Der Ausbruch des Corona-Virus ist ein Ereignis, dessen Auswirkungen so groß sind wie wenige andere seit dem Krieg: Menschen mussten Einschnitte in ihre Rechte hinnehmen. Gerade das Saarland ging dabei sehr weit, so weit, dass Gerichte am Ende manches zurücknahmen. Und die deutsche Wirtschaft erlebt schon jetzt nicht gekannte Einbrüche. Wobei die große Insolvenzwelle erst noch bevorsteht.
Schwerer Waldbrand im Kreis Groß-Gerau beschäftigt die Feuerwehren
Nachrichten Groß-Gerau | An diesem Sonntagnachmittag gegen 16:00 Uhr kam es zwischen Mörfelden-Walldorf und dem Frankfurter Flughafen zu einem großen Waldbrand. Rund 250 Einsatzkräfte sind vor Ort.
Ein Hektar Wald brannte
Wie der Kreisbrandinspektor des Landkreises Groß-Gerau vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, kam es gegen 16:00 Uhr zu einem Waldbrand unterhalb des Flughafengeländes. Betroffen waren rund 2,5 Hektar Waldfläche bis in etwa 2,50 Meter Höhe. Über den Notruf wurde die Feuerwehr alarmiert, woraufhin sich Einsatzkräfte der Feuerwehr Walldorf umgehend auf den Weg zum Einsatzort machten.
Dort angekommen dauerte es einige Zeit bis sie den Brand lokalisieren konnten und stellten dann fest, dass es sich um einen großen Brand handelte. Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Mörfelden wurden daraufhin alarmiert. „Im weiteren Verlauf wurden dann die ersten Tanklöschfahrzeuge aus dem Kreisgebiet angefordert. Gegen 18:00 Uhr wurden dann weitere Einsatzkräfte aus dem Landkreis Offenbach und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg alarmiert, um unsere eigenen Feuerwehrleute abzulösen, da ein Einsatz im Wald besonders bei diesen Temperaturen sehr anstrengend ist.“, teilte der Kreisbrandinspektor mit.
Feuer breitete sich rasant in Richtung der Einsatzkräfte aus
„Aufgrund der Witterung und dem wehenden Wind wurde das Feuer zusätzlich vorangetrieben. Der Wind verbreitete den Rauch sogar in weiten Teilen des Landkreises Groß-Gerau, sodass eine Warnung über die App HessenWarn herausgegeben wurde.“ Als der Wind dann plötzlich drehte, breitete sich das Feuer rasant in Richtung der Einsatzkräfte aus. Sämtliche Einsatzkräfte zogen sich daraufhin vorübergehend zurück, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.
Das Feuer ist unter Kontrolle
Nachdem der Grundbrandherd auf der Frankfurter Seite ausfindig gemacht wurde, rückte auch die Feuerwehr Frankfurt aus, um zu unterstützen. „Zudem haben wir ein Löschunterstützungsfahrzeug aus Frankfurt angefordert, das in den Wald fahren kann, damit keine Einsatzkräfte gefährdet werden.“, erklärt der Kreisbrandinspektor: „Aktuell ist das Feuer unter Kontrolle, es breitet sich nicht weiter aus. Nun gilt es in mühevoller Handarbeit das Feuer zu löschen.“ Die Arbeiten werden vermutlich noch einige Stunden lang andauern. Der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen war laut Auskunft der Pressesprecherin der Flugsicherung gegenüber der Polizei nicht beeinträchtigt.
250 Feuerwehrleute im Einsatz
Ein Campingplatz, ein Kleingartengelände sowie ein Spielplatz wurden vorübergehend evakuiert. Verletzt wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand. Im Einsatz sind rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit etwa 60 Einsatzfahrzeugen. Hinzu kamen rund 20 Einsatzkräfte der Polizei sowie zwei Löschhubschrauber der Polizei-Fliegerstaffel Egelsbach und zahlreiche Rettungswagen. Der Einsatz wird noch bis etwa 1:00 Uhr in der Nacht dauern. Danach wird Brandwache gehalten.
Gaffer behinderten die Arbeit der Einsatzkräfte
Während des Großeinsatzes sollen die Einsatzkräfte mehrfach durch Gaffer behindert worden sein. Die Personen sind teilweise in Richtung der Flammen gelaufen und wollten das Geschehen mit dem Handy aufnehmen. Mit ihrem Verhalten haben sie sich und andere bewusst in Gefahr gebracht.
