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Küchenbrand in Frei-Weinheim mit drei verletzten Personen

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Nachrichten Ingelheim | An diesem Donnerstagmittag (24. Dezember 2020) kam es in Frei-Weinheim in einem Mehrfamilienhaus im 2. Obergeschoß zu einem Küchenbrand. Die Feuerwehr wurde gegen 15:15 Uhr zu dem Brand alarmiert.


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Rund 50 Einsatzkräfte vor Ort

Wie Einsatzkräfte vor Ort gegenüber BoostyourCity mitteilten, waren beim eintreffen der Feuerwehr in der Winkeler Straße noch drei Personen in der Wohnung. Das Feuer war zu diesem Zeitpunkt bereits zum Großteil gelöscht. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr holten die drei Personen aus der stark verrauchten Wohnung mit Hilfe einer Steckleiter und übergaben diese anschließend an den Rettungsdienst vor Ort. Unter Atemschutz löschte die Feuerwehr noch die restlichen Glutnester in der Wohnung.

Im Einsatz waren ca. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Rettungsdienst sowie der Polizei.

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Problemmüllbus in Köngernheim wechselt den Standort

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Nachrichten Kurzmeldung | Ab Mittwoch, den 6. Januar 2021 hält der Problemmüllbus in Köngernheim an dem neuen Standort „Parkplatz Sickingenhalle/DGH, Im Wiesengrund“. Der bisherige Standplatz entfällt dafür. Die Termine und Standzeiten können im Abfallkalender 2021 und auf der Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) des Landkreises Mainz-Bingen unter www.awb-mainz-bingen.de nachgelesen werden. Weitere Informationen gibt die Abfallberatung unter der Telefonnummer 06132 – 787 70 80.


 

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Boost your City wünscht allen Lesern und Kunden frohe Weihnachten

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Katja Dachs | „Liebe Leserinnen und Leser, als CEO von Boost your City wünsche ich Ihnen und Ihren Familien auch im Namen unseres gesamten Teams ein schönes Weihnachtsfest. Ein überaus ereignisreiches Jahr liegt hinter uns, sodass wir uns alle ein paar ruhige Tage im engsten Kreise unserer Familien verdient haben.“


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Auch ein großes Dankeschön an unsere Kunden, die in diesem Jahr ihr Vertrauen in uns gesetzt haben

„Das nun fast vergangene Jahr 2020 hat uns allen viel abverlangt. Viele Menschen mussten um ihre Existenzen bangen, neue Herausforderungen meistern und dabei immer Abstand halten von den Menschen, die wir in schwierigen Zeiten eigentlich am meisten brauchen. Umso wichtiger ist es nun, in den kommenden Tagen zusammen mit der Familie Kraft zu tanken und dann gestärkt und optimistisch in 2021 zu starten.“

„Auch wir haben in diesem Jahr vor einigen Hürden gestanden. Jedoch konnten wir gemeinsam mit unserem kleinen Team, mit dem wir 2018 Boost your City gegründet haben, immer nach vorne blicken. Dies verdanken wir auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die tagtäglich unsere Berichte lesen, kommentieren, liken und teilen und uns zu einer immer größer werdenden Community wachsen lassen. Auch ein großes Dankeschön an unsere Kunden, die in diesem Jahr ihr Vertrauen in uns gesetzt haben.“

„2021 wird bestimmt noch nicht wieder so werden, wie wir es uns alle wünschen. Aber wenn wir alle aufeinander Acht geben und positiv in die Zukunft blicken, dann werden wir auch das kommende Jahr meistern. Wir haben viel vor, wollen weiter wachsen und freuen uns, wenn Sie weiterhin an unserer Seite bleiben.“

Passen Sie alle gut auf sich auf und bleiben Sie gesund, wünscht das gesamte Team von Boost your City.

Ihre Katja Dachs


 

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Mainz-Bingen: Weihnachtsbotschaft der Landrätin Dorothea Schäfer

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Nachrichten Ingelheim | Anlässlich der etwas anderen Weihnachtsfeiertage in diesem Jahr, hat Dorothea Schäfer, die Landrätin vom Kreis Mainz-Bingen sich mit einer Weihnachtsbotschaft an alle Bürgerinnen und Bürger gewandt:


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Die Landrätin schreibt:

Wir blicken auf ein absolut verrücktes Jahr zurück. Ein Jahr, das uns alle viel Kraft gekostet hat. Vor genau zwölf Monaten hätten wir uns das so niemals vorstellen können. Weder in Politik und Verwaltung noch alle anderen Bürgerinnen und Bürgern unseres Landkreises und darüber hinaus.

Corona hat ziemlich viel durcheinandergewirbelt. Meine Gedanken sind in diesen Tagen vor allem bei all‘ Jenen, die durch die Pandemie gesundheitlich betroffen sind, die vielleicht sogar Freunde und Angehörige verloren haben. Ebenso denke ich an die Menschen, die in Existenznot geraten sind, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit bewältigen müssen. Ihnen ganz besonders, aber natürlich auch der gesamten übrigen Bevölkerung des Landkreises wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein hoffentlich besseres Jahr 2021.

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Licht am Ende des Tunnels

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung arbeiten sehr konzentriert und engagiert daran, die Situation zu bewältigen – allen voran das unermüdliche  Gesundheitsamt, dessen Belegschaft wir zu großem Dank verpflichtet sind für den wirklich unbezahlbaren Einsatz in den vergangenen Monaten. Wichtige Schaltstellen sind auch der Krisenstab, die Logistiker beim Katastrophenschutz und jetzt, ganz aktuell, das Team im Impfzentrum. Auf den bald startenden Impfungen liegt die Hoffnung dieser Weihnachtszeit: Wir sehen endlich Licht am Ende des Tunnels. Damit dieses Licht auch strahlen kann, haben wir uns im Landkreis Mainz-Bingen mit dem Impfzentrum in der ehemaligen Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Ingelheim gut auf die kommende Impf-Kampagne vorbereitet. Von uns aus kann es also losgehen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie trotz allem in den nächsten Tagen ein wenig zur Ruhe kommen, sich erholen können, Kräfte sammeln. Auftanken eben, mit der Familie im kleinen Kreis ein paar schöne Stunden verbringen. Ich wünsche Ihnen Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

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29 Millionen Euro für COVID-19 Patienten in Rheinland-Pfalz

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Nachrichten Mainz | Zu Beginn des Jahres hatte die Landesregierung den Krankenhäusern zugesagt, die Förderquoten und förderfähigen Kosten bei Krankenhausbaumaßnahmen mit dem Ziel zu überprüfen, den Eigenanteil der Krankenhäuser zu minimieren.


