Nachrichten Hessen | Ab sofort können in Hessen Musikschulen für den Unterricht wieder öffnen und Sportanlagen für Amateur- und Freizeitsport genutzt werden. Dies hat das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung am heutigen Freitag (06.11.2020) mitgeteilt. Das Land Hessen weist darauf hin, dass die Abstands- und Hygieneregeln dabei eingehalten werden müssen. Auch die städtischen Sportanlagen werden unter den entsprechenden Hygieneauflagen wieder geöffnet. Diese Einrichtungen sind dabei lediglich für den Sport alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands freigegeben. Oberstes Ziel bleibe es, Kontakte auf ein Mindestmaß zu beschränken, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, teilte Innen- und Sportminister Peter Beuth mit.
Frau bespuckt und schlägt 11-Jährigen auf der Straße
Nachrichten Wiesbaden | Am gestrigen Donnerstagnachmittag (5.11.2020) gegen 17:00 Uhr kam es zu einem Angriff auf einen 11-jährigen Jungen in der Blücherstraße in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.
Erwachsene Frau schlug den Jungen
Zunächst hatte eine Gruppe von drei bis vier meist jugendlicher Personen versucht, nach dem 11 Jahre alten Jungen zu spucken. Die Gruppe verfehlte den Jungen dabei glücklicherweise. Wie der Geschädigte der Polizei gegenüber angibt, habe daraufhin eine 30 Jahre alte Frau aus der Gruppe den Jungen geschlagen.
Personenbeschreibung der Tatverdächtigen:
- weiblich
- ca. 30 Jahre alt
- ca. 165 cm groß
- braune Haare
- bunter Schal getragen.
Zeugen werden gebeten, sich beim Haus des Jugendrechts unter der Rufnummer 0611 – 3450 zu melden.
Rheinland-Pfalz: Masken und Desinfektionsmittel für Pflegeschulen
Nachrichten Mainz | Besonders in Zeiten der Corona-Pandemie spielt der Gesundheitsschutz an den rund 120 rheinland-pfälzischen Pflegeschulen an Krankenhäusern und den Schulen der Gesundheitsfachberufe eine zentrale Rolle. Die Landesregierung stellt den Einrichtungen deshalb 12.000 Masken und 1.200 Liter Desinfektionsmittel zur Verfügung. Seit dem 4. November gilt bis vorläufig zum 30. November an den Ausbildungsstätten der Gesundheitsfachberufe aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens und aus Gründen des Gesundheitsschutzes eine Maskenpflicht im Unterricht.
Arbeits- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler
„Wir erhöhen durch die Masken den Schutz für alle in den Ausbildungsstätten und sorgen so für mehr Sicherheit und Stabilität im Unterricht. Ziel ist, unsere Pflegeschulen und Schulen der Gesundheitsfachberufe so lange wie möglich offen zu halten und die Auszubildenden in Präsenz zu unterrichten. Ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten mit der Maskenpflicht vorbildlich umgehen werden“, betonte Arbeits- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Bei der Sicherung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte steht der Infektionsschutz bei unseren Entscheidungen an erster Stelle.“
Die Ausgabe der Masken und des Desinfektionsmittels erfolgt an den Standorten des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz, Koblenz, Landau und Trier. Die Ausbildungsstätten werden durch das Gesundheitsministerium noch über die genauen Abholtermine in den Regionen informiert.
„Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt uns besonders deutlich, welche enorme gesellschaftliche Bedeutung die Gesundheitsfachberufe haben. Besonders die Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte in den Gesundheitsberufen ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich weiß, dass die aktuelle Situation für alle Auszubildenden und alle Lehrkräfte eine große Herausforderung ist. Dieser begegnen alle mit außerordentlichem Engagement. Dafür bedanke ich mich“, sagte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.
