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Bekiffter Autofahrer in Ensheim unterwegs

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Symbolbild Polizei RLP
Symbolbild Polizei RLP

In der Nacht von Freitag (26. März 2021) auf Samstag fiel ein 21 Jahre alter Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle in Ensheim auf. Den Polizisten fiel der typische Geruch nach Marihuana auf, was die Beamten schnell auf die richtige Spur brachte. Der junge Mann aus der Verbandsgemeinde Wöllstein hatte eine geringe Menge Marihuana im Auto dabei. Ein Drogenvortest bestätigte den Verdacht der Polizei, dass der Mann zuvor einen Joint geraucht hatte. Eine Blutprobe wurde entnommen. Neben einem Strafverfahren hat der junge Mann wohl auch ein Fahrverbot zu erwarten.


 

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Großeinsatz der Feuerwehren zwischen Mommenheim und Selzen

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In der Nacht von Samstag (27.03.2021) auf Sonntag (28.03.2021) wurden die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rhein-Selz um 01:38 Uhr zu einem Großbrand alarmiert. Zwischen Mommenheim und Selzen, an der Landstraße L425, waren auf einem Feld großflächig Strohballen in Brand geraten.


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Die Wasserversorgung gestaltete sich schwierig

Wie der stellvertretende Wehrleiter der VG Rhein-Selz, Stefan Danner, vor Ort gegenüber BYC-News um 04:40 Uhr mitteilte, brannten auf dem Feld etwa 3.000 Rundballen Stroh. Mehrere Bagger, Traktoren und ein Radlader der Firma Sokolis aus Selzen waren im Einsatz, um Schneisen um das Feuer herum zu schaffen, damit sich der Brand nicht weiter ausdehnen konnte. Ein weiterer Radlader wurde angefordert, der die Fläche um den Brand freischieben soll. Da das Feuer mit Löschwasser nicht komplett gelöscht werden kann, sollen die brennenden Ballen Stück für Stück auseinander genommen werden, um diese dann abzulöschen. Der Einsatz wird noch mehrere Stunden andauern. Ein kontrolliertes Abbrennen ist aus aktueller Sicht nicht möglich, da dies mehrere Tage dauern würde und mit einem hohen Einsatz an Feuerwehrkräften verbunden wäre.

Zu Beginn des Einsatzes wurden zwei Tanklöschfahrzeuge aus Wörrstadt und Nierstein angefordert, mit insgesamt 10.000 Liter Wasser. Nachdem das Wasser aufgebraucht war, wurde im Pendelverkehr Löschwasser zum Einsatzort gebracht, da vor Ort keine direkte Wasserversorgung möglich war. Im weiteren Verlauf wurde eine Wasserförderung lange Wegstrecke aufgebaut, die ab 04:40 Uhr aus Selzen über Hydranten die Wasserversorgung sicherstellte. Um 05:00 Uhr wurde auch aus Mommenheim noch über einen Hydranten Löschwasser geholt.



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Das Technische Hilfswerk Wörrstadt kam zur Unterstützung

Der nachgeforderte Radlader, der die Fläche um den Brand freiräumen sollte, hatte Schwierigkeiten sich auf dem Acker-Gelände zu bewegen, da immer wieder die Räder durchdrehten. Nach mehreren Versuchen arbeitete er sich von außen Stück für Stück vor.

Das Technische Hilfswerk Wörrstadt (THW) wurde mit einer Führungstruppe angefordert, um die Lage einzuschätzen. Da das THW über große Maschinen, wie Radlader und Bagger verfügt und diese dann auch unter Atemschutz gefahren werden können, wurde es zur Unterstützung hinzugezogen.

Die Besitzerin der Strohballen teilte gegenüber BYC-News vor Ort mit, dass die Ballen in den nächsten Tagen ausgeliefert werden sollten. Den wirtschaftlichen Schaden alleine durch die brennenden Strohballen schätzt sie auf ca. 40.000 Euro.

Vor einigen Tagen kam es in Hahnheim zu einem ähnlichen Einsatz, bei dem ebenfalls Strohballen in Brand geraten waren.

Die Brandursache ist bislang noch unklar. Verletzte gab es keine. Die weiteren Ermittlungen zur Ursache übernimmt die Polizei. Aufgrund der feuchten Witterung hält die Polizei eine Selbstentzündung jedoch für unwahrscheinlich und geht von Brandstiftung aus. Das teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei auf etwa 170.000 Euro. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Tage andauern. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06133 – 933100 bei der Polizei in Oppenheim zu melden.

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Der Einsatz dauert an

Auch am Sonntagabend (28. März 2021) um 19:45 Uhr sind noch immer zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren vor Ort im Einsatz und bekämpfen den Brand. Es kommt noch immer zu einer großen Rauchsäule über der Einsatzstelle.

Im Einsatz waren:

  • die Freiwillige Feuerwehr Selzen
  • die Freiwillige Feuerwehr Mommenheim
  • die Freiwillige Feuerwehr Hahnheim
  • die Freiwillige Feuerwehr Köngernheim
  • die Freiwillige Feuerwehr Guntersblum mit dem ELW, der Führungsunterstützung
  • die Freiwillige Feuerwehr Wörrstadt
  • die Freiwillige Feuerwehr Nierstein
  • die Freiwillige Feuerwehr Hillesheim als Gebietsschutz
  • ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz
  • die Polizei Mainz
  • das THW Wörrstadt
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Einsatzvideo und Bildergalerie

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Mann mit Schusswaffe in Regionalbahn löst Polizei-Großeinsatz aus

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Polizei Symbolbild
Polizei Symbolbild

An diesem Samstagabend (27. März 2021) gegen 19:00 Uhr kam es zu einem Großeinsatz der Polizei am Bahnhof in Niedernhausen im Taunus. Ausgelöst wurde dieser durch einen Mann mit einer Schusswaffe, der sich in einer von Frankfurt nach Limburg fahrenden Regionalbahn befand.


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Der Mann hatte einen Schuss abgegeben

Gegen 19:00 Uhr hatten die Zugbegleiter der Regionalbahn die Polizei alarmiert und mitgeteilt, dass der Mann bereits einen Schuss abgefeuert hatte. Das Zugpersonal hatte anschließend die unbeteiligten Fahrgäste in andere Waggons des Zuges gebracht, sodass der Bewaffnete in einem der mittleren Waggons separiert war. Der Zug wurde am Bahnhof in Niedernhausen gestoppt.