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Deutliche Erhöhung der Förderung

Gesund­heitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Vorstandsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft, Bernd Decker, erklärten an diesem Dienstag (22.12.2020), die Prüfung des Gesundheitsministeriums, in die auch die Krankenhausgesellschaft eingebunden wurde, ist abgeschlossen und führt zu einer deutlichen Erhöhung der Förderung.

„Die Verbesserungen sind bereits bei allen Förderbescheiden des Jahres 2020 berücksichtigt worden“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Die überwiegende Zahl der Maßnahmen wird zukünftig in Höhe von 100 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert. Selbst bei großen erforderlichen Erweiterungsbauten wird zukünftig in den meisten Fällen eine 100%-Förderung gewährt. Dies sind insbesondere Fälle, in denen die Krankenhausträger im Bereich der Betriebskosten zum Beispiel hinsichtlich des Instandhaltungsaufwandes unverschuldet vor besonderen Herausforderungen stehen oder sich für sektorenübergreifende Modellprojekte engagieren.

Zusätzliches Fördervolumen von rund 200 Millionen Euro

„Die Bedeutung und die Herausforderungen der Krankenhäuser wird in dieser Zeit mehr als deutlich und so freue ich mich sehr, dass wir mit Landeshaushaltsmitteln die Situation der Krankenhäuser im Bereich der Investitionen deutlich verbessern können. Zur Erzielung einer 100%-Förderung hat das Land Rheinland-Pfalz sich zudem entschlossen, die Ko-Finanzierung des neuen Krankenhauszukunftsfonds voll­umfassend ohne Eigenanteil der Krankenhäuser zu übernehmen. Dies bedeutet für die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz ein zusätzliches Fördervolumen von rund 200 Millionen Euro, das sie insbesondere für Digitalisierungsvorhaben verwenden können,“ so die Ministerin.



29 Millionen Euro für Patienten mit COVID-19

Ohne diese Mittel des Krankenhauszukunftsfonds, aber unter Berücksichtigung der Finanzmittel zur Umsetzung des Krankenhausstrukturfonds, standen den Kranken­häusern im Jahr 2020 rund 161 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Landesmittel für die Beschaffung von Beatmungs- und Peripheriegeräten zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 in Höhe von rund 29 Millionen Euro.

Bätzing-Lichtenthäler weiter: „Über die Erhöhung der Förderquoten hinaus wird das Land zukünftig Kosten in größerem Umfang als bisher als förderfähig anerkennen. So werden zukünftig beispielsweise die Kosten für Zielplanungen und Machbarkeitsstudien gefördert.“

„Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz erkennen die deutlich verbesserte Förderung an“, so der Vorstandsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft. „Besonders begrüßen wir über die Erhöhung der Förderquoten hinaus die umfangreichere Anerkennung förderfähiger Kosten. Die Landesregierung hat den Dialog zur Krankenhausgesellschaft und den Krankenhäusern gesucht, die Anliegen aufgenommen und viele Anregungen der Krankenhäuser dankenswerterweise nun umgesetzt“, so Decker. Wünschenswert sei eine Verstetigung der in diesem Jahr zusätzlich zur Verfügung gestellten Fördermittel in den kommenden regulären Investitionsprogrammen.

Erfreulich sei zudem, dass der konstruktive Dialog auch zur weiteren Ent­bürokratisierung des Verfahrens fortgesetzt werden soll.

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Weihnachtliche Überraschungen für Senioren in Groß-Gerau

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Nachrichten Groß-Gerau | Kurz vor dem ersten Advent riefen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Seniorenarbeit zur Teilnahme an einer Rätselaktion auf. Ziel war es, ältere Menschen eine Freude zu bereiten und zugleich zur Bewegung an der frischen Luft zu animieren.


Tüte mit Überraschungen für die Teilnehmer des Adventsrätsels

Als Mitarbeiterin der Seniorenarbeit war Sozialarbeiterin Lisa Salm jetzt unterwegs, um den Teilnehmern des Adventsrätsels eine Tüte mit weihnachtlichen Überraschungen zu überreichen. „Eine tolle Aktion, wir sind gleich montags losgelaufen. Und wir haben vielen Bekannten vom Adventsrätsel erzählt, dass wir viel Spaß hatten, sie doch auch mitmachen sollen“, erzählten die 90-jährige Gretel Strobl und ihre 66-jährige Tochter Heidi Frontes: „Zum Glück waren die Fragen nicht allzu schwer.“

Das Adventsrätsel war eine gelungene Aktion, darin sind sich auch Lisa Salm und Bettina Schwarze-Altmann einig. Unterstützt von ihrer Kollegen Andrea Tenhumberg haben die beiden Sozialarbeiterinnen zahlreiche Präsenttüten mit weihnachtlichen Überraschungen gepackt und bei den teilnehmenden Senioren vorbeigebracht. Die älteren Menschen zeigten sich überaus dankbar für die schöne Idee und den kleinen Plausch an Haustür oder Fenster. Bei der kurzen persönlichen Begegnung wurden die Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten.

Bischofsheim: Unterstützung für Flüchtling aus Afghanistan

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Nachrichten Bischofsheim | Seit 2015 lebt Abdul Fatah Ahmadi in Bischofsheim. Er ist im Volleyball-Verein und bei der freiwilligen Feuerwehr Bischofheim aktiv und möchte in Deutschland bleiben. Doch der Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung ist für ihn kein einfacher.


