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Frankfurt zeigt starke Defensive gegen Neapel

Fußball Frankfurt: Nach zuletzt zehn Gegentoren in zwei Spielen hat Eintracht Frankfurt in der Champions League Moral bewiesen. Beim italienischen Meister SSC Neapel erkämpften sich die Hessen am Dienstagabend ein verdientes 0:0. Damit steht die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller nach vier Spieltagen bei vier Punkten und wahrt die Chancen auf das Achtelfinale.

Frankfurt stabilisiert Abwehr nach herben Niederlagen

Nach den deutlichen 1:5-Pleiten gegen Atlético Madrid und den FC Liverpool zeigte sich die Frankfurter Defensive in Neapel deutlich verbessert. „Neapel hatte schon mehr Spielanteile, aber am Ende geht das 0:0 in Ordnung“, sagte Kapitän Robin Koch im HR-Interview. „Wenn wir zusammen so verteidigen, macht es auch Spaß.“

Neapel startet stark – Zetterer hält die Null

Der SSC Neapel, derzeit Tabellenführer der italienischen Serie A, begann offensiv. Bereits in der sechsten Minute prüfte Rasmus Höjlund Eintracht-Torwart Michael Zetterer, der jedoch stark parierte. Kurz darauf scheiterte Eljif Elmas nach einem Dribbling ebenfalls am Frankfurter Schlussmann. Frankfurt kam in der Anfangsphase nur vereinzelt zu Entlastungsangriffen – Jean Bahoya hatte in der dritten Minute den ersten Abschluss für die Gäste.

Wenig Offensivaktionen – Defensive im Fokus

Nach der wilden Anfangsphase beruhigte sich das Spiel. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld. Erst in der zweiten Halbzeit nahm die Partie wieder Fahrt auf. Scott McTominay hatte in der 68. Minute die beste Möglichkeit für Neapel, wurde aber im letzten Moment von Robin Koch geblockt.

Knauff vergibt Frankfurts beste Chance

Die größte Gelegenheit für Frankfurt hatte Ansgar Knauff in der 73. Minute. Nach einer verunglückten Abwehraktion der Neapolitaner kam er frei zum Schuss, doch Torhüter Vanja Milinković-Savić reagierte glänzend. Kurz darauf vergab Neapels Frank Anguissa eine Topchance, ehe McTominay in der 83. Minute über das Tor schoss.

Zetterer als Rückhalt – Punktgewinn durch Kampfgeist

In der Schlussphase drückte Neapel auf den Sieg, doch Eintracht-Keeper Zetterer hielt mehrfach stark. Frankfurt verteidigte leidenschaftlich und verdiente sich den Punkt durch Geschlossenheit und taktische Disziplin.

Ausschluss der Eintracht-Fans sorgt für Diskussionen

Wie schon 2023 durften auch diesmal keine Eintracht-Fans nach Neapel reisen. Der Präfekt der Stadt hatte ein Verkaufsverbot für Karten an Frankfurter Bürger verhängt – eine Maßnahme, die auf frühere Ausschreitungen zurückgeht. Die UEFA lehnte Frankfurts Antrag auf ein neutrales Spiel ab.
„Wir müssen leider feststellen, dass die Strategie, Auswärtsfans von Hochrisikospielen auszuschließen, im italienischen Fußball zur gängigen Praxis geworden ist“, kritisierte Eintracht-Vorstandsmitglied Philipp Reschke.

Blick auf die Tabelle – Achtelfinale weiter möglich

Mit dem Punktgewinn stehen Eintracht Frankfurt und die SSC Neapel nun bei jeweils vier Zählern. Die besten acht Teams der 36 Mannschaften umfassenden Gesamttabelle ziehen direkt ins Achtelfinale ein. Die Plätze neun bis 24 spielen die verbleibenden Achtelfinalisten in einer K.o.-Runde aus. Für Frankfurt bleibt also noch alles offen – die Defensive hat rechtzeitig zum entscheidenden Saisonabschnitt wieder Stabilität gefunden.

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Adventscafé in Bischofsheim: Einladung an Bürgerinnen und Bürger

Die Gemeinde Bischofsheim (Kreis Groß-Gerau) lädt die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bischofsheim sowie der Stadt Ginsheim-Gustavsburg zum Adventscafé am Sonntag, 7. Dezember 2025, in das Bischofsheimer Bürgerhaus, Im Attich 3, ein. Auch schwerbehinderte Menschen sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr, Einlass ist ab 14 Uhr.

Auch in diesem Jahr erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm. Am Flügel werden stimmungsvolle Stücke dargeboten, ein Magier verzaubert das Publikum und Auftritte der Tanzgruppen runden das Angebot ab. Ergänzt wird das Programm durch Geschichten rund um das Weihnachtsfest, die für eine festliche Atmosphäre sorgen.

Adventscafé Eintrittskarten für 10 Euro pro Person sind in der Bücherei und bei der Gemeindeverwaltung erhältlich. Auch im Ginsheimer Rathaus können Eintrittskarten erworben werden. Im Eintrittspreis sind alkoholfreie Getränke, Kaffee und Kuchen enthalten.
Bitte jeweils ein Kaffeegedeck mitbringen!

Die Öffnungszeiten der Bischofsheimer Bücherei, Schulstraße 32, sind:
Dienstag, von 15 bis 18 Uhr
Mittwoch, von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr
Donnerstag, von 15 bis 19 Uhr
Freitag, von 15 bis 18 Uhr
Samstag, von 10 bis 13 Uhr

Die Öffnungszeiten des Bischofsheimer Rathauses II, Schulstraße 15, sind:
Dienstag, von 8.30 bis 11.30 Uhr
Donnerstag, von 14 bis 17.30 Uhr

Veterinäramt erlässt neue Verfügungen für Mainz und Mainz-Bingen

Vogelgrippe – Der Verdacht hat sich bestätigt: Die Vogelgrippe ist in Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen angekommen. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut mitteilte, wurde das Virus H5N1 bei einem in Bingen gefundenen toten Reiher nachgewiesen. Zudem wurde ein in Mainz-Weisenau aufgefundener Schwan positiv auf das Virus getestet.

