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Spendenaufruf für die Feuerwehr Taunusstein-Hahn

Die vergangenen Wochen haben die Feuerwehren im Rheingau-Taunus-Kreis vor besondere Herausforderungen gestellt. Mehrere Vegetations- und Waldbrände sorgten für teils mehrstündige Einsätze, die bei hohen Temperaturen und teilweise schwer zugänglichem Gelände bewältigt werden mussten. Auch die Freiwillige Feuerwehr Taunusstein-Hahn war wiederholt bei solchen Einsätzen gefordert. Dabei kam die vorhandene Ausrüstung zum Einsatz, die nun mit Blick auf die Erfahrungen der vergangenen Wochen weiter ergänzt werden soll. Hierfür hat der Förderverein der Feuerwehr einen Spendenaufruf für die dafür benötigten 8.000 € gestartet.

Zusätzlicher Schutz für Kopf und Augen für die Feuerwehr Taunusstein-Hahn

Mit den ersten kühleren Tagen nutzt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Taunusstein-Hahn die Gelegenheit, die Erfahrungen aus den Einsätzen auszuwerten und die Ausstattung für künftige Vegetations- und Waldbrände weiterzuentwickeln. Dabei wurde beschlossen, die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte um speziellen Kopf- und Augenschutz zu ergänzen.

Bei längeren Löscharbeiten im Wald können Rauch, Hitze und Funkenflug eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte darstellen. Der zusätzliche Schutz soll insbesondere die Augen und Atemwege bei diesen Einsätzen besser schützen.

Förderverein bittet um Unterstützung

Die neue Schutzausrüstung soll nach Möglichkeit noch vor Beginn der nächsten Waldbrandsaison angeschafft werden. Der Förderverein möchte damit dazu beitragen, dass die Einsatzkräfte bei künftigen Vegetations- und Waldbrandeinsätzen besser geschützt arbeiten können.

Da die Anschaffung mit entsprechenden Kosten in Höhe von rund 8.000 € verbunden ist, bittet der Förderverein um finanzielle Unterstützung. Wer die Anschaffung der zusätzlichen Schutzausrüstung unterstützen möchte, kann sich über den Spendenaufruf des Fördervereins bei gofundme beteiligen.

Unbekannte klauen Zigarettenautomat in Mainz

Am frühen Mittwochmorgen gegen 3:20 Uhr wurde der Polizei ein Zigarettenautomat gemeldet, der auf einer Wiese in der Nähe der Römersteine in Mainz lag. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Automat ursprünglich an einem Gebäude in der Kirsteinstraße angebracht gewesen war.

Polizei Mainz sucht Zeugen

Nach bisherigen Erkenntnissen rissen bislang unbekannte Täter den Automaten von der Wand und brachen ihn anschließend auf. Dabei wurden nach ersten Erkenntnissen Bargeld und Zigaretten aus dem Automaten entwendet.

Hinweise auf die Täter liegen derzeit nicht vor. Die Polizei Mainz bittet deshalb Personen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben oder Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen geben können, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 06131 – 6534150 entgegen.

Tierheim Mainz lädt zum Tag der offenen Tür ein

Das Tierheim Mainz lädt am Sonntag, 23. August 2026, zum Tag der offenen Tür ein. Von 11 bis 17 Uhr können Besucher das Tierheim kennenlernen und sich über dessen Arbeit sowie über verschiedene Themen rund um den Tier- und Umweltschutz informieren.

Für den Tag wurde ein umfangreiches Programm vorbereitet, zu dem unter anderem Vorführungen und Vorträge gehören. Auch für Kinder ist ein Programmpunkt vorgesehen: Im Kleintierhaus soll es eine kleine Überraschung geben.

Flohmarkt und kulinarisches Angebot beim Tag der offenen Tür im Tierheim Mainz

Neben den Informationsangeboten gibt es einen Flohmarkt für Zwei- und Vierbeiner, der auch in diesem Jahr wieder Teil des Tages der offenen Tür ist. Besucher können dort nach verschiedenen Artikeln rund um Mensch und Tier suchen.

Auch für die Verpflegung ist gesorgt. Angeboten werden vegane Speisen sowie Kaffee und Kuchen. Darüber hinaus gibt es vegane Waffeln.

Tombola mit verschiedenen Preisen

Ein weiterer Programmpunkt ist die große Tombola, die zu den festen Bestandteilen des Tages der offenen Tür gehört. Besucher haben dabei die Möglichkeit, Lose zu erwerben und verschiedene Preise zu gewinnen.

Anschrift und Zeiten:
Tierheim Mainz
Zwerchallee 13-15
55120 Mainz

Sonntag, 23. August 2026
von 11 bis 17 Uhr

Zukunft der Pflegekammer RLP: 40.000 Pflegekräfte sollen abstimmen

Die Entscheidung über das Fortbestehen der umstrittenen Landespflegekammer RLP rückt näher: Wie Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Landtag mitteilte, hat das Sozialministerium die Ausschreibung für einen unabhängigen Dienstleister gestartet, der die Vollbefragung der Pflegefachkräfte organisieren soll.

Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass die rund 40.000 Stimmberechtigten zwischen Ende November und Mitte Dezember 2026 über die Zukunft ihrer Kammer abstimmen können.

Bätzing-Lichtenthäler: „Nutzen für die Pflegekräfte steht im Vordergrund“

Im Rahmen der Landtagsdebatte betonte die Ministerin, dass das Verfahren transparent, neutral und rechtssicher gestaltet werde.

Sollte sich bei der Befragung eine Mehrheit gegen die Beibehaltung der Pflegekammer aussprechen, werde die Landesregierung eine entsprechende Änderung des Heilberufsgesetzes auf den Weg bringen, um die Kammer aufzulösen:

„Mein Maßstab ist klar: Nicht der Selbsterhalt einer Struktur steht im Vordergrund, sondern der Nutzen für die Pflegefachkräfte“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Seit Mitte Mai liegt die Rechtsaufsicht über die Pflegekammer im Sozialministerium. Die Ministerin kündigte an, diese Aufsicht konsequent wahrzunehmen und auf die Einhaltung der Rechtmäßigkeit zu achten.

Landtag lehnt AfD-Antrag zur sofortigen Abschaffung der Pflegekammer RLP ab

Parallel zur Ankündigung der Landesregierung befasste sich das Landtagsplenum mit einem Antrag der AfD-Fraktion, der die sofortige Auflösung der Pflegekammer RLP beziehungsweise die Umwandlung in ein Modell mit freiwilliger Mitgliedschaft forderte.

Der Antrag wurde von der Mehrheit des Landtags abgelehnt. Die parlamentarische Mehrheit verwies auf den im Koalitionsvertrag vereinbarten Weg: Erst das Ergebnis der anstehenden Mitgliedsbefragung abzuwarten, anstatt einer demokratischen Entscheidung der Betroffenen vorzugreifen.

Richtungswahl für 40.000 Pflegekräfte

Mit dem Start des Ausschreibungsverfahrens beginnt für die Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz der Countdown zu einer Richtungswahl und die kommenden Monate inklusive Neuwahlen der Vertreterversammlung bis zum Befragungszeitraum Ende des Jahres dürften von intensiven Debatten zwischen Befürwortern und Kritikern der Kammer geprägt werden.

Unfall mit Zug auf der Kaiserbrücke zwischen Mainz und Wiesbaden

Aktuell (19:00 Uhr) ist die Bahnstrecke zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und Wiesbaden Ost gesperrt. Grund für die Sperrung der Strecke ist ein Vorfall auf der Kaiserbrücke, bei dem eine Person von einem Zug erfasst wurde. BYC-News ist vor Ort. Vollsperrung nach Zugunfall auf der Kaiserbrücke Wie e...


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Event in Frankfurt: Der Transplant Football World Cup 2026

Vom 13. bis 18. September 2026 verwandelt sich Frankfurt am Main in die Bühne für den Transplant Football World Cup (TFWC) presented by Sanofi. Rund 340 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 15 Nationen reisen in die Mainmetropole – darunter etwa 250 organtransplantierte Fußballerinnen und Fußballer sowie rund 90 Begleitpersonen. Ausgetragen wird das Turnier auf den Sportanlagen des FSV Frankfurt im 7-gegen-7-Format nach einem internationalen Regelwerk, das sich an den Regularien der FIFA orientiert.

Der Transplant Football World Cup geht in die zweite Runde

Nach der Erstausgabe des Transplant Football World Cup 2024 im italienischen Cervia wird die Weltmeisterschaft von der World Transplant Games Federation (WTGF) nun zum zweiten Mal veranstaltet. WTGF-Präsidentin Liz Schick betonte, dass der TFWC neben den Sommer- und Winter-Spielen zu einer festen Größe werden und insbesondere jungen Transplantatempfängern Mut für die eigene Zukunft machen soll. Nationaler Gastgeber ist TransDia Sport Deutschland e.V., der größte deutsche Sportverein für Transplantierte und Dialysepatienten. Deutschland tritt bei den Männern als amtierender Sieger der World Transplant Games 2025 an, während Chile als Titelverteidiger der ersten TFWC-Ausgabe ins Rennen geht.

David Odonkor ist Botschafter für den Transplant Football World Cup

Neben dem sportlichen Ehrgeiz dient die Veranstaltung vor allem als Plattform, um das gesellschaftliche Bewusstsein für die Organspende unter dem Motto „Organspende rettet Menschenleben“ zu stärken. Als offizieller Botschafter unterstützt der ehemalige deutsche Nationalspieler und Deutsche Meister von 2002, David Odonkor, das Turnier. Er betont, wie wichtig es sei, offen über das Thema zu sprechen und Angesichts der langen Wartelisten eine persönliche Entscheidung zu treffen.

Transplant football world cup
(v.l.): Lars Weddige (Männer-Nationalmannschaft), Gudrun Manuwald-Seemüller, (1. Vorsitzende TransDia Sport Deutschland), Karen Frauenberger (Frauen-Nationalmannschaft), Dr. Axel Rahmel (Vorstand Deutsche Stiftung Organtransplantation), David Odonkor (Ex-Fußballprofi & Botschafter), Liz Schick (Präsidentin World Transplant Games Federation). Foto-Credits: ©CitySport Marketing GmbH

Die drängende Notwendigkeit verdeutlicht Dr. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO):

Lage in Deutschland: Trotz eines leichten Anstiegs der Spenderzahlen warten hierzulande weiterhin rund 8.000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ.

Internationale Zahlen im Vergleich: Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 11,8 Organspender auf eine Million Einwohner (Hessen lag bei rund 10). In Ländern mit Widerspruchsregelung liegen die Zahlen deutlich höher – etwa in Österreich bei 25 und in Spanien bei rund 48 Spendern pro Million Einwohner.

Gesetzliche Neuregelung: Die DSO befürwortet die aktuell im Bundestag diskutierte Einführung einer Widerspruchsregelung in Deutschland, um die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern.

Vom Transplantat ins Nationaltrikot

Was diese Zahlen für einzelne Menschen bedeuten können, zeigen Karen Frauenberger und Lars Weddige. Beide leben mit einem transplantierten Organ und gehören zu den deutschen Nationalteams, die beim Transplant Football World Cup in Frankfurt antreten. Karen Frauenberger aus Berlin lebte zwischenzeitlich sogar in Wien, um dort vor rund sechseinhalb Jahren schneller eine neue Niere transplantiert zu bekommen. „Dadurch konnte ich von der dort bestehenden Widerspruchslösung profitieren und habe nur sechs Jahre an der Dialyse verbracht.”

Lars Weddige ist seit 2019 lebertransplantiert und in Frankfurt zu Hause. Für ihn wird die Weltmeisterschaft damit auch ganz persönlich zu einem Heimspiel: „Wir wollen als Team Deutschland bestmöglich vertreten. Für mich ist es immer noch ein Wunder, dass das medizinisch überhaupt möglich ist.”

Erstmals gehen auch Frauen-Mannschaften beim Transplant Football World Cup an den Start. Karen Frauenberger und ihre Teamkolleginnen wollen diese Chance nutzen, um den Frauenfußball innerhalb des Transplantiertensports weiterzuentwickeln: „Wir Mädels wollen den Grundstein für Frauenfußball im Transplantiertensport legen. Drei von uns sind Fußballerinnen, alle anderen haben andere Stammsportarten. Aber wir waren im Trainingslager und üben fleißig, um das Maximale herauszuholen.”

Das Festival-Programm im Überblick

Der Transplant Football World Cup verknüpft die sportlichen Partien mit Begegnungsmöglichkeiten für die Teams und die Bevölkerung:

  • Eröffnung mit „Walk of Nations“: Zum Auftakt ziehen die Teams aus allen 15 Nationen gemeinsam durch die Frankfurter Innenstadt.
  • Spielbetrieb: Auf den Plätzen des FSV Frankfurt werden Vorrunden-, K.-o.- und Finalspiele ausgetragen.
  • Rahmenprogramm: Veranstaltungen wie ein gemeinsamer Kulturabend fördern den internationalen Austausch und das Miteinander.
  • Organisation: Rund 60 freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützen die Abwicklung in Kooperation mit German Volunteers in Bereichen wie Logistik, Social Media und Betreuung.

HGH Bingen wird zur „Regio-Klinik“ verkleinert – Notaufnahme schließt

Nur 24 Stunden nachdem rund 300 Bürgerinnen und Bürger mit einer geschlossenen Menschenkette um das Heilig-Geist-Hospital (HGH Bingen) gegen eine Verkleinerung und Schließung demonstriert haben, herrscht bittere Gewissheit: Die Kommunalpolitik zieht die Reißleine.

In einer gemeinsamen Sondersitzung haben der Binger Stadtrat und der Kreistag Mainz-Bingen am Mittwochabend beschlossen, das wirtschaftlich angeschlagene Krankenhaus mit einer letzten Finanzspritze vor dem sofortigen Aus zu retten, um es anschließend radikal zu verkleinern, die rund um die Uhr besetzte Notaufnahme wird eingestellt.

Millionen-Spritze wendet Schließung des HGH Bingen zum 1. September ab

Die Lage hinter den Kulissen war dramatisch: Ohne frisches Geld hätten die Gehälter der rund 300 Beschäftigten für den Monat September nicht mehr ausgezahlt werden können, dem Hospital hätte bereits zum 1. September die endgültige Schließung gedroht.

Um den geordneten Übergang zu sichern, stellen die kommunalen Träger nun nochmals erhebliche Finanzmittel bereit: Die Stadt Bingen schießt 1,35 Millionen Euro nach, der Landkreis Mainz-Bingen 1,29 Millionen Euro. Das Abstimmungsergebnis fiel im Binger Stadtrat einstimmig und im Kreistag mehrheitlich aus.

Radikaler Bettenabbau und Ende der Notfallversorgung

Mit dem Geld wird jedoch nicht das bisherige Krankenhaus gerettet, sondern die Transformation in eine sogenannte „Regio-Klinik“ eingeleitet.

Dies bedeutet für die Gesundheitsversorgung im Raum Bingen und Ingelheim tiefgreifende Veränderungen:

  • Aus für die 24/7-Notaufnahme: Eine vollwertige Notfallversorgung mit Rund-um-die-Uhr-Besetzung in Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin wird es am HGH künftig nicht mehr geben. Vorgesehen ist lediglich eine Basis-Anlaufstelle für leichtere, alltägliche Notfälle.
  • Massive Bettenreduzierung: Die Bettenkapazität wird von bisher 132 Betten auf künftig maximal 30 bis 50 Betten zurückgeschraubt.
  • Neue Schwerpunkte: Künftig soll sich der Standort primär auf die Geriatrie (Altersmedizin), die Palliativversorgung sowie ergänzende ambulante Angebote konzentrieren.

Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD), der an der Sondersitzung teilnahm, betonte, dass der Standort damit in der Landeskrankenhausplanung erhalten bleiben könne, eine vollwertige Notaufnahme sei im Rahmen einer Regio-Klinik jedoch strukturell und finanziell nicht mehr darstellbar.

Bittere Realität für Belegschaft und Bürgerschaft

Für den Betriebsrat und die Belegschaft des HGH Bingen ist die Entscheidung ein schwerer Schlag. Noch am Dienstag hatte die Betriebsratsvorsitzende Stefanie Klemann im Gespräch mit unserer Redaktion ein klares „Nein zur Teilauflösung“ gefordert und die Sorge geäußert, dass eine Zerschlagung der Abteilungen die Versorgung massiv schwächen werde.

Auch für die Bürgerinnen und Bürger in Bingen und den umliegenden Verbandsgemeinden bedeutet der Beschluss eine harte Zäsur: Akute Notfälle, etwa schwere Unfälle oder chirurgische Notoperationen, müssen künftig über die Rettungsdienste in umliegende Krankenhäuser nach Bad Kreuznach oder Mainz transportiert werden.

Insolvenz der H & S Wohn- und Bauplanung GmbH aus Volxheim

In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der H & S Wohn- und Bauplanung GmbH mit Sitz in der Königsberger Straße 9 in 55546 Volxheim hat das Amtsgericht Bad Kreuznach am 19.08.2026 um 12:20 Uhr die vorläufige Vermögensverwaltung angeordnet. Das Unternehmen wird durch den Geschäftsführer M, Steidle vertreten und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach unter HRB 23291 eingetragen. Zum Aktenzeichen 3 IN 157/26 wurde Rechtsanwältin Eva Meyer (Mannheimer Straße 254a, 55543 Bad Kreuznach) zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt.

Weitere Informationen zur Insolvenz der H & S Wohn- und Bauplanung GmbH

Durch die gerichtliche Anordnung sind künftige Verfügungen der H & S Wohn- und Bauplanung GmbH über ihr Vermögen nur noch mit der ausdrücklichen Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin wirksam. Schuldner des Unternehmens werden dazu aufgefordert, Leistungen ausschließlich unter Beachtung der gerichtlichen Festsetzungen zu erbringen (§ 23 Abs. 1 S. 3 InsO). Der vollständige Beschluss liegt in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts Bad Kreuznach zur Einsicht aus. Gegen die Entscheidung kann von der Antragstellerin sowie bei Rügen zur internationalen Zuständigkeit auch von Gläubigern innerhalb einer zweiwöchigen Notfrist sofortige Beschwerde beim Amtsgericht Bad Kreuznach (John-F.-Kennedy-Str. 17, 55543 Bad Kreuznach) eingelegt werden.

Rückruf bei Lidl wegen Bakterien in Schokopudding

Der Lieferant Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG hat einen öffentlichen Warenrückruf für das Produkt „Milbona High Protein Pudding Schoko“ im 200g-Becher veranlasst. Betroffen ist ausschließlich die Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12.09.2026. Im Rahmen von Kontrollen wurde das Bakterium Bacillus cereus nachgewiesen. Dieser Erreger kann Magen-Darm-Erkrankungen verursachen. Insbesondere bei empfindlichen Personengruppen wie Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem drohen unter Umständen schwere Krankheitsverläufe. Verbrauchern wird dringend davon abgeraten, das betroffene Produkt zu verzehren.

Verkauf über Lidl und Abwicklung der Rückgabe

Rückruf bei lidl wegen bakterien in schokopudding

Das betroffene Dessert der Marke Milbona wurde bundesweit in den Filialen der Handelskette Lidl angeboten. Kunden können das Produkt mit dem entsprechenden Haltbarkeitsdatum in jeder Filiale von Lidl zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorweisung des Kassenbons vollständig erstattet.

Andere Artikel des Herstellers Fude + Serrahn sowie weitere Produkte der Eigenmarke Milbona bei Lidl sind von der Maßnahme ausdrücklich nicht betroffen. Für Rückfragen hat der Discounter eine gebührenfreie Hotline unter der Telefonnummer 00800 5435 5435 geschaltet. Der Lieferant bedauert die durch den Rückruf entstandenen Unannehmlichkeiten.