Abdul Fatah Ahmadi benötigt einen afghanischen Pass

Deshalb haben sich fünf Unterstützer, unter ihnen Bürgermeister Ingo Kalweit, in einem gemeinsamen Brief an die afghanische Botschaft in Berlin gewandt. In dem Brief setzen sie sich für einen jungen Mann ein, der 2015 nach Deutschland geflüchtet ist, jetzt in Bischofsheim wohnt und dringend einen afghanischen Pass braucht, um nach seiner Ausbildung hier bleiben zu können. Seit Januar 2018 hat Abdul Fatah Ahmadi dreimal bei seinem Konsulat in Bonn persönlich vorgesprochen, um das wichtige Ausweisdokument zu erhalten. Dabei konnte er sogar seine Tazkira, die in Afghanistan als Identitätsnachweis dient, vorlegen. Es hat nichts geholfen. Bisher musste er immer unverrichteter Dinge nach Bischofsheim zurückkehren.

Die Fluchtgeschichte von Ahmadi:

Der damals 18-Jährige verabschiedete sich im August 2015 von seiner Mutter und den neun Geschwistern. Über Pakistan, Iran, Türkei, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Bulgarien und Österreich führte sein Fluchtweg. Nach zweimonatigen Strapazen kam er am 16. Oktober 2015 in Deutschland an. Von Berlin über Weilburg gelangte er in den Kreis Groß-Gerau und wohnte zunächst in einer Gemeinschaftsunterkunft in Nauheim.



Im Volleyball-Verein und bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv

Er lernte die deutsche Sprache und begann im dortigen Verein Volleyball zu spielen. „Mein großer Berufswunsch zur Polizei zu gehen oder Feuerwehrmann zu werden, ging nicht“, erzählt Ahmadi. Stattdessen trat er 2017 in die Freiwillige Feuerwehr Bischofsheim ein. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor, Felix Bayer, freut sich über den Neuzugang: „Abdul war von Anfang an im Team eingebunden und hat trotz vorhandener Sprachbarrieren erfolgreich den mehrwöchigen Grundlehrgang absolviert. Seitdem ist er als aktiver Feuerwehrmann bei uns im Einsatzdienst.“

Der nächste wichtige Schritt: Im Jahr 2019 hat der heute 23-Jährige eine Ausbildung zum Maler und Lackierer begonnen. Inzwischen hat er auch eine Partnerin an seiner Seite. Über den Sport in Nauheim lernte Ahmadi die Bischofsheimerin Leonie Schorr kennen und lieben. Inzwischen wohnt das Paar in einer gemeinsamen Wohnung in Bischofsheim. „Über Abdul bin ich zur Feuerwehr gekommen“, begeistert sich Schorr jetzt ebenfalls für dieses herausfordernde Ehrenamt. Beide sind nach der Grundausbildung jetzt aktive Feuerwehrleute.

Appell an die afghanische Botschaft in Berlin

„Ich fühle mich hier gut angenommen und angekommen“, so beurteilt Ahmadi selbst sein neues Leben in Deutschland. Das bestätigt nicht nur Bürgermeister Ingo Kalweit: „Wir schätzen Abdul als wichtiges Mitglied unserer Gemeinschaft. Wir wollen, dass er bleibt und in Deutschland dauerhaft gesichert leben kann.“

In dem jetzt versandten Brief wird an die afghanische Botschaft in Berlin appelliert, dem afghanischen Staatsbürger endlich einen Pass auszuhändigen. Mit ihrer Unterschrift unterstützen Michael Gahler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Stefan Sauer, Mitglied des Bundestags, Sabine Bächle-Scholz, Mitglied des Hessischen Landtags und Vorsitzende der Gemeindevertretung Bischofsheim, sowie Peter Eckert, Gemeindebrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Bischofsheim, den Appell. Am 29.12.2020 sollte ein weiterer Besuch beim afghanischen Konsulat in Bonn stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wird dieser Termin voraussichtlich ausfallen müssen. Alle Unterstützer hoffen dennoch, dass Abdul bald einen Pass erhält, mit dem der dauerhafte Aufenthalt in Deutschland möglich ist.

Der Ochse Otis – Eine Weihnachtsgeschichte von Frieder Zimmermann

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Was ich Euch erzählen will, ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her. Es war kalt an dem Tag, an dem sie kamen, so kalt wie heute. Es wurde schon dunkel, und wir hatten uns dicht beieinander gelegt, Marvin und ich, um nicht zu frieren in dem klapprigen Stall draußen auf dem Feld. Ein Stall ist das eigentlich gar nicht, mehr so ein Verschlag aus alten Balken und morschen Brettern. Aber Marvin und ich haben da wenigstens ein Dach über dem Kopf, und das Stroh ist trocken und warm. In der Krippe ist Heu, und zum Bach ist es auch nicht weit.


Marvin ist mein Freund, und er ist ein Esel.  Die Leute sagen, er sei dumm, aber das ist nicht wahr. Marvin ist klug viel klüger als ich. Er kann „IA“ sagen, wo ich nur ein „Muh“ zustande bringe. Aber die Leute sagen Vieles, was nicht stimmt. Ich sei blöd, sagen manche, nur weil ich ein Ochse bin. Dabei kennen sie mich gar nicht, wissen nicht einmal, dass ich Otis heiße.

Marvin ist nicht dumm, und ich bin nicht blöd. Wir haben zwar noch nicht viel von der Welt gesehen. Das heißt, Marvin war schon ein paar Mal in Jerusalem, das ist so zehn Kilometer von hier. Jerusalem ist eine große Stadt mit einem Palast und einem Tempel. In dem Palast wohnt der böse König Herodes, den die Menschen fürchten, und in dem Tempel wohnt der liebe Gott, den die Menschen anbeten.

Marvin war dort mit unserem Herrn. Der ist Bauer und hat eine Schafherde. Ein paar Mal im Jahr geht er nach Jerusalem auf den Markt und verkauft dort Wolle und Käse aus Schafsmilch. Das muss Marvin dann von Bethlehem bis in die Stadt tragen. Auf dem Rückweg, wenn unser Herr alles verkauft hat, setzt er sich auf Marvins Rücken, weil er nicht mehr so gut laufen kann. Nach dem Markt geht er nämlich immer noch ins Wirtshaus und trinkt dort süßen, roten Wein, von dem er  ganz durcheinander wird im Kopf.

