BYC-News Blog Seite 1340

Piratenpartei: Demokratie in Rheinland-Pfalz in Gefahr

Nachrichten Mainz | Die Piratenpartei Deutschland teilt in einer Pressemeldung mit: Damit neue Parteien an demokratischen Wahlen in Rheinland-Pfalz flächendeckend mit Direktkandidaten teilnehmen können, müssen sie laut Landesgesetz 8.580 Formulare sammeln. Und dabei wird nicht nur eine Unterschrift verlangt, sondern der Unterschreibende muss in Rheinland-Pfalz wahlberechtigt sein und auf dem Formular seine kompletten Anschrift mit Geburtsdatum angeben.


Dies sind Hürden, die gerade im Zeichen von Datenmissbrauch und digitaler Speicherungsmöglichkeiten absolut nicht mehr zeitgemäß sind. Natürlich muss diese undemokratische Vorgehensweise nur von Parteien erfüllt werden, die nicht in einem Landtag oder Bundestag vertreten sind. Und dies nicht nur einmal, sondern erneut vor jeder Wahl.

Zusammen mit der 5% Klausel führen diese Gesetze dazu, dass sich die Parteienlandschaft in Deutschland nur wenig verändert. Dies widerspricht dem Grundwesen der Demokratie, wo nach dem Grundgesetz jede Stimme zählt.

Die Corona Pandemie hat diese Problematik vor der kommenden Landtagswahl 2021 noch einmal drastisch verschärft und das Sammeln fast unmöglich gemacht. Das Verantwortungsbewusstsein der Piraten setzt uns enge Grenzen innerhalb derer wir Unterschriften sammeln können – unsere Wahlhelfer zu Superspreadern zu machen liegt nicht im Interesse der Allgemeinheit.

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Dazu Bodo Noeske, Spitzenkandidat der Landesliste

„Um das Formular auszufüllen muss sich mit dem Unterzeichner länger unterhalten und ihm das Formular erklärt werden. Dies geht aber nicht ohne körperliche Nähe und längere Gespräche.

Dieses Jahr wird dies bedingt durch die Corona Maßnahmen noch um ein vielfaches schwieriger, ja sogar gefährlicher werden. Die Gefahr einer Ansteckung bei hunderten Gesprächen in der Woche und tausenden im Monat ist sowohl auf Seiten der Sammler als auch auf Seiten der Unterzeichner mit Risiken behaftet.“

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Marie Salm, Vorsitzende der Piratenpartei Rheinland-Pfalz weiter

„Die Piratenpartei Rheinland-Pfalz hat dies schon Anfang April in einem offenen Brief an den Landeswahlleiter und die Landesregierung angemahnt. Die Reaktion von der Landesregierung war, unseren Brief an den Petitionsausschuss weiter zu leiten, danach Funkstille durch Aussitzen. Dies Vorgehen finden wir für eine lebendige Demokratie unwürdig und überlegen genau wie unsere Parteifreunde aus Baden-Württemberg dagegen gerichtlich vorzugehen.“

Die Piratenpartei fordert deshalb für die Landtagswahl 2021 das Aussetzen der „Unterstützer-Unterschriften“, oder zumindest das Absenken der geforderten Formulare auf die bei vorgezogenen Wahlen im Wahlrecht vorgegebene Anzahl.

Deshalb hoffen wir auf eine Lösung durch die im Landtag vertretenen demokratischen Parteien, ohne das wir klagen müssen.

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Finanzierung der Massentestung von Urlaubern auf Covid-19

Nachrichten Medizin | Urlauber aus Risikogebieten können sich künftig bei ihrer Rückkehr freiwillig und kostenlos auf das Covid-19-Virus testen lassen. Dies haben die Gesundheitsminister der Länder heute beschlossen. Unklar ist offenbar aber immer noch, wie diese Massentestungen finanziert werden sollen.


