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Seehofer und Merkel für verschärfte Einreisebestimmungen

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Zwar gehen aktuell die Infektionszahlen in Deutschland weiter runter, doch die Mutation des Corona-Virus in anderen Ländern ist besorgniserregend. So zieht nach Medieninformationen Innenminister Horst Seehofer (CSU) eine Verschärfung der Reisekontrollen in Betracht, um eine Einschleppung der Corona-Mutation zu verhindern.


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„Warum können wir Reisen nicht verbieten?“

So soll Seehofer am Wochenende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angerufen haben, um mehrere Szenarien zu erarbeiten. Nach BILD-Informationen soll Merkel in einer internen Schaltkonferenz mit den Landesfraktionschefs der CDU immer wieder gefragt haben „Warum können wir Reisen nicht verbieten?“

„Die Geschichte der Menschheit ist voller Pandemien. Bei der Spanischen Grippe gab es keinen Impfstoff. Jetzt haben wir Aussicht auf ein Ende. Daran müssen wir arbeiten und die Zahl der Fälle klein halten. Dann gibt es auch keine Mutationen“, so wird die Kanzlerin bei BILD zitiert.

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Einflugverbot für ganz Europa

Ziel des Einreise-Gipfels im Kanzleramt soll es gewesen sein, europäische Maßnahmen zu entwickeln. So wird zum Beispiel über ein Einflugverbot für ganz Europa, aus Gebieten  in denen die Mutation wütet, diskutiert.

„Die Gefährdung, die von den zahlreichen Virus-Mutationen ausgeht, verlangt von uns, dass wir auch drastische Maßnahmen prüfen und in der Bundesregierung diskutieren. Dazu gehören deutlich schärfere Grenzkontrollen, besonders an den Grenzen zu Hochrisikogebieten, aber auch die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf nahezu null, so wie Israel das derzeit auch macht, um die Einschleppung der Virus-Mutation zu verhindern. Die Menschen, die in Deutschland harte Einschränkungen akzeptieren, erwarten von uns, dass wir sie bestmöglich vor einer Explosion der Infektionszahlen schützen“, so Seehofer gegenüber der BILD.

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16 Fluggesellschaften gegen Einreisebestimmungen verstoßen

Besorgniserregend sei, dass sich zahlreiche Airlines nicht an die strengen Corona-Regeln halten. An nur einem einzigen Tag haben 16 Fluggesellschaften 250 mal gegen die aktuellen Einreisebestimmungen verstoßen.

Auch vermeldet die Bundespolizei immer wieder Verstöße gegen die Quarantäne-Pflicht von Einreisenden. Besonders extrem sei der Fall aus der vergangenen Wochen, nachdem ein britischer Staatsbürger nach der Einreise positiv getestet wurde und in einem Hotel unter Quarantäne gestellt wurde. Als die Beamten jedoch sein Hotelzimmer kontrollieren wollten, war der Brite verschwunden.

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Zwei Verletzte bei Frontalzusammenstoß in Bodenheim

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Bodenheim | Zu einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeug, bei dem zwei Menschen verletzt wurden, kam es am Dienstagmorgen kurz nach sieben Uhr auf der L413 in Bodenheim.


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Entgegenkommenden PKW übersehen

Nach ersten Erkenntnissen fuhr eine Fahrerin mit ihrem Opel Signum die L413 von der B9 aus kommend in Richtung Nackenheim. In Höhe der Kreuzung ins Bodenheimer Gewerbegebietes „Am Kümmerling“ wollte zur selben Zeit der Fahrer einer Mercedes A-Klasse nach links abbiegen und übersah hierbei das entgegenkommende Fahrzeug, so dass es zu einem Frontalzusammenstoß kam.

Die Fahrer beider Fahrzeuge mussten vor Ort vom Rettungsdienst versorgt werden, und kamen anschließend in ein Mainzer Krankenhaus.

Glücklicher Weise wurde keine der Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, sodass die Freiwillige Feuerwehr Bodenheim/Nackenheim sich nur um das Ausleuchten der Unfallstelle, der Aufnahme der ausgelaufenen Betriebsstoffe, als auch der Absicherung der Unfallstelle kümmern musste.

Nach über zwei Stunden, konnte die L413 um 09:45 Uhr für den Verkehr wieder freigeben werden.

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Gemeinsam für Sicherheit – Ehrenamt mit unschätzbarem Wert

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Sie sind für die Menschen da und arbeiten für deren Sicherheit: Die Arbeit der Einsatzkräfte mit Sicherheitsaufgaben hat einen unschätzbaren gesellschaftlichen Wert und steht in Zeiten einer Pandemie erst recht im Blickpunkt der Öffentlichkeit.


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Aktion Gemeinsam für mehr Sicherheit

Ein vor allem auf Social-Media-Kanäle zugeschnittener Film unter dem Motto „Gemeinsam für Sicherheit“ soll die Wertschätzung für den Einsatz von Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen und Polizei unterstreichen.

„Der besondere Fokus dieses Films liegt auf den vielen ehrenamtlich Engagierten, die Hand in Hand mit dem Hauptamt ihrer eigenen Organisation und der Polizei zusammenarbeiten“, betonte Innenminister Roger Lewentz, der den Film zusammen mit Vertretern der beteiligten Organisationen Arbeiter Samariter Bund, Deutsche Lebens Rettungsgesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst und der Polizei vorstellte. Bereits im Sommer war der erste Teil der beiden Filme vorgestellt worden. Während der erste Teil vor allem die Nachwuchswerbung für die vielseitigen Berufsfelder der Blaulicht-Familie zum Gegenstand hatte, liegt der Schwerpunkt des zweiten Teils auf dem Ehrenamt, das jederzeit einsatzbereit ist und eine zentrale Rolle im Katastrophenschutz einnimmt.