Wenn er dann bei Marvin auf dem Rücken sitzt und vor sich hindöst, muss mein Freund ihn tragen und den ganzen Weg alleine zurückfinden. Er findet immer wieder heim, so klug ist er. Von wegen dumm!  Ich selbst bin noch nie so recht aus Bethlehem rausgekommen. Einmal war ich in Husan, aber das liegt gleich nebenan, westlich von hier. Da hatte unser Herr Holz gekauft, mit dem er sich ein neues Haus gebaut hat. Das Holz war auf einen Karren gestapelt, den ich nach Husan und dann nach Haus gezogen habe. Das war ganz schön schwer, aber ich habe das locker geschafft. Ich bin nicht blöd, und ich bin kein Schwächling.

Eigentlich haben Marvin und ich unseren Platz im Stall beim Haus unseres Herrn. Das Haus ist aus Holz und hat ein Dach mit Ziegeln. Der Stall ist an das Haus angebaut, und dahinter ist eine Weide, auf der sogar Gras wächst, weil unser Herr einen Brunnen hat, aus dem er Wasser pumpen kann. Dafür hat er ein Windrad gebaut, das einen Mechanismus antreibt, der das Wasser schöpft und nach oben befördert. Mit dem Wasser aus dem Brunnen kann er dann seinen Acker, seinen Garten und auch die Weide bewässern. Das muss er auch, weil es in Bethlehem manchmal  Wochen und Monate nicht regnet.

Also auf dieser Weide und in dem Stall bei dem Haus sind Marvin und ich eigentlich daheim. Aber eines Morgens kam unser Herr in aller Frühe in den Stall, legte uns Geschirr an, führte uns beide aus dem Stall und aus dem Ort hinaus.



Unterwegs hatte unser Herr ein paar Hirten getroffen

Wir gingen nach Süden, wo es bald einsam wurde und ziemlich öde. In dieser Gegend wächst nicht viel, meist nur Disteln, Dornen und hartes Gras. Hier weiden die Schafe, und hier stand  dieser klapprige Stall.

Unterwegs hatte unser Herr ein paar Hirten getroffen, die er kannte. Mit denen hatte er sich unterhalten und wir erfuhren, dass er Marvin und mich hier draußen verstecken wollte, damit die römischen Steuereintreiber uns nicht sehen sollten.

Die Schäfer waren sehr wütend gewesen. Nicht genug damit, dass dieser Kaiser von Rom aus ein Land nach dem anderen eroberte und inzwischen die halbe Welt mit seinen Soldaten besetzt hielt. Jetzt mussten die Menschen in den besetzten Ländern auch noch Geld an ihn zahlen, weil er den Hals nicht voll bekam. „Tribut“ nannten sie das, und die Steuereintreiben des Kaisers zogen durch die Städte und die Dörfer in den besetzten Ländern und schrieben alles, was die Menschen besaßen, in Steuerlisten. Aus dem, was in den Listen stand, berechneten die kaiserlichen Beamten dann die zu zahlende Steuer, den Tribut.

Hätten sie Marvin und mich im Stall unseres Herrn gesehen, dann hätten sie „1 Ochse und 1 Esel“ in die Steuerliste geschrieben, und unser Herr hätte einen halben Schekel pro Jahr für jeden von uns zahlen müssen. „Schekel“ heißt bei uns das Geld. Für einen Schekel bekam er im Gasthaus fünf Krüge süßen, roten Wein. Da wollte er das Geld lieben dem Wirt in Jerusalem geben als dem Kaiser in Rom.

Das hatte er den Hirten erzählt, und die lachten, klopften ihm auf die Schulter und lobten ihn, weil er den mächtigen Kaiser mit seinen Soldaten und Steuerbeamten an der Nase herumführte. In diese einsame Gegend würden die Römer nicht kommen, und wenn die Schnüffler durch waren und mit ihren Listen nach Bayt Jala oder nach Irtas weitergezogen waren, würde er Marvin und mich ja wieder nach Hause holen.

Die Hirten hatten von Leuten, die auf der Durchreise waren, gehört, dass der Kaiser jetzt sogar befohlen hatte, dass alle Menschen in diesem riesigen Reich der Römer sich in Steuerlisten einschreiben lassen müssten, damit der Kaiser weiß, wie viele Untertanen er überhaupt hat und wie viel Geld zusammenkommt, wenn jeder Steuern zahlt. Dazu musste aber jeder Bürger dorthin gehen, wo er einmal geboren wurde, weil dort im Rathaus die Namen von allen in dicke Bücher geschrieben sind, die da auf die Welt gekommen waren. Dann wurden der Name, von den Menschen, die aufs Rathaus kamen, mit den Namen in den dicken Geburtsbüchern abgeglichen und dann in ein anderes dickes Buch aufgeschrieben zusammen mit der gültigen Adresse.

Das waren dann die Steuerlisten. Da schauten die kaiserlichen Finanzbeamten hinein und wussten genau, wo sie den Tribut eintreiben konnten und wieviel da im Jahr für den Kaiser zusammenkam. Und der wusste dann ganz genau, wie viel Geld er ausgeben konnte für neue Paläste, neue Straßen und neue Armeen, um noch mehr Länder zu erobern.

Der Kaiser in Rom hieß Octavianus Augustus und so heißt er heute noch. Er sitzt schon seit 42 Jahren auf dem Thron. Das muss man sich mal vorstellen: seit 42 Jahren; so alt wird keine Kuh in Israel, kein Ochse und kein Esel.

Sein Vater war der berühmte Julius Caesar. Der hatte angefangen mit dem Ländererobern. Und als Marvin und ich auf die Welt kamen, war Palästina, so heißt das Land, wo wir wohnen, schon seit Jahren eine römische Provinz Namens Judäa mit Jerusalem als Hauptstadt und einem König, der eigentlich nichts zu sagen hatte, weil er ein Vasall des Kaisers in Rom war.



Knecht Herodes und Kaiser Augustus

Ein Vasall ist so etwas Ähnliches wie ein Knecht auf dem Bauernhof, der tut, was sein Herr ihm sagt. Der Knecht ist Herodes, der Kaiser ist Augustus und der Hof ist Judäa. Also so ähnlich. Weil er eigentlich nichts zu sagen hat, ist Herodes so verbittert und so böse. Und obwohl er eigentlich nichts zu sagen hat, hält er sich für einen großen Herrscher und lebt in ständiger Furcht, jemand wolle ihm seinen Thron wegnehmen.

