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Manuela Matz: Mainzer Handel und Gastronomen unterstützen

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Nachrichten Mainz | In ganz Deutschland steigt seit einigen Wochen die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus massiv an und hat in vielen Regionen bereits eine exponentielle Dynamik erreicht. Auch in der Stadt Mainz steht die Corona-Ampel seit einiger Zeit auf dunkelrot.


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Bundesweit einheitlich verschärfende Maßnahmen

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben deshalb am 28. Oktober 2020 bundesweit einheitliche verschärfende Maßnahmen beschlossen, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die Maßnahmen treten ab Montag, 2. November 2020 (0.00 Uhr) in Kraft und sehen neben Kontaktbeschränkungen unter anderem die Schließung von Gastronomiebetrieben, von Dienstleistungsbetrieben im Bereich der Körperpflege sowie Institutionen und Einrichtungen aus dem Bereich der Freizeitgestaltung wie Theater, Kinos, Freizeitparks, Sportstätten, Schwimmbäder oder Fitnessstudios vor.

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Entschädigung für finanzielle Ausfälle

Gleichzeitig hat der Bund weitere umfassende Hilfen für die von den temporären Schließungen betroffenen Unternehmen, Betriebe, Selbständige und Einrichtungen angekündigt. So soll etwa eine Entschädigung für finanzielle Ausfälle gezahlt werden, die für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats beträgt. Auch sollen Hilfsmaßnahmen verlängert und Konditionen für besonders betroffene Bereiche (z.B. Kultur- und Veranstaltungswirtschaft, Soloselbständige) verbessert werden.

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Die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz

„Die beschlossenen Maßnahmen sind massiv und treffen viele Branchen bis ins Mark. Umso wichtiger ist es, dass den Unternehmen, Betrieben und Einrichtungen aus den betroffenen Bereichen schnell und umfangreich geholfen wird. Diese Unterstützung ist dringend notwendig.“ Wichtig sei es aber zugleich, dass die Hilfen schnell bei den Betroffenen ankämen. Die Verfahren und Anträge müssten so unkompliziert und unbürokratisch wie möglich geregelt werden. Es dürfe nicht zu langen Wartezeiten kommen. Dementsprechend komme es darauf an, dass der Bund die angekündigten Hilfsmaßnahmen jetzt zügig umsetze.

Matz betont, dass sie die Verärgerung vieler Betroffener gut nachvollziehen könne und Verständnis für die Enttäuschung habe, bittet aber zugleich auch um Verständnis für die beschlossenen Maßnahmen. „Wir haben in den letzten Wochen erlebt, dass sich das Virus leider auch bei uns in Mainz und in unserer Region stark ausgebreitet hat und die Infektionszahlen massiv angestiegen sind. Die Infektionswege können von den Gesundheitsämtern kaum noch nachvollzogen werden. Wir müssen diese Dynamik unterbrechen, ansonsten kann unser Gesundheitssystem die Herausforderungen nicht mehr bewältigen“, so die Beigeordnete.

Sie hoffe sehr, dass die Maßnahmen wirkten und bereits im Dezember wieder eine Normalität unter Corona-Bedingungen einkehre. Wichtig sei aber, jetzt noch einmal zusammenzustehen. „Ich bin der festen Überzeugung: nur gemeinsam können wir diese schwierige Zeit überstehen. Als Stadt stehen wir an der Seite der Betroffenen und werden diese weiter unterstützen“, betont Matz.

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Appell an alle Mainzer und Mainzerinnen

Gleichzeitig appelliert die Wirtschaftsdezernentin an die Mainzerinnen und Mainzer, gerade jetzt den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und die betroffenen Bereiche zu unterstützen. „Kaufen Sie bitte weiter in unseren heimischen Geschäften ein und nutzen Sie die Möglichkeit, sich Speisen liefern zu lassen oder diese vor Ort abzuholen. Ich wünsche mir sehr, dass ganz viele Mainzerinnen und Mainzer die Angebote annehmen und damit unsere heimische Wirtschaft unterstützen“, sagt Manuela Matz. Selbstverständlich stehe das Wirtschaftsdezernat für Fragen und Anliegen zur Verfügung.

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Absage: Weihnachtsmarkt in Mainz findet nicht statt

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Nachrichten Mainz | Der Weihnachtsmarkt in Mainz ist abgesagt. Die Entscheidung wurde heute nach Informationen von BoostyourCity beschlossen. Aufgrund der steigenden Corona-Infektionen und den aktuellen Verordnungen ist der Weihnachtsmarkt nicht ausführbar. Die Aussteller wurden bereits von Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz und dem Oberbürgermeister Michael Ebling informiert.


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Bereits am Dienstag gab es keine Hoffnung mehr

„Um ihn überhaupt in irgendeiner Form stattfinden lassen zu können, müsste der Indizienwert für Mainz, der derzeit weit über 100 ist, bei der Eröffnung am 26. November bei 50 liegen“, teilte uns ein Sprecher der Stadt bereits an diesem Dienstag mit. Am Wochenende hatte bereits die Stadt Frankfurt reagiert und den Frankfurter Weihnachtsmarkt endgültig abgesagt.

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Die Stadt Mainz teilte dazu um 15:15 Uhr mit:

In der heutigen Sitzung des Verwaltungsstabes der Landeshauptstadt Mainz wurde das Thema „Weihnachtsmarkt 2020“ aufgerufen. Der Stab kam angesichts der obwaltenden Umstände zu der klaren Entscheidung, dass der Weihnachtsmarkt in der Landeshauptstadt aufgrund der pandemischen Entwicklung in der Region in diesem Jahr abgesagt und damit nicht stattfinden wird.

„Angesichts der hohen Inzidenzzahl in der Landeshauptstadt können wir eine Eröffnung des Weihnachtsmarktes nicht ruhigen Gewissens verantworten. Daher ist es folgerichtig und unumgänglich, die Absage festzulegen. Dass wir alle dies sehr schweren Herzens tun, muss nicht gesondert betont werden“, erläutert Oberbürgermeister Michael Ebling.