Über die sozialen Medien soll nicht nur ein Eindruck von der verantwortungsvollen Aufgabe dieser Einsatzkräfte gegeben wird, sondern auch bei möglichst vielen jungen Menschen Interesse für diese Ehrenämter geweckt werden. „Dieses Video zeigt, wie vielseitig der Katastrophenschutz mit dem Sanitätsdienst, dem Betreuungsdienst und dem Verpflegungsdienst unterwegs ist. Es belegt auch eindrucksvoll, mit wieviel Engagement und Herzblut ehrenamtliche Einsatzkräfte ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen, um Menschen in bedrohlichen und schwierigen Lagen zu helfen nach dem Motto ‚Gemeinsam für Sicherheit‘ “, sagte Innenminister Lewentz bei der öffentlichen Präsentation des Films.

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Verlass auf starke Hilfsorganisationen

Gerade im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werde einmal mehr bewusst, wie glücklich wir uns schätzen können, dass die Blaulicht-Familie im Haupt-, wie im Ehrenamt immer einsatzbereit ist. „Die Leistung der Einsatzkräfte und die dazugehörige zeitgemäße Ausstattung bilden die Basis für ein professionelles Einsatzmanagement“, so Lewentz.

Auch mit der Änderung des Rettungsdienstgesetzes habe Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr wichtige Instrumente für einen zukunftsorientierten Rettungsdienst bereitgestellt, um zu gewährleisten, dass der Rettungsdienst als Teil eines umfassenden Bevölkerungsschutzes von erfahrenen Expertinnen und Experten der Hilfsorganisationen durchgeführt werden kann, sagte Lewentz. In Rheinland-Pfalz sei auf starke Hilfsorganisationen Verlass.

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Nach verschärften Corona-Maßnahmen – Krawalle in den Niederlanden eskalieren

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Niederlande | Auch in den Niederlanden gelten verschärfte Corona-Maßnahmen und seit Samstag auch erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre. Hier müssen die Bürger in der Zeit von 21 bis 4.30 Uhr in ihren Wohnungen bleiben. Verstöße werden mit Geldbußen von 95 Euro bestraft.


Randale und Plünderungen

Proteste gegen die Maßnahmen, gerade gegen die nächtliche Ausgangssperre, sind seitdem in der zweiten Nacht in Folge eskaliert. Mehrere hundert gewaltbereite Jugendliche randalierten bis zum späten Montagabend gleich in mehreren Städten und griffen Polizisten an.

Kurz vor dem Eintritt der Ausgangssperre hatte sie sich in mehreren Stadtzentren versammelt und zogen in großen Gruppen plündernd und randalierend durch die Straßen.

Neben Amsterdam, Den Haag und Rotterdam breiteten sich die Unruhen in etwa zehn niederländischen Städten aus. Nach Polizeiangaben wurden mehr als 150 Personen festgenommen.

Schamlose Diebe

Gegenüber der Zeitung „De Telegraaf“ nannte Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb den wütenden Mob als „Schamlose Diebe“. In Rotterdam wurden zahlreiche Geschäfte zerstört und geplündert.

Neben den Plünderungen wurden Polizisten von gut 100 Randalieren mit Steinen beworfen und mit Feuerwerkskörpern beschossen. Um der Lage Herr zu werden, musste die Polizei Wasserwerfer und Tränengas einsetzen. Nach Polizeiangaben wurden etwa 50 Menschen festgenommen.

Nach weiteren Medienberichten ist auch in der Stadt Den Bosch eine sehr große Gruppe randalierender Jugendlicher nach einem Feuerwerk durch die Straßen der Stadt gezogen und hinterließen eine Schneise der Verwüstung. „Auf der gesamten Strecke wurden Plünderungen begangen, Feuer gelegt, Autos zerstört, Geschäfte geplündert.“

Schlimmste Krawalle seit 40 Jahren

Wie Polizeichef Willem Woelders gegenüber dem TV-Sender NOS sagte, hatten seine Einheiten gegen Mitternacht die Lage weitgehend unter Kontrolle: „Wir stellen fest, dass es im größten Teil der Niederlande wieder ruhig ist.“

Die Polizei spricht von den schlimmsten Krawallen in den Niederlanden seit 40 Jahren. Sowohl Polizei als auch die Bürgermeister der betroffenen Städte gehen davon aus, dass sich gleich mehrere Gruppen an den Krawallen beteiligten. So seien Corona-Leugner, Neonazis als auch Fußball-Hooligans ausgemacht.

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Ministerpräsident Bodo Ramelow entschuldigt sich für „Akt männlicher Ignoranz“

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Nachrichten Überregional | Während der Bund-Länder-Konferenz, bei der über die Verlängerung des Lockdowns diskutiert wurde, schien Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow etwas Besseres zu tun zu haben. In den Stundenlangen Konferenzen zockt er das Smartphone-Spiel „Candy Crush“.


Candy Crush und „Merkelchen“

Das erklärte er in einer Talkrunde bei der Audio-App Clubhouse. Der Linke-Politiker hatte dort berichtet, dass er sich bei den oft stundenlangen Konferenzen mit dem Smartphone-Spiel entspannt. „Bis zu zehn Level ‚Candy Crush‘ schaffe ich“, sagte Ramelow, wie Teilnehmer im Nachgang gegenüber den Medien berichteten.

Doch damit nicht genug. In einem Chat mit zahlreichen Teilnehmern beschwerte er sich darüber, dass die „Bild“-Zeitung quasi live aus der vertraulichen Sitzung mit der Kanzlerin berichte. Das Problem dabei war seine Wortwahl im Bezug auf die Bundeskanzlerin: „Da können wir die MPK auch gleich auf Clubhouse machen und holen das Merkelchen dazu“, soll Ramelow laut Medienberichten geschrieben haben.

Clubhouse ist eine Social-Media-App aus den USA, die zur Zeit in Deutschland einen Hype erlebt. Dabei kann man sich an Talkrunden beteiligen. Allerdings ist es auch möglich, geschlossene Gesprächsrunden einzurichten. Die App ist ein reines Audio-Format, sodass man sich nicht sehen kann.

