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Krankenstand: „Covid-19 spielt eine eher untergeordnete Rolle“

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Piro 4D
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Bundesweit gehen etwa 0,5 Prozent aller Krankschreibungen auf Covid-19 zurück. Das hat die Techniker Krankenkasse (TK) Saarland mitgeteilt. Im Saarland sei der Krankenstand größer geworden.


Bundesweit ist im Covid-Jahr 2020 die Zahl der Tage zurückgegangen, die Menschen  krankheitsbedingt der Arbeit fern blieben. Im Saarland sieht das anders aus. Dort sei er leicht gestiegen. Das ergibt sich aus dem Gesundheitsreport, den die Techniker Krankenkasse (TK) jedes Jahr aus den Daten ihrer Versicherten erstellt.

An der Saar und bundesweit auch, habe es weniger Krankschreibungen gegeben. Doch diese Krankschreibungen dauern länger. Einen möglichen Grund für diesen Effekt sieht die TK darin, dass der Anteil der psychischen Erkrankungen zugenommen hat. Sie machen im Saarland nun mehr als jede fünfte Krankschreibung aus und dauern deutlich länger als zum Beispiel eine Erkältung.

Corona wirkt sich auf Psyche aus

„Wir beobachten bereits seit Jahren, dass Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen zunehmen“, sagt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung im Saarland. Das habe die Kasse schon vor Corona beobachtet. Der Anstieg von 12,4 Prozent zum Vorjahr sei aber „auffällig“. Damit seien im Saarland psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Arbeitsausfall – noch vor Rückenschmerzen oder Atemwegserkrankungen, den alten Spitzenreitern in diesem Ranking.

Groh hält es für möglich, dass die psychischen Belastungen durch die Pandemie den Anstieg bei den psychischen Erkrankungen befördert haben. Covid-19 selbst sei nur selten die Ursache für einen Arbeitsausfall: 5,3 Millionen Krankschreibungen habe die TK im vergangenen Jahr bundesweit bei ihren Versicherten verzeichnet, davon gingen weniger als 27 000 Krankschreibungen auf Covid-19 zurück. Das sind um die 0,5 Prozent. „Covid-19 spielt eine eher untergeordnete Rolle“, fasst die TK zusammen.

Die Zahlen stammen aus einem Vorabbericht zum Gesundheitsreport der TK. Grundlage sind die Versichertendaten. Im Saarland sind laut eigenen Angaben der Kasse rund 46 000 Menschen bei der TK versichert.

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Lockdown bis zum 14. März – Friseure öffnen früher

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Mit Spannung wartet ganz Deutschland heute auf die neuen Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Um 14:00 Uhr treffen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen zum virtuellen Corona-Gipfel und entscheiden unter anderem, wie lange der Lockdown verlängert werden soll.


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Verlängerung bis zum 14. März

Nach Informationen, die der BILD vorliegen, soll der Lockdown bis zum 14. März verlängert werden. Die zuvor anvisierte Frist zum 1. März sei nach dem aktuellen Papier nun wieder vom Tisch.

Abweichend von den aktuellen Lockdown-Regeln wollen Kanzlerin Merkel, Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Berlins Bürgermeister Michael Müller jedoch die Friseurbetriebe bereits ab dem 1. März wieder öffnen lassen.

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Friseure sollen früher öffnen können

So heißt es in dem Papier: „Friseurbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken den Betrieb ab 1. März 2021 wieder aufnehmen.“

Da einige Ministerpräsidenten jedoch für eine noch frühere Öffnung plädieren ist gerade bei dem Punkt Streit vor programmiert.

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Länder entscheiden über Kita- und Schulöffnungen

Ein Zugeständnis zum Thema Kita- und Schulöffnungen macht die Kanzlerin, um einem weiteren Streit bei dem Corona-Gipfel aus dem Weg zu gehen. Ist sie bisher vehement dafür eingetreten, Kitas und Schulen auch weiterhin geschlossen zu halten, sollen jetzt die Bundesländer eigenverantwortlich für die Öffnungen entscheiden.

Wie BILD weiter berichtet, soll der nächste Öffnungsschritt bei einer bundesweiten „7-Tage-Inzidenz“ von 35 Neuinfektionen bei 100.000 Einwohner kommen. Hier soll dann am 10. März, bei der nächsten gemeinsamen Besprechung von Bund und Ländern, entschieden werden.

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Lebensgefährliche Situation für Obdachlose in Mainz und Rheinhessen

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Nachrichten Rheinhessen | Seit Tagen liegen die Temperaturen in Mainz und Rheinhessen im Minusbereich und es ist eisig kalt. In den kommenden Nächten werden in Rheinhessen Temperaturen von bis zu -15 Grad Celsius erwartet. Besonders für obdachlose Menschen wird das zur lebensbedrohlichen Gefahr. Immer wieder kommt es vor, dass Obdachlose auf der Straße erfrieren. Doch den Menschen kann geholfen werden.


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Der Kältebus versorgt Obdachlose

Hin und wieder kommt es vor, dass man einen Obdachlosen sieht und das Gefühl hat, dass dieser Hilfe benötigt oder eine warme Mahlzeit braucht. In solchen Fällen können Bürger den Verein #Rheinhessenhilft kontaktieren. Die Mitglieder des Vereins fahren dann zu dem Obdachlosen hin und versorgen ihn mit etwas warmen zu Essen und weiteren Decken, Schlafsäcken oder Isomatten. Zudem können die Obdachlosen sich in dem Kältebus aufwärmen

Besonders bei den aktuellen Temperaturen ist es sehr wichtig, nicht weg zu schauen, sondern den Menschen Hilfe zukommen zu lassen. Der Verein ist erreichbar unter der Rufnummer 0163 – 6867 137.

Lebensgefährliche situation für obdachlose in mainz und rheinhessen

 

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Wärmen können sich die Obdachlosen nur selten

BYC-News war vor einiger Zeit schon mit dem Verein Rheinhessen hilft unterwegs. Der Verein ist täglich mit seinem Kältebus in Rheinhessen, Mainz und Kostheim unterwegs, um die Obdachlosen mit den wichtigsten Dingen zu versorgen. Trotzdem sind einige der Obdachlosen Tag und Nacht auf der Straße. Wärmen können sie sich nur selten und dann häufig auch nur kurz.

Durch das harte Leben auf der Straße und die negativen Erfahrungen die viele von ihnen gemacht haben, trauen sie sich häufig nicht, um Hilfe zu bitten. Manche von ihnen wollen auch nicht in die zur Verfügung stehenden Unterkünfte. Grund dafür ist der enge Raum in den Unterkünften oder aber auch die Angst vor Erpressung, Diebstahl, Corona oder ähnlichem.

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Kontakt zum Verein:

  • Telefon: 0163 – 6867 137 (täglich ab 20:00 Uhr)
  • Facebook: Verein zur Förderung sozial und gesundheitlich benachteiligter Menschen
  • Homepage: Rheinhessen-hilft.de

Wichtiger Hinweis: Bei medizinischen Notfällen ist der Verein Rheinhessen hilft nicht mehr der richtige Ansprechpartner. Hier sollte unbedingt der Notruf 112 gewählt und der Rettungsdienst gerufen werden, um den Obdachlosen zu helfen.