Die Brandursache ist bislang noch unklar. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeistation Mörfelden-Walldorf unter 06105/4006-0 zu melden.
UPDATE: Blindgänger explodiert bei Löscharbeiten im Waldgebiet
Aldi-Kassiererin in Luisenthal mit Messer bedroht
Luisenthal. Ein Räuber hat am Freitag eine Kassiererin mit einem Messer bedroht, wie die Polizei an diesem Sonntag mitgeteilt hat. Der Täter muss am Ende fliehen – und legt letztlich noch drauf.
Besondere Begrüßung der Erstklässler in Ginsheim-Gustavsburg
Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | „Im Zeichen der Corona-Pandemie beginnt ein Schuljahr, das alle Beteiligten vor außergewöhnliche Bedingungen stellt. Die meisten Schülerinnen und Schüler freuen sich darauf, wieder wie gewohnt zu lernen und ihre Freundinnen und Freunde zu sehen – aber die Herausforderungen für die Schulen sind riesengroß“, betont SPD Ortsvereinsvorsitzender Michael Schulz zum bevorstehenden Start in ein besonderes Schuljahr.
Die roten Brotdosen gibt es auch in diesem Jahr
„Für unsere seit vielen Jahren stattfindende Aktion zur Begrüßung der Erstklässler in Ginsheim-Gustavsburg haben wir uns deshalb etwas Besonderes überlegt, damit auch die Schulanfänger 2020 die beliebten roten Brotdose von uns bekommen können“, erklärt Schulz weiter. Diese wurden bisher durch die SPD Ginsheim-Gustavsburg vor den Einschulungsfeiern an der Albert-Schweitzer-Schule und der Gustav-Brunner-Schule den „ABC-Anfängern“ überreicht.
Verteilaktion vor dem REWE-Markt in Gustavsburg
Die Familien der Erstklässler haben in diesem Jahr zwei Möglichkeiten an eine kleine Überraschung und die Brotdose für das gesunde Schulfrühstück zu kommen. Unter Wahrung der aktuellen Hygienebestimmungen werden die Mitglieder des SPD-Vorstandes am Samstag, den 22. August 2020, ab 9.00 Uhr je einen Stand vor dem REWE-Markt in Gustavsburg und dem NETTO-Markt in Ginsheim aufbauen. Dort können die Schulstarter die kleine Aufmerksamkeit zusammen mit einem Erwachsenen und selbstverständlich unter Wahrung des Mindestabstands abholen.
Lieferung direkt vor die Haustür
Als besonderen Service kann man sich aber auch auf der Homepage registrieren und erhält dann schon direkt nach der Einschulung am 18. August 2020 die Brotdose und die kleine Überraschung vor die Türe gelegt. Auf der Internetseite können sich Eltern einerseits auch über die bildungspolitischen Ziele der SPD Hessen informieren, auf die die Genossen mit der Aktion jeweils aufmerksam machen möchten, andererseits auch Anregungen und Ideen an die örtlichen Sozialdemokraten geben.
Flammen und vermisste Person in Groß-Gerau
Nachrichten Groß-Gerau | In dieser Sonntagnacht gegen 1:45 Uhr kam es zu einem Brand in der Sudetenstraße der Kreisstadt Groß-Gerau. Mehrere Anrufer alarmierten den Notruf und meldeten zunächst brennende Bäume.
Boost your City war für euch vor Ort
Wie ein Sprecher der Feuerwehr vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, waren allerdings nicht nur Bäume von dem Brand betroffen sondern auch eine Gartenhütte auf einem Gartengelände. Außerdem wurde von den Anrufern eine vermisste Person gemeldet. Bislang konnte die Feuerwehr jedoch niemanden dort ausfindig machen. Die Einsatzkräfte hatten jedoch einiges zu tun, bis auch die letzten Glutnester abgelöscht werden konnten. Da der Brand ganz in der Nähe der Bahngleisen ausgebrochen war, musste der Bahnverkehr für rund 90 Minuten vollständig gesperrt werden, was jedoch überwiegend Güterzüge betraf.
65 Einsatzkräfte vor Ort
Verletzt wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand. Im Einsatz waren 65 Feuerwehrleute und 15 Feuerwehrfahrzeuge aus Groß-Gerau und Wallerstädten.