Die Innungskrankenkassen warnen eindringlich, die gesamten Kosten der Corona-Testungen von Urlaubern durch den Gesundheitsfonds und damit perspektivisch durch die Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) tragen zu lassen. Sie appellieren an die Gesundheitsminister und Verantwortlichen, die Finanzierung der Testung von Menschen ohne Krankheitshinweise als staatliche Aufgabe zu verankern und konsequent durch Steuern zu finanzieren.

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Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK e.V.

„Eine breite Testung kann dazu beitragen, eine befürchtete zweite Infektionswelle zu verhindern. Doch gesamtgesellschaftliche Aufgaben dürfen auch in diesen besonderen Zeiten nicht ohne Kompensation auf die GKV und damit deren Beitragszahlende, also die Arbeitgeber und Versicherten, abgewälzt werden“

Natürlich sei es die Aufgabe der GKV, erkrankte Versicherte und Versicherte mit Symptomen eine optimale Versorgung zu ermöglichen. „Aber wir können nicht auch noch die Kosten der allgemeinen Gesundheitsvorsorge übernehmen. Andernfalls wird die gesetzliche Krankenversicherung als Resultat von absehbaren Mindereinnahmen und vorgegebenen Zahlungsverpflichtungen Ende dieses Jahres absehbar in einen Liquiditätsengpass geraten“, betont Hohnl. Er verweist auch darauf, dass die gesetzlichen Kassen Verantwortung dafür trügen, dass die Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber verantwortungsvoll im Sinne der Mitglieder eingesetzt werden.

Während die Innungskrankenkassen die Testungen befürworten und sie als staatliche Aufgabe sehen, sehen etwa die FDP, aber auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, die Urlauber selbst in der Pflicht: Wer es sich leisten könne, in Risikogebiete zu fahren, könne den Test auch selbst zahlen.

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Über den IKK e.V.:

Der IKK e.V. ist die Interessenvertretung von Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Interessen seiner Mitglieder und deren 5,1 Millionen Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des Gesundheitswesens zu vertreten. Dem IKK e.V. gehören die BIG direkt gesund, die IKK Brandenburg und Berlin, die IKK classic, die IKK gesund plus, die IKK Nord sowie die IKK Südwest an.

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Klimageschädigter Wald: Mehr Forstpersonal im Kreis Mainz-Bingen

Nachrichten Bingen | Klimanotstand im Wald: Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen – wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird. Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch im Landkreis Mainz-Bingen.


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Dürre, Stürme und Borkenkäfer haben Spuren hinterlassen

„Der Handlungsbedarf im Forst ist nach den katastrophalen Waldschäden der letzten Jahre groß. Dürre, Stürme und Borkenkäfer haben ihre Spuren hinterlassen. Die rheinland-pfälzische Landesregierung muss dringend mehr Stellen schaffen. Denn landesweit werden in den nächsten Jahren viele Forstwirte in Rente gehen. Der Fachkräftemangel ist vorprogrammiert“, kritisiert der Bezirksvorsitzende der IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz, Rüdiger Wunderlich. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums dürften in Rheinland-Pfalz 2018 bis 2020 insgesamt rund 8,2 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden demnach bis Jahresende eine Waldfläche von 16.700 Hektar vernichtet haben.

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Zusätzliche Mischwälder und resistente Baumarten

„Auch wenn zuletzt mehr Regen fiel als in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Neben den besonders anfälligen Monokulturen aus Fichten und Kiefern trifft es mittlerweile sogar die Buche“, so Wunderlich. Diese seit Jahrtausenden in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall. Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente Baumarten angeplanzt werden. „Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirte braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen“, betont der Gewerkschafter.

Der Nachholbedarf beim Waldumbau sei enorm, wie die letzte Bundeswaldinventur zeige. Danach machen Nadelbäume – ein Großteil davon in Monokulturen – 39 Prozent der knapp 840.000 Hektar des rheinland-pfälzischen Waldes aus.