Die größte Furcht hat er vor dem Messias, von dem die Propheten gesprochen haben. Propheten waren kluge Männer, die vor tausend Jahren gelebt haben und in die Zukunft schauen konnten. Und da sahen sie den Messias, den Retter, den Befreier, den Gott auf die Erde schicken sollte, damit er die Römer vertreibt mit ihren Soldaten und ihren Steuereintreibern.

Der würde der neue König der Juden sein und ewig herrschen in Frieden und Herrlichkeit. Aber genau das machte dem Herodes Angst. Die Römer vertreiben wäre ja in Ordnung gewesen, aber der neue König werden? Dann würde dieser Messias ja in Jerusalem, im Palast auf dem Thron sitzen und auch noch in Herrlichkeit und Ewigkeit; eine schreckliche Vorstellung für Herodes. Da wollte er doch lieber Vasall des Kaisers sein, aber wenigstens König bleiben. So hockte Herodes auf dem Thron voller Misstrauen und Ängstlichkeit und schaute zu, wie die Römer das Land ausplünderten und wie die Menschen kreuz und quer durch das Land zogen, um sich einschreiben zu lassen.

Die Frau und der Mann, die an diesem Abend vor ziemlich genau einem Jahr zu dem Stall kamen, waren schon tagelang unterwegs gewesen. Von Nazareth oben in Galiläa waren sie vor ungefähr zehn Tagen los gelaufen Richtung Bethlehem, weil er ein Urur-und-noch-zehnmal-urenkel des David war, der vor 1000 Jahren König von Juda und von Israel gewesen ist und der gebürtig auch aus Bethlehem stammte.

Deshalb musste Josef, so hieß der Mann, und Maria, so hieß die Frau, von Nazareth, wo sie wohnten, die 180 Kilometer nach Bethlehem laufen, um sich einschreiben zu lassen, wie es der Kaiser befohlen hatte. Weil aber so viele Menschen auf den Beinen waren, hatten sie in unserem Dorf, wo sie mittags angekommen waren, keine Unterkunft gefunden.

Alle Gastzimmer waren belegt. Sogar im Stall unseres Herrn waren Reisende untergebracht. Also waren sie weiter gegangen nach Süden und am Abend bei unserem klapprigen Stall angekommen. Und weil es dunkel wurde und sie nicht mehr weiter gehen konnten, sind sie hereingekommen. Marvin und ich haben sofort gesehen, dass die Frau hochschwanger war und kaum, dass sie sich im Stroh etwas eingerichtet hatten, setzten die Wehen ein, und das Kind kam auf die Welt.

Über dem Stall leuchte hell ein Stern

Es war ein Junge. Maria und Josef packen ihn in Windeln und in eine Decke und legten ihn in das warme Heu in der Krippe. Marvin und ich rückten ganz nahe, weil wir neugierig waren und weil wir den Winzling in der Krippe wärmen wollten. Und da ging es draußen plötzlich los. Marvin und ich erschraken beinahe zu Tode. Zuerst wurde es taghell.

Durch ein Loch in der Decke konnte man sehen, dass über dem Stall ein Stern stand, viel niedriger und heller als alle anderen und mit einem Schweif an der Seite wie ein Komet.

Aber das war noch nicht alles. Auf einmal fing ein Singen an, laut und wunderschön, als wäre draußen ein Chor von Engeln versammelt gewesen. Sie sangen Gloria und Halleluja, und das Kind in der Krippe lächelte, als würde es verstehen. Als es dann wieder ruhiger wurde, war auch der Stern verschwunden. Dafür kamen jetzt Hirten von den Nachbarweiden, guckten und staunten. Einer legte ein warmes Schaffell über das Kind. Ein anderer hatte Milch für die junge Mutter, ein anderer ein Stück Brot und wieder ein anderer ein Stück Käse. Dann gingen sie wieder, weil Maria Ruhe brauchte. Die schlief dann auch rasch ein, aber Josef blieb die ganze Nacht wach und passte auf.

Maria, Josef und das Kind, das sie Jesus nannten, blieben ein paar Tage bei uns im Stall. Der Josef war von Beruf Zimmermann, und er verstand sein Handwerk. Während Maria sich ausruhte oder das Kind versorgte, flickte er das Loch im Dach und reparierte notdürftig schadhafte Stellen in den Wänden, durch die der kalte Wind gepfiffen hatte. Als die Drei wieder aufbrachen, zuerst nach Bethlehem zum Einschreiben und dann wieder nach Hause, nach Nazareth, da war unser Stall nicht mehr ganz so klapprig. Aber Marvin und ich wurden bald  abgeholt und zurück in den heimischen Stall im Dorf gebracht, weil die Luft wieder rein war, wie unser Herr meinte.

Seitdem ist in Bethlehem und in Judäa, ja in ganz Palästina nichts mehr, wie es war. Zuerst haben die Hirten im Dorf erzählt von dem Stern und von den Engeln und von dem Kind. Und jetzt sind Alle aufgeregt, weil es heißt, der Messias sei geboren, der Retter der Welt, auf den die Menschen schon so lange warten. König Herodes, so sagen die Leute, sei nervös und fürchte um seinen Thron. Marvin und ich sind ein bisschen stolz, weil wir mit unserem Atem vielleicht den Messias gewärmt haben. Wenn der in seiner ersten Nacht auf dieser Welt gefroren hätte, dann hätte er es sich das mit dem Retten vielleicht noch einmal überlegt.


Über Frieder Zimmermann

Foto: Frieder Zimmermann

Frieder Zimmermann, geboren 1954 in Worms der heute im rheinhessischen Oppenheim lebt, studierte in Mainz Germanistik und Geschichte (Lehramt Gymnasien).

Zweites Staatsexamen nach Referendariat am Studienseminar in Bad Kreuznach 1984.

Nach erfolgloser Bewerbung für den Schuldienst (Lehrerschwemme) wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Wahlkreisbüros bei einem rheinhessischen Bundestagsabgeordneten.

