BYC-News Blog Seite 277

Zwei Schwerverletzte nach Frontalzusammenstoß bei Offstein

Unfall Alzey-Worms: Am Dienstag, den 15. April 2025, ereignete sich gegen 13:50 Uhr ein schwerer Unfall auf der Landstraße 455 zwischen Dirmstein und Offstein. Zwei Fahrzeuge stießen frontal zusammen, wobei beide Fahrer schwer verletzt wurden.

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Fahrt auf der falschen Spur führt zur Frontalzusammenstoß

Ein 84-jähriger Mann war mit seinem VW Tiguan auf der L455 unterwegs – aus Richtung Dirmstein kommend. Zur gleichen Zeit fuhr eine 56-jährige Frau mit ihrem Jeep in entgegengesetzter Richtung. Laut Polizei fuhr der ältere Mann über einen längeren Zeitraum und ohne erkennbaren Grund auf der Gegenfahrbahn, wodurch es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen kam.

Die Wucht des Aufpralls schleuderte beide Autos von der Straße, wobei sich der VW Tiguan überschlug. Die alarmierten Rettungskräfte kümmerten sich vor Ort um die beiden schwer verletzten Personen und brachten sie in umliegende Krankenhäuser.

Hoher Sachschaden und Straßensperrung durch Unfall bei Offstein

An beiden Fahrzeugen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 50.000 Euro. Während der Unfallaufnahme und Bergung blieb die Straße vollständig gesperrt. Erst nach Abschluss aller Maßnahmen wurde die Strecke wieder freigegeben.

Ermittlungen dauern an

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um herauszufinden, wie es zu dem Fahrfehler des VW-Fahrers kommen konnte. Die Polizei bittet alle Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, sich umgehend mit der örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Artikelempfehlung: Verfolgung durch Mainz endet mit Festnahme

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Drängler flüchtet nach Unfall am Autobahndreieck Mainz

Unfall A643: Am Dienstagmittag, 15. April 2025, kam es gegen 13:10 Uhr zu einem Verkehrsunfall im Bereich des Autobahndreiecks Mainz, an dem insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt waren. Weil sich ein Unfallbeteiligter unerlaubt vom Unfallort entfernte, bittet die Polizei um Hinweise von möglichen Zeugen.

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Riskantes Überholmanöver löst Kettenreaktion aus

Nach Angaben der Polizei befuhr ein Hyundai-Fahrer trotz Überholverbots den linken Fahrstreifen von der A643 auf die A60 in Richtung Bingen und überholte dabei mehrere Fahrzeuge. Im Auslauf des Überholstreifens befand sich jedoch eine Sperrfläche, auf der ein Pannenfahrzeug stand, das vorschriftsmäßig durch ein Warndreieck abgesichert war.

Um dem Warndreieck auszuweichen, zog der Hyundai-Fahrer unvermittelt nach rechts auf den rechten Fahrstreifen und schnitt dabei das Fahrzeug eines 43-jährigen Autofahrers. Dieser leitete eine sofortige Gefahrenbremsung ein, um ein Zusammenstoß zu vermeiden. Die hinter ihm fahrenden Fahrzeuge konnten jedoch nicht mehr rechtzeitig bremsen, sodass es zu einem Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen kam. Der Fahrer des schwarzen Hyundai setzte seine Fahrt hingegen unbeirrt fort und entfernte sich unerkannt von der Unfallstelle.

Vollsperrung der Unfallstelle

Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, jedoch entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro. Zwei der verunfallten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Überleitung zur A60 in Fahrtrichtung Bingen blieb für etwa 30 Minuten voll gesperrt, um die Unfallstelle zu räumen.

Die Polizeiautobahnstation Heidesheim bittet nun dringend um Zeugenhinweise zu dem Unfall im Bereich A643 / A60: Wer den schwarzen Hyundai vor oder während des Unfalls gesehen hat oder Angaben zum Kennzeichen sowie dem Fahrer machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 06132 9500 zu melden.

Artikelempfehlung: Neue MONOcam bewacht den Verkehr in Rheinland-Pfalz

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Polizei zieht Bilanz der Speedweek in Mainz

Polizei Mainz: Vom 07. bis 13. April 2025 beteiligte sich das Polizeipräsidium Mainz an der europaweiten „Roadpol Speedweek“. Ziel der Aktion war es, Temposünder aus dem Verkehr zu ziehen und auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen. Die Beamten kontrollierten dabei vermehrt an bekannten Unfallschwerpunkten sowie mit Hilfe stationärer Messanlagen.

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Drei Todesfälle in einer Woche im Zuständigkeitsbereich der Polizei Mainz – Geschwindigkeit als Ursache

Die Zahlen sprechen für sich: Allein in dieser einen Woche kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz zu drei tödlichen Verkehrsunfällen. Bei mindestens zwei davon vermuten die Ermittler überhöhte Geschwindigkeit als Hauptursache. Das zeigt erneut, wie gefährlich zu schnelles Fahren im Straßenverkehr sein kann.

