Halle. Der Attentäter von Halle hat Teile mehrerer Schusswaffen, die zum Einsatz kamen, mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt. Nach Recherchen des ZDF-Magazins „Frontal 21“ hatte Stephan B. zuvor offenbar selbst detaillierte Anleitungen zum Bau von Waffen im Internet verbreitet, darunter Pläne für eine Maschinenpistole des Typs Luty, die er bei der Tat bei sich trug.
A61 Worms | Nach Unfall mit 2 Promille trotz ausgelöstem Airbag weiter gefahren
Obwohl er auf der A61 von der Fahrbahn abkam dabei mehrere Verkehrsschilder, einen Stützpfeiler eines Vorwegweisers sowie eine Leitplanke rammte, fuhr ein 54-Jähriger am gestrigen Mittwochvormittag (09.10.2019) mit seinem Fahrzeug unbeirrt weiter.
Das Ganze geschah gegen 09:20 Uhr in der Abfahrt Worms auf der A61 in Fahrtrichtung Ludwigshafen. Mit ausgelösten Airbags setzte fuhr der 54-Jährige noch eine ganz Weile mit seinem VW weiter, bis er schließlich im Bereich der B47 zum Stehen kam. Als die Polizei zur Unfallaufnahme eintraf stellten sie bei dem Fahrer Atemalkoholgeruch fest. Ein Test ergibt rund 2,00 Promille. Einen Führerschein kann den 54-Jährige zudem nicht vorweisen.
Bei dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Er muss ich nun einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Verkehrsunfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis stellen.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizei Worms unter der Rufnummer 06241/852-0 in Verbindung zu setzen.
Mainz-Weisenau | Serie von Kellereinbrüchen – 23 Kellerparzellen aufgebrochen
Im Mainzer Stadtteil Weisenau ereigneten sich vom 08.10.2019 bis zum 09.10.2019 mehrere Kellereinbrüche. Betroffen von der Einbruchserie sind hiervon zwei Wohnanwesen.
Welche Gegenstände in den insgesamt 23 Kellerparzellen tatsächlich entwendet wurden ist noch unklar. Jedoch wurde Tatwerkzeug aufgefunden und sichergestellt.
Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Mainz 1 unter der Rufnummer 06131/65-4110 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pimainz1@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.
Kandel | Mörder der 15-Jährigen Mia tot aufgefunden
Am heutigen Donnerstagmorgen (10.10.2019), wurde der Mörder der 15-Jährigen Mia, Abdul D., gegen 06:00 Uhr, in der Jugendstrafanstalt Schifferstadt leblos in seiner Zelle aufgefunden. Der junge Mann hatte im Dezember 2017 in Kandel die damals 15-jährige Mia getötet.
Ersten Erkenntnissen nach hat sich Abdul D. erhängt. Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte auf Fremdeinwirkung. Suizidale Absichten waren nach Auskunft der Anstaltsleitung nicht erkennbar.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalpolizei Ludwigshafen haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Todesumstände zu klären. Der Leichnam soll morgen im rechtsmedizinischen Institut in Mainz obduziert werden.
Die Tat geschah 3 Tage nach Heiligabend 2017
Drei Tage nach Heiligabend, wurde die 15-jähirige Mia am 27. Dezember 2017 von Abdul D. in Kandel ermordet. Gegen 15:20 Uhr stacht der Täter mit einem Messer mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge, in einem Drogeriemarkt ohne Vorwarnung mehrmals auf den Oberkörper des jungen Mädchens ein. Ein Stich ins Herz war dabei tödlich.
Am 3. September 2018 wurde der Täter nach Jugendstrafrecht wegen Mordes und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt.
Einbrecher setzt Rohrbacher Gemeinschaftsschule in Brand
Rohrbach. Ein Unbekannter ist am Mittwoch zwischen 2 und 9 Uhr in die Gemeinschaftsschule am Rohrbacher Sportplatz eingebrochen. Danach hat er dort ein Feuer entzündet – die Polizei spricht von 50 000 Euro Sachschaden.
