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Was ist eigentlich Cashback?

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Freizeit. Aus Großbritannien und den USA kommend, wird sogenanntes Cashback hierzulande immer beliebter. Im Gegensatz zum schon bekannten Payback gibt es bei Cashback tatsächlich Geld zurück. Hier eine ausführliche Information darüber, wie das Ganze genau funktioniert und was man als Käufer wissen sollte.


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Ursprung

Ähnlich wie Payback entstand Cashback aus dem sogenannten Affiliate Marketing. Dabei bewirbt oder empfiehlt der Werbepartner eines Händlers, der sogenannte Affiliate Marketer, ein bestimmtes Produkt. Üblicherweise handelt es sich dabei um das Produkt eines Online-Händlers in einem Webshop. Sobald ein Kunde sich nun entscheidet, auf den beworbenen Link zu klicken – und damit einen Kauf beim jeweiligen Händler tätigt – erhält der Werbepartner automatisch eine vorher abgemachte Provision. Somit trägt der Affiliate Marketer zum Erfolg des Unternehmens bei, verdient aber mit seiner Strategie zusätzlich selbst Geld.

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Wie funktioniert Cashback

Beim Cashback-System gibt der Affiliate Marketer einen Teil seiner Provision an den Endkunden weiter. Damit wird dem Kunden etwas zurückgegeben, womit man ihn stärker an den jeweiligen Händler bindet. Letztendlich ist Cashback also – genauso wie Payback – ein Bonussystem, um die Kundenbindung an einen Händler zu erhöhen und um neue Kundenkreise zu gewinnen.

Cashback ist damit eigentlich eine Win-Win-Situation für drei verschiedene Parteien. Der Händler erhöht die Bindung zu alten oder neuen Kunden. Der Marketer erhält Provision, verdient also damit Geld. Und dem Kunden wird Geld zurückgegeben, worüber er sich selbstverständlich freut. Trotzdem sollte man als Käufer vorsichtig sein. Schließlich funktioniert Cashback, genauso wie Payback über einen psychologischen Trick. Dem Kunden wird trotz eines Kaufes etwas zurückgegeben. Im ersten Moment spart er sich also Geld. Doch aufgrund dieser Einsparung steigt hingegen die Wahrscheinlichkeit, dass er in Zukunft häufiger bei besagtem Händler konsumiert. Somit bringt Cashback vor allem den Händlern Geld ein.

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Cashback in Deutschland

Im Gegensatz zu Payback – das vor allem in der realen Welt betrieben wird – ist Cashback ein Online Geschäft. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland eine ganze Menge an voneinander unabhängigen Cashback-Portalen. Ob man also ein paar neue Kopfhörer bestellen will, neue Kleidung braucht oder mithilfe eines Verivox DSL Vergleichs DSL-Anbieter wechseln möchte: Online Cashback-Portale bieten letztendlich Konsumgüter aus verschiedensten Richtungen an. Dabei ist der Markt relativ unübersichtlich und ungeordnet.

Aufgrund dessen kann man einerseits mit relativ geringen Vorkenntnissen schnell ein Nebengeschäft als Affiliate Marketer beginnen. Man öffnet ein Cashback-Portal und verdient sich, sobald passende Partner an Land gezogen sind, schnell Geld dazu. Auf der anderen Seite führt dies oft dazu, dass Portale weniger darauf achten, Kunden an Ihren Partnershop zu binden. Sondern sie versuchen eher, Kunden für ihr eigenes Portal zu gewinnen.

Auch wenn man als Kunde bei Cashback-Portalen eine gewisse Umsicht walten lassen und nicht blind jedem angebotenen Schnäppchen folgen sollte, so kann man bei intelligenter Nutzung dennoch gutes Geld sparen. Am besten also ein wenig Acht geben, dann lohnt sich das ein oder andere Angebot definitiv auch als Käufer.

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Wolfgang Niedecken: Verdamp lang her im ZDF

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Wolfgang Niedecken trifft Heinrich Böll. Zu dieser Sendung lädt der WDR ein. Es ist 1984. Der Sänger der Kölner Gruppe BAP ist in den Schlagzeilen. Seine Band sollte in der DDR auftreten. Doch weil die Rocker nicht darauf verzichten wollten, ein Lied zu spielen, in der sie Kritik an der SED üben, platzt am Ende der Auftritt. Nun sitzt Niedecken Böll gegenüber. Der Träger des Nobelpreis für Literatur ist damals schon eine lebende Legende – eine leider nur noch wenige Monate lang lebende Legende.

Nun hat das ZDF Niedecken eingeladen. Er trifft auf Henning May, Sänger der Kölner Band „AnnenMayKantereit“. Als Niedecken den DDR-Gig hat platzen lassen und dann auf Böll getroffen ist, war May nicht einmal geboren. So ist das im Leben des Sängers. Vieles ist „Verdamp lang her“, wie der bekannteste Song der Band heißt.

Niedecken sagte später über das Gespräch mit Böll, dass es ungleich gewichtet gewesen sei. Zu groß sei sein Respekt für den Vorkämpfer für Freiheitsrechte gewesen. Zu interessant, was der über die Kölner Vergangenheit oder über die Schrecken des Krieges zu erzählen hatte. Zu unbedeutend habe er, Niedecken, sich im Vergleich dazu gefühlt.

Respekt-Barriere überwunden

Heute sitzt er May gegenüber, der ihm gleich zu Beginn eine „Leuchtturm-Qualität“ zuschreibt. May sagt, Niedecken sei ein Vorbild für Nachfolgende gewesen. Auch oder gerade weil der das nie habe sein wollen.

Doch anders als seinerzeit Niedecken traut sich May was. Er hinterfragt zum Beispiel dessen Song „Widderlich“. Zu pauschal würden darin Politiker abqualifiziert, zu einseitig fördere das Verdrossenheit, findet May.

