Ingelheimer Oberbürgermeisterin Eveline Breyer, die selbst Mitglied im Freundeskreis ist und bereits im Alter von 14 Jahren ein Praktikum im Haus St. Martin absolviert hat, unterstützen die Aktion offiziell.

Tina Badrot, Initiatorin des Freundeskreises, freut sich auf den Abend: „Dank der vielen und guten Kontakte im Freundeskreis haben wir ein wirklich schönes Programm mit dem beliebten Ingelheimer Zeitensprungtheater rund um ein 3-Gänge-Menü mit korrespondierenden Weinen im Winzerkeller zusammengestellt. Wir freuen uns außerordentlich darüber, dass alle Beteiligten, auch IKUM und „Engler`s Restaurant im Winzerkeller“ sowie die Künstler auf ihre Gage verzichten bzw. zum Selbstkostenpreis anbieten. So können vom Kartenpreis in Höhe von 120 Euro mindestens 2/3 in den neuen Gartentraum für die Kinder fließen. Wir freuen uns sehr auf einen Abend für die gute Sache unter Gleichgesinnten.“

Das erwartet die Gäste:

  • Kulinarischer Genuss: „Engler‘s Restaurant im Winzerkeller“ zaubert ein exklusives 3-Gänge-Menü, welches von korrespondierenden Weinen lokaler Winzer perfekt abgerundet wird.

  • Magisches Highlight: Für das Event konnte die Show „Noche Magica“ vom Zeitensprung Zauberteater gewonnen werden. Keine Geringeren als Hannes Freytag und Vicente Noguera – amtierende Vize-Weltmeister der Zauberkunst mit Spielkarten – werden die Zuschauer zum Staunen bringen und den eigenen Verstand humorvoll auf die Probe stellen.

Das Ziel: Ein barrierefreier Rückzugsort für die Bewohner

„Unser schönes großes Gartengelände direkt hinter dem großen Haus und die Spielgeräte sind sehr in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Seit vielen Jahren wünschen wir uns eine neue Gartengestaltung, auch weil der Außenbereich für viele der jungen Bewohnerinnen und Bewohner oftmals den einzigen Rückzugs- und Ausflugsort darstellt und auch den Mitarbeitenden zum Krafttanken dienen kann“, erklärt Einrichtungsleiter Daniel Krudewig.

Die Wunschliste für den neuen Garten ist lang und erfordert laut Fundraising-Koordinatorin Magdalena Copeland ein Budget von 30.000 bis 35.000 Euro. Als treibender Hauptsponsor greift hierbei bereits die J. Molitor Immobilien GmbH unter die Arme.

Für die Erneuerung der Infrastruktur müssen zunächst störende Kantsteine entfernt und neue, leicht befahrbare Wege mit Basenheimer Kies angelegt werden, damit sich die Rollstühle besser schieben lassen. Um den Kindern neue Erlebnis- und Sinneserfahrungen zu ermöglichen, sind zudem ein Fühlparcours, Resonanzbretter und ein spezielles Schaukeltuch für beeinträchtigte Kinder fest eingeplant.

Auch der therapeutische Ansatz kommt nicht zu kurz: Eine Therapieschaukel sowie spezielle Stellwände und Tafeln mit Piktogrammen zur Unterstützten Kommunikation sollen künftig den Alltag bereichern. Abgerundet wird das neue Areal durch mobile Liegeflächen und schattige Sitzbänke, die ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer bieten. Ein lang gehegter Herzenswunsch ist zudem ein „Gartens der Erinnerung“, der als Raum des Gedenkens an verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner dienen soll.

Jetzt Tickets sichern oder direkt spenden

Der offizielle Kartenvorverkauf für diesen besonderen Abend ist bereits gestartet. Da die Veranstaltung im Winzerkeller auf 120 Gäste begrenzt ist, wird ein frühzeitiger Ticketkauf empfohlen.

Ticket-Vorverkauf: Direkt vor Ort in der Tourist-Info im Ingelheimer Winzerkeller (Mo. – Fr. von 9 bis 18 Uhr & Sa. von 9 bis 14 Uhr)
Ticketpreis: 120,00 Euro (davon gehen mindestens 2/3 als direkte Spende an das Projekt)
Organisatorische Fragen & Sponsoring-Ideen: Per E-Mail an m.copeland@caritas-mainz.de

Sie möchten das Projekt ohne Ticketkauf mit einer Spende unterstützen? Jeder Euro hilft, um den Kindern ihren Traum vom barrierefreien Garten Schritt für Schritt zu erfüllen. Spenden können direkt online getätigt oder auf das folgende Spendenkonto überwiesen werden:

Spenden-Konto-Nr. (IBAN): DE 22 5605 0180 0031 0437 97
BIC: MALADE51KRE
Verwendungszweck / Stichwort: „Neuer Garten HSM“ oder „Lebenswertes Zuhause“

Plakat charity-dinner haus st. Martin ingelheim
Plakat Charity-Dinner

FDP sieht Risiken für Busverbindungen in Mainz-Laubenheim

Die FDP Mainz-Laubenheim blickt mit wachsender Sorge auf die aktuellen Planungen zum Ausbau des Mainzer Straßenbahnnetzes, über die der Stadtrat in seiner Sitzung am 17. Juni 2026 beraten und beschließen soll. Im Rahmen der Bürgerinformation und der Vorstellung des Projekts in den Ortsbeiräten Weisenau und Hechtsheim wurde deutlich, dass die geplante Straßenbahnverlängerung nach den bislang bekannten Informationen offenbar nur dann wirtschaftlich und förderfähig sein könnte, wenn bestehende Busverbindungen zugleich reduziert oder eingestellt werden.

Besonders betroffen wären offenbar die Buslinien 64 und 76, die für viele Bürgerinnen und Bürger aus Mainz-Laubenheim eine unverzichtbare Verbindung in die Innenstadt und zu den Schulen darstellen. Gerade Schülerinnen und Schüler nutzen diese Linien täglich – insbesondere mittags für den Heimweg.

