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Gibt es bald einen Herbert Bonewitz Platz in Mainz?

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Michael Bonewitz: Noch hat er keinen Namen, der Platz direkt vor dem Eingang zum Kabarettarchiv und zum Fastnachtsmuseum am Mainzer Proviantmagazin. Sofern alle zuständigen Gremien zustimmen, könnte sich das in diesem Jahr ändern, denn gemäß einem Antrag der FDP im Ortsbeirat Altstadt soll dies künftig der Herbert Bonewitz-Platz werden. „Wer wäre besser geeignet als der legendäre Fastnachter und Kabarettist Herbert Bonewitz, der am 29. April 2019 verstarb, diesem Platz seinen Namen zu geben, “ so der Antragsteller Dr. Wolfgang Klee und Michael Bonewitz, der Sohn der Fastnachtsikone ergänzt: „Im Fastnachtsmuseum sind eine Reihe von Film- und Tondokumenten aus seinen berühmten Glanzrollen zu sehen und im Kabarettarchiv ist sein gesamter künstlerischer Nachlass untergebracht“. Unvergessen ist bis heute sein Auftritt in der Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“ als Prinz Bibi, der sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt.

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Auch die Tochter von Herbert Bonewitz, Ulrike Stumpf, unterstützt die Namensgebung:

„Er hat es verdient und der Platz ist, wenige Meter vom unterhaus entfernt, ideal.“ In der Antragstellung heißt es zudem: „Schon in der ersten Fernsitzung 1955 war er dabei, er war zudem musikalischer Leiter der Gonsbachlerchen und dank seiner unerschöpflichen Kreativität in Wort, Schrift und Musik setzte er ab 1975 auch als Kabarettist Maßstäbe. Diesem Metier widmete er sich dann ab 1984 auch beruflich und trat mit seinen jeweiligen aktuellen Programmen bundesweit auf, wobei seine Heimatbühne stets das Mainzer unterhaus blieb. 2006 erhielt der Kabarettist auf dem Mainzer Walk of Fame einen „Stern der Satire“. 2017 wurde Herbert Bonewitz mit dem Mainzer Medienpreis für „Nachhaltiges Mediales Wirken“ ausgezeichnet.“

Dass er nicht nur ein Narr, Satiriker, Kabarettist, Fastnachter, Musiker, Komiker und Publizist war, sondern auch ein begnadeter Maler und Zeichner, wurde erst kürzlich mit einer Ausstellung in der Mainzer Kunst Galerie unter Beweis gestellt. Unter dem Titel „Ein Narr an der Staffelei. 90 Jahre Herbert Bonewitz – mit Pinsel und spitzer Feder“ wurde zum ersten Mal ein Teil seiner Gemälde und Zeichnungen ausgestellt, die sich im Nachlass bei seinen Kindern, Ulrike Stumpf und Michael Bonewitz, befinden.

Ein Teil der Kunstwerke wurde während der Ausstellungzeit zum Kauf angeboten, um den Erlös gemeinnützigen Organisationen zu spenden:

„Wir sind völlig überwältigt gewesen, wie viele Bilder wir verkauft haben und dass wir am Ende fast 20.000 Euro spenden können,“ teilten Michael Bonewitz und Ulrike Stumpf mit, die den Betrag entsprechend aufgestockt haben, damit die sechs kulturellen und sozialen Institutionen jeweils 3333 Euro überwiesen bekommen. Begünstigt werden die Fördervereine des unterhaus und des Fastnachtsmuseums, das Kabarettarchiv sowie die Pfarrer-Landvogt-Hilfe, die Mainzer Tafel und die Initiative Römisches Mainz (IRM).

Die Idee der Namensgebung entstand übrigens im Restaurant neben dem Staatstheater „Zum grünen Kakadu“, hier trafen Michael Bonewitz und seine Ehefrau Sabine zufällig auf Friedrich Hofmann, der im Kakadu Stammgast ist. Der frühere Till des MCC und zugleich kulturpolitischer Sprecher der FDP und Mitglied des Kulturausschusses schlug in der Diskussion um eine mögliche Straßen- oder Platzbenennung den Eingang zum Proviantmagazin vor, da sich hier die beiden künstlerischen Genres von Herbert Bonewitz wunderbar sinnbildlich vereinen lassen.

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Amokalarm in Mainz – Anrufer meldet Mann mit Maschinenpistole

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Aktuell kommt es am Mainzer Hauptbahnhof und in der Innenstadt zu einem Großeinsatz von der Mainzer Polizei, dem Rettungsdienst und weiteren Einsatzkräften. Nach Informationen von BYC-News gab es eine Androhung einer Amoktat. Das Gebiet um den Bahnhof sowie im Stadtgebiet wird weiträumig abgesperrt. Bitte halten Sie sich von diesem Gebiet fern und halten Sie sich an die Anweisungen der Polizei. BYC-News Mainz ist vor Ort und weitere Informationen folgen.

Der Hauptbahnhof in Mainz ist weiträumig abgesperrt. Mehrere Passanten diskutieren mit den Polizeikräften und möchten trotz Absperrung an den Polizisten vorbei. Die Mainzer Feuerwehr ist ebenfalls im Einsatz vor Ort. Die Mainzer Polizei ist vermehrt im Stadtgebiet unterwegs.

