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Mainz: Maßnahmen zum Erhalt des römischen Erbes

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Nachrichten Mainz | Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl wurde zum neuen Vorsitzenden der Initiative Römisches Mainz (IRM) gewählt. In der vergangenen Woche stattete er Oberbürgermeister Michael Ebling einen Antrittsbesuch ab. In dem Gespräch ging es darum, wie man das Römische Mainz weiter sichtbar und erlebbar machen kann. Die Bedeutung soll noch stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung und der Touristen rücken.


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Maßnahmen zum Erhalt des römischen Erbes

Gemeinsam mit der Initiative Römisches Mainz hat die Stadt Mainz mit der Sanierung des Drusussteins und des römischen Theaters wesentliche Maßnahmen zum Erhalt, der Präsentation und der Erlebbarkeit des römischen Erbes eingeleitet. Eine der Hauptattraktionen des Römischen Mainz und ein Aushängeschild der Stadt bildet der Tempel für Isis und Mater Magna. Dessen konservierte Überreste sind von der Römerpassage aus zugänglich. In den Räumen des vom Verein getragenen Heiligtums präsentiert sich dort begleitend zur Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ die Sonderausstellung „Aus dem Schatten der Antike – Moguntia Metropolis Germaniae“.

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Römisches Bühnentheater im Fokus

Vor allem das römische Bühnentheater steht zur Zeit im Fokus der IRM. Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl erklärt: „Die Wiederbelebung und Nutzbarmachung für die Zukunft des römischen Bühnentheaters am Mainzer Südbahnhof liegen der Initiative Römisches Mainz besonders am Herzen. Ziel ist, dass das antike Bühnentheater mehr Aufmerksamkeit erfährt. Die Austragung der Landesgartenschau 2026 in Mainz und die damit verbundene Entwicklung eines grünen Bands der Kultur von den Wallanlagen über das römische Theater und die Zitadelle bis zum Rheinufer, so wie es Oberbürgermeister Michael Ebling vorgeschlagen hat, wäre eine große Chance diese Spuren aus der Römerzeit noch besser in Szene zu setzen.“

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Oberbürgermeister Michael Ebling dazu

„In der Landeshauptstadt Mainz ist die römische Geschichte stets präsent, nicht zuletzt dank der Initiative Römisches Mainz mit ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich immer wieder für den Erhalt und die angemessene Präsentation der römischen Geschichtszeugnisse eingesetzt hat. Ich bin sicher, dass es Stadt und Initiative auch zukünftig gelingen wird, unser kulturelles Erbe stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Die Austragung der Landesgartenschau kann hierfür einen wichtigen Beitrag leisten.“

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Zu Corona-Zeiten wird mehr Online bestellt – Doch Vorsicht!

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Ohne Maske kein Einlass, teilweise lange Schlangen vor den Läden, geschlossene Umkleidekabinen – all das hat viele Konsumenten bewogen, in den vergangenen Wochen vermehrt online einzukaufen. Zudem steht der Vorweihnachtsverkauf vor der Tür und viele werden ihre Weihnachtseinkäufe vor dem Hintergrund der aktuellen Situation online tätigen.


Zahlreiche Online-Shops werben im Internet mit unschlagbar günstigen Preisen. Doch Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich nicht blenden lassen: Denn hinter einigen Schnäppchen verbergen sich Kriminelle, die mit gefälschten Internet-Verkaufsplattformen, sogenannten Fake-Shops, Einkäufer abzocken wollen.

Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben im Rahmen der Präventionskampagne „Genug Betrug“ Tipps und Hinweise, wie man sich vor dieser Abzocke beim Onlineshopping schützen kann.

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Fake-Shops sind schwer erkennbar

Fake-Shops sind auf den ersten Blick schwer von seriösen Online-Verkaufsplattformen zu unterscheiden. Real existierende Webseiten werden von den Betrügern einfach kopiert und wirken auf den ersten Blick oft seriös. Dazu werden gerne Produkte angeboten, die in anderen Online-Shops vergriffen sind, oder die Waren werden zu einem günstigeren Preis als anderswo angeboten.

Eins haben alle Fake-Shops gemeinsam: Die Bezahlung erfolgt über die riskante Vorauskasse, warnt LKA-Präventionsexperte Michael Krausch: „Die Vorauskasse ist gefährlich, weil Sie das Geld überweisen müssen, noch bevor Sie die Ware erhalten. Für Betrüger ist das ideal, da Sie das Geld im Nachhinein auch meist nicht zurückerlangen können.“ Zwar wird auf manchen Seiten auch eine andere, sicherere Bezahlmethode angeboten. Will man diese jedoch auswählen, erscheint der Hinweis, dass diese Methode aus technischen Gründen gerade nicht möglich sei. Auf diese Weise werden Verbraucher dann doch zur Zahlung per Überweisung verleitet.

Nach der Bezahlung wird entweder nichts oder Ware mit minderwertiger Qualität geliefert. Oft täuschen die Händler sogar Lieferschwierigkeiten vor und vertrösten Betroffene wochenlang, um sie daran zu hindern, weitere Schritte einzuleiten. In anderen Fällen ist der Anbieter überhaupt nicht mehr erreichbar und reagiert auch nicht mehr auf E-Mails.

Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt geben sieben einfache Tipps zum Schutz vor Fake-Shops:

Impressum und Kontaktmöglichkeiten kontrollieren

Betreiber von Online-Shops sind verpflichtet, auf ihrer Internetseite ein Impressum vorzuhalten und darin unter anderem den Firmennamen, die geographische Adresse und eine E-Mail-Adresse anzugeben. Unstimmigkeiten im Impressum oder fehlende Kontaktdaten können ein Hinweis darauf sein, dass es sich um einen Fake-Shop handelt. Ist auf der Internetseite kein Impressum vorhanden, sollte auf gar keinen Fall dort bestellt werden.

Bewertungen kritisch hinterfragen

Vor dem ersten Kauf gilt es, sich über den Ruf des Unternehmens zu informieren. Kundenbewertungen können gefälscht sein. Hier gilt es misstrauisch zu bleiben. Informieren Sie sich bei unterschiedlichen Bewertungsportalen und sozialen Medien, ob Verbraucher bereits negative Erfahrungen mit diesem Shop machen mussten. Holen Sie sich ein Meinungsbild ein.

Gütesiegel auf Echtheit prüfen

Verwendet der Shop ein Gütesiegel, kann durch einen Mausklick auf das Siegelemblem überprüft werden, ob der Online-Shop es rechtmäßig verwendet. Bei frei erfundenen, nichtssagenden Labels ist Vorsicht geboten. Unter http://internet-guetesiegel.de/ sind vertrauenswürdige Siegel zusammengestellt.

Sichere Zahlungsmethoden wählen

Sichere Zahlungsmethoden bieten einen guten Schutz. Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt einer Rechnung oder das Erteilen einer Einzugsermächtigung, also die Zahlung per Lastschriftverfahren. Teilweise ist es auch möglich über Zahlungsdienstleister die Zahlung erst nach 14 Tagen zu veranlassen. Zahlen Sie nicht mit riskanten Zahlungsmethoden wie der Vorauskasse, wenn Sie den Onlineshop nicht kennen.

Günstige Preise hinterfragen

Wird das Produkt auffallend günstiger angeboten als in anderen Shops, ist Skepsis angebracht.

Bestellbutton muss korrekt sein

Um den Bestellvorgang abzuschließen, muss der Bestellbutton mit der Aufschrift „Zahlungspflichtig bestellen“, „Jetzt kaufen“ oder „Zahlungspflichtig buchen“ beschriftet sein. Sollte es auf dem Bestellbutton nur „Anmelden“ oder „Bestellen“ heißen, ist Vorsicht geboten.

Vorsicht bei vergriffener Ware

Hinweise darauf, dass die Ware im Lager vorhanden ist und als sofort lieferbar deklariert ist, obwohl sie auf anderen Seiten nicht mehr lieferbar ist oder nur nach langer Lieferzeit wieder, sind ein weiteres Indiz für einen Fake-Shop.