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Mainz: Kein ZDF Fernsehgarten am Sonntag

Nachrichten Mainz | Wegen der Corona-Pandemie werden in diesem Jahr drei Folgen des beliebten Mainzer „Fernsehgarten“ weniger stattfinden. So wird es die ZDF-Show auch am kommenden Sonntag nicht geben. Stattdessen kann das Publikum sich auf Helene Fischer freuen.


Eigentlich hätten die Olympischen Spiele stattfinden sollen

Der Grund dafür ist, dass an diesem Tag im ZDF eigentlich die Übertragung der Olympischen Spiele aus Tokio hätten stattfinden sollen. Aufgrund der aktuellen Situation wurden diese aber bereits im März abgesagt. Die entstandene Lücke im Programm füllte das ZDF aber nicht mit einer weiteren Folge des Fernsehgartens, stattdessen holte man Helene Fischer ins Programm. So wird an diesem Sonntag um 11:55 Uhr „Spürst du das?“, eine Aufzeichnung ihres Konzertes in Hamburg 2018 zu sehen sein.

Am 9. August geht es weiter

Mit dem Fernsehgarten geht es dann eine Woche darauf, am 09. August weiter. Unter den prominenten Gästen werden dann unter anderem Las Ketchup und Dante Thomas sein. Und es gibt noch mehr gute Neuigkeiten: An diesem Tag kann Andrea Kiewel zum ersten Mal wieder Publikum auf dem Lerchenberg empfangen, wenn auch wegen der geltenden Hygienevorschriften wesentlich weniger als sonst. Die Entscheidung soll dabei über ein Auswahlverfahren laufen.

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Mainz: Schwerverletzter nach Schlägerei in der Innenstadt

Nachrichten Mainz | An diesem Sonntag kam es gegen 11:30 Uhr in der Mainzer Innenstadt zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Zwei Männer stritten zuerst verbal und lautstark in der Zanggasse, anschließend kam es zu einer körperlichen Streitigkeit zwischen den beiden Personen.


Beim Eintreffen der Rettungskräfte beendeten die beiden Männer die Schlägerei nicht und prügelten weiterhin gegenseitig aufeinander ein. Erst durch die alarmierte und eintreffende Polizei Mainz konnten die beiden Kontrahenten getrennt werden. Durch die bereits anwesenden Einsatzkräfte des Rettungsdienstes konnten die Männer dann auch medizinisch versorgt werden. Beide Personen sind verletzt, einer davon schwer.

Zeugen der Streitigkeiten melden sich bitte bei der Polizei Mainz unter der Rufnummer 06131 – 653 633

DUH: Dieselfahrverboten steht nichts mehr im Weg

Nachrichten Überregional | Schriftliche Urteilsbegründung zum Klageerfolg der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land Schleswig-Holstein fordert sofortiges Handeln zur Einhaltung des Grenzwerts für das Dieselabgasgift NO2 – Den von der Stadt Kiel geplanten Luftstaubsaugern attestiert das Gericht eine „grundsätzlich fehlende Eignung“, angesetzte Minderungswirkung beruht „auf unrealistischen Annahmen“ – DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch fordert Umweltminister Jan-Philipp Albrecht auf, das Urteil zu respektieren und Dieselfahrverbote noch in diesem Sommer in Kraft zu setzen – „Lackmustest für die Glaubwürdigkeit grüner Regierungspolitik“


Grundsätzlich fehlende Eignung

Nach der mündlichen Verhandlung über die Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land Schleswig-Holstein zur Durchsetzung der Sauberen Luft in der Landeshauptstadt Kiel am 24. Juni 2020 liegt nun die schriftliche Urteilsbegründung vor. Darin bescheinigt das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig den Luftfilteranlagen eine „grundsätzlich fehlende Eignung“. Das Ziel, die Schadstoffexposition aller betroffenen Anwohner auf den Jahresgrenzwert zu reduzieren, sei mit der Aufstellung der Anlagen nicht zu erreichen.