Mutierter Corona-Virus aufgetaucht – Durch Tiere übertragbar
Nachrichten Überregional | Wegen einer mutierten Form des Corona-Virus wurden nun sieben Kommunen in Nord-Jütland abgeriegelt. Dies gab Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen am gestrigen Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt. Davon betroffen sind über 280.000 Menschen.
Mehrere Menschen haben sich schon angesteckt
In dem Gebiet war die mutierte Form bei Nerzen festgestellt worden. Da sich bereits auch mehrere Menschen mit dem mutierten Virus angesteckt haben, sah Ministerpräsidentin sich zu diesem Schritt gezwungen. „Ab heute Nacht sind Bürger in sieben Gemeinden Nord-Jütlands dringend aufgerufen, in ihrer Region zu bleiben, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern“, sagte die Ministerpräsidentin.
Betroffen sind die Gemeinden:
- Hjørring
- Frederikshavn
- Brønderslev
- Jammerbugt
- Thisted
- Vesthimmerland
- Læsø
Mehrere Maßnahmen wurden getroffen
Ab dem kommenden Montag sollen Schüler der fünften bis achten Klasse aus der Ferne unterrichtet werden. Das gilt auch für Studenten weiterführender Bildungseinrichtungen, teilte Frederiksen mit. Zudem müssen Restaurants, Kneipen und andere Lokale ab Samstag schließen, dürfen Essen allerdings weiterhin zum Mitnehmen anbieten. Auch Sporthallen, Fitnessstudios und Schwimmbäder werden ab Montag geschlossen. Alle Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Kommunen wurden aufgefordert, sich auf das Corona-Virus testen zu lassen.
Dänen aus anderen Regionen sowie ausländische Besucher wurden dazu aufgerufen, sich von dem Gebiet fernzuhalten. Auch Busse und Züge sollen die Grenzen zu den Regionen nicht mehr passieren.
Augen sind auf Dänemark gerichtet
„Die Augen der Welt sind auf uns gerichtet“, sagte die Ministerpräsidentin. Diese „wirkliche Absperrung“ sei notwendig, weil ein mutiertes Corona-Virus das Risiko berge, die Wirkung eines kommenden Impfstoffes zu beeinflussen. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte Frederiksen bekannt gegeben, dass das Virus bei dänischen Nerzen mutierte und sich auch schon auf Menschen übertragen habe.
Alle Nerze im Land werden getötet
Aus diesem Grund werden zeitnah sämtliche Nerze in Dänemark getötet, deren Fell unter anderem für die Produktion von Pelzmänteln verwendet wird. Weltweit ist das Land der größte Produzent von Nerzfellen. Aktuell gibt es in Dänemark über 1.100 Zuchtfarmen und rund 16 Millionen Nerze. Besonders viele davon leben in dem betroffenen Nord-Jütland. Die Tötung der Nerze komme nun einer Schließung der Branche gleich, in der rund 6.000 Menschen arbeiten.
Aktuell wurde die mutierte Form des Virus bei zwöfl Personen nachgewiesen. Elf davon kommen aus der Region Nord-Jütland. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Der fachliche Direktor des dänischen Gesundheitsinstituts SSI, Kåre Mølbak, erklärte, dass die Mutation nicht gefährlicher sei als andere Coronaviren. Jedoch bestehe trotzdem ein gewisses Risiko, dass die Mutation widerstandsfähiger gegenüber Antikörpern sei.
Neueröffnung des Grünschnittsammelplatzes in Trebur-Astheim
Nachrichten Trebur | Ab dem 1. Dezember 2020 nimmt der Grünabfallsammelplatz am neuen Standort „Brückenweg neben der Kläranlage“ in Astheim wieder seinen regulären Betrieb auf. Dafür wird die vorübergehende Grünabfallannahmestelle auf dem Astheimer Kerweplatz aufgelöst.
