BYC-News Blog Seite 1348

Die Feuerwehr im Einsatz als Tierretter

Nachrichten Frankfurt am Main | An diesem Samstagabend gegen 17:30 Uhr rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Frankfurt zu einem ungewöhnlichen Einsatz aus. Es ging um einen Hund, der bereits mehrere Stunden in einer Grünanlage zwischen Gallusanlage und Willy-Brandt-Platz verschwunden war.


-Werbeanzeige-

Hündin „Rosa“ war in einem Kaninchenbau verschwunden

Der Besitzer des Hundes hatte die Leitstelle alarmiert, da seine vier Jahre alte Chihuahua-Hündin „Rosa“ bereits am Vormittag in einem Kaninchenbau gelaufen und nicht wieder heraus gekommen war. Er hatte mehrfach versucht die Hündin selbst aus dem Bau herauszuholen, was ihm allerdings nicht gelang.

Vor Ort setzten die Einsatzkräfte eine Endoskopkamera des Sonderdienstes Umwelt und Sicherheit ein, um zunächst herauszufinden, in welchem der unterirdischen Gänge sich das Tier befindet. Mithilfe dieser Kamera fanden die Feuerwehrleute heraus, dass die Hündin sich in etwa vier Metern Entfernung befindet und dort feststeckt. In welche Richtung und in welcher Tiefe der Hund feststeckte konnten die Einsatzkräfte aber zunächst nicht feststellen.



-Werbeanzeige-

Die Einsatzkräfte gruben mit Schaufeln nach der Hündin

Durch die Lage der Örtlichkeit konnten keine Großgeräte zum Graben eingesetzt werden, weshalb die Einsatzkräfte begannen, mit Schaufeln am Kabel der Endoskopkamera entlang zu graben. Nach der vierten Grabung konnte die Hündin in knapp einem Meter Tiefe ausfindig gemacht werden.

Die Einsatzkräfte nutzten dann einen Haken um den Chihuahua aus dem Bau zu ziehen. Gegen 19:45 Uhr konnte die Hündin dann schließlich an ihren Besitzer übergeben werden. Insgesamt waren 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Frankfurt vor Ort im Einsatz.

-Werbeanzeige-

Mainz-Weisenau: Großeinsatz der Feuerwehr bei Meinhardt

Nachrichten Mainz | An diesem frühen Samstagmorgen war ein Haufen Gewerbemüll bei der Firma Meinhardt in Mainz-Weisenau in Brand geraten. Wie die Feuerwehr Mainz gegenüber Boost your City mitteilte, wurde die Leitstelle durch die Brandmeldeanlage um 4:58 Uhr alarmiert.


Im Rahmen des Brandschutzes verfügt die Firma unter anderem auch über sogenannte Löschmonitore, die im Falle eines Brandes umgehend damit beginnen, das Feuer zu löschen beziehungsweise klein zu halten. Die Flammen konnten dadurch bis zum Eintreffen der Feuerwehr unter Kontrolle gehalten werden.

Trupps der Feuerwehr betraten dann unter Atemschutz die Räumlichkeiten und begannen die Flammen, die oben aus dem Müllhaufen schlugen, zu löschen. Um die Flammen und die Glutnester im Müllhaufen vollständig löschen zu können, wurde dieser dann mit einem Greifbagger nach draußen verlagert und dabei auch umgeschichtet. Im Außenbereich erfolgte dann das vollständige Ablöschen des Haufens.

Bei dem Brand kamen keine Personen zu Schaden. Insgesamt waren 34 Einsatzkräfte der Mainzer Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Finthen und der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Weisenau vor Ort im Einsatz.

-Werbeanzeige-

Rheingau: Intensive Kontrollen auf Fahrgastschiffen

Nachrichten Rheingau | In der Zeit vom 1. Juli bis zum 11. Juli wurden auf diversen Tagesausflugsschiffen und Flusskreuzfahrtschiffen intensive Kontrollen durch die Wasserschutzpolizei Rüdesheim durchgeführt.


Die Beamten kontrollierten dabei sowohl die Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Abstandsvorschriften als auch die Sicherheitsausrüstung, wie beispielsweise den Brandschutz, Rettungsmittel auf den Schiffen und Maßnahmen zur Erstversorgung von Personen an Bord.

