BYC-News Blog Seite 305

Bundesweite Warnstreiks bei Krankenhäusern und Rettungsdienst

Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Gesundheitseinrichtungen von Bund und Kommunen für Ende dieser Woche zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Ziel der Arbeitskampfmaßnahmen sind Verbesserungen bei den Arbeitszeiten und der Vergütung.

Laut ver.di wurden in allen betroffenen Einrichtungen Notdienstvereinbarungen getroffen, um die sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Dennoch rechnet die Gewerkschaft aufgrund der teils zweitägigen Streiks mit Einschränkungen im Klinikbetrieb. „Es kann zu OP- und Bettenschließungen kommen“, teilte ver.di mit.

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Arbeitgeber blockieren Zeit- und Qualitätsregelungen

Jakob Becker, ver.di Landesfachbereichsleiter Gesundheit und Soziales, kritisiert die Haltung der Arbeitgeber scharf: „Die komplette Blockade der Arbeitgeber bei allen Zeit- und Qualitätsregelungen bringt die Beschäftigten in den Gesundheitseinrichtungen im Land auf. Verbunden mit dem Wunsch der Arbeitgeber nach 36 Monaten Laufzeit, würde das eine Fortschreibung der permanenten Überlastung bis Anfang 2028 bedeuten.“

Becker hebt zudem hervor, dass die Beschäftigten der baden-württembergischen Kliniken bereits seit 19 Jahren eine halbe Stunde mehr pro Woche arbeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen Bundesländern. Er fordert die Einführung des „Meine-Zeit-Kontos“: „Mit der Einführung des Meine-Zeit-Kontos würde den Häusern im Land eine breite Brücke zu einer für beide Seiten akzeptablen Umsetzung der 38,5-Stunden-Woche gebaut. Leider mauern die Arbeitgeber auch hier.“

Forderungen nach besseren Bedingungen in Krankenhäusern und Rettungsdienst

In den Krankenhäusern fordert ver.di unter anderem bezahlte Pausen in Wechselschicht, wie sie in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes bereits üblich sind, sowie eine bessere Eingruppierung von Hebammen und eine höhere Vergütung von Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern.

Auch im kommunalen Rettungsdienst will die Gewerkschaft Verbesserungen erreichen: Die wöchentliche Höchstarbeitszeit soll von 48 auf 42 Stunden gesenkt werden. Ein zentrales Ziel bleibt in Baden-Württemberg, wie auch in anderen Bundesländern, die Einführung der 38,5-Stunden-Woche.

Neben dem Gesundheitsbereich kommt es in dieser Woche auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks. Die Gewerkschaft will mit dem Arbeitskampf den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten durchsetzen.

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Gefordert wird die Anhebung der Löhne um acht Prozent, mindestens jedoch 350 Euro pro Monat

Die Gewerkschaft ver.di fordert in der Tarifrunde 2025 für die über 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen eine Anhebung der Löhne um acht Prozent, mindestens jedoch 350 Euro pro Monat. Zusätzlich sollen die Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten erhöht werden. Für Auszubildende und Praktikanten fordert ver.di eine monatliche Erhöhung der Vergütungen um 200 Euro.

Um der hohen Arbeitsverdichtung entgegenzuwirken, setzt sich die Gewerkschaft zudem für „drei zusätzliche freie Tage“ ein. Mehr Flexibilität und Zeitsouveränität soll ein „Meine-Zeit-Konto“ bieten, über das die Beschäftigten „selbst verfügen können“.

Die dritte Verhandlungsrunde ist vom 14. bis 16. März 2025 in Potsdam angesetzt. ver.di fordert, dass das Tarifergebnis „zeit- und wirkungsgleich auf Beamte, Richter, Soldaten sowie auf Versorgungsempfänger übertragen“ wird. Neben ver.di verhandeln auch die Gewerkschaften GdP, GEW, IG BAU sowie der dbb beamtenbund und tarifunion.

In Baden-Württemberg sind laut dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) rund 385.000 Beschäftigte direkt von den Tarifverhandlungen betroffen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes arbeiteten zum Stichtag 30. Juni 2023 etwa 248.000 Tarifbeschäftigte bei den Kommunen. Der Frauenanteil im kommunalen Bereich liegt bei rund 67 Prozent, die Teilzeitquote beträgt etwa 44 Prozent.

Auch rund 30.000 Beschäftigte bei den Sparkassen Baden-Württembergs sowie Mitarbeitende in kommunalen Kliniken, Versorgungsbetrieben und Nahverkehrsunternehmen sind direkt betroffen. Die bundesweiten Verhandlungen beeinflussen außerdem die Tarifrunde für etwa 10.000 Beschäftigte bei der Agentur für Arbeit und mehr als 3.000 Mitarbeitende der Deutschen Rentenversicherung im Land.

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Randalierer in Bad Kreuznach sorgt für Polizeieinsatz

Nachrichten Bad Kreuznach: Am frühen Sonntagabend (2. März 2025) kam es auf dem Eiermarkt in Bad Kreuznach zu einem Polizeieinsatz, nachdem mehrere Anwohner einen randalierenden Mann gemeldet hatten. Der 22-jährige Verdächtige soll laut Zeugen bereits mehrere Gegenstände umhergeworfen und lautstark geschrien haben.