Zufahrt zum Sammelplatz beeinträchtigt
Zur Zeit ist die Zufahrt zum Platz „Brückenweg neben der Kläranlage“ durch einen Telefonmast beeinträchtigt. Die Verwaltung steht bereits mit dem Anbieter in Kontakt und wird so schnell wie möglich Versetzung des Telefonmastes veranlassen.
Auch auf dem Platz „Brückenweg neben der Kläranlage“ gelten die aktuell gängigen Abstandsregeln von mindestens 1,5 Meter. Zudem ist das Tragen einer Alltagsmaske auf dem gesamten Gelände verpflichtend.
Flugzeug über dem Rhein-Main Gebiet mit Laserpointer angestrahlt
Nachrichten Mainz | Am gestrigen Donnerstagabend (05.11.2020) gegen 18:00 Uhr hatte ein bislang noch unbekannter Täter im Bereich der Rheinallee in Mainz mit einem Laserpointer ein Flugzeug angestrahlt.
Auch das Cockpit wurde angestrahlt
Die Polizei wurde von einer Luftfahrtüberwachung aus dem Rhein-Main-Gebiet darüber informiert, dass der Täter für rund 20 Sekunden einen grünen Laserpointer auf das Flugzeug richtete und dabei auch das Cockpit gestreift hat. Da der Pilot glücklicherweise nicht direkt angestrahlt und geblendet wurde, konnte er das Flugzeug sicher landen. Es wurde umgehend eine Fahndung nach dem Täter eingeleitet, welche jedoch erfolglos verlief.
Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06131 – 654 210 mit der Polizei in Mainz in Verbindung zu setzen.
Citybahn: Wiesbadener Aus birgt Chancen für Mainz
Nachrichten Mainz | Die Freien Demokraten (FDP) nehmen die Ablehnung der so genannten CityBahn durch den Bürgerentscheid in Wiesbaden zur Kenntnis und verweisen gleichzeitig auf die guten Erfahrungen mit der Straßenbahn in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.
Fördermöglichkeiten durch den Bund eine gute Zukunft
„Für uns in Mainz ist die Straßenbahn ein leistungsfähiges, attraktives und umweltfreundliches Verkehrsmittel, das Vorteile für alle Verkehrsteilnehmer und die Wirtschaft bringt“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher Werner Rehn vor der Sitzung des Verkehrsausschusses.
Dies hat zuletzt der Ausbau zum Lerchenberg gezeigt. Die Mainzelbahn hat die Prognosen der Fahrgastzahlen nach kurzer Zeit weit übertroffen und die baulichen Aktivitäten entlang der Strecke sprechen eine deutliche Sprache. Die Ablehnung der CityBahn bestätigt aber auch die Notwendigkeit einer professionellen Bürgerbeteiligung für derartige Projekte. Auch da hat die Mainzelbahn Maßstäbe gesetzt, die nach Auffassung der Liberalen Vorbild für zukünftige Ausbaumaßnahmen sein muss.
Die Planungen für Mainz seien mit der Entscheidung auf der anderen Rheinseite nun mehr ein Stück weit einfacher geworden. „Bei dem Gemeinschaftsprojekt hätten die Wiesbadener Anforderungen, z.B. die Doppeltraktion bei der CityBahn mit den notwendigen langen Haltestellen, zwangsweise auch Auswirkungen auf die Planungen in Mainz gehabt“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende David Dietz.
Zudem wurden Planungskapazitäten auch bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft gebunden. Die FDP fordert die Verwaltung und die MVG auf, sich jetzt auf eine zügige Planung und Realisierung der vom Stadtrat beschlossenen Straßenbahnprojekte in Mainz zu konzentrieren. Dafür ist eine sachliche Diskussion, eine Abwägung aller Argumente für und gegen verschiedene Varianten im Rahmen einer breiten Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen erforderlich. Die „Elektrisch“, wie die Straßenbahn in Mainz liebevoll genannt wird, hat nach Auffassung der Liberalen technisch als bewährte Elektromobilität, verkehrlich als attraktiver und leistungsfähiger Teil des öffentlichen Personennahverkehrs und wirtschaftlich mit den seit dem Bau der Mainzelbahn deutlich erhöhten Fördermöglichkeiten durch den Bund eine gute Zukunft.