Nach Angaben des Veterinäramtes Mainz-Bingen wurden inzwischen vier weitere verendete Wildvögel zur Untersuchung an das Landesuntersuchungsamt (LUA) und das Friedrich-Loeffler-Institut geschickt. Auch in den angrenzenden Landkreisen sei das Virus in den vergangenen Tagen vermehrt festgestellt worden.

Stallpflicht und Sicherheitsmaßnahmen angeordnet

Zum Schutz der Hausgeflügelbestände hat das Veterinäramt eine Allgemeinverfügung erlassen. Sowohl gewerbliche als auch private Geflügelhalter müssen ihre Tiere ab sofort in geschlossenen Ställen unterbringen. Die Regelung gilt für das gesamte Gebiet des Landkreises Mainz-Bingen sowie die Stadt Mainz.

Darüber hinaus sind Geflügelmärkte und Ausstellungen bis auf Weiteres untersagt. Für alle Halter gelten zudem strenge Vorgaben zur Biosicherheit in den Beständen. Dazu zählen unter anderem:

  • Wildvögel müssen von Hausgeflügel ferngehalten werden,

  • Futter- und Wasserstellen sind so zu sichern, dass kein Kontakt zu Wildvögeln möglich ist,

  • Ställe sollen mit Hygieneschleusen ausgestattet sein,

  • beim Umgang mit Tieren ist persönliche Schutzausrüstung zu verwenden.

Keine Gefahr für den Menschen

Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht für den Menschen keine Gefahr. Eine Übertragung des Virus sei äußerst selten und erfordere intensiven, direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Der Verzehr von Geflügel und Eiern bleibt weiterhin unbedenklich, sofern diese von gesunden oder untersuchten Tieren stammen.

Fund von toten Wildvögeln melden

Bürgerinnen und Bürger, die tote Zugvögel oder Wassergeflügel finden, werden gebeten, den Fund den Verwaltungen ihrer Verbandsgemeinde oder Stadt zu melden. Diese koordinieren die sichere Bergung der Tiere.

Weitere Informationen zur Vogelgrippe stellt das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz sowie das Friedrich-Loeffler-Institut bereit.
Das Veterinäramt Mainz-Bingen hat zudem eine Hotline eingerichtet: 06132 / 7874123.

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Neue Details zum schweren Unfall auf der L413

Am 4. November musste die Landstraße L413 zwischen Stadecken-Elsheim und Jugenheim voll gesperrt werden. Grund dafür war ein schwerer Verkehrsunfall, der sich am frühen Dienstagabend dort ereignet hatte. BYC-News war vor Ort. ADAC Rettungshubschrauber zwischen Stadecken-Elsheim und Jugenheim im Eins...


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Das erwartet euch auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt

Wenn der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln und Lebkuchen durch die Gassen zieht, beginnt in Mainz die schönste Zeit des Jahres: Der Mainzer Weihnachtsmarkt 2025 öffnet vom 27. November bis 23. Dezember seine Tore. Vor der beeindruckenden Kulisse des über 1.000 Jahre alten Mainzer Doms St. Martin erwartet Besucherinnen und Besucher ein festliches Erlebnis voller Licht, Musik und Handwerkskunst.

Historisches Ambiente rund um den Mainzer Dom

Der historische Weihnachtsmarkt auf den Domplätzen zählt zu den schönsten in Rheinland-Pfalz. Zwischen Domplatz, Höfchen und Liebfrauenplatz entsteht ein stimmungsvolles Ensemble aus Lichterglanz, festlich geschmückten Ständen und traditionellem Kunsthandwerk.

Die elf Meter hohe, prachtvoll verzierte Weihnachtspyramide am Höfchen – dem Hauptzugang zum Mainzer Weihnachtsmarkt – zählt zu den beliebtesten Fotomotiven und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher in ihren Bann. Nur wenige Schritte entfernt begeistern die handgeschnitzten, lebensgroßen Krippenfiguren vor der Gotthardkapelle des Doms St. Martin mit ihrer detailreichen Gestaltung. Am unteren Eingang des Marktes sorgt zudem eine neun Meter hohe Spieluhr, auf deren Dach 18 filigrane Engelsfiguren ihre gemächlichen Runden drehen, für festliche Atmosphäre und staunende Blicke.

Vor allem die bunten Renaissance-Fassaden der alten Markthäuser schaffen eine unvergleichliche Kulisse. Besucher können hier hochwertige Handwerkskunst, kulinarische Spezialitäten und ein vielfältiges Programm erleben.

Weihnachtsdorf an neuem Standort

Das auch im Jahre 2025 – seit Jahren selbst im Ausland – stark nachgefragte „romantische Weihnachtsdorf“ ist am Mainzer Weihnachtsmarkt zu finden, diesmal jedoch an neuem Standort, auf dem Fischtorplatz. Die gemütlichen Holzfasshütten zum Ausruhen und Genießen sollten Sie vorab unbedingt reservieren.

Weihnachten in Mainz – Tradition und Atmosphäre

Mit seiner Mischung aus Tradition, Kultur und Gastfreundschaft zählt der Mainzer Weihnachtsmarkt zu den beliebtesten in Rheinland-Pfalz. Die Kombination aus historischem Ambiente, regionalem Flair und festlicher Stimmung macht den Besuch jedes Jahr aufs Neue zu einem besonderen Erlebnis.

Der Mainzer Weihnachtsmarkt findet vom 27. November bis 23. Dezember 2025 statt. Die Öffnungszeiten sind Sonntag bis Donnerstag von 11 Uhr bis 20.30 Uhr, Freitag und Samstag von 11 Uhr bis 21 Uhr. Am 23. Dezember endet der Weihnachtsmarkt um 19 Uhr.