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Die alarmierten Polizeibeamten trafen den Mann gegen 17:03 Uhr sitzend auf einer Parkbank an

Schon bei ihrer Ankunft reagierte er aggressiv und versuchte, sich der polizeilichen Maßnahme zu entziehen. Als die Beamten ihn festhalten wollten, wehrte sich der Mann heftig und trat nach den Einsatzkräften.

Nach kurzer Zeit gelang es den Polizisten jedoch, den Randalierer zu überwältigen und zur Polizeiinspektion Bad Kreuznach zu bringen. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,89 Promille. Glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt.

Nachdem sich der 22-Jährige beruhigt hatte, wurde er aus der polizeilichen Maßnahme entlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Weitere Ermittlungen dauern an.

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Stellenabbau bei Bosch – Über 12.000 Jobs betroffen

Nachrichten Wirtschaft: Der Technologiekonzern Bosch mit Sitz in Gerlingen bei Stuttgart kündigt einen massiven Stellenabbau an. Bis Ende 2032 könnten weltweit mehr als 12.000 Arbeitsplätze wegfallen, davon allein 7.000 Stellen in Deutschland.

Herausfordernde Marktlage und Strukturwandel

Wie Bosch-Chef Stefan Hartung gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ erklärte, führt das Unternehmen den geplanten Stellenabbau auf die schwache Weltkonjunktur im Automobilsektor, die wachsende Konkurrenz aus China und die Verunsicherung der Verbraucher zurück.

Ein besonders großer Einschnitt steht durch den Übergang vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb bevor. Dieser Wandel werde laut Hartung unweigerlich zu einem erheblichen Verlust von Arbeitsplätzen führen. Ein kleiner Lichtblick: Die E-Mobilität entwickle sich langsamer als erwartet, sodass die bestehende Verbrenner-Produktion länger ausgelastet bleiben könne.

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Demografischer Faktor mildert Einschnitte

Hartung betonte, dass viele Mitarbeiter in Rente gehen, bevor ihre Stellen abgebaut werden. Dennoch reiche dieser Effekt nicht aus, um den erforderlichen Abbau komplett abzufedern: „Wir werden um weiteren Stellenabbau nicht herumkommen“, so Hartung. Bosch stelle sich auf die Zukunft der E-Mobilität ein, da daran kein Weg vorbeiführe.

Deutlicher Rückgang bei Gewinn und Umsatz

Die Bosch-Gruppe hatte bereits 2024 weltweit 417.900 Beschäftigte, was einem Rückgang um 11.500 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Deutschland sank die Mitarbeiterzahl um 4.400 auf 129.800.

Auch wirtschaftlich musste Bosch Einbußen hinnehmen: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im vergangenen Jahr um ein Drittel auf 3,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2023 lag der operative Gewinn noch bei 4,8 Milliarden Euro. Der Umsatz des Konzerns verringerte sich um ein Prozent auf 90,5 Milliarden Euro.

Vorsichtiger Optimismus für 2025

Trotz der angespannten Lage zeigt sich Hartung verhalten optimistisch. 2025 sieht er als Übergangsjahr, in dem sich möglicherweise schon eine Wende zum Besseren abzeichnen könnte. Eine genaue Prognose zum Umsatz- und Gewinnwachstum will Bosch im Mai bekanntgeben.

Bosch plant, durch den Fokus auf E-Mobilität und neue Technologien die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und langfristig wieder stabilere Geschäftszahlen zu erzielen.

Weiterlesen: Stellenabbau bei VW und Vorstand kassiert Millionenbetrag

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Mehrere Einsätze der Feuerwehr in der VG Rüdesheim

Nachrichten VG Rüdesheim: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr im Kreis Bad Kreuznach hatten am Donnerstag (27. Februar 2025) und Freitag (28. Februar 2025) alle Hände voll zu tun. Von einem Gasgeruch über eine dramatische Hundesuche bis hin zu einem Brand und einem Verkehrsunfall – die Feuerwehrleute bewältigten ein breites Spektrum an Einsätzen.

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Gasgeruch im Keller

Am Donnerstagabend (27. Februar 2025) gegen 20 Uhr alarmierten Bewohner eines Wohnhauses in der Rotenfelser Straße die Feuerwehr, nachdem sie Gasgeruch im Keller wahrgenommen hatten. Bei der ersten Erkundung stellte die Feuerwehr Norheim fest, dass der Geruch aus dem Straßenkanal kam.

Gemeinsam mit Einheiten aus Rüdesheim und Traisen untersuchten die Einsatzkräfte die Oberflächenwassereinläufe und entdeckten einen leicht öligen Film, der nach Benzin roch. Um die Quelle der Verunreinigung zu finden, wurden die Kreuznacher Stadtwerke mit Kanalplänen hinzugezogen. Der Benzinfilm löste sich gegen 21:30 Uhr auf, ein Verursacher konnte jedoch nicht ermittelt werden.

Hund nach Absturz am Rotenfels vermisst

Kurz nach Beendigung des Einsatzes in Norheim mussten die Feuerwehren aus Rüdesheim und Traisen erneut ausrücken. Gegen 21:50 Uhr meldete ein Paar, dass ihr Hund im Bereich der Bastei am Rotenfels abgestürzt sei.