Zahlreiche Kontrollpunkte im Einsatz

Während der Aktionswoche richteten die Behörden insgesamt 19 Kontrollpunkte ein. Diese befanden sich in den Flächendirektionen Mainz, Bad Kreuznach und Worms sowie bei der Verkehrsdirektion Mainz. Neben den stationären Anlagen wurden auch mobile Kontrollen durchgeführt. Die Polizistinnen und Polizisten hielten dabei viele Fahrzeuge direkt an und führten Geschwindigkeitsmessungen vor Ort durch.

Über 10.000 Verstöße festgestellt

Die Bilanz der Woche fällt deutlich aus: Insgesamt wurden 10.307 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Dabei stellten die Beamtinnen und Beamten 379 Verstöße bei direkten Kontrollen fest. Der weitaus größere Teil, nämlich 9.928 Fälle, wurde hingegen durch stationäre Messanlagen erfasst. Insgesamt entspricht das einer Beanstandungsquote von 2,33 Prozent – ein alarmierender Wert, zumal dies auf eine hohe Anzahl an Verstößen in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum hinweist.

Extreme Überschreitungen dokumentiert

Einige Fälle stachen bei der Polizei Mainz besonders heraus. So wurde auf einer Autobahn ein Fahrer mit 186 km/h bei erlaubten 130 km/h gemessen – 56 km/h zu schnell. In einem weiteren Fall raste ein Fahrzeug mit 113 km/h durch eine 70er-Zone auf einer Bundesstraße. Auch das sind 43 km/h zu viel und kein Kavaliersdelikt.

Verkehrssicherheit hat oberste Priorität

Die Speedweek verfolgt ein klares Ziel: Sie soll die Zahl der Verkehrsunfälle und -opfer deutlich reduzieren. Dafür setzt die Polizei gezielt auf Kontrollen und intensive Aufklärungsarbeit. Durch diese Maßnahmen möchte sie das Bewusstsein für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit schärfen. Denn jeder Unfall, der durch Prävention vermieden wird, ist ein konkreter Schritt hin zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen.

Artikelempfehlung: Ehepaar in Mainz-Ebersheim um 21.000 Euro bestohlen

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Mainz: Audi-Fahrer verursacht schweren Unfall und flieht aus Rettungswagen

Unfall Mainz: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 16. April 2025, rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wegen eines schweren Verkehrsunfalls in die Mainzer Oberstadt aus. Gegen 2:30 Uhr meldete ein automatischer Notruf, der sogenannte E-Call, den Unfall. Sofort machten sich die Einsa...


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Ehepaar in Mainz-Ebersheim um 21.000 Euro bestohlen

Ein dreister Diebstahl ereignete sich im Mainzer Stadtteil Ebersheim. Eine bislang unbekannte Frau hat am Donnerstagnachmittag (10. April 2025) ein älteres Ehepaar um Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 21.000 Euro gebracht.

Wie die Polizei Mainz mitteilt, hatte sich die Frau unter dem Namen „Lina“ als Putzhilfe in Mainz-Ebersheim vorgestellt und arbeitete am 10. April zur Probe in der Wohnung des Ehepaares. Der Einsatz dauerte zwischen 13.30 Uhr und 16.30 Uhr, teilten die Opfer gegenüber der Mainzer Polizei mit. Als die Putzhilfe das Haus wieder verlassen hatte, bemerkten die Bewohner das Fehlen von Bargeld sowie wertvollem Schmuck.

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Die Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:

Die Tatverdächtige ist eine Frau im geschätzten Alter zwischen 35 und 40 Jahren. Sie wird als etwa 1,75 Meter groß beschrieben und hat eine kräftige, stabile Statur, die sie insgesamt als eher athletisch oder korpulent erscheinen lässt. Ihre schwarzen, glatten Haare reichen ihr bis zu den Schultern und rahmen ihr Gesicht auffällig ein. Besonders markant sind ihre vollen Lippen, die als auffälliges Merkmal hervorgehoben wurden. Zum Tatzeitpunkt trug die Frau dunkle Kleidung, wobei keine weiteren Details zu den einzelnen Kleidungsstücken bekannt sind. An den Füßen hatte sie Sneaker, was auf eine sportliche oder zumindest legere Bekleidung hindeutet. Die Beschreibung vermittelt insgesamt ein Bild einer eher robusten, auffallenden Erscheinung.

Hinweis der Polizei

Die Polizei geht davon aus, dass sich die Frau in einem größeren Umkreis rund um die Tatwohnung in Ebersheim bewegt haben könnte. Mögliche relevante Straßen in diesem Zusammenhang sind: Konrad-Adenauer-Straße, Schulrat-Spang-Straße, Otto-Hahn-Straße, Zum Schollberg sowie der Reiterweg.

Die Polizeiinspektion Mainz 3 bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe. Wer die Frau gesehen hat oder Angaben zu ihrer Identität machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 06131/65-34350 oder per E-Mail an pimainz3@polizei.rlp.de zu melden.