„Akt männlicher Ignoranz“

Nachdem ein Reporter der Welt“ im Nachgang über die Aussagen des Ministers auf Clubhaus berichtet hatte, erklärte Ramelow seine Aussagen. Gegenüber den Medien sagte er, es seien Versatzstücke des Talks aus dem Kontext gerissen worden. Für den Ausdruck „Merkelchen“ entschuldigte er sich dann aber auf Twitter. Seine Aussage sei ein „Akt männlicher Ignoranz“ gewesen. „Dafür meine ehrliche Bitte um Entschuldigung.“, schrieb er weiter.

Seine „Entspannungs-Methoden“ während der Konferenzen verteidigte der Ministerpräsident allerdings. Gegenüber den Medien erklärte er: „Die einen spielen Sudoku, die anderen spielen auf ihren Handys Schach oder Scrabble, und ich spiele Candy Crush.“ Das sei für ihn eine Methode zu entspannen. Bei den teils zehn Stunden langen Marathon-Sitzungen mit häufigen Unterbrechungen sei dies weder ein Aufreger noch ein Geheimnis.

Politiker kritisieren den Minister

Thüringens CDU-Chef Christian Hirte schien über die Zockerei während der Konferenzen wenig erfreut: „Entweder ist es Ausdruck von Arroganz der Macht oder Amtsmüdigkeit“, schrieb Hirte am Sonntag bei Twitter. Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gehe es um Leben und Tod und um Existenzen und die Zukunft einer Schüler-Generation. „Wer sein Amt als Ministerpräsident so versteht, verspielt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger“, schrieb er weiter.

Die Thüringer FDP-Fraktion bezeichnete Ramelows Verhalten während der Pandemie als chaotisch. „Ramelow verbringt in den entscheidenden Beratungen seine Zeit lieber mit Daddeln“, erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der Thüringer FDP-Fraktion, Robert-Martin Montag.

 

Gedenktag an die Holocaust-Opfer – Mit #Weremember gegen Antisemitismus

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Deutschland | 76 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hält Deutschland die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus weiterhin wach. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Holocaust-Gedenktag am morgigen Mittwoch (27. Januar 2021) vielerorts ausschließlich digital begangen.


#WeRemember – gegen Antisemitismus

Der Jüdische Weltkongress ruft weltweit dazu auf, sich an der Kampagne #WeRemember zu beteiligen, die sich gegen Antisemitismus und alle Formen von Völkermord, Hass und Fremdenfeindlichkeit richtet. Die Kampagne, die auch zur weiteren Aufklärung über den Holocaust beitragen will, wird bereits im fünften Jahr durchgeführt und steuert auf den Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar zu. Angesichts des Missbrauchs sozialer Medien zur Verbreitung von gefährlicher Falschinformationen, Verschwörungsmythen, Rassismus und Holocaustleugung ist die Kampagne aktueller denn je.

Unter dem Motto „Aus der Vergangenheit lernen, die Zukunft schützen“ ermutigt die Kampagne Teilnehmende aus der ganzen Welt, Fotos von auf den sozialen Medien zu veröffentlichen, auf denen ein Schild mit der Aufschrift „#WeRemember“ gezeigt wird.

Zahl der Augenzeugen schwindet weiter

Bei zahlreichen Menschen ist das Wissen um den Holocaust mittlerweile gering, so wissen beispielsweise 23% der deutschen Bevölkerung gar nicht, was der Holocaust war. 28% wollen „einen Schlussstrich unter die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus ziehen“, zugleich haben 35% der Deutschen die Sorge, dass sich der Holocaust wiederholen könnte. Aktuell werden in Deutschland rund 2.000 antisemitische Straftaten begangen.

„Während die Zahl der Augenzeugen weiter schwindet und die Welt mit der Covid-19-Pandemie konfrontiert ist, erleben wir eine Zunahme von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, rassistischer Ideologie und Holocaust-Leugnung“, erklärte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder. „Wir müssen die schrecklichen Lehren der Vergangenheit achten und die Erzählungen der Überlebenden weitertragen, um das Andenken der sechs Millionen Juden zu wahren, die von den Nazis umgebracht wurden, um zu verhindern, dass die heutige Eskalation der Gewalt nicht zu einer Wiederholung der Grausamkeiten führt“, so Lauder. „Nehmen sie an der #WeRemember-Kampagne teil und unterstreichen sie damit, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben und die jetzige und zukünftige Generation vor diesem Hass schützen.“

Gedenktag an die holocaust-opfer - mit #weremember gegen antisemitismus
Auch im rheinhessischen Osthofen gab es von 1933 bis 1934 ein Konzentrationslager, in dem politische Gegner der NSDAP sowie Juden, Sinti, Separatisten und anderer „missliche“ Personen untergebracht wurden. | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Auf der Internetseite weremember.wjc.org stellt der Jüdische Weltkongress weitere Informationen und Fakten zum Holocaust zur Verfügung. Gemeinsam mit der Kultur- und Bildungsorganisation UNESCO der Vereinten Nationen wurde zudem die Internetseite AboutHolocaust.org ins Leben gerufen, die einen umfassenden Überblick und auch Erfahrungsberichte von Holocaust-Überlebenden beinhaltet.

Online Gedenkveranstaltung

Am Mittwoch lädt der jüdische Weltkongress die Öffentlichkeit ein, um 16:00 Uhr Online an einer virtuellen Gedenkveranstaltung aus Auschwitz teilzunehmen. Die Veranstaltung wird vom staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau gemeinsam mit dem Jüdischen Weltkongress ausgerichtet. Sprechen werden die Auschwitz-Überlebende, der Direktor des staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, Dr. Piotr Cywinski sowie Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Link zur Veranstaltung: Erinnerung 27. Januar

Die Kampagne #WeRemember wird am 27. Januar schließen mit einer symbolischen Videoprojektion aller Teilnehmenden-Bilder am Tor des ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz, die dem Überleben des Jüdischen Volkes angesichts aller Widrigkeiten gewidmet ist, und die ebenfalls als Live-Stream im Internet gezeigt wird.