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Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz dazu

Auch aus Gründen der Planungssicherheit für die Schausteller bei Bestellungen, mit Blick auf die bundesweiten Regularien für die öffentlichen Bereiche als vor dem Hintergrund der Absagen der Weihnachtsmärkte in vielen anderen Städten gebe es leider keinen anderen gangbaren Weg, betont auch Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz: „Ich bedaure sehr, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben wird. Wir haben in den letzten Wochen viel Zeit in die Planungen investiert, Konzepte entwickelt und standen in einem permanenten Austausch mit allen Beteiligten. Gerne hätten wir einen über die gesamte Innenstadt verteilten Weihnachtsmarkt durchgeführt, um dadurch etwas Normalität und weihnachtliche Stimmung in die Stadt zu bringen sowie den extrem von der Corona-Pandemie betroffenen Weihnachtsmarkt-beschickern und Schaustellern die Möglichkeit zu geben, in diesem für sie so schwierigen Jahr noch Einnahmen zu erzielen. Leider lassen die aktuellen Infektionszahlen aber keine andere Entscheidung als eine Absage zu.“,

Weiter erklärt Matz: „Ich habe heute mit betroffenen Schaustellern und Beschickern gesprochen und bin froh, dass sie hierfür Verständnis haben und die Entscheidung mittragen. Selbstverständlich werden wir gemeinsam mit verschiedenen Akteuren versuchen, trotz der schwierigen Situation in der Vorweihnachtszeit eine adventliche Atmosphäre zu schaffen. Jetzt geht es aber primär darum, dass wir uns alle an die Regeln und Empfehlungen halten und gemeinsam durch diese harte Zeit kommen, damit wir im nächsten Jahr dann hoffentlich wieder einen normalen Weihnachtsmarkt durchführen können.“

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Sascha Barth und Marco Sottile, Sprecher der Schausteller, dazu

Sascha Barth und Marco Sottile, Sprecher der Schausteller, betonen: „Die Entscheidung stimmt uns als Schausteller in der aktuellen Situation natürlich traurig, aber wir tragen diesen Beschluss mit Blick auf das aktuelle Geschehen voll und ganz mit. Wir hoffen aber gleichermaßen inständig, dass uns die Bundesregierung nun nicht im Stich lässt, wenn es um Hilfszahlungen geht.“

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Vandalismus am Hallenbad in Oppenheim

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Nachrichten Kurzmeldung | Bereits in der Nacht vom 23. Oktober zum 24. Oktober 2020 wurden im Bereich vom Oppenheimer Hallenbad mehrere Sachbeschädigungen begangen. Ein Holztor zum Biergarten und der Schaukasten der Gaststätte am Hallenbad wurden stark beschädigt. Weiterhin wurden drei Toilettenhäuschen umgeworfen, die dabei ebenfalls beschädigt wurden. Der Gesamtschaden liegt bei rund 3.500,- Euro. Hinweise zu möglichen Tätern nimmt die Polizei in Oppenheim unter der Rufnummer 06133 – 9330 entgegen.


 

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Standort für neue Postfiliale in Gustavsburg steht fest

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Ginsheim-Gustavsburg
Ginsheim-Gustavsburg

Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Im Stadtteil Gustavsburg wird am 14. Januar 2021 bei Allround Mobile in der Darmstädter Landstraße 21 eine neue Postfiliale eröffnen. Dies teilte die Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg mit. Die Filiale wird dann durch Anas Ben Ali betrieben.


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Lange gesuchte Lösung wurde gefunden

Die bisherige Partnerfiliale der Post in der Darmstädter Landstraße 47 hatte den Postbetrieb zum 31. Juli dieses Jahres aufgegeben (wir berichteten). Seitdem bemühte sich die Deutsche Post mit Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderung um eine Nachfolgelösung. Diese wurde nun gefunden.

„Wir haben von Anfang an den regelmäßigen Kontakt zu dem Politikbeauftragten der Deutschen Post, Friedhelm Schlitt, gesucht, da es uns sehr wichtig ist, den Postbetrieb im Stadtteil aufrechtzuerhalten“, sagte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha: „Unsere Wirtschaftsförderung ist drangeblieben und die gute Kooperation mit der Post hat sich ausgezahlt“.

Bürgerinnen und Bürger in Gustavsburg können dann im neuen Jahr ihre Postangelegenheiten bei erweiterten Öffnungszeiten wieder direkt vor Ort regeln. Die neue Filiale wird montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet sein.

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Flughafen BER: Eröffnung mit Sonderflug der Lufthansa

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Nachrichten Frankfurt | Mit der Landung des Sonderfluges LH2020 nimmt die Lufthansa am morgigen Samstag an der Eröffnung des neuen Berliner Hauptstadtflughafens BER teil. Der Airbus A320neo „Neubrandenburg“ startet in München um 12:50 Uhr und landet planmäßig um 14:00 Uhr am BER.


Sonderflug ist zu 100 Prozent CO2 neutral

Neben dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr, werden auch rund 40 geladene Gäste mit an Bord sein. Der Sonderflug ist zu 100 Prozent CO2 neutral, da alle Emissionen, die durch den Flug entstehen, über die Lufthansa Plattform Compensaid durch die Nutzung von nachhaltigem Kraftstoff kompensiert werden.

Lufthansa ist Marktführerin in der Hauptstadt

Der Erstflug an den neuen Flughafen unterstreicht die besondere und lange Beziehung zwischen Lufthansa und Berlin. Bereits seit 30 Jahren fliegt die Fluggesellschaft in die Hauptstadt. Seit September 2020 ist die Lufthansa Group, die mit sechs konzerneigenen Airlines die Stadt Berlin anfliegt, Marktführerin in der Hauptstadt. Ihr Marktanteil liegt bei rund 30 Prozent aller Flüge – doppelt so viele wie die Nummer zwei. Keine andere Airline Gruppe hat in den vergangenen Jahrzehnten so viele Berliner in alle Welt geflogen, wie die Lufthansa Group.

