Start Blog Seite 228

SPD Mainz: Stadt verliert weiter an Boden im Smart City Index

0
Mainz glänzt
Mainz Fahnen Symbolbild

SPD Mainz – Der aktuelle Smart City Index 2025 des Digitalverbands Bitkom zeichnet ein alarmierendes Bild: Mainz belegt nur noch Rang 51 von 83 deutschen Großstädten – sechs Plätze schlechter als im Vorjahr. Mit insgesamt 68,5 Punkten fällt die Landeshauptstadt im bundesweiten Vergleich erneut zurück.

Zum Vergleich: Im Jahr 2022 lag Mainz noch auf Platz 30.

Besonders schwach sind die Ergebnisse in den Bereichen Verwaltung (70,2 Punkte, Rang 57) und Mobilität (61,8 Punkte). In keinem Themenfeld gelingt es Mainz, auch nur in die Nähe der Spitzengruppe zu kommen.

„Dieses Ergebnis ist kein Ruhmesblatt für Mainz. Während andere Großstädte konsequent in digitale Infrastruktur und moderne Bürgerdienste investieren, tritt Mainz auf der Stelle und kommt bei laufenden Projekten nur langsam voran. Unsere Stadt droht beim Thema Digitalisierung abgehängt zu werden“, kritisieren Kathleen Herr, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, und Erik Donner, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion.

„Nach der Methodik von Bitkom werden alle Städte an den Besten gemessen. Mainz schafft es aber nicht, auch nur annähernd aufzuschließen, sondern ist in den letzten beiden Jahren sogar abgerutscht. Wir brauchen endlich eine Digitalstrategie, die diesen Namen verdient – mit klaren Zielen, verbindlichen Zeitplänen und echter Bürgerbeteiligung“, so Donner.

„Hier muss die Stadtspitze künftig deutlich stärker als bisher die Expertise des Stadtrats und der Zivilgesellschaft einbeziehen. Nur wenn Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an einem Strang ziehen, kann Mainz seine digitale Zukunft erfolgreich gestalten“, so Herr.

Ein Vergleich zeigt die Chancen: Mainz hat sich in den vergangenen Jahren zur führenden Biotechnologie-Stadt entwickelt und international einen Spitzenplatz eingenommen.

„Dieser Erfolg beweist, dass Mainz sehr wohl das Potenzial hat, ganz vorne mitzuspielen. Umso unverständlicher ist es, dass wir bei der Digitalisierung im bundesweiten Ranking im unteren Mittelfeld landen. Hier braucht es denselben Ehrgeiz und dieselbe strategische Klarheit wie im Bereich Biotechnologie“, meinen Kathleen Herr, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, und Erik Donner, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion.

Die SPD-Stadtratsfraktion kündigt daher an, in der Stadtratssitzung am 1. Oktober eine entsprechende Anfrage einzubringen, um die Ursachen für das schwache Abschneiden von Mainz im Smart City Index 2025 transparent zu machen und konkrete Konsequenzen einzufordern.

-Werbeanzeige-

Mainzer Radfahrforum: Fortschritte im Radnetz

0
Fahrrad
Fahrrad

Die im MRF (Mainzer Radfahrforum) zusammengeschlossenen Umwelt- und Verkehrsverbände begrüßen die Planungsfortschritte, die bei der Bürgerbeteiligung Radnetz Mainz am 16. September vom Verkehrsdezernat und den Planungsbüros erläutert wurden. Grundlage für die Planungsbüros war u.a. das vom MRF entwickelte Radnetz „Mapathon“.

Die sehr hohe und rege Beteiligung vieler Bürger zeigt, wie hoch der Bedarf und das Interesse an einer zügigen Planung und vor allem der Umsetzung eines gesamthaften Radnetzes für Mainz ist. Das MRF bewertet es positiv, dass bei der Planung des Radnetzes die zahlreichen Vorschläge und Einwendungen der Bürger aus den Bürgerbeteiligungen berücksichtigt werden.

Forderung vom Mainzer Radfahrforum

Das MRF fordert, dass Stadtrat und Verwaltung die Radnetzplanung nach Einarbeitung der Ergebnisse der zweiten Bürgerbeteiligung zügig beschließen und die Verwaltung auf dieser Grundlage schnellstmöglich mit der Umsetzung beginnt. Hier ist insbesondere die aktuelle Koalition aus CDU, Grünen und SPD gefragt. Die im Koalitionsvertrag verankerten Radverkehrsmaßnahmen können nun mit der vorliegenden fachlich fundierten Planung konstruktiv und schnell realisiert werden.

Angesichts des Radverkehrsanteils von 26 % und dem Ziel, diesen weiter auszubauen, sollten sich auch die anderen Parteien der nun entwickelten Radnetzplanung anschließen, damit die Verwaltung auf der Grundlage eines möglichst breiten Konsenses in die Umsetzung gehen kann. Komfortable und vor allem sichere Radwege sind eine wichtige Stellschraube für mehr Klimaschutz, zu dem sich die Stadt Mainz bekannt hat. Die Förderung des Radverkehrs mit dem neuen Radnetz bedeutet mehr Sicherheit und besseres Fortkommen für alle Verkehrsteilnehmenden.

Auch der jüngst veröffentlichte ADFC-Fahrradklimatest und Städtevergleich zeigt, dass gute Radverkehrspolitik auch von den Radfahrenden honoriert wird. Mainz hatte dabei wieder nur mittelmäßig abgeschnitten. Dies zeigt, wieviel Potential der Radverkehr in Mainz noch nach oben hat.

Mit den Demonstrationen für separate Radstreifen auf der Alicenbrücke hat das MRF bereits Möglichkeiten für kurzfristige Verbesserungen aufgezeigt. Weitere Verbesserungen wurden im Rahmen der umfangreichen Mapathon-Projektbefahrungen dokumentiert. Damit könnten auch einige Gefahrstellen direkt beseitigt werden.