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Hier geht es zum Facebook-Video: BYC-News war eine Nacht unterwegs mit dem Kältebus in Mainz & Rheinhessen


 

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Wichtige Information zu den Impfungen in Groß-Gerau

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Nachrichten Groß-Gerau | Seit Ende Dezember stand es bereit, aber der Impfstoff fehlte noch. Nun ist das Impfzentrum in Groß-Gerau an diesem Dienstag, den 9. Februar, in Betrieb gegangen. Die ersten über 80-jährigen aus der höchsten Priorisierungsgruppe kamen gegen 9:00 Uhr an den Eingang zum Impfzentrum, das sich in den Sporthallen der Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau befindet. Ganz in der Nähe gibt es sowohl Stellplätze für das Auto als auch Bushaltestellen. In den Hallen gelten strenge Corona-Hygieneregeln.


Zunächst nur rund 120 Impfungen am Tag

Ausgelegt ist das Impfzentrum auf gut 1300 Impfungen am Tag; das Maximum liegt bei 1700. In den ersten drei Wochen wird es – entsprechend der Zuteilung von Impfdosen – aber nur rund 120 Impfungen am Tag geben. Danach wird die Zahl der Erstimpfungen auf rund 160 erhöht, bei 120 Zweitimpfungen am Tag. Wieder drei Wochen später sind nach derzeitigem Planungsstand je 160 Erst- und Zweitimpfungen täglich vorgesehen. Detailliert geplant ist erst einmal bis Ende Mai. Geimpft wird aktuell täglich zwischen 9:00 und 18:00 Uhr. Bei Bedarf können die Zeiten ausgeweitet werden auf 7:00 bis 22:00 Uhr.

Thomas Will und Walter Astheimer dazu

Landrat Thomas Will und Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Walter Astheimer äußerten sich bei einem Pressetermin am Eröffnungstag sehr erfreut, dass es nun auch im Kreis Groß-Gerau endlich mit den Impfungen im Impfzentrum losgehen kann; mobile Teams sind bereits unterwegs gewesen. „Schon die Testläufe hier haben gut funktioniert. Es ist schön zu sehen, dass am Starttag ebenfalls alles klappt“, so der Landrat. Er dankte allen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten ins Zeug gelegt haben, damit für die Impflinge alles bestens organisiert ist. „Ich wünsche mir, dass es bald noch viel schneller geht mit den Impfungen“, ergänzte Walter Astheimer – und der nötige Impfstoff in ausreichenden Mengen geliefert wird.



Fehler beim Anmeldeverfahren

Kurzfristig hat das Impfzentrum am Dienstag sogar 30 Impfdosen zusätzlich erhalten, wie der organisatorische Gesamtleiter Andreas Franz berichtete. Das passte gut: Waren doch durch einen Fehler beim Anmeldeverfahren des Landes schon am Montag die ersten Impflinge erschienen, die kurzerhand umgebucht wurden auf Dienstag. So gab es auf jeden Fall ausreichend Impfstoff für alle.

Kleinere technische Probleme wie eine vereiste Schrankenanlage am Parkplatz oder ein kurzfristiger Stromausfall am Morgen störten den Ablauf bei den Impfungen nicht. Dort lief alles reibungslos: „Die Impfteams haben wunderbar zusammengearbeitet und die Geimpften gingen angesichts der reibungslosen Organisation und freundlichen Behandlung glücklich und zufrieden aus dem Impfzentrum“, sagte der stellvertretende Leiter des Impfzentrums, Jochen Melchior.

Weitere Informationen:

Der Kreis informiert auf seiner Internetseite über das Groß-Gerauer Impfzentrum: . Dort finden sich zahlreiche Infoblätter, Beschreibungen und Geländeskizzen. Auch das Video des Kreises, das den Weg durchs Impfzentrum zeigt, ist dort zu sehen.

Die Leitung des Impfzentrums weist darauf hin, dass über die Einrichtung keine Termine vereinbart werden können und auch Anfragen nicht beantwortet werden. Terminvereinbarungen für Impfungen sind möglich unter den Rufnummern 116117 sowie 0611 – 5059 2888, außerdem im Internet auf www.impfterminservice.hessen.de.

Postzusteller unterschlägt über Jahre mindestens 15.000 Briefe

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WIESBADEN . Mindestens 15.000 Briefe hat ein ehemaliger 61-jähriger Post-Zusteller aus Wiesbaden offenbar über Jahre in seiner Wohnung gehortet anstelle den Empfängern zu zustellen.


Weihnachtskarte aus dem Jahr 2014

So staunen viele Menschen in Rüsselsheim und im Kreis  Groß-Gerau nicht schlecht, als sie Sendungen in ihrem Briefkasten finden, die schon vor Jahren vom Absender auf den Weg gebracht worden sind. So fischte eine Frau aus Rüsselsheim im Januar diesen Jahres eine Weihnachtsgrußkarte aus dem Jahr 2014 aus ihrem Briefkasten.

Der verspäteten Sendung lag ein Scheiben des „Servicecenter Briefermittlung“ der Deutschen Post bei, in dem der Empfängerin mitgeteilt wurde, dass die Sendung „außerhalb des Betriebes“ beschädigt wurde. Wie die Staatsanwaltschaft der FNP gegenüber bestätigte, war damit die Wohnung des 61-jährigen Wiesbadeners gemeint.

Für Subunternehmen tätig gewesen

Bereits am 15. Oktober 2020 hat laut Oberstaatsanwalt Robert Hartmann ein Ermittlungsverfahren wegen mindestens 15.000 unterschlagenen Briefen eingeleitet. Zuvor hatten Ermittlungen des Sicherheitsdienstes auf die Spur zu dem 61-Jährigen Mann aus Wiesbaden geführt, der als Kraftfahrer für ein Subunternehmen der Deutschen Post tätig war.

Bei Durchsuchungen seiner Wiesbadener Wohnung wurden dann die gut 15.000 Briefe gefunden. Ob noch weitere Sendungen, eventuell auch Pakete und Päckchen betroffen sind, können noch nicht gesagt werden, da die Ermittlungen noch laufen. Betroffen sind auf jeden Fall Kunden der Deutschen Post auf mehreren Routen, für die der 61-Jährige als Zusteller tätig war. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der 61-Jährige die Briefe aus dem Grund unterschlagen hat um Wertgegenstände, hauptsächlich Geld aus den Sendungen zu entwenden.

Corona-Jahr 2020 schlägt auf Rücken und Psyche durch

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Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat den Krankenstand für das vergangene Jahr vorgestellt. Der ist leicht zurückgegangen. Dennoch schlägt die Pandemie auf die Gesundheit der Pandemie durch. Erkrankungen des Rückens und der Psyche erreichen Rekordzahlen.


Für das Pandemie-Jahr 2020 macht die DAK zwei Trends aus: Die Deutschen lassen sich seltener krank schreiben. Aber wenn sie es tun, fallen sie länger aus als früher: Im Vergleich zu 2019 haben laut DAK Arbeitsausfälle im vergangenen Jahr 14,5 Prozent länger gedauert.

Fälle, in denen sich Menschen für drei oder weniger Tage haben krank schreiben lassen, sind nach der Analyse um ein Viertel zurückgegangen. Dafür nehmen Krankschreibungen, die länger als zwei Wochen dauern, deutlich zu.

