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Mainzer Politiker Bodo Noeske ist verstorben

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Der Mainzer Politiker, Bodo Noeske ist tot. Er verstarb im Alter von 59 Jahren. Zuletzt ging er bei der Bundestagswahl im Jahr 2021 als Direktkandidat der Piraten für den Wahlkreis 205 ins Rennen.


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Seit Mitte der 90er-Jahre war Noeske beruflich selbstständig in der Mainzer Neustadt

Noeske wurde in Edenkoben in der Südpfalz geboren und besuchte das Max-Slevogt Gymnasium in Landau. Anschließend schloss er ein Studium an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz als Diplom-Pädagoge ab. Seit Mitte der 90er-Jahre war Noeske beruflich selbstständig in der Mainzer Neustadt als Versicherungsmakler und ökologisch orientierter Finanzanlagenberater.

Zudem war er auch in der Stadt Mainz kommunalpolitisch aktiv, zunächst seit 2013 als Mitglied der Piratenpartei. Für die Fraktion Piraten & Volt saß er dann seit 2019 im Schulträgerausschuss, im Seniorenbeirat und dem Zweckverband Rhein-Nahe-Nahverkehr sowie im Zweckverband Rheinhessen-Sparkasse.

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Kita-Streik am Donnerstag in Mainz und Umgebung – Eltern sind am Verzweifeln

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Nur drei Wochen nach dem letzten Kita-Streik steht nun schon wieder ein Ausstrand vor der Tür: Die Gewerkschaft GEW ruft dieses Mal ihre Mitglieder im im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst dazu auf, am kommenden Donnerstag, den 31. März die Arbeit niederzulegen. Auch dieses Mal geht es um stockende Tarifverhandlungen, betroffen sind die Stadt Mainz sowie weitere Landkreise. Für die Eltern bedeutet das neue Belastungen – welche Kitas geschlossen werden müssen, steht noch nicht fest. Zum Streik aufgerufen sind zudem die Beschäftigten der AWO Wiesbaden sowie des Kita-Eigenbetriebs in Frankfurt.


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Nur drei Wochen nach dem letzten Kita-Streik steht nun schon wieder ein Ausstrand vor der Tür

Die Gewerkschaft GEW ruft dieses Mal ihre Mitglieder im im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst dazu auf, am kommenden Donnerstag, den 31. März die Arbeit niederzulegen. Auch dieses Mal geht es um stockende Tarifverhandlungen, betroffen sind die Stadt Mainz sowie weitere Landkreise. Für die Eltern bedeutet das neue Belastungen – welche Kitas geschlossen werden müssen, steht noch nicht fest. Update&: Zum Streik aufgerufen sind zudem die Beschäftigten der AWO Wiesbaden sowie des Kita-Eigenbetriebs in Frankfurt.

Am 8. März hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di in den Kitas in Mainz zum Streik aufgerufen, praktisch sämtliche städtischen Kitas mussten daraufhin bis auf sechs zumachen. Ver.di hatte geklagt, bei den Arbeitgebern gebe es “noch keine Bereitschaft zu grundlegenden Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen” der Erzieherinnen, allerdings hatten die Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und dem Arbeitgeberverband VKA da auch gerade erst begonnen, und zwar am 25. Februar.

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Nun ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihrerseits zum Warnstreik aus, der Grund ist derselbe

Seit dem 25. Februar 2022 verhandele man mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), sagte die GEW nun, es gehe  um “die Weiterentwicklung der Sonderregelungen und der Tätigkeitsmerkmale für den Sozial- und Erziehungsdienst im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).” Doch auch die zweite Tarifverhandlungsrunde für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sei am vergangenen Dienstag, den 22. März, ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufe die GEW Rheinland-Pfalz nun ihre Mitglieder im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu einem regional begrenzten Warnstreik am 31. März 2022 auf – und zwar bei der Stadt Mainz sowie den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Alzey-Worms. “Insbesondere in den kommunalen Kindertagesstätten dieser Regionen ist daher mit Einschränkungen zu rechnen”, heißt es weiter.

Bei der Stadt Mainz hieß es am Dienstag, man kläre derzeit, in welchen Kitas am Donnerstag der Betrieb aufrecht erhalten werden könne, und welche Kitas streikbedingt schließen müssten. Das Ergebnis werde man am Mittwoch in einem Elternbrief mitteilen, schreibt die Stadt in einem Elternbrief vom Dienstag. Man bitte die Eltern aber schon jetzt, eine Betreuung für den Donnerstag zu organisieren – für den Fall, dass die eigene Kita unter denen sei, die schließen müssten. Die Kita-Leitungen seien gerne behilflich,. heißt es weiter.

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Der Stadtelternausschuss (StEA) Mainz hatte zuletzt den Kita-Streik durch Ver.di mit deutlichen Worten kritisiert

Man stehe zwar “nachdrücklich” hinter den Forderungen der Erzieherinnen für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, den Streik zu so einem frühen Zeitpunkt in den Verhandlungen sehe man aber sehr kritisch, hieß es vom StEA: Die Eltern litten aktuell ohnehin schon sehr unter permanenten Abholungen und Schließungen wegen der anhaltenden Corona-Infektionslage.

Der Streiktag am Donnerstag geht zudem mit einer Demo in Mainz einher: Die Streikenden wollen sich nach Ankündigung der GEW zunächst auf rheinland-pfälzischer Seite um 10.30 Uhr in Mainz treffen, und zwar am Rheinufer in Höhe des Schlosses. Ab 11.00 Uhr startet dann ein Demonstrationszug über die Theodor-Heuss-Brücke Richtung Wiesbaden – denn auch bei der AWO Wiesbaden und dem Kita-Eigenbetrieb in Frankfurt sind die Beschäftigten zum Streik aufgerufen.

In der Mitte der Brücke wollen die Demonstrierenden auf einen zur gleichen Zeit startenden Demonstrationszug aus Wiesbaden treffen, man wolle dort “öffentlichkeitswirksam ein dreizehn Meter breites Transparent entfalten”, kündigte die GEW weiter an. Auf dem Basketballfeld am Rheinufer auf Wiesbadener Seite finde anschließend die Abschlusskundgebung statt.

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Warnung der Polizei Ingelheim – Wer hat etwas beobachtet oder kennt die Täter?

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Warnung der Polizei
Warnung der Polizei

Am Sonntag (28. März 2022) kam es gegen 10:30 Uhr zu einem Trickbetrug durch falsche Mitarbeiter vom Wasserwerk. Zwei angebliche Mitarbeiter der „Rheinhessischen Energie- und Wasserversorgung“ täuschten einer 82-jährigen Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses einen Wasserrohrbruch im Keller vor. Aus diesem Grund müsste man mit den Bewohnern das Wasser in der Dusche überprüfen.


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Diebstahl erst später bemerkt

Während die Dame den Anweisungen des angeblichen Mitarbeiters nachkam, wurde durch einen zweiten Täter Goldschmuck und Bargeld in bislang unbekannter Höhe aus dem Schlafzimmer bzw. der Handtasche entwendet. Der Diebstahl wurde erst zwei Stunden später durch die Geschädigte festgestellt.