Damit teilt das Gericht die von der DUH vorgebrachten Bedenken an einer unerprobten Technik, die einen hohen Energieaufwand erfordert, viel Lärm verursacht und Fahrradwege blockiert, nur um stündlich 360.000 Kubikmeter Luft zu filtern. Nach den enttäuschenden Ergebnissen bei der Aufstellung von Luftstaubsaugern in Stuttgart hat bereits Reutlingen erklärt, seine Pläne für Luftfiltersäulen nicht weiter zu verfolgen.

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH

Die Menschen in Kiel haben ein Recht auf Saubere Luft. Noch in diesem Sommer muss Umweltminister Jan-Philipp Albrecht die im Luftreinhalteplan enthaltenen Diesel-Fahrverbote für Kiel umsetzen. Dies ist ein Lackmustest für die Glaubwürdigkeit des grünen Umweltministers. In keinem der 14 Klageverfahren in Nordrhein-Westfalen kam die NRW-Landesregierung auf die absurde Idee, Luftstaubsauger aufzustellen. Nur in Ländern, wo die Grünen die zuständigen Minister stellen, wie in Kiel und Stuttgart, knicken grüne Politiker vor den Dieselkonzernen ein.

Auf mehreren Seiten des Urteils zerpflückt das OVG Schleswig die Aussagen zur angeblichen „Geeignetheit“ von Luftfilteranlagen. Das Gericht teilt die Einschätzung der DUH, dass diese nicht die versprochene Wirkung aufweisen und fordert die Umsetzung des im Luftreinhalteplan bereits enthaltenen Dieselfahrverbots. Dieses sei „grundsätzlich verhältnismäßig“ und einer Umsetzung noch im Jahr 2020 stehe damit nichts im Weg.

In seiner Urteilsbegründung teilt das Gericht weitere Kritikpunkte der DUH: „Es ist nicht erkennbar, dass der Beklagte sich etwa mit den Auswirkungen der durch die Filteranlagen verursachten Luftströme auf dem Geh- und Radweg sowie bei geöffneten Fenstern in den dahinterliegenden Wohnungen auseinandergesetzt hat. Bei einem […] Luftausstoß von gut 16 m³/Sekunde ist eine die Verkehrssicherheit oder die Rechte der Anwohner beeinträchtigende Wirkung jedenfalls nicht ausgeschlossen. Auch die durch die Luftfilteranlagen verursachten Lärmemissionen geben Anlass zu einer genaueren Prüfung“, so das Gericht.



Der Hersteller gibt die Lärmbelästigung als „nicht lauter als in einem belebten Café“ an

Tatsächlich überschreiten allein die Luftfilteranlagen mit 68 db(A) bereits die vom Umweltbundesamt empfohlenen Mittelungspegel von 65 dB(A) am Tag. Da die Anlagen rund um die Uhr im Betrieb sind, werden die empfohlenen Mittelungspegel von 55 dB(A) bei Nacht sogar weit überschritten. Nach der nun gescheiterten ursprünglichen Planung des Landes sollten den Anwohnenden am Theodor-Heuss-Ring neben den Lärm- und Schadstoffemissionen einer der am stärksten befahrenen Straßen Deutschlands zusätzlich noch der Lärm von sechs rund um die Uhr belebten Cafés zugemutet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die riesigen Container mitten auf dem Fahrradweg platziert werden. Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Viele Städte reagieren auf die Corona-Pandemie schnell und unbürokratisch, in dem sie etwa Autospuren in Fahrradwege umwandeln. In der Stadt Kiel hingegen sah der nun gescheiterte Luftreinhalteplan die Blockade eines Fahrradweges vor.