Niedecken reagiert nicht altväterlich. Er öffnet sich dem Interviewpartner und erzählt, wie es seinerzeit zu dem Song gekommen ist. Wie er Anfang der 90er Jahre unter dem Eindruck der rassistischen Übergriffe in Rostock oder Hoyerswerda gestanden habe. Und wieso es aus seiner Sicht manchmal nötig sei, Inhalte zu überzeichnen, um sie deutlich zu machen.

Wohnzimmer-Atmosphäre

Spannend wird es unter anderem, wenn beide über das Verhältnis zu ihren Vätern reden. Niedeckens „Verdamp lang her“ handelt von dieser problematischen Beziehung. Auch wenn sich für viele Fans mittlerweile eine ganz andere Bedeutung über die Zeilen gelegt hat.

Das ZDF hat „Die Geschichten müssen raus!“ ganz bewusst an das legendäre Gespräch mit Böll angelehnt. Dabei ist dem Sender ein überzeugendes Format geglückt. Fehler, die damals gemacht wurden, haben die Mainzer dieses mal vermieden. Die Sitzhaltung Bölls und Niedeckens erinnerte seinerzeit an den Besuch eines Vaters bei seinem Sohn, der im Knast hockt.

May und Niedecken sitzen in Wohnzimmer-Atmosphäre und lassen ihre Gedanken so entspannt laufen, wie das halt möglich ist, wenn mehrere Kameras vor einem stehen.


Das ZDF zeigt „Wolfgang Niedecken und Henning May: Die Gedanken müssen raus!“ am Freitag, 26. März, ab 10 Uhr. Das Interview ist Teil eines Themenschwerpunktes zum bevorstehenden 70. Geburtstag des Sängers.

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Experiment mit Handschellen endet auf der Polizeiwache Ingelheim

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Nichts im Fernsehen? Was getrunken? Zu viele schlechte Filme gesehen? Was zwei Jugendliche bewogen hat, mit Handschellen zu experimentieren, konnte die Polizei am Ende nicht sagen. Lediglich, dass das Ganze auf der Polizeiwache in Ingelheim endete.

Ein 18-Jähriger kam am Dienstag gegen 23.30 auf die Wache. In Handschellen. Doch Polizisten hatten ihm die nicht angelegt. Er habe seinem Freund nicht glauben wollen, dass der echte Handschellen besitze. Der habe ihm das Ganze vorgeführt. Erfolgreich. Im Sinne von: funktioniert.

Weniger erfolgreich: Die beiden haben die Handschellen nicht mehr entfernen können. In ihrer Not kamen sie beide zusammen auf die Wache. Ob die Polizei ihnen helfen könne?

Sie konnte. In der Wache war ein passender Schlüssel parat. Die Prozedur mit dem Bolzenschneider konnten die Beamten dem 18-Jährigen ersparen. Der habe sich „sichtlich erleichtert“ gezeigt, teilte die Polizei mit. Und sei mit freien Händen wieder nach Hause gegangen.

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FDP Mainz fordert die Einführung einer Warn-App

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Lose Zettel, Klemmbretter oder ganze Bücher. Auf sie haben im Sommer die Gäste Namen und Adressen hinterlassen, wenn sie eine Kneipe oder ein Restaurant besucht haben. Die zig hundert Seiten handgeschriebener Angaben hätten dem Gesundheitsamt helfen sollen, Corona-Infektionen nachzuvollziehen. Diese Zettelwirtschaft dürfe nicht wiederkehren fordert nun die Mainzer FDP und setzt auf den Einsatz einer App.


Der Bund hat eine solche App programmieren lassen. Darauf angesprochen hat Kanzleramts-Chef Helge Braun (CDU) die App jüngst verteidigt. Sie helfe täglich „hunderten von Menschen“ – in einem Land mit über 80 Millionen Einwohnern. Von sich aus erwähnen Regierungsmitglieder die App eher selten, was das beste Zeichen für deren Verwendbarkeit in der Pandemie ist.

Rapper statt Staat

In die Lücke, die der Staat hinterlassen hat, sind der Rapper Smudo und der Fernsehkoch Tim Mälzer gesprungen. Sie haben die App „Luca“ entwickeln lassen. Die Stadt Jena hat die App erfolgreich getestet, andere Gesundheitsämter in Thüringen haben sie übernommen. Auch auf Sylt ist sie im Einsatz.

Die Idee: Der Nutzer sammelt seine Bewegungsdaten auf seinem Handy. Dort bleiben sie verschlüsselt und gesperrt. Erfolgt ein Ausbruch, kann der Nutzer die Daten dem Gesundheitsamt freigeben. Das erspart den Mitarbeitern der Ämter, die Daten von Hand auf neue Blätter einzugeben. Auch haben sie gleich die Telefonnummer, um die Betroffenen anrufen zu können. Diese wiederum können mit der App Kneipen, Kinos oder Stadien besuchen, ohne ihre Daten handschriftlich und offen einsehbar angeben zu müssen.

Zettelwirtschaft beenden

In Mainz fordert nun die FDP die App zur Kontaktverfolgung: „Diese digitale Lösung erspart dem Gesundheitsamt die Zettelwirtschaft und man gewinnt wertvolle Zeit zur schnellen Kontakt-Nachverfolgung“, sagt Volker Hans (FDP), ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Mainz. Neben Impfen und dem Einhalten der Hygieneregeln sei die Digitalisierung die wirkungsvollste Methode, die Pandemie zu bekämpfen. Die Forderung erhebt Hans als FDP-Politiker zusammen mit Dr. Wolfgang Klee, nicht als Beigeordneter.

Die App der Bundesregierung bezeichnet die Mainzer FDP als „wirkungslos“. Nur eine App, die wie Luca die sofortige Kontakt-Nachverfolgung ermöglicht, sei zielführend.