Mysteriöser Blitz und Knall über dem Rhein-Nahe Gebiet
Nachrichten Bad Kreuznach | An diesem Donnerstag (05.November 2020) kam es gegen 21:20 Uhr zu mehreren Notrufen im Rhein-Nahe Gebiet. Bei der Polizei gingen Anrufe aus der Stadt Bad Kreuznach, Bad Münster, Traisen und Rüdesheim ein.
Auch Polizeibeamte nahmen den Blitz wahr
Die Anrufer meldeten einen hellen Blitz am Himmel und einen lauten Knall. Mehrere Polizeibeamte konnten dieses auch bestätigen und hatten diesen Blitz auch wahrgenommen. Mehrere Polizisten fuhren den möglichen Detonationsbereichs ab und konnten aber nichts ungewöhnliches feststellen. Derzeit ist unklar wer der Verursacher des Ereignisses war. Aktuell wird vom Abschuss einer überdimensionierten Feuerwerksrakete aus dem Bereich des Rotenfelsens ausgegangen.
Zeugen die Angaben zur Aufklärung des Ereignisses machen können, melden sich bitte bei der Polizei Bad Kreuznach unter der Telefonnummern 0671-8811100.
Groß-Gerau: Ermittlungen nach Brand im Helvetia Park wegen Brandstiftung
Nachrichten Groß-Gerau | Erstmeldung vom 02.10.2020: Am heutigen Montagnachmittag (02.10.2020) gegen 13:45 Uhr kam es zu einem Brand im Bereich des Helvetia Parcs. Dies führte zu einer starken Rauchentwicklung.
Der Rauch zog in Richtung der B44
Der Brand ging mutmaßlich von einer Fritteuse in einem dort befindlichen Restaurant aus. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst mehrere angrenzende Geschäfte geräumt, unter anderem auch ein Lebensmittelmarkt und eine Apotheke. Da der Rauch in Richtung der angrenzenden Bundesstraße B44 zog, gab die Polizei eine Warnmeldung über den Rundfunk für die Verkehrsteilnehmer heraus.
Gegen 14:20 Uhr konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle bringen und schließlich löschen. Die Rüsselsheimer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt. Neben der Feuerwehr war auch ein Hubschrauber der hessischen Polizei im Einsatz, um sich auf der Luft ein Bild vom Brandort machen zu können.
Update 06.11.2020: Nach dem Brand am Montagnachmittag (02.11.) im Helvetiapark gehen die Brandermittler der Rüsselsheimer Kriminalpolizei zur Zeit davon aus, dass sich in der Küche eines Restaurants Speisefett erhitzte. Daraus hat sich dann vermutlich ein Feuer entwickelt, das sich über die Entlüftungsanlage ausbreitete. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden am Gebäude auf rund 250.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.
Mit 200 Km/h auf der B9 – Enkel (15) schrottet Auto der Oma und flüchtet
Nachrichten Mainz | Am gestrigen Mittwochabend (4.11.2020) gegen 22:00 Uhr hatte eine besorgte Mutter ihren 15 Jahre alten Sohn als vermisst gemeldet. Ihr Verdacht: Der Junge könnte mit dem Auto seiner Großmutter weggefahren sein.
Der Jugendliche gefährdete sich und andere
Kurz nachdem die Mutter ihren Sohn als vermisst gemeldet hatte, konnte die Polizei den Jugendlichen auf der Bundesstraße B9 feststellen. Der Jugendliche war mit einer Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern von Worms kommend in Fahrtrichtung Mainz unterwegs. Durch sein Fahrverhalten gefährdete er sowohl sich, als auch andere Verkehrsteilnehmer.
