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Infektionsgeschehen im Landkreis Mainz-Bingen weiterhin diffus

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Ingelheim bei Nacht 6
Ingelheim bei Nacht 6

Die Corona-Situation im Landkreis Mainz-Bingen stabilisiert sich. „Die 7-Tages-Inzidenz des Landkreises hat sich in den letzten Tagen bei einem Wert von etwa 70 eingependelt. Damit sind die Infektionszahlen zwar weiterhin hoch, die Entwicklung gibt aber dennoch Hoffnung“, so der für das Gesundheitsamt zuständige Kreisbeigeordnete Erwin Malkmus.

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Nach wie vor finden die meisten Infektionen im privaten Umfeld statt

In und um Ingelheim sind vereinzelt auch Schulen und Kitas betroffen. Solche einzelnen Ausbrüche, wie auch tagesaktuell im Asylantenwohnheim in Bingen, lassen den Inzidenzwert des Landkreises derzeit stagnieren. Dort sind zurzeit drei von 19 Bewohnerinnen und Bewohnern infiziert. Für alle wurde Quarantäne angeordnet.

Das Gesundheitsamt des Kreises ist verhalten optimistisch: „Bisher haben sich die Öffnungsschritte zum Christi Himmelfahrtswochenende noch nicht in den Fallzahlen niedergeschlagen. Wir hoffen, dass dies so bleibt und wir die zu den nächsten Wochenenden anstehenden Lockerungen genießen können. Solange wir uns an die vorgegebenen Konzepte halten, kann das gelingen“, so Erwin Malkmus weiter. Ab dem Freitag, 21. Mai 2021, gilt die zweite Stufe des Perspektivplans Rheinland-Pfalz. Damit tritt auch die 21. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes in Kraft, in der weitere Lockerungen für Kultur und Sport festgesetzt wurden. Kultur im Freien ist danach auf festen Plätzen und unter Vorlage eines negativen Testergebnisses mit bis zu 100 Personen möglich. Auch der Gruppensport mit maximal fünf Personen aus fünf unterschiedlichen Haushalten ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.

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Mit der neuen Verordnung treten folgende Änderungen in Kraft:

Bei einer Inzidenz unter 100:

Kultur im Freien mit maximal 100 Zuschauern auch beim Sport auf festen Plätzen sind wieder möglich. Ein vorangegangener negativer Test ist Pflicht. Die Maskenpflicht am Platz entfällt, da zwischen den Plätzen ausreichend Abstand gehalten werden muss.

Kontaktloser Gruppensport außen ist unter Aufsicht einer Trainerin oder eines Trainers mit maximal fünf Personen aus maximal fünf Haushalten wieder möglich.

Das Verbot vom Konsum alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit entfällt.

Bei einer Inzidenz unter 50:

Kulturelle und gastronomische Angebote in Innenräumen können mit entsprechendem Testkonzept und festen Plätzen wieder wahrgenommen werden.

Angebote auf Ausflugsschiffen sind grundsätzlich analog zu den Regelungen in der Gastronomie wieder möglich. Dabei ist die aktuelle Inzidenz „Unter 100“ oder „Unter 50“ entscheidend.

Darüber hinaus wurde die 21. Corona-Bekämpfungsverordnung an die neue Version der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes angepasst, die dieser am 13. Mai 2021 erlassen hat. Neben den Ausnahmen für symptomlose geimpfte und symptomlose genesene Personen gibt es nur kleinere Anpassungen: Beispielweise können sich Einreisende aus einfachen Risikogebieten sofort „freitesten“ lassen und nicht erst nach fünf Tagen. Zudem müssen sich Kinder bis zum sechsten Geburtstag nicht auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Sollte sich der positive Trend wie bisher fortsetzen, so ist ab dem 2. Juni eine dritte Stufe des Perspektivplans Rheinland-Pfalz vorgesehen, die weitere Erleichterungen im Bereich des Tourismus, der Freizeit, des Sports und der Kultur vorsieht.

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Sporthallen und Hallenbäder im Kreis Groß-Gerau werden geöffnet

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Sporthalle
Sporthalle

Ab dem 7. Juni 2021 können Schulen und Vereine die kreiseigenen Sport-, Turn- und Gymnastikhallen zum Training und Schulsport wieder nutzen. Auf dieses Datum haben sich Landrat Thomas Will und die Bürgermeister der 14 Kommunen des Kreises Groß-Gerau bei der jüngsten Bürgermeister-Dienstversammlung geeinigt. Grundlage dafür ist eine stabile Inzidenz von unter 100 Corona-Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

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Landrat Thomas Will dazu

„Nach der aktuellen Entwicklung sind wir zuversichtlich, dass wir Anfang Juni die Bundesnotbremse nicht mehr ziehen müssen“, sagten Landrat Thomas Will und Gesundheitsdezernent Walter Astheimer. Der Kreis Groß-Gerau trifft aktuell Vorbereitungen, um die rund 40 Hallen für die neuerliche Nutzung flott zu machen. „Das Gebäudemanagement prüft nach der monatelangen Schließung die technischen Voraussetzungen in den Hallen und lässt unter anderem das Wasser in den Duschen auf Legionellen testen“, so Will. „Wir hoffen, dass die Sportbegeisterten das Training wieder in gewohntem Umfang aufnehmen können.“ Der Kreis betreut aktuell 43 Hallen. Die zwei Martin-Buber-Hallen in Groß-Gerau stehen wegen des Einsatzes als Impfzentrum nicht zur Verfügung.

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Hallenbäder öffnen ebenfalls wieder

Zudem haben sich Bürgermeister aus dem Kreis auch darauf verständigt, Hallenbäder wieder zu öffnen – allerdings pandemiebedingt erst einmal nur für das DLRG-Ausbildungsschwimmen und das Schulschwimmen. Die Hallenbäder sollen ab dem 24. Mai 2021 für diese eingeschränkte Nutzung wieder hochgefahren werden. Unklar ist bislang, wann die Bäder wieder für die Allgemeinheit geöffnet sind. Daneben will der Kreis, so es die Infektionslage hergibt, die Gremiensitzungen in Präsenz wieder ab dem 1. Juni 2021 abhalten. Bisher konnten Gremiensitzungen überwiegend nur als Videokonferenzen stattfinden.

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Wichtige Informationen zur Impfbörse im Kreis Groß-Gerau

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Final17 1
Final17 1

Aufgrund der riesigen Nachfrage nach Impfwünschen musste die Impfbörse des Impfzentrums Groß-Gerau vor wenigen Wochen zwischenzeitlich geschlossen werden. Inzwischen konnte allen Interessenten der Impfbörse ein Impfangebot gemacht werden. Aus diesem Grund hat der Kreis die Impfbörse ab Donnerstag 20. Mai 2021) wieder geschaltet: Über die Webseite des Kreises Groß-Gerau können sich ab sofort wieder Menschen dafür bewerben. Die Priorisierung ist bei der Impfbörse aufgehoben.

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So funktioniert die Impfbörse:

Über die Impfbörse werden ausschließlich Impfstoffe angeboten, die im Laufe des Tages im Impfzentrum nicht verimpft werden konnten. Für die Vergabe dieser „Restimpfungen“ gilt folgendes Prozedere: Die Bewerber müssen ihren Wohnsitz im Kreis Groß-Gerau haben und den Wohnsitz im Impfzentrum nachweisen. Die Personen müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Für jeden Abend erhalten maximal 10 Personen eine Einladung zum Impfzentrum. Die Einladung erfolgt im Laufe eines jeden Tages aus organisatorischen Gründen ausschließlich per SMS oder WhatsApp-Nachricht. Die Auswahl der Personen erfolgt täglich nach dem Zufallsprinzip. Die ausgewählten Personen werden gebeten, sich um 22:00 Uhr am Impfzentrum Groß-Gerau einzufinden.

„Es können nur so viele Personen eine Impfung erhalten, wie Impfstoffreste zur Verfügung stehen“, betonen Jochen Melchior und Andreas Franz vom Groß-Gerauer Impfzentrum. Wie viele Impfungen dann tatsächlich durchgeführt werden können, entscheidet sich erst sehr kurzfristig nach Verfügbarkeit von restlichen Impfstoffen. Wer sich für die Impfbörse bewirbt, muss bei der Registrierung zusätzlich ausdrücklich erklären, bei erfolgter Impfung alle weiteren Termine, die zum Beispiel über die Terminvergabe des Landes Hessen vereinbart wurden, zu stornieren.

