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Tödlicher Unfall auf der L3025: 17-Jährige stirbt an Unfallstelle

Unfall L3025:  Ein tragischer Unfall bei Glashütten (Hessen) hat am Samstagvormittag, den 12. September 2026, ein Menschenleben gefordert. Gegen 10:23 Uhr stießen auf der L3025 zwei Pkw im Begegnungsverkehr frontal zusammen. Eine 17-jährige Insassen überlebte den Zusammenstoß nicht. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf führte die Polizeistation Königstein umgehend auf.

Kontrollverlust im Kurvenbereich der L3025 führt zu Frontalzusammenstoß

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war ein 27-jähriger Fahrer mit einem grauen BMW auf der L 3025 aus Richtung des Feldbergplateaus (von der L 3024 kommend) in Fahrtrichtung Bundesstraße 8 unterwegs. Mutmaßlich aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit verlor der Fahrer in einem Kurvenbereich die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der BMW geriet auf die Fahrspur des Gegenverkehrs, kollidierte mehrfach mit der dortigen Leitplanke und prallte schließlich frontal in einen entgegenkommenden grauen Nissan. Durch die Wucht der Kollision erlitt eine 17-jährige Mitfahrerin im BMW so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Sechs Verletzte und hoher Sachschaden

Der 27-jährige BMW-Fahrer sowie die drei weiteren Insassen des Wagens zogen sich zum Teil schwere Verletzungen zu. Für ihren Transport in umliegende Krankenhäuser kam unter anderem ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die 60-jährige Fahrerin des grauen Nissan und ihr 25-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen und wurden ebenfalls zur ärztlichen Untersuchung in eine Klinik gebracht.

Beide Autos wurden bei der Kollision massiv beschädigt, waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppdienste geborgen werden. Der Gesamtschaden wird von der Polizei auf über 150.000 Euro geschätzt. Für die Rettungsarbeiten, die Unfallaufnahme, die Bergung der Fahrzeuge und die anschließende Fahrbahnreinigung blieb die L 3025 für mehrere Stunden voll gesperrt.

Die Polizeistation Königstein bittet Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Unfall bei Glashütten machen können, sich unter der Telefonnummer 06174/9266-0 zu melden.

Insolvenz der Krusius Fußböden GmbH aus Budenheim

Im Zuge des Antragsverfahrens zur Insolvenz der Krusius Fußböden GmbH hat das Amtsgericht Mainz am Dienstag, den 8. September 2026, um 13:00 Uhr die vorläufige Verwaltung des Vermögens angeordnet. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 280 IN 181/26 geführt. Das in der Hechtenkaute 3 in 55257 Budenheim ansässige Unternehmen (HRB 7465) wird durch den Geschäftsführer M. Breier vertreten. Ab sofort sind Rechtsgeschäfte und Verfügungen der Antragstellerin nur noch mit der ausdrücklichen Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters rechtlich wirksam.

Bestallung des vorläufigen Insolvenzverwalters der Krusius Fußböden GmbH

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht Rechtsanwalt Bardo Sigwart bestellt. Die Kontaktdaten der Kanzlei für Gläubiger und Geschäftspartner lauten:

Adresse: Ahornweg 12, 55218 Ingelheim
Telefon: 06132/88949
Telefax: 06132/896498
E-Mail: info@sigwart-kollegen.de

Schuldner des Budenheimer Betriebs werden aufgefordert, Leistungen und Zahlungen ab sofort nur noch unter strikter Beachtung des gerichtlichen Beschlusses zu erbringen (§ 23 Abs. 1 S. 3 InsO). Der vollständige Gerichtsbeschluss kann in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts Mainz eingesehen werden.

Hinweise zur Rechtsmittelbelehrung

Gegen den Gerichtsbeschluss kann die Antragstellerin innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen sofortige Beschwerde beim Amtsgericht Mainz (Diether-von-Isenburg-Straße, 55116 Mainz) einlegen. Unter bestimmten Voraussetzungen bezüglich der internationalen Zuständigkeit gemäß Verordnung (EU) 2015/848 steht dieses Beschwerderecht auch den Gläubigern zu. Die Frist beginnt mit der Zustellung satisfy- bzw. Veröffentlichung der Entscheidung.

Insolvenz der Wooden Deutschland GmbH in Mainz eröffnet

Über das Vermögen der wooden Deutschland GmbH ist am Montag, den 7. September 2026, um 16:00 Uhr offiziell das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Dies entschied das Amtsgericht Mainz unter dem Aktenzeichen 280 IN 157/26. Das Unternehmen mit Sitz in der Flugplatzstraße 31 in 55126 Mainz (HRB 51840) wird durch den Liquidator A. Herle vertreten.

Bestellung des Insolvenzverwalters der Wooden Deutschland GmbH

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Stefan Roßkopf bestellt. Gläubiger und Geschäftspartner werden gebeten, die Korrespondenz und Ansprüche über die beauftragte Kanzlei abzuwickeln:

Adresse: c/o Neussel KPA, Kaufmannshof 1, 55120 Mainz
Telefon: 06131-626080
Telefax: 06131-6260813
E-Mail: kanzlei@neusselkpa.de

Personen oder Unternehmen, die Verpflichtungen gegenüber der Schuldnerin haben, werden aufgefordert, Zahlungen oder Leistungen ab sofort ausschließlich an den Insolvenzverwalter zu erbringen (§ 28 Abs. 3 InsO).

Wichtige Fristen für Gläubiger und Prüfungsstichtag

Die Gläubiger der Gesellschaft sind aufgerufen, ihre Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) bis spätestens zum 9. November 2026 schriftlich beim Insolvenzverwalter anzumelden. Der Anmeldung sind Rechnungen, Urkunden und sonstige Belege beizufügen. Zudem müssen dem Verwalter etwaige Sicherungsrechte an beweglichen Sachen oder Rechten unverzüglich mitgeteilt werden.

Das Insolvenzgericht führt das Verfahren gemäß § 5 Abs. 2 S. 1 InsO im schriftlichen Verfahren durch. Als Stichtag, der dem Berichts- und Prüfungstermin entspricht, wurde der 7. Dezember 2026 festgelegt. Bis zu diesem Datum müssen eventuelle Widersprüche gegen Forderungen oder Anträge (unter anderem zur Person des Verwalters, zur Verwertung der Insolvenzmasse oder zur Fortführung bzw. Stilllegung des Unternehmens) schriftlich beim Amtsgericht Mainz eingegangen sein. Die Insolvenztabelle sowie die Anmeldungsunterlagen liegen nach Ablauf der Anmeldefrist in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts zur Einsicht aus.

Entdeckungsreisen zwischen Wasserwelten und Erlebnisholzkugel

Oberpfälzer Wald – Ein gelungener Urlaub mit der gesamten Familie verlangt nach den passenden Zutaten: Erholung für die Erwachsenen, abwechslungsreiche Abenteuer für die Kinder, ein hohes Maß an Spontanität und im besten Fall eine Naturkulisse, die abseits von überlaufenen Touristenzentren zum Durchatmen einlädt. Wer nach genau dieser Kombination sucht, wird in Süddeutschland fündig. Die Region Oberpfälzer Wald, oft auch als das „grüne Dach Europas“ bezeichnet, erstreckt sich direkt entlang des bayerisch-böhmischen Grenzgebiets und gilt als absoluter Geheimtipp für naturnahe Erlebnisse. Zwischen weitläufigen Waldlandschaften, geschichtsträchtigen Burgruinen, idyllischen Kleinstädten und imposanten Wasserwelten finden Groß und Klein historische Pfade. Auf diesen Spuren von ehemaligen Salzhändlern, Pilgern und Schmugglern lassen sich Naturerfahrungen flexibel mit sportlichen Aktivitäten verbinden.

Naturerlebnis im „Land der tausend Teiche“

Ein wesentlicher Vorzug für die Urlaubskasse liegt in der Zugänglichkeit der regionalen Attraktionen: Sehr viele Ausflugsziele in der Region Oberpfälzer Wald sind komplett kostenfrei zugänglich und erlauben eine wetterunabhängige wie auch spontane Tagesgestaltung. Ein besonderes Highlight bildet in diesem Zusammenhang das sogenannte „Land der tausend Teiche“, auch bekannt als die Tirschenreuther Teichpfanne. Hier erstreckt sich eine einmalige Kulturlandschaft mit rund 4.700 einzelnen Teichen und Gewässern.

Mitten in dieser gewaltigen Wasserwelt ragt die architektonisch eindrucksvolle „Himmelsleiter“ empor. Das imposante Bauwerk bringt es auf eine Gesamtlänge von 70 Metern sowie eine Höhe von 20 Metern. Nach dem Aufstieg über genau 100 Stufen belohnt die Aussichtsplattform die Besucherinnen und Besucher mit einem Panoramablick über das gesamte Areal. Erreichbar ist das Bauwerk bequem über ein Netz aus gut ausgeschilderten und familienfreundlichen Rad- und Wanderwegen.

Nur unweit entfernt, im Süden der Stadt Mitterteich, wartet zudem die Erlebniswelt Waldnaabaue. Ein speziell gestalteter Walderlebnispfad, Barfußstrecken sowie ein integrierter Bike- und Kletterparcours bieten Kindern Raum, sich auszutoben und die Flora und Fauna spielerisch zu erkunden.

Freizeitspaß und Action an den regionalen Badeseen

Neben ausgedehnten Erkundungstouren an Land kommen auch Wassersportler voll auf ihre Kosten. Der Steinberger See, welcher den größten See der gesamten Oberpfalz darstellt, verbindet ruhige Erholungszonen mit modernen Fun-Sport-Angeboten. Von klassischen Aktivitäten wie Schwimmen und Segeln bis hin zu Stand-up-Paddling und Windsurfen bietet die Wasserfläche vielseitige Möglichkeiten für jedes Alter.

Direkt am Ufer des Sees liegt der „inMotion Park“, dessen absolutes Wahrzeichen eine rund 40 Meter hohe, begehbare Erlebnisholzkugel ist. Ergänzt wird die Konstruktion durch eine im Kern befindliche Riesenrutsche sowie einen Abenteuerspielplatz und einen abwechslungsreichen Hochseilgarten.

Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Anspruch

Ebenso vielfältig wie das Freizeitangebot präsentiert sich das Gastgewerbe. Ob familiär geführte Hotels, gemütliche Ferienwohnungen oder über 70 zertifizierte Ferienhöfe für „Urlaub auf dem Bauernhof“ – Familien haben die freie Auswahl. Auf den Bauernhöfen können Kinder den Hofalltag hautnah miterleben und beim Füttern von Kleintieren wie Hasen, Hühnern oder Alpakas mithelfen.

Für Campingbegeisterte bietet sich beispielsweise der ganzjährig geöffnete Campingplatz am Gaisweiher an. Direkt am Wasser gelegen, ermöglicht dieser nicht nur einen unverbauten Blick auf die umliegenden Hügelketten und die nahe gelegene Burgruine Flossenbürg, sondern verfügt auch über einen eigenen Piraten-Wasser-Spielplatz, Beachvolleyballfelder sowie einen Bootsverleih.

Wer seinen nächsten Aufenthalt planen möchte, findet umfangreiches Infomaterial, Kartenmaterial und Unterkunftsverzeichnisse auf der offiziellen Webpräsenz der Tourismusgemeinschaft unter www.oberpfaelzerwald.de/familie. Die Region Oberpfälzer Wald beweist damit eindrucksvoll, dass ein abwechslungsreicher Natur- und Erholungsurlaub für Groß und Klein direkt vor der Haustür liegt.