Autotest | McLaren 720S – Goldige Zeiten
Eines muß man den Briten lassen, beim Brexit hat keiner mehr den Durchblick, aber Sportwagen bauen, das haben sie drauf! Eigentlich dachte ich, nachdem ich bereits den McLaren 720S als Coupé zum Testen hatte, der läßt sich kaum noch toppen. Doch dann fragte McLaren an, ob ich Lust hätte, die offene Version des Supersportlers in Paris bei einem Kollegen abzuholen. So schnell hatte ich noch nie ein Bahnticket gebucht. Viereinhalb Stunden von Andernach bis in die französische Hauptstadt, ein Klacks.
Dort angekommen, erwartet mich ein Nugget auf vier Räder. Aztec-Gold nennt sich die Farbe, die den 1.196 mm flachen Spider in der Sonne strahlen läßt wie eine Supernova. Und die Sonne scheint an diesem 17. Juli in voller Pracht vom Himmel, und mir vor Freude aus dem Gesäß. Knapp 600 km sind es bis nach Hause, fast ausschließlich Autobahn, und leider bei den Gallier auf 130 km/h begrenzt.
Bevor die Fahrt losgeht, einige Stammtischeckdaten: Im Heck treibt ein Vier Liter V8-BiTurbo mit brachialen 720 PS (530 kW) und einem Drehmoment von 770 Nm sein Unwesen. Damit beschleunigt die nur 1.332 kg (Leergewicht) leichte Flunder in 2.9 Sekunden auf 100, in 7.9 auf 200 und in sage und schreibe 19.2 Sekunden auf 300 Sachen. Geschlossen ist dann bei 341 km/h, offen bei 325 Feierabend. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gibt dabei die Leistung perfekt an die Hinterachse weiter. Ebenso schnell arbeitet der Hardtopmechanismus, Knopf gedrückt, 11 Sekunden später strahlt der blaue Himmel über mir. Das ganze funktioniert sogar bis Tempo 50. Auch was die Negativbeschleunigung betrifft, liefert der 720S Spider absolute Toppwerte. Ein Bremsweg von 30 m und eine Verzögerung von 12,86 m/s² sind sensationell. Das bedeutet, der Wagen kommt nach 2,16 Sekunden von 100 auf 0 km/h zum Stehen.
Die Fahrt über die französische Route Richtung Heimat ist hingegen automobiles Chillen pur, Tempomat auf 130, rollen lassen, die Landschaft, das Wetter und den herrlichen V8-Sound genießen. So bewegt, genehmigt sich der Sportler rund 10 Liter Super Plus (CO2 Emission: 276g/km). Erst auf der A1 ab Saarbrücken ändert sich Dr. Jeckyll und wird zu Mr. Hyde. Dach zu, die Fahrperformance auf „Track“ eingestellt und ab gehts im Tiefflug sobald die Strecke frei ist.
Alter Schwede, sorry, Brite, das nenn ich Vortrieb. Ein Katapult ist nichts dagegen. Irgendwie nicht normal, was die Ingenieure da nördlich von London erschaffen haben. Kämpfte ich zu Anfang mit einer Gänsehaut vor lauter Begeisterung, bekomme ich nun einen Krampf. Im Gesicht. Rechts und links in den Mundwinkeln. Vom Grinsen. Ich befürchte, das bleibt einige Zeit und ich kann mich für den nächste Batman-Film zum Casting für die Rolle des Jokers anmelden.
Unfassbar, mit welch stoischer Ruhe dabei diese Flunder auf der Straße liegt. Selbst die Befürchtung, das Fahrwerk würde für nachhaltende Rückenschmerzen und ein gestauchtes Steißbein sorgen, erweisen sich als vollkommen unbegründet. Am Ende des Tages steige ich so entspannt aus, als hätte ich den Tag in einer Bentley-Limousine verbracht.