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Landrat Thomas Will dazu

„Diese Arbeit kann von unserem Team nicht auch noch mit übernommen werden“, betont Landrat Thomas Will. Er appelliert an die Solidarität und Mitwirkung der Menschen im Kreis: „Die Impfbörse ist ein gutes, aber zusätzliches Angebot unseres Impfzentrums. Es ist unser Bestreben, möglichst viele Menschen in kurzer Zeit gegen Covid-19 zu impfen. Helfen Sie mit, dass die extrem engagierten Mitarbeiter*innen nicht noch zusätzlich mit weiteren organisatorischen Aufgaben belastet werden.“

Bei der Impfbörse steht nur der im Laufe des Tages nicht verimpfte Impfstoff zur Verfügung. Eine Wahl des Impfstoffes ist ausdrücklich nicht möglich. Das Impfzentrum Groß-Gerau möchte durch dieses Angebot auch weiterhin ein eventuelles Verwerfen von Impfstoffen vermeiden und zusätzlich den Impffortschritt beschleunigen. Hier geht es zur Impfbörse des Kreises Groß-Gerau 

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Polizei warnt vor unseriösen Angeboten zur Dach- und Steinreinigung

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Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt mahnen zur Vorsicht, wenn an der Haustür mit Briefkastenwerbung und in Zeitungsbeilagen für die Reinigung von Dächern und Hauseinfahrten geworben wird. Der Verbraucherzentrale wurden in den letzten Wochen mehrere betrügerische Fälle gemeldet.

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Aktuelle Fälle aus den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale

Die Geschichte mit der übrig gebliebenen Zeit: Eine Firma bot an der Haustür die Reinigung einer Hauseinfahrt an. Der Mitarbeiter gab vor, bei einem Auftrag in der Nachbarschaft vorzeitig fertig geworden zu sein und noch Reinigungsmaterial übrig zu haben. Die 30 Quadratmeter könnten deshalb besonders günstig für 350 Euro gereinigt werden.

Der Hausbesitzer willigte ein, doch kurz nach Beginn der Arbeit kamen ihm Zweifel. Auf seine Frage nach einer Visitenkarte wurde ihm lediglich eine zerfledderte Reisegewerbekarte vorgezeigt – ausgestellt von einer Behörde in Nordrhein-Westfalen. Der Verbraucher meldete sich bei der Polizei, die einen Streifenwagen vorbeischickte. Nach erfolgter Personenkontrolle fuhren die Männer mit ihren in Irland zugelassenen Transportern davon.

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Das Angebot von Schwarzarbeit:

Mit einem Faltblatt in der Tageszeitung warb eine Firma für die Reinigung von Einfahrten. Eine Verbraucherin kontaktierte sie telefonisch. Der Reiniger bot an, die Arbeiten zu einem günstigeren Preis „schwarz“ zu verrichten und versprach sieben Jahre Garantie. Da die Arbeiten schlecht ausgeführt waren, wollte die Kundin die Arbeiten reklamieren. Da sie die Arbeiten ohne Rechnung in Auftrag gegeben hatte, hatte sie sich die Möglichkeiten zur Reklamation genommen. Schwarzarbeit ist illegal und kann Bußgelder nach sich ziehen. Mit dieser Masche wehren dubiose Anbieter mögliche Ansprüche ab.

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Das Problem mit der Rechnung:

Eine andere Hausbesitzerin fand einen Werbeflyer in ihrem Briefkasten und beauftragte die Firma über die angegebene Mobilfunknummer. Die Arbeiter veranstalteten eine Riesenschweinerei. Daher forderte die Verbraucherin die Handwerker nach vier Stunden auf, die Arbeiten abzubrechen. Sie reklamierte die Arbeitsweise der Männer telefonisch und verlangte eine Rechnung für die bisher erbrachte Arbeit.

Die Rechnung mit gefälschter Firmenadresse und ohne Steuer- und Rechnungsnummer belief sich auf 2.000 Euro. Die Auftraggeberin reklamierte telefonisch die fehlenden Angaben und den sittenwidrigen Preis. Die Firma zeigte sich uneinsichtig. Erst als sie mit der Polizei drohte, erhielt sie eine neue Rechnung mit einer anderen Firmenanschrift. An diese Adresse schickte sie ein Widerspruchsschreiben per Einschreiben, das als unzustellbar zurückkam.

Eine andere Firma wollte eine bemooste Außenfläche in zwei bis drei Tagen zu einem Preis von 3.600 Euro reinigen. Die Reinigung mit einem dieselbetriebenen Apparat und die Versiegelung mit einer Gießkanne war nach fünf Stunden erledigt. Der Arbeiter verlangte den vereinbarten Betrag in bar.

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Zum Schutz vor dubiosen Angeboten geben Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt folgende Tipps:

  • Wenn Fremde klingeln, sollte eine Türsprechanlage genutzt oder die Haustür nur mit einer Türsperre geöffnet werden.
  • Drückerkolonnen sollten nie spontan an der Haustür beauftragt werden. Es ist ratsam, sich zunächst eine Visitenkarte oder ein Faltblatt mit Angaben wie Firmenname, Firmenanschrift und ggfs. Internetadresse geben zu lassen. Die Angaben können dann in Ruhe geprüft werden.
  • Es ist immer sinnvoll, Vergleichsangebote von ortsansässigen Handwerkern einzuholen und Angebote zu vergleichen.
  • Wer allein und verunsichert ist, sollte einen Nachbarn hinzuziehen und ihn um Unterstützung bitten.
  • Wer sich auf Schwarzarbeit einlässt, macht sich strafbar.
  • Verträge, die außerhalb von Geschäftsräumen, also an der Haustür oder in einer Wohnung, abgeschlossen werden, können innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden.
  • Sinnvoll ist eine schriftliche Vereinbarung darüber, dass die geleistete Arbeit nicht bar bezahlt, sondern der Betrag nach Erhalt einer Rechnung überwiesen wird.
  • Bei verdächtigen Personen oder Angeboten sollte sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 informiert werden.

Weitere Informationen zum Thema sind auf der Webseite der Verbraucherzentrale und bei der der Polizei zu finden.

 

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Vor genau 100 Jahren – Großer Motorsport auf der Opel-Rennbahn bei Rüsselsheim

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Opel 21344
Opel 21344

Vor rund 100 Jahren fanden die ersten Rennen auf dem Rundkurs südlich von Rüsselsheim statt – der damals brandneuen Opel-Rennbahn. Wann genau die allerersten Rennfahrer auf dem 1,5 Kilometer langen Oval an den Start gingen, lässt sich nur schwer belegen.

Wiesbadener Automobil-Turnier im Mai 1921

Zweifelsfrei dokumentiert ist jedoch das „1. Wiesbadener Automobil-Turnier“, das am 21. und 22. Mai 1921 stattfand. Und heute, exakt 100 Jahre später, erwacht die Opel-Rennbahn wieder zu neuem Leben – zumindest virtuell. In einer kürzlich auf YouTube geposteten Videosimulation lassen sich der Kurs und die Rennatmosphäre der damaligen Zeit auf atemberaubende Weise nachempfinden – anklicken lohnt sich!

2021 erwacht die Opel-Rennbahn von 1921 zum virtuellen Leben

Zeitgenössischen Berichten zufolge fanden beim „1. Wiesbadener Automobil-Turnier“ 1921 zwölf Rennen für Automobile und Motorräder über Distanzen bis zu 90 Kilometer statt. Bei den meisten Läufen waren auch Opel-Fahrzeuge mit am Start – und dies meist sehr erfolgreich. Ganz vorne dabei: Fritz von Opel, der Enkel von Firmengründer Adam Opel, sowie Werksfahrer Carl Jörns.

Am Lenkrad des Opel 14 PS fuhr Jörns direkt zwei Siege ein, Fritz von Opel überquerte einmal vor allen anderen die Ziellinie – dabei erreichte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 113 km/h. Das ursprünglich als Rekordversuch für Wagen und Motorräder geplante 13. Rennen musste schließlich abgesagt werden – da das Publikum am Streckenrand „zu unvorsichtig geworden war“.