Auch die Frage, wie viele Insekten durch den hohen Luftstrom in die „Luftfilter“ gesaugt und damit getötet werden, wurde nicht betrachtet. Angesichts des Rückgangs der Insekten ist dies von einem Umweltministerium unverantwortlich.

Welche Haltung die Landeshauptstadt Kiel zum Gerichtsentscheid einnimmt, ist nach Ansicht der DUH nicht entscheidend. Verantwortlich für die Luftreinhaltepolitik ist die Landesregierung, aus diesem Grund wurde sie auch von der DUH auf Einhaltung der Luftgrenzwerte für das Dieselabgasgift NO2 verklagt und vom OVG Schleswig entsprechend verurteilt. Das Land ist nun dafür verantwortlich, dass die Grenzwerte „schnellstmöglich“ eingehalten werden. Da die Diesel-Fahrverbote bereits im Luftreinhalteplan enthalten sind, kann diese Maßnahme nun auch unmittelbar umgesetzt werden.

Hintergrund:

In der Landeshauptstadt Kiel wird der Grenzwert für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m3 im Jahresmittel am Theodor-Heuss-Ring seit Jahrzehnten deutlich überschritten. Das Land Schleswig-Holstein hatte daher nach Klageeinreichung der DUH den für Kiel geltenden Luftreinhalteplan im Januar 2020 fortgeschrieben. Es hat darin vorgesehen, im Oktober 2020 kettenartig sechs riesige Luftfilteranlagen auf dem dortigen Radweg aufzustellen. Der Radweg würde dadurch an dieser Stelle unbenutzbar. Das OVG Kiel sieht es in seiner Entscheidung als nicht erwiesen an, dass die geplanten und bisher nirgendwo erprobten Filter in der Lage sind, die Luftbelastung an jedem Punkt der betroffenen Häuserzeile um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Die DUH hat im Verfahren detailliert vorgetragen, warum diese Annahmen nicht plausibel sind.

Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten bei Wörrstadt

Nachrichten Wörrstadt | An diesem Samstagabend hatten die Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr Wörrstadt einiges zu tun. Gleich zwei Mal wurden die freiwilligen Feuerwehrleute an diesem Abend alarmiert und rückten zum Einsatz aus.


Fall 1: Schwerer Verkehrsunfall auf der B420

Gegen 20:30 Uhr kam es auf der Bundesstraße B420 bei Sulzheim zu einem schweren Verkehrsunfall. Bei dem Unfall wurden drei Personen schwer verletzt, eine Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr daraus befreit werden (wir berichteten).

Die Befreiung gestaltete sich schwierig

Da das Fahrzeug der Frau jedoch auf der Seite lag, gestaltete sich die Befreiungsaktion schwieriger als zunächst gedacht. Zunächst musste der PKW gesichert werden. Dann konnte die Frau mithilfe eines hydraulischen Rettungssatzes befreit und dann dem Rettungsdienst übergeben werden.

Zudem mussten die Einsatzkräfte die Batterien der Fahrzeuge abklemmen, ausgelaufene Betriebsmittel aufnehmen und den Brandschutz sicherstellen. Im späteren Verlauf leuchteten sie dann die Unfallstelle aus, um sie zu reinigen.



Vollsperrung für rund zwei Stunden

Der Straßenabschnitt auf der B420 musste aufgrund des Unfalls für rund zwei Stunden vollständig gesperrt werden. Im Einsatz waren drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungshubschrauber, zwei Streifenwagen der Polizei sowie die Feuerwehren Sulzheim und Wallertheim und der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Wörrstadt.

