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Product Owner: Warum öffentliche Institutionen und Non-Profits heute flexible Rollen brauchen

Die Arbeitswelt öffentlicher Institutionen und gemeinnütziger Organisationen befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Wo früher jahrzehntelange Planungssicherheiten, starre Bürokratiewege und verlässliche Haushaltsrahmen den Takt vorgaben, herrscht heute eine nie dagewesene Dynamik. Die sogenannte VUCA-Welt – geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit – hat längst den Alltag von Ämtern, Stiftungen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen (NPOs) erreicht. Unvorhersehbarkeit ist kein Ausnahmefall mehr, sondern der permanente Normalzustand.

Diese Entwicklung zwingt zum Umdenken. Die entscheidende Frage lautet: Wie bleiben Organisationen handlungsfähig, wenn langfristige Pläne schon am Tag ihrer Veröffentlichung veraltet sind? Die Antwort liegt in agilen Frameworks wie Scrum und Rollen wie der des Product Owner, die schrittweise Einzug in den öffentlichen und gemeinnützigen Sektor halten.

Die Quellen der Unvorhersehbarkeit: Warum Stabilität Geschichte ist

Die Ursachen für die steigende Unsicherheit im öffentlichen und gemeinnützigen Sektor sind vielfältig und greifen eng ineinander. Wer heute in einer Verwaltung oder NPO Verantwortung trägt, sieht sich mit vier zentralen Treibern konfrontiert:

  • Schneller technischer Wandel: Die fortschreitende Digitalisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und neue Softwarelösungen verändern Arbeitsabläufe in rasendem Tempo. Öffentliche Stellen stehen unter Druck, Bürgerservices digital bereitzustellen, während Non-Profits moderne Spenden- und Kommunikationsplattformen etablieren müssen.

  • Globalisierung und globaler Wettbewerb: Auch ohne Gewinnabsicht spüren NPOs und öffentliche Träger den globalen Wettbewerb. Es geht um Fördermittel, internationale Partnerschaften, Aufmerksamkeit und begrenzte Ressourcen. Entscheidungen müssen schneller getroffen werden, um den Anschluss nicht zu verlieren.

  • Erwartungen neuer Generationen: Die Generationen Gen Z und Millennials treten mit völlig neuen Ansprüchen in den Arbeitsmarkt ein. Sie fordern Transparenz, Sinnstiftung, flache Hierarchien und zeitliche Flexibilität. Starre Organigramme und langwierige Dienstwege wirken auf junge Nachwuchskräfte abschreckend.

  • Unmittelbare Auswirkungen des Weltgeschehens: Ob Kriege, gesundheitliche Krisen, Naturkatastrophen oder überraschende Wahlausgänge mit politischen Kurswechseln – öffentliche Institutionen und NPOs stehen oft an vorderster Front, wenn ad hoc reagiert werden muss.

Ein konkretes Beispiel zeigt die Relevanz dieser Dynamik: Als im Zuge globaler Krisen fluchtbedingte Aufnahmekapazitäten innerhalb weniger Tage organisiert werden mussten, stießen klassische Verwaltungsabläufe rasch an Grenzen. Ähnlich erging es Hilfsorganisationen während der Pandemie, als Verteilungs- und Versorgungsstrukturen von heute auf morgen komplett neu gedacht werden mussten. In solchen Momenten zeigt sich: Wirksamkeit und Flexibilität gehören heute zusammen.

Scrum und Agilität als Antwort auf die VUCA-Welt

Um in diesem Umfeld erfolgreich zu bleiben, reichen traditionelle Projektmanagement-Methoden oft nicht mehr aus. Das klassische Wasserfall-Prinzip – bei dem Meilensteine Jahre im Voraus definiert werden – scheitert an der Realität ständiger Veränderungen. Hier setzen agile Frameworks wie Scrum an.

Scrum bietet ein strukturiertes Regelwerk, das Transparenz, Überprüfung und ständige Anpassung in den Mittelpunkt stellt. Anstatt an ungeprüften Annahmen festzuhalten, arbeiten Teams in kurzen Zyklen (Sprints). Das ermöglicht es, nach jedem Schritt Feedback einzuholen, Ergebnisse zu bewerten und den Kurs bei Bedarf ohne großen Reibungsverlust zu korrigieren.

Die Schlüsselrolle des Product Owner in Non-Profits und Behörden

Eine zentrale Figur im agilen Arbeiten ist der Product Owner. Was ursprünglich in der Softwareentwicklung entstand, erweist sich zunehmend als essenziell für komplexe Initiativen im öffentlichen Raum und im Non-Profit-Sektor.

Der Product Owner vertritt die Interessen der Nutzer, Bürger oder Begünstigten und trägt die Verantwortung für den Gesamterfolg eines Projekts. Zu den Hauptaufgaben gehören:

  1. Priorisierung des Backlogs: Der Product Owner entscheidet kontinuierlich, welche Aufgaben den höchsten Mehrwert bringen und zuerst umgesetzt werden.

  2. Klarheit schaffen: Er übersetzt komplexe Anforderungen der Stakeholder in verständliche Arbeitspakete für das Umsetzungsteam.

  3. Anpassungsfähigkeit sichern: verändern sich äußere Rahmenbedingungen – etwa durch neue Gesetze oder Krisen –, passt der Product Owner die Ausrichtung flexibel an.

Damit Behörden und gemeinnützige Träger den Wandel von hierarchischen Strukturen hin zu eigenverantwortlichen Teams erfolgreich gestalten können, braucht es fundiertes Fachwissen. Wer diese Führungsrolle in agilen Transformationsprozessen übernehmen möchte, kann die methodischen Grundlagen in spezialisierten Schulungen wie einer Produktentwicklung flexibel steuern lernen Ausbildung erwerben.