Artikelempfehlung: Die Taunus-Messe in Bad Schwalbach

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Polizei Mainz warnt vor Betrugsmasche

Betrug Mainz: Unbekannte Callcenterbetrüger haben am Montag (14. April 2025) eine 85 Jahre alte Frau aus der Landeshauptstadt Mainz um Bargeld und Goldmünzen im Wert von rund 3.000 Euro gebracht. Die Kriminalpolizei Mainz ermittelt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Ältere Dame massiv unter Druck gesetzt

Gegen Mittag erhielt die Seniorin einen Anruf von einem Mann, der sich als ihr Sohn ausgab. Unter dem Vorwand, schwer erkrankt in einem Mainzer Krankenhaus zu liegen und aufgrund hoher Ansteckungsgefahr keinen Besuch empfangen zu dürfen, setzte der Täter die ältere Dame massiv unter Druck. Für eine dringend notwendige Behandlung in lebensbedrohlichem Zustand benötige er sofort finanzielle Hilfe.

Um die Glaubwürdigkeit seiner Geschichte zu untermauern, kündigte der Anrufer an, dass ein Fahrer eines anderen Patienten ohnehin in der Nähe sei und das Geld bei ihr abholen könne. In dem Glauben, ihrem Sohn zu helfen, sammelte die 85-Jährige sämtliche Bargeldreserven sowie mehrere Goldmünzen zusammen und übergab sie wenig später einem bislang unbekannten Abholer.

Erst als ihr echter Sohn sich am Abend telefonisch meldete, erkannte die Seniorin den Betrug – da war der Täter bereits über alle Berge. Die Polizei Mainz fahndet nun nach dem bislang unbekannten Abholer.

Personenbeschreibung des Täters:

  • etwa 60 Jahre alter Mann
  • europäisches Erscheinungsbild
  • zwischen 1,60 und 1,80 Meter groß
  • sehr korpulente Statur
  • trug dunkle Kleidung

Kriminalpolizei Mainz sucht nach Zeugen

Die Kriminalpolizei Mainz bittet Zeuginnen und Zeugen, die am 14. April im Bereich der Wohngegend der Seniorin verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zur Identität des Täters geben können, sich unter der Telefonnummer 06131/65-33999 zu melden.

So schützen Sie sich vor Callcenter-Betrug

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen – legen Sie im Zweifel auf.
  • Rufen Sie angebliche Angehörige unter den Ihnen bekannten Nummern zurück.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie bei verdächtigen Anrufen sofort die Polizei.
  • Bleiben Sie wachsam und sprechen Sie auch mit älteren Angehörigen über diese Betrugsmasche.

Artikelempfehlung: Polizei Mainz zieht Autofahrer auf der A60 aus dem Verkehr

Umzug der Berufsbildenden Schulen Ingelheim und Bingen

BBS Ingelheim und Bingen: Von Ruhe kann in den Tagen vor Ostern in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Ingelheim und Bingen keine Rede sein. Die Schulen ziehen derzeit um! Die Schülerinnen und Schüler werden nach den Ferien in die neuen oder frisch sanierten Räume einziehen und damit ein neues Kapitel in der Schullandschaft des Bildungslandkreises Mainz-Bingen aufschlagen.

„Wir haben damit beide Berufsbildenden Schulen auf dem neuesten Stand und vollziehen endgültig den Schulentwicklungsplan für die Berufsschulen, der gemeinsam mit der Stadt Mainz aufgestellt wurde“, sagte der zuständige 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf.

Erfreut ist der Kreisbeigeordnete, dass die Kosten der beiden Projekte finanziell im Bereich dessen liegen, was anfangs veranschlagt wurde: „Die Schule in Ingelheim haben wir komplett selbst geplant, mit unseren eigenen Architekten. Und auch in Bingen war unser Team sehr stark planerisch involviert“, lobte Steffen Wolf. Das habe sicherlich dazu beigetragen, dass die Kosten nicht ausgeufert sind.

BBS Ingelheim

Der bisherige Standort der Berufsbildenden Schule Ingelheim in der Wilhelm-Leuschner-Straße war nicht mehr geeignet, um die Anforderungen an die Schule zu erfüllen. Maschinentechnik, Metalltechnik, Kfz-Mechatronik, Altenpflegehilfe und Berufsfachschule Pflege sowie weitere soziale Berufszweige werden in Ingelheim angeboten.

In dem neuen Gebäude in der Ludwig-Langstädter-Straße 8 gibt es dafür jetzt auf einer Grundfläche von 2300 Quadratmetern optimale Voraussetzungen für die rund 1400 Schülerinnen und Schüler – zum Beispiel mit einer komplett eingerichteten Kfz-Werkstatt, Räumen für Naturwissenschaften und einer modernen Lehrküche.

Kreisbeigeordneter steffen wolf, schulleiter thorsten hachmer sowie hans-peter haas und frank esperstedt vom gebäudemanagemant der kreisverwaltung begutachten die maschinen in der ingelheimer bbs.
Kreisbeigeordneter Steffen Wolf, Schulleiter Thorsten Hachmer sowie Hans-Peter Haas und Frank Esperstedt vom Gebäudemanagemant der Kreisverwaltung begutachten die Maschinen in der Ingelheimer BBS.

„Mainz-Bingen ist mit diesem Neubau dem Ruf als Bildungslandkreis gerecht geworden“, sagte Schulleiter Thorsten Hachmer. Gekostet hat der Schulbau rund 16,3 Millionen Euro.