Die Feuerwehr unterstützte die Suche mit Scheinwerfern und die Drohnenstaffel der Feuerwehr Frei-Laubersheim nutzte eine Wärmebildkamera. Trotz der 90-minütigen Suche konnte der Hund nicht gefunden werden.

Vernebelungsanlage sorgt für nächtlichen Einsatz

In der Nacht auf Freitag rückten die Feuerwehr Rüdesheim und die Führungsstaffel aus Hargesheim-Roxheim zur Sparkasse Rhein-Nahe aus. Ein Kunde hatte gegen 3:38 Uhr versehentlich die Vernebelungsanlage ausgelöst, als er versuchte, an der verschlossenen Schiebetür Zugang zu erhalten.

Polizei und Sicherheitsdienst konnten schnell Entwarnung geben.

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Fritteuse löst Feuerwehreinsatz in Bockenau aus

Am Freitagnachmittag gegen 13:30 Uhr brannte eine Fritteuse in einem Schnellimbiss in der Bockenauer Mühlenstraße. Anwesende Personen konnten die Flammen mit einem Feuerlöscher eindämmen.

Die Feuerwehr Bockenau kontrollierte die Küche mit einer Wärmebildkamera und lüftete das Gebäude. Eine Katze wurde unversehrt ihrem Besitzer übergeben. Drei Personen wurden vorsorglich durch den Rettungsdienst untersucht, blieben jedoch unverletzt.

Frontalcrash auf der L239

Während die Feuerwehr noch in Bockenau im Einsatz war, ereignete sich auf der Landesstraße 239 zwischen Gutenberg und Hargesheim ein frontaler Zusammenstoß zweier Pkw.

Die Feuerwehr Gutenberg übernahm die Absperrung der Unfallstelle sowie das Batteriemanagement der Fahrzeuge. Glücklicherweise war niemand eingeklemmt. Zwei Patienten wurden durch den Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in Krankenhäuser gebracht.

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Arbeitsagentur Mainz: Online-Vortrag über Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Viele Frauen stehen täglich vor der Herausforderung, die Anforderungen von Beruf, Familie, Kindererziehung und möglicherweise auch die Pflege von Angehörigen miteinander zu vereinbaren. In diesem Balanceakt bleibt oft wenig Raum für die eigenen Bedürfnisse. Doch wie kann es gelingen, sich selbst nicht aus dem Blick zu verlieren und eine gesunde Balance zwischen Belastung und Entlastung zu finden?

Den Spagat zwischen Familie und Beruf schaffen

Anlässlich des bundesweiten Equal-Care-Day findet am Donnerstag, 6. März 2025, von 10:00 bis 11:30 Uhr ein Online-Workshop unter dem Titel „Den Spagat zwischen Familie und Beruf schaffen“ statt. Die Arbeitsagentur Mainz lädt alle Interessierten ein, hieran teilzunehmen.

Inhalte des Workshops sind unter anderem:

  • Die Säulen des Lebens
  • Lebensprioritäten und -ziele
  • Motivations- und Kraftquellen

Geleitet wird die Veranstaltung von Monika Finkbeiner-Stein, Coach und Trainerin aus Idstein.

Der Workshop wird in Zusammenarbeit mit der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters und der Arbeitsagentur Mainz, dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e.V., sowie dem Sozialleistungs- und Jobcenter und der Arbeitsagentur in Wiesbaden organisiert.

Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen, an diesem inspirierenden Austausch teilzunehmen. Die Anmeldung kann einfach online erfolgen.

Feuerwehr bei Großbrand in Mainz-Laubenheim im Einsatz

Nachrichten Mainz: Am Samstagnachmittag (1. März 2025) kam es gegen 15:00 Uhr in der Straße „Riedweg“ im Mainzer Stadtteil Laubenheim zu einem Wohnhausbrand in einem Einfamilienhaus, der die Einsatzkräfte der Feuerwehr für mehrere Stunden beschäftigte.

Bei Eintreffen der Feuerwehr stand das Erdgeschoss bereits in Flammen

Wie der Einsatzleiter vor Ort mitteilte, war der Bewohner des Hauses zum Zeitpunkt des Brandausbruchs zuhause. Vermutlich durch die Inbetriebnahme eines neuen Ofens kam es zu dem Feuer. Der Bewohner alarmierte umgehend die Feuerwehr, als er den Brand bemerkte und brachte sich in Sicherheit.

Bereits auf der Anfahrt stellen die Einsatzkräfte eine schwarze Rauchwolke fest. Als sie vor Ort eintrafen, stand das Erdgeschoss des Hauses bereits im Vollbrand, die Fenster waren aufgrund der massiven Hitzeentwicklung geborsten und die Flammen schlugen aus den Fenstern.

Umgehend wurde der Löschangriff von außen gestartet. Nach kurzen konnte das Feuer so weit eingedämmt werden, dass die Flammen dann auch über einen Innenangriff bekämpft werden konnten. Im weiteren Einsatzverlauf konnte festgestellt werden, dass die Holztreppe gebrannt hatte und sich der Brand über die Holzdecken bis zum Dachgeschoss ausgebreitet hatte. Da frühzeitig klar war, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden, wurden weitere Löschmaßnahmen von außen fortgesetzt, um die Einsatzkräfte durch eine mögliche Einsturzgefahr nicht zu gefährden. Hierfür kamen die Drehleiter und mehrere Strahlrohre zum Einsatz, sodass ein Übergreifen auf andere Gebäude verhindert werden konnte.

Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden an

Die Löschmaßnahmen sowie die Arbeiten zum Ablöschen aller Glutnester dauerten bis in den Abend hinein an. Hierfür musste im weiteren Verlauf auch das Dach des Hauses geöffnet werden. Anschließend wurde durch die Feuerwehr und das THW bis in die frühen Morgenstunden eine Brandwache gestellt.

Der Bewohner des Hauses blieb glücklicherweise unverletzt. Er wurde vor Ort durch den Rettungsdienst betreut und ist nun anderweitig untergekommen, da das Haus nicht mehr bewohnbar ist.

Um die Statik des Hauses zu prüfen und festzustellen, ob das Gebäude einsturzgefährdet ist, wurden Baufachberater des Technischen Hilfswerks Mainz hinzugezogen. Außerdem waren die Mainzer Netze vor Ort um zu prüfen, wie es um Gas- und Stromversorgung des Hauses bestellt ist.

Im Einsatz waren:

  • die Berufsfeuerwehr Mainz
  • die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Laubenheim
  • die Malteser
  • der ASB
  • das THW Mainz
  • die Polizei

Kreative Gestaltungsideen für Rüdesheim zur Bundesgartenschau 2029

Nachrichten Rüdesheim: Die Stadt Rüdesheim am Rhein und die Hochschule Geisenheim arbeiten seit Jahren gemeinsam an innovativen Ideen für die Bundesgartenschau 2029 (BUGA), die im Oberen Mittelrheintal stattfinden wird. Besonders im Fokus stehen dabei die Rüdesheimer Rheinanlagen mit dem Hafenpark sowie die Grünflächen in Assmannshausen.

Preisgekrönte Entwürfe für die Mittelinsel des Kreisels

Ein kreativer Meilenstein wurde nun mit einem hochschulinternen Ideenwettbewerb erreicht, den die Stadt Rüdesheim gemeinsam mit der Hochschule Geisenheim ins Leben gerufen hatte. Studierende hatten in den vergangenen Semesterferien die Möglichkeit, Gestaltungskonzepte für die Mittelinsel des geplanten Kreisels im Bereich „Europadreieck“ zu entwickeln. Die Aufgabe: ein ästhetisches, klimafreundliches und wirtschaftlich tragfähiges Konzept, das Rüdesheim als Tor zur BUGA 2029 aufwertet.

Unter der fachlichen Begleitung von Prof. Dr. Alexander von Birgelen und Stephanie Braun von der Hochschule Geisenheim sowie Landschaftsarchitekt Bernd Waldvogel (bdla) wurden die sechs eingereichten Entwürfe auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

Den ersten Platz sicherten sich Jonathan Grünhagen und Maria Gravjasz mit ihrem Konzept „Das rauschende Blatt“. Ihr Entwurf beeindruckte die Jury mit einer künstlerischen Installation, die – je nach Blickwinkel – entweder wie ein Weinblatt oder eine Welle wirkt und somit eine Verbindung zu den prägenden Elementen der Region, Weinbau und Rhein, herstellt. Ergänzt wird die Gestaltung durch eine klimaresistente Bepflanzung aus Gräsern, Stauden und Geophyten, die wenig Pflege und Bewässerung benötigen, aber dennoch eine ästhetisch ansprechende Gesamtwirkung erzeugen.

Die beiden Gewinner präsentierten ihre Idee am 26. Februar 2025 vor der BUGA-Kommission und wurden für ihr innovatives Konzept gelobt. Bürgermeister Klaus Zapp und Roger Baumeister, der Beauftragte für die BUGA 2029 bei der Hochschule Geisenheim, gratulierten ihnen herzlich und überreichten das Preisgeld in Höhe von 1.200 Euro.

Weitere prämierte Entwürfe

Den zweiten Platz belegte Jana Vogt mit ihrem Entwurf „Raum und Struktur – Rüdesheim als verflochtene Welt“. Ihr Konzept überzeugte durch eine klimaangepasste Bepflanzung und eine durchdachte Gestaltung mit lokalen Materialien wie Weinreben und Natursteinmauern. Ein besonderes Highlight: Ein über den Kreisel gespannter „Weltbogen“, der symbolisch für die Verbindung zwischen Rüdesheim und der Welt steht. Vogt erhielt für ihre kreative Idee ein Preisgeld von 750 Euro.

Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 200 Euro gingen an:

  • Philip Bäcker und Lynn Schweig für „Das Schiffchen im Weinflusskreisel“, ein Konzept, das die lokalen Charakteristika des Weinbaus und der Schifffahrt aufgreift.
  • Simon Gabriel und Ben Quirmbach für „Transformation“, eine innovative Auseinandersetzung mit der Bepflanzung und der Umgebung.
  • Paul Paussauer und Philipp Heiser für „Circle of Wine“, ein gestalterisch durchdachtes Konzept mit stimmiger Pflanzenauswahl.

Tödlicher Unfall auf der Autobahn A5 bei Frankfurt

Nachrichten Frankfurt: Am Freitagmorgen, dem 28. Februar 2025, ereignete sich auf der Autobahn A5 bei Frankfurt in Fahrtrichtung Darmstadt ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem eine 36-jährige Frau tödlich verletzt wurde. Zwei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.