Mainzer OB Nino Haase zur Mainzer Verkehrsplanung

Mainz: „Verkehrsplanung muss heute anders gedacht werden als noch vor zehn Jahren. Dabei muss die Mainzer Innenstadt weiterhin attraktiv und erreichbar für alle bleiben“, sagt Oberbürgermeister Nino Haase. Dazu gehören für ihn sichere Fuß- und Radwege, gut erreichbare Parkhäuser und verkehrsberuhigte und auch verkehrsfreie Flächen, die entscheidend zur Lebensqualität aller Mainzer:innen beitragen.

Ein großes Problem für den Verkehr in der Innenstadt war zuletzt die Baustelle der Mainzer Netze Ecke in der Umbach – zwischen Großer Bleiche und Großer Langgasse. Diese kam fast zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Straßenbahn in der sanierten Binger Straße und der Einführung des „Modalfilters“ in der Großen Bleiche. Hierbei vermischten sich mehrere Effekte und wirkten sich massiv auf den Verkehrsfluss aus.

„Die großen Maßnahmen aus Richtung Hauptbahnhof sind nun geschafft und die Erreichbarkeit hat sich massiv verbessert. Die Maßnahme in der Holzhofstraße dauert noch bis zum Herbst an – dann kann man auch dort durchatmen. Wir werden die nächsten Jahre noch viele Baustellen in allen deutschen Städten, gerade in den alten Bundesländern, sehen: Die Infrastruktur muss überall mehr oder minder zeitgleich erneuert werden, dazu kommen der Ausbau von nachhaltiger Fernwärme, Breitband und ÖPNV. Das wird noch viel Geduld abverlangen, aber gleichzeitig garantieren wir so zukunftsfähige Städte“, so Nino Haase.

Nino Haase: „Die Baustellen für Glasfaser- und Fernwärmenetze müssten dabei oft innerhalb kurzer, gesetzlich festgelegter Fristen zugelassen werden“

Rund 3500 Baustellen pro Jahr zähle die Stadt Mainz, wobei die Stadt selbst zumeist nicht Auftraggeberin sei. „Natürlich koordiniert die Verkehrsverwaltung die großen von uns beauftragten Maßnahmen frühzeitig und man kann sich darüber aktuell auf unserer Homepage informieren. But bei dieser Masse und der Kurzfristigkeit ist eine perfekte Koordinierung schlicht nicht immer möglich“, betont Haase.

Mit dem nun erfolgten Abschluss der Arbeiten an der Umbach geht Mainz – nach der Münsterplatzbaustelle und der Einführung des Modalfilters – erstmals in den Normbetrieb über. „Wir gleichen natürlich die neuen Verkehrsdaten mit den vorher berechneten Modellen ab und gehen von einer Normalisierung der Verkehre im Bleichenviertel/Kaiserstraße aus“, resümiert Oberbürgermeister Haase.

„Verkehrsplanung muss heute ausgewogener erfolgen, als in der Vergangenheit – mit einem stärkeren Fokus auf den ÖPNV, den Radverkehr und die Fußgänger. Aber natürlich wird auch der Autoverkehr weiterhin berücksichtigt. Mainz soll weiter für alle erreichbar und lebenswert bleiben – aber in einer wachsenden Stadt wachsen nunmal nicht die verfügbaren Flächen, weshalb flächenschonendere Verkehrsarten wie ÖPNV oder Radverkehr stärker berücksichtigt werden müssen als in den vergangenen Jahrzehnten. Dazu erheben wir objektive Verkehrsdaten und werden diese auch kommunizieren.“

Im September startete die Stadtverwaltung eine umfangreiche Datenerhebung zum „Modalfilter“, um dessen Wirksamkeit zu prüfen, neu entstandene Verkehrsströme zu beobachten und die weitere Entwicklung anhand einer belastbaren Datengrundlage bewerten zu können. Nach der Datenauswertung können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, wie etwa die Anpassung von Ampelphasen oder Beschilderungen.

Haase abschließend: „Das Projekt Modalfilter wird mit Kameras und Zählgeräten nachverfolgt, um detaillierte Erkenntnisse zu veränderten Strömen und Belastungen zu erheben. Anschließend werden diese Zahlen analysiert und bewertet. Verkehrsplanung erfolgt – auch in Mainz – datenbasiert auf der Basis erhobener Verkehrskennziffern.“

Zudem hat die Stadtverwaltung die Zusammenarbeit von Baustellenmarketing und Baustellenmanagement überarbeitet. Für das Marketing ist die Wirtschaftsförderung zuständig, für das Management Straßenverkehrsbehörde. OB Nino Haase: „Beide Hände müssen ineinandergreifen und Betroffene wie den Einzelhandel und Anwohner in den Lichtkegel rücken, wann immer dies geht.“

Sophia Heidenreich ist neue Rheinhessische Weinkönigin

Rheinhessen hat eine neue Weinkönigin: Beim Festival der Weinmajestäten am 12. September 2026 in der kING Kultur- und Kongresshalle Ingelheim wurde Sophia Heidenreich zur Rheinhessischen Weinkönigin gewählt. Die beiden weiteren Finalistinnen Jeanette Goldschmidt und Lisa Wolf werden Rheinhessen im Amtsjahr 2026/2027 als gleichgestellte Weinprinzessinnen vertreten.

Vor 400 Anwesenden – darunter Gäste, Jurymitglieder und die Fanclubs der Finalistinnen – überzeugten Jeanette Goldschmidt aus Worms-Pfeddersheim, Sophia Heidenreich aus Harxheim und Lisa Wolf aus Schwabenheim mit Weinwissen, Persönlichkeit und einem sicheren Auftritt auf der Bühne.

Drei Persönlichkeiten für Rheinhessen

Die 24-jährige Sophia Heidenreich aus Harxheim studiert Deutsch und Biologie auf Gymnasiallehramt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Als anerkannte Beraterin für Deutschen Wein und ehemalige Harxheimer Weinprinzessin bringt sie fundiertes Weinwissen und Erfahrung in der Repräsentation ihrer Heimatregion mit. Darüber hinaus unterstützt sie ein Harxheimer Weingut bei Veranstaltungen, in der Gutsschänke und in der Social-Media-Kommunikation.

Die 24-jährige Jeanette Goldschmidt aus Worms-Pfeddersheim ist im elterlichen Öko-Weinbaubetrieb aufgewachsen und unterstützt dort regelmäßig bei Veranstaltungen. Nach ihrer Ausbildung zur Logopädin studierte sie ausbildungsintegriert Gesundheit und Pflege mit dem Schwerpunkt Pädagogik. Von 2022 bis 2024 repräsentierte sie ihren Heimatort als Pfeddersheimer Marktfraa. Heute betreut sie die örtlichen Weinmajestäten „Marktfraa & Winzerborsch“.

Die 25-jährige Lisa Wolf aus Schwabenheim bereitet sich seit Juli 2026 auf den festen Einstieg in das elterliche Weingut vor. Im Mai schloss sie ihre Ausbildung zur Prüferin für Qualitätsweine bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ab. Unternehmerische Erfahrung sammelte sie zuvor mit ihrem eigenen Betrieb „Lisas glückliche Hühner“. Durch ein Auslandsjahr in den USA und eine längere Reise durch Mittel- und Südamerika bringt sie zudem internationale Erfahrung und umfassende Sprachkenntnisse mit.

„Unsere neuen Weinmajestäten übernehmen in einer für die Weinwirtschaft anspruchsvollen Zeit eine wichtige Aufgabe. Sie vermitteln die Herkunft und Qualität unserer Weine ebenso wie die Arbeit der Winzerinnen und Winzer persönlich und glaubwürdig. Mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und eigenen Perspektiven werden sie Rheinhessen im kommenden Jahr engagiert vertreten“, sagt Stefan Braunewell, Vorstandsvorsitzender von Rheinhessenwein e.V.

Weinwissen, Persönlichkeit und Spontaneität gefragt

Am Nachmittag hatte sich die Jury in einer internen Befragung ein Bild von der fachlichen Qualifikation und der Persönlichkeit der Finalistinnen gemacht. Im Abendprogramm gaben die drei Frauen in persönlichen Home-Stories Einblicke in ihr Leben und ihre Heimat, präsentierten Weine und lösten verschiedene Aufgaben rund um Wein, Land und Leute. Dabei waren neben Fachwissen auch Spontaneität, Geschick und Bühnenpräsenz gefragt.

Durch das Programm führte Tobias Bieker. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte das Duo „reLounge“.

Abschied nach einem Jahr für Rheinhessen

Bevor das neue Majestäten-Trio gekürt wurde, verabschiedete Rheinhessenwein die bisherige Weinkönigin Kathrin Knierim und die beiden Weinprinzessinnen Charlotte Dürk und Jil Kleber. Ein Jahr lang hatten sie Rheinhessen und seine Weine bei zahlreichen Veranstaltungen und Begegnungen vertreten. Stefan Braunewell dankte ihnen für ihren Einsatz und ihr Engagement.

Kathrin Knierim übergab die Krone anschließend an Sophia Heidenreich und wünschte dem neuen Trio einen erfolgreichen Start in das Amtsjahr 2026/2027.

Für ihre Termine erhält die neue Rheinhessische Weinkönigin ein VW T-Roc Cabrio als Dienstwagen. Das Fahrzeug wird von der Rheinhessischen Energie- und Wasserversorgung in Ingelheim zur Verfügung gestellt.

Im kommenden Jahr werden Sophia Heidenreich, Jeanette Goldschmidt und Lisa Wolf Rheinhessen bei Weinveranstaltungen, Branchenterminen und öffentlichen Auftritten vertreten. Dabei geben sie den Weinen der Region ebenso ein Gesicht wie den Menschen, die dahinterstehen.

Brandmauer gegen Rechts: Demonstration in Mainz fordert geschlossenes Handeln

Als Reaktion auf das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gingen am heutigen Samstag hunderte Bürgerinnen und Bürger in Mainz auf die Straße, BYC-NEWS war vor Ort und hat die Veranstalter begleitet.

Unter dem Motto „Zeit zum Handeln: Gemeinsam für Demokratie“ folgte der Protest dem Aufruf der Initiative „Mainz for Democracy“. Bei gutem Spätsommerwetter prägten selbstgebastelte Pappschilder und deutliche Mahnungen aus Zivilgesellschaft und Gewerkschaften das Bild in der Innenstadt.

Die Brandmauer: Protest ohne Parteifahnen

Die Demonstrantinnen und Demonstranten brachten ihre Anliegen mit zahlreichen selbstgebastelten Pappschildern zum Ausdruck. Um den überparteilichen Charakter der Kundgebung zu unterstreichen, hatte das Bündnis im Vorfeld darum gebeten, auf Parteifahnen und parteipolitische Symbole zu verzichten.

Auf dem Weg durch die Stadt hallte eine Vielzahl lautstarker Sprechchöre durch die Gassen, mit denen die Teilnehmenden Haltung zeigten. „Demokratie ist kein Zustand, sie ist eine tägliche Aufgabe für uns alle“, betonte eine Teilnehmerin am Rande des Zugs. Ein anderer Demonstrant ergänzte: „Schweigen ist keine Option mehr, wenn Grundrechte infrage gestellt werden.“

Der Zug steuerte schließlich den Gutenbergplatz an. Dort schlossen sich die Teilnehmenden von „Mainz for Democracy“ der Demonstration des bundesweiten Bündnisses „PRÜF mal“ an. Auf dem Platz mündeten die Aufzüge in einer gemeinsamen Kundgebung, die explizit die verfassungsrechtliche Überprüfung und das Verbot rechtsextremer Parteien forderte. „Es geht hier nicht um Parteipolitik, sondern um das Fundament unseres Zusammenlebens“, brachte es eine weitere Teilnehmerin auf den Punkt.

Klare Positionen bei Redebeiträgen

In den zentralen Kundgebungsbeiträgen betonten die Rednerinnen und Redner der Initiative unter dem Motto „Zeit zum Handeln“, wie dringlich zivilgesellschaftliches Engagement nach den jüngsten Wahlen ist. Es reiche nicht aus, Demokratie nur passiv zu verwalten, sie müsse aktiv verteidigt und im Alltag gelebt werden.

Verstärkung erhielten die Veranstalter unter anderem durch einen Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). In seinem Beitrag unterstrich er, dass soziale Gerechtigkeit, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Demokratie untrennbar miteinander verwoben sind. Rechtspopulistische Spaltungsversuche gefährdeten nicht nur den gesellschaftlichen Frieden, sondern auch den sozialen Zusammenhalt in den Betrieben und Kommunen.

Neue Spur im Mordfall an einer Joggerin in Lampertheim

Im Mordfall einer 36-jährigen Joggerin aus Lampertheim gibt es möglicherweise eine neue Spur. Die Frau war am 16. September 2024 während eines Laufes in einem Waldgebiet getötet worden. Nachdem der Fall erneut in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ vorgestellt wurde, gingen nach Angaben des Hessischen Rundfunks (HR) rund 40 neue Hinweise bei den Ermittlern ein.

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf eine DNA-Spur, die am Opfer gesichert wurde. Diese könnte zu einem Verwandten eines rumänischen Saisonarbeiters führen.

Neue Hinweise im Mordfall in Lampertheim – DNA-Spur könnte zu Verwandtem des Täters führen

Wie der HR berichtet, hat „Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne bestätigt, dass die am Opfer gefundene DNA teilweise mit dem Erbgut eines rumänischen Saisonarbeiters übereinstimme. „Die müssen eine gemeinschaftliche Verwandtschaftslinie über die Vaterlinie gehabt haben“, so Cerne zum HR.

Damit könnte die Spur auf einen männlichen Verwandten des Saisonarbeiters hindeuten. Ob sich daraus tatsächlich ein konkreter Tatverdacht ergibt, ist derzeit nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt wollte die Angaben laut Medienbericht nicht kommentieren.

Die nach der Fernsehsendung eingegangenen Hinweise werden derzeit von den Ermittlern ausgewertet.

Rückblick: Die Joggerin wurde mit drei Messerstichen getötet

Die 36-Jährige hatte am 16. September 2024 ihr Auto auf einem Parkplatz abgestellt, um im angrenzenden Waldgebiet joggen zu gehen. Rund 800 Meter vom Parkplatz entfernt wurde sie später tot an einem Waldweg zwischen Bäumen und Ästen gefunden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde die zweifache Mutter mit drei Messerstichen getötet. Die Hintergründe und der genaue Ablauf der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Polizei führte Massengentest mit mehr als 1.000 Männern durch

Bereits Ende 2024 hatten die Ermittler einen umfangreichen DNA-Massentest durchgeführt. Insgesamt wurden nach Angaben aus dem vorliegenden Bericht 1.117 Männer zur Abgabe einer DNA-Probe aufgefordert beziehungsweise beprobt.

Ob die nun bekannt gewordene DNA-Spur im Zusammenhang mit diesem Massengentest steht und ob die Ermittler dadurch auf den möglichen Verwandten aufmerksam wurden, ist bislang nicht öffentlich bestätigt. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich hierzu ebenfalls nicht.

Nach Angaben des HR richtet sich der Blick der Ermittler nun auch auf landwirtschaftliche Betriebe. Diese werden demnach gebeten, sich bei der Polizei zu melden, wenn 2024 Saisonarbeiter unerwartet oder kurzfristig abgereist sein sollten.

Die neuen Hinweise sowie die DNA-Spur werden derzeit ausgewertet. Ob sich daraus ein konkreter Tatverdacht gegen eine bestimmte Person ergibt, ist weiterhin offen.

Spekulationsverluste belasten Krankenkassen und Beitragszahler

Den gesetzlichen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland droht ein finanzielles Fiasko: Durch verunglückte Investmentgeschäfte in der Niedrigzinsphase stehen gigantische Summen auf dem Spiel.

Allein für die bundesweiten Kassen beziffert die Bundesregierung das Risikovolumen inzwischen auf rund 1,1 Milliarden Euro. Der Druck auf Politik und Aufsichtsbehörden wächst.

Die Nachrichten um die Beitragsgelder von Millionen gesetzlich Versicherten sorgen für enorme Unruhe. Um in Zeiten der Nullzinspolitik Renditen zu erwirtschaften, investierten zahlreiche Krankenkassen sowie Kassenärztliche Vereinigungen erhebliche Summen in komplexe Finanzprodukte, geschlossene Fonds und immobilienbesicherte Schuldscheindarlehen. Wie aus aktuellen Auswertungen der Bundesregierung hervorgeht, erweisen sich diese Investments nun als hochgradig ausfallgefährdet.

Ausmaß deutlich größer als angenommen

Die Bilanzen der Betroffenen offenbaren bereits jetzt erhebliche Schäden. Bis Ende 2025 mussten Krankenkassen bereits Wertberichtigungen und Abschreibungen in Höhe von rund 400 Millionen Euro vornehmen. Doch das volle Ausmaß zeigt sich erst jetzt: Weitere Risikopositionen im Wert von über 700 Millionen Euro gelten als leistungsgestört und drohen in den Bilanzen endgültig zu verpuffen.

Besonders brisant: In etlichen Fällen flossen zweistellige Millionenbeträge in hochriskante Immobilienprojekte, deren Pfandobjekte und Grundstücke völlig überbewertet waren. Durch die Krise am Gewerbeimmobilienmarkt stehen diese Darlehen nun vor dem Totalausfall.

Haben die Aufsichtsbehörden versagt?

Der Skandal wirft schwerwiegende rechtliche Fragen auf. Nach § 80 des vierten Sozialgesetzbuches (SGB IV) sind Sozialversicherungsträger gesetzlich verpflichtet, das Beitragsgeld ihrer Versicherten so anzulegen, dass ein Verlust der Mittel praktisch ausgeschlossen ist.

Dass trotz dieser klaren Schutzvorschriften hohe Renditen angestrebt wurden, ein eindeutiges Signal für Hochrisikogeschäfte, sorgt für Entsetzen bei Patienten- und Beitragszahlervertretungen. Während Kassen nun juristische Schritte gegen Fondsanbieter und Berater einleiten, steht auch die Rolle der Bundes- und Landesaufsichtsbehörden auf dem Prüfstand, die diese Anlagestrategien jahrelang gewähren ließen.

Politische Konsequenzen wegen drohender Spekulationsverluste

Die Bundesregierung kündigte als Reaktion an, die gesetzlichen Zügel für die Finanzgeschäfte im Gesundheitswesen drastisch anzuziehen. Ab 2027 soll der Abschluss bestimmter Formen von Schuldscheindarlehen für Kassen und Kassenärztliche Vereinigungen komplett untersagt werden.

Für die Versicherten kommt diese Einsicht jedoch spürbar zu spät. Während die gesetzlichen Krankenkassen aufgrund stark steigender Leistungsausgaben im Gesundheitssystem vor massiven Finanzlöchern stehen und Zusatzbeiträge anheben müssen, verbrennen hunderte Millionen Euro an Beitragsgeldern an den Finanzmärkten.

Bauarbeiten im Kurt-Schumacher-Ring in Rüsselsheim

Im Kurt-Schumacher-Ring in Rüsselsheim stehen ab Montag, 21. September 2026, umfangreiche Straßenbauarbeiten an. Die Stadt erneuert einen rund 130 Meter langen Teilabschnitt unterhalb der Brücke Oppenheimer Straße in Fahrtrichtung Darmstädter Straße. Für die Arbeiten muss der rechte Fahrstreifen gesperrt werden.

Verkehr im Kurt-Schumacher-Ring in Rüsselsheim wird über die Gegenfahrbahn geleitet

Während der Bauarbeiten wird der Verkehr voraussichtlich bis Mitte Oktober einspurig auf die Gegenfahrbahn geleitet und an der Baustelle vorbeigeführt. Der Zeitraum kann sich abhängig von der Witterung verlängern.

Die Stadt bittet Verkehrsteilnehmende, sich auf die veränderte Verkehrsführung und mögliche Behinderungen im Bereich der Baustelle einzustellen.

Fahrbahn weist Schäden bis in tiefere Schichten auf

Grund für die Arbeiten ist der Zustand des betroffenen Straßenabschnitts. Nach Angaben der Stadt ist der Fahrbahnbelag dort nicht nur an der Oberfläche beschädigt, sondern bis in die unteren Schichten brüchig. Sichtbar sind unter anderem Schlaglöcher und zahlreiche Netzrisse.

Eine reine Reparatur der Oberfläche reicht deshalb nicht aus. Stattdessen wird die Fahrbahn in dem 130 Meter langen Abschnitt grundhaft erneuert.

Als Ursachen für die Schäden nennt die Stadt eine Kombination aus fortgeschrittener Materialalterung, einer erhöhten Verkehrsbelastung sowie Frosteinwirkungen während der vergangenen Winter.

Grundhafte Sanierung soll weitere Schäden verhindern

Mit der grundhaften Erneuerung soll die Fahrbahn langfristig stabilisiert werden. Nach Einschätzung der Stadt können dadurch aufwendigere und kostenintensivere Reparaturen in der Zukunft vermieden werden.

Gleichzeitig soll die Maßnahme dazu beitragen, größere Schäden am Straßenabschnitt zu verhindern und die vorhandene Infrastruktur dauerhaft zu erhalten.

Die Stadt Rüsselsheim bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Bauarbeiten und die damit verbundenen Beeinträchtigungen.

Armin Laschet wirft CDU-Ministerpräsidenten mangelnde Solidarität vor

Nach den Ergebnissen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treten die innerparteilichen Spannungen innerhalb der Union offen zu Tage, der ehemalige CDU-Vorsitzende Armin Laschet kritisiert die CDU-Ministerpräsidenten scharf für ihren Umgang mit Bundeskanzler Friedrich Merz und wirft den Länderchefs fehlende Geschlossenheit und mangelnden Rückhalt in schwierigen Zeiten vor. Die Stimmung an der Unionsspitze ist sichtlich angespannt.

Nach dem Wahlabend in Sachsen-Anhalt sorgt eine Wortmeldung des früheren Kanzlerkandidaten Armin Laschet für erhebliche Unruhe innerhalb der CDU. Im Zentrum seiner Kritik steht das Verhalten der Unions-Länderchefs gegenüber dem Parteivorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz.

Parteipolitik auf dem Prüfstand: Die Vorwürfe von Armin Laschet gegen die Länderchefs

Armin Laschet bemängelt öffentlich, dass mehrere CDU-Ministerpräsidenten am Wahlabend der entscheidenden Präsidiumssitzung der Partei ferngeblieben sind. Anstatt Kanzler Friedrich Merz in einer politisch herausfordernden Lage demonstrativ den Rücken zu stärken, hätten sich führende Landespolitiker entzogen.

Aus Sicht des Ex-Parteichefs offenbart dieses Verhalten ein tiefgreifendes Problem in der Führungskultur der Partei. Wer in erfolgreichen Zeiten die Nähe zur Parteispitze suche, müsse auch in stürmischen Phasen Verlässlichkeit und Teamgeist zeigen.

Wahlergebnis erhöht den Druck auf die Union

Die Kritik fällt in eine Phase, in der die Union mit den politischen Folgen der jüngsten Wahlergebnisse auf Landesebene ringt. Der Druck auf die Bundespartei und Kanzler Merz ist spürbar gewachsen.