Der Neubau wurde in unmittelbarer Nähe der Kaiserpfalz-Realschule plus Ingelheim auf demselben Grundstück errichtet. Hierfür wurde ein Teil der östlichen Schulhoffläche überbaut, neue Schulhofflächen gebaut und alte erweitert.

Der dreigeschossige Neubau verfügt über einen Aufzug und ist vollständig barrierefrei zugänglich. Im Erdgeschoss sind überwiegend Fach- und Werkstatträume angeordnet, die Klassenräume sind in den oberen Stockwerken angesiedelt. Einige Räume in der Realschule plus, wie etwa die Lehrküche, der Speiseraum, der Chemieraum sowie Aufenthalts- und Mehrzweckräume werden sowohl durch die BBS als auch durch die Realschule plus genutzt.

„Hier erzielen wir gute Synergieeffekte und haben so den Flächenbedarf minimiert“, sagte Steffen Wolf. So wurde der Neubau an die bestehende Heizzentrale der Realschule plus angeschlossen, der Raum für die Friseurausbildung wurde dort bereits 2015 eingebaut.

Die für den Neubau der BBS erforderlichen Kfz-Stellplätze werden auf dem im Sommer 2024 über dem vorhandenen Parkplatz im Norden des Schulgrundstücks errichteten Parkdeck nachgewiesen. Hier stehen insgesamt 256 Parkplätze zur Verfügung, von denen im Erdgeschoss 21 für das Haus der Jugend (Yellow) und 18 für die Turngemeinde Nieder-Ingelheim reserviert sind. Kosten: rund zwei Millionen Euro.

BBS Bingen

Nach schwierigen Jahren, in denen die Komplett-Sanierung der Berufsbildenden Schule Bingen das schulische Leben stark beeinflusst hat, kommt die BBS jetzt modern und frisch daher. Die Schule besteht aus drei größeren Bauabschnitten aus den Jahren 1962, 1972 und 1981. Die ältesten Bauteile sind somit heute etwa 63 Jahre alt.

Da die Schule in einem stark abfallenden Gelände gebaut wurde, liegt sie in großen Gebäudebereichen einseitig eingeschossig im Erdbereich – was am Ende mit ursächlich für die umfangreichen Neubau- und Sanierungsarbeiten war: 2017 wurden auf Bitten der Schulleitung die Bausubstanz des Gebäudes überprüft.

Bei den darauffolgenden Untersuchungen und Analysen wurde festgestellt, dass von außen Wasser in das Mauerwerk eintrat und es dadurch durchfeuchtet war. Bei Öffnung der Bereiche zeigte sich hier sichtbarer Schimmelpilzbefall, was die Sanierung notwendig machte.

Toller blick aus dem fenster von bingen in richtung rheingau.
Toller Blick aus dem Fenster von Bingen in Richtung Rheingau.

Zwischenzeitlich hatte das Land einen zusätzlichen Raumbedarf anerkannt und ein neues Raumprogramm genehmigt – es waren zusätzlich 820 Quadratmeter nötig. Erreicht wurde dies durch einen Neubau, der anstelle von unwirtschaftlichen Gebäudeteilen entstanden ist.

Die Kosten für das vom Architekten Gerhard Förster aus Bad Kreuznach geplante Projekt betragen 26 Millionen Euro. Am Ende steht nach dem Umzug in den Osterferien den derzeit etwa 1200 Schülerinnen und Schülern in Bingen eine komplett modernisierte BBS mit einem Neubau und einem sanierten Altbau zur Verfügung.

Der Bau startete Mitte 2021, als das mittlere Gebäudeteil abgerissen wurde. An dessen Stelle steht nun der Erweiterungsbau, der bereits seit dem Schuljahr 2023/24 in Betrieb ist. Um die erforderlichen Raumflächen für den Unterricht zu schaffen, wurden damals ebenfalls Containerklassen in Betrieb genommen.

Ende 2023 starteten schließlich die Entkernung, Schadstoffsanierung sowie der Wiederaufbau der weiter zu nutzenden alten Gebäude. Die Container werden jetzt wieder zurückgebaut.

Als letzter Akt beginnt im Mai der Abriss des 1. Obergeschosses im alten Bauteil und des Bauteils C. Bis Ende des Jahres sollen die noch anfallenden kleineren Sanierungen sowie voraussichtlich bis Frühjahr 2026 die Freianlagen fertiggestellt sein.

Artikelempfehlung: Literatur-Treff Bingen

Aktionstag der Mainzer Jugendzentren zum Girls’Day und Boys’Day 2025

Aktionstag in der Landeshauptstadt Mainz: Am 3. April 2025 nahmen rund 50 Mädchen ab der 7. Klasse am Girls’Day im Haus der Jugend in Mainz teil. Sie erhielten spannende Einblicke in die Themen „Berufs- und Lebensplanung“ und konnten in verschiedenen Workshops ihre beruflichen Zukunftsmöglichkeiten erkunden. Ziel war es, gängige Geschlechterklischees zu hinterfragen und die Mädchen auf ihre persönliche und berufliche Entwicklung vorzubereiten. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Mädchenarbeitskreis der Landeshauptstadt Mainz.