Die Polizei teilte zudem mit, dass eine Zigarette ursächlich für den Brand sein könnte. Abschließend kann das allerdings noch nicht genau geklärt werden. Die Ermittlungen dauern noch an. Der entstandene Schaden auf dem Grundstück soll rund 50.000 Euro betragen. Insgesamt sind zehn größere Bäume, ein Schuppen, und eine Gartenhütte abgebrannt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Groß-Gerau unter der Rufnummer 06152/175-0 zu melden.
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Jugendliche quälen Tiere im Tiergarten Oppenheim
Nachrichten Oppenheim | An diesem frühen Sonntagmorgen waren Jugendliche auf das Gelände des Tiergartens in Oppenheim eingebrochen. Dort haben sie mehrere Tiere gequält, teilweise sogar geschlagen.
Laufvogel mit einem Rechen geschlagen
Die bislang noch unbekannten Jugendlichen waren auf mehrere Koppeln geklettert und haben zunächst die dort untergebrachten Pferde herum gescheucht. Anschließend haben sie „Felix“, den Emu des Tiergartens mehrfach mit einem Rechen geschlagen.
Bei der Tat wurden die Jugendlichen von einer Zeugin beobachtet, die daraufhin die Polizei informiert hatte. Die Polizei in Oppenheim hat die Ermittlungen wegen dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Hausfriedensbruch aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Oppenheim zu melden.
Feuerwehreinsatz in Ober-Olm mit zwei Verletzten
Nachrichten Ober-Olm | An diesem Sonntagmorgen gegen 9:20 Uhr kam es zu einem Brand in einem Wohnhaus in der Robert-Koch-Straße in Ober-Olm. Zwei Personen wurden dabei verletzt.
Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, war in der Kellerwohnung ein Elektroherd in Brand geraten. Dadurch kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Einsatzkräfte der Feuerwehr betraten unter Atemschutz das Wohngebäude und konnten das Feuer zügig löschen. Anschließend wurden die Räume belüftet und der Rauch aus der Wohnung geblasen.
Zwei ältere Personen wurden durch den Rauch verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Es besteht der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Weiterhin wurde eine junge Frau mit zwei Kindern, die sich in der Nähe der Wohnung befanden, dem ätzenden Rauch ausgesetzt. Die drei wurden vor Ort vom Rettungsdienst untersucht, mussten allerdings nicht in ein Krankenhaus. Gegen 10:15 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.
Weshalb der Herd in Brand geraten war, ist noch unklar. Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute mit 15 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Außerdem waren zwei Rettungswagen sowie ein Notarzt und die Polizei im Einsatz.
Nieder-Olm: Malu Dreyer und Dorothea Schäfer besuchen das Familienzentrum
Nachrichten Nieder-Olm | Was brauchen Eltern, um sich in ihrer Rolle gut zu fühlen und gleichzeitig ihrem Job gerecht zu werden? Dieser Frage widmeten sich Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, und Dorothea Schäfer, Landrätin des Kreises Mainz-Bingen, beim Besuch des Familienzentrums in Nieder-Olm. Zusammen mit Nieder-Olms Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuß machten sie sich ein Bild von den Bedürfnissen der Eltern und des Familienzentrums.
Landrätin Dorothea Schäfer dazu
„Familie wird in unserem Landkreis großgeschrieben. Mainz-Bingen hat einen großen Bedarf an orientierten Betreuungsmöglichkeiten. An dieser Stelle setzen zum Beispiel das Demografieförderprogramm oder das Programm zur Stärkung von Elternkompetenzen an. Hier gilt auch ein ganz großes Dankeschön der Elterninitiative, die diese Möglichkeiten nutzt und damit Eltern eine große Hilfe ist“, sagt Landrätin Dorothea Schäfer.
Konzepte, Veranstaltungen und Kurse werden gefördert
Sowohl vom Land als auch vom Kreis werden jährlich Konzepte, Veranstaltungen und Kurse des Familienzentrums gefördert. Neben dem Thema Kompetenzförderung hatten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landrätin Dorothea Schäfer auch ein offenes Ohr für akute Probleme. Der Wunsch nach flexibler Arbeitsverteilung, finanzieller Sicherheit, bezahlbarem Wohnraum, Elternzeit und schnelleren Arbeitswegen steht auch künftig im Fokus der Politik.