Kunden der Lufthansa Group Airlines erwartet am neuen BER ein umfangreiches Serviceangebot, um das Reiseerlebnis noch angenehmer zu gestalten. So eröffnet beispielsweise eine neue 650 Quadratmeter große Lufthansa Lounge mit rund 150 Sitzplätzen. Diese wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln gestaltet. Die umlaufende Fensterfront bietet einen phänomenalen Blick auf das Vorfeld und bei gutem Wetter eine exklusive Fernsicht bis zum berühmten Berliner Fernsehturm.

Flüge von Lufthansa, SWISS, Austrian und Brussels Airlines sowie Air Dolomiti werden am sogenannten Mainpier abgefertigt, nur einen kurzen Fußweg von der Lounge entfernt. Eurowings Flüge werden überwiegend am Nordpier abgefertigt.

Regulärer Lufthansa Flugbetrieb am BER ab dem 8. November

Am 8. November 2020 schließt der Flughafen Berlin-Tegel seinen Flugbetrieb und Lufthansa zieht um an den BER. Um 6:45 Uhr wird mit dem Flug LH173 nach Frankfurt erstmals ein Lufthansa Flugzeug vom neuen Hauptstadtflughafen abheben. Erste Landungen am BER sind für den 7. November geplant. Gemeinsam mit Lufthansa nehmen Austrian Airlines und SWISS am 8. November sowie Brussels Airlines am 9. November ihren Betrieb am BER auf. Eurowings zieht bereits etwas früher zum BER um. Am 4. November wird erstmals ein regulärer EW-Flug vom BER abheben. Die Airline, die langfristig im T2 beheimatet sein wird, wird am BER zunächst im T1 starten. Air Dolomiti fliegt ab dem Sommerflugplan den BER an.

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Rückruf: Pflanzenschutzmittel in mehreren Knabber-Snacks

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Symbolbild Verbraucherwarnung
Symbolbild Verbraucherwarnung

Nachrichten Überregional | Der Lebensmittelhersteller Lorenz Snack World ruft ein verschiedene Knabberartikel zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, können die in den Produkten enthaltenen Sesamsamen Rückstände des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid enthalten. Ethylenoxid ist als gesundheitsschädlich eingestuft und der Einsatz in der Europäischen Union ist nicht zulässig.


Folgende Produkte sind betroffen

  • Saltletts Cocktail Mix 750 Gramm
  • Chargen: 0381 und 0402
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 01.07.2021
Quelle: Lorenz Snack-World
  • Saltletts Pausencracker 100 Gramm
  • Chargen: 0376, 0381, 0386, 0387, 0391, 0392, 0396, 0397, 0401, 0406, 0411, 0426
  • Mindesthaltbarkeitsdaten: 11.03.2021 – 08.03.2021 – 16.03.2021 – 18.03.2021  – 25.03.2021 – 01.04.2021 – 02.04.2021 – 16.04.2021
Quelle: Lorenz Snack-World
  • Saltletts Sticks Sesam 175 Gramm
  • Charge: 0375, 0376, 0382, 0383, 0384, 0385, 0395, 0396, 0415, 0416, 0425, 0436
  • MHD: 27.02.2021 – 09.03.2021 – 02.04.2021 – 10.06.2021 – 11.06.2021 – 24.06.2021 – 25.06.2021 – 08.07.2021 – 09.07.2021 – 23.07.2021
Quelle: Lorenz Snack-World

Rücksendung oder Rückgabe im Markt möglich

Verbraucher, die Produkte mit den oben angegebenen Chargennummern und Mindesthaltbarkeitsdaten gekauft haben, bitten wir die Produkte nicht zu verzehren. Andere Produkte oder Chargen sind nicht betroffen. Die Packungen können gegen Ersatz im Einzelhandel, in dem das Produkt gekauft wurde, zurückgegeben oder unfrei (ohne Porto) an folgende Adresse gesendet werden:

Lorenz Snack-World
Verbraucherservice
Rathenaustr. 54
63263 Neu-Isenburg

Bei Rücksendung an Lorenz Snack-World sendet das Unternehmen den betroffenen Verbraucher schnellstmöglich einwandfreie Ersatzprodukte zu. Bei Rückgabe im Einzelhandel erhalten Kunden auch ohne Kassenbon umgehend Ersatz. Ob dies durch ein Ersatzprodukt oder eine Kaufpreiserstattung erfolgt, steht im Ermessen des Händlers.

„Zukunft Rhein-Main“ fordert Neuausrichtung der Luftverkehrsindustrie

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Flugausfälle
Flugzeug

Nachrichten Groß-Gerau | Die Initiative „Zukunft Rhein-Main“ (ZRM) spricht sich angesichts der heftigen Einbrüche der Flugbewegungszahlen am Frankfurter Flughafen für ein Umdenken hin zu einem umwelt- und sozialverträglichen Luftverkehr aus und wartet mit einem umfangreichen Forderungskatalog auf, der sich an die Luftverkehrsbranche und die Bundes- und Landesregierung richtet.


Bedarf an Flugreisen wird sich verändern

„Die Corona-Pandemie hat tiefgreifende Veränderungen in Gang gesetzt und die Krisenanfälligkeit der Luftverkehrsbranche offengelegt. Jetzt wäre eine Neuausrichtung der Luftverkehrsindustrie angesagt, die sich an nachhaltigen Zielen zum Schutz von Klima, Umwelt und der Bevölkerung orientiert. Der Bedarf an Flugreisen wird sich verändern oder gar abnehmen und teilweise durch digitale Lösungen wie z.B. Home-Office, Telefon- und Videokonferenzen ersetzt“, so Thomas Will, Landrat des Kreises Groß-Gerau und Sprecher der ZRM.