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Fahrradfahrer verletzt sich schwer im Budenheimer Wald

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Polizei Mainz. Am Dienstagmittag kam es gegen 12:20 Uhr zu einem schweren Unfall im Budenheimer Wald. Ein 65-jähriger Mountainbiker befand sich zusammen mit einem Bekannten auf einer Fahrradtour, als er über ein Hindernis stürzte und sich hierbei schwere Verletzungen zuzog. Der 65-Jährige musste durch den Rettungsdienst und Beamte der Polizei Mainz aus unwegsamen Gelände gerettet werden. Er wurde unmittelbar in ein Mainzer Krankenhaus gebracht und dort medizinisch versorgt. Lebensgefahr besteht nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht.

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Neue Details zum Gewaltdelikt in Nackenheim – Anwohner sind geschockt

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Nachrichten Rheinhessen | An diesem Dienstagnachmittag (9. März 2021) gegen 16:30 Uhr kam es zu einem Großeinsatz der Polizei in Nackenheim. Im Lindenweg, einem ruhigen Wohnviertel, war es auf offener Straße zu einem Gewaltdelikt gekommen. Eine Person soll dabei schwer verletzt worden sein. Der Schock der Anwohner sitzt tief. BYC-News war vor Ort.


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Die Polizei hatte den Tatort abgesperrt

Im Einsatz waren der Rettungsdienst, der Rettungshubschrauber mit einem Notarzt an Bord, zahlreiche Polizeibeamte sowie Polizeihunde. Vor Ort war ein strenger Geruch nach Marihuana wahrnehmbar. Die Polizei hatte den Tatort weiträumig mit Flatterband abgesperrt und Beamte sicherten die ersten Beweise. Zum Teil mit Maschinenpistolen schwerbewaffnete Polizeibeamte sicherten den Tatort und die Umgebung ab.

Zahlreiche Schaulustige hatten sich um den abgesperrten Bereich herum versammelt und beobachteten die Arbeiten der Polizei. Darunter unter anderem auch Erwachsene, die mit kleinen Kindern unterwegs waren und stehen blieben, um das Geschehen zu verfolgen. Einige der Personen wurden vor Ort von den Polizeibeamten befragt.

Nach Informationen von BYC-News vor Ort, soll ein Mann bei einem Angriff von mehreren Personen schwer verletzt worden sein. Das Opfer wurde mit einem Rettungswagen und Notarzt umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Gegen 18:20 Uhr traf die Kriminalpolizei Mainz am Tatort ein. Die Beamten der Kriminalpolizei haben den Tatort untersucht. Im Bereich des Tatorts auf offener Straße haben die Kriminalbeamten weiter nach Spuren gesucht, diese gesichert und die Ermittlungen übernommen.

Die Täter sollen mit einem Auto vorgefahren sein

BYC-News hat vor Ort mit einem Augenzeugen gesprochen. Dieser berichtete, dass zum Tatzeitpunkt ein Fahrzeug vorgefahren sei. Darin sollen sich vier bis fünf Personen befunden haben. Die Fahrzeuginsassen sollen dann aus dem Wagen ausgestiegen und auf das Opfer losgegangen sein. Dabei sollen sie auch mit einem Messer oder spitzen Gegenstand auf den Mann eingestochen haben. Im Anschluss an den brutalen Angriff seien die Täter vom Tatort mit dem Fahrzeug geflüchtet.



Die Polizei fahndet nach den Tätern

Wie die Polizei auf Anfrage von BYC-News gegen 18:15 Uhr mitteilte, seien mehrere Täter flüchtig. Die Fahndung laufe zur Zeit auf Hochtouren, erklärte der Sprecher. Weitere Informationen konnten zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden.

Um 19:05 Uhr wurde der Tatort in der Lindenstraße wieder von der Polizei freigegeben und der Einsatz vor Ort beendet. Über den Gesundheitszustand des Opfers ist bislang weiter nichts bekannt.

Ein weiterer Augenzeuge meldete sich bei BYC-News

Ein weiterer Augenzeuge meldete sich gegen 23:00 Uhr in der Redaktion von BYC-News. Er teilte mit, dass man vor Ort laute Schreie und wilde Beschimpfungen gehört hat. Anschließend sollen insgesamt fünf Täter den Mann angegriffen haben. Selbst als das Opfer bereits am Boden gelegen habe, sei weiter auf ihn eingewirkt worden. Nachdem die Täter mehrfach mit einem Gegenstand, vermutlich ein Messer, auf den Mann eingestochen hatten, seien sie vom Tatort mit einem Fahrzeug geflüchtet. Innerhalb weniger Minuten nach dem Angriff seien zahlreiche Streifenwagen am Tatort eingetroffen. „Eine solche Tat in unserem Ort, das macht mich sprachlos.“, teilte der Augenzeuge abschließend mit.

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Bundestagsabgeordnete Rößner: „Die Fußspuren von Lobbyisten müssen erkennbar sein“

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Tabea
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Die Maskenaffäre beschäftigt Union und Bundestag. Die Konsequenzen seien zu spät gekommen und sind nicht weitreichend genug, sagt die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (Grüne). Sie fordert ein Lobbyregister, dass den Einfluss von Einflüsterern deutlich macht und auch sonst für besser nachvollziehbare Strukturen sorgt. Der Bundestag müsse nach dem ersten Schock der Pandemie wieder aufgewertet werden.

„Das ist unentschuldbar“

Die beiden Abgeordneten Nikolaus Löbel und Georg Nüßlein haben dem Druck nachgegeben und Partei sowie Bundestags-Fraktion verlassen. Löbel hat sein Mandat aufgegeben, Nüßlein hält vorerst dran fest. Den Entschlüssen ist ein langwieriges Hin und Her vorausgegangen, weil die beiden sich anfangs geweigert haben, Konsequenzen daraus zu ziehen, dass sie mit dem Verkauf von Masken private Geschäfte gemacht haben. Ist das, was jetzt passiert ist, genug, Frau Rößner?

Ich finde es schwierig, wie mit solchen Fragen umgegangen wird. Auch als Kollegin. Die Austritte aus Fraktion und Partei waren natürlich notwendig, die sofortige Aufgabe des Mandats ist das auch. Und wie Sie gesagt haben, liegt natürlich auf der Entscheidung der Schatten, dass die beiden erst gar keine Konsequenzen aus ihrem Verhalten ziehen wollten. Sich in einer Krise mit einer Krise persönlich oder über die eigene Firma zu bereichern, das ist niemandem erklärbar. Und das ist unentschuldbar.

Zuerst wollten die beiden nicht einmal der Fraktion verlassen. Haben der öffentliche Druck und die anstehenden Wahlen die Entscheidung dann doch erzwungen?

Sein Mandat abzugeben, kann man niemanden zwingen. Das muss der Abgeordnete selbst entscheiden. In der CDU war die Nervosität nun aber doch zu groß. Jedoch ist sie daran selbst schuld.. Zwar hat der Abgeordnete Löbel mittlerweile sein Mandat niedergelegt. Das haben aber weder Nüßlein angekündigt, noch Karin Strenz hat es gemacht oder Axel Fischer. Und das, obwohl beispielsweise Karin Strenz als ehemaliges Mitglied des Europarates wegen ihrer Verstrickungen mit Aserbaidschan inzwischen Hausverbot im Europarat hat. Auch da war der Druck aus der Unionsfraktion nicht wirklich groß. Und mitten in der Maskenaffäre wählt die CDU obendrein den vorbelasteten Philipp Amthor zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Kein Wunder, wenn dann der Vorwurf kommt, alle Abgeordneten seien korrupt. Solche Instinktlosigkeit und Moralvergessenheit diskreditiert alle, die viel Aufwand betreiben, um ihre Arbeit so transparent wie möglich zu machen.

Es zeigt sich, dass es dort ein strukturelles Problem gibt. Jetzt fordern Unionsabgeordnete einen Verhaltenskodex. Die Wahrheit ist aber: Seit Jahren blockiert die Unionsfraktion wirksame Maßnahmen, um Einfluss und politische Interessenvertretung transparent und nachvollziehbar zu machen. Weil wir kurz vor der Bundestagswahl stehen, gibt es großen öffentlichen Druck und die Union bekommt kalte Füße, aber bisher ist es immer – sei es rund um die Aserbaidschan-Affäre, der Fall Amthor oder jetzt die Maskenaffäre – bei wohlfeilen Ankündigungen geblieben.

„Wir brauchen ein Lobbyregister“

Was müsste sich ändern?

Neben den moralischen Appellen brauchen wir endlich eine gesetzliche Änderung der Regelungen und mehr Transparenz: ein gesetzliches Lobbyregister, ein legislativer Fußabdruck bei Gesetzgebungsverfahren für die Bundesregierung wie auch für das Parlament, schärfere Regeln für Nebentätigkeiten und bei Aktienoptionen und Unternehmensbeteiligungen von Abgeordneten und striktere Regeln der Parteienfinanzierung. Weil immer wieder Abgeordnete gleichzeitig Lobbyismus betreiben – sogar mit dem Briefkopf des Bundestags – brauchen wir ein Verbot der entgeltlichen Lobbytätigkeit neben dem Mandat. Da muss die Große Koalition statt Lippenbekenntnissen jetzt schnellstmöglich liefern! Der Schaden am Parlamentarismus ist jetzt schon enorm. Um seinen Ruf zu schützen, müssen diese Maßnahmen ergriffen werden. Natürlich ist das Aufwand. Aber der ist es wert, der ist notwendig.

Wie sieht dieser Aufwand aus?

Ich habe als Abgeordnete von Anfang an Transparenz hergestellt. Oft sind es nur kleine Geschenke, Merchandising, mit denen Lobbyverbände an Abgeordnete herantreten. Begleitet von Briefen und Kampagnen, die wir unterstützen sollen. Deshalb habe ich selbst die kleinsten Geschenkangebote öffentlich gemacht, versteigert und den Erlös guten Zwecken wie an Lobbycontrol gespendet. Die Fußspuren von Lobbyisten müssen erkennbar sein. Deswegen fordern wir Grünen auch, dass das Lobbyregister an einer viel früheren Stelle ansetzt, als es das jetzt tut.

Der Spahn-Trick

Wie sähe das dann in der Praxis aus?

Die jetzt vorgesehene Regelung, zu der sich die Große Koalition gerade so durchgerungen hat, ist, dass man sich einmal in eine Liste eintragen muss. Für uns dagegen müssen in einem öffentlich zugänglichen Lobbyregister Auskünfte über Auftraggeber, Budget, Finanzquellen und Interessensgebieten der Lobbyist:innen vermerkt sein in Verbindung mit einem Verhaltenskodex und Sanktionen bei Verstößen. Ohne Eintrag im Lobbyregister darf es keinen Zugang zur Regierung geben und auch keine Teilnahme an Anhörungen im Bundestag. Zudem sollten die Nebentätigkeiten ab dem ersten Cent angezeigt werden müssen und Spenden an Parteien neu geregelt werden. Derzeit sind erst Einnahmen ab 10 000 Euro angabepflichtig.

Wie das umgangen wird, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jetzt gezeigt. Der lädt zum Fundraising-Essen ein und die Einlage kostet 9999 Euro.

Richtig. Noch so ein Beispiel. Genau deswegen müssten alle zusätzlichen Einnahmen ab dem ersten Cent angegeben werden. Außerdem gibt es Abgeordnete, die ihr Mandat für Lobbyismus benutzen. Sie schreiben Briefe, in denen sie sich für Produkte oder Firmen einsetzen und versehen das dann mit dem Bundesadler des Bundestages. Das geht gar nicht. Wogegen ich mich indes ausspreche, ist, dass jedes Gespräch angegeben werden muss, das eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter führt.