Kontrolle verloren bei Spurwechsel

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr die 36-Jährige mit ihrem Toyota gegen 7:00 Uhr auf der linken Fahrspur der A5 in Richtung Darmstadt. Beim Versuch, auf den mittleren Fahrstreifen zu wechseln, übersah sie offenbar ein anderes Fahrzeug und lenkte ruckartig zurück. Dabei verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Ihr Auto prallte zunächst gegen die linke Betonabtrennung, schleuderte anschließend gegen die rechte Leitplanke und kam schließlich auf der zweiten Fahrspur zum Stehen.

Zusammenstoß mit Kleintransporter

Ein 44-jähriger Fahrer eines Kleintransporters und sein 32-jähriger Beifahrer waren zur gleichen Zeit ebenfalls auf der A5 unterwegs und konnten nicht mehr rechtzeitig reagieren. Ihr Fahrzeug prallte in das auf der Fahrbahn stehende Wrack des Toyotas.

Die 36-jährige Fahrerin des Toyotas erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Die beiden Männer erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden durch Rettungskräfte in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Vollsperrung der A5 und erheblicher Sachschaden

Die Polizei sperrte die A5 in Fahrtrichtung Darmstadt bis 10:55 Uhr vollständig ab. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizei Darmstadt zu melden.

VC Wiesbaden siegt gegen USC Münster in der Volleyball Bundesliga

Nachrichten Wiesbaden: Mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung sicherten sich die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden am Mittwochabend (26. Februar 2025) einen 3:1 (20:25, 25:20, 25:21, 25:23)-Erfolg gegen den USC Münster. Vor 1.213 begeisterten Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit bewiesen die Hessinnen Kampfgeist und präsentierten sich nach der überraschenden Niederlage gegen Schwarz-Weiß Erfurt runderneuert.

„Das war die richtige Antwort auf die nicht einkalkulierte Niederlage vor anderthalb Wochen“, betonte VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting nach dem Spiel. Mit dem Sieg baute der VCW seinen Vorsprung in der Tabelle der 1. Volleyball Bundesliga auf fünf Punkte aus (26 Punkte), während Münster mit 21 Punkten auf Platz 7 bleibt.

Schwieriger Start – Wiesbaden steigert sich im Spielverlauf

Der VC Wiesbaden fand im ersten Satz nicht sofort in seinen Rhythmus, während die Gäste aus Münster dynamischer auftraten. Doch bereits im zweiten Durchgang zeigten die Gastgeberinnen ihre Entschlossenheit: Annahme, Abwehr und Zuspiel stabilisierten sich, und auch im Angriff wurden immer wieder Lösungen gefunden. Besonders Außenangreiferinnen Tanja Großer und Olivia Rusek (USA/Polen) überzeugten mit kraftvollen Angriffsschlägen.

Die entscheidenden Punkte erzielten:

  • Für Wiesbaden: Celine Jebens (18), Tanja Großer (14), Olivia Rusek (13), Rachel Gomez (6), Nina Wiegand Herelová (6), Jonna Wasserfaller (2) und Ana-Marija Jonjev (2).
  • Für Münster: Luisa van Clewe (19), Marije ten Brinke (13), Elena Kömmling (11) und Mikala Mogensen (11).

Für ihre herausragende Leistung wurde Olivia Rusek als beste Spielerin des Matches mit der Goldmedaille ausgezeichnet, Silber ging an Münsters Luisa van Clewe.

Dramatisches Finale im vierten Satz

Nachdem sich Wiesbaden den zweiten und dritten Satz gesichert hatte, zeigte Münster im vierten Durchgang nochmals Widerstandskraft. Die Gäste lagen früh mit 3:8 und 5:9 vorn, doch der VCW kämpfte sich Punkt für Punkt zurück. Olivia Rusek brachte ihr Team mit einem krachenden Angriff zur 20:19-Führung. Der Satz blieb bis zum Schluss spannend – beim Stand von 23:23 lieferten sich beide Teams den wohl spektakulärsten Ballwechsel der Partie. Am Ende hatte Wiesbaden die besseren Nerven und entschied den Satz mit 25:23, sowie das Match mit 3:1, für sich.

Trainer und Spielerin begeistert von der Teamleistung

VCW-Chefcoach Tigin Yağlioğlu zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Man hat gespürt, dass es die Mädels besonders gut machen wollten, anfangs war einiges verkrampft. Im zweiten Satz haben wir die Nervosität abgelegt und das Match am Ende durch viele gute Aktionen auch verdient gewonnen. Münster hat wahnsinnig gut verteidigt, aber unser Matchplan ist aufgegangen. Ich freue mich sehr über die drei Punkte und die Art und Weise, wie wir vor heimischer Kulisse agiert haben.“

Auch MVP Olivia Rusek war stolz auf ihr Team: „Ich bin sehr stolz auf unser Team. Wir sind nach dem Erfurt-Spiel mit hundertprozentigem Selbstvertrauen zurückgekommen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt geglaubt, dass wir hier als Verlierer vom Platz gehen könnten. Spirit und Kampfgeist waren klasse.“

Ausblick: Wiesbaden trifft auf Suhl, Münster im Pokalfinale

Während der USC Münster am Sonntag im DVV-Pokalendspiel gegen den Dresdner SC antritt, geht es für den VC Wiesbaden am 8. März 2025 auswärts gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen (Platz 5) weiter. Mit dem Sieg gegen Münster hat sich Wiesbaden eine gute Ausgangsposition für den Saisonendspurt erarbeitet.