Im Rahmen der Kontrollen konnten allgemein nur geringfügige Mängel und Verstöße festgestellt werden. Diese konnten durch die Betreiber der Schiffe, nach Ausstellung eines Mängelberichtes, behoben werden. Was die Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Abstandsvorschriften angeht, konnten keine Verstöße festgestellt werden.

Das hessische Bereitschaftspolizeipräsidium zieht aus den Kontrollen ein positives Fazit: „Die Ausrüstung und die Sicherheit auf Fahrgast- und Fahrgastkabinenschiffen auf dem Rhein befinden sich auf einem hohem Niveau.“

-Werbeanzeige-

Neue Besucherregelungen im Katholischen Klinikum Mainz

Nachrichten Mainz | An diesem Montag gelten im Katholischen Klinikum Mainz neue Besucherregelungen. Es wurde gemeinsam mit den anderen Krankenhäusern des Rhein-Main Gebietes und nach Vorgabe des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Bundeslandes Rheinland-Pfalz beschlossen, dass Besuche unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich sind.


-Werbeanzeige-

Folgende Maßnahmen zählen dazu

  • Es muss ein Besucher-Fragebogen mit Angaben zu Erkältungssymptomen und persönlichen Kontaktdaten ausgefüllt werden.
  • Besucher erhalten nach Abgabe des Fragebogens am Haupteingan einen Besucherausweis. Diesen müssen Besucher während des gesamten Aufenthalts gut sichtbar bei sich tragen.
  • Hygiene- und Schutzmaßnahmen müssen eingehalten werden.
  • Die Besuchszeit ist auf insgesamt eine Stunde täglich im Zeitraum von 13 bis 18 Uhr begrenzt
  • Patienten dürfen täglich einen Besucher empfangen. Besuche am Aufnahme-/OP-Tag und vor der Entbindung sind generell nicht möglich (Ausnahme: Aufnahme in den Kreißsaal)
  • Besuche auf den Intensiv- und Palliativstationen sind weiterhin nur nach Absprache mit den jeweiligen Behandlungsteams möglich
-Werbeanzeige-

Ab dem 13. Juli sind außerdem Besuche dieser Personengruppen wieder erlaubt

  • Ehegattin oder den Ehegatten
  • die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner
  • die Verlobte oder den Verlobten
  • sonstige nahe Angehörige oder nahestehende Personen

Auch die Uniklinik Mainz hat neue Besucherregelungen festgelegt (Zum Artikel)

-Werbeanzeige-

Mainz: Künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Luftqualität

Nachrichten Mainz | Unter Federführung der Mainzer Stadtwerke AG arbeiten die Stadt Mainz, das Landesamt für Umwelt (LfU) in einem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projekt zusammen. Ziel ist es, die Auswirkungen von bereits umgesetzten Maßnahmen zur Vermeidung eines Diesel-Fahrverbotes in Mainz besser zu verstehen.


Zusammenhänge zwischen Luftschadstoffen und Verkehr sichtbar machen

Dazu wurde gemeinsam mit zwei externen Fachunternehmen ein Netz aus Luftqualitätssensoren und Verkehrszählkameras entwickelt. Künftig soll dieses Netz dann die Datenbasis liefern, um mit Hilfe künstlicher Intelligenz Zusammenhänge zwischen Luftschadstoffen und Verkehr sichtbar zu machen. Das kameraunterstützte System wurde an diesem Donnerstag von der Mainzer Verkehrs- und Umweltdezernentin Katrin Eder und dem stellvertretenden Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Dr. Tobias Brosze in der Rheinallee vorgestellt.

Werte sind weiter gesunken

Bereits seit dem Jahr 2018 arbeitet die Stadt Mainz an der Umsetzung der im Green City Masterplan M³ identifizierten Maßnahmen und Projekten zur Verbesserung der Luftqualität in der Landeshaupstadt. An den seither immer weiter sinkenden Stickstoffdioxid-Werten zeigt sich, wie erfolgreich diese ersten umgesetzten Maßnahmen sind. Durch die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke und den coronabedingten Rückgang des Verkehrsaufkommens sind die Werte noch weiter gesunken. Damit liegen die Werte unter den gültigen Grenzwertens von 40 Mikrometer pro Kubikmeter Luft im Jahresmittelwert.

