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Mainz: Sperrung Münsterplatz und Bilhildisstraße für mehrere Monate

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Münsterplatz Mainz
Münsterplatz Mainz

Stadtverwaltung Mainz | Im Zuge des weiteren Bauvorhabens „Umgestaltung Münsterplatz“ wird es zu Sperrungen kommen. Ab dem kommenden Montag, 26.10.2020 wird bis voraussichtlich zum 22. Februar 2021 der Münsterplatz inklusive Geh- und Radweg gesperrt. Ebenfalls werden auch die beiden rechten Abbiegespuren in die Bilhildisstraße gesperrt. Es stehen Tiefbau- und Leitungsarbeiten sowie der Straßenendausbau unter Aufrechterhaltung des Verkehrs samt Feuerwehraufstellflächen an.


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Notwendige verkehrsleitende Maßnahmen in dieser Zeit

  • Einführung einer Einbahnregelung in der Bilhildisstraße in Fahrtrichtung Binger Straße. Die Einbahnregelungen von der Hinteren Bleiche / Ecke Binger Straße bis Münsterstraße / Bilhildisstraße werden gedreht, der Links- und Rechtsabbieger von der Binger Straße in die Bilhildisstraße wird gesperrt.
  • Aufhebung der unechten Einbahnstraße in der Münsterstraße.
  • Die Zufahrt zum Parkhaus Schillerplatz aus Fahrtrichtung Rhein wird mittels Ummarkierungen im Verkehrsraum über die Binger Straße – Hintere Bleiche – Münsterstraße – Bilhildisstraße – Binger Straße – Schillerstraße ausgeschildert.
  • Lastkraftwagen und Busse gelangen über die Binger Straße – Schillerstraße – Münsterstraße in das Wohngebiet.
  • Der Individualverkehr wird mittels Ummarkierungen des Verkehrsraumes im Bereich des Münsterplatzes jeweils zweispurig an der Baustelle vorbeigeführt.
  • Die Fußgänger werden mittels Fußgängernotweg an der Gebäudeseite des Münsterplatzes entlang geleitet und queren mittels Lichtsignalanlage die Schillerstraße.
  • Die Radfahrenden werden über Piktogramme und Gelbmarkierungen auf der Fahrspur am Münsterplatz vorbeigeführt.
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Kreis Groß-Gerau verschärft die Corona-Maßnahmen erneut

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Nachrichten Groß-Gerau | „Aufgrund der derzeit hohen Infektionszahlen ist es bei einer Inzidenz von weit über 75 unumgänglich, auch die sozialen Kontakte weiter einzuschränken“ – mit diesen Worten begründen Landrat Thomas Will und der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer weitere Maßnahmen, die der Verwaltungsstab verfügt hat, um das Infektionsgeschehen im Kreis einzudämmen. Mit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung am Freitag, 23. Oktober 2020, um 8:00 Uhr wird so die Zahl der Menschen, die sich im öffentlichen Raum treffen, auf „maximal fünf Personen oder zwei Hausstände“ begrenzt. Schärfere Regeln wurden in einer eigenen Verfügung auch für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Alten- und Pflegeheime beschlossen.


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Eskalationskonzept des Landes Hessen umgesetzt

Allein am Donnerstag war die Zahl der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen im Kreis Groß-Gerau um 87 Personen gestiegen. 22 Menschen sind bislang an und mit Corona im Kreis gestorben. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 110,6 (Stand Donnerstag) hat die Corona-Pandemie im Kreis Groß-Gerau einen neuen Höchststand erreicht. „Der rasante Anstieg der Neuinfektionen bereitet uns wie den anderen Kommunen und Kreisen im Rhein-Main-Gebiet große Sorgen. Der Verwaltungsstab hat damit die im Eskalationskonzept des Landes Hessen als bindend beschriebenen Maßnahmen umgesetzt. Wir hoffen sehr, dass wir mit diesen Maßnahmen das erschreckend dynamische Infektionsgeschehen unter Kontrolle halten können“, so Will und Astheimer.

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Private Kontakte als häufigste Infektionsquelle

Insbesondere die vielen sozialen Kontakte macht der Kreis für die vielen Infektionen verantwortlich. „Private Kontakte sind die häufigste Infektionsquelle“, so Will und Astheimer. Genau dort setzen die neuen Regeln an: Aufenthalte im öffentlichen Raum, so heißt es in der aktuellen Verfügung, seien nur allein, in Gruppen von höchstens fünf Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Diese Regelung gelte insbesondere da, wo sich die Menschen auch zufällig treffen und sich ständig neuen Gruppen bilden können. „Wir müssen füreinander mehr Verantwortung übernehmen. Diese Ausnahmesituation verlangt von uns allen viel Disziplin und Solidarität“, so Will und Astheimer. Ihr Appell an die Bürgerinnen und Bürger im Kreis: „Überlegen Sie gut, welche Aktivitäten und welche Kontakte unbedingt notwendig sind. Nur gemeinsam kommen wir durch die schwere Zeit und können weiterhin Schulen, Kitas und das wirtschaftliche Leben offenhalten.“



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Weiterer Anstieg der Infektionszahlen wird vermutet

Die gesundheitsamtlich ermittelte Zahl der Neuinfektionen im hier maßgeblichen Referenzeitraum von sieben Tagen im Kreisgebiet beläuft sich nach Stand vom 22.10.2020 auf 110 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern (7-Tages Inzidenz), sodass der Landkreis Groß-Gerau weiterhin der Stufe 5 (dunkelrot) des Eskalationskonzeptes zugeordnet ist. Mit einem weiteren Anstieg der Infektionsfälle ist zudem zu rechnen. Sogenannte Hotspots gibt es im Kreis aktuell nicht, das Gesundheitsamt spricht von einem „diffusen Infektionsgeschehen“. Deshalb wurden verschiedene Schutzmaßnahmen verfügt:

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Maskenpflicht wird erweitert

So gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung sowie Trauerfeierlichkeiten. Privatfeiern in angemieteten Räumen (Gaststätten, Vereinsheime, Bürgerhäusern) sind auf maximal zehn Personen oder zwei Hausstände beschränkt. Auch in den eigenen vier Wänden sind Zusammenkünfte auf zehn Personen begrenzt. Bei Kultur- und anderen Veranstaltungen sind wie bisher 100 Personen erlaubt – Maskenpflicht besteht aber auch am Sitzplatz. Von der Höchstteilnehmerzahl sind aber politische Veranstaltungen, Gremiensitzungen und Parteitage ausgenommen.