Die Zukunft ist flexibel

Unvorhersehbarkeit lässt sich weder verhindern noch ignorieren. Öffentliche Institutionen und Non-Profit-Organisationen, die sich auf diese Realität einstellen und agile Methoden verankern, sichern ihre Zukunft und stärken das Vertrauen der Gesellschaft. Der Wandel hin zu mehr Agilität und die gezielte Etablierung moderner Rollen sind daher längst keine Trenderscheinung mehr, sondern eine Notwendigkeit für eine handlungsfähige Zukunft.

8,3 Mio. Euro Förderung für bezahlbare Wohnungen in Heidesheim

In Heidesheim entsteht neuer Wohnraum: Im Quartier „Am Bachacker“ plant die Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim am Rhein (WBI) insgesamt 65 Mietwohnungen. 33 davon werden im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung unterstützt. Bauminister Sven Teuber hat gemeinsam mit Elitza Boukovska von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den entsprechenden Förderbescheid überreicht.

Das Land Rheinland-Pfalz stellt für das Bauvorhaben insgesamt rund 6 Millionen Euro in Form zinsverbilligter Förderdarlehen sowie fast 2,255 Millionen Euro an Tilgungszuschüssen bereit. Damit summiert sich die Förderung auf rund 8,3 Millionen Euro.

Geförderte Wohnungen in Heidesheim mit langfristigen Mietbindungen

Die 33 geförderten Wohnungen in Heidesheim sind für Haushalte mit unterschiedlichen Einkommenssituationen vorgesehen. Für acht Wohnungen ist zunächst eine monatliche Kaltmiete von 7,45 Euro je Quadratmeter vorgesehen. Diese Wohnungen unterliegen einer Miet- und Belegungsbindung von 30 Jahren.

Weitere 25 Wohnungen richten sich an Haushalte mit mittleren Einkommen. Hier liegt die anfängliche Kaltmiete bei 8,45 Euro je Quadratmeter. Die entsprechende Bindung beträgt 20 Jahre.

Bauminister Sven Teuber betonte bei der Übergabe des Förderbescheids die Bedeutung des Projekts für die Wohnraumsituation in Heidesheim. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis und zugleich die Grundlage dafür, dass Menschen sich zuhause fühlen und Heimat finden können. Mit dem Projekt ‚Am Bachacker‘ entsteht in Heidesheim dringend benötigter bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen. Besonders wichtig ist mir, dass dabei nicht nur Wohnungen gebaut werden, sondern ein Quartier mit hoher Wohn- und Lebensqualität entsteht. Nachhaltige Bauweise, Barrierefreiheit, Spielplätze und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr werden hier von Anfang an mitgedacht. Hier entsteht nicht nur Wohnraum, sondern Heimat“, sagte Bauminister Sven Teuber.

Holzbauweise und Effizienzhausstandard 40

Neben dem geförderten Wohnraum spielen beim Bauvorhaben auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eine Rolle. Die Gebäude sollen im Effizienzhausstandard 40 errichtet werden und die Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG-Plus) erfüllen.

Eine größere Photovoltaikanlage und eine Holzkonstruktion sind Teil des geplanten Energiekonzepts. Zudem sollen mehr Wohnungen barrierefrei ausgeführt werden, als es die Landesbauordnung vorschreibt.

Oberbürgermeisterin Eveline Breyer sieht in dem Projekt eine Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum mit weiteren Anforderungen an ein modernes Quartier zu verbinden. „Das Bauvorhaben ‚Am Bachacker‘ ist ein sehr erfreuliches und wichtiges Projekt für Ingelheim. Hier entsteht nicht nur neuer Wohnraum, sondern ein lebendiges Wohnquartier, das soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und Lebensqualität miteinander verbindet. Besonders freue ich mich darüber, dass mehr als die Hälfte der Wohnungen gefördert wird und damit bezahlbarer Wohnraum für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen geschaffen wird. Zugleich zeigen die hohen energetischen Standards, die Holzbauweise, die barrierefreien Wohnungen und die ökologisch gestalteten Außenanlagen, wie zukunftsorientierter Wohnungsbau heute aussehen kann. Dieses Projekt ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir Ingelheim gemeinsam sozial gerecht, klimabewusst und lebenswert weiterentwickeln“, so Oberbürgermeisterin Eveline Breyer.

Zwei Spielplätze und ökologische Freiflächen

Auch die Außenanlagen sollen Bestandteil des Quartierskonzepts werden. Vorgesehen sind ökologisch gestaltete Freiflächen und zwei Spielplätze. Zusätzlich sind Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt geplant. Dazu gehören unter anderem Brutkästen für Vögel und eine Steinmauer als Lebensraum für Eidechsen.

Durch die Nähe zum Bahnhof Heidesheim soll das Quartier zudem an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sein. Ein Carsharing-Angebot ist ebenfalls vorgesehen.

Elitza Boukovska, stellvertretendes Vorstandsmitglied der ISB, verwies auf die Bedeutung der Wohnraumförderung für das Projekt. „Mit der Förderung schaffen wir in Ingelheim nicht nur dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum, sondern stärken zugleich die Lebensqualität vor Ort. Wir freuen uns daher sehr, dieses Projekt zu begleiten und so lebenswerte Wohnperspektiven zu ermöglichen“, sagte Elitza Boukovska.

350 Millionen Euro für soziale Wohnraumförderung

Für die soziale Wohnraumförderung stehen in Rheinland-Pfalz auch im Jahr 2026 insgesamt 350 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Das Land unterstützt damit unter anderem den Neubau von Wohnungen, die über entsprechende Miet- und Belegungsbindungen langfristig für Haushalte mit geringeren und mittleren Einkommen zur Verfügung stehen.

Meta bringt mit „Muse Charm“ ein neues KI-Gadet auf den Markt

Auf den ersten Blick erinnert der Muse Charm an ein bekanntes Spielzeug aus den 90er-Jahren: das Tamagotchi. Meta setzt bei seinem neuen Gadget allerdings nicht auf ein virtuelles Haustier, sondern auf künstliche Intelligenz. Das kleine Gerät soll einen digitalen Begleiter direkt in den Alltag bringen und dabei ohne ständige Nutzung eines Smartphones auskommen.