Oleg Cernavin von Greenpeace sagt: „Fünf Jahre nach der Veröffentlichung der ehrenamtlich erstellten Konzepte von ‚Gonsenheim setzt aufs Rad‘ und dem ‚Mapathon‘ ist es endlich an der Zeit und mit dem vorliegenden Radnetz-Konzept auch möglich, den notwendigen formellen Stadtratsbeschluss zu fassen und Umsetzungen konsequent und zügig folgen zu lassen!“

Carola Kühne vom NABU ergänzt: „Alle Bürger, ob jung oder alt, sollen sich sicher, selbstständig und mit Spaß mit dem Fahrrad und auch zu Fuß bewegen können. Davon sind wir in Mainz noch ein großes Stück entfernt. Wir brauchen dringend ein geschütztes Radwegenetz wie nun entwickelt, viel mehr Tempo-30-Zonen und Schulstraßen.“

-Werbeanzeige-

Über das Mainzer Radfahrforum:

Um Mainz zur Fahrradstadt zu machen, haben Mainzer NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen) im März 2021 das Mainzer Radfahrforum gegründet. Dies, weil die Stadt Mainz mutig ins Handeln kommen muss, um die erforderliche moderne Radinfrastruktur zu schaffen. Alle Bürger:innen sollen alle Orte der Stadt direkt und sicher erreichen können!

-Werbeanzeige-

Rheinhessen-Messe: Jetzt Aussteller werden und Ihre Marke präsentieren

0

Die Rheinhessen-Messe (30.05 + 31.05.2026) in der Ludwig-Eckes-Halle in Nieder-Olm bietet Unternehmen aus Handel, Handwerk und Dienstleistung die perfekte Plattform, um ihre Produkte und Ideen einem regionalen Publikum zu präsentieren. Die zweitägige Verbrauchermesse vereint Innovation, Qualität und persönlichen Austausch – und ist damit ein idealer Ort für Networking, Kundengewinnung und Markenpräsenz.

-Werbeanzeige-

Vielfältige Branchen, wertvolle Kontakte

Zahlreiche Aussteller aus unterschiedlichen Branchen zeigen vor Ort ihre neuesten Produkte, Dienstleistungen und Innovationen – von etablierten Unternehmen bis zu kreativen Start-ups. Besucher erwarten nicht nur spannende Trends und praktische Lösungen für Alltag und Freizeit, sondern auch direkte Gespräche mit den Ausstellern. Für Unternehmen bietet die Messe die Chance, neue Kunden zu gewinnen, bestehende Kontakte zu pflegen und die eigene Marke nachhaltig zu stärken.

-Werbeanzeige-

Standflächen ab 150 Euro – flexibel und professionell

Interessierte Unternehmen können bereits Messeflächen ab 150 Euro buchen. Verschiedene Standgrößen und Ausstattungsoptionen, wie Stehtisch, Messetisch, Barhocker oder Stromanschluss, machen die Präsentation einfach und flexibel planbar. Die Standbuchung ist unkompliziert und kann direkt online erfolgen.

-Werbeanzeige-

Attraktive Sponsoring- und Werbemöglichkeiten

Für maximale Sichtbarkeit bietet die Rheinhessen-Messe verschiedene Sponsoren- und Werbepakete:

  • Hauptsponsor-Paket: Exklusive Logo-Platzierung auf Lanyards, Einlassbändchen, Plakaten, Sponsorenwand und im Bühnenbereich. Ein eigener Messeplatz sowie 30 kostenfreie Tickets sind inklusive.

  • Werbe-Paket: Logo auf Sponsorenwand, Werbefläche im Eingangsbereich, Online-Präsenz und Erwähnung auf allen Veranstaltungsplakaten.

  • Social-Media- und PR-Pakete: Reichweitenstarke Kampagnen auf Instagram, Facebook, LinkedIn und weiteren Kanälen, inklusive professioneller PR-Artikel und SEO-optimierter Veröffentlichung auf BYC-News.de

-Werbeanzeige-

Kulinarisches und Rahmenprogramm

Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls gesorgt: Brezeln mit Spundekäs, Würstchen, Getränke von Apfelschorle bis Wein und frisch zubereiteter Kaffee sorgen für eine entspannte Messeatmosphäre. Die Gastronomie lädt auch zum Austausch und Networking ein – ideal für Gespräche abseits des Messetrubels.

-Werbeanzeige-

Jetzt Aussteller werden

Unternehmen, die sich in einer wirtschaftsstarken Region wirkungsvoll präsentieren möchten, sollten die Gelegenheit nutzen, ihren Stand zu buchen und von professioneller Unterstützung bei Planung, Aufbau und Umsetzung zu profitieren. Alle Informationen zu Standgrößen, Zusatzleistungen, Preisen und Werbemöglichkeiten finden Interessierte auf der Webseite BYC-Messe.

Rheinhessen-Messe 2025 – Ihre Chance, lokal sichtbar zu werden und neue Märkte zu erschließen. Buchen Sie jetzt Ihre Messefläche!

Erneute Sperrung vom Hechtsheimer Tunnel durch Brandmeldeanlage

0
Foto 03.03.22 19 18 15
Foto 03.03.22 19 18 15

Heute gegen 12.20 Uhr wurde die Autobahnpolizei Heidesheim über die Auslösung der Brandmeldeanlage im Hechtsheimer Autobahntunnel informiert. Wegen des automatischen Schließens der Schranken an den Tunnelzufahrten kam es in der Folge zu einem starken Rückstau in beiden Fahrtrichtungen. Unmittelbar im Bereich einer der beiden Schranken auf der Hauptfahrbahn Richtung Bingen kollidierten dann ein LKW und ein PKW miteinander, zudem kam es im Bereich der Anschlussstelle Mainz-Laubenheim zu einem weiteren Unfall zwischen zwei PKW. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, es entstand lediglich Sachschaden an allen Fahrzeugen.

Nach der technischen Überprüfung der Tunnelanlage durch Kräfte der Feuerwehr Mainz und Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Heidesheim konnte auch der Tunnel um 12.50 Uhr wieder für den fließenden Verkehr freigegeben werden. Rund um Mainz kam es zu erheblichem Rückstau, welcher sich aber schnell wieder auflöste. Der Grund für die Auslösung der Brandmeldeanlage lag vermutlich im Rückstau des Autobahnkreuz Mainz-Süd in Fahrtrichtung Bingen.

Artikelempfehlung: Warum wird der Hechtsheimer Tunnel so oft gesperrt?

KRN knackt 10.000 Deutschlandticket-Abonnenten in der Region

0

Der öffentliche Nahverkehr in der Region verzeichnet einen deutlichen Aufschwung: Die KRN hat mittlerweile 10.000 Abonnenten für das Deutschlandticket – ein klarer Beleg für die steigende Nachfrage nach umweltfreundlicher und komfortabler Mobilität.