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Weitere Einschränkungen

Der Konsum im öffentlichen Raum sowie der Ausschank und Verkauf von Alkohol ist zwischen 23 und 6 Uhr untersagt. Weitere Einschränkungen gibt es auch im Sport: Wettkampf- und Trainingsbetrieb darf nur noch kontaktlos ausgeübt werden. Zuschauerinnen und Zuschauer sind weder in geschlossenen Räumen, noch im Freien gestattet – pro minderjährige Person darf eine Person, die erziehungsberechtigt ist, sowie die Trainer*innen und Betreuer*innen mit dabei sein.

Ferner sind maximal drei Besuche pro Woche in Alten- und Pflegeheimen zulässig. Diese sind pro Besuch auf jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen begrenzt. Patient*innen müssen künftig bei Transporten zu und innerhalb von Einrichtungen des Gesundheitswesens eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Maskenpflicht besteht ebenso für in Einrichtungen tätige Personen und Besucher*innen – dies gilt auch für in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen tätige Personen mit Ausnahme der arbeitnehmerähnlichen Beschäftigten.

„Mit unserer Allgemeinverfügung orientieren wir uns weitestgehend an den Maßnahmen der benachbarten und ebenfalls von Corona stark betroffenen Kommunen und Kreise an der Mainschiene“, so Astheimer. „Diese Regeln schränken die Bevölkerung stark ein. Sie zu erlassen, tut weh, weil sich viele Menschen auch im Kreis Groß-Gerau schon jetzt an Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln halten. Doch aufgrund von unvernünftigen Verhaltungsweisen von einigen wenigen Personen haben wir im Rhein-Main-Gebiet nun diese sehr hohe Infektionsgefahr.“

Zum Artikel: Lockdown rückt näher – Neuer Höchstwert an Corona-Infektionen


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Mainz: Kompostierbare Biomülltüten werden zum Problem

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Stadtverwaltung Mainz | Kompostierbare bzw. biologisch abbaubare Tüten werden gerne genutzt, da die Bio-Tonnen sauber bleiben und der Umwelt dadurch scheinbar nicht geschadet wird. Dieses bewusste Handeln ist sehr lobenswert. – Aber die meisten Nutzer/innen wissen nicht, dass diese Müllbeutel nicht in der Zeit verrotten, in der auch der Bioabfall kompostiert. Zudem bestehen sie zumeist nicht nur aus kompostierbaren Anteilen wie z. B. Bindemittel.

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Warum gibt es dann diese Bio-Tüten?

Wie bei vielen Erfindungen ist der Grundgedanke der kompostierbaren Beutel ein guter, jedoch wurde in der praktischen Umsetzung nicht bedacht, wie die Verwertung des Bioabfalls geschieht. In den meisten Biomasseanlagen (wie auch in Essenheim) durchläuft der Biomüll nach der Vergärungsstufe verschiedene Rottephasen. Diese Prozesse dauern insgesamt etwa 45 Tage. Als Endprodukte werden Biogas zur Stromerzeugung und nährstoffreiche Komposterde gewonnen. Die „Bio-Beutel“ brauchen jedoch wesentlich länger, um sich zu zersetzen – etwa 6 Monate und länger. Sie sowie die nicht zersetzbaren Anteile bleiben daher als Rückstände übrig und beeinträchtigen die Qualität der Komposterde. Somit sind sie in der Praxis genauso ein Störstoff, wie Plastik oder andere nicht kompostierbare Gegenstände, stören den Verrottungsprozess und werden aussortiert – und im Müllheizkraftwerk verbrannt.

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Die Biotonnen bleiben stehen

Biotonnen werden nicht geleert und bleiben stehen, wenn eine Befüllung mit Störstoffen wie z. B. den kompostierbaren Beuteln festgestellt wird. Daher unser Tipp: Sparen Sie sich das Geld für die biologisch abbaubaren Müllbeutel und greifen auf die altbewährten Papiertüten oder alte Zeitungen zum Einpacken Ihres Bioabfalls zurück.

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Und wie halten Sie Ihre Mülltonnen sauber?

Zum einen können Sie die Tonnen mit Zeitungspapier auskleiden, feuchte Bioabfälle in genügend Zeitungspapier einwickeln, sollten aber auf keinen Fall Flüssigkeiten einfüllen. Zum anderen sollte man bei schon vorhandener Flüssigkeit in der Tonne diese mit Sägespäne oder Zeitungspapier befüllen., damit die Flüssigkeit aufgesaugt wird. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, die Tonnen durch den Entsorgungsbetrieb reinigen zu lassen, falls Sie keine eigenen Möglichkeiten dazu haben oder die Reinigung nicht selbst durchführen wollen.

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Boost your City war in der Biomasseanlage, um mehr darüber zu erfahren

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Mainz-Bingen: Gesundheitsamt bestätigt 57 Todesfälle durch Corona

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Nachrichten Mainz-Bingen | Das Gesundheitsamt Mainz-Bingen meldete an diesem Donnerstag (22.10.2020) insgesamt 45 Neuinfektionen im Landkreis Mainz-Bingen und 48 neue Fälle in der Stadt Mainz. Insgesamt sind es derzeit 2383 Personen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Davon kommen 877 positiv getestete Personen aus dem Landkreis Mainz-Bingen, 1506 aus der Stadt Mainz.


Zahlen aus dem Landkreis Mainz-Bingen

  • Bereits Genesene: 1908 (+17)
  • davon Mainz-Bingen: 695 (+6)
  • davon Stadt Mainz: 1213 (+11)
  • Aktuell Infizierte: 418 (+76)
  • davon Mainz-Bingen: 154 (+39)
  • davon Stadt Mainz: 264 (+37)

Fälle in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner

Landkreis Mainz-Bingen: 54 (ohne Hotspots und Reiserückkehrer: 42) à Alarmstufe rot

Stadt Mainz: 97 (ohne Hotspots und Reiserückkehrer: 96) à Alarmstufe rot

Bedauerlicherweise bestätigte das Gesundheitsamt bisher insgesamt 57 Todesfälle in Verbindung mit dem Corona-Virus. Todesfälle im Landkreis Mainz Bingen 28, Todesfälle Stadt Mainz 29.

Die Fallzahlen der positiv Getesteten in den Kommunen des Kreises

  • Stadt Ingelheim: 159 (+11)
  • Stadt Bingen: 111 (+1)
  • Verbandsfreie Gemeinde Budenheim: 22 (+1)
  • VG Rhein-Selz: 125 (+6)
  • VG Nieder-Olm: 184 (+7)
  • VG Bodenheim: 107 (+4)
  • VG Gau-Algesheim: 58 (+1)
  • VG Rhein-Nahe: 62 (+10)
  • VG Sprendlingen-Gensingen: 49 (+4)

Hinweis: Bei den Fallzahlen aus der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen kann es durch Meldefehler vereinzelt zu Verschiebungen kommen. Dies liegt darin begründet, dass beispielsweise Bewohnerinnen und Bewohner von Mainzer Altenheimen, die aus dem Landkreis stammen, zunächst auch dem Landkreis zugerechnet werden, obwohl sie statistisch zur Stadt gezählt werden müssen. Die oben genannten Zahlen können von denen des Landes kommunizierten Zahlen abweichen, da das Gesundheitsamt Mainz-Bingen diese direkt der Kreisverwaltung täglich zur Verfügung stellt. Gegenüber dem Land übermitteln die Gesundheitsämter die Falldaten über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt. Der Informationsfluss an das Land kann daher etwas zeitverzögert sein.

Verwaltungsgericht Frankfurt kippt Verordnung für private Feiern

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Nachrichten Frankfurt | Die Höchstteilnehmerzahl für private Feierlichkeiten in privaten Räumlichkeiten in Frankfurt wurde am von dem Verwaltungsgericht Frankfurt am Main am gestrigen Donnerstag (22. Oktober 2020) aufgehoben.


Entscheidung galt zunächst nur für den Antragssteller

Die Stadt Frankfurt hat wegen zuletzt stark gestiegener Corona-Zahlen auch private Feiern zuhause beschränkt. Nachdem eine Privatperson gerichtlich dagegen vorgegangen ist, entschied das Gericht, dass die entsprechende Bestimmung in sich nicht schlüssig ist. So seien beispielsweise nur Feierlichkeiten betroffen, andere private Zusammenkünfte jedoch nicht. Allerdings teilte das Gericht auch mit, dass die Entscheidung keine allgemeine Wirkung habe. Die aufschiebende Wirkung gelte allein dem Antragsteller persönlich und nicht alle Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt.

Stadt Frankfurt hebt die Regelung auf

Hinsichtlich dieser gerichtlichen Entscheidung entschied die Stadt Frankfurt allerdings, die entsprechende Regelung aufzuheben. Bis die neue Allgemeinverfügung veröffentlicht ist, wird die Vollziehung dieser Regelung ab sofort ausgesetzt. Alle anderen in der Verfügung enthaltenen Regelungen bleiben allerdings weiterhin bestehen.

Trotzdem empfiehlt die Stadt Frankfurt dringend, auf eine Höchstteilnehmerzahl von zehn Personen oder zwei Hausständen bei privaten Feierlichkeiten in privaten Räumlichkeiten zu achten. Diese Beschränkungen sind vor allem für Singles schwierig. Doch trotz der Einschränkungen ist die Partnersuche in Frankfurt auch weiterhin dank Online-Singlebörsen möglich.

Mordversuch: Bundesweite Fahndung nach Hüseyin Yusuf Yildirim

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Bundesweite Fahndung | An diesem Donnerstag kam es gegen 07:00 Uhr in Lemgo im Bereich Spiegelberg zu einem gewaltsamen Überfall auf eine Radfahrerin. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand lauerte der getrennt lebende Ehemann seiner Frau auf und schlug ihr mit einem Gegenstand auf den Kopf.


Hüseyin Yusuf Yildirim ist vermutlich mit einem Transporter unterwegs

Aufmerksame Passanten erreichten, dass der 45-jährige Angreifer von seinem Opfer abließ und verhinderten damit eine weitere Tatausführung. Die 39-jährige Frau erlitt schwere Verletzungen, die nun in einem Krankenhaus behandelt werden.

Gesucht wird der 45-jährige, türkische Staatsangehörige Hüseyin Yusuf Yildirim, dem die Staatsanwaltschaft Detmold die versuchte Tötung seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau zur Last legt. Der Gesuchte könnte mit einem Transporter der Marke Iveco, Diesel, Erstzulassung 01.06.2015, Farbe dunkelgrau-metallic, mit dem amtlichen Kennzeichen MI-WP 263, unterwegs sein.

Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort des Gesuchten machen? Hinweise nimmt die Mordkommission der Polizei Bielefeld unter Tel. 0521/545-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Mainz: Mehr Schutz für Pflegeeinrichtungen gegen Corona

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Gesundheits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler dazu

Regelmäßige Tests für Bewohner und Mitarbeiter möglich



Soziale Isolation soll verhindert werden

Ministerin appelliert an Besucherinnen und Besucher

Bahnunterführung Gustavsburg: Die Kosten, der Schwerlastverkehr und die Kampfmittelfreigabe

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Die Baustelle für die Bahnunterführung beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger bereits seit Jahren. Boost your City war daher mit Hessen Mobil zur Baustellenbegehung an der neuen Bahnunterführung in Gustavsburg. Bei einem Termin mit Matthias Windmaier (Projektleiter) und Arno Krämer (Dezernat Bau Südhessen) erfuhr unsere Redaktion, wie es mit der Baustelle weiter gehen soll. Außerdem hat Boost your City mit dem Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha und Sandro Richter, der das Raum-, Bau- und Umweltamt von Ginsheim-Gustavsburg leitet gesprochen.

Zukünftige Verkehrsführung

In Zukunft werden die Fahrzeuge von der Pestalozzistraße oder der Pfarrer-Haus-Straße in die Hermann-Löns-Allee fahren und von dort aus in die Bahnunterführung, um schließlich auf der anderen Seite der Gleisen wieder heraus zu kommen. Voraussichtlich im Mai nächsten Jahres wird es so weit sein, dass das erste Fahrzeug durch die Unterführung fahren kann.

Thies Puttnins-von Trotha vertraut bei der Prognose der Fertigstellung auf die Erfahrung von Hessen Mobil und ist guter Dinge, dass die Unterführung zum genannten Zeitpunkt fertiggestellt wird.

Sandro Richter, der das Raum-, Bau- und Umweltamt von Ginsheim-Gustavsburg leitet, erklärt, dass ein kalter Winter oder die Corona-Pandemie den Termin der Fertigstellung noch beeinflussen können. Das könne man dann natürlich nicht beeinflussen, doch grundsätzlich rechnet er ebenfalls mit dem Termin im Mai.

Separate Unterführung für Fußgänger und Radfahrer

Für Fußgänger und Radfahrer wird es eine separate Unterführung direkt neben der für Fahrzeuge geben. Während dem Bau der Fußgängerunterführung, der 2021 beginnt und 2023 abgeschlossen sein soll, wird es ein Provisorium mit einer kleinen Schranke geben. So soll das Queren der Bahnschranken auch weiterhin jederzeit möglich sein.

Dass Fußgänger oder Radfahrer die Unterführung für die Fahrzeuge nutzen ist laut Matthias Windmaier eher unwahrscheinlich. Schließlich gebe es nur schmale Wege am Rand der Unterführung, die lediglich zur Wartung der Anlage genutzt werden oder falls mal ein Auto dort stehen bleibt. Als Gehweg für Fußgänger seien diese aber nicht ausgelegt.