Beteiligt waren unter anderem am Aktionstag:

  • Mädchenarbeitskreis der Landeshauptstadt Mainz

  • Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt Mainz (Kinder-, Jugend- und Kulturzentren)

  • ProFamilia Mainz

  • Arbeiterkind.de

  • Frauennotruf Mainz e.V.

  • Das MädchenHaus Mainz gGmbH

  • Queere Jugendarbeit in Mainz e.V.

Parallel dazu fand im Haus Haifa im Mainzer Stadtteil Mombach der Boys’Day statt. Rund 90 Jungen der 7. bis 10. Klasse nahmen an ausgebuchten Workshops teil, die ihnen neue Perspektiven auf ihre berufliche und persönliche Entwicklung eröffneten. Zum zehnten Mal wurde die Veranstaltung vom Jungenarbeitskreis der Landeshauptstadt Mainz organisiert.

Die Themen reichten von einem Haushaltsparcours und einem Koch- und Cateringkurs bis hin zu einem Hip-Hop-Workshop zur Suchtprävention. Auch erlebnispädagogische Angebote und Workshops zur eigenen Identität standen auf dem Programm.

Der Vormittag wurde mit einem gemeinsamen Essen abgeschlossen, das die Cateringgruppe zubereitete. In stilvollem Ambiente genossen die Jungs die leckeren Cig Köfte und verließen das Haus Haifa in Mainz-Mombach nicht nur satt, sondern auch um wertvolle Erfahrungen reicher.

Beteiligt waren unter anderem am Aktionstag:

  • Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt Mainz (Kinder-, Jugend- und Kulturzentren und Abteilung Suchthilfen)

  • Jugendeinrichtungen der Freien Träger

Artikelempfehlung: Veranstaltung in Bingen

Oralverkehr in Mainzer Gebüsch endet mit Raub

Raub nach Oralverkehr: Am Sonntagmorgen, den 13. April 2025 kommt es gegen 08:00 Uhr zu einem Raubdelikt in der Albanstraße in der Mainzer Altstadt.

Eine 54-jährige Frau lernt in einer Bar den 23-jährigen Beschuldigten kennen. Gemeinsam verlassen sie die Bar und begeben sich in ein angrenzendes Gebüsch, wo die 54-Jährige einvernehmlichen Oralverkehr bei dem 23-Jährigen ausführt. Man habe sich zuvor auf 100 Euro für die körpernahe Dienstleistung geeinigt. Jedoch hat der 23-Jährige im Nachgang das Geld von der Geschädigten zurückgefordert. Als sie dieser Aufforderung nicht nachkommt, geraten beide in Streit.

Gewalteinwirkung gegen die Frau

In Folge dessen versucht der 23-Jährige die Handtasche der Geschädigten an sich zu reißen, bis schließlich der Riemen der Tasche reißt. Hierbei wird die Geschädigte an der Hand verletzt. Sie gibt ihm schließlich die 100 Euro für den Oralverkehr wieder zurück, sodass er von ihr ablässt und in Richtung Windmühlenstraße flüchtet. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen führen nicht zum Auffinden des Tatverdächtigen.

Der Täter kann laut Zeugenaussagen wie folgt beschrieben werden:

  •  etwa. 1,85m
  • 23 Jahre alt
  • Südländisches Erscheinungsbild
  • Weißes T-Shirt

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/65-33999 in Verbindung zu setzen.

Artikelempfehlung: Festnahme durch die Mainzer Polizei

Stromkästen als Kunstwerke in Wiesbaden

Kunst auf Stromkästen: Mit einem frischen Anstrich geht Wiesbaden gegen Vandalismus und Tristesse vor. Die Stadt beklebt im Rahmen eines Pilotprojekts Stromkästen in der Innenstadt mit historischen Motiven. Ziel ist es, nicht nur für mehr Sauberkeit zu sorgen, sondern auch die Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum nachhaltig zu verbessern.

„Mit den kreativ gestalteten Stromkästen holen wir ein Stück Wiesbadener Geschichte zurück in den Alltag und stärken gleichzeitig das Bewusstsein für ein gepflegtes Stadtbild“, betont Bürgermeisterin Christiane Hinninger. Die Motive sollen Passanten erfreuen und ein neues Bewusstsein für das urbane Umfeld schaffen.

Bergkirchenviertel macht den Anfang

In der ersten Projektphase stehen 16 Stromkästen im Bergkirchenviertel im Fokus. Dort zieren bald bekannte Wahrzeichen wie der Kochbrunnenplatz, die Russisch-Orthodoxe Kirche und das ehemalige Palasthotel die grauen Kästen. Die Stadt setzt damit nicht nur auf Verschönerung, sondern auch auf einen praktischen Effekt: Illegale Plakatierungen und Graffitis sollen deutlich zurückgehen.

Die Wirkung dieser Maßnahme wird nach Abschluss der ersten Phase umfassend ausgewertet. Dabei achten die Verantwortlichen besonders auf die Reduktion von Vandalismus und auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Ein Projekt mit Signalwirkung

Auch die Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH unterstützen das Projekt aktiv. Geschäftsführer Peter Lautz zeigt sich begeistert: „Wir freuen uns sehr über diese Initiative und sind sicher, dass das Projekt einen Vorbildcharakter haben wird.“ Lautz ist überzeugt, dass sich durch die neue Gestaltung die Zahl der Vandalismus-Fälle deutlich reduzieren lässt – und das bringe spürbare Einsparungen für das Unternehmen.