Doch ein McLaren wäre kein McLaren, wenn er nicht noch einige Gimmicks an Bord hätte. So ist das Hardtop mit einer elektrochromen Glasscheibe verfügbar, die auf Knopfdruck zwischen getöntem und transparentem Zustand wechseln kann. Hinter dem Lenkrad befindet sich ein drehbares Monitordisplay. Dieses lässt sich um 90 Grad versenken, sodass der Fahrer nur noch ein schmales Datenband vor sich sieht und sich voll auf die Strecke konzentrieren kann.
Weiter geht´s auf der A48 mit einem kurzen Blick auf den Verbrauch. 17,8 Liter. Junge, die haste dir auch redlich verdient. Bei Usain Bolt sagt auch keiner was, wenn er sich im Anschluss an einen 200m-Sprint 3 Liter Iso in den Hals schüttet. Wer so rennt, darf sich was genehmigen. Und dem Spider nimmt niemand auch nur einen Tropfen übel, doch wie bereits erwähnt, er kommt auch mit deutlich weniger aus. Dieser McLaren ist einfach in jeder Hinsicht ein Extrem.
Das beginnt schon beim Preis. Rund 273.000 Euro sind eine Menge Schotter, aber fahrerisch und dynamisch ist der 720S Spider die Messlatte in dieser Preis- und Leistungsklasse. Er ist das automobile Superlativ unter den offenen Superlativen. Extrem in jeder Hinsicht, vor allem, was Fahrspaß und Beherrschung angeht. Ja, er ist ein Biest, aber mit dem richtigen Dompteur, der die Technik mit Respekt behandelt, total easy zu bändigen.
Drei Wochen durfte ich den Wagen nutzen, und er war jeden Tag im Einsatz. Doch das schönste Erlebnis war bei einer Einladung der Flugschule Rhein-Main und BoostYourCity.de zum Flugplatzfest „Charity for Kids“ in Mainz-Finthen. Die Veranstalter erfüllten an diesem Tag bis zu 80 zum Teil schwer kranken Kindern den großen Traum vom Fliegen. Teilweise chartern die Piloten extra Maschinen, um die betroffenen Kinder kostenlos fliegen zu können. Ursprünglich sollte der McLaren neben einer tollen Star Wars-Truppe als Eyecatcher zu bestaunen sein, doch kurz entschlossen bot ich den Sitz neben mir gegen eine Spende zu Gunsten von „Kidicare“ für Schnupperfahrten an. Und es lohnte sich für alle. Das erwähnte Grinsen war gegen Ende der Veranstaltung auf unzähligen Gesichtern zu sehen, ganz besonders bei den Mitarbeitern der Johanniter-Unfall-Hilfe bei der Übergabe der prallen Spendendose.
Mein Fazit: Der 720S Spider ist ein absoluter Traumwagen mit einer faszinierenden Technik, einerseits der kraftstrotzende Sportler, andererseits absolut alltagstauglich, denn im vorderen Kofferraum haben 2 Kisten Stubbi übereinander perfekt Platz. Und zwei französische Baguette.
Mainz | Der „mainz-o-mat“ als Wahlhilfe für die Oberbürgermeisterwahl ist Online
Seit dem gestrigen Mittwochabend (09.10.2019) ist der „Mainz-O-Mat“ zur OB-Wahl wird online. Unter www.mainz-o-mat.de wird das Instrument zur politischen Information für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Die Mainzer Bürger*innen können sich durch 30 Thesen zu lokalen Themen klicken und ihre Positionen mit denen der Kandidierenden vergleichen und sich über die Begründungen informieren. Das Programm funktioniert sowohl am PC, als auch auf mobilen Endgeräten. Eine App muss nicht heruntergeladen werden.
Volt Mainz gibt keine Wahlempfehlung bezüglich der Oberbürgermeisterwahl ab. Gleichzeitig liegt dem Team von Volt Mainz die Wahlbeteiligung sehr am Herzen, denn wir verfolgen das Ziel, die Bürgerinnen und Bürger auf allen Ebenen wieder näher an die Politik zu bringen. Möglichst viele Menschen sollen an der Wahl teilnehmen, denn eine hohe Wahlbeteiligung ist Zeichen einer funktionierenden und lebhaften Demokratie.
