BYC-News Blog Seite 1407

Mann zieht Messer und bedroht Taxifahrer in Bad Kreuznach

Nachrichten Bad-Kreuznach | An diesem Dienstag gegen ca. 02:45 Uhr kam es in Bad Kreuznach zu einer Bedrohung mit einem Messer. Der Vorfall ereignete sich im Krummen Kranz gegen einen Taxifahrer im Alter von 46 Jahren.


Der Taxifahrer war kurz vor dem Vorfall mit drei Personen in Richtung Krummen Kranz in Bad Kreuznach unterwegs. Unter einem Vorwand wurde das Taxi zunächst angehalten und die drei Personen verließen das Fahrzeug. Auf Nachfrage des Taxifahrers wegen des offenen Betrages zückte ein junger Mann ein Messer. Er bedrohte den 46-jährigen Fahrer und wies ihn an sofort wegzufahren.

Die Fahrgäste, eine Frau und zwei Männer im Alter von 20-30 Jahren, verließen daraufhin fluchtartig die Örtlichkeit. Der zweistellige Betrag für die Taxifahrt wurde nicht bezahlt.

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Mann spaziert über die Autobahn A63 bei Klein-Winternheim

Nachrichten Klein-Winternheim | An diesem Montag gingen mehrere Notrufe bei der Mainzer Polizei ein. Die Anrufenden meldeten gegen 21:46 Uhr einen Mann, der zu Fuß auf der Autobahn A63 bei Klein-Winterheim in Fahrtrichtung Alzey unterwegs war. Die alarmierten Einsatzkräfte leiteten sofort eine Fahndung ein.


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Er wollte zu seiner Lebensgefährtin auf den Mainzer Lerchenberg

Beamte konnten den Mann auf der Autobahn in Fahrtrichtung Mainz tatsächlich antreffen. Es handelte sich um einen 51- jährigen Mann aus der Landeshauptstadt Wiesbaden der stark betrunken auf der A63 unterwegs war.

Als Grund für seinen Spaziergang gab er den Beamten gegenüber an, dass er auf dem Weg zu seiner Lebensgefährtin auf dem Mainzer Lerchenberg sei und er per Anhalter dorthin gelangen wollte. Bei der anschließenden Durchsuchung konnte eine geringe Menge an Betäubungsmitteln bei dem Mann aufgefunden werden.

Im Verlauf der Untersuchungen stellte sich heraus, dass eine Frau aus Nieder-Olm nur durch ein Ausweichmanöver mit ihrem Fahrzeug einen schlimmen Unfall verhindern konnte.

Zu weiteren Ermittlungen wurde der 51-Jährige gegenüber den Beamten immer aggressiver. Der Wiesbadener wurde zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Es wurden mehrere Strafverfahren gegen ihn eingeleitet


 

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Junge Union Mainz für Maskenpflicht in Geschäften und ÖPNV

Nachrichten Mainz | Die Junge Union (JU) in der Landeshauptstadt Mainz schließt sich der Forderung nach einer Maskenpflicht an. Diese solle aber nur für den Aufenthalt in Geschäften und im ÖPNV gelten, heißt es in einer Pressemitteilung.


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Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Mainz, Torsten Rohe

„Der Gesundheitsschutz steht an oberster Stelle für uns. Anstatt in einen Überbietungswettbewerb einzutreten, wann wir welche Maßnahmen wieder lockern können, müssen wir vor allem vermeiden, dass das Virus wieder die Oberhand gewinnt und eine zweite Pandemiewelle verhindern“

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Psychologe Marc Philipp Janson, stellvertretender Vorsitzender der JU

„Unter der Prämisse des Gesundheitsschutzes als oberste Maxime müssen wir aber auch darüber nachdenken, wie wir unsere Gesellschaft und Wirtschaft wieder schrittweise im Einklang mit dem Streben nach Infektionsschutz normalisieren können. Wenn Masken dazu beitragen können, bestehende Lockerungen sicherer zu gestalten, dann sollte die Stadt auf dieses Mittel setzen. Eine eingeschränkte Maskenpflicht kann auch dazu beitragen, dass sich daraus eine Norm entwickelt und mehr Menschen im öffentliche Raum zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um sich und andere zu schützen“

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Stadt Mainz muss deutliche Signale senden

„In der aktuellen Krise müssen von der Politik alle Möglichkeiten genutzt werden, die Bevölkerung zu schützen und zu sensibilisieren. Wir haben Erfolge erzielt, die dürfen wir jetzt aber nicht verspielen. Wir erwarten deshalb von der Stadt, dass sie ebenfalls dahingehend deutliche politische Signale sendet, die über warme Worte hinaus gehen“, so Rohe und Janson.