Wer Opfer eines Fake-Shops geworden ist, sollte Strafanzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten und sich umgehend bei seinem Geldinstitut erkundigen, ob es den gezahlten Kaufpreis zurückholen kann. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist das meist noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten wie dem Lastschriftverfahren kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Verbraucher sollten hierfür alle Beweise für ihren Online-Kauf – ob Kaufvertrag, Bestellbestätigung oder E-Mails – sichern.

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Zeugen gesucht nach Diebstahl am Bahnhof Nierstein

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Polizei Mainz
Polizei Mainz

Nachrichten Kurzmeldung | An diesem Dienstag (17.11.2020) zwischen zwischen 8:15 und 15:40 Uhr wurde im Bleichweg in Nierstein ein Fahrrad gestohlen. Das graue Damenfahrrad der Marke Carver wurde von der Besitzerin auf der Rückseite des Bahnhofes in Nierstein abgestellt und mit einem Ringschloss gesichert. Als sie ihr Fahrrad am Nachmittag wieder abholen wollte, war es verschwunden. Der entstandene Schaden beträgt rund 600 Euro. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Oppenheim unter der Rufnummer 06133 – 9330 zu melden.


 

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Vermisster Mann aus dem Taunus wohlbehalten angetroffen

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Vermisstensuche beendet
Vermisstensuche beendet

Nachrichten Taunus | Update 18.11.2020 um 8:15 Uhr: Der seit diesem Montag (16.11.2020)  vermisste 42 Jahre alte Mann aus Bad Soden wurde an diesem Dienstagabend (17.11.2020) wohlbehalten in Frankfurt angetroffen.


Erstmeldung vom 17.11.2020: Der 42-jährige Herr G. aus Bad Soden (Taunus) wird seit diesem Montag vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Vermisste in einer hilflosen Lage befinden könnte. Die Kriminalpolizei bittet die Bevölkerung um Hilfe.

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Personenbeschreibung:

  • ca. 1,90 Meter groß
  • schlank (etwa 80 Kilogramm schwer)
  • mittellange dunkelblonde Haare
  • Brillenträger
  • Weißer Strickpullover mit blauen Streifen
  • Jogginghose

An diesem Montag hatte er sein Haus in Bad Soden verlassen und war nach Zeugenaussagen gegen 12:20 Uhr noch im Bereich der Frankensteiner Straße im südhessischen Pfungstadt gesehen worden. Seit der letzten Sichtung in Pfungstadt ist der 42-Jährige spurlos verschwunden. Die bisherigen Suchmaßnahmen verliefen bislang ohne Erfolg.

Zeugen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Vermissten machen können, werden gebeten, sich bei der zuständigen Polizeistation oder der Polizeistation in Eschborn unter der Telefonnummer 06196 / 9695 – 0 zu melden.

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Aktuelle Regelungen für Reiserückkehrer in Rheinland-Pfalz

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Nachrichten Mainz | Oftmals stehen Reiserückkehrer vor vielen Fragen. Wie und wo melde ich mich bei meiner Einreise nach Deutschland und gibt es Ausnahmen zur Quarantänepflicht? Seit dem 9. November 2020 gelten Änderungen für Reiserückkehrer in Rheinland-Pfalz.


Verkürzung der Quarantäne-Zeit

Für Einreisende aus dem Ausland (länger als 72 Stunden Aufenthalt in einem Risikogebiet) bedeutet das: Nach der aktuell geltenden Verordnung sind Personen, die auf dem Land-, Wasser- oder Luftweg in das Bundesland Rheinland-Pfalz einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten 10 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet, sich unverzüglich nach ihrer Einreise auf direktem Wege in Quarantäne zu begeben.

Zudem besteht für alle Reisende die Verpflichtung, das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich über die Einreise zu informieren. Dies funktioniert digital über die Internet-Seite des Bundes www.einreiseanmeldung.de. Wenn dies nicht möglich ist, muss eine Aussteigekarte an den Beförderer oder das Gesundheitsamt ausgefüllt werden. Neu ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Quarantänedauer von ursprünglich 14 Tagen auf nunmehr zehn Tage reduziert.

Neu ist auch die Möglichkeit, die vorgeschriebene Einreisequarantäne der besagten zehn Tage weiter zu verkürzen. Voraussetzung hierfür: Die betroffene Person legt ein negatives Testergebnis vor, das bestätigt, dass keine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Wichtig zu beachten ist, dass der Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise gemacht werden darf, er muss zehn Tage aufbewahrt sowie der zuständigen Behörde auf Verlangen unverzüglich vorgelegt werden. Wenn innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise aber Corona-typische Symptome auftreten, muss ein weiterer Test in einer Arztpraxis oder einem Testzentrum gemacht werden.



Für Reisen innerhalb Deutschlands

Keine gesonderten Bestimmungen bestehen nach der Landesverordnung hingegen für Reisende innerhalb Deutschlands: Eine Testung und Quarantäne ist hierbei nicht vorgeschrieben. Dies schließt auch Personen ein, die aus innerdeutschen Risikogebieten nach Rheinland-Pfalz kommen oder jene, die nur zur Durchreise in Rheinland-Pfalz einreisen. Allgemein gilt jedoch, Abstand halten, Hygiene beachten und eine Alltagsmaske tragen.

Das Gesundheitsamt Mainz-Bingen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Einzelfall abweichende Anordnungen greifen können. Beispielsweise, wenn Symptome auf eine Corona-Erkrankung hindeuten sollten.

Ausnahmen für bestimmte Personengruppen

Eine weitere wesentliche Ausnahme in Bezug auf die Quarantänepflicht wurde zudem für bestimmte Personengruppen festgelegt. So dürfen unter anderem Ärzte, Pflege- oder Polizeikräfte in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die Quarantäne frühzeitig verlassen, sofern diese ein negatives Testergebnis vorweisen.

Weitere Infos zu den Regelungen und Ausnahmen gibt es direkt auf der Homepage des Landkreises Mainz-Bingen unter der Rubrik „Infos zum Corona-Virus“.

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Aktuell: Vollsperrung zwischen Nierstein und Dexheim auf der B420

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Nachrichten Rheinhessen | An diesem Dienstag (17.November 2020) gegen 13.10 Uhr, ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B420 zwischen Nierstein und Dexheim. Die Unfallstelle ist aktuell vollständig gesperrt.


Frontalcrash zwischen Müllfahrzeug und Fiat 500

Nach ersten Informationen von Boost your City vor Ort, war eine 24 Jahre alte Frau aus Nierstein mit ihrem Fiat 500 aus Richtung Dexheim in Fahrtrichtung Nierstein unterwegs. Aus bislang unbekannten Gründen fuhr die Frau in Höhe des Weingut Gehring auf die Gegenfahrbahn, wo ihr ein Müllfahrzeug entgegen kam. Obwohl der Fahrer des Müllwagens stark abbremste, kam es zum frontalen Zusammenstoß mit dem Fiat 500. Hinter dem Müllfahrzeug fuhr ein weißer Transporter, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und von hinten in den Müllwagen krachte.

Bei dem Verkehrsunfall wurde die Fahrerin des Fiat 500 schwer verletzt. Unter anderem war ihr Oberschenkel gebrochen und sie war nicht ansprechbar. Die Frau musste von der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit werden und wurde im Anschluss durch die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Fahrer des Transporters sowie sein Beifahrer wurden an den Händen leicht verletzt und vorsorglich in die Uniklinik Mainz gebracht. Die drei Insassen des Müllwagens im Alter von 25, 45 und 52 Jahren erlitten einen Schock, jedoch keine weiteren Verletzungen. Alkohol oder Drogen waren nicht im Spiel.

Durch den Aufprall entstand an dem Fiat 500 ein Totalschaden und auch das Müllfahrzeug sowie der Transporter wurden stark beschädigt. Alle drei Fahrzeuge müssen nun von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt.

Die Vollsperrung dauert noch an

Für die Dauer der Unfallaufnahme ist die Bundesstraße B420 zwischen dem Kreisel Dexheim und dem Kreisel Nierstein vollständig für den Verkehr gesperrt. Die Vollsperrung der Unfallstelle wird voraussichtlich noch bis 16:00 Uhr andauern.