Allerdings konnten die tatsächlich existierenden Zusammenhänge zwischen Stickkstoffdioxid-Werten auf der einen und Wetter- und Verkehrslage auf der anderen Seite in Mainz wegen der eingeschränkten Datenlage bislang nur in statischen Modellen heraus gearbeitet werden. Dazu war ein enorm hoher Aufwand nötig. Eine kontinuierliche Erfassung der Messergebnisse und damit eine genauere Abschätzung der Wirkweisen der Maßnahmen kann erst durch den Aufbau der neuen intelligenten und dynamischen Sensorik erfolgen.

Verkehrs- und Umweltdezernentin Katrin Eder dazu

„Dies ist die Voraussetzung, um zielgerichtet weitere Maßnahmen zur dauerhaften Vermeidung eines umfassenden Dieselfahrverbots in Mainz herauszuarbeiten. Hier setzt das Projekt der Mainzer Stadtwerke AG an. Besonders zu erwähnen ist, dass die intelligenten Luftqualitätssensoren die bestehenden offiziellen Messstellen nicht ablösen oder zu diesen in Konkurrenz stehen. Sie sind eher eine Ergänzung, denn sie helfen dabei, die verfügbaren Daten zeitlich und räumlich kleinteiliger aufzulösen und einen detaillierteren Blick auf die Luftqualität der Mainzer Innenstadt zu erhalten“



Dr. Tobias Brosze, technischer Vorstand der Mainzer Stadtwerke dazu

„In Ergänzung zu den vielfältigen bestehenden Angeboten an die Bürger, fokussieren wir immer stärker auch auf digitale Infrastruktur und Anwendungen. Bspw. ergänzen wir das kontinuierlich wachsende Glasfasernetz zukünftig durch ein eigens flächendeckendes Lora-Netz in Mainz. Diese Kommunikationsinfrastruktur ermöglicht es uns IoT-fähige und intelligente Sensor-Netzwerke für verschiedenste Anwendungsfälle aufzubauen und damit neue bisher nicht vorhandene Daten zu übermitteln. In diesem Projekt liefern unsere Partner neben den Sensoren auch die künstliche Intelligenz, mit der es erst möglich wird, diese Datenmengen auszuwerten und neues Wissen zur Luftqualität zu generieren.“

Das Messnetzwerk wird seit diesem Donnerstag testweise durch Kameras zur Ermittlung der Verkehrslage ergänzt. Die nicht personenbezogenen Daten, welche von den Kameras erfasst werden kontinuierlich und datenschutzkonform ausgewertet. Bald werden diese dann auch über das stadtwerkeeigene LoraWan-Netz Daten zu Verkehrsmenge, den Verkehrsfluss und die Zusammensetzung der Verkehrs Aufschluss geben. Dieses Messnetzwerk wird in den kommenden Tagen sukzessive auf acht Kamerasysteme an sechs Standorten entlang der Rheinachse und im Umfeld der Parcusstraße ausgeweitet. Anschließend werden die Daten der Luftqualitätssensoren und der Kamerasysteme von einem darauf spezialisierten Unternehmen unter anderem mit Wetterdaten verschnitten und dauernd ausgewertet.

-Werbeanzeige-

Sabine Riewenherm, Präsidentin des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz dazu

„Unsere ZIMEN-Luftmessstationen und die Passivsammler liefern seit vielen Jahren bereits eine verlässliche Datengrundlage für kommunale Maßnahmenentscheidungen. Gerne tragen wir jetzt als Kooperationspartner der Stadt Mainz dazu bei, weitere Zusammenhänge zwischen Verkehrsaufkommen und Schadstoffbelastung herauszufinden. Die neu gewonnenen Erkenntnisse könnten auch für andere Kommunen wichtige Erkenntnisse liefern, um mit bestmöglichen und sehr gezielten Maßnahmen die Luftqualität vor Ort zu verbessern“, erklärte Sabine Riewenherm, Präsidentin des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz.

Eder und Brosze begrüßen den Aufbau dieser vielversprechenden digitalen Infrastruktur durch die Mainzer Stadtwerke AG: „Wir sehen dies als einen wichtigen Baustein, die Luft in Mainz kontinuierlich weiter zu verbessern.“

-Werbeanzeige-

Online-Petition: Schausteller fordern Volksfeste wieder zu erlauben

Nachrichten überregional | Viele der Schaustellerbetriebe stehen aktuell vor dem Aus. Mehr als 5.000 Familienunternehmen sind aufgrund der Situation massiv in ihrer Existenz bedroht, denn die meisten Schausteller hatten die letzten Einnahmen an Weihnachten im vergangenen Jahr erzielt. Zudem dürfen die Schausteller aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen noch bis Ende Oktober zum Großteil nicht arbeiten. Mit einer Online-Petition wird nun gefordert, Volksfeste wieder zu erlauben.