„Für uns bleibt bislang völlig offen, wie eine gleichwertige Ersatzanbindung für Laubenheim aussehen soll“, erklären FDP-Stadträtin Susanne Glahn und der stellvertretende Ortsvorsteher Dr. Christian Hecht. „Weder die vorliegenden Unterlagen noch die bisherigen Präsentationen liefern konkrete Antworten, wie die ÖPNV-Anbindung über die Laubenheimer Höhe nach dem Ende dieses Straßenbahnabschnitts sichergestellt werden soll.“

Statt Klarheit entstehen neue Fragen zur Busverbindung in Mainz-Laubenheim

Wie wird die Erreichbarkeit Laubenheims künftig gesichert? Welche Auswirkungen hätte ein möglicher Wegfall der Buslinien auf Fahrzeiten und Umsteigevorgänge – und ist es nicht widersprüchlich, Umstiege vermeiden zu wollen und zugleich neue Umstiege auf der Laubenheimer Höhe in Kauf zu nehmen?

Hinzu kommt ein gravierender Verfahrensmangel: Der Ortsbeirat Mainz-Laubenheim wurde bislang nicht in die Beratungen eingebunden. „Nach § 75 der Gemeindeordnung ist der Ortsbeirat zu allen wichtigen Fragen, die den Stadtteil berühren, vor der Beschlussfassung des Stadtrats zu hören. Diese Beteiligung ist nicht erfolgt“, rügt Dr. Christian Hecht. Die FDP hält eine Beschlussfassung daher für rechtlich angreifbar, solange die Anhörung des Ortsbeirats nicht nachgeholt wurde.

Die FDP Mainz-Laubenheim fordert daher, den Tagesordnungspunkt von der Tagesordnung der Sitzung am 17. Juni 2026 zu nehmen, den Ortsbeirat Laubenheim sowie die Bürgerinnen und Bürger umfassend zu informieren und zu beteiligen und erst auf dieser Grundlage über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Mainz hat sich während der letzten Jahre nicht nur einmal in Projekte gestürzt, deren Ergebnisse hinterher offenbarten, wie schlecht die Planung vorab war. Seien es die Kostensteigerung bei der Rathaussanierung, die kürzlich offenbarte Finanzierungslücke und ungeklärte Trägerschaft beim Gutenberg-Museum oder die großen Probleme beim Schulbau in der Stadt. Die FDP warnt angesichts der Schuldensituation und der jüngsten Steuererhöhungen vonseiten der Stadtregierung aus CDU, Grünen und SPD eindringlich davor, diese Erfahrung beim Ausbau des ÖPNV zu wiederholen.

Alzeyer Bürgermeister Jung kritisiert Bundespolitik nach Lilly-Dämpfer

Die Ankündigung des US-Pharmariesen Eli Lilly, seine geplante 2,5-Milliarden-Dollar-Investition in Alzey aufgrund der bundespolitischen Sparpläne im Gesundheitssystem zu halbieren, sorgt weiterhin für Verstimmung in der regionalen Politik. Nachdem bereits die Mainzer Oppositionschefin Katrin Eder (Grüne) auf Distanzkurs zu Berlin ging, hat sich nun Alzeys Bürgermeister Steffen Jung (SPD) gegenüber BYC-News geäußert.

Bundespolitik sorgt für „erhebliche Verunsicherung“

Für den Alzeyer Rathauschef liegt die Ursache der Reduzierung ganz klar in Berlin. Das geplante Gesetz zur Beitragssatzstabilisierung unter Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verändere die Rahmenbedingungen für eine Schlüsselbranche so unvorhersehbar, dass internationale Konzerne die Reißleine ziehen.

„Für mich ist vor allem eines schwer nachvollziehbar: Wenn gesetzliche Änderungen in einer für Deutschland so wichtigen Schlüsselbranche wie der Pharma- und Biotechnologie geplant werden, dann muss ein enger Austausch mit den betroffenen Unternehmen stattfinden“, kritisiert Jung. Das betreffe ausdrücklich nicht nur Lilly, sondern auch andere Branchenriesen wie Boehringer Ingelheim, die ihre Investitionen derzeit auf den Prüfstand stellen.

Seine Erwartung an das Bundesgesundheitsministerium ist daher unmissverständlich: „Es braucht jetzt einen zielgerichteten Dialog mit der Pharmabranche und den betroffenen Ländern. Deutschland darf seine internationale Wettbewerbsfähigkeit in einem Zukunftssektor nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“

Keine Kürzungen bei der städtischen Infrastruktur

Trotz der Budgethalbierung durch den Konzern stellt Jung klar, dass die bereits angelaufenen, millionenschweren Erschließungs- und Verkehrsprojekte rund um das neue Industriegebiet nicht zurückgefahren oder angepasst werden. „Die Erschließungs- und Infrastrukturmaßnahmen wurden nicht für ein einzelnes Unternehmen geschaffen, sondern sind Teil einer langfristigen Strategie zur Entwicklung des Wirtschafts- und Industriestandorts Alzey“, so der Bürgermeister.

Alzey gehöre weiterhin zu den dynamischsten Wachstumsregionen in Rheinland-Pfalz, und die Nachfrage nach Gewerbeflächen sei unvermindert hoch. Die getätigten Investitionen in Straßen und Leitungen seien daher unabhängig von der aktuellen Lilly-Entscheidung notwendig, zukunftssicher und sinnvoll.

Vorsichtige Haushaltsplanung federt Steuerrisiken ab

Bezüglich der zukünftigen Gewerbesteuereinnahmen, die nach den ursprünglichen Plänen die Alzeyer Stadtkasse massiv entlasten sollten, gibt sich Jung diplomatisch, aber gelassen. Es sei noch zu früh, konkrete langfristige Auswirkungen auf die Haushalts- und Finanzplanung zu beziffern.