Im Einsatz war neben dem Rettungsdienst und der Polizei auch ein Rettungshubschrauber sowie die Feuerwehren aus Nierstein der Verbandgemeinde Rhein-Selz.

Hartsteinwerke Sooneck: Die Geschichte vom Steinbruch Trechtingshausen

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Steinbruch Trechtingshausen
Steinbruch Trechtingshausen

Nachrichten Bingen | Der Steinbruch in Trechtingshausen bietet ein beeindruckendes Bild. So beeindruckend wie der Steinbruch ist, so bedeutsam ist er auch für die Gemeinde Trechtingshausen, die eine Fläche von 8,22 Quadratkilometern und 1028 Einwohnern (Stand 31.12.2020) hat. Boost your City sprach bei einem Termin vor Ort mit Dr. Willem Douw, dem Betriebsleiter der Hartsteinwerke Sooneck GmbH, über die Geschichte des Steinbruchs.


Die Geschichte des Steinbruchs

Bereits seit 1835 existiert der Steinbruch, wie Urkunden im Gemeindearchiv von Trechtingshausen belegen. Namesgeberin ist die nördlich liegende Burg Sooneck. Die von der Gemeinde gepachteten Areale wurden zunächst von verschiedenen Pächtern in kleineren Aufschlüssen betrieben. In der Zeit von 1941 bis 1945 ruhte der Betrieb. Anschließend wurde der Abbau durch die alten Pächter wieder aufgenommen.

Im Jahr 1956 fasste man die Abbauaktivitäten zusammen. Diese wurden dann durch das Unternehmen „Steinwerke bei Burg Sooneck“ geleitet. Das Unternehmen belieferte unter anderem den holländischen Kaufmann Wilhelmus de Beijer. Als die Steinwerke bei Burg Sooneck den Betrieb aufgeben wollten, boten sie Wilhelmus de Beijer an, den Steinbruch zu übernehmen. Dies geschah im Jahr 1963, seitdem er im Besitz der Familie de Beijer ist. Zudem ist der Steinbruch seit dem Jahr 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Quelle: Dr. Willem Douw | Steinbruch Sooneck

Wie sich der Abbau verändert hat

Abgebaut wird dort ein Taunusquarzit. Es handelt sich dabei um ein Sedimentgestein, das vor rund 400 Millionen Jahren entstand und etwa genauso fest ist, wie ein Basalt. Im Laufe der Jahre hat sich der Abbau stark verändert. Damals wurde das Material noch durch Handarbeit mit einem Hammer abgebaut und zerkleinert. Mittels Schlitten wurde das Material dann bergabwärts zum Rhein gezogen und dort verladen. Nach dem Verladen wurde dann das Material mit den Schiffen in der Regel rheinabwärts abtransportiert.

Im Laufe der Zeit hat man Gleisen auf dem Hang zum Rhein verlegt, worüber die Steine dann zu den Schiffen transportiert wurden. Dafür wurde das sogenannte Bremsbergprinzip genutzt. Dabei fuhr eine Gondel, die auf Gleisen lief, den Berg hinauf und hinab. Ein Gegengewicht sorgte dafür, dass die Gondel entweder nach oben gezogen wurde oder herunter fahren konnte.

Die ersten Fahrzeuge

Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs läuft ein Großteil der Arbeit über Maschinen und auch der Transport wird seitdem mit Lastwagen bewältigt. Bei den Ersten Lastwagen handelte es sich meist um Überbleibsel aus dem Krieg. Im Steinbruch wurde beispielsweise ein Dodge Ram für den Transport genutzt. Dieser wurde 1942 gefertigt und ging dann zunächst an das britische Militär. Nach dem Krieg wurde der Dodge Ram im Jahr 1957 zusammen mit vier weiteren Fahrzeugen zum Steinbruch in Trechtingshausen gebracht. Somit konnten die abgebauten Steine erstmals mit einem Fahrzeug transportiert werden. Mit dem Dodge Ram konnten man damals rund drei Tonnen transportieren, mit den heutigen Lastwagen sind rund 60 Tonnen möglich.

Hartsteinwerke sooneck: die geschichte vom steinbruch trechtingshausen
Der Dodge Ram im Steinbruch Trechtingshausen | Foto: Chiara Forg

Die Erasmusbrücke in Holland beinhaltet Steine aus Trechtingshausen

Ursprünglich wurden in dem Steinbruch Baumaterialien für regionale Bauvorhaben und den Hochwasserschutz entlang des Rheins sowie seiner Nebenflüsse abgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg ist der Steinbruch auch ein wichtiger Lieferant für die Küstenverteidigung von Holland geworden, berichtet Dr. Willem Douw.

Unter anderem wurde auch die bekannte Erasmusbrücke in Rotterdam (Holland) aus dem Material aus Trechtingshausen gebaut. Die Erasmusbrücke ist eine Schrägseilbrücke und führt über die Nieuwe Maas. Sie ist rund 802 Meter lang, 139 Meter hoch und 33,80 Meter breit.

Der Steinbruch heute

Der Steinbruch ist in der Zwischenzeit 25 Hektar groß rund 400 Meter tief. Insgesamt sind dort 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Gelände ist in verschiedene „Solen“ aufgeteilt, welche die Abschnitte der Terrassenförmigen Stufen beschreiben und eine Orientierung geben. Dieser stufige Aufbau ist typisch für einen Steinbruch und erleichtert den Abbau und den Transport von oberen Bereichen zu den unteren.

Alle 14 Tage wird gesprengt

Der dort abgebaute Taunusquarzit wird mit Hilfe von Sprengstoff vom Felsen gelöst. Dafür wird mit einem Bohrgerät ein Loch in das Gestein gebohrt. In dieses Loch werden dann 1-2 Tonnen Sprengstoff gefüllt und von Dr. Willem Douw, der ebenfalls Sprengmeister ist, gesprengt. Alle zwei Wochen immer mittags um 12:00 Uhr wird eine Sprengung durchgeführt, bei der sich rund 20.000 bis 30.000 Tonnen Gestein lösen.

Bei dem Sprengstoff handelt es sich um ein Gemisch aus Dünger und Dieselöl. Dies sei der gleiche Dünger wie bei der Explosion in Beirut (Libanon), erklärt Dr. Douw. Zum Vergleich gibt er ein Beispiel: 2,5 Kilo von diesem Sprengstoff reichen aus, um ein Haus in Schutt und Asche zu legen.

50.000 Tonnen monatlich

Monatlich werden rund 50.000 Tonnen des Taunusquarzit im Steinbruch Trechtingshausen abgebaut. Nach der Sprengung wird das Material mit Baggern in einen Lastwagen gefüllt. Mit den LKWs werden die Steine zu einem Kipptrichter transportiert und dort hinein geschüttet. Unter dem Kipptrichter befindet sich ein sogenannter Brecher. Dieser zerkleinert alle Steine, die zu groß sind, um sie zu verkaufen. Anschließend werden die Steine über Förderbänder zu vier Sieben transportiert. Dort werden die Steine gesiebt und nach Größe sortiert. Die Steine fallen dann, je nach Größe, auf unterschiedliche Haufen. Anschließend werden diese Steine verladen und entweder mit dem Schiff oder mit LKWs über die Bundesstraße B9 abtransportiert.

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Steinbruch Trechtingshausen | Foto: Chiara Forg

Herstellung von Rheinsteinton

Beim Abbau entstehen natürlich nicht nur große Steine, sondern auch kleine Steine, die zunächst nicht verkauft werden können. Diese Steine werden beim Sieben aufgefangen und zu einer anderen Anlage transportiert. Auch in dieser Anlage gibt es zwei Brecher, welche die kleinen Steine noch weiter zerkleinern. Anschließend wird das Material erneut gesiebt.

Aus dem feinsten Sand, der dabei ausgesiebt wird, wird im Anschluss sogenannter Rheinsteinton hergestellt. Dafür wird der Sand in einer großen Anlage mit Wasser überschwemmt und aufgeweicht, bis der Ton daraus entsteht. Für 1.000 Tonnen des des Materials werden 400 Kubikmeter Wasser hinzugegeben, das teilweise aus dem Rhein hochgepumpt wird. Der hergestellte Ton kann dann verkauft und beispielsweise zu Ziegelsteinen gebrannt werden.

Ein wichtiger Faktor für Trechtingshausen

In der Zwischenzeit ist der Steinbruch in Trechtingshausen der Einzige, der direkt am Rhein liegt und auch eine eigene Möglichkeit hat, Schiffe zu beladen. Als erhebliche Einnahmequelle für den kommunalen Haushalt und als Arbeitgeber für viele Anwohner ist er außerdem ein wichtiger, wirtschaftlicher Faktor für den Ort. Der Steinbruch gehört mittlerweile deutschlandweit zu den ganz Großen, berichtet der Betriebsleiter, der hofft, dass dies noch möglichst lange so bleibt.

Serie über die Hartsteinwerke Sooneck GmbH:
Teil 1: Hartsteinwerke Sooneck: Die Geschichte vom Steinbruch Trechtingshausen
Teil 2: Erweiterungen vom Steinbruch Trechtingshausen sind notwendig
Teil 3: Steinbruch Trechtingshausen soll Touristenattraktion werden

Teil 4: Steinbruch Trechtingshausen als Attraktion der Buga2029 geplant
Teil 5: Hartsteinwerke Sooneck: Steinbruch Trechtingshausen wird leiser und sauberer

Video vom Steinbruch in Trechtingshausen

Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sollen verbessert werden

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Schrittweise werden die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte verbessert. Das ist das Ergebnis eines ersten Umsetzungsberichts zur Konzertierten Aktion Pflege (KAP), der von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am vergangenen Freitag (13.11.2020) vorgestellt wurde. Danach konnten bereits wichtige Maßnahmen für eine bessere Entlohnung, für mehr Auszubildende und mehr Kolleginnen und Kollegen an der Seite der Pflegekräfte umgesetzt werden.


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:

„Wie wir gute Pflege sichern, ist die soziale Frage der 20er Jahre. Die beantworten wir mit der Konzertieren Aktion. Wir sorgen für bessere Bezahlung, mehr Stellen und eine gute Ausbildung. So machen wir Pflege besser für alle: für Berufseinsteiger und für die erfahrenen Pflegekräfte. Und am meisten für die Pflegebedürftigen und Patienten, die mehr Zuwendung erfahren.“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey:

„Die Pflege in Deutschland leistet Enormes. Sie zu stärken und den Fachkräften bessere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, das ist eine Aufgabe, die wir gemeinsam angehen, weil wir sie auch nur gemeinsam bewältigen können. Exzellente Pflege findet nur dort statt, wo motivierte und gut ausgebildete Pflegekräfte arbeiten. Deshalb wollen wir Fachkräfte gewinnen und halten. Wir arbeiten daran, dass junge Menschen, die sich für diesen Beruf interessieren, gute Ausbildungsbedingungen und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten haben. Pflegerinnen und Pfleger leisten einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft, das muss auch entsprechend bezahlt werden. Die jüngste Tarifeinigung im öffentlichen Dienst war hier ein richtiges Zeichen. Aber Geld ist nicht alles – wir arbeiten daran, dass Pflegeberufe als Ganzes aufgewertet werden.“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil:

„Pflegekräfte arbeiten hart und oft unter schwierigen Bedingungen. Die Arbeit mit und am Menschen ist körperlich und psychisch fordernd und sie bedeutet ein hohes Maß an Verantwortung und Stress. Das galt schon vor Corona, aber die Pandemie hat noch einmal deutlich gemacht, was Pflegekräfte leisten. Wir müssen die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern. Der Schlüssel dazu ist mehr Personal und eine angemessene Entlohnung. Das sind wir als Gesellschaft den Pflegekräften schuldig. Mit der Konzertierten Aktion Pflege haben wir genau das angepackt. Zu den ersten Erfolgen gehört, dass die Pflegelöhne bis April 2022 bundesweit einheitlich steigen. Tarifverträge bedeuten angemessene Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Sie verbessern die Situation der Pflegekräfte konkret. Deshalb ist die Aussicht auf einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die ganze Pflegebranche ein wichtiges Signal. Sobald mir ein Antrag auf Erstreckung vorliegt, werden wir diesen zügig prüfen. Und wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, werde ich diesen Tarifvertrag für die gesamte Branche verbindlich erklären. Auf diesem Weg machen wir weiter.“

Im Juni 2019 haben sich Bund, Länder und alle relevanten Akteure in der Pflege verbindlich auf Ziele und konkrete Maßnahmen für bessere Arbeitsbedingungen, eine bessere Entlohnung, mehr Ausbildungsplätze und mehr Eigenverantwortung für Pflegekräfte verständigt. Der vorgelegte Bericht zeigt, wie weit die Maßnahmen bereits umgesetzt wurden.

Die Ergebnisse im Detail

Mehr Personal

Eine Entlastung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen erfordert mehr Personal. Folgende Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht:

Das Personalbemessungsverfahren für vollstationäre Pflegeeinrichtungen soll in Kürze gesetzlich verankert werden. Die Mitglieder der Konzertierten Aktion Pflege haben hierfür in einem begleitenden Roadmap-Prozess die wesentlichen Schritte beraten.

Als erster Schritt werden ab dem 1. Januar 2021 mit dem Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz 20.000 zusätzliche Stellen für Pflegehilfskräfte geschaffen. Die Stellen werden vollständig durch die Pflegeversicherung finanziert; der Eigenanteil der Pflegebedürftigen wird dadurch nicht steigen.

Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen werden bei der Gewinnung internationaler Pflegekräfte unterstützt. Dazu wurde 2019 die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) eingerichtet. Sie übernimmt für die Herkunftsländer Philippinen, Mexiko und später Brasilien die Anträge auf Einreise, Berufsanerkennung und Beschäftigungserlaubnis für Pflegekräfte aus Drittstaaten, damit diese schneller nach Deutschland einreisen und arbeiten können. Das Auslandsgeschäft der Bundesagentur für Arbeit (BA) bleibt davon unberührt.

Es wurde eine Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZBSA) für Fachkräfte im Ausland geschaffen, die Anerkennungssuchende zu den Möglichkeiten der Anerkennung ihrer ausländischen Berufsabschlüsse berät, sie über die damit zusammenhängenden aufenthaltsrechtlichen Fragen informiert und durch das Anerkennungsverfahren begleitet (Lotsenfunktion). Die ZSBA ist bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der BA in Bonn angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Modellvorhaben zunächst für vier Jahre gefördert.

Integraler Bestandteil der Fachkräftegewinnung sind Regeln für eine ethisch hochwertige Anwerbung und den Schutz der Pflegekräfte sowie umfassende Maßnahmen für die betriebliche und soziale Integration. Das im Jahr 2019 gegründete Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF) entwickelt dafür ein Gütesiegel und einen Werkzeugkoffer für die betriebliche und soziale Integration. Das DKF unterstützt die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen auch bei deren Umsetzung.

Die Corona-Pandemie hat deutliche Auswirkungen auf die Unterstützung der Fach- und Sprachausbildung für ausländische Pflegekräfte in den Herkunftsländern. Die Goethe-Institute bemühen sich unter Einhaltung der jeweils vor Ort gültigen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften, weiterhin Angebote der Sprachförderung aufrechtzuerhalten.

Mehr Geld

Pflegekräfte, insbesondere in der Altenpflege, sollen regelhaft besser entlohnt werden. Folgende Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht:

Mit dem am 29. November 2019 in Kraft getretenen Gesetz für bessere Löhne in der Pflege wurde die rechtliche Grundlage für das Tätigwerden der Pflegekommission novelliert. Damit kann die Pflegekommission nun – als ständige Kommission – auf verbesserter Grundlage Empfehlungen für die Festlegung von Mindestlöhnen und Mindesturlaub in der Pflege abgeben.