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Die neue Maskenbörse unter www.die-heldenboerse.de

Ein Mangel an Masken sollte nicht als Argument gegen die Maskenpflicht gelten. Jeder könne sich im Zweifel einen Schal oder Tuch um Mund und Nase binden. Der Bundesverband der Jungen Union hat unter dem Link www.die-heldenboerse.de das bestehende Angebot der Einkaufsunterstützung, an dem sich junge Mainzer Christdemokraten seit Wochen beteiligen, um eine Maskenbörse erweitert.

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Tödlicher Verkehrsunfall bei Wiesbaden

Nachrichten Wiesbaden | An diesem Montagabend gegen 20:25 Uhr kam es in Rambach, einem Ortsteil von Wiesbaden zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 29 Jahre alter Motorradfahrer aus Eppstein tödlich verletzt wurde.


Ein 51 Jahre alter Wiesbadener befuhr mit seinem PKW die Niedernhausener Straße in Rambach in Richtung Naurod. Auf der Höhe der Kitzelbergstraße bog der Autofahrer ab, um anschließend die Niedernhausener Straße in entgegengesetzter Richtung wieder zu befahren. Dabei übersah er scheinbar den aus Richtung Wiesbaden kommenden 29 Jahre alten Motorradfahrer. Der Wiesbadener konnte einen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge nicht mehr verhindern und prallte gegen die Fahrerseite des PKW.

Der Motorradfahrer wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb. Der Fahrer des PKW blieb unverletzt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zur Ermittlung der Unfallursache ein Gutachter hinzugezogen. Die beiden Fahrzeuge wurden zudem sicher gestellt. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Niedernhausener Straße komplett gesperrt werden, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kam.

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Verkehrsunfall am Bahnübergang in Groß-Gerau

Nachrichten Groß-Gerau | An diesem Sonntagmorgen gegen 8:30 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall an einem Bahnübergang in Groß-Gerau. Ein 67 Jahre alter Mann aus Riedstadt war mit seinem Toyota über einen geschlossenen Bahnübergang an der Mittelstraße in Groß-Gerau gefahren und hatte so einen Unfall verursacht.


Der Mann hatte zuvor an der Schranke gehalten. Als ihm das ganze jedoch zu lange dauerte, entschloss er sich offenbar dazu, an den geschlossenen Halbschranken vorbei zu fahren. In diesem Moment kam ein Zug der Eisenbahnfreunde Westerwald-Verkehrsgesellschaft angefahren. Der Lokführer leitete umgehend eine Notbremsung ein, diese konnte einen Zusammenprall jedoch nicht mehr verhindern. Der Zug erwischte den hinteren Bereich des PKW, wodurch dieser zur Seite geschleudert wurde.

Der 67-Jährige wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt und wurde Ort durch einen Notarzt versorgt. Alkohol- oder Drogeneinfluss konnten bei dem Fahrer nicht festgestellt werden. Der PKW wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass dieser abgeschleppt werden musste. Die ebenfalls beschädigte Schrankenanlage wurde von Technikern der Deutschen Bahn AG wieder repariert werden.

Die Strecke musste bis 10:04 Uhr gesperrt werden und konnte erst dann wieder für den Zugverkehr freigegeben werden. Bei unsgesamt sieben Zügen kam es dadurch zu Verspätungen, drei Züge mussten umgeleitet werden. Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main hat die Ermittlungen gegen den PKW-Fahrer wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

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E-Bike-Fahrer stirbt nach Unfall

Nunkirchen. Ein 71 Jahre alter Mann ist nach einem Sturz mit seinem E-Bike im Krankenhaus verstorben. Nach dem Unfall am Freitag war er mit dem Hubschrauber nach Trier gebracht worden.

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Bund will Behandlung für ausländische Corona-Patienten zahlen

Nachrichten Überregional | Mehr als 200 teilweise schwer kranke Corona-Patienten aus dem europäischen Ausland wurden bereits in deutschen Kliniken behandelt. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigt nun an, dass Deutschland die Kosten dafür übernehmen werde.