„Natürlich haben wir die ursprünglich angekündigten Investitionen als großes Entwicklungspotenzial bewertet. Gleichzeitig war und ist eine vorsichtige Haushaltsplanung für uns selbstverständlich“, betont der Stadtchef. Da der Wirtschaftsstandort auch abseits der Pharmabranche durch andere Betriebserweiterungen wachse, wäre es falsch, die Entwicklung Alzeys nur an diesem einen Projekt festzumachen. Zudem bleibe die Ansiedlung auch mit den verbleibenden rund 500 hochwertigen Arbeitsplätzen „eines der bedeutendsten Wirtschaftsprojekte in der Geschichte unserer Stadt.“

Botschaft an Investoren: Alzey bleibt verlässlich

Eine Signalwirkung oder gar einen Imageeinbruch für das Alzeyer Industriegebiet befürchtet die Stadtspitze derzeit nicht. „Die aktuelle Diskussion betrifft aus meiner Sicht weniger die Standortbedingungen in Alzey als vielmehr die Frage der bundespolitischen Rahmenbedingungen“, stellt Jung klar. Das konstruktive Miteinander vor Ort werde auch von Lilly immer wieder ausdrücklich gelobt.

Gemeinsam mit der Mainzer Landesregierung wolle man sich nun in Berlin dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen nachgebessert werden, mit dem klaren Ziel, dass die ursprünglich geplanten Ausbauperspektiven des Werks in Alzey perspektivisch doch noch vollumfänglich realisiert werden können.

Für zukünftige Investoren bleibe die Botschaft laut Jung eindeutig: „Alzey ist und bleibt ein verlässlicher, leistungsfähiger und investitionsfreundlicher Standort.“

Mainzer Johannisnacht 2026: Alle Infos zu Highlights & Programm

Die ersten Aufbauten für die Mainzer Johannisnacht laufen bereits auf Hochtouren: Vom 19. bis 22. Juni 2026 gautscht, tanzt, rockt und flaniert die Landeshauptstadt wieder zu Ehren ihres berühmtesten Sohnes Johannes Gutenberg in den Sommer hinein. Vier Tage lang verwandelt sich das gesamte Zentrum vom Schillerplatz über das Rheinufer bis hin zum Kaisertor in eine pulsierende Festmeile. Die offizielle Eröffnung findet am Freitag, 19. Juni 2026 um 18:00 Uhr statt. Oberbürgermeister Nino Haase, der neue Festdezernent Ludwig Holle und Gautschmeister Jürgen Schunk geben dabei auf der Bühne im Rahmen eines Eröffnungstalks spannende Einblicke hinter die Kulissen des Großevents.

Doppel-Jubiläum im Fokus der Mainzer Johannisnacht

Die Johannisnacht 2026 steht im Zeichen zweier bedeutender historischer Meilensteine:

  • 125 Jahre Internationale Gutenberg-Gesellschaft: Die Traditionsgesellschaft eröffnet das Kulturprogramm am Freitag um 19:00 Uhr auf der Johannisnacht-Bühne zeitgemäß mit einem großen Poetry Slam unter dem Motto „Gutenberg für Demokratie“, moderiert von den Experten „Wilde Worte“.

  • 40 Jahre Antiquarischer Johannis-Büchermarkt: Seit 1986 ist der Markt das Herzstück für Bibliophile. Vom Schillerplatz bis zum Ballplatz kann von Samstag bis Montag in historischen Werken, Erstausgaben, Originalgrafiken und alten Schallplatten gestöbert werden. Mit dabei sind namhafte Antiquariate aus ganz Deutschland.

Gutenberg-Tradition hautnah: Gautschen und Preisquadräteln

Das historische Erbe des Buchdrucks wird auf den Traditionsbühnen lebendig gehalten:

  • Das Gautschen: Der uralte Zunftbrauch, bei dem die Sünden der Lehrjahre und der Bleistaub symbolisch in einem riesigen Wasserfass von den Buchdruckern (heute Mediengestaltern) abgewaschen werden, ist das feuchtfröhliche Highlight des Wochenendes.

  • Das Preisquadräteln: Dieses mittelalterliche Würfelspiel der Druckerzunft wird traditionell am Samstagnachmittag auf der Gutenberg-Bühne ausgespielt.

Das vielfältige Bühnenprogramm im Überblick

Auf den zahlreichen Plätzen der Stadt ist für jeden Musik- und Unterhaltungsgeschmack etwas geboten:

Rockland Gutenberg-Bühne (Liebfrauenplatz)

Hier regiert der Rock! Rockland Radio bringt die Riffs in die Stadt:

  • Freitag: Hardrock-Cover von The Simple Man und Metallica-Tribute mit Metakilla.

  • Samstag: Metal-Hits mit den Groundville Bastards und die Red Hot Chili Peppers-Tribute-Show von The Red Hot.

  • Sonntag: Ein Mix aus Pop, Soul und Rock mit LAUDER!.

  • Montag: Das große Finale mit den Pfälzer Party-Garanten von Grand Malör.

Mainzer Weindorf (Markt & Leichhof)

Die Mainzer Winzer laden zum Musikgenuss bei edlen Tropfen ein. Freuen Sie sich auf Pasi der Pogo (Freitag), Steven McGowan (Samstag) sowie die traditionelle Dolgesheimer Trachtenkapelle am Sonntagvormittag. Am Montagabend rocken Gear Down das Weindorf zum Abschluss.

Kabarett-Bühne (Ballplatz)

Unterhaltung für Kopf und Lachmuskeln: Top-Comedian Nikita Miller kehrt auf die gemütliche Bühne zurück. Für die kleinen Gäste gibt es am Samstag- und Sonntagmittag Shows mit Clown Filou und Kinderkonzerte. Geschichtsbegeisterte sollten sich die historische Lesung von Jakob Matthiessen am Sonntagvormittag nicht entgehen lassen.

Johannisnacht-Bühne & Rheinufer

Auf der Hauptbühne wird am Samstagabend zu energiegeladenen DJ-Sounds getanzt, bevor am Sonntag ab 20:00 Uhr das große Schlagerparty-Comeback gefeiert wird. Am Rheinufer lockt zudem die Kulinarik am Rhein-Bühne (präsentiert vom Favorite Parkhotel und Gaul’s Catering) mit exklusiver Gourmetküche, Streetfood und internationalen DJs direkt aus St. Tropez.