Roman Herzog führte 1996 den Gedenktag ein

Zu den Unterstützern der #WeRemember-Kampagne in Deutschland zählen neben zahlreichen Politikerinnen und Politikern auch TV-Größen wie die Moderatorin Anne Will, der Rapper Moses Pelham, Schauspielerin Christine Sommer oder Fußballprofi Sebastian Rudy. Die Bundesliga-Mannschaften von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach hatten bereits bei ihrem Samstagsspiel ein gemeinsames Gruppenfoto zur Kampagne beigesteuert. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hatte zahlreiche Europäische Ministerkolleginnen und -Kollegen ebenfalls zur Teilnahme motiviert.

1996 wurde der 27. Januar vom damaligen Bundespräsident Roman Herzog als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eingeführt. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Dort waren etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet worden. Seit 1996 findet jährlich eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag statt.

Kostenfrei E-Bikes und Lastenräder in Bischofsheim testen

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Nachrichten Bischofsheim | In Bischofsheim startet ab sofort die Aktion „Radfahren neu entdecken“. Dabei haben Bürger in Bischofsheim die Möglichkeit, kostenfrei für zwei Wochen lang unterschiedliche Fahrräder zu testen.


Pedelec, Lastenrad oder E-Bike

Bürger in Bischofsheim können nun umsatteln und elektrischen Rückenwind genießen. Bis zum 27. April können sie sich im Rahmen der Aktion „Radfahren neu entdecken“ jeweils zwei Wochen gratis von den Vorteilen einer Pedelec-, Lastenrad- oder E-Bike-Nutzung überzeugen.

Die Gemeinde Bischofsheim wird bei der Aktion von dem Land Hessen und der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) unterstützt. Insgesamt stehen in ganz Hessen rund 200 Fahrräder für die landesweite Aktion zur Verfügung.

Bürgermeister Ingo Kalweit dazu

„Das Auto ist nicht das einzige Fortbewegungsmittel. Die heutigen Fahrräder stellen für viele eine echte Alternative dar. Wir wollen mit unserer Teilnahme an der Aktion den Umstieg auf dieses umweltfreundliche Fortbewegungsmittel vorantreiben und damit zu einer Stärkung des Radverkehrs in unserer Gemeinde beitragen. Hiermit bietet sich die Möglichkeit elektrisch unterstützte Fahrräder kostenlos im Alltag zu erproben. Die E-Bikes sind aus einer zukunftsfähigen Mobilität nicht mehr wegzudenken – sie sind für viele Einsatzzwecke und für jede Altersgruppe gleichermaßen gut geeignet. Davon können sich unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt persönlich überzeugen.“

Einfach online anmelden und zwei Wochen gratis testen

Mit dem Pedelec kann man beispielsweise ganz bequem die Einkäufe erledigen. Dafür kommt man mit dem E-Bike ganz locker auf die Arbeit und ins Wochenende. Das ganze funktioniert bei der Aktion komplett kostenfrei. Wer sehr schnell bei der Anmeldung ist, der kann schon am 2. Februar auf dem Bauhofgelände der Gemeinde Bischofsheim sein E-Bike für die zweiwöchige Nutzung entgegennehmen.

Die Teilnahmebedingungen und alle Informationen sind auf der Homepage www.radfahren-neu-entdecken.de zu finden. Die Anmeldung für die Aktion „Radfahren neu entdecken“ in Bischofsheim erfolgt ebenfalls online:

Auf vereister Fahrbahn ins Schleudern geraten und überschlagen

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Worms | Nicht angepasste Geschwindigkeit auf vereister Straße waren am gestrigen Montagmorgen (25.01.2021) die Ursache für einen Verkehrsunfall auf der K9 bei Worms, bei dem ein Frau verletzt wurde.


PKW bleibt im Graben liegen

Kurz vor 08:00 Uhr fuhr die 47-Jährige die Kreissstraße von Pfeddersheim aus nach Pfiffligheim. Ohne dass ein weiteres Fahrzeug beteiligt war, geriet sie auf der vereisten Straße ins Schleudern, rutschte von der Fahrbahn in den Graben und überschlug sich dort.

Noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, konnten Ersthelfer die Verunfallte aus ihrem auf dem Dach liegenden PKW befreien. Nach der Erstversorgung der Rettungskräfte an der Unfallstelle, wurde die 47-Jährige ins Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand mit 4.000 Euro ein Totalschaden.

 

Neue Erkenntnisse zum Mordfall Edith Blum

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Blaulicht Rheinland-Pfalz | Update 26.01.2021 um 10:45 Uhr: Im Fall der Tötung der 63-jährigen Edith Blum in Trier-West wurde nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei Trier im Laufe vom Freitags, den 22.01.2021, ein Tatverdächtiger festgenommen. Der Beschuldigte wurde am Samstag, den 23.01.2021, dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts vorgeführt. Dieser hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl wegen dem Verdacht auf Mord aus Habgier erlassen.


Erstmeldung vom 16.01.2021

Ein Passant hat an diesem Donnerstag (14. Januar 2021) gegen 9:00 Uhr eine Frauenleiche in der Luxemburger Straße in Trier-West aufgefunden. Der Zeuge alarmierte umgehend die Polizei und den Rettungsdienst.

Die Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens

An dem Tatort wurden kurz nach auffinden der Frauenleiche umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch die Kriminalpolizei durchgeführt. Eine Obduktion der Leiche wurde in der Rechtsmedizin in Trier vorgenommen. Durch die Ergebnisse der Obduktion und der polizeilichen Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass die Frau durch ein Gewaltverbrechens verstorben ist. Bei der Toten handelt es sich um die 63-jährige Edith Blum, die sich sehr oft im Trierer Obdachlosenmilieu aufgehalten hat.

Wer hat etwas beobachtet oder kann weitere Angaben zu Frau Blum und dem Begleiter machen?

