BYC-News Blog Seite 1356

Ingelheim: Umbau der Kreuzung zwischen den Landstraßen L420 und L419

Nachrichten Ingelheim | Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Worms und der Stadt Ingelheim soll, beginnend ab August 2020 der Kreuzungsbereich der Landstraße L419 und L420 ausgebaut werden. Die Bauarbeiten finden an der Einmündung der Konrad-Adenauer-Straße und der Rheinstraße beziehungsweise der Konrad-Adenauer-Straße und dem Nahering statt. Die Ausbauarbeiten erfolgen in insgesamt fünf Bauabschnitten.


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Verkehrsqualität soll verbessert werden

Die Bauarbeiten sollen an den beiden Knotenpunkten die Verkehrsqualität und den Verkehrsfluss verbessern. Die Strecken werden täglich von tausenden Fahrzeugen genutzt. Gerade die Konrad-Adenauer-Straße wird täglich von 12.000 bis 18.000 Fahrzeugen passiert. Aktuell läuft das Ausschreibungsverfahren für die Baufirmen. Nachdem die Bewerbungen geprüft und bewertet worden sind, soll im August der Bauauftrag vergeben werden. Ende August sollen die Bauarbeiten dann starten und voraussichtlich bis Ende 2021 andauern. Die Kosten werden auf etwa 2,2 Millionen Euro geschätzt. Für die Kosten kommen die Stadt Ingelheim, der Bund und das Land Rheinland-Pfalz auf.

Geplant ist ein Ausbau mit zusätzlichen Fahrstreifen. Im Kreuzungsbereich der Konrad-Adenauer-Straße und der Rheinstraße müssen durch den Ausbau auch Versorgungs- und Abwasserleitungen angepasst oder verlegt werden. An der Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße und Nahering werden die derzeitigen Ampelanlagen durch neue Anlagen ersetzt.

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Autobahn wird wichtige Umleitungsstrecke

In insgesamt fünf Bauabschnitten sollen die anstehenden Bauarbeiten weitestgehend unter laufendem Verkehr stattfinden. Allerdings wird die Autobahn A60 zwischen Ingelheim West und Ingelheim Ost eine wichtige Umleitungsstrecke werden, da während der Bauarbeiten im Stadtgebiet mit massiven Einschränkungen und Behinderungen zu rechnen ist. Nach Abschluss der Bauarbeiten und durch Installation der neuen Ampelanlagen, soll der Verkehrsfluss an den beiden Knotenpunkten wesentlich verbessert sein.

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Mainz: Im Stadthaus trinkt man jetzt Fair-Trade-Kaffee

Nachrichten Mainz | Nachdem die Belegschaft des Rathauses ins neue Stadthaus in der Großen Bleiche umgezogen ist, musste auch ein neuer Betreiber eines Cafés gefunden werden. Ab sofort bietet daher die Cafébar von Frau Schmidt „Cakes & Events“ fairen Kaffee der Müller Kaffeerösterei an.


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Dr. Sabine Gresch, Koordinatorin der Fair Trade-Kampagne dazu

„Ein wichtiges Zeichen und ein konsequentes Engagement der Fair Trade-Stadt Mainz, dass die Kolleginnen und Kollegen des Stadthauses, aber auch die Besucherinnen und Besucher wieder fairen Kaffee trinken können“, so Dr. Sabine Gresch, welche die städtische Fair Trade-Kampagne koordiniert. „Danke an dieser Stelle an die Familie Adler für ihre offene und aufgeschlossene Haltung.“

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Frau Schmidt unterstützt humane und faire Bedingungen im Handel

„Genauso wie wir als Frau Schmidt für die faire Behandlung unseres Teams stehen, unterstützen wir humane und faire Bedingungen im Handel. Die Qualität des Kaffees schmeckt man auch, da kann man direkt mit einem guten Gewissen genießen“, sagt Andrea Adler-Neufels (Gründerin von Frau Schmidt).