Warum sollte das nicht angegeben werden müssen?

Ähnlich wie Journalisten müssen sich auch Abgeordnete informieren können. Manche Gespräche sind aber zu vertraulich und kämen nicht zustande, wenn sie danach öffentlich dokumentiert werden müssten. Den Abgeordneten gingen so wertvolle Informationen verloren. An der Stelle wäre ich für einen Verhaltenskodex, der Abgeordnete verpflichtet, das Mandat nicht missbräuchlich einzusetzen.

„Wir sind nicht mehr im Ausnahmezustand“

Spannend ist, dass eine solche Welle ausgelöst wurde von Abgeordneten, die vorher eigentlich niemand gekannt hat. Ist es dann nicht umso ärgerlicher, wenn sie mit ihrem Verhalten den Ruf der Abgeordneten so diskreditieren.

Nüßlein war immerhin Fraktionsvize. So unbekannt war der also gar nicht. Auch steht sein Verhalten, und dass er vorerst am Mandat festhält, unter ganz anderem Interesse.

Ok. Das stimmt natürlich. Die Frage sollte allerdings auch in eine andere Richtung führen. Dem Bundestag droht ohnehin ein Bedeutungsverlust, weil er in der Pandemie alle Kompetenzen an die Bundesregierung und die Länderchefs abgetreten hat. Sind Sie mit der Rolle des Bundestages in der Pandemie zufrieden?

Die Frage ist, wie wichtig nehmen wir uns als erste Gewalt selbst. Als gesetzgebende Gewalt. Das gilt natürlich auch in der Corona-Krise.

Das ist aber nicht gelebt worden.

Am Anfang ging es darum, dass die Exekutive in einer Krisensituation schnell handeln können muss. Dem haben wir zugestimmt und die pandemische Lage hergestellt. Das hat den Regierungen im Bund und den Ländern ermöglicht, schnell auf die Situation zu reagieren.

Allerdings…

Ja. Allerdings hält die Krise seit einem Jahr an und wir befinden uns eben nicht mehr in einem Ausnahmezustand. Stattdessen stellt sich jetzt die Frage: Was hätte passieren müssen und was muss perspektivisch passieren. Und daran war der Bundestag nicht zufriedenstellend beteiligt.

„Wir brauchen einen Pandemierat“

Wie hätte die Beteiligung aussehen müssen?

Wir brauchen einen Pandemierat. In diesem Rat müssen Fachexpertisen aus unterschiedlichen Bereichen Gehör finden.

Aber die Wissenschaft war doch gut eingebunden in die Entscheidungsfindung?

Viele Bereiche sind eben nicht gehört worden. Beispielsweise der Kinderschutz. Die Kinder sind denn auch oft durch das Raster gefallen. In dem Pandemierat mit einer entsprechend vielfältigen Ausrichtung wären die Entscheidungen anders ausgefallen als im Kanzleramt. Was indes gar nicht geht, ist, dass wir Abgeordneten erst aus der Presse erfahren, was die Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen hat. Wir dürfen dann vielleicht noch debattieren, aber keine wirkliche Entscheidung mehr treffen.

„Kann am Ende keine:r mehr nachvollziehen“

Zumal die Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz ja schon in der Bild stehen, bevor die Konferenz sie beschließt.

Das ist total nervig. Darauf hat es ja auch schon entsprechende Reaktionen gegeben. Am Ende führt das dazu, dass die Ministerpräsident:innen neun Stunden tagen, rausgehen und jede:r setzt etwas anderes um. Das führt zu den vielen unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern. Das kann dann am Ende kein Mensch mehr nachvollziehen und konterkariert den großen Kraftakt, den die Gesellschaft erbringt. Ich erhalte viele Reaktionen von Wählerinnen und Wählern, die damit nicht mehr klarkommen, nicht mehr wissen, was gerade gilt.

Welche Konsequenz muss daraus gezogen werden?

Der Bundestag und die Landtage müssen vor den Entscheidungen mit einbezogen werden. Es muss fundierte Debatten geben. Nur dann kommt es zu nachvollziehbaren Entscheidungen.

Ausfall der Wasserversorgung in Wiesbaden-Heßloch für mehrere Stunden

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Nachrichten Wiesbaden | Aufgrund eines Leitungsschadens haben die Menschen im gesamten Stadtteil Wiesbaden-Heßloch aktuell kein Wasser. Der Zustand wird voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.


Die Feuerwehr Wiesbaden ist vor Ort und hilft

Der Wasserversorger ESWE Versorgung ist aktuell vor Ort und arbeitet an der Behebung des Problems. Im Rahmen der Reparaturarbeiten musste die Kreisstraße K568 zwischen der Bundesstraße B455 und Heßloch vollgesperrt.

Wie die ESWE Versorgung auf Anfrage von BYC-News mitteilt, ist noch nicht genau absehbar, wie lange der Ausfall der Wasserversorgung andauern wird. Aktuell käme es zu Verzögerungen, weil die Wasserleitung tiefer läge, als ursprünglich gedacht. „Wir hoffen, dass das Problem heute Nachmittag behoben sein wird“, sagte die Sprecherin.

Weiter teilte sie mit, dass in der Zwischenzeit auch die Berufsfeuerwehr Wiesbaden mit einem Tankwagen vor Ort ist und aushilft. Die betroffenen Menschen im Stadtteil Heßloch können sich an dem Tankwagen Wasser abfüllen.

Die ESWE Versorgungs AG teilt mit

Nach einem Wasserrohrbruch an der K658 musste gestern Abend die Hauptleitung für die Belieferung von Heßloch abgeschottet werden. ESWE Versorgung hatte kurzfristige Warnhinweise über die sozialen Netzwerke gegeben. Leider sind die Arbeiten aber auch heute Morgen noch nicht beendet.