Gemeinsam für eine attraktivere Innenstadt

Das Citymanagement hat das Projekt initiiert und arbeitet dabei eng mit der sw netz und den Entsorgungsbetrieben der Landeshauptstadt Wiesbaden zusammen. Gemeinsam verfolgen die Partner ein Ziel: mehr Lebensqualität im historischen Fünfeck.

Dabei spielt auch das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ eine zentrale Rolle. Es stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung, um kreative und temporäre Projekte wie dieses umzusetzen. Wiesbaden zeigt so, wie innovatives Stadtmanagement und Kunst im öffentlichen Raum Hand in Hand gehen können.

Kunst trifft Alltag

Mit der Gestaltung der Stromkästen setzt Wiesbaden ein deutliches Zeichen. Nicht nur gegen Schmierereien und Verschmutzung, sondern für eine Innenstadt, in der sich Bürger wie Besucher wohlfühlen. Wenn das Pilotprojekt erfolgreich verläuft, könnten bald noch viele weitere graue Kästen zu kleinen Kunstwerken werden.

Artikelempfehlung: Wiesbaden: Straßensperrungen und Busumleitungen ab Mitte April

Kreativität trifft Unternehmergeist: Zwei Veranstaltungen in Groß-Gerau

Zwei Veranstaltungen Anfang Mai zeigen, wie vielfältig Kreativität sein kann – sowohl als Ausdruck innerer Welten als auch als strategisches Werkzeug im Geschäftsleben. Ob bei einem Kunstworkshop für Selbsthilfeaktive oder beim „existenZündungs-Treff“ für Gründerinnen und Gründer: Der Kreis Groß-Gerau bietet Raum für Inspiration, Austausch und neue Perspektiven.

Farben als Sprache: Kunstworkshop öffnet neue Wege in der Selbsthilfe

Am Samstag, den 26. April, lädt das Selbsthilfebüro Groß-Gerau von 10 bis 13 Uhr zu einem besonderen Kunstworkshop in das Farbenfüchse Kunst Kreativ Atelier in Bischofsheim ein. Unter dem Motto „Ich – mittendrin“ entdecken Teilnehmende die Kraft der Farbe als Ausdrucksmittel und Kommunikationsbrücke.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die bereits in Selbsthilfegruppen aktiv sind oder sich für gemeinschaftlichen Austausch interessieren. Im geschützten Rahmen können die Teilnehmenden ohne Vorkenntnisse zur Farbe greifen und erleben, wie kreatives Tun Vertrauen fördert und Gespräche anregt – auch über das, was schwer in Worte zu fassen ist.

Die entstandenen Werke dürfen auf Wunsch Teil der Ausstellung „behindART“ werden, die am 5. Mai um 18 Uhr im Landratsamt Groß-Gerau eröffnet wird. Der Workshop ist kostenfrei dank der Unterstützung durch die Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenkassen. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Teilnahme am Workshop ist dank der freundlichen Unterstützung der Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenversicherungen kostenfrei. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter selbsthilfe.gross-gerau@paritaet-projekte.org, Telefon 06152 9612204 erforderlich.

Werbung mit Gefühl: Werbeartikel neu gedacht beim existenZündungs-Treff

Ebenfalls am 5. Mai, diesmal ab 19 Uhr, lädt der Fachdienst Wirtschaft des Kreises zum nächsten existenZündungs-Treff ins Landratsamt Groß-Gerau. Der Abend steht unter dem Titel „Wirksamkeit von Werbeartikeln – Mehr als nur Feuerzeuge und Kugelschreiber“ und richtet sich an Gründer*innen sowie junge Unternehmen.

Referent Jochen Kröh von Design2Enjoy zeigt, wie moderne Werbeartikel gezielt zur Markenbildung, Kundenbindung und Imagepflege beitragen können. Anhand von Beispielen und aktuellen Studien veranschaulicht er das Potenzial haptischer Werbung – fernab von klassischen Klischees. Nachhaltigkeit und Kreativität stehen dabei im Fokus.

Interessierte können sich bei Mareen Stahl von der Wirtschaftsförderung des Kreises Groß-Gerau (06152 989 84269, m.stahl@kreisgg.de) bis zum 30. April anmelden.

Knochenfund in Saulheim – Polizeieinsatz durch Deko-Artikel

Vermeintlicher Knochenfund Saulheim: Für einen kurzen Moment herrschte am Freitagabend in Saulheim (Kreis Alzey-Worms) Aufregung, als der Polizeiwache in Wörrstadt ein verdächtiger Fund gemeldet wurde: Ein möglicher menschlicher Knochen soll im Bereich der Bahngleise an der Professor-Neeb-Straße entdeckt worden sein.

