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Der Frauenanteil bei der Polizei Rheinland-Pfalz steigt stetig

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Der Frauenanteil bei der rheinland-pfälzischen Polizei ist in den zurückliegenden Jahren stetig gestiegen und soll nach dem Willen der Landesregierung weiter steigen. Zudem sollen Frauen mehr Führungsverantwortung in der Polizei übernehmen. Dieses Ziel hat Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß im Rahmen eines Austauschs mit Polizeibeamtinnen aus den verschiedenen Polizeibehörden des Landes anlässlich des Weltfrauentags am 8. März bekräftigt. Bei dem Treffen im Innenministerium wurden Fortschritte, Herausforderungen und Perspektiven von Frauen im Polizeidienst besprochen.


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„Frauen in Polizeiuniform in der Schutzpolizei sorgen seit fast 35 Jahren für Recht und Ordnung in Rheinland-Pfalz.“

Der Frauenanteil in unserer Polizei ist in den zurückliegenden Jahren stetig auf jetzt rund 28 Prozent gestiegen. Ein Rekord-Frauenanteil von fast 40 Prozent im aktuellen Bachelorstudiengang an der Hochschule der Polizei zeigt zudem, dass viele junge Frauen ihre berufliche Zukunft im Polizeidienst sehen. Mir ist es ein großes Anliegen, diese Frauen zusammenzubringen und zu vernetzen. Denn Frauen sollten sich gegenseitig unterstützen, um im Beruf und in allen anderen Lebensbereichen Gleichstellung und Einfluss zu erlangen. Die rheinland-pfälzische Polizei profitiert enorm von einem wachsenden Anteil an Frauen mit ihren unterschiedlichen professionellen Fähigkeiten und familiären Hintergründen. Deshalb setzt sich die Landesregierung aktiv dafür ein, auch weiterhin mehr Frauen für den Polizeidienst zu gewinnen und ihnen berufliche Aufstiegsperspektiven bei gleichzeitiger Vereinbarkeit von Familie und Karriere zu ermöglichen“, sagte Staatssekretärin Steingaß im Rahmen des Austauschs.

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Steingaß betonte, dass innerhalb der Polizei ein breites Bündel an Maßnahmen umgesetzt werde, um insbesondere den Frauenanteil in Führungsposition zu erhöhen.

„Frauen haben auch heute noch regelmäßig besondere Herausforderungen zu stemmen, um den Spagat zwischen Familie, Beruf und Karriere zu bewältigen. Deshalb bieten wir Frauen in der Polizei ein gezieltes Mentoring-Programm an, das sie an die Übernahme von Führungsaufgaben heranführen soll. Dieses startet 2022 bereits in die fünfte Programmrunde und ich freue mich, dass erneut 39 Kolleginnen die Möglichkeit haben werden, von diesem Programm zu profitieren“, sagte die Staatssekretärin.

Am informellen Austausch anlässlich des Weltfrauentages nahmen Beamtinnen aus den Polizeipräsidien und dem Landeskriminalamt sowie eine Studentin der Hochschule der Polizei teil. Unter ihnen war auch die Erste Polizeihauptkommissarin Claudia Müller, die am 1. April 1987 erste Schutzpolizistin des Landes Rheinland-Pfalz wurde. Sie sieht eine positive Entwicklung in Sachen Gleichstellung bei der rheinland-pfälzischen Polizei.

„Als erste und zunächst einzige Frau gab es in den Anfangsjahren einige Herausforderungen. So war für mich beispielsweise keine passende Uniform vorhanden und auch getrennte Umkleiden mussten erst eingeführt werden. Meiner Einschätzung nach haben sich die Fördermöglichkeiten von Frauen jedoch positiv entwickelt. In der rheinland-pfälzischen Schutzpolizei haben sich Frauen mittlerweile etabliert und werden sowohl in der Bevölkerung als auch in der Führung der Polizei als gleichwertige Mitarbeiterinnen angesehen. Die Gleichstellungsbeauftragen der Behörden leisten dabei mit ihrer engagierten Arbeit einen wertvollen und wichtigen Beitrag“, sagte Müller beim Austausch im Innenministerium.

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Kita-Plätze in Mainz: „Derzeit sind nach Angaben der Stadt 130 Stellen unbesetzt“

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Claudia Siebner CDU Mainz
Claudia Siebner CDU Mainz

Der Streik vom Dienstag (08. März 2022) des Kita-Personals bezeichnet die Mainzer CDU als wichtiges Signal, um auf die Situation an den Mainzer Kitas aufmerksam zu machen. „Wir unterstützen die Erzieherinnen und Erzieher, die nicht erst seit der Pandemie eine hervorragende Arbeit leisten und unter großem Druck stehen“, erklärt Hannsgeorg Schönig, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Seit längerem fordere die CDU-Stadtratsfraktion, dass die Stadt als Arbeitgeber endlich ihrer Verpflichtung nachkommt, den Erfordernissen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden und mehr Personal für Mainzer Kitas einzustellen.


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Die jugendpolitische Sprecherin der CDU Claudia Siebner verdeutlicht die Lage

„Derzeit sind nach Angaben der Stadt 130 Stellen unbesetzt, was bedeutet, dass ca. 300 Kinder keinen Kita-Platz haben, obwohl sie eigentlich einen Rechtsanspruch darauf hätten“, so Siebner. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Personalsituation an den Mainzer Kitas verheerend ist. Darüber hinaus werden in Zukunft noch weitere Stellen geschaffen. „Die Stadt hat bereits jetzt keine Idee, wie die offenen Stellen besetzt werden sollen – wie sollten da noch mehr besetzt werden?“, fragt Siebner. Die Stadt steuere sehenden Auges auf eine Katastrophe zu.

Es sei geboten, über den Tellerrand zu schauen und einen Blick auf Wiesbaden und das gesamte Umland zu werfen. In Wiesbaden verdienten Erzieherinnen und Erzieher beispielsweise mehr. „Wenn fünf Kilometer weiter für die gleiche Arbeit mehr Geld bezahlt wird, dann ist der Anreiz groß, jeden Morgen über den Rhein zu fahren“, so Siebner. Die Erziehung unserer Kinder müsse der Stadt etwas Wert sein. Aus diesem Grund fordert Siebner das Lohnniveau anzupassen, denn nur so lasse sich nachhaltig Personal gewinnen und halten.