Mit der Vierten Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche wird der Mindestlohn für Pflegehilfskräfte bis zum 1. April 2022 in vier Schritten spürbar auf 12,55 Euro in Ost- und Westdeutschland angehoben. Ab 1. Juli 2021 gibt es zudem erstmals einen Mindestlohn für Pflegefachkräfte von 15 Euro. Vom neuen Pflegemindestlohn profitieren insbesondere Pflegekräfte in Ostdeutschland. Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die Entgelte von Vollzeitbeschäftigten in der Altenpflege um über 20 Prozent angestiegen.

Auch die tarifliche Entlohnung soll weiter gestärkt werden: Künftig sollen Pflegeeinrichtungen nur noch für die Versorgung zugelassen werden, wenn diese ihre Beschäftigten nach Tarif bezahlen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird derzeit vorbereitet.

Die Gewerkschaft ver.di und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) haben den Entwurf eines bundesweiten Tarifvertrags für die Altenpflege erarbeitet. Derzeit läuft das gesetzlich vorgesehene Anhörungsverfahren, in welchem kirchliche Kommissionen zu dem Entwurf Stellung nehmen können.

Die Finanzierung höherer Pflegelöhne kostet Geld. Damit die Pflegebedürftigen und ihre Familien nicht überfordert werden, prüft das BMG derzeit verschiedene Optionen zur Begrenzung der Eigenanteile.

Mehr Aus- und Weiterbildung

Die neuen Pflegeausbildungen starteten zum 1. Januar 2020. Ihre Einführung wird begleitet durch die „Ausbildungsoffensive Pflege“ (2019 – 2023). Folgende Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht:

Abschließende Zahlen zu den neuen Pflegeausbildungen liegen erstmals 2021 vor. Einzelne Bundesländer haben jedoch bereits einen deutlichen Anstieg gemeldet. Insgesamt deutet sich trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie eine positive Entwicklung der Ausbildungszahlen und damit ein guter Start der neuen beruflichen Pflegeausbildung an.

Auch die neu eingeführte hochschulische Pflegeausbildung ist bereits mit rund 30 Studiengängen gestartet. Damit werden neue Ausbildungspotentiale erschlossen und neue Entwicklungsperspektiven für die Pflege geschaffen.

Mit der Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Mach Karriere als Mensch“ wird über die Chancen der neuen Pflegeausbildung informiert. Hohe Zugriffszahlen auf die weiterführenden Informationsangebote unter www.pflegeausbildung.net sprechen für ein großes Interesse bei jungen Menschen wie auch möglichen Umschülerinnen und Umschülern an der Ausbildung.

Im Rahmen der neuen generalistischen Pflegeausbildung ist eine engere Zusammenarbeit der verschiedenen Ausbildungsstätten erforderlich.

Um die Länder bei der Umsetzung der Pflegeausbildung zu unterstützten, haben BMFSFJ und BMG dazu ein Förderprogramm im Umfang von bis zu 19 Millionen Euro aufgelegt.

In zahlreichen Ländern haben die durch den DigitalPakt Schule und das daran anschließende „Sofortausstattungsprogramm“ zur Verfügung gestellten Fördermittel zu einer besseren Ausstattung der Pflegeschulen mit digitaler Technik geführt.

In der Weiterbildung gab es 2019 einen signifikanten Anstieg bei der Ausbildung zur Altenpflegefachkraft.

Mehr Eigenverantwortung

Die Befugnisse der Pflegefachkräfte sollen gestärkt und ausgeweitet werden. Folgende Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht:

Für die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheits- und Pflegebereich wurde ein Strategieprozess eingeleitet. Der Prozess wird durch ein Expertengremium begleitet. Gemeinsam wird die Rolle der Pflege in der interprofessionellen Zusammenarbeit untersucht.

Aktuell wird eine Erweiterung der Versorgungsbefugnisse für Pflegefachkräfte, etwa im Rahmen des Wundmanagements, der häuslichen Krankenpflege und der Verordnung von bestimmten Hilfsmitteln vorgeschlagen.

Im Strategieprozess wurde auch geklärt, wie Modellvorhaben zur selbständigen und eigenverantwortlichen Ausübung von Heilkunde durch Pflegefachpersonen einfacher und attraktiver werden und bei erfolgreicher Durchführung zügiger in der Regelversorgung ankommen können. Ergebnisse der Beratungen sollen noch in dieser Legislaturperiode gesetzlich umgesetzt werden.

Mehr Digitales

Die Arbeit von Pflegekräften soll durch Digitalisierung erleichtert werden. Folgende Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht: Durch gesetzliche Regelungen zur Kostenübernahme von Investitionen in Digitales wurden deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung der Pflege erzielt. Pflegeeinrichtungen nutzen die Fördermöglichkeiten für die elektronische Dokumentation und Tourenplanung, aber auch Schulungen der Pflegekräfte.

Die Anbindung der Langzeitpflege an die Telematikinfrastruktur (TI) wurde vorangetrieben. Pflegeeinrichtungen können sich freiwillig an die TI anschließen lassen; die Kosten hierfür werden vergütet. Die elektronische Pflegeakte wird Bestandteil der elektronischen Patientenakte, dabei sollen beruflich Pflegende weitgehende Zugriffsrechte im Rahmen der TI erhalten, sofern der Patient oder die Patientin dem zustimmt.

Der künftige Zugang der Pflegeeinrichtungen zur TI wird jedoch entscheidend davon abhängen, wann die Länder die elektronischen Heilberufs- und Berufsausweise sowie die Praxisausweise zur Verfügung stellen. Bis dahin können die Pflegeeinrichtungen über Institutionenkarten, die von der Gematik ausgegeben werden, vorübergehend auf auswählte Dienste der TI zugreifen.

Die Regelungen des Digitale-Versorgung-Gesetzes zu elektronischen Verordnungen in der häuslichen Krankenpflege zeigen Wirkung: durch die Öffnung des Rechtsrahmens etablieren sich mehr Unternehmen am Markt, die entsprechende Dienste anbieten. Verschiedene Krankenkassen haben bereits erste Erfahrungen mit elektronischen Verordnungen in der häuslichen Krankenpflege gesammelt.

Mit Hilfe des Krankenhauszukunftsfonds und des Krankenhausstrukturfonds werden Investitionen in die digitale Infrastruktur von Krankenhäusern gefördert.

Hintergrund

Um den Arbeitsalltag von Pflegekräften spürbar zu verbessern, haben das Bundesgesundheits-, das Bundesfamilien- und das Bundesarbeitsministerium im Juli 2018 die Konzertierte Aktion Pflege ins Leben gerufen. Zusammen mit den Ländern, Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbänden, Verbänden der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, den Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbänden, der Berufsgenossenschaft, der Bundesagentur für Arbeit sowie den Sozialpartnern wurden fünf Arbeitsgruppen eingerichtet, um konkrete Schritte festzulegen:

  • Arbeitsgruppe 1: Ausbildung und Qualifizierung
  • Arbeitsgruppe 2: Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung
  • Arbeitsgruppe 3: Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung
  • Arbeitsgruppe 4: Pflegekräfte aus dem Ausland
  • Arbeitsgruppe 5: Entlohnungsbedingungen in der Pflege.

Weitere Informationen sowie den Vereinbarungstext im Wortlaut finden Sie unter: Konzertierte-Aktion-Pflege

Zigarette mit Pfiff verhinderte Wohnungseinbruch

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Polizei Sprinter Bus
Polizei Sprinter Bus

Nachrichten Mainz | Unbekannte versuchten am gestrigen Montagabend (16.11.2020) im Mainzer Stadtteil Laubenheim ein Einfamilienhaus einzubrechen. Dank eines aufmerksamen Nachbarn konnten die Täter jedoch vertrieben werden.


Gegen 18:00 Uhr versuchten zwei Unbekannte in ein Einfamilienhaus in der Hans-Zöller-Straße einzubrechen. Dieses konnte ein Nachbar, der sich zu diesem Zeitpunkt auf seinem Balkon befand, um eine Zigarette zu rauchen, beobachten. Nachdem der Nachbar mit einem lauten Pfiff auf sich aufmerksam machte, ergriffen die beiden Täter die Flucht.