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Update 18:40 Uhr:

Die Feuerwehr Mainz wurde nachalarmiert aufgrund der ausgelösten Brandmeldeanlage. Nach Informationen von BYC-News soll beim Evakuieren des Gebäudes, ein Backofen nicht ausgeschaltet worden sein. Dadurch ist das Backgut im Ofen verbrannt und es wurde die automatisierte Brandmeldeanlage ausgelöst. Zur aktuellen Gefahrenlage gibt es bislang keine weiteren Informationen.

Die Polizei bestätigte BYC-News vor Ort, dass es eine Androhung einer Amoktat gegeben haben soll. Wie BYC-News von den Einsatzkräften erfuhr, soll eine männliche Person einen Amoklauf mit einer Maschinenpistole angekündigt haben. Der Einsatz ist beendet, es konnte keine Gefahrenlage aufgefunden werden. Der Bahnhofsvorplatz bleibt vorerst abgesperrt, der ÖPNV wird wieder in Betrieb genommen. Weitere Details teilt die Polizei mit.

Update der Polizei um 19:13 Uhr

Die polizeilichen Ermittlungen haben keine konkrete Gefährdung ergeben, weshalb die Sperrung aufgehoben wurde. Die Bundespolizei wird jedoch weiterhin verstärkt vor Ort Präsenz zeigen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Personalien des Anrufers zu ermitteln. Dieser hat neben mehreren Strafanzeigen auch mit der Übernahme der Polizeikosten zu rechnen.

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Ignorante Passanten bei Großeinsatz am Hauptbahnhof Mainz

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Rheinhessen: Vollsperrung und drei verletzte Personen auf der A61

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Unfall9
Unfall9

Am Mittwoch, den 10.01.2024 kam es gegen 13 Uhr auf der A61 in Fahrtrichtung Koblenz, zwischen den Anschlussstellen Gau-Bickelheim und Bad Kreuznach, zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Lkw, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Ein 27jähriger Mann mit Wohnsitz in Polen befuhr mit seiner 28jährigen Lebensgefährtin sowie dem gemeinsamen 4jährigen Sohn die A61 aus Richtung Ludwigshafen in Fahrtrichtung Koblenz.

Nach der Anschlussstelle Gau-Bickelheim verlor der auf dem linken Fahrstreifen fahrende 27jährige aus bislang nicht geklärter Ursache die Kontrolle über seinen Mercedes, geriet auf den rechten Fahrstreifen und kollidierte ungebremst mit dem Anhänger eines dort fahrenden Sattelzuggespanns. Dessen 53jähriger Fahrer mit Wohnsitz in Rumänien blieb glücklicherweise unverletzt und konnte sein Fahrzeug auf dem Standstreifen anhalten. Der Pkw des 27jährigen Unfallverursachers geriet ins Schleudern und kam auf dem linken Fahrstreifen an der Mittelleitplanke zum Stehen.

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Drei Personen verletzt ins Krankenhaus

Alle drei Fahrzeuginsassen wurden glücklicherweise nur leicht verletzt und wurden zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus nach Bad Kreuznach verbracht. Während der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise darauf, dass der 27jährige Verursacher unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln steht. Diesem wurde daher eine Blutprobe entnommen und dessen Führerschein wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Mainz sichergestellt. Ein Strafverfahren wegen Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet. Zum Zwecke der Unfallaufnahme musste die A61 in Fahrtrichtung Koblenz zwischen den Anschlussstellen Gau-Bickelheim und Bad Kreuznach für circa eine Stunde voll gesperrt werden.

Der Verkehr wurde in dieser Zeit über die Anschlussstelle Gau-Bickelheim abgeleitet. An den beteiligten Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von circa 13000 Euro. Beim Pkw des Verursachers dürfte von einem wirtschaftlichen Totalschaden auszugehen sein.

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Umgestaltung Ortsmitte Heidesheim: Einladung zur Einwohnerversammlung

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Am Dienstag, 23. Januar 2024, um 18 Uhr findet in Heidesheim in der Aula der Grundschule an der Sandmühle, Kreuzstraße 47, eine Einwohnerversammlung statt. Hierbei wird der aktuelle Planungsstand zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) Ortsmitte Heidesheim mit den Bereichen Umgestaltung Mainzer- und Binger Straße (L 422), Verlagerung der Bushaltestellen, Umgestaltung des Dorfplatzes (Freier Platz) sowie die angrenzenden Bereiche der Josef-Kehrein-Straße, Uferstraße und Bahnhofstraße vorgestellt.

Die Planungen werden anhand einer Power-Point-Präsentation vorgestellt. Das planende Ingenieurbüro und Vertreter*innen der Stadtverwaltung stehen für Fragen und Anregungen der Teilnehmenden zur Verfügung.

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Betroffene Landwirtin zum Vorfall mit Matthias Willenbacher (Merkurist)

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Am Montagmittag (8. Januar 2024) wurde der Merkurist-Inhaber, Matthias Willenbacher, während der Demo der Landwirte festgenommen, nachdem er sich in der Rheinstraße in Mainz auf die Fahrbahn vor einen fahrenden Traktor gestellt hatte, und diese selbst nach Aufforderung durch die Polizei nicht verlassen hatte. Die Polizei hat Ermittlungen gegen Matthias Willenbacher eingeleitet.

BYC-News sprach mit der Landwirtin, welche die Situation aus nächster Nähe miterlebt hat. Sie befand sich zusammen mit ihrem Mann in dem Traktor, vor dem sich Willenbacher auf die Straße gestellt hatte. Ihr Mann hatte einen Teil der Situation mitgefilmt.