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Mainz 05-Gegner trennt sich überraschend von Trainer

Fußball Mainz 05: Zwei Tage vor dem großen Auftritt des FSV Mainz 05 in der UEFA Conference League sorgt der Gegner für Schlagzeilen: Der italienische Erstligist AC Florenz (ACF Fiorentina) hat sich überraschend von Trainer Stefano Pioli getrennt. Das teilte der Klub am Dienstag offiziell mit – und das nur kurz vor dem Heimspiel der 05er in der MEWA ARENA.

Florenz kommt mit Daniele Galloppa als Trainer nach Mainz

Nach zehn sieglosen Spielen in der Serie A und nur vier Punkten zog die Vereinsführung in Florenz die Reißleine. Pioli, der erst im Sommer zurückgekehrt war, muss gehen. U19-Trainer Daniele Galloppa übernimmt vorerst die Profimannschaft. Damit reist die Fiorentina ohne ihren bisherigen Chefcoach an den Rhein – keine idealen Voraussetzungen vor dem Duell mit den Nullfünfern.

Topspiel in der MEWA ARENA in Mainz

Am Donnerstagabend (18:45 Uhr, RTL+) empfängt Mainz 05 die Fiorentina zum dritten Gruppenspiel in der Conference League. Beide Teams sind bislang ohne Punktverlust – zwei Spiele, zwei Siege. Für die Mainzer, die zuletzt international mit mutigem Fußball überzeugten, ist es die Chance, vor heimischer Kulisse ein Ausrufezeichen zu setzen. Die Unterstützung der Fans dürfte dabei ein wichtiger Faktor sein.

Heidel prüft Optionen für den Winter

Abseits des Europapokals beschäftigt den Verein auch die Bundesliga. Nach einem schwierigen Saisonstart – der FSV steht nach neun Spieltagen auf Rang 17 – denkt Sportvorstand Christian Heidel über mögliche Verstärkungen im Winter nach. „Ja, wir werden im Winter gucken, ob wir unter Umständen noch etwas tun – im Rahmen dessen, was wirtschaftlich geht“, sagte Heidel im Gespräch mit der Bild-Zeitung. Zugleich betonte er die finanzielle Stabilität des Vereins: „Wir sind kerngesund, aber nicht reich. Wir könnten Spieler verpflichten, aber sicher nicht für zehn oder 15 Millionen.“

Kader soll breiter aufgestellt werden

Angesichts der Doppelbelastung aus Bundesliga und Conference League gilt der Mainzer Kader als vergleichsweise schmal. Laut Heidel will der Verein gezielt nachlegen, um mehr Tiefe und Konkurrenzdruck zu schaffen – jedoch mit Augenmaß und ohne finanzielle Risiken.

Selbstbewusste Mainzer vor Heimspiel

Trotz der Tabellenlage blickt man in Mainz mit Zuversicht auf das Europapokalspiel. Trainer Bo Henriksen setzt auf die Heimstärke seiner Mannschaft und den Zusammenhalt im Team. Während die Gäste aus Florenz mit einem Interimstrainer und großem Druck anreisen, wollen die Mainzer Fans in der MEWA ARENA den Unterschied ausmachen.

Das Duell verspricht Spannung pur – und könnte für Mainz 05 zum nächsten emotionalen Höhepunkt der Europapokalsaison werden.

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Fahndung: Mann bewusstlos geschlagen und schwer verletzt

Die Polizei hat sich am Dienstag (4. November 2025) mit einer Öffentlichkeitsfahndung an die Bevölkerung gewandt und bittet um Mithilfe. Bereits am Mittwochabend, 15. Oktober 2025, kam es in der Frankfurter Innenstadt zu einer gefährlichen Körperverletzung, bei der ein 18-jähriger Mann schwer verletzt wurde.

Schlägerei am Eschenheimer Tor – Opfer verliert das Bewusstsein

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befand sich der 18-Jährige zwischen 18:00 und 18:30 Uhr auf einem Gehweg am Eschenheimer Tor, als er mit zwei Unbekannten in eine verbale Auseinandersetzung geriet.

Die Streitigkeit eskalierte schnell: Die beiden Männer schlugen mehrfach auf den jungen Mann ein, trafen ihn im Gesicht und warfen ihn schließlich zu Boden. Dabei verlor das Opfer kurzzeitig das Bewusstsein und zog sich schwere Verletzungen am Arm zu.

Als der 18-Jährige wieder zu sich kam, bemerkte er, dass seine Kopfhörer und sein Basecap entwendet worden waren. Ob die Täter gezielt auf Diebstahl aus waren oder der Raub im Anschluss an die Gewalttat geschah, ist derzeit noch unklar.

Personenbeschreibung Täter 1:

  • Männlich, etwa 18–20 Jahre alt
  • Westeuropäischer Phänotyp
  • Ca. 178 cm groß, schlanke Statur
  • Trug eine hellblaue Jeans, ein Basecap und einen schwarzen Kapuzenpullover

Personenbeschreibung Täter 2:

  • Männlich, etwa 18–20 Jahre alt
  • Osteuropäischer Phänotyp
  • Ca. 185 cm groß
  • Bekleidet mit schwarzer Jeans und Kapuzensweatshirt

Die Kriminalpolizei Frankfurt hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Diebstahls aufgenommen.

Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zu den Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich zu Geschäftszeiten (07:30–16:00 Uhr) unter der Telefonnummer 069 / 755-55408 bei der Kriminalpolizei zu melden. Außerhalb dieser Zeiten können sich Bürger an jede andere Polizeidienststelle wenden.

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Bildungsminister besucht Kindertagesstätte in Ingelheim

Im Rahmen seiner Kita-Verlässlichkeitstour besuchte Bildungsminister Sven Teuber am Montag die Kindertagesstätte „An der Saalmühle“ in Ingelheim am Rhein. Die Gesprächsreihe führt den Minister durch verschiedene Kitas in ganz Rheinland-Pfalz, um erfolgreiche Konzepte und Ideen für eine verlässliche Kinderbetreuung kennenzulernen und zu fördern.