Der Zeuge hatte die leblose Frau zwischen Baucontainern auf dem Platz vor einem Obdachlosenheim in der Luxemburger Straße in Trier gefunden. Die Ermittler der Trierer Kriminaldirektion konnten rekonstruieren, dass Frau Blum sich am Mittwochabend, 13. Januar, bis gegen 20.30 Uhr in der Treviris-Passage in der Innenstadt von Trier aufgehalten hat. Gegen 22 Uhr befand sie sich in Begleitung eines bisher unbekannten Mannes am späteren Tatort.

Personenbeschreibung von Edith Blum

  • Etwa 173 cm groß
  • hellbraune gelockte Haare.
  • blaue Jogginghose mit roten Seitenstreifen
  • blau-rote Trainingsjacke
  • blaugrüne Winterjacke
  • weiße offenen Sandalen
  • grüne Einkaufstasche mit der Aufschrift „Aldi-Süd“
  • Das gezeigte Foto zeigt die Getötete am Mittwochabend

Die Kriminalpolizei hat folgende Fragen

  • Wer hat Frau Blum am Mittwochabend zwischen 20.30 Uhr und 22 Uhr, möglicherweise in Begleitung eines Mannes, gesehen?
  • Wer kann sonstige Angaben zu der Getöteten oder der Tat machen?

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat sowie zur Täterermittlung führen, hat die Staatsanwaltschaft Trier eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Kriminalinspektion Trier unter der Telefonnummer 0651/9779-2480 entgegen.

Bürgerpreis für besonderes Engagement in Ginsheim-Gustavsburg verliehen

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Seit mehr als 25 Jahren gibt es den Verein BASIS e.V. Mainspitze. Für die Stadt Ginsheim-Gustavsburg leistet der Verein eine im weiten Umkreis beispiellose Arbeit in der Behindertenhilfe, ganz besonders in der Inklusion.


Bürgerpreis der Stadt Ginsheim-Gustavsburg

Nachdem der BASIS e.V. bereits im Jahr 2016 mit einer Auszeichnung des Deutschen Bürgerpreises bedacht worden war, überreichte der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Mario Bach, am Montag, den 18. Januar nun den Bürgerpreis der Stadt Ginsheim-Gustavsburg an den 1. Vorsitzenden, Ralf Stephan, und den Geschäftsführer, Heiko Michel. Vorgeschlagen wurde die Verleihung des Preises durch Thorsten Siehr.

„Der Verein BASIS e.V. ist eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft“, sagte Mario Bach bei der Übergabe der Auszeichnung. Mit seinen vielfältigen Inklusionsangeboten, wie unter anderem den jährlichen Inklusiven Ferienspielen, der Integration von behinderten Schülerinnen und Schülern in Klassenverbände mit Hilfe von Schulassistenten sowie den zahlreichen Freizeit- und Ferienangeboten, gebe es keine vergleichbare Einrichtung im weiteren Umkreis. Eine Besonderheit stelle zudem die Gruppe „Die BASISten“ dar, ein Orchester mit jungen behinderten Menschen, die ihre Schlaginstrumente ohne fremde Hilfe spielen und öffentlich erfolgreich auftreten.

Kreativität und herausragendes ehrenamtliches Engagement

Dass diese besonderen Aktivitäten angeboten werden können, sei der Kreativität und dem herausragenden ehrenamtlichen Engagement des ehrenamtlich wirkenden Vorstands zu verdanken, der mit hauptamtlichen Fachkräften und Übungsleitern zusammenarbeitet, hebt auch Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha hervor.

Bach und Puttnins-von Trotha gratulieren dem Verein BASIS e.V. zu seinen Leistungen. Doppelten Grund zur Freude hat der Geschäftsführer, Heiko Michel. Er kann auf 25 Dienstjahre zurückblicken, die er für den Verein geleistet hat.



Christina Koch unterstützt das Haus Mainblick

Zwei Tage später, am Mittwoch, den 20. Januar, besuchte Mario Bach das Seniorenzentrum „Haus Mainblick“ um eine weitere Preisträgerin, Christina Koch, zu ehren. Frau Koch bringt sich seit über zehn Jahren in der Seniorenresidenz ein und wird bereits lange als die gute Seele des Hauses bezeichnet. „Frau Koch zeigt uns mit einem großartigen Beispiel, wie viel Gutes die selbstlose Unterstützung hier für die Menschen bewirken kann“, sagte Mario Bach bei der Übergabe des Bürgerpreises. Christina Koch übernimmt seit vielen Jahren mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten im Haus Mainblick. Vor der Corona-Pandemie organisierte sie die Hauspost und bereitete die Räumlichkeiten des Hauses für Veranstaltungen vor. Auch als die Hygienemaßnahmen es der über 80-Jährigen nicht mehr möglich machten, sich im Haus aufzuhalten, führte sie ihr Engagement fort und begann damit, die Außenanlagen des Hauses Mainblick zu pflegen und zu verschönern.

Die Bewohner, Angehörigen wie auch die Einrichtungs- und Pflegeleitung sind glücklich und dankbar für die Hilfe von Frau Koch. Christina Koch hat den Bürgerpreis im Beisein ihrer Söhne Christian und Roland entgegengenommen vor dem Haus Mainblick.

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Von links nach rechts: Christian Koch, Steffen Haas, Christina Koch, Roland Koch, Mario Bach und Elke Zerfaß | Quelle: Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg

Ehrung im kleinen Kreis unter Einhaltung der Corona-Regelungen

Die Bürgerpreisverleihung war ursprünglich bereits für das Frühjahr 2020 in feierlichem Rahmen geplant, musste aber aufgrund der Corona-Pandemie immer wieder verschoben werden. Schließlich wurde entschieden, die Ehrung in einem kleinen Kreis und unter strengen Hygienemaßnahmen durchzuführen. Im Namen der Stadtverordnetenversammlung und der Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg danken Mario Bach und Thies Puttnins-von Trotha den Preisträgern für ihren besonderen Einsatz und sprechen ihnen ihre Anerkennung aus.