Rückenerkrankungen bedeutsamer geworden

Die Kasse analysiert den Krankenstand jedes Jahr. Aus der Langzeitbeobachtung ergibt sich: 2020 fehlten Beschäftige wegen Rückenerkrankungen so oft im Job, wie seit Jahren nicht mehr. Im Vergleich zu 2019 stieg die Zahl der Ausfalltage um sieben Prozent. Jeder fünfte Fehltag geht demnach auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zurück.

Eine direkte Folge der Pandemie: „In der Corona-Pandemie sind Rückenerkrankungen bedeutsamer geworden“, sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Er führt das auf die Zunahme an Menschen zu, die im Homeoffice arbeiten. Betroffene würden länger bewegungslos vor dem Bildschirm sitzen bleiben. Zudem stieg in vielen Branchen die Dichte, der zu bewältigenden Arbeit.

Zudem sieht Storm „eine höhere Anspannung im Allgemeinen, was offensichtlich zu einer Zunahme von Fehltagen wegen Rückenschmerzen und bestimmten psychischen Diagnosen führt.“ Die Fachwelt spricht von „Anpassungsstörungen“. Dahinter verstecken sich vor allem psychische Erkrankungen. Sie erreichten laut DAK 2020 „einen neuen Höchststand“ und einen Zuwachs von acht Prozent innerhalb eines Jahres.

Mit 264 Fehltagen insgesamt waren nach der Analyse Seelenleiden der zweitwichtigste Grund für eine Krankschreibung. Sie seien häufig die Reaktion auf ein „belastendes Lebensereignis“. Dies könne sich in negativen Veränderungen des Gemütszustandes oder auch in Störungen des Sozialverhaltens ausdrücken.

Pandemie verändert Krankheitsgeschehen

Es ist laut der DAK die Pandemie, die „das Krankheitsgeschehen in der Arbeitswelt massiv verändert“. Dazu gehört auch, dass die Menschen sich seltener krank schreiben ließen: Die Zahl der Fälle habe spürbar abgenommen. Insgesamt sei der Krankenstand dadurch leicht zurückgegangen.

Zudem gibt es weniger Atemwegserkrankungen. Lange Zeit der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen. Im Corona-Jahr erlebten sie ein Minus von 3,6 Prozent und sind so auf Platz drei der Gründe abgerutscht: „Der Rückgang zeigt, wie wirkungsvoll die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch die Übertragung von Erkältungskrankheiten verhindert haben“, erklärt Andreas Storm. Hände waschen, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen hätten auch die Übertragung von Erkältungsviren eingedämmt und damit die Ausfalltage bei diesen Diagnosen verringert.

Pfleger öfters krank

Auch wenn die DAK einen Zusammenhang zwischen Rückenerkrankungen und Homeoffice sieht, ergibt sich trotzdem ein weiterer Trend fürs Pandemie-Jahr: In Branchen, in denen die Menschen zuhause arbeiten konnten, ist der Krankenstand zurückgegangen. Etwa bei den Banken oder den Versicherungen.

In den Branchen, die in der Pandemie aber besonders gefordert waren und sind, ist der Krankenstand laut DAK schon 2020 größer geworden: Etwa im Gesundheitswesen oder bei den Lieferdiensten. „Branchen, die geringere Chance haben, Prozesse ins Homeoffice zu verlagern und dem Pandemiegeschehen auszuweichen, waren beim Krankenstand benachteiligt“, erklärt es Storm.

Der Krankenstand ist laut Storm in diesen Branchen – entgegen dem allgemeinen Trend – zum Vorjahr geringfügig angestiegen. Die meisten Fehltage hatten Beschäftigte in Gesundheitsberufen: durchschnittlich 17 Tage pro Jahr.

Zahnarztangst: So lässt sich der Bammel bewältigen

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Fit & Gesund – Ein flaues Gefühl im Magen. Schwitzende Hände und zitternde Knie. So geht es vielen Deutschen kurz vor einem Arztbesuch. Seit der Coronakrise hat sich die Angst vor dem Arzt noch verschärft. Vermeintliche Infektionsrisiken im Wartezimmer sind dafür verantwortlich. Auch unabhängig von der Pandemie ist Arztangst keine Seltenheit. Eines der am weitesten verbreiteten Phänomene ist Bammel vor dem Zahnarzt. Woher kommt die Furcht und was können Patienten dagegen unternehmen?


Ende 2018 arbeiteten in Deutschland mehr als 70.000 Zahnärzte. Experten auf dem Gebiet der Zahnmedizin zu finden, ist dementsprechend unproblematisch. Trotzdem gehen viele Deutsche nur unregelmäßig zum Zahnarzt. Einige vereinbaren sogar bei Beschwerden keinen Termin. Echte Angst vor dem Zahnmediziner entwickelt sich in der Regel langsam und bleibt lange unerkannt. Zum Teil mit schwerwiegenden Folgen. Zahnprobleme können sich nämlich auf den gesamten Körper auswirken und beispielsweise Folgeerkrankungen wie Migräne nach sich ziehen. Wer an Zahnarztangst leidet, sollte schon allein wegen der drohenden Folgeschäden schnellstens etwas dagegen unternehmen.

Woher kommt Zahnarztangst?

Wirklich gerne nimmt kaum jemand Arztbesuche wahr. Mediziner können noch so gut sein: Man fühlt sich ihnen leicht ausgeliefert. Auf den Zahnarzt trifft das besonders zu. Schließlich liegt man statisch auf dem Behandlungsstuhl und sieht kaum, was während der Behandlung geschieht. Dieses Gefühl des Kontrollverlustes erleben viele Menschen als unangenehm. Davon sind tatsächliche Angststörungen zu unterscheiden, bei der die Furcht körperliche Symptome hervorruft. Davon betroffene Patienten können ihre Arztangst nicht in Eigenregie überwinden. Sie ziehen am besten einen Psychotherapeuten hinzu. Der Experte hilft ihnen durch Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie bei der Bewältigung. Insgesamt gibt es viele Faktoren, die für Arztängste wie die weit verbreitete Zahnarztangst eine Rolle spielen. Neben dem beschriebenen Gefühl des Kontrollverlustes zum Beispiel

  • traumatische Arzt-Erfahrungen (oft assoziiert mit Schmerz)
  • Fehlverhalten aufseiten der Ärzte
  • negative Berichte aus dem Umfeld (vor allem bei Kindern)
  • Scham (insbesondere bei lange aufgeschobenen Behandlungen)

Woran die Angst vor dem Zahnarzt auch liegt: Je früher man etwas dagegen tut, desto leichter wird man sie los. Hierbei ist die Suche nach einer vertrauenswürdigen und kompetenten Zahnarztpraxis der erste Schritt. Viele Zahnärzte haben sich auf die behandlung von Angstpatienten spezialisiert. Eine davon ist die Oralchirurgin Frau Dr. Krafft. Sie ist Zahnarzt für Angstpatienten in Leipzig.

Das wichtigste gegen Zahnarztangst: Wie findet man gute Zahnarztpraxen?