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Täterbeschreibungen

Person 1

  • männlich
  • ca. 40 Jahre alt
  • ca. 1,65 – 1,70m groß
  • dunkle kurze Haare
  • sprach deutsch ohne Dialekt oder Akzent
  • Bekleidet mit dunkler Jacke

2. Person

  • männlich, ca. 40 Jahre alt
  • ca. 1,80m groß
  • dunkelblonde, kurze wellige Haare
  • sprach deutsch ohne Dialekt oder Akzent

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, oder verdächtige Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht hat, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Ingelheim unter der Rufnummer 06132/65-510 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter piingelheim@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.

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100 Polizisten führen Hausdurchsuchungen im Rheingau-Taunus-Kreis durch

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Die Polizei hat im Verlauf des Dienstags im Rheingau-Taunus-Kreis 33 Wohnungen durchsucht und dabei 32 mutmaßlich unrichtige Impfausweise sowie 45 Impfzertifikate aufgefunden und sichergestellt. Der großangelegten Durchsuchungsaktion, bei welcher rund 100 Polizeikräfte des Polizeipräsidiums Westhessen sowie der Hessischen Bereitschaftspolizei im Einsatz waren, liegt ein Ermittlungsverfahren wegen des gewerbsmäßigen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse im Zusammenhang mit Corona-Schutzimpfungen gegen eine medizinische Fachangestellte zugrunde.


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Die Frau steht im Verdacht, gegen Geldzahlungen Corona-Schutzimpfungen attestiert zu haben, ohne dass die entsprechenden Impfungen vorgenommen wurden.

Die von den Durchsuchungen betroffenen Personen sind im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens als mutmaßliche Empfänger der unrichtigen Impfausweise ins Visier der Ermittler geraten. Insgesamt richten sich die Ermittlungen wegen des Verdachtes des Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse gegen rund 250 Tatverdächtige, wovon eine hohe zweistellige Personenzahl ihren Wohnsitz im Rheingau-Taunus-Kreis hat.

Hiervon wurden nun am Dienstag 45 der im Rheingau-Taunus-Kreis wohnhaften Personen zu Hause von der Polizei mit einem durch die Wiesbadener Staatsanwaltschaft erwirkten Durchsuchungsbeschluss aufgesucht und die aufgefundenen Impfausweise sowie -Zertifikate sichergestellt. Die noch nicht aufgesuchten Personen müssen in der nächsten Zeit damit rechnen, Besuch von der Polizei zu erhalten. Um dies zu vermeiden haben diese Personen die Möglichkeit, sich selbst bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu melden und ihre unrichtigen Gesundheitszeugnisse dort abzuliefern.

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Mainz Aktuell: Landwirte Demo mit Fahrrädern und Trettraktoren

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Anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) der Bundesländer in Magdeburg hat der LSV RLP e.V. für Mittwoch (30.03.2022) ab 14:00 Uhr  auf dem Gutenbergplatz in Mainz, eine Demonstration mit Infostand angemeldet. Die Entscheidungen der Länder werden in vielen Bereichen Richtungweisend sein. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe an, der Politik und der Öffentlichkeit, bewusst zu machen welche Probleme die aktuellen gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der Erzeugung von Lebensmitteln mit sich bringen, so der Sprecher des LSV, Jan Ruzycki.


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Ausbleiben von Importen aus der Ukraine

Durch das Ausbleiben von Importen aus der Ukraine und unterbrochenen Lieferketten durch die Pandemie, sieht sich die Landwirtschaft vor völlig neue Herausforderungen und Probleme gestellt. Um diesen pragmatisch und zügig zu begegnen, müssen wir dringend den Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln für Deutschland erhöhen. Hierfür ist es zwingend erforderlich, dass die Rahmenbedingungen für die Lebensmittelproduktion, zumindest für eine begrenzte Zeit, angepasst werden. Die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung muss gewährleistet sein, so Jan Ruzycki abschließend.

Für die Kundgebung wird unser Positionspapier überarbeitet, das die wichtigsten Beziehungen und Sachzusammenhänge erklärt und daraus konkrete Forderungen ableitet.

Das Forderungspapier wird vor Ort an Mitglieder des MWVLW und der Presse übergeben. Die Ministeriumsspitze ist informiert und eingeladen. Gerne sind Bürger und Passanten dazu eingeladen mit den anwesenden Landwirten ins Gespräch zu kommen. Aus Kosten- und Umweltgründen und um symbolisch darauf hinzuweisen wie knapp und teuer momentan Diesel ist, werden die Landwirte diese mal nicht mit einem Traktorenkorso in Erscheinung treten, sondern mit Fahrrädern und Trettraktoren.

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Neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz im Kreis Alzey-Worms

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Feuerwehr Alzey2
Feuerwehr Alzey2

Drei Abrollbehälter für die Aufgaben des Katastrophenschutzes stehen im Landkreis Alzey-Worms jetzt für künftige Einsätze bereit. Stationiert sind die Container in der Feuerwache in Alzey. Innenminister Roger Lewentz, Landrat Heiko Sippel und der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Michael Matthes betonten im Zuge der Übergabe der Abrollbehälter Hochvolt (60.000 Euro), Gefahrengut (260.000 Euro) und Starkregen (360.000 Euro) die Notwendigkeit der Investition vor dem Hintergrund der zunehmenden Gefahr von Naturkatastrophen. BYC-News war vor Ort.


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„Auf die wachsende Gefahr einstellen“

„Wir müssen uns auf die wachsende Gefahr von Starkregenereignissen oder Flächenbränden im Bereich Katastrophenschutz strategisch einstellen. Die Abrollcontainer sind modular einsetzbar und fungieren als effektive Einsatzmittel“, informierte Landrat Sippel. Das zum Transport der Container notwendige Wechselladerfahrzeug mit Hakensystem habe der Kreis bereits vor einigen Jahren erwerben können. Innenminister Roger Lewentz betonte die Vorreiterrolle des Landkreises Alzey-Worms und den Projektcharakter.

Die von BKI Matthes ausgearbeitete Ausstattung und das Konzept habe in Rheinland-Pfalz Vorbildfunktion für Anschaffungen in anderen Kreisen. Das Land bezuschusse die Investition mit einem Drittel. Der Container „Starkregen“ ist mit 24 Pumpen ausgestattet, die eine Wassermenge von rund 23 Kubikmeter pro Minute fördern können. Der Strom wird direkt vor Ort mit Generatoren erzeugt. Der Container „Gefahrgut“ dient der Bekämpfung von Chemie und Gefahrengutunfällen. Hierfür sind unter anderem Dichtmaterial zur Verhinderung der Ausbreitung von Schadstoffen, Material zur Beseitigung ausgelaufener Stoffe sowie die persönliche Schutzausrüstung wie Atemschutzgeräte und Chemikalienschutzanzüge verladen.

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Der Container „Hochvolt“ dient vorrangig der Brandbekämpfung bei Elektrofahrzeugen

Kooperationen mit den Wehren der Verbandsgemeinden, der Berufsfeuerwehr Mainz und der Werkfeuerwehr der Firma Röhm ermöglichen Synergieeffekte. „Wir können uns auf unsere Einsatzkräfte verlassen, die Tag und Nacht für unser aller Sicherheit immer da sind. Und dies auch in Pandemiezeiten“, dankten Innenminister Lewentz, Landrat Sippel und BKI Matthes unisono der Feuerwehr für den vorbildlichen Einsatz: „Sie alle haben es verdient, mit den besten Einsatzmitteln ausgestattet zu werden.“

Das Fahrzeugbeschaffungsprogramm 2020 bis 2025 umfasst neben einem weiteren Wechselladerfahrzeug auch die Anschaffung eines Abrollbehälters Einsatzstellenhygiene (2022) sowie Wasser (2023), Mulde klein (2024), Notstrom (2024) und Atemschutz (als Ersatzbeschaffung 2025).