„Trotz der Preiserhöhung des Deutschlandtickets zum Jahreswechsel 2024/2025 sind unsere Nutzerzahlen bis Juli um insgesamt 5,7 Prozent gestiegen“, erklärt Matthias Wölke, kaufmännischer Leiter und Prokurist der KRN. „Das zeigt, welche zentrale Rolle der Busverkehr gerade im ländlichen Raum spielt und wie sehr das Deutschlandticket den Menschen den Zugang zum ÖPNV erleichtert.“

Ticketkosten

Das Ticket kostet aktuell 58 Euro im Monat und ermöglicht unbegrenzte Fahrten im Nah- und Regionalverkehr deutschlandweit – natürlich auch in allen Bussen der KRN. Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Abonnenten von 9.305 im Januar kontinuierlich gestiegen und hat nun erstmals die Marke von 10.000 überschritten. Damit leistet die KRN einen spürbaren Beitrag zur Verkehrswende und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.

„Wir bedanken uns herzlich bei unseren Fahrgästen für ihr Vertrauen“, so Wölke. „Dieser Meilenstein motiviert uns, unseren Service weiter auszubauen und noch mehr Menschen für den Busverkehr zu gewinnen.“

Weitere Informationen zum Deutschlandticket und zur Bestellung sind unter krn-mobil.de sowie direkt in den Bussen und Verkaufsstellen erhältlich.

Parkhaus Wiesbaden City führt Kennzeichenerkennung ein

0
(v.l.n.r.): Andreas Guntrum, Geschäftsführer WiBau, Charlotte Stritter, Projektleitung WiBau, Andreas Kowol, Verkehrsdezernent.

Wiesbaden treibt die Digitalisierung des Parkens weiter voran: Das Parkhaus City ist der erste Standort, der im Rahmen des aktuellen Umrüstungsprojekts auf Kennzeichenerkennung umgestellt wurde. Das neue System ermöglicht das Ein- und Ausfahren ohne Ticket – das Kennzeichen wird automatisch erfasst, die Schranke öffnet sich selbstständig.

Die eingesetzte Technik arbeitet mit hochauflösenden Kameras, die ausschließlich das Kennzeichen erfassen. Weitere Fahrzeug- oder Personendaten werden nicht gespeichert. Die Erfassung dient lediglich der Steuerung der Ein- und Ausfahrt sowie der Abrechnung des Parkvorgangs. Sämtliche Daten werden verschlüsselt übertragen und nach den gesetzlichen Vorgaben automatisch gelöscht.

WiBau-Aufsichtsratsvorsitzender und Verkehrsdezernent Andreas Kowol betont:

„Wir sind froh, dass die Digitalisierung auch beim Parken in Wiesbaden weiter voranschreitet und den Bürgerinnen und Bürgern moderne Lösungen bietet. Gemeinsam mit der WiBau setzen wir damit einen wichtigen Schritt hin zu einer effizienten Parkraumbewirtschaftung.“

Nach dem Parkhaus City folgt die Tiefgarage Luisenplatz. Die Umrüstung beginnt am Montag, 22. September; die Garage ist dafür am Mittwoch, 24. September, ganztägig gesperrt. Das Parkhaus Mauritiusgalerie wird bis Ende Oktober modernisiert. Auch hier ist eine eintägige Schließung nötig; den genauen Termin wird die WiBau rechtzeitig bekanntgeben.

Mit der Kennzeichenerfassung wird künftig ein einheitlicher Standard für städtische Parkhäuser eingeführt, der auf alle von der WiBau bewirtschafteten Parkflächen ausgeweitet werden soll.

WiBau-Geschäftsführer Andreas Guntrum ergänzt: „Mit der Kennzeichenerkennung machen wir das Parken schneller, komfortabler und sicherer. Zugleich können wir Standorte, die bislang wild beparkt waren, künftig geordnet und gepflegt bewirtschaften. In der Anfangsphase wird es sicher noch kleinere Feinjustierungen geben – der Nutzen ist aber sofort spürbar.“

Parallel zur Umrüstung baut die WiBau eine digitale Plattform auf, über die sich Kundinnen und Kunden registrieren und ihre Parkgebühren bargeldlos bezahlen können. Die Registrierung wird zukünftig über die Website parken-in-wiesbaden.de möglich sein. Wer weiterhin klassisch zahlen möchte, findet an allen Standorten Kassenautomaten.

Ein besonderes Testangebot bietet die WiBau zum verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Herbstmarkts: Am Sonntag, 28. September, kostet das Parken in allen von der WiBau bewirtschafteten Parkhäusern in der Innenstadt (City, Mauritiusgalerie, Luisenplatz und Theater) zwischen 13 und 18 Uhr pauschal nur 1 Euro.

Bad Schwalbach: Beantragung von Briefwahlunterlagen zur Bürgermeisterwahl

0

Bürgermeisterwahl Bad Schwalbach – Für die Beantragung der Briefwahlunterlagen ist grundsätzlich ein Antrag erforderlich.
Dieser kann mündlich (persönlich im Bürgerbüro) oder schriftlich ab dem 15.09.2025 gestellt werden.

Folgende Angaben sind erforderlich:

  • Familienname

  • Sämtliche Vornamen

  • Geburtsdatum

  • Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort)

Der Antrag muss persönlich bis Freitag, 24.10.2025, um 13 Uhr im Bürgerbüro eingegangen sein.

Alternativ bis Mittwoch, 22.10.2025, um 13 Uhr:

Auf Wunsch kann die Briefwahl auch vor Ort – unter Wahrung des Wahlgeheimnisses – durchgeführt werden. Die Briefwahlunterlagen können für bis zu vier weitere Wahlberechtigte abgeholt werden – mit entsprechender Vollmacht.

Wahlbriefe können direkt bei der Stadtverwaltung abgegeben oder per Post versendet werden. Dabei ist die Dauer der Postzustellung zu beachten. Auf jeden Fall müssen die Unterlagen bis zum Wahltag um 18.00 Uhr im Bad Schwalbacher Rathaus angekommen sein. Verspätet eingegangene Briefwahlunterlagen werden nicht berücksichtigt.

Im akuten Krankheitsfall

In akuten Krankheitsfällen können Wahlscheine und Briefwahlunterlagen von Bevollmächtigten auch noch kurzfristig am Wahltag bis spätestens 15.00 Uhr im Bad Schwalbacher Rathaus beantragt und abgeholt werden.

Verlorene oder nicht erhaltene Briefwahlunterlagen

Wenn die Briefwahlunterlagen verloren wurden oder nicht zugegangen sind, können sie noch bis zum Wahltag, 15.00 Uhr, erteilt werden.

Öffnungszeiten des Bürgerbüros

  • Montag, Mittwoch bis Freitag: 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr

  • Dienstag: 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Öffentliche Waldführung in Oppenheim am 25. September

0

Waldführung Oppenheim –  Der zweite Beigeordnete der Stadt Oppenheim, Raimund Darmstadt, lädt am Donnerstag, 25. September, um 17 Uhr zu einer öffentlichen Waldführung ein. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Emondshalle.

Aufgrund der ASP-Maßnahmen (Afrikanische Schweinepest) wird die Route teilweise über die Fährstraße, die Festwiese und den Damm bis zur Kläranlage umgeleitet. Ab dem Angelsportverein führt der Weg dann über die Zuwegung zum Strandbad.

Die ehemalige Revierförster Noah Weinbrecht und sein Nachfolger Matthias Kuhn informieren vor Ort über die aktuelle Situation im Oppenheimer Stadtwald. Sie erläutern unter anderem Konzepte des klimaangepassten Waldmanagements, die Naturverjüngung mit heimischen, klimaresilienten Baumarten sowie die Herausforderungen durch die ASP-Absperrungen, die in Konkurrenz zu Rückzugsmöglichkeiten bei Hitzeperioden stehen. Außerdem stellen die Waldexperten die geplanten Neuanpflanzungen vor.

Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Darmstadt empfiehlt daher wetterfeste Kleidung und passende Ausrüstung.

Mainz stellt Entwurfsplanung für zweiten Bauabschnitt am Adenauerufer vor

0

Mainz Rheinufer – Die Landeshauptstadt Mainz setzt die Sanierung ihres Rheinufers konsequent fort. Nun liegt die Entwurfsplanung für den Bereich zwischen Rheinufer-Tiefgarage und Caponniere am Feldbergplatz vor. Dies ist der 2. Bauabschnitt am Adenauerufer. Der 1. Bauabschnitt zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Tiefgarage wurde bereits im Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt und dient vor allem Festen und Events wie den Traditionsveranstaltungen Johannisnacht und Rheinfrühling.

Oberbürgermeister Nino Haase betont die stadtweite Bedeutung des Projekts:

„Das Adenauerufer ist eine der wichtigsten Visitenkarten unserer Stadt. Wir wollen ein Rheinufer schaffen, das nicht nur schöner, sondern vor allem zukunftsfähig ist. Es bietet Raum für Erholung, Sport, Kultur und Begegnung und macht Mainz als liebenswerte Stadt am Rhein erlebbar. Genau so setzen wir den Wunsch der Mainzerinnen und Mainzer um, den sie in den bestens besuchten Beteiligungsrunden klar geäußert haben. Mit der vorgelegten Planung für den zweiten Bauabschnitt wird der nächste Meilenstein erreicht für mehr Lebensqualität am Rhein.“

Die Planung trägt den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels Rechnung. Heute sind große Flächen im Uferabschnitt versiegelt, ohne Beschattung und wenig widerstandsfähig gegen Hitzeperioden. Von insgesamt rund 32.000 m² Gesamtfläche sollen im 2. Bauabschnitt künftig rund 2.000 m² entsiegelt und in neue Grünflächen umgewandelt werden, ergänzt durch die Pflanzung von etwa 90 bis 100 neuen Bäumen.

Zusammen mit großflächigen Pergolen, artenreichen Staudenflächen und einem Bewässerungssystem, gespeist aus Grundwasser, sichern sie langfristig ein angenehmes Mikroklima. Damit entsteht ein klimaresilienter Stadtraum, der spürbar zur Abkühlung beiträgt und die Aufenthaltsqualität vor allem in der dicht bebauten Innenstadt in heißen Sommern verbessert.

Umweltdezernentin Janina Steinkrüger hebt hervor:

„Die Mainzer wünschen sich ein grüneres, lebendiges und klimaangepasstes Rheinufer, das hat die Bürgerbeteiligung gezeigt. Mit diversen Spiel- und Freizeitsportangeboten, neuen Wiesenflächen, einem abgesenkten Uferabschnitt, inklusiven Spielangeboten und einem Garten der Gemeinschaft schaffen wir einen Freiraum für alle Generationen. Das Projekt leistet einen aktiven Beitrag zur Klimaanpassung und zur Umweltgerechtigkeit in unserer dicht bebauten Innenstadt. Fast 50.000 Menschen in den Stadtteilen Altstadt und Neustadt bekommen einen erheblich verbesserten Zugang zu hochwertigen Grün- und Freiflächen.“

Die Entwurfsplanung gliedert sich in drei prägende Teilbereiche:

  • Aktivpark am Kaisertor: erweiterte Skateplaza, Basketballfeld, Beachvolleyball, Calisthenics, Streetart-Flächen, nutzungsoffene Rasenflächen, ausgedehnte Sitzmöglichkeiten unter einer langen Pergola und Trinkbrunnen

  • Bürgerpark zwischen Kaisertor und Caponniere: große Rasenflächen für die individuelle Nutzung, eine Rheintribüne mit vielen Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten, ein aufgewerteter Spielplatz mit vielfältigen und inklusiven Spielangeboten sowie Rheinbalkone, die attraktive Aufenthaltsorte mit einem neuen Bezug zum Fluss eröffnen

  • Garten der Gemeinschaft: Möglichkeitsräume für Urban Gardening, Aktivitäten von Gruppierungen und Initiativen, Nutzungsmöglichkeiten für die Schulen im Umfeld, z. B. als grünes Klassenzimmer oder für Projekte aus der Nachbarschaft

Auch die Verkehrssituation wird verbessert: Dem schnellen, zielgerichteten Radverkehr, insbesondere den Radpendler, soll perspektivisch auf den parallel verlaufenden Achsen Taunusstraße und Rheinallee ein bequemes, schnelleres Fortkommen ermöglicht werden. So wird mehr Sicherheit geschaffen und die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert. Am Rheinufer bleibt Radfahren allerdings weiterhin möglich.

Die Wünsche und Anforderungen der Mainzer an eine Neugestaltung ihres Rheinufers wurden vorab in einem intensiven Beteiligungsprozess ermittelt. Über 1000 Bürger haben ihre Ideen und Wünsche eingebracht – in zwei großen Saalveranstaltungen, bei Online-Umfragen, im Rahmen von Formaten zur Kinder- und Jugendbeteiligungen und bei mehrtägigen Vor-Ort-Aktionen.

Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprozesses – insbesondere der Wunsch nach mehr Grün, nach Sport- und Spielangeboten, nach erlebbarer Nähe zum Wasser und nach barrierefreien, inklusiven Freiräumen – sind in die Planung eingeflossen.

Das Grün- und Umweltamt hat das Büro Bierbaum.Aichele.landschaftsarchitekten aus Mainz mit der Planung beauftragt

Die Landschaftsarchitekten haben die Entwurfsplanung auf Grundlage der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung 2023 und des Rahmenplans Rheinufer von 2000 entwickelt und dabei auch die prägenden historischen Elemente wie Stadttore, Treppenanlagen und die Kaimauern sensibel in das neue Gestaltungskonzept eingebunden.

Nachdem der Ausschuss für Umwelt, Grün und Energie der Beschlussvorlage zur Entwurfsplanung bereits zugestimmt hat, ist die Beschlussfassung des Stadtrats für die Sitzung am 1. Oktober geplant. Im Anschluss werden zunächst die erforderlichen Genehmigungen nach Bau- und Fachrecht beantragt und sodann die Ausführungsplanungen durch die beauftragen Planer erstellt. Parallel werden Gespräche mit der Landesregierung zu den Möglichkeiten einer Förderung durch Anteilsfinanzierung geführt.

Derzeit rechnet die Stadt mit Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro. Der Baubeginn eines ersten Teilabschnitts, voraussichtlich des Tiefkais zwischen Tiefgarage und Caponniere, wird – die Finanzierung vorausgesetzt – für 2027 angestrebt.

Stadt Alzey und die EWR AG verlängern bis 2045

0

Die Stadt Alzey und die EWR AG haben ihre Zusammenarbeit langfristig gesichert: Mit der Unterzeichnung neuer Konzessionsverträge für Strom und Gas wird die Partnerschaft bis 2045 fortgeführt. Damit stellen beide Seiten die Weichen für eine zuverlässige Energieversorgung und den weiteren Ausbau einer nachhaltigen Infrastruktur.

Stadtrat stimmt Fortsetzung zu

Der Vertragsunterzeichnung war ein europaweites Ausschreibungsverfahren vorausgegangen, das von der Kanzlei W2K (Frankfurt) begleitet wurde. Der Stadtrat entschied sich für die Vergabe an die EWR AG, die bereits seit vielen Jahren für Betrieb und Instandhaltung der Netze in Alzey verantwortlich ist. Bürgermeister Steffen Jung betonte, die Gespräche seien „auf Augenhöhe“ geführt worden und hätten die Interessen beider Seiten berücksichtigt.

Investitionen in Netzausbau geplant

EWR kündigte an, allein in das Alzeyer Stromnetz rund 15 Millionen Euro zu investieren. Damit solle ein leistungsfähiges, intelligentes und sicheres Netz entstehen, das Versorgungssicherheit auf hohem Niveau gewährleistet und die Digitalisierung sowie die Energiewende vor Ort unterstützt. „Wir wollen damit sowohl die Lebensqualität als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Alzey stärken“, erklärte Vorstand Dieter Lagois.

Bedeutung für die Region

EWR-Vorstandssprecher Stephan Wilhelm sprach von einem „starken Zeichen des Vertrauens“ seitens der Stadt. Als regional verwurzelter Energieversorger sei es Ziel des Unternehmens, die Energiezukunft in Rheinhessen, dem Ried und der Pfalz nachhaltig zu sichern. Mit den neuen Konzessionen erhält EWR erneut das Recht, Leitungen im öffentlichen Raum zu verlegen und die Netze weiterzuentwickeln.

Versorgung von Haushalten und Industrie

Neben Privathaushalten und kommunalen Einrichtungen profitieren auch Unternehmen von der Vereinbarung. Dazu zählt unter anderem der US-Pharmakonzern Lilly, für dessen Ansiedlung in Alzey EWR die notwendigen Leitungsbaumaßnahmen umgesetzt hat.

Hintergrund

EWR hatte im Zuge der Fusion mit e-rp (2018/19) die Verantwortung für die Strom- und Gasnetze in Alzey übernommen. Mit dem Auslaufen der bisherigen Verträge wurde nun eine neue Grundlage geschaffen, die den Betrieb für die kommenden 20 Jahre absichert.

Verkehrsbehinderungen in Bingen und Büdesheim

0

Mehrere Sperrungen und Verkehrsbehinderungen Bingen – Die Stadtwerke Bingen, Abteilung „Kanalbau“, haben folgende sehr kurzfristige „Eilmeldung“ mitzuteilen: Im Stadtteil Bingen, in verschiedenen Straßenzügen (hauptsächlich in der Vorstadt, der Salzstraße und am Fruchtmarkt), werden in der KW 39 (Dienstag, 23.09.2025, und Mittwoch, 24.09.2025) Kanalinspektionsarbeiten durchgeführt.

Aus diesem Grund kann es zeitweise zu Teilsperrungen und Verkehrsbehinderungen durch TV-Untersuchungsfahrzeuge kommen. Die Stadtwerke bitten daher die Anwohner und alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Die Behinderung an einem Schacht ist von kürzerer Dauer und maximal für eine Stunde eingeplant. Da mehrere Schächte und Kanalstränge betroffen sind, ist die Ausführungsdauer für zwei Tage vorgesehen.

Für Rückfragen stehen Ihnen in der Abwasserabteilung der Stadtwerke Bingen Frau Herm oder Herr Oppermann gerne zur Verfügung.

Tageweise Sperrung der Saarlandstraße

Vom 03.10.2025 bis 05.10.2025 findet die traditionelle Büdesheimer Kerb statt.
Aus diesem Anlass wird die Saarlandstraße ab dem 02.10.2025, 16:00 Uhr, für den Aufbau gesperrt.

Die Vollsperrung dauert aus Sicherheitsgründen bis Montag, 06.10.2025, 13:00 Uhr für den Abbau an.
Voll gesperrt ist der Bereich der Saarlandstraße zwischen der Professor-Kraus-Straße und der Burgstraße.

Am 12.10.2025 findet dann die traditionelle Büdesheimer Nachkerb statt.
Aus diesem Anlass ist die Saarlandstraße ab den Einmündungen Hitchinstraße und Keppsmühlstraße von 7:00 Uhr bis 21:00 Uhr für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt.