Voraussetzung hierfür ist, dass die Menschen in Mainz gut informiert sind und gleichzeitig das Interesse an der Wahl gefördert wird. Wir von Volt Mainz möchten dazu unseren kleinen Beitrag leisten und eine einfache, verständliche und leicht zugängliche Möglichkeit bieten, um sich einen Überblick über Positionen der Kandidierenden zu verschiedenen kommunalen Themen zu verschaffen.
Bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen erfreuen sich der Wahl-O-Mat und andere Wahlhelfer großer Beliebtheit. Neben der reinen Positionierung sind besonders auch die Begründungen für die Wähler*innen interessant und aufschlussreich. Diese Möglichkeiten möchten wir auch den Mainzer*innen für die OB-Wahl bieten.
30 Thesen
Volto hat sich mit den Programmen aller Kandidierenden beschäftigt und insgesamt 63 Thesen erarbeitet. Mithilfe einer Umfrage und in einem redaktionellen Prozess wurden dann 30 Thesen ausgewählt, welche am 26.09.19 an die Kandidierenden versendet wurden. Diese Beantwortung der Fragen lief wie beim “Wahl-O-Mat” in zwei Schritten ab. Es wurde jeweils eine Position festgelegt (“Stimme zu”, “Neutral” oder “Stimme nicht zu”) und dann mit maximal 500 Zeichen begründet. Die Thesen sind keine Volt-Positionen , die wir mit den Positionen der Kandidat*innen abgleichen möchten.
Die Kandidierenden hatten bis Dienstag, den 8. Oktober, 18 Uhr Zeit, die Antworten einzureichen und alle haben dies fristgerecht getan. Die Frist wurde aufgrund des Trauerfalls bei Herrn Ebling verlängert. Somit nehmen Michael Ebling (SPD), Tabea Rößner (Grüne, unterstützt von Piraten), Martin Malcherek (Die Linke), Martin Ehrhardt (Die PARTEI) und Nino Haase (Parteilos, unterstützt von CDU, ÖDP und FW) teil.
Der Mainz-O-Mat wird mindestens bis zu einer möglichen Stichwahl am 10. November online verfügbar bleiben. Informationen zur technischen Ausgestaltung (Datenschutz, Programm, Benutzung). Für den Mainz-O-Mat wird eine Open-Source-Lösung (Mahlowat) verwendet, die wie der Wahl-O-Mat funktioniert und keine Daten über die Benutzer*innen erhebt.
Sachsen | 2 Tote bei Amoklauf in Halle mit rechtsextremistischen Hintergrund
Update 17:55 Uhr: Eine komplette Ortschaft in der Nähe von Halle soll derzeit komplett abgeriegelt sein.
Update 17:40 Uhr: Die Polizei bittet besorgte Bürger, die nachfragen wollen ob Angehörige involviert sind, NICHT dieses über die 110 zu machen.
Hierfür ist eine Extra-Rufnummer der Personenauskunftstelle eingerichtet :
0391-24 47 40
Update 17:30 Uhr: Mittlerweile konnten die etwa 80 Menschen aus der Synagoge herausgebracht werden.
Update 17:15 Uhr: Einer der Täter wird offenbar aktuell operiert – Ein weiterer soll sich immer noch auf der Flucht befinden. Die Situation ist weiterhin noch völlig undurchsichtig.
Update: 17:00 Uhr: Schüsse und Festnahme im Kreis Landsberg
Update 16:21 Uhr: Generalbundesanwaltschaft spricht von rechtsextremistischen Hintergrund
Update: 16:15 Uhr: Die Täter wollten in die Synagoge in der sich etwa 80 Menschen befanden.
Update 15:48 Uhr: Es gab Spekulationen über eine Geiselnahme im EDEKA in der Südstadt. Dies konnte von der Polizei nicht bestätigen werden.!
Update 15:25 Uhr: Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.