Nach dessen Rückzug aus der Politik Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und dort von 2004 bis Ende 2016 Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Seit lebensbedrohlicher Erkrankung 2013/2014 schwerbehindert und infolgedessen vorzeitig in Rente. Der Autor ist geborener und bekennender Rheinhesse mit ausdrücklicher Identifikation mit der hiesigen Mundart (mehrfach vordere Platzierungen beim Rheinhessischen Mundartwettbewerb, Sieger 1995 und 2003), mit der regionalen Kultur, der vom Weinbau geprägten Landschaft und insbesondere mit dem hier erzeugten Wein, den Winzern und der hier typischen Weingastronomie.

Weiter Infos gibt es hier


 

Mehrere Verletzte bei Verkehrsunfall auf der A60 zwischen Mainz-Drais und Lerchenberg

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Nachrichten Mainz | An diesem Mittwochabend (23.12.2020) gegen 18:45 Uhr kam es auf der Autobahn A60 zwischen den Anschlussstellen Mainz-Drais und Mainz-Lerchenberg in Fahrtrichtung Frankfurt zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Opel Corsa und einem BMW.


Ein Opel wollte aus der Nothaltebucht heraus fahren

Wie die Polizei vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, wollte ein mit zwei Personen besetzter Opel Corsa aus einer Nothaltebucht wieder in den fließenden Verkehr auf die Autobahn A60 einfahren. Scheinbar hatte der Fahrer dabei den von hinten heranfahrenden BMW nicht gesehen. Der BMW-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und krachte von hinten in den Corsa.

Drei Personen wurden verletzt

Alle drei Unfallbeteiligten wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

An den beiden Fahrzeugen entstand ein Totalschaden, sodass diese von der Unfallstelle abgeschleppt werden mussten. Während der Unfallaufnahme durch die Autobahnpolizei Heidesheim wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Eine Vollsperrung war lediglich während der Bergungsarbeiten beider Fahrzeuge notwendig. Nach Auskunft der Polizei vor Ort, kann es noch bis etwa 20:30 Uhr zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Im Einsatz waren neben Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz noch die Berufsfeuerwehr Mainz.

Neues Corona-Testzentrum in Groß-Gerau eröffnet

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Nachrichten Groß-Gerau | Das All-in-one-Center des Kreises Groß-Gerau ist einen Tag vor Heiligabend offiziell in Betrieb genommen worden. In einer Containeranlage auf dem Parkplatz am Groß-Gerauer Landratsamt können künftig Menschen aus dem Kreisgebiet unkompliziert und an zentral gelegener Stelle einen PCR-Test machen lassen. Ein oder zwei Tage später erfährt man dann, ob man eine Coronavirus-Infektion hat oder nicht.


Terminvergabe ist Voraussetzung für den Test

Voraussetzung für die Testung ist eine Terminvergabe über das Kreisgesundheitsamt, über die niedergelassenen Ärzte in der Region sowie über die Service-Hotline 116117 der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH). Die Ärzte testen in Groß-Gerau Patienten, die Krankheitssymptome aufweisen.

Landrat Thomas Will dazu

„Ich bin sehr froh, dass wir dieses neue Angebot gemeinsam schaffen konnten“, sagte Landrat Thomas Will zur Eröffnung. Für ihn ist es wichtig, dass künftig niemand mehr mit Fieber oder anderen Symptomen bis in die Testzentren nach Darmstadt oder Frankfurt geschickt werden muss, sondern dass die Wege kürzer werden. „Ich danke der KVH ausdrücklich für die Bereitschaft, sich an unserem All-in-one-Center zu beteiligen“, so Landrat Will. In seinen Dank schloss er auch all jene ein, die sich in den vergangenen Wochen mit vereinten Kräften ins Zeug gelegt haben, das Zentrum noch in diesem Jahr betriebsbereit zu machen – von der Stabsstelle Corona übers Gebäudemanagement der Kreisverwaltung und der Architektin bis zur Containerfirma, die „quasi Tag und Nacht gearbeitet hat“.

Auch Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer schätzt das neue Angebot des Kreises für seine Bürger. „Die Arbeit im All-in-one-Center ist eine der vielen Aufgaben, die unser Gesundheitsamt in der Pandemie stemmt. Ich danke allen Mitarbeitenden dort für ihren kontinuierlichen engagierten Einsatz.“

Wichtig, dass sich Personen mit Symptomen testen lassen

„Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, ist es wichtig, dass sich insbesondere symptomatische Personen testen lassen. Wir erweitern daher stetig unser Testangebot und sind froh, nun auch den Menschen in und um Groß-Gerau eine Testung mittels PCR-Test ohne langen Anfahrtsweg bieten zu können. Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Verantwortlichen des Landkreises für die gute Zusammenarbeit bedanken. Den ,All-in-one‘-Ansatz des neuen Testcenters begrüßen wir im Übrigen sehr, denn er schafft Synergien und schont wichtige Ressourcen“, sagt Dr. Eckhard Starke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.

Das All-in-one-Center ist mit Mitarbeitenden des Kreisgesundheitsamts jeweils dienstags und donnerstags von 8:00 bis 10:00 Uhr (bei Bedarf bis 12:00 Uhr) besetzt. Termine über die KVH (Rufnummer 116117) werden für montags, mittwochs und freitags jeweils von 9:00 bis 13:00 Uhr vergeben.

Lebensmittelrückruf wegen Pflanzenschutzmittel in Knäckebrot

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Lebensmittelwarnung
Lebensmittelwarnung

Lebensmittelwarnung | Das zur Barilla Gruppe gehörende Unternehmen Wasa ruft Knäckebrot zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden in den betroffenen Produkten Sesamsamen verwendet, die zuvor mit dem Pflanzenschutzmittel „Ethylenoxid“ behandelt wurden. Ethylenoxid ist als gesundheitsschädlich eingestuft und der Einsatz in der Europäischen Union ist nicht zulässig.