„Wo ein Wille ist, ist meist auch ein Weg.“

„Bei der Verlässlichkeitstour konnte ich bisher viel lernen: Die Kitas haben mich mit offenen Armen empfangen und sind stolz, ihre Konzepte zu präsentieren“, erklärte Teuber. Besonders beeindruckt habe ihn, „dass jeder Träger für seine Rahmenbedingungen gute Lösungen gefunden hat. Das zeigt: Wo ein Wille ist, ist meist auch ein Weg.“

Ziel der Tour: voneinander lernen und gute Beispiele sichtbar machen

Die Kita-Verlässlichkeitstour ist eine Initiative des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, Praxisbeispiele für Verlässlichkeit in der Betreuung zu sammeln, sich mit Fachkräften auszutauschen und gemeinsam Wege zu finden, wie das Land die Einrichtungen künftig noch besser unterstützen kann.

Nach Stationen in der Kita „Kleine Storche“ in Allendorf, der Kita „St. Martin“ in Bassenheim, der Waldkita in Waldsee und bei den „Nordpfälzer Glückskindern“ in Würzweiler führte die Reise nun nach Ingelheim.

Multiprofessionelle Teams als Erfolgsfaktor in Ingelheim

Die Kita „An der Saalmühle“ gilt als Vorzeigeeinrichtung für verlässliche Betreuung. Hier arbeiten Teams aus verschiedenen Fachrichtungen. Sie reagieren flexibel auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder. So lassen sich Krankheitsvertretungen reibungslos organisieren. Dadurch bleiben die Betreuungszeiten stabil. „In Ingelheim sorgen wir seit vielen Jahren mit Springerkräften für Erziehende und Wirtschaftskräfte für eine verlässliche Kinderbetreuung“, betonte Bürgermeisterin Eveline Breyer.

„Gemeinsam erreichen wir so einen entspannten und bildungsreichen Kita-Alltag für Kinder und Eltern.“

Bildungsminister Teuber lobt Engagement der Einrichtungen

Sven Teuber zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt vom Engagement der pädagogischen Teams. „Wir haben auf der Tour viele tolle Beispiele gesehen, Anregungen und Wünsche aus der Praxis mitgenommen und werden darauf aufbauend nun ein Paket schnüren, wie wir die Verantwortlichen von Seiten des Landes noch besser unterstützen können“, sagte der Minister. Er betonte, dass es bei der Tour nicht nur um Austausch, sondern um gegenseitiges Lernen gehe. „Gemeinsam Verlässlichkeit schaffen – das ist im Sinne unserer Kinder unser Ziel“, so Teuber abschließend.

Verlässliche Betreuung als gemeinsame Aufgabe

Der Besuch in Ingelheim zeigt, dass verlässliche Kinderbetreuung in Rheinland-Pfalz kein Zufall, sondern das Ergebnis von Teamarbeit, Flexibilität und Engagement ist. Mit der Kita-Verlässlichkeitstour möchte das Bildungsministerium genau diese Beispiele sichtbar machen – und Wege finden, wie alle Kitas im Land davon profitieren können.

Rheinland-Pfalz setzt damit ein deutliches Zeichen: Verlässlichkeit in der frühkindlichen Bildung ist eine zentrale Voraussetzung für Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit.

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15-Jähriger in Bad Kreuznach mit Waffenattrappe aufgegriffen

In der Nacht zum Dienstag, den 4. November 2025, suchte ein 15-jähriger Marokkaner gegen 01:15 Uhr Hilfe bei der Bundespolizei in Bad Kreuznach. Der Jugendliche sprach eine Streife auf dem Parkplatz vor dem Revier an und gab an, gestrandet zu sein und nicht mehr nach Hause zu kommen.

Ein Abgleich seiner Personalien bestätigte sowohl seine Identität als auch sein Alter. Um eine sichere Unterbringung zu gewährleisten, nahmen die Beamten den Jugendlichen in Gewahrsam.

Bundespolizei in Bad Kreuznach entdeckt täuschend echte Schusswaffenattrappe

Im Rahmen einer Sicherheitsdurchsuchung fanden die Polizisten bei dem 15-Jährigen eine täuschend echt aussehende Schusswaffenattrappe. Diese wurde sichergestellt, um mögliche Gefahren auszuschließen. Die anschließenden Ermittlungen ergaben, dass der Jugendliche in einer Wohngruppe untergebracht ist. Die Einrichtung wurde informiert und bat um eine Übergabe an das zuständige Jugendamt.

Polizei verhindert Selbstverletzung des Jugendlichen

Während des Aufenthaltes in der Dienststelle zeigte der 15-Jährige psychisch auffälliges Verhalten und versuchte, sich selbst zu verletzen. Dabei zog er sich leichte Verletzungen im Gesichtsbereich zu. Nur durch das schnelle Eingreifen der Polizeibeamten und das Anlegen von Handfesseln konnte das selbstschädigende Verhalten gestoppt werden. Anschließend wurde der Jugendliche zur weiteren Betreuung in eine Fachklinik gebracht.

Artikelempfehlung: Aggressiver Fahrgast in Mainz – Kontrolleur mit Bierdose beworfen

Weihnachtsmarkt in Nieder-Olm mit neuem Konzept

Der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln und frischem Gebäck liegt bald wieder in der Luft: Der Weihnachtsmarkt in Nieder-Olm kehrt zurück – und das in diesem Jahr mit einer besonderen Neuerung. Erstmals findet das stimmungsvolle Event an zwei Wochenenden statt und verwandelt den Rathausplatz in eine festliche Winterwelt voller Musik, Genuss und Gemeinschaft.

Von Freitag, 28. November bis Sonntag, 1. Dezember sowie von Freitag, 5. Dezember bis Samstag, 6. Dezember 2025 lädt die Stadt Nieder-Olm Besucher herzlich ein, die Vorweihnachtszeit gemeinsam zu feiern.

Feierliche Eröffnung und weihnachtliches Ambiente beim Weihnachtsmarkt in Nieder-Olm

Die offizielle Eröffnung findet am Freitag, 28. November, um 18 Uhr auf dem festlich geschmückten Rathausplatz statt. Rund um den großen Weihnachtsbaum laden liebevoll dekorierte Holzhütten zum Bummeln, Genießen und Verweilen ein. Zahlreiche Vereine, Gruppen und Initiativen aus Nieder-Olm verwöhnen die Gäste mit kulinarischen Spezialitäten, heißen Getränken und süßen Leckereien.