Gute Zahnmediziner haben viele Kompetenzbereiche. Ob es nun um nächtliches Zähneknirschen oder Zahnimplantate geht. Bei den Qualifikationen achten Patienten idealerweise auf den Ursprung des Titels. Fortbildungen in Implantologie zum Beispiel unterscheiden sich je nach Weiterbildungsstelle qualitativ. Für Angstpatienten sind nicht nur die Kompetenzen der Praxis wichtig. Sie brauchen Zahnärzte, die auf ihre Bedürfnisse eingehen. Mittlerweile gibt es viele Zahnarztpraxen, die sich auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert haben. Überprüfbare Qualifikationen in dieser Hinsicht gibt es bislang leider trotzdem nicht. Deshalb müssen sich Patienten auf den persönlichen Eindruck verlassen. Idealerweise

  • wird einem bereits am Telefon vermittelt, dass Ängste in der Praxis ernst genommen werden.
  • bekommen Angstpatienten möglichst kurzfristige Termine.
  • beschränkt sich die Wartezeit in der Praxis auf ein Minimum.
  • setzt der Arzt zunächst ein Kennenlernen ohne Behandlung an.
  • arbeitet das Praxisteam mit Entspannungstechniken.
  • erbringt der Arzt einen Nachweis über fundierte Erfahrung mit sedierenden Mitteln und Behandlungen unter Vollnarkose.
  • wendet das Team viel Zeit für die Fragen des Patienten auf.

Schon die Terminvereinbarung selbst kann ein großer Schritt für Betroffene sein. Wer sich nicht ans Telefon traut, kann heutzutage online Termine bei Zahnärzten in der Umgebung vereinbaren. Hierbei kommuniziert man am besten, dass man sich vor dem Arzttermin fürchtet. So kann der Zahnmediziner vorab eine angstfreie Atmosphäre schaffen. Oft hilft es Angstpatienten übrigens, eine Begleitperson mitzunehmen. Auch die Terminvereinbarung selbst lassen einige lieber von einer Vertrauensperson erledigen.

Vor und beim Zahnarzttermin: Was reduziert die Ängste?

Je besser man sich in der Praxis aufgehoben fühlt, desto geringer die Angst vor und beim Termin. Nichtsdestotrotz bereiten sich Angstpatienten am besten mental auf bevorstehende Zahnarztbesuche vor. Das kann beispielsweise mit Entspannungstechniken und beruhigenden Teesorten gelingen. Auch Sport trägt zur Entspannung vor Arztterminen bei. Während der Behandlung können sich Angstpatienten wiederum ablenken, indem sie

  • mit Musik die Geräusche der Zahnarztinstrumente übertönen.
  • auf dem Behandlungsstuhl meditieren oder zu Phantasiereisen aufbrechen.
  • progressive Muskelentspannung betreiben.
  • per Autogenem Training Tiefenentspannung fördern.
  • mit Videobrillen entspannende Bilder ansehen.
  • mit dem Zahnarzt regelmäßige Pausen zur Erläuterung der nächsten Schritte vereinbaren.
  • lokale Betäubungsmöglichkeiten nutzen.

Je öfter Patienten mit Zahnarztangst gute Erfahrungen in der Praxis machen, desto mehr Furcht verlieren sie. Wer zu lange wartet, macht höchstwahrscheinlich unangenehmere Erfahrungen als eigentlich nötig. Der Zustand des Gebisses verschlechtert sich nämlich, je mehr Zeit nach ersten Beschwerden vergeht.

CBD: Jetzt boomt der Trend auch in Rheinland-Pfalz

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CBD
CBD

Fit & Gesund | CBD hat in den letzten Wochen und Monaten in Rheinland-Pfalz einen derartigen Boom ausgelöst, wie kaum ein Trend zuvor. Vielleicht lässt sich dies darauf zurückführen, dass die positiven, äußerst interessanten Eigenschaften der Substanz immer bekannter werden oder die Menschen aufgrund des Corona-Lockdowns nun endlich einmal Zeit haben, sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen. Ob das CBD in einem CBD-shop in Rheinland-Pfalz bereits erhältlich ist und was hinter der Erfolgsgeschichte des Inhaltsstoffes der Hanfpflanze steckt, zeigt der folgende Beitrag.


CBD – Das steckt dahinter

Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol. Bei diesem handelt es sich um ein Cannabinoid, welches nicht psychoaktiv wirkt und in der weiblichen Hanfpflanze zu finden ist, die auch unter der Bezeichnung Cannabis bekannt ist.

Dem CBD werden vielzählige Wirkungsweisen auf den menschlichen Organismus zugeschrieben. So soll der Stoff beispielsweise unterschiedliche Erscheinungsformen von Übelkeit lindern, angstlösend, entzündungshemmend und entkrampfend wirken. Aktuell beschäftigen sich viele Studien mit den weiteren potentiellen pharmakologischen und medizinischen Anwendungsbereichen des CBD, ebenso wie mit seinen Effekten auf psychische Erkrankungen.

Die Liste der Anwendungsgebiete, in denen das CBD möglicherweise eingesetzt werden kann, ist nahezu so lang, wie die große Bandbreite an unterschiedlichen CBD-Produkten, die beispielsweise in speziellen CBD-Shops erworben werden können. Die Anwendungsgebiete von CBD sind vielfältig:

Anwendung bei Schmerzen

Cannabinoide sollen sich grundsätzlich positiv auf Schmerzen auswirken. Zum Beispiel kann das CBD so bei Migräne oder Schmerzen in den Gelenken angewendet werden. Ebenso wird von einer positiven und schmerzlindernden Wirkung bei Menstruationsbeschwerden berichtet. CBD wurde darüber hinaus bereits gegen die Symptome, die durch Fibromyalgie und Arthritis hervorgerufen werden, eingesetzt.

Anwendung bei Epilepsie

Erste Studien legen die Annahme nahe, dass CBD Öl besonders bei Kindern innerhalb der Therapie und bei der Behandlung von Epilepsie unterstützend eingesetzt werden kann. So können die epileptischen Aktivitäten wesentlich schwächer ausfallen und darüber hinaus seltener in Erscheinung treten.

Anwendung bei Angstzuständen

Repräsentative und wissenschaftliche Studien konnten in der Vergangenheit ebenfalls schon belegen, dass die Entstehung der sogenannten Angsthormone durch die Anwendung von Cannabidiol reduziert werden kann. Nicht nur bei Ängsten im Alltag scheint das Cannabinoid so positive, hilfreiche Wirkungsweisen zu zeigen, sondern ebenfalls bei der Anwendung bei vorliegenden posttraumatischen Belastungsstörungen und Angststörungen.



Anwendung bei Hautproblemen

Ob bei defizitären Hautproblemen, wie hartnäckigen Unreinheiten, Akne oder Neurodermitis – auch hier hilft CBD durch seine lindernde Wirkung. Dies konnte durch eine kürzlich veröffentlichte Studie auch wissenschaftlich belegt werden.

Anwendung bei Schlafstörungen und Stress

Die Wirkung von CBD ist außerdem entkrampfend und entspannend. Davon profitieren Menschen, die unter Schlafstörungen und Stress leiden. Beispielsweise kann die Anwendung von CBD zu einer merklichen Verbesserung der Schlafqualität führen. Stressbedingte Defizite, wie anhaltende Gereiztheit oder Nervosität, können durch das Cannabidiol ebenfalls reduziert werden.

Anwendung im Rahmen der Krebstherapie

Im Fokus vieler aktueller Forschungen stehen auch die Auswirkungen von CBD-Therapien und -Präparaten im Rahmen einer Krebstherapie. Es wird vermutet, dass besonders CBD-Öl dafür sorgt, dass Krebszellen dynamisch abgetötet werden. Als Folge verlangsamt sich das Wachstum von Tumoren und die Ausbildung von Metastasen wird gehemmt. Darüber hinaus profitieren Patienten, die eine Chemotherapie durchlaufen, von den positiven Auswirkungen, welche die starken Nebenwirkungen reduzieren und lindern können.

Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass es sich bei der Substanz CBD um ein wahres Multitalent handelt, von dem der menschliche Organismus in vielfältigen Bereichen profitiert.

Die Wirkung von CBD im menschlichen Organismus

Wissenschaftler haben sich zu Beginn der 1990er Jahre mit der Frage beschäftigt, weshalb die Wirkung von Cannabis im menschlichen Körper so überaus effektiv und stark ausfällt. Im Jahre 1992 fanden sie im Zuge ihrer Forschungen heraus, dass der Organismus der Menschen über ein eigenes Cannabinoidsystem verfügt.

Das bedeutet, dass der menschliche Organismus auch eigenständig Cannabinoide produziert. Diese spielen bei sehr vielen Körperfunktionen eine wichtige Rolle und wirken auf diese regulierend. Die Cannabinoide, die vom Körper der Menschen in Eigenregie produziert werden, werden als endogene Cannabinoide bezeichnet. Daher wird das körpereigene System auch ECS, also Endocannabinoid-System genannt. Bei den endogenen Cannabinoiden handelt es sich um körpereigene, chemische Botenstoffe.

Das Endocannabinoid-System bildet einen Teil des menschlichen Nervensystems. Zwei Cannabinoid-Rezeptoren spielen dabei nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler eine besonders wichtige Rolle, nämlich der CB1- und der CB2-Rezeptor. Diese finden sich an unterschiedlichen Positionen im peripheren und zentralen Nervensystem des Menschen.

Durch sie werden elementare körperliche Prozesse beeinflusst, wie beispielsweise die Immunfunktion des Körpers, der Schlaf, die Wahrnehmung von Schmerzen, das Gedächtnis und der Appetit. Darüber hinaus konnten Wissenschaftler bereits Hinweise erkennen, dass der Mensch über weitere Cannabinoid-Rezeptoren verfügt. Auf molekularer Ebene stehen die wissenschaftlichen Belege für diese Annahme allerdings noch aus.

Kommt es im Organismus zu einem Mangel an endogenen Cannabinoiden, können dadurch die elementaren Körperfunktionen gestört werden. Dies kann das generelle Wohlbefinden in hohem Maße belasten und Erkrankungen nach sich ziehen.



Diese unterschiedlichen CBD Produkte sind erhältlich

Die Darreichungsformen des gehypten Allround-Talents gestalten sich äußerst abwechslungsreich. Beispielsweise wird das CBD in Form von Hanfblüten angeboten. Diese Darreichungsform ist allerdings eher selten. Wesentlich verbreitetet ist das CBD als CBD Öl. Dieses stellt auch die praktischste und komfortabelste Einnahmeform des CBD dar. Seit einiger Zeit wird das CBD auch vermehrt im Rahmen der sogenannten CBD-Kosmetik verwendet. CBD-Tees sind darüber hinaus ebenfalls weit verbreitet und überaus beliebt.

Grundsätzlich sind die eigenen Vorlieben dafür entscheidend, in welcher Form das CBD angewendet beziehungsweise konsumiert werden sollte. Jedoch kann die Wirkungsweise abhängig von der jeweiligen Produktform durchaus variieren.

Besonders empfehlenswert sind reine Vollspektrum-Öle, welche als THC-frei gekennzeichnet sind. Diese enthalten alle Komponenten der Cannabispflanze, die nicht psychoaktiv wirken.

CBD ist in vielen Geschäften zu finden

Es steht bei weitem nicht nur eine Möglichkeit zur Auswahl, wenn es darum geht, CBD Produkte zu erwerben. Neben diversen spezialisierten CBD-Shops, die aktuell in der Region Rheinland-Pfalz immer häufiger in Erscheinung treten, können die Produkte auch bei großen Drogerieketten, wie Rossmann oder DM, erworben werden. Der große Trend um den pflanzlichen Wirkstoff ist darüber hinaus auch den Apotheken nicht verborgen geblieben, weshalb auch diese mittlerweile einige Produkte anbieten, die CBD enthalten.

Der günstigste und komfortabelste Weg, um CBD zu kaufen, ist allerdings nach wie vor die Bestellung der Produkte im Internet. Hier finden Interessierte viele unterschiedliche Anbieter, die durch eine breit aufgestellte Produktpalette überzeugen. Natürlich ist es dabei essentiell, auf einen seriösen Anbieter zu setzen, der ausschließlich qualitativ hochwertige Produkte vertreibt.

Mainzer Müllabfuhr kommt in Fastnachtswoche doch nach üblichem Zeitplan

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Die Mainzer Müllabfuhr kommt in der nächsten Woche zu den regulären Terminen, wie die Stadt mitgeteilt hat. Das ist eine Nachricht, weil ursprünglich Sonderregelungen angekündigt waren. Doch die fallen als Folge der Corona-Pandemie weg.

Mainzer Feuerwehr zur Tierrettung im Hochwassergebiet im Einsatz

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Nachrichten Mainz | Am Dienstagnachmittag (09. Februar 2021) wurde die Berufsfeuerwehr Mainz zu einer Tierrettung nahe der Nato-Rampe nach Mainz-Laubenheim alarmiert.


Rehe immer wieder im Eis eingebrochen

Gegen 15:15 Uhr entdeckten Spaziergänger, in dem durch Hochwasser überfluteten Gebiet zwischen Rhein und B9 mehrere Rehe die Schutz im Unterholz suchten. Drei von ihnen gerieten hierbei auf die Vereiste Fläche und brachen ein. Verzweifelt versuchten sie sich Meter für Meter aus dem Eis zu befreien, brachen jedoch immer wieder ein.

Als die Berufsfeuerwehr Mainz an der Einsatzstelle ankam, waren die scheuen Tiere nicht mehr in Sichtweite. Ausgestattet mit speziellen Wasserrettungsanzügen, die gegen die eisigen Temperaturen schützen, durchquerten die Einsatzkräfte das Areal, um die erschöpften Tiere zu finden.

Mehrere Rehe bereits verendet

Nach gut einer Stunde musste der Einsatz abgebrochen werden, da sich die Rehe mutmaßlich aus eigener Kraft ins sichere Unterholz retten konnten. In den vergangenen Tagen sind immer wieder erschöpfte und leider auch tote Rehe im Bereich zwischen Rhein und B9 gefunden worden.

Deshalb noch einmal die dringende Bitte:

Meiden sie die Überflutungsgebiete und Dämme, so dass Rehe und auch andere Wildtiere, die durch das Hochwasser ihren natürlichen Lebensraum verloren haben, Rückzugsgebiete haben. Sobald sie Wildtiere in Not sehen, schreiten Sie nicht selbst ein sondern wählen sie den Notruf der Feuerwehr.