In einer Stadtverordnetenversammlung im späteren Jahr, werden die Preisträge in einer feierlichen Zeremonie geehrt.

Der rheinland-pfälzische Wahlkampf geht in seine heiße Phase

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Die Plakate hängen, die großen Parteien haben ihre Programme beschlossen – der Wahlkampf in Rheinland-Pfalz nimmt Fahrt auf. Die Versprechen der Parteien wirken wie ein farbenfrohes Potpourri – doch über allem steht die dunkle Wolke Corona.


„Ein Laptop in jedem Schulrucksack“. „Abschaffung der Zweitstudiengebühr“. „Wlan in jeder Schule bis Ende 2021“. Nein zu diesen Forderungen sagen nur wenige. Doch eine Frage steht im Raum, sie äußert sich in unterschiedlicher Schärfe: „Wie lange hattet Ihr bitte in Rheinland-Pfalz Zeit auch nur einen dieser Punkte auch nur ansatzweise in Angriff zu nehmen“, formuliert es ein Nutzer über den Facebook-Account der Landespartei.

Seit 1991 ist die SPD in Rheinland-Pfalz an der Macht. Zuerst mit der FDP, zwischenzeitlich alleine, dann mit den Grünen und seit fünf Jahren mit FDP und Grünen zusammen. Vorschläge zu machen, fällt jemandem einfacher, wenn er davor keine Gelegenheit hatte, sie selbst umzusetzen.

Entsprechend hat der Spitzenkandidat der CDU, Christian Baldauf, im Advent jeden, der mitmachen wollte, einen Wunschzettel aufstellen lassen. Diese Wünsche sind nun in das Wahlprogramm eingeflossen. Rausgekommen sind unterm Strich Forderungen wie: Startergruppen im letzten Kindergartenjahr, mehr Geld für Schwimmbäder und Sprachstandserhebungen bei Kita-Kindern.

Kinderbetreuung als Wahlkampf-Thema

Dass die Kinderbetreuung in rheinland-pfälzischen Wahlkämpfen eine Rolle spielt, hat Tradition. Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Bisher hat die SPD mit für Eltern kostenfreier Betreuung gepunktet und sich die CDU Sympathien verscherzt, indem sie gegen diesen beliebten Service anrannte.

Doch diese blutige Schnauze scheinen sich die Christdemokraten in diesem Wahlkampf nicht holen zu wollen. Zumal sie einen dankbareren Zugang zum Themenkomplex Schule und Kinderbetreuung gefunden haben: die Öffnungen und Schließungen während den diversen Lockdowns oder die Probleme im digitalen Unterricht. Ministerpräsidentin Malu Dreyer habe keine klare Linie, hat ihr CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner im BYC-Interview vorgeworfen.

In der Tat ist Dreyer mit einzelnen Beschlüssen von der Linie abgewichen, die sie in der Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten selbst mit beschlossen hat. Etwa im Bereich Schule und Kinderbetreuung. Die Strategie der SPD überrascht daher wenig, mit positiven Forderungen an die eigene Landesregierung andere Themen setzen zu wollen.

Alles auf Malu

Noch viel stärker als auf Forderungen an die eigene Ministerpräsidentin, setzt die SPD aber auf die Ministerpräsidentin selbst. Dreyer steht klar im Fokus der Kampagne. Ihre Beliebtheit soll die Wahl gewinnen.

Anders als noch vor fünf Jahren hält sich die CDU mit frontalen Angriffen auf die Amtsinhaberin zurück. Baldauf setzt stattdessen auf Sachlichkeit. Zum Ausdruck kommt das etwa durch ein kompliziert anmutendes Wahlprogramm. Die Titel des Ganzen „Mutig. Möglich. Machen“ oder einzelner Kapitel wie „Vorfahrt für Familien“ wirken zwar eher konventionell. Doch das System dahinter ist ungewöhnlich:

Die CDU hat ihr Programm regionalisiert. Sodass sie nun mit 14 unterschiedlichen Programmen in den Wahlkampf zieht. Zwar sind die Grundsätze gleich, etwa im Verkehrsbereich. Doch wenn es in der Eifel stärker um den Lückenschluss der A1 geht, ist in Rheinhessen vom Ausbau der A643 die Rede.

Rechtschreibschwäche in Rheinland-Pfalz

„Wir wollen dabei immer den Blick für das Machbare behalten, Lösungen suchen“, charakterisiert CDU-Landeschefin Julia Klöckner das Programm. Baldauf sieht die Bildung als ein zentrales Thema: Studien zeigten, dass mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz am Ende der vierten Klasse nicht richtig Lesen und Schreiben könnten. „Unsere Kinder haben aber ein Recht auf Rechtschreibung“, sagt Baldauf.

Die Umfragen sehen die CDU als stärkste Kraft im Land vorne. Zwischen drei und sechs Prozentpunkte liegt sie demnach vor der SPD. Doch zum einen holt die Regierungspartei auf und zum anderen fehlt der CDU ein Koalitionspartner. Die Ampel aus SPD, FDP und Grünen liegt in allen Umfragen deutlich vorne. Und falls die FDP am 14. März den Wiedereinzug versäumt, würde es nach den aktuellen Umfragen für Rot-Grün zu einer Mehrheit reichen.

Dann käme die SPD in die Situation, die Forderungen an die eigene Landesregierung umzusetzen. Falls das nicht gelingt, kann sie das Programm auf Wiedervorlage legen – und als Forderungen in fünf Jahren einfach nochmal stellen.

Risikofaktor Corona

Doch sind Umfragen nicht unfehlbar. Das hat sich etwa beim Brexit, der Wahl Trumps vor vier Jahren oder dem „Schulz-Zug“ gezeigt, der in den Umfragen als unaufhaltbare Lokomotive in Richtung Wahlsieg startete – und mit dem historisch schlechtesten Bundesergebnis der SPD nach dem Krieg endete.