Obdachlosen-Unterkünfte in Mainz: SPD weist Kritik der Linken zurück

Die SPD-Stadtratsfraktion reagiert mit scharfer Kritik auf eine Pressemitteilung der Linken, in der die Stadt Mainz wegen der Erhebung einer Gebühr für die Nutzung städtischer Unterkünfte für Wohnungslose angegriffen wird. Die Vorwürfe seien haltlos und würden die tatsächlichen Hintergründe bewusst verzerren, so die SPD.

Westrich: „Kein Mensch in Not wird in Mainz abgewiesen“

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion, Sissi Westrich, betont: „Gute Sozialpolitik besteht nicht darin, möglichst schrille und krachlederne Schlagzeilen für bestehende Probleme zu produzieren. Sie besteht darin, aus der Schnittmenge zwischen finanziellen Zwängen, rechtlichen Vorgaben und den realen Bedürfnissen der Menschen die bestmöglichen Lösungen herauszuarbeiten – auch wenn diese nicht für Sozialrevoluzzer-Romantik auf TikTok taugen. Fakt ist: Kein Mensch, der in Not ist, wird in Mainz abgewiesen. Das Dezernat hat diese Zusage unmissverständlich gegeben.“

Die Stadtverwaltung habe dies auch in der Sitzung des Sozialausschusses am 25. Februar ausdrücklich bestätigt.

Gebührenmodell differenzierter als dargestellt

Laut Westrich erweckt die Kritik der Linken einen falschen Eindruck, indem suggeriert werde, dass obdachlose Menschen ohne Sozialleistungen 1,60 Euro pro Nacht aus eigener Tasche zahlen müssten. Dies sei so nicht korrekt:

„Auch Obdachlose, die nicht sozialleistungsberechtigt sind, erhalten Tagesgeld. Und bei den 336 Euro pro Monat für die erwähnte Notübernachtung handelt es sich nicht einfach um eine Notübernachtung, sondern um ein finanzierbares Angebot für obdachlose Menschen mit diagnostizierten psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten – mit Einzelzimmer, Sozial- und Begleitdienst sowie bedürfnisorientierter Unterstützung.“

Evaluation nach einem Jahr geplant

Um die Auswirkungen der Regelung in der Praxis zu überprüfen, hat die SPD durchgesetzt, dass nach einem Jahr eine Evaluation im zuständigen Ausschuss erfolgt.

„Wir machen hier keine Politik nach Bauchgefühl, sondern sorgen für eine faktenbasierte Entscheidung. Wir haben erreicht, dass es eine Evaluation gibt, damit wir aus der Praxis lernen und bei Bedarf nachsteuern können. Das ist seriöse Sozialpolitik – und nicht verantwortungslose Stimmungsmache.“

Die SPD-Stadtratsfraktion fordert eine sachliche und verantwortungsbewusste Debatte über soziale Themen.

„Wer nur laute Parolen liefert, aber realistische Lösungen verteufelt, spielt mit dem Vertrauen der Menschen,“ so Westrich weiter. „Es ist wichtig, dass Politik sich an den realen Herausforderungen orientiert, um nachhaltige Verbesserungen für die Betroffenen zu schaffen.“

Die Diskussion um die Gebühren für städtische Unterkünfte dürfte damit weitergehen – doch die SPD macht deutlich, dass sie an einer differenzierten Betrachtung und nachhaltigen Lösungen festhält.

Präsentation vom THW Ortsverband Bingen auf der Konekt Messe

Bingen am Rhein – Am 20. März 2025 präsentiert sich der THW Ortsverband Bingen auf der KONEKT Rhein-Nahe in Bingen. Die KONEKT ist eine innovative Netzwerkmesse, die Unternehmen, Organisationen und Interessierte zusammenbringt, um neue Kontakte zu knüpfen und aktuelle Projekte vorzustellen. Auch das Technische Hilfswerk (THW) nutzt diese Gelegenheit, um sich und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Öffentlichkeit vorzustellen.

Ein besonderes Highlight der Präsentation ist der GKW (Gerätekraftwagen), das zentrale Einsatzfahrzeug des Technischen Zugs. Der GKW ist ein vielseitig einsetzbares Fahrzeug, das mit einer umfangreichen technischen Ausstattung versehen ist. Es dient als Transportfahrzeug für verschiedenste Einsatzgeräte und ermöglicht die Bewältigung von Bergungs- und Rettungseinsätzen. Ausgestattet mit Werkzeugen zur Metall- und Holzbearbeitung, hydraulischen Rettungsgeräten sowie Hebe- und Zugwerkzeugen, bildet der GKW das Rückgrat vieler THW-Einsätze. Interessierte Besucher können sich aus erster Hand über die technischen Details und die Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeugs informieren.