Mombach auf dem 1. Platz: Roger Lewentz zeichnet Präventionsarbeit aus
Nachrichten Mainz | Innenminister Roger Lewentz hat zusammen mit dem Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz (LPR) den Arbeitskreis „Moka – Mombach kann …“ der Stadtteilrunde Mainz-Mombach, die medien+bildung.com gGmbH aus Ludwigshafen sowie das Polizeipräsidium Koblenz mit dem Landespräventionspreis 2019 ausgezeichnet. Außerdem wurde in diesem Jahr im Rahmen des Themenschwerpunktes der Landesregierung ein „Sonderpreis gegen Hass und Hetze“ vergeben. Dieser geht an die Steuerungsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Kaiserslautern“.
Roger Lewentz dazu
„Prävention ist und bleibt eine wichtige Stütze unserer rheinland-pfälzischen Sicherheitssarchitektur. Die Kreativität und das Engagement der handelnden Akteure sind wesentliche Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Präventionsarbeit. Vor allem auf die Verzahnung von Kommunen, Polizei und Zivilgesellschaft kommt es an. Das wurde auch bei den in diesem Jahr Ausgezeichneten immer wieder deutlich“, betonte Lewentz.
Eine öffentliche Preisverleihung im üblichen Rahmen wird aufgrund von Corona in diesem Jahr nicht stattfinden. Gleichwohl wird Lewentz den diesjährigen Preisträgern bei anstehenden Besuchen auch noch einmal persönlichen seinen Dank aussprechen.
Mit dem Landespräventionspreis werden seit 2012 jährlich erfolgreiche Projekte der Kriminalitätsvorbeugung ausgezeichnet. Neben der Ehrung werden die Initiativen landesweit vorgestellt und sollen so als Vorbild und Anregung für andere Aktive und Engagierte dienen.
Folgende Projekte wurden mit dem Landespräventionspreis 2019 ausgezeichnet:
1.Platz (1.500 Euro): Arbeitskreis „Moka – Mombach kann…“ der Stadtteilrunde Mainz-Mombach für das Projekt „Moka – Mombach kann…“
Ausgangspunkt für das Projekt und den Arbeitskreis „Moka“ war der Wunsch der Mombacher Stadtteilrunde nach einem gemeinsamen, institutionsübergreifenden Gewaltpräventionskonzept, das alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils erreichen soll. Dieses sollte gemeinsam mit sämtlichen Akteuren des Stadtteils erstellt werden.
Ansinnen des Gewaltpräventionskonzeptes ist zum einen eine erhöhte Nachhaltigkeit und Verankerung durch eine gemeinsame Sprache sowie gemeinsame Rituale und Methoden für das Lösen von Konflikten. Zum anderen zielt das Projekt auf Maßnahmen zur Stärkung des Selbstwertgefühls bei Kindern und Jugendlichen ab.
Im Rahmen von Workshops und Analysen identifizierten der Arbeitskreis und die Stadtteilrunde zwei Konzepte, die für einen Großteil der örtlichen Bedarfe passen: Das Training „Mut tut gut“ und das Bensberger Mediations Modell (BMM).
„Mut tut gut“ ist ein präventives Sicherheits- und Sozialkompetenztraining für Kinder von 5 bis 10 Jahren, das aber unter dem Namen „Soziales Lernen“ auch für die Sekundarstufe II angeboten wird. Das BMM ist ein Modell für Interventionen in Konfliktsituationen und kann daher allen Altersgruppen vermittelt werden.
Ziel des Projektes Moka ist es, möglichst viele Mombacher Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Programm „Mut tut gut“ und das Bensberger Mediationsmodell zu gewinnen und zudem ein breites, multiprofessionelles Netzwerk im Stadtteil Mombach aufzubauen.
2.Platz (1.000 Euro): medien+bildung.com, Ludwigshafen, für das Projekt „Deine Verfassung?!“
Das Projekt „Deine Verfassung?!“ thematisierte das Verhältnis zwischen individuellen Bedürfnissen und Wünschen und der allgemeinverbindlichen Verfassungsordnung mit Grundrechten, Staatsaufbau sowie Rechten und Pflichten der Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Ziel für die jugendlichen Teilnehmenden war es, eine individuelle „Standortbestimmung“ (Wo stehe ich? Wo will ich hin? Wie schaffe ich das?) durchzuführen und gleichzeitig ein Verständnis dafür zu bekommen, dass die Verfassung, der demokratische Rechtsstaat mit den verbürgten Freiheiten und der Schutz, den die Demokratie Minderheiten zukommen lässt, einen fairen Rahmen für die persönliche individuelle Entwicklung bietet. „Deine Verfassung?!“ bezog sich auch auf das Jubiläum des Grundgesetzes (70 Jahre) und der Weimarer Verfassung und das damit verbundene 100-jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts.