Festnahme nach Tötungsdelikt in Frankfurt-Nied

Nach dem Tötungsdelikt am 11. August 2026 im Frankfurt-Nied, bei dem ein 24 Jahre alter Mann ums Leben kam, teilte die Polizei am Donnerstag (20. August 2026) einen maßgeblichen Ermittlungserfolg mit. Der gesuchte 24-jährige indische Staatsangehörige, der im dringenden Verdacht steht, das Opfer vor Ort mit einem Messer tödlich verletzt zu haben, konnte im Vereinigten Königreich festgenommen werden.

Internationale Zusammenarbeit führt zum Festnahmeerfolg

Seit der Tat hatte die Polizei intensiv nach dem flüchtigen Tatverdächtigen gefahndet. Im Verlauf der Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt in Frankfurt-Nied ergaben sich konkrete Hinweise auf einen Aufenthalt des Gesuchten im Vereinigten Königreich. Daraufhin wurden die britischen Behörden kontaktiert und um Unterstützung bei der Fahndung sowie Festnahme ersucht. Zudem wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen.

Am vergangenen Montag (17. August 2026) griffen die örtlichen Polizeikräfte im Vereinigten Königreich zu und nahmen den 24-Jährigen fest.

Auslieferungsverfahren nach Deutschland eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat umgehend das förmliche Rechtshilfeersuchen zur Auslieferung des Festgenommenen an die Bundesrepublik Deutschland auf den Weg gebracht. Nach der Überstellung soll der Tatverdächtige den hiesigen Justiz- und Strafverfolgungsbehörden übergeben werden.

Kommentar: „Das wirtschaftliche Dilemma deutscher Schausteller“

Kommentar von Meikel Dachs zu der Zukunft der Schausteller: Es riecht nach gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und frisch gebackenem Hefeteig, im Hintergrund dröhnen die satten Bässe aus den Boxen des Autoscooters, und bunte Lichter zerschneiden die einbrechende Abenddämmerung. Seit Generationen ist ein Volksfest weit mehr als nur eine Ansammlung von Fahrgeschäften und Imbissbuden. Solche Jahrmärkte sind emotionale Anker im Jahreskreislauf, ein vertrauter Zufluchtsort, der Besucher für ein paar Stunden aus der grauen Tretmühle des Alltags reißt. Hier sind alle gleich, hier duftet es nach Kindheitserinnerungen, hier schaltet der Kopf ab und das Herz schlägt im Takt der Drehorgeln und High-Tech-Gondeln. Doch über diesem bunten Treiben liegt ein dunkler Schatten, der von Jahr zu Jahr länger wird. Die Krise auf dem Festplatz ist längst keine Randnotiz mehr, sondern eine fundamentale Existenzfrage – sowohl für die Betreiber als auch für die Kunden.

Die Kostenspirale im Schaustellergewerbe

Um die Dimension des Problems zu verstehen, muss man hinter die Kulissen blicken, dorthin, wo die Romantik aufhört und die nackte Buchhaltung beginnt. Die Schausteller in Deutschland stehen seit Jahren unter einem massiven wirtschaftlichen Druck. Die Rahmenbedingungen für das reisende Gewerbe haben sich drastisch verschlechtert. Da ist zunächst die enorme Energieabhängigkeit: Große Fahrgeschäfte, Riesenräder und Laufgeschäfte benötigen gewaltige Strommengen, deren Preise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. Hinzu kommt die Mobilität – das Markenzeichen der Branche. Bis zu zwanzig- oder fünfundzwanzigmal im Jahr ziehen die Betreiber mit ihren schweren Transporten, Wohnwägen und gigantischen Stahlkonstruktionen von Stadt zu Stadt.

Jeder einzelne Transport schlägt mit stark verteuertem Kraftstoff zu Buche. Gleichzeitig explodieren die Einkaufspreise für Rohstoffe und Lebensmittel an den Imbiss- und Süßwarenständen: Ob Frittierfett, Fleisch für die Bratwurst, Mehl oder die Zuckerglasur für den Liebesapfel – die Einkaufskörbe der Schausteller sind dramatisch teurer geworden. Verschärft wird diese Situation durch steigende kommunale Standgelder und teils ausufernde Auflagen bei Sicherheit und Logistik. Wer als Schausteller überleben will, muss investieren, modernisieren und transportieren. Doch das finanzielle Polster, das viele Betriebe ohnehin schon durch die massiven Einbußen vergangener Krisenjahre verloren haben, ist bei den meisten längst aufgebraucht.

Zwischen Preisanpassung und leerem Karussell

Genau an diesem Punkt beginnt das Teufelskreis-Dilemma, das dem traditionellen Volksfest die Luft abzuschnüren droht. Die Schausteller können und wollen die gestiegenen Kosten nicht gänzlich allein tragen; sie müssen sie zwangsläufig über den Ticketpreis oder den Bratwurstpreis an das Publikum weitergeben. Doch hier stoßen sie an eine harte Schmerzgrenze. Wenn eine Fahrt auf der Achterbahn plötzlich acht oder zehn Euro kostet und wenn die Tüte Mandeln den Gegenwert eines halben Wocheneinkaufs annimmt, bleibt das Publikum aus.