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„Er hat kein Gespräch gesucht“

„Mein Mann und ich sind bei der Demonstration mitgefahren. Als wir auf Höhe des Geschäftes Pottsalat waren, stellte sich Matthias Willenbacher vor unseren Traktor, sodass wir bremsen und anhalten mussten. Ich habe ihn sofort erkannt, da er bei uns in der Region als Gründer der Firma Juwi sehr bekannt ist. Nachdem ich meinem Mann gesagt hatte, wer er ist, öffnete mein Mann die Traktortür und sprach Matthias Willenbacher an, um zu fragen, was er wolle. Da er selbst aus der Landwirtschaft kommt und sich vor unseren Traktor gestellt hatte, dachten wir, er wolle sich mit uns unterhalten. Doch er hat kein Gespräch gesucht, sondern war augenscheinlich auf Konfrontation gestimmt. Er blieb vor dem Traktor stehen und sagte einfach nur zu uns „Fahr doch, fahr doch!“. Wir waren wirklich verwundert über die Reaktion, zumal er ja noch vor unserem Traktor stand“, berichtet die Landwirtin.

Nur wenige Augenblicke später sei ein Polizist auf einem Motorrad von hinten angefahren gekommen. Er habe geschaut, weshalb der Traktor nicht weiterfuhr und habe Matthias Willenbacher auf der Straße stehen gesehen. Daraufhin folgte ein kurzer Wortwechsel zwischen den beiden, den die Landwirtin aufgrund des lauten Traktors nicht hören konnte. Weil Matthias Willenbacher weiterhin auf der Straße stehen blieb, sei der Polizist von seinem Motorrad abgestiegen und zu Willenbacher gegangen. „Selbst darauf hatte Herr Willenbacher noch nicht reagiert, sodass der Polizist ihn in dieser Folge zur Seite drückte und ihm die Handschellen anlegte. Das Ganze war jedoch nur eine Sache von wenigen Sekunden“, berichtet sie.

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Was Willenbacher mit der Aktion bezwecken wolle, wisse die Landwirtin auch nicht

„Wir können es nicht nachvollziehen und verstehen diese Provokationsaktion nicht“, erklärt sie. „Was mich an der ganzen Sache aber besonders ärgert ist, dass er es jetzt so hinstellt, als hätte er den Dialog mit uns gesucht und das hat er definitiv nicht getan. Zum einen stellt man sich schon mal nicht vor einen fahrenden Traktor und zum anderen hat mein Mann ihn ja sogar angesprochen. Wenn er gewollt hätte, hätte er also mit uns sprechen können. Abgesehen davon waren auch auf dem Messegelände zahlreiche Landwirte vor Ort, mit denen er sich hätte gefahrlos unterhalten können. Das war in unseren Augen, im Nachgang betrachtet, einfach eine blöde und provokative Aktion“, so die Landwirtin.

Die Polizei habe sie und ihren Mann am Dienstagmittag in dieser Angelegenheit auch bereits als Zeugen kontaktiert. Es sei schade, dass die Demonstration, die eigentlich friedlich ablief und für eine gute Sache sei, davon zumindest zum Teil überschattet wurde, erklärt sie abschließend.

Ursprungsartikel:

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Betrugsmasche in Mainz-Gonsenheim

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Warnung der Polizei

Am Dienstag (9. Januar 2024) wurde ein weiterer Fall der bekannten Microsoft-Betrugsmasche bekannt. Ein 78-jähriger Mainzer hatte am vergangenen Samstag Probleme mit seinem Laptop und bekam auf seinem Bildschirm eine Telefonnummer von Microsoft angezeigt. Als er dort anrief, wurde ihm mitgeteilt, dass sein Laptop gehackt wurde und ein Trojaner aufgespielt wurde. Im Glauben, professionelle Hilfe zu bekommen, gewährte er einer vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiterin Zugang zu seinem Laptop und zahlte schließlich 500 EUR für ein „Microsoft-Rettungspaket“. Da sein Laptop im Anschluss wieder funktionierte, bemerkte er den Betrug vorerst nicht. Erst durch einen Anruf seiner Bank erfuhr der Mainzer, dass er einer Betrugsmasche aufgesessen war.

Wir weisen eindringlich darauf hin, niemals im Zusammenhang mit einem Telefonat Zugriff auf ihren Computer / Laptop zu gewähren oder ihre Zugangs-, Konto- oder Kreditkartendaten an Dritte weiterzugeben. Im Zweifel fragen Sie über die ihnen bekannte Rufnummer bei ihrer Bank nach.

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Artikelempfehlung:

In den letzten Tagen kam es in Rheinhessen vermehrt zu Anrufen von Betrügern, die sich als Vertreter der PayPal Sicherheitsabteilung ausgaben. Diese Anrufe zielen darauf ab, sensible Informationen von ahnungslosen Opfern zu erhalten und sie dazu zu bringen, persönliche Daten preiszugeben.

Warnung! PayPal Fake in Rheinhessen und Umgebung

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Verbot von Blaulicht und Einsatzhorn bei Vollzugsdienst aufgehoben

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Ordnungsamt Symbolbild 1
Ordnungsamt Symbolbild 1

Den Kommunalen Vollzugsdiensten der örtlichen Ordnungsbehörden und der Kreisordnungsbehörden wird die Teilnahme am Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ermöglicht. Die Voraussetzungen dafür sind in der entsprechenden Landesverordnung enthalten, die der Ministerrat beschlossen hat. Sie tritt mit der nun anstehenden Verkündung in Kraft.

