StartÜberregionalLars Klingbeil: Keine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke

Lars Klingbeil: Keine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Diskussion um eine mögliche Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke beendet. In einem Beitrag auf X stellte er am Mittwoch (26. August 2026) klar, dass Getränke wie Cola Zero oder Cola Light nicht von einer solchen Abgabe betroffen sein werden. Eine Besteuerung zuckerhaltiger Getränke sei dagegen weiterhin vorgesehen.

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Lars Klingbeil: „Das wird nicht kommen“

In den vergangenen Tagen hatte insbesondere die mögliche Einbeziehung zuckerfreier Getränke für Kritik gesorgt. Unter anderem äußerte sich die ehemalige Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang kritisch und schrieb auf X: „Wenn Cola light besteuert wird, werde ich zum Wutbürger.“ Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wandte sich gegen eine mögliche Ausweitung der Abgabe.

Klingbeil erklärte nun, dass eine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke nicht geplant sei. „Was keinen Sinn ergibt, ist eine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke. Das mache ich nicht. Das wird nicht kommen“, schrieb der Bundesfinanzminister.

Besteuerung zuckerhaltiger Getränke bleibt geplant

Grundsätzlich hält Klingbeil jedoch an einer Besteuerung zuckerhaltiger Getränke fest. Ziel sei es, die gesundheitlichen Folgen eines hohen Zuckerkonsums zu reduzieren und insbesondere Kinder besser zu schützen.

„Deshalb werden wir handeln: mit Aufklärung, aber auch mit einer Besteuerung zuckerhaltiger Getränke“, erklärte Klingbeil. Die Koalition habe dies bereits beschlossen, die konkreten Details würden derzeit vorbereitet.

Damit bleibt die geplante Zuckersteuer ab 2028 grundsätzlich Bestandteil der politischen Vorhaben der Bundesregierung. Offen ist weiterhin, welche konkreten Produkte am Ende erfasst werden und wie die Abgabe ausgestaltet wird.

Minister verteidigt interne Diskussionen

Klingbeil nahm in seinem Beitrag außerdem Stellung zu den Berichten über die möglichen Pläne seines Ministeriums. Die zuvor bekannt gewordenen Überlegungen seien lediglich ein Arbeitsstand und weder politisch abgestimmt noch innerhalb der Koalition beschlossen gewesen.

In den Ministerien würden vor politischen Entscheidungen unterschiedliche Ideen und Argumente diskutiert, erklärte Klingbeil. Dabei würden auch Vorschläge entwickelt und wieder verworfen. „Am Ende entscheide aber ich welches Gesetz vorgelegt wird“, schrieb der Finanzminister.

Gleichzeitig stellte er sich hinter seine Mitarbeiter und verteidigte die Möglichkeit kontroverser interner Diskussionen. Fachleute müssten Vorschläge machen können, die später nicht umgesetzt würden. Wenn jede interne Überlegung bereits wie eine politische Entscheidung behandelt werde, erschwere dies aus seiner Sicht eine offene Diskussion innerhalb der Ministerien.