Der Meta Muse Charm: Ein Tamagotchi für das KI-Zeitalter

Der Muse Charm ist kaum größer als eine Uhr und verfügt über einen rund fünf Zentimeter großen OLED-Touchscreen. Auf dem Display wird der virtuelle KI-Begleiter Muse dargestellt, der über ein eigenes Betriebssystem auf dem Gerät verfügbar sein soll.

Nutzer können ihren digitalen Begleiter nach den vorliegenden Angaben individuell gestalten. Dazu gehören unter anderem Stimme, Kleidung und Aussehen. Der Charm lässt sich am Handgelenk, an einer Tasche oder in der Hosentasche tragen.

Meta bezeichnet das Gerät dabei nicht als klassisches „Wearable“, sondern als „Holdable“. Gemeint ist damit ein Gerät, das nicht dauerhaft am Körper getragen werden soll, sondern immer wieder in die Hand genommen wird, um mit der KI zu interagieren.

Eine weitere Besonderheit soll die Interaktion zwischen mehreren Geräten sein. Treffen zwei Besitzer eines Muse Charm aufeinander, sollen sich die jeweiligen digitalen Figuren erkennen und miteinander interagieren können.

Kamera, 5G und KI im Alltag

Trotz seiner kompakten Größe soll der Muse Charm mit einer Reihe technischer Funktionen ausgestattet sein. Dazu gehören ein 5G-Modem, Kameras auf der Vorder- und Rückseite, Lautsprecher und Mikrofone. Außerdem verfügt das Gerät über einen USB-C-Anschluss und einen Fingerabdrucksensor zum Entsperren.

Über die 5G-Verbindung soll die KI auch ohne WLAN online bleiben können. Der Charm kann nach den vorliegenden Angaben zwar nicht zum Telefonieren verwendet werden, mit den integrierten Kameras lassen sich jedoch Fotos und Videos aufnehmen und anschließend auf dem Gerät ansehen.

Die Kameras sollen darüber hinaus als eine Art Augen für den KI-Begleiter dienen. Muse kann damit Gegenstände erkennen, Situationen analysieren und Nutzer im Alltag mit Informationen oder Tipps unterstützen.

Einrichtung über Smartphone

Für die erstmalige Einrichtung des Muse Charm wird weiterhin ein Smartphone benötigt. Sowohl Android-Geräte als auch iPhones sollen unterstützt werden.

Die Verbindung zum Smartphone erfolgt über die Muse-App. Über diese Anwendung werden die Daten des kleinen KI-Gadgets synchronisiert. Der Muse Charm soll damit zwar möglichst eigenständig im Alltag eingesetzt werden können, bleibt bei der Einrichtung und Verwaltung aber zunächst an ein Smartphone angebunden.

Meta will den Muse Charm noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Weitere Einzelheiten zu Preis, Verfügbarkeit und dem genauen Funktionsumfang sollen noch folgen.

Auszeichnung für die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach

Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach haben ihre Zertifizierungen im Bereich der onkologischen und operativen Versorgung erfolgreich erneuert. Mit der Rezertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) werden das Darmkrebszentrum und das Pankreaskrebs-Zentrum bestätigt. Gleichzeitig steigt der Standort offiziell zum Viszeralonkologischen Zentrum der DKG auf.

Damit wird die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen der Bauchorgane an den Diakonie Kliniken als gemeinsames Behandlungskonzept weitergeführt. Dieses umfasst die Diagnostik, operative Behandlung und anschließende Begleitung der Betroffenen.

„Die Auszeichnung bestätigt eine eng abgestimmte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen der Bauchorgane, von der Diagnostik über die operative Behandlung bis zur weiteren Begleitung“, sagt Dr. Gunnar Proff, Leiter des Zentrums.

Auch minimalinvasive Chirurgie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zertifiziert

Neben der onkologischen Zertifizierung wurde auch die operative Expertise der Diakonie Kliniken erneut bestätigt. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifizierte die Klinik als Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie.

Bei der sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie werden operative Eingriffe über möglichst kleine Schnitte durchgeführt. Mit der Zertifizierung wird die entsprechende operative Kompetenz der Klinik anerkannt.

Land weist spezialisierte Leistungen zu

Auch das Land Rheinland-Pfalz stärkt den medizinischen Schwerpunkt des Standorts. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach erhalten die spezialisierten Leistungsgruppen Pankreaschirurgie, Leberchirurgie und tiefe Rektumchirurgie.

Dabei handelt es sich um operative Leistungen, die besondere fachliche und strukturelle Voraussetzungen erfordern. Mit der Zuweisung werden diese Leistungen dem Standort Bad Kreuznach zugeordnet.

Zwei Standorte arbeiten nach gemeinsamem Konzept

Die Versorgung des Viszeralonkologischen Zentrums verteilt sich auf die beiden Standorte der Diakonie Kliniken. In der Mühlenstraße liegt der Schwerpunkt auf der gastroenterologischen Diagnostik und der ambulanten Versorgung. Dort werden unter anderem ERCP, Endosonografien, Gastroskopien und Koloskopien durchgeführt. Auch die Sprechstunden der Viszeralchirurgie finden dort statt.

Die größeren operativen Eingriffe sowie die intensivmedizinische Betreuung von Krebspatienten erfolgen dagegen in der Ringstraße. Beide Standorte sind miteinander vernetzt und arbeiten nach einem gemeinsamen Behandlungskonzept.

„Die Zusammenarbeit über die Gebäude hinweg funktioniert hervorragend“, sagt Dr. Arnold Nissen, der gemeinsam mit Dr. Marcus Dahlem das Viszeralonkologische Zentrum Nahe koordiniert.

Dies gelte nach Angaben der Klinik auch für die Versorgung von Palliativpatienten. An beiden Standorten stehe dafür ein koordiniertes Betreuungsnetzwerk zur Verfügung.