Existenz und die Lebensfreude am Abgrund

„Unsere Existenz und die Lebensfreude steht am Abgrund. Nichts geht, kein Karussell, kein Riesenrad dreht sich mehr. Die Corona-Krise zwingt uns Schausteller seit Monaten zum Stillstand. Kein Spaß für Dich heißt gleichzeitig auch: Kein Einkommen für uns.“, schreibt der Initiator der Petition, Sven Berger.

Aber das ist es nicht allein: Denn Dir Freude zu bereiten, ist unser größtes Herzensanliegen, unser höchstes Ziel – und liegt uns Schaustellern seit Jahrhunderten im Blut. Freude, die wir alle in diesen schwierigen Zeiten brauchen. Alle sind auf unseren Volksfesten willkommen. Dabei sind Volksfeste nicht nur große Partys – Volksfeste sind viel mehr. Wir schaffen Deine Erinnerungen. Deine Momente. Volksfest ist Dein zu Hause. Volksfest ist unser zu Hause. Zusammen sind wir Volksfest.“, so Sven Berger weiter.

Hier geht es zur Online Petition von Sven Berger


 

Rheingau: 15 Jugendliche randalieren und treten gegen geparkte Fahrzeuge

Nachrichten Rheingau | An diesem Freitag um kurz nach 00:00 Uhr wurde die Polizei über den Notruf auf eine Gruppe von 15 Jugendlichen aufmerksam gemacht. Diese sollen im Bereich der Taunussteiner „Limbachstraße“ gegen geparkte Fahrzeuge getreten haben.

Die Polizei beabsichtigte, die Jugendlichen zu kontrollieren. Allerdings ergriffen einige aus der offensichtlichen Tätergruppe die Flucht, als die Polizei vor Ort eingetroffen war. Nach einer Verfolgung gelang es den Polizeibeamten dann, einen der Teenager festzunehmen. Der Grund für dessen Flucht war den Polizisten schnell klar. Bei dem Jugendlichen fanden die Beamten in der Hosentasche mehrere Gramm Betäubungsmittel.

Gegen den Jugendlichen wurde eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Beschädigte Fahrzeuge wurden an der genannten Örtlichkeit allerdings nicht festgestellt.


 

Tätergruppe prügelt auf Männer in Wiesbaden-Dotzheim ein

Nachrichten Wiesbaden | An diesem Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr wurden zwei Männer von einer Tätergruppe angegriffen. Die Tat ereignete sich nahe eines Vereinsgeländes in der Stegerwaldstraße in Wiesbaden-Dotzheim.


Zwei Männer und Angehörige des Vereins im Alter von 51 und 53 Jahren waren zunächst in einen verbalen Streit mit einer größeren Gruppe Jugendlicher geraten. Im weiteren Verlauf wurden die beiden Männer von den Jugendlichen angegriffen. Die Beschuldigten schlugen und traten auf die Geschädigten ein. Im Anschluss daran flüchtete die Gruppe in unbekannte Richtung.

Personenbeschreibung des Haupttatverdächtigen: 

  • circa 2 Meter groß
  • schlanke Statur
  • etwa 16 bis 18 Jahre
  • vermutlich afrikanischer Abstammung

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0611 – 3450 an das Haus des Jugendrechts zu wenden.

Mainz-Bingen: Haushaltsvolumen steigt auf 502 Millionen

Nachrichten Mainz-Bingen | In einer Sondersitzung vor Beginn der Sommerferien hat der Kreistag Mainz-Bingen den ersten Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 2020 verabschiedet. Insgesamt wurden knapp 8 Mio. Euro zusätzlich eingebracht. Das Haushaltsvolumen steigt somit auf rund 502 Mio. Euro.


„Die Sitzung hat ungewöhnlich früh stattgefunden, da wir gerade in ungewöhnlichen Zeiten leben. Die Corona-Pandemie hat schnelle Entscheidungen erfordert, die jetzt einen Nachtrag erforderlich machen. Außerdem wird mit dem Nachtragshaushalt auch die Finanzierung großer Projekte abgedeckt – diese können wir jetzt anpacken“, freute sich Landrätin Dorothea Schäfer.