Die Sperrungen können über die Keppsmühlstraße umfahren werden.
Die Bushaltestellen der Linie 601, die in der Saarlandstraße nicht angefahren werden können, werden in die Keppsmühlstraße verlegt.

Um Beachtung der Verkehrsverbote wird gebeten. Ortskundige Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich zu umfahren.

Verkehrsänderungen im Stadtbereich von Ingelheim

0
Baustelle Symbolbild1 scaled

Ingelheim – Am ersten Wochenende des Rotweinfestes ist im Innenstadtbereich mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Hintergrund sind die Veranstaltungen rund um das Festprogramm. So kann der Marktplatz Ober-Ingelheim am Samstagnachmittag, 27. September, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr nicht angefahren werden. Grund hierfür ist die feierliche Krönung der neuen Rotweinkönigin, die traditionell viele Besucherinnen und Besucher anzieht.

Auch am verkaufsoffenen Sonntag, 28. September, müssen sich Anwohner und Gäste auf Einschränkungen einstellen. Parallel zu den geöffneten Geschäften findet an diesem Tag von 11:00 bis 18:00 Uhr ein großer Flohmarkt statt. Dieser erstreckt sich über die Binger Straße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Gartenfeldstraße sowie über die Bahnhofstraße zwischen Sebastian-Münster-Platz und Marktplatz Ober-Ingelheim. In diesem Zeitraum werden sowohl Teile der Innenstadt als auch die Bahnhofstraße für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Zusätzlich werden die Zuwegungen zur Bahnhofstraße mit Sperrschranken abgesichert, sodass ein Durchfahren nicht möglich ist.

Die Polizei und die Stadtverwaltung bitten alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Sie weisen darauf hin, dass während der Veranstaltungen Umwege in Kauf genommen und die ausgeschilderten Einfahrverbote unbedingt beachtet werden müssen. Außerdem kommt es an beiden Tagen zu Änderungen und Umleitungen im Linienbusverkehr.

Ist eine Wärmepumpe im Altbau sinnvoll?

0
Wärmepumpe, Heizung
Bildquelle: pixabay.com

Die Modernisierung von Bestandsgebäuden stellt Hausbesitzer vor wichtige Entscheidungen, besonders wenn es um die Heizungsanlage geht. In Zeiten steigender Energiepreise und verschärfter Klimaschutzvorgaben rückt die Wärmepumpentechnologie zunehmend in den Fokus. Doch während Neubauten standardmäßig mit dieser umweltfreundlichen Heiztechnik ausgestattet werden, herrscht bei Altbauten oft Unsicherheit. Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und technischen Machbarkeit beschäftigt viele Eigentümer, die ihre veralteten Öl- oder Gasheizungen ersetzen möchten.

Dabei spielen verschiedene Faktoren wie Dämmstandard, vorhandene Heizkörper und bauliche Gegebenheiten eine entscheidende Rolle. Die gute Nachricht vorweg: Moderne Wärmepumpensysteme haben sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und können auch in älteren Gebäuden effizient arbeiten. Allerdings erfordert die erfolgreiche Integration eine sorgfältige Planung und individuelle Betrachtung der jeweiligen Immobilie.

Technische Voraussetzungen und Gebäudeanalyse

Die Frage dazu lautet: Lohnt sich die Anschaffung einer Wärmepumpe auch im Bestandsbau? Dies lässt sich nur durch eine detaillierte Betrachtung der baulichen Substanz beantworten. Der energetische Zustand des Altbaus spielt dabei die zentrale Rolle. Gebäude mit einem Heizwärmebedarf unter 150 kWh pro Quadratmeter und Jahr eignen sich grundsätzlich gut für den Einsatz moderner Heizsysteme. Bei schlechten gedämmten Objekten können gezielte Sanierungsmaßnahmen die Effizienz deutlich steigern. Bereits der Austausch alter Fenster oder die Dämmung der obersten Geschossdecke kann den Wärmebedarf um bis zu 30 Prozent reduzieren.

Die vorhandene Heizungsinfrastruktur muss ebenfalls überprüft werden. Entgegen landläufiger Meinung funktionieren moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen auch mit klassischen Radiatoren. Vorlauftemperaturen bis 65 Grad Celsius sind problemlos realisierbar. Optimal arbeiten die Systeme jedoch bei niedrigeren Temperaturen zwischen 35 und 55 Grad. Eine hydraulische Optimierung der bestehenden Anlage kann hier wahre Wunder bewirken. Durch den Einbau größerer Heizkörper in einzelnen Räumen oder die Ergänzung mit Flächenheizungen lässt sich die Systemtemperatur oft deutlich senken.

Heizlastberechnung und Dimensionierung

Die exakte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ermöglicht eine präzise Dimensionierung der neuen Anlage. Überdimensionierte Systeme arbeiten ineffizient und verursachen unnötig hohe Investitionskosten. Ein qualifizierter Energieberater ermittelt raumweise den tatsächlichen Wärmebedarf und berücksichtigt dabei alle relevanten Faktoren wie Wandaufbau, Fensterflächen und Nutzerverhalten. Eine professionelle Energieberatung für Altbauten schafft Planungssicherheit und hilft, kostspielige Fehler zu vermeiden.

Arten von Wärmepumpen für Bestandsgebäude

Für Altbauten kommen verschiedene Wärmepumpentypen infrage, die sich in ihrer Effizienz und den baulichen Anforderungen unterscheiden. Luft-Wasser-Systeme erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie ohne aufwendige Erdarbeiten installiert werden können. Moderne Geräte arbeiten selbst bei Außentemperaturen von minus 20 Grad noch zuverlässig. Die Jahresarbeitszahl liegt typischerweise zwischen 3,0 und 4,0, was bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Heizenergie erzeugt werden.

Sole-Wasser-Anlagen mit Erdkollektoren oder Erdsonden erreichen noch höhere Effizienzwerte. Die konstanten Erdreichtemperaturen ermöglichen Jahresarbeitszahlen von 4,0 bis 5,0. Allerdings erfordern diese Systeme ausreichend Grundstücksfläche oder Bohrungen, was nicht überall realisierbar ist. Eine interessante Alternative stellen Wasser-Wasser-Systeme dar, die Grundwasser als Wärmequelle nutzen. Mit Jahresarbeitszahlen über 5,0 arbeiten sie am effizientesten, setzen jedoch entsprechende hydrogeologische Bedingungen voraus.