Neben klassischen Weihnachtsständen gibt es auch kreative Geschenkideen, handgefertigte Produkte und regionale Besonderheiten – perfekt, um kleine Schätze für den Gabentisch zu entdecken.

Musik, Kunst und Adventsstimmung

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgt am ersten Wochenende für festliche Unterhaltung:

  • Freitag, 28. November, 18:15 Uhr: Der Bläserchor Nieder-Olm eröffnet den musikalischen Teil mit traditionellen Weihnachtsliedern.
  • Freitag, 28. November, 19:00 Uhr: Leon Weber präsentiert in der Schmiede Wettig seine Ausstellung „Breakthrough“, begleitet von Sekt und weihnachtlichem Gebäck.
  • Samstag, 29. November, 16:00–17:00 Uhr: Ein Trompetenensemble der Musikschule Nieder-Olm unter der Leitung von Heiko Hubmann sorgt für festliche Klänge auf dem Rathausplatz.

Adventszauber für Kinder und Familien

Auch für die kleinen Besucher ist gesorgt: Ein nostalgisches Kinderkarussell lädt am ersten Adventswochenende zu fröhlichen Runden ein.

Am Sonntag, 1. Dezember, öffnet außerdem der Lebendige Adventskalender seine ersten Fenster. Um 17:00 Uhr werden am Alten Rathaus die von den Kindern der Kita „Zauberschloss“ liebevoll geschmückten Fenster enthüllt – ein Höhepunkt für Familien. Kurz darauf, gegen 17:30 Uhr, wird der Nikolaus erwartet, der kleine Überraschungen für die Kinder bereithält.

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Aggressiver Fahrgast in Mainz – Kontrolleur mit Bierdose beworfen

Nachrichten Mainz: Am 3. November 2025 kam es in einer S-Bahn der Linie S8 auf der Strecke zwischen Mainz Hauptbahnhof und Mainz Römisches Theater zu einem aggressiven Zwischenfall. Ein 45-jähriger rumänischer Fahrgast wurde nach einer Fahrscheinkontrolle auffällig und griff im Verlauf einen Kontrolleur an.

Die Bundespolizei Mainz ermittelt nun wegen mehrerer Delikte, darunter gefährliche Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen.

Fahrscheinkontrolle eskaliert

Nach Angaben der Bundespolizei verhielt sich der Mann zunächst äußerst unkooperativ gegenüber den Kontrolleuren. Als diese ihn aufforderten, seinen Fahrschein vorzuzeigen, eskalierte die Situation: Der Fahrgast warf eine gefüllte Bierdose in Richtung eines Kontrolleurs und traf ihn an der Hüfte. Glücklicherweise blieb der Mitarbeiter unverletzt.

Kurz darauf zog der 45-Jährige die Notbremse und verließ den Zug noch vor dem Halt am Bahnhof Mainz Römisches Theater.

Schnelle Reaktion der Bundespolizei in Mainz

Der Zugführer informierte umgehend die Bundespolizei über den Vorfall. Eine Fahndung im Nahbereich wurde eingeleitet – mit Erfolg: Die Einsatzkräfte stellten den Tatverdächtigen kurze Zeit später in der Nähe des Bahnhofs.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten eine mutmaßlich unterschlagene EC-Karte bei dem Mann. Der 45-Jährige zeigte sich weiterhin aggressiv und verweigerte die Kommunikation mit den Polizisten. Aufgrund seines widerständigen Verhaltens musste er gefesselt zum Bundespolizeirevier Mainz gebracht werden.

Alkohol im Spiel

Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,24 Promille. Der Mann stand somit deutlich unter Alkoholeinfluss, was vermutlich zur Eskalation beitrug.

Die Bundespolizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren gegen den Tatverdächtigen ein – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Erschleichens von Leistungen, Missbrauchs von Notrufen bzw. Notsignalen und Unterschlagung.

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BUGA 2029: Bis zu 20.000 Euro für neue Bürgerprojekte

Unter dem Motto „Dein Ort. Deine Idee.“ ruft die BUGA gGmbH ab sofort Bürgerinitiativen, Vereine und Kommunen im Oberen Mittelrheintal auf, sich für die BUGA-Bürgerprojekte 2026 zu bewerben. Gesucht werden zwei neue Initiativen, die mit fachlicher und finanzieller Unterstützung ihre Ideen für grünere und lebenswertere Orte umsetzen möchten. Die Bewerbungsphase läuft vom 1. November 2025 bis 15. Januar 2026.

Grüne Ideen für lebendige Orte

„Mit den Bürgerprojekten möchten wir Menschen im Oberen Mittelrheintal ermutigen, gemeinsam etwas zu bewegen – und Dinge zu schaffen, die bleiben“, sagt Sven Stimac, Geschäftsführer der BUGA gGmbH. „Das Engagement vor Ort ist ein zentraler Baustein für die nachhaltige Entwicklung unserer Region.“

Im Fokus der BUGA-Bürgerprojekte stehen lokale Ideen, die Freiräume aufwerten, das Klima verbessern und das Miteinander stärken. Gefördert werden Projekte, die Natur, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit miteinander verbinden – etwa durch:

  • Begrünung und Gestaltung öffentlicher Plätze
  • Entsiegelung von Flächen
  • Kunstaktionen im öffentlichen Raum
  • Renaturierung innerörtlicher Bachläufe

Die Bürgerprojekte sollen zeigen, wie engagierte Menschen ihre Orte nachhaltiger und attraktiver gestalten können – ganz im Sinne der BUGA 2029, die ökologische und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt stellt.

Bereits drei Projekte erfolgreich umgesetzt

Seit dem Start des Programms wurden bereits drei BUGA-Bürgerprojekte erfolgreich auf den Weg gebracht – in Rhens, Dörscheid und Lorch. Sie stehen beispielhaft dafür, wie bürgerschaftliches Engagement das Ortsbild und das Lebensgefühl im Welterbe Oberes Mittelrheintal bereichern kann.