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Verabschiedung von Dr. Annette Ludwig als Direktorin des Gutenberg-Museum Mainz

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csm Dr. Annette Ludwig Foto Carsten Costard  c  Gutenberg Museum ca60de68c2
csm Dr. Annette Ludwig Foto Carsten Costard c Gutenberg Museum ca60de68c2

Dr. Annette Ludwig verlässt das Gutenberg-Museum Mainz in diesen Tagen nach annähernd 12 Jahren als Museumsdirektorin und widmet sich künftig ihrer neuen Aufgabe als Leiterin der 21 Weimarer Museen der renommierten Klassik Stiftung Weimar. Ihr folgt der Kunsthistoriker Ulf Sölter nach, der die Stelle als Direktor des Gutenberg-Museum Mainz zum 1. April 2022 antreten wird.


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Der Rat der Stadt Mainz hatte Dr. Annette Ludwig im Jahre 2010 mit der Aufgabe als Direktorin des Weltmuseums der Druckkunst betraut

Mit zahlreichen renommierten und prämierten Sonderausstellungen beschritt Ludwig seither mit der Ausrichtung des Gutenberg-Museums auf die Zukunft mutig neue Wege – und stellte sich zudem der Herausforderung, das Weltmuseum der Druckkunst sowohl baulich als auch museal-konzeptionell neu auszurichten und auf die Zukunft vorzubereiten. Diesen Prozess begleitete Ludwig in den zurückliegenden Jahren mit Verve, vielen Ideen und stets in enger Abstimmung mit Kulturdezernentin Marianne Grosse.

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Oberbürgermeister Michael Ebling verabschiedete die hochverdiente Museumsleiterin heute im Rahmen einer Feierstunde im Stadthaus Große Bleiche in Anwesenheit ihres Ehemannes Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann.

„Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an – und handelt“, zitierte Ebling eingangs Johann Wolfgang von Goethe – aufgrund dessen früherer Wirkungsstätte Weimar, die absehbar auch jene Ludwigs sein wird. Zugleich, so Ebling, skizziere das Zitat auch das Wesen der scheidenden Museumsdirektorin: „Sie haben in Ihren zwölf Jahren als Direktorin des Gutenberg-Museums nie nur abgewartet, dass die Zeit sich wandelt, sondern Sie haben zugepackt und gehandelt, wann immer es darum ging, das Weltmuseum für Druckkunst voranzubringen. Und nicht zuletzt haben Sie zugepackt, als sich Ihnen die einzig¬artige Chance bot, an eine der wichtigsten deutschen Kulturstiftungen, die Klassik-Stiftung Weimar, zu wechseln: Sage und schreibe 21 (!) Museen werden dann unter Ihrer Leitung stehen – eine Aufgabe, die nicht nur eine große Herausforderung ist, sondern vor allem auch eine großartige Auszeichnung und Anerkennung Ihrer verdienstvollen Arbeit als Mainzer Museumsdirektorin.“

Zu einem solchen Sprung könne man nur gratulieren, so der Oberbürgermeister: „Wir alle haben uns unglaublich mit Ihnen gefreut – auch wenn uns die Freude über den Ruf aus Weimar zugegebenermaßen auch Schmerzen bereitet hat.“ Man habe erst lernen müssen, sich mit dem Gedanken an den Abschied vertraut zu machen: „Mit Ihrem Weggang, liebe Frau Dr. Ludwig, geht eine ,Ära‘ für das Gutenberg-Museum und für unsere Stadt zu Ende.“
In den zwölf Jahren ihres Wirkens seit 2010 habe sich das „Gutenberg-Museum gewandelt und erneuert (…) und das nicht nur inhaltlich, konzeptionell und organisatorisch, sondern im wahrsten Sinne des Wortes von Grund auf: Denn praktisch alles, was es für die Neuausrichtung und Zukunftsfähigkeit des Museums braucht – von der Standortsuche für den Neubau über die Finanzierung bis hin zur Ausgestaltung der Interimszeit und sogar der Trägerschaft – haben Sie bereits geplant, vorbereitet und so weit möglich auf den Weg gebracht.“

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Der Kraftakt habe „praktisch von Tag eins Ihrer Amtszeit an begonnen“, so Ebling

Im Museum „musste groß gedacht werden – und Größe haben Sie stets gezeigt: als ideenreiche Ausstellungsmacherin ebenso wie als unermüdliche Netzwerkerin und kluge Planerin. Größe haben Sie aber auch in der vielleicht schwersten Stunde des Museums gezeigt: bei der Ablehnung des so genannten ,Bibelturms‘ durch eine Mehrheit der Mainzer Bevölkerung.“

Dieser schmerzliche Erkenntnisprozess sei letztlich in der Rückschau aber auch extrem wichtig für die Stadtgesellschaft gewesen. „Das Neue, das Sie jetzt an der Seite von Kulturdezernentin Marianne Grosse, mit auf den Weg gebracht haben, wurde von Ihnen beiden hart erkämpft. Und wie vielleicht alle hart erkämpften Entscheidungen erweisen sich gerade diese nicht selten als besonders tragfähig“, so Ebling. In den vergangenen zwölf Jahren sei indes kaum ein Tag vergangen, an dem das Gutenberg-Museum nicht Schlagzeilen gemacht habe. Nicht wegen baulicher Querelen, sondern wegen vieler markanter kultureller Ereignisse, die „in die Jahre Ihrer Amtszeit fielen“.


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Ebling erinnerte an die Tagung des Deutschen Museumsbunds in Mainz im Jahr 2014 – erstmals wieder nach dreißig Jahren

Auch die bahnbrechende Ausstellung „Moving Types“, die das Museum inhaltlich und technisch schlagartig ins 21. Jahrhundert katapultiert habe und mit dem die Typografie als neuer Schwerpunkt des Museums etabliert worden sei, bleibe unvergessen.

Dies gelte ebenso für den Beitrag des Museums zum Reformationsjubiläum „Am 8. Tag schuf Gott die Cloud“ sowie die Schau zum Bauhaus-Jubiläum: „Nur zwei Beispiele von vielen, aber Beispiele, die zeigen, wie sich aus einem Museum der Vergangenheit ein Museum der Zukunft entwickelte.“

Die Museumdirektorin habe es in Zeiten knapper Kassen dennoch verstanden, „auch aus dieser Not eine Tugend zu machen: die gleiche Kreativität und Einfühlsamkeit, mit der Sie Ihre Ausstellungen realisierten, halfen Ihnen auch bei der Akquise von Sponsorengeldern – wie wir wissen ein ziemlich steiniges Feld, das es zu beackern gilt. Ihrem ganz persönlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass Finanzmittel in namhafter Höhe sowie auch bedeutende Sammlungen dem Museum – und damit dem Kulturstandort Mainz – zu Gute kamen. Auch dafür sage ich herzlich danke!“, unterstrich Ebling.