Trotz umgehend verständigter Polizei konnten die beiden Täter nicht gestellt werden. Auch eine Personenbeschreibung liegt zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vor. Deshalb bittet die Polizei Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben können, sich bei der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 – 653633 zu melden.

Landzahnarzt Schweiz: Angebote der Zahnarztpraxis Medent AG Herisau

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Danke für Dein Interesse an unseren qualitativ hochwertigen zahnärztlichen Dienstleistungen, die wir zu vorteilhaften Konditionen (SSO-Taxpunktwert 1.0) anbieten. Wegen der herrschenden Corona-Pandemie möchten wir unsere Patientinnen und Patienten mit speziellen Aktionen unterstützen. Deine Gesundheit ist jetzt wichtiger denn je: Gesunde Zähne haben erwiesenermaßen viele positive Auswirkungen auf den Allgemeinzustand.

Mit neusten Geräten ausgestattet

Gerne möchten wir uns kurz vorstellen: Ich, Thomas Schopf/Inhaber, habe die Praxis der Medent AG in Herisau im letzten Jahr übernommen und mit neusten Geräten, wie zum Beispiel einem digitalem Volumentomografen, ausgestattet. Dieser erleichtert uns nach vorheriger Diagnostik unter anderem das sichere und komplikationsfreie Einbringen von Implantaten. Mit dieser Technologie sind auch bei entsprechenden Voraussetzungen feste Zähne an einem Tag nach dem Konzept „All on 4 oder All on 6“ kein Problem und sicher umsetzbar.

Thomas Schopf | Quelle: Zahnarzt Herisau

Diese Angebote warten auf Dich

Derzeit kosten diese dank unserer Aktion aufgrund der Coronapandemie rund 500,- CHF weniger als im normalen Tarif. So gibt es bis Ende dieses Jahres ein Implantat komplett mit Krone zum Spezialpreis von lediglich 2750,- CHF und die Keramikkrone für 1000,- CHF statt 1250,- CHF.

Seit diesem Jahr freue ich mich, dass mein lieber Kollege Zahnarzt Frédéric Sakete seine Dienstleistungen bei uns in der Praxis in Herisau anbieten kann. Sein Spezialgebiet in Kooperation mit der Firma Edelweiss Dentistry sind natürlich wirkende Veneers, die wieder für ein perfektes Lächeln sorgen. Auch diese Preise machen Freude. Dank der derzeitigen Aktion kosten sie pro Stück nur noch 390,- CHF statt 584,- CHF.

Frederic Sakete | Quelle: Zahnarzt Herisau

30 bis 50 Prozent günstiger als in der Schweiz

Noch günstiger wird es, wenn die Behandlungen oder Teile davon in unserer Praxis in Leibnitz in der schönen Südsteiermark/Österreich durchgeführt werden. Dort können wir Preise zwischen 30 bis 50 Prozent günstiger als in der Schweiz anbieten, für die man mit uns nicht mehr nach Ungarn fahren muss. Als Beispiel 500,- € bis 650,- € für eine Keramikkrone und 1000,- € bis 1200,- € für ein Implantat inklusive aller Komponenten. Verbinde einen Besuch in unserer Praxis doch mit einem kleinen Urlaub in der Steiermark.

Einmalig in der Schweiz

Bei uns erhältst Du eine persönliche, deutschsprachige und inhabergeführte Behandlung und Betreuung. Dieses Angebot ist einmalig in der Schweiz und wir freuen uns auf Dich, deine Verwandten und Freunde für welche unser Angebot bei einer Empfehlung durch Dich natürlich auch gilt, bei uns begrüßen zu dürfen. Hohe Qualität muss nicht teuer sein, lass Dich von uns unverbindlich beraten!

Kontakt Schweiz
Zahnarzt Herisau | Medent AG
Gossauerstrasse 11
9100 Herisau
Telefon: 078 – 7903 636 oder 071 – 3514 637
E-Mail: info@zahnarzt-herisau.ch
Homepage: www.zahnarzt-herisau.ch

Kontakt Österreich
Zahnarztpraxis Thomas Schopf
Karl Morrè Gasse 1
8430 Leibnitz
Telefon: 043 – 345 221 000
E-Mail: praxis@landzahnarzt.at
Homepage: www.landzahnarzt.at

Vorsicht Falle – Welle von Fake-Anrufen rollt aktuell über die Region

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Bei fast allen Polizeidienststellen im gesamten Verbreitungsgebiet gingen in den letzten Tagen zahlreiche Anzeigen von Opfern ein, welche Anrufe von vermeintlichen Betrügern erhalten haben. Bereits in den letzten Wochen kam es zu einer Vielzahl solcher Anrufe des Phänomenbereichs „Falsche Polizeibeamte“. Besonders betroffen sind die Regionen Bad Kreuznach, Mainz, Worms und ganz Rheinhessen.


Die bislang unbekannten Täter stellen sich als Kriminalbeamte der Kriminalinspektion Bad Kreuznach vor. Teilweise werden hierzu real existente Namen von Mitarbeitern der Dienststelle benutzt. Den Opfern wird mitgeteilt, dass es im näheren Umfeld zu einem Einbruch gekommen sei.

Bevorstehender Einbruch

Am Tatort habe man eine Liste gefunden aus der hervorgehe, dass die Angerufenen potenzielle Opfer eines kurz bevorstehenden Einbruchs seien. Deshalb müsse das im Haus/in der Wohnung befindliche Bargeld und die Wertgegenstände in polizeiliche Verwahrung genommen werden. Hierfür werde ein Polizeibeamter das Geld und/oder die Wertgegenstände vor der Hauseingangstür abholen.

Seien Sie wachsam und geben Sie keinerlei Informationen bzgl. ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber Anrufern preis, die Ihnen persönlich unbekannt sind.

Die Polizei wird Sie am Telefon niemals zur Herausgabe von Bargeld und/oder Wertgegenständen auffordern!

Es handelt sich bei den Anrufern um keine Amtsträger von öffentlichen Behörden. Die Polizei nimmt kein Bargeld und keine Wertgegenstände von potenziellen Opfern präventiv in Verwahrung!

Lassen Sie sich nicht in ein langes Gespräch verwickeln, beenden Sie das Gespräch schnellstmöglich und übergeben sie keine Gelder oder Wertgegenstände an fremde Personen.

Kontaktieren Sie direkt die Polizei oder ihre Angehörigen über die Ihnen bekannten Telefonnummern. Achten Sie darauf, dass sie das Gespräch mit den Anrufern vorher definitiv beendet haben.

BoostyourCity-Service – Übersicht aller Polizeidiensstellen der Region 

Rheinland-Pfalz

Polizeiinspektion Alzey
Telefon: 06731 911-100

Polizeiinspektion Bad Kreuznach
Telefon: 0671 8811-0

Polizeiinspektion Bingen
Telefon: 06721 9050

Polizeiinspektion Ingelheim
Telefon: 06132 65510

Polizeiinspektion Oppenheim
Telefon: 06133 9330

Polizeidirektion Worms
Telefon: 06241 852-140

Polizeiinspektion Mainz 1
Polizeidienststelle Weißliliengasse
06131 654110

Polizeiinspektion Mainz 2
Polizeidienststelle Valenciaplatz
06131 654210

Polizeiinspektion Mainz 3
Polizeidienststelle Lerchenberg
06131 654310

Hessen

Polizeistation Bischofsheim
Polizeidienststelle Mainzer Straße
06144 96660

Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Landespolizei Frankfurt am Main
069 7550

Polizeistation Groß-Gerau
Polizeidienststelle Europaring
06152 1750

  1. Polizeirevier Wiesbaden (Innenstadt)
    Polizeidienststelle Bertramstraße
    0611 3452140
  2. Polizeirevier Wiesbaden
    Polizeidienststelle Kostheimer Landstraße
    0611 3452240
  3. Polizeirevier Wiesbaden
    Polizeidienststelle Willy-Brandt-Allee
    0611 3452340
  4. Polizeirevier Wiesbaden
    Polizeidienststelle Dresdener Ring
    0611 3452440
  5. Polizeirevier Wiesbaden (Biebrich)
    Polizeidienststelle Rathausstraße
    0611 3452540

Polizeipräsidium Westhessen
Konrad-Adenauer-Ring
0611 3450

Polizeipräsidium Südhessen
Polizeidienststelle Darmstadt
06151 9690

 

Erneut Gefahrgut und Autoteile am Kallebad Wiesbaden entsorgt

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Nachrichten Wiesbaden | Am heutigen Montag (16.11.2020) hat ein Leser von Boost your City erneut illegal entsorgten Sondermüll beim Kallebad direkt gegenüber der Corona-Teststation in Wiesbaden entdeckt.