Die Flugbewegungszahlen sind auf das Niveau der 1980er-Jahre gesunken und nach Informationen der Deutschen Flugsicherung werde es noch Jahre dauern, bis sich die Luftverkehrsbranche von diesem Schock erholt. „Mit Sorge blicken wir auf das Schicksal der vielen Beschäftigten, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Selbstverständlich ist es uns ein wichtiges Anliegen, Beschäftigungsverluste zu verhindern. Hierfür sollte die Luftverkehrsindustrie Konzepte entwickeln, um Arbeitsplätze an neue
Arbeitserfordernisse eines klimaverträglichen Luftverkehrs anzupassen und zukunftsfähiger zu machen“, ergänzt Thomas Will.

Katrin Eder, Umweltdezernentin der Stadt Mainz dazu

Die ZRM-Sprecher und Sprecherinnen appellieren daher an die Luftverkehrsindustrie, mehr Verantwortung für den Klimaschutz und das Wohl der lärmgeplagten Bevölkerung zu übernehmen. „Es ist angesichts des Klimawandels nicht mehr verantwortbar, wirtschaftliche Interessen um jeden Preis in den Vordergrund zu stellen und das Klima, die Bevölkerung und die Natur noch länger mit Treibhausgasen und Fluglärm zu belasten, da es nachhaltigere und weniger lärmintensive Alternativen gibt“, sagt Katrin Eder, Umweltdezernentin der Stadt Mainz und Sprecherin der ZRM.



Leisere Flugzeuge und klimafreundlichere Treibstoffe

Bürgermeister Herbert Hunkel, Sprecher der Initiative: „Wir plädieren dafür, den Einsatz von leiseren Flugzeugen und klimafreundlicheren Treibstoffen verstärkt zu fördern und das Nachtflugverbot – wie seit Jahren gefordert – auf 22.00 bis 6.00 Uhr auszudehnen und die Zahl der Flugbewegungen auf ein realistisches Maß zu reduzieren. Mit diesen Maßnahmen können wir sowohl für den Klimaschutz als auch für den Lärmschutz sehr schnell sehr viel erreichen.“

Zwei Tonnen CO2 pro Jahr

Zur Einhaltung der Klimaziele darf jeder Mensch nicht mehr als zwei Tonnen CO2 pro Jahr produzieren. In Deutschland liegt der Verbrauch jedoch bei rund neun Tonnen CO2 pro Person, sodass bereits ein Hin- und Rückflug auf die Kanaren dazu führt, dass dieses Limit von zwei Tonnen CO2 überschritten wird.

Das Fliegen per se will die ZRM nicht verteufeln. Angesichts des Klimawandels wird jedoch nachdrücklich empfohlen, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und nach Möglichkeit auf klimafreundlichere Verkehrsträger auszuweichen, die in vielen Fällen sogar günstiger sind. Auch sollten Arbeitgeber auf nicht notwendige Dienstreisen verzichten und verstärkt auf digitale Technik setzen.

Öfter den Zug nutzen statt das Flugzeug

Das ZRM-Trio befürwortet zudem eine konsequente Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene, sobald die Distanz unter 600 Kilometer beziehungsweise die Fahrtzeit unter vier Stunden liegt. Zumal die meisten Flüge, die von deutschen Flughäfen ausgingen, ohnehin nicht weiter als 600 Kilometer Distanz erreichten, sodass Reisende unkompliziert und mit wenig Zeitverzug auf die Bahn umsteigen und ein spürbarer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden könne. Eine Zugfahrt von Frankfurt nach Hamburg, so die ZRM, sei oftmals sogar günstiger als ein Flug und mit einem ähnlichen Zeitaufwand verbunden. Ticketpreise für Flugreisen sollten sich nach Meinung der Sprecher zudem stringenter an den realen Kosten orientieren – und Kerosin besteuert werden. Ein Überangebot an künstlich generierten (Billig)Flugreisen sei zukünftig zu vermeiden.

Des Weiteren unterstützt die Initiative „Zukunft Rhein-Main“ den Vorschlag der Fluglärmkommission Frankfurt, einen Arbeitskreis auf Bundesebene einzurichten, der Perspektiven für einen klima- und umweltverträglichen sowie wirtschaftlich starken Luftverkehr erarbeitet. Außerdem soll dieser als Vermittler zwischen den Interessen der Politik und der Luftverkehrsindustrie fungieren und zu einem abgestimmten Vorgehen bei der Neuausrichtung der Luftverkehrsindustrie beitragen. „Ein Überangebot an Flügen und nicht ausgelasteten Fliegern und weitere Fehlplanungen, wie sie in der Vergangenheit entstanden sind, sollte es in einem nachhaltigen Luftverkehrskonzept nicht mehr geben“, so Katrin Eder abschließend.

Fahndung nach Exhibitionist in Rüsselsheim

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Polizei Symbolbild 4
Polizei Symbolbild 4

Nachrichten Rüsselsheim | Am gestrigen Donnerstagmittag (29.10.2020) gegen 12:00 Uhr wurde eine Frau in der Unterführung am Emil-Fuchs-Platz in Rüsselsheim am Main von einem Exhibitionisten belästigt.


Die Frau machte lautstark auf sich aufmerksam

Die 45 Jahre alte Frau war in der Unterführung unterwegs, als sie den Mann mit heruntergelassener Hose hinter sich bemerkte. Der Exhibitionist spielte an seinem Glied. Als die Frau lautstark auf sich aufmerksam machte, flüchtete der Täter in Richtung der Darmstädter Straße. Die Polizei hatte eine Fahndung nach dem Flüchtigen eingeleitet, welche jedoch bislang erfolglos blieb.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigen:

  • circa 40 Jahre alt
  • 1,70 Meter groß
  • dicke Statur
  • dunkle Haare
  • auffällig große Nase
  • ungepflegtes Erscheinungsbild
  • rote Jacke mit Flecken
  • Jeans
  • schwarze Sneaker
  • Unterwegs war er mit einem Tretroller.

Zeugen, denen der Beschriebene bekannt ist oder die ihn näher beschreiben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06142 – 6960 bei der Rüsselsheimer Kriminalpolizei zu melden.