Auch der Druckladen, ein so großartiger Ort für die Vermittlung der alten Technologien an junge Leute, sei von Ludwig „auf Vordermann“ gebracht worden: „Heute kann man hier nicht mehr nur das Drucken in Gutenberg‘scher Manier erleben, man kann es nun auch erlernen! Altes und Neues, Vergangenes und Modernes miteinander zu verbinden, es einander beleben und befruchten zu lassen – auch das ist geradezu ein Markenzeichen von Ihnen.“

Oberbürgermeister Michael Ebling betonte in dieser Abschiedsstunde mit Nachdruck

„Sie waren ein Glücksfall für unsere Stadt – und sind es jetzt für die Stadt Weimar, davon bin ich fest überzeugt.“ Die Stadtspitze habe Dr. Annette Ludwig stets „als verlässliche wie auch lösungsorientierte Ansprechpartnerin erlebt und geschätzt; als eine Kultur-Expertin und Museums-Macherin, die mit beispiellosem Engagement und einem wahren Feuerwerk an kreativen Ideen für ihr Museum gekämpft, gelebt – und manchmal auch gelitten hat.“
Die enorme Wirkung von Johannes Gutenberg und seiner Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern – dieses kultur- und mediengeschichtliche Highlight der Stadt, das Menschen aus aller Welt nach Mainz kommen lasse: „Das alles war bei Ihnen immer in den allerbesten Händen.“ Dr. Annette Ludwig übergebe in den Stunden ihres Abschieds das Gutenberg-Museum als „wohlbestelltes Haus, das nicht zuletzt perspektivisch in veränderter Trägerschaft – auch dies ein langer Kampf, den Sie für Ihr Haus ausgefochten haben – neue Handlungsspielräume eröffnet“.

Der Oberbürgermeister: „Im Namen von Rat, Verwaltung und Bürgerschaft dankt die Landeshauptstadt Mainz für alles, was Sie als Direktorin des Hauses geleistet haben. Ihre hohe Identifikation mit dem Museum, Ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihr Pflichtgefühl gingen weit hinaus über das, was üblicherweise auf einer solchen Position erwartet werden kann, das möchte ich ausdrücklich betonen. Was Sie geleistet haben, war und ist nicht selbstverständlich!“

OB Ebling fügte abschließend an

„Ich möchte ebenfalls betonen: Wir alle bedauern Ihren Weggang außerordentlich – umso mehr, als Sie ausgerechnet zu einem Zeitpunkt gehen, wo die Früchte Ihrer Arbeit in greifbarer Nähe hängen.“ Es bleibe der „tiefe Dank für alles, was Sie in und für Mainz bewegt und erreicht haben. Viel Erfolg für Ihre neue spannende Aufgabe in Weimar, an dieser einzigartigen Schnittstelle von Kultur und Geschichte in Deutschland. Eine Bitte habe ich noch: Bleiben Sie unserer Stadt und ihren Menschen verbunden, bleiben Sie vor allem Ihrem Gutenberg-Museum verbunden! Denn das Museum birgt nicht nur einen Schatz, es ist ein Schatz – und dieser Schatz strahlt nach zwölf Jahren unter Ihrer Pflege und Aufsicht heller und schöner denn je.“


Kulturdezernentin Marianne Grosse ergänzte, im Gutenberg-Museum seien Wissenschaft und Forschung genauso daheim wie das Handwerk und die Praxis.

Die Aufgaben eines Museums – Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln – beschrieben daher nur unvollständig das Wirken Ludwigs im und für das Museum und dessen Bedeutung für Gutenberg und für Mainz: „Unter Ihrer Leitung zeigte das Museum mehrfach prämierte Sonderausstellungen zu den Themenbereichen Buchkunst, Druckgrafik und Typografie, wie z. B. „FUTURA. Die Schrift“, bei der Sie auch selbst kuratorisch verantwortlich zeichneten. Ihre erstklassige Expertise haben Sie darüber hinaus immer wieder in vielen Veröffentlichungen und Vorträge eingebracht.“

Die Bibliothek des Gutenberg-Museums wurde neu aufgestellt, es existiere heute ein Audioguide und ein wunderbarer Gutenberg-Film. Auch die Sammlungspflege sowie die Erweiterung der Museumsbestände habe Ludwig mit großer Akribie und Umsicht vorangetrieben. Dank Ihrer großartigen Arbeit seien die Besucherzahlen des Museums – bis zur Corona-Pandemie – stetig angewachsen. „Das Gutenberg-Museum ist auf den wichtigsten Fachmessen wie der Frankfurter und Leipziger Buchmesse stets erfolgreich präsent, ebenso spielt das Museum eine aktive und zentrale Rolle bei unseren kulturellen Veranstaltungen in Mainz, ob Museumsnacht, der Mainzer Büchermesse oder der Johannisnacht.“

„Mit Ihrer wertvollen Arbeit haben Sie immer auch der Tatsache Rechnung getragen, dass die Einrichtung ein von der Mainzer Bürgerschaft im Jahr 1900 gegründetes Museum ist: All die Menschen, Förderer, Sponsoren und Engagierten, die sich für das Museum und das Erbe Gutenbergs einsetzten, haben Sie stets im Blick gehabt und weitreichende Netzwerke gepflegt. Mit dem ,Mainzer Impuls‘ haben Sie zudem Pionierarbeit geleistet und damit eine Initiative für den Erhalt und die Wertschätzung des Erbes Gutenbergs und der Bewahrung der Gutenberg‘schen Technologie initiiert.“

Das Weltmuseums sei heute ein Ort des Diskurses und Plattform für den Dialog von Kunst, Kulturgeschichte und Gesellschaft. „Ihre Aufgabe als Museumsdirektorin war nie nur eine ,Aufgabe‘, Sie haben sich mit dem Haus immer vollkommen identifiziert. Es war Ihr Herzensprojekt, das konnte man in allem spüren.“