Um eine Gefahr für Unbeteiligte möglichst auszuschließen, wurde der Bahnhof von der Polizei abgesperrt und die Personen im Zug sowie am Bahnhof evakuiert. Zudem wurden auch Spezialkräfte der hessischen Polizei zur Einsatzstelle alarmiert. Diese konnten den Mann schließlich gegen 21:45 Uhr im Zug festnehmen und seine Schusswaffe sicherstellen.

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Zwei Personen wurden verletzt

Bei der Festnahme wurde der Mann durch einen eingesetzten Diensthund leicht verletzt und anschließend zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Zudem klagte eine Frau, die sich zuvor in dem Zug befand, über Ohrenschmerzen aufgrund des Knalls durch den abgefeuerten Schuss. Auch sie wurde ärztlich behandelt.

Ob es sich bei der Pistole um eine echte Waffe handelt, ist noch nicht abschließend geklärt. Dem Anschein nach soll es sich aber um eine Schreckschusswaffe handeln. Aufgrund des Einsatzes musste der Zugverkehr für mehrere Stunden stillgelegt werden.

Für die Geschädigten des Vorfalls und für Zeugen hat die Polizei ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Telefonnummer 06124 – 7078 140 erreichbar.

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Studie zur Zukunft des Shoppings in Innenstädten

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Römerpassage Mainz
Römerpassage Mainz

Die Bedeutung der Innenstädte als Treffpunkt und sozialer Hub wird nach dem Lockdown zunehmen. Verbraucher zeigen eine hohe Solidarität mit lokalen Einzelhändlern, haben aber auch veränderte Erwartungen an Preise, Angebote und Services, wie eine aktuelle Studie der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners zeigt.


Einkaufsbummel in der Innenstadt statt Online-Shopping: Kaum überraschend freut sich mit 90 Prozent die Mehrheit der Konsumenten darauf, wenn sie nach der Aufhebung der Lockdown-Regelungen wieder lokale Shops besuchen können. 88 Prozent geben an, dass es ihnen im Vergleich mit der Zeit vor der Covid-19-Pandemie wichtiger geworden ist, den Einzelhandel in der Innenstadt unterstützen. 43 Prozent sind sogar bereit, dafür mehr Geld auszugeben.

Generell hat der soziale Aspekt eines Innenstadtbesuchs für viele Verbraucher an Bedeutung gewonnen: 60 Prozent wollen die lokale Shoppingtour nutzen, um Freunde und Familie zu treffen, 46 Prozent verbinden damit einen Café- oder Restaurantbesuch.

Dr. Tobias Maria Günter, Partner in der globalen Konsumgüter & Einzelhandel Practice bei Simon-Kucher

„Wir sehen, dass der Handel zwar ein wichtiger Magnet für eine lebendige Innenstadt nach dem Lockdown bleibt, doch die Relevanz der Innenstädte als Treffpunkt und sozialer Hub nimmt zu“. So sind vor allem für jüngere Zielgruppen (53 Prozent) Veranstaltungen und Events wie Stadtfeste oder Weihnachtsmärkte wichtiger geworden. Ebenso spielt für 40 Prozent der Befragten auch die Einkaufsatmosphäre beim lokalen Einzelhändler eine größere Rolle. „Events mit Gleichgesinnten, Wohlfühl-Shoppen, Einkaufserlebnis: Das sind die Faktoren, die nach dem Ende des Lockdowns die Verbraucher wieder in die Innenstädte locken. Angebote, die diese Faktoren miteinander verbinden, bringen Synergien für Stadt, Handel und Konsumenten.“

Veränderte Kundenerwartungen an den Einzelhandel

Die Studie zeigt, dass im Vergleich mit der Zeit vor der Covid-19-Pandemie attraktive Preise und Sonderangebote (40 Prozent) für die Verbraucher wichtiger geworden ist, ebenso wie die Warenverfügbarkeit (37 Prozent). „Das verstärkte Online-Shopping in den vergangenen Monaten hat die Anforderungen der Kunden an den lokalen Handel verändert: Aus dem Internet sind sie Standards wie einen transparenten Preisvergleich oder die ständige Verfügbarkeit von Artikeln gewöhnt – und erwarten dies nun auch beim Shoppen in der Innenstadt“, so Dr. Tim Frommeyer, Manager in der globalen Konsumgüter & Einzelhandel Practice bei Simon-Kucher. „Zusätzlich sind vor allem für jüngere Konsumenten zwischen 16 und 34 Jahren kulante Rückgaberegelungen, ein Lieferservice nach Hause und ‚Click & Collect‘-Angebote selbstverständlich geworden.“

Tobias Maria Günter ergänzt: „Die veränderte Erwartungshaltung der Kunden ist für lokale Einzelhändler Chance und Herausforderung zugleich. So ist zwar zum einen die Bedeutung der Einkaufsatmosphäre gestiegen, der lokale Handel kann sich hier vom Internetshopping abgrenzen und Mehrwert bieten. Gleichzeitig gibt es auch eine starke Solidaritätswelle der Verbraucher mit den lokalen Händlern der Innenstadt – die aber nicht bedingungslos kommt. Händler müssen deshalb ihre Preise, Sortimente, Angebote und Services im neuen Umfeld gezielt weiterentwickeln und – vor allem mit Blick auf die jüngere Zielgruppe – hybride Lösungen anbieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Über die Studie

Die repräsentative Studie „Shopping-Verhalten in der Innenstadt nach dem Covid-19-Lockdown“ wurde von Simon-Kucher & Partners im März 2021 als Onlinebefragung durchgeführt. 1.007 Konsumenten in Deutschland wurden u.a. dazu befragt, inwiefern sich die Anlässe für den Innenstadtbesuch und die Kriterien für die Auswahl der lokalen Händler durch den Lockdown verändert haben.

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Der Dicke und der Don: Weniger Bäume, dafür mehr Müll

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Hier kommt das andere Ende der Leine zu Wort: der Don. Nach Essen, Jagen und Essen ist Gassigehen meine liebste Beschäftigung. Doch die Freude daran ist ein wenig getrübt: Nach und nach stehen weniger Bäume an meiner Route. Und sogar das Gebüsch wird weniger.