 

 

Landwirte aus Rheinhessen auf dem Ernst-Ludwig-Platz in Mainz

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Nachrichten Mainz | Laut hupend fuhren an diesem Dienstagmittag (9. Februar 2021) um 12:30 Uhr Landwirte aus dem Landkreis Mainz-Bingen mit insgesamt 17 Traktoren beim Umweltministerium in Mainz vor und stellten ihre Fahrzeuge auf dem Ernst-Ludwig-Platz ab. Boost your City war vor Ort.


Existenz vieler Landwirte bedroht

Die Landwirte wollten dort vor dem Umweltministerium auf sich aufmerksam machen, weil morgen das neue Insektenschutzgesetz beschlossen werden soll. Dieses wird massive Auswirkungen auf die Landwirte haben. Familienbetriebe, die seit Generationen Nahrungsmittel produzieren, fürchten das Aus, sollte das Gesetz in dieser Form beschlossen werden. Zudem kritisieren die Landwirte, dass fast ausschließlich sie für die Probleme der Insekten verantwortlich gemacht werden. Dabei tun besonders die Landwirte Vieles, um den Erhalt der Insektenvielfalt zu fördern.

„Wir wurden behandelt wie Straftäter“

Nur wenige Minuten nach der Ankunft der Landwirte, traf das Ordnungsamt und die Polizei vor Ort ein. Das Hupen der Traktoren hörte daraufhin umgehend auf. „Das Ordnungsamt war extrem unfreundlich und hat uns mit Strafanzeigen und der Staatsanwaltschaft gedroht. Wir wurden dort behandelt wie Straftäter. Wir waren ja wirklich nur eine halbe Stunde dort und wären noch früher wieder weg gewesen“, erklärte einer der Landwirte gegenüber Boost your City. Das Auftreten des Ordnungsamtes sei respektlos und vollkommen überzogen gewesen.

Die Polizei notierte alle Kennzeichen

Die Polizei kontrollierte die Landwirte vor Ort und notierte sich die Kennzeichen der insgesamt 17 beteiligten Traktoren. „Die Polizei Mainz verhielt sich äußerst respektvoll uns gegenüber. Wir haben natürlich auch vollstes Verständnis dafür, dass die Polizisten ihre Arbeit machen und diese auch richtig“, sagte der Landwirt.

Trotz dem lautstarken Hupen ist während der gesamten Zeit niemand vom Umweltministerium nach draußen gekommen, um mit den Landwirten das Gespräch zu suchen. „Das ist sehr schade, wir hätten uns ein Gespräch gewünscht“, so der Landwirt.

Die Corona-Regelungen wurden eingehalten

Während der gesamten Dauer des Aufenthalts am Ernst-Ludwig-Platz in Mainz trugen die Landwirte die medizinischen Mund-Nasen-Masken und hielten sich an die aktuell geltenden Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Gegen 12:50 Uhr verließen die Landwirte die Örtlichkeit wieder.

„Keine richtige Demonstration“

Wie die Polizei Mainz auf Nachfrage von BYC-News um 14:00 Uhr mitteilte, habe es sich dabei um keine richtige Demonstration gehandelt. Die Landwirte wollten auf dem Rückweg von der Sternfahrt nach Alzey nur mal kurz auf sich aufmerksam machen und dann wieder weiter fahren, erklärte der Sprecher der Polizei weiter. Er bestätigte außerdem, dass 17 Traktoren festgestellt wurden und zwei Polizeistreifen, das Ordnungsamt sowie die Versammlungsbehörde vor Ort waren.

Die Landwirte kamen von einer Sternfahrt

Bereits am Dienstagmorgen waren rund 600 Landwirte mit ihren Traktoren zu einer Sternfahrt nach Alzey gestartet. Auf dem Heimweg von der Sternfahrt hielten einige Landwirte mit ihren Traktoren am Umweltministerium in Mainz. „Nachdem wir aus Alzey kamen, wollten sich einige von uns einfach auch nochmal vor dem Umweltministerium in Mainz bemerkbar machen. Deshalb sind wir separat auf unserem Heimweg nochmal dort vorbeigefahren“, erklärte der Landwirt abschließend.

Therapien gegen COVID-19: Wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Pandemie

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Impfstoffe sind der Ausweg aus der Krise. Nur sie können dabei helfen, den Ausbruch von Krankheiten wie COVID-19 zu verhindern. Doch bis wir alle geimpft sind, spielen Arzneimittel zur therapeutischen Behandlung der von dem Coronavirus ausgelösten Krankheit COVID-19 mindestens eine genauso große Rolle im Kampf gegen das Virus, so der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI).


Bewährte Therapien

Um Patientinnen und Patienten heilen oder ihr Leiden lindern zu können, drücken Forscherinnen und Forscher deshalb aufs Tempo. Weltweit laufen aktuell etwa 1.500 Studien zu Wirkstoffen. Neben vielversprechenden neuen Ideen sind auch weiterentwickelte bewährte Therapien derzeit im Einsatz gegen Krankheitsverläufe unterschiedlicher Schwere. Unsere gute Nachricht gibt einen Überblick über einige der derzeit vielversprechendsten Ansätze.

Antivirale Medikamente

Dabei handelt es sich um zum Teil schon zugelassene Medikamente gegen andere Erkrankungen; es sind also Innovationen auf Basis bekannter Wirkstoffe, und der Vorgang wird allgemein als Repurposing, also Neuausrichtung oder Umwidmung, genannt.

Ein bekannter Kandidat ist das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Remdesivir, das die Virusvermehrung im Zellinneren hemmt, und seit der Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) im Sommer 2020 zur Behandlung von COVID-19-Patienten eingesetzt wird.

Weitere gute alte Bekannte sind zum Beispiel Colchicin, das bislang vor allem als Gicht- Medikament eingesetzt wird und Ivermectin, ein Antiparasitikum, das vor allem aus dem Einsatz gegen Fadenwürmer und Krätzmilben bekannt ist. Auch ein eigentlich gegen akutes Lungenversagen entwickeltes Arzneimittel mit dem kryptischen Namen „APN01“ gehört in diese Gruppe. Es bindet sich als „falscher Rezeptor“ an das Spike-Protein des Virus, so dass es nicht mehr am „richtigen Rezeptor“ an der menschlichen Zelle andocken kann. Diese vielversprechenden Ansätze machen Hoffnung, haben aber im Hinblick auf COVID-19 noch nicht den Zulassungsprozess durchlaufen.

Immunmodulatoren

Bei schweren Verläufen von COVID-19 ist es irgendwann nicht mehr das Virus selbst, sondern die überschießende Reaktion des eigenen Immunsystems, welches den Patienten zu schaffen macht. Dämpfende Immunmodulatoren regulieren die Immunüberreaktion herunter und werden auch gegen Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Multiple Sklerose eingesetzt. Bei schwerstkranken COVID-19-Patienten konnte in einer Studie zum Beispiel der Wirkstoff Dexamethason, mit dem allergische Reaktionen, Asthma oder rheumatoide Arthritis behandelt werden, die Sterblichkeit deutlich senken. Auch hier handelt es sich um Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe, also um sogenannte Schrittinnovationen.

Antikörper

Eigentlich eine alte Methode: Patienten bekommen als Therapie Antikörper gegen SARS-CoV-2-Viren aus dem Blutserum von Menschen, die die Infektion bereits überstanden haben. Die Antikörper sind in der Lage, die Viren im Körper zu neutralisieren. Injiziert man diese genbasierten Arzneimittel, stellen die Patienten selbst Antikörper her.