Neues Fahrzeug vom THW

Zusätzlich wird der Pkw OV auf Basis eines SsangYong Musso vorgestellt. Dieses neuePräsentation vom thw ortsverband bingen auf der konekt messe 5 Einsatzfahrzeug des Ortsverbands dient vor allem der schnellen und flexiblen Koordination von Einsätzen und organisatorischen Aufgaben. Der SsangYong Musso ist ein geländegängiger Pick-up mit Doppelkabine, der sich durch seine hohe Nutzlast und Zugkraft auszeichnet. Das Fahrzeug ist mit Funktechnik und weiterer einsatzspezifischer Ausstattung versehen, um eine effiziente Kommunikation und Mobilität in verschiedenen Einsatzszenarien zu gewährleisten.

Mit ihrem Engagement auf der KONEKT Rhein-Nahe möchte das THW-Bingen nicht nur die eigenen Einsatzfähigkeiten demonstrieren, sondern auch für ehrenamtliches Engagement werben. Interessierte haben vor Ort die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Möglichkeiten einer Mitwirkung im THW zu informieren und direkte Gespräche mit aktiven Helferinnen und Helfern zu führen.

Die KONEKT Rhein-Nahe verspricht eine spannende Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen, Organisationen und Besuchern. Der THW-Ortsverband Bingen freut sich auf zahlreiche interessierte Gäste und anregende Gespräche an seinem Stand.

Hier gibt es weitere Informationen zur Konekt in Bingen

Weitere Highlights erwarten Sie auf der Veranstaltung in Bingen, wie der Expertentag des Auktionshauses Wiesbaden.


 

Ortsbürgermeisterin von Dolgesheim tritt zurück

Politik Dolgesheim: In der Gemeinderatssitzung am 27. Februar 2025 sorgte Dolgesheimer Ortsbürgermeisterin Sandra Betz für eine unerwartete Wende: Sie gab ihren sofortigen Rücktritt bekannt. Als Grund für diesen Schritt nannte sie schwierige Kommunikation und eine herausfordernde Zusammenarbeit mit den Beigeordneten sowie dem Gemeinderat.

Neuwahl zur Besetzung eines neuen Ortsbürgermeisters in den nächsten drei Monaten

Laut den gesetzlichen Vorgaben übernimmt nun der Erste Beigeordnete Thomas Held die Amtsgeschäfte der Ortsgemeinde Dolgesheim. Eine Neuwahl zur Besetzung des Bürgermeisteramtes wird innerhalb der nächsten drei Monate angesetzt.

Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz bedankte sich für den Einsatz von Sandra Betz während ihrer Amtszeit als Ortsbürgermeisterin von Dolgesheim und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute.

Die plötzliche Entscheidung dürfte in Dolgesheim und Umgebung für Diskussionen sorgen – insbesondere im Hinblick auf die anstehende Neuwahl und die zukünftige Ausrichtung der Gemeinde.

Dolgesheim ist eine charmante Weinbaugemeinde in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz in Rheinland-Pfalz. Mit seinen rund 1.000 Einwohnern bietet der Ort eine malerische Landschaft, umgeben von Weinbergen und sanften Hügeln. Geprägt von jahrhundertealter Weinbaukultur, lädt Dolgesheim zu Weinproben bei Winzern, gemütlichen Spaziergängen und zur Erkundung historischer Bauwerke wie der evangelischen Kirche ein. Durch seine Lage zwischen Mainz, Worms und Alzey verbindet der Ort ländliche Idylle mit guter Erreichbarkeit.

In Wintersheim gab es am 26. Februar ebenfalls eine Neubesetzung: Wintersheim hat eine neue Ortsbürgermeisterin 

Zeckensaison gestartet: Neue FSME-Risikogebiete in Deutschland

Die Zeckensaison hat begonnen! Die kleinen Blutsauger sind bereits in vielen Regionen aktiv – und mit ihnen wächst die Gefahr gefährlicher Krankheiten. Besonders besorgniserregend: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat drei neue FSME-Risikogebiete gemeldet.

FSME: Eine unterschätzte Gefahr

Die größte Bedrohung durch Zeckenstiche stellt die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) dar. Das Virus gelangt durch infizierte Zecken in den Blutkreislauf und kann schwerwiegende Entzündungen von Hirnhäuten, Gehirn und Rückenmark verursachen. Hauptüberträger in Europa ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus).

Mit den neu ausgewiesenen Risikogebieten steigt die Zahl der betroffenen Kreise auf 183 deutschlandweit. Besonders gefährdet sind Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, südöstliches Thüringen, Sachsen sowie südöstliches Brandenburg.

Neu hinzugekommen sind:

  • Stadtkreis Augsburg (Bayern)
  • Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg)
  • Landkreis Celle (Niedersachsen)

Zecken bereits jetzt aktiv – erste Fälle gemeldet

Im Jahr 2024 wurden 686 FSME-Erkrankungen registriert. Doch die Gefahr droht nicht erst im Sommer: „Wir haben bereits die ersten FSME-Fälle in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen“, warnt Gerhard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr. Besonders alarmierend: Die Infektionen fanden mitten im Winter statt, was darauf hindeutet, dass Zecken durch die milden Temperaturen das ganze Jahr über aktiv sein könnten.

Impfung schützt vor FSME

Laut RKI fehlt 99 Prozent der Betroffenen ein Impfschutz. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt daher eine FSME-Impfung für Menschen in Risikogebieten – insbesondere für Forst- und Landwirtschaftsbeschäftigte sowie alle, die häufig in der Natur unterwegs sind.