Operative Kompetenz soll langfristig gesichert werden

Geschäftsführer Manuel Seidel sieht in der Bündelung der operativen Kompetenzen einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Standorts.

„Durch die Zusammenlegung der Kernkompetenzen unserer operativen Kliniken konnten wir einen großen Schritt zur langfristigen Sicherstellung der herausragenden operativen onkologischen Kompetenz für die gesamte Region gehen“, betont Seidel.

Mit der DKG-Rezertifizierung, der DGAV-Zertifizierung und der Zuweisung der spezialisierten Leistungsgruppen sollen die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach als Standort für die operative und onkologische Versorgung in der Region weiter gestärkt werden.

Über 175 Hunde eroberten das Rheinhessen-Bad in Nieder-Olm

Das 2. Hundeschwimmen der Verbandsgemeinde Nieder-Olm lockte bei spätsommerlichem Wetter zahlreiche Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern ins Rheinhessen-Bad. Über den Tag verteilt nutzten mehr als 175 Hunde die Gelegenheit für einen kühlen Sprung ins Nass und sammelten ganz nebenbei eine stattliche Spendesumme für den regionalen Tierschutz.

Harmonisches Miteinander und Rutschenspaß beim Hundeschwimmen

Was im vergangenen Jahr als Premiere startete, hat sich im Veranstaltungskalender der Verbandsgemeinde Nieder-Olm als Erfolgsmodell etabliert. Schon in den sonnigen Morgenstunden tummelten sich auf den Liegewiesen und in den Becken des Freibads Hunde aller Größen, Rassen und Altersklassen. Vom Neufundländer über Schäferhunde, Golden Retriever und Labradore bis hin zum kleinen Dackel oder der Französischen Bulldogge war das Teilnehmerfeld bunt gemischt.

Trotz der großen Rassen- und Größenunterschiede verlief der Badespaß beim Hundeschwimmen völlig reibungslos. „Es ging durchgehend friedlich zur Sache“, betonten die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde. Zu Konflikten zwischen den tierischen Badegästen kam es zu keiner Zeit. Stattdessen bildeten sich auf dem Gelände ungewöhnliche Freundschaften, etwa als ein riesiger Neufundländer einträchtig gemeinsam mit einem Dackel das Kleinkinderbecken erkundete.

Auch die Herrchen und Frauchen zeigten sich bestens vorbereitet. Neben Bällen und Wasserspielzeug, die fleißig apportiert wurden, entwickelte sich die große Wasserrutsche erneut zum Publikumsmagneten für Mensch und Tier. Bis auf den Bereich der Sprungtürme waren nahezu alle Becken des Freibads durchgehend gut gefüllt. Die Hunde genossen das restwarme Wasser sichtlich, bevor das Rheinhessen-Bad wieder in die Hallenbadsaison startet.

1.500 Euro Spende für das Tierheim Mainz

Der besondere Service der Verbandsgemeinde stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf große Dankbarkeit. Obwohl der Eintritt frei war, spendeten die Halterinnen und Halter fleißig in die aufgestellte Spendenbox. Auf diese Weise kamen knapp 1.300 Euro zusammen.

Bürgermeister und Verwaltung ließen es sich nicht nehmen, die Summe spontan auf 1.500 Euro aufzurunden. Der Scheck geht direkt an das Tierheim Mainz, sodass der Aktionstag auch jenen Tieren zugutekommt, die am Sonntag nicht selbst im Freibad mitplanschen konnten.

Einwandfreie Hygiene für die nächste Sommersaison

Badegäste, die nach dem Hundeschwimmen Bedenken hinsichtlich der Wasserqualität oder der Sauberkeit für das kommende Jahr haben, können beruhigt sein. Die Verbandsgemeinde stellt klar, dass das gesamte Außengelände nach dem Event fachgerecht aufbereitet wird. Alle Außenbecken werden vor dem Start der Freibadsaison 2027 vollständig entleert, gründlich gereinigt und mit frischem Wasser befüllt.

Das Event hat gezeigt, wie groß die Nachfrage nach geordneten Freizeitangeboten für Mensch und Hund in der Region ist. Das Hundeschwimmen am letzten Öffnungstag des Freibads ist damit fest gesetzt: Auch in den kommenden Jahren gehört das Rheinhessen-Bad zum Saisonabschluss ganz den Vierbeinern.

Förderschulverordnung in Mainz-Bingen: Mehr Personal und Ressourcen gefordert

Wie gut die Regelungen der Förderschulverordnung im Schulalltag funktionieren, hängt nicht allein von den Vorgaben ab, sondern auch von den Bedingungen vor Ort. Zwei Jahre nach Einführung der neuen Regelungen haben sich Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Eltern und Interessenvertretungen im Kreistagssaal des Landkreises Mainz-Bingen über ihre Erfahrungen ausgetauscht. Bei der Podiumsdiskussion wurden zahlreiche Forderungen formuliert, die nun auf Landesebene eingebracht werden sollen.

„Unser Ziel ist es nicht, Inklusion und Förderschulen gegeneinander auszuspielen, sondern herauszufinden welcher Lernort bietet welchem Kind die besten Bildungschancen und die größtmögliche Teilhabe“, sagte die zweite Kreisbeigeordnete des Landkreises Mainz-Bingen Almut Schultheiß-Lehn.

Mehr Personal und Ressourcen für Schulen

Auf dem Podium diskutierten Andreas Dilly, Schulleiter der Christian-Erbach-Realschule plus in Gau-Algesheim, Tobias Kowalewski, Schulleiter der Rabenkopf-Grundschule in Ingelheim-Wackernheim, Clarissa Schmitt, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Förderschule in Ingelheim, die ehemalige Schulleiterin Gabriele Fichtner sowie Claudia Pilger, erste Vorsitzende des Vereins PRO Förderschulen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Almut Schultheiß-Lehn.

Die Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden während der Veranstaltung von Yvonne Bless, Beauftragte des Landkreises Mainz-Bingen für Menschen mit Behinderung, gesammelt und dokumentiert.