Kosten liegen bei rund 20 Million Euro

Die Vorschläge zur Kostenübernahme liegen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor. In den Dokumenten heißt es, die Behandlungskosten würden üblicherweise den entsprechenden Ländern in Rechnung gestellt, das soll nun aber wegfallen. „Es handelt sich dabei ausschließlich um Covid-19-bedingte Notfälle, für die die jeweiligen Kapazitäten der betreffenden EU-Nachbarländer nicht ausreichen.“ Die Kosten dafür dürften laut einer Prognose bei rund 20 Millionen Euro liegen. Vor allem Patienten aus Italien und Frankreich wurden in Deutschland behandelt (wir berichteten).

Die dazu nötige Gesetzesänderung soll vorerst bis Ende September gültig sein. Mit dieser Änderung würden auch Unsicherheiten bei den Krankenhäusern beseitigt werden, hieß es in den Vorschlägen.

„Europa steht auch in Krisenzeiten zusammen“

Das sagte der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor einer Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts. Deutschland sei bereit und auch dazu in der Lage, weitere Corona-Patienten aufzunehmen. „Das ist unser Verständnis von europäischer Solidarität.“, so Spahn.

Kreis Groß-Gerau | Einbrecher in Ginsheim-Gustavsburg unterwegs

Nachrichten Kurzmeldung | An diesem Sonntagmorgen gegen 8:15 Uhr Im Weiherfeld im Ortsteil Gustavsburg eingebrochen. Kriminelle hatten sich dabei gewaltsam Zugang zu einer Garage verschafft, die gleichzeitig als Lager- und Büroraum dient. Hierbei entstand ein Schaden von mehreren Hundert Euro. Ob etwas entwendet wurde, ist derzeit noch nicht bekannt und wird geprüft.

Die Polizei in Rüsselsheim hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen sich unter der Rufnummer 06142 – 6960 zu melden.

Vater spielt mit seinem 4-jährigen Kind in den Bahngleisen

Nachrichten Schwerin – An diesem Sonntagnachmittag gegen 16:30 Uhr meldete der Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn AG der Bundespolizei Schwerin zwei Personen im Gleisbereich auf der Bahnstrecke Crivitz – Parchim.


Die Beamten fuhren auf schnellstem Weg zum Einsatzort und die Zugausfahrt wurde durch den Fahrdienstleiter gestoppt. Vor Ort stellten die Polizisten einen 43-Jährigen mit seinem vierjährigen Kind fest. Das Unfassbare war, dass der Mann sich bereits etwa 20 Minuten im Gleisbereich auf Höhe der Eldebrücke mit seinem Kind aufhielt und Steine auf die Gleise legte. Durch sein Handeln gefährdete er nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seines Kindes, welches sich ebenfalls die ganze Zeit in den Gleisen aufgehalten haben soll.

Ein gefährlicher Leichtsinn, der tödlich enden kann! Bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern haben Züge einen Bremsweg von etwa 1000 Metern. Die Bundespolizei warnt eindringlich vor dem Betreten von Gleisanlagen, da hier Lebensgefahr. besteht. Im Bereich der Gleisanlagen kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen, die vermeidbar sind. Meist werden die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen bestehen, unterschätzt. Die Züge werden oft zu spät wahrgenommen, da sie sich nahezu geräuschlos nähern.

Es entstanden etwa 10 Minuten Verspätung durch den eingestellten Zugverkehr. Die Bundespolizeibeamten belehrten den Vater vor Ort und nahmen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen ihn auf. Weitere Ermittlungen zu möglichen strafbaren Handlungen in diesem Zusammenhang dauern an.

Gewerkschaftsbund kämpft für telefonische Krankschreibung

Während der letzten vier Wochen konnten Menschen mit Atemwegsbeschwerden sich telefonisch von ihrem Hausarzt krankschreiben lassen. Das hat Ärzte entlastet und das Ansteckungsrisiko der Beteiligten verringert. Doch die Selbstverwaltung des Gesundheitswesen hat diese Möglichkeit gleich mit den ersten Lockerungen kassiert – zum Unverständnis der Gewerkschaften und der Ärzte.

Einbrecher lässt Ausweis am Tatort zurück

Fischbach. Zwei „polizeibekannte“ Täter sind in der Nacht zum Sonntag in ein Einfamilienhaus in Fischbach eingestiegen. Doch es lief nicht gut für sie: Zuerst wurden sie von einem Nachbar beobachtet, dann flohen sie ohne Beute – und ließen extrem belastendes Beweismaterial am Tatort zurück.