Schnellste Rennstrecke Europas

Denn obwohl die Opel-Rennbahn Anfang der 1920er Jahre als schnellste Rennstrecke auf dem europäischen Kontinent galt, gab es keine weiteren Sicherheitsvorkehrungen. Die Fahrbahn war recht schmal, die überhöhten Kurven steil. Schutzplanken, Kiesbett oder weite Auslaufzonen – wie bei modernen Rennstrecken üblich – suchte man hier vergebens. Die Zuschauer standen ganz einfach am Rand der Rennbahn. Wie dies aussah und wie sich das angefühlt haben musste, können die Fans von heute nun in einem YouTube-Video erleben. Mithilfe der „Assetto Corsa“-Rennsimulation und AI-Technologie lässt YouTuber „GPLaps“ ein virtuelles Rennen stattfinden.

Ort des Geschehens ist die von Thomas Lächele in 3D-Optik modellierte Opel-Rennbahn der 1920er Jahre. Ein Ausflug in die Vergangenheit mit allen Sinnen: von der detailreichen Darstellung der Tribünen, Zuschauer und Streckenwerbung bis hin zum realistischen Sound der Motoren und den Markenlogos auf der Fahrbahn.

Ein „Revival“, das die Community begeistert: Die User auf YouTube berichten von einem einzigartigen Erlebnis und einer der beeindruckendsten Rennstrecken der Sim Racing-Welt. Auch die „echte“ Opel-Rennbahn hat Bestmarken zu bieten. Bei ihrer Einweihung 1920 war sie die erste Rennstrecke auf dem Kontinent – lange bevor der Nürburgring, die Berliner AVUS oder der Hockenreimring ihren Betrieb aufnahmen. Das Rennoval mit zwölf Meter breiter Fahrbahn und 32-Grad-Steilkurven erlaubte Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h.

„Raketen-Fritz“ im RAK 1 auf der Opel-Rennbahn

Auf dem Rüsselsheimer Oval wurden Rennen für Fahr- und Motorräder genauso wie für Autos abgehalten. Zu ihren Glanzzeiten zog die Opel-Rennbahn bis zu 50.000 Zuschauer bei den Wettkämpfen in ihren Bann. Berühmte Rennfahrer wie Rudolf Caracciola gingen hier an den Start.

Zugleich fungierte die Renn- auch als Teststrecke, da die notwendigen Entwicklungstests neuer Modelle auf öffentlichen Straßen nicht länger problemlos durchführbar waren. Ein Highlight waren die aufsehenerregenden Versuchsfahrten Fritz von Opels im raketengetriebenen RAK 1 im April 1928 – was ihm den auch heute noch bekannten Namen „Raketen-Fritz“ einbrachte.

Strecke 1946 stillgelegt

Der Motorrennsport entwickelte sich ab den 1930er Jahren schnell und stetig weiter. Im Zuge der Eröffnung von Nürburgring, Berliner AVUS und Hockenheimring fanden immer weniger Veranstaltungen auf der Opel-Rennbahn statt. 1946 wurde die Strecke schließlich stillgelegt und fiel in einen Dornröschenschlaf.

Heute gilt die Opel-Rennbahn als „technisches Kulturdenkmal“. Der größte Teil des ursprünglichen Ovals ist zwar von Bäumen und Büschen überwuchert – doch insbesondere die Steilwandkurven sind immer noch gut sichtbar. Und wer mehr über die Geschichte der Opel-Rennbahn erfahren will, kann auch direkt vor Ort in die Vergangenheit eintauchen: 2013 wurde eine Besucherplattform samt Info-Tafeln am Rande der ursprünglichen Strecke errichtet.

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25 Jahre BINGEN SWINGT – Jazz auf der Mäuseturminsel Ende Juni

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Topthema 20210519 Sebastian Laverny Quartett Bingen Jazz Edition
Topthema 20210519 Sebastian Laverny Quartett Bingen Jazz Edition

Im Schatten des Mäuseturms findet am Samstag, 26. und Sonntag, 27. Juni BINGEN SWINGT – Jazz am Mäuseturm statt. Vier Jazzbands laden zum besonderen Konzertgenuss vor der Weltkulturerbe-Kulisse ein. Binger Wein und rheinhessisches Fingerfood runden das perfekte Erlebnis ab.

25 Jahre Bingen swingt

Im 25. Jahr kann BINGEN SWINGT nicht wie ursprünglich geplant stattfinden. „Nach der tollen Resonanz auf BINGEN SWINGT auf Bestellung im letzten Jahr haben wir uns für dieses Jahr noch eine Steigerung einfallen lassen“, freut sich Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser. „BINGEN SWINGT – Jazz am Mäuseturm: Direkt an unserem Wahrzeichen wurde wohl noch nie ein Konzert vor Publikum gespielt und auf sehr lange Zeit wird es die einzige Gelegenheit bleiben.“

„BINGEN SWINGT – Jazz am Mäuseturm ist nicht in der Nähe vom Mäuseturm oder mit Blick auf den Mäuseturm“, betont Heiner Schiemann, Geschäftsführer der Veranstalterin Bingen am Rhein Tourismus und Kongress GmbH. „BINGEN SWINGT ist 2021 Jazz auf der Mäuseturm-Insel und Jazz direkt am Fuße des Mäuseturms.“

Start am Kulturufer

Das BINGEN SWINGT Erlebnis startet und endet am KULTURUFER mit dem Boarding auf das Schiff. Ein Gästeführer berichtet von der Geschichte und den Sagen des Mäuseturms.

Auf der Insel hat jeder Gast die Gelegenheit sich umzuschauen, den Mäuseturm zu besichtigen und auf die Plattform zu steigen. Im Anschluss gibt ein dreißigminütiges, einzigartiges Konzert im Schatten des Mäuseturms. Binger Winzer:innen servieren dazu rheinhessische Spezialitäten: Weine und Fingerfood.

Acht Abfahrtszeiten täglich

Pro Tag gibt es acht Abfahrtszeiten. Die erste Abfahrt ist Samstag um 10.55 Uhr. Das letzte Konzert endet um 22:00 Uhr. Sonntags beginnt der Tag bereits eine Stunde früher um 09:55. Das letzte Konzert endet um 21:00 Uhr. Jede Gruppe wird für ca. 1,5 Stunden auf der Insel sein. Mit Schifffahrt wird die Veranstaltung knapp 2,5 Stunden dauern.

An beiden Tagen spielen jeweils zwei Bands abwechselnd Sets zu je dreißig Minuten.

25 jahre bingen swingt - jazz auf der mäuseturminsel ende juni
Sebastian Laverny Quartett_Bingen Jazz Edition.
Quelle: Stadt Bingen / Künstler

Samstag, 26. Juni 2021: Sebastian Laverny Quartett

Das Sebastian Laverny Quartett verkörpert einen neuen hochkarätigen Mainstream, der Herz und Hirn gleichermaßen beglückt. „Just Jazz“ heißt das aktuelle Programm der Band mit einer abwechslungsreichen Mischung aus geschmackvoll arrangierten Standards und Eigenkompositionen.

In der „Bingen Jazz Edition“ präsentiert Laverny sein bewährtes Quartett in regionaler Besetzung: Bassist Ralf Cetto und Schlagzeuger Alex Funk bilden als Binger Rhythmusgruppe mit kernigem Groove das Band-Fundament, Saxophonist Axel Schmitt aus Münster-Sarmsheim sorgt mit brillantem Timbre und einfühlsamen Interpretationen für einen abwechslungsreichen Sound, und Pianist Sebastian Laverny aus Trechtingshausen gilt nicht umsonst als virtuoses „Tastentier“. Freuen Sie sich auf perfektes Timing, mühelosen Swing und ekstatische Improvisationen: internationaler Jazz, regional mit Liebe gemacht!

Andreas Hertel Trio, feat. Tony Lakatos am Samstag, 26. Juni 2021

Ein wahrer Weltstar des Jazz-Saxophons gastiert in diesem Konzert: Tony Lakatos am Saxophon, begleitet vom hinreißend swingenden Trio des Wiesbadener Pianisten Andreas Hertel.