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Neue Regelungen zur Maskenpflicht und Quarantäne in Rheinland-Pfalz

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In Rheinland-Pfalz wird es ab dem 2. April keine Hotspotregelung geben. Das hat der rheinland-pfälzische Ministerrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Hintergrund ist die vom Bundeskabinett beschlossene Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Danach entfallen die meisten verpflichtenden Corona-Regeln. Es bleiben aber noch die Basis-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in Krankenhäusern, in Arztpraxen, in Pflegeeinrichtungen oder im ÖPNV. Damit die Landesparlamente die nun geltenden Regelungen abändern könnten, müsste eine konkrete Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems drohen. „Das ist im Hinblick auf die Krankheitslast bei uns bisher nicht der Fall; aber die Lage ist in unseren Krankenhäusern vor allem im Hinblick auf den Ausfall von Mitarbeitenden ernster als sie jemals war“, so Gesundheitsminister Clemens Hoch. Das Bundesgesetz nehme den Ländern aber jede Möglichkeit flexibler Schutzmaßnahmen.


Fallzahlen bewegen sich nach wie vor auf höchstem Niveau

„Das Infektionsgeschehen bleibt weiterhin dynamisch. Die Fallzahlen bewegen sich nach wie vor auf höchstem Niveau. Eine echte krankheitsbedingte Notlage ist trotzdem bisher nicht eingetreten. Zwar werden aktuell viele Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern behandelt. Viele von ihnen sind jedoch nicht wegen Corona, sondern mit Corona auf den Stationen. Die Krankheitslast ist dabei immer noch bei den Ungeimpften signifikant höher als bei Geimpften. Hinzu kommt ein hoher Krankenstand beim behandelnden Personal. Das bleibt eine dramatische Belastung in den Einrichtungen, ist aber auch darauf zurückzuführen, dass vor allem bisher die Pflichtzeiten zur Absonderung einzuhalten sind“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch.

Der Bund habe in der gestrigen Gesundheitsministerkonferenz angekündigt, die Absonderungsregelungen anzupassen und hier eine Entlastung zu schaffen

Rheinland-Pfalz habe dazu die Erwartung geäußert, dass bundeseinheitliche Aussagen getroffen würden, damit Menschen mit einer asymptomatischen Infektion sich nicht mehr in die Absonderung begeben müssten. Bis dahin werde Rheinland-Pfalz das, was selbst geregelt werden könne, nun vorbehaltlich weiterer Änderungen durch das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut (RKI) mit einer eigenen Absonderungsverordnung anpassen, so der Minister. „Unser Ziel ist es, dass wir einen Umgang mit dem Virus finden, der sich in die Richtung entwickelt, dass Menschen mit Symptomen möglichst Begegnungen vermeiden und jene, die symptomfrei sind wieder an die Arbeitsstätte zurückkehren können“, sagte Clemens Hoch.


Dazu werden wir in Rheinland-Pfalz eine sogenannte Arbeitsquarantäne ermöglichen

Das Instrument der Arbeitsquarantäne kann nach Absprache zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern vereinbart werden. Es gelten strenge Maßnahmen wie eine FFP2-Maskenpflicht. Kontakte sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Zudem kann so leichter auch die Versorgung von infizierten Patientinnen und Patienten durch infiziertes, aber nicht erkranktes Personal sichergestellt werden. Eine bisher erforderliche Genehmigung durch die Gesundheitsämter wird zudem entfallen.

Für die Schulen kündigte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig folgende Regelungen an:

„Ab dem 4. April wird es zwei Mal pro Woche ein anlassloses Testangebot für die Schülerinnen und Schüler sowie das schulische Personal geben. Auch nach den Osterferien wird diese Regelung noch eine Woche weitergeführt. Wie es danach weitergeht, werden wir mit Blick auf die Gesamtsituation entscheiden und frühzeitig informieren. Es bleibt weiterhin dabei, dass sich eine Lerngruppe nach Auftreten eines Infektionsfalls für fünf aufeinanderfolgende Schultage selbst testen muss. Auch im Bereich der Kitas wird die anlassbezogene Testpflicht fortgesetzt. Das bedeutet, dass nach einem Infektionsfall für alle Kontaktpersonen eine Absonderungspflicht besteht. Die betroffenen Kinder und die Beschäftigten können erst dann wieder in die Kita zurückkehren, wenn sie sich mit einem Antigen-Schnelltest einer zertifizierten Teststelle (sog. PoC-Antigentest) freigetestet oder sich zehn Tage abgesondert haben.“

Mit dem Auslaufen der bisherigen Maßnahmen gilt ab der kommenden Woche die Maskenpflicht nur noch dort, wo vulnerable Gruppen besonders geschützt werden müssen. Die Maskenpflicht im Einzelhandel entfällt. „Jedem steht es nicht nur frei, dennoch überall dort Maske zu tragen, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, sondern in der aktuellen Lage ist es sogar dringend geboten, wo sich Menschen spontan begegnen oder sich nicht kennen. Sich selbst und andere zu schützen bleibt sehr wichtig und liegt jetzt noch mehr in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Die Maske bleibt ein gutes Mittel, die Verbreitung von Viruserkrankungen einzudämmen. Ich bin sicher, dass wir uns für künftige Erkrankungswellen gut auf diese Form des Schutzes eingestellt haben. Es ist ratsam, dass wir das Gelernte auch in der Zukunft weiter üben“, appellierte der Gesundheitsminister.

Das neue Kulturheim in Mainz-Weisenau – Projekt kostete 5,5 Millionen Euro

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Kulturheim Weisenau1
Kulturheim Weisenau1

Stadtverwaltung Mainz: Im Juli 2019 erfolgte der offizielle Startschuss für den Umbau des Kulturheimes Weisenau. Für die Baumaßnahme erfolgte über das Kommunale Investitionsprogramm (KI) 3.0 eine Förderung von insgesamt 3,92 Mio. Euro, nach dem zunächst lediglich 2,8 Mio. Euro taxiert waren. Die erhöhte Förderung war notwendig geworden, da die damals vorgefundene Bausubstanz eine weitreichende Umplanung erforderlich gemacht hatte. Insgesamt schlug das Projekt mit 5,5 Mio. Euro zu Buche. BYC-News war vor Ort.


Am heutigen Tage wurde das Kulturheim Weisenau in Anwesenheit von Baudezernentin Marianne Grosse unter das Dach der Mainzer Bürgerhäuser GmbH überführt

Diese wird das Kulturheim künftig betreiben und verwalten. Geschäftsführer Günter Beck bedankte sich herzlich: „Mit dem neuen Kulturheim gewinnen wir neben den Bürgerhäusern Hechtsheim und Finthen eine weitere bürgernahe Veranstaltungshalle hinzu, die im Ortskern und dem Vereinsleben fest verankert ist. Ich denke, viele Vereine und Gruppen in Weisenau atmen nun nach einer Zeit der Improvisationen durch – das Vereinsleben in Weisenau gewinnt mit diesem attraktiven Magnet enorm hinzu.“

Die Stadt Mainz hatte an das Kulturheim grenzende Nachbargrundstück Friedrich-Ebert-Straße 59 erworben, wodurch die zuvor nicht mögliche Erweiterung der Halle mit der grenzständigen Bebauung zur Straße und zu den Nachbarn mit vernünftiger Andienung erst möglich wurde.

