BYC-News Blog Seite 1363

Night of Light – Die Veranstaltungsbranche steht vor dem Aus

Nachrichten Mainz-Bingen | In der Nacht von Montag auf Dienstag machte die gesamte Veranstaltungsbranche auf ihre Notsituation aufmerksam. Bundesweit illuminierten zahlreiche Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft von 22:00 Uhr bis 1:00 Uhr ihre Gebäude rot. Boost your City war bei der Aktion des Eventunternehmens G&S Eventservice dabei und sprach dort mit dem Geschäftsführer der Firma über die aktuelle Situation.


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Die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft

Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der Krise getroffen wurde und wird vermutlich am längsten davon betroffen sein. Insgesamt ist die Veranstaltungswirtschaft einer der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft und zählt rund eine Million direkte Beschäftigte. Dabei wird jährlich ein Umsatz von rund 130 Milliarden Euro erwirtschaftet. Rechnet man die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren veranstaltungsbezogenen Teil- und Zuliefermärkten hinzu, betrifft das sogar drei Millionen Beschäftigte. Die meisten Firmen haben einen Umsatzausfall zwischen 80 und 100 Prozent und das schon über Monate. Ein Ende ist bislang noch nicht absehbar.

„Die nächsten 100 Tage überlebt die Branche nicht. Wenn in der Zeit nicht etwas passiert, wird es keine Volksfeste mehr geben, weil es keine Schausteller, Bühnenbauer und Ausstatter mehr gibt. Da hängt ja noch so viel hintendran.“, betont Daniel Graffe, Geschäftsführer von G&S Eventservice.

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Das Ziel der Night of Light

Das Ziel der Night of Light war, mit der Politik ins Gespräch zu kommen und darüber sprechen zu können, wie die milliardenschwere Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden kann. Vor allem will man die Arbeitsplätze sichern, die an der Branche hängen. Da die Veranstaltungswirtschaft eine komplexe Branche ist, die viele unterschiedliche Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint, hat die Veranstaltungswirtschaft insgesamt keine zentrale Lobby.

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Polizei und Feuerwehr retten Jungfalken bei Bad Kreuznach

Nachrichten Meddersheim | An diesem Montag wurden auf dem Gelände des Felke-Kurhaus-Menschel in Meddersheim zwei Jungfalken entdeckt, die aus dem Nest gefallen waren. Die Polizei in Kirn wurde daher um Unterstützung gebeten.


Per Telefon gab die Polizei zunächst Auskunft über einen ortsansässigen Jäger und den rheinland-pfälzischen Landesverband der Falkner. Gleichzeitig machte sich ein Streifenwagen auf den Weg zu den Falken, um die Situation einschätzen zu können. Vor Ort konnten die Beamten ein Nest finden, das sich in rund 12 bis 14 Metern Höhe befand.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Sobernheim wurde ebenfalls hinzugerufen, um die Jungvögel wieder in das Nest zu setzen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr fuhren mit einer Drehleiter vor, bemerkten allerdings dann, dass sich in dem Nest Eichhörnchen befanden. Die beiden Jungfalken konnten also nicht in das Nest gesetzt werden.

Die Vögel wurden daraufhin zu der Tierarztpraxis Erbeldinger in Merxheim gebracht und in die Obhut der Praxis übergeben. Dort wird man sich um die Jungfalken kümmern und sie danach zur Aufzucht an einen Falkner geben.

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Vollsperrung zwischen Nierstein und Köngernheim

Nachrichten Rheinhessen – Ab diesem Freitag, den 26. Juni bis voraussichtlich 14. August wird die Bundesstraße B 420 zwischen Nierstein und Köngernheim wegen einer Fahrbahnsanierung voll gesperrt. Zu einer weiteren Einschränkung kommt es an diesem Wochenende.


Vom 26. bis 29. Juni erfolgen im Kreisel B 420 / L 425 bei Köngernheim Sanierungsarbeiten im Rahmen der Gewährleistung. Durch Einrichtung einer Baustellenampel wird der Verkehr dann durch den Kreisel geführt. Dies teilt der Landesbetrieb Mobilität Worms (LBM) mit.

Die eingerichtete Umleitung für die Vollsperrung der Bundesstraße B 420 erfolgt großräumig über die A 61 Richtung Anschlussstelle Mörstadt – (L 425) Worms-Nord – B 9 Richtung Oppenheim/Nierstein und umgekehrt.