Der ursprüngliche Haushaltplan des Landkreises weist für dieses Jahr einen Überschuss von 920.614 Euro aus – mit dem Nachtragshaushalt rutscht der Betrag in ein Minus von 330.296 Euro. „Das ist allerdings kein Problem, wir haben genügend Rücklagen“, erklärt die Landrätin.

Durch die Corona-Pandemie sind dem Landkreis zusätzliche Kosten entstanden, die durch den Nachtragshaushalt aufgefangen werden. Dazu zählen Kosten für die Beschaffung von Schutzmaterialien zur Pandemie-Bekämpfung, die Einrichtung von Home-Office-Plätzen für die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung sowie die Deckung von Mehrbelastung im Jobcenter. Im Etat des Nachtragshaushaltes enthalten ist die Sonderzahlung des Landes Rheinland-Pfalz von 25 Euro pro Einwohner an die Landkreise und kreisfreien Städte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Für den Landkreis Mainz-Bingen sind das 5.287.700 Euro.

Aber auch die Finanzierung großer Projekte ist durch den Nachtragshaushalt abgedeckt. 1,7 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln werden für den Neubau des Verwaltungsgebäudes zur Verfügung gestellt, dessen Kosten sich insgesamt auf 29,5 Mio. Euro belaufen. Die Kosten für die Sanierung und den partiellen Neubau der Berufsbildenden Schule (BBS) in Bingen stiegen auf insgesamt 21,6 Mio. Euro – 8,8 Mio. Euro mehr als im ursprünglichen Haushalt für 2020 eingeplant. Die Mehrkosten werden nachträglich in den Haushalt eingebracht und für die Folgejahre veranschlagt. Ein weiteres zentrales Thema ist die Digitalisierung von Schulen im Landkreis, dazu gehört insbesondere die Ausstattung der Schülerschaft an den kreiseigenen Schulen mit Tablets. Es wird mit Anschaffungskosten von etwa 8,16 Mio. Euro gerechnet.

Refinanziert wird die Investition unter anderem durch Zuschüsse der Eltern – Tablets können gemietet werden. Dafür gibt es einen finanziellen Zuschuss seitens des Landes. Nach vierjähriger Nutzung werden die Geräte als „rebuy“ gebraucht veräußert. Der Kreis kalkuliert mit einem Eigenanteil in Höhe von rund 1,03 Mio. Euro.

Johannes Klomann: Gute Nachricht für Kulturschaffende

Nachrichten Mainz | Der Mainzer SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Klomann freut sich, dass mehr Künstlerinnen und Künstler Zugang zu den Projektstipendien des Landes erhalten sollen. Das Kulturministerium habe die Förderkriterien entsprechend ausgeweitet.


Antragsberechtigt für die Arbeitsstipendien sind neben Mitgliedern der Künstlersozialkasse ab dem 15. Juli auch Künstlerinnen und Künstler, die über eine abgeschlossene künstlerische Ausbildung verfügen, durch ihre künstlerische Tätigkeit Einnahmen von mindestens 3.900 Euro im Jahr erzielen oder eine künstlerische Ausstellungs- oder Publikationstätigkeit nachweisen können.

„Die Landesregierung ermöglicht damit noch mehr Künstlerinnen und Künstlern, ihr künstlerisches Schaffen im Sommer fortzuführen“, so Johannes Klomann. Für Kulturschaffende, deren Einnahmen in Folge der Corona-Pandemie weggebrochen sind, sei das eine gute Nachricht.

Seit dem Start des Landesprogramms „Fokus Kultur. 6 Punkte für die Kultur“ wurden insgesamt 569 Projektstipendien in Höhe von jeweils 2.000 Euro an rheinland-pfälzische Künstlerinnen und Künstler vergeben. „Das Programm kommt an!“, freut sich Johannes Klomann über die positive Resonanz. Für das Kulturpaket stellt die Landesregierung insgesamt 15,5 Millionen Euro zur Verfügung. Allein für die Projektstipendien sind 7,5 Millionen Euro vorgesehen. Bisher wurden 1,1 Millionen Euro durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur ausgezahlt. Anträge für die Arbeitsstipendien können online auf der Internetseite www.fokuskultur-rlp.de gestellt werden.

Radweg zwischen Hahnheim und Sörgenloch sorgt für Diskussionen

Nachrichten Rheinhessen | Bezüglich des geplanten Radweges zwischen dem Wahlheimer Hof in Hahnheim und Sörgenloch hatte der Bauern und Winzerverein Hahnheim-Selzen und Sörgenloch alle Fraktionen der Gemeinderäte Hahnheim und Sörgenloch zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die Veranstaltung fand an diesem Mittwoch im Weingut Paulinenhof in Selzen statt.


SPD-Fraktion und Ortsverwaltung Hahnheim nahmen nicht teil

Nahezu alle Fraktionen der Gemeinderäte aus beiden Gemeinden sowie der Ortsbürgermeister der Gemeinde Sörgenloch sind dieser Einladung gefolgt. Die SPD-Fraktion Hahnheim lehnte es allerdings ab, an dem Termin teilzunehmen und auch die Ortsverwaltung Hahnheim blieb dem Termin fern. Der Bauern & Winzerverein bedauert sehr, dass die SPD-Fraktion Hahnheim, sowie die Ortsverwaltung Hahnheim sich diesem Gesprächstermin verschlossen haben. Besonders, weil sich alle anderen Fraktionen offen für ein Gespräch mit dem BWV Hahnheim-Selzen und Sörgenloch zeigten.

Sicherheitsbedenken bei der aktuellen Planung

Von Seiten der Ortgemeinde Hahnheim gibt es derzeit einen Beschluss, den geplanten Radweg entlang der Bergseite der Landstraße L432 direkt längs der Weinbergen zu errichten. Aufgrund von Sicherheitsbedenken lehnen die Vertreter der Landwirtschaft diese Wegeführung jedoch ab und schlagen stattdessen eine Planung des Weges auf der Talseite der L432 vor. Das Gefahrenrisiko sei auf der Talseite wesentlich geringer, und Platz stehe dort ausreichend zur Verfügung. Die Kosten wären in etwa gleichhoch und es wären dann weniger Straßenquerungen notwendig. Da es sich dort ausschließlich um Ackerland handelt, seien auch die Bauarbeiten und etwaiger Landerwerb ebenfalls einfacher umsetzbar.

Die Vertreter der Landwirtschaft hatten ihre Haltung schon zu Beginn des Planungsverfahrens gegenüber der Ortsgemeinde Hahnheim mitgeteilt. Wie der Bauern und Winzerverein mitteilte, wurden die Bedenken jedoch stets ignoriert und wurden im Planungsverfahren auch nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund waren die Landwirtschaftsvertreter auch positiv überrascht, dass der Gemeinderat Sörgenloch bereit war, mit dem BWV Hahnheim-Selzen und Sörgenloch erneut über die Planung zu sprechen.



Mehrfach wurden Bedenken geäußert

Christiane Ruzycki trug die Bedenken an diesem Termin stellvertretend für alle Bewirtschafter der Weinberge vor. Sie betonte, dass der BWV Hahnheim-Selzen einen einstimmigen Vorstandsbeschluss zur Ablehnung der Bergvariante bereits im letzten Jahr gefasst habe und damit auch Interessen der Grundstückseigentümer vertreten muss. Die Ortsgemeinden Hahnheim und Sörgenloch waren über das Veto des Bauernvereins in Kenntnis gesetzt. Ebenfalls gegen eine Führung der Trassen auf der Bergseite haben sich die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK), sowie das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (Flurbereinigungsbehörde) (DLR) als Fachbehörde ausgesprochen. Beide bevorzugen ebenfalls die Talseite.

Dies fand in der Stellungnahme des Planers jedoch nach Ansicht des Bauern & Winzerverein nicht ausreichend Beachtung. Auch die schriftlichen Ausführungen die Belange der Bewirtschafter und die fachlichen Expertisen der LWK und der DLR seien ignoriert worden. Die Vertreter des Sörgenlocher Gemeinderates haben deutlich gemacht, dass sie keine Variante favorisierten, sondern sich zur Vereinfachung und Beschleunigung des Projektes an die Entscheidung der Hahnheimer Ortsgremien anschließen wollten. Der Sörgenlocher Rat wurde durch die Landwirtschaftsvertreter ebenfalls im Voraus ausgiebig über die ablehnende Haltung der Bewirtschafter aufgeklärt und auch das Risiko eines Scheiterns der Bergvariante wurde dort diskutiert.