Bahnunterführung gustavsburg: die kosten, der schwerlastverkehr und die kampfmittelfreigabe

Eine neue Mittelinsel auf der Fahrbahn in der Hermann-Löns-Allee soll zudem den Fußgängern und Radfahrern später das Überqueren der Straße erleichtern und sicherer machen. somit werden die Passanten auch direkt in die richtige Unterführung geleitet. Diese war eigentlich schon fertiggestellt, als auffiel, dass die geplante Begrünung fehlt, so Matthias Windmaier. Die Mittelinsel wird also entsprechend nachträglich noch begrünt.

Warum die Baufirma die Insel gepflastert hat, ist Bürgermeister Puttnins-von Trotha nicht bekannt. In jedem Fall wird dieser Fehler noch korrigiert.

Der aktuelle Aufgang zur Bahnschranke, also der Teil der Pestalozzistraße zwischen der Hermann-Löns-Allee und der Bahnschranke wird nach Abschluss der Bauarbeiten mit Erde und Pflanzen rekultiviert, erklärt Arno Krämer. Das Überqueren der Bahnschranke wird dann nicht mehr möglich sein.

Verkehrsaufkommen von über 9.000 Fahrzeugen am Tag

Die Unterführung ist für ein Verkehrsaufkommen von bis zu 9.313 Fahrzeugen pro Tag ausgelegt. Davon wurden 1.676 Lastwagen mit einberechnet. Auch der Schwerlastverkehr kann durch die Unterführung fahren, berichtet Arno Krämer. Da dies eine Landstraße wird, könne man das auch nicht einfach unterbinden. Natürlich sei das auch wichtig, damit die Feuerwehr bei Einsätzen schnell zum Einsatzort gelangen kann.

Besonders was den Schwerlastverkehr angeht, musste sich der Bürgermeister viel Kritik stellen aber auch sein Vorgänger Richard von Neumann wurde scharf kritisiert. Grund dafür ist, dass man den Anwohnern zunächst versprochen hatte, es werde kein Schwerlastverkehr durch die Unterführung fahren, dies jedoch im Laufe der Baumaßnahmen geändert wurde.

Bahnunterführung gustavsburg: die kosten, der schwerlastverkehr und die kampfmittelfreigabe 1

Thies Puttnins-von Trotha erklärt wie es dazu kam: Im Bebauungsplan ist nicht festgelegt, dass die Unterführung für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen gesperrt wird. Nur in der Begründung zum B-Plan wird auf eine Sperrung für LKW über 7,5 Tonnen Bezug genommen. Seine Vorgänger erklärten immer wieder, dass die Stadt die Unterführung für den Schwerlastverkehr sperren würde, Ausnahme seien lediglich der ÖPNV und die Feuerwehr. Da die Straße jedoch für die Feuerwehr und den ÖPNV freigegeben werden sollte, musste sie dafür ausgebaut werden.

Im Jahr 2013 fragte dann die Polizeidirektion Groß-Gerau nach, ob in der Unterführung auch Begenungsverkehr stattfinden kann. Daraufhin wurde eine Schleppkurvenberechnung durchgeführt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte auch Hessen Mobil die Sperrung der Unterführung immer wieder bestätigt, so der Bürgermeister. Die Schleppkurvenberechnung im Jahr 2013 ergab, dass die Unterführung nicht durch Schwerlastverkehr befahren werden kann. Aus in der Verwaltung nicht bekannten Gründen führte Hessen Mobil ein Jahr später – 2014 – eine zweite Schleppkurvenberechnung durch, nach der Begegnungsverkehr zwischen zwei Sattelschleppern nun doch möglich war. Auf dieser Grundlage gab es von Seiten der Stadtverwaltung keine Handhabe mehr das Durchfahren von LKWs zu verhindern.

Dies sei also schon in der Amtszeit seines Vorgängers, Richard von Neumann, bekannt gewesen, jedoch möglicherweise der Bevölkerung nicht kommuniziert worden, sagt Puttnins-von Trotha. Er selbst habe erst in diesem Jahr, nachdem er selbst im Februar die beteiligten Stellen Hessen Mobil und die Polizeidirektion Groß-Gerau erneut über die anstehende Sperrung informiert habe, auf Nachfrage davon erfahren, dass eine Sperrung für LKWs nicht möglich ist und dies den Anwohnern im Bereich der Hermann-Löns-Allee bei einem Bürgergespräch mitgeteilt. Die Stadt werde aber nach wie vor alles daransetzen, die Sperrung zu erreichen. Dafür müsse es allerdings schwerwiegende Gründe geben, wie zum Beispiel eine zu erwartende erhöhte Lärmbelastung. Außerdem habe die Stadtverwaltung nun selbst noch einmal eine Schleppkurvenberechnung in Auftrag gegeben, auf deren Ergebnis sie jetzt warte.

Auswirkungen einer möglichen Sperrung

Der Bürgermeister erklärt, dass die Sperrung der Unterführung natürlich auch Auswirkungen auf den Verkehr auf der Darmstädter Landstraße hätte. Anstatt durch die Unterführung zu fahren, würde ein Teil des Schwerlastverkehrs dann die gesamte Darmstädter Landstraße entlang fahren. Das würde den Weg mancher LKWs um rund 600 Meter verlängern

Ausfahrt vom Kuhgässje

Zukünftig wird es nicht mehr möglich sein, aus dem Kuhgässje in die Hermann-Löns-Allee zu fahren, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Anwohner deren Hauszufahrten im Kuhgässje liegen, müssen dann die Gasse in Richtung Hermann-Löns-Allee fahren, dort auf einem extra dafür vorgesegenen Bereich wenden und anschließend durch die Gasse zurück aus die Wilhelm-Leuschner Straße fahren. Das Ein- und Ausfahren von der Hermann-Löns-Allee in die Gasse wird durch Steine und Poller verhindert.

Probleme beim Bau

Mit den Problemen, die während der ersten Bauphase auftauchten, hatte bei der Planung noch niemand gerechnet. Trotz der Umfangreichen Vorbereitungen und Planungen kam es zu massiven Zeitverzögerungen. Auch die Kosten für die Baumaßnahmen stiegen auf ein Vielfaches an. Wie der Projektleiter mitteilt, handelt es sich bei der Baustelle um die teuerste des Landes Hessen.

Probleme mit den Spundwänden

Für die größte Zeitverzögerung sorgten Probleme bei der Herstellung der Baugrube. Die Baugrube muss seitlich abgestützt werden, wobei ursprünglich ein Spundwandverbau vorgesehen war. Dabei werden die Wände mit im Erdreich befestigten Stahlwänden gestützt und dann in der Mitte die Baugrube ausgehoben. Doch trotz zahlreichen Untersuchungen im Vorfeld hatte sich der Untergrund als zu fest erwiesen und die Spundwände konnten nicht in der vorgesehenen Zeit in das Erdreich gebracht werden. Denn für das Einbringen der Spundwände musste die Bahnstrecke für den Verkehr gesperrt werden. Da die Sperrung natürlich nicht allzu lange andauern kann, hatte man lediglich vier Tage am Stück Zeit die Spundwände einzubringen. Doch das wäre nicht möglich gewesen, erläuterte der Projektleiter.

Bahnunterführung gustavsburg: die kosten, der schwerlastverkehr und die kampfmittelfreigabe 2

Daraufhin wurden verschiedene Verfahren getestet, um den Prozess zu beschleunigen. Schließlich entschied man sich für ein Bohrpfahlsystem. Dabei handelt es sich um Pfähle aus Beton, die in den Boden eingebaut werden. Diese hätte man sicher mit einer Woche Sperrpause einbauen können, doch die Deutsche Bahn lehnte die Verlängerung ab. Aus diesem Grund wurden die Pfähle in mehreren Sperrpausen eingebaut. Da das Genehmigungsverfahren für Sperrpausen sehr langwierig ist, dauerte dieser Prozess rund ein Jahr.

Während diesem Jahr wurde der Ablauf komplett über den Haufen geworfen und so weit es ging an anderen Stellen weiter gebaut. Doch trotzdem verzögerte sich das gesamte Bauvorhaben massiv.

Probleme mit den Verankerungen

Um die Spundwände und die Bohrpfähle zu fixieren, war zu Beginn ein Verankerungssystem geplant. Dabei sollten Meterlange Verankerungen in das Erdreich eingebracht werden. Doch genauso wie bei den Spundwänden, machte auch hier der zu feste Boden einen Strich durch die Rechnung. Auch hier musste umgeplant werden und man entschied sich schließlich für eine Innenaussteifung. Somit wurden die Spundwände und Bohrpfähle nicht von Außen fixiert, sondern von innen nach Außen gedrückt.

Keine Kampfmittelfreigabe

Zudem war die Kampfmittelfreigabe ein großes Problem bei der Baustelle. Bevor in Deutschland etwas gebaut wird, muss auf dem gesamten Gelände sichergestellt werden, dass keine Blindgänger oder Munition mehr vorhanden ist. Da aber zu viel Schrott, Bauschutt und Stahlträger im Erdreich war, erhielt man für die Baustelle keine Kampfmittelfreiheit. Während den Grabungen für die Baugrube musste also eine baubegleitende Kampfmittelsondierung durchgeführt werden. Dafür wurde ein gepanzerter Bagger benötigt, der enorm vorsichtig Schicht für Schicht abträgt. Gleichzeitig steht ein Experte neben dem Bagger und prüft den Inhalte jeder Schaufel einzeln, ob sich darin Kampfmittel befinden. Das ganze Verfahren dauerte wesentlich länger, war sehr teuer und auch nicht ungefährlich.

Rücksicht auf Anwohner und Denkmalschutz

Auch um das Denkmalgeschützte Gerberhaus nicht zu gefährden oder zu beschädigen, mussten die Arbeiten sehr vorsichtig durchgeführt werden. Natürlich wären die Bauarbeiten auch in einer kürzeren Zeit möglich gewesen, erklärt Matthias Windmaier. Doch sowohl aus Rücksicht auf das Gerberhaus als auch aus Rücksicht auf die Anwohner, die während der Bauphase Vieles aushalten mussten, habe man einfach sensibel vorgehen müssen.

Umsiedlung der Zauneidechsen wurde zum Zeitfresser

Auch umweltrechtliche Aspekte treiben die Kosten bei Baumaßnahmen häufig in die Höhe. Im Bereich der Bahnunterführung gibt es beispielsweise eine Zauneidechsen-Population. Diese Zauneidechsen sollten umgesiedelt werden. Dafür wurden Zäune aufgestellt, um die Tiere einzufangen. Innerhalb von drei Begehungen sollten die Tiere dann eingesammelt werden, doch aufgrund der strikten Vorgaben, verzögerte sich das Vorhaben. Matthias Windmaier gibt ein Beispiel: Es gab eine Eidechse, die nur einen Meter von den Zäunen entfernt gesehen wurde. Da sie sich aber einen Meter zu weit entfernt aufhielt, durfte man die Eidechse nicht einsammeln, um sie anschließend umzusiedeln, obwohl das eigentlich möglich gewesen wäre. Solche Dinge verzögern die Maßnahmen und treiben die Kosten in die Höhe. Allein die Umsiedlung der Zauneidechsen kostete rund 100.000 Euro, berichtete Windmaier.

Optimistischer Blick auf die 2. Bauphase

Was den Bau der Fußgängerunterführung angeht, sind Windmaier und Krämer aber zuversichtlich. Die Erfahrung, die während den vergangenen Jahren mit dem problematischen Erdreich gemacht wurden, sollen nun in die Planung der Fußgängerunterführung miteinfließen. Man wird also direkt von Beginn an mit dem Bohrpfahlsystem planen. Mit großen Verzögerungen rechnen die beiden also nicht. Auch in der kommenden Ausschreibung für Bauunternehmen, werden die bereits gemachten Erfahrungen berücksichtigt.

Auch im Rathaus ist man zuversichtlich was den Bau der Fußgängerunterführung angeht. Hessen Mobil habe viele Erfahrungen beim Bau der Kfz-Unterführung gemacht, sodass sie nun um die Problematik der Bodenverhältnisse wissen.

Kosten

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen wurden zu gleichen Teilen zwischen der Deutschen Bahn Netz AG, dem Bund und dem Land Hessen aufgeteilt. Zunächst wurde vereinbart, dass die Stadt Gustavsburg 10,6 Prozent der Kosten des Landes Hessen übernimmt. Doch dann stiegen die Kosten wegen der unvorhersehbaren Schwierigkeiten von 16.000.000 Euro auf 40.000.000 Euro. Somit hätte die Stadt anstelle von 500.000 Euro rund 1.500.000 Euro zahlen müssen. Damit war die damalige Gemeinde allerdings nicht einverstanden, da sie für die Verzögerungen nichts konnte. Hessen Mobil kam der Stadt daraufhin entgegen und man einigte sich auf eine Reduzierung des Anteils auf 6,01 Prozent.

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Allerdings gibt es seit dem 12. März 2020 ein neues Gesetz, wie eine Kreuzungsmaßnahme zwischen Land, Bund und der Deutschen Bahn abzulaufen hat. Aufgrund von diesem Gesetz muss die Stadt für keine Kosten mehr aufkommen, die nach dem 12. März 2020 entstanden sind und möglicherweise noch entstehen werden. Matthias Windmaier geht nach eigenen Angaben daher davon aus, dass die Stadt rund 500.000 oder 600.000 zahlen muss ohne Förderungen, die noch hinzu kommen und den Preis schlussendlich nochmal senken werden. Es sei also gut möglich, dass die Stadt am Ende weniger zahlt als zu Beginn der Baumaßnahmen angenommen.

Thies Puttnins-von Trotha bestätigt die Aussagen bezüglich der Verhandlungen mit Hessen Mobil. Die Aussage, dass die Kosten letztlich nur 500.000 bis 600.000 Euro betragen werden, möchten aber weder der Bürgermeister noch Herr Richter uns gegenüber so bestätigen. Diese Zahlen habe man von Hessen Mobil im Rathaus selbst noch nicht gehört. Man könne die am Ende entstehenden Kosten zum aktuellen Zeitpunkt nur schwer voraussagen. Der Bürgermeister versteht es auch als Aufgabe für die Bürgerinnen und Bürger, den Anteil möglichst gering zu halten, da es sich dabei um Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger handele. Von den damaligen Medienberichten, dass die Kosten für die Stadt massiv steigen werden, sei man aber in der Zwischenzeit weit entfernt. Zu der Höhe der Fördersumme könne man aktuell noch nichts sagen, da der Förderbescheid noch nicht vorläge.

Schäden an den Häusern

Vor dem Start der Baumaßnahen wurden die Häuser der Anwohner von einem Gutachter besichtigt. Dieser hatte alle Schäden an den Häusern aufgenommen, um später nachweisen zu können, welche Schäden durch die Baumaßnahmen entstanden. Matthias Windmaier teilte mit, dass bislang sieben Anwohner Schäden in Form von Rissen an ihren Häusern gemeldet hatte, die auch in der kommenden Zeit von einem Gutachter besichtigt werden sollen. Zu einsturzgefährdenden Situationen kam es jedoch zu keiner Zeit, wie der Projektleiter erklärt. Auch rechtliche Schritte wurden von den Anwohnern noch keine eingeleitet. Zudem sollen alle Häuser zu Ende der Baumaßnahmen erneut durch einen Gutachter geprüft werden, um auch Schäden festzustellen, die möglicherweise durch den Hauseigentümer gar nicht bemerkt wurden.

Wie der Bürgermeister berichtet, werden die Schäden an den Häusern komplett über Hessen Mobil abgewickelt. Aber auch ansonsten habe es einige Beschwerden der Anwohner bezüglich Lärm und Dreck gegeben. Es gab auch einige Beschwerden wegen der Dauer der Bauzeit, wofür Puttnins-von Trotha vollstes Verständnis zeigt. Schließlich habe man nicht erst 2017 mit den Bauarbeiten angefangen, diese starteten bereits Jahre vorher, so Thies Puttnins-von Trotha. Doch selbst nach der Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme würden weitere Bauarbeiten in der näheren Umgebung anstehen, wie Beispielsweise der Neubau eines Feuerwehrhauses, der Abriss des Bürgerhauses und dann die Realisierung von neuem Wohnraum. Auch nach 2023 wird dort also noch Baustellenlärm zu hören sein.

Zwei Baufirmen arbeiten Hand in Hand

Mit dem Bau beauftragt wurden die Firma Schnorrpfeil und Maier, die auf die Ausschreibung hin gemeinsam angeboten hatten. Schnorrrpfeil ist dabei hauptsächlich für den Bodenaushub und den Straßenbau zuständig, die Firma Maier übernimmt die Erstellung des Bauwerks. Die beiden Firmen haben für unterschiedliche Bauarbeiten rund sieben weitere Subunternehmer beauftragt. Mit der Arbeit von Schnorpfeil und Maier sei man aber sehr zufrieden. Für die Verzögerungen können die Baufirmen nichts, betonen Windmaier und Krämer. Auch sonst könne man für die Verzögerungen niemanden verantwortlich machen.

Sandro Richter bestätigte die generelle Problematik mit Bodengutachten und erklärt, dass Bodenverhältnisse, die an einem Ort bestehen, nur wenige Meter weiter schon wieder ganz anders aussehen können. Daher sei es immer schwierig, sich auf Bodengutachten zu verlassen.

Zur Zeit werden Lärmschutzelemente in der Unterführung für die Fahrzeuge angebracht. Zollrechtliche Kontrollen auf der Baustelle fanden bislang nicht statt.

Begehung der Unterführung

Aktuell laufen die Baumaßnahmen für die Frostschutzschicht unter der Fahrbahndecke der Unterführung. Diese Frostschutzschicht soll später dafür sorgen, dass Wasser, welches unter den Straßenbelag gelangt, nicht dort stehen bleibt und im Winter gefriert, denn das könnte die Fahrbahn beschädigen. Dafür wird eine Schotter-Schicht unter dem Belag verteilt, damit das Wasser abfließen und anschließend über die Rohrleitungen abtransportiert werden kann.

Auch die Gleisen, die später über die Unterführung verlaufen, wurden während der Sperrpause verschwenkt. Das bedeutet, sie wurden im Bereich der Unterführung ein Stück verlegt. Diese Maßnahme war notwendig, damit die Gleisen nicht zu dicht an der Mauer der Unterführung entlang laufen. Ohne die Verlegung des Gleisabschnitts wäre der Bau gar nicht möglich gewesen.

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Mainz: Werner & Mertz ist einer der attraktivsten Arbeitgeber

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Nachrichten Mainz | Das Unternehmen Werner & Mertz hat in einer großen Arbeitnehmer-Befragung besonders gut abgeschnitten und ist ganz vorne dabei, wenn es um die Attraktivität geht. Insgesamt „Attraktivste Arbeitgeber der Stadt 2020“ basiert auf einer groß angelegten Online-Umfrage, bei der im März diesen Jahres insgesamt rund 13.600 Arbeitnehmer befragt wurden.


Das Unternehmen erhielt von Experten folgende Rückmeldung

„Gerade in diesen Zeiten ist die Auszeichnung eine besondere Anerkennung der hervorragenden Arbeit Ihrer Personalarbeit und Mitarbeiterführung. Ihre Mitarbeiter und Kollegen wissen dies besonders zu schätzen und haben Sie gerade deswegen sehr positiv bewertet.“

In der bereits zum zweiten Mal stattfindenden Analyse haben Capital und Statista diejenigen Unternehmen ausgezeichnet, die sowohl wirtschaftlich als auch für gemeinnützige Zwecke aktiv sind. Auch entscheidend war, ob sie gegenüber den eigenen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sozial verantwortlich sind.