„Das nun fertiggestellte Kulturheim Weisenau wird über ein größeres Foyer erschlossen, der große Saal kann geteilt und separat genutzt werden

Zugleich wurde ein zusätzlicher Mehrzweckraum geschaffen. Mit dem Einbau eines neuen Treppenhauses und eines Aufzuges sowie der Verlagerung der WC-Anlagen wurde auch die Barrierefreiheit sichergestellt. Alle technischen Anlagen und Installationen wurden komplett erneuert“, erläutert Baudezernentin Marianne Grosse die zentralen Maßnahmen. „Das Kulturheim ist ein richtiges Schmuckstück geworden und ich freue mich sehr, dass es jetzt in Betrieb gehen kann.“

Das ursprüngliche Gebäude war in den 1950er Jahren zu großen Teilen in Eigenleistung der Weisenauer erstellt worden, entsprach letztlich aber in Ausstattung, Substanz und statischen Ansprüchen nicht mehr den heutigen Bauanforderungen.

Oberbürgermeister Michael Ebling

„Das Gebäude musste daher niedergelegt und in der bekannten Kubatur wieder aufgebaut werden. Dazu war jedoch das Plazet der Nachbarn erforderlich, die allesamt dem Bauvorhaben zustimmten. Durch den Zukauf des Nachbargrundstückes konnte die Zugangssituation zugleich deutlich verbessert werden, so dass ein seitlich gelagertes langgezogenes Foyer die Tiefe des Grundstücks ausnutzt und den Gästen eine klare Orientierung bietet.

Das neue kulturheim in mainz-weisenau - projekt kostete 5,5 millionen euro

Mein besonderer Dank gilt im Rückblick zugleich der erweiterten finanziellen Unterstützung von Seiten des Landes, das seine Zuwendung aufgrund der damals kritischen Bausubstanz deutlich aufgestockt hatte. Das war keineswegs selbstverständlich und hat es uns erst ermöglicht, die Kulturhalle ohne weitere Probleme zu realisieren. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir nun wieder in die Nutzung gehen können.“

Hintergrund

  • Für die ressourcenschonende Stromversorgung wurde eine 130 m² große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des großen Saals installiert, welche die Lüftungsanlage mit Strom versorgt.
  • Das Gebäude ist komplett barrierefrei zu erreichen (Rampen im Außenbereich, Aufzug innen)
  • Für Sehbehinderte: Taktiles Leitsystem, beginnend an der Grundstücksgrenze/Bürgersteig, weitergeführt im Gebäudeinnern/Foyer, hin zu Garderobe, Saal, Aufzug, Sanitärbereichen.- Personenaufzug Kellergeschoss – 1. OG
    – Plattformlift für RS-Nutzer / Gehbehinderte auf die Bühne (im Backstagebereich)
    – 2 Behinderten-Toilettenräume, einer davon als sog. Service-WC mit Krankenliege
    – Induktionsschleife in beiden Veranstaltungssälen

Zahlen, Daten, Fakten:

Grundstücksgröße: 1.584m²
Grundfläche Kulturheim: 1.224m²
Nutzfläche Kulturheim: 1.260m²

Max. Belegung „Weisenauer Saal“: 661 Personen
Max. Belegung Mehrzwecksaal: 190 Personen
Max. Belegung Galerie: 217 Personen

Fallmanagerin vor Ort im Schelmengraben in Wiesbaden

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Ein neues Gesicht im Schelmengraben: Seit Februar ist an jedem Dienstag zwischen 10 und 14 Uhr Regina Kaltenbach-Thoma vom kommunalen Jobcenter für die Beratung rund um die Arbeitssuche im Stadtteil- und Jobbüro vor Ort. Die langjährige Mitarbeiterin des Jobcenters freut sich nach der Coronapause darauf, Menschen direkt im Quartier zu beraten, die im SGB II-Bezug sind und Fragen rund um die Jobsuche haben.


Ausführliche Gespräche mit der Fallmanagerin

Alle, die in diesem Punkt eine Unterstützung wünschen, können unter der Telefonnummer 0171-8418820 einen Termin mit der Fallmanagerin für ein ausführliches Gespräch vereinbaren. Regina Kaltenbach-Thoma kennt sich seit vielen Jahren im Thema aus. Die Diplom-Sozialpädagogin arbeitet seit 2009 im Jobcenter im Team West und kennt daher auch den Schelmengraben gut, auch, weil sie früher in der Jugendberufshilfe tätig war. Daher war sie viel im Quartier unterwegs und weiß, was den Menschen hier auf den Nägeln brennt.

Die 61-Jährige weiß auch, dass es auch auf Bürgernähe ankommt

Die Hemmschwelle, in die Stadt zum Amt zu fahren, um dort eine Beratungsstelle aufzusuchen, sei hoch. Deswegen sei es wichtig, direkt vor Ort solche Dienstleistungen anzubieten und für die Menschen da zu sein. Im Stadtteil- und Jobbüro arbeite sie sehr gut mit dem Team zusammen, sagt Kaltenbach-Thoma. Sie freue sich darauf, die Menschen kennenzulernen, und ihre Fragen beantworten zu können, um sie wieder oder neu in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Ob es gesundheitliche, sprachliche oder andere Probleme sind, die hier Hürden darstellen: Gemeinsam könne man daran arbeiten, sie zu lösen. Die Sprechzeiten von Regina Kaltenbach-Thoma im Stadtteilbüro sind jeden Dienstag von 10 bis 14 Uhr nach telefonischer Vereinbarung.

Das Job-Büro Schelmengraben

Die Jobcoachs der BauHaus Werkstätten beraten an jedem Tag in der Woche rechtskreisübergreifend und sind telefonisch unter 0611-72393484 oder -89 zu erreichen. Für ein längeres Gespräch vereinbaren Sie bitte im Vorfeld einen Termin. Für eine schnelle Hilfe kann ab 6. April jeden Mittwoch von 10-12 Uhr zudem wieder das offene Angebot des Job- und Bewerbertags ohne Anmeldung besucht werden, der beim Schreiben von Bewerbungen unterstützt. Alle Angebote sind kostenlos.

Das Jobbüro Schelmengraben wird von den BauHaus Werkstätten in Kooperation mit dem Jobcenter der Landeshauptstadt Wiesbaden durchgeführt und vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration finanziert. Zu finden ist es in der Karl-Marx-Straße 55 – 57 (im Einkaufszentrum), 65199 Wiesbaden.

Tankstellenmitarbeiter stellt Betrügerpärchen in Mainz-Ebersheim

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Ein aufmerksamer Tankstellenmitarbeiter hat am Montagnachmittag (28. März 2022) gegen 17:05 Uhr ein Tankbetrügerpärchen an der Tankstelle in Mainz-Ebersheim gestellt. Die beiden waren zum wiederholten Mal an die Tankstelle gekommen um zu tanken und sich ohne zu bezahlen aus dem Staub zu machen.


Kennzeichen am Fahrzeug abgeschraubt

Die 38-jährige Frau aus Mainz und ihr 31-jähriger Bekannter aus Hessen fuhren am Montagnachmittag an die Total Tankstelle Am Kesseltal in Mainz-Ebersheim. Um unerkannt zu bleiben, hatten die beiden Betrüger zuvor die Kennzeichen an ihrem schwarzen PKW abgeschraubt. Anschließend stieg der 31-jährige Hesse, wie die vorherigen Male, aus dem Fahrzeug und betankte es.