Update 15:15 Uhr: Aktuell ist nach Medieninformationen ein kompletter Stadtteil östlich von Halle von der Polizei komplett abgesperrt.
Update: 14:45 Uhr: Mutmaßlich konnte von einem Passanten einer der Täter fotografiert werden. (Foto im Beitrag)
Update 14:26 Uhr: In Halle selbst gab es noch an einem zweiten Standort eine Schießerei. Hier soll ein Schütze in einen Dönerladen rein geschossen haben
Update 14:19 Uhr: Auch im etwa 16 Kilometer entfernten Landsberg sind Schüsse gefallen
Update 13:47 Uhr: Die Polizei in Halle konnte eine Person festnehmen. Eine Entwarnung gibt es jedoch noch nicht.
Update: 13:32: Die Polizei spricht von mehreren Tätern, die mit einem Fahrzeug auf der Flucht sind.
Erstmeldung 13:25 Uhr: Aktuell kommt es in Halle (Saale) im Paulusviertel nach einem mutmaßlichen Amoklauf zu einem größeren Polizeieinsatz.
Nach ersten Informationen soll es vor einer Synagoge in Halle zu Schüssen gekommen sein, bei der mindestens ein Mensch getötet wurde. Die Polizei spricht sogar von mehreren Toten. Wie die BILD berichtet, soll zudem eine Handgranate auf den jüdischen Friedhof geworfen worden sein.
Die Polizei bittet die Bevölkerung in Halle in ihren Wohnungen zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen. Die Polizei spricht sogar von mehreren Toten
Die Polizei spricht von mehreren Tätern, die mit einem Fahrzeug auf der Flucht sind.
Ein Anwohner konnte zumindest einen der Täter Fotografieren
Fotos vom Täter. Bleibt alle zu Hause. #Halle #hal0910 pic.twitter.com/vWeiBSeYaS
— merzilein (@ffmerz) October 9, 2019
Mit Pistole bewaffnet Wettbüro in Großrosseln überfallen
Großrosseln. Ein Duo hat im Bereich Bremerhof ein Wettbüro überfallen. Dabei setzten sie eine Pistole ein. Nach der Tat flohen die beiden Richtung französische Grenze, wie die Polizei mitteilt.
Versuch der Starthilfe endet in Wahlschied tödlich
Wahlschied. Der Versuch einem VW Transporter Starthilfe zu geben ist in Wahlschied tödlich verlaufen. Ein LKW quetschte die beiden Fahrer ein – mutmaßlich war die Handbremse des LKW nicht gezogen.
Zornheim | K35 nach Unfall mit Heizöllaster noch bis zum Wochenende gesperrt
Die K35 zwischen Zornheim und Hahnheim bleibt nach dem Unfall mit einem Heizöllaster am Dienstagvormittag (wir berichteten) noch bis mindestens zum Wochenende voll gesperrt.
Rund um die Unfallstelle muss nun das verunreinigte Erdreich abgetragen und entsorgt werden. Wie ein Sprecher des Landkreises Mainz-Bingen dem SWR gegenüber erklärte, sei das genaue Ausmaß des Schadens für Boden und Natur momentan noch nicht abzusehen. Die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mainz Bingen ist mit der Schadensaufnahme und -beseitigung betraut.
Der 52-jährige Fahrer geriet mit seinem Heizöllaster am Dienstagvormittag, vermutlich durch Unachtsamkeit, in einer leichten Kurve nach links von der Fahrbahn ab und geriet auf den Hierauf geriet der LKW ins Schlingern, sodass der 52-Jährige sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte und letztlich der gesamte LKW nach rechts umkippte. An der Hauptkammer des Heizöltanks entstand ein Riss, wodurch mehrere Tausend Liter Heizöl ausgelaufen sind.
Der Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht werden. Insgesamt waren etwa 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz.
Bingen | Nahwärmenetz „Kulturquartier“ nimmt gestalt an
Von den Nahwärme-Rohren im Hof des Kulturzentrums ist nichts mehr zu erahnen. Bald schon werden KUZ und Volkshochschule unterirdisch mit Wärme aus der Heizzentrale der nahegelegenen neuen Bibliothek versorgt.