Gut. Eigentlich dient das Gassigehen einem Zweck. Einem bestimmten. Die Menschen reden von Geschäft. Aber ich verdiene kein Geld damit. Geschweige denn Leckerli. Es sei denn, ich treffe auf andere Frauchen und Herrchen.

Auf jeden Fall bin ich mit diesem „Geschäft“ eigentlich nach einer Viertelstunde durch. An Silvester schaffe ich das alles sogar in zwei Minuten. Doch trotzdem enden unser Spaziergänge dann nicht. Manchmal dauern sie mehrere Stunden. Zu den wenigen guten Eigenschaften des Dicken gehört sein Wille, viel zu laufen.

Wenigstens schämen sie sich

Aber vielleicht liegt es am Alter. Doch in letzter Zeit macht mich das Gassigehen ein wenig schwermütig. Immer öfters kommen wir an leeren Stellen vorbei, wo früher Bäume standen. Und dass da Säcke mit Zement rumliegen, lässt auf nichts Gutes schließen, was da demnächst kommt.

Der dicke und der don: weniger bäume, dafür mehr müll
Foto: Der Dicke

An der Kommissbrotbäckerei sind jetzt welche verschwunden. Über Nacht. Montags gehst du da spazieren, dienstags woanders und mittwochs sind sie weg. Groß drüber reden tun die nicht, die das verantworten. Immerhin. Wenigstens scheinen sie sich dafür zu schämen.

Auch das Gebüsch wird immer weniger. Jetzt ist das an der Treppe weg, die vom Pfeiler der Hochbrücke hoch zum Hartenbergpark führt. Den ganzen Weg entlang. Gott, war es spannend, da die Nase reinzuhalten. Und jetzt ist da nix mehr zum Schnuppern. Zum Glück liegen da keine Betonsäcke rum. Noch nicht.

Aufwerten heißt Beton

Nun verändern sich Dinge. Sicherlich. In einer Stadt auch. Doch ich lebe jetzt seit 56 Jahren in Mainz. Bäume verschwinden habe ich in der Zeit viele gesehen. Ich könnte mich an keinen einzigen erinnern, der an deren Stelle dazu gekommen wäre. Für Gebüsch gilt das Gleiche.

Wenn Mainz Plätze neu gestaltet, dann spricht die Stadt von „Aufwerten“. Tolles Wort. Nur versteht die Stadt halt unter Aufwerten, einen Platz mit Beton voll zu sch… schprühen. Zu riechen bleibt da nichts mehr. Dafür sind diese Plätze im Sommer die Hölle, denn die Erhitzen sich in der Sonne effektiver als mancher Backofen.

Immerhin: Es gibt auch gute Nachrichten. Wenn ich nicht an Bäumen riechen kann, so interessiere ich mich doch sehr für Müll. Und davon liegt in Mainz immer mehr rum. Ganze Spaziergänge könnte ich damit verbringen, in Müll zu kramen. Das sei keine gute Nachricht, meint zwar der Dicke. Aber was versteht der schon davon.

Mehr Teile der Serie findet Ihr hier.

 

Der Dicke und ich, ich im Vordergrund. Selfie: Der Don

Andreas De Graaf seit mehreren Tagen vermisst – Polizei sucht Zeugen

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Seit dem 24. März 2021 wird nach dem 53-jährigen Andreas De Graaff aus Bad Homburg gesucht. Erste Hinweise aus der Bevölkerung führten leider nicht zum Auffinden des Vermissten.


Herr De Graaff wurde bereits seit Samstag, dem 27.02.2021 nicht mehr zu Hause angetroffen. Der letzte Kontakt zu ihm bestand am 24.März 2021, als er seine Wohnanschrift in Bad Homburg Kirdorf nach eigenen Angaben zum Spazierengehen im Kirdorfer Feld verließ. Seitdem ist er nicht mehr in sein soziales Umfeld zurückgekehrt. Er wurde schließlich von einer Bekannten am vergangenen Samstag vermisst gemeldet. Bisherige Maßnahmen zum Auffinden des Vermissten blieben bislang ohne Erfolg.

Personenbeschreibung:

  • ca. 175cm groß
  • kräftige Statur
  • kurzes, braun-graues Haar
  • mehrere Tattoos an beiden Armen
  • Engel-Tattoo am Hals
  • schwarze Jeans
  • Hemd mit Krawatte
  • braune Lederjacke
  • brauner Hut
  • rot-schwarzer Rucksack
  • Herr De Graaff ist zur Fortbewegung auf Gehhilfen angewiesen. Seine Gehhilfen sind an den Griffen mit Klebeband versehen.

Personen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer (06172) 120 – 0 bei der Kriminalpolizei in Bad Homburg zu melden.

Wer das Ende des Lockdowns gefeiert hat, der hat sich zu früh gefreut

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Bundeskanzlerin
Bundeskanzlerin

Die Osterruhe hat die Kanzlerin zurückgenommen; immer mehr Städte melden sich als „Modellregionen“, um mit den Öffnungen schneller weitergehen zu können – die öffentliche Wahrnehmung steht auf „Ende des Lockdowns“. Doch dessen Gegner und Kritiker sollten sich nicht zu frühen – der Rollback wird kommen. Er ergibt sich aus dem Logik des System Merkels.


Angela Merkel hat sich hochgearbeitet: Von Kohls „Mädchen“, über den CDU-Vorsitz bis zur Kanzlerin, die drei mal im Amt bestätigt wurde. Wer ihr alle Kompetenzen abspricht, wie manche ihrer Gegner das gerne tun, greift automatisch ins Leere. Angela Merkel hat Stärken.

Im machtpolitischen Bereich ist die deutsche Kanzlerin die beste Akteurin, die es in der demokratischen Welt in den letzten 30 Jahren gegeben hat: Stimmungen aufgreifen, Mehrheiten schaffen, treue Gefolgsleute hinter sich scharen oder in nächtlichen Sitzungen Verhandlungspartner über den Tisch ziehen – in all diesen Disziplinen gibt es keinen, der Angela Merkel etwas vormacht.