Ein Schwerpunkt der Diskussion war die personelle und finanzielle Ausstattung von Grund-, Förder- und Schwerpunktschulen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten unter anderem ausreichend sonderpädagogisches Fachpersonal sowie multiprofessionelle Teams.

Auch Kindertagesstätten sollen bei entsprechendem Bedarf stärker durch sonderpädagogische Fachkräfte unterstützt werden. Gleichzeitig wurde betont, dass auch Förderschulen zusätzliche Ressourcen und eine passende Personalverteilung benötigen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können.

Landrat Thomas Barth verwies ebenfalls auf die Bedeutung geeigneter Rahmenbedingungen: „Gute Förderung braucht die richtigen Voraussetzungen. Dazu gehören ausreichend Personal, die notwendigen Ressourcen und Entscheidungen, die die Realität in unseren Schulen berücksichtigen.“

Unterschiedliche Förderwege sollen erhalten bleiben

Ein weiterer zentraler Punkt war der Wunsch, unterschiedliche Förderwege beizubehalten und weiterzuentwickeln. Kritisch diskutiert wurde insbesondere die Regelung, nach der Gutachten für bestimmte Förderbedarfe erst in Klasse 2 beziehungsweise Klasse 6 erstellt werden.

Nach Ansicht der Teilnehmer kann dadurch wertvolle Zeit verloren gehen, wenn sich bei einem Kind bereits früher ein entsprechender Förderbedarf zeigt. Gefordert wurde deshalb unter anderem, die Möglichkeit zur Beantragung eines sonderpädagogischen Gutachtens für den Förderschwerpunkt Lernen von den Eingangsklassen bis zur Klassenstufe sieben beizubehalten.

Auch das freiwillige zehnte Schuljahr an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen soll erhalten bleiben. Weitere Forderungen betreffen die Wiedereinführung von Schulkindergärten, eine frühzeitigere Sprachförderung sowie die mögliche Einrichtung einer Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung im Landkreis Mainz-Bingen.

Diagnostik soll schneller möglich werden

Auch die diagnostischen Angebote standen im Mittelpunkt der Diskussion. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwiesen auf lange Wartezeiten bei sozialpädiatrischen Zentren und sprachen sich für einen Ausbau der entsprechenden Angebote aus.

Darüber hinaus soll die Antragstellung für sonderpädagogische Gutachten einfacher und stärker an den Anforderungen des Schulalltags ausgerichtet werden.

Eltern sollen stärker beteiligt werden

Mehr Beteiligung von Eltern und Interessenvertretungen wurde ebenfalls als wichtiges Anliegen genannt. Der Elternwille soll nach den Vorstellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig wurde das Recht der Eltern auf freie Schulwahl betont.

Nach Ansicht der Interessenvertretungen könnte dieses Recht durch geplante Veränderungen beim qualifizierten Berufsreifeabschluss an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen eingeschränkt werden. Sie befürchten, dass die freie Schulwahl dadurch faktisch erschwert werden könnte.

Darüber hinaus wurde eine frühere Beteiligung von Eltern und Interessenvertretungen an Entscheidungsprozessen des Bildungsministeriums gefordert. Die Erfahrungen aus der Praxis sollten nach Ansicht der Beteiligten stärker in politische Entscheidungen einfließen.

Weitere Unterstützung für Förderschulen gefordert

Bei der Diskussion wurden außerdem verschiedene Unterstützungssysteme angesprochen. Dazu zählen etwa die Aufnahme von Förderschulen in das Startchancen-Programm sowie die stärkere Integration von Inklusionskräften in die Kollegien.

Auch durchlässige Übergänge zwischen verschiedenen Schulformen wurden als wichtig bezeichnet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sich dafür aus, unterschiedliche Bildungswege nicht gegeneinander auszuspielen, sondern Übergänge zwischen ihnen zu ermöglichen.

Erfahrungen aus der Praxis sollen auf Landesebene einfließen

Bereits 2024 hatte die Kreisverwaltung Mainz-Bingen die damaligen Änderungen der Förderschulverordnung zum Anlass genommen, mit verschiedenen Beteiligten über die geplanten Regelungen zu sprechen. Mit der aktuellen Veranstaltung wurde dieser Austausch fortgesetzt.

„Wenn wir über die Zukunft von Förderung und Inklusion sprechen, müssen wir diejenigen einbeziehen, die täglich mit den Folgen unserer Entscheidungen arbeiten. Die Diskussion hat gezeigt, wie wichtig dieser direkte Austausch ist und wie viele konkrete Anliegen aus der Praxis bestehen“, sagte Schultheiß-Lehn.

Zwei Jahre nach dem Inkrafttreten der neuen Regelungen ging es bei der Veranstaltung vor allem darum, Erfahrungen aus dem Schulalltag sichtbar zu machen und daraus konkrete Forderungen abzuleiten. Diese Anliegen sollen nun auf Landesebene eingebracht werden.

15-Jähriger in Nierstein brutal attackiert und verletzt

Ein 15-Jähriger ist am Mittwochabend (23. September 2026) in Nierstein auf dem Heimweg nach Oppenheim angegriffen und verletzt worden. Nach Angaben der Polizei kam es gegen 22 Uhr im Bereich der Wörrstädter Straße und Rheinallee in der Nähe einer Tankstelle zu einem Zusammentreffen zwischen dem Opfer und drei bislang unbekannten jungen Männern.

Jugendlicher soll in Nierstein umringt und getreten worden sein

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zunächst zu einem versehentlichen Kontakt an den Schultern beziehungsweise zu einem Anrempeln. Anschließend sollen die drei Männer den Jugendlichen umringt und geschubst haben.

Als sich der 15-Jährige dagegen wehrte, soll er zu Boden gestoßen und anschließend getreten worden sein. Die drei Tatverdächtigen entfernten sich nach dem Vorfall in unbekannte Richtung.