„Mit unserem Nahwärmeprojekt ,Kulturquartier‘ liegen wir bestens im Zeitplan“, zeigt sich Jens Voll, Stadtdezernent für Energie und Klimaschutz, sehr zufrieden mit dem aktuellen Bauprojekt der Klimaschutzabteilung der Stadtwerke Bingen.
Seit Baubeginn im Juni 2019 ging es zügig voran. In der Heizzentrale im Untergeschoss des Bibliothek-Neubaus in der Basilikastraße 4 ist die gesamte Heiztechnik schon fertig installiert und wartet nur noch auf die Inbetriebnahme. Ein Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 50 Kilowatt und einer Wärmeleistung von rund 110 Kilowatt wird hier künftig energieeffizient gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Sobald der Strom-Hausanschluss im Bibliotheks-Neubau hergestellt ist, kann es losgehen.
Neben der Bibliothek werden dann das Kulturzentrum mit VHS, das Stefan-George-Haus mit Haferkasten, das „Schwarze Haus“ und das Wohnhaus Basilikastraße 10 über das Nahwärmenetz klimafreundlich mit Wärme versorgt. Mehr als 70 Prozent des Wärmebedarfs deckt das BHKW ab, an besonders kalten Tagen springt zusätzlich der Erdgas-Heizkessel an.
Rund um das Winzerfest pausierte das Projekt für einige Wochen und machte Platz für die Weinstände. Nun geht es wieder volle Kraft voraus. „Im Laufe der nächsten Woche schließen wir das Stefan-George-Haus ans Nahwärmenetz an“, freut sich auch Klimaschutzmanagerin und Projektleiterin Ursula Vierhuis über den Projektverlauf nach Plan. „Zeitnah folgen dann die restlichen Gebäude.“
Mit der Verlegung der Nahwärmeleitungen werden zudem Synergieeffekte genutzt. „In die Gräben legen wir direkt auch Leerrohre, durch die später Glasfaserkabel für eine schnelle Datenverbindung gezogen werden“, so Jens Voll. „Damit sind wir EDV-technisch gut für die Zukunft gerüstet und kombinieren Infrastrukturmaßahmen und Klimaschutz.“
Wiesbaden | tegut… gute Lebensmittel kommt in das „Quartier Kaiserhof“
Der Lebensmittelhändler und Vorreiter für Bio-Produkte tegut… kommt mit einem weiteren Markt nach Wiesbaden: Der sechste tegut… Markt für „gute Lebensmittel“ in der hessischen Landeshauptstadt wird Ende 2022 im neu entstehenden „Quartier Kaiserhof“ auf dem Gelände des ehemaligen American Arms Hotel an der Ecker Frankfurter Straße / Ecke Victoriastraße eröffnen. „Wir freuen uns, dass wir mit dem tegut… Lebensmittelmarkt die Nahversorgung in diesem hochwertigen Wohngebietes übernehmen dürfen“, sagte Martina Becker, Leitung tegut… Expansion Mitte, bei der Unterzeichnung des Mietvertrages.
Architektonisch anspruchsvolle Mehrfamilienhäuser in zentraler Lage
Die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH ist seit 1996 erfolgreich in der städtebaulichen Projektentwicklung tätig. In Wiesbadens Frankfurter Straße realisiert sie derzeit ein weiteres beeindruckendes Stück Stadtreparatur auf einer 2ha großen Konversionsfläche. Der Gebäudeabriss des ehemals militärisch genutzten American-Arms-Hotels steht kurz vor dem Abschluss. Im unmittelbaren Anschluss an diese Arbeiten entsteht auf der Fläche das neue Quartier „Kaiserhof“. Fußläufig zu der Wiesbadener „Rue“ -der Wilhelmstrasse- und in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem der Wiesbadener Gesundheitshotspots könnte die Lage nicht zentraler sein. Es werden insgesamt sechs architektonisch anspruchsvolle Mehrfamilienhäuser mit 111 geförderten Apartments, barrierefrei und somit altersgerecht realisiert. Eines der Gebäude wird komplett Rollstuhlgerecht errichtet.