Aufmerksamer Tankstellenmitarbeiter stellte Pärchen

Im Gegensatz zu den vergangenen Taten fiel einem Tankstellenmitarbeiter der schwarze Pkw ohne Kennzeichen noch während des Tankvorganges auf. Der Mitarbeiter stellte die beiden Personen zur Rede. Dabei flüchtete der 31-jährige zu Fuß in Richtung SB-Waschanlage, seine Begleiterin, die 38-jährige Mainzer, konnte festgehalten werden. Sie wurde den alarmierten Beamten der Polizei übergeben.

Befreiungsaktion des PKW gescheitert

Während der Sachverhalt von den Beamten geklärt und die Anzeige aufgenommen wurde, kam der Begleiter der Mainzerin zurück und wollte unerkannt in den schwarzen PKW steigen und flüchten. Dies konnten die Beamten erfolgreich unterbinden und den 31-Jährigen festnehmen. Gegen beide Personen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen wiederholtem Tankbetruges eingeleitet. Tankbetrug wird als eine Straftat bewertet und kann eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren zur Folge haben.

Fahndung der Polizei Mainz: Einbrecher in Hechtsheim ergreifen die Flucht

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Einbrüche in Wiesbaden
Einbrecher Fenster

In der Nacht zum Dienstag (29. März 2022) versuchten zwei Einbrecher in eine Wohnung in Mainz-Hechtsheim einzusteigen. Bei ihrem Einbruchsversuch wurden diese gestört und ergriffen die Flucht. Die alarmierte Polizei fahndete nach den zwei Tatverdächtigen.


Fahndung der Mainzer Polizei

Gegen 02:55 Uhr überstiegen die bislang unbekannten Täter zunächst einen Gartenzaun, um so auf das Anwesen eines Mehrfamilienhauses im Mainzer Stadtteil Hechtsheim zu gelangen. Hierbei beschädigten die Täter ein Gartentor aus Holz. Vom rückwärtigen Garten aus gelangten die Einbrecher dann auf die Terrasse der Erdgeschosswohnung, wo sie sich am Rollladen des Terrassenfensters zu schaffen machten. Bei dem Versuch den Rollladen mit einem Werkzeug aufzuschieben, verursachten die Täter laute Geräusche, von denen der 63-jährige Wohnungsinhaber wach wurde und das Licht in der Wohnung einschaltete.

Täter ergriffen die Flucht

Als die Täter dies wahrnahmen, brachen sie ihren Einbruchsversuch ab und flüchteten vom Tatort. Von den alarmierten Polizeistreife konnten die Täter auch im Rahmen einer Fahndung nicht mehr festgestellt werden. Vom Kriminaldauerdienst wurde am Tatort in Mainz-Hechtsheim eine Spurensicherung durchgeführt.

Derzeit liegen der Polizei Hinweise darüber vor, dass die Täter möglicherweise mit einem Fahrzeug vom Tatort in der Straße Am Schinnergraben geflüchtet sind. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Telefonnummer 06131/ 65-3633 in Verbindung zu setzen.

Preissteigerungen für Erdgas führen zu höheren Preisen für Strom

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Stromausfall Soerung
Stromausfall Stoerung

Die Unsicherheiten auf den Energiemärkten und die angespannte Versorgungslage mit Erdgas vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben zu hohen Energiepreissteigerungen beigetragen. Die Energiepreise stiegen im Februar 2022 im Vergleich zum Februar 2021 auf allen Wirtschaftsstufen stark an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war importierte Energie 129,5 % teurer als im Vorjahresmonat, im Inland erzeugte Energie kostete 68,0 % mehr und Verbraucherinnen und Verbraucher mussten für Haushaltsenergie und Kraftstoffe 22,5 % mehr zahlen als im Februar 2021.

Hauptverantwortlich für den hohen Anstieg der Energiepreise auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen war jeweils die Entwicklung der Erdgaspreise. Importiertes Erdgas war im Februar 2022 dreieinhalb Mal so teuer wie ein Jahr zuvor (+256,5 %), Erdgas in der Verteilung kostete über alle Abnehmergruppen betrachtet mehr als doppelt so viel (+125,4 %) wie ein Jahr zuvor. Auf der Stufe des privaten Verbrauchs war der Anstieg der Energiepreise im Vorjahresvergleich vor allem durch die um 30,2 % gestiegenen Heizöl- und Kraftstoffpreise verursacht.

 

Starke Preissteigerungen für Erdgas auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen

Die starken Preissteigerungen für Erdgas wirkten sich vor allem auf die Abnehmer in der Industrie sowie die Wiederverkäufer aus – das sind Unternehmen, die Erdgas kaufen und an Kraftwerke, die Industrie, Handel und Gewerbe sowie Haushaltskunden verkaufen. So zahlten im Februar 2022 Wiederverkäufer für Erdgas 143,8 % mehr als ein Jahr zuvor, Industriekunden mussten sogar 194,9 % mehr bezahlen. Die Börsennotierungen für Erdgas waren trotz eines Rückgangs der Preise um 27,7 % seit Dezember 2021 mehr als viereinhalb Mal so hoch wie im Februar 2021 (+358,8 %).

Die Entwicklung der Preise für Erdgas war in den Jahren 2020 und 2021 stark von dem durch die Pandemie verursachten wirtschaftlichen Einbruch sowie der rasch folgenden Erholung der Wirtschaft geprägt. In den letzten Monaten kamen Unsicherheiten vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine hinzu. Der geringe Füllstand der Gasspeicher in Deutschland verschärfte die ohnehin angespannte Lage. Die aktuellen Preisentwicklungen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind in den Ergebnissen noch nicht enthalten.

Preissteigerungen für Erdgas führen zu höheren Preisen für Strom

Die hohen Preissteigerungen für Erdgas führen aufgrund der Abhängigkeit der Stromerzeugung vom Erdgas auch zu höheren Strompreisen. Die Erzeugerpreise für Strom lagen über alle Abnehmergruppen hinweg im Februar 2022 um 66,5 % über dem Niveau im Februar 2021. Dabei wirkten sich die Preissteigerungen auch hier unterschiedlich auf die einzelnen Abnehmergruppen aus. Während Weiterverteiler – Unternehmen, die Strom kaufen und an die Industrie, Handel und Gewerbe sowie Haushaltskunden verkaufen – 117,6 % mehr bezahlen mussten als ein Jahr zuvor, stiegen die Preise für industrielle Abnehmer um 66,2 %, für gewerbliche Anlage um 13,3 %. Für Privathaushalte kostete Strom 13,0 % mehr als im Februar 2021.

Höhere Preise für viele Mineralölprodukte verursachen hohe Belastung bei privaten Haushalten

Die Preise für Erdöl und Mineralölprodukte unterliegen im Zeitverlauf üblicherweise größeren Schwankungen. Importiertes Erdöl kostete im Februar 2022 um 70,3 % mehr als im Februar 2021. Dennoch waren die Preise noch nicht so hoch wie zu ihrem bisherigen Höchststand im Frühjahr 2012. Auf der inländischen Erzeugerebene wurden die aus Erdöl hergestellten Mineralölerzeugnisse zu gegenüber Februar 2021 um 34,5 % höheren Preisen verkauft und erreichten damit einen Höchststand. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlten im Februar 2022 für leichtes Heizöl 52,6 % mehr als im Vorjahresmonat, für Dieselkraftstoff 29,4 % und für Benzin 24,2 %.