In einer Mischung aus Wissensvermittlung, Diskussion und Medienproduktion wurden Verfassungsinhalte und eigene Lebenspläne in ihrem Spannungsverhältnis erarbeitet, diskutiert und in Form von Fotos, Postern, Comics und Videos dargestellt. Die in den Projekttagen entstandenen Medienprodukte wurden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im Ratssaal der Stadt Ludwigshafen im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Sozialdezernentin Beate Steeg vorgestellt.
3.Platz (500 Euro): Polizeipräsidium Koblenz für das Projekt „#mitmirnicht – Gemeinsam gegen falsche Polizeibeamte“
Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz wurden zahlreiche Seniorinnen und Senioren von Trickbetrügern durch fingierte Telefonanrufe geschädigt. Mit der Kampagne „mitmirnicht“ möchte das Polizeipräsidium diese Betrugsmasche verhindern.
Erreicht werden sollen alle Bürgerinnen und Bürger, um sie über die Vorgehensweise der Betrüger zu informieren und sie entsprechend zu sensibilisieren. Primär richtet sich die Aktion zwar an die vornehmliche Zielgruppe der Täter: ältere Menschen, jedoch sollen auch Angehörige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Geld- und Kreditinstituten ausdrücklich angesprochen werden.
Das Polizeipräsidium Koblenz hat zu diesem Zweck Plakate entworfen, welche sich durch starke Farben und klar definierte Zitate der jeweiligen Protagonisten von dem „normalen“ Erscheinungsbild der präventiven Maßnahmen der Polizei abgrenzen. Die dargestellten Personen bilden die Gesamtheit der Gesellschaft ab, damit sich jeder angesprochen fühlt und auf seine Verantwortung hingewiesen wird. Ein Videoclip bringt das Thema auf den Punkt und erreicht auch jüngere Menschen. Alle Plakate und der Videoclip wurden und werden auch über die Social-Media-Kanäle der Polizei verbreitet.
Sonderpreis gegen Hass und Hetze (2.500 Euro): Steuerungsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Kaiserslautern“ für das Projekt „Stadt ohne Rassismus – Schule ohne Rassismus“
Zu Beginn des Jahres 2019 gab es acht anerkannte Schulen ohne Rassismus (SoR) in Kaiserslautern. Ziel des Projektes ist es, dass alle 15 weiterführenden Schulen der Stadt auf dem Weg bis zur Anerkennung als SoR begleitet werden.
Initiatoren sind die Schülerinnen und Schüler der Stadt. Zur Anerkennung als Projektschule muss die Schülerschaft zunächst eine Unterschriftenaktion durchführen, in der mindestens 70 Prozent der Schulgemeinschaft die drei Grundregeln der SoR anerkennen müssen
Die Steuerungsgruppe möchte sich für Geflüchtete und diskriminierte Menschen in der Stadtgesellschaft einsetzen und präventiv für eine zielführende Integration aller Gruppen in der Stadtgesellschaft arbeiten. Ziel ist die Ermutigung zu mehr couragiertem Handeln gegen Ausgrenzung, Populismus und das Schüren von Hass und Angst. Von ihrem präventiven Handeln erhofft sich die Steuerungsgruppe auch eine Bekämpfung von Kriminalität. Es soll Vorurteilen vorgebeugt und integrativ gewirkt werden. Hierzu engagieren sich die Beteiligten besonders im Bereich der Bildung mit dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Kaiserslautern, um die Stadt Kaiserslautern auf ihrem Weg zur „Stadt ohne Rassismus“ zu begleiten.
Noel Walterthum tritt auf Vaubaninsel auf
Saarlouis. Noel Walterthum tritt am Sonntag, 16. August auf der Vaubaninsel auf. Das Konzert ist Teil der achten Saarlouiser Festungstage.
Künstlerinnen gestalten Toiletten-Container in Oppenheim
Nachrichten Oppenheim | Kreativität und Ehrenamt harmonieren perfekt in der Wein- und Kulturstadt. Davon konnte sich jetzt die städtische Beigeordnete Ulrike Franz (WfO) überzeugen, als sie das neue „Outfit“ des Toilettencontainers am Kulturkeller begutachtete.
Mit Stil und Können habe die beiden Künstlerinnen Edith Brüggemann und Hildegard Steiner, nach eigenen Ideen und in Anlehnung an den Malstil von August Macke, das bislang sterile Äußere des stillen Örtchens ordentlich aufgehübscht.
Brüggemann, die auch die Pflanzen am Kulturkeller am Amtsgerichtsplatz pflegt, gebar die Idee und entwickelte sie mit der künstlerisch tätigen Hildegard Steiner attraktiv weiter. In unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde zunächst eifrig grundiert und dann ein Mix aus vier Farben für den Untergrund aufgebracht. Danach erfolgte die Bemalung mit Acrylfarben, zunächst nur die Baummotive, danach Personen ohne feste Bildvorlage.
„Wir sind den beiden emsigen Damen sehr dankbar für das beispielhafte, ehrenamtliche Engagement“, quittierte Ulrike Franz, im Namen der Stadt, die sehenswerte Verschönerung. „Die Künstlerinnen sowie die Stadt freuen sich jetzt schon auf weitere, gemeinsame Projekte im Stadtgebiet. Wir sind da schon in guten Gesprächen. In diesem Zusammenhang freuen wir uns auf alle Bürger, die diesem Beispiel folgen möchten, um unsere Stadt zu unterstützen und zu verschönern“, so Franz abschließend.
Interessierte können sich gerne unter 06133 4909 10 oder per Email an franz@stadt-oppenheim.de melden.
„Corona-Disziplin“ auf Baustellen im Kreis Mainz-Bingen sinkt
Nachrichten Mainz-Bingen | Die „Corona-Disziplin“ auf dem Bau sinkt: Auf immer mehr Baustellen im Landkreis Mainz-Bingen wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Viele Bauunternehmen blenden die Gefahr aus
„Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz, Rüdiger Wunderlich. Immer häufiger werde wieder „im alten Trott“ gearbeitet – wie vor der Corona-Pandemie. Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Covid-19-Virus inzwischen einfach aus, so die IG BAU.
Es werden immer wieder fatale Mängel festgestellt
Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf „grobe Corona-Sünden“: „Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung. Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen“, sagt Rüdiger Wunderlich.
Kosten für Corona-Schutz notwendig
Corona-Schutz auf dem Bau koste – wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch – Geld. Das seien allerdings notwendige Kosten, die die Bauunternehmen im Landkreis Mainz-Bingen nicht scheuen dürften, fordert die IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz: „In der Corona-Pandemie zeigen Baubeschäftigte volle Leistung. Dafür haben sie auch vollen Gesundheitsschutz verdient.“
Corona-Schutz ist Arbeitsschutz
Der IG BAU-Bezirksvorsitzende Wunderlich appelliert an die Baubeschäftigten im Kreis Mainz-Bingen, strikt darauf zu achten, sich zu schützen: „Regelmäßiges Händewaschen, Schutzmasken und das Arbeiten mit Abstand gehören zu den To-dos auf dem Bau. Denn Corona-Schutz ist Arbeitsschutz. Und den müssen Beschäftigte notfalls selbstbewusst einfordern“, macht Wunderlich deutlich. Dass das Arbeiten unter freiem Himmel das Infektionsrisiko reduziere, sei nur die halbe Wahrheit. Spätestens beim Innenausbau und beim Sanieren sehe das dann schon ganz anders aus.
Immer mehr Unmut und Ärger unter den Bauarbeitern
Zudem lauere bei gemeinsamen Pausen eine hohe Infektionsgefahr. Ebenso auf dem Weg zur Baustelle im Sammeltransporter: „Hier müssen Arbeitgeber Einzelfahrten möglich machen – und den Bauarbeitern dafür auch etwas bieten“, fordert Rüdiger Wunderlich. An- und Abfahrten zwischen Wohnort und Baustelle würden bislang in der Regel nicht entschädigt. „Dabei legen Bauarbeiter oft enorme Strecken zurück. Das ist verlorene Zeit für sie“, kritisiert der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Für diese Wegezeit nichts zu bekommen, sorge für immer mehr Unmut und Ärger unter den Bauarbeitern. Immerhin diktiere der Chef, wer wann zu welcher Baustelle fahren müsse. Die Wegezeit ist für einen Großteil der Baubeschäftigten im Kreis Mainz-Bingen längst zu einem „wunden Punkt“ geworden, so die IG BAU. Trotzdem hätten die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe zur Wegezeit kein Angebot auf den Tisch gelegt.