Die Sanierung der B 420 zwischen Nierstein und Köngernheim erfolgt in mehreren Bauabschnitten, die aufgrund bautechnischer Gründe nur unter Vollsperrung durchgeführt werden kann. Auf einer Länge von rund 5,8 Kilometer wird die Fahrbahn erneuert, da sie Fahrbahnschäden, Unebenheiten und Risse aufweist. Die geplante Bauzeit unter Vollsperrung beträgt rund sieben Wochen. Die Auftragssumme beträgt 1,47 Millionen Euro.

Die Maßnahme wird in vier Bauabschnitte (BA) aufgeteilt:

  1. BA: ab Kreisel B 420/ L 425 Köngernheim bis Hauptzufahrt Gewerbegebiet (Kaserne)
  2. BA: Von der Hauptzufahrt Gewerbegebiet (Kaserne) bis zum Kreisel DexheimB420/ K 38/ K 44
  3. BA: Ab dem Kreisel Dexheim eine Strecke von 780 Meter Länge bis zu einem Aussiedlerhof nördlich der B 420
  4. BA: ab dem Aussiedlerhof bis zum Einkaufsmarkt am Ortseingang von Nierstein

Die Fahrbahnerneuerung der B 420 erfolgt vor der angekündigten zweijährigen Vollsperrung der Pestalozzistraße (B 420) in Nierstein. Dort wird durch Vollsperrung ab 2022 die alte Bahnüberführung durch einen Brückenneubau und ein Trogbauwerk für die Bundesstraße ersetzt.

Da sich Behinderungen im Verkehrsablauf nicht vermeiden lassen, werden die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendige Umfahrung gebeten.

 

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Demo in Mainz von Künstlern und Soloselbständigen

Nachrichten Mainz | Am 25. Juni treffen sich die Wirtschaftsminister der Länder in Bremen. Daher wird am 24. Juni von 12 bis 17 Uhr eine Demonstration von Künstlern, Soloselbstständigen und Freiberuflern auf dem Ernst-Ludwig-Platz in der Landeshauptstadt Mainz stattfinden.


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Klare Botschaft an Dr. Volker Wissing

Mit der Demonstration wollen sie Dr. Volker Wissing (FDP) eine klare Botschaft für seine Beratungen am 25. April mit auf den Weg geben. Nachdem ein Zusammenschluss von Kunstverbänden bereits am 2. April einen Appell an Herrn Dr. Wissing gerichtet habe, sei von Seiten des Wirtschaftsministeriums wenig bis nichts passiert, kritisieren die Demonstranten in einer Pressemeldung. Die Bundesregierung habe aber immer wieder betont, wie wichtig die Kultur sei.

Die Politik hat erkannt, dass die Kunst- und Kulturszene von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders heftig betroffen ist und hat für die Unterstützung dieses Bereichs eine Milliarde Euro bereitgestellt. Dieser geplante Kultur-Infrastrukturfonds ist ein dringend notwendiger Schritt, um die Strukturen innerhalb des Kulturbereichs abzusichern und sie durch die Krise zu bringen.

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Hilfsprogramme kommen oft nicht an, wo sie benötigt werden

„Allerdings muss eine wirkliche Unterstützung der Kunst-, Kultur- und Veranstaltungsbranche in Kombination mit individuellen Hilfen für Soloselbstständige gewährleistet werden, damit die Förderung nicht ins Leere läuft“, so Michael Holdinghausen, Landesbezirksfachbereichsleiter für Medien und Kunst der ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland.

Übereinstimmende Berichte aller einschlägigen Berufs- und Branchenverbände sind eindeutig: Die bestehenden Hilfsprogramme kommen oft nicht so oder dort an, wie und wo sie benötigt werden. Unter den Künstlern und Akteuren der Kultur- und Veranstaltungsbranche herrscht große Verunsicherung. Sie unterliegen einem Arbeitsverbot, unverschuldet und zum Schutz der Gesamtbevölkerung, solange öffentliche Veranstaltungen nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind. Unter geltenden Hygienevorschriften ist wirtschaftliches Arbeiten nicht möglich und die Probleme der Branche werden noch lange anhalten. Sie werfen bereits bis weit ins Jahr 2021 ihre Schatten voraus. Daher fordern die Demonstranten, die Einnahmeausfälle auszugleichen.