Deshalb gelte der Dank nicht allein der scheidenden Direktorin Dr. Annette Ludwig, sondern „auch der Persönlichkeit, die ich immer als absolut verlässliche Partnerin an meiner Seite wusste. Der enge Schulterschluss“, so Grosse, habe sich „vor allem in der kompletten Neukonzeption und baulichen und inhaltlichen Neuausrichtung des Museums und dem teilweise steinigen Weg hin zu einem Neubau für das Gutenberg-Museum“ gezeigt.
„Ohne Ihre fachliche Expertise, Ihre zukunftsweisenden Ideen, aber vor allem auch Ihre große Geduld und Ihr engagiertes Streiten für das Museum stünden wir heute nicht an dieser Stelle und würden nicht auf einen erfolgreichen Fortgang des Projektes blicken. Ihre Loyalität, Ihre Herzlichkeit und Ihren Optimismus haben Sie nie verloren – und das war immer eine große Stütze und Bereicherung.“

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Autounfall in Gensingen mit Personenschaden

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Unfall auf der B94
Unfall auf der B9

Eine 86-jährige Autofahrerin war gegen 10:45 Uhr mit ihrem PKW auf der Landstraße L416 unterwegs . Beim Abbiegevorgang auf die Landstraße L242 übersah sie einen Volkswagen Passat. Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Die 86-Jährige wurde leicht am Knie verletzt, die 52-jährige Unfallgegnerin klagte über Rückenschmerzen. Die beiden Frauen wurden durch einen alarmierten den Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Bodenheim: Neubau auf 23.500 Quadratmeter im Gewerbegebiet

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Logistikzentrum Bodenheim atrikom fulfillment © Garbe Industrial Real Estate
Logistikzentrum Bodenheim atrikom fulfillment © Garbe Industrial Real Estate

Noch vor Baubeginn hat die Garbe Industrial Real Estate GmbH ihre im rheinhessischen Bodenheim (Landkreis Mainz-Bingen) geplante Gewerbeimmobilie voll vermietet. Das auf Waren- und Werbemittellogistik sowie Dialogmarketing Spezialisierte Unternehmen atrikom fulfillment wird in das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 14.500 Quadratmetern einziehen.


Der Bau soll schon bald beginnen

Der Neubau entsteht auf einem 23.500 Quadratmeter großen Grundstück, das Garbe Industrial Real Estate erst vor wenigen Monaten erworben hatte. Mit dem Bau soll im ersten Halbjahr 2022 begonnen werden.

„Dass wir die Immobilie noch vor Einreichung des Bauantrags langfristig vermieten konnten, ist ein voller Erfolg und spricht für den ausgezeichneten Standort“, betont Jan Dietrich Hempel, Geschäftsführer von Garbe Industrial Real Estate.

Optimaler Standort in der Rhein-Main-Region

Das Grundstück liegt südlich von Mainz, mitten in der Rhein-Main-Region, einer der bedeutendsten Logistikmärkte Deutschlands. Die Lage und der von Garbe Industrial Real Estate geplante Gebäudekomplex haben auch atrikom fulfillment überzeugt. Der mittelständische Dienstleister mit Hauptsitz im nur zehn Kilometer von Bodenheim entfernten Ginsheim-Gustavsburg ist im Bereich Waren- und Werbemittellogistik, Mailing- und Response-Management sowie Promotion-Aktionen tätig.

„Mit Bodenheim erweitern wir unser Standortnetzwerk. Wir werden dort ein hochmodernes E-Commerce-Lager betreiben um just in time die Kunden unserer Kunden zu versorgen“, kündigt Daniel Deckers, geschäftsführender Gesellschafter von atrikom fulfillment, an. Über die Bundesstraße 9 und die Autobahnen 60 und 63 ist der Standort an Mainz, Wiesbaden, Frankfurt sowie die umliegenden Ballungsräume angebunden.

Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei der Entwicklung der Immobilie eine große Rolle

Zur Gewinnung regenerativer Energien wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert. Der Außenbereich wird mit Bäumen und Sträuchern begrünt. Die Stellflächen werden mit E-Ladesäulen für Fahrräder und Pkw ausgestattet. Für die Immobilie strebt Garbe Industrial Real Estate eine Zertifizierung nach dem Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an. Im zweiten Quartal 2023 soll der Neubau fertiggestellt sein.

Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig und sein für Wirtschaftsförderung zuständiger Beigeordneter Andreas Kappel freuen sich, dass mit dieser Neuansiedlung nach über 15 Jahren eine große Baulücke im bestehenden Gewerbegebiet „Bürgel“ geschlossen wird: „Die Investition von Garbe Industrial Real Estate und die langfristige Vermietung an atrikom fulfillment werten den Wirtschaftsstandort Bodenheim enorm auf.“  Bei der Vermietung vermittelte das Maklerunternehmen Immolox mit Sitz in Frankfurt am Main.

Millionenbetrag für die Wälder in Hessen – Hohe Schäden durch den Klimawandel

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B2 9012828 71364140 Stadt Seligenstadt 9

Das für die Bewilligung von forstlichen Fördermitteln im Lande Hessen zuständige Regierungspräsidium Darmstadt hat die Privat- und Körperschaftswälder des Landes 2021 mit insgesamt 27,9 Millionen Euro unterstützt. Dies entspricht einer Vervielfachung gegenüber den Vorjahren. Zum Vergleich: In den Jahren 2010 bis 2018 beliefen sich die jährlichen Auszahlungen noch auf durchschnittlich 3 Millionen Euro, 2019 waren es 6,3 Millionen Euro und im Jahr 2020 wurden 16 Millionen Euro an die betroffenen Forstbetriebe ausgezahlt.


Die Bewältigung der durch Extremwetterereignisse im hessischen Wald verursachten Schäden waren der Schwerpunkt der Förderung

Von besonderer Bedeutung war die Räumung von Schadflächen als Voraussetzung für eine Wiederbewaldung und um die Vermehrung von Schadinsekten möglichst zu begrenzen. Alleine hier wurden 2436 Anträge mit einem geschätzten Fördervolumen von 31,8 Millionen Euro gestellt, wovon an 992 Antragstellende bereits Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 22 Millionen Euro ausgezahlt werden konnten.

Einen besonderen Stellenwert nahmen auch 346 Pflanzanträge mit einem Fördervolumen von insgesamt 4,5 Millionen Euro ein, um insbesondere auf Schadflächen – möglichst unter Einbeziehung von Naturverjüngung – naturnahe, stabile und artenreiche Wälder aufzubauen. Auch hier handelte es sich um Bundes- und Landesmittel. Fördermittel in Höhe von 0,6 Millionen Euro flossen in die Waldkalkung. Diese wird auf ausgewählten Gebieten mit dem Hubschrauber durchgeführt und ist die wichtigste Bodenschutzmaßnahme, um die durch Säureeinträge verursachte Versauerung der Waldböden zu stoppen und diese Böden zu stabilisieren, was auch dem Trinkwasserschutz dient.