Sondermüll aber auch Gefahrgut abgeladen

Bereits zum vierten Mal in kürzester Zeit wurde unsere Redaktion von einem Leser unserer Online-Zeitung über die illegale Müllentsorgung informiert. Dieses Mal wurden diverse Abfälle dort von bislang noch unbekannten Tätern abgeladen. Darunter befindet sich unter anderem wieder Sondermüll aber auch Gefahrgut, das für Menschen, Tiere und die Umwelt eine Gefahr darstellt.

Wie der Leser unserer Redaktion mitteilte, handelt es sich dieses Mal um folgende Abfälle: 

  • Altöl
  • KFZ-Teile
  • Plastikwannen
  • Lebensmittel
  • Styropor
  • Teppiche
  • Altkleider
  • Farbdosen
  • Bettwäsche
  • Farbeimer


Immer wieder wird dort Müll illegal entsorgt

In den vergangenen Monaten wurde in dem Bereich mehrfach illegal Müll entsorgt. Dies kann unangenehme bis hin zu gefährlichen Folgen haben. Unter anderem wurde dort bereits Sondermüll, Sperrmüll aber auch Gammelfleisch illegal entsorgt. Die entsorgten Lebensmittel können Tiere wie beispielsweise Ratten anlocken. Zudem besteht bei verfaulten Lebensmitteln auch eine Gesundheitsgefahr für Tiere, die die Lebensmittel fressen.

Außerdem wird beispielsweise durch in der Natur entsorgte Farben und Altöle die Umwelt auf stark belastet. Unter Umständen kann es sogar zu chemischen Reaktionen kommen, wenn bestimmte Chemikalien auslaufen und sich miteinander vermischen.

Kosten müssen von der Allgemeinheit getragen werden

Immer wieder wurden die illegal entsorgten Abfälle von unserer Redaktion beim Umweltamt in Wiesbaden gemeldet, woraufhin der Abfall von den Entsorgungsbetrieben entfernt wurde. Dabei entstehen jedes Mal Kosten, die von Einzelnen verursacht werden, jedoch von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen werden müssen.

Um die illegale Entsorgung und die Kosten dadurch in Zukunft zu vermeiden, wurden bislang jedoch keine Maßnahmen getroffen. Da das Grundstück dem Tiefbauamt gehöre, könne das Umweltamt dort keine Maßnahmen veranlassen, hieß es bei unserer letzten Anfrage an diesem Mittwoch (11.11.2020).

Weitere Anfragen wurden gestellt

Eine Anfrage bezüglich möglicher Lösungen für die Problematik wurde daraufhin Seitens unserer Redaktion ebenfalls am 11. November 2020 an das Tiefbauamt gestellt. Auf erneute Nachfrage an diesem Montag (16.11.2020) teilte ein Mitarbeiter des Tiefbauamts mit, dass die Anfrage an das Pressereferat der Stadt Wiesbaden weitergeleitet wurde.

Boost your City hat daraufhin beim Pressereferat der Stadt Wiesbaden nachgefragt. Herr Munser, Leiter des Pressereferats, teilte mit, dass ihm selbst die Problematik bislang noch nicht bekannt war. Er versicherte gegenüber unserer Redaktion jedoch, dass er sich um die Anfrage kümmern und zeitnah eine Rückmeldung dazu geben werde.

Klimakitsch zur Mitternacht: ARD zeigt Greta-Doku erst im Spätprogramm

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Das Erste zeigt an diesem Montag die Dokumentation „Ich bin Greta“. Die Arbeit über die schwedische Klima-Aktivistin setzt auf Emotionen und Stilisierung der Hauptfigur statt auf Fakten – und zeigt damit ein Paradebeispiel für Haltungsjournalismus. Der Film läuft dann auch erst ab 23.20 Uhr.


In Filmen und Serien, in denen es wichtig für die Story ist, dass die weibliche Hauptfigur äußerlich attraktiv ist, greifen die Macher zu einem einfachen Trick: Sie stellen ihr eine weibliche Nebenfigur zur Seite, die auf hässlich getrimmt wird. Neben ihr sieht die Hauptfigur dann automatisch besser aus.

Äußere Attraktivität ist bei einer Weltretterin wie Greta Thunberg unwichtig. Da geht es um Intelligenz, Gewissen und Entschlossenheit. Doch auch in der Inszenierung des Regisseurs Nathan Grossmann gibt es die Nebenfigur, deren Aufgabe es ist, die Hauptfigur nach den vorgegebenen Werten besser aussehen zu lassen: Es ist Gretas Vater Svante.

Greta sitzt alleine und schreibt an einer Rede. Svante schaut drüber. Ob die Wortwahl nicht zu hart sei, fragt er. Nein. Es müsse so hart sein. Schließlich gehe es um die Frage, ob der Weltuntergang gestoppt werde. Passiere das nicht in diesem Jahr, sagt Greta später in der Doku, sei es zu spät – die Szene hat sich vor zwei Jahren abgespielt.

Greta, die mit Tieren spricht

Immerhin ist Svante Gretas Vater. Wenn er aus dramaturgischen Gründen schon nicht so intelligent, gewissenhaft und entschlossen wie seine Tochter sein kann, dann muss er wenigstens sympathisch sein. Und so wird er dann ab und an von ihr zurechtgestutzt – unterstützt sie aber am Ende wenigstens.

Anders als die anderen Erwachsenen. Sie wirken ausgewählt doof. Klimawandel gebe es gar nicht, für Kanada oder Russland sei Erderwärmung ja gut, Schulschwänzen sei keine Lösung oder anderes Doofes sagen sie. Damit ist Grossmanns Moral bereits von Anfang an gesetzt: Es gibt nur Weltrettung und Leugnung. Dazwischen hat nichts Platz.

Die Weltrettung ist Greta, Greta ist die Weltrettung. Sie verkündet folglich Wahrheiten. Und wer als Kind schon so groß ist, der kann gar nicht genug stilisiert werden. Grossmann versucht es trotzdem: Greta, die mit Tieren spricht. Die einsame Heldin, die zu Tieren flüchtet, weil die Welt sie verstößt. Oder die Kämpferin, die den Kampf über alles stellt – sogar übers Essen. Neben ihren Fans kommen in „Ich bin Greta“ auch Mythologen auf ihre Kosten.

Kamera von Anfang an dabei

„Der schwedische Regisseur Nathan Grossmann begleitet die Schülerin vom ersten Tag ihres Streiks an mit seiner Kamera“, heißt es in dem Pressetext des Ersten. Anfangs sitzt sie alleine vor dem schwedischen Parlament und demonstriert mit ihrem Schild. Die Leute gehen kopfschüttelnd vorbei.

Dann kommt eine junge Frau vorbei und bleibt mit Greta sitzen. Es werden mehr. Schließlich gibt es weltweit Proteste. In diesem magischen Moment, als die erste junge Frau sitzen bleibt, hat Grossmann seine Kamera laufen und produziert Hochglanz-Bilder. Was für ein historisches Glück.

Während Greta und Svante im Auto fahren, ruft ein Vertreter des UN-Klimasekretariats an. Er lädt sie zur Klimakonferenz in Kattowitz ein. Schon bei der Voranfrage spricht er druckreif: „Wir brauchen jemanden, der für die junge Generation spricht“. Jemand, der eine Botschaft setze. Und unglaublich: Auch in diesem Moment läuft Grossmanns Kamera.