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Man muss dringend nachbessern

Es reiche auch nicht, weiterhin für die Lebenshaltungskosten auf den vereinfachten Zugang zur Grundsicherung (ALG II) hinzuweisen, deren Vereinfachung nicht ausreiche oder durch die Jobcenter nur eingeschränkt umgesetzt werde. „Durch den Verweis auf den Hartz IV-Bezug wird die am längsten von Einschränkungen betroffene Gruppe meist hochqualifizierter Kulturschaffender in prekären Verhältnissen festzementiert und weiterem Honorardumping Tür und Tor geöffnet.“, so Andreas Kubitzki, Vorsitzender der ver.di-Fachgruppe Musik RLP und Initiator der Demonstration. Die Grundsicherung sei nur bedingt eine Lösung für Kulturschaffende in der Corona-Krise. Die Überprüfung der Bedarfsgemeinschaft, sowie minimale Zuverdienstgrenzen, machen eine Lebenshaltung auf dieser Basis fast unmöglich. Hier müsse man dringend nachbessern, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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Stadtratsmitglied aus Mainz von Polizist aus Hessen bedroht?

Nachrichten Mainz | Ein Stadtratsmitglied aus Mainz erhielt eine E-Mail, in der ihm nach eigener Angabe wegen Hetze gegen die Polizei gedroht wird. Die Absenderadresse soll darauf hinweisen, dass die Mail von dem Dienstaccount eines Polizisten der Polizei in Hessen stammen könnte.


Maurice Conrad sei „schockiert und sehr getroffen“

„Ich wusste gar nicht, dass man mit prekärer Bildung Stadtrat wird. Kein Wunder, Mainz, Drecksloch auf der anderen Rheinseite. Ich empfehle im Übrigen das allabendliche Gebet, dass wir 2 uns niemals über den Weg laufen. Wäre gesünder.“, schreibt der Absender.

In einer Pressemitteilung ist ein Screenshot der besagten E-Mail angehängt, in welcher der Name des Absenders geschwärzt ist. Zu lesen ist nur noch der letzte Teil der Mail-Adresse „@polizei.hessen.de“. In der Pressemitteilung erklärt Maurice Conrad: „Die Mail und die damit einhergehende Gewaltandrohung hat mich gestern Nacht schockiert und sehr getroffen. Ich hoffe auf schnellstmögliche Klärung der Authentizität der Mail und des Sachverhalts.”

Die E-Mail könnte im Zusammenhang mit einigen polizeikritischen Beiträgen auf Twitter stehen, die Maurice Conrad in jüngster Vergangenheit schrieb. Darunter auch ein Beitrag vom 12. Juni bezüglich der Debatte um Rassismus und Polizeigewalt.

Maurice Conrad twitterte: „Was haben denn jetzt alle mit Generalverdacht und Polizei? War das nicht die Kernkompetenz der Polizei bei PoC?“ (PoC steht für: „Person of color“. Es handelt sich dabei um einen positiven Begriff für nicht-weiße Menschen).

Bei Facebook veröffentlicht er die E-Mail ungeschwärzt

In seinem Facebook Profil hat Maurice Conrad ebenfalls einen Screenshot der Mail gepostet, allerdings ohne den Namen des vermeintlichen Polizisten zu schwärzen. „Ein Polizist der #Polizei #Hessen schreibt mich als Kommunalpolitiker über seine berufliche Funktions-Mail an und droht mir mit körperlicher Gewalt. Ja, ich hab ein bisschen Angst.“, schreibt er zu dem Beitrag. In diesem Profil gibt er außerdem an, im Mainzer Stadtrat tätig zu sein und bei einem Mainzer Medienunternehmen als Webentwickler zu arbeiten.

Auf telefonische Anfrage von Boost your City erklärte die Piraten & Volt-Fraktionsvorsitzende, Hannah Springer, dass sie nichts über den Facebook-Beitrag von Maurice Conrad sagen könne und zunächst Rücksprache mit ihm halten wolle, warum er den vollständigen Namen des vermeintlichen Polizisten veröffentlicht hat. Sobald unserer Redaktion hierzu weitere Informationen vorliegen, werden wir diese mitteilen.

In einer E-Mail an unsere Redaktion von 15:59 Uhr teilt Hannah Springer weiter mit, dass Herr Maurice Conrad noch keine Strafanzeige gestellt habe. Diese würde er aber sehr bald stellen. Auf die Frage weshalb Herr Conrad den Namen sowie die Absenderadresse der E-Mail ungeschwärzt veröffentlicht hat, verwies sie in der Mail auf die Pressemitteilung und wollte nichts weiter dazu sagen.