Monoklonale Antikörper

Diese werden bisher vor allem in der Krebstherapie und gegen Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Bei Krebs setzen sie sich auf die entarteten Zellen fest, blockieren deren schädliche Funktionen oder rufen körpereigene Immunstoffe zur Verstärkung. Im Kampf gegen COVID-19 können solche Arzneimittel in einer frühen Phase einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu einer deutlichen Verringerung der Viruslast beitragen.

Gen-Silencing

Zwei US- und ein südkoreanisches Unternehmen arbeiten an diesem ganz neuen Ansatz: Dabei wird das Virus dadurch blockiert, dass einige seiner Gene „zum Schweigen gebracht werden“ und deshalb nicht mehr funktionieren.

Die Fachwelt warnte bereits im vergangenen Jahr vor neuen Virusmutationen. Diese Veränderungen des Virus können das weitere Pandemiegeschehen maßgeblich beeinflussen. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass es bereits einige wirksame Therapien im Kampf gegen COVID-19 gibt. Pharmaindustrie und Wissenschaft arbeiten gemeinsam und mit Hochdruck weltweit weiter an zusätzlichen Therapieoptionen. Eine gute Nachricht!

B47 | Schwerer Verkehrsunfall – Fahrerin durch Scheibe geschleudert

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Zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde, kam es am gestrigen Montagmittag (09.02.2021) auf der B47 an der Abfahrt nach Dreisen (Donnersbergkreis).


Fahrerin aus Fenster geschleudert

Gegen 13:55 Uhr befuhr eine 52-Jährige mit ihrem Fahrzeug die B47. Beim Abbiegen nach Dreisen, verlor sie aufgrund glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren PKW und rutschte ungebremst in den Gegenverkehr. Dort kollidierte sie mit dem PKW einer weiteren Frau.

Da die Verursacherin nicht angeschnallt war, wurde sie aus dem Seitenfenster ihres PKW geschleudert und erlitt infolgedessen schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen. Die Fahrerin den anderen Fahrzeuges kam ebenfalls mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Beide PKW erlitten Totalschaden und mussten abgeschleppt werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die B47 zeitweilig gesperrt werden.

SPD-Wahlkampf in Corona-Zeiten: „Wir könnten innerhalb von 48 Stunden Veranstaltungen auf die Beine stellen“

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Symbolbild Daniel Stich | Foto: SPD RLP

In Rheinland-Pfalz wird am 14. März gewählt. Das Corona-Virus erschwert den Wahlkämpfern die Arbeit. Wie sie damit umgehen und was die Bundespartei von der SPD Rheinland-Pfalz lernen könnte, berichtet deren Generalsekretär Daniel Stich im BYC-Interview.


Sie führen einen Landtags-Wahlkampf mitten in der Pandemie, Herr Stich. Wie gehen Sie in der Praxis damit um? Wirft das nicht alle Pläne über den Haufen?

Wir haben früh in Szenarien gedacht. Haben neben unserem Plan A nicht nur einen Plan B sondern auch C und D entwickelt. So waren wir ganz gut drauf vorbereitet, als es im November wieder in den Lockdown ging. Aber natürlich schränkt der Lockdown unsere Möglichkeiten im Wahlkampf ein.

Können Sie dafür ein Beispiel nennen?

Wir hatten uns eigentlich das Konzept der Town Hall ausgedacht. Ein Forum, über das wir Bürgerinnen und Bürger sowie Basismitglieder ebenso in die Aufstellung des Programms einbinden wollten wie Fachleute. Und das über einen öffentlichen Dialog. Einmal konnten wir dieses Format auch vor dem Lockdown durchführen und das hat uns wichtige Impulse im Prozess der Programmentwicklung gegeben. Aber mit dem Lockdown war das nicht mehr möglich.

Mit einer Rückkehr zur Normalität können wir vor der Wahl nicht mehr rechnen. Also bleibt es beim eingeschränkten Wahlkampf?

Wann es zu welchen Lockerungen kommen kann, weiß ich auch nicht. Wir rechnen eher damit, dass es bei den jetzigen Formen des Wahlkampfs bleibt. Aber käme es doch zu Lockerungen, wären wir vorbereitet. Wie gesagt: Wir haben Szenarien vorbereitet. Und im Fall der Fälle könnten wir innerhalb von 48 Stunden Veranstaltungen vor Ort auf die Beine stellen.

„Wir sind on fire“

Vor fünf Jahren war die rheinland-pfälzische SPD in einem Wahlkampf, in dem ihr auch außenstehende Beobachter angemerkt haben, dass die Partei on fire ist. Kommt dieses Gefühl mit all den Einschränkungen auf?

Wir sind on fire. Die Motivation ist unglaublich hoch, sich reinzuhängen. Und trotz aller Einschränkungen sind ja doch viele Formate möglich, nur halt anders: Ich denke da zum Beispiel an Martin Haller, der mit einem mobilen Wahlkampfstand unterwegs ist, mit dem er Abstand halten und trotzdem mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt treten kann. Auch gibt es Haustür-Wahlkampf. Wir gehen dann halt nicht direkt an die Türen, sondern sprechen mit den Bürgern über die Türsprechanlage.

Fühlt sich das nicht komisch an?

Anfangs schon. Aber am Anfang fühlt sich Haustür-Wahlkampf immer komisch an. Wenn man dann im Schwung ist, läuft es von alleine und macht Spaß. Aber ich gestehe auch: Ich vermisse es sehr, in einer Halle zu stehen, mit über 500 Menschen, die von Malu emotional richtig mitgerissen werden.

Malus digitales Wohnzimmer. Studio der SPD Rheinland-Pfalz im Mainzer Proviantamt. Foto: Mario Thurnes

Welche Ersatzformen des Wahlkampfs haben Sie entwickelt?

Das Prinzip lautet: Wenn Malu wegen des Virus nicht in den Wahlkreis kann, dann holen wir den Wahlkreis zu Malu. In unserer Geschäftsstelle im Mainzer Proviantamt haben wir ein Online-Studio aufgebaut. Dort redet die Ministerpräsidentin mit entsprechenden Abstand mit den Kandidatinnen und Kandidaten der Wahlkreise. Zudem schalten wir Bürgerinnen und Bürger dazu. So erreichen wir die drei Elemente, die wir bei einem Besuch im Wahlkreis auch bewirken wollen: Persönlicher Austausch, Informationen aus dem Wahlkreis, aber auch das Senden unserer Botschaften. Mit diesem Format erreichen wir mitunter mehr Leute, als zu mancher Wahlveranstaltung kommen würden. Es zahlt sich jetzt aus, dass wir uns früh für digitale Formen des Wahlkampfs gerüstet haben.

Wahlkampf auf Wirksamkeit prüfen

Löst dieses Format dann vielleicht irgendwann die klassische Wahlkampf-Veranstaltung im Nebenzimmer einer Kneipe ab, die oft nur von zehn Menschen besucht wird, wovon neun für die Partei arbeiten?