„Die Teilnahme der Ordnungsbehörden am Digitalfunk soll dazu beitragen, die zuständigen Einsatzkräfte im Alltag, aber gerade auch bei schwierigen Einsätzen, noch besser miteinander zu vernetzen“, so Innenminister Michael Ebling.

Verbot von Blaulicht und Einsatzhorn bei Vollzugsdienst aufgehoben

Darüber hinaus wird das bislang in der Landesverordnung enthaltene generelle Verbot der Ausrüstung der Fahrzeuge des Kommunalen Vollzugsdienstes mit Blaulicht und Einsatzhorn aufgehoben. Mit der Aufhebung dieses „Blaulichtverbots“ in der Landesverordnung haben die Kommunen die Möglichkeit, über eine fahrzeug- und aufgabenbezogene Ausnahmegenehmigung nach § 70 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) einzelne Fahrzeuge des Kommunalen Vollzugsdienstes mit Blaulicht und Martinshorn auszustatten.

Voraussetzung für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung sind Einsatzsituationen, in denen etwa zur Lebensrettung oder Abwehr schwerster Gesundheitsgefahren höchste Eile geboten und der Bedarf an Blaulichtfahrzeugen nicht bereits anderweitig gedeckt ist und die Einsatzbereitschaft inklusive der Leitstelle rund um die Uhr sichergestellt ist. Die Aufhebung des Blaulichtverbots in der Landesverordnung sei, so Ebling, schon länger eine Forderung von kommunaler Seite gewesen.

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CDU Mainz kritisiert Vorgehen der Stadtverwaltung als intransparent und undurchdacht

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Die Diskussionsveranstaltung der CDU Mainz zur Umgestaltung der Schusterstraße in der vergangenen Woche, an der einige Interessierte, unter ihnen auch Anwohnerinnen und Anwohner, teilgenommen haben, hat die Kritik an dem Vorhaben der Ampel-Koalition deutlich gemacht. Die Schusterstraße soll nach Plänen der Stadtverwaltung zwischen Quintinstraße und Bauerngasse in eine Fußgängerzone umgewandelt werden. Bereits ab der Zufahrt zum Parkhaus Brand soll die Quintinstraße für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden.

Die CDU Mainz und ihre Stadtratsfraktion kritisieren das trotz Bürgerbeteiligung
intransparente Vorgehen und den erneuten, undurchdachten Versuch der Ampel-Koalition an den Bedürfnissen der Mainzerinnen und Mainzer vorbei zu entscheiden, um ideologische Projekte durchzusetzen. „Nach den Plänen zur Großen Bleiche, nimmt sich die Ampel Koalition nun die Schusterstraße vor, um den motorisierten Individualverkehr aus der Innenstadt zu verdrängen.“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Ludwig Holle.

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Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion Thomas Gerster ergänzt:

„Das Problem des grünen Verkehrsdezernats ist die rigorose Verfolgung des Ziels, Autos aus der Innenstadt zu verbannen, ohne, dass darüber nachgedacht wird, wie das Verkehrskonzept der Stadt aussehen und funktionieren soll.“ „Die Ampel-Koalition zieht die Stadtmauern hoch, verrammelt die Tore und wundert sich dann, wenn keiner mehr kommt. Mit diesem Vorgehen wird man langfristig für mehr Verkehrschaos sorgen, den Verfall der Innenstadt vorantreiben und trotzdem keine Fortschritte beim Klimaschutz erreichen.“, so Gerster.

Holle betont nichtsdestotrotz die Wichtigkeit des Formats der Bürgerbeteiligungsprozesse:

„Es ist ein ähnliches Muster, wie wir es auch schon bei dem Forum zur Umgestaltung des Regierungsviertels gesehen haben. Grundsätzlich ist es sehr positiv, dass bei großen Projekten mit Bürgerbeteiligungsprozessen versucht wird, ein möglichst breites Spektrum an Meinungen und Anregungen abzubilden. Diese Beteiligungsprozesse aber als vorgeschobene Rechtfertigung für die Umsetzung ideologischer und nicht wirklich zu Ende gedachter Vorhaben zu nutzen, schadet dem Gedanken der Transparenz und der breiten Partizipation massiv.“ „Wenn die Stadtverwaltung mit vorgefertigten Plänen zur Schaffung einer Fußgängerzone in einen solchen Beteiligungsprozess hineingeht, kann sie nicht erwarten, dort auf ein breites und repräsentatives Meinungsspektrum zu stoßen. Viele, die ein solches Projekt ablehnen, sehen keinen Sinn darin, sich an eigentlich schon beschlossenen Maßnahmen abzumühen. Ungeachtet dessen, wird auch diesmal wieder so getan, als würde sich die Idee auf einen breiten Konsens zwischen den Mainzerinnen und Mainzern stützen.“, so Holle abschließend.