Autobahn A24 nach schweren LKW Unfall voll gesperrt

An diesem Montagmorgen ist nach einem schweren Unfall die Autobahn A24 zwischen Parchim und Neustadt-Glewe in Fahrtrichtung der Hansestadt Hamburg voll gesperrt. Ein Lastwagen war gegen 7:00 Uhr auf ein Baustellenfahrzeug auf der Autobahn aufgefahren. Der Fahrer des LKW hat sich bei dem Unfall schwere Verletzungen zugezogen. Das Baustellenfahrzeug ist samt Schilderwagen durch den Aufprall in den Graben geschleudert worden. Derzeit dauen die Rettungsmaßnahmen an. Weitere Informationen folgen….


 

Nächste Partei fordert Auflösung der Deutschen Umwelthilfe

Nachrichten Überregional | Bayern Partei: Vor „Corona“ war ein Thema immer für eine Schlagzeile gut – die Stickoxidbelastung in den Städten. Führende – nun ja – „Experten“ und die „Deutsche Umwelthilfe“ waren sich einig: Hauptschuldig ist der Autoverkehr. Zu 80 Prozent. Im speziellen die Diesel, weswegen es auch großflächig zu Fahrverboten für diese Fahrzeuge gekommen ist.


Doch der „Corona“ folgende „Shutdown“ zeigt ein anderes Bild

Der Autoverkehr hat deutlich abgenommen, die Stickoxidbelastung aber nicht – bewiesen etwa durch Messungen in Stuttgart oder Würzburg. Nach Ansicht der Bayernpartei lässt das nur einen Schluss zu – die verhängten Dieselfahrverbote beruhen auf massiven Fehleinschätzungen und sind umgehend zu beenden.

Ergänzend der Kommentar des Bayernpartei-Vorsitzenden, Florian Weber: „Ich würde hier sogar noch einen Schritt weiter gehen. Die entweder auf Halbwissen oder bewusstem Nichtwissen beruhenden Kampagnen der „Deutschen Umwelthilfe“ entlarven diese als Ansammlung von Scharlatanen. Und doch haben diese Kampagnen etwa bei kleinen Handwerksbetrieben einen riesigen wirtschaftlichen Schaden verursacht.

Man sollte daher diesen Abmahnverein behördlicherseits auflösen und das Vereinsvermögen an die wirtschaftlich Geschädigten verteilen. Das wäre zumindest eine kleine Kompensation für die verursachten Schäden.“

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Die „neue Normalität“ beginnt heute

In der Corona-Krise beginnt an diesem Montag eine neue Phase: die der Lockerungen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat dafür das Wort von der „neuen Normalität“ geprägt. Für die Gesellschaft könnte sie die größere Herausforderung als der Ausnahmezustand werden.


Über das Verhältnis von Wirklichkeit und Journalismus hat der Mainzer Publizistik-Wissenschaftler Nikolaus Jackob geforscht. In dem Zusammenhang ist er unter anderem der Frage nachgegangen, was von großen Skandalen bei den Menschen in Erinnerung geblieben ist. Ein spannendes Ergebnis davon: Ein Viertel der Befragten ist sich sicher, dass es der Stern war, der aufgeklärt hat, dass es sich bei den „Hitler Tagebüchern“, um eine Fälschung gehandelt hat.

Und das obwohl es zahllose Berichte darüber gegeben hat, wie der Stern auf einen Betrüger reingefallen ist und ihm für Millionen die von ihm gefälschten Tagebücher abgekauft hat. Obwohl es dazu zahllose TV-Dokumentationen gibt. Oder obwohl „Schtonk“ jedes Jahr fünf mal läuft.

Die Zahl sollte jedem Journalisten zu denken geben, der meint, richtig verstanden zu werden. Es sollte aber auch jeden Politiker skeptisch darüber stimmen, wie viel Details  komplizierter Gesetze wirklich bei den Menschen ankommen. Ein Viertel der Bevölkerung entsprechen über 20 Millionen Menschen.

Es war bisher härter, aber auch einfacher

Vier Wochen „Lockdown“ liegen hinter uns. Schon vor dessen Beginn hat diese Seite analysiert, dass es keinen totalen Lockdown geben kann. Dass Ernährung, Wasser- und Stromversorgung, Müllentsorgung oder medizinische Betreuung weiter gewährleistet werden müssen.