Der in Frankfurt lebende berühmte Saxophonist stammt aus einer ungarischen Musiker: innendynastie und ist Star-Solist der HR-Bigband. Lakatos gilt schon seit vielen Jahren als einer der besten seiner Zunft.

Mitreißend swingende Höhepunkte wechselt das Andreas Hertel Trio gekonnt mit gefühlvollen Balladen in Standards wie Eigenkompositionen. Dabei schafft der Komponist Andreas Hertel das Kunststück, dennoch seine ganz eigene Handschrift deutlich werden zu lassen und mit Stücken, die wie zeitlose Klassiker klingen, das Publikum bestens zu unterhalten und spannende und bewegende musikalische Geschichten zu erzählen.

Sonntag, 27. Juni 2021 – Julia Oschewsky & Band

Vielen mag die Sängerin und Songschreiberin bekannt sein als Hälfte des Akustik Pop Duos “Kleingartenanlage” oder als Solistin des Ed Partyka Jazz Orchestra. Aus dem Mädchen mit den roten Locken und der Gitarre ist eine erwachsene Frau geworden, die in den letzten Jahren fleißig an ihrer künstlerischen Vision gefeilt hat.

Neugierig und verspielt ist sie für ihre Songs immer auf der Suche nach Themen, die mitten aus dem Leben stammen. Unter einer Lage Puderzucker ebnen Folk und Jazz Farben persönlichen Geschichten den Weg an die Oberfläche ihrer liebevollen Kompositionen.

Auch mit ihren Arrangements bekannter Jazz-Klassiker, eingebettet im groovenden Bandsound, gelingen der Frontfrau mit klarer Stimme spannungsreiche und lebendige Collagen aus Farben und Sounds.

Zuletzt 2011 bei Bingen Swingt zu Gast, damals noch mit ihrer Amsterdamer Formation, freut sich Julia nun, zehn Jahre später, riesig auf ein Revival.

Oriental Jazz Quintett

Welche Musik entsteht, wenn sich europäische und syrische Musiker:innen zu einer Band zusammentun, ihre musikalischen Traditionen einbringen, und ausloten, wie die Musik die Kulturen verbindet?

Die interkulturelle Band „Oriental Jazz Quintett“ lässt hör- und fühlbar werden, wie sich die unterschiedlichen musikalischen Wurzeln der Musiker:innen gegenseitig befruchten und Neues entsteht. Arabische Maquams umspielen westliche Harmonien, orientalische Rhythmen grooven zu Jazz-Standards, während die fünf Musiker:innen gemeinsam Musik aus aller Welt weltmusikalisch verschmelzen.

Das „Oriental Jazz Quintett“ lässt seine Zuhörer:innen um die Welt reisen.

Träumen Sie zu  sehnsuchtsvollen arabischen Melodien, lassen Sie sich von jiddischem Klezmer und amerikanischen Jazz mitreißen und genießen Sie, wie die Musik dabei zur universellen Sprache wird, die Kulturen und Herzen verbindet und sich dabei nicht von behaupteten Grenzen aufhalten lässt.

TICKETS & VORVERKAUF

Im Ticket enthalten sind die Schifffahrten, Besichtigung des Mäuseturms, 30 Minuten-Konzert, Wein & Fingerfood.

Tickets gibt es für 34,90€ zzgl. Gebühren in der Tourist-Information Bingen auf www.adticket.de sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Ölfilm im Schiersteiner Hafen sorgte für stundenlangen Einsatz der Feuerwehr Wiesbaden

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OeL Schierstein 3
OeL Schierstein 3

Am gestrigen Mittwochabend (19.05.2021) wurde der Feuerwehr Wiesbaden Öl auf Gewässer im Schiersteiner Hafen gemeldet. Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 wurden entsendet und konnten die Schadenlage bestätigen.

Nach einer umfangreichen Erkundung im Bereich der Bootsanleger, mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei, konnte das gesamte Schadenausmaß festgestellt werden.

280 Meter Sobrschlängel ausgebracht

Durch das Mehrzweckboot der Feuerwehr wurden ca. 280m Sobrschlängel im Hafenbecken ausgebracht. Dabei erfolgten umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen vom Ufer aus.

Die ausgebrachten Sorbschlängel dienen der Verhinderung der Ausbreitung der Betriebsmittel, die aus einem Boot ausgetreten waren. Weiterhin erfolgt die Aufnahme der Betriebsmittel mit diesen Sorbschlängeln.

Die Arbeiten der Feuerwehr waren nach ca. 2,5 Stunden beendet. Im Einsatz waren 13 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr.

Impfangebot für Feuerwehrkräfte im Kreis Mainz-Bingen

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Für die Angehörigen der Feuerwehren im Landkreis Mainz-Bingen gibt es ab dem 24. Mai 2021 ein Impfangebot im Ingelheimer Impfzentrum. An die zur Prioritätsgruppe 3 gehörenden Feuerwehrleute werden die Impfdosen verimpft, die täglich durch nicht wahrgenommene Termine übrigbleiben. Das Land hat diesen Weg nun eröffnet.

Landrätin Dorothea Schäfer dazu

„Wenn es brennt, sind die Feuerwehren immer da. Der selbstlose Einsatz gerade der freiwilligen Wehren ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Dass die Feuerwehrfrauen und -männer nun schnell geimpft werden, versteht sich daher von selbst. Bei ihren Einsätzen können sie schließlich keine Rücksicht auf die Infektionslage nehmen. Da kommt es auf die Schnelligkeit an. Unser mehrfaches Nachfragen beim Land hat sich also gelohnt“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer.

Um die Koordination der kurzfristigen Impfeinsätze kümmert sich das Impfzentrum, dass die Feuerwehren jeweils darüber informiert, wenn Impftermine nicht wahrgenommen werden. Über das genaue Prozedere werden die Wehrleiter aktuell informiert. Für die bisher noch nicht geimpften Mainz-Binger Bürger aus der Prioritätsgruppen eins und zwei wird die Feuerwehrimpfung übrigens keinen Nachteil bedeuten: Laut den für die Terminvergabe zuständigen Stellen des Landes Rheinland-Pfalz sind derzeit noch 2500 Personen aus diesen beiden Gruppen angemeldet, aber noch nicht geimpft. Diese Liste soll bis spätestens 7. Juni, wenn die Priorisierung aufgehoben wird, abgearbeitet werden.

Jetski in Bingen-Kempten gestohlen

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Zeugenaufruf 1

Zwischen Dienstag (18. Mai 2021) um 21:30 und Mittwoch (19. Mai 2021) um 12:00 Uhr wurde ein Jetski an einer Steganlage im Bereich des Campingplatzes „Bauer Schorsch“ in Bingen-Kempten gestohlen.

Täter hatten es auf zwei Jetskis abgesehen

Das Jetski wurde dort mit einer Metallkette und Vorhängeschloss gesichert, was die bislang noch unbekannten Täter allerdings nicht am Diebstahl hinderte. Es handelt sich um ein Jetski vom Typ Bombardier Sea Doo DTX 300 LTD mit dem Kennzeichen MZ-K 320. An einem weiteren Jetski wurde vermutlich von den gleichen Tätern das Steuermodul ausgebaut. Die Täter ließen außerdem die Abdeckplanen der beiden Fahrzeuge mitgehen.

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Gestohlenes Jetski | Quelle: Polizei

Zeugen werden gesucht

Die Wasserschutzpolizei Mainz hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06131- 65 8050 mit den Ermittlern der Wasserschutzpolizei in Verbindung zu setzen.

500 Kilo Weltkriegsbombe im Wohngebiet Frankfurt gesprengt

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Polizei Frankfurt am Main
Polizei Frankfurt am Main

Update 20. Mai 2021 um 08:00 Uhr | In der Nacht zum Donnerstag (20. Mai 2021) erfolgte die Sprengung der 500-Kilo-Weltkriegsbombe im Frankfurter Nordend. Nach ersten Erkundungen erfolgte dann die Nachricht, dass keine erkennbaren Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur durch die Sprengung entstanden waren. Alle von der umfangreichen Evakuierung betroffenen Anwohner konnten noch vor 1:00 Uhr nachts den Weg nach Hause antreten. Für viele Einsatzkräfte ging wenige Stunden später auch ein langer Tag zu Ende.