Der Jugendliche erlitt Gesichtsverletzungen und brach sich einen Zahn ab. Aufgrund seiner Verletzungen wurde er durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Mainzer Krankenhaus gebracht.

Polizei sucht Zeugen

Bei den drei Tatverdächtigen soll es sich laut Angaben des Geschädigten um etwa 20 Jahre alte Männer mit einer Größe von jeweils rund 1,80 Metern gehandelt haben. Die Polizei beschreibt sie auf Grundlage seiner Angaben als Personen mit osteuropäischem Erscheinungsbild, die sich untereinander in einer für den Jugendlichen unverständlichen Sprache unterhalten haben sollen.

Die Polizeiinspektion Oppenheim hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die den Vorfall in Nierstein beobachtet haben oder Hinweise zu den drei Tatverdächtigen geben können, sich unter 06133/933-100 zu melden.

Revolte gegen Parteispitze: SPD Frankfurt fordert Ablösung

Der Druck auf die sozialdemokratische Parteiführung wächst, nach den herben Rückschlägen bei den jüngsten Landtagswahlen formiert sich an der Parteibasis ein offener Widerstand gegen die Bundesleitung. Der einflussreiche SPD-Unterbezirk Frankfurt am Main rechnet in einem scharfen Beschlusspapierungslage mit den Co-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil ab. Neben einer personellen Neuaufstellung der Parteispitze verlangt der Kreisverband im äußersten Fall sogar ein Ende der Regierungsbeteiligung im Bund.

Mitten in der schwierigen Phase der Großen Koalition verlangt der Frankfurter Unterbezirk die Einberufung eines außerordentlichen Bundesparteitags im Herbst 2026. Die Führungsgremien sollen nach dem Willen des Verbands komplett neu aufgestellt werden.

Scharfe Kritik an der strategischen Ausrichtung der Parteispitze

In dem Beschluss wird der aktuellen Parteispitze die Hauptverantwortung für die kontinuierlichen Wahlniederlagen und den fehlenden Rückhalt in der Bevölkerung zugeschrieben. Die Frankfurter Sozialdemokraten kritisieren scharf, dass wichtige Entscheidungen zu oft in kleinen, elitären Führungsrunden als „alternativlose Lösungen“ präsentiert würden, anstatt eine breite innerparteiliche Debatte zu führen.

Um das Vertrauen der Basis zurückzugewinnen, fordert der Unterbezirk ein völlig neues Auswahlverfahren: Die Parteispitze soll in einem offenen Bewerbungsverfahren antreten, über das anschließend in einem verbindlichen bundesweiten Mitgliedervotum entschieden wird. Damit soll die Basis stärker in die Richtungsentscheidungen eingebunden werden.

Inhaltliche Fundamentalkritik und Drohung mit Regierungsrückzug

Die Kritik der Frankfurter ist dabei keineswegs nur auf Personalfragen beschränkt, sondern zielt auf eine fundamentale Kurskorrektur in der Bundespolitik, dort werden unter anderem gefordert:

  • Finanzpolitik und Schuldenbremse: Eine erneute Reform der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse sowie stärkere Umverteilungen durch wirksame Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften.
  • Migrationspolitik: Eine klare Abkehr von der Übernahme konservativer und rechter Narrative in der Asylpolitik, um Migration wieder stärker als Chance zu begreifen.
  • Rechtsstaat: Ein konsequentes Eintreten für die Prüfung und Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens.

Besonders brisant ist der Passus zur Regierungsverantwortung: Sollten zentrale sozialdemokratische Grundsätze in der Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner dauerhaft nicht durchgesetzt werden können, müsse die SPD im äußersten Fall die Konsequenzen ziehen und ihre Regierungsbeteiligung infrage stellen.

Zerreißprobe für die Bundes-SPD

Der Vorstoß aus Frankfurt trifft Bärbel Bas und Lars Klingbeil in einer hochsensiblen Phase. Als Bundesminister und Parteichefs stehen sie im Zentrum der Regierungsarbeit, die von den Wählern für mangelnden Reformmut und ständige Kompromisse abgestraft wurde. Ob sich weitere Unterbezirke der Revolte anschließen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Klar ist jedoch bereits jetzt: Die Diskussion um den Kurs der Sozialdemokratie hat eine neue und ungemütliche Schärfe erreicht.

17-Jährige nach Schockanruf festgenommen

Ein sogenannter Schockanruf hat am Montag, 21. September 2026, eine Seniorin aus Brombachtal im Odenwaldkreis erreicht. Die Anrufer täuschten nach bisherigen Erkenntnissen einen schweren Verkehrsunfall vor und forderten mehrere zehntausend Euro. Die Kriminalpolizei konnte eine 17-Jährige, die das Geld an der Haustür abholen sollte, bei der Übergabe festnehmen.

Am Dienstag wurde die aus Osteuropa stammende Tatverdächtige auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Eingreifreserve – einem Haftrichter beim zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl. Der Jugendlichen wird versuchter bandenmäßiger Betrug in Form eines sogenannten Schockanrufs vorgeworfen.

Anrufer täuschen schweren Unfall bei Schockanruf vor

Nach Angaben der Ermittler erhielt die Seniorin am Montag einen Anruf, bei dem ihr mitgeteilt wurde, ihre Stieftochter habe einen Unfall verursacht. Dabei sei die Mutter von zwei Kindern ums Leben gekommen. Um eine Haftstrafe abzuwenden, müsse eine Kaution in Höhe von mehreren zehntausend Euro gezahlt werden.

Die Seniorin sollte das geforderte Geld am Nachmittag an eine Abholerin an ihrer Haustür übergeben. Als die 17-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen erschien und das Geld von der Seniorin entgegennahm, griff die Kriminalpolizei zu und nahm die Jugendliche noch vor Ort fest.

Polizei warnt vor Schockanrufen

Aus aktuellem Anlass weisen die Kriminalpolizei und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt erneut auf Betrugsmaschen wie Schockanrufe, den Enkeltrick und Anrufe durch falsche Polizeibeamte hin. Von den Betrügern werden insbesondere ältere Menschen angerufen und unter Druck gesetzt.