Bis zur Bundesgartenschau 2029 sollen insgesamt zehn Bürgerprojekte in der Region entstehen, die das Thema Nachhaltigkeit langfristig sichtbar machen.

Finanzielle Förderung und fachliche Unterstützung

Für jedes der ausgewählten Projekte stellt die BUGA 2029 eine Anschubfinanzierung von bis zu 20.000 Euro bereit. Zusätzlich können die Projektgruppen eine weiterführende Förderung über Landesprogramme, etwa LEADER-Mittel, beantragen.

Neben der finanziellen Förderung unterstützt die BUGA die Initiativen fachlich bei Planung, Gestaltung und Umsetzung. Dadurch soll sichergestellt werden, dass gute Ideen auch dauerhaft Bestand haben.

Transparente Auswahl und faire Bewertung

Alle Bewerbungen werden von einem unabhängigen Gremium nach klaren Kriterien bewertet. Die Bewertungsmatrix steht öffentlich auf der BUGA-Website zur Verfügung, um den Auswahlprozess nachvollziehbar und transparent zu gestalten.

Die beiden ausgewählten Projekte starten am 1. Februar 2026 mit einer konzeptionellen Phase, in der die Ideen gemeinsam mit Fachleuten weiterentwickelt werden.

So läuft die Bewerbung

Interessierte Initiativen, Vereine oder Kommunen können ihre Projekte ab sofort einreichen.

  • Bewerbungszeitraum: 1. November 2025 bis 15. Januar 2026
  • Einreichung: über die offizielle BUGA-Website

Mit dem Programm „Dein Ort. Deine Idee.“ stärkt die BUGA 2029 die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Oberen Mittelrheintal und fördert Projekte, die Umweltbewusstsein, Gemeinschaft und regionale Identität verbinden.

„Die BUGA-Bürgerprojekte zeigen, dass nachhaltige Entwicklung nur im Zusammenspiel von Engagement, Kreativität und regionalem Zusammenhalt gelingt“, so Stimac.

IG Metall fordert gerechtere Bezahlung

Zum Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit am 4. November fordert die IG Metall eine schnelle und arbeitnehmerfreundliche Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht. Die Richtlinie, die bis Juni 2026 umgesetzt werden muss, soll die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen endgültig schließen.

EU-Richtlinie als Chance für mehr Gerechtigkeit

„Es muss endlich Klarheit und Gerechtigkeit zur Bezahlung im Betrieb geben. Wir haben die Erfahrung gemacht, je mehr die Arbeitnehmerseite hier mit Rechten ausgestattet ist, desto leichter lässt sich die Entgeltlücke schließen“, betont Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall. „Mitbestimmung ist entscheidend für Gerechtigkeit – das gilt auch beim Grundsatz: Gleiches Geld für gleiche Arbeit!“

Bereits am 7. November soll die zuständige Kommission ihren Bericht an das Bundesfamilienministerium übergeben. Die Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, Maßnahmen zur geschlechtsneutralen Entgeltgestaltung und Transparenz bei Löhnen umzusetzen.

Schon jetzt gibt es mit dem Entgelttransparenzgesetz eine gesetzliche Grundlage. Nach Einschätzung der Gewerkschaft fehle es jedoch vielerorts an Engagement seitens der Arbeitgeber. Für die IG Metall ist die Überarbeitung des Gesetzes deshalb eine Chance für echte Gleichstellung: „Die Rolle von Gewerkschaften und Betriebsräten sollte im Gesetzgebungsprozess im Fokus stehen“, fordert Benner.

Gender Pay Gap weiterhin deutlich

Noch immer verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt rund 16 Prozent weniger als Männer – auch bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit. Gründe sind laut IG Metall strukturelle Unterschiede, eine höhere Teilzeitquote, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und geschlechtsspezifische Rollenmuster.

In der Metall- und Elektroindustrie, in der Tarifverträge und Mitbestimmung stärker verankert sind, beträgt die Lohnlücke dagegen etwa 10 Prozent – ein Beleg dafür, dass Tarifbindung und Betriebsräte maßgeblich zur Entgeltgerechtigkeit beitragen.

Kernpunkte der EU-Entgelttransparenzrichtlinie

Objektive und geschlechtsneutrale Vergütungsstrukturen: Arbeitgeber müssen geschlechtsneutrale und transparente Vergütungsstrukturen implementieren, die gleiches Entgelt für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit gewährleisten. Dabei sind objektive, geschlechtsneutrale und mit den Arbeitnehmervertretenden vereinbarte Kriterien zu verwenden.

Informationspflicht im Bewerbungsverfahren: Arbeitgeber müssen Bewerberinnen und Bewerber auf eine offene Stelle Informationen zum Einstiegsentgelt bzw. zur Gehaltsspanne und den anwendbaren Tarifregelungen für die betreffende Stelle zur Verfügung stellen.

Informationspflicht über die Entgeltkriterien: Jeder Arbeitgeber, unabhängig von der Betriebsgröße, muss von sich aus alle Beschäftigten über die Kriterien zur Festlegung der Entgelthöhen, den einzelnen Entgeltbestandteilen sowie der Entgeltentwicklung informieren.

Individueller Auskunftsanspruch: Beschäftigte haben einen Anspruch auf Auskunft zum eigenen Entgelt sowie dem durchschnittlichen Entgelt von Beschäftigten, die gleiche bzw. gleichwertige Arbeit verrichten (aufgeschlüsselt nach Geschlecht). Der Arbeitgeber muss die Beschäftigten jährlich über ihren Auskunftsanspruch informieren.