Nur: Irgendwann stellt sich auch die Frage, mit was frau sich da am Verhandlungstisch durchgesetzt hat. Manchmal ist das Durchgesetzte so schlecht, dass frau es 30 Stunden später zurücknehmen und sich dafür entschuldigen muss. Was zu Merkels großer Schwäche führt: Im inhaltlichen Bereich ist die Kanzlerin bestenfalls Bezirksklasse.

Machterhalt statt Lösungen

Weltklasse ist Angela Merkel darin, Zeit zu gewinnen. Doch wenn es darum geht, etwas aus dieser Zeit zu machen, scheitert sie regelmäßig. Das gilt sogar für ihre großen Erfolge wie etwa die Bankenrettung, als sie einen Zusammenbruch verhinderte, indem sie die Sicherheit der Spareinlagen staatlich garantierte. Danach hat sie allerdings nichts Wirksames unternommen, das die Spekulationsblasen eingeschränkt hätte.

Erst recht gilt es für ihre Baustellen. Etwa die Einwanderungspolitik: Wo ist die europäische Lösung? Die ist längst zur urbanen Legende geworden. Wo ist das Einwanderungsgesetz, das regelt, wer zu uns kommen darf und wer nicht? Selten genug wird Merkel danach gefragt. Viele Journalist:innen sehen sich in dieser Frage nicht als eine Instanz der Aufsicht, sondern als medialer Arm der Merkelschen Linie. Das verschafft ihr Zeit. Mittlerweile sechs Jahre. Doch sie nutzt diese eben nicht für Lösungen – sondern zum Machterhalt.

Genau so verläuft die Pandemiepolitik in Deutschland seit 14 Monaten: Zeit gewinnen, Stimmungen schaffen, treue Gefolgschaften hinter sich scharen – das genügt vielleicht, wenn es um Frauenquoten geht, CSU-Landräte einzuschwören. Aber ein weltweit agierender und mutierender Virus lässt sich so eben nicht besiegen.

Merkel ist in allen Zielen gescheitert

Merkel ist in allen Zielen der Pandemiepolitik gescheitert: Obwohl Experten genau davor gewarnt haben, hat der Virus vor allem in Alters- und Pflegeheimen gnadenlos zugeschlagen. In einem seit fünf Monaten dauernden Lockdown steigen die Infektionszahlen ebenso gnadenlos. Und nicht einmal die europäische Einigkeit funktioniert: Mittlerweile sucht jeder Mitgliedsstaat nach eigenen Wegen, mit dem Impfchaos umzugehen, verhandelt dabei mit Russland oder China – und keiner bittet mehr Merkels Schülerin Ursula von der Leyen dabei um Hilfe.

Als Merkel die „Osterruhe“ zurücknahm, achteten alle auf ihre Entschuldigung. Dabei ging unter, dass die Kanzlerin zum ersten mal selbst eingeräumt hat, dass es beim Lockdown auch Kosten gibt, die mit dem Nutzen abzuwägen sind. Und angekündigt, dass manche Kosten zu hoch sein werden. Die Lockdowns werden also Grenzen haben. Welche das sind, ist Merkel nicht gefragt worden. Doch eine Schließung der Supermärkte oder ein Stilllegen der Auto-Industrie oder anderer Schlüsselbranchen sind in der zurückliegenden Woche faktisch in weite Ferne gerückt.

Merkel wird nicht kampflos gehen

Angela Merkel ist eine Machtpolitikerin. Sie wird das Feld nicht kampflos verlassen. Auch wenn sie jetzt erst einmal eine mediale Auszeit genommen hat – nach Niederlagen ist das eher ein taktisches Manöver als eine Kapitulation. Zuerst schickte Merkel andere vor, die für sie für die Idee nächtlicher Ausgangssperren und anderer Verschärfungen des Lockdowns werben. Wer indes jetzt schon das Ende des Lockdowns feiert, der freut sich zu früh. Heute Abend spricht sie selber bei Anne Will. Überraschungen braucht da allerdings niemand zu erwarten.

Der Lockdown wird weiter das wichtigste Instrument in der Merkelschen Pandemiepolitik bleiben. Nur bleibt ihr da nicht mehr viel Spielraum, wenn sie gleichzeitig einige Lockdown-Maßnahmen ausschließt, wie am Mittwoch angekündigt.

Setzt Merkel aber weiter auf die Verschärfung des Teil-Lockdowns, produziert das Widersprüche: Menschen müssen tagsüber zur Arbeit, dürfen aber abends nicht mehr vor die Tür. Manchen Gewerben wird das Arbeiten verboten, während anderen nicht mal eine Testpflicht zugemutet wird. Menschen müssen unter den Zumutungen eines zeitlich nicht befristeten Lockdowns leiden und gleichzeitig explodieren die Infektionszahlen. Wir erleiden das alles, um das Gesundheitssystem zu schonen – unterdessen werden seit einem Jahr reihenweise Krankenhäuser geschlossen.



Widersprüche sind schwerer zu ertragen

Nach einem halben Jahr Pandemie werden diese Widersprüche immer schwerer zu ertragen sein. Auch wenn Umfragen anderes suggerieren: Der Unmut ist greifbar. Und er hat längst den Bereich randständiger Querulanten verlassen – und reicht bis in die gesellschaftlichen Eliten hinein.

Merkels Schwäche in der Konzeption von Inhalten greift umso härter: Unterricht kann nicht stattfinden, weil es nach über einem Jahr Entlüftungsfilter in Schulen immer noch nicht flächendeckend gibt. Gesundheitsämter bleiben mit der Kontaktverfolgung überfordert, weil wir Digitalisierung immer noch nicht leben, sondern wie Merkel für schwieriges „Neuland“ halten.

In Mainz könnte zum Beispiel eine Warn-App eingeführt werden. Die tausenden Zettel, die über den Sommer in Gaststätten handschriftlich ausgefüllt wurden, wären eine anachronistische Anekdote. Doch das ist nicht möglich. Weil die Software fehlt. Immer noch.