Die Kontaktsperre wurde unterschiedlich streng gehandhabt. Während im Saarland dreistellige Summen gezahlt werden mussten, wenn jemand keinen dringenden Grund hatte, unterwegs zu sein, durften die Rheinland-Pfälzer beliebig lang raus – so lange sie sich dort nicht zu Gruppen versammelten.

Was hinter den Menschen liegt, war härter, als das, was nun kommt. Aber es war auch einfacher. Einfacher zu handhaben, vor allem aber auch einfacher zu verstehen und zu akzeptieren: Ja, es trifft mich hart. Aber es trifft alle hart und es muss sein. Die Akzeptanz für die Maßnahmen war in Umfragen hoch, die Zahl der Verstöße blieb überschaubar. Wenn es zu Verstößen kam, ließen sich viele von ihrem Fehlverhalten überzeugen.

Nun wird es deutlich komplizierter: Mehr Geschäfte öffnen. Das heißt aber auch, mehr Menschen müssen wieder zur Arbeit. Mehr Kunden sind unterwegs. Busse und Bahnen werden wieder voller sein. Aber gleichzeitig bleibt die Kontaktsperre bestehen, gilt weiterhin ein Versammlungsverbot.



Widersprüche werden größer

Schon bisher gab es Klagen über absurde Situationen: Etwa dass ein Blumenladen schließen musste, Lebensmittelgroßhändler aber weiterhin Blumen verkaufen durften. Doch das ist nichts, gegen das, was jetzt kommt.

Zum Beispiel der digitale Krankenschein. Den hat die Selbstverwaltung des Gesundheitswesens schon zum ersten Tag der Lockerungen aufgehoben. Ohne Not. Der Krankenstand war während des Lockdowns zurückgegangen.

Das kann im Saarland jetzt zu folgender Situation führen: Ein chronisch an Gicht Erkrankter muss zum Arzt humpeln, um sich dort – in der Regel ohne Behandlung – Krankenschein und Rezept abzuholen. Wenn er sich auf dem Rückweg vom Humpeln auf einer leeren Bank ausruht, droht ihm im Saarland eine Geldstrafe. Und das obwohl er zuvor im Wartezimmer mit schniefenden und niesenden Patienten zusammen gesessen hat. Den digitalen Krankenschein so früh wieder aufzuheben, war eine Fehlentscheidung.

Und doch ist der Gedanke der Bundesregierung und Länderchefs nachvollziehbar: Ein Land kann sich nicht permanent einsperren. Nicht mal für eine kurze Zeit, kann es vollständig ruhen. Nur bedingt lang kann es zu großen Teilen eine Auszeit nehmen. Wie lange es dauern wird, bis der Corona-Virus besiegt werden kann – in Form einer Behandlung oder präventiv – kann heute niemand sagen.

Ist es „jetzt auch mal gut mit Corona“?

Also neue Normalität. Geschäfte haben wieder offen. Schulen beginnen allmählich im Schichtbetrieb. Und Eisdielen dürfen ihr Außengeschäft wieder betreiben. Alles unter der Vorgabe, dass die Menschen Abstand halten sollen. Sie dürfen sich nicht zu dritt versammeln, aber mit 20 in einer Schlange stehen, wenn sie zwei Meter Abstand zueinander halten.

Wie schwer das sein wird, zeigt ein Bild, das in einem Mainzer Stadtteil am Sonntag vor dem Lockdown aufgenommen wurde. 30 bis 40 Leute stehen dort in einer Schlange. Vorne halten sich die Menschen noch pro forma an den Abstand, nach hinten raus drängelt sich ein Pulk zusammen. Sind die Leute nach vier Wochen Kontaktsperre sensibler? Halten sie jetzt freiwillig Abstand zueinander?

Entscheidend für die Antwort wird sein, inwiefern die neue Normalität eine andere Normalität sein wird: Haben die Menschen die Regeln verinnerlicht? Sind sie ihnen in Fleisch und Blut übergangen? Oder stellt sich nach ein Paar Tagen das Gefühl ein, dass „jetzt auch mal gut mit dem Corona“ ist und die Dinge halt weitergehen?

Eine Pflicht Masken zu tragen gibt es nicht. Nur ein Gebot. Aber wird das bei den Menschen ankommen? Es ist keine drei Wochen her, dass das Kanzlerkandidatenduo Jens Spahn und Armin Laschet davor gewarnt hat, dass Masken ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittelten. Wer also jetzt keine tragen will, kann sich argumentativ auf den Bundesgesundheitsminister und den Chef des größten Bundeslandes berufen – keine schlechten Referenzen.