Kirmes-Action und Künstlermarkt am Rheinufer

Für Adrenalin-Junkies erstreckt sich der Volksfestbereich vom Kaisertor bis zur Theodor-Heuss-Brücke. Insgesamt 13 Fahr- und Laufgeschäfte sowie 165 Reihengeschäfte stehen bereit. Zu den Highlights zählen die schwindelerregende Propeller-Neuheit „Space X“ (45 Meter Höhe) und das Karussell Octopussy. Familien freuen sich auf die riesigen Laufgeschäfte Happy Family und Dschungelcamp.

Entlang des Rheinufers (und aufgrund der Rathausbaustelle ausgeweitet auf den Fischtorplatz) lädt zudem der Künstlermarkt mit rund 140 Ausstellern zum Shoppen von handgefertigtem Schmuck, Kleidung und Dekorationen ein. Am Sonntag (15:00 bis 18:00 Uhr) können Kinder auf dem Maria Ward-Schulhof beim kostenfreien Papierschöpfen und Basteln selbst zu kleinen Druckern werden.

Sport und das große XXL-Finale am Himmel

Auch sportlich wird einiges geboten: Am Samstagnachmittag läuft die traditionelle Segelregatta am Fischtorplatz ein, und am Sonntagmorgen um 09:30 Uhr startet an der Rheingoldhalle der bereits restlos ausgebuchte Mainzer Drei-Brücken-Lauf powered by BioNTech.

Gigantisches Drohnen-Finale zum Abschluss

Den krönenden, modernen Abschluss bildet am Montagabend um 22:30 Uhr eine gigantische Drohnen-Licht-Show über dem Rhein. Das Spektakel ist in diesem Jahr doppelt so groß wie zuvor, musikalisch untermalt und widmet sich thematisch der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2026.

Oberbürgermeister Nino Haase betont stolz: „Mainz kann umweltfreundlich, tierfreundlich – und spektakulär!“ Die Show ist vom Kaisertor bis zur Theodor-Heuss-Brücke perfekt zu sehen.

Die Stadt Mainz empfiehlt dringend die Anreise mit Bus und Bahn, da weite Teile der Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt sind. Konkrete Fahrpläne der Mainzer Mobilität werden kurz vor dem Fest veröffentlicht.

Ehrenamtsinitiative „Rhein-Selz Gefährten“ sucht Verstärkung

Einsamkeit geht alle an! Auf Basis dieses Credos sucht die Ehrenamtsinitiative der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, die „Rhein-Selz Gefährten“ (RSG), ab sofort neue engagierte „Zeitschenkerinnen und Zeitschenker“. Formiert im Sommer 2022 als Reaktion auf die Erfahrungen der Corona-Pandemie, erfreut sich das Projekt seither eines stetig wachsenden Interesses.

Die Initiative ist mittlerweile eine fest etablierte Institution in der gesamten Region und wurde im Jahr 2024 sogar mit dem renommierten Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz („Engagement leben, Brücken bauen, Integration stärken“) ausgezeichnet.

Das Konzept der Rhein-Selz Gefährten: Vertrauen stiften durch feste Tandems

Das Projekt zielt darauf ab, Einsamkeit in allen Altersgruppen aktiv zu verringern, die Lebensqualität der Betroffenen spürbar zu steigern und gleichzeitig das lokale Ehrenamt zu stärken.

Das Prinzip dahinter ist unkompliziert, aber hocheffektiv:

  • Es werden feste Paare aus einem Zeitschenker (Ehrenamtlichen) und einem Zeitnehmer (einsamen Menschen) gebildet.

  • Die Tandems unternehmen regelmäßige, alltägliche Aktivitäten wie Spazierengehen, Vorlesen, gemeinsames Einkaufen oder einfach nur Kaffeetrinken und Erzählen.

  • Durch die Kontinuität entsteht eine feste, vertrauensvolle Beziehung, die den Betroffenen wieder Halt und soziale Teilhabe bietet.

Aufruf: Schon 1 bis 2 Stunden pro Woche helfen enorm

Aktuell existieren bereits rund 30 aktive Patenschaften in der Verbandsgemeinde. Doch die Nachfrage von einsamen Menschen reißt nicht ab. Stefan Herte, der zuständige Beigeordnete der VG Rhein-Selz und Mitglied des Projektteams, richtet daher einen dringenden Aufruf an die Bevölkerung:

„Wenn Sie also 1–2 Stunden wöchentlich in Ihrer Gemeinde oder einem Nachbarort Ihre Zeit einem einsamen Menschen entweder zuhause oder vielleicht auch in einem der Altenzentren schenken möchten, würden wir uns über eine Nachricht von Ihnen freuen.

Das Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters, die etwas Sinnvolles tun und ihrer Nachbarschaft direkt vor Ort helfen möchten.

Kontakt & Informationen

Wer Interesse hat, selbst als Zeitschenker aktiv zu werden oder jemanden kennt, der die Unterstützung eines „Gefährten“ gebrauchen könnte, kann sich völlig unverbindlich an das Projektteam wenden:

Telefon: 06133 4901-190
Mail: gefaehrten@vg-rhein-selz.de
Web: Rhein-Selz Gefährten

Innenstadtfest „Alzeyt Open“ geht in die fünfte Runde

Die Alzeyer Innenstadt verwandelt sich in eine große Open-Air-Bühne: Am Freitag, 19. Juni 2026, findet zum fünften Mal das beliebte Event „Alzeyt Open“ statt. Unter dem bewährten Motto „ERLEBEN, GENIESSEN, EINKAUFEN“ sind alle Bürgerinnen, Bürger sowie Gäste aus der Region eingeladen, einen abwechslungsreichen Abend voller Musik, Kunst, Kultur und kulinarischer Highlights zu verbringen.

Das bunte Programm in den Straßen und Gassen startet ab 17:00 Uhr. Ein toller Nebeneffekt für alle Shopping-Begeisterten: Die teilnehmenden Einzelhändler in der Fußgängerzone halten an diesem Abend diverse Überraschungen bereit und haben ihre Türen in der Regel bis mindestens 21:00 Uhr geöffnet.