Boost your City hat mit der Polizei und dem LKA gesprochen

In der Pressemitteilung der Partei heißt es weiter: „Der Sachverhalt ist der Polizei Mainz bekannt und wird derzeit geprüft. Auch das hessische Landeskriminalamt ist mit dem Sachverhalt vertraut. Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.“

Auf Anfrage von Boost your City teilte die Mainzer Polizeisprecherin Anna Dexheimer an diesem Montagmittag mit, dass die Polizei in Mainz zwar Kenntnis über den Sachverhalt hat, allerdings in dieser Sache nicht ermittelt. Zuständig dafür sei die Polizei in Wiesbaden.

Bei der Pressestelle der Wiesbadener Polizei hatte man zum Zeitpunkt unseres Anrufs an diesem Montagmittag noch keine Kenntnis über den Sachverhalt und verwies an das Landeskriminalamt in Wiesbaden.

Das Hessische Landeskriminalamt (LKA) reagierte am 22. Juni um 2:54 Uhr auf den Tweet von Maurice Conrad (22. Juni um 1:27 Uhr), in dem er ebenfalls die E-Mail mit vollem Namen des vermeintlichen Polizisten veröffentlicht hatte: „Sehr geehrter Herr Conrad, wir haben den Sachverhalt aufgenommen und kümmern uns umgehend darum.“.

Weiter schreibt das LKA auf Twitter am 22. Juni um 12:33 Uhr: „Wir bitten darum, von Spekulationen im Zusammenhang mit dem E-Mail-Screenshot abzusehen. Diese helfen uns bei den aktuell laufenden Ermittlungen nicht weiter. Zur Erinnerung: Auch wir wollen schnellstmögliche Aufklärung.“

Gegenüber Boost your City teilte das LKA an diesem Montagmittag mit, dass die Ermittlungen vom LKA übernommen wurden und auch die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden involviert sei. Zur Echtheit der Absenderadresse und ob eine Strafanzeige gestellt wurde, könne man derzeit nichts sagen. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen können keine Fragen zu der Person oder zu dem erwähnten Mail Account beantwortet werden.

Update 18:40 Uhr: Wie das LKA um 18:23 Uhr auf Twitter mitteilte, konnte im Rahmen der ersten getätigten Ermittlungen zweifelsfrei festgestellt werden, dass die besagte E-Mail nicht von der angezeigten E-Mail-Adresse der hessischen Polizei versendet wurde.



Kommentar aus der Redaktion

Fraglich ist allerdings die Tatsache, dass Maurice Conrad den Namen in seinem Facebook Beitrag nicht geschwärzt hat. Besonders in der aktuellen Situation ist es nicht förderlich so etwas ohne gesicherte Informationen in den sozialen Medien breitzutreten. Es wird schon jetzt von zahlreichen Nutzern der Social Media Kanäle massiv gegen die Polizei gehetzt, obwohl noch gar nicht klar ist, ob es sich bei dem Absender tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt.

Sollte es wirklich einen Beamten bei der Polizei geben der so heißt, wurde ihm damit massiv geschadet. Unabhängig davon, ob es sich bei der E-Mail um einen Fake handelt oder nicht, kann so etwas weitreichende Folgen nach sich ziehen. Vor allem unter dem Aspekt, dass die Absenderangabe einer E-Mail Adresse selbst von Laien ohne großen technischen Aufwand und technisches Wissen manipuliert werden kann, ist dieses Vorgehen unglücklich. Das bestätigte auch das LKA.

Wichtig ist auch, dass in Deutschland das Prinzip der Unschuldsvermutung gilt. Dabei handelt es sich um einen wichtigen strafrechtlichen Grundsatz: Der Beschuldigte eines Strafverfahrens muss bis zum Beweis des Gegenteils als unschuldig gelten und auch so behandelt werden. Im Medien- und Internet-Zeitalter wird allerdings immer wieder deutlich, dass es die Unschuldsvermutung immer schwerer hat. Schon vor der Aufklärung einer Sache wird dort mit wilden Vermutungen gegen Personen gehetzt, auch wenn die Sachlage noch vollkommen unklar ist. Gerade das sollte einem Stadtratsmitglied bewusst sein, das nach eigenen Angaben selbst als Web-Entwickler bei einem Mainzer Internetmedium beschäftigt sein soll.

Da das LKA nun mitteilte, dass es sich um einen Fake handelte, erscheint das Handeln umso fragwürdiger. Solche Anschuldigungen ohne konkretes Wissen sind schwierig und werden noch schwieriger, wenn man sie in den sozialen Medien teilt, denn dann verbreiten sich solche Dinge wie ein Lauffeuer.