Aufruf an die Bürger von Finthen, Gonsenheim, Wackernheim, Budenheim und Heidesheim

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Nachrichten Mainz | Der Lennebergwald leidet massiv unter der Trockenheit der letzten Jahre. Durch die nicht ausreichenden Niederschläge und die rückläufigen Wasservorräte im Boden sind viele Bäume abgestorben. Betroffen ist auch die Mainzer Sandkiefer (Pinus sylvestris haguenensis).

Aufruf an die Bevölkerung der Stadtteile Finthen, Gonsenheim, Wackernheim, Budenheim und Heidesheim

Daher starten der Zweckverband zum Erhalt des Lennebergwaldes sowie die Unteren Naturschutzbehörden der Stadt Mainz und des Landkreises Mainz-Bingen einen Aufruf an die Bevölkerung der Stadtteile Finthen, Gonsenheim, Wackernheim, Budenheim und Heidesheim. Alle Bürger dieser Stadtteile, da diese geeignete Böden besitzen, können zur Rettung und dem Erhalt dieser wichtigen heimischen Art beitragen. Dabei muss nur geschaut werden, ob sich im Garten noch ein Plätzchen findet, um einer Sandkiefer ein neues Zuhause zu geben.

Die Kiefern können nach telefonischer Ankündigung beim Forstrevier Lennebergwald, Im Wald 16, 55257 Budenheim (unter Telefon 06139 – 370) für 5,00 Euro pro Pflanze bis zum Freitag, 06.11.2020 erworben werden. Die Sämlinge sind zu diesem Zeitpunkt ca. 10 cm hoch und sollten – unter Wahrung des Grenzabstandes von mindestens 2 Metern – zum Nachbargrundstück, direkt eingepflanzt werden.

Das Grün- und Umweltamt der Stadt Mainz freut sich über Zuschriften mit einem Bild der neu gepflanzten Bäumchen (unter gruen-umweltamt@stadt.mainz.de). Seien Sie dabei und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Mainzer Sandkiefer.

Mainz: Nutzung Künstlicher Intelligenz für polizeiliche Zwecke

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Nachrichten Mainz | Das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz wollen sich im Bereich der Künstlichen Intelligenz eng mit Wissenschaft und Forschung verzahnen. BKA-Präsident Holger Münch, LKA-Präsident Johannes Kunz und der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern, Prof. Andreas Dengel, haben in Mainz eine gemeinsame Absichtserklärung zur Einrichtung einer Forschungskooperation unterzeichnet. Ziel ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) für polizeiliche Zwecke.


Der technologische Fortschritt verändert auch die Kriminalität

Die kriminellen Bereiche, in denen moderne Technologien zur Anwendung kommen, sind vielfältig. Cybercrime reicht von Betrugshandlungen im Internet, über sexuelle Gewaltdarstellungen, bis hin zum Identitätsdiebstahl. Damit sich neueste KI-basierte Systeme mittelfristig auch als elementarer Bestandteil der polizeilichen Arbeit etablieren, starten die drei Partner ihre einzigartige und durch das Innenministerium angestoßene Zusammenarbeit.

„Eine solche polizeilich-wissenschaftliche Kooperation ist bundesweit einmalig. Gerade der großen Dynamik im Bereich der Künstlichen Intelligenz müssen wir ganzheitlich begegnen. Gewaltige Datenmengen wie sie beispielsweise im Cyberbunker in Traben-Trarbach gefunden wurden, erfordern modernste technische Analysemöglichkeiten in der Ermittlungsarbeit“, so Innenminister Roger Lewentz. Vor allem durch die Vernetzung der Profis auf beiden Seiten sollen mögliche Handlungsfelder frühzeitig identifiziert werden. Lewentz verspricht sich auch Chancen im Wettkampf um die besten Köpfe. Das DFKI in Kaiserslautern ist das weltweit größte Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Hochspezialisierte Fachkräfte sollen so an die Sicherheitsbehörden herangeführt werden.

Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des DFKI in Kaiserslautern

„Moderne KI-Technologien können Ermittlungsbehörden bei ihren immer komplexer werdenden Aufgaben entlasten und nachhaltig zur Bekämpfung von Cyberkriminalität beitragen. Wir freuen uns, unsere KI-Expertise und -Technologien für die Verbrechensbekämpfung und -aufklärung so prominent einsetzen zu können. Im Dialog mit BKA und LKA Rheinland-Pfalz konnten wir sehr gut sehen, vor welchen wachsenden Herausforderungen die Kolleginnen und Kollegen in der Beweissicherung und Forensik angesichts immer weiter zunehmender Datenmengen und technologischer Weiterentwicklungen heute stehen.“

Im Rahmen der künftigen Zusammenarbeit soll ein polizeispezifisches Transferlab am DFKI in Kaiserslautern betrieben werden, das aus einem gemischten Team von Mitarbeitern aus Polizei und Wissenschaft besteht und sich gemeinsamen sicherheitsbehördlichen Projektfragestellungen widmet.

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes

„Für das Bundeskriminalamt ist die Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie, die dazu beitragen kann, die Effizienz der Polizeiarbeit zu steigern. Insbesondere im Umgang mit großen Datenmengen sehen wir großes Potenzial für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Erste Projekte hierzu hat das Bundeskriminalamt bereits umgesetzt. So haben wir die ,Panama Papers` mithilfe von KI aufbereitet, was maßgeblich zu unseren erfolgreichen Ermittlungen in diesem Bereich beigetragen hat. Von der nun geschlossenen Kooperation erhoffen wir uns weitere Impulse für die Erarbeitung neuer Einsatzfelder der KI im polizeilichen Kontext. Weitere Anwendungsszenarien könnten sich beispielsweise in den Phänomenbereichen Hasskriminalität oder der Bekämpfung der Kinderpornografie finden.“

Die Kooperation wird sich vor allem der Vorselektion und Relevanzbewertung immenser Datenmengen und der Analyse unstrukturierter Rohdaten widmen. Letzteres kommt vor allem in Fällen zum Tragen, in denen Tatverdächtige mit Durchsuchungsmaßnahmen rechnen und Daten von digitalen Endgeräten löschen, Rohdaten aber in fragmentierter Form zurückbleiben. Die Rekonstruktion soll Rückschlüsse auf die Inhalte ermöglichen.