Fall 2: Türöffnung

Bereits kurze Zeit zuvor waren die Einsatzkräfte alarmiert worden. Gegen 19:20 Uhr wurden sie zu einer Türöffnung in der Stadt gerufen. Als sie jedoch an der Einsatzstelle eintrafen, öffnete eine Frau verwundert die Haustür selbst. Die Feuerwehrleute mussten also in diesem Fall nicht tätig werden und konnten somit nach kurzer Zeit wieder den Weg zurück zur Feuerwache antreten. Im Einsatz war ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug

Lauter Knall und hohe Flammen in Rüsselsheim

Nachrichten Rüsselsheim | An diesem Samstagabend gegen 22:45 Uhr kam es zu einem Brand auf dem Gelände der Städtischen Betriebshöfe in Rüsselsheim am Main. Die Polizei geht derzeit von Brandstiftung aus und sucht daher nach Zeugen.


Erst gab es Knallgeräusche, dann brannte es lichterloh

Anwohner der Johann-Sebastian-Bach-Straße hatten zunächst Knallgeräusche aus Richtung der Städtischen Betriebshöfe gehört. Kurz darauf soll es im hinteren Bereich bei den Gewächshäusern lichterloh gebrannt haben. Zudem waren mehrere Büsche auf einer Grünfläche von dem Brand betroffen. Zunächst konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Brand bis zu den nahegelegenen Gleisen der Hauptstrecke Mainz- Rüsselsheim- Frankfurt hinziehen könnte. Aus diesem Grund wurde der Bahnverkehr für kurze Zeit stillgelegt.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus

Während die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand bekämpften, konnten sie drei Brandherde feststellen. Diese waren so weit voneinander entfernt, dass ein Überspringen der Flammen ausgeschlossen werden kann. Die Polizei geht daher von Brandstiftung an einem Gewächshaus aus.



Sachschaden von mehreren tausend Euro

Die Flammen konnten zügig durch die Feuerwehrleute unter Kontrolle gebracht und schließlich vollständig gelöscht werden. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt, der entstandene Sachschaden wird jedoch auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Die Rüsselsheimer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142 – 696 0 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Roger Lewentz freut sich über Rückkehr der Formel 1 auf den Nürburgring

Nachrichten Rheinland-Pfalz | Sportminister Roger Lewentz begrüßt die Rückkehr des Formel-1-Rennsports auf den Nürburgring. Die Formel-1 hatte bestätigt, dass am 11. Oktober ein Rennen auf dem Traditionsring in der Eifel stattfinden wird.


„Ich freue mich über die Rückkehr des Formel-1-Rennsports auf den Nürburgring“, sagte Sportminister Lewentz. Es sei ein gutes Signal für die rennsporterfahrene Region, dass mit dem „Großen Preis der Eifel“ wieder ein Wettkampf im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft in Rheinland-Pfalz ausgetragen werde.

Natürlich steht Sportminister Roger Lewentz genau wie mit den Verantwortlichen anderer Sportarten auch immer wieder im Kontakt mit den Verantwortlichen im Motorsport. Das Ministerium hat aber noch keine Kenntnis der konkreten Planungen. Diese bleiben auch in Bezug auf die Zuschauer abzuwarten.

Autofahrer mit über 4 Promille in Alzey unterwegs

Nachrichten Alzey | In der Nacht von diesem Samstag auf Sonntag kam es zu einem Unfall im Kreisel an der Mainzer Straße und Berliner Straße in Alzey. Der Fahrer des Unfallfahrzeugs wies dabei einen erstaunlichen Promille-Wert auf.


Ein 25 Jahre alter Mann aus Alzey war mit seinem Auto auf der Berliner Straße in Fahrtrichtung der Weinrufstraße unterwegs. Da der Mann jedoch vorher enorm viel Alkohol getrunken hatte, kam er während der Fahrt von der Fahrbahn ab und fuhr auf die Mittelinsel des Kreisels. Dabei wurde das neu aufgestellte Denkmal von Georg Scheu beschädigt, dass sich auf der Mittelinsel befindet. Der Fahrer des Wagens blieb bei dem Unfall unverletzt.