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Saarländischer Rundfunk porträtiert Rita Waschbüsch

Lebach. Moderator Uwe Jäger interviewt an diesem Dienstag Rita Waschbüsch. Die Christdemokratin, ehemalige saarländische Sozialministerin und langjährige Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat sich den Ruf erworben, einem Streit nicht aus dem Weg zu gehen.

Kriminaldienst warnt vor Fake-Shops im Internet

Sulzbach. Der Kriminaldienst Sulzbach hat mehrere Ermittlungsverfahren gestartet. Dabei geht es um den Verdacht des Betruges – und um so genannte Fake-Shops im Internet.

Rheinstraße in Mainz für mehrere Tage teilgesperrt

Nachrichten Mainz | Vom 06. Juli bis zum 8. Juli jeweils von 9 Uhr bis 15 Uhr wird in Mainz die rechte Fahrspur der Rheinstraße auf Höhe der Hausnummer 21 in Fahrtrichtung Weisenau gesperrt werden. Grund für die temporäre Sperrung sind Baumaßnahmen zur Bordsteinabsenkung für eine Feuerwehrzufahrt. Diese Maßnahmen werden von der Abteilung Straßenbetrieb der Stadt Mainz durchgeführt. Der Verkehr wird in Fahrtrichtung Weisenau einspurig an der Baustelle vorbeigeführt.


 

Brandstiftung in der Grundschule Undenheim

Nachrichten Undenheim | An diesem Sonntagnachmittag gegen kurz nach 15 Uhr kam es zu einem Brand auf dem Hof der Grundschule Undenheim. Ein Zeuge meldete zwei brennende Müllcontainer.


Die Einsatzkräfte der Feuerwehr machten sich umgehend auf den Weg zur Grundschule. Dort angekommen fanden sie zwei große Mülltonnen und zwei kleinere vor, die allesamt schon in Flammen standen. Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer zu löschen.

Auf Nachfrage bei der Person, welche die Brände gemeldet hatte, teilte dieser gegenüber den Einsatzkräften mit, dass er niemanden an den Mülltonnen gesehen habe. Er habe lediglich den Brand bemerkt und gemeldet.

Durch das Feuer wurden die vier Müllcontainer, ein Holzzaun sowie zwei Bäume beschädigt. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Mülltonnen angezündet wurden. Zeugen werden daher darum gebeten, sich unter der Telefonnummer 06133 – 933 100 bei der Polizei in Oppenheim zu melden.

Die Schreckensbilanz der Krawalle in Stuttgart

Nachrichten Überregional | An diesem Samstagabend ab etwa 23:30 Uhr kam es auf dem Schlossplatz in Stuttgart zu massiven Ausschreitungen. Dabei waren bis zu 500 Personen beteiligt, 24 Tatverdächtige wurden bereits festgenommen. Das berichtete Thomas Berger, der Polizeivizepräsident von Baden-Württemberg an diesem Sonntagnachmittag in einer Pressekonferenz. Auch Stuttgarts Oberbürgermeister äußerte sich zu den Vorkommnissen in der Pressekonferenz.


Eine vermeintlich harmlose Kontrollmaßnahme führte zu den Ausschreitungen

Der Vizepräsident der Polizei erklärte, wie es zu den Ausschreitungen kam: Die Polizei habe gegen 23.30 Uhr einen 17-jährigen Deutschen im Schlossgarten wegen eines mutmaßlichen Drogendelikts kontrolliert. Daraufhin hätten sich 200 bis 300 Personen mit dem Jugendlichen solidarisiert und mit Steinen und Flaschen nach den Polizeibeamten geworfen.

Im Verlauf des Geschehens hätten sich immer mehr Personen daran beteiligt, die dann in kleineren Gruppen auch durch die Innenstadt gezogen seien und Geschäfte plünderten. Insgesamt sollen bis zu 500 Personen in Stuttgart randaliert haben. Nach Informationen von Boost your City haben sich im Laufe des Abends immer mehr Personen über die sozialen Medien verabredet, um gemeinsam an den Ausschreitungen teilzunehmen. Die Situation konnte von den Beamten erst gegen 4:30 Uhr am frühen Sonntagmorgen beruhigt werden, so Thomas Berger. Es seien 24 Personen festgenommen worden, davon zwölf mit deutscher Staatsangehörigkeit und zwölf weitere mit nicht deutscher Staatsangehörigkeit.