Als er an der Abfahrt Mainz-Laubenheim von der Bundesstraße abfahren wollte, verlor er aufgrund der hohen Geschwindigkeit die Kontrolle und kam von der Fahrbahn ab. Der Wagen kam im Gehölz zum Stillstand, woraufhin der 15-Jährige aus dem Fahrzeug ausstieg und zu Fuß flüchtete. Die in der Zwischenzeit eingetroffene Streife sah noch, wie der 15-Jährige abhaute, konnte ihm allerdings nicht mehr rechtzeitig folgen und verlor den Jungen aus den Augen. Die umgehend eingeleitete Fahndung nach dem Jugendlichen verlief erfolglos.
Stunden später tauchte der Junge zu Hause auf
Gegen 4:30 Uhr am heutigen Donnerstagmorgen meldete die Mutter sich bei der Polizei und teilte mit, dass ihr Sohn nach Hause zurückgekehrt war. Die Mutter fuhr den 15-Jährigen daraufhin sicherheitshalber zur Kontrolle in ein Krankenhaus. An dem Fahrzeug, mit dem der Jugendliche von der Fahrbahn abgekommen war, entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Nachdem der 15-Jährige die Tat gegenüber der Polizei zugegeben hatte, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Mainz unter der Rufnummer 06131 – 654 110 in Verbindung zu setzen.
Kreisstadt Groß-Gerau erhält Auszeichnung von der IHK Darmstadt
Nachrichten Groß-Gerau | Die IHK Darmstadt vergibt erneut Auszeichnung für Wohnortqualität. Besonders in den Bereichen Willkommenskultur, Lebensqualität und dem Miteinander der Kulturen punktet die Stadt. Die Kreisstadt Groß-Gerau kann weiter mit dem Prädikat „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ für sich werben. Bürgermeister Erhard Walther (CDU) nahm erneut die Urkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar für den erfolgreichen dritten Durchlauf beim Audit entgegen.
Willkommenskultur einen wichtigen Stellenwert für die Stadt
„Die erneute Überprüfung durch das IHK-Audit verdeutlicht, dass die Willkommenskultur einen wichtigen Stellenwert für die Stadt hat“, sagte IHK-Präsident Matthias Martiné. „Groß-Gerau punktet als solider Wohnstandort und geht auf die Bedürfnisse von Fachkräften ein“, so Martiné. Im Auditverfahren wird das Leistungsangebot und Serviceverhalten für Neubürger von Kommunen in der Region Frankfurt Rhein Main in mehreren Handlungsfeldern überprüft.
Bedürfnisse von Fachkräften erkennen
Für die Wirtschaft sind Fach- und Führungskräfte von herausragender Bedeutung. Einen Wohnortwechsel aufgrund eines neuen Jobs gibt es immer häufiger. Um mit großen Städten konkurrieren zu können, müssen kleinere Kommunen ihre besonderen Qualitäten hervorheben.
Die Stadt Groß-Gerau war eine der Pilotkommunen, die sich dem Prüfverfahren 2012 zum ersten Mal stellte, und ist daher die erste, die zum dritten Mal die Auszeichnung erhält. Die Stadt zeigt auch in Zeiten der Corona-Krise ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl in der Bevölkerung und identifiziert sich mit dem Qualitätszeichen auch nach außen als „ausgezeichneter Wohnort“. „In Groß-Gerau finden wir engagierte Leute in vielerlei Bereichen“, stellt der IHK-Präsident fest. Der etablierte Neubürgerempfang hat großen Zulauf von der Bevölkerung und soll ein Zeichen für ein starkes Miteinander aller Zugezogenen aus allen Kulturen setzen.