Ein Effekt dieses Wahlkampfes ist es sicher, dass alle Elemente nochmal neu auf ihre Wirksamkeit hin geprüft werden. Wobei Wahlkampf halt auch Gefühl ist. Als ich früher Fußball gespielt habe, habe ich den Platz immer mit dem gleichen Fuß zuerst betreten. Das hat sich natürlich nicht tatsächlich aufs Ergebnis ausgewirkt, aber mir ein besseres Gefühl gegeben. Und so ist es mit manchen Formen des Wahlkampfs auch: Selbst wenn diese Formen nicht wirklich entscheidend sind, verbessern sie das Gefühl der Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer – und das ist auch hilfreich.

Nun beeinflusst Corona nicht nur die äußeren Umstände des Wahlkampfs. Es ist auch ein Thema. Inwiefern macht es angesichts dieser Dominanz noch Sinn, über andere Themen zu reden wie etwa den Klimaschutz?

Es ist in der Tat zu einer Themenverschiebung gekommen. Corona wirkt sich ja wirklich auf jeden auch alltäglichen Bereich des Lebens aus. Als wir den Wahlkampf konzipiert haben, war der Klimawandel noch das zentrale Thema. Es ist immer noch ein wichtiges Thema. Weil es die Menschen trotz Corona bewegt, vor allem aber wegen seiner Bedeutung für die Zukunft des Lebens auf diesem Planeten. Trotzdem ist er in den Umfragen abgerutscht. Es geben nicht mehr so viele Menschen den Klimawandel als das zentrale Thema an wie noch vor zwölf Monaten.

Also geht es bei dieser Wahl nur um Corona?

Nein. Zwar ist es wichtig, dass die Menschen der Landesregierung zutrauen, dass sie die Probleme, die sich durch die Pandemie ergeben, gut bewältigt. Etwa, dass wir schneller als andere Bundesländer geimpft haben. Aber genauso wichtig ist es, weiter über andere zentrale Themen zu reden: Mobilität, Wohnen, Bildung oder eben Klimaschutz. Dann bleiben andere Themen, die vorher schon wichtig waren, aber jetzt durch Corona anders gesehen werden: etwa die Gesundheit.

Wir sind eine Volkspartei geblieben

Nach den Umfragen sind Sie nicht so erfolgreich, wie Sie sich das vermutlich wünschen. Aber eigentlich stehen Sie recht gut da: Es gibt eine klare Mehrheit für die Ampel. Falls die FDP aus dem Landtag fliegt, reicht es für Rot-Grün. Und die SPD kommt in einem ursprünglich konservativen Land auf ein doppelt so gutes Ergebnis, wie es die Partei im Bundesschnitt schafft. Auf die Gefahr hin, dass manche diese Frage als unjournalistisch empfinden werden: Wie erklären Sie sich den Erfolg der SPD in Rheinland-Pfalz?

Es sind mehrere Elemente, die zu diesem Erfolg führen. Zum einen Kontinuität. In 30 Jahren hat die SPD in Rheinland-Pfalz je drei Vorsitzende gehabt und drei Ministerpräsidenten gestellt. Und alle hatten hohe Kompetenz- und Sympathiewerte. Zum anderen haben wir uns thematisch auch in Regierungsverantwortung immer neu und zukunftsorientiert aufgestellt. Es hat 2014 viele verwundert, als Malu Dreyer scheinbar abwegige Themen wie Demografie oder Digitalisierung in den Mittelpunkt gestellt hat. Aber es war genau richtig, sich auf diese Zukunftsthemen zu konzentrieren. Und dann ist es uns geglückt, eine Volkspartei zu bleiben.

Was heißt das?

In der Partei wird oft gestritten, ob sich die SPD mit identitätspolitischen Themen oder mit sozialen Themen beschäftigen soll. Ich habe nie verstanden, warum das ein Widerspruch sein soll. Die SPD kann sich für die Gleichberechtigung von Frauen, eine diverse und offene Gesellschaft einsetzen und gleichzeitig für faire Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und eine moderne und nachhaltige Industrie. In Rheinland-Pfalz hat die SPD das verstanden und setzt es auch um. Hinzu kommt, dass wir gut vernetzt sind. Wir haben die Gewerkschaften nicht nur nicht verprellt, wir pflegen ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen. Aber wir haben auch sehr gute Kontakte zu den Kirchen oder zu den Arbeitgeber-Verbänden.

Warum gelingt das im Bund nicht?

Ich kann nur für uns sprechen. Wir packen die Zukunftsthemen an und sorgen für eine Versöhnung der Gesellschaft. Und das wird von den Menschen offensichtlich anerkannt.

Renovierungsarbeiten am Wasserturm in Mörfelden-Walldorf

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Nachrichten Mörfelden-Walldorf | Der Wasserturm ist das Mörfelder Wahrzeichen schlechthin und wird seit einigen Jahren von einem Verein mit Leben gefüllt. „Um den denkmalgeschützten Turm noch attraktiver zu gestalten, läuft gerade eine Renovierung im Erdgeschoss“, berichtet Bürgermeister Winkler. Der Verein „Projekt Wasserturm“ möchte die Räumlichkeiten schon länger besser nutzen und nun konnten entsprechende Umbauarbeiten starten. „Ich bedanke mich bei den Vereinsmitgliedern, ohne die der Wasserturm leer stehen und nicht genutzt würde“, so der Bürgermeister.


Das Erdgeschoss wird aufgewertet

Für die Renovierung haben sich Bauamt und Verein abgestimmt und gehen das Erdgeschoss gemeinsam an. Ein Punkt ist der Umbau der Toilettenanlage, die eigentlich als Provisorium gedacht war. Während dem Neubau des Mörfelder Jugend- und Kulturzentrums war die Jugendförderung in den Wasserturm eingezogen und seitdem waren Toiletten als Übergangslösung installiert. Um mit dem Raum flexibler umgehen zu können, wird derzeit eine komplett neue behindertengerechte Toilettenanlage angelegt. Dabei spielte insbesondere die Raumaufteilung eine Rolle. „Das Erdgeschoss wird nicht nur optisch aufgewertet, der Raum kann auch besser für Kunst- und Kulturveranstaltungen genutzt werden“, freut sich der Bürgermeister. Rund 25.000 Euro hat die Stadt für die Arbeiten veranschlagt.

Der Rückbau der alten Toilettenanlage wurde durch den Verein initiiert und er übernimmt auch die dafür anfallenden Kosten. Darüber hinaus sind weitere Arbeiten beauftragt. So übernimmt der Verein „Projekt Wasserturm“ die Kosten für Elektro- und Maler/Verputzer-Arbeiten, die Beleuchtung, eine mobile Theke und für eine kleine Teeküche sowie die nötigen Geräte und Einrichtungsgegenstände. Die Arbeiten laufen aktuell noch und sollen bis zum Frühjahr abgeschlossen sein.

Ein Lagercontainer wird vor dem Turm aufgestellt

Um mehr Stauraum zu schaffen, hat der Verein auch einen Lagercontainer angeschafft, der vor dem Turm aufgestellt ist. Das Geld für sämtliche Bauarbeiten und den Container hat der Verein durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen bei den Aktionen und Veranstaltungen im Turm, durch Spenden, Fördergeldern und die Vereinsbeiträge eingenommen. „Wir danken dem Bauamt für die Unterstützung und dafür, dass die Umbauten so schnell vorangehen“, sagen die Vereinsvorstände Ina Martella und Andrea Vinson.