Als die Polizei vor Ort eintraf, führten die Beamten bei dem 25-Jährigen einen Atemalkoholtest durch. Dieser ergab einen unglaublichen Wert von 4,28 Promille. Dem Mann wurde anschließend noch eine Blutprobe entnommen. Außerdem wurde ein Strafverfahren gegen den Betrunkenen eingeleitet.

Oberstaatsanwalt in Haft: Aufträge in Millionenhöhe vermittelt

Nachrichten Frankfurt | Ein Oberstaatsanwalt aus Frankfurt sitzt seit diesem Donnerstag in Untersuchungshaft. Er war im vergangenen Jahr in das Visier von Ermittlungen geraten, bei denen es um krumme Geschäfte mit Gutachter-Aufträgen in Millionenhöhe geht.


Mehr als 12,5 Millionen Euro erzielt

Bei dem Oberstaatsanwalt soll es sich nach Informationen des Hessischen Runkfunks um den 53 Jahre alten Alexander B. handeln. Er sitzt, ebenso wie ein 54 Jahre alter Unternehmer, in Untersuchungshaft. Diesem verschaffte der Oberstaatsanwalt Gutachter-Aufträge, bei denen er ordentlich mitverdient haben soll. Alexander B. wird daher gewerbsmäßige Bestechlichkeit vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt an diesem Freitag mit.

Das Unternehmen des 54-Jährigen soll in den vergangenen 10 Jahren mehr als 90 Prozent seiner Einnahmen aus Gutachtenvergütungen von Justizbehörden erzielt haben. Dabei handelt es sich um eine Summe von mehr als 12,5 Millionen Euro. Im Zeitraum von August 2015 bis Juli 2020 soll der Oberstaatsanwalt als Gegenleistung mehr als 240.000 Euro erhalten haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der 54-Jährige das Unternehmen im Jahr 2005 sogar auf Initiative des Beamten gegründet haben.

Wohnungen der Beschuldigten durchsucht

Den Ermittlungen soll eine Strafanzeige aus dem persönlichen Umfeld des Oberstaatsanwaltes vorausgegangen sein. Daher sollen an diesem Donnerstag zehn Objekte, darunter die Wohnungen der beiden Beschuldigten sowie der Arbeitsplatz des Beamten, durchsucht worden sein. Neben Tausenden Euro Bargeld seien auch Unterlagen und elektronische Datenträger sichergestellt worden.

Brand im Mehrfamilienhaus in Ingelheim-Wackernheim

Nachrichten Wackernheim | An diesem Sonntagvormittag kam es im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Kirchstraße im Ingelheimer Stadtteil Wackernheim zu einem Gebäudebrand.


Wie die Feuerwehr vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, war das Feuer im Erdgeschoss des Wohnhauses ausgebrochen. Die ausgerückten Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Flammen unter Kontrolle bringen und schließlich vollständig löschen. Der Schaden, der bei dem Feuer entstand ist jedoch so massiv, dass von den drei Wohneinheiten keine mehr bewohnbar ist.

Wie es zu dem Brand kam, ist zur Zeit noch nicht klar. Brandermittler sind daher vor Ort, um die Ursache des Feuers zu lokalisieren. Im Einsatz waren außerdem die drei Stadtteil-Feuerwehren aus Ingelheim, Heidesheim und Wackernheim mit insgesamt rund 40 Einsatzkräften.

Wiesbaden: Neues Team im Jobbüro Schelmengraben

Nachrichten Wiesbaden | Das Team des Jobbüros Schelmengraben hat sich vergrößert. Mit Gerrit Schade und Philipp Gutmann konnten zwei ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen werden, die die Jobcoaches beim offenen Angebot des Job- und Bewerbertags unterstützen. Gerrit Schade ist Designerin und im Bereich Branding und Marketing zuständig für das Erscheinungsbild eines internationalen Unternehmens.