„Der direkte Wissenstransfer aus dem Forschungszentrum in die polizeiliche Organisation ist in dieser Form neu. Im LKA sollen im kommenden Jahr zwei Stellen für Mitarbeiter geschaffen werden, die zu Beginn im Transferlab eingesetzt sind und anschließend ihre Erfahrungen direkt bei uns einbringen“, sagte LKA-Präsident Johannes Kunz.

An den Ergebnissen der Forschungskooperation sollen auch die Polizeien des Bundes und der Länder partizipieren können. Der Beginn des Transferlabs ist für Anfang 2021 geplant und zunächst auf ein Jahr ausgelegt.

Unternehmerverbände RLP: „Corona-Maßnahmen in Teilen ungerecht“

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Nachrichten Mainz | Im Anschluss an das Treffen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder äußert sich Dr. Gerhard F. Braun, Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, kritisch.


Eingeschränkte Branchen trifft es hart und zu pauschal

„Die Bemühungen weiter Teile der Wirtschaft wurden anerkannt. Arbeits- und Gesundheitsschutz haben in den Betrieben höchste Priorität. Deshalb kann bisher ein kompletter Lockdown verhindert werden.“, so der Präsident: „Allerdings trifft es die eingeschränkten Branchen hart und zu pauschal. Die Mehrzahl dieser Betriebe hat viel Zeit und Geld in konstruktive Lösungen gesteckt. Jetzt muss der Steuerzahler Verluste auch dort ausgleichen, wo keine hätten entstehen müssen. An dieser Stelle hätten abgestufte Gebote und mehr Kontrolle zu einem gerechteren Maßnahmenpaket geführt.“

Angekündigte Mittel dürfen nicht „verschossen“ werden

Bei der Verteilung der angekündigten Mittel werde es neben Geschwindigkeit auch wieder um Gründlichkeit gehen. Die Mittelverwendung müsse verantwortungsvoll erfolgen. Gebrauch und Missbrauch müssten klar voneinander getrennt werden können, erläutert Dr. Gerhard F. Braun: “Das übrige Pulver darf jetzt nicht mit einem großen Knall verschossen werden. Denn es braucht auch weiterhin genug Spielraum für öffentliche Investitionen. Bleiben diese aus, verstärkt das die Wirtschaftskrise um ein Vielfaches. Die Unternehmen erwarten zielgerichtete Hilfen statt Mittelverteilung mit der Gießkanne. Die Zukunft unseres Landes darf jetzt keinen Wahlkampfmanövern zum Opfer fallen.“

Mehrere Terror-Anschläge in Frankreich

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Nachrichten Überregional | Am heutigen Donnerstagvormittag (29.10.2020) wurden bei drei Angriffen mehrere Menschen getötet und schwer verletzt. Zwei der Angriffe ereigneten sich in Frankreich, ein dritter ereignete sich im französischen Konsulat in Saudi-Arabien.


Drei Tote in Nizza

Ein mutmaßlicher Islamist soll in der Basilika Notre-Dame im Zentrum von Nizza mindestens drei Personen (zwei Frauen und einen Mann) mit einem Messer angegriffen und getötet haben.

Der Täter schnitt nach Angaben der Polizei einer der beiden Frauen die Kehle durch. Laut einigen Medienberichten hat er die 70-jährige Frau sogar enthauptet. Das männliche Opfer soll durch Messerstiche in den Hals getötet worden sein. Laut der Tageszeitung „Le Parisien“, soll es sich bei dem Getöteten um den Küster der Gemeinde handeln. Bei dem dritten Opfer soll es sich um eine 30-jährige Frau handeln, die sich noch schwer verletzt aus der Kirche in ein Cafè geschleppt haben soll und dort verstarb. Der Tatverdächtige konnte bereits festgenommen werden.

Wie der Bürgermeister Christian Estrosi mitteilte, soll der mutmaßliche Täter immer wieder  „Allahu Akbar“ gerufen haben. Es deute alles auf einen Terroranschlag hin, so der Bürgermeister.

Angreifer nahe Avignon von der Polizei erschossen

Auch in der Nähe der südfranzösischen Stadt Avignon kam es zu einen mutmaßlich islamistischen Angriff auf Passanten. Laut der Polizei soll ein Mann in dem Ort Montfavet mehrere Menschen mit einer Pistole bedroht haben. Die Polizei habe den Mann erschossen, heißt es weiter. Wie der Hörfunksender Europe 1 berichtete, soll der Angreifer mehrfach „Allahu akbar“ gerufen haben.



Angriff auf das französische Konsulat in Dschidda

Nur kurze Zeit später kam es zu einem Angriff auf das französische Konsulat in Dschidda in Saudi-Arabien. Dort wurde ein Wachmann vor dem Konsulat mit einem Messer attackiert und verletzt. Wie die französische Botschaft in dem Land mitteilte, handelte es sich bei dem Angreifer um einen Einheimischen, der direkt im Anschluss an die Tat festgenommen werden konnte. Der verletzte Wachmann sei in ein Krankenhaus gebracht worden, befinde sich glücklicherweise aber nicht in Lebensgefahr, heißt es. Zur Staatsangehörigkeit des Verletzten macht die französische Botschaft keine Angaben.

Polizeisprecher Mohammed al-Ghamdi erklärte, dass es sich bei dem Angreifer um einen rund 40 Jahre alten Mann handeln soll. Er habe den Wächter mit einem scharfen Werkzeug angegriffen und sei dann von saudischen Sicherheitskräften überwältigten worden. Die Botschaft rief alle Franzosen in Saudi-Arabien zu „erhöhter Wachsamkeit“ auf.

Höchste Terror-Warnstufe ausgerufen

Aufgrund dieser Ereignisse hat Frankreich die höchste Terror-Warnstufe ausgerufen. Diese gilt landesweit, wie der französische Premierminister Jean Castex am heutigen Donnerstag mitteilte. Im Laufe des morgigen Freitags will die Regierung nach Angaben von Castex in einer Krisensitzung über die Lage beraten und das weitere Vorgehen besprechen.