Berichtspflicht zur Entgeltlücke: Arbeitgeber ab 100 Beschäftigten müssen über den Gender Pay Gap berichten. Hierfür müssen sie spezifische Informationen zur Verfügung stellen: die Entgeltlücke bei den Durchschnitts- sowie Medianentgelten und den einzelnen Entgeltbestandteilen sowie die Entgeltlücke innerhalb der einzelnen Beschäftigtengruppen, die gleiche bzw. gleichwertige Arbeit verrichten. Unternehmen ab 250 Beschäftigten müssen ab dem 7. Juni 2027 jährlich berichten. Die Information ist einer noch zu bestimmenden Behörde mitzuteilen, die sie veröffentlichen wird.

Die Arbeitnehmervertretenden sind bei der Festlegung der Kriterien zur Bestimmung der gleichen bzw. gleichwertigen Arbeit sowie der Festlegung der Gruppen von Arbeitnehmenden zu beteiligen. Sie sind zum Bericht anzuhören und haben Zugang zu bestimmten weiteren Informationen. Sie haben außerdem ein Nachfragerecht zu den bereitgestellten Daten. Ein Teil der Informationen ist auch den Beschäftigten mitzuteilen, die ebenfalls ein Nachfragerecht haben. Wird eine nicht erklärbare Lücke festgestellt, muss der Arbeitgeber die Lücke innerhalb einer angemessenen Frist in Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretenden beseitigen.

Gemeinsame Entgeltbewertung: Wird eine Entgeltlücke von mehr als 5 Prozent in einer der Beschäftigtengruppen festgestellt, die nicht gerechtfertigt oder nicht innerhalb von sechs Monaten beseitigt werden konnte, muss der Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretenden eine gemeinsame Entgeltbewertung vornehmen. Hierfür muss unter anderem für jede Gruppe der Anteil von Männern und Frauen, die Durchschnittsentgelte und die Entgeltlücke ermittelt werden und die Gründe für die Lücke sowie Abhilfemaßnahmen bestimmt werden. Die Abhilfemaßnahmen sollen in Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretenden durchgeführt werden.

Durchsetzungsmechanismen: Beschäftigte haben einen Anspruch auf gleichen Lohn bei gleicher und gleichwertiger Arbeit sowie einen Schadensersatz- bzw. Entschädigungsanspruch. Zur Durchsetzung der Ansprüche soll eine Beweiserleichterung eingeführt werden. Für Verstöße gegen Transparenzpflichten können weitere Sanktionen wie Bußgelder eingeführt werden.

IG Metall warnt vor Verwässerung der Richtlinie

Die Gewerkschaft fordert, dass die Vorgaben der EU nicht unter dem Vorwand einer „bürokratiearmen Umsetzung“ abgeschwächt werden dürfen.

„Die Richtlinie ist ein Meilenstein auf dem Weg zu echter Lohngerechtigkeit. Jetzt darf sie nicht durch politische Kompromisse entkernt werden“, so Benner.
Die IG Metall kündigt an, sich sowohl betriebs- als auch bundespolitisch für eine starke Umsetzung einzusetzen.

Artikelempfehlung: Der Rettungsdienst in Hessen braucht einen Neustart

Großkontrolle auf A3 und A45 in Hessen

Nachrichten Südhessen: Das Hauptzollamt Darmstadt führte Ende Oktober 2025 eine umfangreiche Verkehrskontrolle auf den Autobahnen A3 und A45 durch. Vom 24. bis 26. Oktober 2025 wurden an mehreren Kontrollstellen – unter anderem bei Medenbach-West, Limburg und Wetzlar – hunderte Fahrzeuge überprüft.

Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte über 300 Fahrzeuge mit 1.121 Personen. Darunter befanden sich 202 Pkw, 101 Lieferwagen und 13 Reisebusse. Die Maßnahme diente der Bekämpfung von Schmuggel, Drogenkriminalität und weiteren Verstößen auf den Verkehrswegen des Rhein-Main-Gebiets.

Breite Behördenkooperation in Hessen

Die Aktion wurde von der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Darmstadt geleitet. Unterstützt wurde sie durch weitere Zolldienststellen, das Technische Hilfswerk (THW), die Landespolizei sowie mehrere Veterinärämter. Für die Großkontrolle waren täglich zwischen 65 und 75 Zöllnerinnen und Zöllner im Einsatz. Außerdem kamen vier Zollhunde und zwei mobile Röntgenanlagen zum Einsatz. Das THW unterstützte die Maßnahme mit Technik und Infrastruktur zur Einrichtung der Kontrollstellen.

67 Verstöße in Hessen festgestellt – von Schmuggel bis Tierschutz

Im Rahmen der dreitägigen Kontrollen stellten die Einsatzkräfte 67 Verstöße gegen geltendes Recht fest. Laut Pressesprecherin Angelika Hipp-Clemens vom Hauptzollamt Darmstadt zählten dazu insbesondere Drogen- und Zigarettenschmuggel, klassische Delikte für den Zoll.

Darüber hinaus entdeckten die Beamtinnen und Beamten anderes unverzolltes Schmuggelgut, das zur Nachzahlung von rund 6.000 Euro an Einfuhrabgaben führte – unter anderem für zwei Pkw und ein altes Wohnmobil.

Drogen, Tabak und Tiere: Ein breites Spektrum an Delikten

Die Ergebnisse der Kontrolle zeigen, wie vielfältig die Aufgaben des Zolls sind. So registrierten die Beamten:

  • 14 Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz (TabakStG)

  • 12 Verstöße gegen das Konsumcannabisgesetz (KCanG)

  • 3 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG)

Neben Schmuggel und Drogenfunden fiel auch der illegale Transport von Tieren und Lebensmitteln auf. So wurden illegal verbrachtes Fleisch, eine Katze und mehrere Hundewelpen sichergestellt und den zuständigen Veterinärämtern übergeben. Darüber hinaus nahm die Polizei fünf Personen aus unterschiedlichen Gründen vorläufig fest.

Zoll lobt behördenübergreifende Zusammenarbeit

„Dieses breite Portfolio an Rechtsverstößen auf deutschen Autobahnen zeigt, wie wichtig Zollkontrollen mit behördenübergreifender Zusammenarbeit sind“, betont Angelika Hipp-Clemens. Ein besonderer Dank gilt dem Technischen Hilfswerk, das maßgeblich bei der Einrichtung und Ausstattung der Kontrollstellen unterstützte. Die koordinierte Zusammenarbeit habe die Kontrollen besonders effizient gemacht.