Der schillerndste Versager

Die Wirtschaftshilfen ruhen. Während echte Unternehmen Tonnen an Unterlagen eingereicht haben, ohne bisher einen Cent gesehen zu haben, haben Betrüger Millionen erhalten mit falschen, offenbar nicht überprüften Angaben. In Merkels Parade willfähriger Versager ist Wirtschaftsminister Peter Altmaier der am schrillsten leuchtende.

Deren Versagensbilanz ist zu groß, um sie vollständig wiedergeben zu können. Deswegen nur ein paar Highlights: Digitalisierung und Bürokratie sind in Deutschland in einem so schlechten Zustand, dass sie eher ein Problem als eine Lösung sind. Straßen und Brücken zerbröckeln. Die Boomer gehen reihenweise in Rente, was die Sozialkassen belasten wird. Und viele Plätze in der Produktion bleiben leer, weil aus den Reihen de Einwanderer nicht die Zahl an Fachkräften kommt, die sich die Wirtschaft gewünscht hätte. Und darüber thront ein Verkehrsminister, der Unsummen für Berater eines Projektes ausgegeben hat, das dann gar nicht gekommen ist und der jetzt – blanker Hohn – für die Beschaffung der Schnelltests zuständig ist.

Rücksicht auf Auto-Industrie

Von ihrem Team kann Angela Merkel Willfährigkeit erwarten. Aber keine Pandemie-Konzepte, für die sie sich nicht früher oder später entschuldigen muss. Lockdown allein ist kein Mittel, die Pandemie zu überwinden. Ein Teil-Lockdown erst recht nicht. Er verschafft nur Zeit. Doch sich diese Zeit zu erkaufen, ist nur dann sinnvoll, wenn aus der Zeit auch etwas gemacht wird. Das ist von dieser Kanzlerin nicht zu erwarten. Eine zielgerichtete Pandemiepolitik folglich auch nicht.

Stattdessen wartet Symbolpolitik auf uns. Die Anfänge sind schon längst zu erkennen. Möglichst drastische Maßnahmen mit fragwürdiger Auswirkung auf die Verbreitung des Virus. Die Ausgangssperre zum Beispiel. Doch Angela Merkel wird solche Symbolpolitik brauchen, sonst müsste sie das Versagen ihrer Politik eingestehen. Und wenn sie auch Rücksicht auf die Auto-Industrie nimmt – der einfache Bürger braucht darauf nicht zu hoffen.

Sondersendung mit der Kanzlerin: Angela Merkel steht Anne Will Rede und Antwort

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An diesem Sonntag kommt es zu einer Sondersendung der Talk-Show „Anne Will“. Das hat das Erste mitgeteilt. Die Kanzlerin wird der Talkerin Rede und Antwort stehen. Thema ist einerseits die geschichtsträchtige Rücknahme der „Osterruhe“ in dieser Woche. Will will aber auch wissen: „Wie soll die dritte Corona-Welle nun gebrochen werden?“


Das Erste bezeichnet in einer Pressemitteilung die Rücknahme der Osterruhe als „Zäsur nicht nur in der deutschen Pandemie-Politik, sondern auch in Merkels Amtszeit“. Was diese Rücknahme konkret bedeutet, an welcher Stelle Deutschland in der Pandemie steht und wie es weiter geht, werden Themen der Sondersendung sein.

„Anne Will“ beginnt in der Erstausstrahlung am Sonntag, 28. März, 21.45 Uhr und ist unter anderem in der ARD und deren Mediathek zu sehen.

Kreis Alzey-Worms verhängt nächtliche Ausgangssperre

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Die Allgemeinverfügung des Landkreises Alzey-Worms zu weiteren Schutzmaßnahmen aufgrund der ansteigenden Corona-Infektionen muss nun doch um eine Ausgangsbeschränkung für die Bevölkerung ergänzt werden. Die Landesregierung hat Landrat Heiko Sippel am Freitagnachmittag mittels Erlass angewiesen, diese Ergänzung umgehend vorzunehmen. Wegen der stark steigender Fallzahlen sieht die Landesregierung keine andere Möglichkeit.


Die Allgemeinverfügung tritt am 31. März in Kraft

„Wir haben die Weisung zu befolgen und ich werde am Montag die Verfügung erlassen“, erklärt Heiko Sippel. Nach der öffentlichen Bekanntmachung am Dienstag tritt die Ausgangsbeschränkung dann am Mittwoch, dem 31. März um 0:00 Uhr in Kraft. Ab dann ist das Verlassen der Wohnung und der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung täglich im Zeitraum zwischen 21:30 Uhr und 5:00 Uhr des Folgetages grundsätzlich untersagt. Auch Menschen, die nicht im Landkreis leben, dürfen sich während dieser Zeit nicht mehr im öffentlichen Raum in Alzey-Worms aufhalten.

Es gibt Ausnahmeregelungen

Ausnahmen gibt es bei triftigen Gründen, insbesondere für Menschen, die aus beruflichen Gründen die Wohnung verlassen müssen, bei medizinischen oder tiermedizinischen Notfällen, Besuche von Ehe- oder Lebenspartnern sowie Verwandten in gerader Linie, Menschen, die Pflege- oder Hilfsbedürftige unterstützen oder Sterbende und Schwerkranke begleiten. Auch Hundebesitzer dürfen ihren Hund ausführen.

Landrat Heiko Sippel appelliert an die Bürger

„Ich habe sehr gehofft, dass wir die Bevölkerung in dieser schwierigen Zeit nicht noch mehr einschränken müssen“, unterstreicht Sippel. Allerdings steigen die Infektionszahlen bedingt durch Virusmutationen weiter rasant. Er wiederholt deshalb erneut seinen Appell, alle Regeln konsequent einzuhalten und die Situation weiter ernst zu nehmen. „Unser gemeinsames Ziel muss es jetzt sein, bald wieder von der hohen Inzidenz herunter zu kommen, und sobald es das Land zulässt, im nächsten Schritt eine Strategie umzusetzen, aus dem dauernden Lockdown-Ping-Pong heraus zu kommen“, so Sippel.

Die Infektionszahlen im Kreis Groß-Gerau steigen stärker an

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Am 24. März 2021 lag der Inzidenzwert im Kreis Groß-Gerau bei 122,2. Seitdem steigen die Zahlen stärker an. An diesem Samstag (27. März 2021) liegt der Inzidenzwert sogar bei 145,1.