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Mainz ist Fair-Trade-Stadt

Seit 2013 ist die Stadt Mainz Fair Trade-Stadt. Seitdem wurde der Titel immer wieder verlängert. Mit der Kampagne will Mainz den Fairen Handel noch stärker ins Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher rücken. „Wir wollen den Fairen Handel sichtbar machen“, so Sabine Gresch, vom AGENDA-Büro. Ob in der Verwaltung, in Kantinen, in Kirchengemeinden, in Schulen, in Cafés, im Sportverein oder im Lebensmitteleinzelhandel – der Faire Handel biete vielerorts Anknüpfungspunkte. Die Kampagne beziehe alle Bereiche kommunalen Engagements mit ein: die Bürgerinnen und Bürger als Konsumenten, die Städte als öffentliche Beschaffer, die Medien und auch den Einzelhandel. Unter dem Motto „Mainz denkt global“ könne jeder aktiv werden und mithelfen.

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Fahndung nach schwerem Raub in Bischofsheim

Nachrichten Bischofsheim | An diesem Donnerstagmittag gegen 14:10 Uhr wurde eine Frau in der Darmstädter Straße in Bischofsheim ausgeraubt. Die Polizei fahndet nach dem Täter und wurde dabei zeitweise von einem Polizeihubschrauber unterstützt.


Die 59 Jahre alte Frau hatte zuvor ihr Fahrzeug in der Nähe einer Bank geparkt und wollte zu dieser laufen, als sie von dem Tatverdächtigen gestoppt wurde. Der Tatverdächtige bedrohte die Frau mit einem Messer und forderte von ihr die Autoschlüssel ihres Fahrzeuges. Der Beschuldigte flüchtete im Anschluss daran mit dem silberfarbenen Mercedes SL mit dem Kennzeichen KUS-OE 28.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigen:

  • 30 bis 40 Jahre alt
  • dunkelhäutig
  • Dreitagebart
  • rotes T-Shirt
  • blau-weiße Baseball Kappe
  • sprach Deutsch mit Akzent


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Nähe des Tatorts ist eine Person aufgefallen

Gleichzeitig wurde in der Nähe des Tatorts ein Mann gesehen, der mit einem Fahrrad davon fuhr. Auch er soll zwischen 30 und 40 Jahre alt und dunkelhäutig sein. Der Mann wird ebenfalls mit Dreitagebart beschrieben, soll kräftig sein und ein blau-weißes T-Shirt getragen haben. Die Polizei ermittelt zur Zeit, ob der Mann in Verbindung mit der zuvor beschriebenen Tat steht.

Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf den Verbleib des gestohlenen Mercedes geben kann, wird gebeten sich unter der Telefonnummer 06142 – 6960 bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim zu melden.

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Groß-Gerau: Unfall verursacht und verletzte Frau am Boden liegen gelassen

Nachrichten Groß-Gerau | An diesem Mittwoch ereignete sich gegen circa 13:00 Uhr ein Verkehrsunfall mit anschließender Flucht durch den Verursacher. Der Unfallort befindet sich am Marktplatz in Groß-Gerau.


Eine Frau fuhr auf ihrem Fahrrad auf der Gernsheimer Straße, während auf Höhe der Hausnummer 16 ein Fahrzeug aus einem Parkplatz fuhr. Der Fahrzeugführer übersah die Frau auf ihrem Zweirad und es kam zu einem Zusammenstoß. Durch den Aufprall stürzte die Fahrradfahrerin zu Boden und verletzte sich dabei. Der Autofahrer bemerkte den Aufprall und entfernte sich schnell von der Unfallstelle. Er ließ die Frau ohne nachzusehen verletzt auf dem Boden liegen.

Die alarmierte Polizei in Groß-Gerau sucht nun Zeugen, welche den Unfall beobachtet haben und Auskünfte zum Fahrzeugführer und/oder zum Fahrzeug machen können. Angaben zu dem genannten Fall können in Groß-Gerau bei der Polizei oder jeder anderen Polizeidienststelle gemeldet werden.

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Kinderansprecher im Raum Bad Kreuznach unterwegs

Nachrichten Bad Kreuznach | Die Polizei warnt vor einem Kinderansprecher der in dieser Woche im Raum Bad Kreuznach aufgefallen war. An diesem Mittwoch gegen 14:00 Uhr wurde in der Ortsmitte von Hüffelsheim ein Junge im Alter von 9 Jahren von einem unbekannten Mann aus einem Fahrzeug heraus angesprochen.


Es ist kein strafrechtlich relevantes Ereignis

Der Unbekannte Mann habe ihm gesagt, dass er Fußballsammelkarten mit ihm tauschen möchte. Der 9-Jährige reagierte instinktiv richtig und rannte direkt nach der Ansprache davon.

Die Polizei Bad Kreuznach wurde umgehend informiert und ist dem Hinweis nachgegangen. Bei derzeitigem Verfahrensstand ist es noch nicht zu einem strafrechtlich relevanten Ereignis gekommen.

Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Bad Kreuznach ist mit den weiteren Ermittlungen betraut. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Bad Kreuznach in Verbindung zu setzen.

Hinweise der Polizei

Die Polizei nimmt Mitteilungen über sogenannte „Kinderansprecher“ immer ernst, prüft die Hinweise und leitet entsprechende Maßnahmen ein. Da solche Meldungen immer für große Besorgnis und Unsicherheit sorgen, sollten Eltern ihre Kinder auf Situationen dieser Art vorzubereiten. Wichtig ist, dem Kind dabei keine Angst zu machen.



Die Polizei gibt einige Verhaltenshinweise:

Legen Sie mit Ihren Kindern Verhaltensregeln für den Schulweg und die Freizeit fest und treffen Sie Absprachen, wer das Kind abholen darf. Sagen Sie dem Kind dass es richtig war, wenn es sich Ihnen anvertraut. Stellen Sie dann in einem ruhigen Tonfall offene Fragen über den Ablauf der Geschehnisse, wie zum Beispiel: Und was ist dann passiert? Was hat xy danach gemacht?

Melden Sie den Vorfall bei der Polizei!

Informationen über Kinderansprecher in den Sozialen Netzwerken wie Facebook oder WhatsApp ist nach Angaben der Polizei oft kontraproduktiv und führt zu zahlreichen „Fehlmeldungen“, die dann bei der Polizei eingehen. Das kann die Ermittlungsarbeiten behindern und erschweren. Für die Schulen stehen auch Kontaktpartner als Ansprechpersonen zur Verfügung.

Weiterer Kinderansprecher in Rüsselsheim

 

Seit Tagen vermisste 74-Jährige aufgefunden

Nachrichten Idstein | Update 2. Juli: Die seit diesem Samstag vermisste 74-Jährige Seniorin aus Idstein konnte an diesem Donnerstag gegen 8:00 Uhr in der Grunerstraße in Idstein im Bereich eines dortigen Hofguts aufgefunden werden. Die Frau war geschwächt und wurde daher durch den Rettungsdienst umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Aktuell liegen der Polizei keine Anhaltspunkte für einen strafrechtlichen Hintergrund ihres Verschwindens vor.


Erstmeldung 29. Juni 1:00 Uhr: Seit diesem Samstag wird die 74-Jährige Dagmar K. aus Idstein vermisst. Trotz intensiver Suchmaßnahmen der Polizei konnte die Seniorin bislang noch nicht gefunden werden. Die Polizei wendet sich daher nun mit einem Bild der Vermissten an die Öffentlichkeit und bittet um Hinweise.

Zahlreiche Einsatzkräfte suchten intensiv nach der Vermissten

In der Nacht von Samstag auf Sonntag suchte die Polizei bis etwa 3 Uhr nach der Frau und versuchte, ihre Spur im Stadtgebiet von Idstein nachzuverfolgen. Die Suche wurde dann am frühen Sonntagmorgen fortgesetzt. Zum Einsatz kamen dabei zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei, sowie Mantrailer- und Flächensuchhunden, Pferde der Reiterstaffel und ein Polizeihubschrauber. Trotzdem konnte die Vermisste bislang nicht aufgefunden werden.

Die Spur der Vermissten verlor sich an einer Bushaltestelle

Nach Aussagen von Zeugen gegenüber der Polizei, hielt sich die Vermisste vermutlich am Samstag gegen 11:30 Uhr im Bereich Innenstadt in Idstein auf. Zudem soll sie gegen 21:15 Uhr im Bereich des REWE-Einkaufsmarktes in Wörsdorf unterwegs gewesen sein. Suchhunde konnten ihre Spur dann bis zur Bushaltestelle „Wörsdorf-Rathaus“ verfolgen. Ab dort verliert sich die Spur von Dagmar K.

Beschreibung der Vermissten:

  • ca. 158 cm groß
  • schüttere, graue Haare
  • trägt eine Brille
  • dunkelblaues T-Shirt
  • dunkle Hose
  • Sandalen

Dagmar K. leidet an Demenz und fällt durch ihren schleppenden Gang auf. Wer die Vermisste gesehen hat oder Hinweise zu ihrem Aufenthalt geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Idstein unter der Rufnummer 06126-93940 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Zigarettenkippe löst Großeinsatz der Feuerwehr Mainz aus

Nachrichten Mainz | An diesem Donnerstagnachmittag gegen 16:10 Uhr kam es in der Ludwigsburger Straße im Hartenberg-Münchfeld in Mainz zu einem Balkonbrand. Umgehend rückte ein Großaufgebot der Feuerwehr zum Einsatzort aus und auch die Polizei war vor Ort.


Brandursache war eine Zigarettenkippe

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr Mainz gegenüber Boost your City vor Ort mitteilte, war auf einem Balkon im dritten Obergeschoss des Wohnhauses ein Blumenkasten in Brand geraten. Grund dafür war eine Zigarettenkippe, die darin ausgedrückt wurde. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Flammen zügig löschen. Beschädigt wurde bei dem Brand lediglich der Bereich um den Balkon und die äußere Scheibe der doppelverglasten Fenster. Bei dem Brand kamen keine Personen zu Schaden.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr erklärte gegenüber Boost your City: „In dem Fall hatte der Bewohner Glück. Das äußere Glas der doppelverglasten Fenster ist zwar zersprungen aber das Innere hat gehalten. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten die Flammen vermutlich auch auf die Wohnung übergegriffen.“

Zigarettenkippen gehören nicht in den Blumentopf

„Wir erleben das immer wieder, dass Leute ihre Zigaretten in Blumenkästen ausdrücken und die dann anfangen zu brennen. Viele wissen gar nicht, dass Blumenerde ziemlich schnell Feuer fängt und gut brennt. Allein in diesem Jahr ist das schon mein etwa neunter Einsatz, bei dem das die Brandursache war.“, betont der Einsatzleiter: „Man sollte seine Zigaretten wenn dann in dafür vorgesehenen Behältnissen ausdrücken. Vor allem aber nicht in Blumenerde.“

1,3 Millionen Deutsche erhalten nun die „Grundrente“

Der Bundestag hat an diesem Donnerstag mit den Stimmen der großen Koalition die „Grundrente“ beschlossen. 1,3 Millionen Menschen sollen durch sie besser gestellt werden. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. Bis das Geld auf dem Konto ist, kann es aber etwas dauern – die Experten rechnen mit hohem Verwaltungsaufwand und entsprechenden Bearbeitungszeiten.

Gesetzlich Versicherte sollen Corona-Tests nicht für alle bezahlen müssen

Wer hat sich mit Covid-19 infiziert? Wer ist bereits immun? Um so mehr die Wissenschaft über die Krankheit weiß, desto besser werden die Chancen, die Pandemie einzugrenzen. Deswegen sollen massenweise Tests gemacht werden. Das sei aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und die Kosten dürften nicht allein den gesetzlich Versicherten aufs Auge gedrückt werden, mahnt Dietmar Muscheid, Vorsitzender des Verwaltungsrats der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

Frau wird zwischen LKW eingequetscht und verstirbt an der Unfallstelle

Nachrichten Mainz-Kastel | In dieser Donnerstagnacht gegen 1:20 Uhr kam es zu einem schrecklichen Vorfall in der Straße „Unterer Zwerchweg“ in Mainz-Kastel. Während der Arbeit wurde eine Frau zwischen zwei Lastwagen eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle.


Die 40-Jährige arbeitete gerade an einem Lastwagen, als ein weiterer LKW hinter ihr ins Rollen kam. Der Lastwagen hinter ihr rollte nach vorne und erfasste die Frau, die dadurch zwischen den beiden Fahrzeugen eingeklemmt wurde und schwerste Verletzungen dabei erlitt. Trotz der sofort eingeleiteten und umfangreichen Reanimation verstarb die 40-jährige Mitarbeiterin der Firma noch vor Ort.

Wie die Polizei mitteilt, können aktuell noch keine weiteren Angaben zum Hergang des Geschehens gemacht werden. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei in Wiesbaden aufgenommen. Zur Klärung des Sachverhalts werden zudem ein Sachverständiger und das Amt für Arbeitsschutz bei den Ermittlungen hinzugezogen.

Schausteller aus Mainz und Groß-Gerau demonstrieren in Berlin

Nachrichten Mainz | Schausteller aus Mainz, Groß-Gerau und aus ganz Deutschland demonstrieren an diesem Donnerstag vor dem Brandenburger Tor. Insgesamt werden rund 300 Wagen und 1200 Schausteller in der Bundeshauptstadt Berlin erwartet.


5.000 Familienunternehmen massiv in ihrer Existenz bedroht

Die letzten Einnahmen erzielten die meisten Schausteller an Weihnachten im letzten Jahr. Zudem dürfen die Schausteller aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen noch bis Ende Oktober quasi nicht arbeiten. Nun sind mehr als 5.000 Familienunternehmen massiv in ihrer Existenz bedroht.

Wenn etwa Cafés, Biergärten und Restaurants wieder öffnen dürften, dann sollten auch Kirmesse und Volksfeste unter freiem Himmel und an frischer Luft wieder erlaubt sein, argumentieren die Schausteller. „Wenn unsere Kinder gemeinsam im Planschbecken sitzen dürfen, muss es auch möglich sein, gemeinsam Karussell zu fahren“, betont Präsident des Deutschen Schaustellerbundes Albert Ritter: „Wenn es erlaubt ist, dicht gedrängt im Flugzeug nach Mallorca zu fliegen, muss es erst recht gestattet sein, im Autoscooter nebeneinander zu sitzen.“

Die Schausteller stehen zusammen

Mit der Demonstration wollen die Betroffenen ihrem Ärger darüber Luft machen. Mit einem Konvoi von Zugmaschinen und anderen Schaustellerfahrzeugen fahren sie im Rahmen der Demonstration unter anderem am Bundeswirtschafts-, Gesundheits- und Finanzministerium vorbei. Für 13 Uhr ist dann die Hauptkundgebung vor dem Brandenburger Tor geplant. Dabei wollen die Schausteller mit einem traditionellen Fahneneinmarsch ihre Geschlossenheit in der aktuell existenzbedrohenden Situation verdeutlichen.



Ein Leben ohne Volksfeste

Marco Sottile, der erste Vorsitzende der Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker (IMSM) sowie Sascha Barth, der zweite Vorsitzende des Schaustellerverbandes Rheinhessen befürchten, dass auch die Volksfestkultur in Deutschland enden wird, wenn keine staatliche Hilfe kommt. In einem Telefonat erklären die Schausteller gegenüber Boost your City: „Den Rheinfrühling in Mainz gibt es seit 650 Jahren, es wäre schade wenn diese Traditionen wegen der Krise den Bach runter gehen würden, weil die Schaustellerbetriebe nicht aufrecht erhalten werden können. Viele Volksfeste haben zudem einen kirchlichen Hintergrund. Das Wort Kirmes bedeutet zum Beispiel Kirchweihe. Das wissen die wenigsten, doch auch deshalb sollte diese Tradition unbedingt weiter geführt werden.“

Schon jetzt steht rund 20 bis 30 Prozent der Schaustellerbetrieben das Wasser nicht nur bis zum Hals sondern weit darüber, berichten Sascha Barth und Marco Sottile. Wenn jetzt keine finanzielle Hilfe komme, werden es viele nicht schaffen. Bis zum 31. August werden es noch wesentlich mehr sein.

Auch Marco Sottile findet deutliche Worte: „Wir brauchen das Geld jetzt dringender als alles andere. Denn wenn das Geld jetzt nicht kommt und wir das bis zum 31. August durchhalten sollen, dann gibt es die Tradition Volksfest nicht mehr“.

Wiesbaden: Gruppe schlägt und tritt auf Opfer am Boden ein

Nachrichten Wiesbaden | An diesem Montag wurde ein Mann im Alter von 20 Jahren von einer Gruppe angegriffen und verprügelt. Der 20-Jährige war gerade zu Fuß auf dem Heimweg und im Bereich des Loreleirings unterwegs.


Der Angriff geschah ohne Grund

Der Mann gab gegenüber der Wiesbadener Polizei an, dass er ohne einen Grund von einem der drei Männer mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurde. Durch die Wucht des Schlages ging er zu Boden. Am Boden liegend wurde dann auf ihn eingetreten und gemeinschaftlich auch auf ihn eingeschlagen. Nach der Attacke flüchteten die drei Tatverdächtigen in Richtung Kurt-Schumacher-Ring.

Der Geschädigte sagte gegenüber der Polizei aus, dass mit einem Gegenstand auf ihn eingeschlagen wurde. Um welchen Gegenstand es sich dabei handelte, konnte er nicht sagen. Der Mann rief den Rettungsdienst und wurde in ein Krankenhaus zur medizinischen Versorgung gebracht.



Personenbeschreibung der Tatverdächtigen

Das Opfer gab gegenüber der Polizei Wiesbaden eine Personenbeschreibung an. Die drei Tatverdächtigen sollen im Alter von etwa 25 Jahren gewesen sein. Zwei der drei Männer beschreibt das Opfer als dunkelhäutig. Der dritte Angreifer soll eine weiße Adidas Jacke getragen haben.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611 – 3452340 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Wiesbaden: Freibadnutzung und Stadtbus für Kinder und Jugendliche kostenfrei

Nachrichten Wiesbaden | In der Sitzung an diesem Donnerstag wird die Stadtverordnetenversammlung  über einen Antrag beraten, auch dieses Jahr ein besonderes Angebot für Kinder und Jugendliche in Wiesbaden während der Ferienzeit zu schaffen. Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden arbeitet schon seit längerem unter Hochdruck an einem Ferienangebot. Nun sollen Stadtbusse und städtische Freibäder – ausgenommen das Opelbad – für Kinder und Jugendliche in den Ferien kostenfrei sein.


Eine großartige Möglichkeit für die Kinder und Jugendlichen

„Eine pragmatische und gute Lösung für junge Menschen in Wiesbaden“, darin sind sich Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Sozialdezernent Christoph Manjura und Verkehrsdezernent Andreas Kowol einig. Gemeinsam haben sie ein Angebot für all diejenigen erarbeitet, die aufgrund der aktuellen Corona-Situation in den Sommerferien zu Hause bleiben müssen: Ab Montag werden Wiesbadener Kinder und Jugendliche (bis zum Alter von 18 Jahren) für die Dauer der Schulferien kostenfrei den Wiesbadener Busverkehr und die Wiesbadener Freibäder nutzen können. „Dies ist eine großartige Möglichkeit für die Wiesbadener Kinder und Jugendlichen, die derzeit aufgrund der Corona-Situation auf einige der sonst sehr gut besuchten Ferienangebote, wie zum Beispiel die Sommerwiese, leider verzichten müssen“, erklärt Stadtrat Manjura. „Zudem ko-finanzieren wir dieses Angebot mit 90.000 Euro aus unserem Etat, die ursprünglich für die Ferienkarte vorgesehen waren.“

Andreas Kowol dazu

Diese Freistellung des ÖPNV sowie der Schwimmbäder spart zudem den zeitlichen Vorlauf, innerhalb einer Woche Ferienkarten drucken zu müssen. „Eine Ferienkarte wie bisher konnten wir aufgrund der besonderen Situation rund um Corona dieses Jahr nicht sicher auflegen. Da ist es umso schöner, dass jetzt so kurzfristig ein solches Angebot geschaffen werden kann“, erläutert auch Verkehrsdezernent Kowol. Für das Angebot hatten das Verkehrsdezernat bereits vorsorglich mit dem RMV und dem Regierungspräsidium gesprochen und Zustimmung erhalten. „Taunuskamm bis zum Rhein, Innenstadt oder äußere Stadtteile: Es gibt in Wiesbaden viele schöne und lohnende Ziele, die auch mit dem Bus gut erreichbar sind. Die Ferienzeit kann also kommen“, freut sich Dezernent Kowol.



Schnelles Handeln der Stadt ein erfreuliches Zeichen

Oberbürgermeister Mende betont, wie wichtig Freibäder während der Sommerferien für die Kinder und Jugendlichen sind: „Es gibt viele junge Leute, deren Leben sich während des Sommers zu großen Teilen im Freibad abspielt. Für diese, aber auch alle anderen Kinder und Jugendlichen, konnte eine Lösung gefunden werden, die ihnen jetzt sogar den kostenfreien Zugang zu den Freibädern ermöglicht. Gerade unter den sich schnell ändernden Bedingungen, wie sie von der Pandemie ausgelöst werden, ist das schnelle und unbürokratische Handeln der Stadt ein erfreuliches Zeichen.“

Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin

Natürlich gelten für die oben genannten Angebote im ÖPNV und in den Wiesbadener Schwimmbädern auch weiterhin die geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Zudem müssen zur Überwachung des Besucherandrangs auch für die kostenlosen Freibadbesuche unter www.mattiaquacard.de Tickets gelöst werden. Diese sind kostenfrei zu haben und berechtigen nach einer kurzen Alterskontrolle an der Kasse zum Eintritt.

Schlachthof Tönnies bezahlte Sigmar Gabriel als Berater

Nachrichten Politik | Sigmar Gabriel wurde von Deutschlands größtem Fleischproduzenten Tönnies als Berater bezahlt. Dies belegen Dokumente, die dem ARD-Magazin „Panorama“ (NDR) vorliegen. Demnach ist der ehemalige Bundeswirtschaftsminister seit März 2020 bis mindestens Ende Mai 2020 für den Konzern tätig gewesen. Gabriel erhielt bislang offenbar ein Pauschalhonorar von 10.000 Euro im Monat sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag. Die Tätigkeit sollte auf zwei Jahre angelegt sein.


Sigmar Gabriel reagiert auf Anfrage von „Panorama“

Auf Anfrage von „Panorama“ teilte Sigmar Gabriel mit, dass seine privatwirtschaftlichen Tätigkeiten keiner Veröffentlichungspflicht unterlägen. Er habe bei Auskünften an Medien immer auch Interessen Dritter zu wahren. Trotzdem bestätigte er, dass er ab dem 1. März 2020 für Tönnies tätig gewesen sei. Er habe das Unternehmen im Rahmen von drohenden Exportproblemen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest beraten. Seine Arbeit sei aber mittlerweile beendet: „Diese Tätigkeit musste ich aufgrund einer schwierigen Erkrankung und einer dadurch für mich notwendig gewordenen komplizierten Operation zum 31. Mai 2020 beenden. Für mich war zum damaligen Zeitpunkt nicht klar, ob und ggf. wann ich meine beruflichen Tätigkeiten wieder aufnehmen kann.“ Dies erweckt den Eindruck, dass sein Vertragsverhältnis nun endgültig beendet sei.

Gabriel betonte, dass er die „Panorama“-Anfrage beantworte „aufgrund des besonderen öffentlichen Interesses im vorliegenden Fall und auch aufgrund der Tatsache, dass weder ich noch meine Geschäftspartner die frühere Beratungstätigkeit für die Firma Tönnies als problematisch ansehen“.

Er wird seine weiten Kontakte für die Tönnies Gruppe zur Verfügung stellen

Firmenchef Clemens Tönnies hatte sich nach „Panorama“-Recherchen persönlich um die Personalie gekümmert. Panorama liegt eine Präsentations-Folie aus der Sitzung des Konzern-Beirats vom 26. Februar 2020 vor. Darin heißt es: „Es ist Clemens Tönnies gelungen, Herrn Sigmar Gabriel als Berater zu verpflichten. Er wird seine weiten Kontakte für die Tönnies Gruppe zur Verfügung stellen und aktiv Projekte begleiten.“ Dabei geht es dem Dokument zufolge insbesondere um den chinesischen Markt. Gabriel solle neue Transportmöglichkeiten mit der Eisenbahn nach China eruieren und die Verhandlungen mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium sowie China im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest führen.

Darüber hinaus gehe es auch um „Kommunikationsberatung in vom Auftraggeber ausgewählten Fällen“. Eine Zielvereinbarung gibt es offenbar nicht. So heißt es in dem internen Papier: „Gegenstand des dem Auftragnehmer erteilten Auftrags ist die vereinbarte Leistung, nicht ein bestimmter Erfolg.“ Eine Antwort der Tönnies Holding hierzu steht noch aus.



Überwiegend Osteuropäische Arbeiter

Der Fleischkonzern Tönnies steht nach einer Welle von Corona-Infektionen unter überwiegend osteuropäischen Werkvertragsarbeitnehmern am Standort Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh in der Kritik.

Anfang 2015 hatte Sigmar Gabriel – noch als Bundeswirtschaftsminister – das System der Ausbeutung in der deutschen Fleischindustrie als „Schande für Deutschland“ bezeichnet. Es ging vor allem um die oft desolaten Arbeits- und Wohnbedingungen der osteuropäischen Werkvertragsarbeitnehmer. Daraufhin besuchte Gabriel das Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück und wurde von Firmenchef Clemens Tönnies persönlich durch die Produktion geführt. In der Folge einigten sich die sechs größten deutschen Fleischkonzerne unter Federführung von Gabriel und Tönnies auf eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Einhaltung sozialer Standards in der Fleischwirtschaft.

Demnach sollten künftig auch alle Werkvertragsarbeitnehmer nach deutschem Arbeits- und Sozialversicherungsrecht beschäftigt sein, die Zahl der Werkverträge sollte reduziert werden. Zudem wurde vereinbart, dass in die Unterkünfte investiert werde. Die Initiative blieb weitgehend wirkungslos. Allein beim Tönnies-Konzern war 2018 nach eigenen Angaben die Hälfte aller Beschäftigten noch über Subunternehmen tätig. Auch die Wohnsituation der Werkvertragsarbeitsnehmer hat sich offenbar nur unwesentlich verbessert.

Sigmar Gabriel ist seit November 2019 nicht mehr im Bundestag. Er war von 2013 bis 2017 Bundesminister für Wirtschaft und Energie, bis März 2018 Bundesaußenminister. Gegen die Karenzzeit-Regelung für den Wechsel von der Politik in die Wirtschaft hat er mit seiner Tätigkeit für Tönnies nicht verstoßen. Gabriel war bis März 2018 Minister und ist erst seit März 2020 Tönnies-Berater. Das Gesetz sieht für ehemalige Mitglieder der Bundesregierung eine Anzeigepflicht vor, wenn sie beabsichtigen, innerhalb von 18 Monaten nach Ausscheiden aus dem Amt einer Beschäftigung außerhalb des öffentlichen Dienstes nachzugehen.

Lockerung der Einreisebeschränkungen hilft auch der Nahe-Region

Nachrichten Bad Kreuznach | An diesem Mittwoch wurden vom Bundeskabinett die Lockerungen der Einreisebeschränkungen für elf Länder außerhalb der EU beschlossen. Dadurch werden die internationalen Wirtschaftskontakte auch für die Unternehmen an der Nahe erleichtert, erklärt der Bundestagsabgeordnete Dr. Joe Weingarten (SPD)


Das ist für die heimische Industrie von großer Bedeutung

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Joe Weingarten begrüßt die heute durch die Bundesregierung gelockerten Einreisebeschränkungen für elf Länder außerhalb der EU: „Damit bekommen auch die auf internationale Kontakte angewiesenen Unternehmen unserer Region die Möglichkeit zu persönlichen Kontakten mit weltweiten Kunden und Zulieferern. Das ist für die heimische Industrie von großer Bedeutung, etwa für die auf internationale Verbindungen angewiesene Edelsteinbranche und Betriebe der Metallindustrie.“ Weingarten hatte sich auf Bitten der Edelstein- und der Metallindustrie an Bundesaußenminister Maas und Bundesinnenminister Seehofer mit der Bitte um die Wiederermöglichung von internationalen Geschäftsreisen nach Deutschland gewandt.

Nach dem heutigen Kabinettsbeschluss sind wieder erleichterte Einreisen aus Australien, Georgien, Kanada, Montenegro, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruguay nach Deutschland möglich. Auch Reisende aus China, Japan und Südkorea können grundsätzlich wieder einreisen, allerdings erst dann, wenn diese Länder auch deutsche Bürger entsprechend wieder ins Land lassen. Denn teilweise gibt es in diesen Ländern noch Quarantäne-Bestimmungen für Deutsche.

Anders als von der EU-Kommission empfohlen, lässt Deutschland hingegen Einreisen aus Serbien, Marokko, Ruanda und Algerien nicht zu. Weingarten bedauerte, dass das Robert-Koch-Institut das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda, in das auch viele wirtschaftliche Verbindungen bestehen, noch als Risikogebiet einstuft: „Aber Sicherheit geht auch in diesem Fall vor.“ Das gleiche gilt für die USA, die Türkei, Russland und Brasilien, für die es EU-weit noch keine Freigabe gibt. „Angesichts der weiter steigenden Fallzahlen, vor allem in den USA und Brasilien, ist das verständlich und notwendig.“

Grundsätzlich zeigt sich der SPD-Bundestagsabgeordnete aber im Hinblick auf die erstmals erleichterten Reisebedingungen außerhalb der EU zufrieden: „Wenn wir die Wirtschaft in Deutschland wieder zum Laufen bringen wollen, brauchen wir auch persönliche internationale Kontakte, um Geschäfte abzuschließen. Das gilt gerade für viele exportorientierte Unternehmen an der Nahe und die dort betroffenen Arbeitsplätze.“