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Infoveranstaltung in Hochheim am Main – Bauprojekt in der Friedensstraße

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Baustelle Symbolbild Königstädten

In der Friedensstraße 16 – 18 wird derzeit von einem Projektentwickler für die Stadt Hochheim ein Gebäude umgebaut, so dass es sich für die Unterbringung von Personen eignet. Die Stadt bietet eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Einwohner, insbesondere die dortigen Anwohner, an. Bei dieser Veranstaltung soll das Projekt an sich, damit verbundene Planungen und auch die zugehörigen Ansprechpartner vorgestellt und die Gelegenheit gegeben werden, Fragen zu stellen und Anregungen zu benennen. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Januar 2024, um 16.00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist vor Ort, Friedensstraße 16 – 18.

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Erweiterung bei book-n-drive-Flotte in Ginsheim-Gustavsburg

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Seit Kurzem bereichert ein neues E-Carsharing-Auto das Angebot von book-n-drive in Ginsheim-Gustavsburg. Der umweltfreundliche Neuzugang steht auf dem Rathausparkplatz im Stadtteil Ginsheim und kann sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch von Bediensteten genutzt werden. Mit dem neuen Auto erweitert sich die Carsharing-Flotte im Stadtgebiet auf fünf Fahrzeuge, darunter zwei E-Autos.

Während die E-Fahrzeuge an beiden Rathäusern positioniert sind, finden sich die drei weiteren auf strategische Standorte in der Stadt verteilt: Friedrich-Ebert-Platz und Bouguenais Allee 3 in Ginsheim sowie Fritz-Bauer-Platz/Beethovenstraße 26 in Gustavsburg. Auch die Nachbargemeinde Bischofsheim verfügt über ein E-Auto, es steht am dortigen Rathaus. Alle Fahrzeuge sind stationsgebunden und müssen nach ihrer Nutzung an ihrem ursprünglichen Standort abgestellt werden.

Bürgermeister Thorsten Siehr und das städtische Team Mobilität freuen sich über das flotte neue E-Auto und das große Interesse am städtischen Carsharing-Angebot, das der Geschäftsführer von book-n-drive, Andreas Hornig, den Ginsheim-Gustavsburgern attestiert. Das Team Mobilität und book-n-drive haben bereits einen weiteren Standort im Blick: An der ehemaligen Gärtnerei in Gustavsburg soll nach Abschluss der dortigen Baumaßnahmen ein zusätzliches Auto bereitgestellt werden. Wer sich eines der Autos ausleihen möchte, erhält alle Informationen auf der Stadt-Homepage unter:
www.gigu.de/mobilität.

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Schwerer Verkehrsunfall: Auto überschlägt sich und landet im Acker

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Am Dienstag, den 9. Januar 2024, ereignete sich gegen 13:50 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der K6 zwischen Altdorf und Gommersheim. Die Fahrbahn war für die Unfallaufnahme für drei Stunden voll gesperrt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Frontalkollision nach Abbiegefehler

Ein 68-jähriger PKW-Fahrer aus Böbingen, der von der K35 kam, bog auf die K6 in Richtung Altdorf ab. Beim Abbiegevorgang geriet er unglücklicherweise in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Durch den heftigen Aufprall verlor das entgegenkommende Fahrzeug die Kontrolle, überschlug sich und kam in einem angrenzenden Feld auf dem Dach zum Liegen.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Die 76-jährige Fahrerin des entgegenkommenden Fahrzeugs aus Venningen erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in ein Krankenhaus nach Mannheim zur weiteren Behandlung. Zwei weitere Insassen wurden ebenfalls verletzt, ihre Verletzungen waren jedoch glücklicherweise weniger schwerwiegend.

Polizei untersucht Unfallursache

Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurden beide Fahrzeuge sichergestellt, um ein Gutachten zu erstellen. Die K6 musste zur Unfallaufnahme und zur Bergung der Fahrzeuge für etwa drei Stunden vollständig gesperrt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Unfallursache zu klären.

RLP und Hessen: Protestaktionen von Landwirten am 10 und 11. Januar

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Vollsperrung

Seit Beginn der Woche haben bundesweit Bauernverbände zum Protest gegen geplante Sparmaßnahmen der Bundesregierung aufgerufen. Auch für Hessen und Rheinland-Pfalz wurden mehrere Versammlungen in diesem Kontext angemeldet, darunter auch eine Traktoren-Sternfahrt am kommenden Donnerstag, den 11.01.2024, mit Zielort Frankfurt am Main und am 10.01 in der Stadt Mainz

Darüber hinaus könnte sich der angekündigte Bahn-Streik ebenso auf das Verkehrsaufkommen auswirken und zu weiteren Beeinträchtigungen führen. In Anbetracht der Umstände, weist die Polizei bereits im Vorfeld darauf hin, dass bereits ab den Morgenstunden grundsätzlich mit ausgeprägten Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen ist.

Im Frankfurter Stadtgebiet kann es insbesondere an folgenden Örtlichkeiten zu erheblichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen:

  • Bundesautobahn 648 in Richtung Innenstadt
  • Theodor-Heuss-Allee, Ludwig-Erhard-Anlage
  • Friedrich-Ebert-Anlage, Nibelungenallee
  • Unter anderem wird die BAB 648 ab dem Westkreuz stadteinwärts sowie ab dem Ludwig-Erhard-Kreisel stadtauswärts komplett gesperrt werden. Diese Sperrung bleibt bis nach der Abschlusskundgebung und der Rückfahrt der Teilnehmenden auf den Traktoren bestehen und kann bis in die späten Nachmittagsstunden andauern.
  • Die Nibelungenallee ist aufgrund von Bauarbeiten zwischen Kreutzerstraße und Spohrstraße zudem nur einspurig befahrbar.