So schützen Sie sich vor Zeckenstichen

Wer sich in der Natur aufhält, sollte vorbeugen:

  • Lange, geschlossene Kleidung tragen – am besten die Hosenbeine in die Socken stecken
  • Nach dem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper absuchen
  • Besonders feuchtwarme Stellen wie Kniekehlen, Leisten und Achselhöhlen kontrollieren

Falls eine Zecke entdeckt wird, sollte sie umgehend entfernt werden. Dazu eignet sich eine feine Pinzette oder eine spezielle Zeckenkarte. Wichtig: Die Zecke direkt an den Mundwerkzeugen greifen und langsam nach oben herausziehen – auf keinen Fall drehen oder quetschen!

Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen kann das Risiko einer FSME-Infektion deutlich reduziert werden. Bleiben Sie wachsam – die Zeckensaison hat längst begonnen!

Alle Infos zur Landrats-Stichwahl im Kreis Mainz-Bingen

Nachrichten Bingen: Am Sonntag (16. März 2025) findet die Stichwahl zur Landratswahl des Landkreises Mainz-Bingen statt. Zur Wahl stehen Thomas Barth (CDU) und Steffen Wolf (SPD). Neben der Urnenwahl gibt es selbstverständlich auch wieder die Möglichkeit der Briefwahl.

Das Briefwahlbüro der Stadt Bingen am Rhein ist wie folgt geöffnet:

  • Rosenmontag (3. März): geschlossen
  • Dienstag bis Donnerstag: 8.30 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr
  • Freitag: 8.30 bis 12 Uhr
  • Montag, 10. März: 8.30 bis 12 Uhr sowie 14 bis 18 Uhr
  • Dienstag bis Donnerstag: 8.30 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr
  • Freitag, 14. März: 8.30 bis 12 Uhr sowie 14 bis 18 Uhr (18.00 Uhr grundsätzliches Ende Ausstellung Briefwahlunterlagen)
  • Samstag, 15. März: 10 bis 12 Uhr (Briefwahl nur bei plötzlicher Erkrankung und mit Nachweis)
  • Sonntag, 16. März: 8 bis 15 Uhr (Briefwahl nur bei plötzlicher Erkrankung und mit Nachweis)

Wählerinnen und Wähler, die per Briefwahl abstimmen möchten, sollten beachten, dass die ausgefüllten Wahlunterlagen für die Landratswahl Mainz-Bingen rechtzeitig bei der zuständigen Stelle eingehen müssen. Die Stadtverwaltung empfiehlt, die Unterlagen spätestens am Donnerstag, den 13. März, per Post zu versenden oder direkt in den Briefkasten des Rathauses einzuwerfen. Wer kurzfristig erkrankt und dennoch wählen möchte, kann am Wahlwochenende unter bestimmten Voraussetzungen noch Briefwahlunterlagen beantragen. Weitere Informationen zur Wahl und den genauen Abläufen sind auf der offiziellen Website der Stadt Bingen am Rhein abrufbar.

MCV-Guggemusik-Festival in Mainz am Fastnachtsonntag

Fastnacht Mainz: Am Fastnachtssonntag, 2. März 2025, wird die Mainzer Innenstadt wieder zum Schauplatz eines besonderen musikalischen Spektakels: Der Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV) lädt zum inzwischen 10. MCV-Guggemusik-Festival ein. Organisiert wird das Event von Olaf Hofmann aus der MCV-Zugleitung, der die Aufgabe von Dietmar Jochim übernommen hat – einem langjährigen Begleiter des Festivals.

Mitreißende Rhythmen und schrille Klänge sorgen für ausgelassene Stimmung

Der Startschuss fällt um 16 Uhr auf der Bauhaus-Bühne am Marktplatz, von wo aus fünf Guggemusik-Gruppen im 30-Minuten-Takt durch die Altstadt ziehen. Jede Formation wird dabei von einem Mitglied der MCV-Zugleitung begleitet.

Den Auftakt machen um 16 Uhr die „Schrumpfkepf“ aus Basel, gefolgt von den „Kyburggeischter“ aus dem schweizerischen Winterthur. Danach übernehmen die Mainzer Gruppen „Nodequetscher“, „Tonschiddeler“ und die „Kaktusstreichler“, die mit ihren mitreißenden Rhythmen und schrillen Klängen für ausgelassene Stimmung sorgen werden.

Neben den geplanten Auftritten kann es zudem zu spontanen musikalischen Einsätzen kommen, die das Festival noch lebendiger machen. Besucher dürfen sich also auf eine einzigartige Mischung aus Fastnachtsfreude und mitreißenden Guggemusik-Klängen freuen.

Durch die verstärkten Schutzmaßnahmen der Stadt Mainz sollen alle sicher Fastnacht feiern können.

Neben den mitreißenden musikalischen Darbietungen erwartet die Besucher der Mainzer Fastnacht auch ein besonderes Gemeinschaftsgefühl, das typisch für die Guggemusik-Szene ist. Die Musiker treten in farbenfrohen, oft fantasievollen Kostümen auf und interagieren direkt mit dem Publikum, was die einzigartige Atmosphäre des Festivals zusätzlich verstärkt. Die Mischung aus traditionellen Fastnachtsklängen und modernen Arrangements sorgt dafür, dass Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Auch in diesem Jahr wird wieder mit zahlreichen Gästen aus nah und fern gerechnet, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen.