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Von der Rebe in die Kelter – Weinlese in Wackernheim

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Nachrichten Ingelheim – Die Weinlese ist zur Zeit überall in vollem Gange. Etwa zwei Wochen früher, als im Schnitt in den vergangenen Jahren, wurde in diesem Jahr mit der Weinlese begonnen. Boost your City hat in dieser Woche Thomas Michel und seinen Vater vom Weingut & Kartoffelhof Michel in Wackernheim bei der Lese begleitet.


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Auf 3 Hektar Land wird Wein angebaut

In Wackernheim bewirtschaftet der Landwirtschaftsbetrieb Michel auf etwa 3 Hektar Weinbau. Dort werden die Rebsorten Silvaner, Müller-Thurgau, Riesling, Kerner, Portugieser und Dornfelder angebaut. Im kommenden Jahr wird noch die Rebsorte Grauburgunder hinzukommen, da Thomas Michel das Angebot an eigenen Weinen ausweiten möchte.

In der Vergangenheit war das alteingesessene Weingut Michel, dass bereits seit 1898 in der Weyersmühle in Wackernheim Landwirtschaft betreibt, überwiegend ein Fasswein-Betrieb und hat selbst nur wenig Flaschenweine verkauft.

Von der rebe in die kelter - weinlese in wackernheim
Federweißer Weingut & Kartoffelhof Michel
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Eigene Weine und Federweißer im Hofladen

Durch den kürzlich eröffneten Hofladen in Wackernheim (wir berichteten) möchte die Familie Michel jedoch die Möglichkeit nutzen und ihren Kunden vermehrt Flaschenweine ab Hof anbieten. Bereits seit einer Woche gibt es im Hofladen schon selbst hergestellten Federweißer und roten Rauscher zu kaufen. Außerdem werden dort die eigenen Kartoffeln und Kürbisse angeboten. Vervollständigt wird das Angebot im Hofladen durch Obst, Gemüse und weiteren Erzeugnisse von Betrieben aus der nahen Umgebung.

Im kommenden Jahr wird es die 2020er Weine in Michels Hoflädche zu kaufen geben. Spätestens bis Ostern 2021 sind dann voraussichtlich alle Weinsorten im Lädchen erhältlich. Zum ersten Mal wird es in diesem Winter auch selbstgemachten Glühwein in der Flasche geben.

Anschrift: Weingut & Kartoffelhof Michel, Mühlstraße 45, 55263 Ingelheim am Rhein

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Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden findet statt

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Sternschnuppenmarkt Wiesbaden
Sternschnuppenmarkt Wiesbaden

Nachrichten Wiesbaden | Auch in diesem Jahr findet der beliebte Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden statt. Das hat die Stadt Wiesbaden an diesem Freitag mitgeteilt. Die TriWiCon wird demnach den Sternschnuppenmarkt gemäß der Marktsatzung mit den erforderlichen Auflagen zum Infektionsschutz durchführen können.


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Bürgermeister Dr. Oliver Franz dazu

„Die letzten Wochen waren geprägt von intensiven Planungsabstimmungen, die sich am Ende gelohnt haben. Es ist gelungen, ein Konzept für den Sternschnuppenmarkt zu entwickeln, welches die Corona-Auflagen für Weihnachtsmärkte aus der aktuellen Verordnung der Hessischen Landesregierung umsetzen lässt und einen Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden möglich macht“, freut sich Bürgermeister Dr. Oliver Franz

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Der Sternschnuppenmarkt wird auf bis zu vier Marktflächen verteilt

Auf dem Luisenplatz und optional zusätzlich auf dem Kranzplatz präsentiert sich der „Sternschnuppen-Schlemmer-Markt“ mit vielfältigen gastronomischen Angeboten.

Auf dem Schlossplatz findet der „Sternschnuppen-Familien-Markt“ statt. Karussells und die Kinder-Eisenbahn warten hier auf die kleinen und großen Besucher. Dort ist auch die Weihnachtskrippe und der Weihnachtsbaum zu finden. Auch für das leibliche Wohl ist auf dem Schlossplatz gesorgt. Eine Auswahl an Kunsthandwerk ergänzt das Angebot.

Auf dem Kurhaus-Vorplatz darf gebummelt werden. Fort werden zahlreiche Kunsthandwerker ihre Waren anbieten. Eine weihnachtliche Entdeckungsreise wartet auf die Besucher.

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Es gelten unterschiedliche Regelungen

Für jeden der Marktbereiche gelten die entsprechenden Regeln und Vorgaben aus der Corona-Verordnung. Diese werden vom Sicherheitspersonal vor Ort kontrolliert.

  • Schlemmer-Markt: Maximal 250 Personen gleichzeitig und Zugangskontrollen mit Personendatenerfassung. Abstandregeln müssen eingehalten werden.
  • Familien-Markts: Maximal 250 Personen gleichzeitig und Zugangskontrollen mit Personendatenerfassung. Abstandregeln müssen eingehalten werden.
  • Kunsthandwerkermarkt: Es finden keine Zugangskontrollen statt, dafür gilt eine Maskenpflicht. Abstandregeln müssen eingehalten werden.


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Alle Marktbeschicker können zugelassen werden

„Mit dem nun beschlossenen Konzept ist es möglich, alle Marktbeschicker des regulären Sternschnuppenmarkts zuzulassen und das vertraute Angebot für die Besucherinnen und Besucher zu realisieren. Das Konzept des Sternschnuppenmarkts lädt dazu ein, einen Weihnachtsbummel durch die Stadt zu machen – vor dem Kurhaus nach einem Weihnachtsgeschenk stöbern, dann mit den Kindern auf dem Schlossplatz eine Runde Karussell fahren und danach auf dem Luisenplatz gemeinsam schlemmen gehen. Wir sind sehr froh, dass wir im Rahmen der Corona-Auflagen einen vollständigen Sternschnuppenmarkt realisieren können. Zwar in anderer räumlicher Aufteilung und in anderer Atmosphäre aber dennoch mit einem attraktiven Angebot in dieser schwierigen Zeit“, zeigt sich der Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, Oliver Heiliger zuversichtlich.

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„Alle beteiligten haben an einem Strang gezogen“

„Ich darf mich ausdrücklich für die konstruktive Zusammenarbeit in der Stadt bedanken. Alle beteiligten Ämter und Dezernate haben gemeinsam an einem Strang gezogen und professionell zugearbeitet, um für die Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger den Sternschnuppenmarkt möglich zu machen. Als Wirtschaftsdezernent freut es mich besonders, dass es uns gelungen ist, die Anzahl der Marktbeschicker nicht reduzieren zu müssen und wir nun allen Marktbeschickern die Möglichkeit bieten können, in diesem wirtschaftlich schweren Jahr zumindest auf dem Sternschnuppenmarkt Umsätze zu erwirtschaften. Dies ist in vielen anderen Städten so nicht möglich gewesen“, betont Oliver Franz.

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Riesenrad auf dem Mauritiusplatz ein besonderes Erlebnis

Geöffnet hat der Sternschnuppenmarkt vom 24. November bis 23. Dezember in der Zeit von montags bis donnerstags 10:30 Uhr bis 21:00 Uhr, freitags und samstags von 10:30 bis 21:30 Uhr und sonntags von 12:00 bis 21:00 Uhr.

Zusätzlich bietet die hessische Winterstubb mit einem Riesenrad auf dem Mauritiusplatz ein besonderes Erlebnis. Vom 24. November bis 10. Januar können die Besucher dort Gastronomie und Geselligkeit unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen genießen.

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Brustkrebs hat Simone und Marion nicht ihr Lachen genommen

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Nachrichten Bad Kreuznach | „Zwei Sachen waren klar: Ich will wieder eine Brust!“ Aber der zweite Punkt ist auch wichtig für die temperamentvolle Frau, die gerade im Park der Stiftung kreuznacher diakonie ihre Geschichte erzählt : „Silikon! Nein!“ Simone Jost-Lautenbach aus Niederhausen und ihre Schwester Marion Jockel aus Odernheim berichten gerade, wie sie beide im Abstand von nur wenigen Jahren den Brustkrebs besiegt haben. Diagnose, Stanzen, Operationen, Amputation, Chemotherapie, Bestrahlung, Haarausfall und dann der Wiederaufbau der Brust aus eigenem Gewebe – alle Stationen der Krankheitsgeschichte gepresst in wenige Stunden, die sie sich nehmen, um anderen Frauen Mut zu machen.


Mut und ihr durchdringendes Lachen

Oberärztin Petronela Monticelli-Mayer und Dr. André Borsche, Chefarzt der Plastischen Chirurgie im Krankenhaus der Stiftung kreuznacher diakonie, freuen sich über das Wiedersehen mit den beiden ehemaligen Patientinnen, die trotz der schrecklichen Diagnose Brustkrebs, nie ihre Lebensfreude, den Mut und ihr durchdringendes Lachen verloren haben. „Gerade beim Brustaufbau nach einem Mammakarzinom (Brustkrebs) setzen wir auf interdisziplinäre Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Borsche, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Dienstjubiläum am Bad Kreuznacher Krankenhaus feiert.

Das bedeutet: Gynäkologen wie hier der Leitende Oberarzt Dr. Michael Wehling und die Plastischen Chirurgen arbeiten eng zusammen, um Patientinnen vor, während und nach der Therapie des Brustkrebses optimal zu begleiten. Denn der Krebs hinterlässt Spuren nicht nur am Körper, sondern auch an der Psyche und am Selbstbewusstsein der Frauen. Deshalb ist auch der Aufbau einer neuen Brust ein wichtiger Punkt, um mit dem Krebs abzuschließen.

Oberärztin Petronela Monticelli-Mayer ist Spezialistin

Oberärztin Petronela Monticelli-Mayer ist Spezialistin dafür, eine Brust aus dem eigenen Gewebe der Frau wiederaufzubauen – ohne ein Fremdimplantat zu verwenden. Die 54-jährige Simone Jost-Lautenbach war 39 Jahre alt und hatte zwei kleine Kinder zuhause als der Krebs diagnostiziert wurde. Die Brustprothesen aus der Anfangszeit, die sie in den BH einlegen musste, fand sie umständlich, hinderlich und schmerzhaft. Aber ein Silikon-Implantat war für sie keine Option. „Ich wollte damals zu Dr. Borsche, der mir aber dazu riet, eine zweite Meinung einzuholen“, erzählt Simone, die jüngere der beiden Schwestern. Doch bei dem Arzt in Wiesbaden fühlte sie sich gar nicht gut aufgehoben: „Der hat meine Krankenakte durchgeblättert als wäre es ein Bauerkatalog.“ Noch heute, 14 Jahre später, ist sie stolz auf ihre neue Brust, die im Diakonie Krankenhaus geformt wurde.

Ähnlich ging es wenige Jahre später ihrer Schwester Marion. Auch Sie verlor eine Brust und wurde in Bad Kreuznach operiert. Beide gehen ins Schwimmbad und die Sauna. „Wir fühlen uns in der Diakonie immer noch gut aufgehoben und betreut.“, erzählt Marion. Mit den Ärzten und dem Personal in der Gynäkologie und der Plastischen Chirurgie sind sie immer noch verbunden. Marion und Simone lachen, wenn sie von ihren Krankenhaus-Aufenthalten erzählen: „Manchmal fahre ich einfach dort vorbei, wenn ich ein Blech Nussecken gebacken habe“, erzählt die Konditorin. Petronela Monticelli-Mayer lacht ebenfalls und seufzt sehnsüchtig: „.. Kuchen…!“

25 Jahre Plastische Chirurgie in Bad Kreuznach

Am Samstag, 31. Oktober, ab 10 Uhr, findet ein Symposium zum Thema „25 Jahre Plastische Chirurgie in Bad Kreuznach“ statt. Fachkollegen der Abteilung aus Bad Kreuznach, aber auch aus ganz Deutschland werden an diesem Tag darüber referieren, was dieser Zweig der Chirurgie bewegen kann. Die Veranstaltung ist  in der Theodor Fliedner Halle in Bad Kreuznach und ist offen für jedermann.

Die Stiftung kreuznacher diakonie beschäftigt rund  6.800 Mitarbeitende.

Die Stiftung kreuznacher diakonie ist Träger von Krankenhäusern, Hospizen, Senioren-, Wohnungslosen-, Kinder-, Jugend- und Familienhilfen, Sozialstationen  sowie Wohnungen und Werkstätten für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Die Stiftung unterhält Bildungsstätten für Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen.

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Mainz: Klimaliste Rheinland-Pfalz stellt Landesliste auf

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Nachrichten Mainz | Die Klimaliste RLP e.V. stellt am 26. September ihre Landesliste auf. Die Liste soll nach dem Selbstverständnis der Klimaliste Deutschland aus Wissenschaftlern und Aktivisten bestehen. Oberste Prämisse ist dabei das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten und ein politisches Angebot für wissenschaftlich validen Klimaschutz ohne Kompromisse zu schaffen.


Collin Wittenstein, 2. Vorsitzender der Klimaliste RLP e.V. dazu

„Wir sind ein breites und vielfältiges Bündnis aus der Klimaschutzbewegung. Was uns vereint, sind keine Strukturen, sondern inhaltliches Commitment und der Wille, etwas zum Positiven zu verändern. Die letzten 30 Jahre wurde sich mit gegenseitigem apokalyptischen Gerede zum ’nichts tun‘ ermuntert, jetzt ist Zeit für Utopien!”

An der Arbeit der Klimaliste beteiligen sich verschiedenste Akteure der Klimagerechtigkeitsbewegung. So tragen Aktivisten und Wissenschaftler ihren Aktivismus nun direkt in die Parlamente.

Greta Waltenberg, 1. Vorsitzende der Klimaliste RLP e.V. dazu

„Wir haben in den letzten Monaten unfassbar viel mobilisiert, organisiert und recherchiert. Das so entstandene großartige Team aus Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen bildet einen wichtigen Schritt hin zu dem konsequenten Klimaschutz, den wir brauchen”, so Greta Waltenberg, 1. Vorsitzende der Klimaliste RLP e.V..

Mehrere Interessenten für die Kandidatur

Aus den Reihen der Klimaschutzbewegung haben verschiedene Gesichter Interesse an einer Kandidatur bekundet. Unter den Kandidaten sind Aktivisten von Fridays For Future, Parents For Future, Scientists For Future, Extinction Rebellion aber ebenso zahlreiche junge und alte Menschen, die bisher weniger aktiv waren. Interesse an einer Kandidatur bekundet haben jedoch unter anderem Beatrice Bednarz, Benjamin Kraff, Maurice Conrad, David Schwarz, Niklas Litzenberger und Greta Waltenberg.

“Die Klimaliste ist für mich als Aktivist die Möglichkeit, den notwendigen Klimaschutz endlich ins Parlament zu bringen. Dafür möchte ich kämpfen. Wir werden das 1,5-Grad-Ziel vom Kalenderspruch zur politischen Prämisse machen.”, so Maurice Conrad, Kandidat der KL RLP.

“Als Physikerin möchte ich dazu beitragen, dass die Politik endlich die wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst nimmt und entsprechend handelt. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass die nötigen Maßnahmen auch unsere Lebensqualität und Gesundheit verbessern werden und die Welt gerechter machen.”, so Beatrice Bednarz, Kandidatin der KL RLP.

Knappe Angelegenheit für die Einsatzkräfte der Feuerwehr

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Nachrichten Blaulicht | Wenn die Feuerwehr alarmiert wird, muss es schnell gehen. Denn wenn es um Leben und Tod geht, darf keine Minute verschwendet werden. Doch in der kommenden Zeit wird die Feuerwehr Hennef (Sieg) in Nordrhein-Westfalen wohl länger brauchen, bis sie die Einsatzstelle erreichen.


Der einzige Weg führt durch das Tor

Zur Zeit wird die Fahrbahn der Kreisstraße K19 von Stein nach Blankenberg saniert. Aus diesem Grund bleibt der Feuerwehr nur die Anfahrt durch das Katharinentor für etwaige Einsätze im mittelalterlichen Stadtkern von Blankenberg.

Doch diese Anfahrt verlangt den Drehleitermaschinisten der Feuerwehr alles ab. Denn selbst bei eingeklappten Außenspiegeln ist das Durchfahren des Katharinentors Millimeterarbeit. Besonders wenn es schnell gehen muss, ist Nervenstärke bei dem Fahrer und dem gesamten Team gefragt. Für diesen Fall übten die Einsatzkräfte an diesem Freitag fleißig.

Die Renaturierung der Selz in Gau-Odernheim

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Nachrichten Ingelheim | Die Renaturierung an der Selz schreitet weiter voran. Bereits seit Anfang September rollt schweres Gerät zwischen Gau-Odernheim und Bechtolsheim, es wird kräftig gebaggert, planiert und modelliert.


Das Gelände wird für alle erlebbar

Der Bach im Naturschutzgebiet „Im Briehl/Schafwiese“ wird bis Ende diesen Jahres auf einer Fläche von 18 Hektar freigelassen: „Die ökologische Struktur wird hier deutlich verbessert“, sagte Dorothea Schäfer, Landrätin von Mainz-Bingen. Sie war selbst vor Ort, um sich ein Bild von dem aktuellen Stand zu machen. Dabei zeigte sie sich erfreut, dass die Bevölkerung bei dem Projekt mitgenommen wird. Es wird zum Beispiel eine Aussichtsplattform geschaffen. „Damit wird das Gelände für alle erlebbar.“, so die Landrätin.

Ausgeführt wird das Projekt vom Selzverband, dessen technischer Geschäftsführer Matthias
Schmitt das Projekt erläuterte. Neben Dorothea Schäfer als Vorsitzende des
Selzverbandes waren noch dabei Thomas Rahner, zuständiger Beigeordneter des Landkreises Alzey-Worms und Schäfers Stellvertreter im Selzverband, Heiner Illing (MdL) als Ortsbürgermeister von Gau-Odernheim sowie einige örtliche Politiker. Alle waren erfreut, dass nun eine lange währende Geschichte ein Ende findet: „Seit 30 Jahren wird darüber debattiert“, sagte Illing. Thomas Rahner sieht die Renaturierung als ein „Vorzeigeprojekt“ an.

Die Selz wird länger

„Wir geben der Selz ein Stück weit ihren alten Verlauf zurück“, sagte Matthias Schmitt. Auf alten Karten aus dem letzten Jahrhundert konnte man erkennen, wo der Bach vor der Begradigung gebettet war. Und dort soll er auch in Zukunft wieder verlaufen. Geplant sind zwei große und eine kleine Schleife, wodurch die Selz statt bisher 1,1 Kilometer in dem Abschnitt künftig 1,7 Kilometer lang sein wird.



Feuchtbiotopen und Stillwasserflächen geplant

Bis Ende des Jahres werden noch viele Tausend Tonnen Erde bewegt. Die die Kosten dafür sind mit 700.000 Euro geplant. Das Land Rheinland-Pfalz fordert Projekt mit 90 Prozent im Tamen des Programms „Aktion Blau“. Die Renaturierung ist Teil des Programms „EU-Wasserrahmenrichtlinie“. Mit diesem soll der Forderung nach einem guten chemischen und ökologischen Gewässer nachgekommen werden.

Neben der kompletten Neuanlage des Flussbettes ist auch die Anlage von Feuchtbiotopen und Stillwasserflächen geplant. Außerdem werden Überflutungsflächen geschaffen, um die unteren Selzanlieger beispielsweise bei Starkregen besser zu schützen. Das jetzt noch aktive begradigte Bachbett bleibt ebenfalls bestehen und kann bei Regen zur Entlastung beitragen. Außerdem bietet das Bachbett auch neuen Lebensraum für Insekten.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich viel getan

In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Renaturierungen an der Selz vorgenommen. Von 1991 bis 1993 wurde die Selz in Sörgenloch auf einer Länge von 2,4 Kilometer und einen Plangebiet von 25 Hektar saniert. Im Jahr 2012 folgte Nieder-Olm mit 2,5 Kilometern Länge und einem Plangebiet von 40 Hektar. Zuletzt wurde 2017 die Renaturierung in Friesenheim durchgeführt.

Der Biber arbeitet auch mit

Die Renaturierung begünstigt auch die Wiederansiedlung streng geschützter Tierarten. An der Selz gibt es so beispielsweise auch wieder einen Bieber. Dieser wurde in einem Selzabschnitt gesichtet und hat im Flussbett ein paar Spuren hinterlassen.

Wenn dem Biber die Wassertiefe an einem Gewässer nicht ausreicht, baut er Dämme, um das Wasser aufzustauen. Dadurch strukturiert er sein Gebiet und bietet gleichzeitig neuen Lebensraum für andere seltene Tierarten wie beispielsweise Amphibien, Libellen oder Vögel. Der Biber trägt damit aktiv zum Artenschutz in der Selz bei.

Steinbruch bei Trechtingshausen will sich als touristische Attraktion präsentieren

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Nachrichten Bingen | Der Steinbruch bei Trechtingshausen soll künftig verstärkt als touristische Attraktion hervorgehoben werden. Diese Anregung aus einer Bürgerversammlung vom 25. August 2020 will der Steinbruchbetreiber Hartsteinwerke Sooneck GmbH aufnehmen und über die nächsten Jahre hinweg planvoll umsetzen. In enger Abstimmung mit dem Gemeinderat, der Bürgerschaft und weiteren interessierten Partnern sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, wie der seit Jahrhunderten zum Landschaftsbild gehörende Steinbruch für Touristen erlebbar gemacht werden kann, ohne den laufenden Abbaubetrieb zu stören.


Aussichtspunkte in den Steinbruch

Als möglichen attraktiven Standort für Aussichtspunkte in den Steinbruch hinein regten Teilnehmer aus der Bürgerschaft die Bruchkante in der Nähe des Pfaffenfelsens an. Der Betriebsleiter Dr. Willem Douw nennt die Burg Sooneck. Der diplomierte Bergbau-Ingenieur führt regelmäßig Besucher aus Deutschland und dem Ausland zu diesen Standpunkten, um ihnen von dort einen ungefährlichen Einblick in das Steinbruchgeschehen zu gewähren. Er kennt aus dieser Erfahrung auch die häufigsten Fragen, die gestellt werden: „Die Faszination, die von einem Steinbruch im Betrieb ausgeht, ist für viele Menschen groß. Sie bestaunen die riesigen Erdbewegungsmaschinen und fragen sich, was sich dahinter verbirgt. Daher bedarf es ausgewiesener Aussichtspunkte mit Aufklärungstafeln, die die Wanderer, Biker und Besucher informieren. Dabei sollte zum einen die historische Dimension erklärt und zum anderen dargestellt werden, welche Bedeutung der Steinbruch heutzutage hat.

Ebenso wird häufig die Frage gestellt, was eigentlich mit den hier abgebauten Steinen geschieht. Es empfiehlt sich also, auch Informationen über den Abtransport und vor allem über ausgewählte Bauwerke, die mit Trechtingshauser Material entstanden sind, zu geben. Neben den Aussichtspunkten in den Steinbruch stößt nach den Erfahrungen des Bergbau-Ingenieurs auch die Schiffsverladestelle am Rhein häufig auf reges Interesse. „Hier könnten auch Informationstafeln stehen“, regt er an, und fügt hinzu: „Perspektivisch könnte ich mir angesichts des E-Bike-Booms auch eine geführte Fahrradroute vom Rhein zu den Aussichtspunkten am Hang vorstellen. Mit einem E-Bike wäre eine solche Strecke auch für normal konditionierte Radfahrer gut zu bewältigen.“ Spannend wäre es auch die Verladestelle der Seilbahn, die einst das Bergwerk in Waldalgesheim mit dem Rhein verband holographisch wieder vorstellbar werden zu lassen.



Touristisches Juwel für die Gemeinde werden

Nach Einschätzungen des Betriebsleiters könnte der Trechtingshauser Steinbruch mit einem Maßnahmenbündel für Besucher zu einem „touristischen Juwel“ für die Gemeinde werden. Eine „Goldmine“ für die Gemeindekasse ist er aufgrund der jährlichen Pacht- und Steuereinnahmen schon heute.

Dr. Willem Douw verweist auf Schätzungen wonach es in ganz Deutschland nur noch rund 700 bis 800 aktive Steinbrüche gibt. „Gerne helfen wir der Gemeinde, dieses Stück Kulturlandschaft herauszuputzen statt es zu verstecken“, bietet der Betriebsleiter an. Die niederländische Betreiberfamilie de Beijer habe hierzu „grünes Licht“ gegeben. An der Bürgerversammlung am 25. August 2020, auf der die Bürgerschaft die Anregung zum touristischen Ausbau des Steinbruchs gegeben hatte, war der Unternehmer Han de Beijer stellvertretend für die Familie persönlich anwesend.

Bundesgartenschau 2029

Han de Beijer erklärt: „Wir sind ebenso wie viele Einwohner von Trechtingshausen stolz darauf, dass die Burg und der Steinbruch Sooneck Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal sind. Mit der Erweiterung des Angebots für Besucher könnte der Steinbruch über die nächsten Jahre hinweg zu einem touristischen Anziehungspunkt für das gesamte Mittelrheintal werden. Wenn wir gemeinsam mit der Gemeinde alsbald damit beginnen, wird der Trechtingshauser Erlebnissteinbruch womöglich zu einem Highlight bei der Bundesgartenschau 2029. Wir als Betreiber wollen jedenfalls unser Bestes geben, um dieses gemeinsame Ziel für Trechtingshausen zu erreichen.“

Eine Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit haben die Hartsteinwerke Sooneck bereits beauftragt, um unter anderem die Möglichkeiten zur stärkeren Einbindung des Steinbruchs in das Touristikkonzept für das Obere Mittelrheintal und zur Buga 2029 zu unterstützen. Immerhin werden in neun Jahren rund 1,8 Millionen Besucher zur Bundesgartenschau erwartet.

„Wir können übereinstimmend feststellen, dass der Steinbruch und auch die Familie de Beijer zu Trechtingshausen gehören. Zwar ist der Steinbruch ein für uns alltägliches, für Ausflügler aber ein ganz besonderes Erlebnis. Daher freuen wir uns, mit einem gemeinsamen Konzept den touristischen Wert nutzbarer machen zu können“, sagt der Ortsbürgermeister von Trechtingshausen, Herbert Palmes (SPD).

Donald Trump verbietet Download der TikTok-App

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Nachrichten Überregional | Schon seit Wochen droht Donald Trump damit, die vor allem bei jungen Menschen beliebte App TikTok zu verbieten. Nun hat der US-Präsident eine letzte Frist gesetzt. Schon bald soll die App in den Vereinigten Staaten nicht mehr zum Download bereit stehen.


Download schon bald nicht mehr möglich

US-Präsident Donald Trump will in den USA das Downloaden des chinesischen Kurzvideodienstes TikTok und der Messenger-App verbieten. Schon ab diesem Sonntag soll die App nicht mehr in den App-Stores zu finden sein. Das geht aus einer Mitteilung des Handelsministeriums hervor. Zudem soll die Funktion der App ab dem 12. November in den USA komplett abgeschaltet werden.

Doch es gibt noch Hoffnung: Wie der Handelsminister Wilbur Ross erklärte, hat Trump eine Frist bis zum 12. November gesetzt. Bis dahin können die Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit noch ausgeräumt werden.

Trump äußerte Sicherheitsbedenken

In den USA nutzen rund 100 Millionen Menschen die App TikTok. Dabei können Nutzer Videos mit einer Länge zwischen 15 und 60 Sekunden erstellen und hochladen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ermittelt die App Vorlieben der Nutzer und schlägt ihnen immer weitere Videos vor.

Trump äußerte Bedenken, dass Informationen und Daten der Nutzer in die Hände der kommunistischen Partei gelangen könnten. So begründete er das von ihm geforderte Verbot.



Trump muss einem Deal zustimmen

Anfang August hatte der US-Präsident verfügt, Geschäfte mit TikTok in den Vereinigten Staaten zu verbieten. Vom Eigentümer Bytedance forderte er einen Verkauf des US-Zweigs der Videoplattform an einen mehrheitlich US-geführten Konzern bis zu diesem Sonntag. So könne ein Verbot verhindert werden. Verkaufsvorschlägen, bei denen die Mehrheit weiterhin in China gelegen hätte, widersprach der Trump. Ohne seine Zustimmung ist ein Verkauf nicht möglich.

Verkauf an Microsoft geplatzt

Zuletzt hatte Microsoft mit Bytedance über einen Kauf in den Vereinigten Staaten sowie in anderen Ländern verhandelt. Doch wie Microsoft mitteilte, ist der Deal geplatzt. Der Eigentümer von TikTok habe das Angebot des Software-Riesen abgelehnt.

Wie Trump an diesem Donnerstag mitteilte, wollen aber sowohl der Software-Konzern Oracle als auch der Supermarkt-Riese Walmart bei TikTok einsteigen. Dass ein Deal zustande kommt, ist also auch weiterhin noch möglich.

Wiesbaden: Seit Tagen vermisster Mann wieder aufgefunden

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Polizei Mainz
Polizei Mainz

Nachrichten Wiesbaden | Update 21. September 10:40 Uhr: Der seit  dem vergangenen Dienstag vermisste 34-Jährige konnte am Wochenende von Beamten Ingelheimer Polizei wohlbehalten in Gau-Algesheim angetroffen werden.


Erstmeldung vom 18. September 17:10 Uhr: Seit diesem Dienstagabend wird der 34 Jahre alte Jan-Michael K. vermisst. Er war in einer Klinik in Wiesbaden zur Behandlung. Die Mitarbeiter hatten ihn zuletzt gegen 19:00 Uhr gesehen, danach war er verschwunden.

Personenbeschreibung des Vermissten: 

  • ca. 185 cm groß
  • schmale Figur
  • abgeschnittene Hose
  • hellblaues T-Shirt
  • Schuhe mit roten Schnürsenkeln
  • An Armen und Beinen hat er Kratzwunden

Die Polizei konnte den Mann trotz intensiver Suchmaßnahmen bislang nicht auffinden. Aus diesem Grund bittet die Polizei nun die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die den Vermissten gesehen haben oder Hinweise auf dessen Aufenthaltsort geben können, werden gebeten sich bei der Kriminalpolizei in Wiesbaden unter der Rufnummer 0611 – 3453333 zu melden.

Freizeitaktivitäten im Herbst – actionreich, kreativ und sportlich

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Urlaub & Freizeit | Der Herbst bietet so einiges, wunderschöne Tage, die man draußen verbringen kann und auch kalte und regnerische Tage an denen man drin bleiben möchte. Doch an den schönen Tagen gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die alleine oder mit der ganzen Familie Spaß machen.


Kreativ werden

Besonders im Herbst hat man viele Gelegenheiten, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Ob mit Kastanien, Blättern oder Kürbissen – Die Natur gibt viel her, womit sich tolle Dinge gestalten lassen. Neben den klassischen Herbstdekorationen und Kürbissen können handwerklich geschickte Menschen beispielsweise auch Vogelhäuschen bauen. Damit hat man dann auch die Gelegenheit, die faszinierenden Tiere aus der Nähe zu beobachten.

Kinder freuen sich immer darüber, wenn es im Herbst windig ist und man Drachen steigen lassen kann. Diese kann man entweder im Geschäft kaufen oder einer Anleitung und einigen Bastel-Utensilien ganz einfach selbst bauen. Auch der Martinsumzug ist für Kinder jedes Jahr ein tolles Erlebnis auf das sie sich schon beim Basteln und Gestalten der eigenen Laterne freuen können. So strahlt nicht nur die Laterne sondern auch die Kinderaugen.

Actionreich durch den Herbst

Wer es gerne spannend und actionreich mag, der könnte es beispielsweise mal mit Geocoachings, Höhlentrekkings, Geocaching oder auch einer Nachtwanderung versuchen. Die Angebote hierzu sind zahlreich und meist ganz in der Nähe. Viele Angebote für actionreiche Freizeitaktivitäten sind besonders im Herbst beliebt, daher lohnt es sich, solche Ausflüge im Voraus zu planen und falls nötig zu buchen.

Auch Sport an der frischen Luft macht im Herbst wieder richtig Spaß, wenn es etwas abgekühlt ist. Radfahren oder Joggen im Wald tut gut und fördert die Fitness. Es gibt außerdem in manchen Wäldern sogenannte „Trimm-Dich-Pfade”. Dabei sind an einzelnen Stationen Fitnessgeräte aufgestellt, an denen man sich richtig auspowern kann.

Zeit alleine oder zu zweit

An verregneten und kalten Tagen kann man die Zeit auch gut zuhause verbringen. Ob alleine, mit Freunden oder dem Partner – Sich mit einer Tasse Tee zuhause aufzuwärmen ist im Herbst besonders schön. Trotzdem kommt oftmals im Herbst der Wunsch nach einer Partnerschaft auf, um die kalten Abende gemeinsam genießen zu können. Auf perfect.is findet bestimmt jeder das Richtige, denn dort werden zahlreiche Online-Partnerbörsen verglichen.

Stadt Ingelheim ist machtlos gegen Altkleiderberge

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Nachrichten Ingelheim – An diesem Donnerstag machte uns ein Leser darauf aufmerksam, dass sich auf dem Parkplatz des Penny Markts im Ingelheimer Stadtteil Frei-Weinheim unmengen an Klamotten auf dem Boden neben den dort aufgestellten Kleidercontainern befinden. Boost your City war am gleichen Tag vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen.


Ein Anblick wie auf der Mülldeponie

Auf dem Parkplatz des Einkaufsmarkts in der Hermann-Bopp-Straße in Frei-Weinheim türmen sich Berge an gebrauchten Kleidern. Aufgerissene Müllsäcke, verstreute Schuhe, ein Anblick wie auf der Mülldeponie. Und dies in bester Umgebung, zwischen dem Mercedes Autohaus Wagenhäuser und dem Autohaus Ingelheim GmbH. Da kommt die Frage auf, wie diese Massen an Kleidungsstücken dorthin kommen.

Vor Ort wurde uns berichtet, dass am Tag zuvor eine große Menge an gestapelten blauen Säcken um die Container stand. Doch von wem wurden sie dort abgestellt? Am Mittwochnachmittag waren die Säcke wohl schon aufgerissen und durchwühlt worden. Das Sammelbüro der Altkleidercontainer, dessen Handynummer auf einem der Container steht ist an diesem Freitag nicht erreichbar. Die Nummer ist dauerhaft besetzt.

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Die Stadt Ingelheim ist machtlos – tote Tiere und Essensreste in den Containern

Eine Sprecherin der Stadt Ingelheim hat auf Anfrage von Boost your City an diesem Freitag mitgeteilt, dass von Seiten der Stadt in dieser Angelegenheit nichts unternommen werden kann. Da die Container auf einem privaten Grundstück stehen, hat die Stadt hier keine Handhabe. Und genau wegen solcher Müll-Probleme gibt es bereits seit über einem Jahr im gesamten Ingelheimer Stadtgebiet keine Kleidercontainer mehr auf städtischem Grund.

Die Container wurden immer mehr als Mülltonnen missbraucht. Darin entsorgt wurde sehr häufig Hausmüll, unter anderem auch vergammelte Essensreste. Auch tote Tiere wurden darin entsorgt. Deshalb wurden sämtliche Kleidercontainer im Stadtgebiet abgebaut. Lediglich in einzelnen Ortsteilen, wie beispielsweise Heidesheim und Wackernheim, die erst seit 2019 zur Stadt Ingelheim gehören, stehen noch Kleidercontainer auf städtischem Grund. Jedoch wurden die Verträge mit den Betreibern gekündigt und die Container werden nach Ablauf der Verträge abgebaut.

Eine Anfrage bei der Rewe-Group, zu der die Penny Märkte gehören, wurde ebenfalls am Freitag gestellt. Hier steht eine Antwort noch aus.

FSV Mainz 05 startet mit 10 Prozent der ansonsten zulässigen Zuschauer

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MEWA Arena Mainz
MEWA Arena Mainz

Nachrichten Mainz | Auf der Basis der bundesweiten Vorgaben zur Wiederzulassung von Fangruppen in den Bundesliga-Stadien hat der FSV Mainz 05 der Landeshauptstadt Mainz dem zuständigen Gesundheitsamt Mainz-Bingen in diesen Tagen ein Konzept vorgelegt, um Heimspiele wieder für einen Teil der Fans erlebbar zu machen.


Damit sind rund 3400 Zuschauer/innen für das erste Heimspiel zulässig

Die Stadt Mainz hat dem 05-Vorstand an diesem Donnerstag auf dieser Basis mitgeteilt, dass auf Grundlage dieses Hygienekonzeptes für das erste Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag, 26.09.2020 in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine Ausnahmegenehmigung gem. des derzeit gültigen § 2 (Absatz 8) der 11. CoBeLVO für die Zulassung von Zuschauern bis zu einer Grenze von 10 Prozent der in der OPEL-Arena insgesamt vorhandenen Platzkapazität erlaubt ist. Damit sind rund 3400 Zuschauer/innen für das erste Heimspiel zulässig.

Die Stadt Mainz sowie das Gesundheitsamt Mainz-Bingen sehen nach den guten Erfahrungen mit 1.000 Zuschauern im Pokalspiel gegen den TSV Havelse aktuell kein Hindernis, die Zuschaueranzahl weiter zu erhöhen.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling

„Mit dieser herantastenden, schrittweisen ersten Öffnung des Liga-Heimdebüts für rund 3400 Zuschauern kann Mainz 05 bei der erwartbar guten Organisation vor Ort die Einhaltung der hygienischen Vorgaben garantieren und mögliche Gefährdungen minimieren. Zugleich können die 05er mit einem Hauch Stadionatmosphäre in die erste Begegnung gehen. Dieses Vorgehen ist maß- und sinnvoll. Wir sind davon überzeugt, dass dies der richtig dimensionierte erste Schritt ist. Dennoch gilt der Blick stets dem neuesten Infektionsgeschehen – zur Wahrheit gehört zudem: Auch im Profi-Fußball ist auf absehbare Zeit nichts in Stein gemeißelt.“

Michael Kurz neuer Geschäftsführer beim DRK-Kreisverband Mainz-Bingen

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Nachrichten Mainz | Michael Kurz ist seit 1. September 2020 neuer Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Mainz-Bingen. Der 48-jährige Rettungsingenieur folgt auf Frank Panschar, der sich neuen beruflichen Herausforderungen innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes stellt.


Beim DRK-Kreisverband Mainz-Bingen sind über 200 hauptamtliche Mitarbeitende

Herr Kurz startete 1993 seine Laufbahn beim DRK als Rettungsassistent in Mainz. Neben seiner Tätigkeit als Rettungsassistent und Lehrrettungsassistent absolvierte er zwei Studiengänge, die er erfolgreich abschloss: „Bachelor of Rescue-Engineering“ an der Fachhochschule Köln sowie den „Master of Nonprofit-Administration“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Von 2011-2013 war er im Controlling des Caritasverbandes Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. tätig, bevor er ab 2013 sieben Jahre lang erfolgreich die Geschäfte des DRK-Kreisverbandes Vorderpfalz in Ludwigshafen, Frankenthal und Neustadt an der Weinstraße leitete.

„Mit Herrn Kurz haben wir eine starke Führungspersönlichkeit für den Kreisverband gewonnen, die sich voll und ganz mit den Grundsätzen und dem Leitbild des Roten Kreuzes identifiziert, um das DRK in der Stadt Mainz sowie im Landkreis Mainz-Bingen zukunftsfähig weiterzuentwickeln“ freut sich Michael Ebling, Präsident des DRK-Kreisverbandes Mainz-Bingen.

Beim DRK-Kreisverband Mainz-Bingen sind über 200 hauptamtliche Mitarbeitende, 600 ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in Katastrophenschutz und Sozialer Arbeit und über 200 Jugendrotkreuzler/-innen tätig. Die Aufgabenschwerpunkte liegen in der Erste-Hilfe-Ausbildung, sozialen Dienstleistungen für ältere Menschen wie HausNotruf, MenüService und Pflege sowie dem Katastrophenschutz.

Mainz: Garde der Prinzessin mit neuem Präsidenten

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Nachrichten Mainz | Etienne Emard ist neuer Präsident der Garde der Prinzessin Mainz 1886 e.V. (GdP). Er folgte Heinz Tronser jun., der 18 Jahre lang an der Spitze der rund 500 Mitglieder starken Mainzer Traditionsgarde stand. Mit lang anhaltendem stehenden Applaus bedankten sich die gut 100 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung bei ihrem scheidenden Vorsitzenden.


Gemeinsam habe man zahlreiche Großprojekte realisiert

„Ich übergebe das Amt mit einem guten Gefühl an meinen Nachfolger, der zuvor vier Jahre lang mein Stellvertreter war. Dabei hat er bewiesen, er kann das“, so Tronser in seiner Ansprache.

Mit Stolz blicke er auf die positive Entwicklung aller Gruppierungen der Garde in seiner Amtszeit zurück. Gemeinsam habe man zahlreiche Großprojekte realisiert, wie die Jubiläumsveranstaltungen zum elf-mal-elf-jährigen sowie zum 125jährigen Bestehen der GdP, letztere mit dem Napoleonischen Feldlager mitten in Mainz auf dem Bischofsplatz, das überregionale Beachtung fand. Darüber hinaus fuhr man 2019 erstmals in der Geschichte der 1886 gegründeten Garde mit einem eigenen Prunkwagen beim Rosenmontagszug mit. Besonders erfreue ihn das Engagement vieler junge Menschen in den unterschiedlichen Gruppierungen. Der aktuelle Vorstand sei mit Abstand der jüngste seit Bestehen der Garde.

Heinz Tronser jun. zum Ehrenpräsidenten ernannt

Sein Nachfolger Etienne Emard dankte den Mitgliedern nach seiner Wahl ohne Gegenstimmen für das Vertrauen. Er freue sich auf die neue Aufgabe in einem Verein, in dem er sich von Anfang an äußerst wohlgefühlt habe. In seiner ersten Amtshandlung stellte er im Namen des gesamten Vorstandes den Antrag, Heinz Tronser jun. zum Ehrenpräsidenten zu ernennen, was die Versammlung ohne Gegenstimme annahm.

Ebenfalls einstimmig wählten die Mitglieder die Ehrenräte Dr. Karl Kolb, Peter Vreden und Günter Bärsch, die Revisorinnen der Kasse Michaela Scheitinger und Sabrina Groß sowie die Revisorinnen der Kammer Bärbel Sarbas und Christine Münch. Die weiteren Ämter stehen turnusgemäß erst 2021 zu Wahl an.

Bundesgerichtshof entscheidet über Autoklau während der Probefahrt

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Nachrichten Überregional | Das passiert in Deutschland täglich tausendfach: Bevor ein Auto gekauft wird, will es der Interessent Probe fahren. Doch was passiert eigentlich, wenn sich der Kaufinteressent als Trickdieb herausstellt und die Probefahrt dazu nutzt, mit dem Fahrzeug zu verschwinden und es wenig später an einen gutgläubigen Dritten veräußert?


Regine Holtermann-Bendig von der Kanzlei Spieker & Jaeger

„Ob und unter welchen Voraussetzungen in solchen Fällen ein gutgläubiger Erwerb zu Lasten des bisherigen Eigentümers möglich ist, entscheidet morgen der Bundesgerichtshof in Karlsruhe in einer Grundsatzentscheidung“. Wir berichten nach der Entscheidung durch den BGH über das Urteil.

In dem Fall hatte ein vermeintlicher Kaufinteressent für einen als Vorführwagen genutzten Mercedes-Benz V 220 d im Wert von 52.900 € ein Autohaus besucht. Der italienische Kaufinteressent legte hochwertige Fälschungen des Personalausweises, einer Meldebestätigung und eines Führerscheins vor. Auf diese Weise erreichte er, dass ihm für eine unbegleitete Probefahrt von einer Stunde auf der Grundlage eines „Fahrzeug-Benutzungsvertrages“ ein Fahrzeugschlüssel, das mit einem roten Kennzeichen versehene Fahrzeug, das Fahrtenbuch- und Fahrzeugscheinheft sowie eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I ausgehändigt wurden.

Der Mann kehrte von der Probefahrt nicht mehr zu dem Autohaus zurück

Kurze Zeit später wurde ein weiterer Kaufinteressent in einem Internetverkaufsportal auf das dort von einem Privatverkäufer angebotene Fahrzeug aufmerksam. Dieser Interessent erkannte die vorgelegten Fahrzeugunterlagen nicht als gefälscht und schloss mit dem Verkäufer einen Kaufvertrag über das Fahrzeug. Ihm wurden nach Zahlung des Kaufpreises von 46.500 € das Fahrzeug, die Zulassungspapiere, ein passender sowie ein weiterer nicht auf den Mercedes passenden Schlüssel übergeben.

„Der ganze Schwindel flog auf, weil die zuständige Behörde eine Zulassung ablehnte, da das Fahrzeug als gestohlen gemeldet war. Das Autohaus verlangte von dem Erwerber das Fahrzeug heraus. Dieser weigerte sich und behauptete, den Mercedes gutgläubig erworben zu haben“, berichtet Rechtsanwältin Regine Holtermann-Bendig. Das Autohaus habe den Besitz an dem Fahrzeug freiwillig an den italienischen Kaufinteressenten abgegeben, weshalb es gar nicht gegen den Willen des Autohauses abhandengekommen sei. Deshalb müsse ihm das Autohaus den Zweitschlüssel und die Original-Fahrzeugpapiere herausgeben.

Genau umgekehrt entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main als Vorinstanz

Das Autohaus habe den Besitz gar nicht an den vermeintlichen Kaufinteressenten abgegeben, dieser sei für die kurze Zeit der Probefahrt nur Besitzdiener gewesen. Konsequenz: Ein gutgläubiger Erwerb ist ausgeschlossen.