Enormer Aufwand für die Evakuierung

Rund 25.000 Anwohner hatten zuvor mit nur wenigen Stunden Vorlauf eine vom Kampfmittelräumdienst Hessen festgelegte Gefahrenzone verlassen müssen. Und die allermeisten Betroffenen taten dies nach Angaben der Feuerwehr sehr verantwortungsvoll. Eine Betreuungsstelle in der Eissporthalle wurde von insgesamt rund 600 Menschen aus dem Gebiet aufgesucht. Dort konnten sie sich aufhalten und wurden verpflegt. Auch ein spezieller Bereich für Corona-Infizierte wurde dort eingerichtet. Rund 1.000 Anrufe wurden vom seit dem Nachmittag geschalteten Bürgertelefon entgegengenommen und beantwortet.

Hilfsorganisationen und Feuerwehr fuhren mehr als 200 Menschen, die den Evakuierungsbereich nicht selbständig verlassen konnten, in die Betreuungsstelle oder an einen anderen gewünschten sicheren Ort innerhalb Frankfurts und später auch wieder nach Hause. Krankenhauspatienten mussten in andere Krankenhäuser verlegt und zurücktransportiert werden.

Absicherung der kontrollierten Explosion

Auch der Aufwand an der Fundstelle zur Absicherung der kontrollierten Explosion war dieses Mal enorm. Neben den Vorkehrungen des Kampmittelräumdienstes zur Vorbereitung der Sprengung, wurden innerhalb der Abendstunden fast 50 LKW-Ladungen Sand auf dem Gebiet unmittelbar an der Bombe abgeladen. Dieser bewirkte letztlich, dass keine nennenswerten Schäden durch den immensen Druck bei der Umsetzung der Bombe entstehen konnten.

Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort

An der gesamten Aktion waren der Kampfmittelräumdienst vom Regierungspräsidium Darmstadt, das Frankfurter Ordnungsamt mit der Stadtpolizei und das Frankfurter Gesundheitsamt beteiligt. Auch die Feuerwehr Frankfurt war mit insgesamt 340 haupt- und ehrenamtlichen Kräften vor Ort und die Frankfurter Polizei ebenso mit zahlreichen Einsatzkräften. Die Hilfsorganisationen DRK, ASB, Johanniter Unfallhilfe und der Malteser Hilfsdienst waren aktiv am Erfolg der großen Operation beteiligt, sowie rund 50 ehrenamtliche Helfer aus Nachbarlandkreisen und nicht zuletzt eine beachtliche Zahl von LKW-Fahrern.

Erstmeldung vom 19. Mai 2021:

Am Mittwochnachmittag (19. Mai 2021) wurde eine 500 Kilo schwere Weltkriegsbombe im Frankfurter Stadtteil Nordend gefunden. Aufgrund der Bauart und des Zustandes muss diese noch taggleich unschädlich gemacht werden. Die Vorbereitungsarbeiten dafür laufen zur Zeit.

Evakuierung von rund 25.000 Anwohnern

Um die Sicherheit aller zu gewährleisten, wurde ein Evakuierungsbereich 700 Metern Radius um die Bombe festgelegt. Davon betroffen sind rund 25.000 Anwohner, die aktuell durch die Polizei vor Ort mittels Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert werden ihre Wohnungen umgehend zu verlassen. Auf dieser Karte der Feuerwehr kann jeder prüfen, ob er von der Evakuierung betroffen ist. Die Feuerwehr koordiniert Transporthilfen für Personen mit eingeschränkter Gehfähigkeit, die im Evakuierungsbereich wohnen. Wer Hilfe benötigt, sollte sich schnellstmöglich hier online registrieren oder telefonisch beim eingerichteten Bürgertelefon melden unter der Rufnummer 069 / 212 111. Für alle Anwohner, die keinen anderen Aufenthaltsort finden, wurde eine Betreuungsstelle mit entsprechendem Hygienekonzept in der Eissporthalle Frankfurt am Bornheimer Hang eingerichtet. Diese ist seit 17:30 Uhr geöffnet.

Für Menschen, die aktuell an Covid-19 erkrankt sind und im Evakuierungsbereich wohnen, wird wird derzeit noch eine Unterbringungsmöglichkeit geschaffen und zeitnah bekannt gegeben. Zudem liegt unter anderem auch das Bürgerhospital mit seiner Neonatalstation im Bereich, der Evakuiert werden muss. Dies geschieht aktuell (Stand 18:00 Uhr)

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Evakuierungsbereich | Quelle: Polizei

Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen werden getroffen

Der Kampfmittelräumdienst plant eine Sprengung des Blindgängers in der Schwarzburgstraße. Durch die vorhandene Sprengstoffmenge und die Lage in einem der am dichtesten bewohnten Stadtteile Frankfurts ergibt sich eine besondere Herausforderung für alle Einsatzkräfte. Eine unkontrollierte Explosion würde jedoch massive Schäden an Gebäuden und eine große Gefahr für Menschenleben bedeuten. Vor rund 2 Jahren wurde eine ähnliche Bombe im Main gesprengt. Dadurch entstand eine rund 30 Meter hohe Fontäne.

Um die Schäden möglichst gering zu halten, werden deshalb Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Unter anderem wird die Bombe mit 40 LKW-Ladungen Sand abgedeckt, um Schäden an umliegenden Gebäude möglichst gering zu halten.

Polizei Kontrolliert und Sperrt den Bereich

Die Polizei kontrolliert den Evakuierungsbereich durchgängig und sperrt diesen bis zur Beendigung der Maßnahmen. Eine Drohne und der Polizeihubschrauber sind zu diesem Zweck bereits in Bereitschaft. Wann der Kampfmittelräumdienst mit den Sprengarbeiten beginnen kann und wie lange diese andauern werden, kann aktuell noch nicht definiert werden.

Wie die Feuerwehr um 19:50 Uhr mitteilte, werden die Evakuierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der vorgesehenen Sprengung einer Weltkriegsbombe im Frankfurter Stadtteil Nordend voraussichtlich über die Sperrstunde von 22:00 Uhr hinausgehen. Laut Ordnungsamt und Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt ist die Ausgangssperre in dem entsprechenden Bereich aufgrund der Lage vorübergehend ausgesetzt, damit Anwohnerinnen und Anwohner nach Beendigung aller Maßnahmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Für von einer Covid-19-Infektion akut betroffene Menschen oder deren Kontaktpersonen im Evakuierungsbereich mit einer Absonderungs- bzw. Quarantäneverfügung gilt: Aufgrund der Lage dürfen diese ihre Wohnung verlassen, um eine gesonderte Unterbringungsmöglichkeit aufzusuchen. Diese wurde innerhalb der Betreuungsstelle an der Eissporthalle Frankfurt eingerichtet. Das Gesundheitsamt ruft alle Betroffenen telefonisch an. Alle, die die Eissporthalle eigenständig (zu Fuß oder mit eigenem Fahrzeug) erreichen können, können sich ab sofort dorthin begeben und werden dort versorgt. Diejenigen, die sich nicht in der Lage sehen, eigenständig dorthin zu kommen, können sich über das eingerichtete Bürgertelefon 069 / 212 111 melden und erhalten Transporthilfe.

Sparkasse Mainz ermöglicht dem Einzelhandel kostenlose Lieferungen

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Mainzgebracht
Mainzgebracht

Die Sparkasse Mainz ermöglicht der lokalen Lieferinitiative Mainzgebracht erneut den kostenlosen Versand von 1.000 Sendungen für den Mainzer Handel. Die VeloCarrier Mainz und die Agentur hier & jetzt liefern wieder emissionsfrei und werden auch vom Mainzer Citymanagement unterstützt.

Rund 30 Händler nutzen den Lieferdienst regelmäßig

In der Pandemie hat der Lokale Lieferdienst „Mainzgebracht“ dem Handel enorm geholfen. Dank der Initiative mit kostenlosen Lieferungen während des ersten und zweiten Lockdown wurde der Mainzer Einzelhandel unterstützt und entlastet. Mittlerweile nutzen rund 30 Händler den Lieferdienst regelmäßig. Weil trotz Öffnungsperspektive das Einkaufen in der Innenstadt immer noch eingeschränkt ist, starten die Macher Dominique Liggins und Marco Friedmann von der Agentur „hier & jetzt Projekte“ gemeinsam mit Citymanagerin Sandra Klima und der Sparkasse Mainz erneut eine Aktion, bei der Händler für die ersten 1000 Lieferungen keine Kosten haben.