Neuausrichtung im Bereich der Kinderbetreuung
Im Bereich der Kinderbetreuung arbeitet die Kreisstadt derzeit an einer Neuausrichtung und möchte sich zukünftig zum übergreifenden Familienzentrum entwickeln. Hierbei sollen Betreuungseinrichtungen den Familien als zentrale Standorte mit einem umfassenden Unterstützungsangebot zur Beratung, Information, Bildung und zum Austausch zur Verfügung stehen. „Das ist ein spannender Ansatz im Hinblick auf zukünftige Stadtentwicklungen, den wir aufmerksam verfolgen werden“ so Martiné. Die IHK Darmstadt möchte sich in den kommenden Jahren verstärkt um die Zukunftsgestaltung der Ortszentren in Südhessen kümmern.
Mehrere Entwicklungsziele angekündigt
Bürgermeister Walther kündigte bei der Vergabe der IHK-Urkunde gleich mehrere Entwicklungsziele an. So sollte die Homepage der Stadt zum Zeitpunkt des Audits insbesondere für Neubürger nutzerfreundlicher gestaltet werden. Mit dem Relaunch im Herbst 2020 hat die Kreisstadt bereits das erste Ziel umgesetzt. Die neu strukturierte Homepage bietet einen sehr guten Überblick und ermöglicht einen vereinfachten und schnelleren Zugang zu den Online-Dienstleistungen und Formularen. Zusätzlich in Planung ist die Auflage einer neuen Bürgerbroschüre, erstmals auch in englischer Sprache, wie auch die verstärkte Nutzung der Fremdsprachenkompetenzen der kommunalen Mitarbeiter im Kontakt mit Neubürgern. Diese und weitere Entwicklungsziele sind in die Bewertung des IHK-Audits eingeflossen.
Bürgermeister Walther: Bestätigung für unser Engagement
Bürgermeister Erhard Walther zeigte sich bei der Übergabe der Urkunde sehr erfreut: „Wir sind sehr stolz über die dritte Auszeichnung in Folge. Das Gütezeichen ist ein hervorragender Beleg für unser bisheriges Engagement und zeigt, dass die Kreisstadt mit ihrer Angebotsvielfalt ein sehr guter Arbeits- und Wohnstandort mitten im Rhein-Main-Gebiet ist.“
Unternehmen können Qualitätszeichen nutzen
Unternehmen aus Groß-Gerau können mit dem Qualitätszeichen für ihren Standort werben und Fachkräfte ansprechen. Unternehmen können das Zeichen bei der Stadtverwaltung erhalten. Der Zuständige Sebastian Hauf ist telefonisch unter der Rufnummer 06152 – 716 312 oder per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@gross-gerau.de erreichbar.
Hintergrund: Gütezeichen „Ausgezeichneter Wohnort“
Das Audit „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ ist eine Initiative des IHK-Forums Rhein-Main. Alle Kommunen in der Region Frankfurt Rhein Main können sich bei ihrer Industrie- und Handelskammer für die Auszeichnung bewerben. Bei der seit Juli 2018 gültigen Fassung der Auditierung werden insgesamt 38 Kriterien in diesen fünf Handlungsfeldern berücksichtigt:
- Strategische Zielsetzung
- Zuzug leichtgemacht
- Beruf und Familie
- Ausländische Fachkräfte
- Lebensqualität
Für jedes Kriterium, das eine Kommune erfüllt, werden – je nach Gewichtung des Kriteriums – ein bis drei Punkte vergeben. Maximal kann eine Kommune 118 Punkte erreichen. Um das Zertifikat zu erlangen, muss sie mindestens 83 Punkte, also insgesamt 70 Prozent, bekommen. Mittlerweile sind 44 Kommunen in der Rhein-Main-Region mit dem Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ ausgezeichnet.
Mainz: Veränderte Verkehrsführung in der Großen Bleiche
Nachrichten Kurzmeldung | Von kommenden Montag (9.11.2020) bis zum 20. November 2020 wird es zu einer Verschwenkung des Verkehrs in der Großen Bleiche kommen. Diese wird jeweils einspurig je Fahrtrichtung eingerichtet. Grund für die Verlagerung ist die Verschlankung der vor dem Landtag befindlichen Verkehrsinsel durch den Landesbetrieb für Liegenschafts-und Baubetreuung. Während der gesamten Zeit wird der Verkehr und die Feuerwehraufstellflächen aufrechterhalten.