Der Ausbau und die Instandsetzung von Waldwegen wurde mit 0,5 Millionen Euro gefördert, denn durch die Abfuhr von Schadholz wurde das Wegenetz vielerorts extrem belastet. Bei der Waldkalkung und dem Waldwegebau wurden 50 % der Fördermittel von der EU beigesteuert. Weitere 0,3 Millionen Euro kamen insbesondere der Pflege von Waldbeständen, der Aufforstung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen, der bodenschonenden Holzernte und dem Bau von Weisergattern zugute. Mit Weisergattern beobachtet man die Entwicklung von Waldflächen ohne Wildeinfluss und nutzt diese Erkenntnisse dann für weitere Planungen. Für die kommenden Jahre wird prognostiziert, dass sich der Schwerpunkt der Forstförderung auf die Wiederbewaldung verlagert, die – unter Berücksichtigung des Klimawandels – für viele Waldbesitzenden eine besondere Herausforderung darstellen wird.

Hintergrund:

Das Dezernat V 52- Forsten (Obere Forstbehörde) beim Regierungspräsidium Darmstadt nimmt diverse Aufgaben wahr, die sich im Wesentlichen aus dem Hessischen Waldgesetz und dem Bundeswaldgesetz ergeben. Für die Aufgabe der Forstlichen Förderung ist das RP Darmstadt für ganz Hessen zuständig.

Feuerwehr löscht Flächenbrand in Rüdesheim an der Nahe

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Am späten Montagnachmittag (7. März 2022) wurde die Feuerwehr Rüdesheim gegen 17:00 Uhr zu einem Einsatz auf dem Kesselberg in der Rüdesheimer Gemarkung „An der Hardt“ alarmiert.


Die Brandursache ist bislang noch unklar

Vor Ort eingetroffen fanden die Einsatzkräfte eine brennende Hangfläche von rund 50 Quadratmetern an einem Feldweg vor, auf der Gestrüpp, Gras und Holzabfälle in Flammen standen. Mit zwei Schnellangriffsrohren und 2.500 Liter Wasser bekämpften die acht ausgerückten Kräfte um Gruppenführer Florian Wolf die Flammen. Das Gehölz wurde mit Dunghaken auf den Feldweg gezogen und vollständig abgelöscht.

Die Brandursache ist bislang noch unbekannt und wird von der Polizei Bad Kreuznach ermittelt. Die Feuerwehr war nach rund 50 Minuten zurück an ihrer Feuerwache und wieder einsatzbereit.

Demonstrationen in Mainz sorgen für Umleitungen im ÖPNV

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Aufgrund einigen Demonstrationen kann es im Laufe des Dienstags (8. März 2022) zwischen 9:00 Uhr und 21:00 Uhr im Mainzer Innenstadtbereich zu kurzfristigen Umleitungen im ÖPNV kommen.


Aufzugsstrecke und die betroffenen Bereiche:

Zwischen 09:00-18:00 Uhr:
Große Bleiche – Münsterplatz – Schillerstraße – Schillerplatz – Ludwigsstraße – Große Langgasse – Umbach – Große Bleiche – Ernst-Ludwig-Platz

Zwischen 18:00-21:00 Uhr:
Schöfferstraße– Höfchen – Alte Universitätsstraße – Schusterstraße – Flachsmarkt – Flachsmarktstraße – Bauhofstraße – Kaiserstraße – Parcusstraße – Bahnhofstraße – Schillerstraße – Schillerplatz – Ludwigsstraße – Gutenbergplatz

 

Explosion: Geldautomat in Mainz-Weisenau in die Luft gejagt

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Am frühen Dienstagmorgen (8. März 2022) kam es gegen 4:10 Uhr zu einer Geldautomatensprengung im Heiligkreuzweg in Mainz Weisenau. Der SB-Terminal der Mainzer Volksbank wurde dabei völlig zerstört. Von den Tätern fehlt jede Spur. BYC-News war vor Ort.


Alarmierung über die Sicherheitsfirma

Anders als in den vergangenen Fällen wurde die Polizei über die Sicherheitsfirma der Mainzer Volksbank alarmiert. Im Bereich des Gewerbegebietes am Heiligkreuzweg befinden sich keine Privathäuser in der näheren Umgebung. Demnach gab es keine direkten Zeugen für die Tat. Die Sicherheitsfirma der MVB wurde erst über den Vorfall informiert, als der Geldautomat gesprengt wurde. Die Polizei leitete sofort intensive regionale und überregionale Fahndungsmaßnahmen ein, die jedoch aktuell noch keine Erkenntnisse zu den Tätern brachte.

Feuerwehr wurde ebenfalls alarmiert

Da die unbekannten Täter nach ersten Informationen erneut mit Festsprengstoff sprengten und unklar war, ob der Container nach der Detonation brannte, wurde die Berufsfeuerwehr Mainz sowie die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Weisenau ebenfalls alarmiert. Bei Eintreffen der Feuerwehr stellte sich jedoch heraus, dass der Container nicht brannte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten ihren Einsatz bereits gegen 4:40 Uhr beenden und an die Polizei übergeben.

Lidl Parkplatz abgesperrt

Da der SB-Terminal der Mainzer Volksbank auf dem Gelände des dortigen Lidl-Marktes untergebracht ist, wurden Teile des Parkplatzes bis zur endgültigen Spurensicherung und auch aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Gegen 5:10 Uhr traf ein Verantwortlicher der MVB am Tatort ein, gegen 5:55 Uhr die Delaborierer des LKA, die kurze Zeit später Entwarnung geben konnten, dass sich kein Sprengstoff mehr im oder am Gerät befand. Anschließend begaben sich die Beamten der Spurensicherung an ihre Arbeit. Die unbekannten Täter konnten bei der Tat das Geld aus den Geldkassetten erbeuten, die Polizei hält sich mit der Höhe der Summe jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen bedeckt.