Die Ermittler raten dazu, sich am Telefon nicht zu schnellen Entscheidungen drängen zu lassen und bei verdächtigen Anrufen aufzulegen. Auch persönliche und finanzielle Verhältnisse sollten am Telefon nicht mitgeteilt werden.

Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte den Sachverhalt selbstständig über die bekannte Telefonnummer der jeweiligen Person oder bei einem tatsächlichen Verdacht über die Polizei überprüfen. Bei einem Notfall kann die 110 gewählt werden. Die Polizei weist darauf hin, dass sie nicht unter der Notrufnummer 110 anruft.

Außerdem sollten sich Betroffene mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen beraten und niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben.

Generalstaatsanwaltschaft mit Eingreifreserve

Die Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wurde im April 2000 gegründet. Sie besteht aus einem Leitenden Oberstaatsanwalt als Abteilungsleiter, vier Oberstaatsanwälten und sieben Staatsanwälten und gehört zu den drei operativen Abteilungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.

Die Einheit unterstützt die landgerichtlichen Staatsanwaltschaften bei bestimmten Ermittlungsverfahren. Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem Verfahren wegen organisierter und bandenmäßiger Steuerstraftaten, schwerer Wirtschaftskriminalität und Organisierter Kriminalität. Hinzu kommen ermittlungsintensive Kapitaldelikte, umfangreichere Sammelverfahren sowie Verfahren mit regional übergreifenden oder internationalen Bezügen.

Parkplätze in Gustavsburg werden gesperrt

In Gustavsburg beginnen die Vorbereitungen für den bevorstehenden Abriss des Bürgerhauses. Ab Donnerstag, 25. September 2026, werden dafür vorübergehend Container auf den Parkflächen in der Rudolf-Diesel-Straße neben der Volksbank aufgestellt.

Parkflächen in der Rudolf-Diesel-Straße in Gustavsburg stehen zeitweise nicht zur Verfügung

Durch die Aufstellung der Container kann ein Teil der dort vorhandenen Parkplätze während der kommenden Zeit nicht genutzt werden. Die Einschränkung betrifft die Parkflächen unmittelbar neben der Volksbank.

Die Stadtverwaltung bittet Anwohnerinnen, Anwohner und weitere Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die damit verbundenen Einschränkungen.

WWE-Star CM Punk steht vor einem richtungsweisenden Match

WWE-News: Rund um WWE Money in the Bank 2026 zeichnen sich derzeit mehrere interessante Entwicklungen ab. Während bei dem früheren World Champion noch offen ist, welche Rolle er beim Live Event tatsächlich spielen wird, verdichten sich hinter den Kulissen die Hinweise auf einen prominenten Platz auf der großen Bühne.

Feste Pläne für Money in the Bank

CM Punk soll laut aktuellen Berichten auch ohne Titelgürtel eine tragende Rolle bei Money in the Bank einnehmen. In einer aktuellen Frage-und-Antwort-Runde von WrestleVotes bestätigte JoeyVotes, dass die WWE fest damit plane, den 47-Jährigen auf der offiziellen Matchcard zu platzieren. Welche konkrete Aufgabe die Verantwortlichen für den Ausnahmeathleten vorsehen, verriet der Insider allerdings noch nicht. Damit bleibt vorerst offen, ob Punk seinen Weg tatsächlich über das traditionelle Ladder Match findet oder das Kreativteam ein völlig anderes Szenario für ihn vorsieht.

Schwerer Härtetest bei SmackDown

Bereits am kommenden Freitag wartet bei SmackDown eine gewaltige sportliche Hürde auf den Superstar. Dort trifft er in einem hochkarätig besetzten Triple Threat Qualifying Match auf Gunther und Finn Bálor. Ausschließlich der Sieger dieser Begegnung sichert sich den begehrten Startplatz im Men’s Money in the Bank Ladder Match. Die Berichte über seinen garantierten Einsatz beim Großevent bedeuten jedoch keineswegs, dass CM Punk diesen Vorausscheid zwingend gewinnen wird. Sollte er gegen Gunther und Bálor eine Niederlage einstecken, gilt es hinter den Kulissen als sicher, dass die WWE ihn auf andere Weise prominent in die Show einbinden wird.

Unverändert im Zentrum des Geschehens

Trotz seines jüngsten Titelverlusts gehört Punk weiterhin zu den wichtigsten und präsentesten Aushängeschildern des Unternehmens. Erst am 11. September musste er in Mexiko-Stadt seine Undisputed WWE Championship an Sami Zayn abtreten. Dass er sich keineswegs mit der Niederlage abgefunden hat, bewies er nur eine Woche später bei SmackDown. Dort griff er rücksichtslos in das laufende Titelgeschehen ein, indem er Kevin Owens während dessen Titelmatch gegen Zayn mit dem Meisterschaftsgürtel attackierte.

Bislang deutet absolut nichts darauf hin, dass die WWE ihren Star aus dem Main-Event-Umfeld herausnehmen möchte. Ob sein nächster Karriereschritt jedoch über die Jagd nach dem berühmten Koffer führt, entscheidet sich am Freitagabend im Ring.

Nächtliche Flüge über Frankfurt trotz Nachtflugverbot

Am Flughafen Frankfurt wird es in den kommenden Nächten zu ungewöhnlichen Flugbewegungen kommen. Zwischen Donnerstag, 24. September, und Sonntag, 27. September 2026, ist jeweils zwischen 23 Uhr und 3 Uhr ein spezielles Messflugzeug im Einsatz. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) überprüft dabei das Landesystem der Nordwestlandebahn.

Landesignale am Frankfurter Airport werden nachts überprüft

Damit Flugzeuge sicher landen können, müssen die technischen Anlagen und die Präzision der Landesignale regelmäßig kontrolliert werden. Die Messungen finden bewusst während der Nacht statt, da zu dieser Zeit normalerweise kein regulärer Flugbetrieb stattfindet.