Insgesamt 280 Einsatzkräfte der Polizei seien in dieser Nacht im Einsatz gewesen, von denen 19 verletzt wurden. Einer der Beamten sei nach dem Einsatz sogar dienstunfähig gewesen und habe seinen Dienst nicht fortführen können. „Ich habe schon viele Einsätze erlebt, aber solche Szenen hat es in Stuttgart noch nie gegeben. Vor allem die Gewalt gegen Beamte war erschreckend“, so der Vizepräsident. Allerdings hätten die Beamten unter schwierigsten Bedingungen sehr besonnen gehandelt.

Polizeipräsident Franz Lutz dazu

Auch der Polizeipräsident Franz Lutz äußerte sich in der Pressekonferenz. In den kommenden Wochen wolle die Polizei in der Stuttgarter Innenstadt mit verstärkten Kräften unterwegs sein. Man werde alles tun, dass diese Form der Gewalt nicht mehr geschieht, so Franz Lutz.

In den vergangenen Wochen habe sich die Party- und Eventszene wieder in der Öffentlichkeit getroffen und inszeniere sich mit ihrem Handeln in den sozialen Medien. Seit Neustem gehöre dazu auch ein aggressives Auftreten und Handeln gegenüber der Polizei.  Allerdings werde man diese Gewalt unterbinden und die Übergriffe konsequent verfolgen.



Die Stadt und der Oberbürgermeister stehen hinter der Polizei

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) betonte in der Pressekonferenz, die Stadt und er als Oberbürgermeister stünden voll hinter dem Einsatz der Polizei. „Es geht nicht, dass man in dieser wunderschönen Stadt in der Nacht um halb zwei auf die Polizei losgeht und gewalttätig durch die Stadt marodiert.“ Die Polizei in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg verfolge stets eine liberale Linie, es solle keine Gewalt angewendet werden. Doch die Polizei greife auch ein, wenn eine rote Linie überschritten werde.

Die Frage nach der Herkunft der Täter

Die Polizei schließt aktuell eine linkspolitische oder überhaupt eine politische Motivation für die Ausschreitungen in Stuttgart aus. Allerdings wird in den sozialen Medien immer wieder die Frage nach der Herkunft der Täter laut. Laut der Polizei stammen die Täter aus verschiedenen Nationen – darunter Somalia, Bosnien und Afghanistan.

In den sozialen Medien finden sich zahlreiche Videos von den Ausschreitungen. Unserer Redaktion liegen mehrere Videos vor, deren Echtheit von der Polizei bestätigt wurde. Eines davon zeigt eine Gruppe Randalierer, die „Allahu Akbar“ rufen. In einem anderen Video ist zu sehen, wie zahlreiche Personen massiv auf ein Polizeifahrzeug einschlagen, teilweise Stühle und andere Gegenstände dagegen schmeißen. Dabei hört man mit leichtem Dialekt die Rufe: „Fuck the Police“ und „Fuck the System“. Einige der Täter tragen bei den Ausschreitungen sogar Sturmhauben, es ist also eher unwahrscheinlich, dass sie zufällig in die Krawalle geraten sind. Unter den Masken dürfte es allerdings schwer für die Polizei werden, die Täter zu identifizieren und deren Herkunft festzustellen.

 

Klimaklage: Bundesverfassungsgericht fordert Bund und Länder zur Stellungnahme auf

Nachrichten Überregional | Das Bundesverfassungsgericht nimmt die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unterstützen Klimaklagen offensichtlich sehr ernst und forderte den Bundestag, den Bundesrat, das Bundeskanzleramt, das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz und alle Länderregierungen zu einer Stellungnahme bis zum 15. September 2020 auf.


Die DUH sieht die Politik jetzt in der Pflicht

Die von der DUH unterstützten Beschwerdeführer, 15 Betroffene aus den unmittelbar von der Klimakrise bedrohten Ländern Bangladesch und Nepal, sowie 10 Kinder und junge Erwachsene aus Deutschland, klagen gegen die Bundesregierung auf Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius. Die DUH sieht die Politik jetzt in der Pflicht, dem Bundesverfassungsgericht, aber auch der Öffentlichkeit aufzuzeigen, mit welchen Maßnahmen das 1,5 Grad Ziel noch erreicht werden kann.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH

Das ist ein wichtiger Schritt. Bis zum 15. September müssen der Bund und die Länder aufzeigen, welche konkreten Maßnahmen sie ergreifen wollen, um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Mangelhafte Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland betreffen nicht nur unsere Bevölkerung, sondern alle Menschen. Die Häuser einiger der Beschwerdeführer aus Bangladesch wurden erst vor wenigen Wochen durch den schweren Zyklon Amphan überflutet, sie stehen vor existenziellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Als sechstgrößter CO2-Emittent hat Deutschland die Pflicht, seinen Beitrag zur Begrenzung der Klimakrise zu leisten,“

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH

Wir möchten die Bundesregierung mit unserer Klage dazu zwingen, kurzfristig alle zumutbaren Maßnahmen zur Reduktion des Klimagasausstoßes zu ergreifen. Vor allem der Verkehrssektor ist derzeit außer Kontrolle der politischen Entscheidungsträger. Eine der wichtigsten Entscheidungen ist die Einführung eines Tempolimits von 120 km/h auf Autobahnen sowie 80 km/h außerorts. Damit können sofort bis zu acht Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden„.

SPD Mainz zur Schließung von Karstadt in der Landeshauptstadt

Nachrichten Mainz | Der Vorsitzende der Mainzer SPD, Johannes Klomann, und die Vorsitzenden der Altstadt-SPD, Marie Kaiser und Lutz Hofer, zeigen sich entsetzt über die geplante Schließung der Mainzer Karstadt-Filiale an der Ludwigsstraße.


Ein enormer Verlust für die Stadt Mainz

Erst kürzlich hatten sich Klomann und Kaiser mit den Betriebsratsvorsitzenden von Karstadt und Kaufhof in Mainz getroffen, um über Hilfsmaßnahmen zu sprechen. „Das ist ein enormer Verlust für den ohnehin durch die Corona-Krise geschwächten Einzelhandel in der Altstadt. Vor allem aber ist es ein herber Schlag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Es müsse nun alles getan werden, um die Beschäftigten schnell in neue Arbeit zu bringen, so Klomann, Kaiser und Hofer nach der Verkündung der bundesweiten Standortschließungen.

„Solidarität ist keine Einbahnstraße, auch nicht für Großkonzerne“, mahnt Klomann: „Die Verkäuferinnen und Verkäufer haben ihrerseits jahrzehntelang Solidarität mit ihrem Unternehmen gezeigt.“ Personalabbau, Gehaltseinbußen und Investitionsstau, all dies hätten die Beschäftigen „unter Schmerzen“ ertragen. Nun müssten Eigentümer und Gläubiger der GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH Verantwortung übernehmen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ob sie entlassen würden oder nicht. Hierauf werde die SPD weiter drängen.

Betriebsrat und Gewerkschaft haben stark verhandelt

Von den 80 geplanten Warenhaus-Schließungen konnten immerhin 18 verhindert werden, der 10-Prozent-Personalabbau in den verbliebenen Häusern wurde gestoppt, auch die Abkopplung von den Flächentarifverträgen konnte verhindert, ein Sozialplan und eine Transfergesellschaft ausgehandelt werden. „Da sieht man: Es braucht nicht nur die Solidarität von Parteien, sondern auch starke Gewerkschaften“, so Kaiser.

Die Schließung treffe das Zentrum der Altstadt hart: Viele Läden und Gastronomien verzeichneten weniger Umsatz in Folge der anhaltenden Coronakrise. Hofer schaut aber auch nach vorn: „Die vielen sorgsam geführten Geschäfte und bunte Gastronomie profitieren stark vom Tourismus und machen die Altstadt hierdurch für alle Meenzerinnen und Meenzer zum Publikumsmagnet. Wenn es wieder aufwärts gehen kann, dann hier.“

Brandserie beschäftigt die Feuerwehr und Polizei in Wiesbaden

Nachrichten Wiesbaden | An diesem Sonntagmorgen kam es in Wiesbaden zu zwei Bränden in der Schiersteiner Straße in Wiesbaden. In beiden Fällen musste die Feuerwehr Wiesbaden wegen angezündeter Mülltonnen ausrücken.


Fall 1: Gegen 6:15 Uhr meldete eine Zeugin den Brand einer Großraummülltonne. Diese befand sich in der Schiersteiner Straße unmittelbar oberhalb des Kaiser-Friedrich-Rings. Die Einsatzkräfte machten sich umgehend auf den Weg zu der genannten Örtlichkeit. Die Mülltonne, die beim Eintreffen der Feuerwehrleute bereits in Vollbrand stand, konnte von den Einsatzkräften gelöscht werden.