Stand zum Coronavirus im Kreis Groß-Gerau

Die unten genannten Zahlen entsprechen den in der Meldesoftware des Robert Koch-Instituts übermittelten laborbestätigten Fällen einer COVID-19 Erkrankung mit Meldeadresse im Kreis Groß-Gerau.

Aktuell gibt es im Kreis Groß-Gerau insgesamt 10.614 bestätigte SARS-CoV-2 Fälle, 255 Todesfälle und 9.457 genesene Fälle. 902 Menschen im Kreis sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. (Stand 27. März 2021)

Quelle: Kreisverwaltung Groß-Gerau

Einsatz von Feuerwehr und THW in Mainz-Hechtsheim

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An diesem Samstagmittag (27. März 2021) gegen 11:30 Uhr kam es zu einem Feuerwehreinsatz in der Morschstraße in Mainz-Hechtsheim. Dort war es aufgrund eines geplatzten Wasserrohrs zu einem Erdrutsch gekommen.


Mauer eingebrochen und Gartenhütte eingestürzt

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort gegenüber BYC-News mitteilte, fanden in der Straße „Im Zuckergarten“, die oberhalb der Morschstraße liegt, Baggerarbeiten statt. Dabei fiel ein größerer Stein auf eine Wasserleitung, die daraufhin platzte. Umgehend floss das Wasser sinnflutartig über ein Grundstück, einen Garten und in die Morschstraße. Durch den massiven Wasserdruck ist eine Mauer weggebrochen und eine Gartenhütte durch den Erdrutsch eingestürzt.

Glücklicherweise gelangt kein Wasser in die Gebäude, diese sind auch nicht einsturzgefährdet. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Im Einsatz waren zwölf Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Hechtsheim. Baufachberater vom Technischen Hilfswerk Mainz und Wörrstadt sowie das Tiefbauamt waren ebenfalls vor Ort.

Schließungen: Landkreis Mainz-Bingen erlässt Allgemeinverfügung

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Da der Landkreis nun am dritten aufeinanderfolgenden Tag einen Inzidenzwert von 50 überstiegen hat, erlässt die Kreisordnungsbehörde gemäß dem vom Land für diesen Fall vorgegebenem Muster eine Allgemeinverfügung, die ab Sonntag, 28. März, in Kraft tritt. Diese sieht weitere Schutzregelungen zur Eindämmung der Pandemie vor und gilt zunächst bis einschließlich Sonntag, den 11. April.


Schließungen im Landkreis Mainz-Bingen

Nach der Allgemeinverfügung müssen gewerbliche Einrichtungen für den allgemeinen Kundenverkehr geschlossen werden. Möglich ist hingegen weiterhin das sogenannte Terminshopping, mit Vergabe von Einzelterminen. Dabei gilt: Ein Kunde pro 40 Quadratmeter und die Pflicht zum Tagen einer medizinischen Maske. Dabei muss die Kontaktnacherfassung gewährleistet sein. Zwischen den Terminen sind zudem die Räumlichkeiten zu lüften. Zu vermeiden sind Ansammlungen in oder vor den Einrichtungen. Abhol-, Liefer- und Bringdienste sind nach vorheriger Bestellung unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln weiter möglich.

Von der Schließung ausgenommen sind unter anderem der Lebensmittelhandel, Wochenmärkte, Apotheken, Tankstellen, Banken, Reinigungen, Zeitschriftenläden, Baumärkte und Blumenfachgeschäfte. Auch hier gelten die AHA-Regeln in Form von Abstandsgebot, medizinischer Maskenpflicht und Personenbegrenzung. Für Einrichtungen, die zusätzliche Waren oder Dienstleistungen anbieten, gilt weiterhin die Regelung zum Schwerpunkt des Verkaufssortiments.

Sport und Freizeit

Sportliche Aktivitäten im Amateur- und Freizeitsportbereich in Einzelsportarten dürfen auf und in öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen nach der Allgemeinverfügung nur im Freien mit maximal fünf Personen aus zwei Hausständen betrieben werden. Maximal 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren und einer Trainerin oder einem Trainer ist es erlaubt, kontaktfrei zu trainieren. Während des Trainings gilt das Abstandsgebot.

Der Proben- und Auftrittsbetrieb der Breiten- und Laienkultur wie Orchester, Theater oder Gesangsgruppen ist nicht gestattet.

Hintergrund der Allgemeinverfügung: Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz an drei Tagen in Folge den Wert von 50, ist die jeweilige Gebietskörperschaft verpflichtet, weitere Schutzregelungen nach Vorgabe einer Muster-Allgemeinverfügung des Landes zu erlassen. Die gleichen Allgemeinverfügungen haben die Stadt Mainz und die Landkreise Bad Kreuznach und Alzey-Worms erlassen.



Die Allgemeinverfügung

Schließungen: landkreis mainz-bingen erlässt allgemeinverfügung 1 Schließungen: landkreis mainz-bingen erlässt allgemeinverfügung 2 Schließungen: landkreis mainz-bingen erlässt allgemeinverfügung 3

Lebensmittelrückruf bei EDEKA wegen Metallstücken im Tiefkühl-Produkt

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Lebensmittelwarnung
Lebensmittelwarnung

Die Handelskette EDEKA ruft den Tiefkühl-Artikel „GUT&GÜNSTIG feine Beerenmischung mit Sauerkirschen, tiefgekühlt“ zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, ist nicht auszuschließen, dass in einzelnen Packungen spitze metallische Fremdkörper enthalten sein können. Diese können beim Verschlucken zu Verletzungen führen. Die betroffenen Handelsunternehmen haben umgehend reagiert und die entsprechende Ware sofort aus dem Verkauf genommen


Folgendes Produkt ist betroffen:

  • Artikel: GUT&GÜNSTIG Tiefkühl-Beerenmischung mit Sauerkirschen
  • Inhalt: 750-g-Beutel
  • Mindesthaltbarkeitsdaten: 19.10.2022, 30.10.2022, 19.11.2022, 03.12.2022 und 07.01.2023
Produktabbildung: EDEKA-Zentrale

Kunden erhalten ihr Geld zurück

Verbraucher die einen der betroffenen Artikel besitzen, sollten betroffene Produkte nicht mehr verwenden und dem Handel zurückbringen. Andere Mindesthaltbarkeitsdaten dieses Artikels sowie weitere Tiefkühl-Beerenmischungen sind nicht von dem Rückruf betroffen.