Zeugenaufruf der Polizei

Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die Angaben zu der Geldautomatensprengung im Heiligkreuzweg machen können. Personen, die in letzter Zeit Auffälligkeiten im Bereich des Geldautomaten im Bereich des Lidl-Marktes in Mainz-Weisenau gemacht haben, oder Angaben zur Tat machen können, werden gebeten sich bei der Polizei unter 06131 – 65 36 33, mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Für anonyme Hinweise steht auch das Onlineportal der Polizei Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

Ukraine-Krieg: Wichtige Informationen für alle Helfer und Spender

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Wiesbaden6
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Der Schock über den Krieg in der Ukraine sitzt tief, und das Leid, das er verursacht, ist enorm. Die Betroffenheit darüber führt auch in Deutschland zu einer riesigen Spendenbereitschaft: Wer Menschen mit Sachspenden, Arbeitszeit oder Geld unterstützt, die in der Ukraine in Not sind oder aus der Ukraine flüchten, tut in erster Linie etwas Gutes. Der Staat fördert diese Hilfsbereitschaft. Welche Spendenarten es gibt und wie sie steuerlich behandelt werden, das zeigt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH).


Wer sich engagiert, den unterstützt der Staat durch Steuererleichterungen

Die Hilfsbereitschaft für geflüchtete Ukrainer ist überwältigend, und auch die Deutschen spenden Kleider, Medikamente, Kindersachen und vieles mehr. An unzähligen Orten sammeln Ehrenamtliche die Spenden, sortieren und verteilen sie. Etliche fahren hunderte Kilometer, um Geflüchtete aus der Krisenregion zu retten und in neue Unterkünfte zu bringen. Wer sich engagiert, den unterstützt der Staat durch Steuererleichterungen.

1. Geldspende bis zu 300 Euro: Vereinfachter Zuwendungsnachweis genügt

Mit Geldspenden können Hilfsorganisationen oft das meiste bewirken und gezielt diejenigen Hilfsmittel besorgen, die am nötigsten sind. Wer Geld spendet an gemeinnützige Organisationen wie Kirchen, Universitäten, staatliche Museen, gemeinnützige Vereine oder Stiftungen, und zwar bis maximal 300 Euro, der kann das mit einem vereinfachten Zuwendungsnachweis für die Steuererklärung belegen.

Als Nachweis genügt der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstituts – zum Beispiel der Kontoauszug, der Lastschrifteinzugsbeleg oder beim Onlinebanking ein Ausdruck.

Wichtig ist, dass aus der Buchungsbestätigung folgendes hervorgeht:

  • Name und Kontonummer oder ein sonstiges Identifizierungsmerkmal des Auftraggebers sowie des Empfängers
  • der Spendenbetrag
  • der Buchungstag
  • und dass die Zahlung tatsächlich durchgeführt wurde

Folgende Voraussetzungen gelten für den Empfänger beim vereinfachten Zuwendungsnachweis:

  • Der Spendenempfänger ist eine gemeinnützige Organisation, ein steuerbegünstigter Verein oder eine politische Partei mit Sitz in Deutschland oder in der Europäischen Union (EU) oder im europäischen Wirtschaftsraum (EWR).
  • Damit die Spende vom Finanzamt anerkannt wird, müssen Belege und Bescheinigungen vorgelegt werden können, und die Gemeinnützigkeit des Spendenempfängers muss ermittelbar sein.
  • Die Nachweise müssen vom Empfänger ausgestellt sein und es muss daraus hervorgehen, ob es sich bei der Zuwendung um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt

Gut zu wissen: Seit 2018 gilt die sogenannte Belegvorhaltepflicht. Ein Zuwendungsnachweis oder eine Spendenbescheinigung muss demzufolge nicht mehr der Steuererklärung beigefügt werden. Der Spender trägt lediglich die Spendensumme unter den Sonderausgaben ein. Aber: Das Finanzamt kann jederzeit dazu auffordern, die Spendenbescheinigung nachzureichen. Deshalb sollten sämtliche Zuwendungsbestätigungen sorgsam aufbewahrt werden, nämlich mindestens bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Steuerbescheids. Wer also den Steuerbescheid beispielsweise am 21.06.2021 bekommt, muss die Spendenbescheinigung bis zum 21.06.2022 aufbewahren.

2. Aufwandsspende: Zeit schenken und Kosten absetzen

Wer beispielsweise bei einem gemeinnützigen Verein mit anpackt, arbeitet in der Regel nicht nur ehrenamtlich, sondern hat auch Ausgaben. Zum Beispiel für Fahrten zugunsten des Vereins mit dem eigenen Auto. Bei einer Aufwandsspende verzichtet die Helferin oder der Helfer auf einen Ersatz der eigenen Kosten. Stattdessen bekommt man eine Spendenbescheinigung, die in der eigenen Steuererklärung angegeben werden kann. Das ist eine Aufwandsspende.

Die Grundvoraussetzung für eine Aufwandsspende: Der Anspruch auf Ersatz der eigenen Kosten muss in der Vereinssatzung stehen oder schriftlich in einem Vertrag festgehalten sein.

Ein Beispiel: Franziska Behrendt fährt mit ihrem Privat-Pkw gespendete Kleidung und Alltagsgegenstände für die Caritas an Bedürftige aus. Die Caritas hat ihr verbindlich 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer zugesagt. Doch Franziska verzichtet auf das Geld und bekommt im Gegenzug eine Zuwendungsbestätigung über die angefallene Summe. Diese Summe trägt sie als Sonderausgabe in ihrer Steuererklärung ein.


3. Vergütungsspende: Arbeitszeit schenken und Aufwand absetzen

Bei einer Vergütungsspende schenkt Franziska dem Verein sozusagen ihre Arbeitszeit. Das Vorgehen ist vergleichbar mit der Aufwandsspende: Franziska hat im Vorfeld der eigenen Tätigkeit schriftlich mit dem Verein eine angemessene Vergütung vereinbart – und verzichtet später auf das Geld. Sie bekommt dann eine Spendenbescheinigung und kann den Betrag als Spende von der Steuer absetzen.

4. Sachspende: Wert in die Steuererklärung eintragen

Ob getragene Kleider, gebrauchtes Kinderspielzeug oder der benutzte Kinderwagen: Wer gebrauchte Gegenstände an gemeinnützige Organisationen spendet und die Spende steuerlich geltend machen möchte, schätzt den Wert der Gegenstände. Möglich ist das, indem man sich über Kleinanzeigen in der Zeitung oder im Internet informiert und die Verkaufspreise ähnlicher Gegenstände vergleicht. Berücksichtigt werden sollte dabei der frühere Kaufpreis, die Qualität, der Zustand und das Alter des Gegenstandes.

Um die Sachspende von der Steuer absetzen zu können, ist eine Zuwendungsbestätigung der gemeinnützigen Organisation nötig, für die man gespendet hat. Dieser Nachweis muss die genaue Bezeichnung des gespendeten Gegenstands enthalten, das Alter, den Zustand, den ursprünglichen Kaufpreis sowie den Wert und den Tag, an dem der Gegenstand gespendet wurde.