Die Veranstaltungsorte beim Alzeyt Open im Überblick

Das Stadtfest verteilt sich auf verschiedene Plätze und Straßen, die jeweils eigene Themenschwerpunkte setzen:

Museumsplatz – Spaß für Jung und Jünger

Der Museumsplatz ist das Zentrum für Familien, Kinder und Jugendliche. Hier ist für jede Menge Action und gute Laune gesorgt:

  • Spiel & Spaß: Eine große Hüpfburg des DRK sowie ein mobiles Spielmobil laden zum Austoben ein.

  • Tanz & Akrobatik: Die JUKU-Tanzgruppe präsentiert eine mitreißende Choreografie, gefolgt von einer rasanten Comedy-Trampolin-Show und der mobilen Straßenshow mit Künstler Chriss.

  • Live-Musik: Die Kreismusikschule schickt ihre Band „Session Kollektion“ auf die Bühne. Als besonderes Highlight wird zudem die regional bekannte Rapperin MIMI für moderne Beats und Stimmung sorgen.

Fischmarkt – Offizielle Begrüßung beim „Alzeyt Open“ & Action-Shows

Am Fischmarkt schlägt das kulinarische und offizielle Herz des Festes. Neben einem vielfältigen Angebot an Speisen und erlesenen regionalen Getränken finden hier die zentralen Programmpunkte statt:

  • 18:30 Uhr: Offizielle Eröffnung des Festes durch Bürgermeister Steffen Jung und die Alzeyer Weinkönigin Nicole I.

  • Unterhaltung: Direkt im Anschluss folgt eine faszinierende Feuershow mit Künstler Chriss sowie die spektakuläre Balancevorführung „Rola Rola“ von TJ Wheels.

St.-Georgen-Straße – Kunst- und Kulturmeile

Wer es etwas gemütlicher mag, ist in der St.-Georgen-Straße richtig. Die Gasse verwandelt sich in eine entspannte Kulturzone:

  • Vor dem Weltladen lädt ein gemütliches Straßenkaffee zum Verweilen und Plaudern ein.

  • Für Spannung sorgt das Ladengeschäft „Papierus“, das stündliche Gewinnspiele an einem großen Glücksrad veranstaltet.

Walking Act und die große Finalshow beim

Auch auf dem Weg zwischen den einzelnen Plätzen wird es nicht leise: Das Musiktrio „Swingin‘ Sweethearts“ zieht als mobiler Walking Act durch die gesamte Fußgängerzone (unter anderem in der Spießgasse) und sorgt überall für charmante, akustische Untermalung.

Der krönende Abschluss auf dem Rossmarkt Alzeyt Open

Ab 21:30 Uhr strömen alle Besucher zum Rossmarkt. Hier steigt die große Finalshow von „Alzeyt Open 2026“. Mit der mitreißenden „Zurück in die Achtziger“-Party klingt der unvergessliche Sommerabend unter freiem Himmel nostalgisch und tanzbar aus. Der Eintritt zu allen Programmpunkten des Stadtfestes ist komplett kostenfrei.

Damit das Fest reibungslos läuft, kommt es am Freitag, 19. Juni zu Sperrungen:

  • Der gesamte Parkplatz auf dem Museumsplatz ist ganztägig gesperrt.
  • Die gesamten Parkplätze in der St.-Georgen-Straße sind ganztägig gesperrt (absolutes Halteverbot).
  • Die Einfahrt in die St.-Georgen-Straße ist ab 13 Uhr gesperrt.
  • Die Hospitalstraße ist ab Höhe Glockenturmweg gesperrt – die Zufahrt zur Tiefgarage bleibt frei.
  • Die Ostdeutsche Straße ist ab Ecke Nibelungenstraße gesperrt – die Zufahrt bis Am Wall / Parkplatz Zentrum sowie für Anlieger bis zur Paesler Anlage bleibt frei.
  • In der Rodensteiner Straße wird die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Anwohnerinnen und Anwohner können über die Kreuzung Obere Schanzenstraße zufahren.
  • Die Wilhelmstraße ist gesperrt – Anlieger können bis ca. Lager Decker zufahren.
  • In der Schlossgasse wird die Einbahnstraßenregelung aufgehoben.

Anreise

Wer entspannt zum „Alzeyt Open“ anreisen möchte: Der ÖPNV im Stadtgebiet ist an diesem Tag kostenlos. Der Busverkehr innerhalb der VRN-Wabe 12 ist kostenfrei – damit sind auch alle Fahrten innerhalb Alzeys ohne Ticket möglich. Wer in der Nähe wohnt, kann außerdem bequem mit dem Fahrrad kommen.

Haushaltskrise in Mainz? Daniel Köbler schließt Steuererhöhungen nicht aus

Die Haushaltslage der Landeshauptstadt Mainz bleibt nach den finanziell starken Jahren der Vergangenheit kritisch. Wie Finanzdezernent Daniel Köbler in einem aktuellen Interview mit dem Regionalportal Merkurist betonte, steht die Stadt vor erheblichen strukturellen Belastungen.

Nach einem Defizit von 162 Millionen Euro im vergangenen Jahr hat die rheinland-pfälzische Kommunalaufsicht (ADD) den städtischen Haushalt nur unter strengen Auflagen genehmigt und die beantragten Investitionskredite drastisch von 223 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro gekürzt.

Alle Einnahmeoptionen auf dem Prüfstand

Gegenüber Merkurist stellte Köbler klar, dass zur Sicherung der städtischen Handlungsfähigkeit nun alle Optionen geprüft werden müssen, um das Defizit langfristig gegen Null zu bewegen. Im Gegensatz zu früheren Positionen schließt der Finanzdezernent künftige Steuererhöhungen, etwa bei der Grund- oder Gewerbesteuer, nicht mehr explizit aus.

Köbler übte in diesem Zusammenhang Kritik an der Struktur des kommunalen Finanzausgleichs in Rheinland-Pfalz. Dieser sei ungerecht ausgestaltet und benachteilige größere Städte, da die vom Land zugewiesenen Mittel die Kosten für die übertragenen Aufgaben nicht vollständig abdecken würden.