Wirtschaftlichkeit und Förderungen

Die Investitionskosten für eine komplette Wärmepumpenanlage im Altbau liegen zwischen 25.000 und 45.000 Euro, abhängig von Typ und erforderlichen Zusatzarbeiten. Diese zunächst hohe Summe relativiert sich durch attraktive staatliche Förderungen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernimmt bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten als Grundförderung, beim Austausch einer alten Ölheizung sind mit zusätzlichen Boni bis zu 70 Prozent möglich. Zusätzlich gibt es regionale Programme wie das Förderprogramm „Klimafit durchstarten“ im Kreis Mainz-Bingen, das weitere finanzielle Anreize schafft.

Die Betriebskosten fallen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen deutlich niedriger aus. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche und einem Jahresheizwärmebedarf von 20.000 kWh ergeben sich folgende Szenarien:

  • Gasheizung: circa 1.600-2.000 Euro jährliche Heizkosten bei 8-10 Cent pro kWh
  • Ölheizung: circa 2.000-2.400 Euro bei Heizölpreisen von 0,90-1,10 Euro pro Liter (Stand: 2024)
  • Wärmepumpe mit JAZ 3,5: circa 1.200-1.400 Euro bei 30 Cent pro kWh Strom
  • Mit Photovoltaik-Eigenverbrauch: Reduktion auf unter 1.000 Euro möglich bei ausreichender PV-Anlagengröße und günstigen Einstrahlungsbedingungen

Die Amortisationszeit beträgt bei optimaler Auslegung und Nutzung der Förderungen meist 10 bis 15 Jahre. Danach profitieren Hausbesitzer von dauerhaft niedrigen Heizkosten und steigern gleichzeitig den Immobilienwert erheblich.

Kombination mit Photovoltaik und Speichersystemen

Die Synergie zwischen Wärmepumpe und Photovoltaikanlage eröffnet besonders attraktive Einsparpotenziale. Moderne Energiemanagementsysteme optimieren den Eigenverbrauch und nutzen überschüssigen Solarstrom gezielt für die Wärmeerzeugung. Ein intelligenter Pufferspeicher kann tagsüber mit günstigem Solarstrom aufgeheizt werden und versorgt das Gebäude nachts mit Wärme.

Diese Sektorenkopplung reduziert nicht nur die Betriebskosten, sondern erhöht auch die Unabhängigkeit von externen Energieversorgern. Die Investitionen in die regionale Infrastruktur unterstützen zudem den Ausbau erneuerbarer Energien und intelligenter Netze, was langfristig allen Bürgern zugutekommt.

Hybridlösungen als Übergangstechnologie

Für Altbauten mit sehr hohem Wärmebedarf oder baulichen Einschränkungen bieten sich Hybridheizungen als pragmatische Lösung an. Diese Systeme kombinieren eine Wärmepumpe mit einem konventionellen Brennwertkessel. Die umweltfreundliche Technologie deckt die Grundlast ab und arbeitet während der Übergangszeit besonders effizient. An besonders kalten Wintertagen springt der Gaskessel unterstützend ein.

Diese bivalente Betriebsweise reduziert den fossilen Brennstoffverbrauch um 60 bis 80 Prozent und ermöglicht eine schrittweise Transformation zur vollständig regenerativen Wärmeversorgung. Viele Hersteller bieten mittlerweile aufeinander abgestimmte Komplettsysteme an, die sich optimal ergänzen und über eine gemeinsame Regelung verfügen.

Fazit

Die Installation einer Wärmepumpe im Altbau erweist sich in vielen Fällen als sinnvolle und zukunftsfähige Investition. Entscheidend für den Erfolg sind eine professionelle Planung und die individuelle Anpassung an die baulichen Gegebenheiten. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen meistern auch die Herausforderungen älterer Gebäude und arbeiten bei optimaler Auslegung hocheffizient. Die Kombination aus staatlichen Förderungen, sinkenden Betriebskosten und steigendem Immobilienwert macht die Technologie wirtschaftlich attraktiv.

Gleichzeitig leisten Hausbesitzer einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und machen sich unabhängiger von fossilen Energieträgern. Eine qualifizierte Energieberatung hilft dabei, das optimale System zu finden und alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Mit der richtigen Strategie wird aus dem Altbau ein modernes, energieeffizientes Zuhause, das auch künftigen Anforderungen gerecht wird.

Hochmoderner Hybrid-OP geht in der Universitätsmedizin Mainz an den Start

0
Eröffnung des neuen Hybrid-OP der Universitätsmedizin Mainz: v. l. Kathleen Kreutzer, Vorstand Bau und Infrastruktur; Katrin Zednik, Vorstand Pflege und Gesundheitsfachberufe; Staatssekretärin Nicole Steingaß, MWG; Univ.-Prof. Dr. Hendrik Treede, Direktor Klinik und Poliklinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand; Prof. Dr. Tobias Bäuerle, Direktor der Klinik und Poliklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, Jan Güra, Siemens Healthineers Deutschland; Univ.-Prof. Dr. Marc Brockmann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neuroradiologie; Univ.-Prof. Dr. Dr. Philipp Lurz, Direktor Zentrum für Kardiologie

Ein Hybrid-OP der neusten Generation ist heute im Gebäude 605 eröffnet worden und erweitert das operative Versorgungsspektrum der Universitätsmedizin Mainz.

Genutzt wird er gemeinsam von den Teams der Kliniken der Kardiologie, der Herz- und Gefäßchirurgie, der Radiologie und der Neuroradiologie. In Anwesenheit von Staatssekretärin Nicole Steingaß, Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, stellte die Universitätsmedizin den neuen Operationssaal offiziell vor.