Arbeitgeber gehen auf Konfrontationskurs
„Auch in puncto Lohn und Gehalt kam nichts von den Arbeitgebern. Sie gehen stattdessen auf Konfrontationskurs“, so Rüdiger Wunderlich. Die IG BAU werde jedoch nicht lockerlassen: „Gerade auch nach den Erfahrungen, die viele Baubeschäftigte in der Corona-Pandemie gemacht haben und nach wie vor machen müssen, wird die IG BAU die Wegezeit in der bevorstehenden Schlichtung wieder auf den Verhandlungstisch packen.“ Dies wird, so die Erwartung der IG BAU, in der letzten Augustwoche (voraussichtlich am 26. August) der Fall sein. Im Fokus der Verhandlungen steht dann auch die Lohnforderung der IG BAU: ein Plus von 6,8 Prozent, mindestens jedoch 230 Euro pro Monat mehr für die Baubeschäftigten.
Darüber hinaus sollen Azubis aller Ausbildungsjahre 100 Euro zusätzlich im Monat erhalten. „Mehr Arbeitsschutz und mehr Lohn – das hat der Bau verdient. Und die Bauunternehmer können es sich leisten. Denn der Bau boomt – auch im Kreis Mainz-Bingen“, sagt Rüdiger Wunderlich.
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Neue Corona-Teststation in Mainz wird eingerichtet
Nachrichten Mainz-Bingen | Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen und die Stadtverwaltung Mainz bauen ab diesem Freitag eine eigene Corona-Teststation für Reiserückkehrer auf.
Nur für Reiserückkehrer
Die Testmöglichkeit richtet sich ausschließlich an Urlauber aus dem Ausland, insbesondere an Rückkehrer aus Risikogebieten. Diese Tests sollen vor allem bei der jetzigen Rückreisewelle vorrübergehend die Hausarztpraxen entlasten.
Ein Test ist nur nach vorangegangener Terminvereinbarung mit dem Gesundheitsamt möglich, Spontanbesuche ohne Anmeldung sind nicht möglich. Die Hotline ist unter der Rufnummer 06131 – 693 334 275 montags bis donnerstags von 8:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 sowie freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr erreichbar.
Die Teststation in Mainz wird zunächst vormittags von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr und an Samstagen von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr in Betrieb sein. Wie der Landkreis Mainz-Bingen mitteilt, sollen in der kommenden Woche weitere Informationen sowie die Adresse der Teststation folgen.
Polizei sucht Dieb mit grünem Daumen
Wadern. Eine Beute im Wert von rund 500 Euro – und ein dafür beträchtlicher Aufwand. Ein Dieb hat in der Nuhweiler Straße in Wadern fünf Blumenkübel aus dem Garten eines Einfamilienhauses gestohlen. Darin fünf kleine Bäume.
Helfende Hände beim Rhine Cleanup in Mainz gesucht
Nachrichten Mainz | Der 20. Dreck weg-Tag in Mainz hätte eigentlich im März stattfinden sollen. Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz musste die Aktion allerdings wegen der Corona-Pandemie absagen. Nun steht eine weitere Reinigungsaktion an.
Viele helfende Hände werden benötigt
Das „Rhine Cleanup“, findet aber am Samstag, 12. September 2020 statt. Hier werden viele helfende Hände benötigt, um bei dieser länderübergreifenden Aktion das Rheinufer von der Quelle bis zur Mündung zu säubern.
Daher ruft der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz alle fleißigen Mainzerinnen und Mainzer auf, die für den Dreck weg-Tag im März angemeldet waren, bei dieser Aktion mitzumachen. Interessierte können sich auf der Website des „Rhine Cleanup“ (https://www.rhinecleanup.org/de/) anmelden und den Uferabschnitt auswählen, an dem sie sammeln möchten. Nächstes Jahr soll der 20. Dreck weg-Tag dann Ende März nachgeholt werden.