Inhalt der Befragung

Neben der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter spielt auch die Außenwirkung als Arbeitgeber für Werner & Mertz eine große Rolle. Diese spiegelt die Wahrnehmung des Unternehmens als Arbeitgeber bei denjenigen wider, auf die das Personalmarketing und das allgemeine Marketing abzielt: potenzielle zukünftige Mitarbeiter, lokale Kunden und Lieferanten sowie die Bevölkerung im Umfeld des Unternehmensstandorts.



Drei Sichtweisen wurden erhoben

1. „Sicht von außen“: Allgemeine Bewertung von Arbeitnehmern für Arbeitgeber in ihrer Stadt

Die Befragten hatten die Möglichkeit, für jedes Unternehmen der jeweiligen Stadt ein Urteil über die Attraktivität als Arbeitgeber abzugeben, sofern es im selben Sektor beziehungsweise in der selben Branche angesiedelt ist, in welcher auch der Befragte arbeitet. Den Befragten war es freigestellt, so viele Unternehmen des eigenen Sektors zu bewerten wie sie möchten oder auch kein Urteil abzugeben. Über diesen Bewertungskanal kamen über 782.000 indirekte Urteile zustande. In der Summe ergab dies die Wahrnehmung des Unternehmens in der „breiten Masse“ der jeweiligen Stadt beziehungsweise der Region.

2. „Sicht aus dem Sektor / Branche“: Detaillierte Bewertung von Arbeitnehmern aus demselben Sektor für ihnen gut bekannte Arbeitgeber in ihrer Stadt

Die Befragten wurden gefragt, in welchem Sektor sie arbeiten. Im nächsten Schritt wurden ihnen lokale Unternehmen aus dem ausgewählten Sektor präsentiert. Für bis zu zehn Unternehmen, die sie laut eigenem Empfinden „besonders gut kennen“ konnten sie dann eine Detailbewertung abgeben. Unternehmen, die nicht auf der vorgegebenen Liste enthalten waren, konnten durch die Befragten frei ergänzt werden. Die von den Befragten ausgewählten Unternehmen wurden im Anschluss von den Befragten entlang folgender sechs Punkte bewertet:

  • Image des Unternehmens als Arbeitgeber in der Region
  • Soziale Verantwortung gegenüber der eigenen Belegschaft und Lieferanten
  • Lokales Engagement des Unternehmens für gemeinnützige Zwecke in der Region
  • Aktive Prägung des Wirtschaftsstandortes durch das Unternehmen
  • Angebot von Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten
  • Weiterempfehlung des Unternehmens als Arbeitgeber

3. „Sicht der eigenen Mitarbeiter“: Detaillierte Bewertung von Arbeitnehmern für ihren eigenen Arbeitgeber

Die befragten Arbeitnehmer hatten zudem die Möglichkeit ihren eigenen Arbeitgeber in den oben aufgeführten sechs Punkten zu bewerten. Die Skala der Bewertungen war dabei von 1 (trifft überhaupt nicht zu) bis 5 (trifft voll und ganz zu) vorgegeben.

Riedstadt: Marode Leitungen der Telekom sorgen für Totalausfälle

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Nachrichten Riedstadt | Seit Wochen gibt es in Riedstadt-Crumstadt im Bereich Neue Straße und Walter-Rathenaustraße immer wieder Störungen bis zum Totalausfall der Telekommunikation. Der Grund sind marode Leitungen der Deutschen Telekom, die bei den derzeitigen Bauarbeiten in der Neuen Straße zutage kamen.


Neue Leitungen wurden teilweise verlegt

Nach langem Zögern und nur durch den Einsatz eines einzelnen Telekom-Mitarbeiters konnten nun neue Leitungen im südlichen Teil der Neuen Straße verlegt werden, womit auch die Störungen in der Walter-Rathenaustraße beseitigt sind.

Die Nordseite der Neuen Straße ist allerdings nach wie vor beschädigt – hier können neue Leitungen erst verlegt werden, wenn die Gehwegarbeiten auf der Südseite beendet wurden. „Das Problem werden wir in Crumstadt immer wieder haben, sobald wir die Straße aufmachen“, betont Stadtwerkeleiterin Saskia Kirsch. Denn die Kabel der Deutschen Telekom sind auch im übrigen Stadtteil völlig veraltet, sodass Störungen bis hin zum Totalausfall auftreten, sobald an der Straße gearbeitet werden muss. „Wir finden immer wieder diese zerfetzten Kupferkabel, sobald die Straße offen ist“, erklärt Kirsch.

Lockdown rückt näher – Neuer Höchstwert an Corona-Infektionen

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Nachrichten Überregional | Die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen sind in den letzten 24 Stunden erneut stark angestiegen. Deutschland hat über 10.000 Neuinfektionen an einem Tag. Die Gesundheitsämter meldeten gegenüber den Robert Koch-Institut (RKI) an diesem Donnerstag insgesamt 11.287 Fälle binnen 24 Stunden.


Das RKI in seinem aktuellen Lagebericht

„Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert. Beachten sie die Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, das Lüften von Innenräumen und tragen sie eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Experten sehen bei diesem starken Anstieg einen erneuten Lockdown näher rücken. Markus Söder (Ministerpräsident Bayern) teilte in einer Regierungserklärung mit: „Ich will keine Endzeitstimmung propagieren, aber eben auch keinen naiven Optimismus. Einem erneuten vollständigen Lockdown steht man näher, als viele glauben.“


 

Bad Kreuznach: Besuchsverbot im Krankenhaus

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Nachrichten Bad Kreuznach | In den beiden Krankenhäuser in Bad Kreuznach St. Marienwörth und dem Diakonie Krankenhaus der Stiftung kreuznacher diakonie gilt ab dem kommenden Montag (26.10.2020) wieder ein generelles Besuchsverbot. Dies soll dem Schutz der Patienten und der Mitarbeitenden dienen.


Krankenhäuser arbeiten eng zusammen

„In Anbetracht der steigenden Infektionszahlen haben wir uns im Covid-19-Netzwerk Rheinhessen-Nahe, dem neben unseren Häusern auch die Uniklinik Mainz und zehn weitere Kliniken der Region angehören, zu diesem Schritt entschlossen“, erklärt Dr. med. Matthias Bussmann, Medizinischer Vorstand des Krankenhauses St. Marienwörth. Jutta Magmer-Melaas, Pflegedirektorin des Diakonie Krankenhauses, betont: „Die Krankenhäuser unserer Region arbeiten hier eng zusammen. Das Besuchsverbot ist notwendig, um eine optimale Patientenversorgung zu sichern und die Menschen, die bei uns arbeiten oder genesen, zu schützen.“

Ausnahmeregelungen sind möglich

Generell sind Ausnahmeregelungen möglich, beispielsweise Besuche bei palliativ betreuten Patienten. Diese müssen allerdings mit den Leitungsteams der Stationen, also mit den pflegerisch und medizinisch Verantwortlichen, im Vorfeld abgeklärt werden.