Paris hatte bereits zuvor Warnungen für Franzosen in der Türkei, Bangladesch und Indonesien ausgesprochen. Hintergrund sind die aktuellen Spannungen zwischen Frankreich und zahlreichen muslimischen Ländern wegen der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte nach dem islamistischen Anschlag auf einen Lehrer bei Paris vor einigen Wochen die Veröffentlichung der Karikaturen stark verteidigt. Damit hatte er massive Proteste in vielen muslimischen Ländern ausgelöst.

Mainz: Proklamation der Narrencharta am 11.11. fällt aus

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Nachrichten Mainz | SWR und der Mainzer Carneval-Verein 1839 e.V. (MCV) gaben am heutigen Donnerstag (29.10.20) bekannt, dass leider auch die im deutlich kleineren Rahmen als üblich geplante Verlesung der Narrencharta, die erstmals im Fernsehen übertragen werden sollte, nicht stattfinden kann.


Die närrische Proklamation, die immer am 11.11. um 11:11 Uhr auf dem Balkon des Osteiner Hofes verlesen wird, sollte dieses Jahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Inneren des Osteiner Hofes statt finden und im Fernsehen durch den SWR allen Närrinnen und Narrhallesen zugänglich gemacht werden. Auch wenn dies sicher keinen Ersatz für die sonst übliche große Party auf dem Schillerplatz mit vielen tausend Teilnehmern darstellt, wurde es von Vielen begrüßt auf diesem Weg das beliebte Brauchtum zu pflegen. Nach Bekanntgabe der aktuellen Corona-Auflagen musste leider auch diese Veranstaltung nun abgesagt werden.

Das sagen MCV und SWR dazu

„Wir haben bis zuletzt an einem tragfähigen und vor allem übertragungsfähigen Konzept mit allen Beteiligten gefeilt und müssen aufgrund der aktuellen Infektionslage und der jüngsten Corona-Verordnung leider feststellen, dass es unter diesen Umständen keine veranstaltete Proklamation zum 11.11. geben kann“, so Reinhard Urban, Präsident des MCV, „es tut uns unendlich leid, aber es gibt für uns derzeit keine Alternative.“

Der SWR bedauert die Absage der Aktivitäten rund um den 11.11., trägt aber die Entscheidung des MCV zu 100 Prozent mit. Dazu Günther Dudek, Hauptabteilungsleiter „Land und Leute“ des SWR Fernsehens Rheinland-Pfalz: „In der derzeitigen Situation mit rasant zunehmenden Infizierten-Zahlen und verschärften Sicherheitsvorgaben ist eine Veranstaltung im Osteiner Hof und die damit verbundene Live-Sendung, die das SWR Fernsehen geplant hatte, nicht durchführbar. Eine Fastnachtsübertragung, die von Leichtigkeit und Frohsinn geprägt sein sollte, wäre unter den gegenwärtigen Bedingungen für mich nicht mehr darstellbar gewesen. Deshalb begrüße ich die Absage des MCV für die Proklamation am 11.11. im Osteiner Hof ausdrücklich. Es ist eine verantwortungsbewusste Entscheidung des Vereins, die der extrem schwierigen gesellschaftlichen Situation Rechnung trägt.“

Sicher werden sich viele nicht nehmen lassen am 11.11. um 11:11 Uhr ganz privat und für sich ein erstes Helau zu sagen und darauf zu hoffen, dass sich der Vorhang bald auch wieder öffnen kann.

Mainz-Bingen: Landrätin bittet Bundeswehr und Bundespolizei um Hilfe

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Nachrichten Ingelheim | Dorothea Schäfer, die Landrätin des Kreises Mainz-Bingen hat die Bundeswehr und die Bundespolizei bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie um Unterstützung gebeten. In den vergangenen Tagen sind die Zahlen der Neuinfektionen auch in Mainz-Bingen stark angestiegen. Im Landkreis gilt inzwischen auch die Alarmstufe rot.


Bundeswehr soll Gesundheitsamt unterstützen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt des Landkreises arbeiten bereits seit Monaten am Limit ihrer Leistungsfähigkeit. Neben Neueinstellungen und zeitweise hausinternen Abordnungen soll nun auch die Bundeswehr zur Entlastung der Mitarbeiter und der Situation beitragen. „Spätestens seit den zurückliegenden Tagen ist klar, dass wir uns in der bisher schwierigsten Phase der Corona-Pandemie befinden“, sagte die Landrätin.

Insgesamt acht Soldatinnen und Soldaten hatte sie zur Mithilfe bei der Kontaktnachverfolgung angefordert. Außerdem sollen zwei Hygieneinspektoren der Bundeswehr dabei mithelfen, Einrichtungen und Organisationen bezüglich vorliegender Hygienekonzepte zu beraten. Das Eintreffen der unterstützenden Soldaten wird bereits in den kommenden Tagen erwartet. Damit könnten sie sehr zeitnah bereits im Gesundheitsamt eingesetzt werden.

Auch Ordnungsämter seit Monaten übermäßig belastet

Die Mitarbeit der Bundespolizei erbittet die Landrätin auf Basis des Beschlusses der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vom 14. Oktober. Dort wurde die Möglichkeit dieser Unterstützung eröffnet. Damit sollen die Ordnungsämter im Landkreis bei der Kontrolle der aktuell notwendigen Corona-Maßnahmen unterstützt werden. Bei dieser Aufgabe wird die zuständige Kreisordnungsbehörde von den Ordnungsämtern der Städte, der Verbandsgemeinden und der verbandsfreien Gemeinde Budenheim unterstützt.

„Die kommunalen Ordnungsämter sind seit Monaten über die Maße belastet“, schreibt die Landrätin an Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Als sogenannte Hotspot-Region ist es wesentlich, dass organisatorische Maßnahmen ergriffen werden, um die Ordnungsämter zu entlasten, damit zur Einhaltung der Corona-Verordnungen eine hohe Kontrolldichte gewährleistet werden kann.“ Die Landrätin appelliert daher an die Landesregierung, die Bitte um Unterstützung und Entlastung an den Bund weiterzutragen.