Philipp Gutmann ist Personalreferent in einem international agierenden Unternehmen und seit 15 Jahren im Bereich Recruiting tätig. Beide bringen mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen wertvolles Wissen mit, das die Bewerber darin unterstützt, professionelle Bewerbungen zu erstellen. Das Jobbüro Schelmengraben wird von den BauHaus Werkstätten in Kooperation mit dem Jobcenter der Stadt Wiesbaden durchgeführt und vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration finanziert.

Das Team des Jobbüros freut sich darauf, Interessierte immer mittwochs in der Zeit von 10 bis 12 Uhr bei ihren Bewerbungen zu unterstützen. Eine  Anmeldung ist nicht notwendig. Das Angebot ist kostenlos. Für eine Einzelberatung können Termine unter Tel.: 0611 – 72393484 vereinbart werden.

Zu finden ist es in der Karl-Marx-Straße 55 – 57 (im Einkaufszentrum), 65199 Wiesbaden

Kinderansprecher in Bingen-Büdesheim unterwegs

Nachrichten Bingen | An diesem Samstagnachmittag gegen 14:45 Uhr wurde ein 14 Jahre altes Mädchen auf ihrem Heimweg in Bingen-Büdesheim mehrfach von einem unbekannten Mann angesprochen.


Der Mann lief dem jungen, südländisch aussehenden Mädchen hinterher und versuchte die mehrfach in ein Gespräch zu verwickel. Bei diesen Versuchen beleidigte er die 14-Jährige immer wieder.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigen:

  • ca. 25-30 Jahre alt
  • etwa 180 cm groß
  • dicke Statur
  • weißes T-Shirt
  • rote Shorts
  • eventuell weiße Sportschuhe


Die Polizei gibt einige Verhaltenshinweise:

Die Binger Polizei bittet alle Eltern ihre Kinder zum Thema „Kinderansprecher“ und zu sensibilisieren. Legen Sie mit Ihren Kindern Verhaltensregeln für den Schulweg und die Freizeit fest und treffen Sie Absprachen, wer das Kind abholen darf. Sagen Sie dem Kind dass es richtig war, wenn es sich Ihnen anvertraut. Stellen Sie dann in einem ruhigen Tonfall offene Fragen über den Ablauf der Geschehnisse, wie zum Beispiel: Und was ist dann passiert? Was hat xy danach gemacht?

Melden Sie den Vorfall bei der Polizei!

Informationen über Kinderansprecher in den Sozialen Netzwerken wie Facebook oder WhatsApp ist nach Angaben der Polizei oft kontraproduktiv und führt zu zahlreichen „Fehlmeldungen“, die dann bei der Polizei eingehen. Das kann die Ermittlungsarbeiten behindern und erschweren. Für die Schulen stehen auch Kontaktpartner als Ansprechpersonen zur Verfügung.

96-jährige Vermisste wohlbehalten aufgefunden

Nachrichten Darmstadt | Update 25. Juli 2020 um 21:58 Uhr: Die seit diesem Damstagnachmittag vermisste Frau H. konnte gegen 21.30 Uhr in der Nähe der Seniorenresidenz wohlbehalten augefunden und nach Hause gebracht werden.


Erstmeldung 25. Juli 2020 um 21:10 Uhr: Seit diesem Samstag gegen 15.00 Uhr wird die 96 Jahre alte Frau H. vermisst. Sie wurde zuletzt in der Seniorenresidenz des Elisabethenstifts in der Erbacher Straße gesehen. Frau H. kann sich nur schwer zurechtfinden und ist zudem auf Medikamente angewiesen.

Personenbeschreibung der Vermissten

  • 170 cm groß
  • normale Statur
  • weiße Haare
  • hellrosa T-Shirt
  • dunkle Hose
  • schwarze Schuhe
  • Vermutlich mit Rollator unterwegs

Personen, die Hinweise auf den Aufenthaltsort der Vermissten geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06151 – 969 3610 bei der Polizei in Darmstadt zu melden. Alternativ kann auch jede andere Polizeidienststelle informiert werden.