Auch bei Erdöl und Mineralölprodukten waren die Preise zu Beginn der Pandemie 2020 nachfragebedingt sehr stark gefallen, stiegen aber mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung bis zum Jahresende fast wieder auf Vorkrisenniveau. Der Preisauftrieb setzte sich im Verlauf des Jahres 2021 weiter fort, so dass im Februar 2022 für viele Mineralölprodukte neue Höchststände zu verzeichnen waren.

 

Gas- und Ölimporte aus Russland im Januar +36 % gegenüber Vormonat, Anteil an Gesamtimporten aber rückläufig

Deutschland bezog seit Jahrzehnten rund ein Drittel seiner Erdgas- und Erdölimporte aus der Russischen Föderation. In den Monaten vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine ging der Anteil leicht zurück: Im Januar 2022 wurde Erdgas und Erdöl im Wert von 2,6 Milliarden Euro aus Russland importiert. Damit kam ein Viertel (24,1 %) aller Gas- und Ölimporte nach Deutschland aus der Russischen Föderation. Wertmäßig stiegen die Gas- und Ölimporte aus Russland um 36,0 % gegenüber dem Vormonat an, im Vergleich zum Januar 2021 nahm der Wert um 54,2 % zu.

Ein Grund für den Anstieg sind die gestiegenen Preise für Erdgas und Rohöl. Insgesamt importierte Deutschland im Januar 2022 Erdgas und Erdöl im Wert von 10,9 Milliarden Euro – das war wertmäßig ein Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vormonat. Gegenüber Januar 2021 hat sich der Wert dagegen mehr als verdoppelt (+141,5 %).

Im Jahr 2021 wurde Erdgas und Erdöl im Wert von 19,4 Milliarden Euro aus der Russischen Föderation importiert – das machte gut ein Viertel (26,6 %) der Gesamtimporte dieser Energieträger nach Deutschland aus (Wert: 72,9 Milliarden Euro). Damit war der Anteil auf dem niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre. Zweitwichtigstes Herkunftsland für Öl und Gas nach der Russischen Föderation war im letzten Jahr die Niederlande mit Importen im Wert von 18,6 Milliarden Euro und einem Anteil von 25,5 %, gefolgt von Norwegen (14,9 Milliarden Euro; Anteil von 20,4 %).

Höchsten Verbrauch an Erdgas hatte 2020 die Chemische Industrie

In der Industrie in Deutschland spielen fossile Energieträger nach wie vor eine bedeutende Rolle. Wichtigster Energieträger war im Jahr 2020 mit einem Anteil von 31,2 % am Gesamtverbrauch das Erdgas. Den höchsten Verbrauch hatte hier mit einem Anteil von 36,9 % die Chemische Industrie, die auch insgesamt den höchsten Energiebedarf hat. Erdgas wird hier nicht nur energetisch eingesetzt, sondern ist auch als Komponente für die Herstellung von chemischen Produkten wie Ammoniak von Bedeutung. Auf Platz zwei der Industriezweige mit dem höchsten Erdgasverbrauch lagen 2020 die Nahrungs- und Futtermittelhersteller mit einem Anteil von 10,8 % am gesamten Erdgasverbrauch in der Industrie, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung (10,3 %).

Regional betrachtet spielt die Verwendung von Erdgas eine unterschiedlich große Rolle. An großen Industriestandorten wie dem energieintensivsten Kreis Ludwigshafen am Rhein mit einem Verbrauch von 210 Petajoule war auch der Erdgasanteil vergleichsweise hoch (55 %). Den höchsten Anteil an Erdgas hatte Wittenberg in Sachsen-Anhalt mit mehr als 90 % bei einem Verbrauch von 50 Petajoule.

Was können die Verbraucher tun?

Den Energieverbrauch herunterzufahren ist die offensichtliche Lösung für den kommenden Winter. Laut Statistik Standby-Geräte sind laut Statistiken für durchschnittlich etwa 20% der Gesamtstromkosten verantwortlich und somit ein immens wichtiger Ansatzpunkt, wenn es um das Einsparen von Energie geht. Bei nicht allen Gerätschaften ist das Standby direkt ersichtlich – falls keine hinweisenden LED-Leuchten vorhanden sind, können auch Werkzeuge wie kontaktlose Spannungsprüfer oder Strommessgeräte helfen. Auch marginal wirkende Aufgaben wie Bügeln, Deckel auf Töpfen beim Kochen oder die richtige Füllung von Geschirrspüler- oder Kühlschrank können helfen. Wer kann, sollte Glüh- und Halogenlampen durch LED-Birnen ersetzen, idealerweise in Kombination mit Bewegungsmeldern.

Methodischer Hinweis:

Die jährlich durchgeführte Erhebung der Energieverwendung umfasst rund 47 000 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit mindestens 20 Beschäftigten.

Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main e.V. will für das Thema Trauer sensibilisieren

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2022 03 VorstandTEKRM
2022 03 VorstandTEKRM

Der Verein Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main mit Sitz in Mainz-Hechtsheim hat seine Vorsitzende Nicole Sieben in ihrem Amt bestätigt. Bei der turnusgemäßen Mitgliederversammlung im 25. Jahr des Bestehens des 1997 aus einer Initiative des Klinikseelsorge der Mainzer Unikliniken gegründeten Vereins standen satzungsgemäß nach Ablauf von zwei Jahren die Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Nicole Sieben wurde dabei wie alle anderen Vorstandsmitglieder einstimmig gewählt.


Stabile Situation des Vereins

Der ebenfalls einstimmig entlastete Vorstand konnte den Mitgliedern von einer trotz der Corona-Krise stabilen Situation des Vereins berichten. Entgegen anfänglicher Zweifel zu Beginn der Pandemie im März 2020 gelang es sogar, dass die hoch qualifizierten Trauerbegleiterinnen des Vereins trotz der Corona-Vorgaben in über 1100 Stunden betroffene Eltern individuell in ihrer Trauer begleiten konnten. Neue Wege über digitale Formate funktionierten entgegen anfänglicher Skepsis und halfen somit vielen Menschen gerade in der besonders schwierigen Corona-Situation. Auch das Gruppenangebot fand viele Monate lang vornehmlich digital statt und trug maßgeblich dazu bei, diese für viele Trauende wichtigen Angebote aufrechtzuerhalten.

Verschiedenen Aktionen sind geplant

Im Verlauf des Jubiläums-Jahres will sich der Verein mit verschiedenen Aktionen in der Öffentlichkeit für eine Enttabuisierung des Themas Trauer einsetzen, unter anderem durch die Veranstaltungsreihe „Tod.Endlich.Leben“. Geplant sind ebenfalls Testimonial-Videos oder schriftliche Grüße von Trauernden, Partnern des Vereins und befreundeten Hilfsorganisationen und ein Jubiläums-Secco. Eine akademische Feier findet im September statt.

Das ist der neue Vorstand:

Dem neuen Vorstand rund um die Vorsitzende Nicole Sieben gehören wie bisher Daniel Meuren als stellvertretender Vorsitzender und Peter Wolf als Schatzmeister an. Marcus Michel und Tanja Klier, die bislang Beisitzer waren, rücken als zweiter stellvertretender Vorsitzender beziehungsweise Schriftführerin in den geschäftsführenden Vorstand nach. Sie folgen somit Dr. Wolfgang Book und Peter Baumann nach, die auf eine abermalige Kandidatur verzichteten.

Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main ist Dr. Wolfgang Book für insgesamt zwölf Jahre stets verlässlicher und höchst konstruktiver Vorstandsarbeit zu größtem Dank verpflichtet. Book übernahm in einer für den Verein finanziell schwierigen Situation Verantwortung und trug mit seinem ehrenamtlichen Engagement maßgeblich dazu bei, dass Strukturen geschaffen wurden, die die wichtige Trauerarbeit des Vereins nachhaltig absichern. Peter Baumann war in seinen vier Jahren als Vorstandsmitglied nicht nur ein verlässlicher Schriftführer und Experte bei der Beantragung von Fördergeldern für Projekte des Vereins. Er wird vor allem auch für seine menschliche Art bei künftigen Vorstandssitzungen vermisst werden.

Hintergrundinformation zum Verein:

Der Verein, der 2022 sein 25-jähriges Jubiläum begeht, bietet Eltern, Geschwistern, Jugendlichen und Kindern aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet intensive Trauerbegleitung an und ist zu über 90 % spendenfinanziert. In der Geschäftsstelle des Vereins (Carl-Zeiss-Str. 32) nehmen pro Jahr über 400 Trauernde die dortigen Angebote in Anspruch. Der Verein ist Mitglied im Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (www.veid.de)

Restart: Antje Schubert über die Gründung vom `s Fachl Mainz

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Fachl Mainz Standortseite
Fachl Mainz Standortseite

Zukunftsfähig durchstarten, das haben viele Unternehmerinnen und Unternehmer pandemiebedingt getan oder tun müssen. Entstanden sind zukunftsweisende Ansätze, was aus Krisen entstehen kann. Das macht Hoffnung, auch wenn wir aktuell in eine neue Krise geraten sind, die uns allen bewusst macht, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Wir können dennoch gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und Gutes voranbringen – hier vor Ort, in Europa und darüber hinaus.

In unserer mehrteiligen Serie „Zukunftspotenziale von Unternehmen in unserer Region“ zeigen die Interviewpartnerinnen und -partner wie sie trotz aller Herausforderungen, mit Tatkraft –immer wieder- zukunftsfähig durchstarten.

In dieser Folge sprachen wir mit Antje Schubert, Inhaberin vom ´s Fachl in Mainz, über ihre Erfahrungen bei der Gründung in der Pandemie.

Antje Schubert hatte schon lange den Traum, sich im Bereich Einzelhandel selbstständig zu machen. Sie wollte regionale und authentische Produkte vertreiben und hat dafür einen guten Partner gesucht. Das österreichische Franchiseunternehmen `s Fachl überzeugte sie mit einem nachhaltigen Konzept und ausgereiften Warenwirtschaftssystem. Sie eröffnete ihr Geschäft in Mainz im August 2021. Aktuell beschäftigt sie drei Mitarbeiter/-innen in verschiedenen Anstellungsformen.

Wie funktioniert das Konzept von ´s Fachl?

Das Unternehmen stellt auf der einen Seite kleinen Manufakturen aus der Region eine stationäre Vertriebsmöglichkeit zur Verfügung. Häufig sind das Start-Ups, Nebenerwerbler und Hobby-Künstler, die noch in den Anfängen stecken und meist bei großen Handelsketten und etablierten Einzelhändlern keinen Fuß in die Tür bekommen. Diese schließen mit uns einen Mietvertrag und präsentieren ihre Waren in ihrem eigenen „Fachl“. Das sind schöne Holzkisten, die den Kern unseres Ladenbaukonzept darstellen. Wir bringen auf unserer Fläche also viele Produkte von unterschiedlichen Unternehmen und Einzelpersonen zusammen und sind für die Hersteller Fach für Fach eine Verkaufsplattform. „Retail as a service“ ist das Stichwort.

Auf der anderen Seite ist da der Endkunde, der hier zum Einkaufen in den Laden kommt. Der findet bei uns mitten in der Innenstadt einen permanenten Kunsthandwerkermarkt, einen permanenten Hofladen, Wochenmarkt, Vinothek, Design-Markt. Je nachdem wie unsere Sortimente gerade aufgebaut sind und die Fläche aktuell von unseren Mietern bespielt wird, ändert sich für die Kunden das Angebot aber auch immer wieder ein wenig, so dass es jederzeit spannend und attraktiv bleibt, dem Laden einen Besuch abzustatten. Dabei ist unser Anspruch immer „mit den Händen gemacht oder dem eigenen Kopf erdacht“. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird bei unseren Produzenten sehr groß geschrieben.

Sie haben mitten in der Pandemie gestartet. Inwiefern haben Sie erlebt, dass Ihre Anbieter durch Corona beeinflusst wurden?

Für die ganzen Künstler und Produzenten waren die letzten zwei Jahre ein absoluter Albtraum und für einige sind sogar massive existenzielle Probleme entstanden. Viele investieren neben viel Energie und Zeit ihr gesamtes freies Budget in die Rohstoffe und Materialien und möchten dann auf Sommer- oder Adventsmärkten ihre Waren verkaufen. Der ganz überwiegende Teil dieser Märkte und Events hat nicht stattgefunden und infolge haben die Anbieter volle Lager und leere Portemonnaies.

Die Verlagerung auf den Online-Handel wie beispielsweise die Plattform Etsy ist nicht für alle Produkte möglich und auch die Reichweite und Auffindbarkeit unter den sich dort tummelnden tausenden Verkäufern ist ein großes Problem. Einige lehnen diesen Distanzhandel mit ihren Erzeugnissen ohnehin auch aktiv ab, sodass dann am Ende praktisch gar kein Absatz mehr stattfindet.

Auf der anderen Seite bekommen wir von einigen Produzenten aber auch gesagt, dass die Pandemie sie erst geweckt habe. Dass sie dadurch viel mehr Zuhause gewesen sind, einen Ausgleich brauchten zum Home-Office und sie dadurch ihre kreative Ader entdeckt haben. So ist es beispielweise auch einigen Vätern und Müttern, welche die Elternzeit Zuhause unter Pandemie-Bedingungen verbracht haben, ergangen. Große Treffen mit anderen oder die ganzen Veranstaltungen und Kurse, die sonst das erste Lebensjahr des eigenen Kindes bestimmen, waren nicht möglich und so hat mancher sich selbst in den Blick genommen und begonnen seine Talente produktiv zu leben. Teilweise hören wir da wirklich spannende Geschichten.

Wann haben Sie sich entschlossen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen? 

Die konkrete Entscheidung habe ich ganz kurz nach Beginn der Pandemie getroffen, allerdings hatte ich den Wunsch schon sehr lange. Ich war vorher für einen europäischen Arbeitgeber tätig, weshalb Home-Office für mich sowieso schon immer die Regel war. Als ich mich aber mit der ganzen Familie, also drei Kindern und Partner, tagtäglich zuhause im Ausbalancieren von 2 Vollzeitobs und Home-Schooling befand, war das auch für mich eine sehr ungewohnte Situation. Das hat dann für mich den entscheidenden Initial-Kick gegeben, mich nochmal umzuschauen, was ich eigentlich will und wo die Reise hingehen soll. So war vielleicht auch gerade in der Krise genau der richtige Moment für meinen persönlichen Richtungswechsel entstanden.