„Wir haben die gesamte Nacht lang durchgearbeitet“, erzählt Florian Neubauer, Leiter der Abteilung „Netzbau und Betrieb“ bei ESWE Versorgung. „Das Rohr liegt in einer Tiefe von etwa 4 Metern. Aufgrund des durchnässten Erdreichs mussten wir gegen 5 Uhr ein neues Verbausystem anliefern lassen, um die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen nicht zu gefährden.“ Erst jetzt (9.15 Uhr) konnte das Team zur beschädigten Stelle vordringen.

Mittlerweile musste auch die K658 zwischen der B455 und Heßloch voll gesperrt werden.

Feuerwehr und THW sind vor Ort. Am Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Heßloch in der Hirschgartenstraße wurde eine Wasserentnahmestelle für Brauchwasser zur Selbstversorgung eingerichtet. Als Trinkwasser sollte das aus dem Lebensmittelhandel genutzt werden. ESWE Versorgung ist derzeit darüber hinaus damit beschäftigt, 5000 Liter Trinkwasser in Behältern zu organisieren.

Die Feuerwehr bittet, den Notruf 112 nur bei Notlagen anzuwählen, unter dieser Telefonnummer aber nicht nach dem Stand der Bauarbeiten anzufragen. Zur Sachlage informiert auch die Katastrophen WarnApp.
Wie lange die Unterbrechung der Wasserversorgung noch anhalten wird, ist derzeit unklar. ESWE Versorgung wird weiter informieren.

Wasserversorgung in Wiesbaden-Heßloch wieder hergestellt

In einer Mitteilung um 15:35 Uhr schrieb die ESWE Versorgung: Sie haben 22 Stunden lang durchgearbeitet, jetzt können die Mitarbeiter von ESWE Versorgung Erfolg vermelden. Der Wasserrohrbruch an der K685 ist repariert, Hessloch wird seit kurzem wieder mit Wasser versorgt.

Die undichte Stelle war gestern Nachmittag aufgefallen, gegen 16 Uhr hatten Mitarbeiter von ESWE Versorgung mit den Arbeiten begonnen. Doch das Aufgraben im durchnässten Erdreich erwies sich als überaus schwierig. Gegen 5 Uhr morgens musste sogar ein neues Verbausystem angeliefert werden, um die Arbeiter vor Ort nicht zu gefährden.

Um 9.15 Uhr stieß das Team in 4 Metern Tiefe auf das Rohr und entdeckte den Schaden: einen Rundriss. Kurz nach 12 Uhr war der mit einer Schelle „verpackt“ worden. Nach Flutungstests stand eineinhalb Stunden später fest: Das System ist dicht. Bereits um 13.40 Uhr war die Hälfte der knapp 700 Hesslocher wieder mit Wasser versorgt. Die ESWE-Mitarbeiter gehen davon aus, dass die Vollversorgung gegen 16 Uhr hergestellt sein wird.

Bitte an die Verbraucher:

Verbraucherinnen und Verbraucher werden gebeten, Wasser zunächst für einen kurzen Zeitraum laufen zu lassen, da das Trinkwasser unter Umständen noch Verfärbungen aufweisen kann.

Insgesamt waren drei Teams von ESWE und den Tiefbaufirmen Strohbach und Schlacht im Einsatz. ESWE dankt besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Feuerwehr und THW, die vor Ort für eine Versorgung und Information der Bevölkerung gesorgt haben. Ein großer Dank geht auch an alle Heßlocher für ihr Verständnis und ihre Geduld. Die K685 zwischen B455 und Heßloch muss auch in den nächsten Tagen aufgrund weiterer Arbeiten noch voll gesperrt bleiben.

Neue Kita-Plätze in Ginsheim-Gustavsburg schaffen

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Aktuell sind die Kita-Plätze in Ginsheim-Gustavsburg knapp. Das soll und wird sich allerdings in der kommenden Zeit ändern. BYC-News sprach im Rahmen des Politik-Specials zur Kommunalwahl mit Jochen Capalo, einem Kandidaten der Freien Wähler Ginsheim-Gustavsburg darüber.


Über 100 neue Kita-Plätze werden geschaffen

Rund 600 aktive Kita-Plätze gibt es aktuell, berichtet Capalo. Weitere 100 Plätze werden benötigt, was natürlich zu großem Druck von Seiten der Eltern führt. Viele gehen wieder arbeiten und benötigen dringend einen Kita-Platz für ihr Kind. Dass Eltern sich die Kita dann noch aussuchen können, ist aufgrund des hohen Bedarfs nur sehr selten der Fall.

„Mit der Einrichtung der Kita in der Georg-August-Zinnschule in Gustavsburg werden 75 Plätze entstehen. Weitere Plätze werden in Ginsheim geschaffen, sodass insgesamt über 100 Plätze neu entstehen und wir dann auch die voraussichtlich benötigten Plätze abdecken können. Natürlich entsteht immer auch nochmal kurzfristiger Platzbedarf, zum Beispiel durch Integrationskinder. Wir dürfen uns also nicht auf dem ausruhen, was wir bislang geschafft haben, sondern müssen schauen, dass wir noch ein paar weitere Plätze als Puffer einrichten“, sagt Jochen Capalo. Es sei notwendig, den Bedarf jedes Jahr aufs Neue zu prüfen, um in der Planung nichts mehr zu versäumen.

Die Einrichtung der Kitaplätze in der Georg-August-Zinn-Schule sei zudem relativ kostengünstig gewesen, weil das Gebäude bereits vorhanden war und man dort lediglich umbauen musste. Zudem kamen noch einige Fördermittel hinzu, sodass die Schaffung der Plätze die Stadt Ginsheim-Gustavsburg nur sehr wenig Geld gekostet hat, erklärt Capalo.