Die Polizei Frankfurt steht im ständigen und engen Austausch mit der Versammlungsbehörde der Stadt Frankfurt am Main und wird am Veranstaltungstag im Einsatz sein, um die Wahrnehmung des Rechts auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten und gleichzeitig mögliche Beeinträchtigungen für alle Verkehrsteilnehmer bestmöglich zu minimieren.

Landwirte planen erneuten Protest in Mainzer Innenstadt

Am Mittwoch, dem 10. Januar, wird die Mainzer Innenstadt erneut Schauplatz eines Landwirteprotests sein, wie von der Polizei angekündigt wurde.

Die Veranstaltung wird auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim beginnen, wo sich bis zu 100 Traktoren und ihre Besitzer versammeln werden. Abhängig von der Anzahl der teilnehmenden Landwirte werden diese in kleineren Gruppen zum Ernst-Ludwig-Platz im Regierungsviertel von Mainz ziehen. Dort ist von 10 bis 12 Uhr eine Kundgebung geplant, gefolgt von individuellen Abreisen der Teilnehmer. Um dies zu ermöglichen, werden entsprechende Verkehrsmaßnahmen von der Polizei ergriffen.

Die geplante Route der Landwirte zur Kundgebung führt voraussichtlich über die:

  • Rheinhessenstraße
  • Geschwister-Scholl-Straße
  • Freiligrathstraße
  • Am Fort Elisabeth
  • Am Römerlager (B40)
  • Alicenplatz
  • Binger Straße
  • Große Bleiche. Letztere wird im unteren Teil zwischen der Bauhofstraße und der Peter-Altmeier-Allee für den öffentlichen Verkehr gesperrt sein und als Aufstell- und Parkfläche für die Versammlungsteilnehmer dienen.

Der Protest der Landwirte ist Teil einer anhaltenden Bewegung, in der sie auf ihre Anliegen aufmerksam machen und Veränderungen in der Agrarpolitik fordern. Die genaue Anzahl der Teilnehmer und die Auswirkungen auf den Verkehr werden sich erst zeigen, wenn die Versammlung stattfindet. Die Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, die genannten Straßenabschnitte während des Protests zu umfahren, um Störungen und Behinderungen zu vermeiden.

Artikelempfehlung:

Polizei leitet Ermittlungsverfahren gegen Matthias Willenbacher (Merkurist) ein

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Wie BYC-News bereits berichtet hatte, kam es am Montag zu einem Vorfall mit Matthias Willenbacher, dem Inhaber von Merkurist. In einem Beitrag bei der Mainzer Online-Zeitung berichtete der Unternehmer einseitig von einem Vorfall mit der Mainzer Polizei. (Zum Bericht: Festnahme von Merkurist Inhaber – eine Reihe von Zufällen?)

Die Polizei teilt am Dienstag in einer Pressemeldung mit:

Während des Aufzugs der Landwirte in Mainz am gestrigen Mittag, kam es zu einer Nötigung durch einen 54-jährigen Mainzer. In Zusammenhang mit den Protesten der Landwirte fuhr u.a. ein Aufzug mit rund 100 Traktoren am gestrigen Mittag durch die Mainzer Innenstadt. Als die Kolonne die Rheinstraße, kurz vor dem Fischtorplatz befuhr, stellte sich ein Mann auf die Straße und zwang damit die Fahrerin eines Traktors, stehen zu bleiben.

Aufforderungen eines Motorradpolizisten die Straße frei zu machen, leistete er nicht Folge. Auch der Androhung, von der Straße geschoben zu werden, leistete er keine Folge, so dass der Polizist sein Motorrad abstellte und den Störer von der Straße schob. Aufgrund seines zuvor gezeigten, unkooperativen Verhaltens und aus Eigensicherungsgründen, wurde der Betroffene für die Dauer der folgenden Identitätsfeststellung mit Handschellen gefesselt. Da der Betroffene trotz Minusgraden keine Jacke trug, wurde ihm angeboten, dass ihm Mitarbeiter seines in der Nähe gelegenen Unternehmens, eine Jacke bringen könnten. Dies lehnte er zunächst ab willigte jedoch kurz darauf ein. Für das Ankleiden wurden die Handschellen abgenommen und aufgrund seines mittlerweile kooperativen Verhaltens nicht mehr angelegt.

Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz geführt. Aufgrund eines im Netz veröffentlichten, kurzen Videoausschnitts der Situation, wurde eine Anzeige über die Onlinewache der Polizei RLP, gegen die einschreitenden Polizeibeamten erstattet. Die Ermittlungen dauern an.

Zum Erstbericht von BYC-News

Festnahme von Merkurist Inhaber – eine Reihe von Zufällen?

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Am Montag (8. Januar 2024) wurde Matthias Willenbacher, der Inhaber der Online-Zeitung Merkurist, während einer Landwirte-Demo in Mainz von der Polizei festgenommen. Dies berichtete die Online-Plattform Merkurist. Der Vorfall ereignete sich gegen 12:00 Uhr in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Der Bericht mit der dramatischen Überschrift „Matthias Willenbacher bei Bauerndemo festgenommen – das steckt dahinter“ ist hier zu finden.