Einsatz der Polizei Wörrstadt aufgrund „Knochenfund in Saulheim“

Die alarmierten Einsatzkräfte rückten umgehend zum Fundort aus und untersuchten das auffällige Objekt. Tatsächlich handelte es sich auf den ersten Blick um ein Skelettteil – genauer gesagt um einen Fußknochen. Doch die Sorge um einen möglichen Leichenfund wich schnell der Erleichterung: Bei näherer Betrachtung stellte sich das vermeintliche Überbleibsel als künstlicher Dekorationsartikel heraus – vermutlich ein Überbleibsel vom letzten Halloween.

Die Wörrstädter Polizei nahm den makabren Scherz mit Humor, mahnte jedoch zur Vorsicht. Solche realistisch wirkenden Gegenstände können bei Passanten leicht für Verwirrung sorgen und unnötige Einsätze der Polizeibeamten auslösen. Der Deko-Fuß wurde schließlich ordnungsgemäß entsorgt, um weitere Irritationen zu vermeiden.

Artikelempfehlung: Verfolgung in Mainz endet mit Festnahme

Neue MONOcam bewacht den Verkehr in Rheinland-Pfalz

Verkehrssicherheit: Rheinland-Pfalz geht beim Thema Verkehrssicherheit neue Wege. Als erstes Bundesland nimmt es die sogenannte MONOcam in den Regelbetrieb auf. Diese moderne Kamera erkennt automatisch, wenn Autofahrerinnen und Autofahrer abgelenkt sind. Innenminister Michael Ebling gab am Samstag gemeinsam mit der Polizei den offiziellen Startschuss. Das Ganze fand auf einer Brücke über der A60 bei Mainz-Finthen statt.

Ablenkung am Steuer ist lebensgefährlich

Neue monocam bewacht den verkehr in rheinland-pfalz 15
Innenminister Michael Ebling mit der Monocam

Innenminister Ebling warnte vor den Folgen der Ablenkung im Straßenverkehr. „Verkehrssicherheit ist kein Selbstläufer“, sagte er. Schon ein kurzer Blick aufs Handy kann bei Tempo 100 sehr gefährlich sein. Das Auto fährt in dieser Zeit etwa 30 Meter ohne Kontrolle. Die MONOcam hilft dabei, solche Situationen zu erkennen. Damit soll die Sicherheit auf den Straßen steigen.

Pilotprojekt zeigt Erfolg

Rheinland-Pfalz testete die MONOcam schon 2022 in Mainz und Trier. Das Pilotprojekt lief gut: In nur 90 Tagen stellte die Polizei über 1.200 Verstöße fest. Gleichzeitig gab es Info-Kampagnen und andere Maßnahmen. Diese führten dazu, dass später weniger Menschen am Steuer zum Handy griffen.

Gesetz schafft klare Regeln

Ein neues Gesetz machte den Weg für den Dauerbetrieb frei. Es trat am 1. März 2025 in Kraft. Seitdem ist der Einsatz der MONOcam erlaubt. Aktuell nutzt die Polizei ein Gerät aus den Niederlanden. Genau dieses Modell kam auch schon beim Testlauf zum Einsatz.

Gute Zusammenarbeit mit den Niederlanden

Innenminister Ebling lobte die Hilfe aus dem Nachbarland. Die Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden sei vorbildlich. Sie habe den schnellen Start nach dem neuen Gesetz erst möglich gemacht.

Fünf Kameras für das ganze Land

Langfristig soll jedes der fünf Polizeipräsidien in Rheinland-Pfalz eine eigene MONOcam bekommen. Das Ziel: weniger Ablenkung am Steuer. So will das Land der „Vision Zero“ näherkommen – also dem Ziel, keine Verkehrstoten mehr zu haben.

Ein Signal für ganz Deutschland

Mit dem Einsatz der MONOcam übernimmt Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle. „Wir leisten bundesweit Pionierarbeit“, betonte Ebling. Neue Technik, klare Regeln und entschlossenes Handeln – so will das Land Ablenkung im Straßenverkehr bekämpfen.

Artikelempfehlung: Jetzt mitmachen: Mottowettbewerb zur Fastnachtskampagne 2026

Verfolgung durch Mainz endet mit Festnahme

Verfolgung: Am Samstagvormittag, dem 12. April 2025, kam es in einem Bekleidungsgeschäft am Brand in Mainz zu einem spektakulären Diebstahl. Gegen 10:00 Uhr beobachtete der Abteilungsleiter des Geschäfts, wie ein junger Mann mit zwei prall gefüllten Einkaufstaschen fluchtartig das Geschäft verließ – offenbar ohne zu bezahlen.

Geistesgegenwärtig nahm der Mitarbeiter die Verfolgung auf

Der mutmaßliche Täter flüchtete in ein nahegelegenes Mehrfamilienhaus, wo der Verfolger die Polizei verständigte. Noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, beobachteten Bewohner eines gegenüberliegenden Hauses, wie zwei Einkaufstaschen aus dem Fenster des Gebäudes geworfen wurden. Die Polizei konnte die Taschen in unmittelbarer Nähe sicherstellen – gefüllt mit etikettierter, gesicherter Herrenbekleidung im Gesamtwert von über 2000 Euro.

Zwei weitere Zeuginnen unterstützten die Ermittlungen mit einem Video, das die Flucht des mutmaßlichen Täters dokumentiert. Kurze Zeit später entdeckten Einsatzkräfte in einem Fenster des Mehrfamilienhauses einen Mann, dessen Aussehen der Täterbeschreibung entsprach.