Auch befindet sich das Land durch Corona in einem Ausnahmezustand. Dafür, wie sich die Zumutungen einer Pandemie auf eine landesweite Wahl auswirken, gibt es noch keine Erfahrungswerte. In Deutschland. In den USA kostete den Präsidenten sein Versagen in der Pandemie-Bekämpfung das Amt.

Und die rheinland-pfälzische Wahl findet in einem Jahr der Bundestagswahl statt. 2017 hat das zu zwei Regierungswechseln in Ländern zugunsten der CDU geführt, die vorher auch nicht von allen vorhergesehen wurden: Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Profitiert haben damals zwei Kandidaten, die als treue Anhänger der Kanzlerin galten. Auch daraus scheint Baldauf in Rheinland-Pfalz gelernt zu haben. Kritik an der Bundespolitik seiner Partei ist von ihm nicht zu hören.

Der Dicke und der Don: Manche Leidenschaften ändern sich mit der Zeit

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Hier kommt das andere Ende der Leine zu Wort: der Don. Meine Interessen verändern sich: Auch daheim. Vor allem aber beim Gassi gehen. Der Dicke ist noch unschlüssig, ob er das gut findet.


Ich bin ein Veteran der Hundespielwiese in Kastel. Als diese am Ostermontag 2013 erstmals getestet wurde, war ich dabei. Zufällig. Wir kamen da auf unserer Rheinroute vorbei und der Dicke hat den anderen Mario gefragt, was denn hier los sei.

So wurde ich der letzte unter den ersten Hunden. Wobei eine Leistung kann mir keiner mehr nehmen: Ich war der erste, der sich auf der Wiese unter dem Zaun durchgewühlt hat. Gerne erinnere ich mich, wie neugierig mir die anderen dabei zugesehen haben. Ungerne an das Gefühl, auf der anderen Seite des Zauns zu stehen und nicht recht zu wissen, was ich dort nun tun soll.

In Bijeljina war ich eingesperrt. Auf sehr engem Raum. Rausgekommen bin ich gar nicht. Nicht mal zur Toilette. Als ich zum Dicken kam, habe ich mich dann unter jedem Zaun durchgegraben, an dem wir vorbeigekommen sind. Ob es Sinn ergeben hat oder nicht, war mir egal. Ich genoss das Gefühl, den Zaun endlich überwinden zu können. Oder muss es unterwinden heißen?

Andere Frauchen im Fokus

Egal. Soll der Dicke nochmal über den Text drüber lesen. Jedenfalls hat mich diese Leidenschaft noch ein paar Hundejahre getrieben, als ich beim Dicken war. Der andere Mario nannte mich den Zauntester. Doch dann war diese Leidenschaft überwunden. Über Nacht. Sie bedeutete mir nichts mehr.

Dinge ändern sich. Leidenschaften auch. Auf der Hundespielwiese habe ich gerne mit anderen getobt. Mit Lisa, obwohl es mich ärgerte, wenn sie mich mal wieder abhängte. Oder Luke, dem ich sein Spielzeug geklaut habe. Oder Karlchen und all die anderen.

Ich bin nicht ungesellig geworden. Das nicht. Gerne gehe ich auf Spaziergängen zu anderen Hunden und freue mich, wenn ich das auch darf. Doch Rumtoben ist nicht mehr mein Ding. Ein bisschen Schnuppern. Manchmal noch zwei, drei kleine Verfolgungsjagden. Dann ist aber auch gut.

Mittlerweile flirte ich eher mit den anderen Frauchen und Herrchen. Denn die haben – anders als der dicke Geizhals – Leckerlis bei sich. Manche fragen, ob ich was haben darf. Andere geben es mir einfach. Verhungert wie ich bin, kann ich jeden zusätzlichen Bissen gut gebrauchen.

Manche Leidenschaften ändern sich nie

Gassi gehe ich auch noch gerne. Das schon. Doch nicht mehr so bedingungslos wie früher. Da musste der Dicke selbst noch nach drei Stunden mit meinen Klagen leben, wenn wir Feld oder Wiesen verlassen haben. Nur so lange will ich jetzt nicht mehr. Anderthalb, zwei Stunden genügen mir. Dann signalisiere ich dem Dicken, dass es mir jetzt reicht.

Auch wenn es regnet oder kalt ist oder stürmisch… Dann bleibe ich stehen und zeige dem Dicken mit meinem Blick an: Komm, is‘ gut, Alter, lass uns umdrehen. Meistens guckt er erleichtert. Nur manchmal wirft seine Stirn Falten. Also noch tiefere Falten als sonst.

Dafür bin ich jetzt lieber zuhause. Mit dem Dicken auf dem Sofa. Dann brumme ich vor Wohlbehagen. Er glaubt, ich genieße die Situation. Das darf er auch – ja, er soll’s sogar. Denn eigentlich geht es mir darum, eine Wohlfühlsituation aufzubauen. Für ihn. Denn in der ist der Dicke eher bereit, mir noch ein Leckerli zu geben. Und darauf stehe ich. Manche Leidenschaften ändern sich halt nie.

Weitere Artikel der Serie finden sich hier.

Der Dicke und ich, ich im Vordergrund. Selfie: Der Don

Nackter Mann in der Fußgängerzone flüchtet vor der Polizei

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Polizei Mainz
Polizei Mainz

Nachrichten Worms | An diesem Sonntagabend (24. Januar 2021) gegen 19:30 Uhr kam es zu einem ungewöhnlichen Vorfall für die Polizei in Worms. Ein nackter Mann war zunächst vor der Polizei geflüchtet.