Gut zu wissen: Privatpersonen, die ganz neue Gegenstände spenden, haben es mit der Bewertung ihrer Spende leicht – der Wert des Gegenstands steht auf der Rechnung.

Künftig möglich: Spezielle Steuererleichterungen für Ukraine-Spenden

In der Corona-Krise hat das Bundesfinanzministerium in Abstimmung mit den obersten Finanzbehörden der Länder mehrere Verwaltungsregelungen getroffen, um finanzielle Hilfen von Privatpersonen, Unternehmen oder Vereinen steuerlich zu fördern. So benötigt man bis zum 31. Dezember 2022 zum Beispiel nur einen vereinfachten Zuwendungsnachweis, und zwar ohne Beschränkung des Betrags. Auch bei hohen Geldspenden reicht für die Steuererklärung also ein Kontoauszug, ein Lastschriftbeleg oder ein Ausdruck vom Onlinebanking. Die Spende muss jedoch auf Sonderkonten eingezahlt werden, die für diesen besonderen Zweck (Corona-Krise) eingerichtet wurden.

Es ist durchaus wahrscheinlich, dass es ähnliche Erleichterungen künftig auch für Spenden an Notleidende in der Ukraine oder aus der Ukraine geflüchtete Menschen geben wird. Noch hat das Bundesfinanzministerium dazu allerdings kein Schreiben publiziert.

Improvisierte Comedy im Alten Postlager in Mainz

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Das Publikum gibt ein Stichwort – und schon beginnt der Spaß. Aus dem Nichts bringen die Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles “Die Affirmative” ihre urkomischen Figuren auf die Bühne, erfinden Geschichten im Moment und stürzen sich ins Risiko der Ungewissheit. Nachdem im Alten Postlager wegen der Pandemie seit November keine Veranstaltungen stattgefunden haben, feiert Mainz bekannteste Improtheater-Gruppe nun die Wiedereröffnung der Hallen am Hauptbahnhof West.


Am Samstag, 19. März, 20 Uhr, zeigen die Improspielerinnen und Improspieler unter dem Motto “Nix Festes” lustige und mitreißende Szenen, inspiriert von ihren Zuschauerinnen und Zuschauern.

“Die Leute dürfen sich auf schnelle Comedy freuen”, sagt die künstlerische Leitung des Ensembles, Claudia Behlendorf, über den ersten Teil des Programms. In der zweiten Hälfte des Abends wird die Affirmative mit dem Format  “Superszene” ganze Filme improvisieren.

“Egal ob knallharte Action, romantische Komödie oder surrealistischer Kunstfilm: Wir zeigen die unterschiedlichsten Genre. Es ist eine improvisierte Kinonacht und ein Wettkampf um die beste Regie”, erklärt Behlendorf. Das Publikum darf entscheiden, welche Drehbuchideen zerknüllt im Papierkorb landen und welche Geschichten sie unbedingt weiter sehen wollen – bis nur noch eine übrig bleibt, die Superszene.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf 13 Euro, ermäßigt acht Euro. Hier erhaltet ihr die Tickets

Adresse:
Altes Postlager
Mombacher Str. 11-15
55122 Mainz

Vollsperrung: VW Touran überschlägt sich auf der A60 bei Mainz-Finthen

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Am Montagabend (7. März 2022) kam es zu einem Unfall auf der Autobahn A60 bei Mainz-Finthen in Fahrtrichtung Wiesbaden. Der Unfall, an dem ein Volkswagen Touran und ein Suzuki beteiligt waren, ereignete sich gegen 19:40 Uhr.


VW überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen

Der VW hatte sich bei dem Unfall zwischen den Anschlussstellen Mainz-Bretzenheim und Mainz-Finthen überschlagen und war auf dem Dach liegen geblieben. Der 22-jährige Unfallfahrer befuhr mit seinem Touran die BAB 60 in Fahrtrichtung Bingen auf dem rechten Fahrstreifen. Nach Zeugenaussagen kam der Fahrer rund 350 Meter vor der Anschlussstelle Finthen gegen die rechtsseitige Schutzplanke, streifte an dieser entlang, überschlug sich im weiteren Fahrtverlauf und rutschte rund 21 Meter auf der Fahrbahn. Die dahinter befindliche 35-jährige Fahrerin konnte mit ihrem Suzuki noch auf den linken Fahrstreifen ausweichen, einen Zusammenstoß konnte sie trotz Vollbremsung aber nicht verhindern.

Fahrer war alkoholisiert

Der VW-Fahrer äußerte nach erster Befragung gegenüber der Polizei, dass er nicht gefahren sei, sondern eine weitere, nicht mehr vor Ort befindliche Person. Er selbst habe Alkohol konsumiert, sei aber nicht gefahren. Seinen Führerschein hätte er vor rund zwei Wochen verloren. Aufgrund seiner Aussage, dass er nur Beifahrer gewesen sei und der angebliche Fahrer geflüchtet war, wurde die Drohnenstaffel der Freiwilligen Feuerwehr Bodenheim-Nackenheim zum Einsatzort nachalarmiert, um nach dem Flüchtigen zu suchen.

Nach ersten Zeugenbefragungen vor Ort spricht allerdings Vieles dafür, dass der 22-jährige Mann alleine im Fahrzeug war und den Volkswagen auf der Fahrerseite verlassen hatte. Nach derzeitigem Sachstand ist davon auszugehen, dass der Verkehrsunfall sich aufgrund eines alkoholbedingten Fahrfehlers ereignet hat.

Die Autobahn A60 musste zeitweise voll gesperrt werden. Bei dem Verkehrsunfall wurden zwei Personen verletzt. Der Verkehr wurde einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Die Motorradstaffel der Johanniter Rheinhessen kam zufällig am Unfallort auf der A60 vorbei und leistete Erste Hilfe. Die Ersthelfer betreuten die Unfallopfer bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes.

Im Einsatz waren:

  • Berufsfeuerwehr Mainz Wache 1
  • Freiwillige Feuerwehr Mainz-Hechtsheim
  • Freiwillige Feuerwehr Bodenheim-Nackenheim mit einer Drohne
  • Die Autobahnpolizei
  • ASB Rettungsdienst
  • Das Deutsche Rote Kreuz
  • Johanniter Motorradstaffel
  • Ein Notarzt
  • Abschleppdienst

Wiesbaden unterstützt ukrainische Kriegsflüchtlinge in Breslau (Polen)

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Wiesbaden8
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Die Landeshauptstadt Wiesbaden startete am Samstag (5. März 2022) in Zusammenarbeit mit ihrer polnischen Partnerstadt Breslau eine Hilfsaktion für die Ukraine. BYC-News war vor Ort.


Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende freut sich über die Unterstützung

Hilfsbereite Bürgern haben sich in der vergangenen Woche bei der Stadtverwaltung erkundigt, wie sie den Menschen in der Ukraine helfen können. Seitens der Landeshauptstadt gab es Gespräche mit der Partnerstadt Breslau, in der bereits zahlreiche Kriegsflüchtlinge angekommen sind.

„Wir konzentrieren uns auf die Zusammenarbeit mit Breslau und starten eine koordinierte Hilfsaktion“, sagt Mende. Die ELW (Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden) stellte seit Samstag, 5. März 2022 auf dem Betriebshof im Unteren Zwerchweg 120, in Wiesbaden, Platz zur Verfügung. Die benötigten Hilfsgüter wie z.B. Verbandskästen, Powerbanks, Ladekabel, Akku-Taschenlampen, Schlafsäcke, Isomatten, Zelte, warme und regenfeste Jacken, bruchsichere Thermosflaschen und Konserven werden noch bis Dienstag, 8. März 2022 entgegengenommen.

Seit Samstag sind bereits sehr viele Spenden angenommen worden, die von ehrenamtlichen Helfern vor Ort auf unterschiedliche Paletten sortiert und für den Transport nach Breslau vorbereitet werden. Ein ehrenamtlicher Helfer und Mitglied der E-Lotsen in Wiesbaden, der bereits vor sechs Jahren Erfahrungen mit vergleichbaren Spendenaktionen sammelte, sagte gegenüber dieser Zeitung, dass er gerne seine Erfahrung wieder einbringe. Jedoch konnte es sich damals nicht vorstellen, dass es erneut zu einer Sammelaktion komme, die ein so nahes Ziel in Europa hätte. Unter den ehrenamtlichen Helfern befand sich ebenfalls eine Person, die vor einigen Jahren als selbst betroffener Geflohener die Unterstützung und Hilfe erfuhr, und seine Dankbarkeit zeigte, in dem er nun für andere Menschen in Not hilft.

Hilfe geht weiter nach Lwiw (Lemberg) in die Ukraine

Nachdem die gesammelten Hilfsgüter sortiert und aufgeladen sind, wird in dieser Woche der Transport nach Breslau starten und zum Teil vor Ort an Flüchtlinge verteilt werden. Weiteres Ziel der Hilfsgüter ist die rund 560 Kilometer entfernte ukrainische Partnerstadt von Breslau Lwiw (Lemberg).

Unter der Schirmherrschaft des Stadtpräsidenten von Breslau, Jacek Sutryk, wurde ein Spendenkonto der Stiftung Ukraine in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Breslau eingerichtet, um die Finanzmittel zur Unterstützung der Ukraine im Krieg mit Russland zu sammeln.

Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, kann spenden an:

Stiftung Fundacja Ukraina
IBAN: PL85 1090 2398 0000 0001 4935 4384
SWIFT-Code: WBKPPLPP
Santander Bank Polska S.A.
Kontobezeichnung: Save Ukraine
Verwendungszweck: Schenkung Save Ukraine

Ehrenamtliche Engagement-Lotsen-Tätigkeit

Die Zielrichtung der ehrenamtlichen Engagement-Lotsen-Tätigkeit sieht im Wesentlichen die Beratung und Unterstützung von Einrichtungen, Gruppen, Netzwerken, Vereinen und Initiativen- auch des Freiwilligen-Zentrums – vor, die unter anderem in den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Gemeinwesen aktiv sind.

Aufgabenschwerpunkt der E-Lotsen in diesem Hilfsprojekt für die Ukraine, ist das ehrenamtliche Engagement, und die Unterstützung, Umsetzung, Koordination zwischen Spendern, ELW und der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Bad Kreuznach: Bürgersprechstunde mit Landtagsabgeordneten Dr. Helmut Martin

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Dr. Martin Kreuznach
Dr. Martin Kreuznach

Landtagsabgeordneter Dr. Helmut Martin: „Am Montag, den 14. März 2022 von 18:00-20:00 Uhr, lade ich interessierte Bürgerinnen und Bürger zu meiner Bürgersprechstunde ein, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und sich um Ihre Fragen und Anliegen zu kümmern. Die Sprechstunde findet im Wahlkreisbüro (Freiherr-vom-Stein-Str. 16) in Bad Kreuznach statt. Jeder Termin umfasst ein Zeitfenster von 30 Minuten. Um einen Termin zu reservieren, melden Sie sich bitte vorab unter der Telefonnummer 0671/920 650 92 oder per Mail info@helmut-martin.de“

Tatverdächtige nach Raubüberfall in Mainz-Hechtsheim festgenommen

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Festnahme durch die Polizei bei Nacht

Am Freitagabend (4. März 2022) kam es gegen 20:30 Uhr zu einem schweren Raubüberfall auf einen Supermarkt im Ortskern von Mainz-Hechtsheim. Die Polizei konnte zwei junge Tatverdächtige im Alter von 19 und 20 Jahren festnehmen.


Täter bedrohte Kunden mit einem Messer

Die zwei maskierten Täter hatten das Geschäft betreten und waren direkt zur Kasse gegangen. Der 20-Jährige soll dabei einen Kunden mit einem Messer bedroht haben, während sein 19 Jahre alter Komplize die Kassiererin aufforderte, ihm das Geld auszuhändigen.

Noch bevor die beiden das Geld erbeuten konnten, flüchteten sie aus dem Supermarkt. Zeugen vor dem Geschäft konnten den 19-Jährigen stoppen und so die Flucht verhindern. Zudem konnten sie gegenüber der Polizei genaue Angaben zur Fluchtrichtung des zweiten Täters machen. Aufgrund der detaillierten Zeugenaussagen konnte der 20-Jährige kurze Zeit später von der Polizei in einem nahegelegenen Anwesen festgenommen werden.

Beide Tatverdächtige wurden erkennungsdienstlich behandelt

Die Staatsanwaltschaft Mainz stuft das Delikt als „Schwerer Raub“ ein und ordnete bereits in der Nacht die Durchsuchung eines Hauses an. Die beiden Tatverdächtigen wurden unmittelbar nach der Tat erkennungsdienstlich behandelt und sind anschließend aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wurden mittlerweile die Kassiererin, als auch der bedrohte Kunde durch die Polizei vernommen.