Und genau das ist der Kern des gesellschaftlichen Problems: Auf der anderen Seite der Buden stehen die Kunden, die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Auch deren Geldbeutel ist durch die allgemeine Teuerungswelle, gestiegene Mieten und Energieabrechnungen im privaten Bereich stark strapaziert. Die Reallöhne hinken den Lebenshaltungskosten vielerorts hinterher, und das frei verbleibende Einkommen schrumpft. Ein Familienausflug auf die Kirmes, der früher ein spontanes und unbeschwertes Vergnügen für zwischendurch war, mutiert heute zu einer budgetintensiven Großinvestition.

Wenn Eltern am Kassenhäuschen stehen und schlucken müssen, weil sie ihren Kindern nicht mehr jede Fahrt finanzieren können, schlägt die unbeschwerte Stimmung in Frustration um. Der Besuch verliert seine Leichtigkeit. Er wird vom unbeschwerten Freizeitvergnügen zum finanziellen Stresstest.

Wenn der Festplatzbesuch zum Rechenschieber wird

Es ist ein trauriger Wendepunkt, wenn das Verlassen des Alltags plötzlich selbst zum Rechenexempel wird. Die Psychologie auf einem Volksfest lebt von der Sorglosigkeit – vom Schlendern ohne Ziel, vom spontanen Impuls. Wenn jedoch jede Runde im Karussell im Kopf sofort in Euro-Beträge umgerechnet und gegen andere Haushaltsausgaben aufgewogen werden muss, bricht das Grundprinzip der Veranstaltung in sich zusammen.

Bleiben die Kunden dem Festplatz ganz fern oder schränken sie ihren Konsum drastisch ein, geraten die Schausteller in eine Existenznot, die ganze Familiendynastien hinwegfegt. Bleiben die Betreiber aber fern, weil sich ein Gastspiel wegen zu hoher kommunaler Abgaben nicht mehr rechnet, veröden die Innenstädte und die Plätze verlieren ihre kulturelle Identität. Ein Volksfest ist kein luxuriöses Elite-Event, sondern gehört seit Jahrhunderten in die Mitte der Gesellschaft. Es ist ein Stück gelebte Kultur und soziale Heimat.

Ein Kulturgut in Gefahr

Die Schere zwischen den betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten der Schausteller und den schrumpfenden finanziellen Spielräumen der Kunden öffnet sich immer weiter. Wenn ein traditionelles Kulturgut wie das Volksfest zum reinen Luxusgut verkommt, das sich nur noch gut betuchte Haushalte leisten können, stirbt Stück für Stück der soziale Klebstoff, der Städte und Gemeinden zusammenhält. Die Rettung dieses Kulturguts verlangt deshalb ein Umdenken auf allen Ebenen – von maßvollen kommunalen Standgeldern bis hin zu partnerschaftlichen Lösungen, damit der Zauber der bunten Lichter nicht endgültig im grauen Alltag erlischt.

Neue Details zum Unfall mit Zug in Budenheim

Aktuell (12:20 Uhr) ist die Bahnstrecke zwischen Bingen und dem Mainzer Hauptbahnhof vollständig gesperrt. Grund dafür ist ein Vorfall im Bereich des Budenheimer Bahnhofs auf dem Gleis 1 in Fahrtrichtung Bingen, bei dem eine Person von einem Güterzug erfasst wurde. BYC-News ist vor Ort. Person bei Z...


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Tödlicher Verkehrsunfall auf der A 67 bei Lorsch

Auf der A 67 kam es am Donnerstagmorgen, den 20.08.2026, zu einem schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Ein 68 Jahre alter Autofahrer aus Nordrhein-Westfalen befuhr kurz vor 6:00 Uhr die Autobahn in Fahrtrichtung Mannheim zwischen der Anschlussstelle Lorsch und dem Autobahndreieck Viernheim. Kurz vor der Rastanlage Lorsch krachte der Pkw aus bislang ungeklärter Ursache auf den Anhänger eines vorausfahrenden Lastwagens. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Trotz des raschen Eingreifens der Rettungskräfte erlag der Mann wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Ermittlungen, Gutachter und Zeugenaufruf nach Unfall auf der A 67

Der 31-jährige Lkw-Fahrer blieb bei dem Zusammenstoß auf der A 67 körperlich unverletzt. Da bei ihm jedoch der Verdacht auf vorherigen Cannabiskonsum bestand, ordneten die Beamten eine Blutentnahme an. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Darmstadt wurde ein Sachverständiger zur Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs hinzugezogen. Der entstandene Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 28.000 Euro beziffert.

Für die Dauer der Unfallaufnahme sowie die anschließenden Bergungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn Süd bis 11:40 Uhr komplett gesperrt werden. Neben der Autobahnpolizei Südhessen waren der Rettungsdienst, die Feuerwehr und die Autobahnmeisterei im Einsatz. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiautobahnstation Südhessen unter der Telefonnummer 06151/8756-0 zu melden.