Die Sparkasse Mainz übernimmt, als Partner der ersten Stunde, auch in diesem Fall wieder die Kosten für die teilnehmenden Geschäfte und deren Kunden zu 100 Prozent. Auch das Mainzer Citymanagement e.V. unterstützt die Aktion. Citymanagerin Sandra Klima wird dabei die Händlerschaft wieder aktivieren.

Aus Solidarität in der Krise wird Ansatz für nachhaltige Zukunft

Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, ist vom vollständig emissionsfreien Konzept überzeugt: „Immer mehr Menschen genießen den Schutz einer Impfung, dennoch werden die Auswirkungen der Pandemie wohl noch eine Zeit lang zu spüren sein. Aus einer schwierigen Situation heraus entstanden, hat sich Mainzgebracht in den letzten Monaten hervorragend bewährt, daher wollen wir das Projekt auch weiterhin unterstützen. Für den Handel ergibt sich daraus die Chance, Vertriebswege für die Zeit nach der Pandemie neu aufzustellen. Durch die Zusammenarbeit mit den VeloCarriern kann so aus einer Solidaritätsidee in der Krise ein Ansatz für den nachhaltigen städtischen Lieferverkehr der Zukunft entstehen.“

„Wir sind stolz, dass unsere aus der Not geborene Initiative so einen durchschlagenden Erfolg hat. Das aus einer Lockdown-Hilfsaktion mit ehrenamtlichen Helfern ein lokaler Lieferdienst wird, den Händler und Dienstleister regelmäßig nutzen, war im Frühling 2020 nicht in Sicht. Dass uns die Sparkasse Mainz und das Mainzer Citymanagement dabei so tatkräftig unterstützen, ist für uns und den Handel enorm wichtig. Mit Thomas Schmitz und Frank Bramer haben wir zwei echte Logistikexperten ins Team geholt, die mit uns gemeinsam viel vorhaben, was das Thema urbane Logistik angeht“, sagt Dominique Liggins.

Mainzgebracht
v.l.n.r. Thomas Bach, Thomas Schmitz, Sandra Klima, Dominique Liggins, Marco Friedmann, Foto: Sparkasse-Mainz

Lokale Lieferung direkt in die Wohnung

Die roten Fahrräder sind im Stadtbild bereits bekannt und fast nicht mehr wegzudenken. Die Eigenschaften „emissionsfrei“ und „schnell“ lassen sich verbinden und Mainzgebracht beweist das seit vielen Monaten. Der Schritt zu einer lokalen Lieferung direkt aus den Geschäften in die heimische Wohnung ist gemacht. Dabei wiegt ein Vorteil ganz stark: Mainzgebracht ist schneller als Amazon & Co., denn Bestellung sind oft am gleichen Tag, spätestens aber am nächsten bereits zugestellt. Für den Handel bedeutet die Möglichkeit, seine Produkte liefern zu lassen, gerade in dieser Zeit viel.

„Mainzgebracht war seit Beginn der Pandemie ein großartiger lokaler Support für unseren Laden. Wir konnten nicht nur weiterhin unsere Kunden erreichen, sondern waren oft sogar schneller als Amazon Prime!“, berichtet Daniel Sieben, Geschäftsleitung LUUPS Shop. Für die neue Aktion wünschen sich die Initiatoren noch mehr teilnehmende Händler, die den Service für sich und ihre Kunden entdecken.

Dabei helfen wird Sandra Klima, Citymanagerin der Stadt Mainz: „Auch, wenn die Pandemie in hoffentlich naher Zukunft  überwunden sein wird: Die lange Phase des Lockdown hat einige Dinge dauerhaft verändert. Dazu gehört aus meiner Sicht auch das Einkaufsverhalten vieler Menschen. Sie freuen sich einerseits auf offene Geschäfte und Gastronomie und werden die Innenstadt wieder spürbar beleben. Der Online-Handel wird aber nie wieder auf das Niveau vor Ausbruch der Krise zurückgehen. Darum gilt es jetzt, so vielen Einzelhändlern wie möglich dabei zu helfen, langfristig den zusätzlichen Vertriebsweg Internet mit einer guten Lieferlogistik zu etablieren. Darin liegt eine große Chance, das Thema stationärer Handel und klimaneutraler Stadtverkehr für alle Seiten positiv zu verknüpfen.“

In drei Schritten versandbereit

Für den Handel ist die Nutzung des Lieferdienstes ganz leicht. Auf der Webseite www.mainzgebracht.com gibt es einen Leitfaden zur Registrierung und Teilnahme. In 3 schnellen Schritten ist man versandbereit:

  1. Man meldet sich bei den VeloCarriern zwecks Interesse per Mail an: office@velocarrier-mainz.de
  2. Man erhält alle „Onboarding“-Informationen per Mail
  3. Bei den Velo Carriern wird dann ein Kundenkonto angelegt und schon kann es losgehen. Die Versandaufträge werden im eigenen Kundenkonto eingegeben und die Sendung wird schnellstmöglich beim Händler abgeholt.

„Wir hoffen, dass wir den Handel in den kommenden Wochen, bis hoffentlich wieder vollständig geöffnet werden kann, ein weiteres Mal mit der Aktion unterstützen können“, sagt Marco Friedmann. „Jede Aktion, die den Akteuren in unserer Innenstadt hilft, ist jetzt ganz wichtig. Mainzgebracht und seine Partner werden auch in der Zukunft für den Handel da sein. Zusammen schaffen wir es, die Krise zu bewältigen.“

Urban Gardening Projekt auf der Insel Nonnenau in Ginsheim-Gustavsburg

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Urban Gardening Gigu1
Urban Gardening Gigu1

Auf der Insel Nonnenau in Ginsheim-Gustavsburg zieht ein neues Urban Gardening-Projekt alle Blicke der Besucher auf sich. An diesem Mittwoch (19. Mai 2021) wurde das Projekt im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt. BYC-News war vor Ort.

Die Insel verschönern und Müll vermeiden

Julia Adrian und Mortiz Schneider, die beide gemeinsam auf der Insel leben nahmen an dem Fördergeldprojekt „Urban Gardening“ der Stadt Ginsheim-Gustavsburg teil und reichten ihre Idee für eine „Beetwand“ ein. „Wir wohnen seit 1,5 Jahren hier auf der Insel. Wir haben bei dem Projekt mitgemacht, weil wir die Insel Nonnenau gerne etwas grüner gestalten wollen. Uns ist auch aufgefallen, dass wir bei Spaziergängen immer mal wieder Müll und vor allem Pfandflaschen hier gefunden haben. So kamen wir auf die Idee zur Beetwand und haben diese dann bei der Stadt Ginsheim-Gustavsburg eingereicht. Nachdem wir die Zusage hatten, begannen wir die Flaschen einzusammeln, die wir auf unseren Wegen fanden und schließlich mit dem Bau begonnen. Menschen die währenddessen vorbei kamen zeigten großes Interesse. Einige Kinder halfen sogar und sammelten Flaschen“, erklärt Julia Adrian.

In den Flaschen der Beetwand befinden sich unter anderem Wildkräuter und Kapuzinerkresse. Besucher sind gerne dazu eingeladen, etwas davon abzuernten und sich beispielsweise ihr Picknick damit zu verfeinern, erklären Julia Adrian und Moritz Schneider, die sich auch weiterhin um die Pflege und die Bepflanzung kümmern werden. Künftig seien auch noch andere Gewächse wie beispielsweise Erdbeeren oder Snack-Gurken für die Beetwand geplant. „In anderen Plastikflaschen befinden sich Bienenblumen, weil wir eben auch etwas für die Bienen hier auf der Insel tun wollten“, sagt Julia Adrian. Die Umsetzung des Projektes auf der Nonnenau kostete rund 200 Euro.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha dazu

„Alle eingereichten Projekte gingen zunächst in die Stadtverordnetenversammlung. Insgesamt gab es nur vier Projekte, die die Fördersumme von insgesamt 4.000 Euro nicht überschritten haben. Deshalb war für uns recht schnell klar, dass diese vier Projekte den Zuschlag erhalten. Darunter eben auch das von Julia Adrian und Moritz Schneider“, erklärt der Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha.