Hybrides Gebäude – Wohnen mit Nahversorgung und Parkmöglichkeiten
Das neue Gebäudeensemble ruht auf einem Sockel, der eine 800m² große Verkaufsfläche für den Nahversorger aufnimmt. Unter diesem Sockel wird wiederum die Tiefgarage angeordnet. Ein wahres hybrides Gebäude! Somit schließt die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden, die auch Bestandshalterin des Projektes sein wird, eine lang bestehende Versorgungslücke in diesem Viertel.
Eine attraktive Freiraumgestaltung mitsamt einer Skulptur des Luftbrückendenkmals soll an die besondere Historie dieses Standortes erinnern. Angestrebt ist eine Fertigstellung der Neubauten innerhalb der nächsten 2,5 Jahre.
Fokus auf Bio, Frische und Regionalität
Auch in seinem neuesten Wiesbadener Markt wird tegut… den Schwerpunkt auf ein breites Bio-Sortiment, regionale Produkte und ein großes Angebot an frischen Lebensmitteln legen. Das Obst und Gemüse Sortiment überzeugt mit einem hohen Anteil an Bio-Verbandsware wie z.B. Demeter, Naturland und Bioland. An der großen Frischetheke wird tegut… Wurst, Fleisch, Käse, Fisch und Feinkost in Bedienung anbieten, auch hier mit einem besonderen Fokus auf Bio. Eine Besonderheit des Lebensmitteleinzelhändlers sind die Bio-Backwaren der hauseigenen Herzberger Bäckerei in Naturland-
und Demeter-Qualität. Ein großes Angebot an Convenience – Artikeln zum Sofortverzehr oder für die schnelle Küche wird den Markt im Wiesbadener „Quartier Kaiserhof“ auszeichnen. Dazu gehört auch eine ansprechende Auswahl an vegetarischen und veganen Artikeln.
Auch dieser neue tegut… Markt in Wiesbaden wird mit nachhaltig arbeitenden Kühlmöbeln auf klimaneutraler CO2-Basis ausgestattet. Energiesparende LED Beleuchtung ist ein weiterer Baustein der ressourcenschonenden Ausstattung des Marktes.
B9 Oppenheim | Knapp 7 Stunden Vollsperrung nach schwerem Verkehrsunfall
Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am gestrigen Dienstagnachmittag gegen 17:30 auf der B9 zwischen Oppenheim und Guntersblum. Ein 30-jähriger Osthofener wurde dabei schwer verletzt.
Gegen 17:30 befuhr der 30-Jährige mit einem Car-Sharing-PKW die B9 aus Oppenheim kommend in Richtung Guntersblum. Etwa einen Kilometer nach der Abfahrt Oppenheim-Süd kam der 30-Jährige aus bisher ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn.
Dort stieß er Frontal mit einem entgegenkommenden Unimog mit Anhänger zusammen. Der Aufprall war so heftig, dass bei dem Unimog das linke Vorderrad abgerissen und bei dem PKW der komplette Motorblock aus dem Fahrzeug gerissen wurde. Der 30-jährige Unfallverursacher wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste aufwändig von der Feuerwehr aus dem völlig deformierten befreit werden.
Foto: Thorsten LüttringhausDie beiden Insassen des Unimog wurden nur leicht verletzt. Nach Polizeiinformationen ist derzeit noch nicht klar, warum der Fahrer auf dem geraden Streckenabschnitt auf die Gegenfahrbahn geriet. So bittet die Polizei Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, sich bei der Polizeiinspektion Oppenheim unter 06133/9330 zu melden.
Die B9 musste bis 00:15 Uhr in beide Richtungen voll gesperrt werden. Im Einsatz waren neben mehreren Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, dem Rettungsdienst mit Notarzt sowie der Polizei mit mehreren Streifenwagen noch zusätzlich ein Rettungshubschrauber.