Die harte Realität als Fahrradfahrer auf dem Mainzer Asphalt

Leserbrief von Georg Dittmer: Die Diskussionen über die Mobilitätszukunft unserer Stadt Mainz sind allgegenwärtig, doch während auf politischer Ebene über Masterpläne, Radschnellwege und emissionsfreie Innenstädte debattiert wird, spielt sich das eigentliche Drama des modernen Stadtverkehrs jeden Tag im direkten, ungefilterten Miteinander auf dem Asphalt ab. Als jemand, der sich im Berufs- und Freizeitverkehr regelmäßig sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad durch das Mainzer Stadtgebiet bewegt, möchte ich meine persönlichen Beobachtungen schildern. Diese zeigen leider allzu oft, dass die Kluft zwischen dem theoretischen Wunsch nach einer Verkehrswende und der harten Realität auf unseren Straßen im Alltag spürbar wächst – vor allem durch eine zunehmende Ungeduld und mangelnde Rücksichtnahme mancher Kraftfahrer gegenüber Radfahrenden.

Wer morgens im Berufsverkehr versucht, auf dem Rad von den Außenbezirken wie Gonsenheim, Mombach oder Bretzenheim in die Innenstadt oder Richtung Universität zu gelangen, weiß, wovon ich spreche. Es sind oft nicht die großen, spektakulären Unfälle, die das tägliche Fahren so kräftezehrend und risikoreich machen, sondern die Summe aus vielen kleinen, vermeidbaren Gefahrenmomenten und Beinahe-Kollisionen. Immer wieder erlebt man Situationen, in denen Autofahrerinnen und Autofahrer den erforderlichen gesetzlichen Mindestabstand beim Überholen auf engen Straßen – wie etwa in Teilen der Neustadt oder der Altstadt – schlichtweg ignorieren. Mit wenigen Zentimetern Abstand vorbeizurauschen, nur um wenige Sekunden früher an der nächsten roten Ampel anzukommen, zeugt von einer Risikobereitschaft, die für die Betroffenen auf dem Rad extrem einschüchternd ist.

Dabei möchte ich betonen, dass eine pauschale Verurteilung der Autofahrer in Mainz weder fair noch zielführend ist

Mainz ist eine historisch gewachsene Stadt mit engem Straßenquerschnitt, vielen Baustellen, schmalen Alleen und einem hohen Parkdruck. Autofahrer stehen im dichten Verkehr ebenfalls unter Strom, müssen unübersichtliche Kreuzungen meistern, nach Parkplätzen suchen und sich auf wechselnde Verkehrsführungen einstellen. Der Platz ist in vielen Straßenzügen schlicht begrenzt, und dieser knappe Raum weckt bei allen Verkehrsteilnehmern Begehrlichkeiten. Wenn jedoch dieser ohnehin knappe Raum zu Lasten der Schwächeren im Verkehr ausgereizt wird, ist eine rote Linie überschritten.

Besonders deutlich wird dies an den zahlreichen Stellen, an denen Radwege in den fließenden Autoverkehr übergehen oder durch kurzzeitiges, unzulässiges Halten blockiert werden. Wer als Radfahrender gezwungen ist, wegen eines Lieferwagens oder eines kurzzeitig abgestellten Autos in den fließenden Verkehr auszuweichen, ohne dass nachfolgende Autofahrer das rechtzeitig erkennen oder bremsbereit sind, schwebt unmittelbar in Lebensgefahr. Auch das Missachten der Vorfahrt an Einmündungen, insbesondere durch abbiegende Fahrzeuge, gehört zu den klassischen Gefahrenquellen. Viele Kraftfahrer scheinen den Geschwindigkeitsüberschuss oder die Beschleunigung eines modernen Alltags- oder E-Bikes nach wie vor zu unterschätzen oder den Schulterblick beim Rechtsabbiegen schlicht zu vergessen.

Darüber hinaus darf auch die oft bemängelte Infrastruktur nicht gänzlich aus der Pflicht genommen werden, da unklare Beschilderungen und abrupt endende Radwege die ohnehin angespannte Lage zusätzlich anheizen. Wenn Schutzstreifen mitten auf stark befahrenen Achsen urplötzlich im Nichts enden, prallen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Interessen der Verkehrsteilnehmer völlig ungepuffert aufeinander. Das erzeugt bei allen Beteiligten Stress, Unverständnis und schürt gegenseitige Aggressionen, die in einem harmonischen Verkehrssystem eigentlich keinen Platz haben dürften. Es greift zu kurz, das Problem rein baulich zu betrachten, denn selbst die modernste Trasse verfehlt ihren Zweck, wenn sie von Unachtsamkeit und egoistischem Verhalten dominiert wird.

Was mich bei all diesen Beobachtungen am meisten nachdenklich stimmt, ist die spürbare Verrohung des Tons und die sinkende Frustrationstoleranz im Straßenverkehr

Gegenseitiges Winken, ein verständnisvolles Nicken oder das Einräumen eines kleinen Fehlers weichen immer öfter aggressivem Drängeln, Hupkonzerten oder demonstrativ dichtem Auffahren. Das gilt umgekehrt natürlich auch: Man muss selbstkritisch einräumen, dass auch manche Radfahrende – sei es durch das Überfahren roter Ampeln, das Befahren von Gehwegen oder das Fahren ohne Licht bei Dunkelheit – zu einem angespannten Klima beitragen. Doch der entscheidende Unterschied liegt in der physischen Verletzlichkeit. Während ein Autofahrer im Blechmantel geschützt sitzt, zahlt ein Radfahrender jeden Fehler – den eigenen wie den des anderen – im Ernstfall mit der eigenen Gesundheit.