Offene Fragen

Wie lange musste Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament sitzen, bis sie bemerkt wurde? Also außer von Grossmann, der ja laut ARD vom ersten Tag an dabei war. Die Frage wird nicht beantwortet. Fragen stören nur die Botschaft.

Vieles, was interessant wäre und Zusammenhänge rund um Greta Thunberg erklären könnte, bleibt so offen. Zum Beispiel: Wie ist Grossmann auf Greta aufmerksam geworden?  Kam er zufällig vorbei? War das Kamerateam auch von Anfang an dabei? Wer war sein Auftraggeber oder hat er riskiert, unbezahlt zu arbeiten? Wovon hat Gretas Vater gelebt, während er seine Tochter durch die Welt begleitet hat? Wer hat für Gretas Segeltour nach New York bezahlt?

Doch nichts, was Greta in Frage stellen oder Hintergründe erklären könnte, hat in Grossmanns Heldenverehrung Platz. Die knapp 90 Minuten sind dem Pathos vorbehalten. Und immerhin: Hoch professionellen, kinoreifen Bildern.

Arktis statt Greta

Noch im vergangenen Jahr war Greta Thunberg der Medienstar schlechthin. Da erstaunt es denn doch, dass die „Dokumentation“ über sie frühestens um 23.20 Uhr beginnt – vorausgesetzt es gibt keinen Corona-Brennpunkt.

Die Dokumentation sei ja schließlich im Netz rund um die Uhr zu sehen, argumentiert das Erste als Antwort auf Zuschauer-Beschwerden. In diesem Netz gibt es aber auch die Dokumentation „Expedition Arktis“, die den Sendeplatz um 20.15 Uhr erhalten hat.

Am Ende könnte es aber auch in der ARD Verantwortliche geben, die in der Hauptsendezeit lieber auf Journalismus statt auf Klimakitsch setzen wollen.


Vorgesehene Sendezeit für „Ich bin Greta“ ist 23.20 Uhr an diesem Montag im Ersten.

Grossmann wird in manchen Medien, unter anderem auf der englischen Wikipedia-Seite Grossman geschrieben.

Ingelheim: Deutschlands erste Kommune mit Elektrobussen im Regelbetrieb

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Nachrichten Ingelheim – Der Stadtrat hat am 26. Oktober 2020 beschlossen, dass zukünftig der Regelbusbetrieb des Stadtbusverkehrs in Ingelheim mit batterieelektrischen Bussen durchgeführt werden soll. „Dieser Beschluss ist wegweisend für die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Mobilität. Die e-Busse werden Botschafter für das Ingelheimer Ziel einer CO2-neutralen Stadt sein“, erinnert die Beigeordnete und zuständige Umweltdezernentin, Dr. Christiane Döll, an die Bedeutung des Beschlusses.


Erste Kommune deutschlandweit mit kompletter Leistungseinheit

Als deutschlandweit erste Kommune hat damit die Stadt Ingelheim den Regelbetrieb mit e-Bussen einer kompletten Leistungseinheit beschlossen. Und welches e-Bus-Modell künftig den Stadtbusverkehr in Ingelheim bedeutend klimafreundlicher machen wird, wurde nun auch bekannt gegeben. Acht batterieelektrische Busse des Typs IVECO Heuliez GX337 zu einem Stückpreis von rund 600.000 Euro werden durch die INGmobil GmbH beschafft.

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2018 wurde der zwölf Meter lange Elektrobus erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Er ist mit acht Batterien ausgestattet und garantiert eine Reichweite von etwa 300 Kilometern. Das Fahrzeug ist ein zu 100 Prozent europäisches Produkt, da es in Frankreich gefertigt wird.

Im Oktober und November 2021 sollen die Fahrzeuge ausgeliefert werden und ein ausführlicher Probebetrieb erfolgen. Bis dahin wird die Ladeinfrastruktur am Bahnhof Ingelheim auf dem Abstellplatz der Busse aufgebaut. Der Regelbetrieb ist für das 1. Quartal 2022 angedacht. Dann werden nur noch einige Verstärkerfahrten in den Schulzeiten mit EURO-6-Dieselfahrzeugen gefahren werden.

Ginsheim-Gustavsburg: Günstigere Wohnungen für Feuerwehrkräfte und Erzieher

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Auf Antrag der SPD Fraktion beschäftigte sich die Stadtverordnetenversammlung in Ihrer letzten Sitzung mit der Bereitstellung von sogenannten Werksdienstwohnungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt sowie für ehrenamtliche Feuerwehrkräfte.


Möglichkeiten zur Versorgung mit günstigem Wohnraum

„Wir müssen die Möglichkeiten unserer Stadt zur Versorgung mit günstigem Wohnraum stärker in den Vordergrund stellen, wenn wir auf dem stark umkämpften Arbeitsmarkt um Erzieherinnen und Erzieher für unsere Kitas werben oder händeringend nach ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen oder -männern suchen,“ bekräftigt Thorsten Siehr (SPD) das Anliegen seiner Fraktion.

„Selbstverständlich müsse dabei ein für alle Bürgerinnen und Bürger transparentes Vergabeverfahren erarbeitet werden und vertragliche Festlegungen getroffen werden, wenn diese Beschäftigten und ehrenamtlich für die Stadt tätigen aus dem Dienst ausscheiden. Auch eine zeitliche Verpflichtung von Feuerwehrleuten sei denkbar“, ergänzt Fraktionsvorsitzende Melanie Wegling.

Mit breiter Mehrheit wurde dieser Prüfantrag verabschiedet und die Stadtverwaltung wird nun ein entsprechendes Konzept zur Versorgung mit günstigem Wohnraum in Abstimmung mit der Betriebsleitung und der Betriebskommission der Kommunalen Wohnungsgesellschaft (KWG) erarbeiten.



Schutz der Verwaltungsmitarbeiter stärker in den Fokus rücken

Auf Initiative der SPD verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung auch eine Grundsatzerklärung gegen Gewalt am Arbeitsplatz in der Stadtverwaltung. Nicht nur Ordnungs- und Rettungskräfte sehen sich vermehrt mit Androhungen und tätlichen Angriffen konfrontiert.

„Die Meldungen häufen sich, dass Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter von Bürgerinnen und Bürgern verbal, persönlich und in sozialen Netzwerken verbal oder gar körperlich bedroht werden. Dem wollen wir uns mit dieser Grundsatzerklärung entgegenstellen,“ erläutert Carsten Nickel das Ziel der SPD.

Die Initiative des DGB „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ oder auch gute Beispiele anderer Verwaltungen, wie die Kampagne „An Stadt INTOLERANZ“ in Frankfurt, die sich dieser Problematik entgegenstellen, sollen hier als Leitfaden dienen.

„Gerade jetzt in der Pandemie muss die Frage: ‚Wie gehen wir eigentlich mit den Beschäftigten um, die den Laden am Laufen halten?‘ stärker in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken“, unterstreicht Melanie Wegling das Anliegen Ihrer Fraktion hierfür auch die erforderlichen fachlichen, organisatorischen und finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Rücken zu stärken.

Ausfall der Kita-Gebühren muss kompensiert werden

Zufrieden ist die SPD auch mit dem mehrheitlichen Beschluss der Stadtverordneten, eine finanzielle Kompensation für die entgangenen Kita-Gebühren während der Corona-bedingten Schließungen vom Land Hessen einzufordern. Hessen hat als bisher einziges Bundesland seinen Kommunen die Ausfälle der Elternbeiträge durch den vom Land angeordneten Lockdown in den Kitas im Frühjahr nicht erstattet. Die SPD Fraktion hatte dazu in der Stadtverordnetenversammlung eine entsprechende Resolution verfasst.

Und auch für den Bestand der Filiale der Kreissparkasse im Stadtteil Ginsheim hat sich das Stadtparlament auf Initiative der SPD stark gemacht. Zwar scheint nach einem Antwortschreiben des Vorstandes der Kreissparkasse eine dauerhafte Schließung, wie während des ersten Lockdowns, zunächst abgewendet. Die Stadtverordneten der SPD werden die weitere Entwicklung aber sehr genau im Auge behalten.