Fall 2: Nur eine halbe Stunde danach meldeten Zeugen erneut eine brennende Großraummülltonne in der Schiersteiner Straße. Die Mülltonne befand sich dieses mal direkt oberhalb des Konrad-Adenauer-Rings. Durch das Feuer wurde neben der Mülltonne auch noch ein Schild beschädigt und eine Hauswand verrußt. Dem Einsatzkräften der Polizei ist es zu verdanken, dass nicht mehr passiert war, denn sie zogen zwei weitere Mülltonnen weg, um ein weiteres Übergreifen der Flammen zu verhindern. Bei den beiden Mülltonnen handelte es sich um Altpapiertonnen, von denen eine bereits Feuer gefangen hatte. Den Beamten gelang es, die Mülltonne zu löschen, sodass die kurz darauf eingetroffene Feuerwehr nur noch die brennende Großraummülltonne löschen musste.

Aufgrund der örtlichen Lage der beiden Einsatzorte und dem zeitlichen Abstand der Einsätze ist davon auszugehen, dass die oder der Täter von der Innenstadt aus in Richtung Waldstraße zu Fuß unterwegs waren. Schon am 30. Mai kam es in der Schiersteiner Straße zu mehreren Mülltonnenbränden.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Wiesbadener Polizei unter der 0611 – 345-2340 oder bei jeder anderen Dienststelle  zu melden.

Polizei erhält Handyvideo von Schlägerei in Worms

Nachrichten Worms | An diesem Sonntag gingen bei der Polizei in Worms mehrere Notrufe gegen 14:15 Uhr ein. Die Anrufer meldeten der Polizei eine Schlägerei, bei der auch Schlagwerkzeuge eingesetzt wurden. Die Örtlichkeit befand sich in der Oppenheimer Straße und vier männliche Personen waren an der Schlägerei beteiligt.


Die Polizei erhält ein Handyvideo

Die beiden Opfer aus Worms im Alter von 31 und 35 Jahren wurden nach eigener Aussage gegenüber der Polizei von zwei ihnen unbekannten männlichen Personen angegriffen. Im Verlauf der Streitigkeit soll einer der Schläger eine Eisenstange als Waffe benutzt haben. Bei der Schlägerei wurden nach Angaben der Polizei alle Personen glücklicherweise nur leicht verletzt. Von mindestens einem Zeugen wurde ein Video mit einem Smartphone angefertigt. Dieses Video zeigt die Auseinandersetzung und wurde daher der Polizei zur Verfügung gestellt.

Zeugen die etwas beobachtet haben oder Informationen über die Hintergründe der Tat mitteilen können, melden sich bitte bei der Polizei in Worms.

Verein aus Mainz unter den Top 10 bundesweit

Nachrichten Mainz | Herausragende Initiativen für digitale Teilhabe wurden anlässlich des Digitaltages am 19. Juni 2020 erstmals mit dem „Preis für digitales Miteinander“ von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier gewürdigt. Aus rund 250 Bewerbern landete Neustadt im Netz e.V. (NIN e.V.) unter den Top 10 der Finalisten der bundesweiten Ausschreibung.


Ein toller Erfolg für den NIN e.V.

In der Kategorie „Digitale Teilhabe“ hatte sich NIN e.V. beworben und landete dort unter den letzten Dreien. „Mit solch einem Erfolg hatten wir gar nicht gerechnet“, so Carola Schilling vom Vorstand von NIN e.V. Umso stolzer ist das gesamte Team, das im caritas-zentrum Delbrêl seinen Vereinssitz hat und dort in Kooperation mit der Caritas ein tägliches PC-Café betreibt (5 PC-Arbeitsplätze und Internet).

Mehr über den Verein

Schon seit 2003 engagiert sich der Verein in der bunten Mainzer Neustadt, um den Bürgerinnen und Bürgern die digitale Teilhabe zu ermöglichen und die digitale Welt erlebbar zu machen, um nicht vom modernen Alltag abgehängt zu werden. Auch monatliche PC-Sprechstunden finden statt. In Zeiten von Corona jedoch virtuell auf der Plattform von jitsi.org.

„Leider erreichen wir mit diesem Medium nur Teilnehmer, die sich schon etwas mehr auskennen und digital fitter sind“, so der Vorstand: „Unsere übliche Klientel ist eher auf die niederschwelligen Angebote die in 1-zu-1-Schulungen stattfinden angewiesen.“ So hofft NIN e. V. bald wieder mit seinen Angeboten durchstarten zu können, natürlich mit entsprechenden Hygienekonzept.