Trotz Corona: Der Verkauf von Weihnachtsbäumen ist gesichert
Der „Verband natürlicher Weihnachtsbaum“ rechnet mit einer „großen Nachfrage“ an Christbäumen. Viele würden im kleinen Kreis zuhause feiern und sich entsprechend einrichten wollen. Angesichts von Hygienekonzepten sei der Verkauf an öffentlichen und privaten Plätzen möglich.
Große Unterschiede beim Gehalt im Kreis Mainz-Bingen
Nachrichten Kreis Mainz-Bingen | 6,47 Euro Verdienstunterschied – für jede geleistete Arbeitsstunde: Beschäftigten, die im Kreis Mainz-Bingen nicht nach Tarif bezahlt werden, entgehen je nach Beruf und Betrieb monatlich mehrere hundert Euro. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit Blick auf neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes hingewiesen. In Rheinland-Pfalz verdienen danach Beschäftigte, die in tarifgebundenen Unternehmen arbeiten, im Schnitt 20,14 Euro pro Stunde. In Betrieben ohne Tarifvertrag sind es lediglich 13,67 Euro.
Tarifverträge mildern Folgen der Corona-Krise ab
„In der Corona-Krise wird diese Einkommenskluft teils noch größer. Denn wo ein Tarifvertrag gilt, stocken Firmen häufiger das staatliche Kurzarbeitergeld auf“, sagt Guido Noll von der NGG-Region Darmstadt und Mainz. Wer etwa in der Systemgastronomie (McDonald’s, Burger King) arbeite, komme in Kurzarbeit auf 90 Prozent des Netto-Einkommens – per tariflicher Regelung. In Hotels und Gaststätten ohne Tarifvertrag oder Betriebsrat seien Beschäftigte im Zuge der Pandemie hingegen deutlich häufiger von existentiellen Nöten betroffen – bis hin zur Sorge um ihren Arbeitsplatz. „Umgekehrt sorgen Arbeitnehmervertreter aber auch dafür, dass zusätzliche Belastungen erträglich bleiben. So haben sich in der Ernährungsindustrie Arbeitszeitkonten bewährt, mit denen Auftragsspitzen, etwa durch Hamsterkäufe, bewältigt werden können“, erklärt Noll.
Der Gewerkschafter ruft die Unternehmen im Lebensmittel- und Gastgewerbe dazu auf, sich gerade in Pandemiezeiten zu Tarifverträgen zu bekennen. Durch faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen könnten sie Fachpersonal halten, das auch nach der Krise dringend gebraucht werde. Zugleich profitiere die öffentliche Hand: Nach einer DGB-Studie würden die Einnahmen durch die Einkommenssteuer in Rheinland-Pfalz um 908 Millionen Euro steigen, wenn alle Beschäftigte nach Tarif bezahlt würden. Die Sozialversicherungen kämen auf ein Plus von 1,4 Milliarden Euro. Die Kaufkraft von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern würde sogar um 2 Milliarden Euro wachsen. Die Ergebnisse der Studie sind im Internet abrufbar unter Zukunftsdialog.
Nach Angaben des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung galt in Rheinland-Pfalz zuletzt für 56 Prozent aller Beschäftigten ein Tarifvertrag. „Die sinkende Tarifbindung ist auch dafür verantwortlich, dass die Einkommenszuwächse trotz der vergangenen Boom-Jahre nur sehr dürftig ausfielen“, urteilt Noll. Laut Statistischem Bundesamt wuchsen die Bruttoverdienste Vollzeitbeschäftigter in Rheinland-Pfalz zwischen 2010 und 2019 preisbereinigt um 5,6 Prozent.