Grundsätzlich ist „Urban Gardening“ ein Projekt, bei dem Initiativen von Bürgern oder Vereinen die Möglichkeit erhalten Gartenbau auf öffentlichen Flächen zu betreiben. Eingebracht wurde die Idee zu dem Projekt ursprünglich von der SPD Ginsheim-Gustavsburg.

Notarzt Spezial: „Ich kann schnell viel für einen Patienten tun“

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Notarzt Dr. Thilo Hartmann aus Ruesselsheim1
Notarzt Dr. Thilo Hartmann aus Ruesselsheim1

BYC-News Notarzt Serie Teil 1 | Im Landkreis Groß-Gerau gibt es zwei Notarztstandorte. Einen in Groß-Gerau und einen in Rüsselsheim. BYC-News sprach im Rahmen eines Notarzt-Specials mit dem Notarzt Dr. Thilo Hartmann aus Rüsselsheim über seine Arbeit und darüber, wieso er sich für den Beruf entschieden hat.

Mit der Arbeit im Rettungsdienst das Studium finanziert

Dr. Thilo Hartmann ist 49 Jahre alt und lebt in Bad Soden am Taunus. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Schon recht früh hatte er sich dazu entschieden Medizin zu studieren. Im Alter von 20 Jahren begann er dann seinen Zivildienst im Rettungsdienst als Rettungssanitäter. Dadurch finanzierte er sein Medizinstudium an der Universität in Frankfurt, welches er im Jahr 1999 abschloss. „Als Medizinstudent dauert es sehr lange, bis man dann das erste Mal an einen Patienten darf. Als es dann bei mir so weit war, hatte ich natürlich durch den Rettungsdienst bereits einiges an Erfahrungen gesammelt, was mir zugute kam. Das hat sich im Prinzip toll ergänzt“, berichtet Dr. Hartmann.

Im Jahr 2001 machte der Anästhesist dann seinen Notarztschein und fährt seitdem auch als Notarzt zu Einsätzen. Im Hauptberuf ist er im GPR-Klinikum in Rüsselsheim angestellt, wo er als stellvertretender Leiter der Operativen Tagesklinik tätig ist. Zudem ist er Geschäftsführer der Notarztgemeinschaft Rhein-Main GmbH.

Begeisterung für das Ungewisse

Was ihn an dem Beruf besonders begeistert ist die Tatsache, dass man zu Beginn des Dienstes nie weiß, was einen erwartet. Ein Hausarzt habe beispielsweise Termine und weiß meist schon vorher welche Patienten er an diesem Tag sieht. Als Notarzt sei das ganz anders, da wisse man nie wann der Piepser geht und was einen erwartet. Natürlich bestehe dann auch immer die Gefahr in eine Situation zu kommen, die man auch als Notarzt nicht händeln kann. In solchen Fällen kann ein Notarzt nur selten jemanden um Rat fragen, berichtet Dr. Hartmann. Es sei schließlich in dem Moment einfach niemand da, der es besser wissen könnte. Aber genau das macht es für den erfahrenen Notarzt so spannend.

Ein weiterer für ihn großer Vorteil ist, dass er nur sehr kurze Zeit mit einem Patienten zu tun hat „Als Hausarzt hat man seine festen Patienten, die man mehr oder weniger regelmäßig sieht. Das wäre nichts für mich. Ich fahre zu einem Patienten und bin sehr schnell sehr nah am Patienten. Nicht selten kommt es vor, dass ich direkt ins Schlafzimmer laufe, wo sich der Patient befindet. Einen Raum, in den sonst normalerweise nur wenige kommen. Das ist wirklich interessant, die Leute da abzuholen wo sie sind, nämlich in ihrem normalen, bürgerlichen Leben. Dann erfolgt die Behandlung, bei der ich auch sehr schnell Erfolge oder Misserfolge sehe. Das geht oftmals innerhalb weniger Minuten, dass ich sehe ob ein Medikament oder eine Behandlung anschlägt oder nicht. Und ich freue mich immer, wenn ich schnell viel für einen Patienten tun kann. Ich verschreibe auch kein Medikament, wie beispielsweise der Hausarzt, der dann Tage oder Wochen abwarten muss, um ein Ergebnis zu sehen„, berichtet Dr. Hartmann.

Einsätze sind nach einigen Stunden erledigt

Wenn der Notarzt dann mit dem Patienten in der Klinik angekommen ist, übernehmen andere Ärzte und Mediziner den Patienten. Ab diesem Moment ist der Einsatz für Dr. Hartmann abgeschlossen und im Normalfall hat er dann nichts mehr mit dem Patienten zu tun. Auch das sieht er als Vorteil. „Meist nach rund zwei Stunden habe ich den Patienten in der Klinik abgegeben. Wenn ich meinen Bericht zum Einsatz dann geschrieben habe, dann ist das Thema für mich erledigt und abgehakt. Das hilft, Dinge nicht so nah an sich heran zu lassen und eine gewisse Distanz zu bewahren. Wenn ich dann im Anschluss wissen will, wie es dem Patienten geht, dann muss ich aktiv nachfragen, sonst höre ich davon nichts mehr“, erklärt der Notarzt.

Weitere Teile der BYC-News Notarzt Serie

BYC-News hat in dem Interview mit Thilo Hartmann noch über weitere Themen gesprochen, welche die Arbeit eines Notarztes betreffen.

Teil 1: Notarzt Spezial: „Ich kann schnell viel für einen Patienten tun“
Teil 2: Notarzt Spezial:Einsätze die man als Retter nicht vergisst
Teil 3: Notarzt Spezial:„Viele meiner Corona-Patienten waren in einem erbärmlichen Zustand“
Teil 4: Notarzt Spezial:Welche Ausrüstung befindet sich im Notarztfahrzeug?

Großzügige Spende für den Tierpark Mainz-Kastel

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Amazon Bingen Grolsheim2
Amazon Bingen Grolsheim2

Der Tierpark in Mainz-Kastel kann sich über ein neues Insektenhotel freuen. Am Dienstagnachmittag (18. Mai 2021) überreichte Paolo Pennella, Geschäftsinhaber vom Nahkauf in Mainz-Kastel das neue Zuhause für Insekten an Sabine Böhringer, erste Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung und Förderung des Tierparks Mainz-Kastel. Zusätzlich überreichte er noch 200 Euro an Frau Böhringer für den Tierpark.

Paolo Pennella zur Spendenaktion

„Nahkauf hat in diesem Jahr 435 Insektenhotels zur Verfügung gestellt. Also für jede Filiale eins. Wir Geschäftsinhaber konnten dann entscheiden, an wen wir unser Insektenhotel spenden. Mein erster Gedanke war hier der Tierpark Kastel, weil ich den Tierpark schon seit Jahren kenne und im vergangenen Jahr schon des Öfteren hier mit Spenden geholfen habe.“, sagte Paolo Pennella.

Paolo Pennella engagiert sich sehr für Vereine in Kastel und Kostheim. Neben der Förderung einiger Sportvereine unterstützt er auch den Tierpark Kastel regelmäßig mit Futterspenden für die Tiere. Obst und Gemüse, das im Nahkauf nicht mehr verkauft aber noch an die Tiere verfüttert werden kann, holt der Tierpark täglich ab.

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Insektenhotel für den Tierpark Kastel | Foto: BYC-News | Chiara Forg

Sabine Böhringer dazu

„Herr Pennella unterstützt und schon eine ganze Weile. In Januar gab es schon eine tolle Spendenaktion vom Nahkauf. Das ist für uns aktuell sehr wichtig, weil die Spenden durch Besucher aufgrund der Corona-Pandemie seit November 2020 wegfallen. Die Tiere wollen aber natürlich trotzdem versorgt werden.“, sagt Sabine Böhringer. Sie wünscht sich, dass vor allem die Kinder viel Freude daran haben, die Insekten beobachten zu können, sobald die Öffnung des Tierparks wieder möglich ist. Natürlich sei es auch schön, wenn das eine Inspiration für den ein oder anderen sei, sich auch im eigenen Garten ein Insektenhotel hinzuhängen.