Stimmen zur Eröffnung

Nicole Steingaß, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, erklärte: „Die Arbeit im neuen Hybrid-Operationssaal ermöglicht es einem Team aus verschiedenen Spezialisten, gemeinsam zu operieren, während des Eingriffs präzise Diagnosen zu stellen und die Verfahren zu steuern. Vorteile sind eine höhere Patientensicherheit, kürzere Eingriffszeiten, die Möglichkeit zu minimal-invasiven Eingriffen sowie eine verbesserte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dadurch bleibt die Belastung für den Patienten so gering wie möglich, was auch für den Genesungsprozess eine entscheidende Rolle spielt. Der neue Hybrid-Operationssaal ist eine Investition in die Gesundheit und Sicherheit der Patientinnen und Patienten.“

Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, ergänzt: „Mit dem neuen Hybrid-OP erweitern wir unsere OP-Kapazitäten. Er kann von verschiedenen Fachrichtungen genutzt werden und ermöglicht interdisziplinäres Arbeiten auf höchstem Niveau. Zudem ist der neue OP-Bereich technisch wie baulich umfassend und auf dem neusten Stand ausgestattet.“

Auch Univ.-Prof. Dr. Dr. Philipp Lurz, Direktor des Zentrums für Kardiologie, betont:
„Wir sehen hier eine wichtige Investition in die Zukunft der Universitätsmedizin. Ob Herz, Hirn oder Gefäß – der neue Hybrid-OP bietet uns nicht nur die Möglichkeit, hochqualitative und modernste Medizin umzusetzen, sondern auch das Gebiet der minimal-invasiven Gefäß- und Herztherapien international zu prägen.“

Neben dem Zentrum für Kardiologie wird der Hybrid-OP auch von der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Hendrik Treede), der Klinik und Poliklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Tobias Bäuerle) sowie der Klinik und Poliklinik für Neuroradiologie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Marc Brockmann) genutzt.

Technische Ausstattung auf Spitzenniveau

„Wir als Siemens Healthineers sind stolz, die Universitätsmedizin Mainz mit dem deutschlandweit ersten biplanen Artis icono (Angiographieanlage) in einem Hybrid-OP ausstatten zu dürfen“, sagte Jan Güra, Regionalleiter West bei Siemens Healthineers.

„Dieser Hybrid-OP ist mehr als nur ein Raum: Durch technologische Innovationen ermöglicht er multidisziplinäre Spitzenmedizin zum Wohle der Patientinnen und Patienten, die von präzisen und schonenden Eingriffen profitieren. Zu den Innovationen zählen die spezielle Zwei-Ebenen-Konfiguration, die es Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, die deckengehängte Einheit schnell und flexibel nach klinischer Anforderung einzustellen. Einzigartig ist zudem die neue Partnerschaft mit Sony im Video-Management, welche es ermöglicht, Innovationen aus Mainz in die Welt zu übertragen. So schaffen wir es, den Hybrid-OP auf universitärem Spitzenniveau neu zu definieren.“

Hybrid-OP der neusten Generation

Ein Hybrid-OP kombiniert die Möglichkeiten eines klassischen Operationssaals mit bildgebenden Verfahren wie der Angiographie, die Blutgefäße sichtbar macht. Die neuen Räumlichkeiten umfassen insgesamt 480 Quadratmeter.

Der OP ist mit einer High-End-Angiographieanlage sowie der spezifischen Infrastruktur für unterschiedliche Fachrichtungen ausgestattet. Je nach Fachgebiet können die technischen Einstellungen innerhalb kürzester Zeit optimal angepasst werden.

Die Teams profitieren unter anderem von der Zwei-Ebenen-Angiographie, die eine Orientierung bei der Bildgebung von zwei Seiten gleichzeitig erlaubt. Eine spezielle Bildgebungstechnologie erzeugt direkt im OP hochauflösende 3D-Darstellungen – ähnlich wie bei einer CT-Untersuchung, jedoch integriert in das Angiographiegerät.

Zusätzlich unterstützt Software die Behandlung durch die Einbindung von Voruntersuchungsdaten (CT, MRT). Eingriffe können zudem per Videotechnologie live übertragen werden, etwa für Schulungen und Fortbildungen.

Präzise, sicher und schonend

Die Behandlung im Hybrid-OP bietet Patient:innen zahlreiche Vorteile:

  • Kombination minimal-invasiver und offener Verfahren

  • Schonendere und präzisere Eingriffe

  • Echtzeit-Bildgebung zur sofortigen Ergebnis- und Komplikationskontrolle

  • Kleinere Schnitte und schnellere Heilung

  • Verkürzte Operations- und Anästhesiezeit

  • Möglichkeit, bei Bedarf unmittelbar von minimal-invasiv auf offen umzustellen

Fakten zum Hybrid-OP 605

  • Bauzeit: 9 Monate

  • Fläche: 480 m² (Operationssaal, Kontrollraum, Aufwachraum, Umkleiden, Aufenthaltsraum etc.)

Beispiele für Eingriffe:

Gefäßchirurgie:

  • Aortenaneurysma-Reparatur (endovaskulär + offen)

  • Periphere Gefäßrekonstruktionen (Bypass + Stenting)

Kardiologie/Herzchirurgie:

  • Herzklappenersatz der Mitral- und Trikuspidalklappe

  • Herzklappenreparatur der Mitral- und Trikuspidalklappe

  • Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) mit eventueller offener Korrektur

Radiologie und Neuroradiologie:

  • Schlaganfallbehandlung

Rabatt für Hyla Reinigungssystem auf der Taunus-Messe

0
Hyla
Quelle: Hyla

Wenn am 18. September 2025 die Taunus-Messe im Kurhaus Bad Schwalbach ihre Türen öffnet, dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf zahlreiche spannende Aussteller freuen. Mit dabei ist auch das HYLA Luft- und Raumreinigungssystem, das Schmutz und Staub auf besondere Weise durch Wasser bindet und dadurch für saubere Böden und spürbar frischere Raumluft sorgt.

Das innovative System geht weit über die Funktion eines herkömmlichen Staubsaugers hinaus

Es reinigt nicht nur Teppiche und Polster in der Tiefe, sondern trägt durch die Luft- und Wasserfilterung aktiv zu einer gesunden Wohnatmosphäre bei. Auch die Desinfektion und die Nassreinigung sind problemlos möglich, wodurch HYLA zu einem vielseitigen Helfer für hygienische Sauberkeit im ganzen Haus wird. Besonders Allergiker und gesundheitsbewusste Haushalte profitieren von der Kombination aus gründlicher Reinigung und frischer, gereinigter Luft.

Ein weiteres Highlight ist das exklusive Messeangebot:

Wer sich auf der Taunus-Messe 2025 für ein HYLA-System entscheidet, spart 400 Euro und erhält die Nassreinigung kostenlos dazu. Damit wird der Besuch nicht nur zu einem informativen Erlebnis, sondern auch zu einer Gelegenheit, hochwertige Reinigungstechnik zu einem attraktiven Vorteilspreis kennenzulernen.

Die Taunus-Messe in Bad Schwalbach findet am 18. September 2025 von 14:00 bis 20:00 Uhr statt. Besuchertickets und weitere Informationen stehen auf der offiziellen Website www.taunus-messe.de bereit.

Hier geht es zur vollständigen Ausstellerliste.