Kunden, die das entsprechende Produkt gekauft haben, können dieses in den Einkaufsstätten zurück geben. Die erhalten den Kaufpreis dann auch ohne Vorlage des Kassenbons zurück.

Demo in Mainz: Massive Kritik am Sozialdezernent Dr. Lensch

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An diesem Freitagnachmittag (26. März 2021) gegen 16:30 Uhr haben rund 30 Demonstranten gegen den Abbau der Schlafcontainer für Obdachlose am Fort Hauptstein in Mainz demonstriert. Die Forderung der Anwesenden: Die Unterkünfte der Obdachlosen am Fort Hauptstein sollen bleiben! Aus diesem Grund hatte der Verein #Rheinhessen hilft unter dem Motto „Herzlich statt herzlos“ zu der Demonstration aufgerufen.


Die Demonstration verlief ruhig und geordnet

Die Stadt Mainz will die Schlafcontainer am Fort Hauptstein bereits Ende März abbauen. Das sorgte schon im vergangenen Jahr für viel Aufmerksam, wie auch in diesem Jahr. Bei der vom Verein #Rheinhessenhilft organisierten Demonstration an diesem Freitag nahmen rund 20 Personen teil. Zunächst fand eine Kundgebung am Schillerplatz statt. Von dort ging es über Große Langgasse und Große Bleiche zum Binger Schlag und von dort über die Wallstraße zum Fort Hauptstein – dem Platz des Container-Dorfes. Dort wurde die Versammlung gegen 17:45 Uhr durch die Initiatoren beendet. BYC-News war bei der Demonstration vor Ort.

Die gesamte Demonstration wurden von der Mainzer Polizei mit zwei Streifenwagen und zwei Polizeimotorrädern begleitet. Durch den Demonstrationsmarsch kam es zur Staubildung im Bereich zwischen der Schillerstraße und dem Fort Hauptstein. Die Veranstaltung verlief sehr ruhig und geordnet, die Hygienevorschriften wurden ordnungsgemäß eingehalten.

Bei der Kundgebung am Schillerplatz erntete vor allem der Sozialdezernent, Dr. Eckart Lensch, starke Kritik:

Der Verein #Rheinhessenhilft dazu:

Der Sozialausschuss der Stadt Mainz hat heute das Thema „Fort Hauptstein“ kurz thematisiert. Der Mainzer Sozialdezernent Dr. Lensch bleibt bei seiner Linie, dass die Stadt im großen und ganzen nichts falsch macht. Ein Telefonat zwischen unserem Vorstand und Herrn Dr. Lensch fand vor der Sitzung statt. Wir bleiben bei unseren Fakten und Aussagen. Bemerkenswert ist die Aussage des Ausschussmitgliedes Myriam Lauzi (SPD und eine Parteikollegin von Dr. Lensch): „Niemand muss auf die Straße“.

Nachdem Rhein-Main Nachrichten – BoostyourCity.de der Stadt und dem Sozialdezernat am 19. März einen kritischen Fragenkatalog übersandt hat, reagierte die Stadt darauf am 23. März. In der Nacht des 23. März meldete unser Verein die für morgen geplante Demo am Schillerplatz an. Am Vormittag des 24. März veröffentlichte unser Verein erst diesen Veranstaltungshinweis mit einer ausführlichen Pressemitteilung zur miserablen Obdachlosenpolitik der Stadt. Nachdem dann auch weitere Medien bei der Stadt nachgefragt und berichtet hatten, dass und warum morgen die Demo stattfindet, schickte die Stadt am Mittag des 24. März – erstmalig – einen Mitarbeiter zu den BewohnerInnen des Fort Hauptstein, um diesen (laut Aussage von Dr. Lensch) Unterkünfte unter anderem im Thadäusheim und dem Egli-Haus anzubieten. Alles nur, weil wieder massiver demokratischer Druck ausgeübt wurde. Sonst wäre wohl gar nichts passiert.

Viele Obdachlose brauchen Ruhe

Weiter schreibt der Verein #Rheinhessenhilft: Unter welchen Bedingungen die Menschen dann coronakonform untergebracht werden, ist uns nicht bekannt. Im Rahmen von Notschlafplätzen? In 4er-Belegungen? Wir wissen es nicht. Den Freiraum, den die obdachlosen Menschen am Fort Hauptstein in den Containern hatten, wird es so nicht mehr geben. Und das wird viele wieder zwangsläufig auf die Straße zurückziehen. Viele Obdachlose brauchen eben Ruhe, wollen nichts mit möglicher Gewalt, Diebstahl oder Drogen zu tun haben oder haben schlechte Erfahrungen in Unterkünften gemacht.

Aber wir erinnern uns an die Aussage von Myriam Lauzi (SPD) im heutigen Sozialausschuss: „Niemand muss auf die Straße“. Frau Lauzi sagte auch, dass man den Menschen dann nach und nach helfen kann, Wohnungen zu bekommen. Viele Menschen sind dauerobdachlos und hätten sogar sehr gerne eine Wohnung. Wir können Frau Lauzi wenn gewünscht eine Liste mit Namen geben, die die Stadt im Rahmen von Wohnungszuweisungen abarbeiten kann. Daran soll es nicht liegen. Spaß beiseite.



„Wir brauchen keine leeren Versprechungen“

Zudem betont der Verein: Wir brauchen keine leeren Versprechungen sondern messen die Politik an den Taten. Der Sozialausschuss wurde heute öffentlich per Live-Stream von der Stadt übertragen. Danke SPD Mainz für nichts! Und warum wir bei diesen Thema so eine kritische Zunge haben? Weil uns die Menschen am Herzen liegen, weil wir das Elend täglich selbst sehen und uns mit den Problemen, Sorgen und Ängsten der Obdachlosen herumschlagen müssen.