Stadt Mainz und Deutsche Umwelthilfe einigen sich

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Rheinstraße Mainz
Rheinstraße Mainz

Nachrichten Mainz | Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz hat am gestrigen Mittwoch über die Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für saubere Luft in Mainz verhandelt. Ergebnis der Verhandlung ist ein Vergleich zwischen DUH und der für die Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte zuständigen Stadt Mainz.


Grenzwertüberschreitungen auf der Rheinachse verhindern

In dem Vergleich verpflichtet sich die Stadt, die laut Modellierungen existierenden Grenzwertüberschreitungen für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) im südlichen Teil der Rheinachse insbesondere durch Reduzierung der Verkehrsmenge im kommenden Jahr zu verhindern.

Zur Überwachung der Luftqualität wird noch in diesem Jahr ein weiterer Messstandort eingerichtet. Sollte sich zur Jahresmitte 2021 eine erneute Überschreitung des seit 2010 verbindlich geltenden NO2-Grenzwertes abzeichnen, muss die Stadt zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Konzentration des Schadstoffes im Jahresmittel verlässlich unterhalb der vorgeschriebenen 40 Mikrogramm pro Kubikmeter zu halten. In dem im September 2020 wegen der Klage der DUH verabschiedeten Luftreinhalteplan hatte die Stadt bereits umfangreiche Geschwindigkeitsreduzierungen auf Tempo 30 sowie eine Busspur auf der Rheinallee vorgesehen.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH dazu

„Die heute getroffene Vereinbarung wird sicherstellen, dass spätestens im kommenden Jahr endlich der seit zehn Jahren geltende Grenzwert für das Dieselabgasgift NO2 im gesamten Stadtgebiet eingehalten wird. Das war und ist das Ziel unserer jahrelangen juristischen Auseinandersetzung mit der Stadt. Saubere Atemluft ist gerade in Zeiten einer Pandemie, wie wir sie jetzt erleben, wichtiger denn je. Bedauerlich ist nur, dass wir die Stadt und ihre verantwortlichen Vertreter jahrelang mit juristischen Mitteln drängen mussten, anstatt dass sie aus eigenem Engagement ihrer Verantwortung für die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger nachkommen.“

Zahlreiche Maßnahmen für saubere Luft

Nachdem die DUH in Mainz bereits seit dem Jahr 2012 auf Einhaltung des NO2-Grenzwertes klagt, hat man dort auf Druck der DUH Tempo 30 in der gesamten Innenstadt, eine Umweltspur und zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr auf den Weg gebracht. Auch die von der DUH seit Jahren geforderte Nachrüstung der gesamten Mainzer Busflotte mit funktionierenden Abgasreinigungssystemen wurde endlich umgesetzt, um Fahrverbote für besonders schmutzige Dieselfahrzeuge verhindern zu können. Mit den heute beschlossenen Maßnahmen wird noch eine Reduzierung der Verkehrsmenge auf der Rheinachse festgeschrieben, die zur flächendeckenden Grenzwerteinhaltung in Mainz bisher gefehlt hat. Zwei der Pförtnerampeln sind bereits seit Kurzem im Betrieb. Eine dritte soll zum Jahreswechsel ihren Betrieb aufnehmen, eine vierte dann spätestens Mitte 2021.

Remo Klinger, der die DUH in dem Verfahren vertritt, dazu

„Was lange währt, wird doch noch gut. Mainz reiht sich damit endlich in die Liste der Städte in Deutschland ein, die ein belastbares Konzept zur sicheren Grenzwerteinhaltung vorweisen können. Das ist erfreulich.“



SPD-Fraktion Mainz begrüßt den Verzicht auf das Dieselfahrverbot

Die Mainzer SPD-Stadtratsfraktion zeigt sich erfreut und zugleich erleichtert über die Einigung der Stadt Mainz und der DUH vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz.

„Wie wir bereits seit Androhung eines Dieselfahrverbotes seitens der DUH immer wieder betont haben, weisen die vielfältigen Bemühungen der Stadt Mainz zur Senkung der Schadstoffwerte klar erkennbare Erfolge auf, weshalb die aktuelle Einigungsbereitschaft der DUH nur folgerichtig sein konnte“, betonen die Fachsprecher der SPD-Fraktion für Umwelt sowie Gesundheit, Verkehr und Wirtschaft, Dr. Eleonore Lossen-Geissler, Corinne Herbst und Martin Kinzelbach. Die implementierten Maßnahmen aus dem Greencity-Masterplan hätten nun zum richtigen Zeitpunkt ihre Wirkung bewiesen.

Schutz der Bürgerinnen und Bürger das oberste Gebot

„Für uns war und ist selbstverständlich der gesundheitliche Schutz der Bürgerinnen und Bürger weiterhin das oberste Gebot, nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines Zusammenhangs zwischen Atemwegserkrankungen und schweren Verläufen der COVID-19-Infektion“, erklärt Dr. Eleonore Lossen-Geissler, die umwelt- und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion „weshalb wir unsere Anstrengungen zur weiteren Verhinderung von Luftverschmutzung auch während der Corona-Krise weiter aufrecht erhalten werden.“

Kontrollen sind unerlässlich

„Gerade in Anbetracht der für alle wirtschaftlich schweren sowie unsicheren Zeiten ist der Verzicht auf ein Dieselfahrverbot absolut begrüßenswert, da wir von Anfang an betont haben, dass dieses nur die Falschen trifft und sozial ungerecht wäre“, erläutert der wirtschaftspolitische Fraktionskollege, Martin Kinzelbach.

„Daher ist es für uns unerlässlich, dass nicht nur beispielsweise das LKW-Fahrverbot und Tempo 30 auf der Rheinachse strikt kontrolliert werden, sondern nun auch Ampelschaltungen in der Stadt dahingehend verändert werden, um viel befahrene Straßen wie die Rheinachse zu entlasten“, erklärt Corinne Herbst abschließend.