Weitere Vorbereitungsmaßnahmen für die Behandlung von Corona-Patienten wurden in den Krankenhäusern bereits getroffen. Schon zu Beginn der Pandemie hat man dort die Kapazitäten der Isolierstationen und der Beatmungsplätze auf den Intensivstationen erhöht. Zudem werden alle erforderlichen Hygienemaßnahmen kontinuierlich durchgeführt und man steht dauerhaft in engem Austausch mit allen zuständigen Behörden.

Storchenteam: „Herzlich Willkommen kleiner Malik“

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Nachrichten Bad Kreuznach | Malik Ulu wurde am 14. Oktober als das 500. Baby in diesem Jahr im Krankenhaus St. Marienwörth geboren! Gemeinsam mit dem „Storchenteam“ freuen sich die Eltern Sina Hill und Engin Ulu mit dem großen Bruder Marlon sehr über den Familienzuwachs.


Ich bin selbst im Pflegeberuf tätig und bin dankbar für die sehr gute Betreuung

Bei der Kaiserschnittentbindung war Papa Engin mit dabei, auch er natürlich wie das gesamte Geburtsteam ausgestattet mit Schutzmaske und allen in dieser Coronazeit erforderlichen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen.

Sina Hill hat die Entbindung sichtlich gut überstanden: „Wir fühlen uns hier sehr gut und sicher aufgehoben und betreut, die fachliche Kompetenz während der Geburt von Dr. Rami Sawas und die fürsorgliche Pflege tun einfach gut. Die Kinderkrankenschwestern und Hebammen geben liebevoll Tipps, sogar als erfahrene Mutter nehme ich die Unterstützung gerne an. Ich bin selbst im Pflegeberuf tätig und bin dankbar für die sehr gute Betreuung.“

Unterstützung über Facetime

Vater Engin Ulu konnte täglich vier Stunden im Zimmer mit dabei sein, mit Bruder Marlon und den Omas, Opas, Tanten und Onkeln wurde über facetime Kontakt gehalten. Engin Ulu erzählt: „Marlon kann es kaum erwarten, seinen kleinen Bruder zu Hause in die Arme zu schließen. Leider war sein Besuch hier nicht möglich unter den derzeitigen Coronaauflagen, aber absolut verständlich und mit der Unterstützung von facetime war es in Ordnung so.“

Die leitende Hebamme Gudrun Grosenick und die Leiterin der Abteilung Gynäkologie/ Geburtshilfe Nicole Leuteritz, beide langjährig und sehr erfahren im Beruf, berichten übereinstimmend: „Wenn man dieser Zeit unter den besonderen Bedingungen auch etwas Positives abgewinnen kann, dann auf jeden Fall, dass die Wöchnerinnen durch die Besuchsbeschränkungen viel Ruhe haben. Durch die vierstündige Besuchszeit des Vaters hat die kleine Familie ungestört die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen und zusammen zu wachsen. Auch die Säuglinge sind insgesamt viel ruhiger als vor der Coronapandemie.“

Der kleine Wonneproppen mit 3560 g und 54 cm konnte bereits nach vier Tagen mit Mama Sina in das nahe gelegene Norheim heimfahren, wo er schon sehnlichst von der Großfamilie erwartet wurde.

Gudrun Grosenick und Nicole Leuteritz sind sich einig

„Auch in diesem Jahr ist wieder ein Geburtenanstieg im Krankenhaus St. Marienwörth zu verzeichnen, darauf sind wir mit unserem ganzen Team um Chefarzt Dr. Gabor Heim sehr stolz und freuen uns darüber sehr. Wir wünschen dem kleinen Malik einen guten Start zu Hause und von Herzen viel Freude und Gesundheit für die ganze Familie.“

Dorothea Schäfer gratuliert Michael Beyer zum Dienstjubiläum

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Nachrichten Mainz-Bingen | „Man merkt deutlich, dass Sie diesen Beruf mit Leidenschaft machen“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer zu Beginn der kleinen Feierstunde, in der Michael Beyer für 25 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt wurde.


Ein viertel Jahrhundert im Dienst

Mit einem Nicken stimmte der Binger anerkennend zu und ergänzte: „Schon als kleiner Junge waren Musik und Technik meine Leidenschaft.“ In seinem Haus hat sich Beyer mittlerweile ein eigenes Tonstudio eingerichtet. Die Kompetenzen dafür kommen unter anderem aus der jahrelangen Erfahrung mit der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen.

Nach seiner Zeit bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Gau-Algesheim war Michael Beyer zunächst als Sachbearbeiter in der Abteilung „Kreiseigenes Bauwesen“ in der Kreisverwaltung tätig. 2000 wechselte er schließlich in die Abteilung „Organisation und Datenverarbeitung“, in der er seit nunmehr 20 Jahre Erfahrung mit einbringt.

Landrätin Dorothea Schäfer überreichte ihm für dieses Engagement nun eine Jubiläumsurkunde. Auch Personalchefin Silke Mitscherling überbrachte ihre Glückwünsche.

Bad Kreuznach: 1,67 Millionen Euro für Freibadsanierung Salinental

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Nachrichten Bad Kreuznach | Für die Sanierung des Freibades im Salinental hat das Bundesland Rheinland-Pfalz 1,67 Millionen Euro bewilligt. Dafür bedankt sich Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer bei dem dafür zuständigen Innenminister Roger Lewentz. „In Kombination mit dem neuen Hallenbad stärkt uns dieses Freizeitangebot als Sport-und Gesundheitsstadt.“, so Kaster-Meurer.


Freibadsaison im Salinental soll zum Sommer 2021 starten

Mit der großzügigen finanziellen Förderung der Infrastruktur des Landes erhalte die Stadt die Attraktivität und Weiterentwicklung des auch bei Touristen so beliebten Naherholungsgebietes. Die Oberbürgermeisterin ist zuversichtlich, dass das Land auch bei der Erhaltung der Gradierwerke als Freiluftinhalatorien einen guten Beitrag leisten wird.

Nach Informationen der Badgesellschaft soll die Betonsanierung im Nichtschwimmerbecken bis Jahresende abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2021 wird die Folie verlegt, so dass die Freibadsaison im Salinental im Sommer spätestens mit Beginn der Schulferien starten kann.