Wir bekommen keine städtischen und staatlichen Förderungen und haben deswegen keine Hand, die uns füttert. Das war uns immer wichtig. Unsere Unterstützer sind unsere Spenderinnen und Spender und unsere Mitglieder. Uns sind Preise oder Auszeichnungen nicht wichtig, denn so bleiben wir unabhängig und müssen uns auch keine Gedanken machen, wenn wir den Finger in die offene Wunde legen. Wir sagen das, was gut läuft und nehmen bei dem, was schlecht läuft, ebenfalls kein Blatt vor den Mund. Unser Lohn ist das Lachen der obdachlosen Menschen auf den Straßen.

„Wir schämen uns für diese Obdachlosenpolitik“

Interessant ist, wie der Verein mitteilt, auch: die Stadt stellt von November-März die Container für den Kälteschutz auf. Sagt jetzt aber, sie hat für alle 20 Bewohner Unterbringungsmöglichkeiten. Warum werden dann überhaupt Container jedes Jahr aufgestellt, wenn es angeblich so viele Plätze in den stationären Einrichtungen gibt? Ein Widerspruch. Was machen die Menschen jetzt, die in den Abend- und Nachtstunden eine dringende Unterbrechung benötigen oder kurzfristig obdachlos geworden sind, wenn sie von den Einrichtungen wegen Überfüllung abgewiesen werden? Was sollen wir diesen Menschen sagen? Die Container jedenfalls stehen dann nicht mehr zur Verfügung. Wir wissen von welchen Problemen wir reden, da wir nicht am Schreibtisch sitzen, sondern auf der Straße unterwegs sind. Der Sozialdezernent Dr. Lensch betont übrigens immer, dass Mainz die Stadt in Rheinland-Pfalz ist, die die meisten Plätze für obdachlose Menschen hat. Ist das ein Grund, dies positiv zu bewerten? Oder heißt dies, dass die Angebote in Mainz für obdachlose Menschen nicht gut genug sind, dass viel zu wenige in Wohnungen vermittelt werden oder dahin vegetieren?

Wir schämen uns für diese Obdachlosenpolitik. Und machen natürlich weiter mit unserer wichtigen Arbeit auf der Straße.

Das Tablet als Tool im Handel und der Gastronomie

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Der Hype um Tablets für die private Nutzung ist mittlerweile etwas abgeklungen. Verantwortlich dafür sind hochwertige Smartphones mit großen Bildschirmen und kleine Notebooks, die problemlos in eine größere Hand- oder Aktentasche passen. Zwar werden Tablets immer noch von vielen Menschen genutzt, allerdings erobern die mobilen Geräte heute vor allem die Arbeitswelt. Tablets haben einige große Vorteile gegenüber Computern und werden im Handel und der Gastronomie vermehrt eingesetzt. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sorgen dabei für Begeisterung und erleichtern den Arbeitsalltag.


Der elektronische Bestellblock

In Restaurants und Cafés wird der Einsatz von simplen Schreibblocks immer seltener. Stattdessen verwenden viele Kellner heute Tablets, um die Bestellungen der Kunden aufzunehmen. Das hat viele Vorteile. Über das mobile Gerät können die in Auftrag gegebenen Speisen und Getränke direkt an die Küche weitergeleitet und damit ordentlich Zeit gespart werden. Die Kellner können einfach von Tisch zu Tisch gehen und die Bestellungen aufnehmen, ohne diese persönlich an das Küchenteam übergeben zu müssen. Sind Gerichte fertig und warten diese auf ihre Auslieferung, kann der Kellner ebenfalls elektronisch informiert werden. Die automatisierte Kommunikation erleichtert es den Mitarbeitern in ihrem stressigen Beruf keine Fehler zu machen.

Auch für die Abrechnung steht das Tablet jederzeit bereit. Da die Bestellungen bereits eingespeichert sind, muss der Kellner nur noch einen Beleg drucken und kann besonders einfach abkassieren. Getrennte Rechnungen sind auf den Bezahlsystemen ebenfalls kein Problem. Da das Tablet auch mit einem Kartenlesegerät verbunden werden kann, erleichtert dies auch die Zahlung mit Kreditkarte, Smartphone und Co. Einige Restaurants setzen mittlerweile auch auf die Bestellung am Tablet ohne Kellner. Dazu wird jeder Tisch mit einem Gerät ausgestattet und die Besucher schicken ihre Wünsche einfach digital ab.

Die digitale Registrierkasse

Tablets können mittlerweile auch als Kassensystem eingesetzt werden. Dabei müssen Ladenbesitzer auf Geräte mit lizenzierter TSE (Technische Sicherheitseinrichtung) bauen, um ihre Rechnungen legal ausstellen und drucken zu können. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, können Tablets mit dem passenden Zubehör und einem Softwarepaket von Anbietern wie Tillhub gekauft werden. Dabei erhalten Käufer ein iPad mit Bondrucker und Kartenlesegerät – das Paket gilt als offizielle Registrierkasse. Die Software wurde für verschiedene Branchen optimiert, sodass jeder das System auf seine Bedürfnisse abstimmen kann. Registrierkassen mit Tablet haben einen großen Vorteil gegenüber den klassischen Systemen.

Das mobile Gerät kann die Daten der Verkäufe nämlich sammeln und diese für verschiedene Anwendungen nutzen. So wird nicht nur die monatliche Abrechnung enorm vereinfacht, sondern es können auch hilfreiche Statistiken und Graphiken erstellt werden, die bei der Planung und dem Einkauf von Produkten helfen. Das Tablet kann dazu auch für die Erstellung von Dienstplänen und Co. genutzt werden, die Möglichkeiten sind praktisch endlos. Natürlich kann man das Gerät ebenso für die normale Internetnutzung einsetzen und darauf den eigenen Online-Shop betreuen. 

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Tablets sind vor allem in der Arbeitswelt heute sehr geschätzt. Das Tablet ist klein und handlich, wodurch es ideal als digitaler Bestellblock eingesetzt werden kann, gleichzeitig ist der Bildschirm groß genug, um darauf Abrechnungen zu machen und buchhalterische Tätigkeiten durchzuführen. Durch die Verbindung mit dem mobilen Internet hat das Tablet immer und überall Zugriff auf das Internet und kann mit anderen Geräten automatisiert kommunizieren. Dabei fallen für Arbeitnehmer in der Gastronomie und dem Handel einige Arbeitsschritte weg, die jede Menge Zeit sparen.