Mainz braucht daher dringend eine Kultur der Entschleunigung und des echten Respekts. Infrastrukturprojekte, gepflegte Radspuren und bauliche Veränderungen sind wichtig, aber sie verpuffen wirkungslos, wenn sich das Mindset im Kopf der Menschen nicht ändert. Sicherheit entsteht nicht durch Verbotsschilder oder gegenseitige Schuldzuweisungen, sondern durch das Bewusstsein, dass der Straßenraum allen gehört und nur gemeinsam sicher genutzt werden kann. Wir müssen aufhören, den Verkehr als eine Arena zu betrachten, in der das eigene Fortkommen um jeden Preis gegen die Interessen anderer durchgesetzt werden muss.

Ich wünsche mir von allen Mainzerinnen und Mainzern – ganz gleich, ob sie hinter dem Lenkrad eines Autos oder auf dem Sattel eines Fahrrads sitzen –, dass wir im Alltag wieder etwas mehr Geduld aufbringen. Eine Minute Zeitverlust an einer engen Engstelle oder beim Warten hinter einem Radler ist kein verlorenes Leben, aber riskantes Überholen kann genau das sein. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Mainz eine lebenswerte Stadt bleibt, in der man sich auf der Straße wieder mit Respekt, Fairness und Augenmaß begegnet.

Du hast auch ein Thema oder einen Hinweis, dem wir nachgehen sollten? Dann schreibe uns gerne einen Leserhinweis. Aufgrund der hohen Anzahl an Zuschriften kann es zu Verzögerungen bei der Überprüfung und Veröffentlichung kommen.


Das wünschen sich die Leser am Mainzer Rheinufer

Nach dem Leserbrief von Janina K. bei BYC-News gab es viele Kommentare in den sozialen Medien. Die Debatte um die Rheinufer-Gestaltung in Mainz zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und dem Zollhafen hat in den vergangenen Tagen auf Instagram und in diversen Facebook-Gruppen ein breites Echo hervorgerufen.

Die BYC-Community hat die Diskussion zum Anlass genommen, sich intensiv über den aktuellen Zustand und die Zukunft des öffentlichen Raumes auszutauschen. Dabei standen Fragen zur Aufenthaltsqualität, zur städtischen Infrastruktur und zu konkreten Nutzungsmöglichkeiten der Flusslandschaft im Vordergrund.

Aus den zahlreichen Rückmeldungen und Beiträgen hat sich ein umfassender Katalog entwickelt, der die wichtigsten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger widerspiegelt. Die folgende Übersicht fasst die zehn meistgenannten Vorschläge der Community zum Rheinufer zusammen:

  1. Mehr Bäume am Rheinufer zur Förderung von Begrünung, zur Verbesserung des lokalen Klimas und zur langfristigen Schaffung natürlicher Schattenbereiche.
  2. Sitzmöglichkeiten wie Bänke als komfortable und barrierearme Ergänzung zu den vorhandenen Betontreppen, insbesondere für ältere Menschen oder Spaziergänger.
  3. Foodtrucks das ganze Jahr über sowie fester Raum für Künstlerstände, um das gastronomische und kulturelle Angebot am Strom kontinuierlich zu beleben.
  4. Wasserspiele und Brunnen als zusätzliche gestalterische Elemente, die insbesondere in den Sommermonaten für Auflockerung und Erfrischung sorgen.
  5. Mehr Schatten durch flexible Lösungen wie Sonnensegel oder begrünte Pergolen an besonders stark frequentierten und offenen Abschnitten.
  6. Sauberere Sanitäranlagen und gut erreichbare, öffentlich zugängliche Toiletten entlang des gesamten Uferweges, um die Infrastruktur für Besucher zu verbessern.
  7. Ausgewiesene Picknick- und Liegewiesen für verschiedene Freizeitaktivitäten, die Familien und Erholungssuchenden gepflegte Grünflächen bieten.
  8. Ein durchgehendes Beleuchtungskonzept für die Uferwege, das zu späteren Stunden für Orientierung und ein sicheres Gefühl sorgt.
  9. Bessere Müllentsorgungssysteme mit angepassten Kapazitäten und dichteren Intervallen bei der Leerung, um das Gebiet sauber zu halten.
  10. Öffentliche Trinkwasserspender entlang der Wegstrecken, um Spaziergänger, Radfahrende und Sportler unkompliziert mit frischem Wasser am Rheinufer zu versorgen.

Die gesammelten Punkte zeigen, dass der Bedarf an praktischen Verbesserungen der Infrastruktur und einer ausgewogenen Raumplanung groß ist. Die Beiträge aus den Netzwerken verdeutlichen, wie die Aufenthaltsqualität am Mainzer Ufer aus Sicht der Community weiterentwickelt werden kann.