Gustavsburg: Gestaltungsleitfaden für die Cramer-Klett-Siedlung geplant
Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Das hessische Landesamt für Denkmalpflege plant für die in Gustavsburg unter Denkmalschutz stehende Cramer-Klett-Siedlung einen Gestaltungsleitfaden. Da dieser allerdings schon vor vielen Jahren veröffentlicht werden sollte, fragen sich viele Anwohner warum dies gerade jetzt in Angriff genommen wird und welche Vor- und Nachteile dies für die Eigentümer mit sich bringt. Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit auch der beheimatete Förderverein der Cramer-Klett-Siedlung.
Wohnverhältnisse knapp bemessen und nicht barrierefrei
Die Cramer-Klett-Siedlung im Stadtteil Gustavsburg entstand zwischen 1896 und 1906 im Rahmen der Industrialisierung und der damit verbundene Wohnraumschaffung. Der Wohnraum in den Siedlungshäusern ist mit 40 bis 90 Quadratmetern zu heutigen üblichen Wohnverhältnissen sehr knapp bemessen. Die Bausubstanz der Gebäude mit teilweise feuchten Mauern, einer unzureichenden Schall- und Wärmedämmung, sind weder altersgerecht noch barrierefrei.
Bewohner wünschen sich Gartenhäuser und Pavillons
Die Wünsche der heutigen Bewohner, die engen räumlichen Verhältnisse durch Gartenhäuser und Pavillons zu kompensieren und für die zunehmende Motorisierung befestigte Parkplätze zu schaffen, erhöhen den Druck auf das Denkmalamt Groß-Gerau, sowie dem Landesamtes für Denkmalpflege. Dazu kommt das vielfältige Angebot von Baumärkten, sodass ein Gestaltungsleitfaden für die Verwendung geeigneter Materialien und Farbkonzepte für die Häuser und Gärten grundsätzlich hilfreich wäre und der Qualifizierung der Gustavsburger Siedlung dient.
„Der Gestaltungsleitfaden wäre aber auch eine Chance modernen Elementen zu adaptieren, um mögliche Defizite wie beispielsweise fehlende Vordächer, die in früheren Jahren entfernt wurden, zu kompensieren“, so der Vereinsvorsitzende Matthias Welniak.
Zusammenarbeit wird vom Förderverein angestrebt
Seit dem Erfahren des Erarbeitungsprozess, bekundet der Förderverein nach eigener Aussage gegenüber dem Landesamt für Denkmalpflege das Interesse, die Erarbeitung zu unterstützen und dafür auch Wünsche oder Materialvorschläge der heutigen Eigentümer zu berücksichtigen. Es sollte ein Miteinander, nicht Gegeneinander erreicht werden, für einen später erfolgreichen und akzeptierten Leitfaden. Jedoch gab es nach Angaben des Fördervereins bislang vom Landesamt für Denkmalpflege keinerlei Bestrebung.
„Nach unserem Wissensstand, ist die Veröffentlichung des Gestaltungsleitfaden bereits für Ende 2021 geplant. Jedoch ist weiterhin nicht vorgesehen das sich Eigentümer in irgendeiner Form miteinbringen dürfen, welches wir kritisieren“, so die stellvertretende Vorsitzende Susanne Seebeck.
Zukünftig barrierefreies Wohnen als Ziel
Ein weiteres wichtiges Ziel für den Förderverein ist es, neben der gemeinsamen Erarbeitung eines Gestaltungsleitfaden, ein Gesamtkonzept mit einem zukünftigen barrierefreien Wohnen zu realisieren, welches nicht nur moderne Anforderung mit sensibler Erhaltung der Originalsubstanz, sondern auch entsprechende Fördermittelzuwendung für festgelegte Bauvorhaben berücksichtigt.


