Der Sörgenlocher Rat habe sich nur rudimentär mit den Vor- und Nachteilen der beiden Varianten beschäftigt. Aus Sicht der Landwirtschaft bleibt es unerklärlich, wie man ein derartiges Millionenprojekt ohne eine saubere Planung und ohne Einbeziehung aller Beteiligten fahrlässig gefährden kann.

Kreis Groß-Gerau: Militante Tierbefreiungsaktion in Rüsselsheim

Nachrichten Rüsselsheim | Mittlerweile wurden der Polizei in Rüsselsheim (Kreis Groß-Gerau) mehrere mutwillig zerstörte Hochsitze gemeldet. Eine eingerichtete Ermittlungsgruppe der Rüsselsheimer Polizei hat die 14 bekannten Fälle übernommen.


Die mutwilligen Zerstörungen wurden nach ersten Erkenntnissen bereits am 2. oder 3. Juli vorgenommen. Sieben der Jagdhochsitze im Ortsteil Rüsselsheim-Königstädten wurden hierbei angesägt und umgeworfen. Weitere sieben Hochsitze wurden im Bereich Hof Schönau auf die gleiche Art zerstört.

Die Bezeichnung „A.L.F“ wurde auf das Holz aufgemalt

Auf der Konstruktion der Hochsitze wurden Schriftzeichen aufgemalt, die auf eine militante Tierbefreiungsaktion hinweisen könnten.

Der Sachchaden beträgt mehrere Tausend Euro. Die Polizei Rüsselsheim ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und mutwilliger Zerstörung. Zeugen werden gebeten, sich bei der Ermittlungsgruppe der Polizei in Rüsselsheim unter der Rufnummer 06142 – 6960 zu melden.

Worms: Farbschmierereien auf dem jüdischen Friedhof Heiliger Sand

Nachrichten Worms | An diesem Donnerstagmittag gegen 12:55 Uhr wurden mehrere Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Heiliger Sand in Worms mit Farbe beschmiert und somit beschädigt. Die Polizei in Worms hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.


Mit Acrylfarbe und Kreide beschmiert

Eine Mitarbeiterin des Friedhofes hatte eine Frau dabei beobachtet, wie sie die Grabsteine mit Acrylfarbe und Kreide beschmierte. Die Angestellte hatte umgehend die Polizei darüber in Kenntnis gesetzt, woraufhin sich die Beamten auf den Weg zum jüdischen Friedhof machten.

Als die Polizeibeamten vor Ort eintrafen, trafen sie die gemeldete 47 Jahre alte Frau aus Baden-Württemberg an. Diese zeigte sich sowohl gegenüber den Beamten als auch gegenüber der Friedhofsmitarbeiterin verhaltensauffällig.

Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei in Worms aufgenommen. Es wurden gegen die Frau Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Störung der Totenruhe eingeleitet.

Mainz: SPD fordert längere Übergangsfrist für Karstadt-Mitarbeiter

Nachrichten Mainz | Die Karstadtfiliale in der Landeshauptstadt Mainz schließt zum 31. Oktober 2020. Das wurde den Beschäftigten vor rund zwei Wochen mitgeteilt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der 62 Beschäftigten liegt bei 18 Jahren. (wir berichteten)


Für die Mainzer SPD Stadtratsfraktion ist es das absolut falsche Signal an die Mitarbeiter von Karstadt Mainz, die teils schon ihr ganzes Berufsleben dort arbeiten und immer wieder Einschnitte zur Rettung des Konzerns erduldet haben, dass diese nun gerade mal für ein halbes Jahr in eine Transfergesellschaft übergehen können, um sich von dort beruflich neu zu orientieren.

Martin Kinzelbach, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

„Für uns ist das nicht akzeptabel, gerade mit Blick auf die derzeit weltweit wirtschaftlich schwierige Gesamtsituation. Deshalb unterstützen wir auch ganz klar die Forderung des Mainzer Betriebsrates sowie von Verdi, die Transfergesellschaft auf mindestens 12 Monate auszuweiten.“

„Schon bei unserem Gespräch Anfang Juni mit dem Mainzer Betriebsrat konnten wir nochmals persönlich feststellen, wie engagiert und voller Hoffnung die Mitarbeiter*innen waren. Daraufhin haben wir, neben einer gemeinsamen Resolution im Mainzer Stadtrat, zusammen mit unseren Koalitionspartnern sowie CDU und ÖDP umgehend einen gemeinsamen Brief an die Konzerngeschäftsführung geschickt. In diesem haben wir nochmals die Wichtigkeit beider Warenhäuser für die Mainzer Einkaufslandschaft herausgestellt sowie den Erhalt der beiden Warenhäuser der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH gefordert.“