Maskenpflicht wäre auch ein Symbol gewesen

Über den medizinischen Nutzen der Masken gibt es in der Debatte graduell unterschiedliche Positionen. Sicher ist, sie verringern das Ansteckungsrisiko – aber sie fahren es nicht auf null runter. Doch über den medizinischen Nutzen hinaus hätten die Masken eine wichtige Symbolwirkung gehabt: In einem Land, in dem eine Mehrheit öffentlich einen Schutz im Gesicht trägt, kommt keiner auf die Idee, dass in der neuen Normalität alles in Ordnung ist.

Dass Spahn und Laschet den Nutzen der Masken in Frage gestellt haben, mag Unwissenheit gewesen sein. Schließlich hat das staatliche Robert-Koch-Institut damals noch die gleiche Position vertreten. Aber es hatte auch ein taktisches Kalkül. Es gibt immer noch nicht ausreichend Masken für alle. Vor drei Wochen gab es die erst recht nicht. In der Suche nach der politischen Verantwortung wäre das Bundesgesundheitsministerium keine ausschließlich absurde Adresse.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat in der gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kanzlerin klar gestellt: Die Sache des Staates sei es, die Menschen im Gesundheitswesen mit zertifizierten Masken zu versorgen. Es wäre wünschenswert gewesen, er hätte klar ausgesprochen, statt es nur in den Raum zu stellen, dass es Privatsache ist, sich selbst um seine Masken zu kümmern.

Jeder kümmert sich um sich

Es ist auch so ein Ausdruck der neuen Normalität. Nämlich dass auch in Zeiten des Schutzes vor dem Virus als Grundsatz gilt: Der Staat sorgt für die Rahmenbedingungen und hilft in Notfällen, sein eigenes Glück regelt jeder selbst.

Zu den Rahmenbedingungen gehört aber auch, dass das Kontaktverbot weiter gilt. So lange das so ist, muss es auch durchgesetzt werden. Es ist verheerend für das Vertrauen in den Staat, wenn er seine Gesetze und Verordnungen nicht durchsetzen kann. Und es würde das Opfer der Gesetzestreuen ad absurdum führen, wenn eine Mehrheit wahllos Kontakt mit anderen aufnimmt und sich nur eine Minderheit an die Auflagen hält. Rein statistisch wäre schnell der Punkt erreicht, an der auch den Gesetzestreuen die Ansteckung droht.

An die Vernunft appellieren. Ja, das kann man. An die Regeln erinnern – das auch. Aber am Ende bleibt immer eine große Masse, die es falsch verstehen wird. Vielleicht wieder ein Viertel. Das wären dann 20 Millionen potentielle Virenherde.

Die Statistik zu den Hitler-Tagebüchern ist zitiert nach Nikolaus Jackob, „Gesehen, gelesen – geglaubt?“. Erschienen im Olzog-Verlag.

Lufthansa führte 27 Flüge für Erntehelfer nach Deutschland aus

Nachrichten Frankfurt | Die weltweit verhängten Reisebeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben seit dem 13. März eine Rückholaktion von Reisenden ausgelöst. Es wurden mittlerweile rund 90.000 Urlauber und Reisende von den Fluggesellschaften der Lufthansa Group zurückgeflogen. Mit insgesamt 437 Sonderflügen von 106 verschiedenen internationalen Flughäfen starteten die Flugzeuge dafür.


Die Herausforderung waren unterschiedlich

Mit rund 154 Cargo-Sonderflüge wurden Hilfsgütertransporte nach Deutschland durchgeführt. Die Airline Eurowings (Lufthansa Group) hat bis zum heutigen Tag bereits 27 sogenannte „Erntehelfer-Flüge“ für die Landwirtschaft mit rund 2.500 Passagieren durchgeführt, neun weitere sind noch geplant.

Die Herausforderung waren unterschiedlich. Rund 40 Flughäfen waren keine regulären Ziele der Lufthansa Group, sodass dort Personal für die Abfertigung, Catering, Unterkunft für Cockpit- und Kabinencrew, Treibstoff und Wartung nur mit sehr kurzem Vorlauf bereitgestellt werden mussten. Und dies teils vor dem Hintergrund von lokalen Ausgangssperren, schnell wechselnden Einschränkungen und teils bereits geschlossenen Flughäfen.