Der Rückruf bezieht sich auf folgende Produkte

Produkt: Wasa Delicate Crisp Sesame & Sea Salt

  • Inhalt: 190g
  • EAN: 7300400126205
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.06.2021
  • Chargennummern: S01196760, S01196770, S01196780

Produkt: Wasa Gourmet Sesam

  • Inhalt: 220g
  • EAN: 730040048146
  • Mindesthaltbarkeitsdatem: 31.08.2020, 31.10.2020, 30.11.2020, 31.01.2021, 30.04.2021, 31.05.2021, 30.06.2021, 31.07.2021
  • Chargennummern: G01044700, G01044710, G01045630, G01045640, G01045780, G01045950, G01046190, G01046200, G01046590, G01017129, G01066769, G01066899, G01066909, G01014310, G01014370, G01067529, G01067539, G01067549, G01064230, G01064240
Quelle: Wasa

Kunden erhalten den Kaufpreis zurück

Andere Chargen und Artikel als die oben genannten sind nicht betroffen. Da eine Gesundheitsbeeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann, sollten die Produkte nicht verzehrt werden.

Kundinnen und Kunden, die einen der angegebenen Artikel gekauft haben, bekommen den Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbons in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückerstattet.

Aktuelle Corona-Infektionszahlen in Hessen

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Nachrichten Wiesbaden | Durch die tägliche und damit sehr zeitnahe Veröffentlichung der aktuellen Fallzahlen ist nicht auszuschließen, dass Zahlen im Zuge der Qualitätskontrolle nachträglich wieder nach unten korrigiert werden müssen. Die Inzidenz beschreibt die in einem bestimmten Zeitraum neu aufgetretene Anzahl an Krankheitsfällen in einer definierten Population. Sie wird meist pro 100.000 Einwohner angegeben.


Stand zum Coronavirus in Hessen

Die kumulierte Inzidenz umfasst alle bisher gemeldeten bestätigten Fälle in Hessen pro 100.000 Einwohner und die 7-Tage-Inzidenz beschreibt alle bestätigten Fälle der vorangegangenen sieben Tage in Hessen pro 100.000 Einwohner. Für die Berechnung der Inzidenzen werden die Bevölkerungszahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes in Wiesbaden (Stand: 31.03.2020) zugrunde gelegt. Bei den Inzidenzberechnungen kann es zu Abweichungen kommen, da das RKI geringfügig abweichende Bevölkerungszahlen zugrunde legt.

Aktuell gibt es in Hessen insgesamt 125.049 bestätigte SARS-CoV-2 Fälle, 2.296 Todesfälle und 120.342 genesene Fälle. (Stand 23.12.2020 00:00 Uhr)

Stand 23.12.2020 um 00:00 Uhr | Quelle: Landesregierung Hessen

 

 

Der Dicke und der Don: An Weihnachten zählt das Grundgefühl

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Hier kommt das andere Ende der Leine zu Wort: der Don. Mein achtes Weihnachten mit dem Dicken steht an. Für mich bedeutet es jedes Jahr das selbe: Und das ist gut so. Meistens.

Corona-Testzentrum in Gustavsburg wird gut angenommen

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Seit dem 9. Dezember ist das Testzentrum der Firma Vita1 medical GmbH in Gustavsburg geöffnet (wir berichteten). Um zu erfahren, wie die ersten Tage im Testzentrum verliefen, sprach Boost your City mit Sebastian Pacher, dem Gesellschafter von Vita1 medical.


Starker Anstieg vor den Feiertagen

„Wir sind sehr froh, dass die Bürgerinnen und Bürger die Teststation in Gustavsburg von Beginn an so gut angenommen haben“, sagt Sebastian Pacher. Er berichtet, dass sich in den ersten Tagen rund 20 bis 30 Personen täglich in dem Testzentrum haben testen lassen. Vor den Weihnachtsfeiertagen habe sich aber auch dort einen deutlicher Anstieg bemerkbar gemacht. Rund 70 bis 80 Personen täglich haben sich in den letzten Tagen vor Weihnachten dort auf das Corona-Virus testen lassen.

„Weil die Nachfrage zur Zeit hoch ist, haben wir uns entschieden, das Testzentrum auch an den Weihnachtsfeiertagen von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet zu lassen.“, berichtete Pacher. Er empfiehlt allerdings allen, die sich während der Feiertage testen lassen wollen, sich zuvor online zu registrieren. So könne man Wartezeiten verhindern.

Wie lange die Teststation noch betrieben wird, ist noch nicht ganz klar. Solange die Nachfrage da ist, soll das Zentrum aber bestehen bleiben, erklärt der Gesellschafter. Im neuen Jahr soll außerdem das Angebot für Firmen ausgebaut werden. Ein Team soll dann zu interessierten Firmen fahren und dort die Mitarbeiter auf das Virus testen.

Ab dem 27. Dezember wird geimpft in Rheinland-Pfalz

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Nachrichten Mainz | Rheinland-Pfalz wird am 27. Dezember mit den ersten Corona-Schutzimpfungen starten. Nachdem die europäische Kommission den ersten Impfstoff am gestrigen Montag zugelassen hat und der Hersteller Biontech den Start der Auslieferungen für den morgigen Mittwoch angekündigt hat, können in Rheinland-Pfalz am Sonntag die ersten Schutzimpfungen in ausgewählten Senioreneinrichtungen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende starten.


Sabine Bätzing-Lichtenthäler dazu

„Der 27. Dezember wird ein ganz besonderer Tag werden. Ein Tag, der den Menschen im Gedächtnis bleiben wird – nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in Deutschland, ja in ganz Europa. Ein Tag, der uns gerade in der aktuell so schwierigen Phase der Pandemie Zuversicht schenkt. Der uns Hoffnung gibt, dass wir den langen und entbehrungsreichen Kampf gegen dieses Virus am Ende gewinnen werden“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Blick auf den nahenden Impfauftakt in Rheinland-Pfalz.

In einer allerersten Lieferung wird Rheinland-Pfalz 9.750 Dosen des Impfstoffs erhalten. Aufgrund dieser engen Begrenzung starten die Impfungen daher in den Altenheimen und Senioreneinrichtungen – übereinstimmend mit den Vorgaben des Bundes und basierend auf den Empfehlungen zur Priorisierung der Ständigen Impfkommission. Den ersten Empfehlungen des einberufenen Ethikbeirats Corona-Schutzimpfung folgend werden dabei zunächst jene Regionen bedient, die zum Stichtag 16. Dezember über der durchschnittlichen 7-Tages-Inzidenz des Landes lagen.

Dies sind die Landkreise:

  • Bad Kreuznach
  • Germersheim
  • Kusel
  • Neuwied
  • der Rhein-Pfalz-Kreis
  • Vulkaneifel

Und die kreisfreien Städte:

  • Frankenthal
  • Koblenz
  • Ludwigshafen
  • Mainz
  • Speyer

Betroffen sind dort insgesamt mehr als 200 Einrichtungen, in knapp 70 davon wird in einem allerersten Schritt mit mobilen Impfteams geimpft.

Nachlieferungen bereits für Dezember geplant

Diese enge Einschränkung auf einen Teilbereich wird sich dabei nach und nach mit der Zulieferung zusätzlichen Impfstoffs erweitern. So soll es laut Bund bereits am 28. und 30. Dezember Nachlieferungen von einmal knapp 25.000 und einmal gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz geben. Für den Januar hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wöchentliche Lieferungen von je gut 34.000 Impfdosen für Rheinland-Pfalz angekündigt. Nach der Ausweitung auf weitere Seniorenheime sollen in den folgenden Phasen dann auch medizinisches Personal beispielsweise in Krankenhäusern sowie Menschen über 80 Jahren auch in den Impfzentren geimpft werden. Dazu startet Rheinland-Pfalz vermutlich Anfang bis Mitte Januar ein Terminvergabesystem. Der genaue Zeitpunkt wird in den kommenden Tagen bekannt gegeben.



Mobile Impfteams vom DRK impfen vor Ort in Einrichtungen

Zum Start werden die Einrichtungen in Rheinland-Pfalz von mobilen Impfteams aufgesucht, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert werden, erläuterte Gesundheitsstaatssekretär und Landeskoordinator Impfen, Dr. Alexander Wilhelm. „Unser Ziel ist es, dass wir zum Start 20 mobile Impfteams haben, die insgesamt 20 Einrichtungen pro Tag bedienen können“, erläuterte Wilhelm. Er dankte dem DRK ausdrücklich. „Das DRK ist zentrale Ansprechstelle für die mobilen Impfteams. Sie sind der Schlüssel für die erfolgreichen Schutzimpfungen der Bürgerinnen und Bürger, die in stationären Einrichtungen leben und keinen Zugang zu Impfzentren haben beziehungsweise diese nur schwer erreichen können.“ Die jeweiligen mobilen Impfteams setzen sich zusammen aus einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt, einer Apothekerin oder einem Apotheker zur Aufbereitung des Impfstoffes sowie weiterem Personal, beispielsweise einer medizinischen Fachkraft. Ein Teamleiter übernimmt die Steuerung und ist Hauptansprechpartner für Pflegeeinrichtungen und Impfzentren.

Ethikbeirat „Corona-Schutzimpfung“ veröffentlicht Empfehlungs­papier

Angesichts der limitierten Impfstoffverfügbarkeit zum geplanten Beginn der Impfungen am 27. Dezember und der dadurch nötigen Priorisierung treten auch viele ethische Fragen in den Vordergrund. Der von Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler ins Leben gerufene Ethikbeirat Corona-Schutzimpfung hat daher ein erstes Empfehlungs­papier verabschiedet. „Idealerweise stünden alle Impfdosen für alle Menschen, die sich impfen lassen möchten, am ersten Tag zur Verfügung. Dem ist bedauerlicherweise, jedoch aus nachvollziehbaren Gründen, nicht so und deshalb müssen wir uns darauf verständigen, wer zu Beginn anhand medizinischer, ethischer und sozialer Kriterien zunächst versorgt werden wird. Dazu haben wir als Ethikbeirat erste Empfehlungen für das Land verabschiedet“, sagte der Vorsitzende Professor Dr. Norbert Paul. Diese lauten unter anderem, die ersten Impfungen durch mobile Impfteams in Einrichtungen der Pflege innerhalb von Kreisen oder kreisfreien Städten mit besonders hoher Inzidenz durchzuführen.



Appell an die Bürgerinnen und Bürger

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler verband mit dem nahenden Auftakt der Schutz­impfungen auch einen Appell an die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer: „Der Kampf gegen das Virus – das zeigt sich am Beispiel Schutzimpfung besonders deutlich –, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das heißt im Klartext: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle. Angelehnt an das rheinland-pfälzische Motto ‚Ich schütze Dich, Du schützt mich‘ bitte ich hiermit die Menschen in Rheinland-Pfalz von ganzem Herzen, die Impfungen wahrzunehmen, wenn sie dazu an der Reihe sind.“

Bätzing-Lichtenthäler zeigte Verständnis, dass viele Menschen ein sehr großes Informationsbedürfnis rund um die Impfungen und den Impfstoff haben. Sie verwies darauf, dass das Land dafür von morgen an eigens eine Info-Hotline für Bürger geschaltet hat. Diese ist unter der Telefonnummer 0800 – 5758100 erreichbar und montags bis samstags von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr und am 24. und 31. Dezember jeweils von 8:00 bis 12:00 Uhr besetzt. Auch vom Bund gibt es eine Info-Hotline, die unter der Nummer 116117 erreichbar ist. Ausführliche Informationen finden sich darüber hinaus auch auf der Internetseite des Landes unter www.corona.rlp.de. Darüber hinaus schließt sich Rheinland-Pfalz der vom Bund angekündigten groß angelegten Informationskampagne an.

„In der Anlaufphase sicherlich kleine und größere Probleme“

„Wir alle sind sehr optimistisch, dass wir kurz vor einem entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen diese Pandemie stehen. Auch wenn es gerade zu Beginn ob der Knappheit des Impfstoffs schmerzhafte ethische Fragen geben mag, auch wenn in der Anlaufphase sicherlich kleine und größere Probleme auftreten werden – dieser Impfstoff und die folgenden Varianten haben das Potenzial, uns im Kampf gegen das Virus einen riesigen Vorteil zu verschaffen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler zum Abschluss. „Lassen Sie uns deshalb alle gemeinsam daran arbeiten und alle zusammen zuversichtlich sein, dass der kommende 27. Dezember ein Tag sein wird, an den sich die Menschen noch lange erinnern werden, weil es der Wendepunkt im Kampf gegen Corona war.“