Die Beamten begaben sich zu der betreffenden Wohnung, die aufgrund einer fehlenden Tür einsehbar war. Im Inneren lag eine Person auf einer Matratze – umgeben von Bierflaschen. Der Mann reagierte nicht auf die Ansprache der Mainzer Polizei, woraufhin die Einsatzkräfte die Wohnung betraten. Sein Aussehen sowie seine Bekleidung passten zur Täterbeschreibung.

Auf der Dienststelle konnte der Mann eindeutig identifiziert werden: ein 23-Jähriger, der bereits mehrfach wegen gewerbsmäßigen Ladendiebstahls polizeilich bekannt ist. Nach seiner Vorführung beim Amtsgericht Mainz wurde er in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Das Diebesgut wurde dem Bekleidungsgeschäft vollständig zurückgegeben.

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Hechtsheim im Wandel der Zeit – Der Mainzer Stadtteil auf 139 Seiten

Mainz-Hechtsheim: 139 Seiten stark und voller Geschichten rund um alle Hechtsheimer Straßen – so zeigt sich Band 15 der Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte, der in diesen Tagen erschienen ist: „Hechtsheimer Straßen und Wege – Entstehung – Wandel – Bedeutung“.

Die Broschüre hatte eine fünfköpfige Arbeitsgruppe unter der Leitung von Klaus Dostert in viereinhalb Jahren – nur unterbrochen durch die Corona-Pandemie – erarbeitet. 146 Straßen werden entsprechend der baulichen Entwicklung und Erweiterung des früheren rheinhessischen Dorfes und heutigen Mainzer Stadtteils beschrieben, wobei sich ein eigenes Kapitel den nach Frauen benannten Straßen widmet.

So befindet sich im erweiterten Ortskern nur eine Straße, die einen Frauennamen trägt: die Anna-Stenner-Straße, die nach einer ehemaligen Hechtsheimer Hebamme benannt ist. Sie ist eine Seitenstraße zur Heuerstraße und erschließt eine Wohnanlage auf dem ehemaligen Hechtsheimer Sportplatz.

Selbstverständlich geht der Blick auch auf die zahlreichen Umbenennungen von Straßen – vornehmlich während der nationalsozialistischen Zeit – und die spätere Rückbenennung nach dem Zweiten Weltkrieg. So hieß die heutige Lassallestraße zunächst ab 1906 Ernst-Ludwig-Straße (nach dem damaligen Großherzog von Hessen-Darmstadt), bevor sie 1924 zur Bebelstraße wurde. Während der Nazi-Diktatur erhielt sie wieder ihren alten Namen zurück, um dann 1945 erneut zur Bebelstraße zu werden. Um nach der Eingemeindung (vor allem postalische) Verwechselungen mit der Bretzenheimer Bebelstraße zu vermeiden, wurde der Name 1971 in Lassalle geändert – immerhin ebenfalls ein sozialdemokratischer Arbeiterführer wie August Bebel.

Die 1969 erfolgte Eingemeindung nach Mainz führte zu einem vielfachen „Verlust“ historischer Straßennamen

So konnte sich die Breite Straße im alten Ortskern in Konkurrenz zur gleichnamigen Gonsenheimer Geschäftsstraße nicht behaupten und wurde zur Bürgermeister-Keim-Straße. Und bei der zur Professor-Kunkel-Straße umbenannten Kirchgasse fragen sich alteingesessene Hechtsheimerinnen und Hechtsheimer oft noch: Was hat dieser katholische Theologe mit ihrem Ort zu tun? Die Antwort findet sich auf Seite 24 der Broschüre.

Die arbeitsgruppe des vereins hechtsheimer ortsgeschichte übergibt das erste exemplar der neuen broschüre am lindenplatz an die hechtsheimer ortsvorsteherin ulrike cohnen.

Über die Veröffentlichung sagt die Hechtsheimer Ortsvorsteherin Ulrike Cohnen anerkennend: „Sie gibt einen hervorragenden Überblick anhand der Straßen über die Entwicklung des Stadtteils und seine heutige Ausdehnung. Die einzelnen Kapitel sind flüssig geschrieben und so wird aus einer eigentlich trockenen Materie eine kurzweilig zu lesende Gesamtansicht von Hechtsheim.“

Die Arbeitsgruppe hatte der Ortsvorsteherin ein frisch aus der Druckerei geliefertes Exemplar an historischer Stätte überreicht: Vor der ehemaligen Bürgermeisterei und Ortsverwaltung auf dem Lindenplatz, wo mit der Morsch- und der Grauelstraße zwei Straßen abzweigen, die bereits im Lagerbuch von 1709 Erwähnung finden.

Die Broschüre kann zum Preis von acht EURO wie folgt bezogen werden:

  • Per Post: Verein Hechtsheimer Ortsgeschichte, Neue Mainzer Straße 37, 55129 Mainz-Hechtsheim

  • Per Telefon: 06131 / 4827830

  • Per Fax: 06131 / 4827837

  • Per E-Mail: kdostert@kabelmail.de