Positives Fazit nach der Großkontrolle

Das Hauptzollamt Darmstadt zieht ein deutlich positives Fazit: Neben der Sicherung von Abgaben und der Verhinderung von Schmuggel wurde durch die Maßnahme ein wichtiger Beitrag zur Sicherheits- und Präventionsarbeit geleistet.

Die Verstöße werden nun von den jeweils zuständigen Verfolgungsbehörden geahndet. Die Ermittlungen zu den einzelnen Fällen dauern an. Mit der Großkontrolle zeigte der Zoll erneut, dass gezielte, koordinierte Maßnahmen auf Deutschlands Autobahnen einen spürbaren Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung und Verkehrssicherheit leisten.

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SCHOTT Mainz schließt Pilotprojekt erfolgreich ab

Der Technologiekonzern SCHOTT hat ein bedeutendes Pilotprojekt zur Kreislaufwirtschaft erfolgreich abgeschlossen. Ende August 2025 startete das Mainzer Unternehmen gemeinsam mit Partnern aus der Hausgeräte- und Entsorgungsbranche einen mehrwöchigen Großversuch: Erstmals wurden extern gesammelte Scherben von gebrauchten Glaskeramik-Kochfeldern aufbereitet und wieder eingeschmolzen – mit beeindruckendem Ergebnis.

„Jetzt wissen wir: Es funktioniert“

„Wir haben absolutes Neuland betreten. Die Tests waren ein wichtiger Schritt, um die Machbarkeit deutlich zu machen. Jetzt wissen wir: Es funktioniert“, erklärt Dr. Jörn Besinger, Projektleiter Kreislaufwirtschaft und Director Productmanagement CERAN® bei SCHOTT.

Das Unternehmen konnte nachweisen, dass sich Glaskeramik-Kochfelder ohne Qualitätsverlust recyceln und erneut in den Produktionsprozess einführen lassen. Damit ist erstmals der technische Beweis für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in diesem Bereich erbracht.

50 Tonnen Glaskeramik erfolgreich recycelt

In Zusammenarbeit mit Partnern wurden in den vergangenen Monaten ausgediente Kochfelder gesammelt, zerlegt und aufbereitet. Insgesamt kamen dabei 50 Tonnen Glaskeramikscherben zusammen.

Zur Einordnung: Laut SCHOTT werden in Deutschland jährlich rund 1,3 Millionen alte Glaskeramik-Kochfelder entsorgt – das entspricht etwa 4.000 Tonnen Glaskeramik, die bislang meist auf Deponien landen. Mit funktionierenden Recyclingkreisläufen könnten diese wertvollen Rohstoffe künftig gesichert und wiederverwendet werden.

„Recycling hilft dabei, natürliche Ressourcen zu schonen, indem weniger Primärrohstoffe für die Glasherstellung benötigt werden“, so Besinger.

Mehrwöchige Großversuch mit 50 Tonnen Glaskeramikscherben erfolgreich durchgeführt. Foto: SCHOTT/ O. Ruether

Technologischer Durchbruch mit politischer Dimension

Die Wiederverwertung von Glaskeramik gilt als technologische Herausforderung, da sie bei extrem hohen Temperaturen geschmolzen wird und strenge Qualitätsanforderungen erfüllen muss – deutlich anspruchsvoller als bei Flaschen- oder Fensterglas.

Die erfolgreiche Schmelze der extern gesammelten Scherben ist daher ein Meilenstein für nachhaltige Glasproduktion. Doch noch fehlen die politischen Rahmenbedingungen, um das Verfahren flächendeckend umzusetzen.

„Die Pilotprojekte zeigen, dass wir als Industrie einen wichtigen Beitrag leisten können. Jetzt gilt es gemeinsam mit Politik und Gesellschaft dafür zu sorgen, dass alte Geräte nicht im Restmüll verschwinden, sondern gezielt und zerstörungsfrei gesammelt werden können“, betont Dr. Torsten Derr, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG.
Bislang fehlen sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene klare Vorgaben für die sortenreine Sammlung von Spezialgläsern. Kochfelder werden derzeit meist gemeinsam mit anderen Haushaltsgeräten entsorgt und sind so für das Recycling verloren. SCHOTT fordert deshalb eine Anpassung der gesetzlichen Regelungen, um nachhaltige Kreisläufe zu ermöglichen.

CERAN® – Innovation mit Verantwortung

Mit SCHOTT CERAN® ist das Mainzer Unternehmen seit 1971 Marktführer für langlebige Glaskeramik-Kochfelder. Das Material besteht aus natürlichen Rohstoffen wie Quarzsand und zeichnet sich durch hohe thermische Beständigkeit, Robustheit und Nachhaltigkeit aus.

„Recycling ist für uns kein kurzfristiger Trend, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“, erklärt Besinger.

SCHOTT verwendet bereits seit Jahrzehnten Glasscherben aus der eigenen Produktion, die fast vollständig wiederverwertet werden. So spart das Unternehmen Energie, senkt Emissionen und vermeidet Abfall. Mit dem neuen Pilotprojekt wurde dieser interne Kreislauf erstmals auf Altgeräte anderer Hersteller ausgeweitet – ein wichtiger Schritt hin zu einer ressourcenschonenden Zukunft.

Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz im Fokus

Mit Projekten wie dem Recycling von Glaskeramik-Kochfeldern und Pharmaverpackungen treibt SCHOTT seine Nachhaltigkeitsstrategie konsequent voran. Ziel ist es, Rohstoffe zu erhalten, Abfälle zu vermeiden und Abhängigkeiten von Importen zu reduzieren – im Einklang mit den Zielen des EU Green Deal.

Darüber hinaus investiert der Konzern in die Dekarbonisierung der Glasproduktion, etwa durch den Einsatz erneuerbarer Energien, neue energieeffiziente Schmelztechnologien und Kooperationen mit Zulieferern, um Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern.

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