Genauere Details aus dem Bericht möchten wir nicht erneut wiedergeben, diese können im Original nachgelesen werden (auch als PDF verfügbar, Stand: 08.01.2024, 23:15 Uhr, falls es Aktualisierungen gibt). Nach Prüfung des Videomaterials, des Berichts und verfügbarer Informationen fällt auf, dass es mehrere Zufälle gibt.

Willenbacher wurden die Handschellen angelegt – und das vor einer Filiale der Franchise-Kette Pottsalat, bei der er Investor ist

Er und andere Investoren steckten 2023 rund 3 Millionen Euro in die Wachstumsstrategie der Essener Healthy-Food-Formel Pottsalat. Die PR-Arbeit für Pottsalat läuft auf Hochtouren, um die Marke weiter zu etablieren. Da spielt es sicherlich keine unwesentliche Rolle, wenn das Logo in einem Video prominent zu sehen ist – besonders wenn das von Willenbacher „unabhängige“ Medium Merkurist exklusiv darüber berichtet. (Netzwerk wiwin GmbH & Co. KG, Gerbach). Die Filiale von Pottsalat Mainz sowie Merkurist Mainz befindet sich in der Rheinstraße 43-45. An dieser Örtlichkeit wurden Willenbacher auch die Handschellen angelegt.

Bei näherer Betrachtung von Willenbachers Handelsregistereinträgen und seinem Netzwerk fällt auf, dass er neben Merkurist, Pottsalat und anderen Investitionen auch einen Bio-Hofladen (Betrieben von der WiFood Center GmbH & Co KG) und einen Lieferservice für frische Lebensmittel in seinem Portfolio hat. Er selbst spricht davon auf einem Bauernhof groß geworden zu sein und mehrere Investments in der Branche zu haben. Nach Recherchen von BYC-News verfügt Willenbacher über ein überdurchschnittlich großes Netzwerk von Landwirten. Medial bekannt wurde Matthias Willenbacher aufgrund eines Korruptionsprozess, bei dem er erst verurteilt wurde und dann wieder freigesprochen wurde. (Zu den Artikeln beim Handelsblatt).

Nach Informationen von BYC-News ist der Landwirt, der das Video aufgenommen hat, kein Unbekannter für Willenbacher

Der filmende Traktorfahrer soll, wie BYC-News von Landwirten berichtet wurde, wie auch einige andere Demonstranten, kein Unbekannter für Matthias Willenbacher sein. Als Betreiber eines Frischwaren-Lieferservices sollte er viele Möglichkeiten haben, mit Landwirten zu kommunizieren, weshalb man keine angemeldete Demonstration stören muss. Das Blockieren einer angemeldeten Demo ist Nötigung, insofern hat die Polizei Mainz rechtlich alles richtig gemacht.

Es scheint, als ob der Merkurist-Artikel versehentlich wichtige Informationen über den Hofladen, den Lieferservice und Pottsalat ausgelassen hat.

Dramatische Schilderung

In Willenbachers Beschreibung des Vorfalls im Merkurist-Artikel wird übertrieben dramatisch geschildert, wie er bei Minusgraden mit Handschellen ohne Jacke auf der Straße stand. Als Oberkleidung trug Willenbacher anhand des Videos einen dicken Kapuzen-Pullover und einen Schal.

Möglicherweise hätte er die Polizisten darum bitten können, in die Räumlichkeiten von Merkurist oder Pottsalat zu gehen, alternativ hätten seine Kollegen ihm mit Sicherheit auch seine Jacke nach draußen bringen können. Der Mitarbeiter stand in dem Video ersichtlich an der Tür zu dem Gebäude im grauen Pullover und fertigte Bildmaterial in diesem Zeitraum an. Schließlich schrieb er sogar in seinem Bericht, dass Kollegen anwesend waren. Zudem soll er nach Informationen von BYC-News schon längere Zeit ohne Jacke dort gestanden haben.

Darüber hinaus sollte eigentlich ein vorab geplantes Video gedreht werden, wie Willenbacher den „unbekannten“ Landwirt anspricht. Diese Informationen wurden BYC-News mitgeteilt.

In dem „viralen“ Video von Merkurist (670 Aufrufe Stand 23:00 Uhr) klingt es, als ob der Landwirt den Namen „Matthias“ nennt, ungefähr bei Sekunde 6. Doch es ist möglich, dass dies falsch interpretiert wurde oder ein Zufall war.

Willenbacher gibt Ratschlag an Landwirte

Weiterhin rät der Unternehmer Willenbacher den Landwirten, für faire Preise zu demonstrieren und gegen große Supermarktketten wie Aldi vorzugehen. Im Gleichen Atemzug führte Willenbacher mit den SB-Backwerk-Machern gemeinsame Investements durch. Zufälligerweise ist Willenbacher mit seinen Unternehmen direkt in Wettbewerb mit diesen Supermarktketten und es würde ihm und seinen Unternehmen sicherlich nicht schaden, wenn gegen sie protestiert würde.

Lückenhafter Bericht

Auch wird in dem Bericht nicht erwähnt, das nach Aussagen von Augenzeugen gegenüber BYC-News vor dem Video Willenbacher bereits aufgefordert wurde, die Straße zu verlassen. Willenbacher wollte nach eigenen Aussagen mit dem Landwirt sprechen. Dann muss man sich jedoch fragen, wieso er vor dem Traktor stand und nicht daneben. Trotz der Aufforderung soll der später in Handschellen gefesselte Willenbacher weiter auf der Straße stehen geblieben sein. Dies würde zu der Schilderung im Merkurist.-Artikel passen, da Willenbacher schreibt, dass der Motorradpolizist nochmal umdrehte, um ihn anzusprechen. Dieser Zeitraum vor dem Video fehlt im Bericht von Merkurist.

Interessanterweise wird nicht erwähnt, was Willenbacher in dem Video zu dem Polizisten gesagt hatte. Dafür wurde ein Augenzeuge des Vorfalls zitiert mit den Worten: „Er hat doch nichts getan, warum holt ihr ihn gewaltsam von der Straße?“ Obwohl der Polizist Willenbacher geschubst hat, scheint es, als sei keine exzessive Gewalt angewendet worden. Warum hat Willenbacher nicht einfach den Anweisungen der Polizei Folge geleistet und die Straße verlassen? In dem Video macht es eher den Eindruck, dass Willenbacher dem Polizeibeamten gegenüber provokativ aufgetreten sein könnte.

Das provokante Verhalten bestätigt sich auch in einem Posting bei Facebook:

Screenshot facebook

Posting bei Facebook auf der Seite von Landwirtschaft verbindet LSV RLP. Hier geht es zum Posting und weiteren Kommentaren.

Weiterhin soll der oben genannte Augenzeuge ebenfalls ein Bekannter und sogar Angestellter von Willenbacher gewesen sein. Ob der Augenzeuge der Willenbacher zu Hilfe kam ein Angestellter war, kann vom Informant nicht belegt werden. Bei der Redaktion von BYC-News haben sich zusätzliche Zeugen des Vorfalls gemeldet. Diese Zeugenaussagen bestätigen ebenfalls das arrogante und provokative Verhalten von Matthias Willenbacher.

Willenbacher Mission mit Merkurist

Matthias Willenbacher soll das Online-Medium Merkurist als Marketing-Plattform für seine Unternehmen und vor allem seine Ideologien nutzen. Das soll er gegenüber ehemaligen und aktuellen Merkurist-Mitarbeitenden und Unternehmen aus der Region kundgetan haben. Ein Interesse an einer unabhängigen Berichterstattung sei da zweitrangig. Die eigenen Vorstellungen sollen in eine Vielzahl der Artikel einfließen, so wird es berichtet.

Wie transparent der Merkurist arbeitet, erkennt man auch daran, wie Kommentare erneut in den sozialen Medien verborgen werden. (Stand 12:25 Uhr – 09. Januar 2024).

Einer von vielen verborgenen Kommentaren bei Facebook Merkurist Mainz.

Dem Anschein nach verfasste der Inhaber von Merkurist einen Bericht über den Vorfall bei der Demo, ohne dabei alle Details zu benennen. Es handelt sich also um einen Medienbericht aus der eigenen Sicht, bei dem Informationen weggelassen wurden. Gerade in den sozialen Medien kann so etwas ganz schnell zu einem Shitstorm werden – in diesem Fall gegen die Polizei. Stattdessen wäre es leicht und fair gewesen, die Sichtweise der Polizei in dem Bericht mit einfließen zu lassen.

 

Die Stellungnahme der Polizei hat Merkurist (Stand 16:04 Uhr am 09. Januar 2024) noch nicht veröffentlicht. Dafür wurden die Kanäle von BYC-News bei Facebook Merkurist Mainz blockiert. Weitere Hintergründe von dem Vorfall und die Perspektive der Mainzer Polizei werden in weiteren Berichten beleuchtet.

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Alkoholtest Polizei Symbolbild
Alkoholtest Polizei Symbolbild

Am Montagmorgen (08. Januar 2024) ereignete sich gegen 06:50 Uhr ein Verkehrsunfall in der Albert-Schweitzer-Straße, bei dem Alkohol am Steuer als Unfallursache festgestellt werden konnte. Die Hauptverkehrsader musste für knapp eine Stunde vollständig gesperrt werden.

Kollision zwischen Elektro-Skoda und Lieferwagen

Zwei Fahrzeuge, darunter ein Elektrofahrzeug der Marke Skoda, befuhren die Albert-Schweitzer-Straße in Richtung Innenstadt. Ein 34-jähriger Mainzer hatte die Absicht, mit seinem Lieferwagen links in einen Parkplatz einzuparken und verlangsamte hierfür seine Fahrt. Ein dahinterfahrender 32-jähriger Mainzer konnte mit seinem Skoda Enyaq nicht rechtzeitig bremsen und fuhr auf den vorderen Wagen auf. Infolge des Aufpralls waren beide Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Beide Unfallbeteiligten wurden leicht verletzt. Die Straße wurde für die Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten in beide Richtungen voll gesperrt.

Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer sichergestellt

Während der Unfallaufnahme in der Albert-Schweitzer-Straße wurde festgestellt, dass der 32-jährige Fahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von über 1,5 Promille. Dies hat zur vorläufigen Entziehung seiner Fahrerlaubnis geführt. Der Fahrer muss nun mit einer Strafanzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung rechnen. Zusätzlich wurde eine Blutprobe entnommen, um den genauen Alkoholgehalt zu bestimmen. Glücklicherweise wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt.

Die Polizei warnt erneut eindringlich davor, unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug zu führen, und appelliert an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, Verantwortung zu übernehmen und die Sicherheit aller zu gewährleisten.