Ich habe mich dann ganz aktiv auf die Suche nach einem nachhaltigen Franchiseunternehmen begeben. Franchise hat oft ein schlechtes Image. Wenn jemand sich schon mal die grundsätzlichen Probleme und Herausforderungen einer bestimmten Unternehmung überlegt und dafür schon eine Lösung implementiert hat, dann finde ich das gar nicht abschreckend. Im Gegenteil, ich finde Franchise ist einfach eine sichere Basis, auf der stehend man dann seine eigenen Fähigkeiten optimal einsetzen kann.

Der Kontakt war schnell hergestellt und die Rückmeldung aus Österreich war direkt sehr positiv. Es hat dann zwar noch vier Monate gedauert, bis ich die Gelegenheit hatte, mir das erste Geschäft live anzuschauen, eben wegen der Pandemiebedingungen und Quarantäneregeln. Als ich dann aber vor Ort im ´s Fachl stand war mir direkt klar, dass ich genau solch einen Laden und mit genau diesem Konzept auch für meine Heimatstadt Mainz haben will.

Inwiefern waren Sie von der Pandemie betroffen?

Wir selbst haben bislang noch keinen richtigen Lockdown erlebt, hatten aber natürlich trotzdem Einschränkungen was zum Beispiel das Thema Verkostungen angeht. Dabei wäre dies eigentlich sehr wichtig für die Anbieter, die aus dem Bereich der Kulinarik kommen. Da könnte man normalerweise schöne Events anbieten. Oder eben auch Kreativworkshops mit unseren Künstlern und Handwerkern. Das war alles leider jetzt nicht möglich und das schränkt uns schon deutlich ein. Dann hatten wir natürlich noch die 2G-Regel hier im Einzelhandel – das mitten im Vorweihnachtsgeschäft umzusetzen war wirklich eine extreme Herausforderung, vor allem personell. Generell sind wir aber extrem zufrieden mit dem Standort in der Mainzer Innenstadt in einer guten Lage, nahe zum Schillerplatz, dem Dom und den Fußgängerzonen.

Was ist ihr Ziel für die Zukunft? 

Mein Ziel ist es auf jeden Fall zu expandieren. Beispielsweise könnten wir unser Konzept mit „´s Fachl Eck“ als Mini-Version an Partner hier in der Region geben. Es ist natürlich super, wenn ich mir vorstelle, unten beim Köln-Düsseldorfer Schiffsanleger einen Turm aus acht Fächern hinzustellen, wo im Wechsel zum Beispiel die sechs Winzer die ich habe ihre Produkte anbieten können. Denkbar wäre auch eine kleine Ecke in einer Mainzer Hotel-Lobby, die unsere Anbieter immer wieder mit neuen handgemachten regionalen Mitbringseln bestücken. So etwas ist absolut mein Ziel.

Was wir auch planen, ist unseren Anbietern eine größere Reichweite über die Webseite zu ermöglichen. Im Frühsommer werden wir dafür auch einen eigenen Webshop für die einzelnen Franchise-Standorte anbieten. Die Kunden können sich darüber dann die Produkte reservieren oder kaufen und anschließend als Click & Collect abholen oder liefern lassen.

Ich kann mir auch noch ganz viele andere Nischen, Dienstleistungen und Produktbereiche vorstellen, in denen die Bündelung individueller Angebote möglich wäre. Wenn andere solche Ansätze und Ideen ebenfalls umsetzen, sehe ich das auch absolut nicht als Konkurrenz oder Gefahr an, sondern als gemeinsamen Spirit für die Innenstadt. Denn ich möchte hier wieder eine gemeinsame Kultur haben, die Einkaufen und Erleben in der City verbindet.

Gab es Unterstützung, die Sie während der Gründung erhalten haben? 

Ich habe tatsächlich ein Coaching-Angebot von Eule e.V. angenommen, welches für mich äußerst wertvoll war. Ich war in meiner Planung zu dem Zeitpunkt schon sehr fortgeschritten, was das Ganze zum Teil etwas erschwert hat, weil mein Coach natürlich im Prinzip wollte, dass ich nochmal an den Punkt Null zurückgehe. Im Nachhinein war das Coaching aber trotzdem sehr hilfreich. Ansonsten habe ich mich auch einfach viel in meinem Netzwerk umgehört und mit Menschen gesprochen, die irgendetwas produzieren, Märkte besuchen oder die sich schon mehr mit Werbung auf Social Media auseinandergesetzt hatten.

Natürlich war auch mein privates Umfeld komplett involviert und das ist auch im Coaching und bei der Beratung von Gründern etwas, das man nicht außer Acht lassen sollte. Ich denke es wäre gut, wenn man sich da auch immer mit anschaut, wo die Leute herkommen, welches private Umfeld sie haben und aus welcher Lebenssituation heraus da gerade gegründet wird. Das wäre etwas, das ich mir auch für andere Gründer noch wünschen würde, dass man die Persönlichkeit ganzheitlich betrachtet und das Training nicht nur auf das Unternehmerische, Finanzielle und die Skills reduziert.


Kommentar von Nevin Urunc

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Nevin Urunc, Coach bei Restart

Mit dem `s Fachl setzt Antje Schubert ein neuartiges Konzept kreativ um: Mit dieser Art der „realen Marketing-Plattform“ wird dabei ein etwa von IHK-Präsident Peter Hähner im vorangegangenen Interview empfohlener Gedanke aufgegriffen: Durch Kooperationen zwischen Unternehmen zur Stärkung von Regionalität und der Innenstadtattraktivität beizutragen und dabei Chancen für alle gemeinsam zu stärken.

Antje Schubert berichtet, wie sie in der Home-Office Zeit mit Partner und drei Kindern den Mut und die Initiative aufbrachte, und schließlich ihren lang ersehnten Wunsch eines eigenen Geschäftes umzusetzen- und das mitten in der Pandemie. Wir finden es wichtig, dass ihr Beispiel anderen Unternehmern/-innen Mut macht, ihren individuellen Weg zu gehen.


Über Restart

Sie sind selbständig oder haben ein kleines Unternehmen und stecken gerade auch mitten in Veränderungen oder Schwierigkeiten? Gerne sortieren wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Fragen, Ideen und Themen und erarbeiten Wege, damit Sie (wieder) zukunftsfähig durchstarten können. Möchten Sie mitmachen? Sie erreichen das Team unter www.restart.vision, per Mail an restart@mki-ev.de oder telefonisch unter 06131 217 11 92.

Die Teilnahme an „Restart – zukunftsfähig durchstarten“ ist für Selbständige, Freiberufler/-innen und Kleinstunternehmen in Rheinland-Pfalz kostenfrei. Dies wird ermöglicht durch die Förderung im Rahmen der Arbeitsmarkt­initiative #rechargeRLP. Sie wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des EU-Hilfsprogramms REACT-EU über den Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt.

 

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Unfallflucht in der Kirchheimbolander Straße in Orbis

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Zeugenaufruf 1

Am Montag (28. März 2022) kam es gegen 18:30 Uhr zu einer Unfallflucht in Orbis. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer befuhr die Kirchheimbolander Straße von Orbis in Fahrtrichtung der Kreisstraße K19. In Höhe des Anwesens Kirchheimbolander Straße Hausnummer 12 streifte der Fahrer ein dort ordnungsgemäß geparktes Auto auf der Fahrerseite und beschädigte dieses. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 500,00 Euro. Anschließend entfernte er sich von der Unfallstelle, ohne den Pflichten eines Unfallbeteiligten nachzukommen. Zeugen melden sich bitte bei der Polizei in Kirchheimbolanden.