Einschränkungen bei Schulen, Nahverkehr und Spielplätzen

Die finanziellen Engpässe und die strengen Vorgaben der Aufsichtsbehörde zwingen die Stadt zu schwierigen Abwägungen, die auch soziale Bereiche und die Infrastruktur betreffen:

Schulgebühren: Um den gesetzlichen Rechtsanspruch auf Ganztagsplätze an Schulen umzusetzen, sieht sich Mainz gezwungen, neue Gebühren einzuführen, da die Kosten von Bund und Land nicht gedeckt werden.

Nahverkehr: Die Finanzierung des 365-Euro-Tickets im öffentlichen Nahverkehr ist aufgrund fehlender Unterstützung durch das Land weiterhin unsicher.

Infrastruktur im Sparmodus: Wegen gestiegener Kosten und der Kreditstreichung kann die Stadt derzeit nur noch maximal zwei Spielplätze pro Jahr sanieren – in früheren Jahren waren es vier bis fünf.

Trotz der strikten Haushaltskonsolidierung hält das Dezernat an ausgewählten Großprojekten des Sportstättenentwicklungsplans fest. So soll der geplante Bau der neuen Großsporthalle im Stadtteil Mombach trotz der angespannten Haushaltslage weiter verfolgt werden.

Mainzer Fastnacht 2027: Das neue Kampagnenmotto steht fest

Es ist so weit: Auch wenn draußen noch sommerliche Temperaturen herrschen, wirft das größte Volksfest der Landeshauptstadt Mainz bereits seine Schatten voraus. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Närrinnen und Narrhalesen verschiedener Garden und Vereine sowie prominenten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft hat am heutigen Montag im MVB-Forum das offizielle Motto für die Kampagne 2027 gekürt.

Das mit Spannung erwartete Motto für das nächste Jahr lautet: „Die Schwellköpp in de Fassenacht gehör’n zu Meenz wie’s singt und lacht“

Das neue Kampagnenmotto feiert damit die absoluten Symbolfiguren der Straßenfastnacht. Es stammt im Doppelpack aus den Federn von Wolfgang Heitz und Marlies Fries, die beide unabhängig voneinander exakt diesen identischen Wortlaut eingereicht hatten.

Riesen-Ansprung: Über 450 kreative Ideen eingereicht

Die Begeisterung der Meenzer für ihre Fastnacht spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Über 450 kreative Vorschläge waren beim traditionsreichen Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) eingegangen. Nach einer intensiven Vorsortierung schafften es schließlich 72 Einsendungen in die engere Endausscheidung der Jury. Das Kampagnenmotto wird traditionell intensiv von der Volksbank Darmstadt Mainz unterstützt.

Die Jury tagte unter dem Vorsitz von MCV-Präsident Hannsgeorg Schönig. Mit dabei waren unter anderem:

  • Der Oberbürgermeister Nino Haase

  • Die Fastnachts-Ikone und Mainzer Ehrenbürgerin Margit Sponheimer

  • Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank, als Gastgeber

Moderiert wurde die spannende Wahl im Forum von MCV-Pressesprecher Michael Bonewitz.

Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs

Die kreativen Köpfe hinter den besten Einsendungen gehen selbstverständlich nicht leer aus, sondern wurden mit begehrten Tickets belohnt:

  • 1. Platz (Siegermotto): Wolfgang Heitz und Marlies Fries dürfen sich über jeweils zwei Eintrittskarten für die große MCV-Sitzung am Fastnachtssonntag freuen – inklusive einer exklusiven Einladung zum Pausenempfang.

  • 2. Platz: Rita Ulrich landete mit dem passenden Reim „Seit hundert Jahr der Schwellkopp lacht – zur goldisch Meenzer Fassenacht“ ganz knapp dahinter. Sie gewinnt zwei Eintrittskarten für die Premiere der beliebten Fastnachts-Posse im Staatstheater.

  • 3. Platz: Tina Dockhorn sicherte sich den dritten Rang auf dem Treppchen mit dem Vorschlag „Die Schwellköpp feiern 100 Jahr, mit Schambes, Schorsch, Eulalia“ und erhält dafür zwei Sitzungskarten für eine Prunkfremdensitzung.

Warum wird das Motto eigentlich schon im Juni gewählt?

Für Außenstehende mag der Termin mitten im Juni überraschend wirken, doch der frühe Zeitpunkt hat einen rein organisatorischen und logistischen Hintergrund.

Viele Terminkalender, Festschriften und Broschüren für das kommende Jahr werden bereits im Laufe des Sommers gedruckt. Zudem benötigen die zahlreichen Rednerinnen und Redner, Wagenbauer und Musikzüge der Vereine ausreichend Vorlaufzeit, um das frisch gekürte Motto kreativ in ihre aufwendigen Motivwagen, Kostüme und närrischen Vorträge einfließen zu lassen.

Paul Wight bricht sein Schweigen über den dunkelsten Fan-Konflikt seiner Karriere

Der Ring ist ein Ort der Extreme, doch manchmal verlagert sich die Gefahr weit abseits der Kameras in das echte Leben. In einer aktuellen Ausgabe des High Performance Podcasts öffnete sich der heutige AEW-Star Paul Wight schonungslos ehrlich über seine emotionale Vergangenheit. Der 53-jährige Veteran, der das Wrestling-Universum über drei Jahrzehnte hinweg als „The Big Show“ oder „The Giant“ dominierte, sprach über einen der dramatischsten Fan-Konflikte seiner gesamten Laufbahn. Er gestand offen ein, dass er in seinen jüngeren Jahren oft viel zu hitzig auf Provokationen reagierte. Ein einziger, folgenschwerer Schlag in einer voll besetzten Hotellobby veränderte seinen Umgang mit aggressiven Fans jedoch für immer und kostete ihn ein halbes Vermögen.

Die Eskalation in der Hotellobby

In dem ausführlichen Gespräch blickte Paul Wight auf jenen Vorfall zurück, der ihn beinahe seine Karriere gekostet hätte. Die Szenerie spielte sich in einer extrem überfüllten Hotellobby ab, in der absolut kein Sicherheitspersonal vor Ort war. Ein anwesender Fan habe sich derart aufdringlich und aggressiv verhalten, dass die Stimmung im Raum schlagartig kippte. Der Wrestler erklärte, er habe zunächst versucht, verbal zu deeskalieren und den Unruhestifter zur Vernunft zu rufen.