Dadurch sollen störende Einflüsse durch andere Flugbewegungen vermieden werden. Die DFS kann die Signale des Landesystems unter möglichst konstanten Bedingungen überprüfen.

Spezielles Messflugzeug dreht Runden

Für die Kontrolle kommt ein Turbo-Prop-Flugzeug des Typs Beechcraft Super King Air 350 zum Einsatz. Das Flugzeug führt während der Messungen entsprechende Flugbewegungen im Bereich des Flughafens durch.

Die Deutsche Flugsicherung teilte mit, dass dabei nach Möglichkeit das Überfliegen von Wohngebieten vermieden werden soll. Damit soll die zusätzliche Lärmbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering gehalten werden.

An dem Flughafen gilt regulär zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ein Nachtflugverbot. Die für die technische Überprüfung notwendigen Messflüge stellen davon eine genehmigte Ausnahme dar.

Sollten die geplanten Messungen aufgrund von Wetterbedingungen oder technischen Problemen nicht wie vorgesehen durchgeführt werden können, ist ein Ausweichtermin vom 1. bis 3. Oktober vorgesehen.

Schwerer Unfall auf der A67 zwischen Büttelborn und Groß-Gerau

Auf der A67 bei Büttelborn ist am Mittwochvormittag (23. September 2026) ein 20 Jahre alter Transporterfahrer bei einem Auffahrunfall schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 11:45 Uhr zwischen den Anschlussstellen Büttelborn und Groß-Gerau in Fahrtrichtung Rüsselsheim.

Transporter kracht auf der A67 in Lkw

Nach ersten Erkenntnissen war der 20-Jährige mit seinem Transporter auf der A67 unterwegs, als er auf einen vorausfahrenden Lkw auffuhr. Der Lastwagen musste aufgrund eines Staus vor einer Fahrstreifensperrung abbremsen.

Durch den Zusammenstoß wurde der Transporterfahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste den Mann aus dem Fahrzeug befreien. Er erlitt schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen.

Ein Rettungshubschrauber landete aufgrund der Verletzungen auf der Autobahn und brachte den 20-Jährigen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Frankfurt. Der Fahrer des beteiligten Lkw blieb unverletzt.

Autobahn rund eineinhalb Stunden gesperrt

Für die Rettungs- und Aufräumarbeiten musste die Fahrbahn in Richtung Rüsselsheim für etwa eineinhalb Stunden vollständig gesperrt werden. An der Unfallstelle bildete sich dadurch ein mehrere Kilometer langer Rückstau.

Die Autobahnpolizei Südhessen war mit zwei Streifenwagen vor Ort. Die Beamten haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen und müssen nun klären, wie es genau zu dem Auffahrunfall kommen konnte.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 15.000 Euro.

Vollsperrung auf der A643 bei Wiesbaden – Schäden an der Brücke

Auf der A643 bei Wiesbaden kommt es in Richtung Frankfurt derzeit zu einer Vollsperrung. Grund sind kurzfristig aufgetretene Schäden an der Behelfsbrücke. Die Autobahn GmbH des Bundes hat den Abschnitt zwischen der Rheinbrücke Schierstein und dem Autobahnkreuz Schierstein deshalb aus Gründen der Verkehrssicherheit bis auf Weiteres gesperrt.

Verkehr wird an Äppelallee in Wiesbaden abgeleitet

Fahrzeuge in Richtung Frankfurt werden bereits an der Anschlussstelle Äppelallee (3) von der Autobahn abgeleitet. Verkehrsteilnehmer müssen sich daher auf Behinderungen und mögliche Verzögerungen im Bereich der Anschlussstelle und der umliegenden Straßen einstellen.

In Fahrtrichtung Mainz und Bingen ist die Autobahn von der aktuellen Sperrung nicht betroffen.

Nach Angaben der Autobahn GmbH arbeiten Expertinnen und Experten vor Ort an der Behebung der Schäden. Wann die Strecke in Richtung Frankfurt wieder freigegeben werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Verkehrsteilnehmer werden um eine umsichtige Fahrweise und Verständnis für die notwendigen Maßnahmen gebeten.

Tag der offenen Tür im Jugendzentrum „Gonso“ in Mainz-Gonsenheim

Seit 40 Jahren ist das Jugendzentrum Gonso an seinem heutigen Standort. Das Jubiläum nimmt das Team zum Anlass, die Türen am Freitag, 25. September 2026, für einen besonderen Nachmittag zu öffnen. Von 16 bis 20 Uhr sind neben Jugendlichen auch Eltern, Familien und ehemalige Besucher eingeladen.

Einblicke in das Gonso und seine Arbeit

Beim Tag der offenen Tür können Gäste die Räumlichkeiten des Jugendzentrums kennenlernen und sich über die Arbeit und Angebote informieren. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, mit den Mitarbeitenden und Jugendlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Für den Nachmittag hat das Team verschiedene Mitmachangebote vorbereitet. Neben Spiel- und Bewegungsangeboten gibt es eine Kreativaktion, bei der gemeinsam eine Wimpelkette gestaltet werden kann. Darauf können Wünsche und Ideen für die Zukunft des Gonso festgehalten werden.

Makerspace und Schwertkampf zum Ausprobieren

Auch die Angebote von Deep Space Mainz, dem Makerspace im Gonso, können Besucherinnen und Besucher kennenlernen. Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich außerdem bei einem angeleiteten Schwertkampf mit Schaumstoffschwertern ausprobieren.

Snacks und Getränke stehen ebenfalls bereit. Der Nachmittag soll damit Gelegenheit bieten, das Jugendzentrum, seine verschiedenen Angebote und die Menschen, die dort arbeiten und ihre Freizeit verbringen, näher kennenzulernen.

Datum und Anschrift:

Freitag, 25. September 2026
16 bis 20 Uhr

Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Gonsenheim/Finthen (GoFi)
GONSO
Mainzer Straße 2
55124 Mainz-Gonsenheim