Mangel an Erziehern ist ein weiteres Problem

Für die Kindergärten werden natürlich auch Betreuer benötigt. Diese zu finden ist in der heutigen Zeit nicht immer ganz einfach, erklärt der Kandidat der Freien Wähler. „Wir stehen da in Konkurrenz zu ganz vielen anderen Kommunen, wodurch es natürlich unser Ziel ist, uns von allen anderen abzuheben“, sagt Capalo.

Im Vergangenen Jahr hatte die SPD Ginsheim-Gustavsburg hierzu bereits den Antrag auf die Bereitstellung von günstigeren Dienstwohnungen gestellt. Diese sollten unter anderem auch Erziehern aus Ginsheim-Gustavsburg zugute kommen. „Aufgrund des hohen Fachkräftemangels in diesem Bereich, ist es natürlich erforderlich, dass wir in Gustavsburg uns hier einen Standortvorteil verschaffen. Die Idee, da etwas mit den Wohnungen zu machen, ist natürlich gar nicht so verkehrt. Allerdings ist es rechtlich nicht ganz unproblematisch, bestimmten Personengruppen Wohnraum günstiger anzubieten“, erklärt der Kandidat der Freien Wähler Ginsheim-Gustavsburg.

Von der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Ginsheim-Gustavsburg sei dann der Vorschlag gekommen, stattdessen Werksmietwohnungen anzubieten. In dem Fall wurden die Wohnungen zwar nicht günstiger angeboten werden, allerdings würden die Erzieher bei der Vergabe der Wohnungen bevorzugt werden. „Das ganze ist im BGB (Bundesgesetzbuch) auch festgeschrieben wie das funktioniert. Entsprechend dieses Vorschlages wurde dann auch der Antrag abgeändert und wird nun geprüft“, sagt Capalo.

Vorsicht vor betrügerischen Handwerkern in Wöllstein

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Im Bereich von Wöllstein sind aktuell kriminelle Handwerker unterwegs. Am Mittwoch haben diese einem 88jährigen Hausbesitzer zunächst ein Angebot für eine Dachrinnenerneuerung an seinem Einfamilienhaus in der Eleonorenstraße angeboten. Man wird sich einig und nach Fertigstellung der vereinbarten Arbeiten verlangen die vier unbekannten Männer jedoch ein Vielfaches des vereinbarten Lohns. Erst nachdem der 88jährige Wöllsteiner die Polizei anruft, brechen die vier Unbekannten ihren Betrugsversuch ab und flüchten mit einem roten Kastenwagen. Wer kann Hinweise zu den unbekannten Handwerkern und ihrem benutzten Kastenwagen geben?

Autodiebstahl in Bischofsheim – Schwarzer Mercedes E 350 entwendet

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Bischofsheim. Einen in der Hochhheimer Straße geparkten schwarzen Mercedes E 350 entwendeten Kriminelle in der Zeit zwischen Montagnachmittag (08.03.) und Dienstagvormittag (09.03.) auf bislang unbekannte Weise. An dem Fahrzeug sind die amtlichen Kennzeichen GG-EK 303 angebracht. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise, insbesondere zum Verbleib des gestohlenen Mercedes geben kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim unter der Telefonnummer 06142/6960 zu melden.

Doppelmord in Rheinland-Pfalz: Großfahndung nach dem flüchtigen Täter

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Daniel Mentel
Daniel Mentel

Blaulicht Rheinland-Pfalz | An diesem Dienstagmorgen (9. März 2021) wurden auf einem Gehöft in Weilerbach bei Kaiserslautern zwei Leichen entdeckt. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus und fahndet aktuell nach dem flüchtigen Täter.


Täterbeschreibung

Nach ersten Ermittlungen ergibt sich ein Tatverdacht gegen den 38-jährigen Familienangehörigen Daniel Mentel. Gegen Mentel wird darüber hinaus wegen schwerer Brandstiftung in zwei Fällen ermittelt. Sein Aufenthalt ist derzeit unbekannt. Die Beamten fahnden mit Hochdruck nach dem Mann.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den 38-jährigen Daniel Mentel aus Weilerbach. Der Verdächtige ist etwa 1,75 Meter groß und von normaler Statur. Er hat braune, leicht lockige Haare, die Schläfen sind grau meliert. Zuletzt war er mit einer dunkelgrünen Cargo-Arbeitshose und einer dunkelgrauen Softshelljacke bekleidet. Er trug schwarze Arbeitsschuhe.

Wer weiß, wo sich der Gesuchte aufhält oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369-2999 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass der Täter bewaffnet ist

Erstbericht 09. März 2021: Wie das Polizeipräsidium Westpfalz mitteilte, fand die Polizei auf dem Gehöft eine männliche und eine weibliche Leiche. Die beiden seien zwar nicht verheiratet, allerdings höchstwahrscheinlich ein Paar gewesen. Aktuell geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus und fahndet mit einem Großaufgebot und unter Einsatz eines Polizeihubschraubers nach dem Täter. Augenzeugen berichten, dass auch schwer bewaffnete Polizisten eines Sondereinsatzkommandos vor Ort im Einsatz sind.

Nach Angaben der Polizei ist aktuell nicht auszuschließen, dass der Täter bewaffnet ist. Die Polizei richtet einen dringenden Appell an die Bürger: „Wenn Sie sich zurzeit in Weilerbach aufhalten, bleiben Sie bitte in einem Gebäude!“

Kultur-Stiftung unterstützt Künstler in Ginsheim-Gustavsburg

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | „Kultur droht zu Corona-Zeiten aus dem Bewusstsein zu schwinden, wenn wir nicht dagegen halten“, sagt die Vorsitzende der Kultur-Stiftung Ginsheim-Gustavsburg, Jutta Westhäuser. Egal ob bildende Kunst, Design, Musik, Theater, Tanz, Performance, Kabarett, Kleinkunst und Erinnerungskultur – Angehörige dieser Branchen befinden sich im Moment in existenziell schwierigen Notlagen, weil sie nicht auftreten beziehungsweise Ausstellungen veranstalten können – höchstens online.