Die Situation geriet jedoch völlig außer Kontrolle, als der Mann eine plötzliche, unberechenbare Bewegung in Richtung seiner Hüfte machte. Geprägt durch frühere Erfahrungen in brenzligen Situationen, befürchtete Paul Wight in diesem Sekundenbruchteil das Schlimmste. Er konnte nicht erkennen, ob der Angreifer nach einer versteckten Waffe, einem Messer oder lediglich einem Stift griff. Aus einem reinen, instinktiven Verteidigungsreflex heraus schlug der Gigant zu und brach dem Fan mit einem Schlag den Kiefer.

Der wahre Fall von Uniondale im Sommer 1998

Was der Altstar im Podcast bewusst grob zusammenfasste, ist historisch tief in den Geschichtsbüchern des professionellen Wrestlings verankert. Das Drama ereignete sich im Sommer 1998 im Marriott Hotel in Uniondale, New York, unmittelbar nach einer WCW-Show im benachbarten Nassau Coliseum. Paul Wight trat damals als „The Giant“ für die legendäre nWo-Gruppierung an. Bei dem Fan handelte es sich um den 30-jährigen Robert Sawyer, der mit 1,98 Metern Körpergröße und gut 100 Kilogramm selbst eine durchaus imposante Erscheinung war.

Laut Aussagen unabhängiger Zeugen hatte Sawyer zuvor Alkohol konsumiert, den Wrestler an der Rezeption massiv beleidigt und vor rund 100 anwesenden Fans obszöne Gesten gemacht, bevor es zur körperlichen Konfrontation kam. Ein entscheidendes Detail rettete den Star am Ende vor dem Gefängnis: Da das Hotel regelmäßig prominente Athleten beherbergte, lief eine Überwachungskamera mit. Dieses Videomaterial sollte später vor Gericht das wichtigste Beweisstück für die Verteidigung werden.

Freispruch und ein gigantischer Schuldenberg

Im März 1999 begann der aufsehenerregende Prozess vor einem Gericht in Long Island, nachdem Sawyer Anzeige wegen Körperverletzung erstattet hatte. Brisant an dem Zeitpunkt: Wenige Wochen vor Prozessbeginn hatte Paul Wight gerade seinen lukrativen Vertrag bei der heutigen WWE unterschrieben. Nach drei intensiven Verhandlungstagen sprach Richter Thomas Feinman den Hünen schließlich vom Vorwurf der schweren Körperverletzung frei.

Die Verteidigung konnte dank der Zeugenaussagen und des unbestechlichen CCTV-Materials zweifelsfrei belegen, dass der Wrestler aus Notwehr gehandelt hatte. Interessant ist auch ein oft zitiertes Detail aus der damaligen Berichterstattung: Wights Mutter Dorothy war selbst Polizistin, was dem Gericht den Kontext seiner blitzschnellen, instinktiven Gefahreneinschätzung zusätzlich verdeutlichte. Trotz des erlösenden Freispruchs zahlte Paul Wight einen enormen Preis. Die Anwaltskosten beliefen sich auf mehrere hunderttausend US-Dollar und hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Weisheit und ein kostenloses Eis

Heute zieht der Veteran ein klares und reflektiertes Fazit. Er kann die Fehler seiner Jugend nicht rückgängig machen, aber er bestimmt sein Verhalten in der Gegenwart. Paul Wight betonte im Podcast, dass er sich heute von keinem schreienden Fan mehr provozieren lässt. Es bringe absolut nichts, sich auf dieses Niveau herabzulassen.

Mit einem entspannten Augenzwinkern verriet er seine moderne Deeskalationsstrategie: Anstatt sich in einen Streit verwickeln zu lassen, schnappt er sich heute lieber ein kostenloses Eis an der Hotelrezeption, zieht sich ruhig auf sein Zimmer zurück und gönnt sich eine kleine Auszeit. Die harte Erkenntnis eines teuren Jahrzehnts: Mit der Weisheit des Alters kommt auch die wertvolle Fähigkeit, brenzlige Begegnungen ohne den Einsatz der Fäuste zu beenden.

Pharma-Streit eskaliert: Katrin Eder stellt sich gegen Berlin

Die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung sorgt für massiven politischen Zündstoff in Rheinland-Pfalz, und das quer durch die Parteibücher. In einem aktuellen Sommerinterview mit SWR Aktuell hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Katrin Eder, deutliche Kritik an den Berliner Kürzungsplänen geäußert.

Damit stellt sich die Mainzer Oppositionspolitikerin offen gegen die offizielle Linie ihrer eigenen Bundestagsfraktion, um Schaden vom regionalen Wirtschafts- und Forschungsstandort abzuwenden.

​Katrin Eder sieht Gefahr für Milliardeninvestitionen in der Region

​Hintergrund des Konflikts ist der Vorstoß der Bundespolitik, der Pharmaindustrie im Zuge der Krankenkassen-Stabilisierung einen deutlich größeren Sparbeitrag aufzuerlegen. Die Reaktion der Großkonzerne ließ nicht lange auf sich warten: Die Branchenriesen Boehringer Ingelheim und Eli Lilly kündigten umgehend an, geplante Großinvestitionen aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen auf Eis zu legen. Für die Region hat dies konkrete Folgen: Betroffen ist unter anderem das im Bau befindliche, rund 2,3 Milliarden Euro schwere Werk von Eli Lilly im benachbarten Alzey.

​Es müsse dringend ein tragfähiger Ausgleich zwischen gesundheitspolitischen Sparzwängen und den Interessen der Wirtschaftspolitik gefunden werden. Ziel müsse es bleiben, Rheinland-Pfalz als führenden Forschungsstandort nachhaltig abzusichern, anstatt ihn durch regulatorische Einschnitte zu schwächen.