„Wir haben hier auch einen Imker, der rund 500 Bienen hier betreut. Vor Corona gab es auch immer mal Aktionen, wo er mit den Kindern Insektenhotels selbst gebastelt hat. Wir freuen uns alle, wenn solche Dinge hoffentlich bald wieder möglich sind“, sagt Sabine Böhringer zuversichtlich.

Endgültiges Aus für Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim

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Rhein bei Bingen
Rhein bei Bingen

Die Planung für eine Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim dürfte definitiv vom Tisch sein. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die im Kreisausschuss Mainz-Bingen vorgestellt wurde, lässt allein den Schluss zu, dass eine Autobrücke in diesem Bereich nicht genehmigungsfähig ist. Ein solches Bauwerk würde einen zu starken Eingriff in die sensiblen „Natura-2000“-Schutzgebiete darstellen. Vor allem der Lebensraum der Brut- und Rastvögel wäre massiv betroffen. Die Studie benennt darüber hinaus noch weitere gewichtige Gründe, die gegen eine Brücke sprechen, so zum Beispiel die unklare Finanzierung.

Gutes Ergebnis für einzigartiges Rheinauengebiet

Für die Grünen im Landkreis Mainz-Bingen kann das Thema Brücke damit endgültig ad Acta gelegt werden. „Das ist ein gutes Ergebnis für unser einzigartiges Rheinauengebiet“, bekräftigt Klaus Reinheimer, Fraktionssprecher der Grünen im Mainz-Binger Kreistag. „Wir und die nachfolgenden Generationen können sich weiter an diesem Naturschatz erfreuen.“ Eine Überraschung ist das Ergebnis des Gutachtens indes nicht. „Es fällt so aus wie vor 15 Jahren“, bezieht sich Reinheimer auf das letzte von mehreren ablehnenden Studien zu diesem Thema. Bereits 2005 hatte ein Gutachten festgestellt, dass der Bau einer Brücke im Raum Bingen/Ingelheim mit dem Naturschutz unvereinbar ist. „Und die naturschutzfachliche Bedeutung der FFH- und Vogelschutzgebiete hat seitdem noch zugenommen“, betont Klaus Reinheimer.

Unwägbarkeiten der Finanzierung

Laut Machbarkeitsstudie spricht aber nicht nur der Naturschutz gegen die Brückenpläne, es gibt darüber hinaus weitere schlagkräftige Argumente – wie die vergleichsweise überschaubare verkehrliche Wirkung, das voraussichtlich geringe Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie die Unwägbarkeiten in der Finanzierung. Dass die Brückenpläne im Grunde schon längst gestorben sind, darauf deutet auch die übergeordnete Verkehrsplanung hin, die der Gutachter in seine Gesamtbilanz mit einbezogen hat. Weder im Bundesverkehrswegeplan noch in der Bedarfsplanung der beiden Länder Rheinland-Pfalz und Hessens sei eine Rheinquerung im Raum Bingen/Ingelheim enthalten, so die Studie. Noch einmal untermauert wird dies aus Sicht der Kreisgrünen durch den Koalitionsvertrag auf Landesebene zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. In der Vereinbarung der rheinland-pfälzischen Ampelkoalition ist zwar von der Planung einer Mittelrheinbrücke die Rede, nicht aber von einer weiteren Rheinbrücke bei Bingen. „Das bedeutet ganz klar das Aus der Rheinbrückenpläne bei Bingen“, ist Klaus Reinheimer überzeugt.

Fährbetrieb zügig ausbauen

Fest steht aber auch, dass es in Sachen Rheinüberquerung nun endlich einen Paradigmenwechsel geben muss – und zwar ohne das Problem auf die lange Bank zu schieben. Das heißt im Klartext: „Der Fährbetrieb zwischen den beiden Rheinseiten muss zügig ausgebaut werden“, so die Forderung der Grünen im Kreis. Hierfür liefert nicht zuletzt die neue Machbarkeitsstudie gute Argumente. Der Gutachter geht nämlich davon aus, dass eine hocheffiziente Fährverbindung die Vorhabenziele (Verbesserung der Verkehrsverbindung zwischen Bingen und Rüdesheim) ebenfalls erfüllen könnte. Genau hierfür hatten die Grünen auf Kreisebene immer wieder plädiert und unter anderem einen 24-Stunden-Betrieb gefordert. Die Vorschläge waren in der Vergangenheit aber regelmäßig abgeschmettert worden. Nun freilich bekommen die Grünen durch die Studie Rückenwind und hoffen auf eine Trendwende. „Jetzt gilt es, für die einzige und schnelle Möglichkeit der Verbesserung der Rheinquerung zu sorgen und mit den Betreibern der Fähren Lösungen zu suchen“, fordert Klaus Reinheimer. „Klar ist, dass das nicht ohne Geld geht.“ Nachdem in der Vergangenheit viel Geld verschwendet worden ist, ist es nach Ansicht der Grünen nun höchste Zeit, endlich die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.



Binger SPD bekräftigt Forderung nach Fußgänger- und Radwegebrücke über den Rhein

„Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der „Machbarkeitsstudie Rheinbrücke Bingen-Rüdesheim“ haben wir mit Interesse zur Kenntnis genommen“, erklärt der Binger SPD Vorsitzende und stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende im Binger Stadtrat Rouven Winter. Die Studie wurde seinerzeit in Auftrag gegeben, um die Machbarkeit einer Rheinquerung zu untersuchen. Im Fokus stand dabei eine etwaige Autobrücke. „Aber auch mit Blick auf die inzwischen angestoßene Debatte einer Fußgänger- und Radwegebrücke sind die dargestellten Ergebnisse interessant. Wesentlich ist für uns herauszuarbeiten, ob die dargestellten Untersuchungen hinsichtlich einer Autobrücke auch auf eine Fußgänger- und Radwegebrücke übertragbar sind.“, ergänzt dazu SPD Fraktionsvorsitzender Philipp Staudinger. Die Erkenntnisse, so bisher die Erwartung der Binger Sozialdemokraten, könnten vereinzelt auch für dieses Projekt relevant und für den weiteren Verlauf der Debatte hilfreich sein.

Die nun veröffentlichte Machbarkeitsstudie stellt zusammenfassend fest, dass die untersuchte (Auto-)Brücke „nicht genehmigungsfähig“ sei und „auch einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten [würde].“. „Wir stellen jedoch auch fest, dass der Standort, den wir für die Fahrradbrücke vorgeschlagen haben, nicht Teil des Untersuchungsraumes der Machbarkeitsstudie ist. Insofern sehen wir das Projekt Fußgänger- und Radwegebrücke zwischen Binger Hafen und Bahnhof Rüdesheim nicht als gescheitert an.“, erklärt Staudinger. Überhaupt sei aus Sicht der Binger SPD der Untersuchungsraum der Machbarkeitsstudie verwunderlich. Es wurde im Wesentlichen der gleiche Raum untersucht, wie bereits in einem Gutachten aus dem Jahre 2005. Vom Kreistag Mainz-Bingen war aber eigentlich ein umfassenderer Untersuchungsraum über den Standort Bingen-Rüdesheim hinaus angedacht, um einen Erkenntnisgewinn zu erzielen, der ggf. auch Möglichkeiten über den nun erneut untersuchten Standort hinaus liefert, der ohnehin schon untersucht war.

„Das Projekt Fußgänger- und Radwegebrücke wollen wir daher weiterhin bekräftigen. Uns ist bewusst, dass überregional die betroffenen Kommunen, die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, sowie auch der Bund als mögliche Fördergeldgeber überzeugt werden müssen, um das Projekt finanziell stemmen zu können. Das ist nur mit Landes- und Bundesmitteln möglich.“, führt Winter aus. „Das Projekt ist daher natürlich immer noch ambitioniert, aber zumindest aufgrund der vorliegenden Studie aus unserer Sicht weiterhin realisierbar und sollte mit Nachdruck weiterverfolgt werden.“, fasst dementsprechend der stellvertretende Vorsitzende der SPD Bingen und SPD Stadtratsmitglied Dr. Till Müller-Heidelberg zusammen.