Formloser Antrag zur Unterstützung der Künstler

Das weiterhin ruhende Vereinsleben wirkt sich auch auf die Nachfrage nach Förderung von kulturschaffenden, gemeinnützigen Gruppen und Vereinen aus. Hier gibt es bei der Kultur-Stiftung aktuell kaum Anträge, um Veranstaltungen und Projekten unter die Arme zu greifen. Die Kultur-Stiftung kann aber auch mit Stipendien den Künstlern passgenau helfen.

Mit dem Merian-Stipendium konnte die Kultur-Stiftung schon erfolgreich einer Musikerin, die sich für die musikalische Ausbildung in Ginsheim-Gustavsburg engagiert, unterstützen. Weitere Künstler mit dem Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in Ginsheim-Gustavsburg können bei Interesse einen formlosen Antrag zur Unterstützung an die Kultur-Stiftung richten. Aus dem Antrag sollte der künstlerische Werdegang mit momentaner Ausbildungsstätte hervorgehen und die jetzigen und zukünftigen künstlerischen Aktivitäten für Ginsheim-Gustavsburg dargestellt werden. Das Merian-Stipendium sieht eine Ausbildungsbeihilfe von monatlich 100 Euro für zunächst ein Jahr vor.

„Nutzen Sie die Chance in diesen schwierigen Zeiten eine Unterstützung durch die Stiftung zu erhalten. Wir finden eine passgenaue Lösung für Sie“, sagt die Stiftungsvorsitzende abschließend.

Weitere Informationen zum Merian-Stipendium und der Kultur-Stiftung Ginsheim-Gustavsburg sind auf der Homepage der Kultur-Stiftung zu finden.

Kultur-stiftung unterstützt künstler in ginsheim-gustavsburg


 

Über 80 fehlende Kita-Plätze in Bischofsheim

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Nachrichten Bischofsheim | Wer in Bischofsheim sein Kind im Kindergarten anmelden will, braucht Geduld und Glück. 417 Plätze sind in der Gemeinde vorhanden, das reicht schon heute nicht. Wenn im Sommer das neue Kindergartenjahr beginnt, fehlen sogar 86 Plätze: ein Fünftel aller Eltern geht leer aus. Warum ist das so?


Die SPD Bischofsheim teilt dazu mit:

Es liegt nicht an den engagierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Rathaus, dass sie die Wartenden nur vertrösten können. Aber die Planungs- und Bauarbeiten für das neue Familienzentrum ziehen sich ins Endlose. Neuester Akt der Tragödie: Bürgermeister Kalweit teilte den konsternierten Gemeindevertretern mit, dass sich die Arbeiten um weitere elf Monate verschieben, weil nötige Planungsschritte nicht beauftragt wurden.

„Für dieses Desaster ist er allein verantwortlich“, kommentiert Karsten Will, Spitzenkandidat der Bischofsheimer SPD. Denn es gab ein Konzept für einen Neubau auf dem alten Gemeindesportplatz im Attich – doch 2016 wurde es von CDU und der Bischofsheimer Freien Wählergemeinschaft gekippt, ohne dass sie einen anderen Plan hatten. Seitdem gab es statt Fortschritt nur Stillstand, den jetzt die Eltern ausbaden müssen.

Abhilfe wäre möglich

Wenn das Familienzentrum vielleicht 2024 fertig sein sollte, fehlen doch weitere 75 Plätze für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Dafür gibt es im Rathaus keinen Plan, kein Grundstück, keine Idee. Warum hat man das beim Berliner Zwickel nicht mitbedacht? Warum prüft man nicht eine Erweiterung der Kita in der Siedlung? Oder was ist mit dem Bahngelände? Diese Fragen stellt die SPD in ihrer Mitteilung. „Ein Naturkindergarten könnte ebenfalls Teil der Lösung sein“, so Will: „auch wenn der mit maximal 25 Plätzen nicht alleine ausreicht.“

Bei den Krippenplätzen sieht es ähnlich schlimm aus. 36 Plätze fehlen bereits in diesem Sommer, in den kommenden Jahren kommen weitere 50 dazu. Auch hier: kein Plan, kein Grundstück, keine Idee, heißt es in der Mitteilung. „Man kann sich doch nicht für eine viel zu kleine eingruppige Kita feiern lassen und denken, die Eltern merken das nicht“, fasst die Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Kerstin Geis die unbefriedigende Situation zusammen.

Jetzt sei Kreativität gefragt, und die SPD mache dem Verwaltungschef Druck. Grundstück suchen, Planungsprozess starten, Bauen in Modulform und dann eröffnen. „Das geht in 24 Monaten“, so Geis, „man muss es nur wollen und können.“

Mercedes GLE in Wiesbaden gestohlen

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Wiesbaden – In der Nacht von Sonntag (07.03.2021) auf Montag (08.03.2021) zwischen 21:30 Uhr und 07:00 Uhr kam es zu einem Diebstahl aus einem Opel Zafira, der in der Schiersteiner Straße im Rheingauviertel in Wiesbaden geparkt war. Im Fahrzeug konnten die Täter an sich nichts Wertvolles finden, jedoch einen Autoschlüssel für einen Mercedes. Das passende Fahrzeug konnte von den Tätern schnell in unmittelbarer Nähe gefunden und entwendet werden. Der SUV, ein hochwertiger, brauner Mercedes-Benz GLE wurde am Dienstag, 09.03.2021 von der Polizei vor einem Autohaus in der Straße Im Rad aufgefunden. Hinweise auf die Täter liegen bislang nicht vor. Die Polizei bittet Zeugen und Hinweisgeber, sich unter der Telefonnummer 0611 / 3450 zu melden.