Erst geflüchtet, dann die Polizisten beleidigt

Als eine Fußstreife der Polizei gerade durch die Fußgängerzone in Worms lief, bemerkten sie dort einen nackten und lautstark herumschreienden Mann auf dem Ludwigsplatz. Als der Mann die Polizeibeamten ebenfalls erblickte, flüchtete er in ein Mehrfamilienhaus in der Fußgängerzone, wo er sich im Treppenhaus versuchte zu verstecken. Die Polizisten folgten dem Mann und konnten ihn schließlich in dem Treppenhaus antreffen. Dort verhielt sich der 41 Jahre alte nackte Mann aus Worms äußerst aggressiv und beleidigte die Polizisten. Im Laufe der weiteren Ermittlungen fand man auch heraus, dass er zuvor in seiner Wohnung randaliert hatte.

Damit der Mann sich zunächst etwas anziehen konnte, brachten die Polizisten den Mann zu seiner Wohnung, die sich ganz in der Nähe befand. Dort lagen Drogen, vermutlich Marihuana- und Cannabisprodukte, offen herum. Diese wurden von der Polizei sichergestellt. Anschließend brachten die Polizisten den Mann wegen dem zuvor gezeigten eigen- und fremdgefährdenden Verhalten in ein Krankenhaus. Eine Erklärung zu seinem Verhalten äußerte er gegenüber der Polizei nicht. Ein Ermittlungsverfahren wurde bereits eingeleitet.

Mann in Osthofen von vier Tätern attackiert und ausgeraubt

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Nachrichten Worms | An diesem Samstagabend (23. Januar 2021) gegen 19:30 Uhr wurde ein 36 Jahre alter Mann aus Mainz am Bahnhof in Osthofen von vier unbekannten Männern attackiert und ausgeraubt.


Die Täter hatten den Mann zuerst angesprochen

Der 36-Jährige hatte in Osthofen auf den Zug gewartet, als ihn die vier unbekannten Männer ansprachen und ihn fragten, ob er ein Ticket brauchte. Der Mann holte daraufhin seinen Geldbeutel aus der Tasche um den Unbekannten sein Ticket zu zeigen und die Frage zu verneinen.

Daraufhin schnappte sich einer der Täter den Geldbeutel. Ein weiterer Täter schubste den Geschädigten und ein dritter schlug ihm mit der Faust in das Gesicht. Im Anschluss daran flüchteten die vier unbekannten Männer. Zwei von ihnen liefen durch die Unterführung, die beiden anderen flüchteten in die entgegengesetzte Richtung.

Personenbeschreibung des ersten Tatverdächtigen: 

  • rund 20 Jahre alt
  • etwa 172 cm groß
  • schlanke Statur
  • arabisches Aussehen
  • schwarze Stoffmaske
  • goldene Uhr
  • drei Ringe an der Hand
  • dunkle Northface-Jacke
  • schwarze Adidas-Schuhe

Personenbeschreibung des zweiten Tatverdächtigen:

  • rund 20 Jahre alt
  • etwa 172 cm groß
  • schlanke Statur
  • arabisches Aussehen
  • Militärjacke mit Tarnmuster
  • blauer Adidas-Rucksack


Personenbeschreibung des dritten Tatverdächtigen:

  • rund 20 Jahre alt
  • etwa 172 cm groß
  • schlanke Statur
  • mitteleuropäisches Aussehen
  • weißer Pullover mit Kapuze und schwarzroten Buchstaben auf der Brust

Personenbeschreibung des vierten Tatverdächtigen:

  • rund 20 Jahre alt
  • etwa 172 cm groß
  • dickere Statur
  • afrikanisches Aussehen
  • Glatze
  • großer Mund und große Nase
  • silberne Jacke

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Worms unter der Rufnummer 06241 – 8520 zu melden.

Polizei stoppt mit vorgehaltener Dienstwaffe einen Geisterfahrer im Opel Zafira

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Nachrichten Rheinland-Pfalz | An diesem Sonntag fuhr ein 33-jähriger mit seinem Opel Zafira gegen 21:45 Uhr auf der Bundesstraße B9 von Frankenthal in Fahrtrichtung Speyer. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine Polizeistreife der Polizeiautobahnstation direkt hinter dem Opel Zafira.


Der Fahrer wollte nicht aus seinem Fahrzeug

An dem Autobahnkreuz Oggersheim fuhr der Mann in Fahrtrichtung Bad Dürkheim auf die Autobahn A650. Dort fuhr der 33-jährige Fahrer jedoch nicht in die ordnungsgemäße Fahrtrichtung, sondern er bog auf dem Beschleunigungsstreifen nach links entgegen der Fahrtrichtung in Richtung Ludwigshafen ab.

Die Polizisten nahmen daraufhin sofort die Verfolgung auf. Eine weitere Polizeistreife, die gerade auf der Autobahn A650 in Fahrtrichtung Bad Dürkheim unterwegs war, sperrte sofort die Autobahn und blockierte dem Mann den Weg und dirigierte diesen, nachdem er anfangs nicht aussteigen wollte, unter Vorhalt der Dienstwaffe aus dem Fahrzeug. Der Mann wurde für weitere polizeiliche Maßnahmen zur Dienststelle verbracht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,14 Promille, weshalb eine Blutprobe entnommen wurde.

Der Mann war illegal in Deutschland

Zwecks Klärung der Identität wurde ein russisch sprechender Beamter der Polizeiinspektion Grünstadt hinzugezogen. Im Rahmen der weiteren Identitätsprüfung wurde festgestellt, dass der Mann lediglich über einen kurzzeitigen litauischen Aufenthaltstitel verfügt, der ihn nicht zum Aufenthalt in Deutschland berechtigt. Ein Visum für Deutschland, das der Mann zwecks Arbeitsaufnahme hatte, war bereits im September 2020 abgelaufen. In der Zwischenzeit war der Mann wieder nach Belarus ausgereist.

Die entsprechenden Anzeigen wegen Verkehrsgefährdung, illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts, sowie illegaler Arbeitsaufnahme wurden gefertigt. Zum derzeitigen Stand der Ermittlungen ist nicht davon auszugehen, dass der Fahrer vor der Funkstreife flüchten wollte, sondern dass er aufgrund seiner Alkoholisierung jeglichen Überblick verloren hatte.