Leider hatte die Konzerngeschäftsführung dennoch kurz danach die Schließung von Karstadt Mainz verkündet, was für die SPD-Fraktion kaum nachvollziehbar war, gerade in Anbetracht des herausragenden Standortes sowie der langjährig engagierten und loyalen Mitarbeiter. „Das Mindeste an sozialem Anstand, was die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH jetzt tun kann, ist eine genügend lange Zeit für die betroffenen Mitarbeiter zu schaffen, damit diese sich abgesichert beruflich neu orientieren und qualifizieren können“, fordert Kinzelbach abschließend.

Die Dramatische Veränderung beim Autohandel in Deutschland

Nachrichten Wirtschaft | Die Autohandelsplattform CarFellows nutzt die Gunst der Stunde und deckt über 90% der in Deutschland gehandelten Marken online ab. Die jüngste Innovationsprämie für Elektrofahrzeuge hat die Schlagkraft des jungen Teams unter Beweis gestellt.


Dramatische Veränderungen im Automobilhandel

Eine Studie der Unternehmensberatung e&Co. AG belegt: Wurden zur Jahrtausendwende in Deutschland noch ca. 18.000 Autohäuser gezählt, so sank diese Zahl im Jahr 2015 auf 7.400. In 2020 ist die Zahl auf 4.500 weiter gesunken. Damit sind also drei von vier Autohändlern innerhalb von nur zwei Dekaden verschwunden. Zentrale Ursachen: massiver Wettbewerbsdruck zwischen den Herstellern und die gestiegenen Erwartungen internetaffiner Käufer.

Dr. Engelbert Wimmer, Autor der Studie, sagt: „Der digitale Vertrieb muss nahtlos mit dem klassischen Autohaus zusammenspielen. Der Kunde will keine Wartezeiten und das Autohaus beim Kauf erst gar nicht mehr aufsuchen. Schon heute wird jedes achte Fahrzeug online verkauft – Tendenz nicht nur wegen Corona steigend. Neue Überlebensbedingung ist die direkte Zusammenarbeit mit digitalen Plattformen.“

Diese These wird vom Berliner Startup CarFellows bestätigt. So sagt Nina Geiss, die Geschäftsführerin des Unternehmens: „Insbesondere jetzt, wo die Kapazitäten für die Produktion von Elektrofahrzeugen noch begrenzt sind und die Elektroprämie die Nachfrage beflügelt, nutzen unsere Kunden die Gelegenheit, sich online ein Schnäppchen auf dem engen Markt zu sichern.“ Schon heute führt das Start-up eine Reservierungsliste mit mehreren hundert kaufwilligen Interessenten und platziert diese gezielt auf die freiwerdenden Kontingente der Automobilhersteller.

Online meets offline

CarFellows ermöglicht seinen Kunden, die Fahrzeuge komplett digital vom Händler zu erwerben und unterstützt diesen Prozess in jedem Schritt durch ein kundiges Verkäuferteam. Die Übergabe der Fahrzeuge erfolgt natürlich kontaktlos und in den meisten Fällen werden die Fahrzeuge vor die Haustür des Kunden geliefert.

Das ambitionierte Berliner CarFellows-Team hat einen erfolgreichen Start hinter sich und beweist, dass digitale Innovation in Deutschland möglich ist. Unternehmensberater Dr. Engelbert Wimmer sagt dazu: „Wir müssen uns nicht vor den amerikanischen Software-Unternehmen verstecken, sondern klug die beiden Welten verbinden. Das ist genau der Weg, den CarFellows eingeschlagen hat!“

Aktuell bereitet sich das Team von CarFellows auf einen intensiven Wachstumsschub vor, denn die OEMs platzieren eine Anzahl von Sonderangeboten auf dem Markt, die Dank der Innovationsprämie das Leasing eines kleinen E-Fahrzeugs unter den Kosten eines Netflix-Abos möglich machen. CarFellows CEO Nina Geiss sagt dazu: „Wir werden diese Angebote ab dem 15. Juli auf der Website von CarFellows verfügbar machen und haben unser Team für den Ansturm bereits verdoppelt.“