​Forderung nach Systemwechsel bei den Krankenkassen

​Statt einseitiger Kürzungen bei den Herstellern plädiert die rheinland-pfälzische Grünen-Chefin für eine strukturelle Neuordnung des Gesundheitssystems. Katrin Eder fordert eine grundlegende Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherungen. So müssten die Gesundheitsleistungen für Empfänger von Bürgergeld künftig vollständig aus Steuermitteln des Bundes finanziert werden, anstatt diese Kosten wie bisher den Beitragszahlern aufzubürden.

Grenzkontrolle Ludwigsdorf: Chef begleicht Strafbefehl und verhindert Haft

Im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Maßnahmen am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf an der BAB 4 hat die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf am vergangenen Wochenende insgesamt 25 Fahndungstreffer festgestellt. In den meisten Fällen dienten die polizeilichen Notierungen lediglich der Ermittlung einer ladungsfähigen Anschrift zur Durchführung weiterer Strafverfahren. Nachdem die betroffenen Personen ihre aktuelle Wohnanschrift bei den zuständigen Beamten angegeben hatten konnten sie ihre Reise fortsetzen.

Ein besonderer Fall bei einer Grenzkontrolle Ludwigsdorf

Besonders in Erinnerung bleiben dürfte den Einsatzkräften jedoch der Fall eines 24-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Bei seiner Überprüfung am Sonntag gegen 9 Uhr morgens bei der Grenzkontrolle Ludwigsdorf an der Autobahn stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Arnsberg vorlag. Der Hintergrund dieser behördlichen Fahndung war eine vorherige Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr. Da der junge Mann die geforderte Geldstrafe in Höhe von 5.482 Euro nicht selbst aufbringen konnte drohte ihm die sofortige Inhaftierung.

Der Arbeitgeber zahlt die hohe Geldstrafe

Die entscheidende Wende in diesem Sachverhalt brachte schließlich ein Anruf bei seinem deutschen Arbeitgeber. Der Chef erschien persönlich gegen Mittag bei der Dienststelle und zahlte den vollständigen Betrag direkt an die Beamten. Er beglich damit den offenen Strafbefehl und verhinderte ein längeres Fehlen seines Mitarbeiters. Nach dem Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen konnte der Mann die Dienststelle gemeinsam mit seinem Arbeitgeber wieder verlassen und seine Reise fortsetzen.

Neue Sky Line-Bahn am Frankfurter Flughafen nimmt Betrieb wieder auf

Gute Nachrichten für Reisende und Beschäftigte am größten deutschen Drehkreuz: Die neue Sky Line-Bahn am Flughafen Frankfurt ist nach einer umfassenden technischen Überprüfung und erfolgreichen Testfahrten seit Montagmorgen (15. Juni 2026) wieder offiziell in Betrieb. Das vollautomatische System, das die Terminals 1, 2 und derzeitig auch das neue Terminal 3 miteinander verbindet, musste Ende Mai aufgrund wiederkehrender technischer Störungen vorübergehend gestoppt werden.

Die Ursachen für die Ausfälle, die erst im laufenden Betrieb unter zunehmender Fahrgastauslastung sichtbar wurden, konnten nun behoben werden. Experten von Siemens Mobility und der Betreibergesellschaft Fraport AG führten dafür in den vergangenen Wochen technische Anpassungen an der Trasse durch, prüften sämtliche Fahrzeuge auf Herz und Nieren und spielten mehrere Softwareupdates auf.

Vorsichtiger Neustart der Sky Line-Bahn am Frankfurter Flughafen: Taktung und Geschwindigkeit angepasst

Um einen absolut stabilen und sicheren Betrieb zu gewährleisten, läuft das System zunächst in einem modifizierten Modus an:

  • Fahrzeugflotte: Es kommen vorerst bis zu acht Fahrzeuge gleichzeitig zum Einsatz.

  • Geschwindigkeit: Die Züge verkehren aktuell mit einer maximalen Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

Mit der Wiederaufnahme des Schienenverkehrs endet zeitgleich der im Mai eingerichtete Bus-Shuttle-Ersatzverkehr während des regulären Tagesbetriebs. Alexander Heinrich, Betriebsleiter der Sky Line-Bahn bei der Fraport AG, zeigt sich erleichtert, bleibt aber realistisch: „Nach den technischen Anpassungen durch Siemens Mobility können wir wieder einen stabilen Betrieb ermöglichen. Gleichzeitig beobachten wir das System in den kommenden Tagen und Wochen sehr genau. Trotz der umgesetzten Maßnahmen lässt sich derzeit nicht vollständig ausschließen, dass es vereinzelt noch zu technischen Störungen kommen kann.“

Nächtliche Betriebspause: Bus-Shuttle springt ein

Da das System auch weiterhin optimiert werden muss, führt Siemens Mobility in den kommenden Wochen regelmäßige, nächtliche Streckenkontrollen und Feinjustierungen an den Fahrzeugen durch.

Um den Passagier- und Berufsverkehr tagsüber nicht zu beeinträchtigen, wurde ein fester Nachtfahrplan beschlossen:

  • Betriebszeiten der Bahn: Täglich von 04:00 Uhr morgens bis 23:00 Uhr abends.

  • Nächtliche Sperrung: Zwischen 23:00 Uhr und 04:00 Uhr bleibt die Bahn für die Techniker gesperrt.

  • Ersatzverkehr: In den fünf Stunden der nächtlichen Sperrung wird wieder der bewährte Bus-Shuttle zwischen den Terminals eingesetzt.

Leistungsstarkes System für die Zukunft

Die neue, führerlose Sky Line-Bahn ist ein zentrales Infrastrukturprojekt für den Frankfurter Flughafen. Auf einer Gesamtstrecke von rund 5,6 Kilometern sorgt das vollautomatisierte System für einen schnellen Transfer der Fluggäste. Sobald die Bahn im uneingeschränkten Regelbetrieb läuft, besitzt sie eine Transportkapazität von bis zu 4.000 Personen pro Stunde und Fahrtrichtung.

Für spezifische Fragen zu den technischen Anpassungen und Software-Details verweist Fraport an die Pressestelle von Siemens Mobility. Fragen rund um den laufenden Passagierbetrieb beantwortet die Fraport-Unternehmenskommunikation.