Dass prominente Vertreter der Parteipolitik aus den Bundesländern auf Distanz gehen, wird im Berliner Betrieb als Warnsignal gewertet. Experten sehen darin das Symptom einer zunehmenden Entfremdung zwischen den Landesverbänden und der Parteizentrale im Konrad-Adenauer-Haus.

Debatte über Geschlossenheit der CDU

Laschets öffentlicher Tadel legt offen, dass die Geschlossenheit der CDU derzeit auf einer Wackelprobe steht. Für Bundeskanzler Friedrich Merz bedeutet die Debatte eine zusätzliche Belastung, da er nicht nur die Arbeit der Koalition koordinieren, sondern auch das eigene Parteigefüge stabilisieren muss.

Ob die Kritik Laschets zu einer Neuausrichtung und wieder mehr Disziplin innerhalb der Ministerpräsidentenkonferenz führt, bleibt abzuwarten.

Gordon Schnieder kündigt Deutschtests für Vierjährige an

Als Konsequenz aus dem historischen Tiefstand deutscher Schülerergebnisse der aktuellen PISA-Studie kündigt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) eine spürbare Verschärfung der Vorschuldiagnostik an. Künftig sollen bereits viereinhalbjährige Kinder in Rheinland-Pfalz verpflichtende Tests zu Sprachkompetenz und Grundfähigkeiten absolvieren. Ziel ist es, Defizite vor dem ersten Schultag gezielt auszugleichen.

Das desaströse Abschneiden deutscher Jugendlichen im internationalen Bildungsvergleich führt zu ersten handfesten bildungspolitischen Reformvorschlägen auf Landesebene. Um der Negativentwicklung entgegenzuwirken, nimmt die Landesregierung von Rheinland-Pfalz nun die frühkindliche Bildung in den Blick.

Gordon Schnieder – Probleme sollen bereits vor der Einschulung erkannt werden

Ministerpräsident Gordon Schnieder betonte im Zuge der aktuellen Debatte, dass die Probleme vieler Schülerinnen und Schüler nicht erst in den weiterführenden Schulen entstehen, sondern bereits beim Betreten der Grundschule sichtbar werden. Sehr viele Erstklässler wiesen bei der Einschulung keine ausreichende Grundschulreife auf.

Neben der unabdingbaren Voraussetzung, dass Kinder beim Schuleintritt die deutsche Sprache beherrschen müssen, fehlen nach Beobachtung des Landespolitikers zunehmend auch grundlegende praktische Fähigkeiten. Das korrekte Halten eines Stiftes, der Umgang mit der Schere oder das selbstständige Binden von Schnürsenkeln stellen für immer mehr Schulanfänger eine Überforderung dar.

Pflichtprüfungen für Viereinhalbjährige

Um diesem Trend entgegenzuwirken, setzt Mainz auf ein flächendeckendes Testverfahren für Vorschulkinder. Bereits im Alter von viereinhalb Jahren sollen die sprachlichen und motorischen Fertigkeiten der Kinder systematisch erfasst werden. Der Ansatz der Landesregierung folgt dabei einer klaren Logik: „Wir müssen vorne anfangen, damit wir hinten raus nicht reparieren müssen“, stellte Schnieder klar.

Werden bei den Überprüfungen Defizite festgestellt, soll verbleibende Zeit bis zur Einschulung genutzt werden, um die Kinder in Kitas oder speziellen Förderprogrammen gezielt auf den Schulalltag vorzubereiten. Wer in die Schule kommt, müsse dem Unterricht von Tag eins an folgen können.

Strukturreformen gefordert

Gordon Schnieder unterstrich, dass Deutschland als rohstoffarmes Land zwingend auf die bestmögliche Bildung seiner Kinder angewiesen sei. Neben den geplanten Sprachtests in Rheinland-Pfalz zeigte er sich offen für einen nationalen Bildungsgipfel, um länderübergreifende Standards und Reformen voranzutreiben.

Für Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher in Rheinland-Pfalz bedeutet der Vorstoß, dass der Übergang von der Kita in die Grundschule künftig verbindlicher und stärker diagnostisch begleitet wird. Ob die angekündigten Tests und anschließenden Fördermaßnahmen ausreichen, um den Folgen des PISA-Schocks nachhaltig zu begegnen, wird von der konkreten personellen und finanziellen Ausstattung der Kitas und Grundschulen im Land abhängen.

Labormobil untersucht Brunnenwasser in Ingelheim

Am Montag, 21. September 2026, macht das Labormobil des Vereins VSR-Gewässerschutz von 15 bis 17 Uhr auf dem Sebastian-Münster-Platz in Ingelheim Station. Matthias Ahlbrecht und Georg Stücker nehmen dort die Wasserproben von Brunnenbesitzern entgegen und informieren über die Ergebnisse.

Untersuchung von Brunnenwasser in Ingelheim auf Nitrat, Säure und Salz

Ein eigener Gartenbrunnen kann gerade in trockenen Sommermonaten eine Möglichkeit sein, Leitungswasser beim Gießen von Pflanzen einzusparen. Gleichzeitig lässt sich ohne eine Untersuchung nicht zuverlässig einschätzen, welche Belastungen das Wasser enthält. Der VSR-Gewässerschutz bietet deshalb erneut die Möglichkeit, Brunnenwasser vor Ort analysieren zu lassen.

Für eine Beteiligung von zwölf Euro untersucht der VSR-Gewässerschutz zunächst den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt des Brunnenwassers. Die Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer nach Angaben des Vereins bereits am Ende der Aktion am Informationsstand.

Darüber hinaus können gegen eine zusätzliche Kostenbeteiligung weitere Parameter untersucht werden. Dadurch soll sich beispielsweise feststellen lassen, ob das Wasser für das Gießen von Gemüse geeignet ist oder zum Befüllen von Planschbecken und Teichen verwendet werden kann.

„Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Matthias Ahlbrecht.

Auch die Frage, ob Brunnenwasser im Notfall zum Trinken verwendet werden könnte, kann Gegenstand einer weitergehenden Untersuchung sein. „Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Georg Stücker.

Die Ergebnisse dieser zusätzlichen Untersuchungen werden den Brunnenbesitzern in einem ausführlichen Gutachten per Post zugesendet.

So wird die Wasserprobe vorbereitet

Für die Untersuchung muss das Brunnenwasser bereits vorab in einer geeigneten Flasche abgefüllt werden. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt dafür eine 0,5-Liter-Mineralwasserflasche aus Kunststoff.

„Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen ohne den Deckel oder Flasche von innen zu berühren“, ergänzt Matthias Ahlbrecht.

Die gefüllte Flasche kann anschließend am Labormobil auf dem Sebastian-Münster-Platz abgegeben werden.

Verein informiert über Grundwasser und Wassernutzung

Neben den Wasseranalysen möchte der VSR-Gewässerschutz bei seinem Termin auch über die Qualität des Grundwassers und einen nachhaltigen Umgang mit Wasser informieren.

„Brunnennutzer haben das gleiche Ziel wie wir: Unbelastetes Grundwasser“, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

Nach Angaben des Vereins werden die Ergebnisse der Brunnenwasseranalysen ausgewertet und mit regionalen landwirtschaftlichen Daten abgeglichen. Die aktuellen Messergebnisse aus dem Kreis Mainz-Bingen stellt der VSR-Gewässerschutz auf seiner Internetseite zur Verfügung.

Auch die Ursachen möglicher Belastungen sollen dabei thematisiert werden. Der Verein möchte nach eigenen Angaben dazu beitragen, dass Brunnenbesitzer über die Wasserqualität informiert sind und die Nutzung des eigenen Brunnenwassers entsprechend einschätzen können.

Regenwasser kann zur Grundwasserneubildung beitragen

Ein weiterer Schwerpunkt des Informationsangebots ist die Versickerung von Regenwasser auf privaten Grundstücken. Nach Angaben des VSR-Gewässerschutzes sinken vielerorts die Grundwasserspiegel. Regenwasser, das in niederschlagsreichen Monaten versickert, kann demnach zur Auffüllung des Grundwassers beitragen.

„Niederschlag, der in regenreichen Monaten versickert, füllt das Grundwasser wieder auf. Es wird Wasser für trockene Monate gespeichert. In Dürreperioden sind Gartenbesitzer froh, wenn sie auf das Wasser aus dem eigenen Brunnen zurückgreifen können“, erklärt Susanne Bareiß-Gülzow.

Am Informationsstand gibt der Verein deshalb auch Tipps, wie Wasser im eigenen Garten möglichst nachhaltig genutzt werden kann.

Wer Fragen zur Wasserqualität hat, kann sich zudem telefonisch an die Gewässerexperten des Vereins wenden. Die Beratung findet donnerstags von 10 bis 14 Uhr unter 02831 9763342 statt.

Raubüberfall auf Lebensmittelgeschäft in Mainz-Laubenheim

Ein Lebensmittelgeschäft in Mainz-Laubenheim ist am Donnerstagabend, 10. September 2026, zum Tatort eines Raubüberfalls geworden. Gegen 20.40 Uhr bedrohte ein bislang unbekannter Täter einen Mitarbeiter und erzwang dadurch die Herausgabe von Geld.

Polizei sucht nach unbekanntem Täter nach Überfall in Mainz-Laubenheim

Die näheren Umstände der Tat sind derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei können zum aktuellen Zeitpunkt keine weiteren Informationen zum Ablauf veröffentlicht werden.

Die Polizei beschreibt den gesuchten Mann wie folgt:

  • männlich
  • etwa 16 bis 20 Jahre alt
  • etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß
  • dünne Hüfte und dünne Beine
  • Gesichtsbereich vollständig maskiert
  • schwarzer Pullover
  • schwarze Jeans
  • schwarze Sportschuhe
  • südländischer Akzent
  • beige Jutebeutel

Da der Täter zum Tatzeitpunkt maskiert war, bittet die Polizei insbesondere Personen, die rund um den Tatzeitpunkt verdächtige Beobachtungen im Bereich der Rheintalstraße gemacht haben, um Hinweise.

Wer Angaben zu der Tat, dem beschriebenen Mann oder möglichen Beobachtungen im Umfeld des Lebensmittelgeschäfts machen kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Mainz unter 06131/65-33999 zu melden.

Wasserrohrbruch sorgt für Sperrung in Mainz

Ein Wasserrohrbruch sorgt derzeit für Einschränkungen auf der Mombacher Straße in Mainz. In Höhe der Hausnummer 26 mussten zwei Fahrspuren gesperrt werden. Verkehrsteilnehmer können die betroffene Stelle allerdings weiterhin passieren.

Verkehr wird einspurig an der Baustelle in Mainz vorbeigeführt

Der motorisierte Individualverkehr kann die Sperrstelle in beiden Fahrtrichtungen jeweils einspurig passieren. Auch für Radfahrer ist die Durchfahrt weiterhin möglich. Dadurch kommt es zwar zu Einschränkungen im Bereich der Schadstelle, die Straße bleibt jedoch grundsätzlich in beide Richtungen befahrbar.

Für Fußgänger gibt es nach Angaben der Stadt keine Einschränkungen. Der Gehweg kann weiterhin genutzt werden.

Dauer der Sperrung noch offen

Wie lange die Sperrung bestehen bleibt, ist derzeit noch nicht absehbar. Die Einschränkungen bleiben bestehen, bis die Folgen des Wasserrohrbruchs beseitigt und die betroffenen Fahrspuren wieder freigegeben werden können.

Verkehrsteilnehmer sollten sich im Bereich der Mombacher Straße auf Behinderungen einstellen und entsprechend vorsichtig an der Sperrstelle vorbeifahren.